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(Sohn) von Preußen, der Kronprinz und der Prinz Georg von Sachsen, der Prinz August von Württemberg, Se". Hoheit der Herzog Wilhelm von Mecklenburg, der Fiirxt Bogislaw Radziwrll, der Prinz Anton Radziwill, der regieren e Graf Otto zu Stol- berg-Werniaerode, der Minister-Prasident „Graf von Bismarck, der Kriegs-Minister von Noon, der Minister Graf zu Eulen- burg und andere Herren. _
Se. Majestät begaben Sich init der Höchsten Iagdgesell- schaft und dem Gefolge von eesen sofort in den bereit stehen- den Iagdwagen nach dem endez-vous bei „dem Forsthause Sauberg in der Dubrow, wo gegen 9 Uhr die Jagd „begann. Die Jägerei war dort bereits um 8 Uhr aufgestellt. Die Treib- wehr war 250 bis 300 Mann stark. -
Es wurden vier freie Treiben auf Roth-, Schwarz, und Dammwild 2c. in den Forstbeläufen Dubrow u_nd Prieros- brück abgehalten. Zwischen dem ersten und zWeiten Treiben war Dejeuner im Walde. Auf der Strecke la en 25 Stück Damm- wild, 40 Stück: Schwarzwild, ein Rehbo und 3 Hasen, in Summa 69 Stück.
Die Rückkehr von der Jagd nach dem Schlosse in Königs- Wusterhausen erfolgte gegen 6 Uhr Abends. Die Stadt war festlich illuminirt und mit Fahnen geschmückt. Um 7 Uhr war Diner im Schlosse, zu welchem noch besondere Einladungen ergan en waren. Nach dem Diner blieben die Herrschaften noch is gegen 11 Uhr versammelt. ,
Am 16. d. Mrs beförderte ein Extrazug die für diesen Tag geladene Iagdgesellschaft bis Halbe. Das Eintreffen auf dem Bahnhofs Halbe erfolgte um, 8'5 Uhr. An der Eisenbahn warteten die Iagdwagen, mxttelst welcher Se. Majestät nebst den Höchsten Herrschaften und der Iagdgeselischafk nach dem Rendez-vous zwischen _den Jagen 110 und 116 des Forstreviers Hammer, woselbst dre Iägerei und 250_Z00 Treiber bereits um 8 Uhr Aufstellung genommen, Sich begaben. Die Jagd begann gegen 9 Uhr. Es wurden fünf freie Treiben auf Roth:, Damm- und Schwgrzwrld 1c. gemacht. Nach dem zweiten Treiben war Dejeuner im Walde. Das Resultat der Jagd war: 1 Stück Rothwild, 29 Stuck Dammwild, 28 Stück Schwarzwild, 4 Füchse und 10 Hasen, mithin im Ganzen 72 Stück Wildpret. Nach der Jagd bega- ben Se. Majestät der König Sich mit der Jagdgesell- schaft zu Wagen zum Diner nach dem Schlosse Königs-Wuster- hausen. Wiederum war der Ort festlich erleuchtet. Nach dem Diner, welches bis 8 Uhr dauerte, erfolgte die Rückkehr nach Berlin mittelst Extrazuges.
_ Die vereinigten Ausschüsse des Bundesrathes des Norddeutschen Bundes für Rechnungswesen, sowie für Handel und Verkehr, hielten gestern eine Sißung ah.
_ Das Staats-Ministerium trat heute unter Vorsiß des Ministcr-Präsidenten Grafen von Viömarck- Schönhausen zu einer Siyung zusammen.
