1889 / 276 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 19 Nov 1889 18:00:01 GMT) scan diff

machten.

Post Gelegenheit geboten. besteller sind

Rauschender spenden folgten . am Schluß dieses Werkes. Kapelle leistet_e im Vortrag der Mendelssohn'scben Ouvertüre zur .Melysine', 111 dem eines Andante's von Tschaikowsky und in der Begleitung des Concerts unter Hrn. Kogel's Führung wiederum sebr Anetkennenswerthes. Das Publikum war zahlreich erschienen.

Manuigfaltiges.

Zur bequemen Eins ie ferung von Packet en ist in Berlin, abgesehen von den zahlreichen Stadtpostanstalten, aucb d u r ck dte Packet-Bestelletnricbtungen und Packetwagen der Sämmtlicbe im Dienst befindliche Jacket-

gewöbnlicber Packete Auf schrifliche Auf-

Weiterbesoraung

forderung

Die Ausführung_ des für den Schloßplaß bestimmten Kaiser- brunnens von Reinhold Vegas hat in der Gladenbeck'scben _ Fortschritte gemacht. Die „S_taatsttg.“ schretbt darüber: Es find in jüngster Zeit die wasser- spetenden Seeungxbeuer gegossen worden, die ihren Play am Bassin erhalten, ferner _eme ganze Reihe der Kinderfiguren, welche an dem Jelsblock tbr h_etterxschelmisches Wesen treiben. Auch der Meergott

keptun, der mtt fernem Dreizack die Krönung des mächtigen Werkes An anderen Modellen des

Gießerei

bildet, wird_1chon zum Gasse Vorbereitet. Brunnens bmgegen arbeitet Prof. Vegas noch in seinem Atelier, so z. B. an den Gestalten, welche die großen deutschen Ströme personi- Der Gnß des Werkes, deffen Kosten al1ein auf 200 000 «ckck fich belaufen, Yurfte schon im Laufe des nächsten Sommers vollendet mn, un_d ef» rst danach zu erwarten, daß das ganze Monument in Jahresfrist vollendet sein wird.

fiziren.

“Die sanitären Verhältnisse in Berkin waren auch in de_r chbe v_om 3._bts 9. November günstige und (1115) die Sterblich- kett blieb die gleich niedrige (18,2 pro Mille und Jahr berechnet). Das Vorkommen von_Darmkatarrben und Brechdurchfällen der Kinder bl_:eb_das gletch beschrankke, die Zahl der Sterbefälle die gleich geringe Wie in der vorhergegangenen Woche. alters an der Sterblichkeit blieb der gleiche mäßig hohe; von je 10000 Lebenden starben, aufs Jahr berechnet, 65 Säuglinge. Da- gegen kamen Erkrankungen an akuten Entzündungen der Atbmungs- groß. ongane etwgs mehr zum Vorschein und führten auch in etwas zahl- retcberen Fallen zum Toxe. _ an den Infektionskrankbeiten kamen Erkrankungen an Unterlerbstyvhus und an Masern in beschränkter Zahl zur Anzetge, leßtere waren in der jenseitigen Luisenstadt am ver- _ _ Erkrankungen an Scharlach, in der Rosenthaler Vorstadt am baufigtéen, wurden etwas mehr, Erkrankungen an Diphtherie, die fick) in der Tcmpelkwfer Vorstadt am zahlreichften zeigten, etwas “Auch eine Erkrankung an cpidemischer Selten waren Erkrankungen Erxrankqngen an Keuchhusten, wiewohl häufig yor- kommend, nahmen uberwwgend einen milden Verlauf, die Zahl der dur_ch khn h_edtngten Stexbefäüe sank auf 6. * arttgx Entzundungen des _ZeUgeWebes der Haut in größkrer Zabl zur ärztltchen Behandlung, Wie auch rheumatische Beschwerden, besonders Erkrankungen an akutem Gelenkrbeumatißmus gegen die Vorwochen,

breitetsten.

se_ltener zur Anzeige gebracht. _Gentckstarre gelangte zur Mittheilung. tm Wochenbett.

zur Entgegennahme verpflichtet.

Polonaise von Weber-Liszt zur Geltung. in der das Orchester kaum der feurigen Tempobemgung folgen konnte, und in der die vieltakti en bis zum Forstsfimo sich teigernden Triller einen wunderbaren E ekt eifall, mehrmalige Hervorrufe und Blumen- Die Pbilbarmonisäpe

_ _ _ mittels Bestellscbreibens oder Besteükarte an das Kaiserliche PackeL-Postamt in Berlin U. (Oranienburgerstr. 70) _ findet s1ch der Packetbesteller zur Abholung der Packete in der Wohnung des Absenders besonders ein.

_ Bestellkarten werden unentgeltlick; befördert; für die von den Packetbeftellern auf [hren Bestellfabrten eingesammelten gewöhnlichen Packete kommt außer dem Porto allgemein eine Nebeng ebübr von 10 -5 zur Erhebung.

zu Friedrichshagen weitere

eine kleine Steigerung aufwiesen.

An er östlichen Sejte Hes Mittelpfeilers der Mühlen- dammbrucke, da, wo die Psahlbrücke zur Fischerbrücke ansetzt, find

Die Bestellschreiben bez.

Der Antbeil des Säuglings-

Dagegen kamen ro1en-

beziehen

werk eingefaßten Felde darunter die Inschrift: 1). MM 1707,

meister bezieht, der die wiederum ein Stein mit

ebufs dte feste neue Brucke tm Zuge

merklich; da derselben indessen

Elementen.

fängniß. _

zum Opfer fielen, find, gegenwärtig nock) drei nur eines fichere Hoffnung,

zuerst ins Freie gelangte. bergesteÜt find, beschäftigt.

Bingen, 14. November.

bis joßt für den Wiederaufbau belaufen sich auf ca. 60000 „“

arbeiten am Münstertburm

fehlen nur noch 52 Stufen, um

übereinander drei Jnscbriftsteine eingemauert, welcbe sicb auf die Erbauunk des Müblendamms und auf die Anlage der Fischerbrücke zu _ Wert. Die „Voff Zt .“ scbreibt darüber: Der unterste Stem liegt wems über dem Wa erspiegel, zeigt in einem von Zweig- den Namenqug König Friedricb's ]. und W (['I. 7. M Das darüber liegende Werkstück aus _rotbem Sandstein bat eine durch das Wasser sehr abgerieben und abgewittert ist* aus einzelnen noeh lesbaren Wonen tsich erkennen, daß fie sich an- den Steinmey- nla e besorgt bat. m NamenSzuge w_elcher vxrmuthlich aufgeseßt wurde, als es | um die Verbindung der Fischerhrucke unt dem Mühlendamm handelte. dort die Vorarbeiten für eine Notbbrücke betrieben, nach deren Anlage

