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- In der Schlußberathung iiber den Etat des landwirth- schaftlichen Ministerimns gab der Minister fiir die landw_1rth- schaftlichcn Atigrlrgcnhciten v 01) Selchow zu der. Position »50,000 Thlr. fiir den Bau cines landwrrihschafilichcn Mu- seumsa folgende Ausklinft; ' '
Ick habs nur mit einigen wenigen Worten das Hohe Haus bittrn wdlicn, den ersten Antrag anzunehmrn, und die 50,000 Thlr. für den Bau eines Museums zu bewilligen. Die Griinde dafiir hat eben der Hr.2lbg.v.Bchr ausfuhrlich vorge- tragen. Ick erinnere nur noch an den im porigcn Jahre _gc- faßten Vcichius; dicses Hauses, der es dcrchrcrung zur Pflicht nmcbic, mit dem Bau vorzugehen. Es licgr nur 1th ob, hier Rechenschaft zu legen dariiber, was die Regierung gethan hqi, um Jhrrm Beschluss nachzukmnmcn. Der Beschluss selbst ist verlrirn. Diechicrung hat, nachdem er rrcthkräftig geworden ist, sofort eine ichon friiher aus bewährten FaÖrrränmrrr grdildctc, wg. Muicumskdnnniision einberufen und mit dieser Überlegt, erstens: wriche Gegenstände ioUrn in diesem Museum aufgestellt wcrden? zweitens: nach welchem System kam) die Aufstellung erfolgen? Und drittens: welches Raumbediirfmß er- wächst dadiirch? Das Raumbrdiirfnis; fiir die Lehranstalt war sehr leicht zu bcmrffcn, es handelte sich also nur um das Muiriim. Dir Hrrrrn haben nach gründlichen Berathschlagringrn dcn Bcschluß gefaßt, ein Projekt aufzustelirn, das womöglich einige Z0-40,000 Quadratsus; Raum geswahre. „Um das Haus in dicLage zu vrrscyrn, dicseZahl gehörig zu wurdigen, glaubx ich darauf hinweisen zu diirfen, daß das gegrziwärtig gemrethete Lokal nur 6600 Quadratsuß fiir die Auntellung mißbarcn Ramm gewährt. , ,
Daraus ist ein gut durchbildcter und tüchtiger Bau- versiändigcr auf Reisen geschickt worden,“ rr hat'die großen Museen Europas gesehen und seine Aufmerksamkeit besonders nach der Riwtung hin gelenkt , wie, ohne die Zwecke chr Auf- strUimg zu beschränken, die Anwendung einer verstandigen Ornamentik möglich sei. Nach seiner Rückkehr hat er Skizzen entworfen. Diese Skiz cn sind der Kommission vorgelegt wor- drn und man hat sich ?chlirßlich iibcr dasjenige Pro1ekt geeinigt, wrlrrcs zunächst in großen Zeichnungen ausgefiihrt und sodann auf den Trick) des Hauses niedergelegt ist. Dieses Projekt um- faßt fiir die erste Arifsieilung der eigentlichen Museumsgrgrn- stäude dcn Flächrnraum von 30,000 Qimdraifuß, es hat 0er eine sOlÖL Elastizität in sich, daß, wenn verschiedene Räuinr, die einstweilen noch anderwcit [*cnuxzt wcrden iolirn, fiir ]cnc Zwecke disponibcl gemacht werden, es mehr als 50,000 Oua- dratfuß Aufstcilrmgkfläckir bietet. Nachdem dies Projekt neu aufgestellt war, hat die Regierung sich nach greignetrn Lokali- täten umgesehen. Kaufen konnte sie noch keine Grund- stiick'c, dazu war ja noch kein Geld vorhanden,“ daher konnte sie mir ein fiskalischcs Grundstück ins Auge fassen, Das hat sie gethan und sie hat ihr Augenmerk auf das vorhin genannte fiskalische Grundstück gerichtet, das friiher dcr Artilleriewerkstatt gehörte, welche in Berlin 11icht mehr rxistirt , sondern nach Spandau verlegt ist. Also dies Grundstück wurde für die Er- richtung cinrs landwirthschastlichcn Museums nebst Lehranstalt in Aussicht genommen.
