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ich vielleicht ein Paar Worte Yorgrcife. Es ist du; Abßcht dahm gcgangcn, dem Hause x_mc qulage zu_machcn, kÖ-xc'zum thtl 76:011 bestimmte Vorschlage 61715111th wxrd, zUm &;Hkll an Zyr- sci;1«'“i,',c Dcr Prov'mzcn vcrxv'crycn :pxrd. Ick xvxll (1171) nnch darmxf beschränch, zu sach, daß Oleser Gegenstand cmcr schr 7011110111611Erwägun,1_uutcrljcgt. _, , ,
Dcmn hat dcr Herr Awg. 811175? 111 xoe'xtcrxr Erlautchng stich Vorsclxlach darauf 6111991191830], daß x_s cmcrochrstandl- „arma mit der LandcÖVcrtrctUng aleaUxx bednrfcn wnrdx, wcny durch Mchrcinnahmcn beim Nordcht]ch_cn medc, Ne nut Hüls? dcr geehrten Abgeord'xxete'n dicscstauses! e*rztc1t wcrdxn 111öchten, cin ).(cbcrschuß [»cx dcr Prctxßlschkn Mrwalmyg slch ergäbe , und es 171 in Frage gcstZUt , Ob es nicht 161111116) syxy möchte, sich Von vornhcrcm nnt der Regierung 1109556131116 bcstlunntc Ermäßigungen odcr Abscxzxmgcn zu pcksxandtgcn. Was das chztcrc betrifft, so möchte 1ch_ W". mcmcm Stazzd- punkte aus abrathcn, im voraus E11tychltcßm1gqn zu fancn Über das, WM in dcr Zukgnst zuerst und (am mcxsTcn zur Er- mäßigung odcr 210501511179 11111 empfehlen durfte , „welk dre Bc- dürfnjffc», mit dem Zeiten wcc1ck3cln UUÖ eben so mexx mn" Y_cnc Bedürfn'xssc (*Utstkhkl], soxxdcm) auch 121 Hen bestsvcnoxn Bedarf- 71isscn amdcre Verhältnisw 611111'1'1611, „7613111141. 51846 aher dzc 3311111911116): [»ctrifft, nämlick) ILT Ycrxmnyxgzmg 13111 Olk Lauch- Vertrktung , so ist diese ja vcxfazjunngßU gcsxchxrt.f “DW, Rc- gikrung kann ja nicht 11:15er ÜNB dw Ucbcrjchmé: dePomch, (115 mit Znstimmung dcs Laydtags „dnrch dcn Etaf. Ic!) -1_1chme Nämlich an, da[; der Staatssechy 111 111691 3,11 langer Zeit das meinmm crreiOt haben wird. Aber ware alsdcmn ?,Wch ckalcine Summe Gegenstand dsr Exörtcrung, so wxn'de man séck) darüber leicht vchärtdmcn können. Im Ucbi'xgen aber würde ich , wenn der Herr" Kiba. LaSkey sagt, daß es sich entwcdcr nur um die Cröchxxungcn nn EMT Odkr um die Voraxtsbcstimnmngen gcwtmer Abscßungxn _hmzdcly möchte, für die erste Alternative ßtmmcn, also fur dle 1ed„cs- nmlige Erörterung im Etat, [md .1ch__g1an-c', das;. dadurch semc 211311151 erreicht ist, [»in aber 91196111811101 dcr MZUZUng, daß 96 darüber cincr Uebe-reinkunft nicht xrst 11061)"bcdursx, weil dtc Vcrfaffnng dsmHaUse das Recht gtcbft, daxubcr yntzuéprxchx,“ die Regierung kann eben mcht cmsetttg 11bcr61ch116wr1chusxe disponirsn. Ick.) mache darauf aufmerksam , daß W)„m 5161111 Jahre die Hoffnmxg 110ch habe, es zverxc sqmcl fur nothtge Außgabcn bchljigt wcrden, dqß 161711th 111 Vcrlegcnhctten darübcr geraihcn, wie die: Ucbcrxchitsxc zu verwenden seren."
