1889 / 297 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 12 Dec 1889 18:00:01 GMT) scan diff

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WWWNRMM 135. Bißunß reg-Ms-y-meL-W

Ynen gegenwärtig besonders zu liquidirenden Gebühren und uslagen vom 1. April 1890 ab eine Bureaukosten-Ent- schädigung zu erhalten haben, so ersuche ich, diesen Beamten alsbald eme emsprechende Erd nung zu machen und mir bei Einreichung der durch den laß vom 30.April1889 _ 1 7814 _ fiir das laufende Etatsjahr erforderten Nachweisungen anzuzeigen, welcher Betrag einem jeden dieser Beamten voraus- sichtlich an Bureaukoften-Entschädigung zugebilligt werden wird. Berlin, den 3. Dezember 1889. Der Minister für LandwirtbschaZt, Domänen und Forsten. Freiherr von ucius.

An sämmtliche Königliche Generalkommisfionen.

Parlamentarische Nachrichten.

tages; Schluß der Zweiten Berathung des Etats der Post- und Telegrrrpbenverwaltung.

Fiir die Wahrnehmung der Geschäfte der Rechts- beistände bei den Ober-Poft-Direktionen werden 45 260 „44 verlangt.

Abg. Richter: Wie rigoros die Bestimmungen des Post- geseßes iiber den Postzwang gehandhabt werden, zeigt fol en- der Vorfall: Eiii Berliner Spediteur beförderte jeden ag Berliner Zeitungen per Hand epäck nach Erkner und Rüdersdorf und trug sie dasel t eigenhändig aus. Darin erblickte die Postvrrwaltung eine Zuwiderhandlung gegen den Postzwabg der Zeitungen. Sie fteÜte in Erkner auf dem Bahnhofs Linen Gendarmen auf, und dieser nahm dem Spediteur, als er ankam, die Zeitungen, 426 Nummern, ab. Der Spediteur wurde darauf wegen Hinterziehung von Post: gebühren in eine Geldstrafe von 690,04 „16 gsnommen. In der Berufungsinstanz wurde er zwar freißixsprochen, das Reichsgericht dagsgen stellte das erste Urtbetl wieder ?er. Im Umkreis von zwei Meilen kann jede politiche Zeitung von Berlin aus ohne, Weiteres vertrieben werden.

rkner und Rüdersdorf liegsn etwas writxr als 2 Meilen

Der Spediteur hatte die Post gar nicht in

sie hatte gar keine Miihewaltung.

Boten täglich iibrr zwei

wie LS beispieldweise in

ioche Expreßbotenu ?W- a

0011 hier. Anspruch genomme'n, Wenn eine Zeitung durch einen Meilen hinaus die Zeitung zustellt, Köin dis „Kölnische Zeitung“ durch so geschieht ihr gar nichts. In dem vorliegenden ind Unternehmer und Bote identisch, und da wird as post: fiskalische Interesse auf das Aeußerfte geltrnd gemacht, ck habe schon 1871 bei Berathung des Postgewßes gegen die es Monopol der Post gekämpft. Angesichts der jeßigen Post- überLchüffe wäre es an der Zeit, diese ganze Bestimmung auf- zuhe en, die eine große Aehnlichkeit hat mit der Jagd der Zunftmeister hinter den Bönhasrti im Mittelalter.

Staatssekretär Dr. von Stephan: 130- ]SZ'S kSkSUäa aben wir hier nicht zu verhandeln. ])0 19-88 Lata hat der

orredner selbst nicht behauptet, daß der Spediteur im Recht

ewsien. Die Post wiirde ihre Pflicht verletzt haben, wenn ?ie nicht dagegen eingeschritten wäre. Die ganze Frage ist durch das Reichdgericbt entschieden, also causa Ünjta.

Abg. Richter: Derartige Fälle werden hier angebracht, um eine Aenderung der Gesetzgebung anzuregen. Erklärt sich

der Staatssekretär entgegenkommend, so werden wir sofort einen solchen Geseßeniwuri vorschlagen. Von _dem Koilegen Schmidt wird mir aber bestätigt, daß die „Kölnische Zeitung““

weit über zwei Meilen hinaus durch einen Ageiiien, der die Zeitungen per Handgepäck und Bahn befördert, bis nach Kre- feld und Elberféld befördert wird. _

Staatssekretär Dr. von Stephan: Verhält es sich wirklich so, so wiirde ohne Unterschied der Person auch gegen die „Kölnische Zsitung“ eingeschritien werden.

Abg. Richter: Es kommt uns gar nicht darauf an, daß immer glsich „eingeschritten“ wird. Es muß aber kein Unter- schied gemacht werden. Sonst thut der Staatssekretär immer so, als ob ihm die Zeitungsbeförderung eine Last sei und er nichts daran verdiene, hier wird nun ein kleiner Spediteur gleich mit einer hohen Strafe belegt. _

Staatssekreiär 131“. von Stephan: Ob dre Post etwas verdient oder nicht darauf kommt es hier nicht an, sondern darauf, daß die Post_ in der Handhabung der Gesetze ihre Pflicht thut. Weiter ist nichts geschehen.

Der Titel wird bewilligt. _

Bei dem Titel „Zuschuß zu den Kleiderkafsen fiir Beschaffung der Uniformen der Unterbeamten_“ bemerkt Abg. Richter: Ich richte an die Postverwaltung die Anfrage, ob sie sich schon irgendwie mit der Frqge beschäftigt

at, die Straianstalten direkt mit den Uni1orm-Lieferungen zu efaffen. Der Direktor des Zuchthauses in Moabit bat izr einer Schrift auSgefiihrt, daß die Frage der Beschäfti- gung der Strafanstalten unter Beseitigung der _ Privat- unternehmer gelöst werdrn könne, wenn die ver- chirdencn weiFe der Verwaltung dazu bereit wären. Die oft- und isen ahnverwaltung soll noch immer ibre Umformen mit Hiilfe von Privatunternehmern in dsn Ge ängniffen ar- beiten lassen. In der Schrist wird die Meinung aus::gesprochen, daß der Bezug von den Gefängnissen direkt biliiger wäre, als wenn man Privatunternebmer da wischen treten läßt. Es ommt aber nicht bloß auf Ersparni e an,10ndern auch darauf, die Nachtbeile der Konkurrenz der Gefängnißarbeit fiir den freien ArbeitSmarkt zu bsseitigen. _ _

Direktor im Reichs-Postamt Dr. Fischer: Die Bx schaffung der Uniformen untersteht nicht der Centralverwaltung, sondern den Ober-Postdirektion_en, welche zu diesem Zweck mit Unterne mern sich kontraktlicl) verbindxn. Die Frage der Kleiderbescha ung in anderer Weise ist bisher mehr angeregt worden, und das bisherige Verfahren hat sich_ie1t langen Jahren bewährt, es ist der Postverwaltung aber nichts Anderes bekannt, als daß die Privatunternehmer die Umformen im Wege der freien Arbeit hersteaen laffxn.

