1889 / 253 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 23 Oct 1889 18:00:01 GMT) scan diff

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Von diesem Mehrbetrage_ geben ab die im vorigen Etat untrr Titel 3 des Einnahme-Kapitels 18 (vergl. den_ Etat über den Reichß-eralidenfonds Seite 23) vorgesehenen . . . . . . welche als nachträglicher Kapitalzuscbuß zur Deckunq der für das Etaijabr 1887 /88 über den Etat hinaus zuyacbst zu _Lasten der gewöhnlichen Recht§mrtt_el geleistxten AuSgabcn des Etatßa-bfchmtts „Reichs- Invalidenfonds“ zu dienen hatten.

Die gewöhnlichen Einnahmen ergeben mithin gegen das Vorjahr emen Mehr- betrag WUD'ck' . ds'Mb'bd „__.b; 63581326 e r e ar ei Zur ? ung ? . . . 42188953

den Angaben von . . . fehlen hiernach . _ 41 553140 „41: welche Hei den Matrikularbeiträgen in Zuaang gebrachi find. Von den nach dem Etats-Entwurfe durch Aufnahme emer_An=

leibe zu deckenden Beträgen von zummmen 266 7_T-9 307 «46 bilden diejenigen, zu deren Beschaffung im Weg? des K_reditß eme ges_ethche Ermächtigung noch nicht ertheilt ist, in herkommltcber Weise den Gegenstand eines bésonders zur Vorlage kVMMZ'TA AnletYYÉßes._

'*'-'.LDie Matrikularbeiträge [md fur 1890/91 wre 01 t berechnet: _ f g1) Preußen 155 754 017 „46, gegen das Vorjahr fur 1890/91 mehr 21494050 „46, 2) Bayern 37 063 095 „M (+ 7768 636 .“), 3) Sachsen 17495 820 „je (+ 2415 240 „FC), .4) Wurttemberg 13 610 881 alk (+ 2902162 „46), 5) Baden 9___828 889 „FC (+ 2111 968 «FC), 6) Hessen 5261594 „16 (+ 725 232 „FH), 7) Mecklenburg-SÖWerin 3163 385 „16 (+ 436 528 «ckckck, 8) S_Zchsey- Weimar 1726 730 „14 (+ 238284 „46), 9) Mecklenbixrg-Otreltß 541050 „46 (+ 74 661 546), 10) Oldenburg 1 818417 „(6 (+ 259 216 „HZ, 11) Braunschrreig 2048 518 „M (+ 282/104 516), 12) Sachsen" einingen 1181 880 „16 (+ 163 099 „M), 13) Sachsen- Altenburg 888044 „16 (+ 122 551 „46), 14) Sachsen-Coburg und Gotha 1093 576 „Fé- (+ 150 911 516), 15) Anhalt 1364 935 «M (+ 188 365 „M), 16) SÖwarzburg-Sondershausen 404 838 „FC (+ 55 868 „(L), 17) Schwarzburg - Rudolstadt 461 104 „FY (+ 63 630 „46), 18) Waldeck 311169 „16 (+ 42 942 „_FY), 19) Neu); älterer Linie 307 476 „46 (+ 42 433 «E), 20) Reuß xungerer Lime 608 297 .,“ (+ 83 950 „M), 21) SchaumburZ - Lippe 204 626 «16 (+ 28238 516), 22) Lippe 677 677 „kl- (+ 93 018 „M), 23) Lubeck 372 125 „16 (+ 51 355 „!(-), 24) Bremen 910 969 „16 (+_ 125 717 „M), 25) Hamburg 2 852 455 „46 (+ 393 674 „is), 26) EliaßJLothrtngen 9 674 264 „s- (+ 1 238 208 «46), Summe 269 685 831 «(€ (+ 41 553 140 „46)- ZHY..;._'-..«...-.Z-

Dem Reichstage ist der folgende; Ges eß_er_1t_1_vur[, be- treffend Aenderungen des Retch6-M1[11arge1etze§ vom 2. Mai 1874,_zugegangen:_ __ i"--"Ä"“Ar“rike[1.*"“Der §. 3 Absatz 2 und 3 und der §._5 Absaß 1 und 3 des Reichs-Militärgesexes vom 2. Mai 1874 (Rercbs-Geseßbl. 1874 S. 45) erhalten nachste ende Fassung:

Aus 2 kis 3 Divißonen mit den _entsprechknden Artillrrieq Pionicr- und Trainforn'iationen wird em Armee-Corps gebildet, derart, daß die gesammte Heereßmacbt des Deutschen Reich61m Frieden aus 20 Armee-Corps beitebt. _ _ __

Zwei Armee-Cvrps werden Von Bayern, 12 ern_s von_xachse_n_ und Württemberg aufgesteklt, während Prrußen gememfckyaitlich mit den übrigen Staaten 16 Armee-Corps formrrt.

§. 5. _ _ _ _

Das Gebiet des Deutschen Reichs wird in militarischer Hinsicht in 19 Armee-Corps-Brzirke eingetbeilh _

Als Grundlage für die Organiiatwn der Landwehr sowie zurn Zweck der Heeresergänzung werden die Arwee-Corps-Bezirke tn Divifions- und Brigarebeziike, und dicse, xe nczck) Umfang u_nd BevölkerungSzabl, in Landwehr- und Kontrdlbeztrke (Cdmpagriie- bezitke, Bezirke der Hauptmeldeämter oder Meldeamter) ettigetbetlt.

Artikel 11. Dieses Geiss tritt mit dem 1. Aprtl1890 tn Kraft.

Dem Geseßentwurf ist folgende Begrundung bei- gegeben: _

Das unter Preußischer Militärvxrwaltung stehende Rcich_s- Militärkontingrnt ist bsi den HocreÖVeritärkungcw1881_Und 1887 in seinem Frisdcnspräsenzsiande um 51045 Mann, in seinen Friedens- formationen _ abgesehen von den Spezialwaffen _ _Um _52 Bataillorie Infanterie und 49 Batterien Vermehrt worden. _Mit dtrsem numeri- schen anachs bat die organische Gliederung nicht gleichen Schutt gehalten: an höheren Truppenderbänden wurde!) mw formrrt 1881 eine FeldartiUerie-Brigade, 1887 eine Jnfanteric-Dtmfion 1_1nd__zWei Infanterie-Brigaden, sämmtlich bei dem 15. (elsaß-lotbrmgiicben) Armce-Corps. _ _ _

Diese lediglich aus finanzieUen Rucxficbtcn stattgehabte_ Em- schränkung hat im Versin mit den im Laufe der Zeit erforderlich ge- roordenen Schußmaßregeln eine Häufung der Truppen bei_ den _Grenz- Armee-Corps herbeigeführt, welche demelben, m_ichdem iiberdies das Webrgeses vom Februar 1888 noch weitere militariche Anforderungen gesteÜt bat, die Erfüllung ihrer Aufgaben übermaß1g_ ers_chwert. _ Weder die Leitung der Friedenßausbildung noch auch die Fuhrung der Kriegsformationen von ciner Stelle aus isi_bei überstgrken Armee-Corps als auskeichcnd gefichert anzaseben. Es ist daher dringend erforderliä), drn Umfang der böheren_Verbände _durch Vcrmehruxig törer Jai)! zu verringern und möglichst dix bewahrte Orgamigtton und_ Krafte- bkmrffung der früheren preußiichen Armee-Corps wiederberzmieüen.

