1889 / 275 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 18 Nov 1889 18:00:01 GMT) scan diff

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** Posen, 18. November. heute Mittag 11/2 Uhr geschlossen worden.

Wkesbaden, 16. November. (Wiesb. Presse.) hre Königliche Hoheit die Prinzessin Luise von Preu en

traf heute zu ständigem Aufenthalt hier ein.

_Bayeru. München, 16. November. (W. T. B.) n der Jungen Sißung der Abgeordn etenkammer betonte ei der

eratbung des Etats der Vodensee-Dampfschi ahrt der Referent Abg.vonSchauß:esseieineinternalionaleP ichtOefterreichs, für den im Jahre 1887 niedergerannten bayerischen Dampfer „Stadt Lindau“ an den bayerischen Fiskus und an die Hinterbliebenen der dabei umgekommenen Bayern eine Entschädigung zu zahlen. Der Staats-Minister Freiherr von Crailsheim gab hierzu die Erklärung ab: die Regierung werde bei den neuerlichen diplomatischen Verhandlungen mit Oesterreich auch die Ansprüche der Hinterbliebenen nocbmalS nachdrücklich wahrnehmen lassen. irrauf wurde für einen neuen Salondampfer auf dem odensee die Summs von 290000 „FQ bewikligt. Y

Pieckleulmrg : Schwerin. Schwerin, 16. November. Tsn „Meckl. Nachr.“ wird aus Cannes gemeldet, daß es Sr. König1ichen Hoheit drm Großherzog in den leßten Tagen wiederum etwas bexser gmg und daß die Kräfte fich heben, wsnn auch der GeundheitSzustand noch keineswegs wieder als nornxal bezeichnet werden kann. Ihre Kaiserliche Herbert die Großfürstin Wladimir befindet sich auch etwas dener, jedoch macht das Befinden noch viel Schonung nöthig.

Elsaß - Lothringen. Straßburg, 16. November. (Straßb. Post.) Bei der heuxe durch den Gemeinderath voll: zogenen Wahl eines Abgeordneten der Stadt Straßburg um LandeH-Aussäymse von Elsaß:Lothringen wurde er_c_2_r_xte Beigeordnete Hochapfel mit 21 gegen 2 Stimmen gewa .

Oesterreich-Ungarn. Wien, 16. Novembsr. (W. T. B.) Der Kö_x1ig Milan von Serbien ist heute Nackzmittag hier eingetronen. Der bulgarische Geheime Rath von Lauda, Chef der Kanzlei des Prinzen Ferdinand von Coburg, ist héute in Hißing gestorben_. Der BawAuSWuß des niederösterreichisckzen Land- tagesdat, mie_die „Wisn. Ztg.“ mittheilt, im Vereine mit dem F1nanz-Au61chu1'se Über die Petitionen, betreffend die Kerstellung des Donau:Elbe: und Donau-Oder: anals'," emrn eingehenden Bericht vorgelegt, in welchem die dringende Nothwendigkeit der HsrsteUung von Wafférstraßen für biÜigen Maffentranéport minderwerthigér Produkte_ dargslegt und _dem““Landtage der Antrag unterbreitet w1rd, nnt Rückstcht auf die vorwiegende volkswirthschaftliche Bedßutung des DonauZOderRmrals von der früher beschloffen9n Bedmgung _der glkichzettigen Hersteklung beider Kanalprojekte ab: zusehen und 1_1ch a_n den HersteÜungskosten des Donadeer-Kanals eventyxl] m1t €;:an höheren als fünfprozentigen Beitrage zu betherbgen. Dre K. K. Regierung soll dringend ersucht werden, der) 5«Hau eineH von „Wien auSgehenden Donau:Oder-Kanals mdglxchst zu fördern und eventuel] eine Privatunteruehmung auch materiel] ZU unterstüßen. Prag, 1 . November; (Wién. Zkg.) In der Budget: kommtsston des böhm1schen Landtages erstattete heute Abg. Mattus den Generaldéricht. Die GesammtaueZgaben betragén 11558170 Fl., dj_e Eir-nahmen 913 727 Fl„ das Dcfizrt_per_10644 443 Fl. wU durch eins Anleihe aus dem Domesttkalfonds per 250000Fl. und durch eine LandeSumlage von 39 Proz. gedkckt werden. Innsbruck, 16. November. (W.T. B.) Der tiroler Landtag nahm heute mit 34 gegen 21 Stimmen eincn Aus- schußantrag xm, durch welchen das Bedürfniß anerkannt wrrd, den ttaltentschen Landestheilen von Tirol zur b_e1seren Besorgung threr Angelkgenheiten besondere Ein- rrchtunßen der Organe der Selbstverwaltung zu- zugeste en. _ Demgemäß wurde der LandeeZausschuß beauf- tragt, zweckmäßrge Erhebungen und die nothwendigen Ver- handlungen emzuleiten, sowie diesb _zsi'rgliche konkrete Anträge von Sexten der Abgeordneten Wälsch: irols entgrgenzunehmen. Tr1_es_t,18.Novemder. (WTB) Eine größere Anzahl von Offrzteren des kner ankernden deutschenGeschwad ers unternahm gestern früh mit dem deutschen Vize-Konsul und _anderen hervorragenden Persönlicbkriten einen vom Vize: Admrral von erlinger veranstalteten Ausflug nach der Adelsberger Gro_tt_e. Der Eingang zu dieser war mit deu_tschen und österrerchtfchen Flag en und mit dem deutschen Rerchswappen gesch_mückt. Jm groSen Tanzsaal der festlich bs- leu_chteten Grotre, m welchem der Namenszug des Drutschen Kaser? unter e_mer Krone, erglänzte, brachte VizeAdmiral von erlthFr em dreifaches Hoch aus Se. Majestät den Zarser _ tlhelxn aus, welches begeistert aufgenommen wurde, eure Musikkapelle mtonirte die Nationalhymne. Jm Grotten: rau_me „Ve_lvedere“ waren die Initialen des österreichischen thsers mrt der_ Krone von bengalischem Feuer bekeuchtet. Hter brachte Kapttän zur See von Reiche ein dreifaches Hurrah auf S9.Ma1estät den Kaiser Franz Joseph aus, werches _ebcnfaUs herzlich erwidert wurde, während die Mufikkapelle die österreichische ymne spielte. o_la, 18. _Nov_ember. ( „T. B.) Se. Königliche Hoheit der rrnz Hetnrrch von Preußen und der Erzherzog Kczrl S_tephan unternahmen vorgestern früh mit zahlreichen (Haftenemen Jagdausflyg auf die nseln in der Umgegend von Pola. Abends fand un Marine: asino großes Concert und Tanz_fta_tt, an welchem die Erzherzogin Maria Theresa, Yrmz Hemnch __von Preußen, die ErzYerzöge Leopold und arlSte-pban, so_mzntlrche Admirale, Sta s: und Oberosfizirre, sonne avdere dtsttnguirte Persönlichkeiten Theil nahmen. Gestern fand der Sr. KönJlichen Hoheit dem Prinzen emrtch auf der „Jrene“ ein ejeuner statt, an welchem die

zherzdge Leopold und KarlSt , el-Ad'utant Ma'or von Demes, der Hafen:?ldmiralepTYr F g 1 ]

Admiral Baron Vitner hatten die Erzherzogin Maria Theresia Prm O_emnch von Preußen,dieoben enanntenErzherzöge,Mo “or von _ emes, das Gefolge und zahlrei e deutsche und österreicbi che Offiztere Emladuygen erhalten. Hterauf befichtigten die Herr- !chast-n _dte f_estl1ch erleuchtrte Arena; später besuchten die- elben d1e Vol1tec3m_a Rosetti, wo eine Ga!a-Opernvorftellung stattfand. Se. KomFWe Hoheit der Prinz Heinrich ist heute

_ Der Provinzial-Land- tag der Promnz Posen ist nach Beendigung seiner Arbeiten

Brasilien aufbob, und ein eigentbümlicbes Verhängnis; wollte, daß

diese schönste Tbat der Monarchie der Außgangßpunkt ihres Ver- derbens wurde.

