find die Kaufleute Gebrüdcr Gustav unkoriedricl) Wilhelm Stock zu Scheidt bci Solingen in dcr Gcmcmde Wald Wohncnß, von denen cher befugt ist, die Gesellschaft zu Vertreten und dre Firma zu zcichncn,“ _ „ ,
2) Nr. 1103 des GcscUsch11sÉH-Vkl§1lßcks. Dtc Handels-Gcscllschaft unxcr dcr Firma Olfenius St Rcmmnn tn Elberfeld, Welche am ]. Novcmbcr 1868 begonnen hat," die Gcscllschaftcr sind „die Kaufwutc Diedrich Olfcnius 11115 Gustav Reimann in Elber- fcld, von dcncn cher dic Bcfugmf; (mt, dic Gcscllschaft zu Vcr- trctcn und die Firma zu zctcbnen.
Elberfeld, den 17. Novcmbcr 1868. Der Handelsgerichts-Sekrctär Mink.
In das Gc11offenschafts=Registcr bei dem Königlichen Handels- gerichte dahicr ist heute auf Anmgldung eingetragen worden Nr. 3 die Gynosscnsämst unter der Firma: Elbxrfcldcr Gewerbebank, eingetragene (Henosscnskhaft, mit dem Sch in Elberfeld,“ dic Rechts-Verhältniffc der Genossenschaft find folgende:
1) das der Gcnoffenschaft zu Grunde liegende Statut (der Gesell-
sckmfts-Vertrag) datirt Vom 15. November 1868,
2) die Firma der Genossenschaft ist: Elberfelder (Hervcrbcbank, cin-
,3ctragcnc Gcnoffcnschaft, und ist ihr Siß in Elberfeld,
3) der (Hegenstanß des Unternehmens ist der Betrieb eines Bank- geschäfts behaqs Beschaffung der in Gewerbe und Wirthschaft nöthigcn Geldmittel, dic Zcitdancc der Genossenschaft ist u1111estimmf, dic zeitigen Vorstands-Mitglicdcr sind: Wilhelm von Guerard, Kaufmaun, Julins Mittelstraß, Kurzwaarcnhändlcr, Hermann Buckesfeld, (Hrachr, und Johannes Dicß, Lithograpl), alle in Elberfeld wobnrnd, und zwar von Gucrard als Geschäftsführer und die drci Anderen als Controlcurc,
6) die Bckanntnmchungcn dcr Genossenschaft erfolgen dnrch dic Elberfeldcr Zeitung und den Täglichcn Anzeiger in Elberfeld; dic Bcrufungcn zu den General-Versa111mlungen, Welche vom VcrwalrungSrathe aUsgchen, müssen mindestens Acht Tage vor dem Zusannucntrittc geschehen, die deIfaUsigc zweimal zu ver- öffcntlichendc Bckannt11mch.1mg muß Ort, Tag und Stunde der Zusmnmenkunft enthalten Und sännntliche von der General- VcrsaunUlzmg zu bcrathcnden Gegenstände genau angeben,
7) die Gcnosstnschast wird durch ihren Vorstand vertreten. Die Zcichnung_dcs Vorstandes für die Genossenschaft geschieht in der Weise, da[; die Zeichncndcn zu der Firma der Genossenschaft ihre NamcnI-Untcrschrift hinzufügen,“ rcchtliche Wirkung für die Ge- nkffcnschast hat die Zeichnung, wenn sie mindestens von zjvci Vorstands-Mitglicdcrn geschehen ist. Ausnahmen daysn bilden JnterimI-Ouitfungcn Und Quittungen Über geleistete Monats- Bciträgc (Stamm-Anthcile), so wie die Empfangs-Beschcinigun- gen über alle mit der Post oder Vom Gerichte ankommenden (Held- und andere Sendungen, für welche Fälle die alleinige Unterschrift des Geschäftsführers genügt.
Das Vcrzciklvüß der Genosscnsckmstcr kann jederzeit auf dem SekLctariatc dcs Königlickycn Handelsgerichts hicrsclbst eingesehen wer cn.
