1889 / 265 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 06 Nov 1889 18:00:01 GMT) scan diff

leichten Herzens an die schwere Entscheidung herantreten, vor die wir jetzt gistellt sind. Keine Partei des Haujes unter- schätzt die Bedeutung der hier zu lösenden rage. 50er Vor- redner hätte Uixs aber auch gegen die Verd'chtigung in Schuß nehmen können, als ob wir nicht gesonnen wären, die Sorge für die Besserung der wirt schaftlichen, geseUschaftlichen und moralischen Verhältniss des rbeiterstandes auf uns ztx nehmßn, und als ob das Gesetz, um welches es sich hier handelt, ein Geseß gegen den Arbeiterstaxid ware. Der Abg. Reichensperger, der sämmtliche Stadien dwses Geseßes durchgemacht hat, ein eminenter Jurist, Miß sehr wohl, daß dieses Gesetz nicht gegen den Arbeiter- siand gerichtet ist, nicht gegen die Sozialdemokratie als solche. Das Vsdürfnif; nach einer Besserung der staatlichen, grsell- schaftlichen und wirthschaftlicken Ordnung rst 8er Berarhuyg des Jnvaliditäthgeseßes allgemein anerkantit. Nichi den Mit- gliedern dés Hauses, wohl aber den zahlreichen Kreisen außer- éalb des Hauies, die mit gespanptem Interesse dexi Verhand- ungen hier folgen, rufe ick) zu, dieses Grieß ist lediglich 86236" die Umsturzbestrebungen der Sozialdemokratie, gerichtet, e,- strebungen, dénen ein jeder Staat _ das ist er sich selbst schuldig _ entgegentreten muß. Wir müssen die Frage, ob die vom Abg. Neichensperger angefiihrten Bestimmungen des Strafgeseßbuches auSreichen, mit „Nein“ brantworten. Der Abg. von Marquardsen hat es vor zwei Jahren als wünschenswerth bezeichnet, bei einer eventuellen dauernden Regelung nicht die Gesammtheit der gegenwärxigen Bestimmungen aufzu1iehnien,sondern eine Revision des Geyeßes eintrrten zu lassen. Meine Freunde haben aber auch damals schon erklärt, daß ein Vacuum jedenfaÜs nicht eintreten diirfte, wenn die Verständigung übsr die Revision Schwierigkriten machrn iollte. Für ein dauerndes Grieß spricht die Thatiacbe, daß bei dem bisherigen Zustande die Betroffenen immer nock) in wxiten Krrisen mit der Hoffnung auf einen Fortfall der betreffenden Bxstimmungen rechnen und sich und Andere in der Hoffnung darauf in dem Widerstand bestärken. Ein Nachtheil des_ bisherigen Zustandes ist auch der, daß die in kurzen Zwrsckzenrciumen wiederholte Bsrathung iiber das Géskß die Unruhe und Aufregung im Lande fortwährend er: neurrt, und daß dadurch die Heilung des 11252121 auf- eichoben wird. Fiir den Gang der bisherigen Gesrßgebung prtcht, daß die VewiÜi ung auf wenige Jahre dem Reichstage immer eine neue Priixzung ermöglicht, ob die Umstände sich nicht ariders Ystalfet haben oder ob noch immer ein Bedürf- fiir das escH vorliege, und daß das Bedürfnis; einer zeitweiligen Ernsuerung eine wirksam? Kontrole für die Aus- Üdung der fraglichen Vollmachten enthält. Sie werden ]“th bei einer dauernden Regelung einen Ersaß für das Fort- fallen der Kontrole zu schaffen suchen müssen. Der Bundes- rath selbst hat ausgesprochen, daß ein dauerndes Geseß nicht ...rdentisch rein. kann miödem bishwigen..„ Fürdie Frage, ob.. em dauerndes Geseß oder das gemeine Recht in Geltung ebracht werden solle, ist zu erwähnen, daß mit dem egriff deH gemeinen Rechts schr viél Unfug und Mißbrauch getrieben ift. Oft haben Parteien dieses Hauses das Sozialistengeseß verantwortlich gemacht fiir Verurthei- lungen, die auf Grund der . 127_130 des Strafgesetzbuchs erfolgt sind. Gerade diese aragraphen beruhen auf dem altem preußischen Strafgrieiz von 1851, wo also eine deutsche Sozialdemokratie iiberhaupt noch nicht existirte. Dic dankens- werxxen Versuche, mit Hiilfe des gemeinen Rechts Abhiilfe zu scha'en, leiden doch meistens an dem Uebrlstande, daß die Bestimmungen dann entwedsr unwirksam sein würden _ und dazwäre der größte politische Fehler _, oder daß sie die politiichen Freiheitérechte der ganzrn Nation in verhängiiiß= voller Weise gsfiihrden. Diesrs und Anderes ist in der sehr werthvolTen eben erschienenen Schrift des Abg. Kulemann er- schöpfend ausgefiihrt. Ich selbst ziehe ein daurrndes Spkzialgeseß dem geweixien Reckzt vor. Die Kommission aber, der das Gesetz vorausnchtiick) überwiesen mérden wird, wird sich bsi ilirer Berathung nicht nur auf die vom Bundesrath uns zur Ab- cindr-rung vorgelsgten Paragraphsn, sondern auf sämmtliche Bestimtmmgen dss (Heseßes auSzudehnsn haben. Auch die Jorniuliruug des Thatbestandes, die Definition, in wslchen ällen das (Hessß Anwendung findrn soil, ist noch 8016 offene, obgleich ich selbst Eine bLffSW Dsfinition noch nicht zu finden vermocht habs. Ich habe auch Bedenken gegrn die künftige Berbéhaltung der;. Velagerungßzustandes bei einer dauernden Regelung, dsnn diese "schneidet tief in das Privat: und wirth- schaftliche Lebrn des Einzelnen ein. Wenn man sagt, daß ja der Vetroffrncx vorher die evsntuellen Folgen seineH Verhaltens kexme, so ist doch der Spielraum, der dsn Behörden gelassen wrrd,_cin virl zu großer; es ist oft geradezu dem Temperament der bctreff-nden Polizeibramten die Entschcidung überlassen, ilirer größersn oder Jeringeren Aengstlichkrit und Strrngd- Nach der „Vorlage wiirde der von der Landes-Voiizeidehörde Aus: gLWLLWnS mic!) drm prsußischrn Landesvrrwaltinggeer von 1883 dir Vrsckzwerde an dM O5€r:Vräsidenien haben, und writer die Klage beim Obrr-Verwaitungsgericht. Aehnlich wird auch drr Gcmg in den andcren Staaten sein, wo eine VrrwaltirtigsgsrichtHbarkeit brsteht. Die Möglichkeit der Aus: fiihrzmg „dirwr BéstitUMUUJEU scheint mir außerordentlich zwris-Zlhast MILUÜÖLT der großen Undrstimmihéit des That- bextgndes. DMM wie kann daS Odsr:V?rwa[tungsgericht ent- sché10011, db wirklich die Voraussetzungen zutrkffen, unter wdickwn die LandrS=P01izeid€hörde die Ausweisung aus- griprdchen hat? Wexin ich diss? Gri'mde UUSs.*-r€che, so wird em andrres Argumeut, das gestern bereits vom Abg. Barth srwälinte, von weiteren Kréiien gstheiit. Auch die komsrrvativexi Aligg. von Helldorf und Hsgel hadrn ÖLWÜS vor zwci Jahren aiisgefiihrt, dgß die Ausweisung dsr Jührer niir dir Agitation in verschärstem Maßk- in andcre ediete hineii-„trägt. Ich habe ge en diese AuEweisumgen auch in der gegenwärxég gswähltexc s wächeren Form die schwrrsten Be- 00111011. Die Bsstimmungen dcs SozialistsngesrHe-Z iiber Vereine, Vrrsammlungen und Presse bin ich bereit, auch fiir em dauerndes Geseß zu bewiUigc-n. Es ist Nothwehr, wenn der "Staat den berr, Agitatoren die politischen Mittel nicht gewahrt, durch welche die politische Freiheit selbst und die eigene Existenz zerstört werden würde; denn wenn die sozial- demokratischen Agixatoren ans Ruder kämen, wiirde nicht sehr [ringe von 'VLXLMEF Preß: und Versammlungsfreiheit die Rede sem. Das Verbot des ferneren Erscheinens