Es hat der Herr Abg. WU BMW mit 9-10th angefuhrt, Das; manche UÜHÜCLM N11§gabc „für «U habe zuyxckgcstclik wcr- 131'11 Müsstn, AtrWabcn, die 111) „sehr gcrn befurnZortet haben wärds, wenn es hätte geschehen könnkn ohne Vcrgroßerung dcs Defizits. „ _ -
Dann hat der HOW Abg. LaSkcr darauf hmgcwwscn, daß 11311131? Ermäßignngcn anch in ch Zöllen [WL dcm ZOUZParla- monk cintrctcn 5311111611, Und dies 211108 deutet Haraxxf hm, Haß 16111 Vrdcnkcn cUtstchm möchte, den crstchhcxl der Rcsolutwn anzmwhmcn 01,112 den „zweiten, der ohnchm 111' den bestehenden Vcrhältnésscn gesichert 1st.«
-*- Dem Abg. Dr. Loewe antwortete der Finanz-Minister Folgendcrmaßcn: „
»Ein Paar Bemerkungen glaube 1ck doch noch machex zu diirch, die 116.) auf die Fian-Vcrrvaltung bczrchm. Es hat dcr Herr Abgsokdncte, gleich ch früßkrcnRchcrn, cmenJZmzkt berührt , auf Den ich noch nith zitruckngonnncqkwa'r, 11aml_1ch dic Aln1mchungenmitdexx dcpozjehtrtcu Furstsz. Cs Wird das [)ZU- gcstcllé 1116 einc große ijcralttät, dw Unnythlg gcwcjcn Wgre Und welche die Fijmnz-Vcrwalmng wohl hatte vcrmczdex) kon- UM. Ick 671111106 mir doch daran zu cr1_nnern , dax; dw Yb- 1114169111ng mik dcn bcsag1m1F1'1rsten, 12316 Preußstx bekrtegt hatten, ein großes Politisches, Ganze [»xldctcn. Dxe erch Pchßcns “komm: als Sicgcrm fordern c11twedc_r cme Bex- größcmmg 1766 Territorxmns odcr Kyntrtbutlonen. Ste hat verschieden gehandelt 111 dem „emen xmd andexen Falle aus Politischen Rücksicbtm, Diese xyltttschen RZG sichtcn hat aber dsr Herr thster Prastdent ausfuhr- lich vorgetragen: Sie haben sie, ww „auch de_r , Fmanz- Minister, als ("111 Ganzes betrachtet. Als Fmanz-Mmrsxer habe 111) nur cine Einwirktmg geübt und dle hat Ihren Vc1fal1 gz».- fundcn. Ick habe nur dahin zu wirken gesucht, daß" mchk Hte DomäUcn nnd Forstcu als Entschädigung gegeben wurden,“ 16) habs m?.ch bereit erklärt , licbcr eine größere Symme Geld'zu chilligcn, und dazu hatte 16, gUtcn Grund. 'Ste rmffcrymeme .Hcrrcxx, in wclckzcm Maße 1111 Layfe dcr ZM der Er_trag der Domänen und Forsten stch stc1gcrt. Reden wn: nur 9911 Den DNnänen in der Provinz Hannover, so wxrd sich herausÜcUcn, auf wie [),-ckck nach der xrftcn Ver- pachtnng der sämmtlichen Domänen der Ertrag sgh gestalten wird gcgen den früheren Ertrag. Es ist also, meme Herren, die Zahlung der Millionen an sich in der That mcht zu be-
klagen. Dafür hat Prsußen ein Objekt bekommen, was mit *
der Zeit mehr cinbringcn wird, (116 disse Summe beträgt. Es
würde also anch nicht richtig sc'm, wenn man so thut, als wäre ' '
dicse Sumnxs au?» rcincr'Libcrathäk gcschcukt worden. Die Krone: hatte Ms Recht, dre Domancn und Forsten zu uber.
