1496
Gewinn-
und Verluft-Conto.
Ende 1868.
An A entemProvifionS-Conto, n dre A cntey auf Vcrfichernngsprämien gezahltx rovtfionen ....................... Inventaxmm-Conto: Yhschretbung von Thlr. 2118. 25, 6. ........ Prufungskosten-Conto : an Vcrtxauenßmänncr gezahlte Prüfungs- und Taxationskoften ............................ 7 Unkqsten-Conto : Ge1chäfts-Unkoftcn (11101. Thlr. 1940. 19. _. _ Verwaltungsrath) .......................... meen-Conto : gezahlte und reservirtc Zinsen für Depofiten, Ttlgun,s-, Sparfond und. ollakticn ..... Thlr. 24,077, 10. 3. ab: emgcnommene Zinsen ............. » LMM 20. 10. Verficherungs = Gewinn- und Verluft? Conto: „Sub astationsausfälle ....................... Dwer en-Debitoren: Abschreibungvon2Debitorcn Thlr. 40. 25. -. ab: eingegangene ........... » 37. 21. _, Schäden=_Neserve-Conto pro 1869: fur zwetfclhafte Rifico's rescrvirte ............ Hags-Conto: fur Abschreibung von Thlr. 104,883, 3, 8. Thlr. 883. 3. 8. ab: „die Miethsüber- schusse pro 1868 » 603. 27. Z. Bilanz-Eonto : Reingewinn ............................... .
13er Prämien-Conto: 12é;pCt. von Thlr. 60,159. 26. 8. Prän1.-Einnahme abzufeßendeAgentur- Provifion .......... Thlr- Prami-en-Gewinn ..... »
Prätxtixn-Referve-Conto : Pranucn-Gewinn [)1'0 1868 .................. Prämien-Gewinn- und Verlust-Conto: durch, aufgeholzcnx und abgelaufene Policen crzteltcr Pratmen-Gewinn .............. Hypptheken-Zinsen-Conto, emgenomnzene Hypo- theken-Zmsen ....... Thlr.217,225. 8. 4. ab: verausgabte ...... » 136,009. 16.10.
Lomhard = Zinsen = Conto, cmgenommcnc Lombard-Zinsen ........... Proyiüons = Conto, cm enommene Provi- tonen .............. Thlr. 31,955. 5. 8. ab: verausgabte...._. » 3,059.26,11.
Prüfungs : Gebühren = Conto, emgcnommcne *Prüfungsgebührcn „ . Thlr. 2851.23. 6, abxzuruckekftattctc.. » 514.20. 3.
Effekten-Contv,
Gewinn an Effekten ...................... . Aktienamschreibungsgebühren=Conto . . .. Policekosten-Conto .......................... Tilgungskaffen-Eintrittheld-Conto ...... 36 Schäden-Neserve-Conto !11'0 1868,
Uebertrag der am 31. Dezember 1867 reservirten Wexhsel-Conto,
stgewinn an Wechsem .................... Grundstücks-Conto,
7,519.29. 7. 6,191.11. ].
6,000 3,234 ] 7 ,535 4 3
Thlr. | 191,332|14] --
Die Direktion: G. Wolff, Iuftxzratl).
[)1'. Otto Hübner. Heinrich Geysmer,
Kreisrichter a. D.
Gewinn an verkauften Grundstücken ......... - ' _ Thlr. Die RcvifionZ-Komnkfsfion:
Gutjke, Hugo Wvl ir . Gcncral-Konsul, Banquichf, ReZ-AFcHs-or.
191332114?
