1868 / 264 p. 6 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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[1111111911111119111 Provinzial-k'o11ds; Mchrbedarf der Waiscp- (md 118111111111-2111111111111 12,000 Thlr.; Erhöhung des C1v1l- 251111111111-Pcnswns-Fonds 200,000 Thlr.; dedgleichcn dcs 313111511111 = z2111211111111 = Fonds 60,000 Thalcr,“ _ 3111 1veite_rcn Erhöhung 111" Besoldung d11' 231111111111 _ 1111 den Lokgl- 2131116111111 210,000 Thlr. Bci dcr H1111d11s1111w1111ung: Cr- höl)1111g d11' qudd 3111“ 1,111111h11111111g dcr Wasscrwcrkc 20,000 Thlr.,“ 3111" Erhöhung dcr Fonds 111hufs Erhaltung_ der S111111s-Ch1111ff1111 :11,000T1)[1". Bci dcr l1111dw111hschaftl1ch111 25111111111111111: 27,000Th11'., Erhöhung dcr Fonds zur Förderung “111" LaUch-KUUUT. V11 d1111 K11111ts-Mi11istcri11111: Mehrbedarf dcr 1111111111111'11111 25,000 Thlr.,“ Mchrb1da1'f der Gymnasien 1111d Realschulen 10,000 Thlr.; 3111 11111111111 Verbesserung dxs Einkomman der E11111111t11r-L1h111 109,000 Thlr.,“ Zuschuß fur die Charité 12,000 Thlr. _ __ _

Ick 111111 Si1, 1111111153111111, nicht mit der chxzahlung 11511- 11111“ Z11h1111 111111111111, da der Etat 11111 111111111111111111 Anlagen gedruckt schon 1111 das V11111111 dcs Hausts «111111111111 worden “ist. Im E1111-(H11111 ist di1. «1111111111111 dcs G11a1111111-V111ages 111111 13 Millionen Th1111r11 Sch1115-A111111is111111111_ (1111111111111, wo- von 10 2111111011111 1111111111011!) 11011) von den Kriengostcu her- 111111111 111111 3 Millioncn 1111f “11111 Nothstand in Preußen Bezug 111111111. Dcr Etat 1111111 111111 Mittel 3111" D1ck1111g diescr quf Iahrcdfrift 1111891111111111 SchaY-Anwcisungcn 111111) ,' 15 erd 10111111) die E1111111'r1111g stattfinden 1111111111. _ _

Was 111111 die B1ha11dl1111g dcs Etats 111111ff1,_so «1111111111 111) d1'11111111d die 5130111111115111111, die M) 111 111111) 1111 d111 fr11h1- ren V11ha11d11111g111 1101110111111111 bewährt hat.

stellung noch vor dem Beginn der neuen Etats-Periode zu be- wirken, 311111111 ,. wie 111) 11191111 angeführt habe , d11 gcd1uck1111 Etats 1010111 111 Ihre Hände gelangen werden. _So _v1cl _d11 Staats -R1gicr1111g dazu bcitragcn kann, w1rd sie dcs1111 mcht 111111111111111, 111111111111111) d11d11111), daß sie 1311 Jnforniatwyen, welche noch gewünscht werdcn 11161111111, 11111 W V11'111w1111gste 1111110111 111111). Wir wünschen 111.11" , daß d1111111g111 Informatw- 11111, wclche 111311 111131111111 M11ch1111d1111 fiir 1101h111111d1g 1111111111 .werd1n,s1)11111d 1112“; WWW) 1111 die dctreffcnden Rcswrts gelangei). Wenn 18 111111 1111ß11d1111 110ch zulässig 1111111111111 wurde, d11 Erörteruug 10111111 R11011111011111, dei 13111111 11011 1101111111111 _ge- 11191 wiwd, daß 1111121111d111111g dcs Etats 1111111 bcabsicdttgt 1v1rd, 9111011111011111 b111p111§1v1111, 1111 13111111 11111 Aenderung __11011 G1- .1113111 [1111111111111 wird - wenn es zulässig erachtet wurde, d11 Erörterung solcher Rcfolutioncn, Unbeschadet d1s Jntcrcff1s der . „Antragstelwr, bis 3111 vollendeten Bcrathung des Etats auszu- 11Z111 und sie dann 11111111111111111 dcr Berathun? d1s Etats fol- 11111 311 11117111, so darf 11111 11) s1ch1yer 1111111ng1 1131 wcrd111,_daß die F1sts111111n11 noch vor d1111 2311111111 der_11111111 Etats-Perwde ermöglicht wird, ein Wunscd, der ja 1111111111st1111111111d von dem _ganzen 13111111 Und der Regierung geth11lt 1v1rd.

