1869 / 42 p. 6 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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für die Flotte und ist eine kürzcchezcichmmg als die, ivelrhedcr Herr

. " t, s ""Ed? dann ej cn U1ü 'n' »Pevsoncn, Abgeordnete gewahlt ha E "Flotte JrhÖer-nß, Omsirren dcs Beur-

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YenZYYÜLZY?)YUZYMFZL.* _Was endlich das lmrndrmcnt zu Nr. 4 betrifft, ;„ [„U-„“ck ore so: den zur Reserve dcs stehenden Heeres Und zm- LandpA'M und den zur Rcsrrde dcr Fldttc und zur Secwrhr qchörtgcn ;))-rjoncn, nachdem fie zum aktiven Dienste cmberufcn wor- den 57-15. Damit könnte man fich ganz einverstanden erklären, sofern nur folgende Worte - ich weiß nicht, ob fie absichtlich oder zufällig arisgelassen find -- wieder hincinfommcn: »und sofern diescPrrsonrn nicht als Offiziere angestellt findes. Das muß nämlich deLhalb gesagt werden , Weil in Betreff der Offiziere in Nr. 2 bereits eine besondere L*!ndrdnung getroffen ist. Ich glaube also, diese Worte müssen sichcn bleiben. Unter dieser Modifikation würde allerdings die auSdriicklichr Erwähnung der Flotte eine Verbesserung stin, wie ich das wrrdcrholen Will. Was mm die Fortlaffung des Wortes «Beamtens- und der ganzen Nr. 3 betrifft, so glaube ill), daß man wirklich zu wert geht, wenn man diese Bestimmungen unter die unzulässigen Bc1chränkungcn dcr Auswanderungsfrcihr:it begreift. Das ist doch ilar, daß Jemand, wenn er auswandern will, ein Beamtcnverhältniß, m Welchem er zu dem Staate steh befindet, zuvor lösen mnß, und ich glaube nicht, daß man mit dieser Anforderung gegen 2111.11 dcr Verfaffurigsiirkunde in Widerspruch tritt. Aehnlich verhält es fich hinsichtlich der Bestimmungen, wclche riickfirhilici) der früheren Offiziere oder Militärbcamtcn in der Nr. 3 des Z. 15 getroffen worden find. Ich denke, _ es wird der Annahme dieser Nummer irgend ein wesent- liches Bedenken nicht entgegenstehen, vielmehr wird dieselbe aufrecht erhalten werden können.

- Jm wrrteren Verlaufe der DiZkussion ribcr denselben Paragraphen, fugtr dcr Regierungskommiffar noch hinzu:

Ick habe in Beziehung auf diese beiden Amcndemcnts nur Fol- gendes u erwidcrri. Erstens scheint mir die Widerlegung des [Wien Herrn iedners nicht zuzutreffcn. Ich habe schon vorher erwähnt, . daß, wenn rnan drr Worte »und nicht Offiziere sinds- wegläßt, man dann verschieden uber einen und denselben Gegenstand disponiri, in demselben Paragraphen an zwei vrrschirdenrn Stellen. Was das Wort »Bcurlaubtenftanda betrifft, so ist das allerdings im Herrcnhause brncmgekommcn, aber es ist doch dies Wort in ]cncm Augenblicke rnehr erst erfunden worden,“ sondern der Ausdruck »Benrlaubtcnstandsé 1| m der Militärsprachc 161171111115 180111116118 fur die Offiziere der Reserve, Landwehr mid Scewchr. Das Wort »Beurlaubteristandsc irlbst kommt allerdings im Geseß iiber die Verpflichtung zum Kriegs- drenfte nicht vor, da egen wird die Reserve, Landwehr und Sceivehr immer als »beurlau ta, bezeichnet. Ick verWeise auf W. 6 und 7, ;nskwtsondcre auf I. 15 ]rncs Gcscßcs, deffcn Anfang folgendermaßen an e :

Die beurlaubten Mannschaften des Heeres und der Marine (Reserve, LandWehr und Sccwehr).

