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der Kostenpunkt von keinem entscheidenden Einfluffe auf die Auffaffungcn der Königliäyen Regierung und dcs BundeZ-Prä- sidiums gewesen ist. Die Frage , ob wir die Bunchgcnoffen zu diesen Kosten heranzrchen könnten oder nicht, ist zwar aus Gesichtspunkten der Sparsamkeit immerhin eine bedeutende, aber sie tritt in den Hintergrund neben der entscheidenden Frage, die der Herr Vorredner im zweiten Theile seiner Aeußerungen berührt hat , neben der Bedeutung der Maßregelndcm Artslande gegenüber, neben dem Zweck, die in- ternationale Einheit des Bundes in der Repräsentation nach Außen nicht bloß, sondern auch in der Art, wie diese Repräsen- tation besoldet und geschaffen wird, zur Durchführung und zur Anschammg zu bringen,“ und darin stimme ich dem Herrn Vorredner bei, daß nach Uebertragung des auswärtigen Bud- Yts anf den Bund dieser Eindruck auf das Lkusland und das
efühl, welches dem analog ist imInlande, ein wesentlich vcr- ßärkter sein wird, und diese Rücksicht hat uns hauptsächlich be- stimmt, die Sache von Hause aus zu betreiben und bei der Inslebenrufnng der Buudcsverfaffung schon in Aussicht zu nehmen. Ich kann dabei konstatiren, daß die Befürchtung des Herrn Vorredners, daß an den verbündeten Höfen die Maß- regel eincn unangenehmen Eindruck machen würde, nicht be- gründet ist.
Ick) kann dies aus meinen Wahrnehmungen nicht bestäti- gen. Ich muß im Gegentheil rühmen, daß die verbündeten Höfe in richtiger Erkenntnis; des intertmtionalen Werthes der beabsichtigten Einrichtung bei den vertraulichen Verhandlungen auch schon im vorigen Jahre bereitwillig entgegen gekommen find und die Maßregcl an sich niemals bestritten, sondern ihre Aquübrung nur als eine Zeitfragc betrachtet haben. Wenn der Herr Vorredner nun noch weitergehende Anträge hieran an- knüpft. so möchte ich davoywarncn , bei dieser Gelegenheit die Konsequenzen gleich auf dre Spiße der Doktrin zu treiben. Theoretisch kann ich dem Herrn Vorredner ganz Recht geben; die Theorie ist eben in der diplomatischen Thätigkeit noch ge- ringer als im gewöhnlichen Leben und kommt noch weniger zur Gektung. Praktisch haben wir ein dringendes Vedürfniß, dicse Gesandtschaften innerhalb des dcntschen Bundesgebicts bei- zubehalten, ein Bcdürfniß, welches ich schon im vorigen Jahre zu entwickeln und zu verxheidigen mir erlaubt habe. Ob in Zukunft die Agenten, die ww zu bedürfen glauben, in derselben
estalt und unter derselben Benennung beizubehalten sind oder nicht, das möchte ich bitten der praktischen Entwicklung der Zukunft anheimzugcbcn und nicht heute schon, che der ganze Uebergang der Diplomatie an 5911 Bund bcschloffen ist, zu präjudiciren. Lassen Sie uns lieber in piese Verhältnisse einleben, als sie vorher feststellen. Es kan'n 1a sein, daß in Jahr und Tag diesc Organe sich als Überflüsstg für dje preußische Politik und für das von ihr mitbedingte Wohlbcfmden des preußischen Staates erwiesen. Es „kann sein, daß die gegenthcilige Ueberzcugung, die