1889 / 263 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 04 Nov 1889 18:00:01 GMT) scan diff

legt Er heute ungesehen Seine scgnende Gottesband aui Ihr in Demuth gebeugtes Haupt. Ergreifen Sie im Glauben biese_ Vqtcr- hand und sprechen“ in findiichem Verlangen: „Wir [affen Dich nicbt, Du segnest uns denn!“ Nun bebe an zu segnen das Haus Deines Knechjes, denn was Du, Herr, segncst, das ist gesegnet ewigltchi _ Nehmen Sie denn mit in Ihr Leben, das von nun an ein Zusammen- leben sein wird, als Leuchte auf dem Wege, als Hersfeuer des ZUM, den Segen Seines Wortes: „Nun aber _bletbet Glaube,

offnung, Liebe, diese drei, die Liebe aber ist die größeste unter ihnen.“ _ Glaube an den einen Gott und Vater, unser 2111er, an den einen Herrn und Heiland Jesum Chrtstum, set der heilige feste GUMÖ, auf welchem Sie Sieb mit einander erbauen, auf daß es der Herr sei, der Ihr Haus baue fort und fort und es mache zu dem sichern Gezeit, in Welchem Er verborgen vor ber'Weit, Tag fur Tag anen seine Güte erzeiget. _ Glaube, gegenseitiges Vertrauen xrbalte den Bund Ihrer Herzen. In liebendem Vertrauen mögen Ste, Durch- lauchiigste Prinzeß, aüezeit wie heute bas, Wort dxr Ruth sich zu eigen machen: „Wo Du bin ebcsi, da wil] ich auch hingeben,'wo Du bleibst, da bleibe ich auch, ein Voik ist mem Volk und Dtm Gbit ist mein Gott, der Herr tbue mir dies und das, der Tod muß mtch und Dich scheiden!“ Und Sic, Durchlaucbtigfter Kronprinz, möge (Gott segnen mit der vertrauensvollen Hingebung, die Sie lebenslang an Ihrem Weihe bangen läßt mit unwandelbarer Treue. _ Mit Gott und Hand in Hand“ dürfen Sie Vertrauensvoll der Zukunft enlxxcgcnwandcrn, deren verschwiegene Pforten eine freudige Hoff- nung Ihnen aufthut. Ihnen voran leuchtet das Psalmwort: .Befiebl dxm Herrn DeineWege und hoffe auf Ibn Er wird's wobl machen!“ Ear mannigfaci) smd der Menschen Gescßicke und Goites Gedgnken und Wege sind oft anders als die unsern. In Seinen Vaterhanden aber liegt ewig Alles und wohl Ihnen, wenn Siu Iiire Wige heute und aliezeit Ihm befehlen und auf Ibn allein hoffen in Demuth und Geduld; Er wird's wobltnacben, ob Er Ihr Haupt faibet mit Freudenöl, ob er Sie führt durch dunkles Thal. Er v'crkaßt Sie nicht, wenn Sie Ihn nicht verlassen! Tröstlick) ist 2.95 ermgc Lebens- ziel, das Er Ihrer Hoffnung in Christo Iesy vorbalt und das Sie in Freud und Leid festhalten können, wenn Sie dem Herrn nachfolgen mit frommcr Ergebung: .Jesn, geb' Voran, auf ber Lebensbahn und wir ivoiicn nicbt verweilen, Dir getreuiick) nachzueilen, fuhr" uns an der Hand, bis ins Vaterland!" Wenn auch Vieles, was Menschen erfreut und worauf Menschen bauen, ve):- gebt, die in Gott gewurzelte Liebe bleibt, die Liebe, uzelcbe ar6ßer „ist als Glaube und Hoffnung, weil sie stets gegenwartiges ©1qu ist. Dic Liebe ist aus Gott, auch die Liebe. durch welche „Gott Sie zu- sammengeführt hat. Freuen Sie Sick) dieses, göttlichen Segeys. Halten Sie ihn fest mit betendem Herzen, Ste gelobcn heute ein- anker Likbe bis in den Tod. Sie geloben das Vor Gott, möge Gott denn Sie cwige Quelle sein, wo Sie immer neux Kraft _zu immer neuer Liebe schöpfen. Als besten Hausickxaß bringen Sie, Durchlauchtigste Prinzcß, aus Jbtcm Elternbause die Erfahrung unt, daß rie Licbe stärker ist als der Tod. Sic überwindet alles Schwere im Lebkn, denn fie überwindet das eigene ?ck). Sie lebte Sie Beide zu tragen Einer des Andern ait, in steter Selbstverleugnung zu suchen, was des Ander'n,1st.' fie wahre den Frieden, dss Hauses heiligstes (Gut. Pflegxn Sie 111 diesßr Liebe Eins am Andern, was groß und gut und edel tft, tragen Sie in dieser Liebe an einander, was der Gekuid bedarf. Möge die Liebe M*Ji-kem'Hc-ikf'e “mailen 'unb' M dekisklben *sxg-nekd- Nid-irsfiend aucoeben, auf daß Ihr Haus zum Segen geseßt_sei unter Ihrem Volke. _ Der Eltern Segen baut den Kindern Hanser. 2106 geliebtxm Munde haben Sie, Durchlauchtigste Prinzeß, stinen letzten Munich, ?inen SegcnSwunscb vernommen, der Ihnen den Weg gebabnt hat zu Aller Herzen, Dis Vaiers Segcn wird Ihnen Ihr Haus baucn

helfen in Ihrer neuen Heimat!), Dem gxliebten Mann, auf xvelrbem seiner Eltern Segen ruht, bringen Sie diesen Segen mit. Sie haben aber beide einen ewi en Vater im imme], an dessen Segen Alles elegcn ist. Sein egen, Seine iebe baue Ihnen das Haus auf Erden und im Himmel! Amen.“

Nach vollzogene: Trauung tratxder Ober-Hofprediger 1). Koegel vor das Brautpaar bin, sprach ein freies Gebet, das Vaterunser und den Segen, worauf der Chor das ,Amxn" sang _und zum Schluß den Choral „Lobe den Herren, dcn macbttßen Konig ber Evren“ an- stimmte. Nach einem stilien Gebet bega; en Stck), bie, AÜerböcbsten und Höchsten Henschaften zur Gratulationscour in die oberen Ge- mächer des Königlichen Schlosses. _ , '