(der Gegner der Sklaverei) war eine allgemeine Bewegung im ganzen L_ande _entst9nden, welche besonders auch die Sklaven ergriff; da diese etge_n111_ch rztcbt derstanden, um was es sicb zunächst handelte, und xbetlwetse tn dem Glauben waren, sie seien bereits frei, nur wollten rbre Herren fir nichr

on Vttner und dre ubngen JIS enb___c_1__r_*_on Vtele thtungen, dre in letchtfert1gster Wene

ContWAdmirale theilnahmen. Zu dem Diner bei dem Hafen: der

über Mrßhandxungerz von Sklaven, besonders von Sklavinnen, über gewaltsame Wrederemfaxtrung von entwichenen Negcrn u. s. w. ver- offent_l1ch1en, x_nachten für die Vorkommnisse die Behörden verant- wortltcb, sodaß dtxse. eingefchüchtert, fich veranlaßt sahen, nach und nach den Bestyem tbten Schutz zu entziehen, und es unmöglich wurde, die Reger festzuhalten.

a Ufbo b, anstandsloö bewilligt. Jm Anfang berrschte maßloser Jubel,

nrng, Lord Carnarvon und Andere _ _ Nothwendigkeit einer Reichsföderation. Schließltch_1vurde_ eme Resolution angenommen, welche fich für eme baldrge Wieder: holung drr im ahre 1887 abgehaltenen Koloniaxkonferenz ausspricht un die ReichSregierung ersucht, dteserhalb d1e nöthigen Schritte zu thun.

Dem Vernehmen nach soll das ]. Armee-Corps im Februar n. I. mit dem neuen Magazingewehr aus: gerüstet werden. Die Staatsfabriken m Enfield und Sparkbrook arbeiten volle Zeit, und auch etnige Privat- fabriken haben von der Regierung Bestellungen auf Anferti- gung von Gemehrtheilen erhalten, die dann in Enfield später zusammengesrßt werden. Zur Herstellung der neuen Munition sind auch schon die nöthigen BestelXungen ertheilt.

Aus Hyderabad in Indien, vom 15. November, wird télegraphirt:

Prinz Albert Victor von Wale? kam heute bier an und wurde auf dem Babnbofe von dem Nizam empfangen. GroßeVolfs- massen begrüßten den Prinzen mit Begeisterung. Bald nach seiner Ankunft stattete der Prinz dem Nizam und seinem Premier-Minister Besuche ab. Abends fand beim britischen Refidenten ein großer Ball zu Ehren des hoben Gastes statt, welchem der Prinz beiwohnte.

Frankreich. Paris, 16. November. In der heutigen Sitzung der Deputirtenkammer wurde, wie das ournal des Débats“ meldet, bei der definitiven Wahl des ureau-Z Floquex olÉéchVZ von 400 abgegebenen Stimmen zum Prä- sidenteF.nz,-,: Kamme r gewählt.

Schweiz. Bern, 17. November. (W. T. B.) Die heutiae VolkSabstimmung über das BundeSgeseß, bkaéffLnd die Schuldbsitreibung und das Konkurs:

verfahren, hat, soweit dies jetzt bekannt ist, 236000 Ja und 217000 Nein ergkben.

Belgien. Brüssel, 16.November. (W. T. B.) Die Konferenz zur Berathung der Sklavereifrage wird am _Montag, den_18. d. M., Nachmittaas 2 Uhr, unter dem Vorst d€s Ministers des Aeußeren, Fürsten von Chimay, im Mini terium des Aeußeren zusammentreten.

Rumänien. Vukarest,17. Noyember. (W. T. V.) _Das neue Kadinet ist gebildet und hutfolgende Zusammen- 1eßung: Mano Präsidium und Inneres, Lahovary Asußeresy Rosetti Justiz, Ghermane Finanzen, General- Vladesco Krieg, Marydiloman Arbeiten, Paucesco Domänen. Der bisherigs Justiz-Minifter Rosetti hat inter: imiftisch das Ministerium des Unterrichts übernommen. Heute fand die Vereidigung des neuen Kabinett.?- statt.

Süd-Amerika. Brasilien. Ueber die in Rio de Janeiro aUSgebrochene Revolution find im „W. T. B.“ folgende weiter- Telegramme eingegangen: Die „Western: und Brasilian:Telegraph-Company“ ds- rickztst aus Rio de Janeiro vom 15. Novsmber: Der vom Militär auSgexxangéire Aufstand sei ein sehr bedeutender. Dor Marinc=Minister liege sch1ver verwundet darnieder. JOW_Verkauf§läden der Stadt seien geschlossen und alle Ge- xchäste ruhen; die_Min_ister seien gefangen gesetzt.

Das provi1ori1che Ministerium soll folgende Zu: sammensetzung haben: Theodoro Fonseca, Minister-Präsident und Minister ohne Portefeuiüe; Arifride Lobo, Inneres; der Journalist Qui_ntin Bacayura, Aeußeres' der Teputirte ])r. Barboza, Fmanzen; Campos Salles, Justiz; Benjamin Constant, Krieg; Contre-Admiral van der Holz, Marins; Demetrio Ribeiro, Ackerbau. Die Kammer ist aufgelöst, der StaatSraLh abgeschafft.

_ Die prodisorische Regierung hat am Sonnabend Mittag em Manifest erlassen, in welchem sie dir Monarchie fÜr abgeschafft erklärt und ihre Absicht kundthut, jede Un: ordnung__vrr_meiden zu 111011911. Das Mamifest Erklärt ferner: dre ;_3_rr_1vt10r1fche Regierung habe aus den einzelnen P rovinzen Branltens zahlreiche Zustimmungs- -und Anerkennungs- Erklärrxngen erhalten. Andererseits verlautet, die auf- rßhrerncde Bewegung finde nicht im ganzen Lande Anklang; dre Promnz Bahia _stkhx derselben feindlich gegenüber.

_ _Dre _neue p_rovinche Rrgierung übernahm die Garantie xür dre S1cherhe1t der Kaiserlichen Familie. Der Kaiser befand stch be1m_ Ausbruch des Aufstandes in Petropolis. Am Sonntag Vormrttag hat der Kaiser die Reise nachEuropa angetreten.