_ Im Verlauf der gestrigen Sißung des Herrenhauses wurde,_nachdem noch die Herren Graf zur Lippe, Frhr. Senfft von Pilsach und von Bernuth sich bei der Debatte betheiligt, bei der namentlichen Abstimmung der Art. 1 des Guérardschen Antrages, welcher lautet: xder erste Absa des Art. 84 der Verfassungsurkundc vom 31. Januar 185 ist aufgehoben- mit 73 2?cgen 41 Stimmen verworfen. Darauf wurde folgendes mendement des Grafen zur Lippe abgelehnt: Das Herrenhaus wolle beschließen: 1; dem nachfolgenden Gesehent- wurf die verfassungsmäßige Zustimmung zu ertheilen:
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen1e., verordnen mit Zustimmufig beider Häuser des Landtags Unserer Mon- archie, was folgt:
§. 1. Die von einem Mitgliede der beiden Häuser des Landtags in der Kammer ausgesprochenen Aeyßerun cn sind innerhalb des Hau- ses, in welchem diese Acußerung erfolgt 1' , auf Antrag der Staats- regierung oder eines Mitgliedes des betreffenden Hauses zum Gegen- stand eines auf Ausschließung von der Theilnahme an den Verhand- lungen des Hauses für eine bestimmte Zeit, oder auf Verlust der Mit- gliedschaft oder Wählbarkeit zum Vetreter des Landes gerichteten Ver- fahrens zu machen.
?. 2. Das Verfahren wird durch ein besonderes Gesetz geregelt, unbe chadet der innerhalb des Hauses in Gemäßheit des Art. 78 der Verfaffungsurkunde vom 31. Januar 1850 zu Übendcn Disziplin.
§. 3. Nach Erlaß dicses Geseßes (Z. 2) findet ein disziplinares oder ein strafgcrichtliches Verfahren gegen die Mitglieder der beiden Häuser des Landtages wegen der in Ausübung ihres Berufs gcthanen Aeußcrungen nur dann statt, wenn einer der durch das Gesetz vom 25. April 1853 vorgesehenen Fälle vorliegt.
11. Dem von dem Hause der Abgeordneten herübergekom- merten Getetzentwurfe, betreffend die Abänderung des Artikel 84, Ahmtz), der„Verfassungsurkunde vom 31. Januar 1850, die verfaswngsinaßige Zustinmmng nicht zu ertheilen.
Das, Haus beschloß hterauf, die Schlitßberathung Über den Von Guerardéchen Antrag auf die morgende SiYung zu stellen
und erledigte sodann den Bericht der Juftiz-Ko'mnri' - den Gesehentwurf, betreffend die Ausstellung, geriMkLTT? (YF beschemigungen. An der Debatte iiber denselben befhej-kzgtek sich die Herranraf Ritther , von Meding, Graf zur Lipp" der Justiz-Mimfter [)1'. Leon ardt und der Berichterstatter e, Denhard,“ es wurde der Gesetzentwurf in der von der Kom mission vorgenommenen Amendirung angenommen. Dan- wurde die Sißung um 3 Uhr 55 Minuten geschlossen und din nächste auf Freitag 10 Uhr anberaumt, e _ In derheutigen (6.) Sißung des Herrenhauses welcher der Justiz-Mimsier 1)» Leonhardt , der Minister für die Landwirthschafc von Selchow und mehrere Regierungs, Kommissareheiwohnten, wurde der erste Gegenstand der Tages. ordnung , die Schlußberathung über den Gesehentwurf Wegen Aufhebung der Denunzianten-Antheile" , von der Tagesordnun abgese t, weil die beiden Referenten, die Herren von Carnap und eher, abwesend waren. Der zweite Gegenstand der Tages- ordnung war die Schlußberathung über den Gesetzentwurf, be- treffend die Zuständigkeit der Gerichte in der Provinz Hanno. ver zur „Entscheidyng von Beschwerden in Sachen der réiwillj- gen Gerichtsbarkeit., Der Referent 01: achariä beantragte dem Gesehentwurf M unveränderter Fa ung die Zustimmung zu ertheilen. Ander Debatte betheiligten sich Hr. v. d. Knese. beck und der Iiistiz-Minister. Dann wurde, dem Antrage des Referenten gemäß, das Gesch genehmigt. Es folgte der" dritte, Gegenstand der Tagesordnu11g,dje Schlußberathung uber die zwischen Preußen, Baden, Bayern, rankreich, Heffen und den Niederlanden vereinbarte revidirte heinschiffahrts-Akte vom 17. Oktober 1868, nebst Schluß. protokoll von demselben Tage. _ Der Referent, Herr von Gruner, beantragte, der Vorlage die verfassungsmäßigeZu. stimmung zu ertheilen und das Haus trat dem
,
Antrage bei. _ Es folgte der Bericht der zehnten Kommission '
iiber den Gesseßentwurf, betreffend die Schonzeit des Wildes. Die Kommrssion hatte den Geseßcntwurf amendirt. Herr von Waldaw-Stemhövel beantragte , die Schonzeit fÜr Hasen nicht wre das Geseß vorschlägt, vom 1. Februar bis 11161110 August, sondern brs ZIIUM 1.“ Oktober auszudehnen. Der Regierungs- Kommrffar, andforstmeifterUlrici, sprach sich gegen diesen Antrag axis, ebenxo auch der Referent Herr von Wedel. Dann wurden die Antrage der Kommission ohne weitere Debatte ge- nehmrgt. __ O_hne Debatte wurde sodann der Bericht der Ma- trikel-Konnnisswn nqch den Anträgen der Kommission er- ledigt, worauf die Debatte über die ufammenstel- lung des auf den Antrag des Abg.“ uerard von dem Abgeordnetenhause angenommenen Gesetzentwurfs, betr,
fend die Abanderung des Artikel 84, Absatz 1 der Verfassung- yrkunde vom 31;,Januar 1850, mit den bei der Vorberathung im Plenum daruher gefaßtenVeschlüffen, ihren Anfang nahm. An' derselben bethetlrgten sich die Herren Hausmann, Uhden, von Kleist-Reßow, von Below , 1)1'. Zachariae, Freiherr Senfft vdn Pilsach, Haselbach, Dr. Leo, von Sydow, von Waldaw-Stem- hövel und der Justiz - Minister Vr. Leonhardt. Dann wurde die Diskussion geschlossen und bei Namensaufruf der Antrag Gnerard mit 72 gegen 41 Stimmen abge- lehnt. Es folgte der leßte Gegenstand der Tagesordnung , der Bericht der achten Kommission Über den Gesetzentwurf, betref- fend dre Entziehgng und Beschränkung des Grundeigenthums, uber welchen der Schluß unseres Blattes die DiSkussion noch fortdauerte.
_ Das Haus der Abgeordneten ging im ferneren Verlaufe der gestrigen Sißimg zum dritten Gegenstande dcr Tagesordming iiber: DiSkufsion über dieDomstifter Merseburg, Naumburg und Zeiy.
Auf eine Anfrage des Abg. 111: Ehertr) antwortete der Re- gierungZ-Kommiffar Geh. Regierungs-Rath von Wolff'under- klärte , daß seit 1866 keine neuen Anwartschaften erthetlt skikk)- und Niemand seitdem in den Besitz der Stetlen getreten; ,die Verhandlungen über die Reorganisation der Domstiftcr ski?“ ihrem Ende um vieles näher gerückt, so daß die Regierung hoffe, daß diese Angelegenheit hald ganz heendigt sein wekße- ,
Nachdem noch der Abg. [)x'. Eberty gesprochen UNd wm" diese Angelegenheit erledigt war, wurde zur Berathxmg, de Etats der Berg-, Hütten: und SalineWerwaltung getchkltten; Hierzu lag folgender Antrag der Konnnissare des Hayscs vor.
Die Königliche Staatsregierung aufzufordern: den Hausern Fer Landtags von Jahr zu Jahr einen Bericht über den Betrieb ? fiSkalischcn Berg-, Hiitten- und Salinenwerke vorzulegen.