_ Der Ymsaß in der Volks-Kaffee- und Speiseballe, Ntxderwallnraße 31, belief sich im Monat Oktober in den Haupt- artxkeln auf 34 552 Tassen KaZee & 5 41, 12166 Tassen resp. Glaser Milch, Schokolade und Schrippen, geschmierte oder belegte Stullen und Kuchengebäck a 211, 5 und 10 _,H, 14172 Portionen Mittag- und Abendessen 5, 10_30 „3. Bei Eintritt der kglteren IabreSzeit machte stcb eine Jnvafion zweifel- hafter und anstößiger Elemente unter den Besuchern der Hane be-

Das Landgericht in München verurtbeilfe am 18. d. M, wegen Verschuldung des Babnunfalls von Röhrmoos am 7. Juli d._J. den Wechselwärter Seidl zu einjährigem Gefäng- ntß, den Stations-Tagelöhner Müller zu 15 Monaten und den Bahnadjunkten Tiefenbacher zu 6 Monaten Ge-

_ O_anau, 16. November. Von den verunßlückten 18 Mädchen. dje nut dem Aufseher der Explosion in der Pulverfabrik

wie der „Köln. Ztg.“ mitgetheilt wird, Mädchen

und zwar ist es dasjenige, Welches der Thür am nächsten saß und _ _ Die Mädchen saßen alle an einem Tische, mrt dem Abfexlen von fertigen Körpern, die aus Schießbaumwolle vor. Durch die plößlicb entstandene Flamme, die aux dem Ti_sche weitergeleitet wurde, verbrannte das Angeficbt der Madwen gletcb so stark, daß ein Aufspkingen und ein Verlassen des_Raumes sehr erschwert Wurde. Kletder dnrch dix abfallenden Staubpartikel stark infizirt Wurde und daher gle1ch_ heftrg ins Brennen gerietb, so war. das Unglück doppelt _ Bet Hen anderen zwei Mädchen, die noch am Leben find, ist dre Mögltcbkett vorhanden, fie noch zu retten. Angeficht_ derselben für irnmer furchtbar entstellt sein und auch die Ampatatton der Arme noch nothwendig werden.

_ _ (Frkf. Ztg.) Heute weilte Bischof Haffner aus Mainz 111 unserer Stadt, um die Brandstätte und die Rumen der _Roxbuskavelle zu befichtigen, sowie den Bericht des engeren AuS1chus1es für den Wiederaufbau entgegenzunehmen. Die

Ulm._ Wenn, was schon wiederholt der FaÜ war, die günstige BLuzeit [315 in den Monat Dezember anhält, „SWA. f. W.“ zufolge, nich_t unwahrscheinlich, daß die Versetzungs-

errei_chen, denn schon ist der äußere Durchmesser des Helmacbtecks wentger als sechs Meter und an der prachtVOUen steinernen Treppe

neunzigsten in einer Höhe von 144 m den leßten Kranz ersteigen zu

- WWU

eingemeißelte Inschrift, welcbe

Löscharbeiten

Ueber diesem Stein liegt riedrich Wilbelm's ].,

Gegenwärtig werden

des Mühlendamms hergestellt wird. welche

ier S. 5 und 10 H, 41 686 Stück

sofort energisch entgegengetreten und

winen.

am Leben.

Von diesen hat am Leben

erhalten zu werden,

Da auch der obere Theil der

Doch würde das

der Kapeüe eingegangenen Beträge so wäre es, dem heuer noch den obersten Kranz

einst auf der einhundert fieben und Athen,

können, auf welchem gleichzeitig 24 Personen Raum finden. 1. dort erheben sicb dann mit 18111 Höhe die beiden Kreuzblumen. wel den großartigen Thurm vollenden.

Bremerhaven, 19. November. (W. T. B.) Der enalisch Damvfer „Ocean Kinn“, welcher im neuen Hafen Bann; wolle löschte, ist beute Morgen 6 Ubr in Brand geratbm. *». Vordenaum des Schiffes wurde sogleich unter Wasser gesetzt. ' _ dauern fort. Die Höhe des Schadens ist bisher W mcht ermittelt. '

Luzern.

Ueber Lawinenscbaden "im schweizerische] chchgebirge wird dem .Scbwäb. Merk.“ geschrieben: In frischa Ertnneryng sieben noch die außerordentlich häufigen und stark" (**-:;cbneefalle im Laufe des Winters 1887/88 in den Alpen nachste Folge davon waren zahlreiche größere und kleinere Lawinen, _ aldbestänke zusammenbracben, Gebäulichkeiten zertrümmert eme größere Anzahl Vieh tödteten, den Verkehr vielerorts unterbrach" und, was am schwersten zu beklagen, manches Menschenleben begrubm Das schweizerische LandwirthscbaftSdcpartement erachtete es in Hinfich1 auf _das Forstwesen im Hochgebirge und den Landeöschu , den dj, dor_ttg_en Waldun en bieten, als Pflicht, den so verderbli en Natur. eretgntssen seine es versuxbte, sicb über dieselben genaue Kenntniß xu verschaffm Heute [regt die Veröffentlichung der Statistik in Form eines _ _ _ __ _ _ vom schweizer Ober-Forftinspekwr I. Coaz außgearbeiteten, sehr um. die St_okenfriede, wenn auch mcbt ohne Schwiertaknt beharrlich fassbenden Berichtes vor.

ausgewtesen wurden, so tft das Lokal zur Zeit wieder frei von solchen

ufmerksamkeit insofern angedeihen zu lassen, als

Wir geben daraus folgenden Außzug. In

Ic_x re 1887/88 fielen im schweizer Hochgebirge 1094 erheblich schaden, brmgende Lawtnen. Davon sind 468 als Staublaminen und 510 ag anndlawinen bezeichnet. lawmen, Oberlaxvinen und Gletscherlawinen xc. als unbestimmt notixx Von diesen Lawtnen brachen 803_ ob der Waldvegetationögrenze, 210 unjer derselben an und von 81 M der Ursprung unbekannt. 871 La- davon in Graubünden 446 und in Tessm 233, mehr oder weniger Waldungen; 82 091 km _Holz LanZinen zerstört oder stark beschädigt Stuck Vteb (628 Stück Kleinvieh), wovon nur 87 Stück davon kamen. Von 84 durch 40 Lawinen Verschütteten Personen wurden 35 gerettet und 49 find umgekommen. m etner La_wtne dte _Eltern von 6 und 5 unerwachsenen Kindern um, Jn__der_gletchen Lawtne fanden ferner ein 20jäbriges Mädchen, ein 121ahr1ger Knabe und ein älterer lediger Mann den Tod. Ein außerordentltcber RettungSfalL kam in der Gemeinde Giornico (Tesfim ' Den 26. Februczr, Abends 8 Uhr, fiel eine Lawine durchs Val Folda_ herunter, zerstorte eine bedeutende Waldstrecke, 5 Häuser und 2 Stalle und begrub 3 Personen und 3 Stück Viel). AUe 3 Per- sonen konnten gerettet werden, eine jedoch erst, nachdem fie 100 Stunden, som1t 4 Nacbte und 4 Tage in der L wirtbscbaftlickxe nicbt scblagrerfe, theils junge Bestände gebrochen wurden, daß daS Holz durcb Bruch der Stämme an Wer:!) verlor und die Au1arbej- tung und der Transport fich vertheuerte. neugehtldeten Lawinen der Zusammenhang der Bestände unterbrochen und die forstltcb unkultivir

konnen _diese_ Flächen durch Verbauungm der Lawinen der Waldkultur nur tbetlnmse Wrxder getronnen werden. verbanbar und de_t anderen sieben die diesfäüigen Kosten außer Ver- bälxntß zum exretchbaren Rayen. gerissenen Lawmenzüge_ und dte Erweiterung der ältern bat fich aber auch_ dre Gefahr für; dre tieferliegenden Gelände vermehrt. Mancher Gebirgsbewobner Wird _ficb gezwungen sehen, seine Wohnung, seinen Stall oder Heuschober tn ficbererer Lage zu bauen