Ngch über Paris eiygetroffenen Nachrichten vom 17. d. M. aus RW de Janßao schemt die Mehrzahl der Provinzen der Gründung xmer Föderativ-Republik zustimmen zu mo_Üen. Der F1nanz-Minifter babe erklärt: alle Ver- trage und Abmachungen würden aufrecht erhalten m_erden. Dre Bevölkerung verhalte sich ruhig. Der Handel ser gelähmt. _

_ Dre portugtefische_ Korvette „Bartolomeo Diaz“ hat Sertens drr portugtesischen Regierung Befehl erhalten, nacb Vrastlten m See zu eben.

__ _ Ueber die Borges ichte des Aufstandes enthält die „Koln. Ztg.“ fol ende thatsächliche Mittheilungen:

Obgleich Bra1lien als einziges monarcbisébes Vorwerk der neuen Welt rundum von Republiken, zum Theil blühenden Staatswesen, gmgeden wax, ggb es, wenn auch Republikaner, so doch eine eigent- ltche rcpubltkamsckoe Partei bis zum rorigen Jahr sicht. Am 13. Mar 1888 wurde das Gesetz verkündet, das die Sklaverei in

Bereits durch die vorbergebcnde Propaganda der Aboxitioristen

loolaffen, so liefen ße in vielxn Sensationslust

_ und meistens mit Wahrheit

_ _ Himanseßung tagtagltch die scbauderbaftesten

Geschichten

Dann wurde kachsetz, we1ches dieZSklaverei bedingunaslos

nach Adelsberg zur esichtigung der dortigen Grotte gefahren.

ein Freudenrauscb ging durch das ganze Land. Aber bald fonte der

Großbritannien mchrl-mb. London, 16. November. (W. T'. B.) Im egyptischen Saale des Manston House wurde gestern unter dem Vorfiy des Lordmayors, _Str Henry Isaacs, ein Meeting des neugegründeten Cm)- zweiges der Reichs-Föderations_liga abgehauen. Lord R_osebery (der Präfident der Ltga), KarL_)_1r;al_ Max- e on en 18

Rückschlag kommen. Das Ge'etz vom 13. Mai 1888 - so gerecht und nothwendig es vom Startpunkt der Meuschlichkeit auch war * batte Tausende bisher woolbabende Grundbesißer des größten Theiss ihres Vermögens beraubt. Ein Antrag auf Bewilli gung einer Entscbädigung wurde von beiden Häusern der Volks- vertretung obne Beratbung abgelehnt. Tro dem schien es Anfang?, als würde sich dicse Umwälzung ohne grö ere Erschütterung durch- fübren lassen.

Dock) es kam arders; nach der eingebolicn Ernte vxrließen die rbrmaligen Sklaven in großen Schaaren die Fazendas, zogen nach den Städten oder im Lande umber. arbeiteten nur so lange, bis sie fich eine Kleinigkeit Verdient batten, um dieses dann wieder zu verrbun. Der größte Theil der ehemaligen Sklavenbesißer sah sich 115 Grunde gerichtet.

_ Dre Y_olge davon war, das; sie ihren ganzen Hass auf die Kron- prmzessjnx eZenjin und ihren Gemahl, den Grafen d'Eu, den sie für den geistigen Urheber drr Maßregel halten, und zugleich auf die quarchie Warfen. Diese zu Ende des vvrigen J.:hres herrschende Strmmuvg_ benu ten die Republikaner und brachten mit al1er Macht eme republtkanis e Agitation in Gang, wie fie in Brafilien bésber noch n_icht stattgefunden. Republikanische Reiseprediger hielten überal] VVMQJS und gründeten Vereine. Zahlreiche Beitrittéetklärungen fanden statt, baurtsächlicb in den Provinzen Rio de Janeiro, Minas Geraes und Sao Paulo. Ein großer Theil der ehemaligen Sklavenbesißer trat zu den Revublikanern über.

Seit Ayfang Mai und besonders seit Eintritt der Krifis im vor- lejzten Ministerium Wurde die Agitation immer heftiger, ja selbst leidenscbastlicb; die drei großen Tageéblätfer .Paix', .Eacxja de Noticiaß' und „Diario de Noticias" richteten ergene Rubriken für dre revublikanixckxe Propaganda ein und erklärten dc-n Zusammensturz der Monarchie fßr__unau§bleiblich, der nunmehr thatsäcdlicb erfolgt ist,

Der „_Polttnckxen Correjpondenz“_ wird über Paris gx meldet, daß der Umsturzveryuck) aus1chli9ßlich von einem The1le drs Heere? außgegangen sei. Der Gewährsmann der Correspondenz schre1btx

_ „Da Fonse_ca, der im Vereine mitBenjamin Constant an die Splßs einer drovi1orischen Negirrung trat, ist Gcnrral und Komman- ranx einiger Truppenbataillone, die vrn dem „früheren konservativen Kabinejx wegen der in diesem Heereskökpcr zu Tage aetretcner: mrutskixchsn Gelüste in eine entlegsn: Grenzproyir-z Braülienß verlrgt_, von dmr gcaenwärtigen librralxn Kabincte aber, das nit Juni diesed Jahres an der Srißr dcr (Hesckxäkte stadt, nach Ric) de Janeéw zurürkdrrufrn Wurden. Der Axxfstand ist all_rm AMÖSÄUL naöb drn den Betehlßöakcrn dieser TXUPPM ins Werk gr1eßt wwrden. Benjamin Constant i1t seinem Berufe nach Professor,“

Parlamentarische Nachrichtem

In der heurigen (17.) Sißung des Reichstages, welcher die Staatsxekretäre Dr. von Boettickzer und Freihérr von Ma_lßahn 1owie andere Bevollmächtigte zum undes: xath nekzxt Kommiffarien beiwohnten, stand ach erstsr (Hkge'n: jthrd aus_ der Tagésordmmg der mündliche Bericht dsr Kom: mmnon tür die Geschätt§ordnung, betreffend die Frage Über die Fortdayer des Mandats des Abg. Dr. Bürklin. Der Bemchterstatter Abg. Frsiherr von Ellrichshau sen beantragte Namens der Kommission: „zu erklären, daß das Mandat des Abg. ])r_. Vürklin durch wine Ernennung zum JnZendantM dLH HopThsaterS in Karlsruhe nicht er: lo1chen sei.“ _ „.

Das Haus bdsch1013 ohne Dedatte diesem Antrag? gemäß. ES_ folgte dre _Fortseßung der zweiten Beratdung dss Entzvurxs emeH GULHLS, h_etreffend die “eststellung des Retchsha_u_§l)altS-Etats sür das EtUTS]ahr 1890 91, und zw_ar zunächst des Spezial-Etaxs: „Reichsamt des Innern“. Dre _Berathung wurde fortge1eßt mit Titel12 drs apitels 73 der _fortdauermden Außgaben (zur Unterhaltung deutscher Pdstdampserverbindung 4400000 „W).

_Adg._ Richter regte dis Aufhebung der australischen Zwerglnns von Sydney x_rach Tonga und Samoa an; dsc Verkehr auf dieser Linie 1ei außerordentltch gering und un- lohnrnd, und der „Norddeutsche Lloyd“ würde gswiß gern ein: _willxgen, von dieser Linie entbunden zu werdrn, zunml er auch 1m_Zal)r€ 1888 troß dees R51chSzuschuff€s nicht einmal die Koxtsn der Fabrt2n_ nach O11:Afien und Australien gedsckt habe. Weder finanztel! noch kommerziell rechtfertige fich die Aufrechterhaltung der Zweiglinie.