»-- Bei d11: 11111111'11111111111 der GescH-Entwürfc, be- treffend die Beschlagnahme des Vermögens d1s_1he- 1111119111311511191 11011 Hannover und des 1111111al1g111 Kurfürsten von Hesjcn, 11111111) dcr F111anz-M1111s11r Frei- hcrr 1.1. d._H11)d1: _

Ich 1111111 ferner dem Hohen Hause vorzulcgen d11 auf Grund des Art. 63 der Verfassungs-Urkunde vom 31. J11n11ar 1850 11111 2. März d. I. erlassene Verordnung nebst der 111191- fügtcn 1n011v11111d111 Dcykschrift, 111111ffc11d d11 Beschlagnahme des Vermögens dcs 311311th Geoxg. _

Es ist dem H0h111 Hause 1111111111111), daß sch011_ vor dem Schluß dcs 1101111111 Landtags von d1eser_ S11111 erklart wurde, es 111 11011) 1111 V11'such gcmacht, durch Emwirkurig b1f_11und1_ter Und 11111va11d111 Höfe auf die Haltung ch „1115111111? Georg em- zuwirk111. Diescr Versuch war 1111 vergebbeher und 1s__w1_11'de deShalb, wie ich damals schon dem_ Hohen Hause a11k11nd_1gte, bald nachher 11111 Verordnung 1111111111, 113111111 das Vermögxn des Königs Georg 11111 Beschlag_bclegte. 931111 Verordnung _1st 111111113111 und dem Hohen Hamc dekannt. Ich 111311111 111111) 111111) 11011) auf die beigcfügte Abschrift d1s Jmn11d1at-Ber1chts, 1191111111 der Vcrordmmg vorherging, sow11 _der Dcnkschrxft, _und 1111311111 (111111111111111111, diese Vorlage 111? 11111 a11der§ ah1111cher Natur der Fm11113-K0111111ission 3111 Vor crathung 311 uberwmsen.

D11 1111111111 Vorlage betrifft emen Gcscxz-Entwurf, be- 111ff1nd dic BeschlagUahmc des Vermögens dcs 1h1111al1g111 Kur- fiirstcn 11011 Hessen. _ _ _ _ _ __

CI 11111 1111011 vor längerer Zett 111 _1'1f11n111ch111 Vlattcrn 1:11 Rede von 111111" Denkschrift des 1h1111al1g1n K111__f111:s1_111 v01_1 „13111111. Diese Denkschrift ist nicht nur durch den Kurfurstl1ch besst- “1111111 KabinetH-Naih Sch1n1n111pf111nig im Auftrage dxs Kyr- 1'111's1111 d1111 Miniftcrimn der auswärtigen Angel1genh1111n 1111- 111111151,1011d11n es hat fich 111111) ergeben, das," d11s1 Denkschmft 1111 andere Höfe unmittelbar 1111111 Kurfürsten versendet worden 111, wie namentlich aus einem Berichte des diesseitigen Ge-

jand1111 311 Oldenburg hervorgegangen ist. Die Denkschrift

_ EZ darf_gch0fft : wcrden , daß auf dicscm W1g1 18 möglich 11111 11111d , d11 Fest- :

