1869 / 80 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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11 el Norderney zur Sicherheit der Ki'xßcn- und Wattenfahrer, MLiTerzZ éHebung der Fischerei aiif hoher «ee und. als Landungs- punkt für das bedeutende Seebad , in geeigneter Weise veranlassen zu

woueZÉachdem der Abg. „Farkort diesen Antrag motivirt hatte,

sprach der Abg. Meier BretZien)Ag;gen denselben. Der Abg. er be riindetc den 01 en en 11 rag: Reeden BqueSkanzler zu fersJchen , zur Sicherung der Kustenschiffahrt und zur „Hebung der Fischerei quf hoher See auf geeignete Maßregeln Bedacht zu nehmen, namentlich behufs Anlage eines Hafens auf Norderney die erforderlichen Untersuchungen veranlassen zu Wollen. Zur Debatte nahmen noch das Wort die Abgg. Praun (Wicdbadcn), Frhr. v. Hoverbeck, Duncker, so wie der Prastdrnt des Bundeskanzler-Amtes Delbrück. Das Haus verwarf beide Anträge. (Schluß des Blattes.)

Danzig, 5. April. (Westpr. Z.) Die Schraubenkorvette »Arcdnaa wird noch einige Wochen in unserm Hafen Ver- bleiben, da der SchiffSkörper durch Taucher untersucht werden soll. Die Undichtheit desselben giebt der Vermuthung Raum, daß das Schiff bei dem Festlaufen gelegentlich des Hinausbug- sirens einen Schaden erliiten hat. , , . . ' ,

Hannover , 5. April. Ihre Kömgltrhr Hoheit die Prin- zessin Anna von Preußen, Landgrafm von Hessen, traf heute Nacht 2 ).lhrx25 Minuten, pon Fraykfurt kommend, hier ein und seßte uniH 2lstUhr f50tV'cmuten niit dem Harburger

u e die Reise nach 0 ein or.

Z gViecklenburg. Schwerin, dcn 5.Apr1l. (M.A.) Der Erbgroßherzog und der Herzog Paul Friedrich sind heute Vormittag nach Berlin abgereist, von wo sich der Erbgroß- herzog wieder nach Dresden , der Herzog Parti Friedrich nach „Hannover bcgiebt. Der Erbgroßherzog wird in Dresdexi noch ein Jahr der Vorbereitung auf die Universitaisftudien 1v1dme_n. Herzog PaulFriedrich tritt in HannOVer m eme hohere Militär- Bildungsanstalt ein.

Lübeck, 5. April. Die heutige besondere Sißung der

Bürgerschaft begann bei der Bergthungs wegen geeigneter Maßregeln behufs Herstellung des GleichgeWichts im Staatsetat mit der Eisenbahnfrage. In der Debatte wurde gegenden dazu vorliegenden Antrag von 131". Klug urid Genossen M Betreff Niederfeßung einer Kommission zur Prufunzz des Verwaltungs- organismus und Betriebs der Lubeck-Buchener Eisenbahn- Jeseklschaft geltend gemacht,

daß Schritte in der Sache

orrekter Weise nur in der Generalversgmmlung geschehrn könnten und daß der Antrag em Mißtrauen gegen die Eisenbahnverwaltung aussprerhe. Von Seiten des Sengts wurde außerdem noch die Befürchtung, ausgesprochen, dqß eme Statutenänderung die Einmischung einer fremden Regierung ur Folge haben könnte. Der Antrag wurde Mit 41 gegen 0 Stimmen abgelehnt. - Die hierauf folgende Debatte über die Frage der Verminderung der Zahl der Senatsmitglieder schloß mit der Annahme dcs „dahin modifizirten Antrags von A. Wichmann und Genossen, die Bürgerschast ersucht den Senat, seine weiteren Mittheilungen, beziehungsweise Anträge, in der Frage fördcrsamst an die Bürgerschaft gelangexi zu lassen.

Sachsen. Dresden„Z. April. Der PrinzHermann von Sachsen-Weimar ist am 1. d. M. von Weimar hier eingetroffen und im Hotel de Sa 6 gbgetrxten.

