394
titten des Vorstehcramts dcr Kaufmannschaft nnd désSthikUß durch Ausloosung bestimmt. _ ,
Dic ausgeloosten Nummern werden 1111 Zum durch den Staats- Anzeiger, die Königsberger Hartungsche Zeitung oder _nach deren ctwa- nigcm Eingangs durch eine andere Königsbergxr Zettung und durch Aushang an der Börse bekannt gemacht und dte betrxfferzden Schul?- vcrschreibungcn dadurch zum nächsten 1. Januar gekundrgt. - Dtc Auszahlung erfolgt gegen Einlieferung der betreffenden Schuldver- schreibungen und der dazu gehöri cn, von dem quachtcn. ]. Januar ab laufenden Coupons. Mtt die em Tage hört dre Vesrzmsung quf, ohne daß es einer gcrichtlichen„Dcpofition der etwa mcht rexhtzettig abgehobenen Kapitaleeträge de'r ausgelooßcn Schuldvxrschretbungcn bedarf. Der Betrag der etwa fehlenden Coupons erd von dem Kapitale in Abzug gebracht. „
Z. 7. Eine Kündigung der durch die Sch1tldverschretbuy en vcr- bricftcn Darlehnskapitalicn von Seiten der Inhaber findet m t statt. Da egen bleibt der Kaufmannschaft das Recht vorbehalten, vom ]. Januar 1878 ab sowohl die Aqutisation zu verstärken, als auch die SchulDVersckyreibungen insgesammt in dcr §. 6 vorgeschrtebenen Form zu kündigen. Die Kündigung darf jqdoch nur zum 1. Januar oder 1. Juli und mit sechsmonajlicher Imst, geschehen. _Mtt dem Ablauf der Kündigungsfrist hört die Verhu1dltchkett_ zur stza'hlung auf, ohne daß es der gerichtlichen Dcpofitton dcr n1cht rechtzctttg ab- gehobencn Kapitalsbeträge bedarf. , . " . ,
§. 8. Die in Folge der Amortxsatton oder Kundtgzmg emge- gangenen und bezahlten Schuldverschrcjbungen werden kasstrt.
Schema 14. Nr.
Sch1tldvc2schreibung . 1er Korporation der Königsberger Kaufmannschaft
. 100 uber M Thaler Courant.
Eingetragen (Trockener Stcmpel.) Fol. (Unterschrift.)
Der Inhaber dieser Schulchrsxßrcibung 11)de Hierdurch als Gläu- kvi er der Korporation der Königsberger Kaufmannschaft für ein Dar- e n von
FZZ; Hundert Thaler Courant anerkannt, Welches zur Kasse der Korporation eingezahlt ist und nach Maßgabe des unterm 22. Dezember 1868 von uns festgestellten und durch AllcrhöchfteOrdre vom genehmigten umseitig ab- gedruckten Planes und der Bedingungen für eine Anleihe dcr Korpo- ration der Königsberger Kaufmannschaft im Betrage von 250,000 Thlr. verzinset und zurückgezahlt wird.
Königsberg, den ten * _
Vorsteheramt der Kaufmannschaft. (Facfimile der Unterschriften.)
Schema 13. Korporation der Königsberger Kaufmannschaft. Zins-Coupon zur Schuldverschreibung
-- 100 Nr. uber M Thlr.
Gegxn Rückgabe dieses Coupons zahlt die Kaffe der Korporation der Kömgsberger Kaufmannschaft die Zinsen des durch die obige
Schuldvcrschreibung verbrieften Kapitals mit zwei Thaler fünfzehn
zwölf Silbergröschen für daszjevéestike Semester des Jahres ]8.. am 18..
Vorsteher-Amt der Kaufmannschaft zu Königsberg. „ _ ' (Trockener Stempel.) Dreser Coupon tft ungültrg, Wenn dessen Geldbetrag nicht innerhalb vier Jahren nach der Fälligkeit , vom Schlusse des be- treffenden Kalenderjahres gerechnet, erho- ben wird.
Schema (). Korporation der Königslberger Kaufmannschaft. a on zur Schuldverschreibung
„ 100 Nr. uber 5_0*0 Thlr.