ich im vorigen Jahre ausgesprochen habe und hicr wieder- hole, sich noch im Laufe der Jahre befestigt. Geben wir der Bundes-Jnstitution auch auf diesem Gebiete Zeit,sich praktisch aus- zubilden. Sie können Überzeugt sein von der Sparsamkeit, mit der, wie ich glaube, seitdem ich die Verwaltung des auswärtigen Ministe- riun1shal*e,in1Ganzcn gewirthschaftetwordenist,cine Sparsamkeit, die „Angesichts, des augenblicklichen, wenn auch nicht bedeutenden Defxzits, fich ]edes Antrages auf Erhöhung einer Position ent- halten hat, * daß diese Sparsamkeit die Königliche StaatS-Regie- rung ebenso wie das Bundcs-Prästdium bestimmen wird, auf AbstelUmg einer verhältnißmäßig kostspieligen Institution hin- zuwirken , sobald sie sich als Überflüssig erweisen sollte. Abcr [affen Sie _uns dabei die Erfahrung einiger Jahre wenigstens ?)" Raths ztehey und heute die Frage nicht aburtheilen. Was ann endlich dre Gesandtschaft in Peking anbelangt, so erlaube ich mir, zu konstatiren, daß der dortige Gcneral-KOUsul faktisch berxits “im Jahre 1803 als Gesandter beglaubigt worden ist, Werk die chinesischen Behörden sich absolut weigerten , mit Jemandem, der diesen Charakter nicht träge , in Unter- handlung zu treten, und das ganze General-Konsulat wäre also „Überflüsstg geworden, wenn man ihm nicht „esaydtschaftltch Rechte beigelegt hätte. Der Gesandte ist haupt- achltch aus dtescm Grunde einstweilen auf dem preußischen Budget geblixben. Wenn der Vorredner wünscht, die betref- fen„den Posit'wnen als künftig als wegfallend zu bezeichnen, so möchte 1ch brtten, hiervon abzusehen, da gewissermaßen das ganze auswärtige Bquet nach den Erklärungen, die ich vor- hm abgegeben habe, cm in Zukunft wegfallendes, wenn nicht schon 1st, so doch, hoffe ich, werdcn wird. Und wenn das ganze Budget_a11 den Bund Übergeht, so möchte ich Sie bitten, darm doch mcht den Beschlüssen des Reichstages vorzugreifen, vxelnzehr das BMW Übergehen zu lassen, wie es liegt und es mcht,vorh,er zu, verfiü-mmeln, will ich nicht sagen, aber _- JU alterrren zn emex Werse, hie mit der Auffassung des Reichs- tages demnächst melletcht mcht stimmen würde, da 7pezifisch
preußische Interessen allerdin ? bei der Vertretung in Peri weni er Vorliegen, sondern te unserer hanseatischen BUUdnsg gem) 1611 dabei in den Vordergrund treten. e.
-_ Im weiteren Verlaufsdexselben Diskussion erklärted PxäsidcntdesStaats-MlntsteryiumsinAnkm'Uosungaer die Aeußerung dxs Ahgeordneten WMdthksk (Meppen), de," Reichstag durch cm bexahendes Votum nicht binden zu WOUena-
Ich bemerke zu de:) Aextßcrungen des Herrn Ab“ Windthorst, daß 'ich gewrß weit entfernt bin, zu UMF welcher Becinträchttgung der Rechte des Nyrddeutschcn Bundes von dieser Stelle aus, die Hand zu bieten,“ lch würde dabeiver. geffcn, daß ich zugleich Vundcßkanzler bin. Es geschieht das aber auch meines Erachtens m keiner_ Weise durch die Verhand. lungen, in welchen das Haus fich bcfmdet, und durch AUnahnw dicses Antrages, de_r dahin lautet, die Köni [. Staatsrc