1869 / 55 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Der Referent Abg. v. Venda begründete den Antrag der Kommission : _ .

Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen: 1) die „nach den vorausgcführten Gesehen Seitens der Königlichen Staatsregierung zu legende Rechcnschast, durch die Denkschrift vom 6. November YZ; a_ls crlcdi t anzunehmen; 2) dicErwartung auszusprechen, Haß die 6111 - liche (Ztaatsrc icrimg die aus den bezüglichcn Darlehen in die Staat - kaffe zuriickflicchdcn Gelder alljährlich, soweit thunlich, zur Einlösung der aus jenen Gesehen herriihrcndcn, umlaufenden DarlehnSkasscn- scheine und SOaßmnvcisungcn Vcrwmdcn, dann aber auf die dem- nächstigc völlige Tilgung jener Darlehnskaffensthcinc imd Schah- anwcisungcn, m'omnxxljrer im Wege anderweitcr gesetzlicher Rcaulirung dicser Angelcgcnhcii, in möglichst naher, Frist Bedacht nehmen Werde.

Nachdem der chterungskonmnffarius, Geh. Finanz-Rath von Möller, dcm ererentsn geantwortet hatte, trat7das Haus dem ersten Anfrage der Kommission bei. Der zweite Antrag wurde vom Referenten zurückgezogen.

Es folgte in der Tagesordnung: Mundlicher Bericht der

Kommission für Finanzen und Zöile iiber die Perttion dcs Gutsbesitzers Frcnßci und Konsorten (18 (isto Gumbinnen dyn 4. Dezember 1868, welche beantragt: 8) paß alle die- _jenigcn ostpreußischen Grundbesißer, welche in Fylge drr Gesch vom 23. Dezember 1867 und vom 3. Marz 1868 Darlchnc rmpfangcn haben und nicht über 600 Morgen Land bcsißen, die Rückzahlung erst innerhalb 10 Jahren zu leisten haben. 11) Daß die an Besiylose m Folge des Geseßesrom 3. März 1868 gegebenen kleinen Darlehne weder zu verzmsen, noch zurückzuzahlen sind.

Der Ref. Abg. v. Benda empfahl den folgenden Antrag der Kommission: _

Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen: »in der Erwa- gung, daß die Gesetz:“ vom 23.Dczcu1ber 1867 und vornZ. März 1868 nebst den dazu ergangenen Reglements schon die Brstnnmungen ent- halten, ivclcvc es ermöglichen, in jedem einzelnen „Falle des nachge- ivicscncn Bedürfnisses zu der Erfüllung des von den Petenten an- gestrebten Ziclcs zu gelangen,“ daß aber eine allgemeine gesty- liche Anordnung im Sinne dcr Petenten weder nothwenhig noch rathsam erscheint, in dcr Erjvägung ferner, daß von der König- ließen Staatsregierung mit Sicherheit erwartet werden darf, daß sie

fich bei dcr Beurtheilung jedes einzelnen in dieser Hinficht an fie gc- _

langcndcn Antrages, nach wie vor von dcn Grundsäßcn der Milde und den durch die cigcnthümlichen Verhältnisse der Provinz Preußen geboicncnRiickfichtcn leiten lassen werdc,a iibcr dicVorfiehcndc Petition zur Tagesordnung überzugehen.

An der Debatte Über diesen Gegenstand bciheiligtcn sich außer dem Referenten die Abgeordneten 1)» Bender und Frei- herr v. Hovcrbeck. Der Finanz-Minifter Frhr. v. d, Heydt nahm nach beiden Abgeordneten das Wort. Der Antrag der Kommission wurde darauf “vom Hause angenommen.

Der dritte Gegenstand der Tagesordnung betraf: Bericht der Kommission zur Priifung des Staatéhaushalts-Etais Über die Etatsiibcrschrcitungcn und außerctatsmäßigen Ausgaben für die Jahre 1866 und 1867. Nach dem Referenten Ab- geordneten 1)1*. Virchow sprachen noch die Abgeordneten Twestcn, Grumbrccht, Liiskcr. Der Finanz-Minister nahm nach dem Abg. Lirsker, der Regierungsformmiffarius, Geheime Ober-Fmanz-Rath Mölle nach den Abgg. Twcsten und Grumbrkcht das Wort. Das Haus trat den Anträgen der Kommission bei.