Am Abend um 7 Uhr fand im großen Saale des Komgltcben Schlosses zu Ehren der Neuvermählten ,(Galatafel statt. Die Majestäten saßen neben und gegenüber dem hohen Brautpaar. Drei Trinksprüche wurden an der Tafel ausgebracht: den cxsten, auf das Wohl des junaen Fürstlichen Ehepaaxks, sprach S_e.Ma1estat der König Georg von Griechenland. Er knupfte an' Seinen Trini- fvrucb ein Hoch auf das Deutsche Kaiservaar, tn Welches, die Tafelgäste enthusiastisch einstimmien. In Ek'widerunzx auf diesen Toast bob Se. Majestät der Deutsche Kais'er zunachst, bxrbor, daß Er Sich freue, Höchslseine Schwester init dem griechischen Kronprinzen vermählt zu sehen. Er trinke auf das _Wobl der Bewohner der Hauptstadt Griechenlands, auf das Wool des künftigen Vajetlandes Seiner Scbwester, auf _das Wohl, des Herrscber- paarcs, welches nunmehr die zweiten Eltern diefer Schwester geworben seien. (Ein endloser Jubel erhob sick), als des Kaisers und Königs Majestät, AlierhöcTJ-sirvelcher Seine Rede in deutscbex Sprache hielt, während König (Hcorg in französischer ZungexSxtne'n ngst _aus- gebracht hatte, den Schlußbochruf auf, den Konig tn griechischer Sprache erschallen ließ. Als dritter Trmkspxuck). folgte Seitens des Königs Georg ein Hoch auf die Kaiserin'Frtedrtck).

Als die leßten Gäste das Schloß 521116 en, war ex? wohl nahe an 12 Uhr gew-rden. Trotz des am Naciwnitage eingetretenen, heftig Webenden Nordwindes wvgte noch immer eine große Menschenmenge durch die Straßen. ' '

Die allgemeine Illumination der Stadt, wax nur tbktsthse zur Ausführung gekommen, weil der brauicnbe Wmd emesolck)eberbtnderte. Dagegen wurde auf der Akropolis ein prachiines Feuerwerk abgebrannt, welcbks einen mächtigen Eindruck, namentlich auf die hier weilenden Fremden machte.

Kunst und Wissenschaft.

Das Museum für Völkerkunde hat dieser Tage bemer- kenswerthe Funde aus der nächsten Umgebung Berlins erbalten.' In Friedrichshagen wurden beim Rajolen cines Ggrtkns wendisckn Grabstätten aufgedeckt, in welchen fich nocb Vier ziemlich gut er- haltene Urnen befanden. Der Inhalt derselben bestand aus ver- schiedenen, aus Bronze ausgeführten Schmuckgegensianden und messer- äbnlichen Werkzeugen. Die Urnen sollen nach Ansicht von Sach- vkrstänkigen aus der Zeit der Pfahlbauten stammen".

- _ Jn bkm neuen Gebäude des Museums iur Naturkunde baben jkßt, laut V.)?ittbeilung des „B. B. C.“, d'e Vorlesungen

"in*d-em-geologisckz-pabionioioZisck)» und in.-Ses1..1ni.11€silog.ischqpetro- ck «851-i.. . .. ., ., .. . .. .. ..

rabbiscben Institut begonnen. g _ Das Modell der Luther-Statue, Welche Professor

Schaper für Erfurt gescbaffen, bat'der preußisckye Staat „angekauft. Es wird dasselbe, dem „Evangel. Hircbl. Anz.“ zufolge, in der zu erbauenden Lutherkirche zu Berlin seine Aufstellung finden.

_ Der Karl Ritter-Stiftung ist von dem Liquidations- Comitß der aufgelösten Afrikanischen Gesellschaft „das noch vor- handene Vermögen in Höhe von 16 644 ..“ äberwusen worden.

_ Zur Erwerbung der Füxstlicb Sulkowsky'scben Samtp- lung durch das Germanijcbe Museum in Nürnberg schreibt das „Dtsch. Tagebl.“: Diese Enverbun hat in den weitesten Kreisen der Kunstfreunde das lebhaftesie Jntere e hervorgerufen und speziell alle Freunde dieser nthnalen Anstalt mit freudiger Genugtbuung erfüllt. Denn mit den Scbäßen dieser Sammlung kehrt der wertbvollste Theil des weltberuhmten, in der Franzosenzeit zer- splitterten Nürnberger Zeughauses wieder an die a.te Stätte seines Ruhmes zurück. Diises Zeughaus, um das einst Kaiser und ürsten die alte Patrizierstadt beneideten, aus der u A. aua) die Mar graf!!! von Brandenburg Rüstungen nnd Harnistbe zu ihren Turnieren zu leihen pflegten. wurde noch bis zum Anfange unseres Jahrhunderts als die kostbarste Sehenswürdigkeit weit und breit gepriesen. Handelt es sich nun auch seibstversiändlicb nicht um die Rückerwetbung des aanzenZeug- hauses. so doch jedenfalls um den wichtigsten Theil desselben. Die Zahl der Rüstungen beträgt gegen 30, darunter befinden iich geäyte Harnische von auscrlesener Schönheit. Auch solche Waffen, die kaum je auf den Markt geratben, wie die erwähnten Prunkturnier-Harnifckoe, sind reich vertreten. Es ist sonacb als ein außergewöhnlich glücklicher Zufall zu betrachten, daß es der Vkrwaltung des Museums gelungen ist, diese Schätze vor dem Verkauf ins Ausland zu retten, .*ird durcb dieselben doch ein gutes Stück kraftvolister Geschichte des deutschen Volks und eine Fülle des Schönen der Nation zurückgegeben. Gewiß war für die Direktion der Eni1chluß nicht leicht, zu diescm Bkbu e ein Kapital von 200 000 „111 aufzunehmen und damit auf viele Jahre hinaus den Etat der Ansiait zu belasten, wodurch gleichzeitig die Ent- wickelung anderer Abkbeilungen des Museums auf ebenso lange Zeif beeinträchtigt werden muß. Aber durfte fie sicb als Verwalterin einer nationalen Anstalt eine solche Gelegenheit cntasben lassen und hatte fie nicht Recht in der Vorausseßung. daß die zahlreichen F1eunde dcs Museums gern dazu beisteuern würden, die Finanzen der Anstalt möglichst sehnen von dem Druck dieser Abgabe zu entlasten. Die Berliner Pflegschaft appellirt deshalb auch ihrerseits an die Opferwilligkeit ihrer Mitglieder und Freunde mit der Bitte um eine'n außergewöhn- licben Beitxag zu diesem außergewöbnlicben Zwckcke. Der Ertrag der dadurch auizubringendcn Sammlung sol]. dazu verwendetwerden, eines- oder mehrere der kostbarsten Stücke als eigene Stiftung zu über- nehmen und dem Museum schenkungsweise zu überlassen.

_ Durch Bekanntmachung des mecklenburgisckpcn Ministeriums des Innern Wm 25. v. M. wird die Errichtung einer geologischen Landesanstalt in Rostock kundgegeben, Welche der Leitung des Professors der Mineralogie und Geologie an der Rostocker Universität 1)1*. (Heiniß untersteüt ist. Als Aufgaben der Anstalt' werden bez_cichnet: die Auszeichnung und Sammlung der bei den_geolog_itchen Untersuchungen des Landes gewonnenen Resultate, die fortlaufende Verwe1tbung geologischer Forschungen im Interesse des Publikums, insbesondere der Landwirtbe, die Cribeilung von Aus- kunft uno Gutachten, die Vornahme von Boden-Untersuchungen u.dgl. für landwirthschaftliche und_a1:dere Zwecke. Die Anstalt untersteht dem Großberzoglickven Ministerium des Innern.