__Abg. Broemel bezeichnete die Subvention als im Miß: yerhaltmß zu dem _Verkehr auf_ den subventionirten Linisn stehend; _troß des 111 [ester Zett gestiegenen Verkehrs be- xrügen dre Kosten nach China, Japan und Australikn tm Jahre 1888 nur 161/2 MiÜiqnen Mark; was das Reich und der Lloyd zusammen zugerchossen, (1er 51/2 YkiÜiOUM, also_em v_o[le§ Dr_ittel_ dex"- ganzen Verkehrßwyrthes. Die Sub- ventton se1_al1o wrrthxchastlich nicht gerechtfertigt. Wünschens- wertlx set eme ausführlichere Statistik über den Verkehr auf den )ubvenrionirter. LiUien.

Staatsyekrexär 131“. von Boetticher wies auf die Steige- rung der Ausrubr von Bremen nach Japan, Cdina und Austrakten hin, die im Jahre 1885 nur 605000 «rz, im Jahre 1888 aber bereits 20151000 «46. betragen habe; es sei dies 911) Mehr von fast 20 MiUionen in drei Jahren. Zu bedenken 1er dazu, dasz dZe Subv_e11tion ja auf 15 Jahre gewährt sei, und _es laye fich m1t Bestimmtheit erwarten, daß ein wetterer Auschwung der deut1chen Ausfuhr eintreten werde; es sex bereits das dringende Verlangen 11ckch Vermehrung der Verbmdungen _ gestellt. Was die Forderun einer ge- naueren _Stattstik_ betrsffe, _so solls sie erxzüllt werden, somett mcht_ _nqttonale Rijckfichten entgegenständen. Die Samoa-watglunZ hade eme _große handelSpolitische B:“- deutung n1cht_; ne set _aber mit den politischen Interessen Deutschlqnds m der Süd1ee verknüpft, und bishrr habe das AuSwärUge Amt auf _dre Aufrechterhaltung der Linie großen Werth gelegt. (Schluß des Blattks.)

__ - In der amKFrertagstattgebabfeN Sitzung der Kommission fur Bergthung des Sozralrstengeseßes wurde, wie Nachträglich bemerkt m, bei §. 13 beschldnen daß die Beschwerde gegcn Verbot chb fer_nf_ren Erscheinens emer Druckschrift anfschiebende Wirkung (1 en o .

In der Sonnabend-Sißung trat die Kommisfion in die Beratbun des §. 26 der Vorlage ein, We1cher in dem Geseß von 1878 folgenderLZ maßen lautet: „Zur Entfchetdung der in dén Fällen der §§. 8 und 13 erbokenxn Beschwerdewwird eine Kommisfion gebildet. Der Bundesrat!) wadlt vre_r Mitglteder aus seiner Mitte und fünf aus den Mtxgltedern de_r bochsten_©erichte d-“S Reichs oder der einzelnen Bundeß!!aat_en. Dre Wahl dt_e1er_fünf Mitglieder erfolgt für die Zeit der Da_uer d_teses Gesetzes und fur dxe Dauer ihres Verbleibens im richter- l:chen Amt. Die Rearerung schlagt dafür folgenden (nacb Ausfall der fruheren §§. 22-25 als §. 22 nummerirten) Wortlaut vor: „Zur Ent- sch_etdu_ng der m _den Fäan rer §§. 8 und 13 erhobenen Bescbtverden w1rd eme KeurmUfion mit dem Sitze in Berlin gebildet. Dieselbe besteht ars emem Vorfikenden und elf Mitgliedcrn. Der Kaiser ernennt den Vrrßßxnden und aus der Zakk der Mitglieder der Kom-

mission dessen Stellvertreter. Die Mitglieder der Kommi wn werden von dem Bundeskath aus den Mitgliedern ssder

höchsten (Gerichte und VerwaltungSJeriÖte des Reichs oder der einzelnen Bundesstaaten gezvädlt. Die Wahl der Mit- glieder erfolgt für die Dauxc r_bres Verbleibens un richterlichen beziehungöweise verwa[tunas_gertchtl_tchen Amte". N9chdem ein Antrag des Abg. Kulemann: „Dre Entxcbeidung über dre erhobenen _Be- schwerden-erfolgt in den Fällen der § 8 und 13 durch ein Reichs- Verwaltnngsgericbt' mit 16 gegen 9 Stimmen abgelehnt Wurden war, wurde der erste Satz der Regierungövvrlage mit 21 Stimmen an- genommen.

Zeitungsftimmeu.

Der „Schwäb_ische Merk_ur“ kommt _aus Y_nlaß der Rückkehr Ihrer Kaijerlichen Majestäten m dre Hetmath zu folgenden Betrachtungen: _ _

„Mit freudigem Stolz __darf das_ __deut1che Volk s1_ch 1agen, daß ebensorVeit, als die Rene des Kancrvaares fich er1treckt bat, aucb moralische Eroberungen dcs deutsrden Namens und neue Bürgschaften für den Frieden der Wel_t zu_rerzetchne_r§ find. Un_d so macht fich aucb am Ende der ortentaltschen Katjerrme,_ dre eine" schönen Abschluß des viclbewegten Jahres 1889 hrldet. 'Die Thatsache der nach einem AUZdruck des ,Globe' .se_lt_1amen Ironie des Schicksals“ geltend, daß i_m Jahr drr Z(zbrbunderxserer der franzöfisÖ-en Revolution das mor-arcbtsche Wesen fester beqrundet_er- scheint, als es in den [eßten 100 Jakzren jemals der FW gewrxen. Mit welcher Tbeilnabme Hat _das gayze de_ut1,_che Volk stmen Kaiser auf dieser Reise brglettet. m_e begtrrtg Hard es den Verlauf derselben verfolgt, dj_e NaÖrtÖtkn uber dmelbr ent- gegengknommen! Es ist so wie jenes Blatt sagt: „Dre _Traumer, welcbe Gkficbte sehen von Republiken, kön_nen, _Wenn_ es td_nen_czuch noch so schmerzlich sein srllfe, docs) 'der Einmcbt 11ch x_neHT der1chliex3e_n, daß die aegenwärtige wie die jüngst vcrßangenx Eexckygcbte Europas rr; einer Richtang fick) bewegt. welcbe ibnerrkaum eme Hoffnung ubrtgläßt. Mag das heutige Europa für beffxr oder 1chlecht_er gehaljen werden _als da_§ vor einem Mknsäyenalter. soviel mhk fest, es tft L_excbaffen gad wrrd o_rzs- recht erhalten Wesentlich durcd_die m_cnarcchbe Regrerrrngßweme. Eben in “rießen Tagen war unxer Kaimr drr Gast res Kontgz vdn Italien. und am 14. Noyemder drückte er dem Kader von Ossterretch als trewm Byndesgenoffen die Hand. T_aß_ legt uns _dxe Frage nabe: wis stände es um die _Veerklrchung drr rtaz lieniscben Einheit ohne den König] Viktor Emanuel? Was wäre die dunte Menge von Völkersckaffrn und Volkstkstlerz, welche zusammen Oesterreich=Ungarn gexmnnt Werden,_Ur-d dre wir in den leßten Tagen in s:) gewalttger_Erregung__11ch un_ter einander befebden seben, obne dcn babsbuxgtscben Kczrxer, _denen Hand fie alia zusammenhält? Was ware L_cute Teut1chlox1d obne dkn Jrkisen Kaiscr Wilbelm 1. und den jugendlichen Wri- belm U., d-Iren einer für die rationalen Vestrcbungep der _,kexte Mittelpunkt war, der andere es ist, um welckym rte _deutxckxxn Sraaten sick: zUsammenscblonen und nun r*crbunrert dle:ben_sUr immerdark YUJLÜÖTZ dieser Tbatsachen K_ewirmen dre Retsen Unxeres Kaisers, gewinnt zumal diese _lctzte Reize ir: daS MorJezrxand mit ihren chcgnangen zwisckxén Sukxan, Kaixer und Kömg crrrdte Be- deutung, und es kommt an? rrcudig betrsgtkn Herzrn. wenn das deutsche Volksrinem Kaißerpaar kei derHeimkebr zuruft: Wrükvmmer in der Heimatbl'