'Ich giaubc, daß nach diesen Anführungcn man nicht wird br- zwerflcn konnen, daß der Llusdruck »bcurlaubtc Mannschaftcna- uud .»Mannschaften des Beurlaubtcnftandrsrr in der That scinrn Boden in unserer Gescßgcbung hat.

- Der Bericht der verstärkten Kommissionen fiir das

Unterrichtswesen Über den Geseßentwurf, bcireffrnd die Erweite- ruug , Umwandlung und Neuerrichtung von Wittwrn- und Warscnkaffetr fur Elementarlehrer , gab dem Regierungskom- mrffar, Regierxings-Rath von Wussow, zu folgender Erklä- rung Veranlasmng:

Menze Hrrren,„ich glaube airnehmen zii müssen , daß in dicser Frage „die uns in. dieser Strmdc beschäftigen soll, sorvohl das Hohe Haus Um „allen. [emen Fraktwnrn, als anch dic Staatsregierung einig rst, „namlich einig darin, cme größere Fürsorge dcn Wittwrn mid Warscn' der Elementarichrer Preußens zu gewähren. Auf welchcm Wege dicser Zchk errr1cht_Wrrdcn kann, dariiber können die Meinrm- gen ausemandrrgchcn. Dic StaatSregicrung hat Ihnen eine Geseizrsx vorlage, woxmch auf Grund des historisch Entwickelirn cine Weitere Fdrderung 'dreser Kasse eintreten sollte, zuge'oen lassen. Die Kassen exrftiren, die erste seit„dem Jahre 1805, die jüngste ist 28 Jahr alt; dre, Pensionen, dre gewahrt worden smd und im Anfange in einzelnen Fäüen iiur _8 Thlr. betrugen, smd im Laufe drr Zeir gesteigert jvordcn durch die eigene Krgst'dcr Lehrer Und durck) die mancherlei Vortheile rind Wohlihaten, die ihnen Seitens der Staatsregierung zugewandt imd; Glerchwohl war das Zrcl auf dirscm Wege nur langsam zu erretchen." Es handelte sich darum, der Regierung dié Möglichkeit 'ziz gewahrcn„ auf ,sckmellerem Wege zu helfcn. Ich wiederhole: hiergus-gmg dre Regrcrungs-GcscßeSvorlage hervor. In den Kom- rrirsnonsbcrathungen erkannte man Zweck und Ziel an , schlug aber einen andern Weg vor, marrverändcrte dic Gescßesvorlagc in ihrem Wesen, mdem mczn erstens„ cm Minimum annahm von 50 Thlrn, welrhes als Penswri cin fur glle Mal zu gewähren sci, indem man ZWettensdie Stxrxatskaffe zu einer subfidiären Verpflichtung anzuhalten 1U_chte, dicse 50 „zhir. dort vol1 zu machen, wo die Kassen nicht hin- rerchtcti, fie auszuzahlen. Cs tft dieses Minimum dcm GesichtSpunktc nach ein doppeites; denn erstens, kann dieses Minimum den Sinn haben. es sollgnnerhalb der Maximalbeträgc, bis zu denen die Lehrer selbst heranzuztchcrr sind, mnerhalb der Beträge, welche den Gemein- den oder Schulsozretafexi aufrrlrgt Werden, so Weit gegangen werdcn, daß man 50 Thlr. erreicht. Hiergegen wird die Staatsregierung nichts einzuwenden haben. ,So weit ?s möglich ist, den Wittwen und Wai- sen 50 Thlr. uzuweiscn, so Wert wird es die Staatsregierung sehr gern thun. as „daYegen drn andern Fall betrifft, wo das Minimum ;_11chtt„ztu er§e1chen ,ist inrcl) dir„qumÉFlbetisträge der Lehrer und Schul- oziea eii,_ a, Meme Zerrcnm te aa re ierun ni tin dcr ,' das Defizit decken zu können. g g ck * Lage,