Zu diesem Zweck wird beabsichtigt, das un_ter_ preußischer _Ver- waltung stehende Reichs-Mili1ärkontingent künftig in 16 _ aniiatt, wie bixber, in 14 _ Armee-Corps zu gliedrrn. Von dexi beiden neuen Armee-Corps soll das 16. in Lothringen, das 17. in West- preußen formirt werden. _ _

Diese Organisationsänderung läßt fich _vollzxehen obne Ilhan- derung des Gesetzes, betreffend die Friedensprasenzstarke des drut1chen Heeres, vom 11. März 1887. Es wird beabfich_tigt, nur die erfor- derlichen Stäbe neu aufzustellen, wobei auch die_1m Jahre 1887 for- mirten 15 vierten Jnfanterie-Bataillone in Re nnenter zu_ 3 Batail- lonen zusammengefaßt werden soÜen. Letztere * aßregel ware aucb a_n fick) nothwendig geworden, nachdem die nunmehr _vorltegende zwei- jährige Erfabrung erwiesen bat, daß für ein_en RegimentH-Commaw deur die Ueberwachung und Leitung eines Regiments voxi vier Batail- lonen beziehungsweise 16 Compagnien bei _den_ gesteigerten Anfor- derungen an die Ausbilduna nicht wohl möglich ist.

Die Aenderung des Textes des dritten Absaßes dcs §._5 des Reichs-Militärgeseßes bezweckt, den qutlaizt des Geseßßs unt that- [äxblick bereits bestehenden Verbältmsxen m Uebereinstimmung zu

r ngen.

92 489 «jé

_ Der denz Reichstage vorgelegte_ Entwurf_ einZs Gesetzes, betreffend die Aufnahme einer Anleihe fur Zwecke der Verwaltungen des Reichsheeres, der Marine, der

eichseisenbahnen und der Post und Telegraphen, hat fol- genden Wortlaut: _

§, 1. Der Reichskanzler wird ermächtigt, die _außerordentltxlien Geldmittel, welche in dem Reichöbauöbalts-Etat fur das (Etatsiabr 1890/91 zur Bestreitung einmaliger AUSJaben der Verwaltungen des Reichsbeeres, der Marine, der RcichSeisenbabnen und _der Post und Telegraphen mit 246789307 „sé vorgesehen find, bis zur Höhe dieses Betrages im W e des Kredits _fiüssig zu machen und zu diesem Zweck in dem ' ominalbetrage, wie e_r z_ur Beschaffung [ener Summe erforderlich sein wird, eine verzinsliche, nach den Be- stimmungen des Geseßes vom 19. Juni 1868 (Bundes-Gefeßblatt S. 339__) zu verwaltende Anleihe aufzunehmen und Schavankveisungen auSzuge en.

. 2. Die Bestimmungen in den §§. 2 _bis 5 des Geßßes vom 27. Januar 1875, betreffend die Aufnahme einer Anleihe fur wecke der Marine- und Telegrapben-Vertvaltung, (Reichs-Geseßblatt .1_8) finden auf die nach dem gegenwärtigen Gesetze aufzunehmende Anleihe und auSzugebenden Sebaßanweisuncxen mit de_r Maßgabe prendung, daß Zinsscheine auch für einen langeren Zeitraum als vier Jahre auSgegeben werden dürfen.

Die Begründung zu diesem Entwurf.lautet:

Der vorlie ende Gesc entwurf schließt fick) den _gleichartigen,_ mit Bezug auf den eicthaus alts-Etat vorgelegten_ friiheren Entwurfen insofern an, als er die gese liche Grundlßae fur dte_Aufnabme_der- jenigen Anleihemittel zu scha en bestimmt ist, welt_be m dem_Retchs- haushalts-Etat für 1890/91 im Kapitel 23 der Einnabmx eingestellt und zur Bestreitung der in den Erläuterungen zu den Titeln dieses KapitÉls _l)e__x_ei§_bneten AUIgaben bestimmt find.

or in vor ee en: bei Titell Isk. . . . . . . ._. . 260107522 „76, worunter zur Beschaffung des Bettraas des Reichs zu den Kosten des 3011- anschlusses Hamburgs 4000000 „sé sowie zu den AUSgaben für den Nord-Ost1ee- Kanal16000000 „sé, zusammen . „_ . welche in den vorliegexidet) Enthrf_nicht aufzunehmen waren, weil die Ermacbtrguxjg zu deren Beschaffun? im Wege des Kredits bereits durch die Ge else vom 16. Februar 1882 (Reicbs-Gese 51. S. 39) und___ vom 16. März 1886 ( eichs-Gefeybl. C:). 58) ertbeilt worden ist, bleiben . 240107 522 ask . . . 5281 785 1 400 000

: 246 789 307 ais

bei Titel 2 . bei Titel 3 . __

im Ganzen

Kunst und Wissenschaft.

Die dreißigste Plenarversammlu_ng der historischen Kommission bei der Königlich bayerischer) Akademre der Wissenschaften in München fänd dom 1. 5183. Oktober unt_er der Leitung ihres Vorstandes, des Wirklichen Geheimen Ober-Regie- rungs-Ratbs von Sybel statt. _ _

Wie wir dem Bericht des Sekretariats eniyehmxn, smd seit de_r vorjähriaen Plenarversammlung folgende Publikationen durch die Kommission erfolgt: _ _

1) Die Chroniken der deutschen S_iadte 5911114518 ins 16. Jahrhundert. Bd. FZ]. _ Dxe Chroniken der westfälischen und niederländ_i1chenStadte. Bd.11.: S_o_est.

2) Jahrbücher der deuticben Geschichte. _- Kai1er Friedrich 11. von Eduard Winkelmann. Bd. 1. 1218-1228.

3) Die Rezefse und andere Akten der Hansetage von 1256-1430. Bd, 71. _ _ _

4) Allgemeine deutsche Yiograpbie. L_teferuxig 136-145.

Mit Unterstützung der KommUfion wurde_Veroffent[icht: Eduard Rosenthal, Geschichte des Gerichisweiens und der Ver- waltungSorganisation Bayerns. Bd. 1. 1180-1598.__

Die Arbeijen sind für fast alle Unternehmunxzen d_er Kdmmnsiori in ununterbrochenem Fortgang gewesen, und fur die nachste Zett stehen neue wichtige Publikationen in Außficbt. Die Nachforschungen m den Archiven und Bibliotheken innerhalb und außerhalb Deutsch- lands sind eifrig fortgeseßt und, wie so dir schon dankbar_ gnerkannt wurde, mit der größten Zuvorkommenhett von den Voritanden der betreffenden Institute unterstützt worden. _

Für die ältere Serie der d_eutschen_R_eichstaJSakien

wurde vor AÜem in italienischen Archwm und Biblioxbexeri gearbeiiet. 131'. Scheübaß war dort seit dem Oktober D. _J. zunachst m_ Geweixi- schaft mit Dr. Quidde und unter deffen Littung, dann [elbstandrg t äti . _ h ?Die Vorarbeiten für die Herausgabe dsr zwe_ite_n Serie der deutsch en Reichstagsakteii, Welche die Zett Karl's ?. um- fassen wird, wurden unter der_]pezieäen Leiturg des Professors _von Kluckbobn in Göttingen mit Erfolg wrtgese 1. Neben dem stgndigen Mitarbeiter Dr Wrede war im letzten mier ])r. dellck), im Sommer ])r. Erdmann tbätig. _ _

