m der Propmz Schleöwig-Holstein. 2", Mündlicher Bericht der )x]. Kommrssion Über den Gcfcßentwurf, betreffend die Abände- rung der W. 6, 10 und 13 des Gemeirzdcgcsexes dcs vormaligen §9erzogtbums Nassau vom 26. Juli 1854. 3) Schlußberathung uber den Geseßcntwurf, betreffend dichreinigung der Vorstädte yor Celle und der Stadtgemeinde Celle. 4) Schlußberathung uber den Gcscßcntwurf,„betreffend die fernere Geltung der Ver- ordnung vom 30. Mm 1849 (Ges.-Samml. S. 200) für die Wahlrn zum Hause der Abgeordneten in den durch die Geseyc vom M.Scptenxbcx und 24. Dezember 1866 mit der preußischen Monarchte vercxnxgtcn Landesthcjlen. 5) Mündlicher Bericht Der 1711. Konmnsswn _übcr den Vertrag vo'm 12. Juni 1868 -- zwrschrn Preußen cmerscits Und dem Großherzogthum Hessen andererseits, uber Herstellung einer Eisenbahnverbindung zwischen Hanau und Offenbach und wegen Ankaufs des Großherzoglich hessischen Thclls der Frankfurt-Offcnbacver Bahn, nebst Schluß- pzotokqll von" demselben Tage. 6) Mündlicher Bericht der Komnnsfion fur Handel und Gewerbe über die Petition der Aeltcften „der Kaufmannschaft zu Magdeburg. 7) Schlußbe= ratlfnmg uber denGeseßenthtrf, betreffend die Verwendung der ver allenen Kaution für das Cöln-Soeftcr Eisenbahnunter- Urhmey. „8) Schlußberathung über den Geseßentwurf, betreffend dte Exnfuhrung pes Aljgcmeinen Berggeseßes vom 24. Juni 1865 m das Gebiet der Herzogthümer Schleswig und Holstein. 9) Schlußberathung über den Gescßentwurf, betreffend die Be- schrankungen_ der Zahlungsleistung mittelst fremden Papier- geldes_ und ähnlicher Werthzcichen in den neu erworbenen Lan- dest'hrtlen. 10) Mundltcher Bericht der Finanzkommission über zwei Petitionen der Handelskammer zu Lingen und von 17 Zandclskammern der Provinz annover. 11) Schlußberathung Zb,“ den Gescßentwurf, betre end die Errichtung von Mark- emen.
Bexljn, 20. Februar. „Se. Majestät der König haben Allergnadtgst geruht: 2lllerhochst1hrem General-Adjutanten, dem General der ananterte von Bonixr, die Erlaubniß zur An- FZYWÜX?) 1111-311(Fesß.k€„"3e'rzo§§sdZYHSachfcin-CSOburg-GEotha, Hoheit, _ cen ro reuc e eroi 1911- " Hausordcns zu crtheilen.z 3 g ck 1chs rncstunschen
Nichtamtliches.
_, Preußey. Berlin, 20. Februar. Se. Majestät der Kontg empfmgen gestern den Ober-Präsidcnten vowMöÜer aus Cassel, begaben Allcrhöchstst'ch um 10 Uhr nach Potsdam zur Bcstcht1grxng dcr Rekruten dcr Lcib-, 5, und 9. Compagnie" ]. Garde-Regunxnts". Nach drm Dejeuncr im Regimentshause fuhren, Se.,Ma1estardcr König nach Babelecrg, von wo JITFWWWWÖM nut dem L-Uhr-Zuge wieder in Berlin ein- _ Heute„nahmen Se. Majestät der König nach einander cdyxcoertrage dcr brtden Kabmcttc entgegen, empfingen den Freiherrn veredlty , der seinen Dank für Ernennung zum Ccrenwmcmnetstxr abstattete, den Obcr-Präsidenten von Pom- mern, von Mrznchhausen, und nahmen den Besuch des'hier emgetroffenen Frzrstrn pon Schwar_zburg-Rudolstadt entgegen. „ - JhreKomgltcheu Hoheiten der Kronprinz und 1)th e Kron prtrzz csstn begaben S1ch gestern früh mit dem 10Uhr- Öuge „narf; Potsdam, wofelbst Se.Königliche Hoheit der Rekru- trx1brs1cht1gung Hes „1.Gardc-ch1mcnts 3. F, beiwohnte. Ihre K_Ömgltchc Hoheit“ dlc Krynprmzessin fuhr uach dem Neuen - 9,311le und Bornstedt. Dte Rückkehr nach Berlin erfolgte mit dcm 2 LlhrzZuge. Um 4 Uhr empfing Sc. Königliche Hoheit dcr Krynprznz den Oberst-Ltcutenant v. Pfuhl, Comtnandcur dcs KurasßerzRegnnents Königin, (Pommerschcs) Nr. 2 und den Landwxrth Zahl von der Insel Rügen.
- Die AuZscbüffe des Bundesrathes dcs Nord- deutscherr Bu_ndes sind für die dießjährigc Session in fol- gender Welse zmammengeseyt worden:
Zu Mttgltedern des Ausschusses für das Landhcrr und die
Festungen haben Se". Majestät der König Allerhöchstihren Staats: Jeordneten wurde um 1075 Uhr
rund Kriegs-Minister, General der Infanterie v on Noon und m deffen Behmdcrung Allrrhöchstihren General-Lieutcnaut, Direk- wr dcs AUgcxnr111911 KrtcgÖ-Departements von Podbielski, ferner den Konxgltch _sachnschrn Oberst von Brandenstein, dm Großherzoghch mecklenburgtschcn außerordentlichen Gesandten und Staatxs-Mmuftcr, von Bülow, den Herzoglick) sächsischen _Staats-Munster,„Wtrkl. Geh. Rath von Seebach , und den Herzogltch anhalnschcn Re 1erung§=Nath 1)1*. Sintenis zu er- ucnnen geruht, -- ZU ?ttgliedern des Artsschuffrs fÜr das Sccwescn find von SrMaxcstät ernanntwordrn: A(lrrhöchftihr
751
ZULUz-Mxinxster
ra zuxu enburg der Mini ter Ü' ' ' -
gelegenhetten v. SÜWM s f r landwirthschaftltche An
“YP rsnehdrcrc ngxerténgékommiffarc. age or nu_ng 3era : «chlußberat un Üb
betreffend die Uebereiguung der Do?ati§n§f§rndd§e n Gcfeßentwurf,
an die Provinzial= und komnnmaltändi" ' ' acht-älteren Provinzen der Monarchies. WM Verbände der
außerordentliche Gesandte, Staats-Mini er von "t der [KMM (?cuatÉr (Jildemeister- st B1 low, un a em er; unrcsrath Bchufs usammene un folgenden Ausschuffe die betreffenden VJ1desstaate1s1ßgerJäxxx Judd von den Bundesregierungen zu Mitgliedern crnann or en: für den Außschuß für Zoll- und Steuerrvesen: der Kön“ ' preußische Gencral-Steuer- Direktor , Wirkliche Geheime YM vyn Pommcr-C'sche, der Königlich sächsische Ministerial. Dtrektor, „Geheime „Rath 1)1*. Weinli , der Herzog1jch “braunschwetgtsche VYmster : Resident, Geßeime Rath bon Ltebc, unk? als Strllvertrctcr der Großherzoglich hesfische außerordentltche Gesandte , Geheime Legations-Rath Hof. mann,“ für den Ausschuß für Handel und Verke r: der Präsident des BtmdcskanzlrrzAmtes, Wirklchc Geheime ath Delbrück und m dessen, Behinderung der Königlich preußischeMinisjcriaé Dtrektor, Wirkltche Gchcjzne Legations-Rath von Philips. born, sowre der Kömgltch preußische Geheime Regierungs. Rgth Graf zu Eulen [) urg , der Königlich sächsische Ministerial. Dr_rektor„Gehe1me „Rath 1)1'. Weinlig, dcr hamburgische Burgerxnetster [):-. Krrchenpauer , und als Stellvertreter der bremfxschedSetÄrtZsrchßt 1 d e nEr e i | e r ,' ur en 11 1,1 „ür isenbahnen,Post und Tele rab * dcr „GeneraY-Post-Dtrcktor von Phklipsborn, dcr gGrYßlFZ-Z ngltch hesstschc außerordentliche Gesandte, Geheime Lega. ttoyZ-Rath Hofmann, der Großherzoglich sächstsche Staats. Mtntster, erk11che Grhctme Rath ])1'. von Waßdorf der Großherzoglxrb _oldenburgische Staats- Rath Vucholß, der Herzogltch sachs1sche Staats-Minister von Gerstenberg! e_ch', und gls Stellvertreter der Herzoglich braunschweigische tnFcr-JkestdÖntÉsIelHeijfne IZM) von Liebe; ur xn u u Ür ujtizwesen: der Köni li re sche Geheime Ober-Iustiz-Rath 01; Pape? Y:?d a?; desen Behinderung der Königlich preußische Geheime Ober- Frnanz-Rarh Wollny, sowie der Königlich sächsische Ge, henne IustjtzzRath Klrmm, dcr Großherzoglich sächsische Staats-thsxcr, ,Wtrkltche Geheime Rath Dr. von Wak- dorf, der Furftlxch schwarzbrzrgische Staats-Minifter von 121311edrr1rlsa[1S,te[ld1§r tlrxbcckÖscheH Mtjxxstch- Resident 1)1*. Krüger ' . „errecr er eroi ä“1' eStaa- " WU?“!ched GYLYW IZ?!) ZKM zSßebasché' fck „ ts MWM, ur „cn, u ." ür echnungswescn: der Köni li reu '- sche„ thftcrtal-Dtrektor, Wirkliche Geheime Ober- &II-RKH Gunther und rn desen Behinderung der Königlich preußische Gehennc Oberszanz-Rath Wollny, ferner der Königlich sachssche Gehrnue Jvufttz-Rath Klemm, der Großherzoglich hesstsche außerordentltche Gesandte, Geheime Legations-Rath Hofmann , dcr Großherzoglich mecklenburgische außerordent- lxche Gesandte,StaatZ-Mjnister von Bülow, der Herzog- [LiciheberaZFLchIYYélcl mettstcrd-Residetx, Geheime Rath von ', e vor re er er am ur ' " ' Or,?)rYenYlauser; h glsche Vurgermetsier ur cn us chußfür die Geschäftsordnun : der räide dcs" Bundeskanzler-Ymté , „Wirkliche GchcitZe RaY csOejl1x errltccks,e 11derdchöjZZ'UFl'csless11s19che Sbtaats-Minifter Frhr. von , nr 1 war r' «» - ' ' vonchrdtrab, zu gische Staats Munster Ür cn bxsyndercn Ausschuß für die Gewerbe - - nung : der Prastdent ch Bundeskanzler-Amts , WirkFiYc Geyetme _Rath Delbruck, der Königlich sächsische Mini- stermlßDtrcktor, Gehrrme Rath O1“. Wcinlig, der Groß- herzog1zch gnocklenhurgtsche Staats-Ministcr von Bülow, der Furstltch, reußtsch Stagts-Minister von Harbor: und der hamburgrsche Burgcrmetftcr ])1'. Kirchenpauer. - Der AUZschuß dcs Bundesrathes des Norddeut-
schen Bundes ür die Get -. - Sißung ab. f verbeOrdnung halt heute eme
«;D-as Staats-Ministerium trat euteL ' des thfter-Präsidentcn Grafen von W?WUalrtxkxérSLÖoZÉ
hausen zu einer Sißung zusammen.
_ Die heutig e (ZZ.) Plenarfiyung des Ha uses der Ab- , ,durch den Präsidenten von Am mestertrschc befanden sich der
orckenbcck eröffnet. Frhr. Von der nydt, der Minister des
der IUsti3-Ministrr Dr. Leonhardt Der erste Gegenstand der
der Hülfskassen
Die Referenten Abg. v. Vrauchjtsch (Flatdw) und Tweften
Vize-Admiral Jachmann, dcr Großherzoglich mecklenburgische
befürworteten die Anträge:
Innern * “
Das
' der a 113er Köthglichen Staats -chicrung)
' verfasungsmäßige Feten Zeile des I. 1 , unter den nachstehcyden Besttmmungcn; ufügcn: Nach der tm Art. 105 der Verfax
-- rwicscn. “be An der Gcneraldebatte-
von Hoverberk, Graf Schwarm.
Zur SpezialdiSkuffion nahm Niemand daÖWoxt. Die , 2 und 3 wurden vom Hause nut großer Ma1orttat ange-
nommen, ebenso das ganze Gcscß.
Es folgtrn darauf
trat das Haus dem ganzen Gcseßc bei. Die nächfte Nummer
und Ergänzung einiger ür f Der Referent Abg. v.
zu ertheilen. . , (Stralsund), Schnndt (Stettm) wurde der angenommen., ' ,
Der Justtz-Mrmstrr 01", " , Allerhöchstcn Auftrage zwer Gescchtwurfe cm,
gericbtshofes zu Frankfurt a. M.
gerichtshöfc der neuen Lmrdeßtheiw. den zur Schlußberathung rm Plcmtm gestellt,
Es folgte alsdann in dcr Tagcs-Ordmmg: Schlußberathung von Talons zu
über den Gesetzentwurf, betreffend die; Ausgabe den preußischen Staatsschuld-Verschrctbungen.
Der Referent Abg. v. Bonin (Genthin) empfahl seinen
Antrag:
Das Haus der Abgeordneten wo!,le, beschließen, dem vorbezeich- nctcn Gescßcntwurfe dic ocrfaffungSmaßtge Zufrnnmung zu crthmlcn.
Das Haus beschloß dem Antrags gemäß.
Der nächste Gcgcnftand dcr TageSordnung War: Bericht der verstärkkcn Agrarkmnnüsston Über den Geseßentwsurf erner Gcmcinheitstheilungs-Ordnung für den Regierungsbezrrk W166-
baden mij AuZnahme des Kreises Biedenkopf.
Die einzclnen Paragraphen wurden meist ohne Disknsfion
angcnommcn. Dcr Abg. Born heantragtc: Den Z. 18 zu streichen und dafür zu soßen:
rccbtigungen abzutreten find, erfolgt nac?) den im Wicöbadcn (mit Ausnahme *drs Krctses Vtcdcnkr-pf) mungen Über Güterkonsolidatronxxx. _ Der Regierungs = Komunnar Geherme Ober Rath Grciff erklärte fich gcgrn dreien Antrag, w abgelehnt wnrde. Zu Z
angenommen: _ _ zwischen dem 4. und 5 211311115 dcs
Nassau Werden Stcuercdikks vom 10. und 14. Fcbrnqr 1809 VW (Hrm1dcigcntl3i'm1cr für die Dirnftbarkcrtörccrtc unc Rückgriffs bezahlter Abgaben bet der gabe dcs durchschnittlichen Betrages gcrcchnctxc
Das Geseß wurdc schlirßlick) im Ganzen mit großer Majo-
rität mrgenonnncn. , Es folgten Berichte und Debatten
Herrenhauses, wird hentc Abend Unten" Vorsitz
des Innern stattfinden.
--- n 6. [i' 111 er Wahlheirk (Lirgniy und G01dbcrg-- W W B 3 D. von E16ncr anf solute Majori-
Hainau) ist der Staats-Mimstcr cr.
NieBcr-Adclsdorf mit 453 Stimmen Ülxr die ab tät zmn Mßtglicdc dcs Rcrclxstags gcwaylt worden.
aus der Abgeordneten wolle beschließen, dem Gescßcntwurfe ' ung des Herrenhauses (gleich der ursprünglichen Vorlage
mit den 11achf„olgxndcn Zusäßcn Zustimmung zu ertheilen , namlrch: hinter dem Worte »Vermöqena einzuschalten: 2 dem Gesetzentwurf hinzu- ungs-Urkunde vorgeschcncn
3 . r o - , o 3 d ten Or amsatwn dcr Provtzzzm und „threr Vertretungen wer en Fxxxsclbcngdie Bestände der Hulfskaffcn nn Wege der Gcscßgcbnng
welchr der Minister des Innern, Graf zu Eulenburg einleitete, bethetligten fich dre Abgg. Frhr. Frhr. von Patow, von Kardorff, Scharnweber,
Abstimmung Über den Z. 14 1396 Geseß- entwurfs Über die Erwerbung gad ,den- Verlust der Elgenschaft «ls Preuße, so wie Über den Emtrithm fremde Staatssdtc'yste. Nachdem der genannte Paragraph nzttredaknonelley “)xntragen der Abgeordneten Richter und v. Bötticher gcnehnngt worden,
der Tages-Ordmmg ,betrafx Schluß- [yerathung Über den Geseßentwurf, betreffend Hie Ahänderung Bestimmungen der Ftschercr-Ordnung den Regierungsbezirk Stralsund vom 30. August „1865. Boettichcr befürwortete fernen An- -tre;g: dcm .vorbczeichneten Gcseßrntwurfc in" drr vonr Herren- hause beschlossencn Fassung die vcrfaffrmgsmaßtge Zustnnmung Nachdem die Abgeordneten Harkort, vyn zur Gcncraldcbatfe gc1prochen, Geseßentwurf ohne Spezialdiskuffxon im Ganzen
Leonhardt brachte darauf im 1“ [Zeltrcffänd dZe e (* un kÜr ererVerjährungsfristenimBezir dcs vpe ation - FMH A 3 uud betreffend Abänderungen
dcs Civilpwzeßvcrfahrcns 'm den Bezirken einiger APHrljations- Beide Geseycntwurfc wur-
Dic Umlegung de;“-
jcniqcn Grundüücke, welche nächt zur Abfindung aufzuhebender Be- * Regierungsbeztrke geltenden Bestim-
- Regiernngs- orauf derselbe . 22 antwortete der Regierungs-Kom- nsrffar Geheime Ober-chicrxxngs-Nath Grriff dem Abg. Winter.
Der folgende Antrag Der Abgg. Knapp und Mohr wurde
§.22 dcs Gcsrßcnlwmfs, Jol- gendes einzuschalten: »In dem Gebiete des vormaligen Herzogthums die nach Vorschrift des Z 16 11. ff. des nassamschen
Auseinandcrscßung nach Maß- dcr lcßtcn zwanzig Jahre auf-
Über Petitionen. (Schluß des Blattes.)
- "- Die Eröffnung der Vorbcrqthung ch Enxjrxrxrfcs der Kreisordnnnß seitens der bicrzu cmgcladrnrn Mttglredcr ch
1) in der
Behr
dcm belasteten Vorbrhalt des
des Ministers
essen. Darmstadt 19, Februar. In der gestrigen 9. STUN; der zweiten Ka,mmcr wurde der Gesc entwarf,
die Ausvehnung der über das Pfqndrecht und andere orzugs- rechte der Gläubiger in den Provm en Starkenburg und Oder- heffcn bestehenden Geseße auf die urch ,den Friedensvertrag vom 3. September 1866 erworbenen Gcbtetsthetle betr., ange- nommen. „ Ebcnw gelangte der Geseycntwurf, die Einführung der m den Provmzen Starkenburg und Oberhcffcn über dre Stcherung und den Erwerb des Grundeigenthums bestehenden Geseße, m den „ durch den Frtcdensschluß mit Preußen neu erworbenen Gebietsxhetlen , zur Annahme.
, Mit Ausnahme des Art. 2, welcher abgelehnt ward, stimmte die, Kammer auch dem (Heseßesentwurf, die Einführung ver- schxedener Gefeße des Großherzogthmns in den in Folge des Frechensvertrags vom 3. September 1866 neu erworbenen Gebietstheilen bc]. Endlich erxheilte die Kammer dem zwischen den Großherzoglichen Mimstcru'n des Großherzoglichen Hauses und des Aeußercn, sowie des Innern und den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika abgeschlossenen Vertrage wegen dcr Staatsangehörigkeit der AUZWandercr die verfaffungsmäßigr Zustimmung.
€*:Nirtten:berg._ Stuttgart, 18. ebruar. Nach vor- angegangencm Gottchicnsie fand hrute die Eröffnung der evangelischen Landessynode hterselbst st.;tt. Der von dem Könige mit der Eröffnung beauftragte Kpmmiffar, Kul- tus-Minister von Golther, hielt nach Vereidigung __der Mit- gliedrr folgende Eröffnungsrede:
HochzuNrchrcnde Herren! Von Sr. Majestät dem König ist mir der ehrenvolle Auftrag geworden, die evangelischc Landessynode bei ihrem erstmaligen Zusammentritr zu eröffnen.
Im Namen Sr. Königlichen Majestät heiße ich Sie, die Vertreter unserer evangelischen Landeskirche, freundlich willkommen,
Seit den Tagen des edlen Fürsten, dessen Z00jährige Gedächtniß- feier wir erst vor wenigen Wochcn begangen habcn, ist die Verfassung unserer Wangclischcn Kirche im Wesentlichen UUVcränd-ert geblieben. Auch unser Staatsgrundgcscß hat die von Herzog Christoph gc- troffcnen kirchlichen Einrichtungen in ihren Grundzügen bestätigt. Dasselbe bezeichnet ausdrücklich das Königliche Konfistorium und den Synodus als die Organe, durch we1chc das Kirchenregimcnt der evan- gelisth-luthcrischcn Kirche nach den bestehenden oder künftig zu erlassen- dcn kirchenverfassungsmäßigen Gcscßcn Werwaltet wird. _
Wenn nunmehr Sc. Majestät der König, um der, bcrcits früher durch das Institut der Pfarr-Gemcinderäthe und Dtöccsansynodcn angebahnten Gemeindevertretung in unserer Kirche ihre volle Bedeu- tung zu verleihen, eine Lanchsynode ins chm gerufen haben, so find hierdurch jene altehrwürdigen kirchlichen Einrichtungen keineswegs Ver- lassen, sie find vielmehr in ihrem Bcftandc vollständig erhalten und nur durch ein weiteres Organ ergäxrztworden. . .