Es giebt dazu „„schz-ß'ene Gründe,“ der erste Grund liegt im Prmzip, aus ven ich nnch nicht werter hier einzulassen brauche, Weil bereits die Kommisfion in ihrem Bericht, wie auch der Herr Referent, cs betont hat, das; einc gcseßliciie Verpflichtung nicht vorliegt. Es [)erndclt fick) hier um ein nobilß 0171011111]; cin 110bi16 okücium tritt Je- dermann von uns täglich vor die Augen, wo es fich darum handelt, Thränen drr Wittwcn und Waisen zu trocknen, und Jeder von uns hat die Absicht und den Wunsch, sie zu trocknen. Aber es gelingt nicht immer, denn drrchisc Familienvater wird fich seinen Etat über- legen und wird fich 1ragen: was habe ich den Armen zuzuwenden, nachdem ich diejenigen Vcrpflichtungrn erfiillt habe, die hinter mir stehen und die ich erfüllen muß, bevor ich daran denken kann, Wohl-

tlmtcn zu thun? Meine Herrcrr! Eine solche geschlichc Ver-_

pflichtung fiir die Witiwcn und Waisen dcr Elementar- lchrcr liegt 'nicht vor, wohl aber liegt das Mitgefühl vor, fiir sie wohlthuend einzutreten. Um aber zu wissen, wie für sie einzutreten ist, müssen wir uns erst klar machen, wie viel wird denn von der StaaiSkassc eigentlich Verlangt? Auf diese Frage konnte die Staatsregierung vorher nicht gerüstet sein, denn die vonihr gemachte Gesetzesvorlage beruht auf gan anderen Grundlagen; cht aber, Wo es ßch darum handelt, ein Dr “zit zu decken , muß dieses Defizit von einer guten Finanzverwaltung vorhrr beziffert sein "und diese Beziffe- ruiig war nicht möglich, sie war vor der Bcrathung und der Kom- mrsfion imd im Plenum des Hauses nicht zu beschaffen. lerr nach den bereits Vorliegendcn statistischen Erhebungen ist dieses Defizit kein riricrlicditQJH, und Wenn Sie hrutc nach den Zahlen, die in der Vor- lage *qufgefrihrt find, rcchricn, so finden Sie für das heutige laufende Etatsjahr eine Stimme, die nicht erheblich ist, aber diescSumme steigt mch) dcn Grundsäßrn der politischen Arithmetik. Ein gcelzrtrs Mit- gl.1_ed dcs Hauses ist Sachverstäiidigrr in statistischen Sachen, derselbe Wird'Jhnrn'ganz gewiß auSeinandrrseßrn, wir dieses Defizit noth- wendig stcrgcrr muß, und ich glaube nicht zu Wenig zu sagen, wem: ich vorhersehe, das; das Defizit nach zwanzig Jahren aus 200,000 Thlr. gestiegen ist. Wenn es sich also lxcuig um cm flci11r_s Defizir handelt, so kann dir Siaatsregierung auf cme Deckung des1clbrn nicht eingehen, ohne die Zukunft im Auge zr; habeii. Nun, meine .Herren, ist gesagt worden, Wer den Armen grrbt, leiht dem Herrn. Ich wiederhole, daß wir schr gern den Armen leihrri möchten, aber wir können nicht cher, als bis dicHöhe der dazu mitbrgcn Summe festgestellt ist und bis auch die Mittel zu deren Drafting dindmbci sind. Daß diese zur Zeit nicht disPonibrl find, das haben Sie bei der Deckung des Defizits gesehen und ist Ihnen Oct dcn betrcfscnch Verhandlungrrrvor Augen gefiihrt worden. Gleich- wohl verschlreßt sich die Staatsregierung nicht dem 110b116 011101111171, welches vdr ihr liegt, und Fr hat auf Mittel gedacht, welche zu be- schaffrn smd, um dem Drfrzit in „Wittwcn- und Waisenkaffen ent- gegen zu treten. -5„))ir111e Herren, cs finden sich hier und da einzelne Mittel, es sind vrrskhicdcsneProvinzialfonds vorhanden, ich nenne dcn Vierierer Fond rm Nrgrerungsbczirk Frankfurt, den Klosterfond der Provmz Hamwpcr, ich nenne einige Fonds bei der Regierung in Erfurt; dcrartrgc Fonds Werden fich mehr finden, sobald uizm darauf arzchgcht, den Wittwcn und Waisen eine Unter- stu'ßusng „zu grwahre'n., Außerdem abcr hach Wir in dem Etat drs thstermms fur gerstlrche rc. Angelegenheiten noch eine Summe von circa 16,600 bestimmt znr Untcrftiixzung der Wiitiven und Waisen der Lehrer, Auch aus diesem Fonds werden zu den angegebenen Zwecken srhr viric Zuswcndixygcn gemacht Werden köiinrn, Aber, mcineHerren, eme- prinztptrnmaßigc subsidiarischr Verpflichtung zur Tragung des DestzrtH, wirs cntftcl)rn könntr, dre kann und wird die Staatsregie- rung_111cht ubrrrrehmen.__ Ich bitte Sie daher, bei der Berathung drn chck und das Zrei des. ganzen Geseßentwurfs iiicht außer Augen zu 1affcn._ Es find ders die armen Wittwen und Waisen , und suchen Sie mcht, Wctl Ste das Brffcrc nicht erreichen können, das Gute folien zu lassen. ,Ich brite Ste darum, erstreben Sie in diesern Falle das Guis und mehr das uncrrcicäxbare Bessere, Das Gute aber, das srchK darbrcict, das liegt in dem Gesrßcntwurf, wie ihn die Kommisfion aquccrrbcitrt hat, Mit AuZnahnzr dicser berührten siibfidiarischcn Ver- pfirchtrmg de_r Stqatskgssc. Es jmd nämlich die Erhöhung der Beiträge der Lehrer, 10 ww drr Heranziehung der Schulsozictätcn Dinge, die rmen außerordentlrclzrnCtrrfiriß auf die Pensionen haben werden. Es 1|,d('1s nicht eme Kleinigkeit, sondern es werden in sehr vielen Fällen, ww ici) giisgcrechnct habe, die Pensionen sich um mehr als das Dop- pelte sieigcrn laffcn.- Z. B. dir katholische Schlcsische Wittwenkaffc ztht ]cßx 1,2 Thlr.,“ urhmen Sie den Gesrßentwurf an auch ohne dre subfidiariscbc„Verpflichtung der Staatskasse, so können den Witt- wen und Waisen der Lehrer der Provinz Schlcfien 30 Thlr. ]cdenfails gezahlt werden. Wir haben andere Kassen, die sofort auf das thmrrm von 50 Thlr., was hier angenommen ist, ge- ftcrgcrt'kadcn könricn, ohne daß man die Lehrer bis zum Maximum der Beitrage herrmzrcht. Wir haben andere Kassen, wo mit Zuhülsc- nahme drs Maxxmunis allerdings die Pension auf 50 Thlr. gesteigert Werden karrnf'und nur sind es einige Wenige Kassen , dic Weit hiiitrr 50 Thlr. zuruckblcibcn Werden. Die Meisten abcr Werden nach vor- laufrgcm „Ueberschlag Prusionen von 40-50 Thlr. gewähren können, sohald Ste dcn Gescßentwurf annehmen ohne die subsidiarische Ver- pflichirrng der Staatskasse. Meme .Herren, ich bitte Sie im Interesse der_thtwcn mr_d Waiseti, „nehmen Sie den Gesc-ßentwurf cm in der Weise„ das; dre sybfidrarrschc Verpflichtung, die einmal fiir die KöniglicheStaatsregrerung unannchmbar ist, daraus fortgciaffen wird.

* schaft schriftlich zu un

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Oeffentlicber Anzeiger.

Steckbriefe und Untersuchungs =Sachen.