Von der Sammlung der deutschen _Stadtechron_iken ist der einundzwanzigste Band, welcher ais zweiier Band der_nrxder- rbeinisckx-westfälischen Chroniken die auf_dte Soriter F2_bde bezuglicben Chroniken nebst Liedern und Beilagen in der Bearbeitung Von Dr. Hansen und 131". Jostes enthält, erschienen. _

Der sechste Band der älteren Hansxrezesje, bearbeitet vom Stadtarchivar 131". Koppmann in Rostock, iii kurzlich erschienen. Der- selbe führt die Sammlung bis zum Jahre_ 1418, und _es Werden bis zum Abschluß derselben (1432) noch zwei Weitere Baade erforder- lich sein. _ _

DL!" Druck der vatikanischen Akten zur Ge]cht_ch_te Kaiser Ludwig's des Bayern. herausgegeben vom Ober-Bxbltd- thekar ])r. Riezler, katie schon im Jghre 1887 begonnen und 111 bis jeßt fortgesetzt worden, erlitt aber leider ohne Verschulden drr Korn- mission und des HerauSgebers v_ielfache Unterbrechungen. Hoffentlich wird der Druck jest schneller gefördert werden. _ _

Für die ältere pfäkzische und bayerische_ Abtheilung der W ttte_ls- bacher Correspondenzen bat aucb tm _anglayxenen Ges_chqfts- jahre wenig gescheben können. Dagegen ba_t fur dte [ungere pfaleche und bayerische Akthrilung Professor Stteve durch seinen Hiilfs- arbeiter 1)r. Mayr-Deifinger verschieden_e _Forsäyurigen unter seiner Leim"? dorncbmen lassen und hofft demnachst aucb [elbst zu denleßten Vorar eiten für die Fortseßung der von ihm herauSgegebenen Ab- theilung zurückzukehren. _ _

Die Geschichte der Wisseriscbaftxn tn Deu_t1chl_c_1_nd wird in der nächsten Zeit diirch die Geschichte der KriegHWtUexi- schaften, bearbeitet vom Oberu-Lieutenant a. D. 131. M. Jahns in Berlin, bereichert werden. Das Werk, deffen Druck _zum größeren Theile voUcndet ist, ist von [o großem Umfange, daß die Pubiiiatwn in drei Abtheilun.en als nothwendig erscheirit, doch werden _dte1elben schnell aufeinander folgen. Die Bearbeitung der Ge_schichte der Pbyfik hat zur Freude der Kommission Profeffor 131“. Guitar) Karsten in Kiel übernommen. _ _ _

Von den Jahrbüchern des Deutschen Reichs_1st em neuer Band erschienen, welcher die Geschichte Kaiser Friedrtcb'SU, in den Jahren 1218-1228, bearbeitet vom GeYeimen Hofrath Pro- fessor ])r. Cd. Winkelmann in Heidelberg, enthalt. Von den Jahr- büchern Kaiser Heinrich's 17., bearbeitet von Professor Dr. E. Meyer von Knonau in Zürich, ist der erste Theil zum größeren Theil bereits gedruckt und wird im nächsten Jahre veröffentlicht werden. Die Be- arbeitung der Jahrbücher Otto's 11. und Otto's 111. hat der Stadt- archivar 1)r. Uhlirz in Wien übernommen._ _ _

Die „Allgemeine deutsche Ytygrapbie" hat auch tm abgelaufenen Geschäftsjahre ihren regelmaÉtgen Fortgang gehabt. Es sind der acht- und der neunundzwanzi ste and erschienen; leider hat sich die Hoffnung, den Schluß des _ ucbstabens K noch in den le t- erscbienenen Band zu bringen, bet der großen Ausdehnung man er Artikel nicht ganz ersüut. Erfreulicher _u_nd sehr dankenswerther Weise hat das Königlich preußische Ministerium _ der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelcgenbexun die hoheren Schulen durch das Organ der Provinzial-Sckoulraibe auf die xviffenscbaftlicbe Bedeutung der „Allgemeinen deutschen Biographie“ fur tbre Biblio- theken empfehlend aufmerksam machen lassen.

- Die vor einem Jahr ins Leben getretene Gesells chaft für lothringiscbe Geschichte und Alterxbumskunde in Meß hat, wie der „Köln. Ztg." berichtet wird, in der kurzen Zeit ihres

Bestehens einen erfreulichen Aufschwung genommen und ihr? Lebens. fähigkeit namentlich auch dadurch bewiesen, _daß fich zahlreiche Ein- heimische mit den Eingewandcrien zu gemetysgmer Arbeit auf dem Boden der wiffenscbaftlicben Forschungen vereinigt haben. Die Zahl der Mitglieder, welche alle acht Wochen zu Mek Versammlungen ab- halten und anläßlich der im S_evternber d. J._ tatxgefundenen Haupt, versammlung der deutschen historncben Vereine eine h_ochintereffante Ausstellung lothringiscber Alterthumer veranstalteten, ist bereits auf 110 angewachsen. In dem soeben _zur Veröfferitlicbung Mlangten Jahrbuch ist eine reiche Füße Materials. meist die exigere Geschjchte Lothringens betreffend, theils m deut_scher, theils in französischer Sprache abgefaßt, niedergelegt. A_ls.e_1ne Y_esondere Aufgab_e hats1ch nun der Verein für die nächste Zeit die Lojizng der (zuck) fur weitere Kreise interessanten Frage über die „MFK tt_n lotbrmgrschen Hügel: land“ gesteüt. Diese Mare sind n_apsförmrge Waffcrtumpel yon 20-30111 Durchmesser UNd 2-3 m Tixfe und kommen so_ massenhaft in dem genannten Hügellande vor, da[; sie em Charakteristikum des- selben bilden. Früher Wurde die Entstebyng der Mare gcologisch erklärt, indem man fie als außgewascbene thßnester, ferner als Wir. kungen von Wafferstrudeln beim Verlaufen der Dtlrxvtalfluthen oder als zufällige Bodensenkungen ansah. Neuere Uritsrmcbungen liaben jedoch Anhaltspunkte ergeben, aus; denen bervorchi, daß die meist in Gruppen zu dreien bei einander ließenden Mare von Menschenhänden hergestellt worden find, und zwar um als Ctsternen zu dienezi, zu einer Zeit, zu welcher man die Kunst des Y_runxiengrabens noch _n_1cht kannte, Die zur Erforschung der Angelegeribeit _eingesetzte Kommr1sion dürfte wohl bald Licht in die Angelegenheit bringen. _