Abg. Ri ter: Der Krie s-Minister hat Er_itgeZenkdmmen gezeigt und si mit den Stra anstalten direkt tt_i rrbmdmig

eseßt. Das-köniite auch von den Ober-Postdirektionen ge- Zehen. Der in einer öffentliZen Schrixt au0gespr0cherze misch des Moabiter Zuchthaus: irektors ol_1t0 doch im: die Centralverwaltung der Post wichtig genug sein, um in Er- wägung gezogen zu werden; Der Titel wird bewilligt. Als „Entschädigung für frühere Postgerecht- same“ sind 43 193 „W ausZeworfen. . Abg. Richter: Zei) habe hier cine Postkarte, welche statt mit einer Freimarke, mit eixxcm fürstlichen Strmpel versehen

den

Rück eite der Karte, die elegenheit“ Zehen ist, sehe i , um einen ' ich Correspondenz, die als net ist, ist eine

zwischen

daß

Portofreiheit genossen. der Packetversendung

die Absichten des Geseßes ein für aÜe billige Entschädigung

Bundes vom 5. es sind durch

welchem sie dieselbe vor bezw. des

wähnten Geseßes heißt es deutschen Bundes, deren die Befreiung von Portog

dahin erläutert: „Diese

Sendungen,

empfangen.“

Ab? Richter: J

Domäne, dir bei Neust

Der Tite der dauernden AuSgaben

Zur Vergrößern Herstellung eines 11 furt a. M. werdc-n als verlangt.

Abg. von Wede

verweisen.

zuverweisen.

auch noch

chließen will; erst Titel und Antrag an Präsident:

erst am Schlusse der

daß die stattge unden hätte. Abg. R i ck te r:

lassen kann, wie Über a vor der Diskussion ist Hause widerspricht. J gründung der gestellten

Präsident: Ick)

beschlo

glaube i , 1889 an Abg. Richter: schaffen, aber keine für Minorität hat slch ja

heute, Präsident:

Das Haus beschlie einiger Nationalliberal

ist und die Aufschrift trägt: „2 iirsili e Angßlegenheit“. Da nun die Fürsten gewöhnlich nicht gera e der ihren Correipon-

mit deni Anlrag von : zuverweisen.

denzen sich der Poükarlen bedienen, war mein_ Interesse rege, nhalt dieser Karte näher in Betracht zu zie

und dem Fürstlich Schaumburgiscben Wappen ver- Sch

einem Fürstlich _ _ _ _ verwaltet und einem Käsehändler in Leipzig, _und d1e1e__ die den regierenden Fürsten und deren Gemahlmnexr gewahrt? Früher ist die Portofreihert auch bei des Käses in Anspruch genommen worden, und es wird bedauert, daß dies jeßt ist ja nicht neu, es kommt o_f_t vor, Verwaltungen die Portofrei

wänen-od-deral»

Mal zu beseitigen, müßte die Portofreiheit gegen ganz aufgehoben werden. Direktor im Reichs-Postamt _ Geseßes iiber dieIPortZYZYeiten im Gebiete des Norddeutschen um _ iiber die Abschaffung von Portofreiheiten nennen könnte, denn dasselbe Hunderte von Portofreibeiten abgeschafft worden _ ist man der Meinung gewesen, den regierenden Fürsten die Portofreiheit Errichtung des Norddeutschen Bundes Deutschen Reich hat die geseßliche Sanktionirung er

In dem Regulativ iiber die Portofrriheiten ist dieser Umfang

auf diejenigen Sendungen, welche von schaften persönlich abgesandt werden, deren persönlicher Adresse cingehen,_ welche die Haus=Mini1t€rien (bezw. die mit den betreffenden Gsschäften bsauftragten oberstrn Stellen), die den- selben nachgeordneten Verwaltungen, die Adjutantur, das Civil- die sonstigen mit diesen Sendungen betrauten Dienststeüen in Angelegenheiten der Alierh'o'chsten Hsrrschaften ablassen oder Darum nehme ich an, da Sendung handelt, die unter das Geseß fälit, und auch vor dem Erlaß dieses Gesetzes portofrei gewesen wäre.

ch wußte allerdings, daß es fich nach dem Ge es nicht bloß um persönliche Schreiben handelt, son- dern auch um solche der Hauß-Ministerien und sonstiger dienst- licher StelXen; daß aber auch die Correscxondenz einer Fürstlichen

sich um die Lieferung von Käse für 55 „H daS Stiick handelt, mittelst dsr Fürstlichen Portofreiheit vrrsendet werden kann, wird schwer dem deutschen _ das möglich ist, dann wünsche ich auf geseßlichem Wege eine

Ablösung dieser Privilegien. [ wird bewilligt, ebenso ohne Debatte der Rest

Bei den „Einmaligen Vorschlage der Budgetkommifsion Dienstgebäudes in Köln statt in Aachen statt 656 394 0% nur 606 394 «16, in Gera statt 158000 «W nur 138000 «14, nur 80000 „FC: bewiüigt.

Die Vudgeikommission schlägt vor, nur 435000 „FH als erste Baurate zu bewikligen. Abg. Freiherr von Buol beantragt, für diesen Van überhaupt nur die Worte „erste Vaurate“

Diskussion über den Titel auSzuseHen u11d_de_nselben mit dem Antrag von Buol in die Budgetkommisston zurückzu-

Der Präsident schlä zu hören und dann die

Referent Abg.1)r.Lingens hält es fiir zwrckmäßig,dann mit dem Referat zurückzixhalten.

Abg. Richter: Ich sehe nicht ein, urückverweisung vor der Erörterung am Schluß der Diskussion könnte man

die Budgetkommission zurückgeben. Nach man in jedem Stadium _ oder Theile desselben an die Kommission verweisen. Ob dies Diskussion zu geschehen habe oder auch vor und mitten in der Diskusion geschehen könne, dariiber hat in dem Hause eine abweichende Praxis geherrscht. Fm Jahre 1883 ist aber durch namentliche Abstimmung festgesie

Zurückverweisun _ _ Schluß der Diskussion a gewartet wäre oder eme Disku sion Ich möchte darnach den Antrag des bg. von edell sofort zur Absiimmung bringen. ch weiß ni Hauptquartier des Kai ers inYrank

ch verstehe nicht, warum man die Be-

einem anz analogen Fall 1883

Xen worden ist, die An die Kommission zurückzuverwei en. muß ich mich richten, zumal das Haus im Jahre demselben gefolgt ist.

mir nicht erinnerlich, ob der Fall damals so gelegen hat wie daß die Didkussion schon beJonnen hatte.

