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Sec. Lt. vom 2. Niederschl. Inf. Regt. Nr. 47, von ihrem Kommando zur Dienstl. bei der Unteroff. Schule in Bicbcrich entbunden. 8. Ab- schicdßbewilligungen rc. Den 24. Juli. v. Ribbeck, Gen. Maj. zur DiZP-a Zuletzt Oberst und Commdr. dcs Westf. Drag. chts.
Nr. 7, der Abschied mit Pens. bewilligt.
Nichtamtliches.
Preußen. Berlin, 31. Juli. DerEntwurfdercrsten drei Bücher einer Prozeß-Ordnung in bürgerlichen chhtZL- ßreitigkeiten für den Norddeutjchcn Bund, wird in den nächsten Tagen im Verlage der Königlichen Geheimen Ober- Hofbuchdruckerei (R. von Decker) hiersc'lbft" erscheinen.
Kiel, 30. Juli. (K. C.) Sr. Maxeftqt Segclhriggs' » Rd- ver- und'»Musquito« sind, von Danzig kommend, im hie- ßgen Hafen eingetroffen. , " ,
Düsseldorf, 29.Ju1i. Dcr RegierungszPrasidciit vdsn Kühlwetter machtFolgendes bekannt,: ,»„Des Kömgs Ma1cst51t haben die über die Feier des fünfzigjahrigen Bestehens der hic- sigen Kunstakademie aufgenommene und von Profcffor Scheu- ren iUuftrirte Urkunde Allergnädtgst entgegen zu nehmen geruht und Aklerhöchstihren Beifall iiber Form undInhalt (insge- sprochen. Von Sr. Majestät bin ich heauftragt, deri Mitglie- dern des Festkomites und den Unterzeichnern der mit der Ur- kunde verbundenen Adresse Allerhöchstihch Dank und, allen Denen, welche zu dem schönen Feste miigcfwrrkt' haben, die Ver- sicherung auszudrücken, daß Se. Ma1estät, nut dem höchsten Interesse dcm Verlaufe des Festes gefolgt sind.“
Mecklenburg. Schwerin, 30. Juli. Der Großherzog- liche Hof wird heute Nachmittag von Rabenstemfeld nach Lud- wigslust zu einem längeren Aufenthalte abreisen.
- Der Großherzog wird sich am Montag, den 2ten August, nach dem Heiligen Damm begeben, den doherancr Rennen bis zum Mittwoch, 4. August, beiwohnen Und am Donnerstag, den 5. d. M., iibcr Schwerin, wo derselbe vom WZrngn bis Nachmittag verweilen wird, nach Ludwigslust zu- ru e ren.
-- Die Nr. 20 des Großherzoglich mecklenburg-ftrelihschen »Offiz. Anz.« enthält ein landesherrlichcs Edikt vom 7. d. M., betreffend die Einforderung der Beiträge zur Aufbringung der Bedürfnisse der Central-Steuerkaffe pro 1. Juli 1869-70.
Lübeck, 29. Juli. In seiner gestrigen Sihung ist dem Bürgerausschuffe der Entwurf eines neuen Preßgcseizes znr
gutaéltlichen Beschlußnahme vorgelegt worden.
' nhalt. Dessau, 28. Juli. Der Erbprinz und die Erbprinzessin sind gestern Abend im brsten Wohlscin von Stockholm hier wieder eingetroffen.- Montag, 2. August, wird der erbprinzliche Hof nach Baklenftedt iibersicdcln.
Hessen. Darmstadt, 30. Juli. Der Prinz und die Prinzessin von Wales sind mit ihren Kindern gestern Abend auf der Reise nach Wildbad zu Besuch bei dem Prinzen und der Prinzessin Ludwig dahier augckommen und im Jagdschldß Kranichstein abgestiegen.
Baden. Karlsruhe, 29. Juli. Ihre Königl. Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin haben, nach der »Karer. Ztg.«, acht Tage in Gießbach in der Schweiz zuge- bracht. Am 27. Juli begaben sich die Reisenden nach Lauter- brunn und beabsichtigten von dort nach Mehringen zu gehen. Die Reise sollte dann iiber den Vri'migpaß, Sarnen und Luzern nach Zürich fortgescßt werden, und es gedachten Ihre Königl. H?heiten von da aus sich unmittelbar nach Mainau zu bc- ge en.
-- Nach demselben Blatt nehmen am 11. Angust die Regiments = Exerzierübungen der Infanteric- und Kavakleric- Regimenter in den betreffenden Garnisonen ihren Anfang, und folgen sodann die Brigade-EÉcrzitien, welche die 1. Infanterie- Brigade und die Kavallerie- rigade bei Karlsruhe, die 2. und 3. Jnfanterie-Brigade bei Rastatt vornimmt.