_ Ueber neue Fälschungen des Kunsthandels x_n Alben erläßt der zWeite Sekretär des Kaiserlich deuticben archaolqgjschen Institats in Athen, 131. P. Wolters, m_ dem syeben erschienenen 4. Band der Mittheilungen drs Jn_stityi_s eme (Erklarung, die gegen- wärtig don besonderem Interesse sem durftx. Jn Athen treten bier- nacb in letzter Zeit im _Kunsthandel_ ungemern zahlreich Vasenscberben mit eingeritzten Inschriften auf, die angeblich aa§ deni Schutt drr Außgrabungen auf der Akropolis stammen. _Fur die _ganz un- ansehnlichen Scherben mag_ _das zutreffcti, die Inschriften find äußerlich recht geschckie Fal1_chungen, die sich alierdtngs an die echten auf der Akropolis gefundenen Graffiti anschließen und be. sonders Theile der Worte 72 Asypaéa und_ä_7éxK xxx- m archaischer Schrift bieten. Wer eine größrreYnxabk _dtejer Scherben Wammen sieht, wird über den modernen Uriprung mißt lawge im Zwetxkl sein, Im Ganzen «bmt der Fälscher offenbar _vorbandenx echte Jmchriftxn naci), und es gelingt ihm mituriter Inschriften berzmieüen, drren Un- echtbeit schwa zu erkennen ist. Bei _dem Ankauf von dergleich€n .Antiken“ ist also Vorsicht schr zu ewprehlen. _

_ Die Jntcrnatioriale Ausnellung von Kunstdruck- ciegenständen in Lond 011 wurde __am 18. Oftoder von den“. Lordmayor eröffnet. Die Aussicllung 111 von der britischen Tyyo. grapben-Geseklscbaft im? Leben gerufet) wordeti, um nicbtallein de_n Laien, sondern vielmehr den Buchdruckern [elbst eine Idee von_de_n in ihrer Kunst wirklich möglickzen AuHsührungeri zu geben. Im Laure GM_LT kurzen Ansprache wies der Lordmayor mit Nachdruck darquf hm_, daß England weit hinter Oesterreich, Deutschland und Amerika zurirckstebe in der Art Und Weise der Aufmunterung,_ welche von diesen_ Landern der Typographie entgcgengebracbt wird; dteKolge davon sei ein totaler Mißerfolg in der Konkurrenz mit anderen ationen auf dem Gebiet der Buchdruckerkunst, Mit einem Anstriä) von_ Humor bemerkte er ferner, daß sogar von dcn mit der Eröffnung _dieser AußsteLungrer- bundenen Druckarbeiten sieben Achtel Von deut]_chen urid amerikam1chen Arbeitern außgefübrt worden seien, und gab 1ch1ießltch der _Hoffnung Ausdruck, daß das Resultat dieser Ausstellung nicht ohne Einfluß au,? englischen Unternehmungsgeist bleiben möge.

_ Nack) neueren der „Kiel. Ztg.“ von der Plankton-Expe- dition zugegangenen Nachrichten erreichte dieselbe am 10 September die Insel Aßcension, w:) fie von dem Gouverneur ngter aus das Freundlichst'e aufgenommen wurde. Bei der _Ankynsi i_n Para am 24. deff. Mrs. steüte fick) bei Führung der Schiffsweüc eme _1chwterige Reparatur als notbwcndig heraus, welche den Dampxer „National“ bis_ zum 2. Oktober festhielt. Sodann wurde eine _6 tagige _Fahri a):) dem Amazonenstrom untxrnommexi und Hierauf_ die HUMLLM angetreten. Die Ankunft in Kiel dürfte voraussichtlich am 5. oder 6. November erfolgen. _ __

_ Ueber Neudrucke von Bachern auf ckemr_1chem Wege schreibt das „Centralbl. f. Bibliothckwesen: Immer haufiger kommt es vor, daß Werke durcb Vsrleger und Antiquare ausgeboten werden, welche zum Theil durch chemischen Neudruck bergestellk find. Amang- lick) wurde dieses Verfahren (es_können dadurch unter Zugrundelegung eines Urdruckes mittelst chemi1cher Bßbandlung Abzuge 518 etwa 100 Stück gewonnen werden) zur Crganzugiq theater _oder [eltener Werke, von denen einzelne Tafeln oder B1atter_ besch_ad1gt find,_ver- wendet. In neuerer Zeit kommen namentlich Zeitichrtste_n und bande- reiche Werke in den Handel, von denen ganze Bande_ ch2m11_ch wiederhergesteüt Wurden, und die troßdeixi als gleichwertbig_ mit den durch Buchdruck bergesteüten geliefert werden. Auf diese Weise wurden u. A. ergänzt: Liebig's Annalen, _ Vir- chow's Archiv, Zeitschrift für verßleichende Sprachfor1ckurg. Ukland's Schriften, Heinfius' Kataloge 11. s. w._ Sie kommen zum Theil ohne einen darauf bezüglichen Vermerk_ m den Handel. In England ist ein Fall solcher Ergäxt'zung noch nicht bekannt gewrrden, in Frankreich brachte der Vieweg'1cbe Verlag mehrere solcher „Neu- drucke“ als Ersaß für vergriffene Werke auf den Markt. So e_r- freulich die Anwendung dieses Verfahrens auch sein muß, so hat 11? doch ihre zwei Seiten. Vor Allem ist dem Verfahren eine nngenaue und verschwommene Wirdergabe des Druckes eigen. Ferner weiß maxi noch gar nicht, wie sich diese chcmifchen Neudrucke in der ZFUW? halten werden und ob'nicht schon nach einem _Jabrzebnt dre «ÖM vöklig unleserlich oder das Papier zerfreffen Ut. Jedenfalls können diese Ncudrucke nicht als gleichwerthig mit den alten durcb Buchdruck hergestellten Exemplaren gelten, und es mögeri Bücherfreu_nde und Büchersammler vor diesen neuen Fälschungen aus der Hut sein.

Land- und Forstwirthschaft. Weinerntc im Rheingau.

Aus Rauentbal wird der .Leipz. Ztg.“ geschrieben: Die Wern- ernte wird in diesem Jahr bei uns endlich wieder einmal große_Er' xen nis [ e brin en. In den feinen Berglagen Rauentbals stehen die Fkieölinge so chön, wie seit 1868 nicht mehr, und es_ werden im Berge zrveifellos hochfeine Auslesen erzielt werden. Die Naxb' frage nach 18892r ist bereits ganz außerordentlich, namenilta') auch von außwärts. So soll 11. A._eine_ Berlixier große FWW ihrem Kommissionär Ordres zu Mojtankausen 111 einem Maße egeben haben, wie solches zuvor noch nicht der Fall gewesen. Dl?

Heingauer Edelrveine führen fich eben immer mehr in Norddeutsch- land ein. Obwohl der Beginn der Weinlese Anfangs Novemherersf in Aussicht steht, so smd gegenwärtig schon belangreicbe _Gescbafte 3" hoben Preisen abgeschlossen worden. Der hiesige Frubmes'skk hat 11. A. seine 1889er (Crescenz _ beiläufig 2 Stück 3 12 111 _ zu 10000 „46 verkauft und dabei merke man, daß die Trauben no„ch mindestens 2-3 Wochen draußen am Stocke hängen werden! Em_ solcher Preis vor der Ernte ist noch nie im Rheingau erzielt worden.

Die näcbstjäbrige Ausstellung der Allgemeinen deutsehen landwirtbscbaftlichen Gesellschaft in Straßburg.

In Stra burg sowie in sämmtlichen landwirtbschaftlicberszrs“ einen Elsaß- otbringens sind, nach einer Mittheilung der „OÖN- Ztg.“, die zur Einrichtung der im Juni nachsten Jahres stattfindmdölk Ausstellung der Allgemeinen deutschen landwirtbscbaftlichen Gesc _ schaft erforderlichen Vorarbeiten in vollem Gange. Die von der ge nannten Gesellschaft angeworfenen Preise beziffern sich auf 36000.“-

wozu noch Seitens der Stadt Straßburg

ein Zuscbuß von 10000 «46 kommen wird.