Darauf ergriff der Minister yes Innern Graf zu Eulenburg das Wort, um die folgende Kömgliche Botschaft zu verlesen: (Dic Versammlung erhebt sich.)

Wir II ilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c. habrri auf Grund des Artikel 77 der Verfassungsurkunde dcn Prasrdentcn Unseres Staats-Ministeriums, Grafen von Bis- mgrck-Schönhauscn, beauftragt, die ngnwärtige SÄYUUJ dcr bkldlU Häuser des Landtags Unserer onarchie am 6. ieses Monats in Unserem Namen zu schlie en.

Wir forderiz demnach beide Häuser des Landtags hier- durch quf, zirdiesem Zwecke an dem gedachten Tage 3 Uhr Nachmittags m Unserem Königlichen Schloffe zu Berlin zusammenzutrrten.

Gegeben Berlin, den 5. März 1869“.

Will) e l m.

EZ folgten Petitionen. (Schluß des Blattes.)

_ Nachsdcn beim Ober-Komnmndo der Ferien Nachrichien befand sich S. M. S. . Februar er. 1111 Hafen von Cnracxa0_Westindien.

Mgrine eingegan- erctoriaa am

Cöln, 5. März- Die englische Po aus London den 3. d. Mis. Abends, ist ausgeblieben. MF,. &,

I)iecklenburg. Schwerin, 4. März. Wie im «Reg, Blatts bekannt gemacht wird, hat der Großherzo am 9. v, M. aus den Händen des Kmsxrluh fkkmzösischen au erordentlichen Gesandten und bevollmachtigten Ministers Roihan das Schrei-

ben des Kaisers der Franzoseq entge engenommen, durch w“, ches derselbe in genannier Eigenschast an dem hiesigen Gro"- herzoglichcn Hofe beglaubigt worden_1st.

Waldeck. Arolsey, 1. März. Das ;Für|[. Wald Reg.-Vl.« veröffentl1cht em Geseß _vom 25. Januar 1869, djé Pfarr- und Schulgüter und die bei deren Ilb- und Zulieferun zu befol enden Normetz betreffend, _fcrner em Gesch vom ], (] bruar 1 9, die Bestreitung der kirchlichen Baulasten Seitens derffKcJtholikcn dcr Fiirstenthiimer Waldeck und Pvrtnont be- tre en . '

Hamburg, 4. März. In der gestrigen Bürgerschaft»

sißung wurde der Senatsantrag, betreffend die AUfhebng der Militärdeputation, ab clehnt. Ebenso wurde der Antra des ])1'. Knauf und Geno en, betreffend die Aufhebung de Instituts der „ktenverscndung, mit 65 gegen 64 Stimmen ab-

gelehnt.

Sach eu. Weimar, 4. März. (W. Z.) Se. Durch- laucht der rbp rinz und Ihre Königl. Hoheit die Erbprinzesfin u Hohenzollern-Sigmaringen sind heute zu einem Be- ?nch am Großherzoglichen Hofe hier eingetroffen.

Lippe. Detmold, 4. März. Mit dem heutigen ch- Yerungs= und Anzeige-Blatta ist die Nr. 10 der Gesch"

ammlung ausgegeben. Dieselbe enthält eine Bekannt machung, den mit der Königlich preußischen Regierung abge sxhlossenen Staatsvertrag Über die Anlage einer Eisenbahn vo Hannover nach Altenbeken vom 23. Januar 1869 betreffend.

, Osß“tcrreichs-?thgartt. Wien, 4. März. Die Kaiseri ist mit der Erzherzogin Marie Valerie gestern Vormittags vo hier nachOsch aZFreist.d d P Z _

' _ u e zvir er » rag. tg.« unterm 2. Mär berichtet: Aus zahlreichen Gegenden laufen Berichte ein übe zunz Theil sehr ernste Wahlkonflikte. Vei-mehreren Wahl ichlagereien ga); cs Todtc auf beiden Seiten. Achtzehn König liche Komnnffare soilen bereits als solche das Dekret in de Tasche habeiz, um sofort dahin abgehen zu können, wo die be drzi _Wahlkampfcn herrschende Erbittcrung ihre Gegenwar nothrg anchi. Für das Pesther Komitat wurde Graf Nada zum Königlichen Kommiffär ernannt.