ierung aufzufordern, dahm Sorge 30 tragen, daß das Mini erium der auswärtigen Angelegenhctten vom Jahre 1870 ab auf den Etat d_cs Norddeutychen Bundes übernommen Werde Worin besteht dieses Sorgetragcn? Darin, daß dié Regierung ihren Emfluß am Bunde, daß zunächst also der Bundeskanzler seine Thätigkeit dahin anwende, den VundeSrath zu hestimmen, chß er ei11_e Vorlage in dieser Rich. tnng an den Re1chstag beschlzeße. Wtc schon bemerkt , habe ich in diesem Jahre AuZficht, dle Zustinmmng dcs Bundesrathes zu einer solchen Vorlage zu gewinnen, und ich hoffe, dieseAus- sicht wird mich im konnncndcn Momente nicht im Stiche lassen, wenn sie sich auch nur auf vertrauliche Verhandlungen begründet. Ich war also vollkommen berechtigt, ohne irgend einer Körperschaft des Norddeutschen Bundes vorzugrej. fen , die Erklärung hier abzugeben, die ich abgegeben habe , und ich glaube auch , daß dieser Beschluß ohne Uebergreifen von dem gegenwärtigen Hause sehr wol gefaßt werden kann. Zugleich knüpfe ich an die VerhanL lungen, deren ich eben erwähnte, noch eine Aeußerung über den Antrag des Abg. Freiherrn v. Hoverbeck, wegen Wegfalles der innerhalb Norddeutschland befindlichen Gesandtschaften. Solche Vorvcrhandlungm würden wesentlich erschwert sein, wenn wir gar keine Organ? an diesen Höfen hätten. Die Mitglieder des Bundesrathes, die sonst wohl die Organe füyMittheilunßen an die betreffenden Bundesregierungen und die Träger es Verkehrs sein könnten, find nicht fortdauernd hier anwesend. Sie treten 11131: zusammen, wenn der Bundesrath berufen wird uud halten hier Siyungcn, das ist aber im geringeren T eile des Jahres der Fall. Während des Zwischenraumes wurde ux1s,fwenn d1ese Gesandtschaften wegficlen, jedes Organ zur Emwrrkung, zum Verkehr mit diesen Regierungen fehlen. Es würden auch die „Organe für denjenigen diplomatischen Schuß fehlen, der selbst xnnerhalb des Bundesgebietes doch immer ab und zu gclegcntltch „bei Reiscunbequemlichkeiten, bei Handels- vorkommniffen angerufen werden wird. Unsere Gesandtschaft in Dresden ist keineswegs unthätig; sie hat vollauf „zu thun, und selbst die Neben beamtcn derselben finden ihre Beschäft1g11ng,so viel sie leisten können, und ich weiß in der That nicht, auf welckxe Organe diese Geschäfte übertragen werden sollten, wenn d1e Gesandtschaften wegfielen. Die Gesandtschaft in Hamburg hat dieselbe Aufgabe in Bezug auf das Gebiet der bcidenpwcklen- burgischen Großherzogthümer und ist nicht allein auf HteHanss' städte beschränkt. Ich glaubte, auf dieses Thema mcht noch einmal zurückkommen zu dürfen, weil ich vorausseyte, _daß W Hohen Hause meine Aeußcrungcu im vorigen Jahre m dteser Beziehung vollkommen gegenwärtig sein würden, und daß das Haus geneigt sein würde, denselben heute dieselbe Bcrüchfichklgung zu schenken wie damals.
, - Die Aeußerungen des Abgeordneten Wölffel kzjber den Retchskanzler Grafen von Beust veranlaßten den Prasideke" des Staats-Minifteriums, Grafen von Bismarck-Schön' hausen, zu folgender Erklärung: .