Auch aus Landeßmitteln steht um!) ein namhafter Beitrag in Aussicht Von besonderem In- teresse dürfte es sein, zum ersten Male die reichsländiscbe Landwirtbschaft mit derjenigen der altdeutschen Nachbarländer zu ver- leicben. Von Anbegirm hat es fick) die deutsche Verwaltung angekgen ein lassen. die reichslandische Landwirtbicbaft zu beben, insbesondere durch Einführung gutér Viebraffen und geeigneten Pferdematerials, durcb Errichtung landwirtbsckoaftltcher Schulen, Gründung von ländlichen Darlebnskaffen, im Interesse der Landwirtbschaft auxgefübrte großartige Meliorationen, den Erlaß einer Reihe von Gesetzen, welche einzclne im landwirtbsÖaftliÖen Betriebe zu Tage g_etretene Mißstände zu beseitigen bestimmt find, durch die den landwirtbicbaftlichen Vereinen gewährten Beibülfen u. s. w. Die bevorstehende Aussxellung dürfte Gelegenheit geben, zu zeigen, inwiewrit die bezüglichen Be-lrrbungcn der Verwaltung von Erfolg begleitet waren, und was noch 5:1 thun übrig bleibt, um die altkeutichen Nachbarstaatxn zu ?rreicber- Bewixdrrc Hoffnungen werden in hiesigen landwiribschastlichen Krei'_cn auf die Wein-, na1112n11ich aber auf die Taback- und -Vopfenau6“te"11_ung gesetzt, für Welche Er- zeugnisse der franzöfisch_e Markt fich verch-loffen hat, während es k10ch nicht in wünschenswerttckem Maße gelungen ist, Absaß nach Altdeutich- land zu erzielen. Sclches gilt i;. erster Linie für denTaba-F. _Der Anbau desselben bar in den [extea Jahren. einen vollständigen 11511chwung er- litten, nachdem die fruher gepßanzten, zur Ci,;arrenfabrikation wenig geeisneten Sorten in Deutschland 11111: verschwindend kTeinen AhFaZ gefuriden hatten, und auch dies nur zu so wrnig lohnenden Preiten,

daß die mit Taback bepflanzte Fläche von 4000 119. avf unter 2000119. berahgeben mußte. Die auf Anreguxig der Regierung Veranstaltstexi Verucbe mit neu eingeführten Ta5ack1orten haben neuerdings günstige _Ergebniffe erzielt. Aehnlich verbalt_es sich mit dem Hopfen, der infolge der früheren Nachlässigkeit beim Pflücken, Trocknen Und Ver- packen auf dem deutschen Markte in Mißkredit nekgmmen ist

„„ ___ Weinerntjekin U'ngarn.

_ Nach einem Bericht des „Pester Lloyd“ haben die unaufbalisarn mederriesxlnden Regen der abgelaufenen Woche der bcurigen Hegyalxaer Weinlese qualitativ_ und quantitativ so enormen Schaden zugefügt, den selbst dsr Eintritt cxnbaltsnd klaren Weitsrs nich_t mebr wettzumacben vermag. Was bisher grlesen wurde, st_eb_t_ an Und für sichtief hinter all_en Erwartungen zurück; die vielen atmosphartichen Einfliiffe und der aucb wrist unregelmäßige Witterangs- gang, denen die Traube in den [eßten Phasen der Reife außgeseßt war, mach__ten die Bildung entsprechenden Zuckergehaltes unmößlicb. DiLL gilt indexien nur von dém in trockenem Wetter gelesenen Weine, denn die Traybe, dix dern letztwöchentlicben Wetter exponirt blieb, wird qua- litativ [elbit bintec jenem Ergebniß um ein sehr Bedeutendes zurück- hleiben. Die _Trockenbeeren-Auslese bis zum 16. d. M. ergab gleich- falls kein (:iznitiges Resultat; von einer wirklichen Edelfäuiniß konnte kei1;_c_R_ede [ein. Was fich nachher im ngen bildete. iit durchauH ma sau.

Zur Einfuhr von lebendem Vieh aus Deutschland in England.

Eine Abordnung der Korporation von London erschien, wie dsr „Köln. Ztg.“ gesckyricben wird, am 19. d. M. bei dem Präses der neuen Abtheilung für Landwirtbsciyaft, Mr. Chaplin, um ibn zu rrsucben, die Verordnung auixubeben, welehe die Einfuhr von [ebcndem Vieh axis Schleswig-Holstein und anderen Thrilen Deu17chland6 in England vrrbietct. Seitens der Ab- ordnunß wurd? Hsrvorisboben, daf; Mr. Chaplins Amtßxorgänger zugesagt babs, das Verbot gegen die_ Einsuirr lébenden Viebes am 1. Oktober aufzubebcn, aber dieies Versprxckien wäre nicht [15521th worden, obwohl die deutsch: Regicrnnx mitgetkeilt hätte, daß Schlöswig-Hoistein seit dcm 16.Ju_1i frei ron der_Rinder- pesi sei. Der Minister antwortete, der Béscbluß, die Verordnung gegen die Einfuhr [ebay.ch Viehes aus Deutschland weiter auirrcbt- zuerbalten, babe nichts mit [610611 angeblichen schußölinrriscben An- schauungen zu thun, sondern sei veranlaßt _durck) Mcldnngen aus Deutschland vom Auébrucl) der Maul- und Klauenseucde unt_er dem Vieh. Seitdem greife laut telegraphischer Meldang drs Konsuls Dundas die Seuchs in Deutschland rasc'r) um 71:5, ein Umstank, der daS Beröalten drs Lankwirtbschaftlickysn Amts grwiß “zur Genüge rrÖtiertige. Tir Bsschränkiing würde indeffen awgebobkn wrrden, sobald dies mit Sicherheit für die landwirtbschafllichen Jritereffen Grderitanniens geschehen könnte.

B "'Mit Mu berg V"; „Z;

ax St Brand abeuow, geboren am 4.

Steckbriefe und Unirrsucbungs-Sachen. erkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c.

1.

2. wangßvollstreckungen, Aufgebdte, Vorladungen u. dergl. 3.

4. Verloosung, ZinSzahlung 2c. von öffentlichcri Papieren.

Oeffent1icher Anzeiger.

'. Kommandit-EessYiÖgiten (mf Aktic'n u. Aktien-Grsrüsck). .Verufs-GénoiieWMxtsn. _

. Wochsn-Answsiie der deutickyen Zetts15anken.

. Ver1chied2ne Bskanntmackyungun.

1) Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen.

[38877] Steckbrief. _

Gegen den unten beschriebenen Kcmfmann Frei- berrn Ludwig Friediich von Schaurotb, welcher flüchtig ist, ist in den Akten 0. K 11. _351. 89 die Unterzucbungshaft wegen wiederholter [cbwuer Ur- kundenfälschung, Verbrechen gegen §. 267, 268, 270 Si.-G.-B., verhängt, Es wird ersucht, der_i 2c. von Schauroti) zu Vcrbaften und in das Uriteriuchungs- Gefängnis; zu Alt-Moabit 11/12 abzuliefern.

Berlin, den 18. Oktober 1889.