einer periodifchrn Druckichrist so[l künftig nicht nach drm Verdot einer Nummer, sondern erst nach dem von zwei Nummern erfolgen dürfen. Es wird zu

erwägen sein, ob nicht ohne ernste Gefahr die weitere Milde- rung, daß die Beschwerde gegen das Verbot des ferneren Er- scheinens auf chiebende Wirkung haben solle laß greifen

daß die Beschwerde gegen die polizeilichen Verfügungen nur an die Aufsichtsbehörde geken solle. Es tritt danth gegenüber den auf Grund dieses Ge eßes erlassenen Polrzewerfügungen dasselbe Verfahren ein, das im AÜgemeinen für Polizeiver- fügungen gilt; und das ist in den meisten Staaten, z. B. Preußen, Württemberg, Baden, der Weg des Verwaltungs- streitverfahrens. Es ist das ein sehr weitgehendes Entgegen- kommen, und es würde damit eine Klasse von Beschwerden, die im Reichstage von den sozialdemokratischen Rednern vorgetragen zu werden pfte en, ihren Boden verlieren. Der Klage darüber, daß das Ge häufig zu Unrecht angewandt werde, würde diese Nechtskontrole Abhülfe verschaffen. Nehmen Sie doch 3. V. die widerrechtliche Auflösung von Versamm- lungen! Bei Auflösung von Versammlungen der Sozial- demokraten würde es jetzt genau so gehen, wie bei Versamm- lungen anderer Parteien. Ich begreife Ihren Widerspruch nicht. „Zwei Beispiele! Schon in der ersten Zeit, als unsere VerwaltmrgSgesengbung wirkte, wurde eine polnische Ver- sammlung aufgelöst, weil die polnische Sprache darin gebraucht wurde; das Ober-Verwaltungsgericht bezeichnete diese Auflösung als geseßwidrig, und seitdem steht der Grundsa? fest, daß eme Versammlung aus solchem Grunde nicht aufgelöt werden „dürfe. Ich erinnere dann an die bekannte Versammlung in Solingen, die vor nicht langer Zeit aufgelöstzwurde und in Bezug auf welche das Ober-VerwaltungL-gericht feststellte, daß der Beamtezur Auf: lösung nicht befugt gewrsen fei. So sehr ich dies e Tendenz, m Bezug auf die Rechtskontrole dem gemeinen Recht näher zu treten, anerkenne, so ist die Bestimmung doch ungenügend, wo polizei- liche Verfügungen iiber das Gebiet der Einzelstaaten hinaus- gehen und im ganzen Reich wirken, also die Verwaltungs- gerichtsbarkeit der Einzelstaaten nicht in Frage komm_t. Das ist der Fall bei Verboten von Vereinen und Druckschriften. DecZwegen ist ja auch die allgemeine Veschwerdekommission geschaffen, aus der man ck“th gewissermaßen einen Verwaltun s- gerichtshof machen wi . Diese Kommission wird ind? en immer den Charakter einer Spezialkommission behalten, und es wird ins Auge zu fassen sein, ob nicht einwirklicher höchster Gerichtshof, vielleicht das ReichSgericht, an die SteÜe zu feßen ist. _ Wir verkennen den Ernst der Entscheidung, vorder wir stehen, nicht; wir verkennen auch nicht das Bedürsniß einer eingeheriden, ernsten, sorgfältigen Priifung der einzelnen Bestimmungen. Es ist selbstverständlich, daß diese Prüfung Nur in einer Kommission wird vorgenomnwn werden können. Ich brantrage, die Vorlage einer Kommission von 28 Mit- gliedern zu Überweisen.

Abg. Liebknecht: Ueber die Dauer des Geseßés haben wir uns niemals Jausionen hingegeben, es wird so lange dauern, wie das gegenwärtige politische System in Deutsch: land. A(le wesentlichen Bestimmungen des alten Geseßes sind im vorliegenden Entwurf enthalten, nicht Milderumgen, sondern „Verirhärfmrgen finden wir „selbst im.. .28.., Was,.,l)eißt..Rechts- garantien? Die Willkür, das freie rmeffen bleibt, was ja auch der Zweck des Geseßes ist. AUS die sogenannten Er- leichterungen und Verbesserungen sind uns im Hinblick auf die Tendenz des Geieizes höchst gleichgültig. Dieses Gesetz besteht 1th elf Jahre, ein langerZeitraum in unserer rasch lebenden Zeit. Es ist erlassen worden in Folge des Hödel'schen, Nobiling'ichen Attentats, erlassen gegen die Sozialdemokraten, und doch ist be- kannt, daß Hödel kein Sozialdemokrat, sondern ein Anhänger Stöcker's war und Nobiling _ nun Jedermann weiß, daß er der naiionalliberalen Partei angehörte. Es ist eine Lüge, wrlche gleichsam zur Geschichte geworden ist daß die Sozial- demokraten vor 1878 in einer maßlosen Weise vorgegangen seien. Die Sozialdemokratie hat sich auf wissenschaftlicher Grundlage entwickelt. Daß unsere Partei als jugendliche Parisi zuerst manckws gethan hat, was übereilt war, ist mög: lich; von dem Moment an, wo sie sich auf de_m Bodrn des parlamentarischen Lkbens drwegte, hat sie voÜiiändig korrekt gehandelt. Sie war praktisck; und ist immer praktischsr ge- worden. Wenn Sie ÜÜLS dieses, die Entstehung des Sozia- listengeseßes, was„man den Sozialdemokraten angedichtet, die