selbst ist dem Hohcn Hause [1111111111 (“5111111111111 eine Menge 111111 Ausfällen gegen 513111113111, gegen d11 prc11ß1sche R1 1eru11g, Majestätsb1111d1g1111g111, V111111111du11g111 gcgen preuß1_ch_1 Bc- hördcn 1111d 2311111111, sowic Sch111111)11_11g111 gcgen Staatsenmch- 1111111111. In seinem 11131111 Zwecke 1s1 das Elgborat auf ho_ch- 1111d l1111desverräthcrisch1 Unternehmungen gcr1ch111. Es_sch1111t daher Pflikhk, daraus Veranlassung 311 n1h1111n_ 311 de_mxcmgen Einschreiten, wclchcs 111 V1311hu11g auf d111 K15111g Georg als angemessen erachtet ist. Die D111kschr1ft mußte 11111 so mehr Überraschen, als 111 dem _Vertrqgc, _der M11 dem Kurfürsten «113111131017111 111111", ausdrückltch _d11 E111b1ndu11g dcr V1a1111111 111111 111111111111111n 1111111 E1d1als 11111 V11Pfl1ch1ung des Kurfürsten anerkannt wurdc, - 1ch_s11g1, es muß uber- raschcn, daß d1r Kurfürst sich ]1311111f11111n andern Stgnd- punkt steklt, währcnd dcr Vertrag 311 der Erwartun bercchttgte, daß 11 die 111.111 Ordnung der Dinge 1111111111111. s war schon friihcr Veranlassung genommen, d111 Kztrfurstcy 3u verwarxien und ihm anzudeutcn, daß unter 11s11'1nd_111 d1e _Sequestratton 11111111 2311111691118 beabsichtigt wer 111_wurd_1,' d1esc Drohurzg hat ihn indes; nicht abg1ha11111, und M Reg11rung hat es fur ihre Pflicht erachtet, durch den Gesey-Enkwurf d11 Beschlagnahme dcs Kurfürstlichen Ver111ögc11s 1111 d1111La11dtagczubeantra 111. Die Regierung hat 11111 Zusa111111111tritt des Landtages dcn eg dcr Oktrovirung 1111111 1111111111 mögen, dagegen solche In- struktionen 1111111 Casscl 111h1111, d1e den Zweck habe:), daß 1111111111111111 dort im Sinne dieser Vorlage vcrfthm wurde.

.Ich habe die Ehrc, dcn GescH-Entwurf zu 1'1berg1ben, und wird sich wohl 11111 gleichmäßige Bchqndlun dcr b11d1_n Vor- lagcn empfehlen. Mcmcrseits 1111511111 1ch_ vor?chlagen, 1111 Vor- lagen der Fi11a113-K01111111ffio11 zu Überwc1sc11.

- Der dem Herrenhausc in seiner vorgcftrigen Sißung duxch den Handels-Minister überreichte Entwarf cines Gescßcs über dix Er- werbung und den Verlust der Eigenschaft als preußtscher Unterthan, sowie über den Eintritt in fremde Staats- dienste, hat folgenden Wortlaut: _ _

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 21., Verordncn mit Zustinnnung beider Häuser des Landtags der Monarchie, zugleich auch für das Jadegebict , was folgt: _ _

Z. ]. (Erwerbung der Eigenschaft als prcuß1sch1rU1111rthan). Die Eigenschaft als preußischer Unterthan wird begründet: 1) durch Ab- st11111111u11g (§. 2), 2) durch chitimation (§. Z), 3) durch Verheirathun (J. 4) und 4) durch Verleihung (§.5ff.). Die Adoption hat für fi allein diese Wirkung nicht. _ _

Z. 2. Jedes eheliche Kind eines Preußcn wwd durch dxc Geburt preußischer Unterthan, auch MM 111 im Auslande geboren ist.

Unchelickw Kinder folgen d1r Mutter.

§. 3. Ist die Mutter eines unehelichen Kindes Ausländerin, der Vater aber 1111 Prcuße, so wird das Kind durch eine, den gcseßlichen Vestinnnungcn gemäß erfolgte Legitimation preußischer Unterthan.