(affen, ja sie hätte das ganze Land Überlassen können. Sie
(nach 111116) konUtcn nichts cmtgcgenscßcn, wenn Sie auch dar. Über lachen. ch Krone hatte das Recht _ , hatte (mc!) das Recht?, so zu verfahrcn, :vLe ste ver.
fahren ist. SW haben das anerkannt und so, meine Üb,
„..
ist keine Zcranlanuyg 'MZU , „ nun , hizxtcrhcr Klagen zu erheben Über das, was SLL cl1§sx als 11chttg anerkannt haben, Was die Einkmmucnstcuec betrifft, so besorge 16), daß der Herr Abg, Loewe mich in dem, was *ich sagen wollte, nußverstandcn
hat. Ick habcnichtdas Verlangen aus*gkdrückt, die Einkommcn- , ?
steuer auf das Doppcch zu schrauben, sondern_ ich habe mtr der chnerkung vcigcstmnnt, daß zxacl) dsr Abstcht dcs Gescycs die Einschäßn11g mehr betragen mizjzte, das habe ich andeuten wollen. Ich kann Weh eme dcukltchcxc Ekklärung geben. Ja, glane, das; WWW dcr Steuer-Verwaltzmg bxi dcp Einkommen- steuer diesclbc Einwirkung gcgcvm Wäre wre bet den Übrigen Steuern, wczm namentltch dic. S1cucr-V2rtvnltung das Recht [)äth, darüvcr zu wachcU, daß dxe Vcrthejlung eine gerechte, dcn Nbfichtcn W (532121566 cntPrechcnde sei, die Einkommen- steuer erheblich, 1111115911616 Um ein Drittheil werdcn könnkc und 5011) “W'sclve Bcirgg aufkäme. Aber das VerlaUgcn habe 111) 111631 geäußert, die Steuer zu schraubc11. Es ist Überhaupt dic Icrwaltxmg dsr Steuern eine Sache, dée zu den 017101811 gehört. Die Verwaltung hat nur daran zu 161,51, daß" gerécht UM) dcr Absicht des Gesetzes) ent- sprcchcnd Die Steuern erhoben werdcn. In Bezug auf die EinkNmne'UsKcm'r h&r dic: NWTerung nicht das Recht und die Macht dazm, 11116 habe *ich 1113011 oben sagen wollen. Was nun den Rath betrifft, größcrc EiUnahmcn zu suchen) bei einer pri- vilegirtcn Klasse, so glaube ich , daß der. Herr Abgeordnete sich Über die finanzielle Bedeutung cimsr solchcU Maßregel täuscht, wexm er davon große Einnahmen erwartet, Ich habe auch me'mesthcils jLÖMfÜUF keine Veranlassung, cm dcm zn rütteln, was zur Zeit zu Recht (»cstehk.«
- Dcr HaUdcls -Mir71stcr, Graf von szcnpliy, gab zu dem GescH-Cntwnrf, bctrsffcnd die Eisenbahn von Fijmcntrop nach der “Rothen NTUNE, foxgeUdc Erläuterungen:
»Mit Allerl)öchstcr Ermächtigrmg Habe ich im Namen des Herrn Finaxxz-Ministcrs und in 1116016111 Namen cinen Gescy- Entwurf vorzulegen, welcher die Eisenbahn von Finnentrop Über Och nach der Rothen Mühle. betrifft, Es wird den Her- ren bekannk sein, die Gegend von Och auf dcr Höhe des west- fälischen chérch ist reich an 1mtcrirdischcn Schäxzen; es hat auch Vork eine lebhafte WWUWU-Jndustric in Bergwerken *1md Hütfcn sick) entwickelt, und diese war in steigendem Aufblühen begriffen, ,so lange “sw mit anderen Gegenden mit gleichen Waffen focht, so lange naheliegende Gegenden die Eisenbahn nicht hatten Und sie auch nicht. Seitdem die Ruhr-Sieg-Bahn eine Reihe von Jahren im Betriebe ist, hat der Verkehr in der Olper Gegend Und in der Montan-Jndustrie daselbst keine Fortschritte, sondern bedanernswcrthe Rückschritte gemacht, weil die Gruben und Hütten, welche km der Ruhr-Sieg-Bahn liegen,