Bayern. München, 5. pril. DieBundes-Liqui- dationskommission hielt gestern Nachniittags im Ministe- rium des Aeußern ihre erste Sißnng. Dieselbe wurde, wie die »Corr. Hoffma berichtet , von dem Fürsten von Hohenlohe cr- öffnet. Nachdem Leßterer die Hoffnung anf ein baldiges giin- stiges Resultat der Verhandlungen ausgesprochen , wurden die Vollmachten verlesen und auf den Antrag Preußens an Bayern, als den Territorialftaat, der Vorsiß Übertragen. Hierauf einigxe man sich über die Art und Weise der Geschäftsver- hand ung.

In der heutigen zweiten Sißung hielt einer der Bevoll- mächtigten des Norddeutschen Bundes Vortrag über die aus den frankfurter Komniissionsberathungen verbliebenen Reste. Sodann berichtete der bayerische Bevollmächtigte, General-Ver- waltungsdirektor im KriegZ-Ministerium , von Feinaigle, iiber Jas din bayerischer Verwaltung gebliebene Festungsmatcrial von

an an.

_ Oesterreich-Ungarn. Wien, 6. April. (W. T. B.) Die amtliche vWiener Zeitunga meldet: Die Frage wegen Er- nennung eines neueri Ministerpräsidenten hat seit Monaten Fichtt den Gegenstand der Berathungen des Ministerraths ge-

1 e.

' «- Dasselbe „Blatt erklärt alle Gerüchte über Differenzen zMschen dcm Reichskanzler Grafen Beust und dem Ministe- rium fiir unbegründet.

Frankreich. Paris, 5. April. Das “Journal officiel- von gestern bringt ein Kaiserliches Dekret, wodurch in ]edcm

akademischen Bezirk ein jährlicher Preis von 1000 Frcs. aus. ,

geseßt wird für die besteArbeit iiber einen Gegenstand der Geschichte, Archäologie oder aus den exakten Wiffrnschaften, welcher eine Beziehung hat zu den Departements, die in dem akademischen Bezirk einbegriffen sind. Die Bewohner des Departeinents der Seine nehmen an den betreffenden Konkurrenzen nicht Theil, Ein zweiter Preis von 3000 Frcs. wird derjenigen Arbeit all-

jährlich zu Theil, welche unter allen Preisgekrönten des ver.

an enen a res iir die beste erklärt wird. Die Ausschließung

Jes YepaZeiZentsf der Seine erklärt sich aus „dem Zwecß der Preisausseyung, welcher dahin angegeben wird, die hohern Studien in den Departements zu. heben. , .

- (W. T. B.) Im geseßgebenden Körper ist heute der Be. richt iiber das Nachtragsbudget vom Referentrn Bilson einge- bracht worden. - Frére-Orban hatte „heilte eme langere Kon- ferenz mit dem Minister des AuSwartigen Marqms de La-

valette.

Spanien. Madrid , 3. April. Der Präsident der exekutiven Gewalt, Marschail Serrano, veröffentlicht den Be- schluß der Cortes, daß zur Deckung des Defizits yon 1868 bis 1869 und derer aus friiheren Zeiten eine Anleihe von 100 Millionen EScudos aufgenommen und gleich nach deren Ab- schluffe den Cortes cine Rechenschaft dariiber gelegt werden soil.

- DerMinister des Innern macht bekannt, in welcher Weise die bewilligten 25,000 Mann ausgehoben werden sollen: die Vertheilung in den einzelnen Provinzen muß vor dem 18. d. M.

att “nden. _ | fx- Die Cortes haben am 1sten zwei Vizepräsidenten gewählt, die Abgeordneten Ardannaz mid Moncast, ZUM leßten Sekretär den Abg.Corratalé1, indem die andern drci vorgerückt nd. Der Justiz-Minister gab die Zusicherung, daß alle Vittschriften fiir katholische Glaubensfreiheit, für Freiheit des Kultus, sowie diejenigen der Juden aus London, Lissabon und Amsterdam vorgelegt werden sollen. Präsident Serrano erklärte, er wisse nichts von einem Schreiben des Papstes an die Königin Isabella, welche übrigens nach hergebrachter Courtoisie den TitelManäi behkaltte. Spanien stehe im besten Einvernehmen mit Sr. ei- li ei .