Elberfeld , den 19. November 1868.
Der HandelMeriMS-Sekrctär Mink.
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Dic 5111) Nr. 334 des Firvwn-Regifters eingetrageneFirma „Jacob (Hraffa dahtcr “,ist auf den Bierbrauer Carl Jriedcnreich dahier über- gegangen und Nr. 411 des Firmen-chifters eingetragen.
Neuwied, 5911 17. November 1868.
Königliches Kreisgericht. 1. Abtheilung.
M
Konkurse, Subhastationen, Aufgebote, "Vorladungen u. dergl.
[3872], Konkuxs-Eröffnung.
Könrglmhcs Kreisgericht zu Gnesen, Erste Abtheilung, den 17. November 1868, Mittags 12 Uhr. ,
„ Ueber das Vermögen der Handlung Gebrüder Brock zu Gnesen
111 der kaufmännische Konkurs eröffnet Und der Tag der Zahlungs-
Emftellnng ,an den 12. November or. festgeseßt worden.
„_ Zum einstweiligen Verwalter der Masse ist der Kaufmann Emil
W911cnberg hzcr bestellt. Die Gläubigcr dcs Gemeinschuldners wcrden
amgcfordcrt, 111 dem
„ a:1fdch§).Dcze1-11ber or., Mittags 12 Uhr,
111 nnscrmy Justruktionszimmcr vor dem Kommissar, Kreisrichter
Herrn Bums, anberaumten Termin die Erklärungen und Vorschläge
chr dw _thbcl)a1tu11g dic1cs Verwalters oder die Bestellung cines
anderen cmftweiligcn Vcrwakters abzugeben.
AUM, wclche 1301158111 Gemeinschuldner etwas an Geld, Papieren oder, anderen Sachen m Befiß odcr Gewahrsam haben, oder Welche an ck11 ctjvas verschulden, wird aufgegeben, nichts an denselben u wcrabfolgcn 05er zu zahlen, vielmehr von dem Bcsiß dcr Gegenstän e
„brs 3111118. Dezember 01“. einschließlich 13cm _GLUL'ÖÜ xodcr deux Verwalter der Masse Anzeige zu macheta und “Alles, 11,111“ PorbchaU thrcr etwaigen Rechte, cbendahin zur Konkurs- masse „a.»znltcxcrn. Pfand - Inhaber und andere mit denselben gleich- bercchttgtc_(H1911btgcr dcs Gemeinschuldners» haben von den in ihrem Besxße bcfmdUchcn Pfandftückcn nur Anzeige zu machen,
4626
'[3874] Konkurseröffmktzngs-Anzeigc un EdiktalladunZ.
„Nachdem der Mühlcnbcfißcr Heinrich üdde'cke zur NcUskadtmühl, dahtcr jye'gcn Ueberschuldung sein Vermögen semen Gläubigern abge treten, M der Konkurs der Gläubiger eröffnet und Werden demnack Alle, Welche Bohuf ihrer Befriedigung Ansprüche an die Konkursmasse" machen, bei Androhung dcs Ausschlusses von derselben aufgefordert 1hre Ansprüche, untcr Vorlcgung der betreffenden Urkunden und An.“ gabe etwaiger Vorzugsrcchtc, im Termin vom
Donnerstage, den 14. Januar 1869, Morgens 10 Uhr, hier anzumelden. „
Dem Gemeinschuldner ist das Verfugungsrechß über das abge- tretene Vermögen mxtzogcn, die rvrdcr denselben anhänLigen Zwangs- vollftrcckungcn find 1istirt, für Sicherheit der„Maffc ist «or 6 getragen und der [)icfige [);-. Jm". Fürst als interimistxschcr Kurator estellt,
Die Veröffentlichung des Aussthl Deschctdes erfolgt demnächst um durch die Peiner Zeitung und (Herich stafel. '
Peine, den 13. Roycjnber 1868. „
Königliches Amtsgericht 111.
[3513] Subhastations-Patent. Nothwondigcr Verkauf Schulden halber.