gegen diese Landesthcilc c'mcn gwßcn Iorthc-il hatten. Die betrcffcna
dcn LamdeZÉheile habcn wisdcrholt Um Anlegung einer Eisenbahn gebeten. DieseBahn wjkd ungefähr dreiMcilenlang sein, sie Passixt aber ein schwieriges GebirgStcrrain und wird mcht ganz billig sein. Es muß eine Zweigvahn dcr Rnhr- Sicg- Bahn wcrden. Dic Vergisäy-Märkich' Et?cnbal,n = GcseUschast, der die Ruhr- Sieg-Vahn gehört, ist bereit und mm'? gcwiffcn Umständen verpflichtet, diese Bahn zu bauen, wenn ihr gestattet wird, evc1z- tualttcr das in dem ersten Jahre eintretende Defizit auf die Garantie der Ruhr-Sieg-Bahn zu verreéoncn. Wenn das Haus diese Genehmigung ertheilt, 10 steht der Artsführung weiter mchks xxtgegen, denn, wie gesagt, die Vergisch-Märkische Eisenbahn [| nicht [3106 Verpflichtet, sondern auch bereit, den Bau zu unte;- nehmcn. Ein erheblicher Schaden für die Staatsintereffen lst nicht zu erwarten, denn sobald die Bahn fertig ist, wxxd sie auch wieder der Ruhr-Sicg-Bahn crhkbliche Massen zufxlhken- die dieser zum Vortheil gcreichcn. Dic Ruhr-Sicg-Bahn 1st 1131 sich nicht in ungünstigen Verhältnissen; im Jahre 1865 hat„sle kc'mcs Zuschusses bedurft, im folgenden Jahre ungefahr 100,000 Thaler, was darauf beruhte , daß Transport- mittel angcschafst werden mußten, die bei dem stctgen- den Verkehr nothwendig geworden waren. Es hgndx" sich nur darum, ob der Handels : Minister crmaclxklgt werden soll, den betreffenden Paragraphen des lexzten Nach" tragsstatutes anzuwenden, und unter der Voraussermg der Vcrrcchnurag auf die Garantie, die Bcrgiscb-Märkische Oxscnbahn anzuhalten, den Bau zu unternehmen. Ick beehre mxchx da (Heseßund die Allerhöchste Genehmigung nebst Motwen IU. Überrctchen.«
dazu. Sic
reduzirt
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-- Der d_em Hause [der Aßgeordncken am 12. h.Mts. Von dem H,)kinistcr für dte la11d1v1rthchchaftlichcn Angelegenheiten vorgelegte Ent- wurf cines Gxscßes, betreffend die BÜHUUJ von Wald-(Henosscnschaf- ten, lautet, ww folgt:
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c., verordnen mit Znstkmmung beider Häuser des Landtags, was folgt:
Z. 1. Wo Hic_Erl)altu11g-odcr Erziehung cines Waldes durch ein dringendes Bedürnnß dcr Lanchkultur geboten ist - insbesondere in Ortslagen, in'dencn mit dchccnichtung des Waldes dcr Schuß gcgen 11achthcilxg9 klimatische Cnxflitffe Verlorc_n geht, an der Secküste nnd Flußufcxn, UU Gebirge, ays Boden, desten Entblößung Versan- dung hcrbcifnhrt - und wo dlc Waldcryaltuug odcr Erziehung nur durch gemeinsames Wirkep dcr (Hrnndßcsißsr zu erreichen ist, können die lcßtcrn durch Königliche Verordnung (landesherrlich bestätigtes Statut §. 8) zu ngd-Genoffexxschaftcn Vereinigt wcrden.
