als die Gefahr vorübergcgangen, wieder „ ent- lassen woidcn seien, als eine jeder thatsächlichen Unterlage entbehrende Erkindung. Das Blatt fügt hinzu: u der gédachtei: Zeit eien nur 30000 Mann, und zwar an? Giund eines bereits am 24. März d. J. er- lassenen Befehls des Kriegs-Minisiers, zur Vornahme _von Uebungen einberufen worden. Die Anordnung des KiiegH- Ministers fei demnach zu einer Zeit erfolat, wo man _die Gefahr eines Angriffs auf Italien, von welchem de_r „Matiii“ be avple, daß er_ in Italien befürchtet worden se1, s1cherlich ni t habe voraus1ehen können.
Spanien. Madrid, 4. November. „(W. T. B.) In dkr Kammer besprach heute der frühere MinisteerSgaypn das Budget und sagte: die beständigen Defizits wiirden eme erhebliche Anleihe nothwend1g machen. 'Der Fivgnz- Minister erwiderte: er erkenne allerdm s die Nothwendigkeit einer Begleichung der schwebendkn “ckuld 'an, aber ' es müsse dies nicht unbedingt duxch Aufvahme emcrAnleihe geschehen. Z
Niederlande. Luxemburg, 5. November. (M.TB.) Tie Kammerse'ssion ist heute ohne Throxirede eröffnet worden. Zum Präsidenten wurde Servais, zum Vize- Präsidsnten Si m o n s wiedergewählt.
umu.
Türkei. Konstantinopel, 6. November. (W. T. B.) Die „Agence de Constantinople“ meldet: Die Nachrichten aus Athen, wonach Schakir Pascha mit drei Kriegsschiffen und einem Regiment abgegangen sei, um in Sphakia einer Meuterei der TrUppen vorzubeugen, wird offiziell als 1111- wahr be eichnet. Es sei zwar richtig, daß_ türkische Kriegsscbi 9 an den Küsten kreuzten und Schaktr Pgscha das Innere bereise, dies wären jedoch_ nur Voisichts- maßrcgeln. Tie türkischen TruLpen eigten unaudgeseßt die strengste Di-Z ip1i11._Ter I eschluZ der egyptischen Regierung, betre end die Einschränkung des Taback- baues, wird als eine für die_ liiikischen Tabackbauer und die tijikiiche Tabackrcgie giinstige Maßnahme angßsehen. Man erwartet eine beträ tliche Zunahme der Einfuhr türkischen Tabacks in Egypten.
Serbien. Belgrad, 5. November. (W. T. B.) Das bcute der Skupschtina vorgelegte Budget bat emen sehr günstigen Eindruck gemacht, weil es zum ersten Male einen genauen Einblick in die Finanzlage Serbiens Ystatiet. Der Finanz-Minisier erklärte, Ueberschrei1ungexi der
manich1äge seien prinzipiell unzuläsfig und habe er dLLSbe: züglich aUe Ressorts mit entsprechenden21nweisuwgen versehen. Abßerdem brachte dsr Finanz:Minister einen Ges eß- entwurf, betreffend die Ausxileicbung des Budget: jahres mit dem Kalenderjahre ein.
- Amerika. Rew-Y-ock-séi. Novombor---(W.- MB.) .Bei dkn gestern stattgcbabtén Staatswahlen haben, die Demokraten in den Staatsn New:York, Maryland, Virgmiq, Ohio und New-Yerfey mit geringer, in demStaale Iowa mit großer Mehrheit gefiegt..
Asien. Japan. Yokohama, 2. November. (97. V.) Frinz Sanjeo, der Geheimsiegelbewahrer, wurde zum remier-Minister ernannt und wird beide Aeniter gleich- zeiiig bekleiden. Graf Kuroda, der jiiihere Mimster-Präfi- dent, wurde zum Mitglied des Geheimen Rathes ernannt.
Afrika. Zanzibar. Tie bersits vom „W. T. B.“ im Auézuge mitgetheilte Depesche Stanlest, welche das Emin-Pascha:Entsaßcomité aus Zanzibar Empfangen hat, ist dort am Sonnabend aufgegebemworden und lautet nach der Ueberseßung der „Allg. Corr.“ mie folgt:
„Ick iangte am Albert Nvanza von Banalya, dcm Platze, von welcbe!!! ich meinen [ißten Brief an Sie richtete, zum dritten Male in 140 Tagen an. Ich ermitjelte, daß Emin uvd Jcpbson beide Gefangkne scit dcm 18. August vorigkn Jahres seien, dem Tage, nacb welchem ich die Enideckurg machte, daß Major Battlelot's Karawane verunglückt sei. Die Truppen in der Acquatorial-Provinz empörten sich und _enlledigtc-n sicb ihrer LkbUÖPßiÖt; kurz darauf ficlen die Mabdiiten in voÜer Stärke in die Provinz cin. Nach der ersten Schlacht ergaben sicb von Ent- seßin ergriffen viele Stationen, die Eingeborenen scbloffen sich den Eindringlingen an und leisteten Bcistand in der Verbcetung ker Prcdiiz; Flüäxilir-ge wurdcn geibktet urd es ging viel Munition ver- loren. Der Feind erliit eine Niederlage bei der Einnahme von Tufile und (nisandie einen Dampfer nacb Cbartum um Verstärkungen. Unrveit dcs Albert Nyanza fand ick) cinkn Brief vor, der, nacb Hinweis auf die ßefäbrlicbe Lage _der Uebeilebenken, die unmiitelbare Noib- wU'digkeit meiner Ankunft vor Ende Dezember bekonte, da es sonst zu spät sein würde. Ich traf daselbst am 18. Januar zum dritten Male ein. Vom 14. Februar bis 8, Mai wartete ich auf Flücht- linge. Dann verließ ich den Albext Nyanza, um den Heimmarscky anzutreten. Ich marscbirte durch das Semliki-Tbal übcr Awamba, Usongora, Toro, Ubaiyana, Uuyampaka, Anbori, Karagwe, Ubaiva (Uibarzd?) nacb dem südlicken Victoria Nyanza. Wir begegneten keinen fcivdseligen Eingeborenen, seitdem wir Kabbarega verließen. Wir reistkn längs des Fußes des schneebcreckten Rujeniorigebirges und drei Ufern 1es1üd1ichen Nyanza odcr Nyanza von Usongora. Er wird jetzt Albert Edward Nyanza genannt und ist cjwa 900 Fus? böbsr als der Albert Nyanza. Er hat einen Ausfluß Namens Semliki, irelcker von vaenzoii (Rujenzori) über 50 Ströme aufnimmt. SÉlicßlicb ergießt er sicb in den Aibert Nyanza und macht den Albert (Edward zur QucUe dcs südtrestlnben Armes des Weißen Nils und den Victoria Nyanza zur Quelle des südöstlichen.“ ' ,
Das „Reuter'iche Bizreau“ vLibreitet folgende Nachricht, für welche jedoch kme weitere Bestätigung nicht vorliegt: '
Zanzibar, 5. November, Gerücbtweise vcrlautet, daß Dr. Pe ters urd sein ganzes Gefolge mitAuSnakme eines Europäcrs und eines Somalis von den Maffais rder Somalis niedermeyich'lt woricn sei. Die beiden Ueberlcbcndin, welcbe verwundet find, iollen sich in Ngao befinden.
welche,
Parlamentarische Nachrichten.