Der Regierrmgß-Kommissar, Ober- BerghunMmW Krug von Nidda erläuterte die einzelnen Etats-Posttionen. er
An der Generaldebatte betheiligten sich die Abgst Berg (Witten), Overweg, [)r'. Hannnacher. 11
Der Antrag der Kmnmissare wurde hierauf gngenonnnkete;
Zum Tit. Z, Hüttenwerke , Einnahmen fur P“WdudcÖ 6,442,95Z Thlr., lag folgender Antrag der Konnmstarc Hauses vor:
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on skalischen Berg-, Hütten- und Salinenwerken. wr äilsßeÉliMa'hn1eqfiiicllc dient," vorzulegen. , [che a Auf Antrag 'der Abg. Wachler,_v. Kardorf und Dr, Ham- macher wurde dieser Antrag an die Budgetkommisfion über- “ 1. , , Mes“ um Tit. 1 der emmaligen und außerordentlichen Aus. aben: Beitrag aus Bergwerkskaffep zum Bau der Scheldethal- jsenbahU: 20,000„Thlr., haben_ die Kommissare des Hauses beantragt: die Kö111g“l.Staatsregierung aufzufordern, den ersten Beitrag aus Bergwerkskassen zum Bau der Scheldethal-Eisen- bahn im vormaligen Herzogthiim Naffau nicht eher zuzugestehcn und zu zahlen, bis das'Zustandekonnnen dieses Unternehmens durch das Zusammenwrrken aller Interessenten gesichert sein wird. DieserAntrag wurde unter Zustimmung des Regie- rungs-Komtmffars ohne Debatte angenommen. Der Handels- Minister Graf vpn Ißenpliß griff wiederholt in die Disrussion ' „ Die Eta-tstttel wurden hiernachst genehmigt. Der Etat der hohenzoklernschen Lande wurde ohne Debatte bewilligt. Schluß dcrU-Sitzung ZYUhr.“ -. .
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Abgeordneten wurde ge en 10“? Uhr durch den Präsidenten “von Forckenbeck eroffnet.
m Ministertische befanden sich: der Finanz-Ministcr Frhr. v. d. Heydt, der Handels-Minister Graf von Jßenpliß und mehrere Regierungs-Konimiffare.
Der Präsident thetlte nut , daß aus dem Herrenhause eine
Vorlage: Geschenthrf, betreffend die Ausstellung gerichtlicher
Erbbescheinigungen, UUILIMJM sei. Dieselbe wurde der Justiz. Kommission überwresen. 1:73, “
Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildete. die Vor- .berathung des Staatshaushalts-Etats für 1869 , Eisenbahn-
Verwaltung. Einnahme. Mit der hierüber eröffneten Gcneraldebatte wurde gleich, zeitig folgender Antrag der Konnniffarien des Hauses zur Djs-
kusfion gestellt:
Das Haus der Ab eordneten wolle beschließen: Die Königliche Staats=Regieru11g zu er nchen, künftig bei der Ansehung der Brutto- Einnahmen aus dem Betriebe der bestehenden StaatSbahnen die wjrk- lichen Einnahmen der, der Etatsaufstcllung vorhergehenden letzten zwölf Kalendermonate als Anhalt zu nehmen. ' .