_ Barcelona, 18. November. nts chen Theater hierselbst ist heute nach der Vorstellung Feuer auégekrockoen, das sich dem ganzen Gebäude mitgetheilthat. Menschen- leben find nicht zu beklagen.

18. November.

Die übrigen find als Grund- und Staub.

_ beschädigter. au1 1325 bx Waldfläche wurden 850 Gebäulicbkeiten wurden durch Verschüttet wurden 752

geworfen.

So kamen im Marrobiatbal

awine gelegen.

Der forst- kestebt hauptsächlich darin,

Schaden daß noch

Sodann wurde durch die are Fläche der Lawinenzüge vermehrt. (81 Viele Lawinen find nicht Durch die neu in die Waldungen

(W._T. B.) In dem sva-

(W. T. B.) Im Piräus ist Das

d a g 6 i 1' ch e F i e b e r wieder angebrochen.

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Wetterbericht vom19. NOVembcr,

Morgen.“; 8 Uhr.

“335 MX“ Q.» =! U

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Stationen. “ZZZ? Wetter. ZZZ "

„___-575.5 5: x--»

(!“-w' "" :: "-

MIZ K*Z Muklaghmore 774 4*wolkig 9 bkrdeen . . 774 1beiter 6 Cbristiansund 768 8balb bed. 12 Kopenhagen . 7 78 ][Dunst 6 Stockholm . 771 2 wolkenlos 2 avaranda . 760 2'bedeckt 2 tPetersburg 764 bedeckt 3

Cork, Queens-

town . , . 776 bedeckt 11 Cherbourg . 776 Dunst 9 elder. . . . 780 halb bed 3 ylt . . . . 778 Dunst 8 amburg . . 780 bedeckt 4 winemünde 778 bedeckt 7 Neufahrxvaffer 775 wolkig 5 Memel 773 lxeiter 6 atis . . . . 778 bedeckt 5 ünster. . . 780 Rebel _4 Karlörube. . 780 wolkig 2 Wiesbaden . 780 bedeckt 3 München . . 780 Dunst 0 Cbemniß . . 782 bedeckt 1 Berlin . . . 780 bedeckt 5 Wien . . . . 780 bedeckt 2 Breslau. , . 779 bedeckt 3 Ile d'Aix. . 776 wolkenlos 4 Nizza . . . . 777 wolkenlos 7 Triest . . . . 778 wolkenlos 7

Uebersicht der Witterung.

Die Wetterlage bat fick) seit gestern wenig ge- _ der_n Einfluß des barometriscben Ma tmums tzauert uber Central-Eurova die ruhige, vtelach nebltge Witterung ohne merkbare Nieder- _ _ empe-“atur ist in Deutschland dur_chschntttltcx) etwas gesunken, indessen liegt dieselbe meist noch uber der normalen. Bayern fanden Nachtfröste statt.

ändert.

schläge fort.

Unter

Die T

In Westfalen und Deutsckoe Seewarte.

_

Theater - Anzeigen.

Bomgluhe Ikhausptele. haus. 236. Vorsteüun von Richard Wa dämmeruu vom Stadt- Kapellmeistchuchkr.

gncr.

Mittwoch: Opern- g. Der Ring des Nibelungen _ _ Drtt'ker Abend. (Brnnnbxlde, Fr. Moran - Olden, ter m Letpzig: als Gast.) Dirigent: Anfang 61 Uhr.

Anfang 711 Uör.

Götter-

_Sch_ausp_ielbaus. 251. VorstelTung. Aschenbrödel. Luktsprel m 4 Aufzügen von Roderick) Benedix. Jn Scene gesetzt vom Direktor Dr. Otto Devrient. Anfang 7 Uhr.

Donnerstag: Opernhaus. 237. Vorstellung. Gioconda. Oper in 4 Akten von A. Ponchieüi. Tkxt von Tobin Gorrio. Uebersesung von C. Niese. Ballet vnn Emil Graeb. Anfang 7 Uhr,

S_chau1ptelb_ans. _252. Vorstellung. Ihr Tauf- schem. Lnst1ptel kn 1 Akt von Ernst Wichert. Hierauf: Der Mann der Freundin. Lustspiel tn 1Akt von Ernst Wichert. Zum Schluß: kost kostüm. Lustspiel in 1 Akt von Ernst Wichert. Anfang 7 Uhr.

Deutsches Theater. Mittwoch: Hamlet.

Donnerstag: Der Sohn der Wildniß. Freitag: Faust ]. Theil.

Berliner Theater. Mittnwch: Montjoye, der Mann von Eisen. Donnerstag: Die wilde Jagd,

Freitag: 12. Abonnements-Vorstellung.

' Lear. rug

XeMng-Theater. Mittwoch: Nora. Schau: spiel in 3 Akten von Henrik Ibsen. Donnerstag: Der Zaungaft. Lustspiel in 4 Akten vo_n_ O_Scar BÉumethal. _ ret ag: er all Clémencean. S a il tn 5 Akten von A. Dumas und A. d'Artoiséh usp e Sonnabend: Der Zauugast.

WaUner-Theater. Leßte Woche. Mittwoch: Zum12.Ma1e: Verfolgt. Schwank in 4 Akten von Metlhac, Grangö und Bernard. Vorher: Rum 12_. Male: Der Herr von Lohengrin. Dramatischer Scherz in 1 Akt von A. Günther. Aanng _Y UbrÉ _ A _

Sonn ag: inma ige ufübrun des Volks- stückes: Unser Doctor, _ g In_Vorbereitung: Koko. Posse in 3 Akten von A. Btffon; Vorher: Der Scheidungsgrund. Schwank m 1 Akt von E. Pansa und C. Pauli.

Pictoria-Cheater. Mittwoch: Zum 100. M.:

Stanley in Afrika. Zeitgemälde in 11 Bildern von Alex. Moözkowski und Rich. Nathanson. Musik von C. A. Raida. Ballet von C. Severini.

Donnerstag: Dieselbe Vorstellung.

Friedkin) - Withelmßädtisthes Theater.