Steckbrief. Gegen den unten niiher „bezeichne'ten Gas- und Wafferanlagen-Fabrikanten Iohanir Friedrich Julius Liebscher ist in den Akten 11. 82. 69 Z. 11. die gcrrchilrche Haft wegen Wechsel- fälschung und einfachen Bankerutts aus I, 247. 251 Nr. 5 und 261 Nr. 211.3 dcs Strafgeseßbiichs bcschlosserr worden; Seine Verhaftung hat nicht ausgefiihrt Werden können, weil er 111 seiricr btshcrxgrn Wok)- nung und auch sonst hier nicht betroffen worden ist, er latttirt daher oder hat sich heimlich von hier entfernt. Ein Jeder, welcher von dem Aufenthaltsorte des 2c. Lieds ck er Keniitinß "hat, Wird aufgefordert, davon der nächsten Gerichts- oder POUJPHLÖOBÖL, Anzergr zu machen. Gleichzeiiig werden alle Civil- und Mtlrtärbehördcn des In: U.".d Liuslandes dienftergebenst ersucht , auf den Tc. Ltrbs cl) er zu Digi? [ich, ihn im Betretuirgsfalle festzunehmen und mit allen der ihm fich vorfindenden Gegenständen rind Geldern milielst Trans- ports an die Königliche Stadtvoigtei-Dtrektion hierselbst abzuliefern. Es wird die ungesäumte Erstattung der dadurch entstandenen haaren Auslagen und den Verehrlichcn Behörden des Auslandes eine gleiche Rechtswillfährigkeit versichert. Berlin', den 15. Februar 1869. Königliches Stadtgericht, Abtheilung firr Untersucbungssachen, Kom- misfion 11. für Voruntersuchungen. » Signalemcnt. Der rc. Liebscher ist 34 Jahr alt, am 14. Dezember 1834 in Berlin ge- boren, eanclisrdrr Religion, 5 Fuß 3 Zoldgroß , hat blonde Haare, blaue Augen, blonde Augenbrauen, röthi'tci) blonden Bart, rundes Kinn, spiyc Nase, gewöhnlichen Mund, runde und volle Gesichtshä- dung, gesunde Gesichtsfarbr, gute Zähne, ist untcrseßter Gestalt, spricht schlechtes Deutsch und hat als besondere Krunzeichcn oberhalb des einen Auch eine kleine blaue Narbe.

Lille betreffenden Behörden werden rrsucht,_ die da[)ier Wegen Diebstahls in Untersuchung stehenden Ha1rdjvcrksburschen Wilhelm Nied erdräing von Hattingen und (Cormnis?) Heinrich Lochr von Leipzig auf Grund des von Königlichem Amtsgericht in Soimiinsier gegen dieselben erlassenen Haftbefrhls im Vctrciungsfalle zu verhaften und anher abliefern zu lassen. _

Hanau, am 14. Februar 1869.

Der Staatsanwalt.

Steckbriefserledigung. Der von uns unterm 5. Februar 01". hinter den Tuchmachrrgeseürrr Kari Max aus Sorau erlassene Steck- brief ist durch Ergrcixung dcsielbrn erledigt. , , Sorau, den 16. Februar 1869. Königliches Krengerrchi. Abtheilung ].

...-

Kriminalgerichtliche Bekanntmachung! In der Unter- suchungßsachc wider den angeblichen Bäcker- oder Miillcrgescllen Krause und Genossen Nr. 35 (10 1869 Wegen Straßenraubcs, _ist die zeugen- cidlicl)c Vernehmung des Beraubten, Lobgcrbcrgcsellrn Stephan Wagner, geboren am 21. September 1849 zu Agnethin in Ungarn, dringend erforderlich. Sollte derselbe irgendwo gemeldet sein, so bitten wir um gefällige sofortige Benachrichtigung. PotSdam, den 15. Je- bruar 1869. Königliches Krengericht. Abtheilung 1.