Die Debatte wurde durch den Regierungs-„Kom_1mffar1us Geheimen Oder-Baurath WetShaupt wie folgt eingeleitet:
Ich bitte um die Erlaubniß, den Etat dcr Eisenbahnverwaltung mit einigen einleitenden Bemerkungen zu begleiten. Zunächst möchte ich hervorheben, daß der preußische Staat am Schluß dieses Jahres über ein Eisenbahnnetz von 1360 Meilen mit einer Bruttoemnahme von 92 Millionen gebieten wird. Weitere 526 Meilen find in Bart, resp. im Bau so weit vorbereitet, daß bi1mcn4 bis 5 Iahrensdic Längcnausdehnung der Eisenbahnen etwa 18 bis 19 hundert. Meilen betragenwird, abgesehenvon dannsthliisscn an Gruben, Fabriken und sonstige gewerbliche Etabliffemcnts. ,
Wenn auch alsdann noch nicht die Wünsche 6111er Ortciuid" Kreise erfiiklt sein Werden, welche den Gewinn einer Eisenbahn f'ursemc Lebensfragc erklären, so wird doch schon viel erreicht, ciner gedeihlichen Entwickelung der natürlichen Hülquuellen des Landes der Weg nach allen Richtungen geebnet sein. _ „ „
Mit chugthunng darf ferner aus das Steigen ,der Emnahmen hingewiesen werden. Von 75,000 Thlr. pro Me11_e 1111 Durchschnitt des Jahres 1865 haben sick) dieselben gehoben aut 77,000 MM. 1111 Jahre 1866 und auf 78,800 Thlr. im Jahre 1867 1111d1rcrden im laufenden Jahre 80,000 Thlr. erreichen, gegen 86,000 Thlr. m England und etwa 88,000 Thlr. in Frankreich. , , „
Jm verhältnißmäßig größeren Maße smd allerdings die Aris- ggbcn gestiegen, so daß, wenn auch nur vorübergehend, die Rentabili- tat, der Eisenbahnen augenblicklich cinen retrograden (Hang. mmmt. Während das gesammte in Eisenbahnen anqelcgtc Kapitalkim ng)rc 1865 fich noch mit 6 pCt. verzinste _ abgetchen vvnsden Zuschussen aus iihernonnnencn Garantien _ so war dir) Renltc 1111
ahre 1866 nur noch 5Y pCt., im Jahre, 1867, “57 pCt. n diesen Ergebniffcn spiegelt fich deutlich die Wirkung der Qrmäßigung der Tarife und die Erhöhung der Anlagetapitalicn für Vermehrung der Betriebsmittel und Erweiterrmg der Gclcts- _und Stationsanlagcn. Mit der C'r111äßigung der Tarife 'ste1gt der Uznsang dchransporte, aber dchuwachs der Maffendecktnicht 1,1111nerkixnd ubdcrall den AquaU am Reingewinn pro Ccntner nebst der crhohten O_mslatt, dcr AUWkkäPitalien. Hieraus soll nun zwar kei11 Argument gegen dte medrtgen Urls? hergeleitet werden, dieselben sind für Rohprodykte sogar 11011)“ Wendig, Wenn die Eisenhahnen einen Wesentlichen Thett 1l)re_s gemein- UUBlgM Zweckes erfiillen sollen,“ innncrvin liegt in dicsrr Erschemung cmc “"NRW, die Ermäßigung der Tarife nieht zu uhcryturzen. Auch darf die Erscheinung nicht außer Acht gelamen werden bet *der Bem- LHUÜMI des vorlicqendenEtats, wcnn derselbe unt c111e11121„1rehrcrtraktc YM WM 200-000 Thlr. gegen 1868 abschließt, währezid der Gesamwt- ubersch11ß eine Million Weniger beträgt. Es liegt das chez: darin, “113 KW kazinsung und Tilgung der Eisendahnsrhulden ctwa 3/4 Millionen alcr mehr aufgewendet werden 111i'1sse11, als 1111 JahL'LPOL'Mkz km ck?- Welcbes einmal entstanden ist aus den AitIgaOcn fur nern An- agen und neue Bauten, die vorläufig noch unrentabel [ind- fur dk)? &"?tkkc dure!) AUSqahen zur Vermehrung der Betrrcbsnnttcl imd C1- " MMI dcr Sta'tionsanla en. „ „ Bctrachte11 wir uns 11311 dcn Etat etwas naher. Zunachst darf
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' ' “ ' , 9029 den „Häusern des Landtages baldigst “"en Gestßkntkpun“ 1115er die"'4'§“é“r';'“ UMlcyerr-wxéésit, daß “ou Möer-MtwmndtMe 1:11) r xmm' '
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der Einnahmen und Ausg.ah.en auch bei diese, wclche fich _bisher noch immer als bewährt erwie en haben.