Zum 28. Male:

Mittwoch: Mit neuer, glänzender Ausstattung:

Concert von Ludwig Hirschberg. Anfang 7T Uhr.

in 3 Akten, nach einem G. de Musik von LOUis Roth. Julius Fl" sche. Dirigent: mann. n ang 7 Uhr. Donnerstag: Der Poleugraf.

burg. Mittwoch: Zum 26. Male: mama. (ZeUs-wumu.) von Victorien Sardou und Raimund Deslandes. Dxujscb von Ernst Schubert. In Scene geseßt von Stamund Lautenburg. Anfang 711 Uhr.

Donnerstag u. folgde. Tage: Sßwiegermama.

Central-Theater. Direktion: Emil Thomas.

Mittwoch: Zum 69. Male: Leute von Heute. Gesangspoffe in 4 Akten von Jean Kren und Fritz Brentano. Mufik yon (G. Steffens. In Scene geseßt vom Direktor Emil Thomas. Anfang 711 Uhr.

Adolph Ernß-Theater. DreSdenerstraße 72.

Mittwvcb: _Zum 91. Male: Flotte Weiber. Gesangßpoffe m 4 Akten von Leon Treptow. Couplets von Gustav Görß. Musik von Franz Roth. Anfang 7-1 Uhr.

Donnerstag: Dieselbe Vorstellung.

Urania, Invalidenstraße 57/62, geöffnet von 12_11 Ubr. _ Mittwvcb, von 1-7 Uhr: Der neue Vhouograph. Abends 7.1 Uhr* Dr. Dreyer: Frenkdsijaftsverhältniffe im Thier- mad Pflauzeureich.

Circus Kenz, Karlstraße. Mittwoch, Abends

7 Uhr: Novität: Im dunklen Erdtbeil (Einnahme von _BagamoyyY Geseßlich geschüßt! Große equestrtscbe Ortgmal-Pantomime. arrangirt und in Scene gesevt yorn Direktor (F;. Renz. _ Vorfübren der 6 großartigen englischen Voablut-Springpferde durcb Hrn. Franz Renz. _ Auftreten der renom- uzirten Kunnlerfamilre Briatore. Reitkünstler Mel- vt_lle,_Orford und Artizelli. _ Auftreten der Schul- retxertn _Frl. Guerra. _ Große Quadrille aus der Zcxt Friedrich des Großen, geritten von 8 Damen, 8 Herren, arrangirt von Hrn. Franz Renz. _ Auf- treten der Reitkünstlerin Frl.Orford und Geschwjster

Frida und Elise, Donnerstag: Vorstellung.

Concert - Anzeigen. Sing -.Akademie. Mittwoch, 20. Nov.:

Freitag, 22, Nov.: 1. Concert von Bernhard

Der Polengraf. Operette

Stavenhagen. Anfang 74 Uhr.

Grabl'sÖen Eanrfe von Richard Genée und I. Fritzsche. In Scene _geseyt von Kapellmeister Feder-

Residmz-Theater. Direktion: Sigmund Lauten-

Schwieger- Lustspiel in 3 Akten

Philharmonit. Sonnabend, 23. Nov.: 11. popu-

lärer KammermusU-Abend der Herren rofefforen Barth, de Abna und HauSmann. AnfarY 711 Uhr.

Concert-Haus, Leipzigerstr. 48 (früher Bilse). 23. Concert- Saison. Mittwoch, 20. Nov, Abends 7 Ubr:_ Veethoveu-Abend zur Erinnerung an die 1. Ynffubrnng yon ,Fidelio“ 1805 in Wien, unter gefalirger Mttwrrkung der Concertsängerin Frl. Betty

Yaßxel. Concert des Kapellmeisters Hrn. Karl e er.

Donnerstaa, 21 Nov.: Geseüscbafts-Abend. An- fang 7 Uhr.

__ MÄRZ, 25SNov.,___?lb_;ndsD7 Ubrt ?_iLKZerszerxd er er mer anger! as. iri e : . - direktor Edwin Schulz. (; n (; Ufi

_ Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Margret Heß mit rn. ans Drewes (KaiserZwaldau). _ Frl. HMarngete Vetter rnit Hrn. Dr. 11186. Jäschke (Liegnip).

Verebeltch_t: Hr. Pastor Stelzer unt Frl. Mgrtba K_ubnel (Rack]cbüy). _ He. 131“. Georg Kltpvel mtt Frl. Hedwig Schvl1a (Domanze). - Hr._ erdinand Peyoldt mit Frl. Martha Hertel (Ret enbaxb t. V.). _ Hr. Paul Pacbe mit Frl. Ida Plaet1chke (Breslau). _ Hr. Karl Frhr. von und zu Mansbacb mit Frl. Jacoba v. Rappard (Utrecht). _ Hy. Hauptmann Paul Riemann mit kl. Katbanna Trüßscbler v. Falkenstein

G(F__ran furt &. O).S e oren: - in obn: rn. Recht§anwalt1)r. Karl.Damm (DreSden). H_ Hrn. Josef Pick (Trautenau). _ Eine Tochter: Hrn. Betriebs- Direktor Kl. Dehlang(Drüber bei Salzderbelden),

Gestorben: Hz.". Gustav Köppel (Braunschweig).

_ Frau Amtörtcbter Helene Bünina, geb. Witte

(Leer). _ Zr. Hotxlbefißer Otto Hilbert (Berlin).

*- Hr. mtskernbts - Rath Albert Siefart

(Berlin). _ Kg . Weißzeugverwalterin a. D. Frl-

AugusteGottscbalk ÉPotsdam). _ Hr. Ritterguts-

bestyer Hugo von éanteuffel (Hobenwardin). _

Frau Auguste Löbbecke, geb. v. Meyer (Braun- schweig).

Redacteur: ])r. H. Klee.

Verlag der Expedition (Scho1z).

Druck der Norddeuts en Bu drucker ' u d B 1 Anstaü. Berlin ZW., WYbelmstreclxße nNr. ?_ags

Sieben Beilagen (einschließlich Börsen - Beilage),

Berlin:

nnd die Iuhaltöangabe zu Nr. 5 des öffent- lichen Anzeiäers (Kommanditgesellschaften aus Aktien und

ktiengeseusthaften) fiir die Woche

vom 11. bis 16. November 1889.

Die

eg“ ortseßung der S ezialberathung des Etats bei tTc1__g__ '12F des Kapitels *„AZ

Etats des Neichsamts des Innern 4 __ _ richtung und Unterhaltung regelmaßtger deutscher

Postdampferverbindungen mit Australien.“

» das giebt m runder Zahl eine Differsnz zu Gunsten unseccr Ausfuhr

zum Deutschen Reichs-Anzeiger un

„46, 276.