KriminalgerichtlicheBekanntmachung, Aufgcfundencr Leichnam. Am 28. Januar d._J., gegen 9 Uhr Morgens, crschoß sich am Leichenhause in Stralau ein unbekannter, anständig gckleideter Mann in den dreißiger Jahren, Der Verstorbenr ist 51 Z“ groß, von kräftigem Körperbau, hat blondes Haupthaar, emen langen blonden, am Kinn ausrafirten Backen- und Schnurrbqrt, ovale Gefichtsform, große freie Stirn, blaue Augen und vollständige Zähne. « Dcr Leich- nam war bekleidet mit einem weißen baumwollencn Obrrhemde ohne Zeichen, einem blauen leinrnen Hemdr, ciner grauen baumwollcnen Unterhose, einer grau-braun wollrnen und einer grau pointirten wolle- nen Hose mit schwarzen Streifen an der Seite, blauwollenen Strümpfen, kalblcdrrnen Stiefeln mit (Hrrmmizug, ciner graugcsireiftcn Bukskinwcstc, mit schwarzem Bande eingefaßt, cinem grauen Rock mit Seitentaschen, xinem Weißen Chemisct, einem schwarzen schmalen Shlips, cinem lcdcrne'n Lcibricmen und einem braunen Filzhut (Kalabreser) mit schwarzem :vcißgestrristen Bande._ In der Nähe der Leiche“ wurde ein Terzerol gefunden, bei derselben 23 Rehposten, 22 Kupferhiitchen, eirrPortemonnarr, wsrnr Z Sgr.. 6 Pf, ein Haus- schlüffcl, der hölzerne Kopf einer Cigarrenpfrrfe und ein mit der Firma des TabakZ-Fadrikanten Gu av Braun bedrucktes Cigarrenpapirr, Alle Diejenigen, Welche iibcr ie Persönlichkeit des Verstorbenen Aus- kunft zu geben Vrrmö en, werden aufgefordert, entweder ihre Wissen-

?eren TodesermittelungZ-Akten 40/69 anzuzeigen, oder sich zu ihrer kostenfreien Vernehmung in den Vormittagsftunden von 10 bis 1 Uhr in unserem Gerichtsgebaudr, Hansvoigteiplaß 14, einzufinden. Berlin, den 12. Februar 1869. Krimgliches Kreisgericht. ]. (Kriminal-) Abtheilung. Der Untersuchungsrichier.

M

Handels- Register. Handels-Register des Königl. Stadtgerichts zu Berlin. Unter Nr. 1440 unseres Gcselisck)aftsrrgisters, woselbst dic hicfigc

Handlung Firma: , J. Meyer Nachf. Greiner & Co„

und als deren Inhaber die Kaufleute 1) Eduard Moriß Greiner- 2) Ferdinand Joseph Gustav Casimir von Trautman

vermerkt stehen, ist zufolge heutiger Verfiigung eingetragen:

Der Kaufmann Ferdinand Joseph Gustav Casmur von Traut- man ist aus der Handengescllschaft ausgeschieden, der Kauf- mann Eduard Moritz Greiner zu Berlin 1th das Hgndes- geschäft unter unveränderter Firma fort. Die Firma ist nach Nr. 5486 des Firmenregisters iibertragen.

Unter Nr. 5486 des Firmenregisters ist heut: der Kaufmann Eduard Moriß Greiner zu Berlin

als Inhaber der Handlung

Firma: J. Meyer Nachf. Greiner & Co. (1eßiges Geschäftslokal: Breitcftraße 12)

eingetragen.

Die Gesellschafter der hierseibst unter der Firma: - H. Bieske & Co.

(NähmaWinenfabrik, jeßigrs Geschäftslokal: Spandauerbriicfe Nr. 5) am 18. Dezember 1867 errichteten offenen Handelsgesellfchaft find die Maschinenfabrikantem

]) Hermann Rudolph Bicske, 2) Ernst Gotthilf Bieske, beide zu Berlin. * Dies ist in das Gesellschafisregister drs unterzeichneten (Herichts

unter Nr. 2524 zufolge heutiger Verfiigung eingetragen.