§. 4. Eine 2111slä11d11in wird preußische Unterthanin du1"ch Ver- heirathung mit eincm Preußen.

Z. 5. Die Verleihung (Z. 1 Nr, 4) erfolgt durch Ausfertigung ciner Na111ralisa1io11s-Urfunde. Zur Erthcilung derselben find die Landcs-Polizci-B1hörd1n ermächtigt.

Z. 6. Eine von Uns unmittelbar oder von Unseren Central- oder Provinzial-Behörden vollzogene oder bestätigte Bestallung fiir einen in den preußischen unmittelbaren odcr mittelbaren Staatsdienst auf- genommenen Ausländer vertritt zugleich dicStclle der Naturalisations- Urkunde. Eine Ausnahme hiervon findet statt bei denjenigen Aus- ländern, welche im Lluslande in Unseren Diensten als Konsuln, Han- dels-Agenten 11. s. w. angestellt werden.

In den Vorschriften über die Zulassung von Ausländern zum Staatsdienste wird durch diese Bestimnmn? nichts geändert.

Z. 7. Die Eigenschaft als Preuße sol nur solchen Ausländern verliehen werden, welche 1) nach den Gesetzen ihrer bisherigen .1' ei- 11111111 dispositiousfähig find; es sei denn, daß der Mangel der is- pofitionsfähigkeit durch die Zustimmung des Vaters, des Vormundes odcr Kurator?» dcs Aufzunchmcnden ergänzt wird, 2) einen unbeschol- tenen chenswandel geführt haben, 3) an dem Orte, wo ste fich 1111der- lasscn wollen, eine eigene Wohnung oder ein Unterkommen finden, 4) an diesem Orte nach den daselbst bestehenden Verhältnissen sich und ihre Angehörigen zu ernähren im Stande find. __

Von Untertbanen dcr Köni_ reiche Bayern und Wurttemberg und dcs Großhcrzogthmns Baden so im Falle der Reziyrozität, bevor sie naturalifirt werden, der Nachweis, daß" sie die Mtlitg'rpfiicht gegen ihr bisheriges Vaterland erfüljt haben oder davon bcfrc1tword1n find, gefordert werden. _ _ _ _

Z. 8. Die Landcs-Poli «behörden find verpflichtet, vor Ertbctlung dcr Naturalisations-Urkun e die' Gemeinde (respektive den Armen- Vcrband) desjenigen Ort_cs, wo der Aufzunehmende fich niederlassezt will, in Beziehung auf die Erfordernisse des §. 7 Nr. 2, 3 und 4 m1t ihrer Erklärung 1111131111. _ __ _ _

Z. 9. Die -Tatural1sations-Urkund1 begrundet_1111t dcm Zett- punktc der Aushändigung alle Rechte und Pflichten emcs_ Preußen.

Z. 10. Die Verloihung der Eigenschaft als preußischer Unter- 11111111». 5 und 6) erstreckt sich, insofern nicht dabei eine Au_sna_hmc gemacht wird, zugleich auf__ die Ehefrau und die noch unter väterl1cher Gewalt siehenden minder1ahrig1n Kinder.

| bei einem dieser Angeh_örigen die in Z. 7 911.2 erforderte Unbe choltcnhcit nicht außer _Z1v11fel und _wird da_hcr dessen Aufnahme unzuläsfig gefunden, so i “die ganze Fanul1e zuruckzuwe1sen.

