1868 / 299 p. 7 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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aueh die innern Angelegenheiten des Schulwesens im Bereiche täten 5962 Studirende , also 700 mehr, und unter diesen Ware der Stadt anvertraut sind. Es ist das eine Institution, die 794 Ausländer , also einige neunzig mehr als 4 Iahre Vorbex so viele wirkliche Selbstverwaltung in sich trägt, als 18 nur Die Zahl der akademischen Lehrer betrug im Wintersnncstex' irgend der Fall sein kann, und ich rechne es meinen Herren 1861-1862 im Ganzen 530, 1111 Wintersemester von 1865 an Annsvorgängcrn zum Verdienst an, in deren Fußtapfen ich 1866 - 560, - Vermehrung um 30, also kein Rück 1111 darin getreten bin, daß sie die1e Institution der Schuldcputa- Vergleiche ich 111111 die beiden lexzten Iahre 1866 und 186 MY tionen, deren Existenz durch die neuere Städteordnung zeitweise Hinzunahme der dem preußischen Staate seitdem nen hinzun- gefährdetwar,aufrcchtcrhnlte11undnicnmls daran gcdachthaben, konnnenen 3 ).[11ive1'sitäten , Kiel, Marburg und Göttinge11,*so sich auf den Standpunkt der Verfassungsurkunde zurückzu- haben wir im Wintersemester von 1866 auf 1867 ziehen, sondern daß sie an dieser Stelle gerade den Artikel 112 auf diesen sä111111tliche11 Unwerfitäten 7469 Studirende als Waffe benußt haben, um diese Erweiterung des Selbst- und darunter 848 AuZländer, und ein Jahr später, verWaltungsrcchts über das Maß der Vcrfaffungsurkunde hin- im Wintersemester 1867 auf 1868 7500 Studirendc, und dar- aus gegen eine strikte Anwendung der Verfaffungsurkunde 311 nnter 1013 Ausländer. Die Zahl der Llusländer ist, obgleich wahren. Es ist von Seiten des U11terrichts-Miniftcriums d1e seitdem der Begriff des Außlandcs sich für uns in Preußen ortdauer dcr Rechtsbeständigkeit diescr Verfügung vom verengert hatte, troßdcm von 848 auf 1013 gestiegen. Ich 6. Iuni 1811 auf das Entschiedcnfte festgehalten worden, ob- glaube, gerade darin einen Beweis finden zu müssen, daß das

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nicht von Geiftxichen, sondern von Schulmännern und Fach ' , ' ' n , " tra t . * v - "ZMMÜY ÖZZLL'Z'gYLZYH FilsexfcdeZ DMW?" von. GM» SchtlÉoFeJieYaFYd [ZF RÖW 'nnttleren Instanz dle Provinzial“ ?ierarchnche Element soll in' die SchulkouesP-Wsch konfcffwnxlb stanz dicSchulvorsiände ZZÖxeergen'und M de?“ unterste" I"" S“" dadurch hinein" habe. Ich möchte doch Sitten (FitchnltérsYYe MZ“ ge'sxwéen

/ zuwe1 en m-

treten, "daß zu gleicher Zeit die Mitglieder der * ' * - . Schulrathe , Mltgl1edcr dcs Schulkoüegiums fiYMUmgW“ die ftchkllch der Organisation, die sich hier finden sollen,

Es steht aber_cbxnso wenig geschrieben da" ' ., * " der RegtexungGexstltchc sem müffcn, und (mtc? 1?le DFYÉYRL räthen, Hle xvtr 1n„d1cfcm Augenblicke hier im Hause haben- [my zwe1,N1chtge1stl1che. W1e'als0 dadurch ein spezifisch konF fesßonell-h1erarchtsches Element m die Schulkollegien hineinkom- men sOU, daß nb und zu d1e Schulräthe zu einer Sißung 111 das Schulkollegmnxberufen wexdc11, vermag ich nicht zu schen Es kmnmt ferner hmzn, paß d1e Mitwirkung der chierun sL Schulrathe 1111 Schulkollegunn nur den Zweck hat, Angels ?n- heiten des Volksschulwesens, msoweit beide Behörden, die Yie-