De_r Inhaber dieses Talons empfängt Legen Rückgabe desselben neue stcoupons zu obtger Schuldverschei ung für„4 Jahre vom . ab_[aufcnd, sofern nicht rechtzeitig von dem In- haber der Schuldverschrcabung dagegen Widerspruch erhoben ift. Vorfieheramt der Kaufmannschaft zu Königsberg. _ , (Facfimtle dcr Unterschriften.) Etdeltragen o . ( Unterschrift. )
Berlin, 28. Januar. Se.Majeftät der Köni aben Allergnädigst geruht, deu nachbenannten Personen die €ékérhlaub- niß zur Anlegung der thnen verliehenen Dekorationen zu er- thetlen, und zwar: dcs Ehrcn-Groß-Komthur-Krcuzes vom *Großherzoglich Oldenburgiscyen Haus- und Verdtenst-Orden des HerzogsPeterFricdrichLudwig,
so wie des Komthur-Krctxzcs erster Klasse des Her- zoglich Sachsen-Ernestimschen HaUS-Ordxns: dem Obersten von Scheffler , Commandeur des 7. Thurmgjschen Jnfanterie-Regiments Nr. 96,“ des Commandeur-Kreuzes zweiter Klasse mit Eichenlaub _des Großherzoglich Vadiséhsn Ordens “oom «'*ihrmgex Löwen: de
Obersten Veith, Abtheilung = Chef 1111 großen Gene. ralsiabe; des Ritter - Kreuzes erster Klasse mit Eichenlaub desselben Ordens: dem Oberst - Lieute- nant von euner, 5. ]a ZuitL des Generalstabes der Armee und Direktor der Krie Zschulc zu Engers und dem Ma- jor Roerdansz , Z» 13 Sails es Generalstabes der Armee Und Direktor der Kriegsschule zu Cassel; des Comthyx-Kreuzes zweiter Klasse He's Großherzo 1191) Hessischen Ver. dienstordens Phrlrpps des Gro mythtgden: dem Major Schulz vom 1. Naffatnschey Infantcrte-Regtn1cnt_Nr. 87, so wie der dem Herzogl1ch_Sachsen-Ernxsttntschen Haus-Orden afftliirten silbernen Verdtenst-Me= daille: den Feldwebeln Gaertner und Gerlach vom Lten Schlefifchcn Grenadier-Regiment Nr. 11.
R
Statistische Notizen über Unterrichts- und Prüfungs. wesen in der preußischen Forstverwaltung pro 1867 und 1868.
Som- Win- ,Som- Win"-
mcr- fkk" 111 er“ ter-
S e m e | e r. 1867 [1867/68] 1868 |1868/69
1. Zahl der Studirenden auf den preu- ßischen Forst-Akademien: '
]) welche alle Bcdingungey für den Eintritt in den preußischen Staatsforstdienst erfüllt haben:
in Neustadk-Eberswalde ..... in Münden (Ostern 1868 eröffnet) ................
2) Welche den Eintritt in den preu- ßischext Staatsdienst nicht beab- fichtigen:
&) aus Preußen: in Neustadt _- “ in Münden _ b) aus anderen Staatcn: in Neustadt in Münden 5
2 Summa 69] “75 [137] 115
im Jahre im Jahre 1867 1868
2
11. Zur Jägerprüfung, ersten Prüfung für. den unteren Forstdienst, nach mindestens ?jähriger Lehrzeit in den Forsten:
find überwiesen ............ 240
haben bestandcn ............ 223
" haben nicht bestanden ...... 17
111, Zur den Forstverwa'ltungsdicnft wurden zur
rüfung:
]) im forstwissenschaftlichen Tentamcn, erste
Prüfung , überwiesen ................. 40
haben bestanden ............ 24
„ _ haben nicht bestanden ...... 16
2) 1m forstltchen Staatsexamen,zweite Prüfung,
überwiesen ................. 37
haben bestanden ............ 31
haben nicht bestanden ...... 6
Nichtamtliches.
Preußen. Berlin, 28. Januar. Se. Majestät der Könlg, yashmey heute die Vorträ e .des Kriegs-Ministers_ und des Mtlttärkabmets entgegen un empfingen den Erbprmzen zu Hohen ollern- Sigmaringen, so wie den Ober-Präsidenten von Mö er. '
- Ihre, Ma] eftät die Königin beglückwünschte gestern Ihre Königlichen Hoherten den Kronprinzen und die Kron-
prinzessin zum Geburtstage ihres Sohnes und beehrte dicFeld- ,
marschallin von Wrangel mit Aljerhöchstihrem Bcsuche.