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J. 11. Der Wobnfiß innerhalb Unserer Staaten bc r1"111d1 " sich allein die Ei?1nschaft a1s Preußc nich1. g t fur _ Z. 12. (Ver ust dcr E1g1nschast als prcußischer Unterthan.) Die Eigenschaft als Preußc geht verloren: 1) durch Entlaffung auf Antraq des Untertha11111 (_§§. 13 ff.), 2) dur_ch Llusspmch dcr Behörde (L. 19), Z) du_rch zehnxahrtgcn _Aufcnthalt nn AUSlande (J". 20), 4) 1111" 111111" preuß_1sch1n Unterthamn durch deren Verheirathung mit 11111111 Aulean_d__e_r. D E __ __ § . ie n a 111111 ( . 12 911.1) ist bei der Landespolizei- Bebördc dcs Wohnorts 11ach3usuch111 und 11" 111 t durcl ci ' Bch-Zrd1e4aus 1_fer_t_igt_? )flrkunLQ _ f g ) 111 von dieser . . 11 n a_sung ar nicht crt()1ilt 1verd111: ] männli 111 Unterthancn _Wclche s1ch_ 111 dem Alter 110111 Vollend11111)]7. bis chm vollendeten 0. Jahre v1f1nd1n, bevor sie ein Zeugnis; der Krcis-Ersaß- Komxntsfion daruber b11gcbracht ha[_11n, daß sie die Entlassung 1111111 blos 111 der Adficht 11a_chs1_1ch_11_1,__11111 stch dcr Militärpflicht im stehendcn Hee_re_ 3u en_tz_11hen, 6) Mtlttarpersoycn, welche zum stchendcn „131111 gehoren, Ofslztcren des Betwlaubtenstandes und Beamtcn, 1111101" sie aus_ _dem_D1111ste entlassen smd, _3_ck Unterthancn, 111111111 früher als Offiziere 1111 stehendenHecrc oder 111 der Landwehr gcdicnt (11111111, oder

als Militärb1a11111 mit Offiziersrang oder als Civilbcamte angestellt.

geivesen find, bevor 111 die Genehmigung ihres vormali en Departe- ments-Chefs beigebrac_h1 haben, 4)_d111 3111R1s11v1 dcs stchgcndcn Heeres und ur Landwehr gcl11511g1n xmd mcht als Offiziere angestellten Pcrsdncn, nach em sie zum akt111111 D11ns11 einberufen worden sind.

_§. 15. Un__tertha111n, Welche 1111111 de111Königrcich1 Bayern, dcm Kötttgr11chc_Wu__xttcmberg, dcm Gxdßherzogthum Baden a11s1va11d1111 wollen, 1111111 salle de_r Rcztprozitat die Entlassung 311 verweigern, so lange sie n1cht_11a_chg11111111n 111111111, daß der betreffende Staat sie auf- 311ne1§1n§Z beZett tft. __

__ . . [i_ts a11_ eren, als aus den im J“. 14 und 15 (11 ci 1111111 _YFHZYdeanTf i_n FsyrZTdynsYitc? di1 EntlYsung nicht 111111111311? whcrdcn,

11 11 eme 1111 0 er cincr rie s Ca 1: ' *" * Anor§dn;1_;1g 1_1Oor[1ck1_alten.g *" g g s h 11111111 b11011d111 . . ie __(xntlassungs-Urku11de (§. 13 bewirkt mit dem “cit- punkte der AUSHandigung den Verlust der Eigenschaft als Prenß? _ Z. 18. Die E1111assung cxstrcckt fixh, insofern nicht dabci einc Tl_11snc_1hme gemacht 1v1rd, zugleich auf die Ehefrau und die 110111 untcr vaterltcher Gewalt stehenden minderjährigen Kinder.

Z; 19. Unterthanen, welche im Auslande fich aufhaltcu, können der (,tgcnschaft_als Prcußc durch einen Beschluß der Lanchpolizci- Behörde verl11stig__1rklart 119111111, wenn fie eincr auödriicklicben Auf- Fädeeäung 3111“ Ruckkchr 1111111111 cincr bi'stiunntcn Frist keine Folge _ §. 20, Unterthamn, welche die preußischen Staaten verlassen und sich zehn Jal)re_la11? un11ntcrbroch111_i111 Auslande aufhaltcn, Verlieren dadurch dte_E1gc11chaft als 5131111711. Die vorbczcichncte Frist wird Von dem Zettpunkte des Austritts aus Preußen, oder, wenn der Aus- tretende stch 1111 B111131 11111s Rciscpapicrs odcr Hcixnatl)ssch11111s 111- findet-__von dem Zeitpunkte ihres Ablaufs an gcrechnct.