Der Herr Abgeordnete wünscht f ' _, erner da ' “- plan der hoheren Schulen so eingerichtet 1vc,rde,ßdc?§rk]1xjr1tÖcmM-I,

wenn er die Anstalt verläßt, mit der al] ' ' ' " , emcmen Bl

FLTÉesbczxtstäxxdüstfxrstéw (YerlMgmxgdséitÉes besonderelndULTegrleus-r. , . , ge (1 c daß eit ein' ' 31..?.211§2;§111.chInYM.“ 111“ 1.1„,Z.«.h€,„.„,ch§x§ M hat dabechhauptnngcn ein * ' : gennn ext haben und er , ' _ , gcnnscht d1e t[1t ' ' ' W?WWZM 5x bc1spxelswx1se sngt, dns; derckQK1s1ckF11le1iné1xiexlé1Frg (; , 16 Schuler agypttsch lernen. Das ist niemals vor-

gleich sie ein bloßes Ministerialrcskript ist, und es ist ihr ge- lungen, die Anerkennung derselben auch auf Seiten der Kom- munalverwaltung zu erhalten.

Der Herr Abg. Karsten hat in seinem Vortrage » und zum Theil ist es auch von dem Herrn Abg. Lasker geschehen- einen Rückblick geworfen auf die Schulregulative. Meine Herren, es ist über diesen Gegenstand a11ch so viel geredet wor- den , und zum großen Theil so wenig mit bestimmter Sach- kenntniß , daß ich einige wenige Worte doch auch deLHalb an- führen muß.

In dem, was in dieser D1skuss10n zur Sprache gekommen ist, habe ich eigentlich nur zwci Argumente gehört, die diesen Schulregulativen zum Vorwurf gemacht worden sind. Das eine ist , daß in dem einen derselben der Ausdruck vorkommt: »Die sogenannten Klasfiker zu lesen, solle den Seminarißen nicht gestattet sein«, und der andere Vorwurf: sodaß die Dezi- malrechnung nicht getrieben werde auf den Seminariena. Ia, meine Herren , das sind beides Vorwürfe, die auf einem über- wundenen Standpunkt stehen , denn das Haus wird sich erin- nern, wenigstens die Mitglieder, die eine längere parlamen- tarische Erfahrung für sich haben, daß im Iahre 1859 oder 1860 Über die Regulative hier im Hause eine a116führlicheVer= handlung stattgefunden hat, daß mein Herr Annsvorgänger 111 eine DiSkusfion hierüber mit dem Hause und der Kommission desselben eingetreten ist und daß das Haus oder die Konnniffion - ich weis; es in diesem Augen blick nicht genau -* die Punkte be- zeichnet hat, in welchen eine matcriekle Verbesserung der Regu- lative wünschenSwerth sei, und daß endlich mein Herr Amts- vorgänger diese Punkte aufgehoben und remedirt hat. Zu diesen vor 10 Iahrcn rcmcdirten Punkten gehören die beiden heute genannten. Der Herr Abg. Lasker hat es mit vollkommen sachgemäßer Richtigkeit anerkannt, daß"1n dcm Punkte der Klassiker Remedur eingetreten sei, aber sie ist ebenso eingetreten auf dem Gebiete der Dezimalrechnung.

Zum Schluß habe ich noch ein Faktum zu berichtigen, welches in der Rede deZHerrn Abg. Karsten vorgekommen ist, indem er behauptet, der verstorbeneProfeffor Barth sei erst, nachdem ein Ruf nach Icna an ihn ergangen sei, zum Professor ernannt worden. Die Sache verhält sich nicht so. Der verstorbene Professor Dr. Barth wurde, nachdem er seine große Reise voll- endet hatte, von Sr. Majesiät dcm hochseligen Könige mit der größten Munifizenz hier empfangen,“ cs wurde ihm ein anschn- 11ches Iahrgehalt ausgescßt, daß er hier als freier Gelehrter leben und die Herausgabe seines Reiscwerks vollenden könne. Dar- nach hat er seine Wirksamkeit bei der Universität als Privat- dozent gesucht , und nicht lange darnach - es ist im Anfang meinex amilichen Wirksamkeit gewesen - ist er, ohne die Ver- anlasmng eines Rufes nach außerhalb, zur Stellung eines außerordentlichen Profeffors befördert worden.