_ Am 28. v. M. sind nach der, „Wien. Ztgxx zwei we“ tere Bataillone der Pesthcr Garnison zur Hintanhaltung vo Exzeffen _bct den bevorstehenden Wahlen auf das flache Lan abmarschtrt. EmBataiklon hat sich nach Groß-Kanizsa begebe

Agram, 3. März. Der Banus brachte im Landta den Geseyvorschlag Über die Organisirung dcr LandeSregi

rung eit). . Triest, 2. März. (Tr. Z.) Der General-Major Herzo ist vorgestern von seiner Reise zi

von Württemberg

rückgekehrt. *

_ Der vOfferv. trrest.« veröffentlicht die Gescße betrc'_

der Schulaufiicht für Istrien, Görz und Gradisca. ,_

, _ S. M. Escadrc befindet sich gegenwärtig in Lisi Wird sich aber baldigst nach Fasana begeben.

_Belgien. Brüssel, 4. März. Die Repräsenta tenkammer scßte gestern die Diskussion Über Aufhcbiing d Schuldhaft fort. Der Justiz-Minifter Bara verthcidrgted Geseßesvorlage gegen die Anträge der Kommission, welched SchUldhqft als vCivilstrafea fiirbetrr'igerischc, dolose imdg waitthatige Handlungen beibehalten wiffen will. Die Dl kussion wurde bis Dienstag vertagt.

Großbritannien und Irland. London, 2. Ma Der Earl of Clarendon traf gestern auf Schloß Winds ern und hatte eine Audienz bei der Königin, nach derselb fuhrte rr Baron Fabrice, den sächsischcn Gesandten, Bax Gcrvcrs, den niederländischen Gesandten, und Baron Beaulie den belgischen Gesandten, ein , welche ihre Beglaubrguugsschr ben Überreichten. .

_ Der vom Prinzen Arthur im Namen der KMU abzuhaltende .Herren-Empfang im St. Ianiespalasts auf den Z.April verschoben worden. Die Drawrng Noon der Königin im Buckingham-Palafte sind auf den 8. AP und 11, Mai fest cseßt. _ Der Geburtstag Ihrer Ma16sk der Königin (2 .Mai) wird Allerhöchster Anordmmg gem am 29. Mai gefeiert werden. , , ,

_ Die Gesundheit des P rinzen Leopold, ist so „Wels ch' ?ergctstellt, daß derselbe einen Spaziergang im Freien mach onn e. * . _ In der g'efirigen Siyung des Unterharxses eytiylck? wie bereits telegraphisch emeldet, Gladstyne m_ dreistundl Rede seinen in der voni 111 wieder vorgelegten Vril enthaltej Plan über Abschaffung der Staatskirche 111 Jrla Wir heben aus derselben, nach der »Engl. Korr.«, FOWL"

hervor: " , Die Bill bestimmt , daß an Stelle der gegenwartigen ms"