Atteutate ins Auge fassen, so müssen Sie doch zu dem Schlusse kommdn, daß , diesL-I' Geseß,_ wie ich schon in meiner ersten Rede dariiber mgte, nur

unter Voripiegelung falscher Thatsachen srlaffen ist. Die Auf- lösung ds-Z Reich§iages im Jahre 1878 hatt? Linen andrren Grund als den angegsbenen. Wie )'th bekannt geworden, war dieselbe nichts als ein Schachzug, um eine gefügige Majorität zu sichern. Der Sozialistenschreck wurde dazu 52: UUHt, um den agrarischen Feldzug gegen den Geldbeutrl 006 deutschen Volks einzulsiten. Auch dsr vrrstorbene Stephani hat erklärt, daß die Auflösung gegen die Nationailiberalen gerichtet war. Diese mußtrxx eben „an die Wand gedrückt werden“. Ohne das Sozialistengeseß hätten die Kornzöiie gar nicht durchgesth werdrn können; wir, die am kräftigsten oppo- nirende artei, mußtsn zu Boden gedrückt werden, und darum haben SLL durch das Gesetz alle unsere Bestrsbungen nirdrr- werfen onen. Wir aber stehsii troß AÜem als Sieger da, wir sind die bestorganifirte Partei. Unsere Partei hat ihreTaktik geändert, das Ziel 01100 dasselbe, und die Partei blieb völlig intakt. Ebrn, weil wir keine Demagogen sind, sondsrn unsere Genossen belehren, waren diese so erzogsn, daß sie sofort wußten, was sie zu thun hatten, und darum konnten wir unsrre Position ändern, ohne daß die Ruhe irgrndwie gestört wurde, Wären Exzrffe wunderbar grwesen? Was die russi- schen Nihilisten thun können, könnten wir auch thun; wenn wir wollten, wiirde krin Urheber des Sozialistengesrßes noch am Leben iein. Daß diese leben, ist der beste Bewris, daß wir eine Partei des organisirten Fortschritts sind. Das Sozialistengeieß hat Erziehrriick)? Wirkungen. Genossen, die bei der Erfüllung ihrer Parteipflicht ihren Too fanden _ ich erinnere an jene Flugblattvcrtheiler, welche bei Ueber- schreitung ds_r Spree diribrachen und erkranken _ das sind un1€re Märtyrer und Märtyrerwerber. Eine weitere erziehliche Wirkung hat das Gdssß aber auch (zum Bunde-Zrathstische) nach Ihrer Seite. Es zieht das Lock- spitzrlthum groß. Der Minister des Innern hat es gewiß ehrlich gemeint, als er dasselbe von sich abschüttelte. Was aber hilft es, wenn der Minister Uedergriffe der Beamten rektifiziren wil]? Drr nächste Beamte macht es wie sein Vorgänger. Diese Uebergriffe werden sic? auch noch gegen andere Parteien wenden. In Leipzig ind die reien Glocken“ als sozialdemokratisch verboten worden, MOH rüher

ie Ver-

ist es der Berliner „Volks-Zeitung“ so gegangen. Sie

bote richten fich eben gegen den Geist der neueren eit.

reden so viel vom sozialen Königthum, über das fich iskutiren ließe, daber es ist hier in Deutschland vollkommen Partei gewor en.

kann. Die orlage hat sodanii die Klausel ort allen lassen,

Redner verheffert fich, indem er bemerkt, das Königthum sei in den Parteistreit hineingezogen worden. Anknüpfend an die Ansprache? des Kaisers an die Deputation der westfälischen Bergarbeiter bemerkt Redner, daß der Strike die Veranlassung

11 dem gestern hier, verlesenen Flugblatt geworden sei. Er ?ährt fort: Darm ist gesaat, daß die Soldaten auf die Ar- beiter geschossen haben. Das ist unzweifelhaft richtig, und in Folge-des Sirikes find im Ganzen etwa 250 Jahre Zucht- hausftrafe ert eilt worden. Wie anders verläuft in England eiiie solche ewegung! Bei meiner leßten Anwesen- heit in England erlrbte ich den Dockarbeiter- Strike mit,_ wo soziaidemokratischr Einflüsse ebensowenig wie in Westfalen thätig gewesetx sind. Dort hat Niemand vor den Strikenden ?urrht wie bei uns, wo man fich gegen die frische Zugluft ver chließt und dadurch nervös und ängstlich wird. or 1825 hatte man in England auch Verbote der Koalitionen, da kam ,es zu feindlichen Verbänden und zu großartigen Ge- waltthätrgkeiten. Ießt ist es anders. Jeßt geht die Arbeiter- bewegung in geseßlichen B,ahnen, und der Arbriter ist ein glxichberechtigter Bürger, nicht ein solcher zweiter Klasse wie bei uns. Nur em garxz kleiner Theil der Arbeiter entbehrt ndch des Wahlrechts,' die Mehrzahl hat es. Man sagt uns, wrr seren staatsfemdltch. Wer hat denn hier das Recht, zu sagen: „Ich bin der Staa?!“_ Keiner! Der Staat sind Wir Aae, er rst eme Institution der aÜgemeinen Wohl- fahrt,“ der Staat gehort der Gesammtheit. Die Kon- servativen wol1en de_n Vdrtheil einer kleinen Minorität, wir dqgegen smd nicht eme staatsfeindliche, sondern eine staa_tsbrlde_nde Partei. 'Wir onen den organischen Fort- schritt, Sie die mechanische Gewalt in Militär und Polizei. Gewaltfam könneti mir nichts ausrichten, das wissen wir; die Zustände müssen sich 9rga_nisch entwickeln. Wir wehren uns nur unserer Hani wrr sind grgen dis Gewalt, Sie dafür; mit Blut und Eisen haben Sie Deutschland zusammen efügt. Den Y_narchiSmus sollten Sie nicht so zurückweisen. as ist AnarchiSmus? Die adsoluie Rrgellosigkeit der heutigen Gesell- schaft. Diese Regellosigkeit erstreben auch die Konservativen, während tmr den Staat sozialisiren woklen. Es ist gesagt worden, _ die' Vaterlandsliebe wäre uns gleichgültig. Nun, wir lieben das Vaterland ebenso wie Sie. da mir Zustand? schaffen woilen, die der Allgemeinheit zugute- kommen. Mit dem Sozralrstengefeß haben Sie Bankerutt ge- macht. Sie haben die ftagtserhaltende Kraft des SozialiSMus nicht verstanden; wenn Sie die Dinge weiter so gehen lassen, schleudern Sie_ da?? Vaterland in den Abgrund. Jeder ziel; brwußte „Arbeiter rst Sozialdemokrat; was woller. Sie ohne die' Arbeiter machen? Vor hundert Jahren ging in der fran- zosrichen Revolution der Geist der Neuzeit auf, Deutschland hat ihn, nicht verstanden _ die Folge war Jena. Wenn Sie den ]eHLZen Hauch der Ne_uzeit verachten, werden Sie ein neues und, „großerds, Iena.schafsen. „Den Reformeu ..habenSie -sich

verschlczffen, “thun Sie nun, was Sie nicht lassen können. Die weitere Berathung wird auf Mittwoch 1 Uhr vertagt-

Reichshaushalts-Etat für 1890/91.