Zu der Monarchenbegeg_11ung, welche am Donnsrstag in Innsbruck stattrand, schrerbt das „Prager Abénd: blatt“:

,Die zahllosen Kuvdgebungen der Genug_t5u_ung, der die Presse über diese neuerlicbe Bekräfjigung_ der ö_1terretchi1ch:deutschexx _Frxund- schaft Ausdruck gegeben, betrei1en dre ungrxdétlte Bemedrgqu über diesrs Ereigniß. Nich zu Zweifeln _nt daran, daß. dre Monarchen selbst von dieser Beßriedigung xrfuklt Und. Die Inns- brucker Kaiserbegcgnung War m_!ck) noch von xtner anderen_Knndgebung begleitet, die in “Triest stattgefundey, tro dre Wernbnt dcs deut- schen (He'scbwaders dem österrerÖUÖen Seebezrrk:-_Kommandante_n einerseits und dem deutschen Kommodore _a:1derersetr§__ Gelegenbett boten, in Warmen Trinksprücbkn die Freunk1ckast der herren S_taaten zu feiern. Zu den wiederholten Vetbätigunzzen der tnmgen Bt_znbun- gen, in denen die der Tripel-AUianz angehörenden Sraatm zu emander stehen, ist nach wie vor die Stürze dcr Hoffnungen auf fernere Er- daltung des Friedens zu erblicken".

Den heute in Brüs 1“ el erfolg_e11.de11_Zummmenmtt der Anrisklaverei-Konferenz heglertet dre „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ nnt xolgendsn Worten: __

,Jn dcn nächften Tagen treten auf Anregung der [*elgxxckoerx Re- gierung die Vertreter der Staatex, welche (1:1 den) Congoxongreß ro_n 1884/85 theilgenommen, in Brürnl zu ernst Zonxerenz zmammrn. dre es fick) zur Aufgabe macht, durch gemeinsames Vorßeben der betbetltgten Mäckm auf die AUOrottung der SklaVerei binzmrrrken. _ _

Die Brüsseler Konferenz will mit dem Werk, welche? 112 begtrxnx, den in der Congoakte enthaltenen Vereinbarungen praquckye Bethan- gung eren, indem fie den Unterzeichnern jenrs internatxonaler. Ver- trages die gemäß Erklärung 11_ Ter genqnntrn “_IlkFe uderndmmene Verpfiicktung in das Gedächtnis zurückrurr. T-1e_1e Vexpflrcbrung, welcbe allen in Afrika Souveränetätsrechte oder _emen _(melukx aps- übenden Staaien auferlegt ist, bezieht fich_bekanntltch aus das Odltgo der Vertragkmächte, den Skladenbandel und allen zr: Gebote ste_benden Mitteln zu bekämpfen und Diéjenigxn, die ibm odlteger), zu__be!trasen.

Der Zeitpunkt, in welchem die Krnserenzibre Arbxtt begmnt,_nt ganz he- fonders gerignet, die Erwägung nahe zu legen, wre es edxnxowdhx tm Jntereffe der Civilisation und Humanifät, wre der kdlcmalpylrtrjcbm ur-d wirtbscbaftlicden Raison liegt, nicht langer emen Zu_!:and_ _zu ertragsn, der auf die Dauer eine beständige Bedrobuna der m Asrtka Mühsam geichaffenen Kulturwerke bedeuten würde ..... _

Dem König Leopold 11. gebührt ron Neuxm das Verdtenst, den Impuls zu einem Werk der Kyltur und] S_Mxtung gegeben zu baden, welches wiederholt Zeugnis“, daxür adlegt, wn Uhr der gepannte, VM kchtbx1manistischem Streben b_e1eelte Monarch eZ als eme der schönsten Pflichten seines hohen fürstlichen erujs qn11ebt, den Ge- boten der Menschlichkeit und werbbätiger Nach1tcn_lt_eb_€x Achtung_ und Geltung zu verschaffen und die Segnungezt der Ctdtltjation arrf den Welttbeil zu übertragen, der nach so verschredenen chbtungen hm das Ziel europäischer Kulturbeftrebungen ist."

Das „Journal de St. Pétersbourg“ bedauert,w1e „W. T. B.“ meldet, den Umsturz des Thrdnes Dom Vedro's von Brasilien und sagt: _der Kmser habe srch Während seines wiederholten längeren Auxe_n_thal:es 111 Europa Achtung und aUgemeine Sympathie durch 1eme bewdrragenden Eigenschaften erworben; allerseits werde das Geschtck, wel es thm die Undankbarkeit eines Theiles f-Zmer Untxrxdanensoe en berxitet habe, lebhaft beklagtwerden. _Was Brastlteyanbetreffe, so 1ei zu befürchten, daß das Land für langs Zen Ordnung und Sicherheit verloren haben werde.

Statistik und Volkswirthslhaft.

Viebexport. _ _

_ Der rollen AuSnuYung des für Schlestrg-Hdlstejnbesonders wtchtigen ErwerbÖzweigs der Viebgräserei jtebt, Me von_ do_rt_ ge- schrieben wird, immer noch das von England erlassene Vtebemsubr- verbot im Wege. Zwar ist das in Folge dessen zu erwartende Sinken d." Viebpreise noch nicht in dem Umfange eingetretrn, __daß dadurch eme Schädigung der Landwirtbe und Händler herbergenxbrt worden wäre. Es kann aber die Befürchlung nicht als außge1chl_offen be- trachtet werden, daß die Fortdauer des jeytgen Zustandes eme erheb-

lichere Stockung des Absatzes von Vieh und damit schwae wirth- schaftliche Nachtbeile für die Landwirxbscha1t,_ den Handel und die Schiffakrt der Nordseeküste nach fich stehen Wild.

WohlfahrtSeinricbtungen. _

Die Erben des Hrn. OScar Schäl] in Duren baden. wre das „Echo' meldet, die beträchtliche Summe von 60000 :,“ zur Er- richtung einer Kocb- und Haushaltungsscbule ?_ur Fabrik- arbeiterinnen, in Verbinduxjg mit der yon glcia_3_e1nficht5voller Munificenz gegründeter» und bewahrten Volkskucbe, gestiftet.