Am 1. September beginnenfleinereUebungen mit gemisch- ten „Waffen; hieran reihen sich größere Corpsnmnd'vcr dei Eppingen, welche am "11. September beendet sind, so daß am 15. September alje Truppen wieder die Garnisonen bezogen haben werdxn. Am 9. September, dem Geburtsfestc Sr. Königlichen Hoheit „des Großherzogs, wcrden sämmtliche zu den Manövern ausgekuxktey Truppen bei Eppingen vereinigt, und findet dort- selbst feierliche Parade statt.
, Oesterretch-Ungarn. Wien, 30. Juli. Der Kaiser lft gestern Morgen von Ischl hier angekommen.
-- Der BudgeiauLschuß der Reichsraths-Delcgation trat_ geßern 1," die' Berathung des Budgets des Kriegs- ministeriums em. Figuli) als Referent beantragte die Central- leitung des Kriegsniinistrriiinis mit 2,393,000 anstatt 3,027,414 Fl. Sturm wxes auf di? hedeutende Verminderung des Mili- tärbudgets durch das Sifttrungs-Ministerium hin und will
zur Vermeidung des Defizits nur 90 Miilionen bewilliaen. Der Kriegs- Minister wahrte das Orgamsationsrecbt jeder Art bei der Armee fiir den obersten Kriegsherrn, erklärte, er sei vom konstitutionellen Geiste durchdrungew und habe Ver- handlungen mit den beiderseitigen Iuftiz-Mimstern wegen der Militär-Strafgcseize und anderer Geseße eingeleitet. Dix Orga- nisationen stehcn unter der Kontrole dcr gcseßgebenden Fa “ren, in so weit diese die Geldmittel bewilligen, aber die Bexr gung iiber die Organisation miiffe er entschieden dem MY! vor- behalten. Der Reichs-Finanzminisier bestritt, daßdas lität- budget durch das Sistiruugs- Ministerium vermmdert worden sei, der Beweis seien die später geforderten Nachtra Zkredite. Dcr jehige Finanz-Minifter sei an die bewilligieii ummen genau gebunden, daher das Nothwendige bewilligt werden müsse. Auf Antrag Ziemialkowski's wurden fur die Central- leitung 2,850,000 Fl. angenommen. Die Resolunoyen FeIly's werden angenommen: Die Armeegenüffe einer Remston z, un- terziehen und die Reorganisirungen der Armeezweige, welche höhere als die bewilligten Summen'erheischen, seien der Delegation vorzulegen, endlich die Regierung aufzufordern, die Vorlage betreffs der Militärjustiz einzubringen. .
Prag, 23). Juli. Heute Nachmitta hat hier durch eine gemischte Kmymisston eine Visitation de Klosters der Karme- literinnen am Hradschin stattgefunden. Die Kommission begab sich aus dem Kloster sodann nach dem Jrrenhause.
Hermannftadt, 29. Juli. Die Vereinsfefttage haben heute mit einem Schüßenaufzuge begonnen. „
Linz, 28. Juli. Bischof Rudigier ist heute fruh 'zu der ihm auf morgen 10 Uhr Vormittags vom Kaiser bewilligten Audienz nach Wien abgereist. - (Derselbe dankte, wxx der »Prag. Z.« aus Wien tclegraphirt wird, am 29. Vyrmrtiags bei stattgehabter Audienz dem Kaiser fiir die Begnadigung.)
Brüssel, 30. Juli. Der Köni wohnte
Belgien.
eftrrn der Eröffnung der AuZftellung der schönen ünste im ßotanischen Garten bei. , _ 7
- Der Prinz und die Prinzessin von Wales haben gestern ihre Reise nach Deutschland fortgeseßt. Der König begleitete sie nach dem Nordbahnhofe.
Großbritannien und Irland. London, 29. uli. Dcr Großherzog von Sachsen-Weimar hat auf der nfel Wight in dem Orte Sandown am 20. d. Mts. eine hart„am Meere gelegene Villa bezogen und am folgenden Tage die Bader
begonnen. In den Nachmittagsstunden pflegt Se. K. H. Aus--
flüge in die Umgebungen zu machen. In Vonchurch wurde die Großfürstin Marie von Rußland, in Ryde der HLMJ und die Herzo in Philipp von Württemberg besucht. Am _ ontag, den 26, Zattcte der Großherzog, wie schon gemeldet, „ergangener Einladung zufolge Ihrer Majestät der Königin sowie den dort anwesenden Mitgliedern der Königlichen Familie in Osborne einen Besuch ab.