g Die Ereignisse in Xerez haben am 3. eine Interpellation des Abgeordneten Cala veranlaßt, welcher die städtische Behörde „beschuldigte, die Hauptursache des dortigen Aufstandes gewesen zu sein, die Bevölkerung von Xerez sei sehr liberal , die Maß- regeln [ener Behörde so wie der Regierung das Gegentheil. Die“ Verhaftung eines Knaben habe die erste Unruhe veranlaßt, das

republikanische Komite die' Ruhe wieder herzustellen versucht.

Die Soldaten sollen sehr scharf angegriffen haben. Die Anzahl der Verwundeten wird auf 150, der todten Soldaten auf 16, der todten Bürger auf 45 angegeben. Das Iägerbataiilon von Reus soll sich viele Grgusamkeiten erlaubt haben. Der Minister des Innern erwiederte, die Mehrzahl der Aufständischen sei gar nicht aus Xerez gewesen„son'dern in der Stadt selbst unbekannt. Er schilderte die Lage 111 [ener Stadt ganz anders und wies im Einzelnen nach, daß gar kein Grund zum Aufruhr vorgelegen habe. _Der Kriegs-Minister sprach ungefähr in ähnlichem Sinne und die Debatte dariiber wurde auf den nächsten Tag vertagt.

_ Nach Depeschen „aus avanna verbrennen die Insurz genten Plantagen in jeder ichtung. Kürlich wurden drei der größten in dem Distrikt von Sagua la hica zerstört und die Pflanzer sind von großem Schrecken befallen. Spanien sind weitere Verstärkungen nebst den Generalen Bu- ceta und Eanlante eingetroffen. Die Insurgenten wurden bei Alvarez ,und, auch bei Guaracabuha geschlagen. An leßterem Orte belief-sich ihr Verlust auf 136 Todtc. Sie haben die Eisenbahn zwrschen Alvarez und Macagua zerstört, die SklaVen vdn den Plantagen geschleppt und zu Soldaten gemacht. Die nut der Neparatrtr der Eisenbahnstrecke von Villa Clara nach Cienfugos beschäftigten Arbeiter wurden von den Insurgenten vertrieben, und man glaubt , daß es einer Macht von 10,000

Mann Truppen bedürfen werde, „um die Bahnverbindung '

zwischen den beiden Städten wieder herzustellen. Da .viele Frauen und Kinder Puerte Principe verlaffen hatten , um sich ihren An ehörigrn unter den _Jnsurgenten anzuschließen, hat General „esca eme Ordre erias1en, welche ersteren kriegsrechtliche

Strafen androht, falls sie, nicht wieder zur Stadt zurückkehrend, gefangen werden sollten.

Italien. Florenz , 4. April. Der Bericht der Budget-

kommission iiber die Einnahmen für 1869 ist heute zur Ver-

theilung gelangt.

Der Anschlag ,des Finanz-Minisicrs, welcher die Total- summe der 0rdrntl1chez1 und außerordentlichen Einnahmen auf 1,084,215d,199-Lireschc_1i3t, ist von der Vudgetkommission auf 999472519 Lire reduzirt worden, was eine Mehreinnahme von 219,584,599 Lire gegen 1868 ergiebt. Die Kommission veran- schlagt den Ertrag der Mahlfteuer für 1869 auf 30,000,000 Lire (25,000,000 weniger, als der Finanz-Minister), sie scHt

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jedoch eine Mehreinnahme von 4,000,000 für Tabak, von 2,000é000 für Sal voraus und veranschlagt das Gesammt-

defizi auf 74,710 74 Lire. Türkei.