Dcr dcr Verehelichtcn Landwirth Lemke, Adelheid Emilie, geb Flügge, gehörige, in Hammelspring belegene, im Hypothekenbuchc von Hammclspring Band 1. Nr. 17. Blatt 97 verzeichnete Bauerhof nebst Zubehör, gerichtlich abgeschätzt auf 8220 Thlr. 27 Sgr., soll
den 13.Mai1869,Vormittags11Uhr, an hicfigcr Gerichtsfteslc, vor dem Dcputirtcn , Herrn Kreisrichtn Loyckc, öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden.
Taxe und prothekcnschcin, sowie die Kaufbedingungen, find in unserm Bureau 11. einzusehen.
Diejenigen Gläubiger, wclche wegen einer aus dem Hypotheken- buche nicht ersichtlichen Realfordcrung aus den Kaufgeldern Befriedi- gmkg suchen, haben fich mit ihrem Anspruch bei dem Gericht zu mc dcn.
Templin, den 9. September 1868.
Königliches Kreisgericht. 1. Abtheilung.
Nothwcndigcr Verkauf.
Königliches KreiEacricht zu Elbing,
den 5. November 1868.
Die dem Rentier Johann Gottlieb Ehmke, welcher mit seiner Ehefrau Caroline Dorothea, geb. Bundt, in (Hütergemeinschaft lebt, gehöri en Grundstücke:
&) ;(bing 1. Nr. 201, abgeschätzt auf ................. 27,240 Thlr.,
11) Elbing 1. Nr. 6023, abgeschäßt auf ................ 400 Thlr.,
0) Elbing 1. Nr. 704,sog.B1cichergrabcmabgeschäßtauf. 100 Thlr., zufolge der nebst Hypothekenschcin und Bedingungen m der Regi- stratur einzusehendcn Taxen, sollen am 25. Mai 1869, Vormit- tags 11 Uhr, an ordcntliclzcr Gerichtsstelle subhaftirt Werden.
Gläubiger, welchc wegen einer, aus dem Hypothekenbuche nicht ersichtlichen Rcalfordcrung aus den Kaufgeldern Befriedigung suchen, haben ihre Ansprüche bei dem Subhaftations-Gcrichte anzumelden.
[3876] NosthwcndigerVerkauf. Königliches Kreisgericht zu Elbing, , den 5. Nowember 1868. , Die dem Rentier Johann Gottlieb Ehmke, welcher mit scmcr Ehefrau Caroline Dorothea, geb. Bundt, in Güter-Gemeinschaft lebt, gehörigen Grundstücke:
[3877]
&) Elbing 1. Nr. 201, abgeschätzt auf ................. 27,240 Thlr., 13) Elbing 1. „Nr. 6028, abgeschäßt auf ............... 440 Thlr., 0) Elbing 1. Nr. 704, sog. Bleichergraben, abgeschäxzt auf 100 Thlr.,
zufolge der nebst Hypothekcnschein und Bedingungen in der Registratur cinzuschendcn Taxen, sollen am 25. Mai 1869, Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstclle subhaftirt werdcn. „ Gläubiger, welche Wegen einer aus dem Hypothekenbuche mcht erfichtlichen Realfyrdermxg aus den Kaufgcldern Befriedigunß suchen- haben ihre Ansprüche bet dem Subhaftationsgerichte anzumel en.
[3510] Nofthwendigcr Verkauf. Kömgltchcs Kreisgericht. 1. Abtheilung. Bütow, den 11. Oktober 1868.
Dqs dem Gutsbesßcr Scheunemann gehörige, zu Louisenhoff be- legcne, nn Hypothekenbuch Nr. 46 verzeichnete VorWerk, geschäßt “Uf 46,240 Thlr., soll
, (1111-12. Mai1869, Vormittags 12 Uhr, an htcfiger Gertchtsste-[le subhaftirt werdcn.