An einmaligen _Auégaben im ordentlichen Edat der VerWaltung der Kaiserlichen Marine werden für Schiffs- bauten folgende Pofitiom-n drantragt: “*

Zum Bau eines _ Minendampfers (deffen Gesammikosten auf 1 800000 „44 veranschlagt sind), 4. und SÖlußrate 600000 „M (300000 .“; mehr) als im Elat für 1890/91 zum Bau der Kreuzer- korvette 11. (Geiammtkoster. 3600 000 514), 3. Rate 2000000 „411, (1 300000 «16. mehr), des Kreuzers 1). (Gesammtkosten 1 600 000 asi), 2. 1:nd_Sch[ußrate 900000 „M (200000 .“ mehr), zum Bau der Panzerichiffe 4, 13, 0, ]) (Anschlagskosten je 9300 000 ck10) 2. Raten xe 3100000 „14, also zUsammen 12,400000 .“ (je 2300000 aki, also 9200 000 „46 mehr), zum Bau der Panzrrfahrzeuge 1) und 0 (Anschlagskosten je 3 500 000 we), 2. Raten je 2000000 „zs, also 4000 000 “74 (je 1500 000 «sé: also 3000 000 „44 mehr). Zum Bau von 2 Torpedo-Divifionsbooten (zusammen veranschlagt auf 1200 000 26) werden als 2. und Sciolußrate 200000 „jz gefordert (800 000 „jk- wemger als im vorigm Etat). Ferner find als Titel11 bis 21 11011 angeseizt: zum Bau der Panzerfahrzeuge 11 und 8 als 1. Raten ]€ 1 500000 .“, zusammen also 3000 000 «kb; zum Bau der Kreuzerkorvetien .], ]Z, 1- als 1. Raten je 2 300000 .“, zusammen 6900 000 ..ck-; zum Bau der Kreuzer 141, .Ersaß Adler“ und .Ersaß Eber“ als 1. „Raten je 1400000 „44, zusammen 4 200000 „76; zum Veni der Aviios (31 und U je 1218000 «45, zUsammen 2436 000 «FE; endlich zum Bau eines Avisos für größereK-ommandover'rände(Tit. 21) als 1 Rate 1500 000 “14

Die Rothwendigkeit der in den Titeln 11 bis 16, 19 und 20 be- antragten Sch1ffsbqutrn (Panzerfahrzeuge 11, 8, Kreuzer-Korvetien .], X(, 1"- KreuzerfD) rst, tn der dem Vorigen Etat beigefügten Denkschrift degruknd'et. Die Kosten Lines jeden dcr Panzerfahrzeuge 11 und 8 ein- sch110811ch de_r Auxrüstung, aber ausschlicßlicb drr ArtiÜerie- und Torp:do_-Armrrung find auf 3 500000 „44 veranschxagt, welche sick) aus 2 Baujahre veribcilen sollen; für drn Bau der drei Jreuzer-Korvrtien .1, 14 und ]- find je 5 500000 „x(- und 3 Jahre, fiir den der Kreuzer 13, .Ersaß Adler“ und „Ersay Eber" je 2000000 ..,-1“- und 2 Jahre deraxischlagt bezw. in Aussicht genommen. Die Erhöhung der Ansckilcxgswmme gegen die bisher bewiliigten Kreuzer von 1 600 000 .“. aus 2000 000 „js wird durch den Umstand begrrmdst, daß seitdrm sowohl Arbeitdlöhne wie Materialienpreise gestiegen sind. Nach den Verlusten, Welche die Marine durch den Untergang des, Kreuzers „Adler“ und des Kanonenboots .Eber“ im Hafen voii Apiq erlitten, mackie sich eine Ersaßbeschaffung dringend noßthwendtg, weil es an Kriegöfabrzeugen für den Dirnst auf aus- warttgen Stdtidnen noch mqngele, und zwar an solchen der Kreuzerilane, da ,die Klas]? der Kanonenboote vom Typ dss „Eher“ fich für diesen Dirnit zu klein erwiesen habe. Die Koiisn'des Baues dcr beiden Avisos 0 und I sind (immer ein- 1chlicßltch der Auérusiung, aber ausschließlich der Artillerie- und Torpsdo-Armirrmng) aus je 1218 000 „16 veranschlagt (entsprechend der durch den Etat iur 1889/90 für den Aviso K erfolgten Bewilligung); als Bauzeii ist ein Jahr_angrnommen.

„Zu Tixel 21, 1500000 „jr als 1. Rate zum Bau eines Avtios fur größereKommandoverbände heißt es in der Erläuterung: _

„Dre Eriabrungen, wclche während des letzten Jahres bei den in größeren) Umfange statigehabtcn Flottenübungeu gemacht Worden find, quen die Notbwendigkeit ergeben, in Zukunft an die Leistungsfähig- keit des einem 'größeren Kommandoverbande zuzutheilenden Avisos bedeut'end erhöhte Anforderungen zu steller. Um aÜen Ansprüchen ("m die, Leitung der Operationen und die Befehls- ubermrttelung zu gxnügen, muß bei der Flotte wenigstens ein Fabrzeyyg vorbayden 'sem, welches unter allen Umständen in Bezug aiif Schnell:,gkett' und Seetüchtigkeit den Erforder- mffen der, Jetztzxit doll entspricht, , und welches zugleich im Stgnde ist, langere Reisen mat größter Geschwindigkeit zuruckzulxgem Diese Ansorderrzngen bedingen in Folge der Notb- wendigkett erhöhter Mascxonzenleistungen und eines rößcren Koblen- vorratbs, sowie der, Seefahtgkeit bei jedem Wetter, edeutend rößere Abmessungen als dre übrigen Avisos sie bc ißen, Diese Abmeßungen

Präsident von Leveßow verweist dem Redner diese Aeußerung als angehörigß „_

find abxr für das Fahrzeug gleichzeitig not wendig, um das Haupt- quartier und das Gefolge Sr. Majestät des Kaisers auf“

* sonen. welche sowohl für die Zwrcke der militäris

" ' ' Söda'nn "werden in

nehmen zu können, sobald Allerböcbsiderselbe sir!) zur Leitung_ der maritimen Operationen der Flotte einschifft. Diesem Zweck hat'bisber S. M S. ,Hohenzollern' gedient, welches als Aviso 41a den Jahren 1874 bis 1876 erbaut worden ist, und auch bei den letzten

[ottenmanövern als Kaiserliche Yacht Verwendung gefunden ' bai.

ie rapide Entwickelung des SÖiff-baxes und die Notbwenrtgkszt einer grö tmöglicben Geschwindigkeit für solche Fahrzeuge laffrn die ,Hobenzo ern“ nach den neuesten Erfahrungen nicht mehr geeignet für jenen Zweck erseheinen. aucb genügt dieselbe in ihren raumlichen Verhältnissen durchaus nicht zur Unterbringung derjenigen Per- chen Leitung, als auch für die Fortführung der Staathes cbäfte unmrttelbar in der Umgebung Sr. Ma'estät des Kaisers Aufenthalt nehmen müssen. Es hat sich des ,als) daß dringende Bedürfnis; zur Erbaurrng eines neuxn Fahrzeuges beraußgeitelLt, welches in Bezug auf Schnellig- keit und iontige Eigenschaften allen Anforrrrungen an emen Aviso entspricht und gleichzeitig als Kaiserircdr-Yacht _Vcrwemdung finden kann. Diese gesteigerten AUfOkDLYUNJCU dedingen emen wesent- lich crhöbéen Kostenaufwand im Vergleich Mit der ,Hokzenzollcrn" sowohl wie mit den für kleinere Verbände bestimmten Avrsos. Die Kosten sind einschließlich der Außrüstung auf 4 500 000 .“: veransxhkagt.“