gestern in großem ufzuge nach der Sophienmoschce, welchen

das Prinzliche Pach nebst Grfdlge vom Kiosk des Sultans aus mit ansqh. Hieraufkempfmgen Ihre Königlichen Hoheiten eine Deputation der britischen, Einwohner in Konstantinopel,

welche eine Adresse überreichte. Morgen giebt der Sultan zu Ehren

seiner Königlichen Gäste ein großes Staatßdiner, zu dem auch die

fremden Gesandten und die türkischen Minister Einladungen erhalten haben. Am Dienstag smdct im Hotel der britischen Legation ein großer'VaU statt, auf dem der Sultan anwesend sein wird. Am Mittwoch besuchen das Prinzliche Paar und der Sultan ,die Oper. Jreiiags reisen die höchsten Herrschaften nach der Krim ab , kehren in acht Tagen nach Konstantinopel Juchk und treten unmittelbar darauf die Reise nach Gricchen- an an.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 4. April. Dcr »Reg. -Anz.«_ veröffentlicht einen Allerhöchsten Tagesbefehl vom 17. ,(29,) März, nach welchem in Betracht der aus ezeich- neten_Dienste, wclche drr,General-Adjutant Vize-A miral Poss 1er urid der Fliigel-Adjutant Kapitän ]. Ranges Krämer Sr. Ma1estät dem Kaiser geleistet und des heldenmüthigen“ Ver- haltens voll Muth und Selbstderleugnung aller Mannschaften der Fregatte »Alcxandcr Newskia die Personen, welche an der Strandung dcr Fregatte schuld sind, keine Strafe erleiden.

-* Die vom 15. Januar bis 15. Februar 1868 stattgehabte Rekrutenaushebu ng hat in Rußland 84,060 Mann (statt der eta_tsmäßigen Zahl von 96,031 Mann) ergeben. Vor den Rekrutirungsbehörden hatten sich 170,122 Mann gesteilt, von welchen 50,671 der Reserve überwiesen, 44,391 als unbrauchbar freigegeben wurden. Nur 9, pCt. der GestellungspfiichtiYZ konnten lesen. Im Königreich Polen sind im Jahre 1 10,927 Rekruten ausgehoben worden.

- Das Evolutionsgeschwader wird in diesem Jahre aus der 1. und 2. Division der Ostseeflotie gebildet und aus 15 „Panzew, Thurm- 2c. Schiffen, sowie aus 10 "hölzernen Schiffen bestehen. Die Besaßung ist 334 Offiziere, 190 Kadetten und 5296 Soldaten undMatrosen stark. Die InstruktioRZ- Divisidnder Artillerie Wird mit 3 Schiffen dei Reval Üben. Die Dimsion der Seeschule wird aus 5 Schisfen zusammen- geseßt. Die Schüler und Freiwilligen der Loot enschule werden auf der Schraubenkorvetie „Wojewodaa eingeschifft.

_ Nachdem vor ciniaen Tagen im technologischen Institut Insubordinationen dcr Zöglinge gegen die Vorgeseßten das Ein- schreiten der Polizeibehörde veraiilaßt hatten, sind ähnlicheAnf- tritte am 2. d. M. auch auf der Universität vorgekommen, welche in Folge dessen geschlossen ist.

Odes sa , 4. April. Der englische Botschafter in St. Peters- burg, Buchanan, ist gestern zum Empfange des Prinzen von Wales nach Konstantinopel abgereist.

Am::rika. New-York, 20. März. Der Präsident Grafit hat den neu akkreditirten Gesandten der, provisorischen Regierung von Spanien, R o_drrts , heute in offizieilyer Audienz empfangen. Der Gesandte hielt bei dieser Gelegenheit folgende Ansprache an den Präsidenten:

»Herr Präfident! Ick habe die Ehre, Ihnen das Beglaubigungs- schreiben zu überreichen, durch welches mich Se. Excellenz der nut der ausiibcnden Gewalt betraute Präsident der proviwrischen Regie- rung als anßrrordcntlichen Gesandten und. bevollmächtigten Minister von Spanien bei der Republik der Vereinigten Staaten von Amerika akkreditirt. - Spanien, das eine Revolution ausführte,- Welche seine alten Institutionen zerstörte, die der Entwickelung einer vom Volfe gewiinschten Politik im Wege standcn, erwartet von. der durch die konstituirenden Cortes repräsentirtcn Lanchl)crrschaft_ dic Regierungs- form, Welche seine zukünftigen Bestimmungen zu leiten haben wird, und nährt das Vertrauen, die zu entstehende neue Ordnung der Dinge werde sich der Sympathien der Vereinigten Staaten und «lier frei- denkenden Leute in demselben Maße zu erfreuen hxtben, als dtrselben ihm beim Empfang der Berichte von seiner glorreichen Revolution zu Theil wurden. , . .