Wenn die Frage nun angeregt worden ist, ob außer den 280,000 Thlrn., die der Bau dieses großen Gebäudesvoraus- sichtlich kosten würde, noch der Grund und Boden bezahlt wer- den solle , so bin ich nicht in der Lage, darauf heute eine be- ßimmtr Antwort geben zu können, weil das Grrmdstiick nicht zu meinem Ministerium gehört und weil der Plan , "dies Grmrdsiiick zu bcnußen, in demselben Augenblick auftauchte, als dieses Haus zuiammcntrat und weil gleich bei der ersten Bcrathung des Hauses der Beschluß gefaßt wurde , die 50,000 Thaler, die zum Bau gefordert wurdcn , nicht zu bewilligen, mir also in jeder Beziehung die Gelegenheit fehlte, den Plan weiter zu verfolgen. Daß aber , wenn für dieses Grundstück wirklich irgend ein Preis gefordert werden sollte, die Zahlung dcffrlbcn unter allen Umständen nicht von der ersten, _jcizt von der Regierung mit 50,000 Thlr. geforderten Rate geleistet werden kann, diese Erklärung will ich gern hier abgeben. Es wiirde dann erst bei der Forderung der zweiten Rate die Frage an das Haus herantreten und das Haus würde dann Gelegenheit haben, die Vcwiiligung auszu- sprechen oder zu versagen. Wird das Grundsriick, welches andere fiskaliicbe Instanzen gleichzeitig zu erlangen wünschen, iiicht disponibrl gestellt zu dcm von mir intciidirtcn Zweck, so bleiben "mir die 50,000 Thlr. disponibcl, um sofort ein Privat- grundstuck kaufen zu können. Wird das Grundstück aber dis- pombcl geficUt, so kann in diesem Jahre mit dem Bau sofort begonnen werden.
Das ist die, klare, einfache Sachlage und es ist der Regie- rung nirnmls rmgefailcn, irgend eine Täuschung oder Jrrclei- tun des Hauses zu beabsichtich, sondern sie ist von der Vor- ausixeßimg ausgegangen, daß dieses Grundstück einem andern
Fiskus entbehrlich geworden, und für diesen Zweck hergegeben werden könne. Sollte Geld dafür erlangt werden, so wird die Forderung im nächsten Jahre an Sie herantreten, Sie können sic dann genehmigen odcr verwerfen,“ aber heute handelt es fich um 50,000 Thlr., dir, ich wiederhole es, fiir den Zweck einer Zahlung an den FiSkus nicht verwendet werden sollen.
Von den bcidanntréigrn, die uns vorliegen, habe ich mich noch iiber den zweiten auszusprechen, iiber den sogenannten eventuellen Antrag. Ich bin ausdrücklich „von, der Staats. regierung beauftragt, hier zu erklären, daß ste diesem Antrage, so gut er gewiß gemeint ist, aus prinzipiellen Griinden Nicht bcitrricn könnt', denn der Antrag geht darmif hin, eme hier ab- gesetzte, also im Etat gar nicht mehr exifiirrnde Summe, an einer andern Steile wieder erschcinen zu lasen und die Staats. regierung hat den Beschluß gefaßt, auf einen solchen Antrag nicht einzugehen.
- Ueber das erwähnte Grundstück der Artilleriewerksiätten machte hierauf drr Rogierungs=Kommissar, Gch. Ober-Finanz. Rath Moelle , in Anknüpfung an die Aeußerungen des Abg. v. Unruh, folgende Mittheilung:
Meine Herren! Das Sachverhältniß in Bezug auf das Artillerie- Grundsiiick in Berlin ist etwas anders, als es der geehrte Herr Vor. rcdncr eben geschildert hat. Es ist richtig, daß im Jahre 1866 400,000 Thaler und im Jahre 1867 300000 Thaler zum Bau des Wrrkstattgrbäudcs in Spandau auf den Etat gebracht worden find und daß gleichzeitig dieselben Summen, die aus dem Erlös fiir den Verkauf des alten Gebäudes gedeckt werden sollen, in Einnahme ge. stellt worden find. Nun trifft aber die Annahme nicht zu, daß der Herr Kriegs-Miniürr auf dicse 700,000 Thaler Anspruch habe. Die 700,000 Thaler smd aus dem Fonds der allgemeinen Finanzverwal. tung gegeben und sehen bei diesem Fonds in Solleinnahme. Wird das Grundstück Verkauft und geht das Geld ein, so wird für Rech. nung der allgemeinen Finanzverwaltung die Summe von 700,000 Thalcrn vereinnahmt,“ wird Seitens des Staates iiber das Grund- stück anderweitig zu StaatSzwcckrn disponirt, so geht die Einnahme nicht ein, die Summe wird von der Solleinnahme abgeseßt und da- mit ist die Sache" erledigt.