Transport-Erlcichterungen für die (Harten-
., baU-Ansstcllung zu Hamburg. Jur'dcn TraxxSport derjenigen Gegenstände, Welche “.',-F auf die, m der Zeit pom 2, bis 12. September 01". . ZYUQDÉT'aYstaltcndccktéxter1öationale Gartenbau- _ I c ung na ) .xam ur ean “3 ' - den nachstehende Egleichtcrungcn ßatt: g g s dt nerven, fm
]) alle lcbcxxde z161711171363, sowie alle [eichk verderbliche Gegenstände, Welche_1mt, dcr Bezerchnung »für die Gartenbau-Ausftel- lung tn Hamburg: verzehcn und an das Speditionégesckyäft voy W. Grund & Co. 111 Hamhurg adrcsfirt find, jverdm auf der HmFahrt mrt dcn Personenzügen (jedoch exkl. der Schnell- und (d,)tlzugc) zum Frachtsaß dcr" Normalklasse befördert;
2) dre 36,1 gedachtxn (Hegenstgndc, sowie dle ausgestellt getvesenen Maschmcn, Gcrathe und M Materialien zu Baulichkeiten wer- den, Wenn dtcsclben'anf der Ausstellun nicht verkauft wor- de,n find xmd, begleitet von einem Atte e des Komites über ihre Etgcnschaxt gls Yusstellxxngégcgcnstände, an den Llusfteklcr zu- ryckgeben, xmttcls dex Guterzüge frachtfrei zurückbcfördert,“
3) thcjsje ZTXZSMÜYEÜYFIZUKJM inchn nur bis 3 Wochen nach 1? © ) u c 1er m c un nvn .
Berlin, den 20. März 1869. g 1 e dung
Königliche “Direktion der Nicdcrsch[efisch-Märkischcn Eisenbahn.
Erlcixhterungcn fur den
RLtVllkbillét-Verkchr.
12101821er d. Is. wird die Gültigkeits- .?"ÜUB aller N(tourbillets im BinnenVerkchr
. " uzxf Lage verlängert. Dte Ruckremc mnß demgemäß künftig spätestcns am fünf-
ten Kalendertage nach demjenigen der Lösung ange- trctÉn werdcn. ' iner nochmaligen Abstempclun um “Weck d r " ' bedarf es _ wic bishcr ;- auch fcrnJrznicls.O c RUckMst Gewährung von Frctgcpäcx bleibt ausgeschloffcn.
. UnteQrcchung dcr Faißt tft fortan je 1 Mal sowohk auf det; HM- 015 auf dcr Ruckrcise innerhalb der Gültig- NUY'ÜUÉT gestattet.
„ '» te qucffcndcn Reisender: wollen fich u diecm Bc ue ans Dcr bczngltcchn Zwischenstation sofort bei3 Vcrslasscnhdefs
Zuges an den Stattonsvocstehcr Wenden, damit dieser auf
der Rückseite des Retourbillcto d - anbringß V M ckforderltchen Vermerk
Hicrnaxh kann auf Retourbiüets 11. Kla e au ' Schnellzugcn dix Fahrt unterbrochen resp. Jae dect? gbecrlvöZF 11chen Personenzqgcn fortgeseyt Werden.
111. Uebergang auf dte Schnellzüge ist fortan auf Retour-
billets 113 Kla,sse sowoh1 für die ganze Länge, als fur emen Theil der zurückzulegenden
Strecke gcgen Nachlösung eines
Billers 117. Klas c ulä . Berlin, den 24. Märzs 1869.sfig
Königliche Direktion der Nicderschlefisch-Märkischen Eisenbahn.
Bekanntmachung. Für die internatio: 5) - . stellung von Gegenständen des GartenbaueßalTnslYt. .MPctcrsburg, Welche vom 5/17. bis 19/31. Mai " „(d J. stattfinden soll„ treten auf der Ostbahn nach- Lebende Transyorterletchxer1t11gen ein: a) Alle lebenden "_. Pflanzen, sothe glle le1cht verderblichen Gegenstände, Welch: nur der Adresse“ »Jntcrnatronale Ausstellung von Gegenständcn de_s Gaxtcnlsgttes m «t. Pctcxsburg-c versehen smd, wcrden auf der H1nßah1§ Unt dcn Personenzugen (jedoch excl. dcr Courierzüge) zum ngohnltchcn anckytsaßc dxr Normalklassc befördert. b) Die mi 3 ge- d9chten GQgenstqndx, www die ausgestellt gewesenen Maschinen “Gc- rqthc und Matcrmlten 2c.„ Werden, wenn dieselben auf der Llusftéllung mcht,Vcrkq,nft worden, jmd, und, begleitet von einem Atteste des Komrtcs ubcrutlm'e Etgenschaft als Ausstellungsgegenftändc, an den A1t§ßcl1er zxzruckgehen, nnttclst der Güterzüge frachtfrei zurück- b„efo1dc„rt.„0, Personen, Welche die Ausstellung besuchen, haben für ZtkcüclkHrlXWei?1cn““'v0[l§1“Fahrtphrcifs zu zahlen, Wogegen ihnen zur * „116 „etwa rcie ,a rt ' * Wagenklassqgezwahrt wrrd, sofern fie fick)F erch efiétrQZttecftbkkLcYZtsé Le11ungskomtt9s als Besucher der Ausßcllung legitimiren Dissc &.mnswortcrlctcbterungcn hören drei Wochen nach deu1Schlussedek Ausstellung auf. Brynxberg, den 6. April 1869. Kömgltche Direktion der Ostbahn.