Mir fällt das Loos zu, mich der von mcnier Regierung tmr a'n- vertrauten Mission hei dicser Republik zu entl'edtgcn. Jchkwcrde nnch mit allen meinen Kräften bestreben, die ziv1schcn Spazitcn und den Vereinigten Staaten stets bestandenen freundlichen Beziehungen auf- recht zu erhalten und zu bycfcstigcnx

Der Präsident erwiderte hierauf Folgendes: '

»Herr RobertZ! Ich freue mich, Sie als den gußerordcntlichen Gesandten und “bevollmächtigten Miniftz'r von Sparneri m dcn_Ver- einigten Staaten zu empfangen. Die ]üngsien „Ereignisse in diesem Lande, auf Welche Sic hingewiesen, haben hier em lebhaftes Interesse erregt und Werden fortfahren, solches aufrecht zu halten, hoffend, erstere Werden schließlich zu einer Vergrößerung der Wohlfahrt und des Gluckcs

Aus Konstantinopel, 3. April, wird über den dortigen Aufenthalt des Prinzen und der Prinzessin von Wales Fol endes gemeldet: Der Sultan begab sich

streben, während Ihrer Mission die zwischen den beiden Ländern stets bcftazidenen frevundlichen Beziehungen zu befestigen, wird von mir in herzlichster Weise erwidert, werden.-

-_ In der legislativen Versammlung von Neu-Braun- schweig, Canada, am 18. März, stellte Cudlig einen An- trag, welcher die Ernennung eines Komites vorschreibt, das die Matei und Wege beratheti solle, um den Anschluß Neu-Braun- schweigs an die Viereimgten Staaten herbeizuführen. Der Aitorneygeneral bezeichnete diesen Antrag als verrätherisch und wrderseyte sich dessewAnn'ahmc, die aiich schließlich von der Ver- sammlung fast, einstimmig adgel-chnt wurde.

- 6. April. Aus Washington wird unterm 5. April pr. qthnt. Kabel emeldex: Dcr Yräsidcnt sanktionirte die Modifizirung des eseyes uber die mtsdauer » Der Senat 1hättIikdxßo(kÖrnlennYnß ZZYJTtreetngumKChef des Zdlldepartements

- rean e aig.- er on re verta tet bis zum 10. April. 9 ß g sch

Asien. Aus Bombay vom 3. April wird tele ra i gemeldet: Der Vize-König von Ostindien, Earl Mai)o,gunxhdsx?

Emir 'von Afghanistan, Shir Ali, sind von Umballah wieder abgereist.

Aus dem Wolff'schen Telegraphen-BUreau.

, Breslau, 6. April, Morgens. Der estern Abend nach hier abgegangene berliner Nachtzug ist aux] Station Han els- berg, zwrschen Erkner rind Fürstenwalde, in Folge einer nt- gleisung der Lokomotive dcrunglückt. Der Lokomotivführer wurde getödtetxf demeugfuhrer sind beide Beine abgefahren,“ von den Passagieren ift Niemand verunglückt. Der Zug traf erst um 11 Uhr hier ein.