Verkehrs - Anstalten.
- Die «Zeitung des Vereins deutscher Eisesnbahn- Verwaltungen- Nr. 3 enthält einen Aufsaiz iiber den [ondoner Eisenbahnverkehr.
London, 13. Januar. Eine Anzahl hiesiger Kaufleute hat dem Premierminister einc Denkschrift iibcrrcicht- in welcher die Aufmerksamkeit desselben auf die PofiVrrbindung mit New-York gelenkt und natb- gewiesen wird, daß das Geschäft mit Amerika durch Auflösung des Vertrages der Postbehördr mit der k) schen Gesellschaft stark geschädigtwcrde. Die Denkschrift empfiehlt dringend die Wiederaufnahme des Kontraktcs zur Beförderung der Post an jedem Freitag Morgen; die (Hrwllschaft werde sich voraus- sichtlich unter günstigen Bedingungen hierzu verstehen, zumal fie für 1869 kontraktwcisc die Dienstagspost von Ncw-York übernommen habe.
Toleßkapbißobo "'ittet'nnxxsboriobto ?. 15. Januar.
Zt. Zar. Qbrc-M'smp. 11077 .. „ _ emeine 1113 Rt“ ?. [„.27. 111. ii.. „U. U, WWI“ UirFTlaanai-eit. 8 Varig ...... 336,7 " 43 - [Z., schwaeh. beäeckt, ließen. , ketsrgburg. 347,2 -- - 4,4 _ [80 , 8. stark. Schnee.
16. Januar.
11161100] . . . . 347,0] 10.1|- 7,0]“3,4[§0., stark. UöoissberZ 346,7 +9'61- 8,0,"3,8 Z0., 8, stark. Vauzjg ..... 344,8 +7,6,-- 2,3;+0,6 880., 8. stark. 0681111 ..... 342,6 +6,5„- 0,6 +1,9 80., stark. Stettin .... 342,5 +5,2-- 1,2,'+1,2 0.. stark.“ Putbus. . . . 340,1 +5 4 _ 0,2,+1,8;§0., stark. 801110 ..... 339.7 +3,7 - (),3„+1,7;0.. mässig. kossu ..... 339,9 +4,5 -- 1.4,+1,7 80, stark. Ratibor . . . 333,6 +Z.3 -- 3,3,+1,8 0., schwach. Zreslau . . . 330,4 +3,9,-- 2 2§+0,9 80., stark. Torgau . . . 337,2 +3,"1 -- 3,8?"i,2 0.. mäsziß. Münster . . . 337,3 +2,4 2,8;+3,5 07 , schwach. 00111 ...... 338,0 +2,9 2,9,+2,8'0., sehwaeh. 'krier ..... 333,0 "10,8 3,4'+4,1[§., sehwach. Flensburg ' 340,0 -- 0,7: --- 80., lebhaft. Zrüsse]. . . . 338.5
5.8 ZW., schwach. Uaparuuäa. 347.8 -- 2.7 ZW., mässig. Kiga 346,9
"11,6 80 , 2. stark. Ztockbobn. 347,2 - 0.1 080., schwach. Skurjesoäs . 341.4 1.2 080, frisch. (ZröninZeu . 339.8
1.8 0., schwach. [1814161' ..... 338,9 3,4 80., mässig. Uernösauä. 346.7 _ 0,3 I., mässiz. beäeekt. ()bristiana.. 341,0
3.6, Z., 2. stark. beiter, gewölnü-
1) (:"-ostern umi Uschis Zcbuee. 2) (Kesten: Jelineks, xestoru zbeyä Mimi 080. schwach, am 15. Max. + 1,3, Wo. ---0,3. ') KUW- 080. friseh.
beiter.
beiter. beäeckt. ') beäeekt. beäeckt. barogen. beäsckt.
triibe.
