1869 / 49 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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- Bci den Königlichen Majqstä-ten fand gestern "1,1 Palais cine Soirée statt, dercn musikalischer Theil unter Let- tung des Ober-Kapelinwistcxs Taubert durch Herrn Wachtel, Frau Voggenhuber und Herrn Stahlknccht_ vertreten war, während die dramatische Vorsiciliing unter Leitung des Herrn Lu uet att-and. . '

g -- (Le. fKönigliche Hoheit ddr Kronprinz bxgab Sich gestern Vormittags in das Mielici' dis „Malers Friy Schulz und empfing dann cinchpuiaiMi eiii»; Cöln imd dc1_1Fi11anz- Ministcr Freiherrn von der Heyda“. _ Abends er'scbidnen die Höchsten Herrschaften in der SOlkÉL [Wi Ihren Majestätcn.

-- Das Staats-Ministcrium trat heute unter Voxfiß dcs Minister-Präsidenten Grafen von Bismarck-Scyön- hausen zu einer Sißung zuiamnwn._

-- Nachdem im weiicren Verlauf der in "der gisirigen Siizung deSHerrenhauses stattgehabtenDebattc uber die neue SubhastaiionSorduung O1". Bernburg sem Aimxndemciit" - zu §.9 zurückgezogen, wurde der (Hx-scycntwurf nach VW Bcschluffen des Abgeordnetenhauscs Ln djoa'angenonimen.

Es folgte demnächst als dritter Gegenstand de'x Tagesord- nung der mündliche Bericht der Iusttzkommxssion 1;be den Ge- seßentwurf betreffend die Anstellung im höheren Justizdienst. Be- richterstatter war Herr Bloemer. Der Antrag der Kommxsswn

lautete:

Dem Gesetzentwurf in der vom Abgeordnetenhause beschlossenen Fassung die verfassungsmäßige„Zustimmung zu erthcilcn.

An der Debatte Über diesen Antra bcthetligten sich außer

dem Referenten noch der Justiz-Mini er ])r'. Leonhardt, und Herr v. chift-chzdw, dann wurde der Antrag derKdiii_z111sfion ohne Weiteres genehmigt. - Es folgte„sodann der mundliche anderweite Bericht der Justizkomniission uber de_n Geseßentwurf, betreffend die AussteUung gerichtlicher Erbbescheimgungen. Der Herr Denhard beantragte Namens der Kom-

Berichterstatter

mission: , * JnUebercinstimmung mit dchcschliiffcn des Abgrordnetenhauscs

1) die Aenderung der folgenden Paragraphen: §. 3, Ylinca ], 2, 4, Z. 4, §. 5, Alinea 2, Z. 6, Alinca 2 und Z, §. 9, Almcg 1 und 3, 2) die Streichung des Z. 11- zu genehmigen und demgcmaß 3) dem ganzen Geseßcntwurfe in der von dem Hause der Abgeordnetxn be- schlossenen Fassung die verfassungsmäßi e Zustimmung zu crtheilen. Das Haus trat dem Anfrage 9 ne jede DiZkuifion bei und ging sodann zu dem nächsten Gegenstand ,der Tagesordizung iibcr, zu dem mündlichen, anderweiten Bericht der vereinigten Kommissionen für Justi und für Handel und ,waerbe uyber den Geseizentwur-f, betrcfZMd die Abänderung einiger Bestim- mungen der KonkU-rsordnung vom 8. Mm 1855. Der Be- richterstatter, Herr von Bernuth, beantragte Namens der

vereinigten Kommissionen:

1. In Uebereinstimnmng mit den Beschlüssen des Abgeordnetenk

hauses ]) die Aenderung folgender Paragraphen: §. 17, Alinea 2 „und Z, Z. 155, Alinea 5, Z. 163, Alinea ], Z. 182, Alinca 2, §.1_83, Alinea ], JT. 189, Nr. 3, §. 208, Alinea Z, §. 209, Saß 2 ,' 2), die „Streichung des leßten Lllincas des Artikels 17. und die Hmzufugung der Artikel ?„ 171. und 1711, zu genehmigen und dcmgemäß 3) dem gan- zen Gcscßentwurfe in der Von dem Hause der Abgeordneten beschlosse- nen Fassung die verfassungsmäßigc Znftinnnung zu crtheilen. 11. Die Petition dcs Vorstandcs dcs kaufmännischen Vereins zu Breslau vom 3. Februar d. I., Wegen Abänderung einiger Bestimmungxn dcr Konkursordnung durch die über die Vorlage gefaßten Beschlussc für erledigt zu erklären. '