, Karlsruhe, 6. April, Vormittags. Die »Karlsruher Zrttunga meldet: Nachdem die Alpenbahnfrage neuerdings wreder m den Vordergrund getreten, hat bei der Bedeutung derselbexi fur Baden und der Gefahr , daß der direkte Verkehr durch drr Brennerchund Mont : Cenis - Bahn abgelenkt werde, die . badische Regierung sich veranlaßt efunden , sorg- fglttg zu erwägen, welche Stellung sie in dieser Frage einzimehmen habe., Wie, wir vernehmen , ist in dieser Beziehuzig brreits eme desinmnte Cntschließun gefaßt worden, und wird die Großherzogliche Regierung in ürzesier Frist im Anschluffe an die Kundgedungen Italiens und des Norddeut- schen Bundes der schweizerischen Bundesbehörde Erklärungen in dem Slime abgeben, daß auch Baden fiir den zu erbauenden Centraluberéxang dem St.,(Hotthardtpaffe den Vorzug gebe uiid dem elben ausschließlich ihre __ matericile Unter- stußung zuzuwenden in der Lage sei , dercn Bewilli- gung fte,eventuell„den Ständen des Großherzogthums vorzu- schlagen sich vorbehalt. Wenn über die Wahl des alten Passes

nach den gründlichen und umfassenden Studien und Gutachten der großrn italienischen Kommission sowie mit Riicksicht auf die geographischeLage_u11d dieBetriebsverhältniffe unseres badischen VZhnneHes noch irgend ein Zweifel hätte bestehen können, so mriffe em, solcher ]edenfalls zu Gunsten des von Italien defi- nitiv gewählirtr und vom Norddeutschen Bunde ebenfalls aus- schließlich gebilligten, auch finanziell allein ausführbaren Pro- jektes der Gotthardtbahn „ohne Weiteres als beseitigt gelten. Bukarest, _6. April, Morgens. Aus den Wahlen im ersten Wahlkollegium smd 33 regierungsfreundliche und 2 der Opposition angehörige Deputirte hervorgegangen.

Zum Haushaltsetat des Norddeutschen Bunch für das Jahr 1870.

1.

Der dem Reichstage vorgelegte Hanöhaltsctat des Norddeutschen Bundes fur 1870, wie er aus den Bcrathungen des Bundcsrathes hervorgegangen isi, schließt m Einnahme und Ausgabe mit 75,958,495 Thlr. ab." Er bleibt demnach hinter dem Etat für 1869 um 1,742,640 Thlr. zuruck, was fich daraus erklärt, daß aus der in Gcmäßhcit des (Heseßes Vom 9. Novembrr 1867 31; dxcgebenden Anleihe fiir das Jahr 1870 1111]: noch em Rest von 1,251,076 Thlr. zu einmaligen und außer- ordentlicheti'Ausgabc-xi zur VcrfiiZimg gestellt werden konnte, während drr Etat fur 1869 ubcr'5148,9“4 Thlr. aus der Bundesanleihc vcr- fugte. Abgesehen von dreier Verminderung der auf außerordentlichen Zuflüssen bafirten Ausgaben stellt sich eine Erhöhung des Ausgabe- Etats um 2,155,208 Thlr. heraus.

DieGesammtausgabcn für1870 zerfallen in 71,752,106 Thlr. fdrtdaiicrnde (gegen 1869 mehr 2,026,969 Thlr.) und 4,206,389 Thlr. einmalige und außerordentlichc 'chgcn 1869 weniger 3,769,609 Tél)lr.). Von den dancrndcn Ausgaben md bestimmt: für die Militärvrrwal- tung 66,699,765 Tixlr. oder 92,96 pCt., die Marine 3,131,948 Thlr. oder 4,36 pCt., das Biindesfanzler-Amt 221,950 Thlr. oder 0,31 pCt., dcn Zicichstag 20,563 Thlr. od-xr 0,03 pCt., dic Bundeskonsulatc 335,450 Thlr. oder 0,47 pCt., zur Verzinsung dcr Vnndcssckmld 450,000 Th'lr; oder 0,62 pCt., und frrncr neu auf den Etat gebracht fur das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten 832,730 Thlr. oder 1,16 pCt. und fiir den Rechnungshof 59,700Th1r. odcr 0,09 pCt.

des spanischen Volkes führen. Das von Ihnen ausgedrückte Bc-

Die cxtraordinären Ausgaben vcrihcilcn fich auf: das Bundeskanzler-

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