Ein Beschluß _

dings wieder aufgehoben werden und insofern bm i

abermals eine Bsschlußfaffung des

s

en. mit der Aufschrift „Fürstliche An-

es sich um einen Kii 2 handelt, aumb ischen Rahmk_se. Dr_ee „FürftMe Angelegenheit“ bezei gewöhnliche Geschästscorrespondenz Schaumburgischen DomänZn; a

nicht mehr geht. Dies daß Seitens Fürstlicher eit für gewerbliche Zwecke der

auSMtgvi e' „ii r _ hinaus. Um die eGé eHeSau egu g '

Dr. Fischer: Bei Erlaß des das man eigentlich das (Heseß

zu belassen in dem Umfange, in s besessen Laden, und diese Ansicht alten. Zn §. 1 des er-

: „Den regierenden iirsten des Nord- Gemahlinnen und ittwen vxrbleibt ebübren in dem bisherigen Um1ange.“ bezieht sich nicht aklein den Allerhöcbiien Herr- oder unter Allerhöchst- sondern auch auf solche

Portofreiheit

ferner die Hofstaaten, und das Militärkabinet sowie

ß es sich um eine

reliß in M? lenburg liegt, wobei es

Staatsbürger einleuchten. Wenn

Au 0 ga 5 en“ werden nach dem zur Herstellung eines 11 euen 800 000 „kk: nur 730 000 „W,

in Glogau statt 100000 «40

ng des “Postgrundftücks und zur euen Dienstgebäudes in rank- dritte Rate (erste Baurate) 53 500 «%

235000 «10 zu bewiÜigen, und zu streichen. [l-Malchow 116th den Antrag, die

t vor, erst_ den Vrrichterstatter ache an die Kommission zurück-

warunx man die des Gegenstandes be-

§. 21 der Geschäftsordnung kann der Berathung einen Geseßentwurf

t worden,

auch erfolgen könne, ohne daß der

t, warum man über das urt nicht ebenso di§putiren ndere atsiitel. Die Zurückverweisung nur zulässig, wenn Niemand aus dem

Anträge nicht erst anhören _will. weise nochmals darauf hm, daß in mit 141 gegen 109 Stimmen elegenbeit obne Diskussion in Nach diesem Vorgange,

Es ist damals ein Präzedenzfall ge- alle Zeit bindende Regel. Eine starke auch damals dagegen erklärt. Es ist

es Reichstages kann aller- bereit, Hauses herbeizuiii ren. ßt gegen die Stimmen der Freisinnigen, en und CentrumSmitglieder, den Titel

Braphengebühren 2006

Es

Die Forderung von 70000 „46 zur Herstellung, eines

Aus der neuen Dienstgebäudes in Eberswalde wird ge-“trichen, der Rest der „Einmaligen Auggaben“ bewilligt.

Es folgt die Berathung der Einna men,

Zum ersten Titel der Einnahmen: orto- und Tele- 90000 „(€ beantragi Abg. Dr. aumbacb: 1) die verbündeten Regierungen u ersuchen, auf eine Herabsetzung der Vergütung ür die Ue erlaffung einer Fernsprechstelle in kleineren Orts aften Bedacht nehmen zu wollen; 2) die verbündeten Regierungen zu ersuchen, die Ein- richtung treffen zu wollen, daß für Stadtbriefe allgemein eine Taxe von 5 43 erhoben werde.

Abg. Dr. Baumbach: Die hohen Einnahmen der Post- und Telegraphenverwaltung, die noch höher wären, wenn man den Durchschnitt der letzten drei Jahre zu Grunde legen woÜte, gestatten die Annahme der Anträge. Das Porto von 10 für _Stadtpostbriefe besteht ja nur noch in Berlin, und

Brief von Berlin 127 nach Berlin 8177 10 „3 bezahlen muß. Die öfter? Briefbeftellung sollte kein Grund gegen die Herab- seßung dieses Portos sein._ Die Berliner Packetsahrtgesell- schaft die für 3 „z Briefe besteÜt macht gar keine ichle ten Geschäfte._ Was die Packetfahrtgeselischaft fertig bringt, sollte auch die Stadtpost fertig bringen. Die Packet- fal_)rtgesel11chaft hat zudem auch einen sog. Kartenbrief ein- e ührt. Jxr Bezug auf die Ermäßigung der Fernsprechgebühr Y_abe 1ch mich bestimmter Vorschläge enthalten, um nicht der eichs-Postverwaltung zu präjudiziren; einen Fernsprechtarif aufzustellen, kann nicht Aufgabe des Reichstages sein. In d_en_ kleineren Orten ist der Nußen der Fernsprech- Hinrichtung für das Publikum nicht so erheblich wie in größeren, und andererseits ist die Arbeit der Postverwaltung dort geringer. DeSHalb könnte die Gebühr für kleinere Städte erheblich herabgeseßt werden. _Auch die Bestimmung, daß wenn ein außeYaib des Bestellbezirkes Wohnender angeschlosisen sein will, de elbe zu de_n 150 016 noch 50 W zahlen muß, ist nicht gerechtfertigt. Em m der Stadt wohnender Gutsbesißer, der nach seinem nahe gelegenßn Gute sprechen wil], muß jth diesen Zuschlag zahlxn, obgieich die Ent1ernung lange nicht so weit ist, wie oft in Berlin von einer Stelle zur anderen. Das im ; ern- sprechbetrieb a_ngelegte Kapital Koll sich mit 10 bis 12 roz. verzinsixn. Erne Herabseßung er Gebühr würde durch die dann eintretende Steigerung des Verkéhrs an dieser Rentabilität

nichts ändern.

Staatsjekretär Dr. von Stephan;

Meine „Herren! Ick) möchte zunächst auf den Widerspruch auf- merksam machen, der in den beiden Anträgen, die der Hr. Abg. Dr. Baumbach soebcn behandelt hat, uns doch entgegentreten muß. In dem einm, betreffend die Herabseßung des Stadjpostporws in Berlin _ denn um Berlin allein andelt es sich bier nur _, beantragt er,_ wo wir einen Differentialtarif haben in der großen Stadt gegenuber_ dem kleineren im Lande, dicNivellirung, also einen embettliÖen Tarif durch das ganze Reick) für alle Städte einzuführen.