Bekanntmachung. Vom 15 April 01" ab ' ., . , , - . Wer » rdt- UHU? szxgenbaakkéé ("Wk Ztkgcnfiaum), gleich dendenereitotigtcn Kälbew .)imdec-nnß Schwetnxhaarcn, im ostdeutsch-russi chen und V|Texttsch-schlcslsch-russ„lschen (Hütcherke'hr zum Tarifsaße dcr erm ßxxxten Klasse 11.11. befördert. Jm Binncnverkchr dcr Ostbahn findet xjese _Beftxmmung glctchfalls, jedoch mit der Maßgabe Anwen- dung, daß dre hrcr zur Beförderung kommenden Ziegenhaare in fes" verpacktem Zustande “aufgegeben werden müssen. Bromberg, ÖM
?. April 1869. Königlich? Direktion der Ostbahn. Ster folgt dre besondere Beilage
“werke von irgend
entsprechendes
Besondere Beilage
des Königlich Preußischen Staats -Anzeigers. Zu 9143" 84 vöm 10. April 1869.
Inhalts.Verzeichniß: Die deutschen Bibliotheken. (1.) _ Zur Quellenkundc derWÖehsélxi-ÖtéWestfa'leébs. - Der Kreis Leobschü . »-
Der Hildesheimer Silberfund. - Der
Jahresbericht der Humboldtstiftung. - Ernst Strehlke. - Friedrich Wilhelm eide-
mann. - Die Vertheilung der franzöfischen Flotte im Anfang 1869.
Die deutschen Bibliotheken.
1.
Mit Recht ist öfter behauptet worden, daß der Stand der öffentlichen Büchersammlungen und ihr Gebrauch eines der wichtigsten Zeugniße ablege für den Stand der gesammten Kultur einer Epoche. Zur Blüthezeit der arabischen Herrschaft in Spanien, in eincr Epoche, wo die Buchdruckerkunft unbe- kannt war, soll die Stadt Cordoba 70 Bibliotheken gezählt haben. Jede geistig lebendige Periode erweist sich fördernd für die Eutstehun und das Wachsthum der Bibliotheken.
Die Be immung der Bibliotheken umfaßt mehrere
wecke, zum Theil solche, die nicht nothwendig verbunden smd, Wir wollen nur folgende angeben. Eine Büche_rsamm- lung dient der Aufbewahrung des Seltenen in Schrtft oder Druck,“ sie dient der Aufbewahrung aller Schrift- oder Druck- einer Bedeutun , sofern dieselben dem zufälligen Untergang ausgeseßt sind,“ Sie dient der Bereitstellung der vorhandenen Vücherschäße, d. h. dcs nüßlichsten Theiles der- selben für den allgemeinen Gebrauch; sie dientendlich der Kcnntniß zusammenhängender Perioden oder Gebiete, und ist danach ein- gerichtet. Dix Anlegung und Verwaltung von Büchersamm- lungen hat„län | ihre eigne'Thcorie erhalten, und ist als solche zu einer Wtffcn chaft auszubtlden versucht worden.
Mit,dem Aufschwung des deutschen Nationallebens geht das Biblwthekwesen permuthlich einer neuen Epoche entgegen. In der Vergangenhett haben die deutschen Bibliotheken vor- wiegend dem gelehrten Studium gedient; zum Theil sind sie auch aus dem Bedürfniß des Sammelns ohne Hinblick auf praktische wecke entstanden. ,
Ein ufsaß in der Monatsschrist »Unsere Zerta (24. Heft, 15. Dezember 1868) enthält historische Mittheilungen Über die deutschen Bibliotheken und , nach dem Handbuch deutscher Bibliotheken von Dr. Iulius Pey oldt, Angaben Über den gegen- wärtigen Stand und, sofern die achrichten des 111 den Jahyen 1850-1853, usammcngestellten Handbuches Überholt smd, em- zclne neuere ngaben nach verschiedenen Quellen. _ „
Wir [affen hier einige Mittheilungen aus dem erwahnten Aufsay folgen. „
Bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts wqren „xs nur dre Klosterbibliotheken, welche die deutschen Schrxftschaße aufbe- wahrten. Der Vückerbefiß der damaligen Umversitqten war gering. Heidelberg allein machte eine Ausnahme. Dte Konser- liche Priwatbibliothek zu Wien wird erst seit 1440 geordnet" und in ihrem Bestand erhalten. Der Sinn Für öffentltches Buche_r- eigenthum erwachte zuerst jn den frexen Reichsstadten. Die älteste weltliche deutsche Bibltotheh ist dte „der Stadt, Regens- burg. Wir hören zuerst von threm Bucherbesiy '1m_ Jahre 1430, wo die Stadt ein Vermächtmß vox) acht jurtdtschen Handschriften erhält. In den thchsftadten Zvurde es zuerst Sitte, daß Büchersammlungen yon den Burgern der Stadt zum öffentlichen _Eigcnthum gcscheykt wurden. Zu Ulm schenkte einrich Neidhardt der Stadt tm Jahr 1440 Prer- hundert Hand christen. Drei Jahre später, wurdxn _von sexpen Brüdern Bestimmungen zur Erbauung einer Btbltothxk xtber ihre Familienkapekle im Münster getroffen, Noch xe1chl1cher flossen die Geschenke in Nürnberg, Hamburg, Hannyver 1445, Memmingen 1467, Frankfurt a. M. 1484. In eungen dtcser Städte wurden gleichzeitig mehrere Sammnlungcn 4116 Leben gerufen. Für den Stadtarzt bestand ge:"wohnuch eme ejgene Büchersammlung und die juridischen Bucher werden zum [»e- sondern Gebrauch der Ortsobrigkeit öfters xestamentartsch ver- macht. Zu dem praktischen Zweck gesellte fich mnner dex Wunsch, Seltenheiten zu besiyen. Solche befa_ndens1ch vorwwgeqd un Vesiß der Klöster und mußten „von d1escn zu hohem Prets'cr- worben werden, oft durch Verleihung yon Vorrechxen. Cs gtcbt Beispiele, daß ein Abt ein Mcßbuch stch nut zwet Wembcrgen bezahlen ließ. „ , „
Die Entstehung öffentlicher Stadthbltothckey 1th den Sum für Priyatsammlungen voraus. DW Fugger m„Ausburg hat- ten im 15. Jahrhundert auch große Schriftschaße gesammelt und eine Geschlechtsbibliothck angelegt. Jm Iahkx ]5/5 schenkte Johann Jakob Fugger seine vorzügltchc Handschriftensammlunß der Bibliothek zu München. Dennoch galt ym Has Jahr 160 die Fuggersche Geschlechtsbibliothef noch fur dtc bedeutendste
Prwa_tsa1nn1lung. Sie war neben der Universitätsbibliothek zr; Hethelberg urzd nebxn, der Kaiserlichen Bibliothek zu Wien dte größte „weltlxchthblwthek der damaligen Zeit, Später vertyczchte em_ Mttglted des. Hauses seine Sammlung der Uni- verstiatngxzdelberg 1m_d dle GeschlechtSbiblwthek kam in Folge djes dretßtgthrtgen Krteges zur Versteigerung und in Be- stß des Kaiser Legpold. Dteser in Wien befindliche Theil der Fuggerschen Buxhersammlungen enthält, wie man fich aysgedruckt hat, die altesten deutschen Zeitungen, 1). i. die Be- rtchte, welche Hie Agentensdem Haus Fugger zuschickten und welche dann m1t der gehörtgen Auswahl allen über die ganze damals ,bekanyte Welt verbreiteten Faktoreien mitgetheilt wur- den. Dre Berichte sind in den verschiedensten Sprachen ab- Lefaßt und beziehen fich _auf alle Welthändel, alle religiösen gxagen,a[1e Naturerschemungxn. Aus diesen Berichten ent- wickelten s1ch_,in bewegten Kriegszeiten die ersten öffentlichen Fregenden Blatter.-- So befinden sicb Theile der “einst von den uggers gesammelten Bücherschäße in Heidelberg, Wien und München. , Bekanntlich war es erst die Reformation, welche durch die Anfachung des geistigen Lebens im Volke dic Buchdruckerkunst als Hebel dieses Lebens zur voUcn Anwendung brachte. Mtt
der Wirksamkeit der Vuchdruckerkunst beginnt die Aquildung des Bücherverkehrs, wie er sich bis zur Gegenwarterhalten und in einem noch täglich wachsenden Grade gesteigert hat.
Zur Quellcnkunde der Geschichte Westfalensxéé)
Der Verein für Geschichte und Alterthumswnde Westfalens, welcher der allgemeinen Geschichte _des Vater1andes Hurch Er- forschung der speziellen Geschichte semer Provtnz zu dtcyen be- stimmt ist , und defsen literarisches Organ, pte Zeitschrift für Geschichte und AlterthumSkunde Wcftfaleys, eme bedeuteqde Anzahl werthvoller historischen Arbeiten enthczlt, ._hat namentltch das Verdienst, die Herausgabe eines vollstandtgen Urkunden- buchs der Provinz Westfalen ins Leben gerufen zu haben. Dre beiden ersten Bände dieses Werks, unter dem Tttel Ué'ZLötä bistoxäakz WSZTf'aU-ch (31:0. (ck0(](31( (]jplomatjcux), welche das ganzc diplomatische Material bis zum Jahre 1200 umfgffen, smd von dem für dieses Unternehmen unausgeseßt than ;wesenen Archiv-Rath 1)r*. Erhard , welcher am 25. Zum 18 1 em Leber; beschloß, bearbeitet. Erhard hatte den Gesammtstoff m zwer Theile geschieden, und gab zuerst in ununterbrochxnxr chrono- logischer Reihenfolge die Regesten, denen er dann,d1cm LULU.» abgedruckten Urkunden folgen ließ. Für den Zextumsang von dem ersten in das nordweftliche Deutschland hcremfaklendex: historischen Lichtstrahle an bis zum Jahre 1200 hat Erhard dte bedeutende Zahl von 2449 Regesten gesammelt, und aus 592 Urkunden den 0066): (Li,)!omat-icns, welcher, Dokumente vom Jahre 821 an enthält, zusammengestellt. - Als der an Er- hards SteUe zum Staats-Archivar von Westfalen ernannte Ge- heime Archiv-Rath [)1'. Wilmans die Weiterführung des Werks übernahm, wurde ein neuer Plan fü): dte Fortseßung festgestellt. Für die große Zahl von Urkunden nämltch, welche aus den folgenden Jahrhunderten erhalten sind, war es, unbeschayet de_r Uebersicht- ljchkeit und Brauchbarkeit des Werks, unmöglich, dte Methode, wonach das Material ohne Rücksicht auf dze vexschtedenen Landestheile nur in chronologischer Folge nnxgetYUlt wurdc, beizubehalten. Man hielt nämlich an dem Ges1chtspu11kt,__ den ganzen urkundlichen Stoff der Geschichte Weftfqlens „vollftandtg zu veröffentlichen, fest, und wie bedeutend derjelbe 111, ergtebt sich daraus, daß allein für das Fürstbtsxhum Münster nur aus dem 13. Jahrhundert ungcfähr 2000D1p10me abzudrucken waren. - Es schien daher geboten, den Gesammtstoff von U- kunden in 5 selbständige Abtheilungcn zu zerlegen, _wclchc die betreffenden Diplome der Bisthümer Münster, Paderborn, Minden, der westfälischen Landestheilc des Erzwsthums Cöln und des Bisthums OZnabrück umfassen. ,
Diese Trennung des gesammten Materials nach Dtozescn zog eine weitere Abweichung von dem Erhardsckzen' Plane nach sich. Es wurde nämlich die bisherige Schcidung in 11635893
"***) Westfälisches Urkundenbuch vonWilmans. 111. Band. ]. Abth. Heft 3.