Der_Untersuckyungsrichter bei dem Königlicbcn Landgerichie 1. _

Vesckyreibung: Alter 36 Jahre, _am 29.21qu 1853 zu Darmstadt gedorrn, GröJe 1111 46 _0111, Statnr mittel, Haare dunkelblond, Stirn frei, Bart: blonder Sclmurrbart, Augenbrach dunkel- blond, Nase gewöhnlich, Murid gcr1*»_iik)ulick)4 Kiwi oval,chGeficht länglich, Géfichtssarbe Zexund, S-prackye deuts .

[38876] Steckbrief. ngen den unten bkschkiébenési Spinner Adolf Elseuhaus aus Obermünkheim, Oberamts HaU, Kgr. Württemberg, welcher fich verborgen hält, ist die Untersuchungsbaft wegen Betrugs verhängt. Es wird ersuchT, denselben zu verhaften und in das Amts- geriÖts-Gefängniß zu Homburg v. d. H. abzuliefern. Homburg, den 16. Oktober 1889.

Königliches Amtherickyt. 111. Bcsckyreibnng: Alter 35 Jahre, Größe 170- 175 (:111, Haare schwarz, Bart: schwarzer Schmitt: und Knebelbart. Kleidung: dunkler 111135 grau- melirter Anzug, Umlegkragen, klauer Scklips, schwarzer Filzhut. Besondere Kennzeichen: führte einen neurn grauen Reisekoffer bei fick). R13. Elsen- baus bat im Vergangenen Sommer theils bei E. Maitßes u Cie. in Düffeldorf, anßeblick) auch in der Aktienspinnerei Lindenau-Plagwiß bei Leipzig, kann in Göppingen, zuleßt in Schramberg in Württemberg in Arbrii gestanden.

[38875] Oeffentiiche Ladung.

Von nachstehenden Mannschaften:

1) Ersaß-Reservist, Schlosser Julius Lewin, gc- boren am 9. November 1865 zu Berlin,

'I) ErsaH-Reservist, Kutscher Lukas Ziolkowski, gebdrsn am 23. September 1861 zu Ostrowo a. G., 511le Jnowraziaw,

3) Wehrmann, Kutscher Emil August _Oßkar Schu1z l., geboren am 1. Januar 1855 zu Berlin,

4) Braugehülfe Franz Loibl, asbdren am 5. Ok- tcb_-e_r 1855 zu Stepbling, Kreis Niederbayern,

9) _Wehrmann, Bäcker Carl Eduard Richard S_thxtbe, geboren am 12. April 1858 zu Hohen- lechb, Kreis Liebenwerda,

_6) RUervist, Comptoirist Wilhelm Hermann Fer- mand Langner, geboren am 6. Dezember 1861 zu Bromberg,

*) Wehrmann, Kaufmann Adolf Wilhelm Gustav MFMqud, geboren am 29. Januar 1852 zu Berlin,

3) Re1erriit, Arbeiter Julius Milbael Erdmanxi

trecker, geboren am 7. Dezember 1861 ZU Franzö). Buchholz, Kreis Niedérbarnim,

) Matroie der Reserve, Seemann Cari Thsodor OZ? Erkin Diestler, geboren am 5. Zum 1861 zu

m,

10) Wehrmann, Bildhauer Rokrrt Baars, gr- boren am 29. August 1851 zu Berlin, _

11) Ersaß-Reservist, Kaufmann August Joioann

“Weib, geboren am 21. Juni 1859 zu Labehn, Kreis Stolv,

12) Erjaß-Reservist, Knecht Gustarx Schmidt, g_e- oren am 18. November 1858 zu Heiligenkreuz in SÜÖsLn-Meiningen,

13) Eksaß-Reservist, Walker Friedrich Wilhelm

"„U-_geboren am 4. September 1859 zu Kasdorf,

Kreis Königsberg i.

PQ-

14) Ersaß-Reservist, Sch1ächtergeseüe (Gustav Adolf A?ttermauu, geboren am 26. November 1860 zu “UU, Kreis Bunzlau, _ _ 15) _ Eksav-Refervist, Haußzimmermann Cbrtsttgn nedr_1ch Wi[belm Fedier, geboren am 30. Marz

U er in, 16) ßker Rudolf Friedrich Wilhelm Hage- oren am 23. Juni 1864 zu Königs-

GW 'Ersa'Ö-Reservist, Kammmacber Rudolf August

ck- eboren am 29. Juni 1866 zu Stuttgart, ebrmann, Kaufmann Hans bilipp Georg ni 1855 zu enburg (:

19) WLbrmaim, Fischhändler Carl Ferdinand Franz

Höpke, geboren am 22. Oktober 1850 zu Wollin, Kreis Usedom-WoUin,

20) Webrmann, Knecht Carl Heinrich Gustav Altmann, geboren am 15. März 1852 zu Schön- dorf, Kreis Bunzlau,

21) Wehrmann, Knecht Karl August Friedrick; Gustav Auert, 9250an am 27. Februar 1860 zu Brrlin, _ __

22) ErsQH-Reiermii, Böticher Robert Heinrich Schüler, geborrn am 5. April1865 za Wriezen (1. Oder, Kkéis Oberbarnim,

23) Knkcbt Friedrich Engler, gsboren am 4. Sep- tember 1860 in Czernikau, Krcis Bercnt,

24) Bildbauxr Rickard Berger, Zeboren am 14. März 1861 in Berlin,

25) Knecht Franz Arndt, geboren am 20. April 1859 in Lichtenhagen. Kreis Schlochau,

26) Restaurateur W_ilbe[m Worck, geboren am 10. März 1861 iii Kanal,

27) Swloffer Gustav 10. April 1857 i;". Randow,

28) Kutscher Karl Apelt, geöoren am 6. August 1858 in Poln. Macbkn, Kreis Sagan,

29) Kaaimann Edwin Kromrey, gsboren am 30. Mai 1852 in Bérlin,

30) 051116. 11186. Alexander Behrendt, geboren am 16. Juli 1856 in Samrotscbin, Kreis Kolmar,

31) Silberdrackcr Albert Radeiseu, geboren am 29. März 1860 in Berlin,

32) Holzbildhauer Franz Muhs, 9.J11[i 1858 in Berli",

33) Schloffer (Carl Scheig, gebdrkn am 2. Fe- bruar 1858 in Lixberg, Kreis Nidda,

34) Arbsiter Hermann Naddel), geboren am 9. Januar 1861 in Alt-Ranft, Kreis Oberbarnim,

35) HauSkneÖt AUgust Pagel, gcborrn am 3. Dezember 1860 in Rummeleurg, Kreis RUM“ 111611551181,

36) Hausbältkr Heinrich Weiß, geboren am 26.Juli 1862 in Groß-Sarne, Kreis Falkenberg,

37) Kaufmann Sigmund Biber, 9250an am 30. September 1859 in Mews, Kreis Mxrienwerder,

38) Schiffer Gustav Sorge, geboren am 29. Sep- tember 1861 in Alt-Nüdniy, Kreis Königsberg N.-M.,

39) SchUeider AUKUfT Gierke, geboren am 10. Oktober 1860 in Albertoske, Kreis Buk,

40) Schuhmackxer Peter Grußka, geboren am 14. April 1856 in Wichrau, Kreis Rosenberg,