Eine Aeußcrung des Herrn Vorredners vexanlaßt nnch, hier noch ausdrücklich zu erklären, obschon ich Überzeugt b"- daß Sie 98 auch ohne meine Erklärung einsehen x_verdxnx “ck es für tmch eine Unmöglichkeit ist, auf eine DiFkusswn aber du Person eines auswärtigen Kollegen hier einzugeher), selbst 9" nur vcrtheidigend einzugehen, - nnd die Verthetdrgung WW)e mich immernöthigen, michinncrhalb gkwjffer Grcyzenz-U hülle"- um keinen falschen Eindruck zu machen, sowett eme Uk“ theilung der österreichischen Politik, die von dem Grafe!) BUN geführt wird, damit verbunden sein n1öchte,'- dazu halte 1ch ""ck an diescr Stelle und in diesem Momente nicht berufxn. 1 das kann ich konstatiren, daß mir bishex Symptome emcr p-er sönlichen Abneigung meines österretchischen Herrn KHW?" gegen mich nicht bekannt geworden sind. Ich habe 311,01ka- in persönlich uten Beziehungen früher gelebt, auch nich?,eze fahren, daß ? hätten. Um .so mehr wur
1ch diese geändert „, ich eincn Beruf haben, gegen eme Kritik seiner pounsch
* ' 't Thätigkelj nicht
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einzutreten., so weit es jachlich möglich wäre, nn dtese_n Gegenstanix von der heutigen Zejskusst'on/ so weit ich nnch_dabet,bethetltgen darf, ausgeschloffcn "tte Ick würde auch mcht einmal diese Worte darüber zu ba eki „"ck berufen gefunden haben, wenn mcht aus der Art, sale der Herr Vorredner die Sache berührte, vielleicht gefolgert werden könnte, daß ich mehr_ als ein Anderer berufen sein Ennis; für einen Abwesmxden einzutreten,“ ich glaube aber um- ek„»hrt,daß auf dieser Stel1e lch wemgcr als Andere dazu berufen bin. L)„ ich einmal das Wort habe, erlaube ich mir eine kurze Ve-
merkung über die Empfehlungen des Herrn Abg. Virchow, dem
Beispiele Oesterreichs zu folgen. Ich glaube, daß der Herr Ab-
eordnete diese Empfehlungen doch, nicht so allgemein hat gcbcn ?vollen- daß wir nun auch etwa eme Armee von 800,000 Mann und einen eisernen Bestand, derselben für 10 Jahre fordern sollten. glatsz aucb mcht, daß xr “uns hat empfehlen wollen, die österrc1ch1schen Adnmnftratwemrtchtungen, wclche das Gegengewicht gegen die zu bevvtlltgcndenFrethcitcn Her Kommu- nen bilden sollen, nachzyahmen. Ich werde_ durch dxesclbc Rück- cht, die mich vyrher leitete, getzöthigt, nnch auf diese Andeu- tungen zu beschränken xmd Yarßdte mncxen Einrtchtzmgen Oestefr- „ichs, die das Gegengift fyr dre freihettlichcn Institutionen bll- den, hier nicht zvezter krttxstrcn. Ich bemerke mxr , daß es den Regierungen nut threm Liberalismus so geht, xme dcn Dame_n,“ die jüngste gefällF _1mmer am besten. Oesterrmch ist durch eme langjährige Zurucxhaltgng 111 No Lage gebracht worden „ heut mit demjenigen Ltbcraltsmus Epoche zu _machen, der bet uns in der Hauptsache schon fett 20 Jahren , m vielen seiner Theile bereits seit 50 Jahren zu emem Überwundcncn Standpunkte
gehört.