_ Der als Arcbäologe nnd Philologe bekannte Geheime Rath“ von Urlichs in Würzburg, ehemals Mitglied des Erfurter Parla- ments, ist am Sonntag, den 3. d. M., Abends, an einem Schlaganfall ..o- „-o--

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

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Wetterberichk vom 3. NOVember, “"koraens 8115r.

40R.

Stationen. Wind. Wetter. Stationen.

__

in " Celsius

5065

Bar. auf0Gr.

u d Meeresw

red. in Miliim. Tempcratur

Wetterbericht vom 4. November, Morgens 8 Uhr.

Bar. auf 0 (Gr. u. d. Meeressv red, in Miilim.

Mittwocky: Fauft's Tod. Donnerstag: Der Schatten.

Berliner Theater. der Mann von Eisen.

Mittwoch: Neu einstudirt: Mesfina.

1 1

4“ R..

Temperatur

Wind. Wetter.

in 0 C617i11s

[50 “C.

p_-

bedeckÉ wolkig leiter

Dunst beiter

bedeckt Regen

Mullagbmore "Aberdeen . . Ckristiansund Kopenhagen. Stockholm . Laparanda . St. Petersbrg.j Moskau. . . ; Cork,Queens- ' town . . . Cherbourg . Helder. . . . Sylt. . . . . Hamburg . . Swinemünde Neufabrwaffer Memel Paris . . . . Münster. . . Karlsruhe . . Wiesbaden . München . . Cbemniß . . Berlin. . . . Wien . . . . Breslau . . . Ile d'Aix. . Nizza . . . . Triest . . . .

Mullaghmore 749 Aberdeen . . 751 Christiansund 753 Kopenhagen . 759 Stockholm . 761 Havaranda . 768 Moskau. . . 771

Cork, Queens- town . . . 752 Cherbourg . 759 elder. . . . 759 hlt . . . . 756 amburg . . 760 winemünde 762 Neufabrwasser 762 Memel . . . 763

Kris . . . . 764 ünsier. . . 762 KarlSruhe. . 766 Wiesbaden . 765 München . . 767 Chemnitz . . 766 Berlin . . . 764 Wien . . . . 766 Breslau . . . 765 Ile d'Aix. . 766 Nizza . . . . 763 Triest . . . . 764 wolkig

4) Thau. ') Reif. 3) Nebel, Thau. 4) Reif.

Uebersicht der Witterung.

Ein barometriicbes Maximum über 765 111111 erstreckt sich von Südfrankreich nach Ostdeutschland bin, ein anderes Maximum über 770 111111 lagert Ausläufer über dem nordwestlichen Rußland. Bei meist sendend schwacher südwestlicber Lufströmung ist das Wetter land ' iiber Centraleuropa vorwiegend heiter und trocken, jrüb'e bei durchschnitxlicb normalen Wärmeverbäliniffen. In Deutschland wurde vielfach Reif beobachtet. Byxkum batte gestern Nachmittag Gewiiter mit heftigem Regen und Hagel.

Deutsche Seewarte.

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wolkig Regen wolkig Regen bedeckß) halb bed,“) heiter bedeckt

halb bed. balb bed. halb bed. wolkig halb bed. wolkig“) heiteü) wolkenlos wolkenlos

bedeckt beiter

SSW ONO

Addo: “»»»-ISMS» »“WWPWPW „-,_-,_. ...... DOH“ WNWWPPQWQ PMWWQOUS

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758 NW

755 WNW 751 SS

759 '“ 2lbedeckt 760 2|Nebel 763 - 2“bedeckt 765 * 1'Regen 770 1Regen

759 * 293171.) 760 3'bedeck1 753 1!5e5eckt 7 55 3Jbedcckt 761 47bedeckt 761 764 764 760 754 760 757 763 761 761 , 764 stilllbeiter 764

764 764 765

Uebersicht der Witterung.

Ein Minimum, mäßiger Luftbewegung, liegt über der Nordsee, einen nach dem westlichen Deutschland ent- Am Höchsten ist der Luftdruck über Ruß- Jn Central-Europa ist das Wetter mild, im Westen Ueber Irland und Umgebung kühlung eingetreten, die sich demnächst weiter ost- wärts ausbreiten dürfte.

21wolkig 2 Wolkiki 4 bedeckt

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Mittwoxh: Der Zaungast. Donnernag: Der Zaunßast. Freitag: Der Fall Cl

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WaUner-Theater.

Musik von F. Krause. Mittwoch und Donnerstag: (Leßte Woche.)

2§wolkig 1ZDunst 4ibedeckt 2wolkig 1bcdeckt 5zRegen stillxRegen O 2zbedeckt ijolkig

O Zbcdeckt

(316161 (WKL 6161 )

Pictoria-Theatrr.

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21. Raida. Bailet von C. 76 Uhr.

Mittwoch :

(NIK

SO 4„bedecki ZLbebeckt 4,wolfig 1'beiter

Dienstag: Zum 13. Male: Der in 3 Akten, nacb

WS 61

Musik von Louis Rotb. Julius FchsÖe. Dixigent: mann.. Anfang 7 Uhr.

Mittwoch: Der olengraf.

umgeben von durchschnittlich

im Osten neblig.

regnerisch, ist erbebliche Ab-

Dienstag :

burg. (138116 - 1118111811.)

mama.

Deussch von Ernst Schubert.

D e u t s ck, e S e e w a r t e. Sigmund Laufenburg. Anfang 7

Devrient. 1 Akt von L. kostnm.

Theater - Anzeigen.

Komgltche Schauspiele. Dienstag: Opern- baus. ,222. Vorstellung. Das goldene Kreuz. Oper in 2„Akten von JZnaß Brita. Dichtung nach dem Franzoßschen 'von . S. v. Mosenihal. Tanz von Paul Tagltoni. Dirigent: Musikdirektor chenex. Hierauf: Die Jahreözeiten. Tanz- Poöm m 2 Akten und 4 Bildern von E. Taubert ?UZHE Graeb. Musik von P. Hertel. Anfang

(. .-

Schauspielb6us. 236.„Vbrstc11u11(3j Der Mann der Freundin. Lustspiel in 1 “kt von Ernst Wichert. In Scene ges-xßi vom Direktor Dr. Otto

Anfang 7 Uhr. burg.

7 Uhr.

Hierauf: Clement. Zum *chlu : Lustspiel in 1 Akt von Erni Wichert. Jn Scene gesexzt vom Direktor Dr. Otto Devrient.