„ _ Der älteste Sohn Ihrer Königl-jchcn Hoheiten des Kron- pxmzen und dex Kronprinzessin , Prinz Friedrich lehelm Vtctor Alhert, feierte estern seinen 11. Geburtsmg. „
, Dg emem alten erkommen des Königlichen Hauses c'tnaß dle Prmzen nach zurückgelegten! 10. Lebensjahre zu Of zieren ernannt werden, auch die Insignien des hohen Ordens vom Schwarzen Adlex anlegen , so hatte der junge Prinz an dem heuttgen Tage d'xesem Brauche Folge zu leisten. _
„ „Nachdem sammtlichc in Berlin anwesende Mitglieder der Komgltchcn Familie sich im Kronprinzlichen Palais versam- melt und daselbst außer den Hofstaatcn auch der Z'xeldmarsä),all Graf von Wrangel , Oberbefehlßhabcr in den Marken , PTM
395
, '“ tmber kommandirendcr.General des Garde- LCÜolelss? xZHnenTeTF'er-tLTeutcnxcxnÜt [3931 Alvcnslchcn, Comznandeur der 1. Garde-Infanterie-_Did1fton, zugletch auch Fuhrer der 1. Garde -Infanterie - Vrtgadex ferner Oberst_ von Roeder, Commandeur des 1.Garde-Reg1mentsz.F., Major von OppeU, Commandeur des 1. Batmllons/ Häuptmann yon Yoedxr, Commandeur der Leib-Compagme gcdachtcn'chmwms, steh ein efunden hattcn, erschixnen, gxgxn ] Uhr Mittags Ihre Ma- jest “ten .der König und M Kömgm. _ , ' '
Se. Majestät überretchten hrcraufamt etmgen her [WM und ermahnenden Wor1en Seinen1_Enkel das Patent_al S_econde- Lieutenant im 1. Garde-Regtment z. F. unh & 1:1 sweez des 1. Bataiklons (Berlin) 2. GarYe-Zandwehr-Negtments, nahmen dann von ciner durch Sc. Komgltche HOHUT den Kronprmzen dargereichten goldenen Schüssel Bgnd unk? Stexn des Schwarzen Adler-Ordens nebst den übrrgen emen] Königltchqn Prmzen zu- stehenden Ordens-Dekoratiynen und händzgten selbige dem ]ungen Prinzen ein. Nachdem d1esxr sofort Umform _Und Orßet) qnge- legt , machte er seine dienstnche Meldung_bet semem Köntguchen Großvater, welcher ihn darauf zu gle1chezn Zw'xcke den oben genannten militärischen Vorgeseyten Persönlich zufuhrte. ,
Ein Frühstück beendigte diesen Thetl der Geburtstagsfeter,
welche am Abend ein Kinderfest beschloß.
-- n der cutigcn (8.) Sißung des Herrenhauses, welcher Jer MiniZer für die landwnOWaftlxchen Angelegcn- heiten v. Selchow, dcr Handels-thster Graf Jßenpltß, der Justiz = Minister 1)1'. Leonhaxdt und mxhrere Re- gierungskommiffare beiwohutey, thetlte , der Präsxdent Graf Eberhard u Stolberg-Werm exode tmt, daß eme An ahl von Druck?achen eingegangen eten. D1e neu berufenen" lt- glieder Graf v. Vehr-Negendank aux Setnnxlow, Burger- meister Becker aus Halberstadt zmd Burgermexfter Etatsrath v. Thaden aus Altona waren m das Haus eingetreten und wurden von dem Präsidenten als Thcxlnehmer an der gxmem- samen Arbeit begrüßt. Die genannten dretHerren waren beretts axxf die Verfassung vereidigt. Die von dem Abgeordnetenhause fett der leßten Sißung des Herxenhauses berathenen Geseye ch. waren während dtefer Zeit cmgcgangen und „von dem Präsx- denten theils zur Schlußberathung gestellt, theils d.,“) betreffen- den Kommissionen überwiesen, wovon der Praftdent dem Hause Mittheilung machte. - DaSHauS beschloß sodanp pen Geseßentwurf, betre end die Dotthnsfonds der Provrnzxax- Hülfskaffen, durch orberqthung lm ganzen Hause zu erledi- gen, und trat hierauf in dte Tagesordnung.,
Der erste Gegenstand derselbenxvar dxe _Schlußberathung über den Geseßentwurf, betueffend dte' Veretmgxmg der „zum
