1869 / 84 p. 15 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

_ 10) Schgle mit Reliefs vyn bacchischen Masken und Thier- fellen. Zwet am Ende vcrkmtpftc Löwenhäute umschließen die 2“ hoch, 522“ im D.

Außenseite. Henkel und Fuß fehlen. 0,83 Pfd._schwcr. , 11)KSchale nztt Fuß und" cjnem Henkel (der andere fehlt).

Außen Fruchtgchangc" und Tamcn (Wcihcbinch), innen auf

(Holdgxund Thyrsqsstabe. 25“ hoch, 41“ im D. ,551 Pfd.

D 01H)3Schfc;)le m1t emaillirten Epheuranken, 21.“ hoch, 41“ im

. ,2 . 13-1 ) Vier Schalen 1““ ocb 41“ im . ' ' ' (_),5151Yf)d.(:0c,h54l3. 0,523. 0,49,5 h D chmcht. 7 . ., ae_11, 11.“ hoch 21“ im D. Erstere mit wei Henkeln, 0,195 Pfy. Die zwLite ohne Henkel, 0,176 Pfd. z 19) Schale, nut emgerißten Vlumenvcrzierungen, rings hcxum „nut zwölf Vertiefungen wie für Eier, doch schräg.

Dtes, fmdeti fich zum bloßen Schmuck öfters an antiken

Geräthen. 2“ „hoch, 10“ im D. 0,959 Pfd. Am Boden die

Iqschrtft 5131-80) ]. 1)(011110) [,(1111'38) 11. 8(01'1])11161) 1], Der Fa.

brtkant h1eß 0110 Marsus. Aus Tzem Unterschied des Gewichts

xxßxößrteman schlteßen, daß noch em schwererer Untersay dazu 2015-22) Drei runde Näpfe mit 1“: en, 3“ 53 ' D. chZYt:D0,857. 0,845. 0,84. J H hoch, 0/4 1111 ““-“ reidesl. „söe2“ “3 ' ' 0,32360-32Y- 0,294. g 9 h , Durchmesse1 Z /4. Gewrcht ' * Drei desgl. mit Inschriften am Boden welche ich hinter Nr. 66 erwä nen werde. .? 6 3 , '

GSWÜZYZ ZFI. 0/32. ?),331. .) hc ] /4 , Durchm. Z /2//-

' e mit Ne'liefs von Thieren und Blumen au ver- goldexern Grund?. Dte Thiere sind roh gearbeitet und cri1fmern

1111 dte der affymschen RYltefs und der ältesten griechischen Vasen. S1e “stehen sich (Ya'arwe1se „zum Kampfe gegenüber, in einem Strelsen. Daß Öhlerheßen tm Ctrcus gemeint sind, ergiebt sich aus enzer Bmde, welche zum Schmuck um den Leib emes mit dem Löwe„n gepaarten Stteres geschlungen ist. Eine Reihe von Vuckxln lauft al§ Oxnament um den Kelch herum.

t 530), Vruchstuck emes gleichen Kelches mit ähnlich gearbeite- ke1n“Th1ercn,“ Hoch zahmen, welche hinter einander hergehen. .) /2 hoch, 7 '1m D., 0,5 Pfd. schwer. Auf dem Boden dieses Und des vor1ge11Bechers 8111). 1/11. 8.17, d. h. Z(eri) 11. 1191112316 des_chtb)r1€0nteÉ1Z N(011110) 1711, 8(011118) (11108 (d.h 6 +?

,' 561'][)U & . mn al 0 ein ' . BWZUUFÖMLÖTU ngesM seiL. s e ganze Garmtur solcher 001 01-08 echer wie er zu Festen des Bac '- braucht wurde). Yuten 131,16 Reliyf cines Blumenkelchecxxlsdcéx- aus geheq Schtlfblatter und sonstige Pflanzen hervor, zwischen d.,enen Störche und andere Vögel Schlangen suchen. Um Bild- saulen 11111) Hermen des Priap sind gruppenweise männliche undwexbkche Masken des Trauex- und Lustspiels, Pansköpfe nnzstkaltsche Instrumente, Blumen geordnet. Meist vergoldet, M11 Z;,"HußDmnz 1301151 5“ hoch, 51/2“ im D. 1,55 Pfd. ' 1,0873 MUMM“ nut Henkel, ohne Fuß 5“ hoch, 515“ im D. “Z) Desgl. mit bacchischen Masken auf Thierleibe rn, zum FJlÉM-oldet, Fuß und Henkel fehlen. Z'/4“ hoch, 4“ im D. 34) Runder Kanlharos mit L ' ' Und „YYY fehleFtZ. 1,072 Pfd. orbeerkranz tm Rcltef. Fuß _5.) WU rinkschalen mit enkl “4 5“ 130 D. (530131011; 1,645 und 17525 CMYW Fuß' L*“ hoch“ ZZ) TYLFZftYk eIsetchZechers, 4“ hoch. 0,6 Pfd.

_ ru, u e e' ' KOPfZZ)VY131FteYlß- 3,55 2x1f1§s Kandelabers und der nut 0 Zr iegel, 25“ hoch 6“ im D. D ' " ;? Schwa11e11kqpfe *aus) er ist 5,“ lang. Gewicßrt ??le [511.11le

ntexOÜYeCsZLlfÜFLHL/Z Jn1chrift“1. ],)(011110) ][ 8(011118) 8(01*1[)11]a)1]11: 51/2LFUY- g1;7855 (Zl.)ch, 7 1111 D, Der abgelöstc Griff ist

! _iegel. 0,957 Pfd. Unten am Griff: 114 30 5 1" (.É01100) 11, 17)(011(10) 111: (d, h zwei Unzen) 8(011[)111111111)1,"r2(kls13 JC 011113"sYZYMIJYZdeaTYgU aus der Fqbrik des M. Aurelius Sklavcen öfters in Fabrixlen.gUten Fan11l1en verwendeten ihre

151 0155350514010 P,. _, ne" mu . '“ 0 Z““ . ??ij )delr JltlÜchrlft 1501011) 171611011) 130002. (12,1)(011616?)1 1Z(111?010Y)fd1 111111 U31) „1, Auch hter muß eine Anzahl solcher Gefäße zu- CMYYTZZLTÖU hahen. Dex Fabrikant ist auf Nr. 64 WWW ZZ occh 11116, wiLeWZFr mexcxchczs 1glc GtroirSung des Arbeiters statt

. _ aue. o ind , ZZYWSUHUYJLMS Uebe11„oncchys, und äfl)11liect1)e?1.aanc1ltlf1;zot11) schkiY-c?) S 1e etgenhand1g semen Namen verschieden unter-

,“ chüsseln, 111/2“ im D. 1995 und ] Rand 1st m1t einem von unten därchgestempélLtTrT 5141311deZck11L11

4

nachciselirten Hauterelief von Vögeln und Ei örn en ' Ranken geschmückt., Ayf der einen SchiiffclchZeht c1h17, WIFI dann cm Kratz 11111 cmex schrägen Linie statt der vertikalen, 13111111 11 und 5'1c Yc1chen für 4 Unzen und 5010111101501. Wem; 1e11es _Kreuz fur steht, so müssen die drei Schüsseln, welche nut dtescr zusaynnengehßrten, schwerer gewesen sein.

185 HKD Achnl1che Schüssel, doch beschädigt. 111.“ im D / - '

,47) Sechszehn Bruchstücke von einem oblon en '

Pxäsentirbrett mit abgestumpftcn Ecken. 2,82 51?de gertefelten 48) Platte nxit Rand. 12“; Zoll im D. 1,942 , 49-51) Dret klxmgrecht'e'ckige Präsentirteller, etwa für

B?cher. , Ste haben „16 mer Fuße aus Silberplättchen von der

Dtcke eines Mefferruckens. Länge 91“, Breite 535“. Gewicht

0,504, 0,494, (),506 Pfd. An Yen schmalen Seiten tauchende

Enten, an den 1m1gc11S_c1tc11Wancrpflanzen. Die beiden ersten

Teller haben die Inschrift P(011610) 1-(1111'38) ][ (UU01ÜZ) U Z((ka.

1111111) 117.

" 52-54) Drei desgl. mit flachen Füßen. Der Rand geflal/ltgcr (Form, hat 011 jeder Seite zwci Biegungen. 1361111th 105“ , Brette 5“. Gewwyt 0,78, 01768, 0-75 Pfd- ZWÜ Teller haben auf deux Boden die Inschrift: 111. [)(0000) 111 (,000105) 8, (d, () 8011118 +11113111 :: 7) 8(0['1[)U]8) ])(, also 3 Pfd 7135 Unzen. Der drttte Teller: 111. [)(0m10) 111 Z (1- Pfd) 8 («; UST) 51“) 21.15le 5130.16); lUnzen. '

-/ e.ova “1 "“ ' ' 0,39Y80-FS386P1Ö? , eng, 31; hrett. GeW1cht0,408, ) ch'pflöffel, 4“ hoch, 4“ im D. Gowi

LangkeZ VZZJiethr fSÉix_llickc1z11,d1,355 Pfd. schwer. cht 0,43 Pfd- .) - un te 6 U11 enkel ' '

ZUsUZLUWYYM Pfd. H , emer nnt Satyrmasken.

-7' ehn Füße im Geammt ew“ . darunter fünf_ mit Jyschriften. s g lcht von 1,447 Pfd.,

(]UMZZWÖJJRXZUY) FFW 'Zt Ndrs 44) [)(011110) 1 (,11110138)

. . 0 LW! e an . also ZHW? ?)? UYJFUL-l] g zen Gefaßes betrug . , 0111 0 8 011118 + 11111( 110 8 011 5 Pfd. 119. Unzen. ( ) q 1 ( XW) R' d' h'

ZYeiEFWT, UFZ ßohne dchs ZFichen für 801'1131113,

' re 11 x un te 1": 'e der Tiegel Nr. 26 und 27 haben folgende 11 rt ten Wel e ' ' " ' zusammenstellexI sch f , ch 1ch Wegen threr Achnltchke1t

111, k(011(10 [ (111101118) 1108 8(01*1])11]x1) )(1, ZZ, ZFUW) Z (H(1101118)_§()01Y18()„ (also 7) 8(01'1])!11ä) 117, 011( _ 011118 _'_ 861111111018111, 881'1)113 7 111 [)(] (IPZÖÜÉZY Uyzen,§ ) ( 1 ] )011/ d.h , 011 0 ,111101618 011118 11" ' ,- 8(01'1])11];1)(1)(, ) ( +) (] 11111110 (also 11 Unzen) F1) ZJTehrxre BruckéftüYf j?,“157 Pfd. - , em emen gro en 8 ä e la ein Stü ?

von Z)Ztknenxh PYla'ptZen oder Ueberque. ckchen Leder, wohl

an e em 6 zeigen Spuren ßarken Gebrau

alter Yqucfferung. Gefunden sind sie im einstigen CKFUZLZY 1111156, _d1e da'uernde Herrschqft der Römer erstreckte sich nicht [us, dahm. D1e beiden astattschen Gottheiten auf den Schalen Welfen auf Beztehmxgen des Besißers zu Asien, besonders Syrien hm." Ansprechend ist daher der Gedanke Prof. Wieselers, die Gerathe Fönnten dem Varus gehört haben, welcher Statthalter pon Syrten gewesen; 50 möchten eine Beute aus der Schlacht 1111 txutoburger Walde sem. Freilich giebt es auch andereMög- 11chke1te11. Der Gebxauch von Silbergeschirr war seit dem ersten Jahrhundert vor Chxtstqs schr 'verbrcitet, selbst unter Freigeläffe- nen. Schon zu Ttbertus Zett waren römische Kaufleute im Markomaxmeylande untex Marbod ansässig,“ später haben, sich emzelne vtekletcht 11011) wetter in die germanischen Lande hinein angesiedelt, n9111e11tl'1ch wxgcn des Vcrnfteinhandels, welcher seit Nero o,on Romern nnnnttelbar betrieben wurde und oft durch dte Gebtete der Elbe 11111) der Weser ging. Einem solchen Kaufmanne also _kam) das Geschirr gehört haben ,' oder CheruSker brachten es V1_ellc1ckt von e111e111Veutezuge heim. Aber wie dem auch set, rytr “habe"n, uns zu dem Funde Glück zu wünschen. Denn verhaltn1ßm_aß1g nur wenige antike Werke aus edelem Metall haben der „Habsucht 1ytd9rstanden, und die hildesheimer Gefäße kommen den besten röm1schen gleich, welche je gefunden sind-

Der Jahresbericht der Humboldtstiftung.

JmIanuar d. J. erstattete das Kuratorium !) ' 11- boldtxttft'ung „fur thurfoxschun? und Reisen den stattftleanlijßi- gen Beruht uber 510 thksa11'1eit der Stiftung in dem ver- Wffenen Jahre an dte Kömglzche Akademie der Wissenschaften. daFlbenehmc-n dem Monatsberichte der Akademie Folgendes

Die vierjährige Amtsperiode der drei von der Königlichen

Akademie der Wissenschaften zu wählenden Mitglieder des In-

,a» L) ratorium war mit dem 1. „Januar: d. J. abgelaujen. Die Akademie wählte dieselben M1tgl1ede1 wtedcrn und dte Verthei- lung der Aemter im Kuratoxmzn blteb vorlaufig auch dicjclbc, da die statutenmäßigc Ko11j1111111u11a „dcs neuen Kuratornnns wegen dauernder Abwesenhen emcsttt Uedes 1101125611111 nicht geschehen konnte. - In deu1Kap1tal cr Sttftung hat keine Veränderung stattgefunden. , . _

Dem l)1'. Reinhold Hensel s111d fur 5116311511868 585 Thlr. um Zweck der weiteren Bearbeitung des von se_'1ner Reise mit- gebrachten , die Wirbelth1ere betreffendyn Matcrtals ausgezahlt wordej. - Die laut vortgem Verlobt 1m Jahre 1868 zu Stif- tungszwecken verwendbare Summe von 4300 Thlrn. ist auf Beschluß der Akademie dem Dr. Georg Schwemfuxtl) aus Riga zur botanischen Erforschung der südwestl1che11 N1lländer über- wiesen worden. ,

])1'. Schweinfurth war schon cmcr der ersten Kenner der Flora der Nilländer, als er zu Ende des Jahres 1863 auf eigene Kosten eine zwei und ein halbes Jahr dauernde Reise nach Aegypten, dem abyssinischen Grenzlandc Galabat und dem Sudan antrat. Auf diescr Reise erweiterte er nicht allein seine Kenntniß, sondern er erwarb auch viele für das Gelingen einer zweiten Reise erforderliche persönliche Erfahrungen und knüpfte in Chartum, der natürlichen Operationsbasis für Unternehmun- gen in jenen Gegenden, wichtige Beziehungen an. Dort an Ort und Stelle entwarf derselbe schon damals den Plan , der seitdem, durch Braun und Reichert der Akademie vorgelegt, deren Billigung erhielt, und in dessen Ausführung, mit de_n Mitteln der Humboldtstiftung, ])1'. Schweinfurth gegenwärttg begriffen ist. , ,

Nach den Erweiterungen, welche der Geographw der oberen Nilländer in den leßten Jahren durch neue Entdeckungen zu Theil wurden, mnßte der Wunsch entstehen, über die Natur in jenen Ländern elwas Näheres zu erfahren, als beim flüchtigen Durchwandern oder bei gezwungenem Verweilen im Bann mancher Häuptlinge beobachtet werden konnte. Dazu mußte sich ein mit den nöthigen Spezialkenntniffen und Beobachtungs- mitteln versehener Gelehrter in. jenen Gegenden an einem mög- lichst große Ausbeute versprecbcnden Orte , der leicht erreichbar und in Bezug auf Klima und Bevölkerung möglichst gefahrlos wäre, längere Zeit niederlassen, und sowohl von diesem Mittel- punkt Ausflüge machen, als auch durch Verkehr mit den Ein- geborenen Naturprodukte dort an sich ziehey. ,

Dies ist das Ziel, welches 1)r-. Schwemfurth, nut, beson- derer Berücksichtigung der Flora, sicb gesteckt hat. Als e111e für einen solchen Aufenthalt geeignete Gegend hat 61506 sudwest- lich von Port-Rek am Bahr-el-Ghazal , ctwa zw1schen pem 6. und 8. Grade nördl. Breite gelegene Bergland „m Y06s1cht ge- nommen, von dem wir schon durch von Heuglzn exmge Nach- richt erhielten. Fast die einzige mögliche Axt , m dtese Gegend einzudringen, besteht darin, sich den E Peditxonen der chaxtumer Handlungshäuser anzuschließen. 131". chwemfurth hat fich also zunächst auf dem 1th kürzesten Wege , über das Rothe Meer, Nach Chartum begeben. , " , ,

Der bisherige Verlauf der Reise warjem g*luchltcker_. Dte Direktion des österreichischen Lloyd gewézhrte dem Retsenden für die Fahrt von Triest nach Ylexandrrcn, welcbcs er am 17. Juli erreichte, bedeutende Erlerchterungen. D1e Empfehlun- gen der Akademie und des Kuratormms dcr Humbyldtßrftung, des General-Konsuls des Norddeutschen Bundes Th01emm und

des Kaijerlich russischen Vize-Konsu'ls Nicolaieffnin Alexandrien hatten bei der Vizeköniglichen Regwrung so gunsttgcn Erfolg,

daß unter Anderem dem Reisenden zur Fahrt nach „Suez ein Extrawagen für seine Effekten unentgeltUch zur Verfygung ge- stellt wurde. Die Fahrt von Suez nach Suakm machte ])1'. Schweinfurth zumTheil auf eincmDampfer der Schwef§l- kompagnic des Marquis Bassano, und erhrelt so Gelxgenhett, die noch wenig bekannten Schwefel 11111) Peterleummmen der Gypsberge von (Himsah an der ägypttschen Kuste dcs Rothen Meeres zu besuchen. Von Smokin zog er _mtt zehn Kameelen nach Berber, aber nicht auf dem gewöhnltchen Wege, den er vor zwei Jahren gekommen, sondern emer Emladung W 15111 von seiner ersten Reise her befreundeten Gouverneurs 'von Suakin folgend, über Singat, eine SommerfUscbe der Sugkmer. Hier verweilte er mehrere Tage 111 emer den Berglandern Abysstniens sehr ähnlichen Gegeny und beobachtete unter Anderem den neuen von v. Heuglm erwahnten, noch mcht näher untersuchten Drachenbaum, 1910051005 01111101. Mzt reichen Sammlungen und im Vcftße emcr neuen Karte, sonne des barometrischcn Nivellements der Strecke von Suakm nach Berber, schiffte er sich endlich am 10. Oktober nach Chartum ein, wo er in dem Hause des norddeutschen V1ze-Konsuls Duisberg Aufnahme fand.

Die letzten Nachrichten von dem RUsenden, aus Chartum vom 10. Dezember, eröffnen für den Fortgang des Unterneh-

m seinem Schreiben mit großer Anerkennung der wohlwollxnhen und energischen Unterstüßung, die ihm der vizeköm l1che Gc11er11l-(539u13cr11c111' des Sudans, Dschiaffer Pascha- zu he_1[ werden laßt. „_ Derselbe hatte zwischen ihm und einem 111 Chartum gnsafftgen koptischen Großhändler, Ghattas, einen 1151 vorlhsmlhaftcn Vertrag vermittelt. Danach soUte sich der Rctscndc 611111 von Ghanas a1tsgerüstcten, Chartum etwa am 7. Januar verlaffenden Exediti-Zn anschließen, welche nach drei Monaten Port-Rek zu erreichen gedachte, von wo 1)!"- Schwein- furth noch 30 deutsche Meilen südltch bis zu einer für seine Zwecke, 1019 er glaubx, gemgnet gelegenen Scriba (Faktorei) vor- drmgxn wurdx.' Ucbrtgens beabsichtigte er schon 14 Tage früher, 1116 Re Exped1t1on,„also um Weihnachten, mit einer eigenen Barke ftromaufwarts qufzubreäxen und die Expedition in Faschoda (Denqb), nördltch 0011 der Sobatmündung, zu er- warten, um d1e Ufer des wc1ßen Niles auf dieser Strecke mit Muße _zu untersuchen.

DW, Dauer der Reise des [)1'. Schweinfurth ift vorläufig auf z10e1 „Jahre festgesetzt.

DW 111 dem lgufenden Jahre zu Stiftuanzwecken verwend- bgre Summc_ belaust fich, abgesehen von 75 Thlrn, welche fur den l)r. Hensel reservn't werden, ordnungsmäßig abgerun- det auf 2500 Thlr.

Ernst Strehlke.

A012Z. März 0. starb zu Berlin der Geb.Archiv-Sekretär am Komgl. Geh. Staats-Archiv, 1)1'. [1111]. Ernst Strehlke. Am 27. „September1834 LJZU Berlin geboren , folgte er schon nach dret Jahren scmem ater nach Danzig, welcher von der Profeffur am kölnischen Realgymnasium zu Berlin zum di- rektor der höheren Bürgerschule zu St. Petri in Danzig be- rufen worden war. 1845 vertauschte der junge Strehlke diese Schule, auf welcher er seinen ersten Unterricht genossen, mit dem Gymnasium in Danzig, und Ostern 1852 dieses mit der Universität Berlin. Schon während der leßten drittehalb Jahre seiner Gymnasialzeit hatte er dem mit der Ordnung des dan- ziger Stadtarchivs von dem Magistrat betrauten Prof. Hirsch assiftirt: eswaren dieLehrjahre für einen Beruf, zu dem ihn päter Neigung und Geschick bestimmt haben. Auf der Universität ein eifriger Schüler , zumal von Ranke, Haupt und Böckh, ge- wann er 1854 den von der philos. Fakultät angcseßten Preis fÜr die „LEZTÜ 1101111101 111, 1101301310118“, diente auch während des als Amanuensis auf der Königlichen Kriegsschulbibliothek. Damals entwickelten sich bereits die Anfänge des Uehels, welches seinem Leben ein frühes Ziel seßen soUtc, und bcsttmmten 1hn, den Lehrerberuf, welchem er sich ZU Mdmen gesoxmen gewesen, aufzugeben. Am 3. Dezember 1 56 erwarb er 501) durch Vex- theidigung seiner Differtation „(10 1101111101111111111, 1101118 UUZUU- 018“ den Doktorgrad. , _ Schon ein paar Jahre vorher hatte semelrtxrarxsche Thattg- keit in den beiden Richtungen, denen vorzugswetsx semejpateren Leistungen angehörtcn , mit kleineren AufsaYen 111 “dem Organ für christliche Kunst und in den netzen preußischen Provinzialblättern begoxmen. Um so freudiger „ergriff er die sich jeßt darbietende Gelegenheit, seine yoklenUKxäfte emem unbeendet hinterlassenen Werke dcs Kömgl. sachs1schen (Hey. Regierungs-Raths 1)r. Heinr. Wilh. Schulz 111 DreSden, uber die Kunstdenkmäler des Mittelalters in Unterttalten, zu Mdmen, für dessen Herausgabe der zunächst damit betraute Geh. Rath v. Quast Hülfe suchte. Es galt die Herstellung des e1gentl1che11 Textes aus etwa 160 Reisetagcbüchern, mit undeutl1chen Zü- gen zum Theil nur in Blei geschrieben , oft ohne Orts- und andere bestimmende Angaben ,' aus zahlreichen Excerptet) gedruck- ter Literatur und aus einer großen Anzahl von Abschrtften und A1tszügen werthvollcr, unbenußter Urkunden aus dem neapo- litanischen Hauptftaatß- und anderen italienischen Yrchwen. , Von dem eigentlichen Werke selbst, hatten fiel) nur„v1e*c Bogen aUdearbeiteter Text Und nicht wemger 111617 Reyaktwns- entwürfe zu einer Vorrede gefunden. 9316 1ve1tsch1cht1gste Be- nußung der Königlichen Bibliothek hierselbst, sonne 13er von J. Schulz hinterlassenen bci deffcn Bruder, Dr. Karl W111). Schulz, welcher die sehr bedeutenden Kostext des ganzen 1ln1ernehn1e11s trug, waren die nächste Folge. »Hicdurck), kam 1ch ]cdoch noch (erzählt der Vcrewigte selbst) auf so zahlre1che verwandte Nach- richten, daß ich beschloß, die mir gestellte Auf abe zu erwe1tern und meine Bemühungen dahin gehen zu, la en, aus dem ge- sammten mir zugänglichen , ungedrnckten ww gedr11ck1_cn,Mater1al eine soweit möglich abschließe11de11cberficht und Erlautcrung der mittelalterlichen Kunstwerke in den genannten Landen zusam- men zu bringen.« Da eine Korrespondenz m1t v. Quast und Dr.Scbulz nicht Mi und Jedes zu erledigen vermochte, so ward, nach Beendung jedes Yrößern A111ch11ittes,.1111t d_em Leßtym -- welcher inzwischen en artistischen Thea bemeb - eme

mens die erfreulichsten Auöfichten. Or.Schwei11furth gedenkt

genaue Revision und Besprechung des so gewonnenen Textes