„„ Die Provinzial-Hülfskassen, deren Fonds, nach einem dem Hause der Abgeordneten vorgelegten Gcscßcnlwurf, den Vertre- tun en der provinzial=_und kommunalständischcn Verbände zur freien Verßügung cigenthi'nyltcl) i'tbcrlaffcn werden sollen, wurden den acht alten Provinzen auf Grund der Königlichen Botschaft vom 7. April 1847 und des Abschicds an den vereinigten Landtag vom 24. Juli 1847 im Betrage von 2 Mill. Thalern haar und 500,000 Thlr. in Staatsschllldscbkincn » ur Hebung der Kultur und des Verkehrs 0) der Monarchie, sowie zur ' eförderung des so heilsamen Sparkaffcnwexcnsa unter der Bedingung verliehen, daß dem Staat das Eigenthum an jenen Kapitalicn und eine anückziehung derselben vorbehalten blieb, wenn die Gelder ihrem ursprünglichen Zweck entfrcmdck werden sollten oder nachdem fie durch ZinZanhäufung bis auf da? Doppelte angewachsen sein würden; ferner unter der Bedingung, daß mindestens die Hälfte der Zinserträge zur Unterstüßung dcs Spar- kassenWesens, ein Viertel zur Vermehrung des Stammkapitals ver- wendet werde, ein Viertel den Ständen zur Verfügung für öffentliche Zwecke bleibe. Die Vertheilung der überwiescnen Kapitalicn erfolgte nach dem Maßstabe der Bevölkerung, des Flächeninhalts und der direkten Besteuerung der Provinzen. Die Kassen beganncnjhrc Wirk- samkeit in den Jahren 1853 und 1854. Da die Provinztal-Hülfs- kassen nach den Motiven zum Gesetzentwurf auf die Belebung der Sparsamkeit ohne wesentlichen Einfluß geblieben sind, und M «*I Wünschenswert!) erschien, den Ständen frcicrc Hand zum gememmtxngczx Wirken zu lassen, so sollen cht alle Bedingungen, untsxr Welchen dte Fonds bcwikligt waren, aufgehoben Werden. Die Bcstath der Pro- vinzial-Hülfökaffcn waren nach cincr dem Entwurf bergxfugten Ueber- fichtEnde 1867 (und der ursprüngliche Betrag, wqhet _dte Staats- schuldschcine zum Nominalwertk) gerechnet sind) fur dte cmzelncn Provinzen: Preußen 590,93? Thlr. (400,000 Thlr.), Pommern: Alt- Pommern 217,995 Thlr. (161,000 Thlr.), Neu -Vorpommcrn und Rügen 33,723 Thlr. (31,000 Thlr.), Brandenbuxg: Neumark 99,860 Thlr. (82,000 Thlr.) , Kurmark 251,108 ' („x()lr. (207,000 Thaler), Niederlaufiß 43,416 Thlr. (39,000 Thlr.), Sachsen ohne die Altmark 387,156 Thlr. (270,000 Thlr.) , Altmark 40,542 Thlr. (30,000 Thlr.), Posen 277-205 Thlr., (210,000 Thlr.), Schlefien ohne Oberlausiß 470 013 Thlr. (425,000 Thlr.) , Oberlamtß 25,759 Thlr. (25,000 Thlr.), Westfalen 245,482 Thlr. (220,000 Thlr.), Rheinprovinz 505,982 Thlr. (400,000 Thlr.); zusaunncn 3,195,243 Thlr. (27500000 Thlr.). Die Staat§schuldscheine fink.) zu ctjya 85 pCt. vcr- Werthet worden, das ursprüngliche Stammkapttal bcl1cf fich also auf 22001000 Thlr.,“ dasselbe hat fich also um 995,243 Thlr. oder 46prt. vermehrt. Die durchschnittlichcn höchsten Zinsen sm_d mdcnProvmzm Preußen (5,06 pCt.), Posen (5,5 pCt.) und Scleex (5 pCt.) crzxclt worden; die niedrigsten in Neu-Vorpommern uud ngen (3,1 pCt.)1md der Mark (3,4-3,9 pCt.).