Frankreich. Faris, 29. Juli. Das » purpal officiel“ meldet die rnen ung des HerrnOzenne, iSheUgen Direktors der Abtheilung fiir auswärtigen Hande], zum Gene- ral-Sekretär dcs Ackerbau- und Handels-Ministeriums.
- Das »Iournal officiel« bringt unterm Datum vom 2. Juli die folgenden Nachrichten“ vom Senegal:
Am 26. Juni brach ein fanatischer Häuptling, Ahmadu- Sekhu, bei unsern Verbündeten von Cayor ein und fügte ihnen eine kleine Niederlage zu. Die Nothwendigkeii, den Muth un- serer Freunde zu stärken und neue Einbrüche Seitens des Feindes zu verhindern, deffen leichter Sieg seine Parteigän er vermehren konnte, bestimmte den Gouverneur, ohne Weitere vorzugehen. Eine Kolonne von 600 Mann Infanterie und 2000 Freiwilliger erhielt Befehl, sich am 2. Juli im N'Diagne zu form1ren„um Ahmadu-Sekhu zu verjagen, wenn er wieder in Cayorrrschiene. Während dieser Zeit gingen die Avisds »Vafilic- und »Phaötonc mit 200 Mann Infanterie den Fluß hinauf uiid überraschten das Dorf Guia, in welchem Ahmadu-Sekhu seine vornehmsten Hiilfstruppcn rekrutirt hatte. Am Morgey des 29. Juni wurde das Dorf durch einen brillanten Angriff des Expeditionscdrps genommen. Diese kräftige Handlung gab den benachbarten Stämmen das Vertrauen wieder. Deren Häuptlinge betheuerten beim Führer der Expedition ihre An- hänglichkeit an Frankreich und mehrere Dörfer bewaffneten ihre Kontingente, um Ahmadu-Sekhu den 253er zu_ verlegen- den er auf der Flucht vor der Kolonne von 'Dtagne neh"
men muß. -
Spanien. Madrid, 28. Juli. Ein of zieller 23er: t aus dem Kriegs-Ministerium lautet: In der acht vo . * zum 24. Juli haben sich einige karliftische Banden in der W" vinz Ciudad Real gezeigt. Der militärische Gouverneur gab
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der Gendarmerie den Befehl, sich zusammen zu ziehen , und
ließ eine Kolonne unter dem Befehle des Bataiclonschefs T0-
mase'ti, bestehend aus drei Compagnien des Regiments Arra-
on, einer Abthxilung Artillerie und einer Sektion des Husaren- eßiments Pavia, dem, einde entgegengehen. Die Kolonne erreichte un schlug die Aufstandi chen am Abende des 24. beiPiedra Buena,“ sie wurden von VicenteSabariegos angefiihrt. Die Bande verlor mehrere Todte 'Uyd Verwundete, unter ersteren befindet sich der ehemalige karltftische Oberst Crespo, unter leßtercn der An- fuhrer Sabarießos; der Lieutenant Nunez, welcher die Husaren befehligte, war verwyndet. Den Gendarmen von Picon mid. iedra Buena , die Überrascht worden waren, gelang es, mit 1“, ren Waffen zu “entkommen. Die Regierung hat die m')“- YhigeYzeZerguuppen ind die sYkovmz CZudadbReal aSbgesaudt, um ie ng me erzu a en. 111 ii ri en anien i die Ruhe vollständig. g g P |
Rußland ,und Polen. St. Petersburg, 29. Juli. Gryßfurst Alexis Alexandrowitsch ist am 23. d. M. in Illmskoe angekommen und hat sich am 27. nach Nischnei- Nowgorod begeben.
Aus dem Wolff'schen Telegraphen-Bureau.
, Be! rad, Sonnabend, 31. Juli Morgens. Der Con- seils-PräYdent und. Iusiiz-Minifirr Cénics ist zurückgetreten HÜTeinYielerkorciT-Hsensckéaxt durcdh den Minister des Innern,
l ere woren. um ui-T'" ' Jovan Jlics ernannt., Z I | ZV imster [|
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-- Das »Amtsblatt der Norddeutschen Pos-Verwal- tu'nge Nr. 48 eiithält fylgende General-Verfiigungen vom 24. Juli: Die Poßdampfschtff-Yerbmdung zwischen England und Brasilien 2c.,' vom 27. Juli: Ermaßtguzig de§ Porto für Briefe nach und aus Guatemala; vom 29. Juli: Eroffnung der Eisenbahn zwischen Herz- berg am Harz und Nordhausen betreffend.