_, In der heutigen (9.) Sitzung des Reichstages, welcher die'Staats-Minister Dr. von Boetticher und Herrfurth, sowiender,Staatssekretär von OeZlschläger und andere Be- vqÜmachtigte zum BundeSrath ne si Kommissarien beiwohnen, wird dix erste Verathung des Geseßeniwurfs, betreffend die _Abapderung des Geseßes gegen die gemein- gefaZrlicben Bestrebungen der Sozialdemokratie, vom 1. Oktober 1878, fortgesetzt.
Abg. Hartmann wexidet 1ich zunächst gegen die gestrigen Aysfiihrungen des Abg. 'Liebknecht. Das Sozialistengeseß, das mchi em Gesxß Legen die Sozialisien, sondern nur gegen die Sozialrevdlutionare sei, sei nicht erst odurch die beiden Attentate im Jahre 1878 veranlaßt; schon bei dem Preßgeseß 1874 und bei der Sirafgeseßnoveue 1875/76 hätten die
' Wißin'änn ,fck'gc'nd
verbündeten Regierungen Maßnahmen gegen die o exie, cyniscbe Verhöhnung von Geseß und Recht und Q rig- keit Seitens der Sozialdemokraxen verlaxigt; der Reichs- tag habe aber damals fie nicht bemilligen zu . fol1en emeint. Die Sozialdemokratie vertrete mcht, une 'der bg. Liebknecht meine, die Blütbe der, deutschen Arbeitxr; fie vertrete auch nicht einmal die Mehrheit, szmdern nur eme verfchwindcnde Minderheit derselben. Es sei em JrrthunJ, daß die sozialpolitische Reformgeseßgebung erst_ durch die sozialdemokratische Agitation ins Leben gexufen sei., Der Ar- beiterßand verdanke vielmehr gerade so 1v1e_ der driite Stand seine politische und seine sozialpolitische Gleichberechiigung der Initiative des Königthums. Die Deutschkonfervaiwen seien für die Verlängerung des Gesetzes, 11191129 sich gegen die Umsturz- besirebungen biéher bewährt habe; sie seixn fur das Geseß ohne Zeitgrenze, weil es dann in den Handen der Regierixng eme größere Wucht habe. Die Vermehrung der Rechißgarantien mache die bisher bestehende Kontrole durch den Reichßtag ent- behrlick). Die Veränderung der B9schwerdekomm1ssion ver- diene Zustimmung; davon, an die Stelle derselben dqs Reichsizericht zu setzen, sei kein Vortheil zu erwarten. Die Teutschkonservativen hätten eine Abschwächung des Geseßes nicht für angezeigt erachtet" sie seien aber der Memmig, daß es nicht ihre Sache sei, den veröündeten Regierungeti gioßere Vollmachten l(zufffzudriingen, wenn dieselben mit geringeren auszukommen 0 ten. aber es sc-i dies eine Pflicht gegen das Vaterland, und diese Fiirer die Konservativen erfüllen ohne Murren und ohne ur 1. Bei Schluß des Blattes spricht der Staats-Minister Herrfurtb.
(Weitere „Parlamentarische Nachrichten““, insbesdndere den Schlußbericht iiber diesng'ilge éißung des Reichstages . ei age.
Zeitungsstimmeu.
Die „National-Zeitunn“ weist cim dgs leßte Tebe- gramm des Reichskommissars Wißmann hm, 11111'WL]ch€111 die dem Reichsta vorgelegten Aktenftücke aus Ost-Afrika schließen und welches autet: '
„Zanzibar, den 2. November 1889. Eingegangcn in Beriin am gleichcn_Tage chie _an dir Küste nach friedlichem RückmaUck), eingetroffen. Kai'awanensiraßcn find für den Verkehr offen. Wißmann. “
HiLran anknüpfend, bemerkt das genannte Blatt: .Wäbxend dcr Reichkkommiffar _die letzte Strecke seines etwa 50 ?utsscke Mekkillen lci1xigench.?Hiediicbec?)I)iückmcxrszé?)e(3cl;,st1«c)nDMpwapdwisi3 zur üic urü ? ie ra r. i er im ei ag avon, a “' (; bürZ17d"'bie'nnk1Z2*"itti"8a"117'e ' Wöc'rzi'ebeUnk, ' ?_i'as dort bisber ron Kultur vorbanden war, zerstöre. Der Repräiem toni dikfer von dem deutsch-freisinnigen Fraktionsszef unter seine Pxotektion genommenen „Kultur“ ist Buscbirt, Welcher Gefangenen die Hände abbauen läßt, um sie dann "dem feindlicbkn Befcblsbaber mit ).öbniscben Grüßen zuriickzu- senden. Bei solcher Auffassung ist es kein Wunder, dgß Hr. thbter, wie er Wißmann als Mordbrenner, so die an der Spi e der deutsch- ostafrikanischen Gesellschaft sxek de „Deutschen als egelagcrcr be- handelt, welcbe von den vorüberz eb iden Handelswaren Zölle erpressen gieicb den Steareifrittern des Mittelalters. Der zu Grunde liegende Thdtbestand ist bekanntlich, das; die Gesellschaft Zölle, Welche der Sultan vo:3Zanzibar immer erhob, von diesem gepachtet bat, um den grbßmn chTl dcs Ertrags an diesen abzuführen imd aus ibtem An- tl'eil die Kosten der nacb Wiekexhersteüung der Ruhe wieder aufzu- r-ebmenden Kulturarbeit jbeilweise zu decken. _ Die“ Wißmann'scbe Expedition ist im nördlichen, wichtigeren Theil des deutsch-ostasrikaiiisckpen Gebietes erfolgreich durcb- gefübrt woiden. Vor einem Jahre jubelte ein deu1sch-freifin_niges Blatt, daß die leßtcn Deutsch in den Indischen Ozean gejagt 1eien; heute ist die deutsche Herrscbaft an der Küste sicherer begründei, als fie es vor dem Aufstands war, und der Reichskommissar hat bis zum
westlichsten Punkte des von ibm zur Ordnung zurückgebraéyten Gebietes der Autorität des Reiches Anerkennung ver- sckxafft. In dem Lande. welches (Gravelotte und Sedan in
seine Annalen verzeicbnet bai, wird man selbstberständlicb nicbt die Besiegung von arabiscben und Negertrupps als militärische Groß- ibaten feiern; abex wer nicbt im Bannkreis der Anschauungen von Richter_ und Genonen lebt. der wird dock) von Gcnugtbuuxég darüber erfüut icin, das; deutsche Energie und Tüchtigkeit sich bier auch an einer uns bisher fremden Aufgabe bewährt hat. Hauptmann Wißmann und seine Gefährten baben die Anerkcnnung ihrer Lands- leute verdient. Es ist nur biÜig, hervorzubeben, daß unter diesen seinen Gefährten auch jene Beamten der ost-afrikanisckoen Gesellschaft sind, denen, als fie vor der ungeheuren Uebermacht des Aufstandes batten weichen müssen, keine Schmäbung Seitens der deutscb-freisinnigen Presse erspart wurde. Und auch daran ist heute zu erinnern, daß über die angebliche Unmöglichkeit der Durlbfübrung des Wißmann'schen Planes vom ersten Augenblick [einer Erörterung im Reichstage bis auf die letzten Tage von der1elben Seite die