_ Fur Untxrthanen, Welche fich in einem Staate dcs Auslandes mmdcstens _fu11f_Jal)re [ang ununterbrochen aufhalten und in dem- selbcn 3ug[_11ch d11_Stz1ats11n_gchö1Zigkcit 111111111111, kann durch Staats“- Vertrag dlc 311111111111191 Frist _bis auf eine fünfjährige v11111i11d111 Werden, ohne Uyterschwd, _ob die Betheiligtcn im 215111111. cines Rcisc- papiers odcr He1111a1h1§sch11111s 1111) befinden oder nicht.

(Eintritt 111 f1'1111d1_ Staatsdienstc.) Der Eintritt eines Unterthanen 111 fremde Stawksdicnste ist erst nach crfolgtcr Entlassung desselben (§,17_) 11nb11ch111nktgcstattct. *

. 22. D11 Vorschuftxn der W. 19 bis 21 finden anf pre11s1ischc Unterthan11_1,_welch1 sich 111 dem Gebiete eines 311111Nordd1utsch111 Bunde 1111161111111 Staates aufhalten oder 111 die Dicnße eines solchen treten wollen, keine Anwcndung.

§._ 23. _ Wenn 1111 Unterthan _1) 11111 Unscrcr unmittelbaren Er- laubmß [111 111111 frxmden Macht d11nt, oder 2) i111J11land1 von 111111 fremdcn Macht 111 11mm von 111121 zugelassenen Amte, wie das eine:? K_onsulß, Handelsagenten u. s. w. angcftclit wird, so verbleibt ihm seme Eigenschaft axs Preuße.

§. 24. Alle diesem (Heseßc zuwiderlaufendcn Vorschriftcn 1111111111 aufgehoben.

_ Der dem Hause dcr Ahgcordnctcn in der gestrigen Sißung desselben durch den Fymnz-Mmistcr vorgclegtc Entwurf eines Gc- seßes, hetreffend dte Beschlagnahme des Vermögens dcs ehemaltgcn Kurfürsten von Hessen, lautet wie folgt:

Wir W_ilhelm, von Gottes Gnadcn König von Preußen 21, verordnen unt Zustimmung der beiden Häuser des Landtages Unserer Monarchie was folgt:

' Z. 1. Sämmtlichc 111111) Maßgabe des Vcrtrages vom 17. Sep- tember 1866 dem ehemaligen Kurfürsten Friedrich Wilhelm 111111 H1ff111__belassenc Nußnicßungs- und Forderungs-Rechte nebst den [11- reits falligcn, noch nicht abg1f1'111rtc11, sowie den künftig fälligen Hebun- gen aus solchen werden hierdurch mit Beschlag belegt , inglcichen das gesammte, hierunter nicht 111itb1griff1111 Vermögen dcs Kurfürsten, und zwar ohne Untersehied, ob über die hier bezeichneten Objekte scit dcm 17. _:_Se tember 1801; [1111116 "Verfügungen d1s Kurfürsten, namentlich VHM erungcn odcr Crssioncn 1111 Dritic siattgcfundcn 111111111 odcr 111 .

__ §. 2. “Oi1 111111) J? 1 dcr Beschlagnahuic 111111111111111d111 (“5111111- ftandc, s0111111 111 1111) 1111111 111111111 111 preußischer V1111111111111g 1111111d111, snd von den damit 311 b1auftragei1d111 Bchördcn 111 Bcfiß und Ver- waltung zu nehmen.

_ n 21111711bung dcr Eigcnthums- und dcrNußungsr1ch11 an dicscn Oberen wird der _Kurfiirst durch die verwaltenden Behörden mit vv er rechtlicher Wtrkung vcrtreten. Ausstehendc Forderungen sind

(31611) c?;11111111 dcr Jäätgkcit durch die vccival1end111 Behörch 1111311- 5 .

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KUW? und W1ff111schaft.

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