ZurArbeitcrbewegung. _

Ueber die Londoner Strike-Bewegunq meldrt d1e_.AÜg. Cork,": Nock) immer onen Strike und Strikegk'scbrei rn den Londoner Docks und den mit denselben verbundenen Gewerken nicbt verstummen. Die Arbeiter in den Tilburv Docks fordern, daß die Aufseher und Kommis fich ihrem Gewerkverein arz- schließen Letzteren ist dieses aber nach idrem Vertrage Mit den DockgeHÜsÖaften unmöglich; überdies nzürden str (1er Krankengelder, Pensionen und sonstigen Vergümtigzrngxn rerl_u1:tg geben. Die Arbeiter kündigten an, daß sie einen_«mke_degmn?n ;vürden, faU-Z die Aufsekker und Kommis ihrem Erxuchen nrcht nacb- ommen.

Die Folgen des Dockarbeiterstrike§ machen_ säck;_den Schiffsrbedern bxreits füh!bar;_dieselde71 erklären, daß Tauwude ron Tonnen Fracht jährlich dem Hafen von Londqn entzogsn worden find. Ausländische Kaufleute ziehen vor, ihre für die HquvMadt bestimmten Waaren zu Schiffe vac?) Hull und Harwrch zu sckytcken, ::[H fich neuen VerkehrZstörungen, die jeden Augknrlick rintrrtkn könnxn, an»?- zusethn. Die gestrigcrte (Einnahme drr va:: HUU und Harwrck) nach London fadrenden Eisenbnbncn beweirt all_ein zar Genüßk, daß der Hardel andere Wege Einschlägt. 4 australixcde mir WoUe betrachtete

SÖiffe onten in Grimsby statt in der Tkem1elöschcn, wo die '

Hafengrbüdren gering-r find. Außerdem liegt der PlaZ den großen VNittelpunkte-“t deI kontinentalen Wosldandels näher. Die Rdeder Heben mit Recht dcrvrr, da:“; der Handel, _rvenn er fich einmal wrt- gezogén kat, nicbt lcäckt rriederzuerlangen in. _

Es war Lord Braffsy's nuermüdliéxen Ynstrensungen zu ver- danken, daß die Lichterleute cinkn ;wölfxtündigen Arbrits- tag erdielten. Jeßt entstcbt aber eine eigcxrrbümlicbc Streitfrage. Ist dieses Zeitmaß keweglick) und richtet e:? fick) natd Eintritt der Flutd? Dies ist die Auffaffung der Meister, wäbrcnd die Leute onsn, rar“ der Arbsitztag an einem gewiffen fcsten, unabänderlichrn Zeitvnnkt begixmen soUe. Kübn odkr trunkrn gemaäx-r _rurÖ ibre brÉ-dchZM (Erfolge, fordern die Lichterarbeiter, daß die Meister Liv.? zam nackyxtkn Freitag naÖgeder-r, andernfaUS das A(ldsilmijtel _ Strike __

Das Strikecomité der Bäckergesrllen empfing am Irritag 140-150 rvsitrre Zuschriften Von Meistern, dir die Fordcrnng der Leute auf einen 10f1émrigen Arbeitétag dewiÜigteU. Jm Ganzer Haben somit MW 1500 Meäster fick) gefsrgt. John Buch hat an drs Genoffen nacb DeUtfcbland telegrarbirt, darürzu wrgrn, daß der Zugang von Gesellen mä) London mög1ichst rerdizrrert werde. Das Comiré beschloß. Lrndon für kerr Strike in 9 Dijtrikte einzutdsilén. » Wie dem „W. T. B.“ gemeldet wird, ist" der Bäckrrstriksam Synrakend wirklich ausgebrochen, bat abcr nvr einen geringen U:-:1fang angr- nommen, da viele Bäckernxkister die Forderunzen dewiUirrt _Öadcn. _

Tie AngcsteUten dsr „Road Car" Om nibuS-Ge1e11scha7t werden Mcd wahrWrinléch aUernäckzst einrn Strike degitrnen. Dic Leute verlangen eßncn 12stündigen Arbeitstag,_ 2 S_jundrn RubcPaUse inbegriffen, und außerrsm Extravergütun-„Y für die Bezahlang drr Leute, wriche die Pferde Umkvannen müUcn, Reform der Krank?"- und Unfaükaffen Ic. Die Kutsckyer rer (Heseüscbast erbaltcn 6 5 täg- liÖ, rie Condacteure 3 8 10 (1. Grgenwärtig gehöre.". Über zwei Drittel aUer Ansesreürek der Gesellschaft zum (Hewrrkverein. _ Jn- zrrik'chen find, wie „W. T. B. beriÉ-xet, Unterdandlungen Eingeleitet und der Ausstand auf 8 Tage ver1choben wordrn.

Laud- und Forstwirthschaft.

Landes - Oekonomie - Kollegium.

Einen meissten Gegrnsmnk der Beratdung in der_ vrrgestrigey Sitzung des LandesOekonomie-Kolleßiumz bildete d:? Frage: „In die Berufung auf den öffentlichen Glanbcn dex; Grn_nkdacks Dem- jenigen zu versagen, Welcher daS Eigentdum oder ein WrxstigeI Recht von dem Eigentdümer oder eixre Hypothek Von dem Glaubigcrddne Entgelt erworben bat?“ Der Referent, Obxr-LanreZkuxtu:gerrabxs- Rath Met; ckBerlir.) befürwortete folgenden Antrag: „Da? La_nch- OkkNWMiS Kollegium wolle beschließen: _ 1) Die Beruxumg „mx den öffentlicken (Glauben ch GrUndduckps irt Dsmjenégcn zu rer'azen, welcher das Eigenthuxn oder ein sonsti4e§ Recht Von dem (Tirren- tbümer odrr eine Hypotkck von dem Gläubiger odne Cntgeltsrrrorben. ?) Ein solcher gutgläubiger Erwerbrr ist zur Herausgabe deé Grund- stückes nur gegen Vergütung aUer aus raésxlbe ror (T*.ntritt der-Recbrk- hängigkeit ("machten Verwendun-Zen rerpnichtet;_er hat jedoch _etn Recht auf Vergütung der Verwendungen nur inwweit, x_ls cr mch! durcb Nußangen, trelrbe ibm Verbleiben, bereichert i't.* Nach kurzer Derart? gélangte diesér Antrag zur z?lnmakymc.

Hierauf wurde nach längerer Dekane rolgonder Antrag rer Kym- wisüon angcrdmmen: .Das Landes-Oekonr-mie-Kollegium rroUe be- schließen7 1) Der Anspruch auf Beseitigung der am? der Grex'ze ',TLÜLZ-Tkkn Bäume muß fortfaüen, wenn leyteke die auIscY-ließlickxcn Grenzxxtchen find. 2) Ter Eigentbümer eines Baumes dars ron dem Eisentdümer des Nachbars-„rundstückr; nicht geznzurgen werden können, Warzelrr, welÖe dinüberragen. abzusckneidem wnrern er hat nur JU kuldez1,_da13 dieses durch den Eigentbümer de; drmacbdarten Grundstücks geWrebt. 3) Zu den Anlagen, welche nach F. 864 nicht dergesteUt oder gcbalrch Werren dürfen, Weil idrr Bemaßung eine unzuläsfige Einwjrkung auf ein Nachkargrundßück zur Frlgc raden würde, find Baum1chlagungen nicht zu rechnen." _ __ _