, cinfachc Konfiskation

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, ,nkommixfion auf 10 Iahrx eine neue Kommission treten„soll. “ck, sofort ie Einkünfte der Kirche, unbe chadet der Intercssezi ihrer elchwärtigen Nußnießer,„übernimmt. amit wäre gestylte!) „die ,gennung der Kirche vom Staate und die Einziehun der Guter ""Men, Inzwischen soll praktisch erstere erst am 1. qnuar 1871 'ßuzfick, gehen, d. h. mit diesem Zeitpunkte „verlieren die irischen Bi- or ihren Siß im Oberhause, Fille kirchlichen Korporaxionen smd . fchOben“ die geistlichen Gerichtshöfe gehen cm und die Kirchengcseße Mech ihre bindende Kraft als Landesgesetze. Alle Ernennungen „r cjstlichkil Stellen, welche bis dahin gemachtgverden, smd prrZViso- M„ Natur und verleihen den betreffenden Geistlichen keine Weiteren [frechke Um die Reorganisation der nunmehr von der eu lischen ALM losgetrennien Gemeinschaft ziruroiterftiißen und die Ent, eh_ung ch, Versammlung zu erleichtern, die un Namen der irischen Kirche „rhandcln könnte, sou der Königin und dein, Geheimen Rach die Mgmacht übertragen wcrden, eine von der irischen Kirche gewahlte wnßjtuircnde Versammlung anzuerkennen und ihr KorporationSrcchte “cn. ' zu €?le dcr Bill wiirde die ncuzucrncnnenixqKommisfion' das Exn- nen der einzelnen Pfründeniiihabcr fest ellen, davon seme Kosten ",Oülfsqeistliche abziehen und ihm den ?_ettobxtrag auszahlen, 1.9 Tung,“ cr séinc Amtspfiichten erfiiile. Es ivixfrdq'thm freigestellt blei- “„ statt dessen die UmwandlungßicserJ C:!UkUUftZ m eine Lebens- „ntL nachzusuchen. Bezüglich der Hulfsgeiftlichen 1vrxrde„nach.demscl- „„ Prinzip Verfahren. Privatschenkungen an Kapitaiicn bis „zum Jahre 1660 zuriick würden der Kirche „unversehrt verbleiben. In Betreff der Kirchen würde e_bcn cm Gleiches geschehen, wenn fiel) die Gemeinde verbindlich mache, Hie Erhaitungs. kosten zu tragen. Die St. Patrickskathedralc rn Dublnx da- egen, und etwa ein Dußend anderer ngmcntltch aufgefiihrten Kirchen; sollen als nationale, Baudenkmaler auf Staatsßoften imStande gehalten werden. Die Pfarrwohnungcn' ferner würdrn untcr derselben Bedingung wie die Kirchen den Gemeinden, odcr_'vicl- mehr der die Gesammtheit derselben vertretxndcii Versammlung uber- eben werden und die Friedhöfe wiirden rnit Vorbehalt alicr bestehen- Jcn Rcchtc bei den Kirchen bleiben. Auch waren d'en, (Hemxtndxii gegen ein Billiges Ländereien zuin Gebrquckze dcs Geistlichen kqufltch zuiibcrlaffcn. Die presbyteriamschcn ('HUstUCHM wre diciathoitschen, welche auf Kosten des Regium Doriu1ns"und Her Dotation fiir das Seminar “11 Maynooth angestellt siiid, wurden m dersclbeix Weise ab- gefunden r ie diejenigen der Staatskirche, und es soll der vierzehtifache Betrag der verschiedenen Gehälter kapitalisirt den genannten Rxltgioxs- genosscnschaften ein für alle Mqidzugewrcsen werden, um die Harte s [6 li en Ueberganges zu un ern. " de ?Oi? jcehßt bestehende Pachtabgabc, wclche, aus „der!) fi'uhcreir Zehn- tenumgewandelt, cinen aupttheil der Kircheneinfixnftc, kapitalifirt etwa?,000,000 Pfd. St. arßellt, geht mrt der Zeit1 ganz ein'xind zwar so, daß die Landivirthese entweder um das L_fog'che _des ]ahr- lichen Betrages ablösen, oder _abcr 'm 15 Jahren in ]ahrlichgn Ab- schlagszahlungen, wie eine gleichzeitig zu verzinsende imd zu nigende Anleihe abtragen. Neben den aus der Pachtahgabc erzielten 9,000,000 Pfd. St. beläuft fich der übrige Befiß der Kirche noch auf 7.600,000 Pfd. St. Die Hälfte des Gcsammtbctrages wurde auf (_Fntschadrgun- en, Abfindungen, Ab ahlungen von Hypotheken mid die Kqsteir der Liquidation zu verwen en sein (4,900,000 Pfd. St". fur dtchxftlWxn, 800,000 Pfd. Si. für HülfSJcistliclze, Entschuldigung fur, Laien 100,000 Pfd. St., Hypotheken 250,000 Pfd. St,"! Abfindung der Presbyterianer 1,600,000 Pfd. St., Konrmr'sfionsausiagrn 200-000 Pfd. Sterk). In der Frage, was soll Zint dcn ubrig bleibenden 800,000 Pfd. Sterk; grschcheti, , erklarte „Gladsiync, er wolle diese Summe zur Linderung Uiiverineidltcher Ungluckszußande in Leiden, die zunächst nicht in den Bereich der Armengcsch fallen, Verwenden. Im Einzelnen bestimmte er dqziir 185.000 51311“, S„t“ jährlich fiir Jrrenhäuser, 20,000„Pfd. St. fur Zufluchtshauser fur Vlödfinnige, 30,000 Pfd. St. fur Taubstumznen-Ynstalten, 15,600 Pfd. St. für die Heranbildung von Krankenwarterimzxn, 10,000 Pfd. St. für Besserungsanfialten und 51,000 Pfd. St; ftir Grafschafts- Krankenhäuser _ im Ganzen 311-500 Pfd. St, ]al)r11ch. , (qudstone endet seine Rede mit einem Schlusse, in welchem er die le1 als folgenschwer und bedeutend, als einigermaßen har_t_,fur den irischen Klerus, aber doch als milde und gcrcchichgrafterinrtr und troiz dcs lbedieutcndcn Umfanges dieser Angelegenheit ihr doch eme baldige Er- eigung vorhersagt. _ DiSraeli erklärte darauf irritEiitschieHeiiheit riochmals den Proteß der Opposition gegen Prinzip wre Emzelnheiten der Bill,

kom:

_bezeichnetc Trennung der Kirche vom Staate als politischen

Ikrt um und Ein ie un der Güter zu weltlichen Zweckcii (116 h 3 h t?nd rieth schließlich feinen politischen Freunden, sich jeyt nicht der Bill zu widerseßen, sondern ihren Widerstand fiir die zweite Lesung aufzusparen. Bis _zu diesem Zk'lkpunkte Verlangte er indessen eme wenigstens dreiwöchentlickye risk. Gladstone fand diesen Zritraum zu lang, und mim am iiberein, die zweite Lesnng fiir den 18. d. festzusexzen. Die

„Vill wurde darauf zum ersten Male gelcscn.

** o n Bri t der Präsident des Haiidclsanitcs, WPsiUgJeiU? aus ctiW ,60 Persomcn bestehende Dcpu'tatton ex„1-611Ü (701011j5n810n Km] [ImizxrxrtjGn SGULTY/“é _ WWI A“- bcitcrvcrcins zum Zwecke gegenseitiger ).[ntcrstiißrmg fiirßliis- waUderung und Kolonisation _, wclche um die,“ Unterßußung BUMM und der chicruag nachsuckytc. ,Das Konnte dcs ercins hatte vom Gouverneur. NcbraSka's cincirBricf unterm 0. Januar erhalten, demziifolgc die Union Pacific Eisenbahn- geseUiÉhast im nächsten Frühjahrs mehrere taiisciid Morgen Lan-

des zu sehr vortbeilhaften Bedingungen an den Markt zu bringen Zlodcnkt,und der Staat selber großeStrecken andes zu 5_7Dlls.pxr cre mit Abschlagszahlungen zum Ankauf offeriren wird. EZ 1 Seitens des genannten Vereins beabsichtigt, eine Aktiengese - schaft zu bildezi, wxlche mit den Beiträgen ihrer Mit lieder ge- wrffe _Grundstycke; m Nebraska ankauft und eine ' mahl der Mitglieder mit ihren Familien dorthin „zu schicken. Die für dreier; Land eingehende Pacht soil nicht unter die Aktionäre als Dimdcndc vcrthcrlt, sondern von Zeit zu Zeit zUm Bauen von Hausern, Ankauf wxrtcrer (ertxidstiick'e n. s. w. verwandt werden. _ Bright war nut dem, Prinzip des Vereins völlig einver- standen und yersprach, das Ansuchen der Deputation einer sorg- fältigen Erwägung zu unterziehen.

_ „Frankreich., Paris, 4. März. Das gestrige oJournal officiela bringt, wre telegraphisch bereits gemeldet, zwei Kaiser- liche Dekrete, „welche verordnen, daß die Bcichenfeier für Troplong, sowre die fiir Lamartine auf Staatskosten statt- fmdxn soll. Bei Troplong heißt cs: »in Betracht der aus- gezetchneten Dienste, welche Herr Troplong unserer Regierung geleistete,“ bei Lamartine: »in Betracht, daß Herr von Lamar- tine dem Lande große Dienste in schwierigen Zeiten geleistet:.

_ (W. T. B.) Im geseßgebenden Körper wurde die Verathung der Vorlage, betreffend die Stadt Paris, fortgeseßt. Der erste Artikel der Vorla 6 wurde genehmigt, nachdem ein Antrag, denselben an die ommission zurückzu- verweisen, mit 187 gegen 69 Stimmen abgelehnt war.

Dänemark. Kopenhagen , 2. März. Nach einem Te- legramm des Rißau'schen Bureaus ist die Rückreise des Kron- prinzyn von Dänemark aus Stockholm, wclche, früheren _Michcilungen zufolge, heute stattfinden .soilte, aufgeschoben wor en.

König Carl reist jedoch heute nach Norwegen ab.