Ich möchte Hoch, da die DiSkusston an dieser Stelle wiederum den Charakter _emer Generaldebatte angenommen hat, und zur Beruhigung V1eler, denen der AuSspruch, daß es von Iahr zu Jahr mit demSchulwesen rückwärts gehe, aufs Herz fäUt, noch einige Zeugen anführen , Hic in ihrem objektiven Charakter - denn es sind Zahlen, sta t 1 st1sch c Zahlen - vielleicht am wenigsten der Polennk ausgeseytsein werden. Ich habcmir erlaubt, hier 111 der Kürze dieZahlenz11san1n1n1zustc11en,welche aufden dreiHaupt- gebieten des Unterrichtswesens, de111Un1Vers1'tc'it6wesen, dem höhe- ren Schulwesen Und dem Elnnentarschulwesen, sich in Zahlen aus- drücken lasen. Ich nehme dabei den Zeitpunkt vor dem Ein- tritte des gegenwärtigen Ministeriums, den Winter 1861 auf 1862, und den Zeitpunkt, wo diese Zahlenreihenx abschließen, das Iahr 1866 resp. 1867 , zur Vergleichung. .

Auf Hem Gebiete der U11iverfiiätSverwaltung befanden sich m der th nom 1. April 1861 “016 dahin 1862 nach demDurch- schmtt der [unden Semester, des Sommer- und Wintersemesters, ÄMGMJZU 5257 Stud1rende auf den damaligen 6 preußischen Lln1vers1taten,"und unter MUM 5257 waren 701 Ausländer. V1er Iahre spater befanden fich auf den preußischen Universi-

Vertrauen auf den wissc11schaftlichenGeist in Preußen und auf die Leitung des Unterrichtswesens nicht abgenommen hat. Die nhl der akademischen Lehrer betrug 111 dem früheren Jahre 69 ,' sie ist 111 dem einen Iahre von 1866-67 auf 788 gestiegen hat sich also um 19 vermehrt. ' Ich rede; 1th von den höheren Lehranstalten. Unter diesen Namen fasxe 1ch zusannncn: Gynmasien , Progynmasten, Rcalschulcn erster Ordnung , Realschulen zweiter Ord- nung und diejenigen Bürgerschulcn , welche mit Berech- tigungen für ihre Abgangszeugniffe versehen sind. Die Zahl dieser Schulen war im Winter 1861 bis 1862 232,“ im Wintersemester 1866-67 ist sie 269 gejvesen, (1110 37 mehr. Die Zahl der ordentlichcn Lehrer an diesenAn. stalten bctrugin der er en Periode 2059,“ in der andern Periode 2571. Ich schalte ein , daß bei dieser Zahl nur die Lehranstalten 111 den alten Provinzen einbcgriffcn sind,“ für die neuen Pro- vmzcn liegen die Zahlen noch nicht in derjenigen Voklständigkeitvor, daß eine Vergleichung zwischen den beiden Absch11itten111öglich werden konnte. Die Zahl der Schüler in allen diesen Anstalten, inkl. der mit den Anstalten verbundenenVorschulen, betrug im Winter 1861 auf 1862: 68,817 ,' sie betr11g11nWi11ter1866 auf 1867: 82,732. Bedenken Sie dabei, daß ineinenWor Kur em erschienenen Werke von dem bekannten englischen Gelehrten 5 rnold, der sich Über das Schulwesen auf dem Kontinent genau informirt hat, angeführt is?, das; in Frankrsicl), dcffcn Seelcnzahl beinahe dop- Pe1t so groß ist, als der Umfang der pre11ß1schcn Monarchie, ww er damals bestand, die Zahl der Schüler, wclche höhereLehr- anstalten besuchten, sich nur auf 40,000 beläuft, während wir die Zahl82,000haben, und daß in England die Zahl derSchÜler, welche Anstalten dex höheren Kategorien besuchen, von demselben Schrift- steller auf 111chtthöher als etwas über 15,000 angegeben wird- Ich glaube, meme Herren, diesen Thatsachen gegenüber ist es nnt der Sorge dcs Rückganges unseres Schulwesens doch nicht so Übel bestellt, wie der Angriff es behauptet. Auf dem Gebiete des Ele1ncntar-Schulwcscns betrug d1e Zahl der Schulen am Ende des Jahres 1861: 24,763,“ am _Ende des Jahres 1864: 25,477. Die Zahl der Klasen war geshegen von 36,783 auf 38,629. Die Zahl der Lehrer und Lehrcrmnen war Ende 1861 35,372, Ende 1864 38,266. Ich bedaun, d'aß ich mit dem Jahre 1864 abschließen muß, weil die dre11ahnße Perwde, in denen die statistischen Tabellen zusammen estet werden, erst ]“th wieder, mit dem Schluß des Jahres 186 , zum Ablauf gekommen ist und die Berichte erst eingehen und zu- sammengestellt werden müssen. Die Gesammtsumme der Lehrergehalte betrug 1m erßen Iahre 7,449,224, im zweiten Iahre 8,042,237 Thlr., also eme Vermehrung um mehr als eine halbe Million.