Die Behörden, durch welche das Kirchenregtment verjvaltct tmrd, smd „dieselben geblieben; dagegen ist nunmehr eix_1neucskirchenvrr- fassungs111äßigcs Organ ins Leben getrcicn, dessen Hauptbcdcuttmg m der Mitwirkung bei der kirchlichen Gcseßgcbuxtg bcüeht. _
Von jeher gakt in der evangelischen Kirche der Grttx1dsaß, da??? wichtigere Aenderungen in der kirchlichen Gcseßgebuna, msbcsondere m der Gottesdicnst- und Lchrordnuna, nicht ohne Zustunmung der Gc- mcinde ins Leben geführt werden sollen. „
Nach diesem (Hrnndsaß wnrde seiner Zcit auch in Wurtftcznderg bei der Einführung des neuen (Hcsangvuchcs und des neuen KmHsn- buchcs verfahren. Nickxt nur find damals Gcistfliclx ays a_[lcn Thctlaxn des Landes zur Bcrathung über diese Gcgcnstrirrdx ktrchltßxcr Gesch- gcbrmg einberufen, sondern es ist (11151) die dcfmrtxve Einfuhrung der neuen kirchlichen Bücher erst angeordnet worden, nachdem may fir!) über die' bcifälligc Aufnahme derselben seitens der Kirchcngcmemden vergewissert hatte. „_ „ .
Jener alte Grundsaß des evanqclmchexrKirchcnrcxbts beörtrfxe aber, um zu voller Wirksamkeit zu gelangen, ctxtcr c-rganxscbcn Etnrrchtuyg.
Diese hat er crst durch dicLandchmodc crkxaiten, dercn E11;- fi'tl)rung von Sr. Majestät dem König, auf den „Antrag des cyßngclt- schen Synodus nach vorgängigcr Vernehmung sammtltchcr Dwzcsan- synodcn des Landes beschlossen worden rst. ' ' '
Ohne die Zustimmung der gleichhcimch mr_s'Gsxstich' und Lam! bestehenden, auf die synodalcn Organe der Ktrchengcmcxncken und Diözesen gegründeten Landessynode als der ordnungsrnqßtgcn Gc- meindcvertrctnng Unserer Kirche könmn vozx mxn an ktrchlcchr Gesch weder gegeben, noch verändert oder authenmck) mtrcprcttrt, noch ans- gchobcn werdcn. „_ „ „
Hiebei erkennt unsere Synodylordnnnq'ausdruckltcky das Bckcnm- niß dcr evangelisch-luthcrisckxcn Krräxc als dre außerbalö der Verdun?- lungcn der Synode liegende, unantastbarc Grundlage aller krrchkichcn Gescßxcbnng an.
Da sodann die Landessyxwde überhaupt das zur Vrrtrctung dcr evangelischcn Kirchcngcnosscn gcgcni'tber dcm («rnchvcrrlichen Kirckcn_- rcgimcnt bestimmte Organ bildet, so kommt thr auch „die BcfugnZu zn, von fich aus in Wahrnehmung Des Zustaych drerrehc nacb dun verschirdcncn Lchnsgcbietcn dcrsclbcn Anxragc, Wunsche und V;."- schwcrdcn an die OberzKirMnbehörde zu bringen, .
Jm Jutercffc der Kontinuität der Gcmcinkcycrtrctung soll cndlt-F) auch für die Zeit, wo die Landessynode nicht versammelt ist, axs VFL"- tretrr derselben mit entsprechcndmn Wirknngékchc cin SynodaLaus- schnß in Thätigkci: bleiben.
Cine Ergänzung der neuen Synodalor'dmmg bildet in gewissxm
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