erzogthum Sachsen-Altcnburg gehörtgenThetle der Doxfer Zillschüß und Gräfendorf mit denz preußtschen St_aatsgebtete, und die Abtretung des unter preußtscher Landeshoheit stehenden Theiles des Dorfes Königshofen an das erzogthumSachsen-Alten- burg, sowie über den zwischen Pxeu en und dem Herzogthum Sachsen-Altenburg unter dem 9. Jun 1868 abgeschlossenen'Vertrag, über den Ausmusch des untex preußtscher Landxshohett ßehen- den Theiles des Dorfes Kömgsh'ofen gegen „dte zu Sachsen- Altcnburg gehörigen Theile der Dörfer thlfchuß und Grafen- dorf. af'l'. Nr. 69. der Drucksachen. Der Referent, Herr Pault, beantragte dem vorangeführten Geseßentwyrfe, sowze Hem vor- bezeichneten Vertrage vom 9. JLle 1868,_1n Uebsserxmsttmmung mit dem Abgeordnetenhause, dte verfasmngsmaßtge Genehzm- gung zu ertheilcn und das Haus trat dem Antrage ohne ]ede Diskussion bei. ,
Der zweite Gegenstand der Tagesordnung bxtraf dte Schluß- berathung Über den Geseyentwurs wegen Emsahrung kurzerer Verjährungsfristen für die Provmz Schleswtg-Holstem.„ Der Referent, Herr von Kleist-Reßow,beantragte, den vorangefuhrten GeseYentwurf mit der im Abgeordnetenhause beschlossenen Ver- änderung im J. 3, statt der Jahreszahl 1868 die Jahreszahl 1869 zu seßen, anzunehmen, und ohne Diskussion schloß slch das Haus diesem Antrage an. ,
Alsxdritter Gegenstand der Tagesordnung folgte dteSchluß- berathung über den aus Anlaß emes Antrages der Abgeord- neten 1)1'. Becker, Wölfel und Sachße, vom Abgeordnetenhause beschlossenen Geseßentwurf, betreffend emen Zusaß zu Z. 25 des Geseßes über die Eisenbahn-Unternehmungen vom „3. Nyvembxr 1838. Der Referent, Herr von Olderßhauscn, befurwortete d1e Beschlüsse des Abgeordnetenhauses und beantragte, dem vor- angesührten GeseYentwurfe in der vom _Abgeoxdnetetzhause be- chwffenen Fassung die verfassungsmäßlge Genehmtgung zu k?rtsheilen. Das Haus nahm auch dtesen Antrag ohne 9316- U on an.
er vierte Gegenstand der Tagesordnung betrqf dle Schluß- berathung über den Gesexzentwurf, betreffend d1e„Aufhebun der _Trauungssteuer im Gebiete des chemaltgen KUrfursFenthum Hssjen. Der Antrag des Referenten Herrn v. Medmg gmg
dahin: dem vorangeführtcn Gesehentwurfe in der Fassung, in der er von dem andcr'n Hause angenommen worden ist , dte verfassungsmäßigc Genehmigung zu crtheilen, und das Haus trat demse1be_n ohne Diskussion bet.
Als furxstcr Gegenstand der Tagesordnungfolgte die Schluß- berathung uber den Gefeßentwurf, betreffend Abänderungen WO ErgaUzUUch dcs Geschs vom 29. Februar 1868 über die künftige Behandlung der auf mehreren der neu erworbenen Landesthetle haftenden Staatssthulden 2c. Der Referent, Herr Rasch, beZntragte, pem vorbezeichneten Geseßentwurfe “in unver- anderter ckaffu1zg m Uebereinstimmung mit dem Hause der Abgeordyeten dle vxrfaffungsmäßige Genehmigung zu ertheilcn und befurwortete dtesen Antrag , der auch vom Hause ange- nommen wurde.
Der sechste GegenYand der Tagesordnung war die Schlußbe- rathuyguber _den cseßentwurf, betreffend die Theilnahme der Staatsdtener m Neu-Vorpommcrn und Rügen an den Kom- munaUastcn und dem Gcmeindeverbande. Der Referent, Herr Denhard, hatte zahlreiche Amendements des Geseycmwurfs vor- geschlagen. JaFolgedeffen empfahl der Präsident den Geseß- entwurf an eme besondereKommisfion von15Mitgliedern noch- mals zur 'Vorbxrathung zurückzuweisen. Nachdem sich Herr Haffelbach m gletchem„Smne ausgesprochen hatte, trat das Haus dem Antrage des_Prasidenten bei.