_ In dem_ zweiten Antrage, betreffend die Ferniprecbgebübren, wo wir dtese_Nivelli_rung, die sein Ideal ist, besitzen, beantragt er, grade umgekxbrr, für die kleineren Orte eine Ermäßigung eintreten zu lassen, also eiiier Dualtßmus herzustellen, den er mit seinem ersten Antrage zu beseitigen befliffen ist. Abgeseben aber auch von diesem Wider- spruch, der Einem _ wenn man die Sache rein logisch betracbret _ doch_betnerke115wcrib erscheinen muß, giebt es auch eine ganze Anzahl sachlicher Grunde. die mich leider verhindern, in dieser Frage- wie ich das den Anregungen des Herrn Abgeorneten gegenüber gerne möchte _ eine entgegenkommrnde Haltung einzunehmen. Zunächst kommt das gestern bereits von mtr zitirte finanzielle Ergebnis; in Betrackpt. Eine Er- maßigung des Stadtpostportos in Berlin von 10 auf die Hälfte würde schon jetzt einen Ausfall von 1 Million Ma jährlich ergeben. Dazu kommt, daß bierbeiPZa auch der SteigeruriJSkoeffizient wegfällt; denn dir schon jeßt das itte! vorhanden ist, in der Postkarte ge- geben i1t, für 5 H zu schreiben, so können aUe Mittheilungen, soweit sie nicht diskreter Natur sind, mittels Postkarte emacht werden' es wird künftis bei 5 H Niemand einen Brie? m ehr schreiben, wo er eine Postkarte dafür verwenden kann. Dazu kommt, daß in anderen großen Weltstädien ein 10 billiger Satz von 5 „_5 niÖt besteht, weder in Paris, noch in London; der Betrag ist da derselbe wie in Berlin, und es erklärt sich das einfach daraus, daß die Besorgung des Stadtpostdienstes in einer solchen Riesenstadt mit großen bedeutenden Schwierigkeiten und ungewöhnlichen Außgaben verbunden ist. Schon, rvenn Sie sich die große Anzahl von Brief- kästen vergegenwärtigen, die in Berlin aufgestellt sind, die_vielen Filialen _ es bestehen jetzt in Berlin aÜein bereits 150 Nebenpostämter _, die großen Häuser mit ihren vieleTreppenentbaltenden Stockwerken auf den Höfen u. s . w., wo die Briefträger hinaufklettern müffen,__ aÜes Verhältnisse, wie sie ja doch in a_nderen Städten im Lande nicbt obwalten; wenn Sie bedenken, daß Wir, um eine Beschleunigung der Beförderun herbeizuführen, erst vor Kurzem dazu haben übergeben müssen, be ondere Straßenpostwagen einzurichten, fahrende Post- bureaux, in_ welchen die Beamten während der Fahrt auf dem Straßenpflmter die den Briefkästen entnommenen Briefe sofort bearbeiten, damit jede einzelne Minute nocb zweckentsprecbend vxr- wendet werden kann, _ dann wird es wohl nicht zweifelhafx sem, welcbe ganz ungewöhnlichen Aufwendungen hier in Berlin fur _den Stadiposiverkehr gemacht werden müssen. Wenn man a_lle diese Umstände zusammenhält und erwäat, daß mit Annahme dtrses An- trages ein Ausfall von 1 Million entstehen würde, so zweifle_tch doch- ob das Land und seine Vertreter geneigt sein werden, gegenuber der! großen Kosten, die der Stadtpostverkebr in Berlin verursacht, bier eme Ermäßigung eintreten zu lassen und der Stadt Berlin damit ein _Ge- scbenk von 1 Million zu machen auf Kosten der Steuerzahler des _Reich Die Angdabe, daß es möglich sein möchte, hier eine Beschränkung im Bx- steliungs ienste eintreten sula en und überhaupt im Betriebe und damit die Kosten zu verringern, s eint mir nicht geeignet zur Aufgabe unseres Standpunktes; denn die Verwaltung ist bisher imnier befliffen aeWesen, in Erkenntniß der außerordentlichen Wichtigkeit der Be- schleunigung des Briefoerkebrs und der Regelmäßigkeit der Bestellung, hier alle möglichen Mittel, die sich darbieten _ wie ich die Straßen- posten schon erwähnt habe _, anzuwenden, um einen voukommenen Betrieb herzustellen_ und dauernd zu erhalten. In diesxr Be“ ziehung können Wir aucb nicht daxguf eingeben, _die Er- mäßigung zu befürworten, und namentlich aucb mch? an- erkennen, daß der Hinweis auf Konkurrenzanstaltcn, die von privater Seite betrieben Werden, irgend einen Cinfiu auf das Betriebdwesen dcr Postverwaltung üben könnte; die Kon rrenz von die vielleicht 2 bis 3 Bestellungen im TMS, machen Stadtvost 12 bis 14 Bestellungen bezw. Briefkasten- leerungen macht _, überhaupt einen viel einfacheren Dienst haben- allerdings aucb nicht so regelmäßig und so schnell _ bleibt doch bestehen; sie können ja jeden Augenblick, wenn die PosthrWaltung anf 5 , beruntergcht, auf 4Pfennige und noch weiter ermaßigen. Also damtt werden Sie uns nicht verlocken; das kenne ich genau, diese Art Kon- kurrenz ist unnötbig. Es kommt noch hinzu: cb möchte es “"ck bezweifeln, ob die zitirte Privatgesellschaft mit der Beiörderung der Briefe und Karten wirklich Finanzgeschäfte macht“ foroeit _ich _unter- richtet bin, besteht ibr Hauptergcbniß auf finqnzieÜem_Gebtetx m den Omnibusfabrten, die-sie zur Befötdirung von Personen in Berlin ma t, wofiir fie die Konzession erlangt bat. und ni der Besorgyng von Packeten. Was den Briefvrrkebr anlangt, so ist _er wesrntlich eknßx“ schränkt auf Drucksachen, Prospekte und 101-350 Dinge, die viel Zei

Privatanstalten, _ während die

Buol in die Vudgelkommission zuriick:

in der Bestellung haben. Für Kartenbricfe können wir unß“ ebenso

do'ch WLW“ “erwas Wmen-man fürs *neu* *- „9--

wenig begeistern. wie die andern großen Postverwaltu ' nahme von Oesterreich, es hat sie weder Frankreich n:?!)mÉnYaniUeJ gefuhrt, weil es die Belastung der ohnehin schon hinreichend in Anspruch genomuzenen _Post mit Werthzeichen 2c nur noch vermehren und weiter" nichts als eine verkappte Crmäßigun Yes Y_rtcfpcrlds _sein wurde. Unserer Ansicht nach ist cs eine gang QFÜYYZek-ZZYYMWU Lie von den wirklich großen VerkehrsyerI n enommen w ' ' ' dürfncßß kiegx. ___ __ __ __ orden ist und nicbt tm Be- g an e, term (: e ich vorläufig genug gesa t ' aber vorbehalten, wenn die Sa e no ' " g muß mir darauLfIan? näher zxriichuthngI. cb wetter erortert irerden solite, a en zwei en un t etrifft, die ern re " so walten, abgesehen von dem schon zitirteX logsiYÉenchÉLIeixeTFZZ, noch folgende Bedenkeri dagegen ob. Die Grenze, wo diese kleinereri Orte anfangen i_ouen. tst _ und das hat der Hr. Abg. 1):- Baumbach schon selbst erwahnt - _scbwer zu ziehen. Will er fie'bei 30000 Will _er ste_bet _20 000, wrll er sie bei 50 000 Einwohnern festse en“? Ja, ich wurde ihm sebr dankbar sein, wenn er uns dafür eine egel syöbkxk-Ynnt. , „11a WReg-kvac-ns .und bm uberzeugt, za lo e ' eklamatwnen kommen würden wenn wir heute sagen woÜten, in einer Stadt vori 30000 Emwobnrrn kostet es die Hälfte; da würde sofort eine Stadt nur 31000 kommen_und sagen, wrsbalb soklen wir ausge- schlossen sem? und man_che wurde fich beklagen, daß drr benachbarte Ort, der nur_30000 Einwbbiier bat, um so viel Prozent billig'ere Fernsprecbgebubren hat; mrthm_ ganz gegen die berechtigte Gleichheit der Konkurrenz; e_s ware das eine ungererfertizxte Bevorzugun des einenNOrtc_?_g_i-genuber (IndeZetn, die in der ähe lirgen g an 1 erner gu ni richtig, was der err ' - sagt bat, daß die Leistungen der Verwaltung gerYngerAkaxerndnixie Keen klemexZiz Ort_en. Das xommt sehr auf die Beschaffenheit des Ortes an. Sind viel Wafferlaufe da, sonstiges ungünstiszes Terrain ist der Ort weiilaufig grbaut oder schwer nabbar, so sind die Kosien der ersten_An_lagc und aucb 1111 Betriebe Mir erheblicher Verhaltnisse nicht obwalten. Fermer ist hier, exZthen, dZß gerade __irx_ großen Städten r1_ ungen un weniger 01 en 015 in klsine ' viel Abonnenten Haben. In einer großen Sladfk), wvweelsl six m_n so und so viel Hunderte, ja Tanzende Tlieilnehmer handelt konnten wrr eber den Saß herunterseßen, als in einer kleinen wo etwg nur 50 0der__60 Tbeilnebmer sir'd. Das babe ich noch iiicht gehort, daß _die hohercn Fernsprecbgebübren jemanden zurückgebalten Haben, fir!) dieses_ vonommencn Sprecbmittels zu bedienen, im Gegen- jbetl, es ist so viel Zulauf zu diriin Anstalten, daß wir uns deffen kaum erwehren komien, und Wenn der jéßige Tririf dazu beitragen 101119, diese starke Beweguxig etiras zu dämpfen, so würde ich dafür nur daykbarsem; 26 ist cm Rieixnunternebmen, für 12 000 Abonnen- ten, Wie es 111 Beriin der Fall 111, «M diese Fecnsprccbleitungen zu beschaffeii __Bisher _ist es nocio gelungen, aber wir müffrn inkürzercm zu unterirdi1chen Le:tungen_ ubergeben und es irsrden dadurck) der Verwaltung außzrordezitltche K_dsten entsiebrn. Beispielßnieise in L_Zerlm aliet_n wird die unterirdische Legung dcr Fernsprecbdräbte fur den _Unfang e_twa 2 MiUionen Mark kosten, in Ham- burg vteiietéqt 1 MiÜton,_ da:;ri kommen Dresden, Leipzig und andere _großere Orte. _Zu die_sen Kosten, die uns warnen müssen eine Crmaßtgung der (Gebubreri eintreten zu (affen, kmnmt noch rer,Um- stand, daß das aanszerri1prechwesen wesentlich erst in der Ausbildung begriffen ist, daß eigentlich kein Vierteljahr vergeht, tro nicbt eine neue Verbesserung an den Apparaten, am Leitungsmaterial 2c. vor- genommen werden muß _ Wir haben das letztere ja bei Einführung de_s_ _Bronzedrabtes an der _SKUL des Stabldrabtes gesehen die Uctilwiien gekostet bgt, un; die nothwendig wurde, weil der Bronze- draht eine _bessere Leitung darsteüt. Da gehen so viele Veränderungen vor, daß 1ck)_ts fur sebr _bedenklicb halten würde, eine Ermäßigung des Tarifs_ 1chon jkßt eintreten zu lassen. Ich möchte Hierbei iiSocb _erwahnen, daß andcre Staaten, beispielSWeise die cbweu, die Erfahrung gemacht__baben, daß sie eine etivas zu_ scbnel] vyrgexowmene Ermäßigung der Fernsprecbgebübren wieder h_aben rrzckgangig m_achen und auf die erhöhten Säße haben zuruckgreifen mussen, und ich glaube, daß wir, indem wir die alte Vorsicht bewahrt haben, auf dem reÖten Wege waren, Ich möchte auch den Vergleich Mit der Tele graphengebühr den .Herren Abge- ordneren nahe legen. Meme Herren, man kann für eine Mark jest vor] einem Ort n_ach dem andern_ 3 Minuten lang sprechen. Telegra- Fbtren k_önnen Sie 16 Worte_ fur eine Mark, wie Ihnen ja allen ekannt ist. Daß man aber in ZMinuten viel mehr als 16 Worte Tprecben kann, das sehen nur, däcbte ich, wvbl in jeder Versammlung, und er_ Hr. Abg. Dr. Baumbaikx hat vorhin kaum viel mehr als 3 Mi- nu en zu seinen langen Ausmbrungen gebraucht und das waren sicher Jiu Fals 16 Worte. Auch wenn Sie diesen Vergleich anstellen, sehen _ i_e, _aß dcr Frrnsprrcbtarif sehr _viel biÜiger als der Telegrapben- arif ist; Endlich, wie wollen Sie es denn bei einem Zonentarife sagen wir fur Orte b-E 30 000 Einwohner, machen, sobald der Ori 13311 ___fo eine bob_ere “Sture _rückt? Von dem Moment an, wo der _ ste Orisburger das Licht der Welt erblickt, soll da gleich der Yohie _ T_arrf eintreteri? Meine Herren, das sind 0116 ciowierigkeitene in _die Sie kommen, wenn Sie von dem ZZVßZn' wichtigen, emfache_n _ Prinzip des Einheitss aßes kö_g_e en._ Lin diesem Prinzip müssen wir festhalten, wir beuiun' xine so kolossale _Verwaltung, wie die Post und Telegrapbie es ablle _ts, und welche diese_Masse von Verkehr zu bewältigen und SM ___o1le Schwierigkeiten zu uberwinden bat, nur mit den einfa chsten Gels en 501th und regeln, _w12 _ja auch die Natur mit einfachen Ausevde'n arbeite_t. Dazu gehort hier auch die Einfachheit des Tarifs. li iesen Grunden, meine_Herren, möchte ich Sie bitten, dem vor- LAMY?) Antrag Ihre Zksttmwurig nicht zu ertbeilen. dem Nbg" Klumpp: Bezüglich des ersten Antra es kann ich Herr . r. Bauwbach zucht Rxcht _geben. Das edenken des Ta _n igatssqkretars Segen die Einführung eines biÜigeren __hrifes f_ur kleinere Stadte_und die Definition der leßteren S_elzitt iiur abxr mcht_auSreichend. In welchem Moment eine zähtiu eme großere mird, kann d_Urch die regelmäßigen Volks- Fer___ngen festgeste11t_ werden. Eine größere Ausdehnung des ruhe PFchwesens _ware au_ch sehr erwün cht. Die Stadt Karls- Gams? te fiir eme Verbindung mit rankfurt a. M. eine daß drxrierow 18 000_ 016 ieisteit. Obgleich vorauszusehen war, tadt ___eeÉßerbanFemeä _eitsitbrmgend rxiirde, weigerte sich die , _ et en un ' ' - dungSsctheitthe. z , er Plan dieser Verbm , aats ekretär Dr von Stephan“ Die Postverwaltun tsterréserett“ _besonders in den Industriebezirken am Rhein die lag___Precbeinrichtungen weiter auszudehnen. Wenn aber An- arcmt_1_ach außerhxrlb verlan t_werd_en, ist die Forderung einer mäßj resumme nothig, _obg sich die Einnahmen fast regel- der x_igearlis solchen Emrrchtungen_ höhere gewesen find. Auch einrichtur U| gn Telegraphengebuhren muß bei Fernspkech- also Zigeri m Betrqcht _gezogen werden. KarlSruhe hätte FZTJSDJ GNFFtZtÉeibleifsten können. . , . mi er eld): Wollte man bei Ferris : _ prech WWW er: den Verliift von Telegraphengebiihren in An- verzichte? ringen, so würde man aui manche neue Einrichtung neren Sn_____müffeii. Die Grenze zwrschen größeren und klei- Uöthi __a ten könnte _man der finden, wo ein Anschlußamt Würd? at_1_tchu__t_1dr_n_o_k) n_iét_._ M_1t &an ?_iüigeren Einheitssaß zure en ein. ie oten iir d = Wagen smd verhältni s f ck Neu