Weit mit böbniscben Prophezeiungkn erfüilt wurde. Erst soUte die Wißmann'scbe Truppe nichis taugen, nameytlick) auch dem Klima nicht widerstehen können" als die Küste zurückerobert
war, sollte dicser Erfolg nichts bedeuten; Wißmann vielmehr dem sichern Untergang cntgegengcben, wenn er sich in das Innere wagte; jetzt ist er nach MyWavwa und zurück marjcbirt, obne auck) nur ernst- licben Widerstand zu finden _ da blieb freilich nichts Anderes übrig, ais ibn Wegen des notbgcdrungenen Niederbrennens von Negerbüiten, die in acht Tagen wieder aufgebaut werden, in der deutschen Volks- vertretung als Mordbrenner zu brandmarken und die Buschiri'scbe „Kultur“ zu beklagen. _
AYÖ in absehbarer Zukunft wird man in Ott-Nfrika nicht mit der'Sicberbeit, wie in der Leipziger Straße in Berlin, Geschäfte treiben können; man wird noch manchmal von der NothLndigkcit böten, Widerstand von Eingeborenen brechen iu müssen. Sie ist von kolonialen Unternehmungen nicht zu trennen, Aber eines der zukunfts- reicbsten Gebiete Afrikas ist für die wii1h!chaftliche Bcihätigung Deutscher gesicbcrt. Der dcutsch-freisinnigen Partei ist bereitwillig zu bezeugen, _ daß sie es zu verhindern gesucht, daß fie, lediglich in der_Eesclljcbaft der Sozialdemokraten, die Geldmittel für die Wisß- tpann'jcbe Expedition Anfangs dieses Jahres verweigert bat; möge ie sich in der RedeWeise des Hrn. Richter aus der Etatödebaxte dieses Verdienstes vor den Wählern rühmen! Inzwischen wird es nunmehr darauf ankommen, die durch den Aufstand unterbrochene Kolonial- arbcix _ jeßt in der Sicherheit wirklichen Schutzes des Reichs _ energisch wieder ayf'unebmenk
„Ueber die Nolhwendigkeit des Soziqliftengeseßes schxetxibt die „Schwarzburg-Rudolstädt1sche Landes- zet ung :
,Eegmüber den fortgesetzten Jrreleiiungen der Ansichten über die Wirkungen des Sozialistengeseyes von Seijen der Gegner desselben ist es nüßlicb, immer wieder daran zu erinnern, worin die Voraus- scßungen und der Zweck der Maßregel bestanden hat und besteht. Das Sozialistengeseß stellte sich als ein nothwendiges Kampfmittel gegen die ierolutionäre Form der Sozialdemokratie dar und sein ZWeck bcstand nicbt in der Heilung der sozialen Schäden der Zeit, sondern darin, die öffentliche wilde Verbetzung der Massen zu der-
Eine Freude sei es nicht, dieses Gesetz zu verlängern, „
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bindern und damit die erste Vorbedingung für eine Sozialreform auf friedlichen: Wege zu schaffen. „ „ _
Dieser Zweck ist voüständig erreicht, die aus der sozxaldemokxansckom Bkwegung für den Frieden und die öffenjliche Ordnung cntstxrmgendm Gefahren find nieder ebalten worden, Widerwiwg oder nickt. that- sächlicb hat sich die esammtbeit der Partei unter den. Scbrgnken'des (Gesetzes in eine taktische Mäßigung fügen müffen, die ibxersntsswilde leidenschaftlicke Ausbrüche einer fanatisirten Masse mit verhindern half. Keiner der Gegner des Sozialistengeseßes vermag eine befriedioendeAntwort auf dieFrage zu geben,w_elcbe ZuständeimReicbundnamentlichineinzelnenGroßstadten mit starker proletariscberZerseßung wir wohl haben würden obne das Gesetz, „welches zwar das Wachstbum der sozialdemokratiscbcn Stimmen nicht verhindern konnte, aber den Umsturztendenzen der Führer Zügel aplegte und die, Arbeitermaffen selbst vor den blutigen Niederlagen eines tumuliuanschen geseylosen Geistes bewahrte. „
Dieser Erfolg darf nicht p_rerßgxgeben Werden. Der deutsche Staat bat in der Zwischkant bewiesen, daß_ er mehr als jeder andere ernstlich bestrebt ist, den Armen und Bedruckten zii bclfen. Es hieße die beruhigende Wirkung seiner wobltbattgxn Sozxalgeseße aufhalten oder gar verkümmern lassen, wenn man die, Maßlosigkett der sozialdemokratiscben Agitation wieder ganz freigeben woilte. Jene Wirkung kann nicht ' in der kurzen “Frist rreriiger Jahre erwartet werdm, und andércrseits bat die sozialdcuiokramxbe Führerscb_aft bewiesen, daß fie innerlich die alte gkblieben ist, d. b., aus den gewaltsamen Umsturz lokarbeitet. Die Bcrvkgung der Geister, die sich in der Sozialdemokratie kundgiebt, ist keine k,urz vorübergehende Erscheinung und findet sicb gleichartig, wenn U11ch nicbt gleich71ark, in allen Industrieländern. Daraus folgt, daß die Maß- regeln gegen die revolutionäre Form derselben nicbt nacb kurzen
Fristen bemcffen Werden dürfen, d. _l)„ das; mit dem System der Verlängerungen der Gültigkéiisdauer des „(Ze- seßes, Welches der Regierung durch die frühere doktrmare Haltung des Reicizstagcs aufgenötbigt wurde , gebrochen
und ein D auergeseß erlassen werden muß. „Hierfür spricht weiter auch die Erfabrung, daß die Fraae dar Verlangerung des Geseßes den Sozialdemokraten stets crwünsckyten Agitationsstoff licferte, und daß die wiederkehrenden Sozialistendebattkn des Reichstages so sehr als möglick) zur fozialdcmokratisckoen Provaganda unter Ver- unglimpfung der Regikrungen und ihrer Obrigkeitm außgebeutet Wurden .....