Parlamentarische Nachrichten. Schlußbericht der gestrigen (17) Sitzung des Reichs-

gemeine onds“ des Auögqu 000 „46 „zur Etn-

Ost-Asien und

Staatssekretär Dr. von Boetttcher:

Meine Herren! Ich glaube im Eegensaß _zu dem_ Aba Broetnel, daß der Reichstag keinen Anlaß bat, dte Bewxlltgung etner Subvenuon für die Verbindung mit Australien und Ost-Afien zu bedauexn._ _ Der Hr. Abg. Broemel hat Ihnen Zahlen angegeben, dte ub tm Allgemeinen nicht bemän eln kann. Meme Zablenlanten etw_as anders; aber ich glaube, in der auptsache sttmmen fia pahm uberem, daß der Verkehr von Bremerhaven vermöge der subvenxwmrten Dampfer nach Australien und Ost-Afien einen recht erfreulichen Aufschwung ge- nommen bat. Diese Zahlen [affen erkennen, daß __ und zwa_r find diese ahlen gegeben nach der Bremer Handelsstattfttk _, wahrend jm JaFre 1885 die Gesammtausfubr von Bremen nach Cbtna, Japan und Australien nur einen Werth von 611 947 „js- gehabt hat. de_r Werth diefer Ausfuhr aber im Jahre 1888 bcreits au120151 371 „E gestregen ist;

20Mi11ionen Mark für dreiJabre._We_nn nun d_er Hr.Abg. Broemel LMU, daß dieseZunabme mit einern jabxltckxen Ztncbuß des Retchs von 4400 000 «“ zu theuer erkauft set: so_ babe 1ch ibm cntgegenzubalten. daß ja das Jahr 1888 auch noch n1cht das Ende der Pertode, (1131 welche wir die Subvention bewxlligt haben, darstellt; xnir haben dte Subvention auf 15 Jahre benxtlbgt uny nach den btsbertgen Ec- fabrungen, wie fie durcb die1e _ von m_tr gegebenen Zahlen besxattgt werden, läßt sich mit voÜer Bestnnmtbett _erwarken, daß em x_vetterer Aufschwung unserer Ausfuhr nach_Australten und Ost-Afien eintreten wird. Es ist schon jest das drmgende Verlangen an _uns_geste11t wordcn, die Verbindungen zu vermehren, um den Bedurfntffen L_?er deutschen Industrie auf Ueberfübrung tbrer__Waaren nach ustralten und Ost-Asten gerecht zu werden, und es 11t daraus_ _der Schluß zu zieben, daß wir noch lange nicht am Ende der Prosperttat der HanDcls- verbindungen mit Australien und Ost-Afien angekommen find. _ Also, was der Hr. Abg. Broemcl _ fernen Glauben kann rc!) ihm nicht nehmen, aber mein Glauben und mem Vertrauen find ehen andere _ nachzuweisen gesnckät hat, das hat er memes EraÖtenSntckpt nachgewiessn. Wir wollen uns am Ende d:“: ganzen Sabbenttons- periode wieder sprechen, wolien rann dte_Zablen,_ dre den Aufschwung unscres Expoxtbandels darstellen, m1t einander ws Auge_saffen. und dann, glaube ich, wird der Hr. Abg. Broxmel auch zu emer anderc-n Anschauung kommen, als er sie augsnblxckltcb gewonnen hat. _ Nun hat der Hr. Abg. Broemel eme_ Jnkonscquxnz auf tnetner Seite behauptet. Er soUte fich ja _eiaentln-H daruber freuen, 1591; nun 1pezieUcre Daten im „Handels*Archtv“_über unseren Handel nm Ost- Afien gegeben find Ab?! dieéHelegenbetx war gunsttsz, und er glaubte, mir einen Hieb versetzen zu können bannt, dasz er sagte: Waß der Herr Staatssekretär vor 2 Jahren als etwas Unaebsuerltches bezetchnet hat, das ist 1th in einem unter seiner Leituna heraußgegebxnen Blatte er- füllt. Darauf babe ich zu bemerken: Was vor zwet Jahren noch nicht am Playe War, das ist jxßt am Plaße; _was vor 3110er Jahren, als es fich darum handelte, umere Hanpelsverbmdungcn mrt Ost-Aßen und Australien erst zu festigen, neue Verbtndungen zu gewmnen, noch nicht angkzcigt Wien, das können wir jkßt o_kme Nqckxtbstl unternebtnen, wtr könnsn 1th schon spcxicllere Daten aber d:-;1_e_ Handelsvxrbmdungen gebm. Weil eben die Handeléverbéndunch zwr1chen Deux1kkland und den genannten überseeiscan _Ländsrn 11ch b_ere1_t_s_ gefe11_tgt haben. Prinzipiell bin ich einer 1olchen Hanyelßstatuttk, wm fi_e der Hr. Abg. Broemel verlangt, gar _nt_cht entgcgcn, _aUem es wird 11-35 bei der AufsteUung “0121er _ andexYstnUsttk _ und namenklick) bei ihrer PublikaÜon imme; um e1ne 1orgs_al_ttge Prufung nach der Richtung Handeln, ob das natrona]e_xyrrt_bscha1rltche Jntéreße r',:rck) dis einzklnen Daten, die in der Handelsttattstrk gegkben u*.-rdcn,

nicht geschädigt wird und wann Her Hr. Aba; Bryemel die Güte haben woÜtc,_ fick) mrt _mtr _ dabm el_nver- ÜQMLN crkxärcn xu woüen , daß eme _ 101ch*-.* PrufUng

vvrnenommen werden darf und vorsenommkn werTcn 1111113, kann will ick) ibm versernn, daß er eine seinen Wünschen Rechnung tragende skatistisckoe Aufnahme über diese Dinge demnach1t erhaltcn 1011. _ _

Nun hat der Hr. Abg. Richter _ und_darauf_ 111111; 191) 17015 mit eincm Worie kommcn _ auf 776 Germgfuzrgkett des Verkcéxrs auf unserer Samoa-chiglixie bingewtcsenund _bat dal'ei die Erwägung angeregt, ob es fick! nicht empfehlen rxlßcwe, dtxse Samoa-chiglinie aufzugyren und, “ca Tics Olmo Cmvernandmß "ces Nork-ke'utscHen LloyD nicbt gcsck-shen kann, mit dent Noxddeutxcben Llcyd nacb diefer Richtung bin Vcrhandlungm cmzulexten._ Ich kann dem Hrn. Abg. Richter zugeben, daß die S_amoa-chtalmn eine große Verkehrsenjwickslunq bis 13131 nicht L_rrercbt hat. Al_jem die Bydeuiung diescr Lknie Hängt zusammen x_mt dcn allgkmennn JntZreffen, die wér in dsr Südsec ,';u yersolgcn ßqben. _und ick) glaubk, eI würde eTncn Rückschrixt au1 d€m_ Gebretz_ dxß'ser Jntcrxffen bezeichnkn Wurm wir cht obne Wsttercs aus __dtxfe Linis verzick:ten wollten; wknkgstens Hal“ _bisbcr_ 7:26 Auswartxga Amt '(mnn-r auf die Aufreécxtcrßalmng die1e_r LtntZ großen Werth gxlegt, und ich kann deshalb für jest n§cht_ m "Ruß11ck1t 1xc02n, dax; Dec Einstellung diescr Linis naße genexen wtrd. _ _ _