nahmen aus dem T e_kgeben eine elep

als wo solche auch_ _ das zu die1e Ein-

onneß. 12000 Anschlüsse zu 150 «E

NabrungS- oder Genußmitteln von unbedeutendem We

_ rt e - __ _ _ l_xcöldtgen Vkrbrauch, dercn Transport von einer &iszxttinbaaxn maßig gering gegeniiber den Ein: 111 ernommen ist, kann, nach einem Urtbeil des Reichsgerichts,

Ver waltung gestellt Werden, und dasjenige BetriebSamt ist zur

im ganzen Deutschen Reich zu ermäßi en, i nicht axrgebracht, wxil in England, FIankreisctb «ZF LFZYF 5315 bis viermal hohere Gebühren bestehen äls in Deutsch- _ "Abg. Schuß er: Vierundzwanzi Städte ihr? Handelsxammern um eine Herabxießung auth/TetilzerinZ herrgen Gebühr für Fernsprechemrichtun en petitionirt. Es ist klar, daß da, wo Hunderttausen e an einer Ein- richtung Think nehrnen, der_ Nußen fiir den Einzelnen em we1t_ größerer ist, als in lZ'enen Städten von unter 50000 Einwohnern. Dennoch so die gleiche Taxe bezahlt werden. Jeder, _ der sich heuie durch die Kosten verhindert steht, an der Einrichtung the_rlzunehmen, verringert zugleich den Nußender EMU tung bei den biSherigen Theilnehmern 882 ha_t eme Taxe _v n 200 «M bestanden, und es ist nicbé nqchgewresen, daß der der Herabseßung auf 150 4/14 eine Ver- mniderung der Einnahmen eingetreten ist. Ein Differenzial- S en "AWD MOH?“ MMMWWRYW tadtpostporto, das in kleineren Städten nur 5 «Z betrii t Jch__bltt_€ den Hrn. Staatssekretär um eine wohlwollende LF»: rucknKÉgmrig thJntersffeÉi der dkle_inrn Städte. _ . on rom e wir ür den Antr st_1mn_1en. Große Entfernungen gäbe es auch in FthYFHZYY a_s m Berlm,_ deshalb sei eine Portoerhöhung für Berlin mcht gerechtfertigt. Andererseits wiirden ]“th schon in Berlin nur die ersten 15 Briefe für je 10 H expedirt, die iibrigen (riertckßffexntmaldauxZegrben, für je 5 «3. Das sei eiiie kaum zii dustYrbigen e egunstigung des Großhandels und der In- g. Schmidt (Elberfeld) regt eine Erni" ' Nachnahmegebühr _fiir Packete und Briefe an. erß 13? Fial??? ZanrYzFianZh Zvitrdq ebeiäfallsübeine Nachnahmegebühr von _ „oen,maen'rienSt* ' RegelS?ich_tS_m_ehx al?) 1 Prozent. g MW absr m der __ _aa ere_iir k. von Stephan ver ri t ' : rucksichtigung _diefer Beschwerde. Es würdespsicé n?_1_r_i_?____?_3_e__ ZMF die Beseitigung der bestehenden Ungleichmiißigkeiten han- e 11. DW ganz niedrigen Sendungen wiirden ailerdingd etwas m_rhr herangezogxn werden_ müssen, für die höheren Sendungen wurde _dagegeri eme_erk)ebl1che Ermäßigung eintreten. _ ___Dtrekror im Reichs-Postamt Dr. Fischer theilt auf eine m_ er vorigen Sitzung vom Abg. Ku emann gestellte Anfrage Zint, daß (L_US Grunden der _Gefiingnißdisziplin, nach Verein- arung mri der Nerch_d-Just1_zverwaltung, Postisndungen Ge- fangYY ZUR) Briedstrbageramcht zugesteÜt werden. _ *ie wrr ewiit; d' " Schm213dt_ Y_Y_? ??SMEHUT- g 16 Antrags Baumbach und ei 1. _ innahmen aus den Geb" ' dÉn Landbestelibezirken) beantragt Abg. uhSrckßrthixd? ( lberfeld),__ den Reichskqnzler zu ersuchen, die Postordnung voncik 8. Miirz 1879 dahin zu findern, daß für Briefe und Ya ete m1t_ Werthangabe, sowre_ fiir Einschreibepackete und f__r_Ueberbr1ngu1i_g von Postanweisungen nebst den dazu gs- Yorigen Geldbetragexi, das BeftZUgeld nach dM Landbestell- ezrrZen auf den gleichen Sax„ wre nach den Ortsbesieübezirken hera _geseßiwerde. In großen Städten seien die Entfernun en Y_tdvxxst irikiHcehre YTUZY de_xnkLandkbezirFen, während es rheiniéche _ e ir e e , ' .' ' von Yanéékksnkfeknt fztzien. g e 12 nur wemge Minuten aaserxtärDrwonStephan: DerAnt ' ' AusfalX an Emmi inen von 773000 0% undagxiiixerdYYbY aUSga_be von 1 M1 wn_ fiir eine Vermehrung des Psrsonäls verur,achen. Klagen seren der Verwaltung bishernicht bekannt e_wordrn. In den kleinen Be irken am Rhein könnten sehr ercht die Sendurigen von der_ oft abgeholt werden. M____Abg. Schmrdt__ glaubt nicht, daß die MehrauSgabe eine Kli wn bßtragen _wurde, sondem höchstens eine halbeMilTion. anagerUerxigFFÖdikeÜBesÉÉYrdefiihrer nicht bei der Verwaltung , ne ' ' VertZter ___n Reichstage. u fe erwarten, sondern bei ihrem _ _er ntrag Schmidt wird ab ele n. ' ' bewilÉiFt, ?)?th der Fest der Einnakßzmetli.t Der Tjtel wrrd ne __ er e von etitionen mehrerer andel um Exmaßigung der errisprechgebühéen iFkYtLititdYL 0011 m_cht me r__als 50 Einwohnern auf zwei Drittel des WUFF??? ZFFtngelteFdan Gdebührensaßes wird nach dem __ _ ge_ ommi on ur d' BefchFffe für erledigt erklärt. ck W zum Etat gefaßten bewillixtr. Etat der Reichsdruckerei wird ohne Debatte Schluß 41/4 Uhr.

„Veröffentlicbunsxen des Kaiserli an Ge : ' - amis. Nr. 50. _ Inhalt: ersonas-Naebrichté_ BekchinYYcZiiF Z GesuydbettHstand. _Voiksirankbeixrn in der Berichtswocbe. _ 18e_rx_gue-Fteber in der Turkei. __ Sanitälsbericbt in Ober-Oesterreich

_1887. _ Hterbefalle in deutschen Städten von 40000 und mehr Einwohner:). _ Pes-le. in größeren Städten des Auslandes _S- Erkrankunaen m_Bcrliner Krankenhäusern. _ DeSgl. in deutscheri 1 tadt- _und Landbez_trkcn. _ Infektionskrankheiten in Rumänien 1889 k. Halbjahr. _ thierung„___ Zeitweilige Maßregeln gegen Volks: rgnkhetten. _ Vetuinßrboltzetiicbe Maßregeln. _ Tbierseucben in Danemark. _ DeSgl. tn Rumagiien 1889, 3. Vierteljahr. _ Medi- zrnalge1eßgebun-1 u. s. w. (Preußen. _ Schwindsucht in den Straf- und Grfangeneri- rc. Anstalten. ( «;.-Bez. Stade,) _ Beerdigung YenswltÖer Leichen. (Reg.=Bez. Düffeldorf.) _ Verfahren beim »eblacbtm, (S_chsexr-Dreddey.) _ Ableitung von Abwässern aus den Abortgruben. (©0Ö1en-Mcmmgen) _ Anlage von Volksschulen auf den) Lame. _ (Oesterreich). Waffcrbersorgung Wiens. _ (Ver- Fimgte Staaten, Staat New-York.) Verhütung der Diphtherie _ FÜTTYFÉTW' D(Pthß' Ober-Veerltungsgericht.) Zahnarzt *mit einer Hebamxiix. oc or iplom. _ Zurucknabme des Prufungözeugnisses

Entscheidungen des Reichsgerichts.

Die Zulässigkeit der Verlesung ärztlicher Att "' e Körperverleyungeg, welche nicht zu den schweren geLtöerethbF [ der Hauptvrrbandlung einer Strafsache, obne daß es der persönlichen Vernrbmung de_s betreffenden Arztes bedarf, erstreckt fich nach einem Urtbetldeö RetchSgericbts, ] Strafsenats, vom 8. Juli 1889 sowohl auf außcrgertchtltcb abgegebene, als auch auf die vom Gericht FF,.l-Z i_ig_t_e__n__2_ltteste (Gutachten, Brricbte, Befunde u. dgl. m)! _ ._.

..,-* Ja. ...-“_ W _ Der Strafantrag zur Verfolgung einer Entwendung von

. Strafsenats, vom 23. Srptember1889, von der Eisenbahn-

jährliche Einnahme von 1800000 „10, da kann

eine euanla e von 2000000 «FQ doch keine Rolle spielen.

N Stellung des Strafantrages zuständig in dessen Be“ ' _ , _ zirk die Ent- S __ _ . wendung verubt worden War“ 5 d' , ' '

taatsse retar Dr, von Stephan: Die Fernsprechkoften * aueh, wenn die Entwendung Jonneeiexcm lc03111" eYieytcxtbeF-a Yettxtießbsek

Lingtchleende Kiaérickyten vor: er e mer_ ä maschinenfabrik und Ei en i ' Berni), Sto_wer gestern Morgen ein Strike aussgebrTckchch-„i'l Js? sammtltckye Nabmaschmen-Arbeiter, mit AuEnabme der älteren, be- YMUÉYMÜ babrn diä erbeit nicdsrgelegt. , te n „S ung eines r eiters ein, wl ' ' ' Unbotxna igkeit gegen seinen scher 1chon einige ZM durch und die kaffe zugezogen hatte.

Londons machen sich auch anderwärts fühlbar j§L_?Zo__;)l_wie:_l_)er Arsenal beganpewam Dbnnerstag 2111811 Ausstand, FMH ZußxÜen die Nachtarbeit nn Arkenal zeitweilig eingestellt

an er Gaßarb it bl ' . Strikesold c er a d em EW? finden, da Letztere keinen äßt nacb.

_ KAlig._ errd“ d ampe 111 ie strikenden Arbeiter und Arbeiterinnen der großen

___?ZZZLTYULTetxau-Anstalt m Silvertown (London) durch

9 en _ 00 «triker die Arbeit w' d

durfte sZhleunigst nachfolgen. 16 er aufgenommen und der Rest

Lohnerhohung von & ck bis Z (1 die Stunde durchsetzen wollten.

11. d. M. beschloß densofortigenSeverstrike in allenscbweizerischen

[beamten verübt worden ist das'eni d Stellung des Stra _ , _ !- ge an ere Betriebßamr zur dienstlich un t ??stelfF FFW zustandtg, welchem der Tbater 1peziell

__ Die eidesstattliche Versicherun e' ' ' ch einem Beschlrzß der_Vereinigten FStrlLLfsseantttteenvZF

.Oftober1889, L_1__n z_ula1figes BeweZSmiitcl für die Glaubhaft- Fchbung einer thgt1ach1tchxen Behauptung im Sinne dos § 266 d .-P.-_O., sodaß die Gerichte _zur Abnabme bezw. Entgegenn'abme erarttger Vrrficberrngkzi im S'nne des §. 156 Srr-G-B zu- _sk_kichi_i_d_igVsin_dch und die wiss_entLich_ falsche '.":ib'gabe "einer S_____G__B_er_1ä___3_rung uiiter die Otraskestimmung des §. 156

Statistik und Volkswirtbskbast.