Weiter werden neu gefordert: zum Bau eines nenexi i'chwixmnen- den Dampfkrabns von 100t Tragfähigkeit für die Werft in Kiel als 1. Rate 300000 .“ (der alte Krahn vrrmag bei einer Tragfähigkeit von nur 40 t- Keffrl neuerer schwererer Konstruktion nicht zu tragen; Gesammtkostenansckylag 500000 ckck); zur Beschaffung'von Torpedo- Scbußneßen und dazu gehörigen Vorrichtungen für die im Bau be- griffenen Panzerfahrzeu e 0, [**, 0 56 700 „;ck; zur artiUeristiscHen Armirung der Panzers iffe 4, 13, 0, 1), als 1 Rate 800 000 .“ (diese Schiffe erhalten zur Armirung der Tbürme Gescbüßrohre und Laffeten von einer bisher noch nicht vertreterien Konstruktion; die ge- forderte 1. Note ist zur Armirung eines Thurmes, behufs Erprobung, sowie zur Beschaffung der schweren und eini er weiter erfordrrlichen, gleichfaÜs neu konstruirten leichten Geschüße efrimmt. Die Gesammt- armirungskdsten werden für jedés der 4 Schiffe auf 3702500 .;;é, mithin zusammen aiif 14 810 000 „FC: veranschlagt).

Zur artilleristiscben Armirung dcr Panzerfabrzeuae_ X', (2, U und 8 sind als 1. Rare angeseßt 2400 000 „M (die Ge1ammtkosten der artiUeriftischen ' Armirung cines Panzerfahrzeuges betragext 928550 .“, mithin für 4 Fahrzeixge 3 714 200 „46, die 1. Rate ist für Geschüßrohre und L-xffetm bestimmt); ferner zur Beschaffung von Reservegeichüßen 252 000 „M; endlich zur artilleristisckoen Armirung: der Kreuzer-Korveste 11, als 1._Rate 556 000 „44, deÖ Krkuzers ]) und der beiden Kreuzer zum Eriaß des Kreuzers „Adler“ und des Kanonenboots .Eber“ 750 000 „FC, der Avisos (1 und 11 220000 «14

Zur Vermehrung der für den ZuivachH an Munition der plan- mäßig binzutretenden neuen Schiffe nicht mshr ausreiäxendrxi PUlVer- und Geswoßmagazine beim Artilleriedepot m Wilhelmshaven, und zwar zum Nsubau eines Geschoß1chuppens Werdc-n 47 500 „44 Verlangt; zum Neubau cines Magazins „idr Zündungen bei dem zum Gcscdäxtsberxicb des Artilleriedepots in Fricdrichsort gehörigen Munitions-Etabliyie-

ents bei Diedricbsddrf und zur HersteUung der GeldifSVerbindun-g dieses Jiagazins mrt der nächstenLandebrücke 29 400.15; zur Herstellung von Bedachungen für die Exerziergeschüße der drei Matrosen-Ariillerie- Abtheilungen (0000 a“; zu Hauptreparatrtren an den Befxstigrmgs- anlagen am Kielcr Hafen, an der Jade und der unteren Weier, 1owie zu Eraäiizungs- und Ersa beschaffungen ebendaselbst 166700 „jk

Kriegsschiffen, zum Gebrauch von Tdrpedos als rrste Rafe 530 000 .“: angeworfen. Davon sol] bestrittsn werden die volle Torpedo- Armirung der im _Bau befindlichen Schiffe Avisos (1 und 151 (je 150 000 „w) und Kreuzer 1) (105 000 M:); von dem Rest find bestimmt je 25 030 W für die Panzerfahrzeuge 1), 0, Z, 8 (die voile Torpedo-Audrüstung dieser Schiffe wird je 195 000 514 erfordern) und für die Kreuzcr-Korvette 11 (doUe Torpedo-Außrüstung 250 000 34).

Zu notbwcndigen Neubauten, Reparaturen, Erweiterungen und Ergänzungen an den Torpedo- und Minendienst-(Gedäudcn in Friedrichs- ort und Wilhelmshaven (darunter der Neubau eines Arbeiterspeisesaals in Friedrichßort) werdcn 139000 «14 gefordert; zur Fortseßung der Verlegung nnd Vergrößerung des Mtnendepots' zu Friedrich§ort (3. Rate) 133 650 .,“- (24350 „“ wenider als_1m vorigen Etat; ianriammt find die Kosten auf 650000 „16 veranichlagt). ' _

Zur Audrüstung von Ausbildungsstelien für den Torpedodiemt werden als 1. Rate 91000974 verlangt ('die AuErüitung brider Stellen auf den Marinestaiionen wird sich, den Er_läuterungrri zufolge, mit rund 173000 .“ bewirken laffen); zur Aptirung und Vervoll- kommnung des vorhandenen älteren Minenmaterials 180 000 .“; zum Bau eines Minenlagerbauies in Wildeimshaven 40 000 516; zur Verbreiterung der Trockendocks [ und 11. (UF der Wkkst zu Wilhelxns= baren 51000 „M (um Panzerschiffe Von der Konstruktion drr .Sach1,cxi- klasse“ ohne hohe Kosten und bedeutendcn Zeitaafwgnd auch in Wildelmshaven docken 311 können); xur Brichaffung cines Reserve- Versckilußponwns für dieselben Docks (1. Rate) 100000 «ck (Gesammt- kostenanschlag 166000 ckck). .

Writer sind an einmaligen Au§gadcn in drrx Etui eingeseyi: zur Beschaffung eines eisernen schwimmenden Docks iüc die Werft, zu Wilhelmshaven 198 000 „ji; zur Besckpaffunß v.;n PuchanÖ- tungen 2c. behufs Nußbarmacdung der Schleuienkammer der 11611611 Hafeneinfahrt in Wilhelmshaven als Nothdock 27 000 „M; zur Orr- steÜung des Schießstandes zum Einscbicßen 0ij Torpedos tm

Hafenkanal zu Wilhelmshaven 43000 „jéx_ zur Besckiaffuzig und Auslegung Von zwei Festmachertonzwn nrx VarrelernTtef des Jadebuseiis 17000 .“; zur HeriteÜung emer Bracken-

aßlage für Eisenbahn- und Fuhrwerkverkedr bei dem Brückenpon_t0n des neuen Hafens zu Wilhelmshaven 130 000 «14; zur Erbauung eines Schießstandes bei Kiel 43 000 «ck _ _

AlsKoiten der Vorarbeiten zur Errichiung' von, Dwnjtgrbaaden für die Kommando- und Verwaltungsbedörden in Kiel erichemi rxn Etat als erste Rate die Summe von 30 000 „F" (die Notdwerrdigkrrt der beabsichtigten Errichtung zweier Neubauien fizr die [eßt in baulich verfalienden und weit auSrinander liegendensGebajuden untergebrarbten Kommando- und Verwaltungsbehörden wird __0111g-thnd degrundet). Zum Bau eines zweiten Exerzierdauses m Kirl werden drrlayxzt 50 000 .“ (das bisherige Exerzierbaus Nexxugt fur „_die ]eit 1875 W" 4000 auf 6000 Köpfe angewqchiene_ Garmiori nicht mehr; auch fehlt es an einxm * Ekaökkk'hWe. iur_ die neu erriwtete erste Torpedo-Abtheilung ]OWLL sur dre SchlfföbeWPungM); zur Erbauung einer Turnbull? für die Marine-Akademte und -Schule nebst Geräthe-Ausstattung 25 000 „14; zur Crneuerumg drs Daches des _Brtriebögedäudes des BekleidungSaints m W*lkckelmsbadrn nebst AUfieLZung eines dritten Stockwerks 5000.' „43; 311111 Bau einer Ka- serne bei Cuxhaven nebst Urenstlienausstattmig 220000744 (dre Ka- serne ist für 2 Compagnien der 111. Maxrokcri-LirtiUcrie-Abtheiiung, 250 Köpfe, bestimmt, Welche von Lehr nach Cuxdgven derlegi werden sOÜen, um sofort beim Ausdruck) eines Krieges eme mrt dcn lokaien Verhältnissen vertraute Truppe zur Stelle zu, haben. Der Bai: 1011 in einfacher Ausführung auf dem Reiche gehörtgem Grund und Boden errichtet werden.) ' _