Die nationale Mehrheit ch Reichstagcß Wild obige Zweifel dafür sorx-„en, daß das Geéeß zu Stande kommt, und vielleicht werden auch die eirsichtigeren Mitglieder dcs Centrums hierzu mithelfen,“
Die Steüung der Kartellparteien zu demSo ialisiengßseß wird von der „Kölnischen Zeitung“ dahin arakterisirt:
„Gemeinsam ist den KarteÜvarteien die iroblbegründete Uebcxzcugung, daß die Sozialdkmofratie nicbt etxva auf, dem Boden _dsr bestehenden Staats" und Gesellschaftsordnung eine wntbscbaftlicbe Hebung der untkren Klassen, eine Steigerung des Anibeils der Arbeiter an dem Ertraac der nationalen Axbeit bezWeckt, sondern daß sie sich bémübt, Haß. Verbitterung, Verzweifluna und 21112 ebrfurcbts- lose und unpatriotiscbe(Gesinnungßrobeit in die Massen bineinzutragey, um so einen allgemeinen Umsturz vorzuberxiten, Damtt ist die politische und sittliche Noihwendi5.eii der géjctzlicben Schutzvorkeh- kuuge-n-begründaéxb» * «**-so»- - ---*** - «* c- - -- -
In einer Besprechung der Budgetdebatte im Deutschen Reichstage bemerkt das Wiener „Fremdenblatt“:
.Die Beschwerden, Welche gcle entlich der Etatsdebdlte aus- gesprochen wurden, cn11pringen insoéern nicbt blos dem Parteikoden, als fie größtentheils in den allgemeinen Verhältnissen beruben. An diesen aber können die Friedensmäcbte nichts änderxi. Den Regie- :ungen derselben könne Streben nach KriegSrubm mcb_t vorgeworfen Werden. Jeder ihrer Schritte beweise, daß die Ausrechterbaüung VCS Friedens das höchste Ziel ihres Ehrgeizes sei. Darin seien sie mit den Völkern vollständig einig, und nur die Verblendung könne bestreiten, daß sie nur als Vollstrecker der Wünsche der Völker auftraten. Der aUgemeine industrieÜe Aufsch»wung mache die düsteren Voraussagen zu Scbanden. Deutschlands ökonomische Kraft sei troß der vojbwendigen starken Rüstungen vouständig ungebrochen geblieben, und die glänzende Stellung im Ratbe der Nmionen vermebre noch seinen Reichtbum.“
Das Kaiserpaar in Konstantinopel.
C1 Konstantinopel, den 2. November.
Zum beutigcn Empfange Ihrer Majestäten des Kaisers nnd der Kaiserin waren von Seiten Sr. Majestät des Sultans1?-großat'tiche Vorbereitungen getroffen worden. Auch die dxutfcbe Kolonie wollte selbstverständlicb nicbt zurückbleiben, wv es einer würdigen Begrüßung des geliebten Herrschervaares galt. Die Mitglieder der deutschen Vereine batten zivei Lloyddampfer aemieibet, auf denen sich je ein Musikcorps befand, und Waren den Majestäten früb Morgens entgegengefabren, um auf den Wogen des Marmara- Meeres den ersten deutschen WiÜkommengruß Allerhöchstdenselben entgegenzujubeln, Noxb ein anderer Dampfer mit vielen Hundexien von Passagieren war angefabren, und der Bosporus war dicht bedeckt mit Böten_und Kaiks, weil Jeder dem Deutschen Kaiserpaar scinen Gruß zuerst u:".d aus nächster Nähe durbringen wollte.
Glückxicbkrweise senkten sich die heute früh vorbeirscbenden Nebel- wvlken, und als der erste Kanonenschuß gegen 105? Uhr Vormittags das Einfahren des „Kaiser" und der „Hobenzollern“ in den Bosporus verkündete, lachte die Sonne bell über Konstaminopel, ais onte fie ficb mit den Bewohnern über das frohe Ereiani freuen.
Die Leibgarde des Sultans war schon frü außgerückt, um an der Landungsstellc des Palastes Dolma Bagdscbe die Ebrenwacbe mit Fabne und Musikcorps zu stellen. Es ist dies jener Palast, den einst dsr bochfelige Kronprinz Rudolph von Oesterreich bei seiner hiesigen Aansenbeit bewohnte und den der Sultan damals gänzlich neu aus- bauen und einrichten ließ. Trovdem die Einrichtung des herrlich am BoSporus gelegenen Palais noch vollständig neu war,
hat der_ Sultan sie dock) abermals renoviren laffen, obwohl die Kaiierlicben (Gäste Allerhöchstdesselben dort nicht wobnen sondern nur emdfan-sen Werden sol1ten, Dieser Palast enthält
zahlreickpe Gemächer und babe, als Prachtbauten zu bezsichnende Thore und Gitter umgeben ibn; bezüglich le terer sind vor Allem jene am BoSporus gelesenen erwähnenswertl). ( ie Vergoldungen sind muster- baft aukgefiibrt und von dem Gittertbor am Wasser, durch welches Ihre Majestäxen der Kaiser und die Kaiserin den Garten von Dolma Bagdsape zuerit betreten sollten, lief ein langer scharlachrctber Teppich his zu dem prächtigen Empfangssaal, wb „Se. Majestät der Sultan des Augenblickes barrte, in welchem Jbre Kaiserlichen Majestäten landen würden, Die Leibgarde stand zu beiden Seiten des von AUerböcbsi- denselben zurückzulegenden Weges bis zu der zum Empfangssaale führenden Treppe, währerxd bart an lehterer das gesammte Personal der deutsckpen Bot-cbaft, sowie Frau von Radowiß mit ihren beiden Töck)“ tern zur Begrüßung der Allerböchsten Herrschaften sich versammelt batten. Im Innern des alastes v_erbreitcten Palmen und zahlreiche exotische Gerdacbie balsamischen Dust; Alles legte Zeugniß dafür ab, daß Se. Majestat dxr Sultan das Deutsche Kaiserpaar durch wür- digste Ausstattung dieses Enipfangspalastes auSzuzeicbnen beabsichtigte.
Als der „Kaiser" gegenuber von Dolma Bagscbde Halt gemacht hatte, die ,Hobenzollern' abe“: rechts seitwärts desstlben Anker warf, sxßte sich von) Palast au? eme Pampfbarkaffe in Bewegung, welche die hohen turkiscben Wurdentrager,„_General-Adjutanten :c. aufge- nommen batte und an Bord des ,Katier“ führte.
_ Inzwischen war das Kaiserliche Gefolge vor dem am rechten Flugel des Palastes befindlichen Gittertbor gelandet. Hier enistiegen der Sxaatssekreiar (Graf Bißmarck, die im Gefolge Sr. Majestät befindlichen General- und Flugel-Adjutanten, die Chefs des Militär-
. ,.,- .
und des Civil-Cabinets, der General-Superiniendent, Ober-Hof- und Dompredtger 1). Kö_gel u. A. dem Boote der Kaiserlichen Marine und begaben sick) spgter zur Landgngssteüe der Kaiserlichen Majestäten.
Als, Se. Majestat dxr Kaiser nach den Vorstellungen das
aggscbtff verließ, „wurde_ dix Kgiser-Standarte auf dem Schiff ge- trieben und statt ibrer dte ttzrkixche rothe Flag e mit dem Weißen Haxbmond gebißt. Se. Maxesiat begaben Si mit den türkischen Wurdeniragern und Allerbötb [bret persönlichen Begleiiun nach der ,Hobenzollern“, um bee axestät die Kaiserin nebt Gefolge von_dort, nach den ublichen Vorstellungen, abzuholen. Sobald die türkische Dampibdrkaffe gn _der .Hobenzollern' angelegt und des Kaisers und Konth Majestat den Bord erreicht hatten, senkte sich die dStandarte der Kaiserin, um durch jene des Kaisers ersetzt zu Wer eu.