Solchcn (Henonenschaften stehen die Rckhte der juristischen Pyr- oncn zu. „ „ „ „
s Z. 2. Me Besimnnuug des I. 1 findet auf bebaute, sowie solche Grundstücke, leche als Acker, Wiese odcr Gartenland nachhaltig be- nutzt werden, feme AntvczWun-g.
„Z. Z. Die Walxgcnoscn haben sich in dcr Benußung ihres Eigen- thums allen Bcjcl)ranknngcn zu unterwerfen , welche der mittelst Bil- dung der Wald-Genosscnskyast zu erreichende Zweck erforderlich macht.
Denselben Beschrankungcn unterliegt die AuSÜng von Scr- vitut-Bercci)tigm1gcn. Dic Sexvitizt-BcrcPtigtcn sind jedocl) wogen solcher Beschränkungen, soxyczt 11c mcht cms allgemein gesetzlichen Vor- schriften beruhen, zu entschadtgcn. '
J. 4. An den Nußungcn und Laßcn dcr gcnosscnschaftlichcn Waldwirthschaft haben dre Waldgetwssen in der Regel nach dem Ver- bältnisse dcs Ertragsjverths der von ihnen cingcworchcn Grund- stücke Theil zu nehmqn. ' ,.
Werden jedoch für cmzclnc Grunösxiickc, namentlich für die erste Knltivirung derselben besondere erhöhte Ausgaben erforderlich, so bleibt die anderweite chulirung dcs Thci[nabme-Vcrhältniffcs M16) Maßgabe des Vorthcils und abzuxvcndendcn Schadens dem Gcnoffcnschafts- Statutc vorbehalten.
§. 5. Die Wald-Genoffenschastcn können die Heranziehun, der Wald-(chosscn zu Naturaldicnstcn bcschlicßen. Jm Julie der V icht- ,lcistung der letzteren tritt an deren Stelle der dem Werthe entsprechende, im Voraus zu beßimmendc Gekdbctrag. „ ,
J 6. Streitigkeiten über den Maßstab zur Vertheilung dcr Nußungcn und Lasten cnkschéidct die Regierung nach Anhörung des Kreistages. Gegen die Entscheidung der Regierung ist innerhalb vier Wochen der Rekurs an das Ministerium für die landwirthsckMftlichcn Angelegenheiten zulässig.
7. Die von dcn Wald-Genossen zu lci'sxcndZn Gcldbciérägeunter- liegen der exekutivischcn Beitreibung gleick) den öffentlichen Lasten.
Z. 8. Für jedeWald-Gcnoffenschast wird nach Anhörung der Be- thciligtm und nach zuvoriger Begutachtung durch dcxx KreiStag ein Statut errichtet, welches die nähere Bestimmung zu treffen hat, Über: ]) Umfang des gcnosscnschaftlichcn Bezirks und der gcnosscnschaftlichcn vaccke, 2) den Kultur- Und BewirthsckxaftungSplan, sowie die Formen, in welchem eine Abändcrmm derselben beschlossen und bewirkt werden kann, 3) die den Grundbesißcm und ScWitut-Bcrcchtigtcn aufzuerle- genden Beschränkungen (Z. Z), 4) das Verhältniß dcr Theilnahmc an den Nußungen Und Laswn (J". 4), 5) die Formen und Fristen, in denen die Vertheilu11g§ro1lcn (Nr. 4) offen zu legen und etwaige Reklama- tionen anzunehmen und zu Prüfen sind, 6) die ix-mcrc Organisation der (chosjenschast und ihre Behörden, sowie die. Vertretung der Ge- noffenschaft nach Außen hir.
Das Statut bedarf der Bestätigung des Königs.