Die Verstärkung der Kriegßdorrätde der Bekleidungsamter und der Marine-Jnfanterie erheischt nach dem Etat als, einmaligeAuégabe 394 070 „M (jene Vorräthe schon im Frieden _m vollem Umfange zu beschaffen, wird zur Erhaltung der KriegZderensci'aft der Marine als nothivendi bezeichnet; der Bedarfsür die Oecbathone ist _"gege-n früher 3333 Ikam _ auf einen solchen für 4281 Marin und fur dre Bord-Detachements um 335 Mann, inSgefammt also fur 1283 Mann JewWsen). Zur Aufstellung eines festen Krahns auf der Kaimauer vor dem Tonnenschuvpen in Wilhelmshaven werden 11 000 .“, zur Heistellung von Schießständen in Wilhelmshaven 50 000.46- gefordert.

Mit der einmaligen Außgabe von 1 025 000 .“ _iollen die_Kosten fur den Ankauf und die Einrichtung einesDtrnstge'baudes fur das Oder:.KommandoderMarinein Berlin destrittenwxrden. Dieses sowie das Marinekabinet sind zur Zeit in ermietbeten Raumen unter- gebracht, Zur Beseitigung der fich daraus ergebenden mannigfachen Uchelstände ist der Ankauf eines auses in Aussicht enommen,

itei 34 zur" Ausrüstung und Armirmig'don 7 "

einer direkten Verbindung mit dem Dienstgebäude des Reichs-Marine- Amis gestattet und fiir Bureauzwecke “sebr wobl geeignrte, zur Unter- bringung der Bureaus des Ober-Kommandos sowie des Marinekabinets auSreickenk-e Räume enthält. Dieses Haus würde bis zu einer etwaigen späteren Erweiterung diefer Behörden auch genügend groß sein. um eine Reibe von Zimmern an das in seinen Diensträumen äußerst beschränkte Reicbs-Marine-Amt abzugeben. Der Kaufpreis von 950000 .“ wird in Anbetracht der besonders günstigen Lage und des guten baulichen Zustandes für angemessen crachtet. Die Kosten der vollständigen EinricHtung des Gebäudes smd“ auf 75000 „46 ver- anschlagt.

Die Gesammtforderung an einmaligen Außßaben im ordentlichen Etat für 1890/91 (Kavitel 6 56. Tite) beziffert sich 'auf 47 312020 544 gegen 13 319 170 .“ im vorigen Etat, mithin um 33 992 850 .“ höher; davon ab den Zuschuß dcs außerordentlichen Etats mit 34 972000 „44 (1889/90 30154000 ..“-„), bleiben für Kapitel 6 12 340 020 .“ (3 838 850,26 mehr als im vorigen Etat). Jm außerordentlichen Etat smd an einmaligen Aus- gaben beantragt: zur artiUeristischen Armirung des Panzerfahrzeugs 0 als 3. und Sckylußrate 88500 „M (die Gesammtkosten dieser Armirung waren im letzten Etat auf 840000 „s(- angegeben; diese Veranschlaaung hat sich jedoch bei der Ausführung wrgen der Msbr- kosten der Laffeten und der verbesserten Verschiußkonstruktion an den schweren Geschüßen als zu niedrig erwiesen; es find 928 550 „44 erforderlich; davon find 840 000 „zs in zwei Raten bewiÜigi, und bleibt mithin als fehlender Betrag die angeseßts 3. Rate); zur Beschaffung von (Hrschü en, Zubehör und Munition für die Be- festigungen an der unteren [be, als 2. Rate 1400 000.“ ((Gefammt- kosten 2547000 „14, wovon als 1. Rate im Vorigen Etat 300 000 „M bewilligt sind); zur AuErüstung der Kriegsschiffe und Fahrzeuge sowie der Tdrpedoboote mit Sprengkörpern 345 000 .“ (die]e Summe wird 111 Folge der umfangreichersn ?iusrüitung der KriegssÖiffe mit Sprengkörpcrn und Wegen der nojhwexidigen Beschaffung einer an- gemessenen Kriegsrcsrrve an sochen erforderlich); zur Beschaffung von weiteren 30 Torpedos (zu_ 8000 „je: das Stück) 240 000 „44 (wie im vorigen Etat); zur Außrüxxung der Kriegsschiffe für den Minen- dienst, 1. Rate, 40 000 „46 _

Endlich werden beantragt: 968 000.44 zur Fortjrßung der Baaten des Marine-Ctabliffements zn Ellerbeck (Kiel), 17. Rate, und zwar zur Vergrößerung der Metallgießerei und gleichzeitißen Einrichtung derselben als Eisengießerei, sowie zu den Erweitrrungsbauten der Keffklscbmiede Und der Schmiede- und Sch1offcrwerk1iatt; zu Bauten beim Marine-Eiabliffement in Wilhclmsbaven, und zwar zum Bau cines zweiicn Gascbüßlagerhauses (Gesammtfostenanschlag 430 000 «M), 1. Rate 100000 .“

InSgesammt werden im außerordentlichen Etat (Kai). 13, Titel1 bis 7) an einmaligen AuGgaben beantragt 3181550076 gegen 2053 600 „44 im (Etat iür 1889/90, also 1127 950 «ck rnehr; dazu den Zuschuß zu einmaligen Aungben im ordentlichen Etat mit 34972000 ck (gegen 4818 000 «FC: lm Etat für 1890/91), Ergiebt als“ Summe des Kapitels 13 _38 153 550 „FL, also 31281950 .Fr“; mehr als im vorigen Etat. Die1e Ausgabc wird aus der Anleihe

gedeckd (Fortseßung folgt.)