41) Zimmermann August Jankowski, geboren am 15. Oktober 1857 in Reinfeld, Kreis Karthaus,

42) Sattlcr Emir Grempell, geboren am 18. Juli 1861 in Seyda, KreiLZ SÖweiniH,

43) Tiickyler Ermt Manowsky, geboren am 15.Juli 1858 in Joachimsthal, Kreis Angermünde,

44) Schneider Hugo Thierfcldt, geboren am 5. Novrmbcr 1857 in Berlin,

45) Bäcker Heinrich Gierasth, geboren am 23. Mal 1857 111 Scloweidniß,

46) Kaufmann Richard Ulrich, geboren am 26. Je- bruar 1861 511 Freienwalde a. O., _

47) Hausdiciier Ludwig Dorn, gevoren am 28. Je- bruar 1856 in Sorau,

48) SÉankwirtb Ono Klein, geboren am 28. Sep- iember 1858 in Tapiau, Kreis Weblau,

49) Schlächter Otto Krause, geboren am 30 De- zember 1857 in Zebden. Kreis Königsberg N.-M.,

50) Knecht Wilhelm Teufert, geboren am 19. Februar 1857 in Piklgramm, Kreis Lebus,

51) Schmied Carl Barthel, geboren am 27. Ja- nuar 1860 in Kleistböbe, Kreis Prenzlau,

52) Sattler Emil Folksdorf, geboren am 22. Juli 1860 in Bärwalde, Kreis Neustettin.

53) Hausdiener Carl Heffe, geboren am 25. Mai 1861 in Magdeburg,

54) Schlosser Hermann Schombel, geboren am 7. März 1860 in Drebkau, Kreis Kalau,

55) Kaufmann Maximilian Pohl, geboren am 26. September 1861 in Waldau, Kreis_ Liegniß,

56) Schneider ranz Rapecki, geboren am 8. Sep- tember 1860 in r. Schönwalde, Kreis Graudenz,

57) Zimmermann August H_ammschka, geboren am 30. August 1853 in Kl. Raschen, Kreis Kalau,

58) Kupferfchmied Ferdinand Schneider, eboren am 28. April 1854 in Molkenberg Kreis Le us,

59) Commis Gustav Meyer, ge oren am 8. April 1857 in Mohrungen,

SY Conditor Anton Krautwig, geboren am 17. ebruar 1860 in Stoßbeim, Kreis Rheinbach,

61) Schlosser Bernhard Prochnow, geboren am 1. Oktober 1860 in Berlin,

6? Buchhalter Gustav Dachs, geboren am 26. ebruar 1857 in Sommerfeld, Kreis Krossen,

63) Gärtner Adolf Grotefeud, geboren am 4. April 1859 in erove, Kreis Leer,

(ZZ Fleischer August Hübner, geboren am 11. uli 1859 in Ludwigßruhe, Kreis Landsber ,

65) Zimmermann Carl Hetzel, geboren am 8. kw- ber 1859 in Fürstenhagen, Kreis Neu-Streliv,

_ Heuer. geboren am PoHen - RSimcksndM,

geboren am

66) Zimmermann Franz Howe, geboren am

Kreis

19.___September 1860 in Neu-Hökpe, Kreis Arns- wa e,

67) Schneider Markus Nehfeld, 13. November 1857 in Turbel,

68) Schneidxr Oskar Schäfer, 18. November 1860 in Bsrlin,

69) Schneidér Carl Heiden, geboren am 5. No- Vembrr 1858 in Tramstow, Kreis Anklam,

70) Zimmermann Ferdinand Leinweber, ge- boren am 2. Februar 1857 in Bersciiienen, Kreis ererbrirg,

71) Seemann Edward Wirschubeit, gekorkn am 31. August 1859 in Tr.;rrsnen, Kreis" Gumbimisn,

72) Schlomsr Jokaimws Zunniecki, (ickoren am 26. November 1855 in Prxecxno, Krsis Tkorn,

73) Schiffer Fsrdinarid Flügge, gokorsn am 13. September 1860 ip. Zellin (1. Oder, Kreis Königsberg i. M.,

74) Arbeixrr Lwaig Hoffmann, geöoren am 8. Fsbruar_1853 in Roßwiese, Kreis."; Landxberg,

75) Kuticber Carl Virk, geboren am 24. Januar 1856 in Buxg, Kreis Jcricßow 1,

76) Schlachtermeister Ernst Reichardt, gceren am 2. Januar 1859 in KröUin, Kréi-F Halli,

7?ck Kutschrr Friedrich Nachtigall, grboren am 21. 3 kwer 1857 in Sukow, Krsis Parchim,

78) Gärtner Max Krufchka, gckdrcn am 19. AugUst 1859 in Glowiß, Kreis Stow,

79) Cigarrenmacber Otw Becker, 911-wren am 1. Oktober 1860 in BLkliU,

80) Barbier Oßwald Nimpfch, geboren am 14, Janyar 1860 in Glsiwixz,

81) Branrr Carl Friedrich Jsrdinand Pötke, geboren am 16. Januar 1859 in Brankow, Kreis Kroßen,

82) Arbriter Carl Schulz, geboren am 15. Sep- tembrr 1861 in Dramburg,

83) S_tellmackyer Gustav Callies, 9259an am 11. Augmt 1861 in Gieien, Kreis Dramßurg,

84) Arbeiter Gustav Laabsch, geboren am 20. September 1858 in Blmnberg, Kreis Kroffen,

85) Schmied Julius We ner, gekdrkn am 12. September 1859 in Freist, reis Lauenburg.

86) Arbeiter Hermann Stephan 81188 Steffen, geboren am 2. Februar1859 zu Iezwrken, KrLiZ WMS,

87) Gärtner AUQUst Schmidt, geboren am 3. August 1858 in Rayenstein, Kreis Saaßig,

88) Schloner Carl Voß, geboren am 10. Ja- nuar 1857 in Bromberg,

welckie1ämmtlich in Berlin ihren [eßten bckanntén dauernden Wobn- Oder Aufenthaltsort gekabi Haben, deren jeHigrr Verbleib aber nicht bskannt ist, werdcn Diejenigen, welche nach ihrer früheren Truppen- gattnng bezeichnet sind, beschuldigt, als beurlaubte Reservisten resp. als Wehrmänner der Land- oder Seewebr obne Erlanbniß aUsgewandert zu skin, Dicjcnigen aber, die als Ersatxreservistezi bezeichnet sind, werden beschuldigt, als Ersaßrcserviiten 15115772 außgetvandert zu sein, ohne Von der beworstebenden Auswanderung der Militärbehörde Anzeige gemacht zu haben.

Uebertretung kes §. 360 zu 3 Straf-Gesetzbucheß i_iZZZder §§. 4 und 7 des Geseyss vom 11. Februar

Zur Hauptverhandlung über vorstehend.“ Anklage werden 5116 vorgenannten Personen zum 25, Ja- nuar 1890, Mittags 121 Uhr, vor das König- liche Schöffengericht des Königlichen Anitsgerichts 1., Abtheilung 94, in Berlin, Alt-Moabit 11 12, Portal 1., Mittelbau, Saal 10, Parterre, hierdurch öffentlich vorgeladen, unter der Verwarnung, daß bei unentschuldigtem Ausbleiben fie auf Grund der gemäM des §. 472 der Straf-Prozeß-Ordnung von den ilitärbebörden ausgestkliten Erklärungrn über die anzuneömende AuSwanderung werden verurtlßeilt werden.