Zu der Frage: .Entsrrechen die V0r1chnsten _udcr sogenannte Nr*tbkvege in Verbindung mir dem Vorbehalt im J 866 dem Be- dürfnis; der Landeskultur?“ bekürwortete Landes-Direerr ertn (Düsseldorf) folgenden Vorschlag: .Das Landes-Oxkonomxe-Kollegrurn wol]? beschließen: Die Beschrärakungen _de_s_§. 863 des Entwurfs für die Gestattvng der“"; Notdweges geben mxcxsern zu weir, als _1) der Rothweg nur für die biéberige ordnungémaßjgc Benußunz ge11a1t_et, 2) ker Verbindung mit einem öffentlichen Wege 13ichtkte Vordru- dung mit einer Wasserstraße oder Eisenbahn gleichgeneüt Und endlich 3) re: Notbweg alSdann versagt wjrd, w_enn der O_Totbstand von dem RechtSvorgänger vorsätzlich orersabrläxfig werur1acht worden Ut.“ Nack; kurzer Debatte gelangte dieter Antrag zur Annahme. __

Auf Befürwortung des Oder-LandeßkulturgertÖts-thbs St_ber (Berlin) wurde ferner beschlossen: „*Das LandeSOekonomu-Toücgtum erklärt: Im Fall des § 867 ist der Eigxptbümer der Sache zur vorgängigen Sicherheitsleist'ung nicbt zu verpsltchten'._ __ _

Ober-LankesgerickptS-Ratb Struckmann (Berlin) trat sur_1ol- genden Antrag ein: .Das Landes-Oekonomie-Kollegtum wolle bxscbltrxen: Die Ausstbließung der Ecfiyung als Erwerbßart des Grundergentdums ist rückficht1ich der nicbtgebucbten _und der vom Buckoungßzwange be- freiten Grundstücke nicht gerecbferttgt.“ _

Geheimer Regierungs-Ratb ])r. _Hermes_ (Berlxn)_beantragte, den Vorschlag folgendermaßen zu fanen: „Dre _Aqucdlteßupg der Erfißung als Erwerbsart kes Grundeigentdums 1struckficht11ch _kec nicht oder mehrfach gebuchten und der vom Buchung§zwange_bef_re1t_en Grundstücke nicht gerechtfertigt." Der Vorschlag gelangte !Ölteßljck) in dieser veränderten Faffung zur Annahme._ _ _

ES folgte ein Antrag, betrefferd die Ausrzabme emer Besxtxnurung in den anwurf, wonach die Yu5laffvvg außer vor dem sm_txndtgen Grundbuchamt auch vor eänem denksJr-enNotar gestattet1rm sol]. Die Mehrheit der Kommission bart jedoch dtesen Antrag qbgelehnt.

LandeFDirektor Krein (Dümeldorf)n_abt_n_nunmebr diesen Anxrag wieder auf und bemerkte: Die beamtragteBeUnnmun-g _btlre zur Zext bereits in Bayern und im Bezirk res Obxr-Landesger_tch1ß_ zn Koln geltendes RUM; fie sei aus einem prakttscben Bedurfniy hervor-

JLJMJen. Die große ParzeUirung des Erundbefißes, die daraus ent-

springenden verwickelten Verbältniffe, sowie die oftmalige große Erri- kerpunq der Parteien von dem Sitze der Amtßgerickote würden auch m Zukunft den Abschluß der Kaufgescbäste vor dem Grundbuchricbter so erschweren, daß in der Regel ein notarieller Vertrag nicht werde ent- kebrt rvsrden können. Es würde ;u einer namentlich für klein_ere Objekte äußrrst drückenden Häufung der Kostka, sowie zu einer großen Belästigung der Vertragéscbließenden fübren, Wenn nrden rem no- jariellen Akt noch die Auflaffungserklärung vor dem Grundbuchamt erfolgen müßte. Ju äbnliÖer Weise äußerte fich Rittergutsbefixzer don Bem- der;] (Flamersdeim, Rbeinvwvinz), der folgenden ANtkÜJ Ueklte: „Tas L.“:ndes-Oekonomie-Kollegium wolle beschließen:?daßin xu_ xrirken, da:“; eine Bestimmung in den Entwurf dk§ dür erlichsn (Heyeßddzhs aukgenommen werde, wonach die Auflassung auZer vor dem zyxtan- _dig€n___(§1rundbuchamt auch vor einem deutschem Notar ge*tattet em 10 .“ Der Präfident drs Ober=Lande§kulfurgerickf§ Glatzel (Berlrn) wandte fich gkgen diesen Antrag, während der (Hebeims Oder-Rrgte- rungH-Ratk ])r. Thiel (Berlin) dafür eintrat. Der Antrag wurde schließlich abgelcbut und die Sixzung sodan auf Heute rértzgt. D*.“r heutiger. SUZUKI rrdknte drr Staatésekrstär ka NsichZ- Jastixamrs, Dr. von Osdksrbläzer bsi. Den ersten Gegenstand der kzurigsn T::ZéÖrrrnUng kiireten dic Fragsn: 1) Welche STSUun-Z kat daß ncUe Gessßwck) der aus landwirtdscha711icken Kreiirn Erkrdensn Frrderrmg grgsnüber: ,Das; für OTL ländlichen Grundstücke nur die leastrmg mit unkonddaren Renxkn als einziz 311131171» Frrm rer Velaswng :U- gelaffen werde“, einzunebmén? 2) Ist da? Institrtt dsr auf GkUnr- stücksn ruhenden frsten Gclrrrnten im der Richéung 1155er (LUZZUZé' staltén, daß dis Forderung des antsmdereMigrcn (?KentankäufrrH) exwa durck) Einfükrrmz von Rentrndrisfen vsrkrbréfädi.) gemaHr Mrd? Der erercnt, LankrSdirektrr KléÜn (Tijsselrocf) *:FÜrerrtcte fdlgsnden, rrn "drr Kru1mi"*"7ry'. vrrxerlaswa Artrag: ,Das LandeÉ-Oekrrrmie-Kr[legiam rrrUr rc§chlisécxw 1) Im erdiick daran, da!“; die Belaxtrmg de:? stärsjsécm trie ländlicbm Gcamd- 'refiyss fich i;“. ganz Dsatsckyland in dsr Frrm drr Kathal- brdotdek di-Z cht voUzogen dat, und in Ankstracbt, rar"; disse Belastungéform wenigstené für die städtisckyén Grundstücke Unter aUen Umständen (111€!) für die Fosg: allgemein Üdlirb kleiden wird, mußte“ es als näckystr AuYake detr-xÖtet wrrdsn, dic Belästrmg Ter Grundstück? in Form der Kadiralschuld z“;*"€-x31.ich :U rc-chn. “::.-W er- schemen ric dezüglicben Bestimmungsn TIF EwaarH-I im Adzemsinén zweckmäßtg und dem Bedßrfnikse rss Vsrkcdrs enr'rrrMnd. 2) Da ixxdefien die Karitalkrrstdek der Namr dex lxnrrrimb- schaf11icken Birkisbe-Z WkniZkk cxrrsrrikk): unk, trie die Er- fadrux:z Zezcégt bat, [rkckyt :ZLr UrkcrlastUrlg des länklickxrn Grund- kefißsZ U;:t (ZÖUlren fükcr, 20 cr'Éeint (H dringsnd wünWMÉrrcrtb, daß das neus (Héexzddäy, der MZ landwirtks-Öaétlicbrn Kreisen Jegebr- nen Anrsgrmg 151,15», Mrd rie dsr Landwirldicbaft zUsazßndrrc Form der (HrunkrersÖUldUng mittels unkündrurer ertrn Mixer „11:45- bildet. al?- dieses rUrch F. 1051 drs 1151125 GsséZdUÖC-Z und Ar- tiksl 70 reÖ Einsübrurßögcssrss gcRdsksn rst, inxde'rnksrs N die Rentsnforderung kurcÖ Einküxrxng. WU 'Kcntcrkrirksn dcrkrerkädig zu mzckycn. 3) Dir (1ka !:nrn*:rtk:7chakxlßch8r1 Krcikrd Mixer an- gercgtk Frage, ob die Karrtalkdrdrbsk Nr _(M _[ändlickden (Brunddeüy grsrßliÖ 7! drseirizcn Und djcrksrr 31? IUZ'FIlisLJliÖe Belaswngsfrrm rtr Ssixcns 'er 'Gläükigsrd urfünrdarc RemlsxÄÉuld :„uzUlasfsn sri, ds'r-Zrs 11185: dsm wirrksckoaftlickkn rrée dcm reÖtiéÖen Gericke an. Li? darum geknürflén Hrffmzr-gan kamm ka? Landes- Oekrno:1:ie-Krll:*gium in keinkr Werse Theilen. Aue!) rrürkc rirsr FTM? jedenkalls nur nnter rkngedcmrstsr Abwäxung der Mit Liner soLcden zwanzswcxsen Reform des länklickoxn KreditwescnÖ rer- dundened rrirldsckaftlicéyen Vrrtdsile Und Narbrsrkilr, sowie Untsr forg- fältigcr BIrückfiMiaun-g der Schwierigkeiten und Gerabren dss Usbek- dar.,zeÖ ron dsr destsdendem K::viral- zur RertknrsrfiÖerUng und dsr zar Bessitigrmg disser (Hefadrxn unsrläßlic'kxcn Einrichtangen grlöü werden. DieEmscdéidung überdZ-x'r, znr Zeit wenigsrens noch nicdtfdrucdreifen. wirthsÉafllicben Fragkn kann nichr all:"- Arügabe des mucn dcntiÖen * Geseyducbes kxtrarhxet werken; gsnügt rislmedr, rrsnxr [es!ereé die Grundrerscbulxung ir- F5rm dsr Néntenichrxld nebsu der KarxxalsÖde geseßlicd in auérci-Ö-xnrsr Weise rccht Und al§d3nn ram Vcrkeßr 1ow1e nötdigrnQU-É rer Sonrarzexeßgsbnng die Umwanrlrmg der Kapitalscddlrcn i". Rrütenkchlrsn ?'Ür ren ländliäyrn ernkkesrß Übarlät'zr."