'dv- . .-

"Kauft und Wissenschaft;“"'

Im Verlage von Paul Bette ist soeben eine Bildniß- radirung von Professor Eil ers: .Heinricd Prinz Von Preußen“ erschienen. Sie bildet ein Gegenstück zu der im Frühjahr in dem- selben Verlage erschienenen Radirung desselben Künstlers: „Kaiser Wilhelm U.“; Se.Königliche Hoheit hat dem Künstler am 12. August persönlich zu der Zeichnung geseffen. Wie das Kaiixrbild fick) „des AÜerböchsten Beifalis erfreut und auf den diesjabrigen Reisen Sr. Majestät und auch sonst schon vielfach, zu ErinnerungSgesMnfen befohlen wurde, so hatte auch Prinz Heinrich Aniaß genommen, fich einen Theil der Drucke vor der Schrift zu eigener Verfügung zz: reserviren Beide Blätter tragen die Facfimilen der aus den Kadi- netten dem Verleger überlassenen Untrrscbriftrn. Die PorträtI kölWM als wohlgelungene bezeichnet wrr_den. ,

_ Die umfangreichen Griebäfte des'General-Seertars der Grfellscbaft für Erdkunde wird mit Beginn xiacbsten Jahres der Hauptmann 0. D. Kdilm übernebmen. Ter bisherige General-Sekretär ])r, Freiherr von Danckelmann, gedenkt fick) seiner angegriffenen Gesundheit Wegrn aufs Land zuriickzuziehen. Hauptmann Kolim war bei dem diesjährigen großrn Geographcntage mit der Ge- schäftsleitung betraut. '

_ Am Reformationstage wurde in dcr altrn Thomaskirche zu Leipzig das zum Andenken an Kaiser Wilbelm ]. geitistxte große „Kaiierfenster' eingesetzt. Wie die „Magdd. Zt.“ rnit- theilt, Wurde dasselbe in der Königlichen Hofglaßmalerei von Exde Bouch in München ausgefiihrt. Das imposante 10 m 5052 Fediier wurde von den Grafen von Hobentiial _für die Thomaskirche gestiftet und ist, dieser entsprechend, in spätgothiickxrm Stil gehalten. Inmitten eiaer reichcn Architektur sehen wir Kaiier Wilhelm 1. in) Kaiser- ornate, zu beiden Seiten Engel rnit den Reiclysinßgnien. Em Enge], der über der in Lebensgröße gedaltensn Kaisergeitalt angebracht ".t- dält ein Schild mit dem deutickwn Wappen. Untcr dein 'Bildmß befinden fick) drci allegorische GrUPVM, „die' Standbaittgketd und .die Wahrhaftigkeit“ und zwischen beiden „die Barmherzigkeit“; d'ie [eßtere wird dargesteilt durch eine edle Fraucngeitalt, wrlcher em Invalide, eine Frau mit zivei Kindern_und ein Handwerksmqnn nahen. Am unteren Ende des Fen_1ters iii dai? Wapprri der Stifter eir-gefügt. Das Fenster ist mit icinerz leuchtendezx, fein gewahlten Farben und srinér vornehmen Komposition ein Meisterwerk moderner (HiasMalerei.

_ Am 14. September hatte, der „Köln. Zig,“ zufolge, Professor Tbiiry von der Sternwarte zu Grnf telegraphiscki 0,1113652181, daß der Centralfratrr des großen Riugaebirges' PlUL'lUS' auf dem Monde einxn «anz ungewohnten Anblick darbiete. Die beiden Berge, Welck): sick) grwöhnlicb in der Mixte diefes Ringgedirges zetgen,1i*aren unsichtbar urid an ihrer Stelle zeigte sich eine Art runder Scheibe von reinem krridcäbnlickxem Weiß. Jm Mitrelpunft derielben war ein dunkisr Flecken, ähnlich drm S_ckolund eines SÖlamnxvulkans. Der Durchmeffcr dieser Scheibe betragt ctwa 5 englische Meilen, der- jenigr der centralen OeffnUng vicUeicbt eme rnglische Meilr. Die Höhe oder Dicke der Sweibe war bedeutxnd geringer als" die Höhe der äußeren waaUung; letztere erhebt fich bis zu 6000 Fuß uber die innere Fläcdr, Vox“. Seiten anderer Aitronoxnen ist sritdeni keme Beobachtung jenes Objekts bekannt geworden,wabricdeinlickyivkildte Wittrriing und der ungünstige Stand des Mondes gcrzadere Unteryuchungen verhinderte. Auf dem Observatorium der .Kölniicben Zeitung“ gelacng es dagegen an dem vorzüglich klaren Abeiid des 30. Oktober die betreffende Gegrnd drs Mondes 82216111 zu uniersuchen. DreLuFt' war so rthg Und klar, daß in der nächsten Umgebung „des Plinius selbst kleine Brdenwellen Von 60 oder 70 m Höhe _deutltÖ sichtbar Wurden. Per Centralfrater zeigte sich als große, mit schwarzem (:chatten rrqute Oeffnung, südöstlich daneben eine zweite“ schattenkrfullie Vertiexung, jede don mindestens 2 englischen Mxiien tm Durchmesser. Expan so zeigt sich das Centralgebirge des Plinius, aber stets bei dieser Be- leuchtung, und eine Veränderung iit demnarb1mcht zu erkennen. Wenn also Mnte September das Innere des Plinius, wre Prof. Thirty an-

iebt, wirklich ein un ewöbnliches Aussehen“ hatte,_ so kö„nnte man lSolches nur durcb eine ampf- odcr Nebelmaiie erklaren, die damals das Centralgebirge umbüute und auf dem Boden ruhte, seitdem ,aber verschWunden ist. Jedenfalls haben die Former) des Ccntralgebirges im Plinius keine nachweisbare Umgesta'ltung erlitten. “_

_ Die verstorbene Herzogin Galiiera hat der Stadt (_Genua ibre Kunstschäße vermacht. Dieselben wurden kurzlich den städtischen Behörden feierlich übergeben. Cs hefinden fich der „Rd. Westf. Ztg.“ zufolge darunter viele Gegenstande von bedeutendem

Tberniers, Horace Vernet, Monteverde u:“.d andere berühmte Meister geschaffen haben. _ Ueber Ausgrabungen in Tegea berichtet die „Kiel. tg.“ :

Eine der ältesten und bedeutendsten “Städte Arkadiens war e-zea, beute zum guten Theil übkrbaut. Dyck) find von dem Tempsl der Athena Alea einige Stücke der Giebeiikulpturen schon vor einiger Zeit gefunden worden. Jetzt wird wieder gegraben, und ck find ein Jnschriftstein, ein ziemlich wohlérbaltenes Mosaik und, was wohl das Bedeutendste sein wird, eine altertbümliche Apollostatue gefunden worden, leßters, wie der neugrieckyiscbe Bericht lautet, aus der Zeit .egvvtifchen Einflusses“. Tegea war vor der dorischen Wandergng Zauptstadt des Peloponnes, und so ist ein Fun"; aus der ältesten ' eit griechischer Kunst wvbl erklärlich. Har man doch 1862 schon in einem Hügel des heiligen Softis zu Tegxa eine sedr große Anzahl von kleinen Bronze- und Terrakottaaegenitänden gefunden, welche von den primitivsten, altertdümlicben Arbeiten bis zu den späteren Er- zeu niffen akle Epochen der griechi7chen Kunst repräsentiren und die Ia rhunderte lange Existenz jenes Heiligthums bezeugen.

Land- und Forstwirthschaft.