M K Dem Abg. [)1'.Virchow erwiderte der Minister Dr. von 11 er: * Der Herr Abg. Virchow hat sich in seiner Rede über dns Sch11lwesen nach verschieQenen Seiten hin verbreitxt, und W wiirde über das, was er gesagt hat, kein Wort nerl1ere11,„wenn ich es lediglich als einen AuÖdruck seiner persö11l1chen Mnnuyg ansehen könnte. Da er aber das, was er gesagt hak- als SM" punkt benußt, um Angriffe gegen die Verwaltung des M1n1ste- riums darauf zu gründen, und da ich leider befürchten muß, daß das, was er sagt, wenn es unwidersprochen bliebe) zur Verwwrng Vieler beitragen könnte, so halte ich es für meme Pfl1chk1 wenn- gleick) ich dem Hause nochmals eine längere Geduld zumuthe" muß, darauf näher einzugehen, nnd die Sachunkenntmß Uk) Widersprüche nachzuweisen, in denen der Herr Abgeordnete Ü bewegt. , , o- Der Schwerpunkt seiner Ausführungen 1st , „daß d1e Ptrr- vinzial-Schulkollegien , welchen die Leitung des höheren 11an richtswesens in den Provinzen anvertraut , an ?"" spezifisch konfessionell-hicrarchische Wmse zufammcngcseßh Mer. Nun ist aber in sämmtlichen S ulkollegien knn exnzl? Geistlicher, so viel mir in diesem ugenblicke er1nn€rllch 1115 Das ganze höhere Unterrichtswesen in den Schulkolleglen w

IWW dem Bezirksschulrath, in der untersten IUstUUz dem

FLY ahxe 1817, wir haben bei uns in der obersten Instanz Tunstermm mit der Leitung des Volksschulwesens beauf-

jerung und dns Schulkoklegium, dabei bet eiii '

?neinsamen"Prxnzlvletx zu ordnen, daß (1th YieÜZYtLMUJeg- der Schulxatbe 111 Bez1ehung auf die höheren Lehranstalten und deren Le1tung 1111 SchulkoUegmm nicht eintritt. aher auch so,„so 1|s d1ese E111richtung, wie sie hier angegriffen nnrd, n1cht cms, d1„e der gegenwärtigen Regierung zur Last fallt, snndern ste fallt dern Mmisterium Altenstein zur “ast welches 1111 Jahre 1817 durch d1e Regierungs-Instruktion u11171111 Jahre,1825 d1trch d1e„2[ba11derung und Verbesserung der älte- ren d1cs_e E111r1chtung ms Leben gerufen hat. Der Herr Abgeord- nete, wunscbt 1111d1111tRecht, daß in diesen Dingen nicht nach per- sönltchem Vel1ebcn, mcht nach augenblicklichen Einfällen son- dem nach Gesxxz vxrfahren werde. Hier liegt aber GcscZZ vor und ex kann fich 111cht_ bcklnagcn, wenn nach dem Gefeß versah: ren wwd. Ex 1|,w_c1tcr ubergcgangen auf die Schulvisitatio- nen, wclche 1n h1es1gcr Stadt 111 Bezug auf ein unter städti- schem Patronate stehendes Gymnasium, wenn ich nicht irre, in d1esen Tagen ' stattgefunden hat oder stattfinden soll, und hat auch d1eses w1e,der_ untex dcn Gesichtspunkt eines Einfach oder emer Impromsatwn, 1ch wc1ß nicht, welchen AuZdruck er ge- braucht hat, gestellt. A'berfauch hier liegt wiederum ein Geseß vor. D1e 11011 Sr.„Ma]§-st«1t pem Könige Fricdricky Wilhcl1111l1. vollzogene I11s1rukt1on fur d1e,Gcncral-Supcrintcndenten vom Mm 1829 zvctst d1e Veaufs1cht1gu11g des religiösen Theils dcs Unterncbts 111 den Gynnmftcn und höheren Lehranstalten aus- d'ruckl1ch „den General-Supemntendcnten zu, und dicseBcaufsich- ttgéung d1esxs The1ls_des Unterrichts ist von jeher, vom Jahre 1829 nb [318 heute, 111 allen Provinzen und von allen General- Supenntendentxn geubt wnrden, wenngleich von dem Einen _- 1nsowe1t xr1tt_d1e Person em _ in einem häufigeren, von dem Anderen 1n e1nen1 nnndercn Umfange, weil die Gcnernl-Snpcr- mtendenten anßer diesem Einen noch viele andere wich- tige und Zen ranbende Geschäfte haben. Aber geübt worden 1st ste, auch hier „111 Berlin, und zwar auf Grund des Geseßcs. Ich sehe also mcht cm, wie in dcr ).[ebun cincr sol- chen sen dcm Iahrx 1829 111 Ancrkennunq stehenden Hinrichtung em spez1f1sch konfesfioneU-h1erarch'1sches Bestreben der gegenwärti- gen Yegwrung gefunden werden kann.