(Es war 11'Ubr geworden, als die Kaiserlicken Majestäten im Kaiserboot, begleitet von der türkischen Barkasse, der Landungssteue von Dolina Vagdscbe zufubren. Taufendstimmige Jubelrufe ertönten von den Insassen der vielen Hixnderte Boote und Kaiks. Es war ein Triumpbziig im wahrsten Sinne des Wortes, und immer wieder wurden sturmische Hochrufe unserem Durckylaucbtigsten Kaiserpaare entgegengxsandt. Nur mit fcbWerer Mühe konnte die Dampfbarkaffe dem Kaiserboote Baixn brechen. Beim Absioßen des leisteten von der ,Hobenzoilern“, war Se. Majestät der Sultan vom Pala!t_ aus dem Gittertbor der Landungsftelle zugeschritten, bier die Maiesiatexi erwartend und nach galanter und herzlicher Begrüßung Ihrer Majestat dxr Kaifxrin den Arm bietend. Se. Majestät der Kaiser hatten die Uniform AÜerböcL-stibres Leib-Garde-Husaren- Regiments angeleg+ und trugen das . große Band des türkischen OSmanié-Ordens Das Personal und die Damm der deutschen Bot- scbaÉ wturden von beiden Majestäten durck) buldvolle Begrüßung aue- ezei ne. , „ . € Nachdem'aucb hier Weitere Vorstellungen nn Empfangssaal statt- gefunden„ bestiegen die „Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften die vierspänntgen_qua-Eqmpagen., Vorauf fuhren ix_n ersten Wagen: Jbre Majestat die Deutsche Kaiserin, zu Aaerbörbnderen Linken Sc. Majestät der Sultan und d-cicm gegenüber der Obersi-Hofmarscball; im zWeiten Wagen: Se; Majestät der Deutsche Kaiser und Se. Königliche Hoheit 081: Prinz Heinrich von Preußen, auf dem Rücksitz der Großveiier. Im dritten Wagkn folgte dann Se. Hoheit der Herzog Friedrich Wilhelm [Jon Mecklenburg-Schwerin nebst Begleitung, in den übrigen das zablxeickxe Gefolgx. Die Suite des Sultans war zu Pferde u::d beßleltete den glanzenden Zug; neben Ihrer Majestät der Kaiserin am Wagenscblage ritt der General Kampbévener-Pafcha, neben dem Sultan der General vyn Hobe-Pascba.
Der Zug bemegtx fich'bergaui, um von den in der Nähe des Palastes,. Welchen die Kaiserlichen Maissiäten bewohnen werden, er- bauten Kiosken den, Vorbetmarsch der Truppen anzuschauen. Es war zu diesem Zwckcke etne_ kombinirte Division des 1 Armee-Corps unter Befehl des komniandirenden Generals“ Riza-Pascba aufgesteüt. Auch hier intonirien die Musikcorps. wie jenes an der Landungsstelle, das ,Heil Dir im Siegerkranz' und der Vorbeimarsch, nach türkisckxer Art in Marscbko_lonnen, erfolgte in tadelloser Haltung. -
Die '.).Wajestatm begaben Sich hierauf in Ihre Gemächer. Das Palais. Welcbes AÜerböckpstdieseWen bewohnen, liegt vor der Residenz des Sultans, dem Yildiz.
"Den. 'hkM'dorliegede'BeriMNiYes ,',W.*T? V.““airs' Koystannnopel iiber den „Besuch J 1) r e r M aj e stä t e n d e s Kaisers und der Kaiserin am Hofe Sr. Majestät d e s S u lt a n s entnehmen wir Folgendes:
Am Moritag Abend war bei Sr. Majestäi dem Sultan Diner in iniimem Cirkel. Bei dem Diner überreichte Se. Majestät der Kaiser dem Sultan die Kette des Großkomtburs des Königlichen Hausordens von Hohenzollern und legte sie ihm persönlich um den Hals. Der Sultan war durch diese AuSzeicbnung aufs Höchste erfreut, deann wohnte Ihre Majestät die Kaiserin in Begleitung der Gemablixi des Botschafters von Radowiß und anderer Damen einem Feste 1m Harem des Sultans bei und verblieb daselbst- bis 1 Uhr NaÖZS,
Am Dienstag Morgen fubr Se. Majestät der Kaiser in einem Kaik nach dem Sch10ffe Begler Beg, wo im Jahre 1869 weiland Se. Majesiai der Kaiser Friedrich als Kronprinz gewohnt batte. Auf dem WeZe ngcb Skutari genoß Se. Majestät vom Berge Chamlindja aus die errltcbe Ausfichi und stieg sodann nach Haider Pascha, dem Außgangsvunkte der_ anatolischen Babnen, hinunter. Von bier aus besuchte Se. Majestat der Kaiser zu Schiff das Schloß der7 Tbürme und mache sodann einen Spaziergang um die alte Stadtmauer, Welchen AÜerböÖstderselbe am gestrigen Tage Wegen der Besichtigung einiger militärischen Anstalten verschoben batte.
_ Se. Majestät der Kaiser ist von dem Aufenthalt entzückt und spricht in Ausdrücken böchster Befriedigung übe; die unvergleichliche Gastfreundschaft Sr. Majestät des Sultans
Ihre Kaiserlichen Majestäten tauschten gestern Abend mit dem Sultan kostbaxe (Geschenke aus. Der Sultan überreichte Sr. Majestät dem Kaiser rerscbtedene wertbvblle Crzxugnifie orientaliscben Kunstfleißes: gestickte Stoffe, Möbel rnit Mosaikderzierung, ein mitEdelsteinen angelegtes Scbrxibzeug; Ihrer Majestat der Kaiserin widmete 'der Sultan ein berrltcbes CoUier.
Sowobl vor wie nach den persönlichen Besprechungen der beiden Mongrchen haben Unteri'edungen stattgefunden, zu denen der Staats- sekretar des" Yuöwärtigen Amts, Staatß-Minister Graf Bi5marck, und der turktfcbe Minister der auswäxligen Angelegenheiten, Said Pajckm, zugezogen wurden. _
'Ihre Majestäten der Kaijer und die Kaiserin gedaéxien beute Mittag 123 Uhr die Rückreise, und zwar über Venedig anzutreten. Das Kaixerlicbe Gefolge bcgiebt sich mit der Bahn nach Berlin zurück.
Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gefundbeiik- amis. Nr. 45. _ Inhalt: Bekanntmachung. _ Gesundbeifösiand. Volkskrgnkbeitcn in der Berichtswoche. _ Volkskrankheiten und Sterbefaüe im September. _ Sterbefälle in deutschen Städten von 40000 und mehr Einwohnern. _ DeSgl. in größeren Städten des Auslandes. _ Erkrankungen in Berliner Krankenhäusern. _ DeSgl. in deutschen Stadt- und Landbezitken. _ Krankenberichte der preußischen Armee_u. s. w. 1889, 1.Halbjabr. _ Infektionskrankbeiten in Italien. _,Witterung. _ Zeitweilige Maßregeln gcgen Volkskrarkbeiten. _ Thierseuchen in Großbritannien, 30. Juni bis 28. September 1889. _ Veterinärvolizeilicbe Maßregcln. _ Medizinalgeseßgebun; u. s. w. (Preußen). _ rüslmg der Zahnärzte. _ (Berlin.) Margarine. _ (Reg.-Bez. (bleswig) Gebeimmittel. _ (Reg.-Bcz. Lün'eburg.) Aysieckende Krankheiten. _ (Reg.-Bez. Koblenz.) Anzeigepflicht bei Dbeberie. _ (Reg.-Vez. Düsseldorf.) Heildiener _ „(Baden) Arzneirecbnungen für öffentliche Kassen. _ (Schweiz.)_ Pru ung der Apothekergebülfen. _ Rechtsprechung. (Ober-Landeßgertcbt z'u Posen und Amthericbt zu Jnowrazlaw.) Anwendbarkeit der Kaiserlichen
erordnung vom 4. Januar 1875. _ Vetbandlungm von'geseß- gebenden Körperschaften, Vereinen u. s. w. (Belgien.) HypnqtiStzius. " PkkPksCbtes. ( renxzen, Berlin.) Getrocknete amerikanische Slbeibenapfel. _ ( ran reich) Sterblichkeit der Truppen in den Kolonien. _ Gesckxenkliste. _ Sterbefäüe in deutschen Orten mit 1 000 ,und mehr Einwobnern für den Monat September 1889. _ De4g1„ in größeren Orten des Auslandes.
Entscheidungen des Reithsgerichts. NW §. 18 des Markenschutzgeseyes vom 30. Novembrr 1874
Abänderungen wiedergegeben isi, welche nur durch Anwendung besonderer Aquerksgmkeii wahrgenommen werden können. In Bezug auf diese Besttmmun bat das Reichsgericht, ]. Straf- sxnat, durcb Urtbeil „vom 24. Jun 1889 auSgesvrocben, daß bei der richterlicheii Beurtheilung der Frage, ob ein geschütztes Waarenzeichen mit dexartagen Abanderungen wiedergegeben ist, das Gesammtbild der_beideii Waßrenzetckoen ins Auge zu fassen, sowie der Umstand zu beriicksicbttgen ist, daß das kaufende Publikum regelmä ig aus der Erinnerung an das früher gesehene echte Zeichen die bweichungen de_s nachgemachteti berayözufinden hat und deshalb den Unterschied nicht so letcht bemerkt wie derjenige, der beide Zeichen vor sich hat.
Statistik und Volkswirthsrhaft.
Zur Arbeiterbewegung.
In Hamburg ist gestern ein Strike der Schiffszimmer- leute ausgebrochen. Dieselben beanspruchen, wie „W. T. B.“ meldet, an Wintertagen einen ebenso hoben Tagelobn wie im Sommer. Da die Werften diese Fordxruxig nicbt bewilligten, haben gegen tausend Zimmerleuie die Arbeit eingesteilt. Die Werften sind even- tueli geneigt, im Winter böberexi Tageloanzu bezahlen. wenn die Zintmerleute dafür die gleiche Zeit wie im Sommer arbeiten wollen.
Aus London berichtet die „Allg. Cork,“: Die Erwartungen, daß der Lobnstreit zwischen den Ewerfübrern (jigbrsnusu) auf der Themse und deren Arbeitern in versöhnlicher Weise zum Austrag gebracht Werden würde, babxn sich nicht Verwirklicbt. Die Arbeiter vérlangen, daß die Nachtarbeit sich aus nur eine cinzige Vcr- richtimg (0116.1'071) beschränken solle. während die Meister, an dem Schiedsspruche Lord Braffey's festbcxltend, darauf bestehen, daß die Arbeiter in der Nacht jedwede Arbeit, die ihnen zugetbeilt wird, vsr- richten sollten. Da eine Einigung zwischen Meistern und Arbeitern nicht erzielt werden konnte, begannen leßtere am Montag einen Ausstand, und es fragt fick? nun, ob die übrigen Dockarbeiter gemeinsame Sache mrt den Arbeitern der Ewer- fübrer macben Werden. _ Dem „W. T. V.“ zufolge, bezeichnete eine Deputation der Eigenibümer der Lichterfchiffe, welcbe gestern eine Besprechung mit dem Lordmavor, dem Kardinal Manning und dem Depuitrten Buxton batte, die Fordermigen der Lichterschiffcr als unbillig und unpernünftig. DteKonferenz vertagte sicb sodann auf beute,'wo Delegtrte dcr Lichterschiffer an der- selben tbeilnebmen soUen. Dre Zabl der Strikenden ist auf 5000 bis 6000 gestiegen.
_Die Bäckergesellen Londozis bielten am Montag eine Veriammlung ab und beschloffen. die Bestrebungen bezüglich einer Redukiibn der Arbeitszeit auf 60 Stundcn per Woche_ und Erlangung eines Lohnes für Uebcrzeit__zu uuierftüßen.' Für näch1tcn Sonntag iii zu diesem Zweck eine Mayenkundgebung im Hyde Park angekündigt, und wenn bis dahin dieBackermenier nicbt nachgegeben haben soklten, wird für den 16, d. ein Strike angedroht.
Stiftungen und StiftungSzuflüsse im Königreich Bayern während des Jahres1887.
.. . . ..der ,in ““t . ...Kön' ' bMexisQe stUisiiscbcn Vu- reaZZVÄzifferte NFF; (YammthH-Z der in deusz'Jabre 188 im Königreich Bayern gegründeten neuen Stiftungen und Fundations- zuflüffe auf 3 162 780,25 „jk, Welche Summe gegen das Vorjahr ein Weniger von 1 197 086,12 „46er iebt. Von dem Gesammtbetrage, von welchcxn 23,6 t7/0 auf Ober avern, 20,9% auf Mittelfranken, 15,5 0/0 aus Schwaben, 8,0 0/0 auf Niederbayern, 7,8 9/0 auf die Ober- pfalz, 7,7 0/0 auf Unterfranken, 3,8 0/0 auf die Pfalz und 3,7 0/0 auf Oberfranken entfielen, waren 37,0 0/0 zuneuen Stiftungen .und 63,0 0/0 zu undationSzufiüffen bestimmt. Gegen das Vorjahr, in welchem Stitungen von 756 700 „44, 278000 „14 ec. zu v:rzeicbnen waren, weist das Jahr 1887 nur geringe Beträge nach, deren böchster 45 856 „44 war. Als durchschnittlicher Betrag berechnet sich im Ganzen auf eine Zuwendung die Samme von 979,19 =“
„ Die Gesammssumme der Stiftungen und Fundationszuflüffe ber- ibetlt sich nach den vier Hauptzwecken wie folgt: mit 53.7 |'/o auf Wobltbätigkcit, mit 36,1 9/0 auf KultuH, mit 8,09?) auf Unterricht und mit 2,2 0/0 auf Gemeindezwecke.
Ueber die mrendungen im Einzelnen ist Folgendes zu bemerken:
]) Neue tiftungen für Gememdezwecke wurden nicbt .*rricbtet; die JundationSzuflüffe hierzu betrugen jedoch 71018,36 „Fé-
2) Die Zuwendungen für Unierricthztvecke beliefen fick) auf 254 231,58 „44, von welcber Summe 63 0/0 zu neuen Stiftungen und 37,0 0/0 zu Fundationszufiüffen bestimmt waren,
3) WobltbätigkeitSzwecken wurden 1697174,35 „(€ zugewandt. Davon kamen 58,1% auf neue Stiftungen und 41,9 0/0 auf Fun- dationßzufiüffe.