N a (5 w e i s u n g der in der Zeit vom 1. August 1888 bis 31. Juli 1889 im preußischen Staate ausgegebenen Jagdscheine.

ck _ Zahl der "Z Bezesckmung (Yrgenlt Yurkelntxh ZU“ :. es nige .ge 1 i - EY Verwaltungdbezirks außgegebenen iammen (3.3 Jagdscheine 1 Rrgierungsdezirk Köxiigsberg . 6 171 367 6 538 2 , Gumbinnrn 4 891 . 305 5 196 3 ., Danzig . . 2 212 ,' 211 2 423 4 , Marienwerder . 4 452 Z 398 4 850 5 Polizei-Präfidialbezirk Berlin 2 571 » 1 2 572 6 Regierungsbezirk otSdam 8 275 520 8 795 7 rankfurt 8 020 . 299 8 319 8 , tettin . 4 397 * 188 4 585 9 ., KÖZlin . . 3 354 i 147 3 501 10 Strälsund . 1 571 * 104 1 675 11 , Posen. . . 6 216 , 172 6 388 12 Bromberg . 3 852 . 160 4 012 13 . Breslau. 7 615 * 151 7 766 14 Liegniß . 6 989 169 7 158 15 ., Oppeln . 5 386 » 228 5 614 16 , Magdeburg . 9 443 * 159 9 602 17 ., Merseburg . 9 846 ' 136 9 982 18 , Erfurt . . 2 896 _ 53 2 949 19 , Schleswig . 12 085 _ 115 12 200 20 . ÜMWVLL , 2116 ; 2 2 118 21 ildeszbeim . 2573 T _ 2573 22 ünrdurg 3 324 . _ 3 324 23 Stade . . 2130 L _ 2130 24 OHnabrück . 2 509 Z _ 2 509 25 , Aurich . 1 505 : 1 1 506 „26 «- . „- -.. .Münstrr. ».6 774..; .. -16 67.90 27 Minden . 3 507 ; 74 3 581 28 . ArnIberg 6 855 k 143 6 998 29 . Kassel. . . 3 538 “. 272 3 810 30 . Wicßbadcn . 4 036 3 309 4 345 31 . Koblenz . . 3 837 i 125 3 962 32 ., Düsseldorf . 8298 i 86 8 384 33 . Köln . . 4 200 ; 76 4 276 34 . Trier . 3 “235 J 241 3 476 35 . Aachen . 3110 ! 36 3 141, 36 . Sigmaringen . 382 i 47 429 Wixderbolung. F 1 Provinz Ostpreußen . 11062 x 672 11734 2 , Westpreußen 6 664 609 7 273 3 . Berlin . . . 2 571 J 1 2 572 4 . Brandenburg . 16 295 819 17114 5 . Pdmmrrn . 9 322 ; 439 9 761 6 , Posen . 10 068 ' 332 10400 7 Sch1€sien 19 990 548 20 538 8 . Sachsen . . . . . 22185 ' 348 22 533 9 . SÖleSwiß-Holstein . 12 085 * 115 12 200 10 . Hannover . . . 14157 3 14160 11 Wkstfalen . . 17 136 i 233 17 369 12 , Hessen-Naffau . 7 574 581 8 155 13 . thixiprovinz . 22 680 564 23 244 14 Hohenzoüernsche Lande . 382 47 429 zUsammen. . 172171 5311 177 482 1887/88 find aUsgegcden . 174 563 '5 446 180009 mithin pro 1888/89 weniger . 2 392 135 2 527

Fondsbörse, Geld- und Kapitalsmarkt.

Nack) Uebrrwindung dcr Uliimorcguiirung, Miche 71ch bei den geltcnden hoben Zinsrn Verhältnißmäßig glatt Und leicht abwickclte, ist die Börse bcruhigter in drn neuen Monat ringeireten. _ Die Lage des internationalen Geldmarktes flößi geringere Brsdrgnimexm, da auch der letzte Status der Bank von England eine writers Stärkung des Jnstiiuts Hat erkennen lassen und an den «iiisländischen großen Börsenplätzen scheint die Monatdrvrnde auch dime rin2_:i*eisnilick)e Schwächung der Spekulationskrafr dorüdrrgegangen zu 16i11._ Die während der le ten Okiobcrwoäw an unsere ?)icichédank geitciltexx Anforderungen ind keine ungewöhnlichen und lassen auch aus die Lage des lokalen ledmarkts einen günstigeri Schluß zu. Die !Anlasen in Wichsel- und Lombardfdrdrrungrn zsigrn eine Zunahme gegen den vorwöcbentlicden StatUs um 49 821000 36, während diese Zunahme in derselben ZM drs VNNÜTÉZ mir 33137000ckébetraxxen hat; der in Wechscin imd Lonidardwrkkrm'gen Überhaapt angelegie Betrag belicf fick) Ends thdkcr d. J. an 699 920 000 «xe geßen 502 716 000 .jé- im vorigen Jadrr. Dcr gr: sammte Kaffexibrstand Hut in der [6131211 Oktoberwrckir d. F. 21712 Abnahme um 6744 000 „;ck, im Vorjak're .irxc sdlcbc um 5 155 000 „14, der Metallbesiand Line solckke um 7182 000 „kl: gcgcn 5290000 .“ im Vrkjabre crfak'rén; drr 21910201111an ;cigt dci cinem Gciammt- betrage ron 1056676000 .Fr (in.“ Zuxabmc 11111 32075000 „16, während dersklde im Fabre 1858 101112500 .li. drtrug und fich der Vorwoäyc gr.;ciiüdcr um 23 015000 .!6 :*crmcbrt Harte. Tiefer Entwickelung Stit'rriri“! oZ „13.5. dax"; am 077211611 Mark: Geld wieder aUmädlick) Jüi'fi.;cr wird 020: di; Privatdizerirratc fick) wieder bis auf 43 ",/0 ermäßigt dar. __ _

Unterdésisn11u11'r:x:dc;:wiirdc der news Mrnar ck11": sur da? Börxcn- geickoäfr durcha11§ audkicbxsrcickycr 7,6111“ wcnn ::ichtda§iti1mer noch bochzesvanntc Coursniyeau aiif“ ICU! chzct_ dcr Induitriewsrtde zu Bedenken 210141: 79356. 'rc'rnrcr-I in Bcri1ck11chtigung der Thatsache, dax"; schr umU-grciÉe Öauffe-Ergxgcments in wichen Papieren wiéderum aus dem rrrigen in den neucn Monat dinübergcnommen wurden. Die Bciasrung drr Börie und _cm an drn Börsengcscbästen intereiürteii Pridatrukiikums mit induitricüen Cffrkten wird klar, wenn man fick.) rcrgezrnwärtigt, welcbe Beträge in den [eßten Jahren neu an die Bör'e gekommen un_d marktgänsig geworden sind. An der Berliner Börse wurkeweingeiüdrt im Jabre1886 überhaupt nur die Aktien von 16 Jnduiiriegeschckßasten, welche zur Zeit der Einfiihrung über ein Aktienkapital don 48 220 400 .“: ver- fügten, wenn man von der „Nobel Dynamit-Trust-Companv' absieht, die aus einer szadi ältercr Gesellschaften entstanden ist. Im Jahre

wclches durch seine Lage in der Bo straße (Nr. 25) die erstellung

Wert e, be onders aber schöne Bildsäulen und Gewälde _welebe Canoxo, Corsreggio, Saffoferrato, Guercino, Greuöc, Prola, Nursdael,

1887 waren es sogar nur 13 Jndustriegeselischaftm, deren Aktien an der Berliner Börie zur Einführung gelangten; das Kapital derselben