Schnee 1. (].Ucbt. beä., etw. Reik. 70111§ beiter. trübe.
trübe, Ke eu. trübe, arb ., lies. bewogen„
8. bewö]kt, lieg- beäeckt.
beiter. beäeckt.') heiter,“) beäeckt.
beiter,
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» „ihm etwas verschulden, wird aufgegeben, nichts an denfkid
207 Oeffentlicher Anzeiger.
SreXbriefe und Untersuchungs-Sachen.
Oeffentliche Vorladung. Gegen den Landwcbrmann Carl Schönbrunn aus Creuzburg a. S., zucht in Vetschau, ist auf Grund des §._110 des Strafgeseßbuchs „Wegen unerlaubter Auswanderung die Unteriuchung eröffnet. Zur, mundiichrn Verhandlung der Sache steht am 2, April 012, Vormittags 8 Uhr, in unserem Sißungszim- mer Nr.7 Termin an Angeklagter wird dazu mit der Aufforderung vorgeladrn, zurfestgcscßten Stunde zu erscheinen und die zu seiner Verthcidigung d_ie,nendcn Beweisnnttel mit zur Stelle zu bringen oder uns solche so zeitig vor, dem Termine anzuzeigen, daß sie noch dazu hcrbeigcschafft werden können. _ Im Falle seines Ansblribens wird mit der Untersuchung und Entscheidung der Sache in contumuojam Ver- fahren werden. Liibben, 7. Januar 1869.
Königliches Kreisgericht. 1. Abtheilung.
U
Konkurse, SubhasTtarionen, Aufgebote, Vorladungeu u. dergl. -
[170]„„ Kopfurs-Eröffnung. Königliches Kreisgericht zu iiterbogk, ]. Abtheilung, den 15.Januar1869, 3 achmittags 4 Uhr.
Ueber das ermögen des Fabrikbeftßers Carl Blume zu Iiiterbogk ist der kaufmanmsche Konkurs eröffnet und der Tag der Zahlungs-
einstellung auf den 7. November 1868, festgescßt wdrdew '
. Zuni einstweiligen Verwalter der Masse ist der Kaufmann C. E. Meiser hierseibft bestellt. Die Glaubtger des Gemeinschuldners werden aufgefordert, in dem
auf dcir 27.Januar 1869, Vormittags 11 Uhr, in unserm Grrichtsloial, Termmszimmcr Nr. .]1., vor dem Kommissar, Herrn Kreisxrchter Witte,. anberaumten Termin ihre Erklärungen und Vorschläge uber die Berbchqltung dieses Vchalters oder die Be- stellung eines anderen einstweiligen Verwalters abzugeben.
Allen, welche von „dem mecinschuldner etwas an Geld, Papieren oder anderen Sachen in Besiß odcr Gewahrsam haben, OZZY welcbe , “ "zuver- abfolgen oder zu zahlen, vielmehr von dem Befiß der Gegenstände
* - , bis zum 20. Februar 01'. einschließlich dem (Herr_cht oder dem Verwalter der Masse Anzeige zu machen und Alles, mit Vorbehalt ihrer etwaigen Rechte, cbendahin zur Kon-
“ kursmaffe abzuliefern. Pfandinhaber und andere mit denselben gleich-„
berechtigte Giäubiger des Gemeinschuldncrs haben von den in ihrem Basty befiizdlichen Pfandstiickcn nur Anzeige zu machen. Zugleich werden alle Dicjeni en, welche an die Maffe Ansprüche als„Konfi-erglaubigrr machen wo en, hierdurch aufgefordert, ihre An- ruchc, dieselben mögen bereits rechtshängig sein oder nicht, mit dem
P * Lafür verlangten Vorrecht
bis zum 20, Februar ar. einschließlich
- bei uns schriftlich oder zu Protokoll anzumelden und demnächst zur
Prüfung der sämmtlichen, innerhalb der gedachten Frist angemel-
deten Forderungen, sowre nach Befinden zur Besteilung des definitiven
Verwaltungspcrsonals
. . am 27. Februar 1869, Vormittags 11 Uhr,
111 unserm Gerichtslokal, Terminszimmer Nr. 11, vor dem genannten
Kommrffar zu erscheinen. Nach Abhaltung dieses Termins wird ge-
eigneten Falls mit der Verhandlung über den Akkord verfahren werden. Zugleich ist noch eine zweite Frist zur Anmeldung
viszumZ.Apri101-. einschließlich festgeseßt und zur Prüfung aller innerhalb derselben nach Ablauf der
_ ersten Frist angemeldeten Forderungen Termin
„ auf den 10. Aprii 1869, Vormittags 11 Uhr, in unserem Gerichtslokal, Terminszimmcr Nr. 11.- vor dem genannten Kommissar anberaumt. Zum Erscheinen in diesem Termine werden die Gläubiger aufgefordert, welche ihre Forderungen innerhalb einer der Fristen anmelden werden. _
Wer seine Anmeldung schriftlich einreicht , hat eine Abschrift
' derselben und ihrer Anlagen beizufügen,
Jeder Gläubiger, welcher nicht in unserm Amtsbezirke seinen Wohnstß hat, muß bei der Anmeldung seiner Forderung einen am htxsigen Orte wohnhaftcn oder zur Praxis bei uns berechtigten aus- Wariigezi Bevollmächtigten bestellen und zu den Akten anzeigen. Denjrnigen, welchen es hier an Bekanntschaft fehlt, werden die Rechts- Anwälte Oberdeck und Melike hier und 1)1'. Moßner in Luckenwalde zu Sachwaltern vorgescklagen.