. §. 9. Die Wald=Gcnoffenschaftcn unterliegender Aufsicht der Re- gtrrung, welche die Aquührung und Handhabung des Statutcs an- zuordnen und zu überwachen hat.
§. 10. Die Behnfs Bildung einer Wald-Gcnossensthaft eixxzulcitcn- (dzctn Yerhandlnngcn erfolgen gebührcn- und stcmpclfrci auf Kosten des “ aa . . '
§11*. Die in den einzelnen Landestbcilcn bereits bestehenden
Spezml-Geseße über Bildung von Wald-Gcnosscnsckyaftcn werden durch gcgcnjvärtigcs Geseß nicht berührt.
„ “ Der dem Hause der Ab Lordactcn durch den Minister für „Handel, (Hejverbe und öffentliche 5lrbeitcn Überreichte Gesey-Entwurf, betreffend „die Anlage einer Eisenbahn von Finnentrop iibcr Olpe nach Rothe Muhle im Bigge-Thal, hat folgenden Wortlaut:
Wir Wil elm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c., ver- 1orchxluxtter uftimmung beider Häuser des Landtags der Monarchie va og :
„ Einziger Paxagxaph. 'Der Handels -_Mi:_11fter wird crmächtigt, dte Bergtsch=Markrschc C'Ucnbahn - Geselljchasc in Ausführung der nach Z. 4 thres Statut-Nachtrags vom 1. Oktober 1866 (Gefes- Sammlung pro 1866, Seite 619) dem Staate zustehenden Berechti- gung zur Herstellung einer E1scnbahn von Finnentrop iibcr Olpe nach Rothe Mühle im Bigge-Thal zu veranlassen. *
(„_ "- Dem Hause der Abgeordneten ist Seitens der Minister der «manch und des Innern eine Denkschrift über die Ausführung der Gesetzes vom 23. Dezember v. „I. und 8, März d. J. in Betreff der Abhülfe des "Notbstandcs m den Regtxrungs-Bczirkcn Königs- berg und Gumbinnen vorgelegt worden. WW entnehmen derselben “?_olgendcs: Durch das Gcscß vom 23. Dezember 1). I. war der Ymanz-Minifter ermächtigt worden, zur Linderung dcs Nothstandcs 228-000 Thaler Darlehns -Kaffcnschcinc ausgeben zu lassen. Dieser Fonds 1 den Regierungs-Haupt-Kasscn zu Königsberg und Gum- bmnczt Überwiesen worden. Hiervon find dargelicben worden: dem Provmztal-Chauffeebau-Fonds 200,000 Thlr., den Kreisverbänden zu Chauffeebauten 428,000 Thlr. und für Zwecke der Armcnpflcge
398,000 Thlr., an Unernchmer landwiUhstHafklichr Mcliorationcxt YUM» 22,615 20 Sgr., an flcincre [ämdlkkhc (ZBrundöcfiHer 925,191 Waicr, zzt1gmmen 26182264; Thlr. Dx"; 91011 von 59,7733 Thlr. ist zur chzlwgung yon Darlckyncn an Unfcknclwxcr (andwixthschaftiick)cr chlr-Y'atwncxx, bentmmx, Dic 200,090 TLM". für den Prov.=Cl)aUssL-L- Bau-ands 11115 3111" Hälfte dcm 2,111g.-B§§. Kömizzsbcrg, zur Hälfte dcm ?()icg. =BY. Gumbich vcrlichcn wordcn, von den Übri- gen 428,000 »My-„„zu Chaussccbautcn Oak dcr 211cg.