Berlin, den 16. Februar 1869. _ , . Königlirhes Stadtgericht. Abtheilung fur Crvilsachen.

Königliches Kreisgericht zu Frankfurt a. d. O, Die unter Nr. 72 des Firmenregisters eingetragene Firma Louis Förster, vormals E. Hübner,

- Firmcnirrhabrr: Kaufmann Louis Förster zu Frankfurt a. O. - isst gel-ZFYF9 zufolge Verfiigung vom 16. Februar 1869 am 16. Je- ruar

Königliches Kreisgericht zu Frankfurt a. O. Die unter Nr. 308 des Jirmenregiftcrs.-eingetragene Firma H. Prtcrstaedt,

Firmeninhaber: Kaufmann Johann Carl Hermann Peterstaedt zu Frankfurt a. O., ist gelöscht zufolge Verfügung vom 16,Februar1869 am 16. Februar 1869.

Königliches Kreisgerichkzu Frankfurt a. O. Die unter Nr. 486 des JYmZiregisters eingetragene Firma: . eine, Firmeninhaber: Jnftrumcntenschieifer und Kurzwaarenbändler Friedrich Wilhelm Franz Heine zu Frankrurt a. O., ist gelöscht zufolge Ver-

fiigung vom 16. Februar 1869 am 16. Februar 1869.

Die in unserm Firmenregister unter Nr. 107 eingetragene Firma A. E. Schoenian zu Triebel ist in Folge des Todes der Wittwe

Schoenian, Auguste Ernestine, geb. Langemaß, auf den Kaufmann Otto Ernst Georg Schoenian zu Triebel übergegangen, und ist des- halb die Firma Nr. 107 gelöscht und unter Nr. 340 die Firma

A. E, Schoenian zu Triebel, und als deren Inhaber der Kaufmann Otto Ernst Georg

Schoenian zu Triebel

zufolge Verfügung vom 9. Februar 1869 am selbigen Tage ein- getragen.

Soran, den 9. Februar1869. . Königkichcs Kreisgericht. 1. Abthetlung,

Königliches Kreisgericht Stralsund, _ den 12. Februar 1869.

Die Kaufleute Julius Zimmermann und Wilhelm Zimmermann sind mit ihrer Gesellschaftsfirma Gebr. Zimmermann, unter Welcher sie am 1. August 1867 hier eine offene Handcngesellschaft errichtet haben, in das Gesellschaftsrcgifter eingetragen. Jeder der Gesellschafter ist zur Vertretung der Handelsgescllsckyaft befugt.

Zufolge Verfügung vom 9. Februar d. I. ist heute eingetragen:

1) in unser Firmenregister bei Nr. 1050 die Firma Szczepan Mariczark zu Pamixxtkowo, Kreis Posen, ist erloschen;

2) in unser Prokurenregistcr unter Nr. 116 die von dem Kaufmann Jacob Appel zu Posen für seine in Posen unter der Firma Jacob Appel bestehende und im Firmenregister unter Nr. 297 eingetragene Handlung, seinem Sohne Wilhelm Appel zn Posen ertdeiltc Prokura.

Posen, den _10. Februar 1869. Königliches Kreisgericht. 1. Abtheilung.

Ju unser Firmenregister ist unter Nr. 1079 die Firma M. Oppen- heim u Posen, und als deren Inhaber der Kaufmann Moriß Oppen- heim aselbst, zufolge Verfügung vom 10. Februar d. I. heute einge- tragen.

Posen, den 12. Februar 1869,

Königliches Kreisgericht. ]. Abtheilung.

Am 4. Februar 1869 sind zufolge Verfügung vom 3, eJä. 111. folgende Eintragungen erfolgt: 1) in das Firmenregister: . _ ?uécth. 55 die Firma Isaac Hcpner m Iaraczewo ist er; 0 en.

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