Mittwoch: Opernhaus. 223. Vorstellung. Tann- häuser und der Sängerkrieg auf der Wart- Große romantische Oper in 3 Akten von Richard Wagner. vom Stadt-Theater in Leipzig, als Gast.) Anfang

Schauspielhaus. 237. Vorstellung. Die Qnißows. Vateriändiscbes Drama in 4 Akten von Ernst von Wildenbruch. Anfang 7 Uhr.

Kroll's Theater. und Hohenzollern.

Central-Theater. Vorleßte Woche.

Die Prüfung. Lustspxl i: 0-

H. Wilken. Anfang 73 Uhr.

(Elisabeth: Fr. Moran-Olden,

Dienstag; Zum 76. Male: Gesangsposte in 4 Akten Couplets von Guséav Görß. Roth. Anfang 73 Uhr.

Deutsches Th'eater. Dienstag: Nächstenliebe.

Dienstag: Die Braut von Donnerstag: Montjoye, der Mann von Eisen. und

Tesjing-Theater. Dienstag: Der Zaungast. Lustspiel in 4 Akten von Oscar Blumenthal.

Leske Woche. Zum 24. Male: Der Dompfaff. Gcsang in 4 Akten Von R. Kneisel und H. Hirschel. Anfang 73 Uhr.

Der Dompfasf.

Dienstag: Afrika. Zeitgemälde in 11 Bildern von Alex.

Moszkowski und Riad. Nathanson. Severini.

Dieselbe Vorstellung.

Iriedria) - Wilhelmßädtisches Theater. Mit neuer, glänzender Ausstattung: Polengraf. Operette de Grabl'schen Entwurfs von Richard Genée und J. Friysche.

einem G.

J" Scene geseßt von _ Kapellmeister deer- Eine T

Repidenz-Theater. Direktion : Sigmund Lauten-

Zum 11. Male: Lustspiel in 3 Akten von Victorien Sardou und Raimund Deslandes.

In Scene geseyt von _ & Uhr. Irene (Berlin). _ Hr. Kgl. Ober-Amtmann Karl

Mittwoch 11. folgde. Tage: Schwiegermama. Dienstag: Hohenstaufen

Direktion :

Dienstag: Zum 29. Male: Das lachende Berlin von Ed. Jacobson und

.Adolph Ernß-Thcater. Drisdenerstraße 72. Flotte Weiber. von Leon Trevtow.

Musik von Franz

Mittwoch: Dieselbe Vorstellung.

Urania, Invalidenstraße 57/62, geöffnet von 12-11 Uhr. _ Dienstag, von 1-7 Uhr: Der neue Vhonograph. Abends 73 Uhr: Von der Erde bis zum MZK.

Montjoye, Circus RMZ, Karlstraße Dienstag, Abends

7 Uhr: Aschenbrödel, odkr der gläserne Pantoffel. Gfroßes pnbantastticbes Zaubermärcben in 4 Abtheil., mrt Yufzuaen, Tänzen und Gruppirungen, arrangirt tn Scene gesetzt vom Direktor Renz. Kostßme und Requisiten, sowie die verschikdenen Eqmpagen smd vollständig neu und auf das Brillanteste ausgestattet. _ Vorfübren der 8 arab. Schimmelyenqste oder 00110ng 119115111)qu118 von Hrn. Franz Renz. _ Quadriae üsurs (16 1701116886, ..eritten von 16 Damen. _ Auftreten der Schul-

mencean. Schauspiel - - - " 5 “. in 5 Akten von A. Dumas und A. d'Artois. rettertn Frl. E. Guerra, sthe der vorzugi. Keri

künstlerinnen und Rei1künstler. Mittwoch: Aschenbrödel.

Familien-Nachrirhten.

Verlobt: Frl. Lili Lürmann mit Hrn. Friedrich Gerlina (Gunnebo in Schweden_Aniwerpen). _ Frl. Elsbeth Steffens mit Hrn. Lieut. der Ref, Ernst v. Wegerer (Gr. Golmkau bei Sobbowiß_ Remontedevot Bärenklau bei Oranienburg). _ Frl. Else Klovsck) mit Hrn. Ger.-Affeffor Karl Gerstberger (Berlin_Vreslau).

Verehelicbt: Hr. F. G. Renner mit Frl. Ilse Prüfer (New-York_Lanbsberg a. W.). Hr. Ritter- gutsbesißer Bruno Schön von Mutzenbacher mit Freiin Margaritba von Seidler (Cammelwiß- Schloß Würmda in Nieder-Oesterreicb). _ Hr. Kgl. Rea-Baumeister Paul Hin mit Frl. Cornelia Biesing (Aachen). _ Hr, Gustav Wolff mit Frl. Helene Loge (Ntmvtfcb).

Hrn. Ludwig Walther

Dienstag : Poss e mit

Stanley in

Musik von C. Anfang

Geboren: Ein Sohn: (Düsseldorf). _ Hrn Gustav Thomas (Strieaau).

_ ocbtcr: Hrn. Rechtsanwalt Ober- muiler (Stuttgart) _ Hrn. Dr. W. Ubtboff (Berlin). _ Hrn. Wilhelm Gerlach (Berlin). _ Hrn Prof. (H. Wirth (Berlin). _ HrnSecond- Lieutenant Hans von Schierstädt (Hannover).

Gestorben: Hr. Landratb Bernhard von Loeper (Georgendorff). _ Hr. Hauptmann Oskar von Voß (Beuthen O-S) _ Verw. Frau Bertha von der Dollen, geb. Gräfin von Schwerin (Anklam). „_ Hrn. Richard Meister Tochter

Schwieger-

Klinqe (Steinke b, Uslar). _ Frau verw. Bank- vorsteber Pauline Trefß, geb. Schweißer (Neiße). _ _Hr. Erbscholteibesitzer Joseph Kabotb' ( Pr_01chau). _ Hr. Rechnungs-Ratb Ernst Kreidel (Oitrowo). _ Hr. Gutsbesißer Ludwig Alsen (Drewsbof bet Elbing). _ Frau Oekonomie-Ratb

Emil Thomas. Karoline Ruoff, geb. Schneider (Sindlingen).

Nedacteur: ])r. H. Klee.

Verlag dcr Expedition (Scholz).

Druck der Norddxutschen Buchdruckerei und Verlags- Anstalt, Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.

SWS Beilagen (einschließlich Börsen - Beilage).

Berlin:

. s rechen,

(15972)-

NL? 263.

Zeitungsftimmen.