er“ Herr Abgeordnete weist auf die österreichische Gée - ßebung 1n1 Schulwesen hm, "er hat mehrere Paragraphen Ze?- 1513111111 YFMelTsen Utzdscs f1Ö1rdei1t1en großen Irrthum erklärt,

meme, a wa or 6 t ci 111 11118

50 Jahren dagewesen. , ft h, s f schon vor

Es ist aber doch so. Ich will seinen Anfü run en ol en Der §._1 des von ihm citirtcn Geschs sagt, hdaß "?das fSekixyul- Fksxn 111 der ganzen Monnrchic unter der Leitung der Staats- ehörde stehe. So ungefähr lautete das Citat. Nun, meine Herren, d1esxn selben Gedanken und AuZdruck können Sie bereits Tm AUge111c1nen_La11drecht finden, welches vor 74 Iakyren er- ?vffxn worden 1st, also vor noch länger als 50 Iahrcn. Der 21 ?tteParngraph, auf den er hinweist, sagt, daß der Reli 10:18- den erncht m den Volkssch111en und 111 den höheren Lchran kalten [0111 Kirche und den Rel1g1onsgcscllschafte11 Überwicscn jvcrdcn hö. Desen selben Gednnken finden Sie 111Be1ehung auf das Ghere xlnterr1c_1)tswcscn 111 der eben citirtenIn ruktion für die lickßneral-Supertntendenten vom Iahre 1829, welche ja den kirch- el'en Orga_ne11,den1 General-Snperintcndenten, auf der evan- Zölschen Se1tc d1e Beaufstchtigung dcs Religionsunterrichts in den lisbern Lehranstaltenezuwelst. Aehnliches gilt auch auf der katho- A2? Sette. In Bezwhung auf das VolkSschulwcsen aber sagt der ijdel 24 unfexex Verfassungsurknnde ganz daffclbe. Der w-a dcs öfterrc1ch1schen Geseyes - ich citirc nur nach dem, die der Herr Ab eordncte vorgetragen hat - bestimmt, daß in d ettung und ufsicht der Volksschulen übertragen seln solle er obersten Instanz dem Landesschulrath, 111 der m1ttleren

Wä're dem

Ulrath, Wir haben dicselchrganisation, und zwar seit

geschrieben worden.

Die Klage, der ich begegnet bin in Be ' ' , . 1el11 - ZWthY szßckemda-ZZ Unternchts inddcn ht'ZheZc111mAc11111thc1lYe11,aiust 'zu wemg in en Schulen leh d d das Maß, der al1geme1nen Vildun ' re 1111 . , , , g 11 en em ' = dem es 1ft 1111 Gegenthetl d1e Klage,zdaß 1g11a11 YFrIczitt sxxßes'on