4) Für Kultuszwecke Wurden 1140 355,96 „“ gesiiftet. Davon entfielen 2,3 l)/0 auf neue Stiftungen und 97,7 0/0 auf Fundations- zufluffe. Von den 2514 Stiftungen trafen 2472 auf den katholischen, 39 auf den protestantischen Kultus und 3 auf anderweitige Kultus- snftungen. Von den 2472 katboliscbcn Siiftungen w::ren bestimmt: 46 zur Mehrung des Stammvermögens, 2275 für Messen und Jabr- tage und 151 zu sonstigen Kultuszwuken.
Die schwediscb-norivegiscben Staats-Eisenbabnen im Iabre1888.
„_ (141) Nach dem Bericht der fcbwedisch :norwegiscben Staats- eijenbabnverkvaltung für das Jahr 1888 betrug am Schluffe des ver- fwffenen Jahres die Länge der im Betriebe befindlichen StaatS-Eisen- bahnen 253,1 km. Der Kapitalwertb dieser Bahnen nebsi Gebäuden iind Matérial betrug 253 824 349 Kronen. Die Bruttoeinnabmen be- liefen sich auf _20 792 883 Kronen (gegen das Vorjahr 2342136 Kronen mehr), die YuSgaben auf 13 815 849 Kronen (713 644 Kronen mehr) oder 66,45 0/0 (4,56 0/0 weniger), und der Nettoertrag 6977 034 Kronxn (1628492 Kronen mehr). Mit Hinzurechnung dex. Kapitalverlujte bei der Aufnahme von Anleihen zu den Staats- Etjenbabnbguten waren am Schluffe d:s Jahres für fcrtige und im Bau begrinene Bahnen 281560149 Kronen verwendet, wovon auf crsixxe 277 910 249 Kronen entxalien. Die Netto-Einnabme betrug mttym nn Bexbäliniß zu die1en Sunimen resp. 2,48 und 2,51%, gegeii das wirklich aufgervendeteBaukapttal jedoch 2,84 o/0; abzicliefctt an die Staaiskasse wurden 6 800000 Kronen oder 2,77 6/0 (0,61% mehr als 1887). Das rollende Material bestand aus 362 Lokomotiven, 821 ersdnenn 63 Post- und Gefangenen-, 8792 Güter- und 2 Kraba- und stirnngSwagen. An Personen wurden 4079 971 (39 055 in der ersten, 651 730 in der zweiten und 3300 304 in der dritten Wagen- klaffe , an Gütern rund 2,63 Millionen Tons befördcrt. Jm Lauée des ahres ereigneten sich 39 Unglücksfälle auf den Bahnen, wobei 10 enscben umkamen, jedocb kein Passa ier. Angesteut im Staats- etsenbabnbetrieb waren am Schlusse des abrks 4986 Personen.
Kunst und Wissenschaft.
Die Lebte vom Galvanisinus, „sebreibt die „Voss. Ztg.“ kann beute (Mittwoch, den 6. November) ihre Jabrbundertfeier be eben. „Dcr Ueberlieferung nacb gejcbab es am 6. November 1789 , da Lum]: Galvani, Profxsior der. Anatomie in Bologna beobachtete, wie entbäntefe Froschjchenkel, die durch ihre Nervcnstämme mit einem Stück der Wirbelsäule zuiammenbingen, zuckten, so oft aus einer nabe dabei siedenden Eiektrisirmasibine Funken gezogen wurden, während gleichzeitig gerade dteNervenfäden mit einem eisernen Skalpell berübrt wurden. Diese Beobachtung wurde der Aus- gangkpunkt von Forschungen, welche zur Entdeckung einer neuen und der wicbti sten Elektrizitätsquelle fiihrten dcren Anwendung einen guten Tßeil dazu beitrug, den äuéeren Lebendverbzilt- nissen der Kulturvölker diejenige Form zu geben, welche sie 1th
Kommentar „130 711113113 Ulsotrioitatjs iu moin mnaaalari“, der
1791 in den Berichten des Instituts zu Bologna erschien. deutsche Angabe des Kommentars erschien 1793 in Prag. Die Ueberlteferung bat_ dtese_ grundlegende Beobachtung Galvani's sageanfx auSgescbmuckt. _Em guter Tbeil davon soll auf die Rech- nung inner _Gatiin Lucia, der Tochter seines Lebrers Galeazzi, kommen. Ste, die Gattin, soll den veWunderLichen Vorgang zuerst beobachtet und Galdani erst darauf aufmerksam gemacht haben. Ein An_dere_r, der"uber dre außeren Umstände bei der Entdeckung berichtet, weiß viel Ruhmeiiswxrtbes don Galvani's Gattenliebe zu berichten' na'cb „ibm wax die _Entdeckung nur ein zufälliges Ergsbniß bet einer Syersezuberextuyg, ivelcbe Galvani für seine Frau besorgx. _ Lucia Galdani soll brustkrank gewesen sein, zu tbrer Giariung wurde tbr vom Arzt Froscbfcbenkelbrübe verordnet. Galvam, ihr Gatte, von Verdi Anatom, ließ es sich nicbt nehmen, die Jroschscbexnkel selbst berzuncbten. Bei der Herricbtung nun soll er die bedeutiamexi Zuckungen zuerst Neschen babcn. Man weiß, daß (G"alvam 17211 Vexmch daz_u aUSnutzie, die Lebte von der Lebenskraft zu stusen. Ab__er sem: Erklarung konnte nicbt Stand balken. Vielbeffer dedtete Alenaridro Vol'ta den Versuch und die späteren Versuchs- reihen Galvgms. Zwt_schcn__Berden entspann sich ein langdauernder wtffxnschaftltcher Kamps, denen Einzelheiten für den Historiker der Physik und der Hcilkunde vbn gleich großem Jntereffz find.
_ Der Dampfer„Nattonal“ mit der deutschen Expedition zur, Erforschung der Meere unter Leitung des Geheimen Medizinal-Yatbs, Prqfkffdrs 131“. Hensen an Bord bat beuie früb Skagen dafiirt und trifft Donnerstag, Vormittag 11 Uhr, in Kielein.
. Meiningen, 4. Podember, Bei der Oeffnang eines im Walde bei Grub axlegenen ;Hunerinabes sind, wie wir der „Ger. tg.“ entnebznen, biLJ „Lexi. eme 11101111)? Armspange, eine große Anzahl chön Yaxbetteter'Pfeilwzßen, em Keicb, eine Speerspitze, zwei walffache Spiralarmrmge, eine euerstkmkugel, ein Hufeisen, ein Eisensporn sowie mehrere Knochent eile gefunden worden.
Eine
Handel und Geiverbe.