Aus Anlaß des Besuches Sr. Majestät des Kaisers und Kangs m Konstantinopel schreibt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“:

„Wie in den Reichen und Staaten des Nordens und Südens, so wird Kaiser Wilbelm heute auch izn Osten, im Mittelpunkt der muha- medanischen Wclt, als dex Trager einer großen und segens- r'eicben Kulturmis wn , betrachtet, deren Aufgabe es ist. das Gefühl der So ibaxttät unter den Völkerrs fiir die Er- baltung und 'Befettignng des Friedens zu stärken und zu festigen und in diesem Stnne die Nationen, selbsf vkrsckyiedener Welt- theile, fest mit einander zu vexkttten. Nicht Mißgunst und nicht Miß- trauen find es, welche durch diesen Besuch aesäet werden, denn überall 'auf dem Erdenrund bat, die Erkenntniß Eingang gefunden, daß der vorherrschende ,und bestimmende Grunbzug, der auswärtigen Politik Deutschlands die Föxderungsnnd Gewabrletstung der Segnungen des Friedens ist. Wie tn den Landern des Mittelmeers und der Adria, so begrüßen Heute auch an den Gestadcn des Heliespont die Völker in

Wilhelm 11. den Friedensfürsten und bringen ihm _als solchem den _

Tribut des Dankes und ebrfurcbtsvoller Hochachtung dar.

Mit freudiger Genugtbuung begleitet das Vaterland diese der Sache des Weltfriedens dienenden FQHrteU unseres jugendfrifchen, thatcräftigen „Herrschers, die (mä) nicht der leiseste Schatten einks un- lauteren Verdachtss zu trüben vermag. Mit dankbarem Empfinden blickt es auf die Ergebnisse dieser Monarchenbegegnungen, die unterem Volke und Lande einé' so reiche Fülle von frcundiichin Beziehungen eintragen. Unter dem lauten Zuruf, dcr bern Kaiser wie in HeUas, so auch am Bosworus entgegen1chalit, kräitißt und stärkt fick) das Baknd dfer Eintracht Und des Vertrauens, das jene Staatcn mit uns Der nüp t.

1160 in der Befestigung und Stäxkung diefer Beziebungen schafft unser Kaiserlicber Herr stets neue Bürgschaften für die Wohlfahrt und das deeiben der Nation, deren, G€schicke Cr mit ebenso fester Hand, wie mit mildem, humanem Sinn und mit begeistertem HLkan fiir des Vaterlandes Macht und Ansehen leitet."

Ueber die „größere Freiheit“ in Frankreich, welche in der Budgetdebaite im Reichstage von sozicrldemo- kratischer Seite gepriesen wurde, schreibt die „Kölnische Zeitung“:

„Bebel ist, so rühmt die „République Frangaise“, der Vertreter der Sozialisten nicht nur, sondern auch dsr Franzosen ber Reichs-

- Lands; “füßwcicbe beide die-ben Dsm-sükn-io 158716» zugemeffexn-

Freibkiten nicht bestehen: „sie dürfen nicht schreiben, nicht lesen, nicht nicht geben, niabt kommen, kaym denken diirfen sie.

eib: umzwängt derselbe Eisenring des Beiaqerttngszustandks, fie unterliegen derselben AUfstÖt. der1elben Inquisition. So“ hat die deujscbe Militärtyrannki dicse Unter'drückten, obgleich ihre An- schauungcn auseinandersc'ßen, instinktmäßig nahe gebracht.“ Cin neckischer ZufaÜ fügt es, das; die iranzbfi1che_ „Freiheit“ grade 1281, da sie im Reichstage dEr dsutschen Kncch11chast als Vorbild ent- gegrngcstklli wird, recbt sonderbare Spti'mcze macht Während in Deutschland troß dcs „Eisci:ringes“'des Sozialistengcseßes Vcr- sammlungen der Sozialdemokraten ungestört Verkaufen, werden in Frankcéicb Arbeitswersamrnlungen unbedénklick) aufgslbsi; in Dcuiicbland wi:d bi.- Einsiellxng des Strafverfahrens gegen Volks- vertreter einstimmig béwilligt, in Frankreich droht die Regisrung, den Abg. Dillon, falls, er im V-xrtrauen aus die yatlamentarische Un- verleizlichkeit den Bod-zn der Republik betretexi sollte, un- verzüglich zu. verbasxen ; in Dentsckxlanb ereiiert man sich noch heute über den Wabierlaß des friiberen Ministers von Puttkamer, in FraneriÖ hat jeder Minister derartige “ciel schärfer gkfaßtc Verfügungen 011 die Beamtin feiner Verwal- 1un13 erlassen, und Siaaisanwälle,.Lebrer nnd Oxfizisre Werden ein- fach abgeseyt, Weil fi: sicb bei den Wablen an der Agitation zu Gunsten der boulängisiisckxiewifionisiisck65 Partei betbeiiigt bxben, Geistliibc Werden gespexrt, w-xnn sie Poiiiik trkibsn. AU:" po- 1i1iich1€n Freibeitkn sÖÜYen dkn Franzoixn nicht vor diesen Bedrückunaen drs bürgerlickpen Lebens, bie ier Dsuiscbe geradezu als un'2111äglicb empfinden wiirde, fie 16111876 ihn auch nicht vor V1€[ 1'chrvere1nSteucrlasien, als 716 irganwo sonst für notbwsndig gebalikn werden, und vor “(711 in jebsr Familie empsunckncn Une beqncmlicbkeiien 1165 Härien, die das unnachfiÖtiick) dUkch11k111h112 neue Webrgekcß mit 116.1 bringt. Sie gestatten ibm c1117rdings den Luxns Liner 39321loien Parlamenisherrsckyaft, deren Li: herzlich iibcx- drüsfix. ist, sie gewähren ibm bas Rccht, seinen Mitmenschsn in der Preffe zn Verlaumben und 311 beschimpfen, cine freiheitliche Errungen- schaft, dsr man jeßt ebenfalls dnrci) eine Verschärfung Der Preß- 11escygebimg ernstlick) zu Leibe rückt; sie ;ördcrn die Diszipliniosig- keii 1111 Heere, deren Zunahme der Einßchtigk mit Schreckcp VLB“ folgt; sie hemmen die Forjscbrixte der Kolonialpolitik und find die Qusiie des ewigen Hubers zwischen _der bürgerlichen und der militärischen (Hervalk in Den überskeiichcn Ländern; sie stürzen Ministerium an Ministerium und untsrgrabsn die Stetigkeit der Regierung, f1) daß der von so viel „Freiheit“ unterdrückten Voiks- seele von Z-x-it zu Zcit dsr Hüifcscbrc'i nack) 6111611 erlösenben ***-ettcr fick) eniringt. Der Himmel 11xöge DeUifchland 8:11" diesir Art der Freiheit behüten; auf ihre Fiiriprccbcr in Frankreich wie übkraÜ in der Welt paßt auck) Heute noch das Wort Siéyéö', mit dem sr die 9.1iitglicder dss Konvents zeicönete: 118 781116111; 6116 11111'88 01 116 8876111 pas Strs _justss.“