[168] Bekanntmachun (Konkurs-Ordnung W. 123. 128, 148. 329,“ Konkurs-Eröff
a. nsir. §§. 11-13.) _, . nung. _ Königliches Kreisgericht zu Luckau. * Erste Abtheilung.
“Luckau ,den 14. Januar 1869, Nachmittags 4 Uhr. , Ueber das 5 crmiigen des Kaufmanns Wilhelm "Ahrens zu Kirch- hain ist der kaufmannische Konkurs eröffnet und der Tag der Zahlungs-
einftellung auf den 9. anuar 1869 festgeseßt ivochn. [ I Zum rin Wei igen Verwalter der Masse ist der Kaufmann Hülsen Ju Kirchham „bestellt. Die Gläubiger dcs Gemeinschuldncrs Werden aufirefordcrt, in dem auf
den 30. Januar d.J.,Vormittags11'7Uhr, vdr dcm Kommiffar, Herrn Kreisgerichts-Rath Handriak, im Termins- émrxner „Nr. 10, anhcraumtcn Termine ihre Erklärungen und Vor- chlage uber dir Bcihchaltung dicses Verwalters oder die Bestellung MWDYMW elixöstwciligrx Verwalters abzugeben.
„ . en , wc e von ranemcinschuidner etwas an Geld a- picrcn ddcr anderen Sachen in Brfiß odcr Gewahrsam haben „ (Yer welche ihm etwas vcr1chulden, wird aufgegeben, nichts an denselben ?_tu verabfolgen oder zu zahlen, Vielmehr von dem Befiße der Gegen-
ändc
„ bis zum 28. Februar 1869 ein' [ie li dem Gerichte oder dem „Verwalter der Masse Liiiécige ßzu Lachen, und Alles, mrt Vorbehalt ihrer etwaigen Rechte, ebendahin zur Konkurs- masse „abzuliefvern; Pfandmhabcr oder andere mit denselben gleich- berecht1gte_ Gigabiger des Gemeinschuldners haben von den in ihrem Bcsißc befindlichen Pfandstucken nur Anzeige zu machen.
Luckau, den 14. Januar 1869. Königliches Krengericht. 1. Abtheilung.
[172], . K_onkyrs-Eröffnung. Königliches Kreisgericht zu Osterode. Erste Abtheilung. Den 11. „Januar 1869, Vormittags ]] Uhr.
Ueber das Vcrmrigen des Kürschncrmeistcrs Paul Kozikowsfi zu Osterode ift'dcr g'cmeme Konkurs im abgekürzten Verfahren eröffnet.
Zum ernstmeiiigen zL„Zerrjvaltcr der Waffe isi der Rechtsanwalt Lange besiellt. Die Glaubiger des Gemeinschuldners werden auf- gefordert, 111 dem , anf deri 27. Januar «.:-., Vormittags 11 Uhr, in unserein'Grrrchtslokql, TerminSzimmer Nr. 1, vor dem Kommiffar, „'Hi'rrn, Kreisrichtcr„Meißen, anberaumten Termin die Erklärungen uberbihre Vorschlage znr Beste(lung des definitiven Verwalters ab- zugr en. *
_Allen, Welche von dem Gemeinéchuldner etwas an Geld, Papieren oder anderen Sachen in Very oder Gewahrsam haben, oder Welche ihm etwas verschulden, wird aufgegeben, nichts an den- selben z„u verasfolgen oder zu zahlen, vielmehr von dem Bess dcr Gegenstande bis zum 1. Februar 01'. einschließlich dem Gericht oder dem Verwalter der Muse Anzeige zu machen und Allesmit Vorbehalt, ihrer etwaigen Rechte ebendahin zur Konkursmaffe abzuliefern. Pfandnrhaber und andere mit denselben gleichberechtizte Gläubiger des Gemeinschuldners haben von den in ihrem Bcfiß Ze- findlichcn Pfandstiicken nur Anzeige zu machen.
Zugleich wcrden alle Diejenigen, welche an die Masse Lin- spriicde als Konkurs [äubiger machen wollen, hierdurch aufgefordert, ihre Ansprüche, dicZelbcn MYLU bereits rechtShänqig sein odcr nicht, mit dem dafür vrrlangten 5 orrccht bis zum 8. Februar (:1'. einschließlich br: uns schriftlich oder zu Protokoll anzumeldcn und dcmnäch| zur Prüfung der sämmtlicheninnerhalb der gedachten Frist angemeldeten Forderungen,
auf den 15, Februar 01'., Vormittags 10 Uhr, in unserem Gerichtslokal, Terminszimmer Nr. ], vor dem genannten Kommissar zu erichcinen.
Wer seine Anmeldung schriftlich einreicht, hat eine Abschrift der- selben und ihrer Anlagen beizufügen.
Jeder Gläubig_cr, welcher nicht in unserem Amtsbezirke seinen Wohnstß hat, muß bei der Anmeldung seiner Forderung eincn am hiesigen Orte wohnhaftcn oder zur Praxis bei uns bcrcchtigtcn auswärtigen Bcvoilmäcbtigicn bestellen und zu den Akten anzeigen. Denjenigcn, Welchen es hier an Bekanntschaft fehlt, werden die Rechts- anwalte Alschcr und Schulze zu Sachwaltern vorgeschlagen.
Osterode, den 11. Januar 1869.
Königliches Kreisacricht. Erste Abtheilung.
[87]
In dem Konkurse iiber das Vermögen des Kaufmanns
, R. G. Lccß bier Werden alle Die1cnigen, Weiche an die Muffe Ansprüche als Konkurs- [äubiger machcn wollen, hierdurch aufgefordert, ihre Ansprüche, die- ?clbcn mögen bereits rcchtshängig sein oder nicht, mit dem dafiir verlangtenxVorrcM bis zum 30. Januar 1869 einschließlich bei uns schriftlich oder zu Protokoll anzumelden und demnächst zur Priifung der sämmtlichen innerhalb der gedachten Frist angrmcidctcn Forderungen, sowie nach_ Befinden zur Brsieliung des definitiven VerwaltungsPcrwnals aus den 11._-, ebruar1869, Vormittags 10 Uhr,
vor dem Kommnar, Herrn KreisgerichtSratl) Hartmann, im Ver- handlungszinuncr dcs Gerichtsgebäudcs zu erscheinen. Nac!) Abhaltung dicses Termins wird geeignctcnfalls mit der Verhandlung iiber den Akkord verfahren werden. . , “'
Wer seine Anmeldung schriftlich einreicht, hat eine Abschrift der- selben und ihrer Anlagen beizunigcn.
Ic_drr Gläubigxr, welcher nicht in unserem Amtöbczirfe seinen Wohiniß hat, muß bei der Anmeldung seiner Forderung einen am hiesigen Orte wohnhaftcn oder zur Praxis bei uns berechtigten Bc- volimächtigtcn bestellen und zu den Akten anzeigen. Wer dies untcr- läßt, kann einen Bcschluß aus dem Grunde, Weil er dazu nicht vor- Yladcn worden, nicht anfechten. Dcnjcnigcn, welchen cs hicr cm 5 ckanntschaft fehlt, werden die Rechtsanwaltc, Justiz-Räthc Sall- bach, „Hummel, Fleck zu Sachwaltern vorgeschlagen.
Coniß, den 28 „Dezember 1868.
Königliches Kreisgericht. Erste Abtheilung.
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