Noch im Jghre 1867 betrug „der Mehrcrtrag der Reineinnahme etwa eme Million Thaler Ygen das etatsmäß'ige Soll. Für das laufende Jahr laßt sich 1116 5 estimmtheit der Abschluß noch nicht er- sehen. Der„crwarte_te krgfttgere Aufschwung des Verkehrs ist aus be- kannten _(Hrunden mcht eingetreten. Bei der Niederschlefisch-Märkischen Bahn wird der Ansatz 111chterrcichthrdem einmal ist die Konkurrenz neu eröffneter Stfreckct'i in ihren Wirkungen unterschäßt worden, wäh- rend der Hm utritt einer neuen Strecke der Schlefischen Gebirgsbahn in Folge de en, daß dre neuer) Gruben zum Anschluß an die Bahn noch nicht gelaxigt sind, _uberschaßt “wurden. Im Großen und Ganzen kann jedoch in Hinblick ajuf dte Erträgnisse der leßtverflossenen 10 Monate" tritt eixnger Bestimmtheit darauf gerechnet werden, daß das etatSwaßige Einnahme-Sou erreicht werde. Dank insbesondere der erheblichen Vermehrrmg der Einnahmen bei den han'növerschen Bahnen, wclche n„ach einer besseren Ausrüstung mit Betriebsmitteln und nach zweckmaßigerer Tarrsftcllung eine alle Erwartung über- treffendc Entwickelungs- und Ertragsfähigkeit erwiesen haben.
Die Einnahmen der Staatsbahnen find pro 1869 auf 32,157,000 Thlr. = 2,781,800 Thlr. höher als im Vorjahre, dtc „Ausgab'cn auf 19,214,800 Thlr. oder 2,462,000 Thlr. höher als 1111 Vorjahre berechnet worden. Dieses hohe Plus reduzirt steh auf die bescheidene „Summe von 1,219,Z00 Thlr. in den Einnahmen und 872-000 Thlr. m den Ausgaben, wenn in Betracht gezo en wird, dasz nn Etat pro 1869 nur die Nettoeinnahme dcs preußifsxchen An- thetls der Mam-Weserbahn ügurirt, Während in diesem ahre in Folge der an Preußen gefallenen Gesammtvcrwaltung der ahn die gesammten Bruttoemnashmcn und Ausgaben im Etat aufgeführt wor- den find. Die Staatseisenbahnen liefern hiernach einen Ertrag von 12,942,200 Thlr., nyr etwa 220,000 Thlr. mehr als pro 1868 an- genommen worden'ist. Hiervon find 10,189,700 Thlr. für Verzinsun und Tilgung dcr Eisenbahnschrtldc11 zu decken, wonächft ein UeberschuF verbleibt vori rund 2,94 Mtllionen Thlr. _ Die Bruttoeinnahmen 11011 Prwatxtsenhahrien, bei welchen der Staat betheiligt ift, näm- 11ch der Colr-Mmdener, der Oberschlrfischcn, dcr Bergisch-Mär- fischen und Star ardt-Posener Bahn beträgt 1,959,249 Thlr., die AuSggben 1,431, 1 Thlr., worunter allein 1,051,800 Thlr. Zins- zuschusse “auf übernommene Garantien. Beide Einnahmequellen aus den Qtaats- und (1le Privatbahnen liefern noch einen Ueberschuß vo_n 3,279,883 Thlr. Hiervon find die Kosten der Ccntralvcrwaltung mrt 115,417 Thlr. und die einmaligen außerordentlichen Arisgaben in gleicher Höhe wie im Jahre 1868 mit 729,954 Thlr. zu decken. Von lcizterer Summe kommen 150,000 Thlr. auf „den sog. DiEpofitions- fonds, 