Verbindung, mit der ersten Verathung des Entwurfs eines Gesetzes, betreffend die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltungen des Reichsbeeres, der Marine, der Reichseisenbabnm und der Post und Telegrapbeti, in weiterer Verbindung mit der ersten Beraibung des Entwurfs eines Geseßes, betreffend Aenderungen des Reichs-Militär- geseßes vom 2. Mai 1874,
(Weitere „Parlamentarische Nachrichten“ s. Beilage.)
Theater und Mufik.
Kroll's Theater.
Die Premiére des Kaiser-Festspiels „Hohenstaufen und Hohen- zollern“ findet mit Rücksichtdarauf, daß zum2 November d. I. bereits drei andere Berliner Bühnen die Erstaufführungen von Stücken an-
' gemeldet, schon am 1. November statt.
Zum Vesicn der .Sydow-Stifiung' wird der Organist Hr. Herrmann Deckert am Freitag, 1. Nodember, in der Neuen Kirche ein geistliches Concert veransi'alien, in welchem Werke alterer und neuerer Kirchenkomponisten zur Ausführung gelangen werden. Die Concertsängerin Frl. Schmidtlein, drr Königliche Concertmeister Hr. Sirus; sowie der unter Leitung. des Königlichen Myfik-Direkwrs Hrn. Rad. Radecke stehende Kircbrncbor haben ihre Mitwirkung zugesichert. Wir verfehlen nicht, unseren Leserkreis auf dies dem erwähnten wobltbätigrn Zweck gewidmete, zugleich in künstlerischer Beziehung reich ausgestattete Concert hiermit auf- merksam zu machen.
Rennen zu Charlottenburg. Sonnabend, den 26. Oktober.
1. Kompensations-Rentxen. Gradißer Gestütsvreis. 2000.44
Kür Zweijährige. Der Sieger iit für 4000 „16. käuflicb. 1200 m.
ittm. v. Boddien's br.St. ,Marabou“ (2000 „FH) 52?[ RZ" ]„ Mr. E Kelly's br. H. „Good Luck“ 523155“ 2., Hrn, M. Bernstein's br. H. „Detective' 48Z1; 3. Leicht um einen Hals grwonnen; .Detective“ fiinf Längen inter „Good Luck“. Wrrtb: 2540 «24 der Siegerin, 400 “14 drm Zivriten. _ „Marabou" wurde für 3000 „14 von Hrn. H. Suermondt gefordert.
11. Veilchen-Hürden-Rennemi OffiziewReiten. 2500 m. Rittm. Suermondt's br. St. ,Treue' (Hb!) 3jäbr. 67 11,2" Lt. v. Gräveniß ], Lt. Gr. Westarp's br. W. .Löwcnberz“ 4jäbr, 72 kJ Bex. 2., Rittm. v. Hryden-Linde-i's F-St. .Miqnon“ 5jäbr. 76 kJ Bei. 3, Lt. Gr. Hallwyl's br. St. .,Calmnck ZNaid“ Zjäbr. 66 kg (tr. 68 ]KZ') Bes. 4, Lt Schlüter's br. S_t. „Mairnnacht' 4jähr. 7011xg Bes. 5, Nach Kampf um einen Kopf herausgeritten; ein Hals zwrscben dem Zwriten und der Dritten und eine Länge weiter .Calmuck Maid“ Vierte vor .Maiennacht“. Werth: 1500 „M der Siegerin, 570 «16. dem Zweiten, 370 „14 der Dritten, 270 „74 der Vierten, 170 „M der Fünften.
111. Konsolations-Hürden-Renncn. Der Sieger ist fiir 4000.24 käuflich. ca. 2000 m. Lt. (Hr. Strachkviß's schwbr. Stute .Siam" 6jäbr. (4000 914) 76? RZ 1., Mr. John's br. St. „Doris“ Zj-ibr. 62.) kg 2., Mr. F. Solloway's „Freia“ Zjäbr. 627) kg 3 Nach kurzer Gegenwehr sicher mit dreiviertel Längen ge- wonnen; _drei Längxn trennten „Freia' von „Doris'. Wsrtb: 202%.“t der Siegerin, 360 ck16. der ZWeiten. _ „Siam“ wurde nicht geior er ,
17. Großer Preis von Charlottenburg. Ehrenpreis dem fiegenden Reitrr und 12000 „14 "dem ersten, 6000 .)“. dem zweiten, 4500 «kk dem dritten, 3000 „14 dem vierten, 2000 „14 dem fünften, 1500 „sé dem sechsten, 1000-14 dem siebrnien Pferde. Herren- Jaad-Rennen. 6090 m. Rittm. v. Boddien's br. W. „Kingsdcne“ 79 kg Hr. v. Rabenstein ]„ Gr. R. C. Schönburg's FASO, Glücks- kind“ a. 79 kg Lt. Schlüter 2., Prinz Fr. C. Hohenlohr's br. W. ,Tommy“ a. 79 kg Lt. Rittm. v. Heyden-Linden Z., Lt. Meincke's ZF.W. „Freiherr“ 6jäbr. 751 kg Mr. C. Hill 4., Hrn. L. Meyer's r. W. ,Facteur' ("jäbr. 79 kg Rittm. v. Boddien 5., Riiim, v. Sydow's dbr. W. .Anderton“ a. 79 [zg Bes. 6., Hrn. H. Suermondt's dbr. St. „Busy Bee“ 6jäbr. 79 RZ Bes. 7., rn. O. Spiekermann's dbr. H. „Iceberg 11." 6jähr. 79 kg
ir. R, Smith 8., Gr. C. Lebndorff's bt. H. „Don Merino“ Lt. Suffert 11. 9. Siegle leicht mit zwei Längen; „Tommy“ zehn Längen weiter zurück und drei Längen vor .Freiherr" Dritter,
„Xacieur' Fünfter vor „Anderton“, „Busy Bee“, „Iceberg 11.“,
„Z)on Merino“ und den Andern, welche weit auseinander in oben
angegebener Ordnung eintrafén. „M. C.“ und „Newbridge“ an- ebalten. Werth: Ehrenpr. und 17 060 „16 dem Sieger, 5800 „M der weiten, 4300 .,“ dem Dritten, 2800 „16. dem Vierten, 1860 „14 dem
Fünften, 1300 „16 dem Sechsten, 800 „E der Siebenten, 400 «14 dem chien, 200 „js dem Neunten.
_7. Preis von Stralau, Jagd-Rennen. Sieger ist für 5000.44 “kx";uféich.1 5500 m. Lt. Gr. Hallwyl's br. St. .Valß“ (5000 „ii)
Z' --
v. Erlanger's dbr. W. .Madar“ 4jäbr. 58 kg 3. Mühelos mit drittebalb Längen gelandet; Werth: 2560 „14 drr Siegerin, 540 „14 dem Zweiten, 240 „jk dem Dritten. _ Valtz wurde nicht grfordert.
71. Inländer - Handicap Hürden-Rennrn. 2500 111. Mr. Cb. Planncr's schw. H. ,Macdonald“ 4jäl)r. 53 kg' 1, Rittm. Suermonkt's br. H. ,Tbeoretikcr' 3 jähr. 57:1 kx 2, Kap1.Joi§'s br. W. .Jonalcur" 3jäbr 66 kJ (incl. 3 RZ- extra) Z., Hrn. v. Teppcr-Laski's 7 .-H. „Ceres“ Zjähr. 59 kg 4. Dr_iticn und „Ceres“ cine ärige hinter „Jongleur“ Vierte. Mit einer Länge gewonnen; vier Längen zwischen dem Zweitin und Frrtxb: 2480 914 dem Sieger, 550 “;ck dem Zweiten, 250 „76 dem
rt en.
Mannigfaltiges.
Die mit Vorträgen Professor Lesfing's verbundenen Stickerei- Ausstellungen im Königlichen Kunstgerverbe-Museum zu Berlin finden in folgendcr Reihe statt: 2. bis 17. November: Mittel- alter: Stoffe und Stickereien. 19. November bis 1. Dezember: Re- naissance: FU]. bis FU11.Jabibundert_: Stoffe. 3. bis 15. Dezember: Barock und Rocc-co : )(171. bis le. Jahrhundert: Stoffe. 17. Dezember bis 5. Januar 1890: Europäische Stickerei: 31171. bis )(]IT Jabr- bundrrt,_ 7. bis 19. Januar: Orienr: Indien, Persien, Türkei. Nord-Asrika: Stoffe und Stickereien. 21. Januar bis 2. Februar: China und Japan: Stoffe und Stickereien. 4. bis 16. Frbruar: Leinenstickerei und Spißen und 18, Februar bis 2. März: Trppiche und Gobelinwirkerei.
Das Museum für deutsche Volkstraibten und Er- zruxinisse des Hausgewerbes, (Klosterstraße 36 pt.) Wurde, wie wir dcr „Post“ eninebmen, gestern, Vormittag von acladrnem Publikum einer erstmaligen Brfickyiigung unterzchn. Erichienen waren die Staats-Minister Dr. von B06111chLl und Dr. von Goßler, ferner die meisten .Herren vom Comité. Drr Vorsitzende des Comxiés Pros, dr. Viräiow, betonte in seiner Eröffnungsrede die Fördcrung, die dem Unternebmrn durch den Kultus-Minister zu Tlieil geworden “rei. _ An ein? Skizzirung der Vorgeschichte und des Zwecks des Mmeums sowie drs in ihm Vorhandcnen schloß Redner die Ein- ladung zur Besichtigung des Museums an. Der Staats-Minister Dr. don Goßler sprach darauf dem Comité seinen Dank aus für die Verwirklichung eines von ihm längst gehegten Wunsches. Es sei aÜerdings seins Absicht geWesen, in dem obersten Stockwerk des Museums Für Völkerkunde die neue Sammlung inländischer Trachten unterzubringen, abcr dort inangeie rs bereits an Play. Ein eigenes Haus babe sicb aiich noch nicbt beschaffen lassen, doch sei es der Stolz der Berliner Museen, daß fie von itmen heraus ibre Mauern zer- sprengt, daß "sie_ unter demDruck der Verhältnisse stris erst ihre neuen Mächtigen Hamer erhalten hätten. Das sei bedaucrlicb, zeuge aber für die Intensität drr deutschen Forsclyung. Der Ministrr knüpft? daran die Bitte, nicht nachzulasfen, und fügte den Wunsch binzu, das Bückeburger Land dem Sammeleiier zu erschlirßrn. Er habe fick) selbst von dem Reichtbum und der Trachtenfiille der dortigen bäuer- Kein Bewohner überzeugt. Hierauf erfolgte rie Besichtigung des
u rums.
Der Elxktrotecbniscbe Verein bierselbii bielt am 22. Ok- tober eine Sißmxg, in welcher der EHren-Präsident des Vereins, Staatssekretär Dr. von Stephan, cinen Rückblick auf das vergangme Jahr gab, “welchem wir Folgendes entnehmen: Für die von München cms angeregte Crxicbtung eines Denkmals des vor 100 Jiubrcn in Erlangen geborenen Plckys1kers (G eo rg Ob m, des Entdeckers der Geseße des elcktriicbrn Stromes, smd Seitens des Elektroiecbnischen Vereins 2131 «;ck gesammelt und dem Denkmal-Comiis überwirien worden. _ Die Untersuchungen über das-Wesen der Erdsiröme find fort- geseßt worden,- ebenso diejenigen iiber die Blißgefabr; in leßtgenannter Beziehung hat es sich der betreffende Ausschuß namentlich angrlegen
Hrn. v. Tepper-Laski's br. H. „Puck“ a. 68 kg 2., Li. Frbrnx .Madar“ eine Länge hinter ,Puck“-
sein lassen, die Vertreter des Gas- und Wafferfacbes fiir die von elektrotechnischer Seite für unerläßlich gehaltene Verbindung der Blißableiter mit den Gas- und Wafferrohrlcitungen zu gewinnen, was hoffentlich noch erreicht wird. Auf dem Gebiete der
Telegraphie in Deutschland find Schritte geschehen, um für besondere Zwecke nacb Maß.;abe des größeren Be- dürfnisses automatische schnellschreibende Apparate einzuführen.
Das Telegraphennrß dcs Deutschrn Reichs umfaßt zur eit 80537 km Linie mit 284 945 km Leitung und 15 631 Telegrap en- Statidnrn. Das Fernsprechwesen bat Riesenscbritte gemacht. Deutschland besitzt 200 Städte mit alliiemeinen Fernsprech-Anlagen, an welche rund 39 000 Abonnenten angeschlossen sind; die Leitungen repräsentiren die Länqe von 62 610 km. 79 Fernsprech-Anlagen ver- binden benachbarte Ssädte mit einsindcr und 15 weitere derartige An- lagen smd in der Ausführung begriffen. Berlin allein hat 11200 Abonnentrn, Hamburg 4960. _ Ebrnso bat die elektrische Beleuchtung an Ausbrcitung gewonnen, wovon die nau errichteten Centralstationen in Elberfeld, Darmstadt, Mülhausen i. Els., Lübeck, Nürnbrrg u. a. m. Zeugniß ablrgen. In Berlin wird binnen Kurzem eine dritte Centrale eröffnet Werden, eine virrte ist im Bau begriffen. _ Zu erwähnen ist die Unternehmung,_ einen Theil der Wafferkraft des Rbeincs und des Neckars zu elektriichen Betrieben zu verwerthen. Jndchcrsucben.denWechselstromzuArbeitsübertragun en aanWLnden, sind weitere Fortschritte zu verzeichnen. Die wi en- schaftliche Erkenntniß des Wesens der Elektrizität endlich ist durch
,die bochintereffanien Versuche des Professors 1)r. Hertz in Bonn
wesentlick) gefördert worden. Dadurch ist der Zusammenhang zwischen ovtiscben und elektriicben Vorgängen insofrrn nachgewiesen worden, als der Lichtäiber, durch dessen schwingende “Bewegung die Entstehung des Lichtes angenommen wird, auch elektrische Vorgänge nach den Gesetzen der Wellenbcwegmig Vermittelt.
Die Feier der Enthüllung des dem Andenken der Kämpfer aus dem Feldzuge 1866 gewidmeten Denkmals, Welches der Berliner Kriegcrverband auf dem In v aliden - Kirchhof in der Scharnhorststraße bat errichten lassen, ist gestern Mittag voli- zogen ivorden. Dcputationen von 43 Kriegerveremrn mit 32 Fahnen und Standarten nahmen an der Feier Theil.
Im großen Lichtbofe des Berliner Raihbauses ist, wie das „Disch. Tageblatt“ meldet, am 25. Oktober über dem Portal für Fußgänger einc thivtafcl angebracht wordeii, die aus Bronze ge- fertigt die Inschrift trägt: „Im Beisein Kaiier Wilhelms 1. ward der (Grundstein zii dissem neuen Raihhause, nahe dem Tburmbau, gelegt am 11. Juli 1861.“
Ueber die Einrichtung von Hochschüler-Wandrrkassen be- richtet der „DM. Anz.“: Ein (Hrgenstiick zu den Ferienkolonien in Gestalt einer Hochschüler-Wanderkasse iit jest im Entstehen begriffen. Mit dieser Einrichtung sol] unbemittelten Studenten, Seminaristcn isnd Hochschülern Gelegenheii gegeben Werden, mit Hülfe eines aus der W(inderkaffe gewährten Reiseitipendiums die durch Naturschönheiten oder geschichtliche Erinnerungcn ausgezeichneten Gegenden des deutschen Varerlandcs kennen zu lernen. Der Gedanke ist von der Redaktion des „Tourist“, des Centralorgans des deutschen Touristenverbandes, angeregt, und namentlich den Gebirgs-, Wander- und Wohlthätigkeits- vrrrinen zur Unterstüßung cmpfohlen worden. Die Sammlungen für den Fonds bctben bereits begonnen.
Oldenburg. Eine Kaiserliche Auszeicbnung wurde, nacbder „Old. Ztg.“, dem bissigen Königlichen Mufikdirigenten Hrn. H. Hüttner zu Theil. Drmselben wurde von Sr. Majestät dem Kaiser ein silberner Taktstock verlieben, wie es heißt, die erste derariige Auszcichnung, welcbe Seitens Sr. Majestät erfolgt ist. Herr Hüttner l.:at bei Gelegenheit des letzten Kaisermanövers auch den großen Zapfenstreich, welcher in Hannover vor dem Königlichen Slck),ltoffe stattfand und von ca. 1200 Musikern ausgeiührt wurde, gc Ct et.
Pciris. Wie hiesigen VläTtern gemeldet wird, hai in der Nacht zum 26. in der Dardanellengegend ein heftiges Erdbeben stattgefunden. 19 starke Stöße erschütterten in der Richtung von Südivcsten her der. Erdboden; schWächere Stöße wurden bis Morgens 8 Uhr verspürt. Viele Menschen sollen ums Leben gekommea fein.
Irirdriih - Wj[he[m[jädtj[ches Theater, Walton. _ Auxirrien des Sergeant Simms mit
seiner jugcnrlicben Zuaven-Truvve. _ Agat, arab.
Mit neuer, glänzender Au/ostattiing: VoUblut, dressirt und vorgtxfübrt von Hrn. Franz
Operette anz. _ Auftreten der Schulreiterin Frl. Guerra, sowie der renommirten Kiinstlerfamilie Briatore und vorzüglicher Reitkünstlerinnen
Mittwoch: Jm dunklen Erdtbeil.
W Familien-Nachrichten.
Residenz-Thrater. Direktion:Sigwund Lauien- Verlobt: Frl. Margarethe Kiesel mit Hrn. König-
lichen Kreissekretär Richard Meuner (Znin bei Bromberg).
Wetterbericht vom 27. Oktober, .. ' =. ' Morgens 8 Uhr. ck . 'Theater .Anzetgen' Dienstag' .; QI' „„ „..., Üömgmhk ZchÜuspkklko Dienstag: OPML" Zum 6. Male: Der Polengraf. YFZ .; ZL baus. 215. Vorstellung. Giocouda. Oper in 3 Akten, nacb einem G. de .Hrabl'scben , ZZZ , 657;- in 4 Akten vrn A. Ponchielli. Text von Tobia Entwurfe von Richard Grnée und I. Frixzsche. Stationen. FHB; WMÖ- Weiter. (] ZT“) Gorrio. Uebersetzung von C. Niese. Ballet von Mufik von Louis Roib. In Scene gesexzt 'von „'N-“_ “K Z““ E. Graeb. Jr. Scene geseßt vom Ober-Reqiffeur Julius Frisscbe. Dirigent: Kapelimeister Feder- ;H „? FOLK“?- Tehlaff. Dirigent: Hr. Kahl. Anfang 7 Uhr. mand. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. 229. Vorstellung. Prinz Mittwoch: Ter Polengraf. Muklagbmore 767 NO 5 wolkig 7 Friedrich von Homburg. Schauspiel in 5 Akten „___ _ Aberdxen -- - 76?) O _ 4 bedeckt 6 yon H. von Kleist. In Scrne geseßt Vom Direktor szistßansund ZZZ ZZZ) Zwoxxienkos Z ])1'. Otto Devrient. Anfang 7 Uhr. o en agen. , wo ,I Mittwoch: Oprrnhaus. 216. Vorsriellung. Die - , * „_ - Stockholm - 777 stil] Wolkig ] Meistersinger von Nürnberg. Große O er in HTLKaMKWFW' Zum )4'LuYailel" i SZ„chAtYe“ aparanda - 772 still Nxbel "7 3 Akten von Richard Wagner. Anfang 65 U r. 30 V'ctori SFZ“ maud R - p er UD sl des" t.Petersbrg. 772 NRW 4-1eiter _6 Schauspielhaus, 230_ Vorstellung. DieQuiqows. Du tsch! von Fr | EF bunt FamÉm ., es atnve MUMM * ' * 764 WNW 1SchUW "7 Vaterländiscbes Drama in 4 Akten vim Ernst von ?" n * n er " “ n „ cxn. ge ck on Cork Queens- Wildenbruch Anfang 7 Uhr Sigmund Lautenburg. Mit ddllstandig neuer Aus- wan _ . . 762 NNO 3 beiter 6 ' ' __ ILTYY 7cliknULTZtrkorakwnrn, Modeln uni; Requisiten. CeblFZoéJ : HZ? JO ZFTZF 13 Deutsches Theater. Dienstag: Der Schatten. Mittwoch u. folgde. Tage: Schwiegermama. vlt., - -- ZZZ JO ZbUZ-bkzd- 3 1211213 ***-“1278333. “" am ur . . wo 1 : . . winemgünde 774 SO 4beiterg ] _ __ Kroll's Theater. Freitag: Zum 1. “Male: Neufabrwasser 775 OSO 3 bedeckt 4 _ thenstaizfen, und Hohenzollern. Nairdnales Memel . „ _ 776 NNO 2wolkenl.') _2 Peruns); Theater. Dienstag: Markgraf Kcznierfesi'sptel in 2 Abtheilungen uiid 10 Bildern aris . . , . 754 S 3 halb bed. 13 Waldemar. M*t WW?“ "9" ZZ W“ FÜlÄenbeW- ünster. . . 762 NO 6 bedeckt 4 Mittwoch: Der Kaufmann von Venedig. KarlSruhe . , 760 NO 3 bedeckt 8 Donnerstag: Montjoye, der Mann von Eisen. Central-Theater. Direktion: Emil Thomas. Wiesbaden ' 762 NO 2bedeckt 7 _____ Dienstag: Mit neuan Bildern: Zum 22. Male: Munchen - * 762 O,. Übedkkü (4 _ Das lachende Berlin von Ed. Jacobson und Zbeuzniv ' ' 767 OSO ZWLÜI “ Iesfing - Theater. Dienstag: Das letzte H. Wilken. Anfang 71 Uhr. erlm . . . 771 O 5wvlkig3) _2 Wort S cba sV'l . 4 Akt Wien . . . . Z71 NO 1 bedeckt ! 2 „. Schbniban " “ m M von Franz __ Bresl'au. ' ,;74 SO 3 MIM ' _2 Mittwoch: Der Fall Clémenceau. Schauspiel .Adolph Ernß-Theater. Dresd-rnersiraße 72. Yes;- Wx-- YZ JJV WWK 1,4 in 95 Akteisit von 25 Yulma? UW A.t d'Artois. Dienstag: Zum 69. Male: Flotte Weiber. onnerag: a ee or. Triest . . . . _ 765 ONO 3|bedeckt 15 ___“ __ YFFZYYZU iYuZYvAÜÉZrß."onMZ§" „97537; 2 * o . :! ang r. *) Nachtfrost. ) Reif. ,) Reif. WaUner-Theater. Dienstag: Zum 17. Male: Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Uebersicht der Witterung. Der Dompfaff. Poffc mit GesaM in 4 Akten _ Ein ausgedehntes Gebiet 770 mm übersteigenden von R- Kneisel Uklk H- Hirschel. "N von Jo . Luftdrucks erstreckt sich von Skandinavien und den Kranse- Anfang 71 Uhr. Arama, Anstalt für volksth- Naturkunde- Sbetlands-Infeln bis nach Ungarn, während über Mittwoch U- Donnerstag: Dieselbe VorsteUuna- Invalidenstr. 57/62 und Ausstellungs-Park, geöffnet der Normandie ein von Spanien kommendes Mini- ___ von 12_11Uhr. _ Dienstag, Abends 7.) Uhr: mum unt„er 750 mw lagei. Auf der Nordfeite des „ „ - Von der Erde bis zum Monde. leisteten aber dem Kanal_-'nd der südlichen Nordsee Dictorta-Theater. Dienstag: Statue!) in __ __ herrscht in Folge PeffkU„SMm “**.s OstU"? Nordost, Afrika. Zeitgemälde in 11 Bildern von Alex. . , In Deutschland ist bei so'nst maßxqen bis frischen Mogzkowgkk und Rich. Natbansom Musik von (3; Circus Lienz, Karlstraße. Dienstag, Abends östlichen mee" ""„d vorwiegend trubem Wetter die Raida. Ballet von C. Severini. Arkang 7 Uhr: Im. dunklen Erdtbeil, oder Einnahme von normal, " U ““ich and fie “ckck Regen. Mittwoch: Dieselbe Vorsteliung. Original-Pantomime, arrangirt und in Scene gesevt DEU11che Seewarie. -___-.._- vom Direktor C'. Renz. _ 1. Auftreten der Gebr.
Verehelicht: Hr. Apotheker Josef Heidermann mit Frl. Traudcben Schulten (Rbdingen). _ Hr. Friedr. Wilh. Richter mit Frl. Klara Boese (Oels). _ Hr. (Gymnasiallehrer ])t. Herm. Kempe mit Frl E. Scheffner (Elberfeld). _ Hr. Karl Tischler mit Frl. Olga Rieß (Berlin). -- H:. Friedrich Schüßler mit Frl. Hilga Planer (Berlin). _ Hr, Ernst Heinze mit Frl. Helene Hold (Berlin). _ Hr. Prem.-Lieut. _Fran'. Frhr. von Prins mit Frl. Eva von Voß (Lüssow).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Hauptmann Magnus von Eberhardt (Berlin). _ Hrn. Se- bastian Telienbach (Köln). _ Hrn. Paul Opper- mann (Magdeburg). _ Eine Tochter: Hrn. Regierungs-Präsident Frbrn. von der Recke (Königs- berg i. Pr.). _ Hrn. Otto Roemer (Remscheid). _ Hrn. Ed. Ionghaus (Köln).
Gestorben: Hr. Gottlieb Anton (Magdeburg). _ Hr. antier Wilhelm Riebe (Magdeburg). _ Hr. Kaufu-ann Albert offmann (Königsberg). _ Frau Gutsbesißer Mat ilde Heinrich, geb. Nel)- reicb (Maslowo b. Dolzig). _ Hrn. Franz von Mühlbach Sohn Otto (Breslau). _ Frau Helene Pander (Berlin). _ Hr. Valentin Goebel Berlin). _ Hr. General-Lieutenant z. D. Graf
riedricb von der Gröben (Berlin). _ Hr. Oberst- Lieutenant a. D. Rüdiger von Leitow (Wanßeriß). _ Frau Amélie don.Nickisch-Rosenegk, ge . von Stoeßeu (Görliß).
Redacteur: Dr. H. Klee?-
Verlag der Expedition (Scholz).
Druck der Norddeutfche11Buchdruckerei und Verlags- Anstalt, Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.
Sieben Beilagen . eiischließlich Börsen - Beilage).
Berlin:
(1554)
Erste Beilage
zum Deutschen R'eichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
M 257.
Parlamentarische Nachrichten.
Der ReichshaUShalts-Etat für 1890/91.
Der neue Etat schließt in Einnahme und Ausaabe ab mit 1 208 664 739 „14, 240610853 „16. mehr als der Etat des laufenden Jahres. Läßt man die durch Anlrihe zu deckenden außerordentlichen AUSgaben außer Betracht, so ergirbt sich, daß an fortdauernden und einmaligen AUHgaben des ordent- lichen Etats 42188953 c/sé: mehr als im laufenden Jahre erforderlich sind. Diese erwachsen hauptsächlich aus Mehr- bedürfniffen der HSeres- und Marinevsrwaltung, drr Reichs- schuld, des allgemeinen Pensionsfonds und der Post: UNd Telegraphenverwaltung (vgl. Nr. 253 dos „R.: u. St.-A.“, Erste Beilage). _
Fiir die Deckung dieses Mehrbedarfs smd an eigenen Einnahmen des Reichs nur 635 813 «14 vorhanden. Denn von den Zöllen und der Tabacksteuer erhält das Reich, auch wenn deren Erträgnisse steigen, immer nur die feste Summe von 130 Millionen Mark; ferner sind die Branntwein=Ver= brauchsabgaben und die Strmpelabgaben in Gemäßheit der geseßlichen Bestimmungen an die, Kasssn der Bundesstaatrn abzuführen. Es bleiben dem Reich außer der Summe von 130 Miliionen Mark zur Deckung eigener Aiisgaben nur die Zuckersteuer, die Salzsteuer, die Maischbottich: und Brannt- wsin:Materialfteusr, die Brausteusr, die Avrrsen, der Spiel: kartenstrmpel, die WechsclstSinpelstcéurr, die statistische Ge- bühr, ferner die Ueberschiiffe der Post: und Tslrgraphen: permaltung, der Neichsdruckrrei, drr Eisenbahnverwaliung, die Einnahmen aus dem Bankwesrn und verschirdemz Verwaltungsriimahmen. Dic Zuckersieurr Fat nun um 2036 000, die Maischbottichsteuer um 386 000 914 niedriger veranschlagi werdsn müssen , und disse Mindereimiahmen in Verbindung mit andsren paralysiren die Mehreinnahmen der anderrn „Zwrigr und Vrrwaltungrn so, daß, wie gesagt, nur 635 813 914. zur Deckung des 9er br.: zeichneten Mehrbedarfs von 42188953 «14. vorhanden sind.
Es muß also auf _die Matrikularbeitriigr zuriick:
egangen werden, wslche dsmgemäß um 41553140 916, zu er-
Jöhen sind. Leßter-z werden also 0011 228132691916, wir sie in dem Etat drs l-aufendex .;ahres fsstgeseizi sind, "sich auf 269 685 831 «16. erhöhen. _
Diess Erhöhung (um 411/2 MiÜion) ist abrr irinrswrgs eine Mrhrbelastimg :"“;der ZEinzelstaairn Um dieselbr Srimne Vielmehr Erhalten le-Ztere in Folge drr Mehrerirägiiisie der Zölle undVrrbrauchsstruern (um 15 003 000 W.) Und der R_rick)s: stemprlaxbaaben (um 2169 000 914) nach drm Voranichlag 17 070 000 „14 mehr iiberwiesen, als in deiii laufrnden Zabr, sodaß sich die Mehrbelastung fiir sis auf 24483140 „14 reduzirt; ohne den Fehlbetrag drs Vorjahres im Betrage von 20198 738 «F4 und ohns dcn Mindrrrrtrag der Branntweinsteuer würde dis Mehrbelastung fortfallen.
Immerhin verbleibt ben Einzelstaaten nocl) rin erhsblicher Gewinn aus den Ueberweisungen. Dies? sind im Ganzen auf 298 510000 „14 veranschlagt; “da die Y'iatrikularbriträge sich auf 269685 831 «14 belaufen werdrn, werdrn die Einzel- staaten vom Reicbe immrr noch 28 824 169 (((». mehr heraus- gezahlt rrhalirn, als sie an dieses abzuführen habrii.
Im Einzelnen ist aus 0611 Spezial-Etats Folgendes hervorzuheben:
Der Etat für den Reicbskanzlrr und die Reichs- kanzsei weist an Einnahmen 1368, an fortdauerndrn Aus- JUZ)?“ 147 960 914 auf, gleichlautend mit drm Etat dcs laufrnden «Jahres.
Drr Etat des Auswärtigen Amts bat eine Einnahme “0011 893 480 „44 (240 505 „14 mehr als im laufenden Fabre); das Mehr rührt von den (Hrbiibren bei den gesaridii'clwftlickien und be- solde11711 Konsvlatsbebbrden ber._ Die Ausgaben betragen 8835 515 916 (316 661 „14 mehr). Hiervon 30 300 «14 für Vermcbrung des Branitciipcrsonais. Dies wird in folgender Wrise begründet:
„Dir bisherige Organisation des Auswärtigen Amts war für eine Admimisirstion in fernen Welttbeilrii nicbt eingerichtei. Die Kolonial- angelegenbritcn werden zur Zeit von einem roriragendrn Raiba: bear- beitet, welcbcm ein ständiger Hülfsarbeirrr und einige Exprdienten beigegcben find; danebrn kommen aber Angelegenheiten kolonialer Natur vielfacl) auch in anderen Referaten bor. -
Bebufs Vorberciiung einer sachgemäßcrcn und der Entwickelung “der kolonialen Verwaltung_ entsprechenden Organisation wird es sich zunächst darum [)und-“ln, iämmtlicbe im Auswärtigen Amt vorkom- mende Angelegenheiten kolonialer Natur in einer Abtheilung zu ver- einigen uud deren Loslöiung vom Auswärtigen Amt anzubabnen; die Last der (Geschäfte im Auswärtigen Amt ist bei den jetzigen Verhält- nissen eine zu große geworden und bedarf nothwckndig einer Erleich- terung.
Die Leitung der neuen Abtheilung würd? unter Ertbeilung von Direktorialbefugniffen einstWeilen einem mit den kolonialen Angelegen- heiicn vrrtrauien vortragenden Rath übertragen werden, Welchem aus diesem Anlaß cine Funktionszulggq von 1500 „14 zu gewähren sein würde. Außerdrm wird beabsichtigt, deni dirigirrnden Rail) einen zweiten Vortragenden Rail) zur Seite zu 'si'rÜcix w-Jliber ihn in der Leitung der Abtbriémig unterstützt, zii seinrr Vertretung berufen ist und die Arbeiten der der Abtheilung uberwiesenen Beamten konirolirt.
Weiter würde drr Kolonial-Abtbeilung neben dem emen bisberigen ständigen Hülfsarbeitrr noch ein zweiter zuq-xtheilt Wrrden und bei der Voraussicbjlicb stetigr'n Zunahme der Gescbäfic zur Entlastung der Expedienren eventuell die Heranziehung geeigneter Hülfskräfte aus dem Konsulatsdienst vorbehalten bleibeii. " , .
Es wird ferner erforderlich fem, fur die neueKolonial-Abtbeilung eine eigene Registratur zu errichten, Welche _unter Leitung eines mit den Geschäften vrrtranten Beamten des „(Exeniralbureaus aus zwei neuen Geheimen Registratoren, vorbehaltlich der Heranziehung von Diätarien, bestände. , '
Es sind deshalb aus Anlaß der beabsichtigten Errichtung einer besonderen Kolonial-Abtbeilung _ neben der Funktionszulage für den dirigirenden Rath von1500ck6_an neuenBesoldungeii für einen vdr- tragenden Rath 8700 „M, für einen ständigen HülfSarbciter 5700 916, für zwei Geheime Registratoren je 4200 «74 = 8400 „M in den Etat ein- gestellt worden." , _
- Unter „anderen persönlichen AUIgaben" fi urirt ein Mehrbedarf von 47 000 „js- zur Remunerirun von HülfSar eitern. Es wird dies mit der Bemerkun motivirt: . ei der steten Zunabme der Geschäfte im Auswärtigen mt und der Steigerung der Beziehungen zum Aus- lande müssen alljäbriicb in allen Dienstzwei en eine große Anzahl von Zülfskräften herangezogen werden. Auch er ordert es die in den letzten
ahren stattgebabte Vermehrung der auswärtigen, namentlich konsu-
Berlin, Montag, den 28. Oktober
larischen Posten, für den Auslandsdienst eine größere Zahl von höheren und subalternen Beamten bei der (Zentralstelle vor- zubereiten und jederzeit bereit zu halten. Endliä) bedingen die im auswärtigen Dienste häufig vorkommenden Erkrankungen und noth- wendigen Beurlgubungen die Heranziehung von Hülfskräften. In Folge dieser Umstände ist der Fonds für Hülfsleistyngen in den letzten drei Jahren um durchschnittlich 74 030,18 «14 überschritten worden. Zur Vermeidung ähnlicher Ueberscbreitungen ist unier Berücksichtigung des Umstandes, daf; durcb den Etat für das Jahr 1889/90 mehrere neue etatsmäsiige SteUen errichtet worden find und dadurch eine Ent- lastung des Fonds eingetreten ist, eine Erhöhung des Fonds um 47 000 914 in Aussicht genommen.“
Für den Gesandten in Athen ist eine Zulage von 6000 „16, für drn dortigen Legations-Sekretär eine solche von 1200 «14 in Aussicht genommen, entipreckwnd den dortigen Preisverbältnissen. _ Für einen Legations-Sekretär in Buenos Aires werden 10 000 „xz. gefordert, da der Gesandte nicht länger eine solche Hülfskraft entbehren kann. Für die Errichtung eines (General-Konsnlats in Batavia werden 49 000 .)“. gefordert. Die Errichtung eines solchen ist aus deutschen Handels- krcisen dringend befürwortet worden. Um für das Bedürfnis; einer solchen Einrichtung nähere Anhaltspunkte zu gewinnen, wurde zu Anfang des Jahres 1888 ein Berufsbeamter nacb Batavia eniiandt und mit der kommissarischen Verwaltung des dortigen kaufmännischen Konsulats beauftragt. Die inzwischen ge'kammrlten Erfahrungen lassen keinen ZWeifel bestehen, daß die Errick-tung Lines Berufsamts für Nieder- ländisÖ-Jndien in_Batavia im Interesse der. deutschen Handels= und Verkehrsberbältnisie erfordrrlicb ist. _ Für die Errichtung eines Berufslonsulats in Basel find 16 000 «16 ausgeworfen, für _ein Konsulat in Hongkong 60 0(0 944 (wogegen 21000 „xz für das bisherige „ Vize-Koniulat in Wegfall kommen), Zulage für 5271 Konsul in St. Prtrrsburg 6000 «14, für einen Kon- sulats-Srkretär im Piräus 3600 „76, “fiir ein neuss Vize- Konsulat in chbifu 15 000 „46, für _die Verwaltung des SchUtzgebiris drr Neu-Guinea-Comragnie 52 500 .M, ferner 46 000 „ck mehr für die Unterhaltung don Dienstwobiiungen und 'Amislokalen bei dcn gesaiidisclyafilichrn Und Komsulatsbebörden. Fiir die zoologische Station "des Profrssors 1)r. Dbbrn in Neapel werdeii an ein- maligen Arisgabcn 40 000 (statt bisher 30 000) „14; e).“iorderi. Für dir Bestreitung der Verwalrungsarsgaben iix-i siidw ? itair i ka iiiscb en ÖSÖUZMÖiet worden, als «“inmalige Ausgabe, 268 000 «14 (statt bisher 102 000 «) verlan ii. Von der auf 270000 «14 veran1chlagten (Besamml- ausgabe fiir dieses “-“chUßgebiet rntfaÜen 22 000.24 wie bisher auf laufende farbliebe Ausgaben beim Kommissariat, 208 000 «44 arif die Bertrichrimé bezw. Unierbaliung der Polizeiiruwpe und 40000 «sé: aus die Kosten drr Vergbrbörbe. Eine Vrrmrbrung der Polizeiwqcbi bat_ sich ziir Wahrung der Autorität dsr Beaniiea rind zum Swuße derirlben bei AUsfiibrung der von ibncn erlasssnen Anordnungen als Unentbrbrlicb rrwiesen. Es wird beabsiibiigt, dic bisher aus*21 Mann nebst 5We1
(Offizieren bcsiebendr berittene deutsche TMPPL auf etwa 50 Mann zu
rrbbbrn imd drrsriben ein Kontingent Eingeborener beizngebrn. JUSbésOkideS sol. dic Trurpr aiich ziir Urbrrwackyung der Einfuhr von Waffrn und Munition dienen. Die Berg- behörde wurde bisbrr vori drr Druisrbrn Kolbnialgesell- schaft für Südwest- Afrika bciicllt und besoldri. , In Folge vielfacbrr hiergegen erbobrner B;;denkrn bat _die Katierlicbr Verord- nung, brtreffcnd das Bcrgwesrn iin siidwestairikanisÖen Schutzgebiet, Vom 15. August 1889 (Reichs-Gesrybl. S. 179) die Einsexiung rinrr ron Reichswcgcn zu bestsllenden Brrgbrbörde vorgeirben. Da bisher an etwa 60 Stellen des Sckiuxzqebicis (Gold gefuiidxn ist, und da aus diesem Anlaß sowohl dcutscbe wi? frrmde (_Geiellich«7ftrn ziir bergmännischen Untersuchung imd Ausbeutux-ig drs Schußgebirtrs sick) gebildet haben, so ist ein Fortbestehen dr.: Bergbrbbrde iictbivendig.
(Fortfrxzimg folgt.)
Dem Reichstage ist e:.ns Uebersicht 091? vdm Brindes: ratl) grfaßien Entschließiingen anf Bsirhliime des Reichstagss aus den lrßen Sessionrn zrig'eßangen, welcher Folgrndes Ltiinominrn werden mag:
Ueber den Beschluß dcs Reichstages: „die derbündeten Regie- rungen zu ersucbsn, drm Reichsteige baldibunlichst den Entwurf eines Gesrßes, betreffend die Einfiibrung von Gewerbegcrirbtrn, rorzulcgrn mit der Maßgabe, daß die Beisißer derselbrn 311 gleichen Tbcilen von den Arbeitgebern und von den Arbeitern in getrenntrn Wablkörbern und in unmittelbarer gleicher imd geheimer Abstimmung gewahlt werden“, find die (Erörterungen noch nicht abgeschloffeii. .
Das Geseß, bstrrffend die Ausführung des iiiirrnatibnalrn Vir- trages vom 16. Novembc'r 1887 zur_Untrrdrückung drs Branptwem- Handels unter den Nordseefischern auf hoher See, hat, noch nicht zur AUcrböÖsien Vockzicbung vorgelegi werden können, WLll die Verband- lungrn wegen Rgtifikation dcs intcrnatio'xialen Vertrags Seitens der betbeiligien Staaten noch nicht zum Abschluß gelangt smd. ,
Den Beschluß des Reichstages bei Brratbung drs Reichsbaus- balis-Etats für das Etatsjabr 1889/90: .die verbündeten Regierungen zu ersuchen, den mehrfach hervorgetretencn Klagen und Wünschen bon inländischen Tabackbauern gegenüber in «ine Prüfung der Frage ein- zutreten, inwieweit eine Erlsichtcrung der Formen der„Veranlagun und Erhebung drr Tabackstruer, sowie der Steuersätze fur Taback fi empfiehlt, und das Ergebniß dieser Untersuchung dem Reichstage baldtbunlichsi dorzulegen“, hat der Bundesratb seinem Vorsißenden überwiesen. Die hierauf eingeleiteten Erörterungen sind noch nicht zum Abschluß gelangt. ' _ „
Die am 1. Februar 1889 im Haag unterzeichnete Erklarung zu Artikel 8 Absatz 5 des internationalen Vertrages zur Reaelung der Nordseefischerei vom 6. Mai 1882 wird zur Allerhöchsten Ratißkatzon vorgelegt werden, sobald die Verhandlungen wegen der Ratifikation l(“Zeittenss dder betbeiligten außerdeutscben Staaten zum Abschluß ge- ang n .
Die Resoluiion des Reichstages bei Brratbung des Geseßixs, betreffend die Erwsrbs- und Wirtbschaftsgenoffen_schaften: „Mit Ruck- sicht darauf, daß nach den Erklärungen der Herren Vertreter _des Bundesratbs von den verbündeten ReZierungen bereits gesetzgeberisckye Maßregeln zur wirksameren Bekämpfung der„Trunksucht mid eine Revision der gewerbepolizeilichen Vorschriften uber den Vertrieb von Spirituosen erwogen werden, die verbündeten Regierrzngexi zu ersuchen, bei dieser Gelegenheit auch Maßregeln „gegen die Mißbrauche, welche der Vertrieb von Spirituosen durch die Konsumvereme mit fick) ge- bracht hat, vorzuschlagen und die Vorlage des Geseßentwurfs mög- lichst zu beschleunigen“, hat der Bundeskatb seinem Vorsitzenden überwiesen. Die hierauf eingeleiteten Erörterungen sind noch nicht zum Abschluß gelangt. _ _ „ ,
Ueber den Beschluß des Reichstages: .die verbundeten Regierun- gen zu ersuchen, behufs einheitlicher und beschleunigter Enischeidung von Tarifstreitigkeiten die Errichtung eines Reichs- olltaris'amts in Ckwägtung zu ziehen“, sind die Erörterungen noch m t zum Abschluß ge ang .
Die Deklarationzu Artikel 3 der internationalen Reblaus-Konven- tion vom 3. November 1881 bat, de: von,einem Theile der Vertrags- staatenend ültige Erklärungen noch nicht eingegangen find, bisher nicht zur Ausfü rung gebracht werden können.
1889.
J
Statistik und Volkswirthsthast.
Welche Erträge liefern Staatsbahnen?
Unter dieser Ueberschrift bringt ein amerikanisches Eisenbahnfach- blatt eine Notiz über die Verhältnisse der Staatsbahnen in der englischen Kolonie Victoria. Auch für deutsche Leser dürfte diese Notiz von Interesse sein, zumal daraus hervorgeht, daß die Engländer, welche bei sich zu Hause in Europa nur Privatbahnen kennen, in ihren Kolonien mit entschiedenem Erfolge Staatsbahnen bauen und betreiben, ein Umstand, welcbrr gewiß auf die Vorzüge des Staatsbabnsystems ein helles Licht wirft. Wir lassen daher den Artikel in wortgetreuer Uebersetzung unter Umwandlung der eiiglischen in deutsche Maß- und Münzeinbeitixn nachstebend folgen:
„Victoria ist eine australische Kolonie im Umfange von ungefähr 220 000 05111 und mit einer Million EinWobnern.
Anstatt nun den Eiienbabnbau Gesellschaften zu überlassen und Land wegzufcbenken, um diese zum Eisenbahnbau zu bestimmen, bat die Kolonie Victoria ibr Land behalten und ihre eigenen Eisenbahnen gebaut.„ Die Folge ist, daß dieser blühende kleine Gemeinwesen im letzten Jahre ein Einkommen von ungefähr 170 Millionen Mark batir, wovon 70 MiÜionen die Einnahmen der Eisenbahnen darstellten 7 Jahre früher betrug das Einkommen aus den Eisenbahnen nur 38 Mil- lionen Mark, im Jahre 1886/87 52 Millionen, in dem jeßt zum Abschluß kommenden Finanzjabre wird es reicblirb das Doppelte des Betrages erreicht babe", welcber vor 7 Jahren erzielt ist. Da nun der Staat allein Eisenbahnen baurn darf und der Staat ein unternehmender Eisenbahnbaurr und ein guter Vrrwalt'rr ist, so werden die Einnahmen aus den Eisenbahnen mit der Zeit binreiében, um alle Staatsausgaben zu decken. AußerdembefißziVictoria eiii Haupt-Postamt, besorgt allein das gesammte (Fxpreßgricbäsi und das“ Tclegrapbenwesen, und die Ein- nahmen aus diesen Anstaltrn beirugrn für den blühenden kleinen klugen Staat im letzten Jahre 9 Milliorieii Mark.
Victoria hat allerdings eine bobs Staatssckzuld von 700 Mil- lionen Mark„ aber da disje ganze Schuld bis aus 23 Millionen Mark zum Bau von Eisrubalmrn und Waiserwerken aufgenommen ist, Miche cinen beträchtlich€n Nutzen (ibwrrfrn, so sind die Steuer- zahler darüber recht vergnügt, _zumal drr iibrig blribende Bruobtbeil für Schiilgebäude ausgegebrn iir, welcbe iii ihrrr Weise 0Uch Nutzen bririgen. Da auch (111? Pferdxbabniinirn bffrnrliclzrs Eigenibiim sind, io sieben die Einivobnrr der Städte in Victoria mrbr Und mehr NUHLU ans dissen, ji?_lU2111'1's1L fich ausdrbnen, und der Steirer- zabler findet wirder, daß_ es |ck) .'«Ut bszablt m_ackxt, diese Verkehrs- ani'ialien zu 1361113811, selbst wenn man zu irrer Horstéllung Schulden bar aufnrbmen miimeii.
Das natiiriicbe (Fr.“;ebniß isi, daß im Vergangenen Jabra die Ein- nabmrii den Vsranscblag um 18 Millionén Mark überschritten baben. Jm [aiifendrn Fabre wird der Ueberschuß noch größer sein, und die Bukgrtrede des Finanz-Miniiiers batte drn Hauptzweck, Vorschläge dariibrx ZU macben, Miche direktcn Und iiidirckirn Stensrn aufgehoben werden kbnntrn.“
Export nach dere-reinigten Staaken.
Nuri) drr i'c;be_1]arische_n Auiiirllnnq drs Genrralkonsuls Frank H. Mason bclirf sicb die Ausf Ubr dcs ganzen Bezirks Frankfurr a. M. während der Zrii Vom 1. Juli bis 30. September d. I. auf 10,1 Mill. Dollars gegen 9,7 Mill. Doll. im Vorjahre, also auf 373 706 Doll. *:nrbr, und d_eribeiltstck), wie wir dein „Frankf. Journ.“ (»ntnrbmen, drr Betrag aus die sinzelnen Städte wie folgt: Aachen 509 295 Dol]. (_ 66 837), Barmen 1 741791 Dol]. (+ 642157), Köln 633 238 DFÜ. (_ 21751), Krefeld 1529 779 Doll. (_ 128 367), Diiiicldorf 307 152 DVU. (_ 210 733), Frank- furt (1. TR. 901 118 Doll. (+ 82 004),Kebl 324 690 DOÜ.(_ 132 717), Yiemnbcim 701 077 Doll. (+ 346682), Mainz 461717 (+ 60153), Müncbrn 269 956 Doll. (+ 56 318), Nürnberg 1281109 Dol]. (_ 62 735), Sonnrberg 1159100 Dol]. (+ 57100) und Stuitgart 339 429 Doll. (_ 247 565), Den bbchstrn Betrag erreichte die Ausfuhr bon Seide, Seidenwaaren 2c. mit 1896 360 Doll. Dann fOlngi Farbeii, Yrogacn und Chemikalien mit 1312 372 Doll., Phantxxfie- und Spielwaaren 910 776 Doll„ Eisenwaaren, Stahl
686 539 Doll., Leinew, WdÜen= und Baumwollenwaaren 646074-
Doli. 22. Die geringstr Ausfuhrziffer beträgi 3642 Dol]. , Zur Arbeiirrbewegung.
Bei der gcstern in Bochum abgebaltencn Delegirten- Qirrsamniliinzx des Verbandes der Bergarbeiter in Rbrinland und Westfalrn waren, wie die .RbeinisÖ-West- fäliiche Ztg.“ meldet, 142 Zablirellrn Vertreten. In den Vorstand wurden BuntcxxDbrtmund mit 108 Stimmen zum Vorsißenden, der bisherigk:_i)rov1wr11che Vorfißrnde Meyer-Bocbum mit 129 Stimmen zym Kaifirrr. und Mgrkgraf-Essrr. mit 99 Stimmen zum Vor- ]ryendeii 8:24 Kontrolausicbuffes gewählt.
Wie das „W. T. B.“ aus Myris meldet, Haben in geheimen Meetings zt: Qiiaregiiowund Ddur die Bergleute beschloffen, noch einige Zei)“. hindurch bei dsnBergwerksbesißrrn die Schritte behufs Aufbesserung der Löbnc fortzuießen. *Sollten _die Bemühungen schei- tern, scx Werde 6111 General-Strikc der Bergarbeiter beschlos1en.
„N;?ue Sparkassen in Rußland.
D.:rch Kaiserltchc Verordnung vom _26. Juli/7. August 1889 ist nebrn den bestehenden Reichsbank-Sparkassen die Einrichtung von Post- und Telcgrapben-Sparkasfen genrbmigt und zuglrick) siiid für 'leytere die nachstehend auSzugsweife aufgefübrten Axisiührungsbestim- mungei) erlassen worden. ;
Die Führung der Reichsbank-Sparkaffen wird im Einverständniß mit dem Dirigenten der Reighsbank an diePostverwaltung dort über- tragen, wo solches dir oberste Post- und Telegrapbenrerwaltung für nothwendig anerkennt,
_ Dem Minister der inneren Angelegenheiten wird überlassen, unter Zustimmung des Finanz-Ministers und des Reichs-Controleurs, die Geschäftsführung der Posi- und Telegrapben-Sparkaffen zu regeln und erforderlichen Falls die Summen der Betriebsmittel zu bemeffen.
Um über die Höhe der Einlagen Gewißheit zu erlangen, können durch den Minister des Innern, mit Zustimmung des Finanz-Ministers, Sparmarken hergesteilt Werden, deren Bildnisse dem dirigirenden Senat zur Veröffentlichung miizutbrilen sind.
Dir Einlagen dürfen nicht weniger als 25 Kopeken betragen, und Ftir (Gesammteinlagen einer Person dürfen 1000 Rubel nicht über-
eigen.
Die Einlagen der Posi- und Telegrapben-Sparkaffen genießen Zub Vorrechte, welche den Einlagen der Reichsbank- Sparkassen zu-
e en.
Die den Post- und Telegrapbenbeamten zustehende Vergütung für die Führung der Sparka en kommt auf gewimies der Reichsbank- parkassen. Es Werden berechnet: 10 Ko- peken für jedes neu ausgegebene Sparkaffenbuch, 10 Kopeken für e 100 Rubel Einla e und 10 Kopeken für jedes au9gegebene, ni t weniger als ein abr im Umlauf befindliche Buch, und war nach Ablaui des Jahres. Die Vergütung für jede Foxt- und Te egraphen- Sparkasse daprnicbt weniger als 50 Rubel jä rl cb betragen.
Für die eamten der Sparkassen der Reichßbank kommt die Ver üiung auf Rechnung des Gesammt ewinns der Bayksparka en. Die elbe soll nicht mehr als die Hälfte er Beträge erreichen, we cb: fiir die Post- und Telegrapben-Sparikaffen außgesetzt sind.
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Rechnung des Gesammt- -
( i Z 7 Ö 1
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