Abg. Dr. Bamberger: Jeb glanbx,__ man wuß_ ede Gelegenheit benutzen, wo man die Objekthtat seznsr 211111 ten zeigen kann. In einem Punkte befinde 1ch mxch mehr auf Seite des Ministers als auf der decZ Abg. Vroemel. De_r Staatssekretär kam unserem Wnnsche _m Y_ezug _an dxe Statistik mehr enjgegen, als Er 1emer__Ze1t_hos16n (laß. Ich bin ihm dafür dankbar. Dis Statntxk 1_m HandelYZ-Archw gemährt zwar schon einen gewiffyn Exnblnk, aber _etgent_l1ch 110ch sehr wenig. Die Statistik Lst bekanntltch _etne, 1ch wil] nicht sagen 1odts, aber nur halblebenhtge Wtffen- schaft Die Zahlen an sich _sagen ungeheuer wemg, und dre Geschichie der statistischen Wtssemchaft tst voll von Anekdoxen Über falsche Auffassungen trockener Zahlen. _So_ glaube 1ch, daß aus dtesen wenigen ?ahlsn das Bedürfn1ß__und dre Wirkungen diefer Dampfér ubvention steh _mcht_ ubersxhen lassen, Die Auffassung res Ministers kann 1ch mcht thetlen, daß überhaupt aus diesen Verö entlichungen dem Handel und Gewerbe Deutschlands ein S aden entstehen werde._ Ich gbe im Juni 1887 auch garmcht verlangt, daß der Mnnsxer Lese Statistik am nächsten Tage veröffentltchen sol_le, und 191) fürchte auch nicht, daß eine eingehendere Stat1sttk uns dre Konkurrenz auf den Hals ziehen würde.

der anderen -'Länder erfa

Herr Staatssekretär hat die _ _ _ __ verglichen mit den folgenden „8! em, um zu ze1gen, mte steh die Aksfuhr vermehrt hat. Er _ _ 3th geht die Ausfuhr über Brem_en unt den SC): en des Norddeutschen Lloyd, unh er verglxtcht dre ehemalxge aus Bremen mit der jeßt en. Dre _ aber nach diesen überseei chen Ländern mel nxehr_ aus Ha_m- burg als aus Bremen, und deshalb find du; Ztffern mcht konkludent. Er verweist_ uns auf das Ende dteser 15 Jahre. Ja, was da sein wird, lst schwer nicht, daß eine Maßregel von solchem

Wer diese Art von

Wßen Ge 6 ten na überseeischen Ländern macht, würde ?Ehr bald bskarott Méden, wenn er nur aus der Statistik 11 fonte, was ihm nüßltch oder

Erste Beilage

Berlin, Dienstag, den 19. November

'ffern von 1884 und 1885 hat eins dabei vergessen.

usfuhr ehemalige Ausfuhr ging

zu sa en und i_cl) glaube m ange, dle uns 50

bis 60 Miüionen kostet, gerechtfertigt we_rd9n kann, we__nn fie erst in so entfernter Zukunft fich soll nüßltch machen konnen. Ich glaube auch, daß diese; Ausfuhr na 15 Jghren wesent- lich zugenommen haben wrrd, aher oh a_s mlt oder ohne Dampfersubvention so kommen mcd, _1ft eme ander? Frage. Die Mehrentwickelung, die überhauzot m_ den _leßten Ztffern m die Erscheinung tritt, verdanken wn: mcht d1esem kunstluben Hülmeittel, fondsrn dem Aufschwnnge des Verkehrs der Schi ahrt, und wenn der Staatssekretar von uns den Bau von Schi en verlangt aus dem Sä_ckel der Steuerzahler, 19 werden sich immer Leute finden, die tm Namen des PatrtonSmus m Deutschland die Hand aufhalten unk) sagen,__ g_ebt m1r_ e_twas. WaS Samoa anbetrifft, soweit es _d:e au_s:v_arn_ge Polmk an- eht, so will ich mich um so m_emger hmemm1schen, als _be- anntlich die Verhandlungen _u_1 dex Konferenz n9ch mcht förmlich abgeschlossen und publtznt smd und 1ch mtxh dayor scheue», wieder Anlaß zu der Bel_)_auptun zu_ geben, 1ch hatte die Zirkel der hohen Politik gestont. J ermnere _aber daran, daß damals, als von Samqa dte Rede war, dxe Handels: beziehungen Deutschlands, d1e_Hebung der dorngen Plan- tagengesellscbast viel mehr ms Auge _ gefaßt wurden, als 016 Politik. Als vor 5 Jahren dte erste Kanynqde in der Kolonialpolitik [OSgtng_, begann der ]eß1g_e Schaßsekretär von Malßahn eme furxhtbare Polemxk gegen mich, weil ich die Perhandkungen m der_Dampfer- subventions-Kommifsion ver1chlcppt atte. Das furchxerltche England würde uns in Korea u_vor oxnmen, wenn wn: uns nicht durch eine Verbindungsl1me_ m1t Korea dte Handels- vortheile sicherten. Als ich vo_r z_we1 Jahxen fragte, was denn an?, dieser segeUSreichen projekmten Ltme_ nach Korea _ge: worden wäre, antwortete mir Hr. von Voettrcher, das Pxo1ekt sei gar nickt aufgegeben, man unxerhandxe noch, es jet nur noch nicht klar, in welchenx von bexden Hasen dre _Sch1_ffe an: laufen sollten. Vielleicht tft mzwxschen d1e_Zwe1g11me nach Korsa eröffnet und blüht im Verborgenen“ _1ch we1ß es mehr und würde dem Herrn Minister dankbnr fem, wenn er mtr sagen woklte, was au?- meiner schönen Unbekannten ge- worden ist. _

Staatssekretär Dr, von Boetttcher: __

Diese „schöne Unbekanntc“ schlumm'xrt noch immer„ das lxxtßt: es wird von 5211 Schiffen des „Norddeutschen Lloyd“ an__korkant1ch?n Häfen biOHer nicht angelaufen. Die UnTLrsuÖUngen daruber ob xm Interkffe für uns vorliegt, dem Lloyd ge,;enüber auf dem Aanu1en eines koxeanischen Hafens zu bestehen. haben zu dem Resultat ge1ybrt, daß zur Zcit ein solcheö Interesse nicht bestsht. Es tft _dem Ün11_tand RechnUng zu tragen, Tas.". unsere Handelswerkindungen dort_bm genenn'arttg einön mäßigen Umfang Haben. Außerdem Haben die Koreansr Unter- dkffen auch eine Revolution gebabt, sodaß man auf ("mc sxoßc Pro- spethät der Handelßentwicklunz aegenwärtés nicbt rcckznxn dars. _unk, wic gefaßt, dak .Norddsutscbe Lloyd“ ist in Folge _de11cn vorlaufig von dm: Anlaufen ?incs korkanisckpkn Hafens dispenfirt n'02ksn. Es tritt dafür selbstvkrständkiÖ einc entspreä'ende Errnäßignng dcr S_qb- vention ein, sodaß dem Reich ein finsnzieller Schdkn ax-s dte1cr Nichterfüüung des Vertraas nicbt erwäck11't. __

Was soöann das Vcrk-älmiß rer LllkOPälsÖCn Auxfuk-r uber Bremsn zur Ansfubr über die iikrigen Häfen, die fxükxcr an dkm Üb?!- 1eei1cken Verkehr na-É Ost-Afien und Australicn tHcilgcnowmnn haben, anlangé, so könnte es nach ren AuÉ-fükrungcn 7155 Pm. Abg. Bamberßkr so crschcénen, (119 ob nun dcr_Zuwack*s, den die bremische AUÉ-fufér gewonnsn ba? , an." Kokten Hnmburßx eingktretcn wärs. Diss txifft j_§kl§ch ÜiÖt zu. _ _vicln_7ek)r Ut Hamburg nach dir Hamburgcr Statinkk fokuiswegs in1crner 'Ilnsfubx- ziffer zurückgegangen. Diese “T*nsfnkrziffcr lic-gx mir bi2r m_)r _ Tie H&mburgcr rschncn nicht nach dcm ertl), wndstn schrezökn_nach7 Doppel Centnern _ Und daraus ergiekt 7161. das;, n'abccnd tm Jahre 1885, aiso vor Cimicbtung dcr Brcmcr Linien, die Menge der Aux;-

fubr über Hamburg (nach China, Jäpan und An.?ralienx 825916 DoW-Ctr. bcTragkn !)at, fie tm Jahre 1888 aus

969183 Dopp.-th. gestiegen ist. Dax» ist aiLerdings keine sehr be- deutende Stcigcruny, aker es [5151 1"1ch swiss darans ersehen, d.:ß _ker Hamburgcr Ausfuhrséandcl nach OT-Ax'äen und Australien nicht zuruck- gegangen ist. _

Abg. Gebhard: Den Broemel'chen Zahlen kann ich tm Augenblicke keine anderen LUTZMSUWHSU, achr 16) kann ver- sichern, daß troH dieser Zahlen die bisher_ Ungetrctenkn Rx: sultaté von Ssilen der Unternehmer als kexncswegs unnünsng angesehen werden. Als wir 191112r Zett dte Dmnpfersuvan- tion beschlossen, waren wir uns bewußt, daß kcmxswxgs _1_n1 ersten Augenblick das Werk 10 nußerordentlxch gnnst1g__1ur das Reich stin würde. Das Erretchte geht aber mext daruber hinaus, was dje Unternyhmer und der N0rddeut1ch_e Lloyd Miner Zeit gehofft haben. Geht es so fort, 10 Wird nach Abschluß der Subventionßperiode das_Resultat_auch nnch allen Seiten sehr günstig sein. Gsrach dw au1traltsche Lune, d_1e seiner Zeit als minderwerthig angesehen wurde, hat slch m ganz hervorragendem Maße ent_w1ckelt. _

Abg. Richter: Diese Lime hat nach den_ [915th Z1ffern, die der Norddeutsche Lloyd veröffentlicht hat, 1111 leytxn Jahr_e etwas über 1900000 9-16. zuZefeßt, wovon allerdmgs dte Reichssubvention in Abzug zu ringen 1st_, während quf dßr anderen Seite in dieser Summe _mcht e_1n_begr1ffen smd_ dte AUSgaben für die Reparaturen, dle Verzmmng des Kapxtals und die Abschreibung des Juventaxs. Wenn tn _dem, was der Abg. Gebhardt gesagt hat, die Anstcht der Gesell1chaft und der Aktionäre zum Ausdruck kommen sollte, dann smd das recht

damit zufrieden, wenn fie troß der Subventwn im ersten

illion S

bescheidene, genügsame Leute. Andere Gesellschaften find nicht

YM unge ähr 2 Millionen und im zweiten nur über_ eine en machen. Man würde melleicht klarer bltcken,

wenn die Ges "ftsberichte der Gesellschaften nicht so yieldeutig

schädlich werden kann.

'e großen Handelshäuser wissen viel? mehr, als mal in den Konsulatsberichten steht, Der

und kursoris wären. Die e australisthe

u“ "d die a en nicht so verhüllt n LMU hYUe bisher ihre Haupt-

d Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

LZZS.

einnahme von der Beförderung _englischer Auswnndxrer naxh Australien; also unsere Subventum tft wesentltch e_me Pra- miirung der engxkischen _AZpranderung nach Australten, nach Analo ie der u eraus :: rämien. nach usiralieér? ist seit 1887 von 4269 auf_2620 gesunken, während die Zahl der Passagiere von Auftralren nach Deutsch- land die gleiche geblieben ist. _ so wird lediglich die englische Konkurxenz mxt _der deutschen Wollzucht durch diese Reichßdampfer 1ubvent1on1rt, was den Agrariern interessant sein wrrd zu erfahren. _ mtt dazu bei, künstlich die en lische Konkurreng x_n Yer_Ver- sorgung Deutschlands mit Wo e gegenübex der mlandtschen Schafzucht zu erleichtern. Nach dem Beruht d_er GeseÜschaft wurden 1888 19 379 cbm Wanken exportirt. _DLL Subnennon beträgt über 21/2 Millionen. Daraus ergiebtstch, daß nnr,_um einen Kubikmeter Waare nach Australien zu tranSporttxen, emen ReichSzuschuß von circa 1304/73 zalzlx'n. Ob es da zucht beser wäre, von Reichswegen aUe jens Waaren anzukaxnen und fie anderweitig 51 tout yrjx zu verkaufen, wäre eine 1ehr mter- e ame thr zwi (5811 Australien und Ost-Afien mit Deutjchland Über- haupt, und thut so, als ob für denselbsn nur d1e_Retch-Zpost; dampfer da wären, während fie doch_ nur emen klemkn Bruch- theil aller Schiffsverbindungew btlden. _ _ _ _ allgemeinen Verkehrs bewsisen mchteZ füx d191e Sache, 1elb1t wenn man annimmt, daß Hamburg k€M€1_1_ Abbruch durch Bremen erlitten hat. Der ganze Export drangt sich aber m Folge der NeichsPostdampfer m_ Bt_emen zusammen. DW 13911- tige Besprechung erfüÜt uns m1t emer thffen Genugthuung. Hr. von Boetticher giebt zu, daß Alles, was mtr damals bezüglich _ gesagt haben, stch vanu rungen in Korea anzulegen. _ _ haften Debatten Über den Generaßonsul m Korea, als nur dessen Notwwendigkeit nicht begre11en_ konnten. _ _ _ des Auswärti en Amts wsrden mir 1rag2n. ob n1chtdte1er hochbesoldeteß]? _ _ _

thuung erfüklt uns auch, was Hr. von B06t11cher nber Samoa gesagt hat. _ _ _ __ Samoa gar keine kommerzwlls, sondem _nur_e111e p011t11che Bkdeutung hat; damals Vértrat man lebhast dle kommerzteüe

Seite,

Die Zahl der Passagiere Was den Güterverkehr betrifft,

Sie tragen hier

rage. Der Staatssekretär spricht nur von dxm Ver-

Die Ziffern dss

der Géringfü igkeit des Handels mit Koxea béstätigt hat. Nach dé." Ausfuh- lohnt 64 116) mcht,

des Staatssekretärs _ _ _ ermnern Sw stch der leb:

Nun Beim Etat osten wieder einzuzishen ist. Mitgroßsr Genug: Wir erfahren heute, daß die Zwsiglinie nach

Da keine Ziffern Über d_en_V€rkehr m_it Samoa an- e eben werden, sind sie wahrschemlxck) noch germger als man

i vorgesteüt hat. Der Staatssekrejär lehnt 1_Ür_1_ein Ressort ein Interesse an der Beibehaltung der_ZngUme ab nnd zieht sich auf da?- Jntereffe des Answarngen Amts zuruck. Politisch haben sich die Dinge aber génndert bezugltch Samoas; es fragt sick) a1so, ob nicht daraus d1e_ Konseannzen zu ztehen sind. Erst hat man sich für den Kömg Tama1ese von Samoa interessirt und von KriegeZsthi en Tamasese Konsuls ist er nur 110 _ _ _ _ den wir damals nach den Mar cha111111e_ln verpflanzten, 1st1eßt von deutschen Kriegsschiffen wxeder emgeholt worden, und wir würden ihn gern régiexkn laffsn, WLW er nur dus Lust dazu behalten hätte. _ __ raseh JLUUK eingeseßt tyerdén, und 1th 111 geradé unter dsn dortigsn _ _ 001151113145, wie dür Re1ch§kanzler m_gt, ausgebrochen. _ dyn Bsrichtcn “5-31: anwrikanischen Zenungen hat Deut1chl__and auf der Sanwakonferenz auf _emc: Prnponderanz gégenubsr England und Amerika bezügltch Samsas verztchxet_._ _ von BNttick1€r néhme ich es n1cht__übel, wenn er uber_d1€ Aufhsbung dsr _Zwsiglin'xe kanne _bemmmte Exklarung abgtebt. Das liegt eb€n an der Organimnon unsererVerwalxyng,1eder Minister sorgt fiir sich und dsr Réichskanzlerwrgt fur 119 (1119. Das gisbt uns wieder nenes Materml, w911n_H_r. v0n_Be1_1- 11ig1c115€mnächß seinén Antrag über 519 Ennoßung 181511- ständiger RNchH-Ministerien stellt. _ _ gsn Amts 113€de wir noch nähsr auf dteSamoafrage Umgehen.

egen dessen Gegenkönig Mataafa__mit Hülfe Krieg ge1ührt, jeßt 11t_ Komg aufgegeben; nach dem Ber1cht des

wieder _ _ ein Gespenst. Maltetoa,

Damalé: konnte der Bsrufskonsul nicht

91-11 Nr 1110rb115 0011511131715 oder WW!"

K "[ 011111 11 Nach

Hm.

Beim Etat dks AuSwärti-

Staatssskrsxär Dr. von BOthicher: _ _ T(r err Vcrrckner !icbt Ls, mernen Erklarungcn noch immer

cinigc “Yryzent znznlc-gcn und dadnrch den Anschein zu crwscken, als 05 ich (1116) in Sxtvcrlutchn gxsprochen batte. _ wesentlichsten Punkten sciner Ausführung nickt F?r Fall nxwx1en. _Jck) 17-350. wckcr gcsagt, daß in Korca ga; kEiTIJ Handxlsmrsrenen vorlagkn, n*c1ch.- uns dazn bestimmen könnten, auf ker Durck1üßrung Ur vsrtxaglicbcn

Das ist in den bcid-n

chbinknng, wonncb dc: _Lloyd gßbalten ist,_cinkn ko_r.anisch*_en_ Hafen anzulauon, „11: HUZEÖM, _1ondc_1_n 1ch [1.352 «91.1111, ran zur ;)ext_keme Veranlamung voritege, kx? Er1u11ung dtessr katxmmung z:“: STZWMYW,

Wcil dié UnLcr1UchUng ergßksn bat, daß ngenwärtig dic Hxnkeis-

[*LZiéHURJTn nicht so erheblich find, um 21)“. wescniüchss keut1chcs Jtttercffc für diese Linie gcltknd macken zu können. _ _ __

Excnw Haßc ich Mito: nicbt gesagx, Faß dkutsÖSPnnßclstntcremcn an der Zweiglinie nach “Samoa qar nickrt [Jorksandcn 161271, 1011k_crn ich habe gefast: man kann zugeben, _kaß dtc_ kommerzteüe E.MMck" [1111] dieser Linie den Erwaktxankri mä) Y11127roch12n_ bat, dt»- man Haran geknsxyft 11:11, ab(r imnwrbin i'__t 112 auch1nr ch Handels- bezicbunzsn von «*xnigcc Bedéutung. Tre Zahlen, Tec _wxr ubcr dZn Vekkcbr haben, find dcck) nkcht so ganz [;_nbcérukknd. Dm.“- Hanytxn-crcny an 5121er Linie ist aÜcrdings ein polttx1chcs _ _

Und wenn nun !“cblikßlich dcr Pcrr Vorrednér gcmrnt hat, daß ric Chefs ,der Rcicbs'ämter kein.“ Vcrbinßnxjg_unjcr cmanöer hätten und daß ich dLSHalb nicbt im Stande 1er, _lncr_ c2w_as_zu cr- klären, was in das Rcffort dcs Aquärtigcn Amts 1chlagt, 1_o 1r_rt er auch darin. In (19211 ricssn Fragen, an 82mm mcbrsre Yetcbßumter betheiligt find, babkn wir sehr i_nximc_Bcrbmrungen. unkz nber Korea sowohl wie über Samoa i1t 375111119" dcm _Außwarngxn Amt und “Dem Reiknöamt dss Innern “.in lchbaner Schx111wechscl gepftogen. Ich habe auc!) aus _dtesem Schr11tw_ech_!kl di? Mittbkilung machen können, Daß ck _das Yuéwarxtge Amt sei, welches Werth auf di: Beibckaltung der 1amoam1chen Lime lego; (1110 auch dieser politisxbe _ExkurH des Herrn Vorrkdners ent- spricht den tbatsäcblichen Verbaltmffen mcbt.

Abg. Gebhard: Ich_habe mch: gesagt_, daß dte nustraltfche Linie gegenwärti schon Zmsen tragen dürfte, s_ondern nux, daß fich der Be ehr auf derselben schnell?); e11tw1ckelt,__ als dte Unternehmer erwartet hai_ten. Bet emem Gejchat auf 15 Jahre und in solchen Dtmensionen muß Jeder n_n nfang mit Verlusten re _nen. S_m erfreultcbes S_Zmptom :| es aher nicht, den Abs tor mlt solcher Behagl leu von den MP-