___ _ ur Arb iterbewe n. nk" - WMMMWW S'?Mj?175?“*"* »

dem Kaiser bei AÜerböÖstk-cffrn Anwescnbeit in W " 7 | , o . _:_:eichten und welche 1an 7000 Unterschriften bedeckt war, WTF? UFZ!) er 'YJMZY _Z_e_1_t_un_g' 10lgend€n Wortlaut: , . _ (11610 _ egrüxen untrrkbänigst dir Arb iter Vo Un_s_er Herz l_st freudig, erregt, da Ew. Majestät isn unsernrrWÖYFe' Fiel t und wir Gelegenheit haben, _dic Versicherung 'der Treue und nZéngltchkeit miserrnx erhabenrn Kaiser selbst zu geben. Besonders _:_virey NEF: kMaiRJWMdIZMZ AußckÖruckß vrrleihen für die Fürsorge _ . , .1 __ermä tni dcs ock) el“ " , Fribrlm ]. bochbaltend, Lets mr den Arbeiterstanld beskutngdext. KZT??? _ _?eye smd zu unserrxn S'CHUZL erlgffen wordrn, und wir Haben die __?1 e Zuversicht, dgß m al;;cr ukUnit das Wohl des deatscben Arszter- arides don_ der Hdwsten SteUe im Rcicbe aus, bon unsrrem Kaisrr gefordert wird. Worms, am 8. Dezemb8r1889 TW Arbeiter: AusscbÖuß 5ii_er__Stadt__ Worms.“ ' * er mr_r ja den Arbeiiern, wie wir der: * YZYLÖZULU, Fahrend der Ansprache mir festem LUnFnYFMmFHY _th "Zl dre „lagen, jedes Wort Jenau berfolqend und die Ihm über- reikrh ? dreffe und _den Kran_,z rxrit größtem Interesse in Augenschein nSe__?_1_r_;1_iex. ___Eura er_i_v_;_dgert§sm1t Fecsbier uZd in dir. Seele dringender _ en «? : _.J ne me die Ar Franz _als Zeichen Jbrer Lirbe und AnbäiigliÖkeitreZeern 1221701292? Qck) Weiß,_ daß sich die Arbettcr von Worms sirts durcb ReiciZZtreue' U__nd Pqtrtottsmus ausgszeichnet haben, und hoffe, daß fie fich auch furderbxn bon alien Verlockungen und Versuckxungrn fsrn halten Ut_1d dl? trcu_e Gesinniing bewabren xrerden, welche" sie aus- zeichnet. _ Ein Mttslred der Deputaiidn ließ es sich nicht nehmen, hierauf zu_erklaren_2 „So war es immer, Majestät 10 Lyn (Zs aucb bleiben. _ Die Adresse irägt in praÖtdoUem (Einbimde ie «Fnscbristenz „Gott segne de_ri Kaiser, den Schüßrr drr Arbeit“ _„TJhm set unier Ledrn- und Liebe acwidmet.“ „In iinwavdelbarrr kL_Ué u::d Ergebenbrit. In der Mitte Endlich prangte die Auf- sckzxkift,_ an Welche sicb dcrs i_n voll_endet fchöncr Form abzefaßte Schrift- Ye ZZZtiiFr: ,deSrSYiértert W110211§1_[., Kaiser von Deatschland _ _c __ r a orms_.“ u cinem warze “" ; Zffen mit Gotdfranzen und Quatten xvurds nebetiuhdieseiii1 FZFZF MFJYZendeexnéßstinxunLg _beskWortdmer __Arbeiterstandes dem Hoben _ __ _ _ r or eerran ar , ' ' ' etnenNVZgißmethFéltstrauß umgakix. ge MM der m finntger Weise 0 einer - edgng der .RHein.-Wéstf. Zi .“ bab Fn2ch_?_r_1_gé_éx_?dfe_23eiz1t .Ä'Gblistav., .Hoffnng“/,Hexrick1371x§ _ _ _ eneine na von and - leuteFUYafsiZung _1_zefiirideiiz eren Zechen entlaffener Berg er _an rat in Gelsenkirchen bat beate, wie * KßldFZHTtintesYexcxnnYacbmlig exlaffezi, worin er sich be'rYrTrklaBrt _ n er ' , KUNZ zuÉlrsFaffen. g en en 1ofort Arbeit auf den Zechen des er "er and rbein.-westf. Bergarbeiter at w' ' der .Crs. Zig entnobmezx, seine_ Mitgliederzahl auf 40 000 geklyTaFltr FWH den dritten Thrii 1ammtlicher_Bergarbeiter im Oberbergamts: ÉzriikrßgDvoorrian-TZ azu5ma_ch_t_,___undhd? jedes Mitglied einen monatlichen _ 1: en ri en a , t ' . einnahme von _12000 „44 zu verzeichnesr€ ha der Verband emeMonats Ueber kleinere Auöstandxiunrernehmungen von Arbeitern Die „Ost1.-Ztg.“ berichtet, daß in

Ursache des Strikes soil

_ _ Leister und den Portier e' uferlegung einer kleinen Geldstrafe zu Gunstensdér YFZZL?

Dem .Cbemn. Tgbl.“ wird aus Auerbach unter dem 10. d. M.

berichtet, das; von den an dcr Irrenanstalt in " schäftigten Arbeitern 40 Maurer in Folge von LoFsiLfTrétizY ubned 4,15 dde_re ZrebrextelzusckpÉné? arbßxri in LNeukirchen von 47 Arbeitern r r ie un " " ' ' eingestellt Haben. 3 g derer ohne und kurzerer ArbeitSzett

Ueber die Bewegung unter den GaSarbeitern undKoblen-

ladern in London liegen folgende neuere B icbt *

werkareiri der Koblenträger hat am 9. d.SrM.,€ ZZZ“ dFerAYcex Cyrr. Mittheilt, etxi Manifest erlassen, in welchem es heißt: 'Wir w_unschen ehrlich, einen Strike zu vermeiden. ' niemalsß ' zur grö eren Ehre und zum Rubine unverantwortliche

dienen, welche die vorliegenden ra en a ' r Personen Zeladen fich uns anbieten. F 9 g 1: MM verstehen und un-

Wir werden jedoch

zugeben, daß unsere berechtigten Beschwerden nur

_ _ Wir verstehen die Un eren w ' eruhrenden Fragen, wahrend Außenstehende, so Hut ihGrJee ÄMTER

auch sein mögen, das gebörigc Verständni ni tber en ' "' 3 ' berichtet außerdem chu einem Manifestß de?) Gsaßs a'rbe'iTZe'F'B' S_odutb-Metropylitan-GaSgesellschaft, in Welchem erklärt xvir , daß der Strike U__|_11)ek__meldlich sei, da die Vermittelung der TQ!)zarlameritS-Mitglieder 1_ur Sud-London erfolglos gekresen und die Berwalxung der Gadge1_ell1chaft unnacbgiebig sei. Ferner meldet „Wolffs Kurcau von heute stub: Das Exekutiv-Comité der vereinigten __ ohlen-Lader i_md -Trager hat gestern Abend bekannt gemacht, FZH auf_Grund einer gestern Nachmittag mit den bauptsächlichsten bhlenhandlern Londonß abgehaltenen Besprecbnng die Annahme cines tdv_1rksam_en Verglßichrs wahrscheinliä) sei, deffen Ergebniß te Bescbrankung des_E-tr_1kes der Kodlen-Lader auf die Boycottirung der Soutb-Metropolitan-Gas-Company sein werde.

der

Die Folgen der Agitation unter den Gasheizern im Süden Die Gasheizer im

In Manchester und Salford dürfte der Aus-

empfangen und den Muth Verlieren. Die Gaßnotb

Ueber andere Zweige der englischen Arbeiterbewegun theilt d' Folgendes mit: Nach dreimonatiichemgerbittertelii

Nachgeben gezwungen worden. In den leßten Tagen Der Strike begann, weil die Leute eine

Aus Zürich wird der Münchener „Au. 2 gemeldet: Ein Comité des TypgoJZagÖbeliinkxerxan ffizinen, deren Inhaber dem Prinzipalverein angehören.

In

ZFZLEdeffen haben an diesem Tage 800 SP-. die Arbeit nieder-