- Die Nr. 10 des »Minifterial-Blattcs für die gesgmmtc innere Verwaltung in den Königlich prenßifchcn Staatcna „enthalt 11.,_A.: Er- fenntniß des Königlichen Ober-Tribnnals, daß xt11c Wahlfglschung, deren sich ein Mitglied des Wahlvorstandes schuldig macht, dteStrafc des §-85- Absaß] dcs Strafgcscßbuchcs nacl) fich zieht, auch wenn der Betreffende nicht insbesondere mit der Annahme der Wahxzextcx bc- “Ufkkaat war, vom 2. Oktober 1868. - *Erlaß an den Königlichen Ober"Präsidenten der Provinz N., _dic Konnnunal-BxsteuZrung ab-, Ust), ncuanzie endcr Personen betreffend, vom 21. Iylt 1858. -, Bc- schetd an die olizei-Verwaltung zu R., betreffenkz dlc Zuruckwcxsung erwerbsunfähiger Personen an den Angehörtgkcttsort, res.). U_11txr- WUK s-Wohnsi , vom 30. Oktober 1868. - Erlaß, an dtc Kömg- ltchen ber-Prätdenten der acht älteren Provinzen, dte Form der Be-
schlüffe der Kreisstände über Ausgaben zu gemeinnützigen Einrich- tt_mgxn und Anlagen betreffend, vom 13. Oktober 1868. _ Verfügung- dte Erthcil'ung zur Erlaubnis; zur Vornahme öffentlicher Ausspielungen betreffend, vom 14. November 1808. _ Erlaß an die Königlichen Obcr-Prx'ifidcntcn d'er neuen Provinzen, die Handhabung der Polizei- auffixht uber entlasxcnc Gefangene betreffend, vom 9. Oktober 1868.- Yerfagxxng an die Königliche Regierung zu Cassel und mut. mut. an sammtltchx übrige Königliche Regierungen, sowie an die Landdrosteien dex Proxnnz Hannover, die bei dem K'rcis- und Dcpartctncnts-Ersaß- geschaf_t entstehenden Kosten betreffend, vom 23. September 1808. - Bcschctd (m_das Direktorium der N. Gesellschaft zu R., den Erwerb von Gruyyctgenthum in Prenßcxt Seitens ausländischer Korporationen 11sz ]urtsttscYcr chsoncn betreffend, vom 23. Oktober 1868, -- Ver- fugung ay sammtltclye Königliche Regierungen resp. Landdrofteien dcr Monarch1c und an d(xs Königliche Polizci-Präsidium zu Berlin, die zur Ausstqlxung und Erthcilung von Auswanderung?»bescheinignngcn 111 dkn Katqerltch österreichischen Staaten berechtigten Behörden betref- fend, vom 20. Oktyber 1808. - Bescheid an den Magistrat zu R., betreffend dtcVerpfltcbtung der Elcmcntarlchrcr, für ihre Kinder Schul- geld zu zahlen, vom 0, Juni 1808.
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Kunst und W'iffensäzaft.
Berlin. In der Sißung dcs Wissenschaftlichcn Kunst- ycrctns vom 17. Roycmbcr hielt der (Hel). Obcc-Hofbauratl) Hesse cxycn Vortrag über den Bau der Burg Hohenzollern, wobei zur Er- lauterxmg mehrere Photographien, Welche in Stuttgart von Carl Schulz angefertigt find, nebst Grundriffcn vorgelegt wurdc11.- Dcr Bauratl) Erbkammmßlegte der Gesellschaft die Zeichnungen der gegenwärtig im Bau bßgrmencn Königl. National-Galcric vor und begleitete die Vor- lage nut erläntcrndcn Bemerkungen. Bereits im Jahre 1802 wurde der Entschluß zur Errichtung des Gebäudes gefaßt, und der damalige (Hel). Obcr-Bauratl) Stüler mit dem Entwurf zu demselben beauftragt. Als Baustelle wählte er den zwischen dem neuen Museum und der Cantianstraßc gelegenen Play, dcffen Areal schon unter der chierun S1". Majestät Kömg Friedrich Wilhelms 17. zu dem Zweck angekau t war, dcrmalcinst die sämmtlichcn Kunft-Jnftitutc der Hauptstadt zu vereinigen. In der Mitte dicser Gebäudc-Anlagcn war nach einer eigenhändigcn Skizze des Königs in tcmpclaztigcr Form ein Central- bau gedacht, desen Inneres eine großartige Aula einnehmen sollte. Stüler Ylanbtc unter den jcßigen Verändertcn Verhältnissen die Ver- lcgnng cr National-Galcrie in diese:? Gebäude vorschlagen zu soklcn, dabei aber die Stellung und äußere Archixcktur im Wcscnt- lichen beibehalten zu dürfen. Diese Idee wurde höheren Orts genehmigt, und demzufolge der gegenwärtige Eniwurf ausgearbeitet. Die Be- stimmung des Gebäudes, zu dem die Schenkung dcr Wagner- schen Galerie eincn Hauptanftoß gegeben hatte, war nicht nur die Aufnahme der letzteren, sondern zugleich die Auf11ah1nc_a[ler ma- lerischen und plastischen Kunstwerke, welche von Metftcrn der ncucn Zeit bereits angekauft waren und für die Folge noch erworben werden sollten. Außerdem abcr war diekwürdige Untcrbringung der Sammlung Corneliusschcr Canons dabct ins Auge gefaßt und end- l'ich noch die Beschaffung von Räumen zu den Kunstausstellungcn de_r Akademie. Bci Vorzeigung dcr Grmxdplänc crchs fich dic. chther- lung der Lokalitäten der Art, daß in dlc S0u'rcrram-Etage dre Drenst- wohnungcn dcs Kastellans, Porticrs, Hausdicncrs, die Pack- und Feuerungsräume u. s. w. gelegt sind; die erste Haupt-Ekagc abcr enthält zur Rcchtcn die Bildcrsälc derzWaancrsxhen Sammlung, zur Linken die Säle zur Aufstellung von Skulpturwerfcn, wozu auch_nn Treppcnhausc vielfache Gelegenheit gchotcn wird. "In der JWKÜTU Etage liegen drei größere, durch Oberltcht crhcllte Salz', dcrcx) ande die Corneliusschcn Cartons aufnehmen sollen. Um dtcsc Sale rethcn fiel) in zwicfacher StockjverkSlWe dic ferneren *Galericxaume, von denen die oberste Abtheilung einstweilen 30 den Km1stausstcllungcn zu benußcn sein dürfte. Der Bau ist_i,xn_ Jrixhjal)r_ 1806 [*cg911ncn wor- den und bat gegenwärtig fast die'sxalzte ['Wer Gcsaunntyohc crrc1cht„ seine Vollendung sicht etwa in Wer [Us fuanahrcn z1zcr1vartcn. DW Llusführung geschieht in durchans 11101111111cnta1cx Werse. Sandstenz- quadern bekleiden das ganze Aeußcre Us beaudcs; Vcfttbul wre Skulptursälc zeigen den Schmuck manmlhfalttgcr kostbarer „Marmor- säulcn. Eine großartige Treppenanlage vox 5er vordxranaulclemFlc soll mit der crzcncn Rciterstatuc Sr. Majestat dcs Komgs Frr-cdrtch Wilhelm 117. gekrönt werdcn. " _ _
- George Prymc , wahrend, cmxr„Rc1l)c yon Jahrz'n Pro- fessor dcr Staatsökonomic an dch Uznvcrsxtat Cambr1dgc, 1| UU Alter von 87 Jahren in Wiston, Huntmgdonshtrc, gcstqrbcn. „ .
Ncw-Yorf. Ein Mcteorschaucr fand [361 vollstandtg klarem, fternenhcllcn Himmel in den Nächten axtf den 14. und 15. Nchmbcr hier statt. Am stärksten war derselbe 11) der cheht aus den ].). No- vember, wo fich zjvischcn 1 und 2 Uhrgncbt wcznger als tausend vcr- schicdenc, zum Theil schr glänzende, 11th Schwcjfen versehene Mctcoxc in der Richtung von Norden nach Suden bewegten,“ man" schaßt dre (Hrsammtzahl derer, die allein in chv-Yprk und dCffUYUackNkk U11)- gcbnn sichtbar waren, auf mindcßcys 7000. Auf der Sternwarte m Washmgton angestellten 1vissenschartltchcn Bcobachtngcn zufolge hatte man in einem Zcitranmc von 5nStundcn ca. 2500 Meteore per Stunde verzeichnet. Dasselbe Phanomen, wurde 1111_ ganzen Lande bcobachtct , da überall ein äußcrs klares Firmament dtc Beobachtung
begünstigte. Verkehrs = Anstalten.
Belgrad, 8. Dczcmbcr. Unter Baron Feodqr, den) Neffen des verstorbenen Fürsten Nikolitsch, hat (?ck cm Konsortmm fur Erbguung cincr serbischen Eisenbahn gebildet. Dte Vorkonzcsfion lst beretts cr-
theilt.
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