Dl? Tixkuxärr. kisrsrksr n.'ka cine gröLere AUFkrknang an und war bsi Schluß DSI Bl.:xtc? NO:!) anHt kscmriZt. '

Maul- und K[äUé111€UchL.

Nack) cim“): Zusammenstcüxmq drr ,Nrrdd. AW. 315“ Karan zu Ende rorig-In *.Nrnal? sQUcÖcyfrci nur Berlin, ck ngikryngs- bezérke StrQlfund,Sx.-1dk, OLnabrück, Adrick), Münstrr, Koblenzur1rAachsn,forrie die Provinz Schle§wrz-Hrlstein UND die Hrkranlrrnscden Lande.

Saatenstand im Königreiä) Sachsen.

Urker der. Saaxérx'kxnd im Königrriäo Sackäsen Ende Oksoder berichtét dic „Säckxfiscke [andwirrdsckßaftlicbe Zeitschrift“: Ti? _küdle, naffc Willerurg dcr :rrcéten HIN? dss Septenxber§_ bc-ÜZUVTZN 1:2-5 ge,]rn Mitte Oktober, ron wo ab kann 1ckén1125Oerb1trrctter rmxm. Dieser Wxttcrxxn; entsvreckysnd dsrzögrrtrrr fick; d::Hkéukrgaqg der HörbstbestxUUrg und das Eindri-gén der_HackfrÜckxtc, rradrenr die »;Üustige Wittrruyg dcr zweitrn Moratsbälrte das chädmtc nU_r rbcilwcés nacbkéolen ließ. Die vrrbscige Feuchtigkrit U_71d die daran!- frlzcmre Wärme ksgünstigfen den Stand *;rr zxitig be!:eUren Sßaren ungcmein, srraß steUcnwsis üker zu Ürrig cntwrckelte Saaéeu deklchxet wird, während in naffrn Lagen und auf nicht drainirten Jélrcrn rte- selden lücken-Laft atügejaWen und gclb gkworden smd.

SauitätI-, Veterinär: und Quarantäneweseu.

Portugal.

Durch eine im „Diario dd Governo“ Nr. 250 rvur 5.Nr*:*_su_1_kcr 1889 réröffentlicbte Verfügung des Königlicd rortugrefixlbkn Mxm'xe- riums des Innern ist der Hafen von P_ar5. )eit dem 5.0ktsber dxxJ. rom gelben Fieber für .rerseucbt' erklart worden.

Rußland. __

Zukrlgr ciner Bekanntmacdum dcs Sf_a_dtba_thmar-t_ns_z_u Ode"; (Amtßdlatt vom INOrember/L-L. Oktddcr1889) 1ollen Schlff8,_welche im HM" von Okcffafaas der Pest oder _der Cholera rerdachltgen Gegenden ankommen, Und auf welchen_wadrer«d der Re:]e oder der Odiervatisn nacb Rnkur-ft in Odessa Pert, Cholera oder andere vxr- däcbtizc Hrkrarkungen vorgekommen find Oder Vorkomchr, naxb Thcodrfia in Quarantäne beordert werden. 21116 anderer: Schzffe sus dcn gedachtkn Gegenden können die angeordnete Obxervatwn tm Hafen don Odessa abhalten.

Handel und Gekoerbe.

(W. T. B.) In der bcutigen Gmeralversammlung der Berliner Handels,;esellschaft, in welcher 6544 _Antdeile vertreten waren, wurde die Erhöhung dcs Kommatht-Kaprtals der Gcsellscbaft um 10 Millionen Mark Nominal, _thm W 50 Mtl- lioncn Mark nach dem Anfrage der Verwaltung beschlonen und der Minreütcours für die auSzugebenden Kommandit-Antbctle auf ]50"/0 festgesest. Es sonen hiervon 8 P?iilionen Mark Nominal den Kommanthisten derart zam Bezuge angeboten werrxn, daß auf je 5000 .“ alter Kommandrtantbeile ein neu«*r Äx- Zbcilxcdein von 1000 „46 zu 150 0/0 erhoben kvxrden kann; an dem aus der Realifiruna der restlichen 2000000 „% Nominal über dan_ Ueber- nadmedreixi Von 150 0/0 hinaus zu erzielenden Gswinn wird dre Ber- liner Hapkelögesellsckxaft betdeiligt sein, m_1d wird dixser Gemmr- auxdei! ““on-i? das Agio von 50 0/0 drm ge1eßlichen Restwefonds zu-

gsfüdrt rrerdsn.