Nail; einem am 1. Novembsr cr. géfaßten Beschluß des Wif- sichi§ratbcs dex BergwerkSgesellsÖaft Hibernia Wurde der Ankayf der im Besiß des Bergwerksbesißers W. Endemann zn Bonn befindlichen Gruben'selder Nosibausen, Nostbausen 1, 11, 111., 17. und 7. und der im Endemann'schsn Besitz befindlichxn 121 alten Kuxe dex Bcrecbtyame Neu-Borbeck, sowie desjenigen Theils der Bstechung Veronika, Welcher durch die Veriängerana der öst- ltchin ' arksibeide von Shamrock nach Norden, von der Vérleibung eronika, we_1111_ch von diesc Linie lisgend, abgeibeilt wird, sOWLit geiördert, da[; die Auflamnng dk! Zuerst genannten Felder Nostbausen und bezw. der Kuxe von Neu-Borbeck am 5. d. M. von dem Grund- bucb-Rickyter in Boxbum voraenommen wurde, und daß die Auflassung bZzUJÜÖ des bezeichneten Theils des Grubenfeldes Veronika in nachter Zeit erfolgen wird
_ ?.)iacb denz Geschciit§bexichi_der Düsseldorfer Eisen- und DrabFrndustme-Ge]ell1chast wurde das Jabr1885/89'inseinen Ergebiz'tfferi durch den Verlauf des letzten O_narmls ungünstig beeinflußt. Dab fur die Erzeugung der Fabrikate eriocderiicbe Rohmaterial war rapide gestiegen, während d!e_Verkaufspreise unter dem Drucke der Konkurrexz litten. Dcr 51151013 an Waarcn betrug in 1888 89 «3017-5813- «67 Wer- 3 12-3 151 „“rein -- 1887B84u-3d "2611-«7 **,/M* in 188687. Das Stahlwerk ist fertigxésteüt und befindet sich tn voilem Betrieb?. Der patzeüenweise Verkauf von entbehrlichen, (111 Straßer). bslegenen Grundstücken konnte im Beiriebßjabre nur be- zuglich zweier ck]Éxirzeilen von 842 qm Fläche bewirkt werden, woraus ficb_gegen den ucbwertb ein Gewinn von 11525 „74 ergab. Die Ab1cklüsse in Kohlen wurden vor dem Strike auf ein Jahr und zwar bis 1. April 1890 erneuert. auch ein Theil des Bedarfs bi; 1. Januar 1891 biklig abgeschloffen Es wird be- antragt, von dem zuzüa1ich des Gewinnvortrages aus1887/88 von 7744 „'C yerbieibcnden Reingewinn im Betrage bon 115514 „14 an die Aktwnare 43 0/0 = 110 700 516 zu vertbeilen und den Rest von 4814 „Fi quf "eue Reckmung vorzutragen.
_ Tze? .News-Yorker Hdis.-Ztg.“ schreibt unter dsm 25. Ok- tober:'D:e_ allgemeine Ge chäftslage ist vox der Gcldkmavv- heit, die ivabrend der leisten (: tTage der Aktienbörse viel zu schaffen machte„ nicbt altcrirt worden. Für das legitime Geschäft ist Geld hinreichend flüssig geWesen, und in fast allen Branchen bat fi); wieder jene Rübrigkeit gezkigt, die seit den leßten zwei Monaten zu beobachten xvar. Eine Entiäuscbung bietet ailexdings das Geschäft in Weizen, indem iros _der reichen Ernte bisber nur wenig exportirt werden konnie; cbcnw'bat das'Wollgeicbäft, wenn auch in der Besserung begriffkn, iremg Befriedigung geYbeU. Dafür ist aber für viele andere_Artikc[ ein ganz enormer_ ufschwung iu konstatiren' der in der Eisen_-Jndustrie sieht fait obnc Parallele da, und Ferner ist dafs Geschäft 111 L_eder imd in Schaben und Stiefeln brillant ewescn. Ein ähnliches Reyultat bat die gegenwärjige Saison in ein eimi- schen Manufakturwaarxn und, wcnn auch in schwächersm Maße, dio in fremden géliesert. Provisionen find zwar nicht unbed-utend' im Preise gkfaklkri, was bei den koloffalen Schweine- Zufubren nicht zu verwaixdern iji, baden aber däfär einen bcdeuiend größeren Abzug als im vorigen Jahre erzielt, Ein anderer Artikel, in dem der Export in großartiger Weise zugenommen hat, ist Butter, und 18.81: but uod 1sast haben wir die Verladungen in B a u m w o l l e zu errräbnen, die bereits eiiien solcbxn Umfang angenommen l).:ben, daß wir, w:nn sonst die Geldverbältniffc normalbleiben, Gold als Gegeniaß dafü; erhalten 1011101, denn unsere Importeurs werden wobl schwerlich wich große Summen während des Herbstes ab- sorbiren können. Wir bemerken noch zmn Schluß, daß die Falli- Mentc während der lctzten Wocben eine erfreuliche Abnahme in der Anzabi und in den Beträgen zeigen, und hOffen daber nicht fehl zu geben, w.mn wir daf (Hxnnd vorerwähnter Thatsachen ein weiteres gutes lcgttimcH Gcicbäft für die näcbiten Monate in Aussicht stSÜM.
_ Ma::che1tet,5. NOchber. (28.12.5239 12r Water Taylor 7§„
35“: WM; Taylor 9x, 20: Water Leigb 8, 301: Water Clavion 81, B;“: Mock Brooke ZZ, 40r Mayoll 9z, 40r Medio Wilkinson 10,1, 32r_ Warpcops Lees 8x, 36r Warvcops Rowland 93; 40r Double Weston %, 60r Double courant: Qualität 131: 32“ 116 vds 16 )( 16 ;.ced Printers aus 322/461“ 182. Anziehend. _ 'New - York, 5. Novcmber. (W. T. B.) Weizen-Ver- 1chifi_urigen der leisten Woche von den atlantischen Häfen 1er Vcrxxmigten Staaten nach Großbritannien 24 000, do. nach Frankreich _ , 'do. nach anderen Häfen des Kontinents 5000, db. w:; Kaiif-Zrmen und Oregon nach (Großbritannien 64 000, do. na-K: andch Häfen dcs Kontinents _ Orts.
Verkehrs - Anstalten.
Hamburg, 5. November. (W. T. B.) Der Posidampfer _,Vorusita' de_r Hamburg - Amerikaniscven Packet- sqbri-Akxiengeiellschaft bat, von Westindien kommend, heute Lizard pa|firt.
London, 5. Novembex. (W.T.B.) Der Castle-Damvfer „Pembroke Castle“ itt heute auf der Außrcise in Durban (Natal) angekommen.
Preußische Klassenlotterie. (Ohne Gewähr.)
Bei der gestern ortgefeßten iehung der 2. Klas e 181. Königlich „preuxischer Kla senlotterie fielen i'n der Nachmittags-Ziehung:
1 Gewinn von 5000 „44 auf Nr. 155156.
2 Gewinne von 3000 „44 aiif Nr. 14 889. 41 692.
3 Gewuine von 500 „44 ans Nr. 8942. 78 894. 118 345.
10 Gewinne von 300 „44 au“ Nr. 6626. 36195, 56930.
Wird der dem Inhaber eines Wa arenzei chens 2c.' ewäbrte S ck UV dadurch nicht auSgefchloff-n, daß das Waarenzet en mit
tragen. Galvani beschreibt diese Beobachtung zuerst in einem
93 535. 98 371. 137 923, 1493 . 150 574. 160 237. 174 058.
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