Berlin, den 3. Oktober 1889.

Königliches Amthericht ].

gsboren am

gckoren am

Abtheilung 94.

[38878]

In der Strafsache gegen der_1 Friedrich Heinrich Wilhelm Runge, zuleßt wobnbcxst zu Abbenien, Kreis Burgdorf, je t unbekannten Aufenthalts, wegen Ver- letzung der ehrpflicku, wird, da der Angeschuldigte des Vergebens gegen §. 140 Absaß 1 Nr.1 des Strafgeieybucbs beschuldigt ist, auf Grund der F. 480, 325-326 der_ Strafprozeßordnung zur

eckung der den Angeichuldigten möglicherweise treffenden höchsten Geldstra[e und der Kosten des Verfahrens das iux Deut chen Reiche befindliche Vermögen des Angeicbuldigten mit Beschlag belegt.

Haxnovxr, den 12. Oktober 1889.

Koni liches Landgericht, Strafkammer 11a gez. eder. v. d. Beck. Lindenberg. (1-. 8.) Beglaubigt: Huck StaatSanwaltscbafts-Sekretär.

2) ZWangsvollftreckungen, Aufgebote, Vorladuugen u. dgl.

[38584] Zwangsventetgerung.

Jm Wrge dsr ZwangQintrkckun-Z 11311 das im Grundbuch? von 1211 Unigsbungsn Band 145 Nr. 6558 auf den Namen des SÖldsiérmcister Rokért Grimm hier eingetragcne, in der Stralsrindcrstraße, anged- lick) Nr. 23, 1321696116 Grundstück am 11. Dezem- ber 1889, Vormittags 103 Uhr, vor dem uritérzeiÖrieTen Gericbt _ an GsrichtÉsteÜe _ Near Friedricbéstrafze 13, Hof, Flügel S., vartérre. Saa1'40, versteigsrr werdcn. 'Das erxnditück ist mit 3,87 .“ Reinsrxrag und iinér Fläche ron 5 a 50 qm zur GTUUTÜCUST veranlagt. UUÖZUZ (1118 der SteurrroUe, beglauhigte Wschrifi TLZ Griindbuch- blatts, etwaige Akso'yäxzurißkn Und andrre 1:15 Grund- stück bcrrcffende Nackxweiiangxn, sowie ksidnderé Kauf- bédingnngen können in dcr Gcricbtésckyreiberei ekenda, Flügsi O., Zimmer 41, kinseseben wcrdkn. Alle Zsiea_112rcchtinen werden auigcfdrdkrt, dis nichr von [116115117 drn Ersteher iibergkbrndrn Ariiprüche, TTM Borbandsnsein oder Betrag axis drm Grund- 1111170 zur Zeit drr Eintragung deH Versteigerrings- :srmcrké» nickzx ksrrorging, insbesondere derarrige Fordurixngen wii Kapital, Zinsen, wiéderfebréndrn Pébungcn Oder Kosten, spätestens im VersteigerUNgs- *."crmin vor der AUiiorderung zur Abgabe von Ge- ÖOTen anzuwelden Uiid, faUI dcr betrkibende G1äudiger widsripriÖT, dem Gerichte giaubbaft zu machen, widrigenfaüs diesekben bci FeststeUUng 2225 ge- ringstxn (Gebots nicht berücksichtigt werden und bei Vertheilung dcs Kaufgeldes gegen die be- riickfichxigtcn Ansprückye im Rangs zUrücktreten. Disjrni-an, welchc da:? Eigrnsbum dss Griindstiicks :LQTLWTUÖM, Mrdsn aufgefordrrt, vor Schluß des Vcrsreigcrungstermins dir EinstsUung des VerfaÖrcns Zcrbciziiiiibrrn, widrigsniaUs "(1117 erfolgtem Zuisblag HQI Kaufgcid in Vrzug auf M Anspruch an die STcUe ch Griindstücks rrirx. DaF Urtbeii Über die (Ertbsilung des 3166711155 .".ird am 11. Dezember 1889, Nachmittags 12T; Uhr, än Gerichtsstciic, wie oben bezeichnet, rarkiindcx wcrrsn.

Berlin, den 16. Oktober 1889. _

KdniglicHeÉ AmrÉgrrich ]. A::kriiunz 52.

[338301 Zwangsvcrnetgerung.

5111 ché der Zwangsroüstreckung [OU dax? M1 («“Undbuckyc von den Umgebmigen Berlins im Nieder- darnim'sMn Kress Band 42 Nr. 2091 am" den Namen des Ti1ch1ermchiner§ Heinrich Engslbardt bisr cingctragrne, in der Soldinerstraße Nr. 40 be- legenc Grundstück am 13. Dezember 1889, Vor- mittags 10) Uhr, vor dem Unterzeichneten Gericbk _ an GeriÖtsstcUe _ Neue Friedrichstraße 13, HF, Flügel ()., parterre, Saal 40, versteigert werden. Das Grundstück ist mit 720 „kk. Nutzungs- wsrtk) zur Gebäudesxeuer veranlagt. Außzug aus der "SteuerroUe, beglaubigte Abschrift des Grund- kuchblatts,_ etwaige _Abschä ungen und andere das Grundnüxk betreffende ziciciywe'isungen, sowie besondere Kambedingungen können in dcr Gerichts- [chreiberei, ebenda, Flüge10., Zimmer 41, eingesehen werden. AUe Realberechtigtcn _werden ausgefor- dert, die nichtvonseibst auf den Ersteher übergehenden AnWrÜcHe, deren Vorbandemcin oder Betrag aus dem Grundbuches zur Zeit der Eintragung des Versteige- rwr.g§vcrmerks nichr hervorging, insbeidndere derartige Forderungen von „Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Ockungcn oder Koixrn, ]pätestens im Versteigerungs- tcrmin vor der Aufforderung zur Abgabe von (Ge- bcten anziimelden und, faUs der betreibende Gläubi- ger wideripricht,_dcm Gerichte _glaubbaft zu machen, widrigensaus die1elben bei Feststellung des geringsten Echols nicht beriicksichtigt werden und bei Ver- theilung des Kaurgeldcs gegen die berücksichtigten Ampriiche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigenthuxw des Grundstücks be- anspruchen, werdcn auxgeiordcrt,_ vor Schluß des Versteigerungxstermins die _Eimteilung des Ver- fahrens herbeizUsühren, widrigensaUs _nach erfo1gtem Zu1ch1ag das Kausgeld m_Pezug _aux den Aniprucv an die Stelle _des Grund1rucks tritt. Das Unheil über die Enheilung des Zu1ch1ags wird am 13. De- zember 1889, Nachmittags 12Z Uhr, an Gerichisstclle wie oben bezeichnet verkündet werden.

Berlin, den 18. Oktober 1889.

Königliches Amthericht 1. Abtheilung 52.

[38888]

In Sachen_ der WittM des Oekonomen Heinrich Kleve, _Emilte, gedorene Waldheim, aus Halber- stadt, Klägerin, Wider den Bäcker Georg Specht, früher bierselbst, jetzt in Harzburg, Beklagten, wegen Hypothekziysen, wird, nachdem auf Antrag der Klägerin die Beschlagnahme der dem Beklagten ge- hörigen Grundstücke, als: