1869 / 124 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Norddeutschen Bundes

Nichtamtliches.

Preußen. Berlin, 31. Mai. Se. Majestät der Köntg machten, ww uns aus Schloß Babelsberg gemeldet wird, am _Sonnabend „Morgen eine Spazierfahrt, empfingen Ihre Könignchen Hoherten den Kronprinzen und die Kron- prinzessin und nahmen darauf die Vorträge der beiden Kabinette

Die heutige (493) Sißung des Reichstages des „, wurde um 112.- Uhr durch den Präsidenten Or. S1mson eröffnet. Von den Bevollmächtigten zum Bundesrathr _waren anwesend: der Präsident des Bundes- 11111zi1r-Am11s, W111! Geheime Rath Delbrück, der „Königlich sachs11che Mmrsterml-Dircktor Weinlig, der Kommisarius des Bundesrathcs, Geh. Ober-Finanz-Rath Scheele.

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und des Ministers „von Schlemiß entgegen.

_ Ihre Majestät die Königin steht, wie uns aus Baden-Vaden vom heutigen Tage berichtet wird, im Begriff, die unterbrochene Kur wicder aufzunehmen, da Allerhöchstihr Befinden es jeßt gestattet,

-- Die vereinigten, Ausschüsse des Bundesrathes des Deutschen Zollverems für Zoll: und Steuerwesen, sowie für Handel und Verkehr traten heute zu einer Sißung zu- sammen. __ ___„M _“

- Der Bundesrath des Norddeutschen Bundes hielt heute eine Plenarfißung ab. .

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Die xrste Nummer der Tagrsordnung betraf: Zweite Be- rathung Uher der1G1seHe11twurf, betreffend die B1111111r1111g des Branntweins, und die dazu eingegangenen Petitionen.

Z, 3 der Vrrla e lautet:

An Branntwein- Taterialsteucr (Z. 1. 11.) wird entrichtet; «) für jeden Eimer zu 60 preußischen Quart eingestamxfte Weintreber, Kern- obst oder auch Treber Von Kernobst und Bcercnfrüchten aller Art fünf Silbergroschen, b) für 110111 Eimer Trauben- oder Obftwein, Weinhefen, Wachholderbeeren und Steinobft zehn Silbergroschen, A0) bei anderen nicht mehliqen Stoffen, sowie bei Verarbeitung von

efenwaffer, (Hlattwasser und anderen Brauereirückständcn wird die

teuer durch die oberste LandeS-Jinanzbehörde unter Beachtung der etwa vom Bundesrath festzustellenden Grundsäßc und der in Z. 22 am Schlusse vorgeschriebenen Besxbränkungen nach der Ausbeute und nach dem Steuersaße von Einem Silbergroschen und 111111“; Pfennigcn für 50 Prozent Alkohol (Z. 4.) fcstgcseßt.

_ Nach 01,111 Anfrage ,der Abgg. v. Hennig 11. Gen. wurden 011 Stcuersaße: füxif Silbergroschen , zehn Silbergroschen ,_ ein _ S1lbergr01chen und WM Pfennige, gestrichen, und dafür ge1eßt: Vier S1lber_groschen, acht Silbergroschen, ein Silbergroschen und 1'/2 Pfenmg.

Z. 4 der Vorlage lautet:

- An Branntwein-Fabrika1steurr (Z'. 1 (ck.) wird 1111111 1111 näheren Bestimmungen der §§. 30 11. ff. entrichtet: von jedem preaßischen Quart zu 50 pCt. Alkohol (Weingeist) nach dem Alkoholomrter von Tralles bei Normaltemperatur und zwar bis zum 15. August 1871 einschließlich Ein Silbergroschen acht Pfennige, vom 16, August 1871 ab Ein Silbergrosihen fiebcn Pfennige und vom 16. August 1872 ab Ein Silbergroschen sechs Pfennige. . _

Es sprachen h11rzu die Abgg. 11011 Hennig , Frzedenthal, MquÉl , Freiherr zur Rabenau, „Frewerr 0011 _H0verbeck, von Blankenburg, „Günther, 10 1011 der K01111111s111r1us des? Bundesrathcs, Geherme Ober-Fmanz-Rath Scheele. Das Haus

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-- Die Kommisfion zur Ausarbeitung des Entwurfs einer Civilprozeß-Ordnung für das Gebiet des Norddeutschen Bundes hat im Mai in 14 ordentlichen Plenarsiyungcn die Lehre vom ord11itlichc11 Verfahren vor Handelsgerichten und unter den 1111131rordentlich1n Prozedurarten den Exekutiv- Prozeß erledigt, die Verathungen über das Verfahren mit bedingtem Zahlungsbefehl begonnen und die Fassung einer Anzahl neuer Paragraphen des Entwurfs festgestellt.

- In der Ziyang des Reichstages des Norddeut- schen Bundes 11:11 Sonnabetid, den 29. Mai, sprachen, nach- dem Z. 1 des Geseßentwurfs über Besteuerung des Brannt- weins fast einstimmig angenommen war , die Abgeordneten Graf Bethusy-Huc, Graf Schulenburg-Beeßendorf, Graf Solms- Laubach, Gr111nbrccht,Stumm, v. Wedemeyer, zu Z. 2. Absaß 1 dieses aragraphen lautet in der Regierungsvorlage:

Die 5 aischbottichfteucr wird nur bei der Bereitung des Brannt- weins aus ganz oder theilweise 111101111111 Stoffen, aus Melassi', Rüben oder Rübensaft und zwar mit vier Silbergroschen für jede 20 preußi-

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sche Quart des Ra11111inhalts der Maischbottiäze und für jede Ein- maischun erhoben. . , _ _

Da Haus verwarf m 111111111111111111 Abstnnmung 11111205 egen 15 Stimmen diesen Paragraphen und trat darauf dem nfrage der Abgg. v. Henvig 11. Gen. bci, statt: vier Silber-

groschen, zu 113111: drei Silbergroschen.

AMY 2 des §. 2 lautet:

Von rennercien, welche nur in dem Zeitraume vom 1. Oktober bis 31. Mai, diese Tage mit eingeschlossen, im Betriebe sind, und an einem Tage mcht iiber 900 Quart, in einem Monate nicht Über 14,400 Quart einmmschen, 1011111 jedoch nur drei Silbergroschen vier Pfennige für 20 Quart M11ischra11m erhoben Werden.

Der Abgeordnete v. Hennig beantragte:

anstatt der Worte: in einem Monate nicht über 14,400 Quart einmaischen , zu setzen: in der bezeichneten Betriebsperiode nicht über 120,000 Quart cinnmischen, und die Worte: drci Silbergroschen vier Yxenn1ge zu streichen und dafür zu seßen: zwei Silbergroschen sechs

enmge.

Der AbZ] Frhr. v. Hoverbeck beantragte: in dem ntrage des Abg. v. Hennig statt: 120,000 Quart, zu

“sagen: 178,200 Quart. .

Nachdem der Präsident des Bundeskanzler-Amtes Delbrück erklärt hatte: Durch die vorhin erfolgte Abstimmung ist die von den verbündeten Regierungen vor eschlagene Erhöhung der Steuer abgelehnt. Die verbündeten «1111111111111 sind nach wie vor der Ueberzcugung, daß ohne eine Ausgleichung der Ein- nahmen und 921ng110111 durch die Erhöhung der S11111r d1e 1111 Geseß vorgesehene und von Ihnen bewilligte Einfiihrrmg 1111 fakultativen Fabrikatfteuer nicht möglich sein wird. 5301110111111 die dritteVerathung des Gegenstandes 11011) bevorsteht, [11111 „fur die verbündeten Regiernngcn 111111) dsr jeyt erfolgten Abstim-

nahm den Z. 4 mit dem folgenden Antrag6 des Abg. von Hennig 1111: zum Schluß zu sagen: Ein S1lbergr01chen drei Pfennige, 00111 1021111211111 1871 «11» Ein S1101rgroschen zwei und ein viertel Pfennig und 00111 16., August 1872 ab Ein Silbergrosthrn ein und 1111 halber Pfennig.

Z. 5 der Vorlage lautet: _ ,

' ei dcr Ausfuhr von Branntwein nach dcnjemgen Staaten und Gcbietstlwilen, mit welchen cin freier Verkehr mit Branntwein nicht stattfindet, wird eine Rückvergütung der Steuer von Einem Silber- groschen vier Pfennigcn von jedem preußischen Quart zu 50 „Prozent Alkohol (Weingeist) nach Tralles bei Normaltempcratur gewährt.

Der Bundesrat!) ist ermächtigt, die Erstattung der Steirer von dem zu tcchnischcn Zwecken verwendeten Branntwein in bisherigem Umfange zu genehmigen.

Der Abg. v. Hennig beantragte, die Worte„zu 1tre1chenx Einem Silbergroschen v1er Pfennigen, und dafur zu seßen: elf Pfennigen.

Der Abg. Frhr. „zur 911101111111 beantragte, statt: elf Pfen- nige, zu seßen: zwölf Pfennige.

Das Haus beschloß nach langer Debatte 01111 leßtgenannten Anfrage gemäß.

Dic folgendci' Paragraphen gaben mrist zu keiner D1s- kussion Anlaß.

. 12 1011101 mit dem folgenden Antrag der Abgg. v. Hennig 11110 Gen. a11ge1101111111n:„DieWorte: 1111111111 1111 Monat, und: ausnah111Sweisr, zu streichen.

Dem . 31 trat das Haus 1111111111 folgenden Antrage der Abgg. ». „Hennig und Genossen bei: _

Es kann jedoch auch 1111111110111 des Betriebsjahres mit Genehmi- gung der Steuerbehörde 1111 Uebergang von der Jabrifatfieuer zur Maiscbfteuer oder 11011 der 1111111111 zur 1111111 stattfinden.

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1111111g noch kein Gr11110 vor, auf 111 wrxterc Verathung ch G1s1ßr11twurfs z11 1111.31111t111, 111101110111“; 3711116“ J“. 2 21011113 2 11111 dcn dazu gcstrlltrn 2111111101111111191111. Absaß 3 des I“. 2 fand 11111111 Widersprnch. Er 11111111: Neben cfäße, Welche wic H1f111gcfäf11 MaisWr1srrvoi_r011,_s.w. nicht ur QYergrößerung des fiir die 1111311011111111101 Maism- d1111111= den ährungsramncs 011111111111 smd, 101111111 11011 111“ Strurrbcvördc steuerfrei bewilligt werden. _ Endlich wurdr 011 1011111101 9111011111011 des Abg. '0. Kar- ÖNff 311 Y 2 genrhmiqt: & , _D1115 111ides111iizlcr anfzufordcrn, mit 11111_110111 Obcr-ztcurr- JUiPcktor (Gläscr 1111111001111 1111111111111 Mais11111111s11 1111111111 und 11117 Ikhcnde Vcrsucbc 0011110111111 11111 f1ststrl1111 111 11111111, 1111111110111 der- 111111 1111ig111t ist, 111IchH11111d111111 fiir Tic 1111101111111111111 5101111001 111" F11- 0111611111111" 11110 f:“iik 111 0711111111111] 111"11111111111111111111111111 311 11111111 I Und 101111. 1101r1-ff111 C'i11fi'11111111g 111111 9111111016111 ci111 Vorlagr 511 machen, ; Schluß 011 S1Y111111 437“4 Uhr.

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Zu §. 35 wurde 1111 Antrag des Abg. z1811011110111„1111111- 110111111111, „511 ZZ. 37, 52, 130, 01 Anträge der Abgg. 0. 391111119 111113 (3111011111, zu §. 05 1111 21111111011111111 des Abg. v. 2311111111), Anf den Antrag 014271 Abg. Freiherrn zur Rabenau nahm das Haus 52. 00 nach 5211111113 1 f01g11111 B1sti1111111111g auf:

911111) ist 11111101 1r111ächti11t, soweit 1111111 1111 örtlichen Verhältniffen das Bedürfnis: 11011 Erlcicbterungcn 013111111111 der 111 11111111 (33111111 11- 1111111111 B111110911011101111111 11111 1111101, 1011111 Erlcichtcru1111111 für die 00111 Bundesratbc 311 [1111111111111 U1111r111111gspcriodc „1111001111111.

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