Ohue Debatte trat das Haus dcm Anfrage bei._ '

Es folgte der mündliche Bericht der Vudgetkommtifion uber die allgemeine Rechnung iibcr den StaatßhaushaltszEtat des Jahres 1865 mit der besonderen Rechnung von den Einnahmen Und AUZgaben der hohenzollernichen Lande, dcn Bemerkungen der Ober-Rcchnungskammcr, der Rechnung der chdantur des * Staatsschaßcs. Der Berichterstatter, Graf von Seherr-Thoß, befürwortete den Antrag der Kommission:

Dic Entlastung der Königlichen Staatsregierung in Bezug auf die allgemeine Rechnung über den StaatshaushaltI-Etat des Jahres 1865, sowie in Bezug auf die Verwaltung des Staatsschaßcs für dasselbe Jahr auszusprechen. ,

Das Haus trat dcm Anfrage ohne jede DiSkusfion bci.

Schluß der Sißung 42 Uhr.

-- Im Verlauf der gestrigen Sißung des Hauses der Abgeordnetexi wurde der Antrag dis Abg. Berger, betref- fend den Bau einer festanriicke bei Tilsit und einer Eisenbahn von Memel nach Tilsit mit roßcr Majorität angenommen.

Der folgende GMMÜÜUÖ ker Tagesordnung war die Schluß- berathung über den Gescßentwurf, betreffend die _A'Üfbringung der Kosten der örtlichen Armenpflcge in der Provinz Schlesien, ausschließlich der Ober-Laufiß. "

Der Referent Abg. Solgcr begrundcte den Antrag":

;Dem vorbezeichneten Gesetzentwurfe die verfassungsmaßtge Zu- stimmung zu crthcilcn.« ' ' .

Es wurde die Generaldebatfe eröffnet, m der der Regie-

rungskommiffar die Annahme des Geseyes empfahl. - In

der darauf eröffneten Spezialdcbattc wurde alSdann das Geseß ohne DiZkussion angenommen.

Es folgte der vierte Gegenstand dex Tagesordnung: Der Bericht der versinigtcn Kommissionen fur Financh Und Zökle und fiir Handel und Gcwsrbe Über den Gcscßciitxpurf, betreffend die Anlage einer Eisenbahn von me'nirop chr Olpe nach Rothe-Miihle im Biggcthale.

Das Gcscß lautct: »Wir Wilhelm von Gottcs Gnaden, König von Prkußcn TC. vcrordncn u. s, w. Einzigcx Paragrayh: Dcr Han. dels-Ministcr wird ci'inächtigt, dic Bergisch-Märkischc Eiicnbawigcscll. schaft in Airsfiihrung der Nach §.4 ihxes Statutnachtrags Vom ]. Or. tober 1866 dem Staate zustehendenBerechtigung zur Herstellung einer Eisenbahn von Jiimcntwp über Olpe nach Rothe-Mühlc' im Bigge. tHale zu veranlassen.« ' ,

Der Atitrag der Kommission ging „dahin, dem GescydiitWitrfe die Zustimnmng zu erthcilcn und die zu ÖTLi1sclbei1"eli1geganz genen Petitionen durch die Annahme des Gescßes fur erledigt zu erachten. « ' ,

Nachdem der Hax-idsis-Ministcr Graf von Jßcnpiiß den Geseg. entwurf begriindet hatte, empfahl der Referent Abg. Freiherr von der Reck den Antrag der Kommission. An der Debatte bctheiligtcn sich noch die Abgg. von Benda und Berger. Schluß der Sißung 4 Uhr. -

-- Die heutigg(58.) Plenarsißung des Hauses der Ab. geordneten wurde um 104 Uhr durch den Präsidenten von Forckenbeck LköffUEt. Am Ministertiiche befanden fich der Han. dels-Ministex Graf von Jßenpliß und mehrere Regierungskom- miffare. Der erste Gcgsnstand der Tagesordnung betraf: Fortseyung dcr Bcrathung des Berichts dkr vereinigten Kom- missionen für Finanzen und ZöUe und für. Handel und Ge- werbe iiber den Gescßeni'wurf, betreffend die Anlage einer

Eisenbahn von Finnentrop Über Olpe nach Rothe-Mühle im

Biggethale. ,

Es lagen hiexzu die folgenden Anträge vor:

1) Der Abgg. v. Sybel und [)r. Achenbach, den Gcseßent- wurf in folgender Fassung anzunehmen:

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c. ivertzrdnlcnt mit Zustimmung beider Häuser des Landtages der Monarchie, wa o g :

§. 1. Der Minister für Handel 2c. wird ermächtigt, die Bergisch- .

Märkische Eiscnbahngcsellschaft in Ausführung der nach Paragraph 4

** ihres Statutnachtrages vom 1. Oktober 1866 (Gcseß-Sammlung für

1866 S. 619), dem Staate zustehenden Berechtigung zunächst zur Her- stellung einer Eisenbahn von Finnentrop über Olpe nach Rothe-Miihle im BigZeth-xcl zu veranlassen.

§. '. Das zum Bau der Bahn erforderliche Kapital Wird aus- schließlich der demselben zuzurechnenden Coursvcrluste auf 23; Millionen Thaler angenommen und auf Grund eines landesherrlichen Privi- legiums durch eine Anleihe 'der Bcrgisch-Märkischen Eisenbahngesell- schaft beschafft werdcn. Fiir den Fall, daß das vorgcdachte Kapital zum betriebsfähigen AuEbau der Bahn, welcher Seitens des Staats durch die von ihm cingcseßte KöniglickyeEisenbahn-Direkiion in Elber- feld bewirkt wird, nicht aiiSrcichcn sollte, wird die Staatsregierung wegen des Mehrbedarfs der Landesvertretung Vorlage machen.

§. 3. Um den etwaigen jährlichen Ausfall an Zinsbeträgen, auf,

deren Ersaß die Gesellschaft nach §. 4 des Statutnachtrags vom 1. Oktober 1866 Anspruch hat, ermitteln zu können, wird bestimmt, da)"; der Betriebsüberschuß des neuen Zweigbahn-Unternchmens, dem Sieg -Ruhr-Bahnunternehmen gegenüber, nach denselben Vorxchriften m_id Grundsäßcn festzustellen ist, welche für die Ermittclung esBe- triebstibcrschuffcs der Sieg-Ruhrbahn dem Bergisch-Märkischcn Eisen- bahnunternehmen und dem Staate gegenüber, maßgebend sind.

5. 4. Zur Amortisation der für die Zivcigbahn auszugebcnden Ohltggtionen sokl ein halbes Prozent des Kapitals unter Zuschlag der Zinsen von den amortifirtcn Obligationen jährlich Verwendet wex- den.. Die Amortisation beginnt jedoch erst, sobald und fdivcit die Zweigbahn uiid das Sieg-RUhr-Bahnunternchmcn selbst, nach Deckung der Zinsen für das alte und neue Unternehmen und nach Deckung

des Amortisatimis-Erfordernisses _fiir die alten Sieg-Ruhrbahn-Obli- '

gationen, die ndihigcn Mittel dazu gewähren.

§. 5. Derjeni c Reingewinn, welcher fick) nack) Bestreitung des Zins- und AmortiFations-Erfordcrniffes aus dem neuen Unternehmen ergiebt, Wird zu 1/3 an den Staat, zu 2/3 an die Gesellschaft abgefuhkko

2) Des Abg. von Behr:

Das Haus der Abgeordneten Wolle beschließen: dem einzigcy Pa" ragrapbendcr Vorlage in kms die Worte hinzuzuscßen: »sobald die be- treffenden Grundentschädigungskosten von den Interessenten übernom- men sein Werdener _

3) Des Abg. Dr. Hammacher:

Das Haus der Abgeordneten Wolle beschließen: für den Faß! del: Annahme, der Re ierungsvorlage in kino. die Worte hinzuzufugkn- „Fobgld die Jnterc enten entweder den Grund und Boden unentgelt' lich ubcrgcbcn oder sich verpflichtet haben, dicAuslagen für den (Hyund mid Boden spätestens binnen fünf Jahren nach stattgehabter Betriebs- croffnuna zu erstatten.«

4) Der Abgg. Vr. Hammacher und von Roenne:

Das Haus der Abgeordneten ivolle beschließen: Die Königllcl)e SiaaWregierung aufzufordern, die baldigsteAusstihrung einer direkten Eiscnxiahn von Cöln nacb Cassel mit aklen ihr zu Gebote stehende" Etnftuffcn zu fördern.

Ferner die folgenden Abänderungs-Anträge zu dem Antrag der Abgg. v. Sybel und 131“. Achenbach:

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1) Des Abg. v. Behr:

Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen: 1) In . 1 des obengenannten Antrags nach dem Worte :ermächtigta ein uéchalten: ,unter den in den ZZ. 2-6 gestellten Bedingungen, und Zobald die Interessenten die bctrcffxndcn Grundentschädigungdkostcn übernommen haben.“ 2) Im Z. 2 die Worte zu streichen: »Für den Fall u. s. w. bis zum Schluß dieses Paxagraphenx

2) Der Abgg. ])1'. Hammackyer und v. Hoverbeck:

Das Haus der Abgeordneter: wolle beschließen: 1) Im §.2 ZeileZ ßaZt »aijxtgreriiZWmm zu sagen: vfestgcseßtcc. 2) Den ziveiten Saß des u e .

Z 8An der Gcneraldebatte betheiligten sich die Abgg. Achenbach, von Sybel, ])r'. „Glaser, von, Vonin (Genthin), so wie der Re- gierungZ-KommxffarmZ Regierun s-Yffeffor Frölich. Zur Spe- zialdcbatte nghmen der, Referent reiherr yon der Rock und die Abgg. vdn Diest, 1)1'. dee, von Veshr, Reichensverger das Wort. Der Regierungs-Kdmmiffarius Regierungs-Affeffor Frölich sprach nach dem Referenten, der Handels-Minister Graf Jßenpliß nach dem Abg. von Behr. Z. 1 des- Antrages der Abgg. von Sybel und [);-. AchenbackZ wurde vom Hause an enommen , die dazu ge- stellten Anfrage verworfen. Zu Z. dieses Antrages sprach der Abgeordnete Hammachxr, worayf der Paragraph ange- nommen wurde. Der Fmanz-Mmister Freiherr von der Heydt brachte, darauf den abgeänderten Geseßentwurf über den Rezeß Mit der Stadt Frankfurt am- Main ein, nach welchem der , Stadt Frankfurt noch 2 Millionen Gulden aus Stgatsxmtteln dewiUth werden. Aus der Privatschatulle Sr. Majestät des Königs oll der Stadt Frankfurt a. M. noch ein Allerhöchstes Gnadengeschenk von 1 Million Gulden ge- währt werdeii. *

Die übrigen Paragraphen des Gescßentwurfes in Betreff der Eisenbahn Fumentrop-ine u. s.w. wurden ohne erhebliche “DiZkusfion angenommen, und zuleßt der ganze Geseßentwurf in der von dM Abgg. v. Sybei und Achenbach beantragten Faffung, zugleich nut der Resolution der Abgg. Hammacber und v. Rönnc.

Der näch|e,G_egenstand der Tagesordnung betraf: Vorbe- richt der Kommission ziir Prüfung “des Staatshaushalts-Etats Über die Etatsübersckyreitungen und außeretats'mäßigen. Aus- gaben der Jahre 1866 und 1867. An der Debatte detheiligien ?_fich die Abgg. 131". Waldeck, R0scher UUd der Referent Dr. Virchow.

(Schluß des Blattes.)

Königsberg i. Pr., 25. Februar. (W.T.B.) Heute Vormittags fanden sich große Arbeitermaffen vor dem Magi- stratsgebäude ein, um Arbeit und Steuererlaß zu verlangen. Die Arbeiter beobachteten eine gemessene Haltung und gingen auf Zureden der Bürger und Polizeibeamten wieder auseinan- der. Ein Militärkommando war requirirt, es kam jedoch nicht zum Einschreiten.

Mecklenburg. Schwerin , 25. Februar. (W. T. V). Die Eröffnung der kommissarisch- deputatischen Verhandlungen uber eine ihunliche Ausgleichung der durch die Nachverstcuerung exzxugten Prägrav'ationen UNd Über die aufzustellenden Prin- zipien für die dieserhalb zu gewährenden Entschädigun en ist auf den 2. März festgestellt. Die Einladungen an die äudi- schcx Scits erwählien Deputirten und an den Magistrat zu Roxioxk, welcher den Senator Witte als Deputirten nominirt bat, smd in diesen Tagen ergangen. Die Verhandlungen wer- den gemeinschaftlich mit Streliß gefiihrt werdcn.

Hamburg, 25. Februar. In der gestrigen Viir er- schaftssigung wurde beschlossen, die Senatsvorlage, betre end

das Strafverfahren, an den bcstchsnden zu kompletircndsn Aus-

schuß zu verweisen. Das VON drsm Aiisschuß beantragte Gescy, betreffend Aenderung der auf das Handelsgericht bcziiglichcn Geseßx, wurde definitiv angenommen.

„Sachsen. Dresden, 25. Februar. Se. Majestät der Kömg tst heute Nachmittag ] Uhr. von Leipzig wieder hier eingetroffen.

Meiningen, 24. Fsbruar. Die Sammlung landwirtiz- schaftlicher Verordnungen veröffentlicht ein Grieß vom 9. Februar 869, „die Hutablösungkn betreffend, ein Gescß vom 10. Febrimr 1869 0er das Verfahren bei Zusammenlegung der Grundstücke Und die Ablösung der Hut erechtsame, und ein Gcssß vom 12. Febritar 1869, die Aufnaßme einer neuen Landessckyuid von 600, 00 Thalcrn oder 1,050,000 Fl. betreffend. , SchaumbanZ-Lippe. Bückeburg, 25. Februar. Eine Exkxadeilage der Anzeigen des Fürstcnthums Schaumburg-Lippe VM*)fféntlizht cine Höhere Bekanntmachung, die, Bildung der LMdcskasie für das Fiirsteiithum Schaumburg-Ltppk betreffend,

d yden. Karlsruhe, 24. Februar. Ueber die Reise es Prinzen Karl sind der »Karlsr. Ztg.“ MMM Mitthei- UUIM zugegangen: »Nach längerem Aufenthalt im Kaukasus YUM Se. Großhkrzoglichc Hoheit am Anfang dieses Mongts Ws, Um sich nach Konstantinopel zu begeben. Der Prinz

' vom 17. Februar 1869.

* widmete mehrere Tage der Besichtigung der türkischen HAUPÉ“

stadt und schiffte sich sodann nach dem Piräus ein, um VLM dort die Reise nach Alexandrien fortzuseßen; von hier aus be- nußte H0chderselbe _ wxgen Mangels direkter Fahr elegenbeit ZZchdAtcgypten das fur Messina beftimmte Dampf chiff. Am [' . ., raf Se. Großherzogliche Hoheit in Messina ein und ver- 1eß diese, Stadt vorigen Montag, am 22. d., auf dem nach Alexandrien, fahrendczi Schiff, welches voraussichtlich am 25sten Febryar, seinen Veftmmmngsdrt erreichen wird. Der Prinz beabsichtigt vdn Alexandrien aus Kairo und Suez zu besuchen und sodann uber Malta nach Tunis zu reisen. In der Mitte des nachsien 'Moziats „hofft derselbe Neapel zu erreichen und uber Italien 111 dte Hennath zurüchzukehren.«

OesterreiOYngarn. Wien, 25. Febriiar Der 1- FeiFeeZetdes Innern , l)r'. Giskra , hat sich gestern nach TYst

- In der gestrigen Sißung des konfessionellen Aus- schusses xrklärte der Kultus-M'inister, er werde in der nächsten Sißxng dre Bemerkungen der Regierung zu dem seit Dezember ÉFe/n der Plenarberathung entgegenfehenden Religionsgeseße ab-

- Ueber den Untergang des »Radeßky- ist von dem Festungskdmmando Lis s a am 23. Nachmittags folgendes Telc- gramm kacßßlaufen:

_ m ,a ange zum geürigen Berichte wurde no er or t a die atterte nach dem Ausiaufen von Gravosa wirkéich Lusséeljadex? wurde , uxid daß die Munition, 15 Stück Salutirpatronen, feucht, durch zwei Tage zeitweise Batterie Achter zu_m Trocknen aufgelegt waren; Ferner wurden von alten Signalpatronen Säckek e engt, um die ausgeladenen_ Patronen zu überfüllen. Die ausgel „nen Patronen wurden ]edoch nicht in der Pulverkammer, sondern im Graiiatendepot gelagert. Ferner giebt Feuermann de Fabris iioch weiter an, daß er einige Momente vor der plofion, als er aus den Kammern der Maschinisten in den orridor trgt, um sich 'zum Abholen des Frühstückes für diese zur Kuche_zu begebey, ah", nne „der Maschinenasfisient mit einem glühen- den LÖth-Folixen i_n großter Eile nach Achter gegen das O-ffiz'tersquarré ite-f; ob er in „die, Lucke ziim Granatende-pot, welches offen war, oder in das. Quarks ging,)veiß er nicht, da er fick) nicht darum kümmerte und seinen Weg 111 die Batterie fortseßte. edoch kaum bei der Küche angelangt, erfolgie die Explosion und er b'rte noch mehrere Detona- tionen , dem Springen von Granaten ähnlich. Matrose Millich be- ,zeugt xbenfalis, “gesehen zii haben, daß die ausgeladene Munition Batterie Achier m dex Nahe des Gangspiüs zum Trocknen gela ert wurde und Pqtronensäcksl erzeugt wurden. Auch wurde Donne ag großes Klarschrff zum Gefecht und Freitag Feuerallarm eübt.

_ Pesth, 23. Februar. Heute hielt der israelitixcbe Kongreß seme .leßtc Stßun Nach Schluß derselben begab sich eine De- putation iinier uhrnng des Präsidenten 1)1'. Hirschler zum Kultus-Mimste-r, um dkmselben die vom Kongreß ausgearbei- teten Statuten zu überreichen.

. Hermannstadt, 24. ebruar. Maceklariu hat die In:" telitgenz der ste_bet-iburgiichen umc'inen auf den 7.'Mc'1'rz nach Kasmarkt zu einer Koxxfcrenz behufs Feststellung eines solida- rischexi Vorgehens angejichis der bevorstehenden Reichstagswah- len einberufen.

Belgien. Bxüiiel, 25. Februar. In der Sißimg des Scnqts am 24, in welcher, wie bereits teicgrapdiiii) gemel- det, die Verwerfgng „des Budgets des Justiz-Ministeriums er;- folgte, waren die einzelnen Artikel des Budgets ohne allen Widerspruch genehmigt worden. Bei der Abstimmung über das ganze Budget stimmten 25 Senatoren und ebensovicle von der Rechten gegeii daffelbe, ohne daß diese Abstimnmng vorher irgendivie mothrt worden wäre. Nach diescmVotum vertagte fich der Senat aus unbistimmte Zeit.

-_- Die_ gestrige Siynng des Repräsentantcnhauses war stiirmiwv. Es handelte fich in dsm Budget für das Innere um Art. 109, Bewilliguyg xiner ).lntersiiißung von 5400 Fr. jährliii) (statt 6000 Fr. wre Whir) fiir die Bollandifien (Jesui- ten zu Antwerpen) behufs Heraiisgabe der Iota Zancim'um. Die Liniexvcrlangte, nachdem die Abftimniung im Sénat Über das Iusttzbydget bekannt geworden war, lebhaft die "Strcichung ]ciier Subsidie; es gelang indessen den Bemühungen des Mi- nisters des Inncrkn, welcher sich Nach den Aufregungcn im Senat zm" Verthkidiguyg des Postens außer Stande erklärte, die Vcrtagurzg der Alxiiimmung zu erwirken, welche mit 56 gegen 36 Stimmen [*BYCHWffLn wurde.

«(W. T. B.) In der heutigen Sixzung der Repräsen- tantcnkammer legte der Finanz- Minister das vom Senate gestern abgclkhnte Budgei des Justiz-Minifieriums vor. Nach lebhafter Debatte beichloß die Kammer mit 62 gcgen 44 Stim- me_n, das Budget Wort an eine Spezialkommissidn zu ver- weisen, deren Mitglieder sodann gewählt wurden.

Die Berathung im Plenum erfolgte in der Abendsißung. Die Kammer genehmigte das Budget mit 62 gegen 42 Stimmen.

Großbritannien und Irland. London,24. Februar.

In der gestrigen Unterhauösißung zeigteSamuelfon an,

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