Man fordere zu viel und olle d dexnde „herabseßen. Diese Stimme sist m(i1rs Zloln FFT- n11l1e11vatcr11, von Schulmännern, von Gelehrten ent- gegengetragen worden. Die Schwierigkeit liegt nur darin: 119,0 syll man anfangen? Verringern wir die Anforderungen fnr dte 111athe1nat1sch1711 und, 11at11rwiffcnschaftlichen Studien so w11d xs als eme spez1s1sch h1crarchische Tendenz ausgelegt* séßcn 1v11'f11r das Stndmm der alten Sprachen, der griechischén und latennschken Klasszkcr, die Forderungen herab, so sind wir Bar- baren, d1e wn' dle Grundlagen unserer klassischen Bildung ver- laffcn. 'Es habensehr ernste und erfahrene Männer im Schul- wesen s1ch 1111t,d1eyer Frage beschäftigt, ohne eine sichere Lösung [us 1th zu fmden , und ich würde dem Herrn Abgeordneten sehr dankbar_ sem , wenn _er mir Über d1csélbe, welche in der That pon e_111er gxoßen Wichtigkeit und weittragenden Bedeu- tung, 1|,'e111e11 wnklrch praktischen und ausführbaren Rath erthmlen könnte, 11011) aber sehe ich 161111icht. Ich will nicht der Zukunft yorgrnfen , aber einen Gedanken. der an mich hernngetreten _1st, W111 ich doch aussprechen, Ob sich nicht die wencre E11t1131ckel1111gn11seres höheren Schulwesens dahin zu r1chten habe, daß _d1e emzelnen Anstalten sich mehr individuali- stren; In gx1v1s1er Beziehung ist dieses 'ja bereits durch die Schndnng zwnchen Gymnasicn und Realschulen geschehen. Es könnte aber v1eUe1cht noch weiter in der Art geschehen, daß einzelne Kategorien von Schulen oder selbst einzelne Schulen bei Fest- haltnng e1ncs_gew1ffe11 Maßes allgemeiner Bildung doch wieder nach c1ner ge1v1ssez1Se1te hin cine größere Vertiefung fich zur Auf- gabe stcl1e11. Es konnte vielleicht bei der einen Schule das Studium des Latetntschen, [161 der andern das des Griechischen, bei der dritten dns 13er Naturw1ffenschast und Mathenmtik, bei der vierten 111611e1cht das der neueren Sprachen mehr in den Vordergrund treten, 11atur11ch ohne d1e Uebung und Unterweisung auf diese Punkte zu beschranken, melnwhr unter Festhaltung eines unerläßlichen Maßes von Gcsa111mtb1ldung. Dix1e111 Gedanken liegt die Auffaffung zum (qunde, dnß das 1ugcndl1che Gemüth großer, bis 111 alle Einzel- hctten hmnn ausgestalteter Objekte bedarf, um daran zu wachsen und, daß n1cht d1e ,Flachheit Und die Breite, sondern die Tiefe a_llc1n den ]ugendltchen Charakter bildet. Aber das find Fragen, dle 1ch h1er nur bexühre, um anzudeuten, daß sie sich doch nicht so cmfach nnt'wemgen leichten Redensarten abmachen lassen. Man memt, d1ese Fragen sollen durch ein Untcrrichtsgescy ge- löst Werden. Txauen wir es uns denn aber zu, 111 der Zu- sa1n111ense§ung, 111 welcher die großen lcgiZlativen Körperschaften geb1ldet stnd und „nicht anders gebildet werden können, solxhe spxz1f1sch -tcchn1sche Fragen wirklich lösen zu können? Wurde d1ese Lösung „eme andere sein als ein diktatorisches »So soU es se1n!« ohne dte Gewißheit, daß Ach, worauf die innere Bedeutung der Frage beruht, im vollsten und richtigen Maße zur Anerkennung gekonnnen ist? Es ist leicht, durch die Geseß- gebung diktatomfcbe AuSsprüchc zu thun, aber es ist Unendlich schwer, wenn es sich um das geistige Gebiet handelt, mit einer solchen Diktatur _ mag sie nun von absoluten Regie- rungen , von Parlmnentarischen Versammlungen oder von wem sonst ausgehen, es ist außerordentlich schwer, damit dem chen auch wirklich Frucht und Heilung zuzuführen. Ick glaube, wenn wir auf die Versuche und Arbeiten zurück- blicken, die die Geseßgcbungen verschiedener Staaten und Län- der d11rchgen1acht haben, so müssen wir uns sagen, daß auf dem Gebiete des ).[nterrlchtswesens eine sehr große Zurückhal- tung beobachtet werden muß, und daß der bloße Erlaß eines Geches noch keineswegs die Früchte verbürgt, die man davon erwartet. Man erwartet von dm1U11terrichtsgeseß, daß es wie

ein Zauberw'oxt in die Welt treten, alle Schwierigkeiten auf emma! besemgen solle. Ia, meme: Herren, mögen Sie