Amerika. Aus Washingtom vom 3. März wird pr. atlantisches Kabel gemeldet, daß die Schenk'sche Finanzbiil nunmehr beide Häuser des Kongreffes passirt hat. ' ,

_ Nach dem soeben erschienenen Finanzbericht hat die amerikanische Staatsschuld im Februar um 15 Mill. Dollars abgenommen, die Staatseinnahmen überstiegen im Februar die Ausgaben um 11 Mill. Dollars.

_ 4. März. Die Botschaft des Prasidenten Grant an den Kongreß empfiehlt-drin end die Zahlung der Staats- schulden in Gold, die baldige iederaufuahme der, „Baar- zahlungen und eine Politik systematischer Sparsamkeit. Dxr Präsident verspricht, keiiie Beamte anzustellen, welche s1ch fur die Idee einer Repudiation der Staatsschuld ausgciprochen haben, und hofft, die Abzahlung dcr Staatsschulden werde muer- halb 25 Jahren erfolgen können. Die Alaquafrage" und die Angelegenheit Cubas wird in der Botschaft nicht erwahnt,

Aus dem Wolff'schen Telegraphen-BUreau.

Mainz, 5. März. Der hckannie Prozeß gegen Bani- bcrger und Genossen ift heute'm zweiter Instanz durch Frei- sprechung der Angeklagten erledigt worden.

_ Die Nr. 10 des »Pr. Hand.-Arch.« enthält unter (;Heseß- gebung: Norddeutscher Bund: Preußen: Geseß wegen Auxhebung des Zollerlaffes bei der Verzollung fremder Waaren ,auf'drn Mcffen zu Frankfurt a. d. O. vom 2. Januar 1869. _ „TarifiLJUJJ von Succadc (kandirtcn Friichten). _ Mccklenburg-Svariu:_Bcitrttt zum Schifffahrtsvertrage zwischen Preußen und Großixritanmcn. _ Jta- lien: (Heseiz vom 30. August 1868, den Marfcnicbuß betreffend. _ Gcscß vom Z0.Auziust 1868, den Schuß der Fabrikftcuex und Modelle betreffend. Unter Statißik: Norddeutscher Bt_inß: Preußen: Stg- tistische Ucbcrficht dcs Waarcncin- und Ausganch m und von Stettin zur See und ftromwärts in 1868. _ Sachsen: “Iiiiszug auß dem

ahresbericht der Handels- und Gcwcrbckamch zu P.aucn fur das Jahr 1867 (Schlnß). _ Niederlande: Uebirficht uber dei! Handel und die Schifffahrt von Java und Madura im Jahre 1867, unter Ver- gleichung mit dem Vorjahre. _ Rußlaxid: Ueberiicht der von St. Peteréburg in 1868 ins Ausland Verschifften Waaren. _ Spa- nien: Ausfuhr imd Hafenvcrkchr von Matanzas m deanghre-g 1867 und 1868. Unter Mittheilungen: Bcrliy, Meinel, ;Uint, Stettin, Halle a. S., Emden, Siegen, Cffcn. Berlugrn: Inicriigiionaler Tclcgraphcnvertmg vom 21. Juli 1868. _ Nachrichten fur OCCfÜhkC-k Nr. ]. . _ Dic Annalen der Landwirthsthaft in d_cn Kö't'Ug'l. preuß. Staaten Nr. 9 enthalten Autiäßc: Ueber dax? Vcrbalimß dcr Korn- zur Flcisckwroduktion, von [)1'. M. Wiickcnßßx dic laiixiriirth- schaftliche “Schule fiir den Ba_11crnstand, Ucon 111-4891in Locll („„S-cl,)iuß); der zweite Kongreß iwrddcutichcr Landwrrthc (Zzortic'izu'ng); rtbcyden 110rivcgischcn Jischgimno; fcrncr dcxi Lehrplan Lor Kontgl. [midiviriv- sckmftliihcn Akademie Poppelsdorf fiir das Uonimcrsemcftcr 1869, Notizrn iibcr Gewährleistung beim VicblZimdcl,“ Linstausci) voii Acker- bau-Produktcn mit Nord-Amcrika; Geftitgri-Lliirjzitelliiiig zu L*rcßlari; Und als Beilage das Repertorium dcr Pcl'iO-diii'hi'n („indirirtwchast-

iichaniieratiir pro 11'. Qitartai 1868.

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