220,800 Thlr. auf die chhi'tlfr fiir die Rechte-Oderufcrbahn und deren Ausdehnung his zur russischen Grenze und 359,154 Thlr. auf Bahnhofserwcitcrungen und sonstige Meliorationen der älteren Strecken. Durch diese Posten im Betrage von 854,371Tl)lr.ver- mindert sich der Ueberschuß auf 2,434,481 Thlr. Derselbe bleibt, wie bereits erwähnt, wegen der wenigstens zum Theil noch unfruchtbaren Steigerung des Anlagekapitals der Staatsbahnen um 1,065,196 Thlr gegen das Vorjahr zurück. Ein Theil dieses Minderergebnisses wird nun wohl durch die Steigerung der Eisenbahnftcuer gedeckt werden. Aber auch abgesehen hiervon, so wird immerhin das berechnete Rc- sultat Angesichts der erheblichen Verkehrserleichterungen, die im Laufe der letzten Jahre stattgefunden haben, als ein befriedigendes bezeichnet werden können, wenn man bedenkt„daß die Staatseisenbahnen, welchc doch keine eigentliche Finanzquclle bilden sollen, fijch iiicht aklcin selbst erhalten, sondern auch die Zinsen imd Amortisation" tragen und außerdem crklcckliche Ueberschüffr an die Staatskasse, abfahren. _
Ich ersuche Sie, meine Herren, den Etat, ww er hier vorltegt, anzunehmen. ,
Es nahmen ferner das Wort die Abgg. von Venda, von Syhel , ])1'. Becker , Or: Hannnqrher.
Dcr Finanz-Minister, Freiherr vonder Heydt, 111111 der Handels - Minister, Graf von Ißenplty , griffen _ 111 die Debatte em. „ _ „
Die Generaldiskusswn wurde hierauf geschlosserx, nachdem ein von dem Abg. v. Hoverbeck zu dem oben erwahnten An- trag der Kommiffarien des Hanses gestellter Berbefferun s- antrag: statt der Schlußworte »alI Anhalt zu nehmena, ie Worte zu WM? „ersichtlich zu, maehe11« a11gen0mmen worden. An der SPezialdiSkussion betheiligien fick) die A1Jgg.1)1'.WehsklZ- [)1', Hanmmcher, Graf vonfRenard, 111: Adicked, 131: Dietze , Twesten, Gleim, Berger (Witten). Der HandelsFMWlstLk gklff zu wiederholten Malen in die Drskusswm em. Die. sammtlichcn Positionen wurden genehmigt. (Schluß des Blattes.)
Yöreckslenburg. Neu-Streliß, 14. Dezember. „Der Herzog Georg und dessen Gemahlin, die Herzogin Großfurstm Catharina von Rußland, nebst den Hochfrirstlichcti Kin- dern sind, wie dir »Nsir. Z'“ berichtet, gestern Mittag von hier ahgereist. Letztere kehren direkt 11ach-Rußlandxzuruck, wogegen der Herzog noch etwa acht Tage in Remplm zu verweilen JWYJÜU'M. Altenburg,16.Deze111ber. Die Großfiirstin Alexandra 1111t ihrem Sohne, dc11163r0ßfursten Wxattchcslgw, und die Prinzessin Therete haben gestern Altenburg verlanen, Um sich nach Stuttgart zn begehen. _ „* . ,
_ 17. Dezember. J11_ der heutigen Stimme!, „erledigte die Landschaft nach ZZfiÜndiger Bergthnng den Getetzentwnrf iibcr Aufhebimg des Konststormms 111 der „Haripttachr durch-
'*)( 7. B ().-174