Centxalblatt fiir das Deutsrbe Reick). Herausgegeben im Rcichs6mt des Innern. 911.45"_ Inhalt: Pott- und Telcgrapbenwcsen: Ersch7inen Weiterer Blatin der _neuen Posi- und Eisxnbabnkarte des Deutscben Reicbs. _ Kon1ulcztwejcn: Exequatur- Ertbeilun . _ Finanzwesen: Nachweisung der Einnahmen des Reichs vom 1. pril bis Ende chtember 1889. _ Zoil- und Sieuer- wesen! Verzeichniß der Zuckersteuerstclisn. _ Polizstwejen: Ausweisung bon Ausländcrn aus dem Reichs.“:ebict. _ ,

Eisenbahn - Verordnungs -B1att.' Herausgegeben im Köni lixbcn Ministerium der öffentlichen Arbeiten. 1111.26. _ :Fnbait: ,Crlai? des Miniters der öffentlichen Arbeiten vom 18 Oktober 1889, beit. unentgeltli :: Bennßung der unter Staatsverwaltung stcbenden Eisenbahnen (Freifahrt Ordnung). ' “' ,

Centralblatt der Bauverwaltung. Herausgegebs'n tm Ministerium der öffentliÖen Arbeiten. Nr. 44 _analt: Amtliches: Personalnacbricbten. _ Nichtamtliches: Die PreisveWerbang 11m das Nationaldenkmal für Kaiser Wilhelm [. „(Fort'se ung). _ Eine neue Koblenladevgrrichtung in Cardiff. _ Die Preis ewetbung ,um den Neubau einer“ Synagoge in Groß-Glogau. _ Aus dem Reichshaus- halis-Etat für 189091. (Schluß.) _ Vermischtes: “Neuer, Vorhang. 1111 Berliner Schauspielhaus. _ Preisbewerbung fur dxn Unterbau eines Standbilds Kaiser Wilhelm 1. auf dem Marktplaßnn Lippstad't. _ “Preisvewerbung für den Entwurf eines Kreishausesfur den Kreis "Eos rehm." _ Wettbewa um das Kaiser Wilbelm's-Denkmal fur

die heibprovinzß“ “_ “Vetinehrung der Garnifon-Baubcamtenstellen. _

Aenderungen im Festangs-Baupersonal. _ „Vorträge im Berliner Kunstgewerbe-Mufeum. _ Zur Frage der Embeitözeit. -

zliin Deniskhen ReichséAn

E!“ 264 „V e i 1 a g;“ e

-- Berlin., Montag, “den 4. November.. ,

Statistik uiid Volkswirthsamst.

Uebersicht

über die Steinkohlen- und Braunkohlen-Förderung Preußens tn den drei ersten Vierteljahren 1889 und 1888.

(Nach vorläufigen Ermittelungen.)

188») 1888. Förde- 7 . Förde“ | Arbet- rucng. ? tekzabl. rung.

Ober- Viertel-

Bergamtsbezirke. jabr. Arbei-

r ! terzabl.

.4.Steinkoblen. 1 1) Breslau . . . . 1. 4 778 639 58 951 4 528 028 11. 4 035-453; 56 637 3 827 512 55 021 111, 4 906 670; 57 762 4 365 386 54 902 Summe . 13 720 762! 57 783 12 720 926 55 750 2) Halle ...... 1. 5 9591 133 5 770 139 11. 5 488, 137 5 589 134 111. 7 126; 135 6 727 135

1J731 135 18 086 136 115 7365 3 231 108 349 3 292 132 9585 3 275 116 918 3 272 155 668] 3 254 133 323 3 281 404 362», 3 253 358 590 3 282

8 756 2251114114 8 085 318 102 798

6 762 0681111 967 7 737 307 102 784 8 997 0941 114148 8 443 588 104 432

, 24 515 387113 I) 24 266 213 103 338 2 100 3,54, 33 766 2 000 033 32 079 1 766 6501 33 526 1 894 011 32 207 2 086 613; 34 011 2 036 925 32 674 5 953 6171 33 768 5 930 969 32 320

15 756 913210111514 727 498; 195 636

12 702 617, 205 54213 581337, 193 418

16153 1713 209 31014 985 949; 195 424

Gesammt- . 44 612 701" ? 208 349 43 2947741 194 826 13. Braun- ; ko [) [en. |

1) Breslau . . . , . 132 416 1342 ... **» «12. -- 10937301190-

111. 116 294 1138 111459

Summe . 358 083, 1223 324 429

2) Halle ...... 1. 30611601 21118 2841671

11. 2 765 026,5 20 602 2 832 052

111. 3 281k639; 20 043 3 015 909,

Summe . 9 107 825 _

3) Klaustbal . . . 1. 47 840 747

11. 39 200 630

111. 54158 700

Summe . 141 198 692

4) Bonn . , . . . . 1. 147 381 1 508 11. 144 405 1 548 111. 136 150 1 290 124 765, 1 188 Summe . 427 936 1449 357 623) 1258 Der ganze Staat. 1. 3 388197 24 715 3 136 0511 22 988 11. 3 058 004 23 970 3 070 6494? 23 076

111. 3 588 241 23 171 3 296 724 22 602 Gésammt-Summe . 10 035 042 23 952 9 503 424 22 889

57 328

3) Clausthal . . .

--

4) Dortmund . “€

5) Bonn ......

'Der ganze Staat .

1

120 195L “92 775:

20 025 19 "586 20 588 8 689 632] 19 720 50 516 740 36 633 655 44 591 668

131 740 668 123 669 1 368 109 189 1 219

Estreide-Einfubr und Getreidevreis.

Die Einfuhr von Weizen hat Vom 1. Januar bis Ende Sep- tember 3951466 T'Kovpel-CtU davon allein aus Rußland 2- 347 902 und aus Oesterreicb-Ungarn 1152798, betragen In dem gleichen Zsitraum des Vorjahres wurdcn iiberbaupk impvrtirr 1 998 040 Doppel-Clr. N00.) bedeutender ba't di? Einfuhr bon Roggc'U zuge- nommen. Wäbrénd in dem Zeitraum vom 1. Januar bis Ende September dcs vorigen Jahres insgesammt imporxirt WUrden 2942169 DoppebCTr, betrug die Einfi'ixr an Reg.";en in dkmsclben Zeitrnnm dicies Jabrxs 7 926 369, 111011011 011717! aUs RUßland 6991217 Doppci-Ctr. Jndcß weist der Monat Sépiembkr doch 1ch011 wieder ein Nachlassen der Einfubr auf: wäbrcnd im September 192113711 3151713 345 828 Doppel-Ctx. Weizen und, 870749 Doppel-Ctr. Roagkn iniportirt wurden, belicf fick) die Einfuhr in dem September “0. I. auf 309 083 bezw. 742256 Doppkl-Cn. Das Nachlassen wird aus" die minder günsiics Ernte im Ausland sowie darauf zurückzuführen sein, das; die Ernte in Deutschland im Allgemeinen doch nicht das ungünstige Ergebniß ge- habt hat, wie m.“.n aas einigen minder bcgünstigten Distrikten, z. B. in den bstlicbcn Provinzen, sci)ließen zu sollen glaubte. Hand in Hand hiermit gebt das Sinken des Durchschnittspreises Von Weizen, der im September für Berlin 188,02 „16 pro Tonne betrug, wäbrknd er sich im August auf 189,03 „76. stellte; in ziemlich gleicher Wkise ist der Durchschnittspreis für Rogxien gefallen: im Awgust betrug er 158,76 345, im September stellte er sich auf 158,46 „116

Die Kriminalität im Deutschen Rsich im Jabre1888.

Die neueste Veröffentlicbnng des Statistischen 2111116 über die in den Jahren 1882_1888 von deutschen Gerickxten wegen Verbrechrn unb 'Vexgebcn gkgcn Reichsgésiße Verurtbeilien läßt, obwohl es sich freilich in Bezug aus das Jahr 1888 nur erst um vorläufi e Zahlen handelt, erkennen, daß, während “bisber die Zahl der Verßrecben 2c. gemxn S_taat, öffentiicbe Ordnung, Religion und gegen die Person stexig gestiegcn wär, nunmehr eine gering? Abnahme eingktreten ist. Dnte Verbrechen :e. gcgen das Vermögen, welche schon seit 1882 fort- wabr_end abgenommen haben, wi'isen auch für das Jahr 1888 im Großen und Ganzen wieder dieselbe absteigende Linie auf.

Die Zahl der wegen Verbrechen und VeYeben gegen Staat, bffentltche Ordnung und Religion erurtheilien belief fick) im Jahre 1882 auf 51 623: sie nahm in den folgenden Jahren stetig zu, betrug 1886: 60458, 1887: 62 348. bis fie im vergaugenen Jahre

auf 61806 berabging. Im Einzelnen ist hervorzuheben, daß wäbrcnd' 'x'die Zahl der wegen Gewalt und Drohungen

egen BeamteVer- urtbeilten von 11948 im Jahre 1882 bis an 13 447 im'Iahre 1887 gewachsen war, das Jahr 1888 einen Rückgang bis auf 12 387 aufzuweisen batte._ Dieselbe Erscheinung tritt beim Hausfriedens- brucb zu a e „Zunahme bon 13826 im Jahre 1882 auf 15 969 im abre 1887, während 1888 nur

14 851 ergiebt. Wehrpflicht Verurt eilten auch im Jahre 1888 wieder gestiegen; im Jahre 1882 betrug fie 14119, 1886: 19 580, ,1887: 20168, 1888: 21421. Die wegen Meineides Verurtbeilien haben sich, im Iabre 1888 auf 797 vermindert, während sie .1882: 10161885: 940, 1887: 867 betrug. Die wegen Vergebens gegen _die Rxltgion Verurtbeilten haben sicb von 256 im Ja?“ 1882 bis'auf 288 im Jahre 1887 ver- melbrt fund weisen im Ja re 1888 einen kleinen Ruckgang bis .an

au . _

_ 3131 in 1887; aber au

die Zahl von- reilicb ist die Zahl der weden Verlcßung der-

1.1.8 180 „601 * ebengewmnmig' vvn Salz. Produzirt. wurden 45 934 t Krystallsaliß,

zeigér ideöniglith Preußischen Staäis-Anzeiger.

1889.

!

_ Die Verbrechen und Ver chen gegen die Person bewe en nb m der gleichen„Richtu1-.g: tetige Vermehrung von 107 8498 sim Jahre 1882 bis auf 137 745 im Jahre 1887, während das Jahr 1888 _ emen Ruckgang bis auf 134 670 aufzuweisen hat. Die Zahl ,der wegen Unzucht und Notbzucht Verurtbeilten be- wegte sich in steigender rogresfion, von 2851 im Jahre 1882 auf _ bier ergiebt das Jahr 1888 eine wenn auch geringe Abnahme _ 3042. Wegen Beleidigung wurden bestraft im Jghre1882: 38 971, 1887: 44 084. während das Jahr 1888 auch hier wieder emen Ruckgqng _ 42 959 _ aufzuweijen bat. Erheblich abgenommen hat die Zahl der wegen Mord und Todtschlag Ver- urtbeilten; Wegkn MVrdes Wurden verurtheilt im Jahre 1882: 151, 1887: 131 und „1888: 96; weqen Todtfchlaqs 1882: 169, 1887: 142, 1888Z117._,D1e Zahl der wegen einfacher Körperverleßung Ver- urtbetlien stieg von 16.527 im Jabre1882 auf 19 202 im Jahre 1887, im Jahre 1888 tit ein Rückgang bis auf 18 374 eingetreten. Die Zahl der wegen gefahrlicher Körperberleßuna Verurtbeilfen nabm 110638291 111 Jabre 1882 bis auf 55 821 im Jahre 1887 zu; auchßbrer 111 sur das Jahr 1888 ein kleiner Rückgang zu Verzeio'snen, _ Q.“. .

Die Zahl der Verbrechen und Vergehen gegen das Vermö en bat sich Zeit dem Jabr61882 fortwährend abwärts bew361: gvon 169 334 bis _auf 154 745 rm Jahre 1887, und ebenso Weist auch das «Fahr 1888 2114er! Rückgang auf und zwar bis auf 152 652 Im Ein- zelnen se_1 erwahnt, daß wegen einfachen Diebstaßls im Jahre 1882 verurthtlt Wurden 79116, 1883: 76 929, 1884: 74 293, 1885: 69 241, 1886 :, 68 479, 1887: 65 '297 und 1888: 65 060; in derselben absteigen- den Linie beWegen fick) die Verurtbeilungen wegen anderer Arten von ZlZFst'ahlkmer D1e881w6€get6658)nb etren ??|an ??erucxtbeilten, dersn

a tm „za re : erug, 0 en 1 m a 161887 an 6885 und 1888 auf 6972 vermehrt. ck “5 b f

Auffaliend ist bie fortwährende Abnahme der Zahl der wegkn Wuchers Verurtbeilten; 1882 bclieffie sick) 011) 98, 1883: 93, 1884: 61, 1885: 37, 1886: 42, 1887: 36, 1888: 36. Das; der Wucher selbst abex 'nicht _abgknommen, baben die 1. Z von dem Verein für Sozial- poltttk_ borgcnommencn Ermittelungen und die notorischen Zustände in v7r1ch1ebenen Laubssibeilen konstatirt. __Man kann 6116 der Abnabme nur 1_chlteßen, bas; die Oewanbtbeit dcr Wucherer, fich der richterlichen Strafe zu_entz'tc'k):n, größer w1rd, wie auch anderseits die Kriterien des Wucbers n1cht immer qur und offen baiiegen und schwer zu ermitteln sind. "O1? BLÜUJMQÖÜU weiien ungünstigere Ergebniffe auf: fis find fort- wabrcndk geittegen von 11094 im Jahre 1882 bis auf 13 493 im Jabre1588. Die Zahl der wegen Sachbeschädigung Vsrurtbéilten

stieg vomLaHr-e 188274110116 11639 bktaxa, auf 13099 im Jabre.“

1887, wogxgxn fie itn_Jabre 1888 auf 12 239 zniückging. Die Zahl ber Yrandittixungen tit in fortwäbrender Abnabme begriffen, von 644 1111 Jabre1882 bis auf 524 im Jahre1887 und auf 482 im Jahre 1888.

Zu Erwähnen bleibt noch die VLiajesiätsbeleidigung. Die Zahl der deswegen Verurtbeilten weist im Jabre1888 seit dem Jabre1882 die gkößte Ziffer auf: 552, wäbrsnd sie1887: 540, 1882: 430 betrug. Ebenso haben die Vergeben im Amte z:.ége- nommen, 5011 1519 im Jahre 1887 auf 1538 im Jahre 1888, wäh- rknd AÜUdanZ die Jahre 1882 und 1884 noch Weit Höhere Zahlen _ 1613 und 1698 _ aufwiesen.

Jm ngzen _ist in 1er Zahl wegen Verbrechen und Vergehen gkgen bas Straigei eßbuch folgsnbe Bewegnna zu konstatirsn:

. 1882: 323 839; 1886: 345 628; 1887: 348 613 und 1888: 342 451. Somü wList das Jahr 1888 im Ganzén einen erheblichen Ruckgang gegen 1887 auf.

Dte_Zabl__ber1116gen Vergeben gegen andere Reichsgeseße Verurthlten, itt 011116976 in fortwährendsr Steigerung begriffen; ins- gesammt bélief sick) 21716 im Jahre 1882 auf 6129, 1886: 7372; 1887: 7144 und 1888 1ogar auf 8215. Zugenoinmen b&abe'n „„ insbesondere die Verurtbéilungen auf (Grund des Sozialiiienßeießes Von“ 69 im Jahre 1882 an 216 im Jahre 1887 und aus 258 im Jahre 1888. Wegen einfachen ?Bank'swtts wiirdkn 1882: 459, 1887: 514 und 1888: 567 V?!" urtbstit; ebsmo _Ünb die_V€rurtbei1ungen Wegen Zuwiderhandlung in Bezug auf KoxxzemwnstÖT 2c. fortwährend gestiegkn, von 3816 im Jabre1882 0111 4528 im Jahre 1887 und auf 4641 im Jahre 1888. Die Verurtbetlnngen Wegsn Ueber_tre'tung des Nahrungsmittel,;eseses haben von 896 nn Jahre 1882 aus 929 im Jahre 1887 zugenommen und find 1111 Jabre_1888 auf 969 gestiegen.

Tie Eeiammtirmm: alier Vkrurtbeilungen wegen Verbrecbcn und Vxxgkben ;ck.1enKDas Strafgcsc-Zbuck) und gegen andere Rsicbs" 9317133 111501: 329 968 1111 Jabck 1882 bis auf 356357 im Jahre "188/„ 9711116611 undXist im Ic_1_bre 1888 auf 350 666 XUrÜCkaJQmiM.

WCiigstW,Sch[Üffe 1611711 fich hieraus indeß für die weitete Entwickelung nicbt „zicben; immerhin wird dcr Rückgang der Verbrexben 111-gen Staat, öffentliche Ordnung und Religion und geZen die »erso-i im Jabre1“88 wobl mit darauf zurückzufiibrcn 1etn,_ daß die 111013611 Ereignisse jenes Jahres die (Hsister vxn der Versoinnng niebcrer Leidensckyasten in eth abgelenkt haben. Dkk

“weitere Rückgang der Verbrech8n und Vergeben gigen das Vermögen,

welchex demjenigen Ter Vorjahre entspricht, beweist binwiederum, daß die wntbsciyastlicben Verhältnisse sich in gesunder Lage befinden. ' ., Zur Wucherfrage. _

Die Komm1ss10n, _die,„ wie bereits mitgetheilt, kürzlich in dm Raumen dcs Landwirtb7cbasilichen Ministeriums tagte, bat sicb u. A. aucb xmt dex Wucberfrage beschäftigt und beschlossen, dem Landes: Oekonomie - Kollegium folgenden Antrag zu unterbreitkn: .Das Lgndks-Oekonomie=KoUegium wolle beschließen: Vorbebaltlich der Enwcheidung darüber, ob oder inwieweit die Regelung der Wucher- frage in dem bürgcrliäzen Gesetzbuch selbst oder „zweckmäßiger im Wege der ReiU-Spezialgcscßxgcbung zu erledigen ist, erklärt das Landes - Oekonomie - Koliegium: 1) Die B:“schränk'angen dcr Ver- tragssrxibcit, Welche der Entwurf (Ulssti'iit, sind nicht aus- reichend , um der wucherlicbon Ausbeutung wirksam zu begextnen. 2) 'Die Beseitigung_ dks giseleiÖen Kündisungs- rechte b.i hoben Vertmgszinsen in' ungerechtfertigt. 3) Es bedarf der nerkcnnung eines richterlichen ErmäßigungsrcÖtcs b--i alien Konventionalstkasen. 4) Die Beiiimmungcn des Wuchergescyes smd in geeigneter Weise zu veraÜ emcinern, um die Ausbeutung des Schuldners nicht_nur bci Darle _ner_1„ und gcsiundeten Geldforderungen, sondern auch bei Abzablungsgestbaktxn, Mobi ienverträgen, Vieb- verstellung u. s. w.“ zu hindern.. 5) Las Lande Oekonomiekollegium empfiehlt zur Ecwagung,_ ob dte Biscbränkungen des §, 358, Abs. 2 in Beziehung auf Kreditinstituts, Sparkaffen und ähnliche Institute aufzubebkn seien.“

„Das Saiz im deutschen Zollgebiet.

*- Unter dieser Ueberixhxtft veröffmxlich" die neuesie Nummer der „Monatshefte zur Stattiitk d_es Deuticbm ReichS' Uebersichtcn über die Produktionund' Konsumtton, Besteuerung und steuerfreie Ablas- suné, sow1e_Crnfubr und Ausfuhr .von Salz im Etatsjabr 1888/89 nebt Vergleichungen mat den neuen Vorjahren. Die Zahl der Salz- produkttonsstättensimt!deutschen*. oilgebiet betrug 1888/89 zusammen 86 1879/80 AY darunter 11 1879/80 9) Steinfalzbergwerke, 64

' aliven "und 11 (1879780 10) Fabriken -mit einer

342 595 t anderes Steinsalz und 516 521 t Siedejalz, wogegen d e