, Taxe und Hypothckcnschein, sowie die Verkaufsbcdingungen find m unscxem' Prozcß-Bureau 111, einzusehen. „
_ Glaubtger, welchc wegen einer aus dem Hypothekenbuch nicht er" sxchtltchxn Rcalfor'xdcrung aus den Kaufgcldern Befriedigung suchen, haben thrc Anspruche bet dem Gericht anzumelden.
[2488], „ Nothwcndiger Verkauf. „
„ Dre dem Glas-Fabrikanten Heinrich Franke chMige, zu Bretten- st_em 5111) Nr. 129 belegenc, 701. 111. Lag. 479 es Hypothekenbucbs eingetragene Glashütte nebst Zubehör , abgeschäßt auf 8493 Thlr- 24 Sgr., szOlgc dcr nebst Hypothekenschein in unserer Registratur em- zusehendcn Taxe, soll
am1._Jebru_ar1869, von Vormittags ]] Uhr ab, an ordeytltxl)cr (Hertchtsstclle hicrselbft subhastirt wcrden. _ _Glaubtger, Welche wegen einer aus dem Hypothekenbuche mcht er- ficht11ch_en Rcalforderung aus den Kaufgeldern Befriedigung suchen- haben thren Anspruch bei dem Subhastationsgcrichtc anzumelden. Stolberg, den 10. Juli 1868.
Königliche und Gräfliche Kreisgerichts-Konzmisfionx Zwette Beüage
.- Besondere Beilage dcs Königlich Preußischen Staats :Anzeigers. -
Zu 91.13"
276 vom 21. November 1868.
J nhalts-Verzcicbniß: Vaterländische Bildwerke im Neuen Palais bei Potsdam. _- Der Boden und die landwirthscbaftlichen Verhält-
nisse des preußischen Staates. (11.1 -- Preußische Städtcwappen. - Paris. (Monats-Chronik.)
...-“**
Vaterländischc Bildwerke im Neuen Palais bei Potsdam.
Nach dem Frieden von Hubertsburg, am 15. Februar 1763, unternahm König Friedrich 11. am Westende der großen Park-Allce von Sanssouci den Bau des Neuen_Pa1ats. In Erwartung des baldigen Friedqns war schon 1111 Herbst 1762 der Befehl ergangen, Materialxxn _zu dem Schloffe herbei- zuschaffcn, [0 daß schon am 20. Zum 1763 der Grunystemsgez legt und der Bau [0 beschleunigt werden konnte, da[; dxcs großte der Luftschlösser des Preußischen KönigShausts ber'ens 1_m Jahre 1770 vollendet dastand. Nach eigenen Skizzen Kömg Frxe§r1ch 11. hallo Manger den Plan dazu entworfen und dye Aquuhrung geleitet. Das Schloß wurde in holländischer Welse yon rothen Ziegeln ohne PUB erbaut und erhielt an der ostwarts gerich- teten Hauptfront 680 Fuß Länge. Ueber ch 64 Fuß hohen Mitte steigt zu 176 Fuß Höhe eine 40 Fuß tm Durchmestex halthdc, völlig geschloffene Kuppel auf, wclche „von den Hrci Grazien, die gemeinsam eine Krone emporhalfcn, uherragt wxrd. Das Neue Palaés ist äußerlich mit zahlreichen, mc_1| dcm Pey- [cUZ-Mythns angehörigen Statuen „qcschmüokt und 11311cx11ch1711t besonderem Glanze aus;]cstattct. Jedoch ließ de_r Kömg [eme eigenen Zimmer, welche in dem [Üdlichn der beiden, nur cm Geschoß hohen Trianon-Seifenfiügc1 sich befanden und 1106) hxule ganz in der Weise, wée er sie benutzt hat, erhalten [th, schmucklos und in jeder Beziehung einfach hcrsteklejx. Dte höchste Pracht ist in dem Grottensaak Und 'm dem daruber be- findxichcn, durch zwei Geschosse reichenden Hauptsaal von 96 Fuß Längk, 60 Fuß Breite und 30 Fuß Höhe entfaltet. Vor dem Neuen Palais liegt gcgen Osten cin weites Garten-Halbrund, durch welches fich die Verbindung mit dcm_Park von Sans- souci vermittelt, und westlich grenzen der Haupthof und 1316 beiden Nebenhöfe des Schloffcs an den g'roßeanrcten Platz , jenseits dcffcn sich die von 1766 W 1769 er- bauten beiden kleineren Schlösser: die Communs, erheben, 1velche durch ihre Kuppclthürme und ihre freigeschwungenen, zu Säulcnvorhaücn emporführcnden Treppen, vor allem aber durch die sie verbindende ausgedehnte, baldrxmde K_olommde eincn ansprechenden An- und Abschluß des „Neuen Palms btldext.
Die zahlreichen Prachtfäle und Zimmer des Neuen Palms sind mit vielen und zum Theil [chr werthvollen Gexyäwen gcscOmÜckÉt, aber ihren Gcgcnstänch nach gehören ste fast (1118, weil sie von italienischen, niederlämdischcn oder frau- zösischen Malern meist des 16. und 17. Jahrhunderts“,gemalt wnrden, theils der heiligen Geschichte, thetls der Mytho- logie odcr dcm Genre an und 161116 von _ihnen hax Bezug auf vaterländiscbc Vorgänge. Zwei der Wer 21 Ju]; hohen 11110 22 Fuß breiten Gemälde, welche den_ schon erwähnten Hauptsaal des oberen Gcschoffcs schmücken, smd yon W Malern Karl Amadé Vanloo und Antoine Pcsne gefertigt,“ ]encr hat das Opfer der Iphigenie und dieser den Raub der Helena gemalt, wenigstens begonnen, vollendet ist das Bild von Bern- hard Node,“ die anderen bcidM, Bacchus und Ariadm' und das Urthcil dcs Paris darsteUend, sind von Restout und Pierre. Von Vanloo rührt das Deckengemälde: cine Zusammenkunft 1xtekltG-Zttcr, bei welcher Hebe den Ganymed dem Jupiter vor-
2 , er.
Diejenigen Bilder und Bildwerke, welche zur Geschichte ,des Vaterlandes in Beziehung stehen , sind vorzugsweise Bildmsse. Zunächst stehen in Nr. 92, dem Wohnzimmer König Friedrich 11_., zwei kleine Bildchen auf Stühlen, gegen die Lehne derselben gc- legt,“ das eine stellt Kaiser Joseph 11. dar, cin Kniestück, auf Stein gemalt , das andere die Kurfürstin Maria Antonie von Sachsen, eine Tochter Kaiser Karls U1- und jüngere Schwester der Kaiserin Maria Theresia, Mutter zugleich des 1827 geftyr- henen Königs Friedrich August von Sachsen. Das leyte thd 1|_von der Kurfürstin selbst in Pastekl gemalt und dem König Frtedrich 11. geschenkt worden. Beide Bilder ha'tten schon bet
ebzeiten dieses Königs den Plaß , den sie noch ]eyt innehaben. Ixn oberen Geschoß, südlich der dortigen Galerie, in einem der Znymer , welche zu König Friedrichs Zeiten die Wohnung des Prmzcn von Preußen, nachmaligen Königs Friedrich Wil- helm 11. , bildeten , befinden sich ebenfalls einige Bildnisse von historischer Bedeutung, nämlich die Kaiserin Maria
Theresia und “ihr Sohn, der Kaiser Joseph U., gemalt von Hickel, fcxner 17m- wohlgsrroffenes Bild des Königs Friedrich 11. UKW. wetter Königs Gustav Adolph von Schweden, auch des Kömgs Adolph Frxe"dr1ch von Schweden und seiner Gemahlin Lmse Ulrtke, emcr ]ungcren Schwester König Friedrich 11. Die leZterey Bilder rühren von Lundberg , einem schwedischen Porträtmaler und Aufseher der Königl. schwedischen Galerie zu Stockholm, woselbst er um 1750 arbeitete, her,