=Bcz, Gum- btrznsn 228,000 xxhalcr, KöUiNÖÖLkg 200,000 'LH-Iker erhalten. Dre 898,000 ;»hlufur Zwecke der Armenpflcgc sind mit 200,060 Thlr. auf (Humbmncn undi1mt198,000 Thlr. aufKöningcrg vertheilt WN“- danUDMP dcn 217,03517 Tlxlr. für Mclioraiioncn hat Gmnbinncn 60,066Z :xhlr, Kömgsbcrg 156,469Tl)1r. (sekommcn; dic 925,191Tl)1r, furcdtc'fletx1ercn Grundbesitzer sind m'Zt 436,929T51r,11achGmnvinx1ctt mxo mxi' 488,662 Thlr. n;".cl) Köningsxg, an 8007 bzw. "7451 Grund- (Jejxßer 'gcgccht xvorden. JuSgcsammt find in «1111161112101: 141254953“ ZHW; 111K0mgsbfxrg1,142,731 TW. vcrwcndctwordcn. ZxxrxickOczahlt nnd azzjf _dl? gewahrtcn Darlehen bereits aus Gnmbinncn 8518T1)[r., aus Komeerg 2460 Thlr., zusammen 10,978 Thlr. ,' an Zinssn find gezahlt 2 “4,1er. 24 Sgr. 2237". bzw. 8ZZ5T011'. 1 Sgr. 1 516,7, Z"§s11111111M 837 Thlr. 25 S r, 3 Pf., WOVOU 821 Thkr. 10 “Sar. 5 Ps“. Verwal- tungskostcn bcstrrtten smd. "
Durch das Gescß vom 3. März d. I. ist o.UIchn die Gewäh- rung pon Dar1chnen zu SaatvorsMjffcn und zu Diesem Zweck die Vcrausngung Yon 3,000,000 Tylrn. Schalzamchmgm“gestattet wor- dzn. D„tc bytressexidcjx 5101111111111'0111'11 hatten den Bedarf auf Z,220,900 THÜ". fur 0,16 kleinen, und ans 865,500 Thlr. für die großen Grund- 6011521," geschaßt. Dig Regierung hat éndcffcn, mix Orsonösrcr Vcrück- stchttgung dj_er Jntcrcjscn dcr chincn Grundbcsichr und Wege!: dcr seit der Vcramchlagung fiattchabtcn Emnäßignng d-xr Getreidkprcäsc 2,704,737 Thlr. 11 Sgr. 6 Pf. für auIrcichnd crachr€t, xmd UM" dtcse Summe znr Verfügung «39112111,- 12Z,Z19 Thlr. hiervon find an Bcfißcr großer 6511th verth-cixt worden. Von dissen ngrjehm'n hat dex 211cgiernngs6ezirk Gumbinncxx 15386662; Thlr., Komgsberg 1,171,0/0 Thlr. 21 SIL". 6 Pf. erhalten. Außerdem sind noch 88,706 Thlr. 5 Sgr. 6 Pf., bczw. 31,044 Thlr. 8 SM. 6 Pf., zusmmpcn 114,750 Thlr. 1,4Sgr. Frachtkoßcn , AuSgabsn fÜr außer- ordentltche Kulturen in denKöMglichn Forsten (66,550 Thlr.) 11.1“. w. entstanden, so das; fick) die Gcsammt-AWgabe aus diesen FMds auf 2,819,487 ;»hlr. 254Sgr. 6 Pf, bclänft Und ein Bestand von 180,512 Thlr. 4 Sgr. 6 Ps verbleibt, cms Wclchcm noch 12,971 Thlr. Frack):- kosten 11. 1. w. bestritten Werden soklen, An Saat-Darlchncn sind
b„creitzs 9900 Thlr. wieder zurückgezahlé und 66 Thlr. 18 Sgr. Zinsen fur dxcselben bezahlt worden.
Im Ganzen sind zur Abbülfc des Nothstandcs ,4,987,714 Thlr. “ 15 Sgr. 6 Ps. Darlehnc bewilligt worden, und zwar 2,642,868 Thlr. 15 Sgr. 6 Pf. dem Reg.=Bcz, Gumbinnen und 2,344,846 Thlr. dcm Reg.-Bez. Königsberg.
Kunst und Wissenschaft.
Hamburg, 14. Novemver. Die dritte dentschc A::Sstel- [Ung photographischer Arbeiten wurde [)*er Nachmiktag 23; Uhr hicrsclbst eröffnet.-
chmar, 14. November. Die »Wcimarsche Zeitungéé mcldct den gestern erfolgten Tod des Profcffor BonaVentura Gcnclli.
-- ROsslnl, geboren zu Pesaro den 29. Februar 1792, is! cim 14. November 1868 zu Paris" gestorben.
Stockholm, 8. Roycmbcr. Die «Post och Jm'. TiH-e enthält einen ausführlichen Rapport nebst Auszqu eines Brisfcs vom 11cm- tischcn Jührcr der schwedischen Nordpol-Expcdition, Kapitän Baron von Otter, beide datirc Tromsö, 20. Oktober. EI gol» darans hcrvor, daß die Theilncbmcr in großer Gcfal)r gesthwcbt [)aVcn, als das Dampfschiff »Sofiacc beim Vordrixchn gegen den Nordpol vom Treib- ei1c, eincn Leck erhielt und daß das chußerste ch-nn worden ist, um so Wc1t_ nach Norden zu gclangxn, wie nur irgend möglich. Nach dem Dafürhalten des Kapitäns von Otter ist die schwedische Expedition so Weit,vorgcdrungcn, wie es Überhaupt am Bord eines Schiffes möglrch ist. Wäre die Siebcninscl zuxxänglich gewesen, dann würde die Expedition auf der ParrySinscl Überwintert und von 5011. aus im Frühjahr auf dem Eise den 84. Grad zu crrcichcn versucht haben, aber die Vcrhältniffe zwangen zur Aufgabe dieses Blanks. Die schwedische Expedition ist bis zum 81. Grad 42/ nördl. Breite gc- [angt. Erst gegen Ende dieses Monats kann dicExpedition in Gothen- burg zurückerjvartct werdcn.
- Der sckWedischc Chemiker und ?)„Irofcssor ch t'cchnologisckcn Instituts in Stockholm, Clemens Ullgrcn ist, wie »Dagcns NVbctcrn meldet, am 6. Roycmbcr gestorben.
Gewerbe und Handel,
- In dem Zeitraum 13. ], bis 15.Oktolw1'1868wurdcn in Berlin ein geführt zu Wasscr: an Stcinfohlcn, Bmunkoblcn u. Cooks: 48,668 Ton- nen, Torf: 6420 Klftrn, Brennholz: 7531.§?[frx1.; aufden Eisenbahnen: an Steinkohlcn, Braunkohlm und Coaks: 143-546 Tonncn, Torf: 1x2 Klftr, Brennholz: 94 Klftrn. Sunmmx Stcixxkohlcn, Brcmnkohlcn und Coaks: 192,214 Tonnen, Torf: 64214 51171111, Brennholz: 7625 Klaftcrn. 21115 Berlin wurdcn mxögefsMt: zu Waffe:: cm Steinfoblcn, Vraunkoßlcn u. EMI 3222 Tonnen,“ auf den EisanlmcU: an Stein- kohlen, Bmunkohlcn u. Coaks 10,069 Tonncn, Torf: 4 Klftrn. Summa: Steinkohlcn, Braunkoblcn u. Coaks: 13,291 T., Brenndolx: 4 Klftrm.
- Aus dem Bcricht dcr Handch- "Taxxnncr zu Frankfurt 11.2111. haben wir in Nr, 288 d. Bl. bereits mitgetheilt, daß von "der (He- sammt-Einnahmc dcs Zoll-Vcrcins an Ein- und Ausgangs-A [*g-«ben im J. 1867 3,4 pCt. in Frankfurt a. M. zur Erhebung gelangt find. Dcr gedachte Bericht enthält auch noch speziell cine Ucberficht der aus-
der Stadt Frankfurt a. M. und von Frankfurter Handlungskxäascrzx