„ Esfolgte alZ steventer Gegenstand der Tagesordnung der Be- rtcht dex yerftarkten )(“. Kommisfion- über den Entwurf eines Fischeretpoltzetgeseßxs fax den Umfang der Rheinprovinz und pen Reglerungsbezlrk Wtesbaden. Die Kommission beantragte: nn „ersten „Almen des J 3 die Worte: »Durch Verordnung der Bezirksregrexungcn sousestgefteüt werden« zu streichen, sonst aber die Vorlage m der von der Staatsregierung beantragten Fassung anzumhmet). An dex Generaldxskuffion betheiligten sich der thßer fur Landwrrthschaft von Selchow, der Regierungs- komnnffar Geheuner Ober-Justiz-Rath Waver und die Herren Graf Néchrg, von chiß-Ncésöw, und der Referent Herr
ammers. ann wurden bei dcr Spezialdiskusston die
Z. 1 und_ 2 m d'ex Fassung der Regierungsvorlage und nachdem fich der mzwxschen erschienene Handels-Minister Graf v. Ißenpllß UndUHerr v. _Schlickmann ebenfalls gegen den Antrag der Komnnnwn zu 3. 3 ausgewrocyen, auch der Z. 3 und die W. 4-10 des Gcscßes in der Faffung der Regie- rungsvorlage an enommen.
Den lexzten egenstand der Tagesordnung bildete der zweite Bericht der Matrikclkommiffion. Der Antrag der Kommisston: die Legitimationen der neuberufenen Mitglieder: des Grafen Ulrich v. Behr-Negendank, pes Bürgermeisters Wilhelm Becker in Halberstadt und des dtrtgirenden Bürgermeisters, Etats- Raths Friedrich v. Thaden als eführt anzuerkennen, wurde ohne Debatte_ genehmigt. Der räsident schloß hierauf um 2 Uhr die Stßung, beraumte die nächste auf Sonnabend Vor- mittag 11 Uhr an undseßte auf die Tagesordnung derselben: ]) Be- richt der Budgetkommisfion Über das Gcseß, betr. den HMiUionen Kredit ,' 2) Bericht derselben Kommission über den Vertrag mit der Köln-Mindener Eisenbahn,“ ZL Bericht derselben Kommission über das Etatsgeseß pro 1869,“ ) Bericht der )(. Kommission über das Iagdpolizei esey,“ 5) Bericht derselben Kommission über das Geseß, betre end die Aufhebung des Ia drechts auf fremdem Grund und Boden im ehemaligen KurJÜrstenthum Heffen 2c.,'_ 6) Bericht der Justizkommisfion über den Gesey- entwurf, betreffend die Aufhebung der ZZ. 30- 33 Thl. 1.Tit.'2 Allg. Landrechts.
-- In der heutigen (39) Sigung des Hauses der Ab- geordneten, welche der Präsident von Forckenbeck um 10“? Uhr eröffnete, wurde nach kurzen geschäftlichen Mittheilungen in die TageSordnung eingetreten. Am Mimftertische befanden fich: der Minister-Präfident Graf vor) Btsxnarck-Schönhausen, dcr Kriegs-Minister von Noon, der Mmister für die landwirthschaft- lichen Angelegenheiten von Selchow, der Minister des Innern Graf zu Eulenburg und mehrere chjerungZ-Kommifface.
Der Minister für landwirthschaftl1che Angelegenheiten, von Selchow, Überreichte einen Geseßentwurf, betreffend die Gemein- heitstheilungs-Ordnung für den Regierungsbezirk Wiesbaden. Der Entwurf wurde d'er um 7 Mttglicder zu verstärkenden Agrarkommisfion überrvtesen. „
Die Wahlen der Abgg. v. Brauchnsch ((Deutsch-Crone) und Klein (HannNoer) wurden ohne DiSkusston für gültig erklärt.
Es folgte 2) Vorberathung im ganzen Hause Über die Geseßentwürfe: 8) betreffend die fernere Geltung der Verorh- nung vom 30. Mai 1849 (Geseß-Sammlnng S. 205) für dle Wahlen zum Hause der Abgeordneten in den du_rch dte Geseße vom 20. September und 24. Dezember 1866 nnt der p_reußt- schen Monarchie vereinigten Landesthcilen, 6) betreffend dle an- derweitige Feststellung der Wahlbezirke für das Haus der Ab- geordneten. „ „
Dic Generaldcbattc wurdc zunachst uber den chteren Ge-
50"