Ferner erblickt man die Porträts der Prinzessm Friederike Sophie Wilhelmine, Markgräfin von Auswack) und Bayreuth, König Friedrich 11. älterer Schwester, und des Prinzen Friedrich Heinrich Ludwig, des Königs Bruder. In dem Zimmer Nr. 121 trifft man noch einmal ein Bildnis; der Königin Luise Ulrike von Schweden und daneben eines der Prinzessin Anna Amalie, des Königs jüngster Schwester. Nr. 148 enthält ein Bild der Tänzerin Barberina. Jm Zimm'er 124 befindet sich ein histo- risches Bild: des Feldmarschasl von Schwerin Tod in der Schlacht bei Prag am 6. Mai 1757, ein Gemälde, welches aus dem Palais Sr. Majestät des Königs Friedrich Wilhe1m 111. hierher verscßt worden ist. In dem unter Nr. 150 verzeichneten Zim- mer stellen fünf Bilder das preußische Militär in seinen nach 1786, also unmittelbar nach der Zeit König Friedrich 11. ein- führten Uniformen „dar, vicr derselben sind von Schwarz, das fünfte, preußische Garch du Corps darstellend, ist von Meyer- heim und Schulz gemalt. In demselben Zimm-sr zeigt uns ein Relief in Gips König Friedrich Wilhelm 111. im Kreise seiner sieben Kinder; Zimmer 149 enthält ein Bild der Fürstin von Liegniy. Von besonderem Werth ist ein lebeuSgroßes Bild König Friedrich Wilhelm 111. in Nr. 44, das von CarlBegas gemalt ist. Der König ist in ganzer Figur dargestcüt, er trägt Gene- rals-Uniform und hält den cherhut in der Hand,“ den Hin- tergrund bildet das berliner Museum.
Ein Porträt rührt von König Friedrich 11. Hand her; 86 ist eina Bleistiftzcichnung im Bibliothekzimmer und stellt Voltaire dar. „
Unter den Kunftwerken im Neuen Palais ist die prächttge, von der Königlichen Manufaktur zu Berlin in Porzellan aus- geführte Vase hervorzuheben, welche sich in einem der Säle des Schlosses befindet. Sie erinnert an das Fest der weißen Rose, welches hier am 13. Juli 1829 zu Ehren der Kaiserin Alexan- dra Feodorowna von Rußland gefeiert wurde. Die nach einer Zeichnung des Herzogs Karl vum Mecklenburg von guten Künstlern aqueführte Vase vergegenwärtigt in vexschxedeuen Figurcureibcn , sauber gemalten Darsteklungcn, die Haupt- momente des Festes. Oben sieht man rundum den Turmer- zug, links den Einzug von den Communs her, rechts das Palais mit dem Turniere selbst und auf der Vordersctte _dte Preiswertheilung durch die Kaiserin, an der Rückseite erbltckt man in Hindeutung auf die Bedeutung des ganzen Festes dle Pflege der weißen Rose.
Der Boden und die landwirthschaftlichen Verhält- nisse des preußischen Staates.
(S. die Bes. Beilage zu Nr, 270 d. Bl.)
1]
Der sechste Abschnitt des Werkesxk'), dem wir folge„n, behan- delt die klimatische Lage, die Witterungß-Berhgltnts[e, dercn Einfluß auf die Landwirthschaft m emgxhender Weise und liefert eine Menge des belehrenden, zum ThUl ganz neuen Materials. Eine Tabelle zeigt, daß troß der großen Schwan- kungen, welchen die Regenmengqm den emzelncn, Jahrgängen unterliegt, im mittlen Durchschnitt doch die Gebtrgsgegenden,
*) Der Boden und die [andxvirthsckyaftlichen Verhältnisse des preußt chen Staats. Nach demoGebtets-Umfange von 1866. (“m Auf- trage hrer Excellenzcn dcr thster der Finanzen und für ie land- wirthschaftlichen Angelegenbettxn, unter Benußung amtlicher Quellen dargestellt vyn August Merßen , [)1'. phil., Königl. chierungW Rath. Bcrlm, 1868,