- Das vCentral-Blatt der Abgaben-, Geiverbe- und Handels- Geseizgebung und Verwaltung m den Königlich preußischen Staaten,« enthalt u. A.: Gesch, betreffend die Portofrcihcitcn im Gebiete des Norddeuischen Bupdes. Born 5. Juni 1869. _ Cirkular-Vcrfiigung des,.Kömglichen Fmanz-Mmisicrtums, die Uebergangsstraßen und Ab- fert: ungsüeUen an den Grenzen zwischen den Staaten des Nord- deut chen Bundes und dem nicht zu dem Lcßteren gehörigen Theile des Großherzogthnms Hessen einerseits und Bayern, Württemberg und Baden andererseits betr., vom 1. Juli 1869. -- Verzeichnis; der Ueber- angsftrgßen-und der an denselben gelegenen „Hehe- und Abfertigungs-
eUen,fur dcn„erkehr mit den einer Uebergangs-, beziehungercisc einerinneren indirekten Abgabe unterliegenden vereinsländischen Er- zeugmffen „an den Grenzen der Staaten des Norddeutschen Bundes und des_mcht'z-u dem Leßteren gehörigen Theils des Großherzogthums Hesse:) einerseits gegen Bayern, Württemberg und Baden andererseits. - Ctrkixlar-Verfugung des Königlichen Finanz-Ministeriums, die ab- gabenfrete Verabfolgung von Salz auf Rechnuna des Norddeutschen Bundes betreffend, vom 17. April 1869. - Feststellung (vorläufige) der ölle und Verbrauchsfteucrn, welche die dem Zollverein angehöri- Yn _taqten des “Norddeutschen Bundes für das Jahr1868 an die
undekkaJe abzuführen haben.
, - Die Nr. 29 „des yJufiiz-Miiiisterial-Blattesa publizirt u. A, emen Brschluß des KöniglirhexiObrr-Appse[lationsgcrichts vom 16. Juni 1869, wonach die in Privaiklagesachcn zu leistende Kosten- Yaution bei'Emlegimg eines Rechtsmittels bei dcr Gerichtskasse dcs- ZYWZ Fetrtchts niedergelegt werden muß, welches in erster Instanz
a.
Statistische Nachrichten.
' , London, 28. Juli. Ngch dcm soeben veröffentlichten Jahresbe- richt des G'eneral-Postmeistcrs, betrugen die Gcsammteinnahmcn der Post während des Jahres 1868 4,566,882 Pfd. St., oder 236.417 Pfd. St. mehr als in 1867,“ die Zahl der während 1868 in Großbritannien und Irland ausgegebenen Briefe betruTZ 808,118,000, gcgen 774,831,000 in 1867; Bücher, Zeitungen und aarcnmustcr wurden in 1868 105,845,000, gegen 102,273„301 in 1867 befördert. Während1868wur- den 19,079,162 Geldanwcisunaen ausgefertigt, gegen 19,282,109. Bei den mit den Postämtern verbundenen Sparkassen waren Ende 1868 11,665655 Pfd. St. deponirt, gcgen 9,749,929 Pfd. St. Ende 1867. Was den Postdienst nach dem Auslande angeht, so wurden zum ersten Male Verträge mit der Schweiz und mit Gricrhenland abgeschloffcn, das Porto für Zeitungen nach dcn Vereinigten Staaten Wurde derad- geseßt, und die Biicher- und Waarcnmusterpost auf China und Japan aus edebnt. -- Die Zahl der unbestcllbareu Briefe hat fich von 3,61 ,888 in 1867 auf 3,815,309 in 1868 gehoben und find als Grund blerfür die Parlamentswahlen anzusehen. Nicht weniger als 13,883 Briefe Wurden ohne alle und jede Adresse zur Post gegeben, und von diesen enthielten 281 Geldsendun cn. _ .
- Nach dem Bericht des cfretärs des salltlsihcn Gouverne- ments - Komites für 1868 hatte das Gouvernement Astrachan
445,696 Bewohner, was gegen das Vorjahr einen Zuwachs von 5700 ergreht; Die angesicdelte Bevölkerung zählte mit Einschluß dcr kun- drdwsiisckzcn Tartarrn, die nur im Winter nomadifiren und den Winter nur 111 zwei großen Dörfern zubringen, 324,978 Individuen. DleükY der auf ihren eigenen Ländereien nomadifirenden Kalmücken bclayfx "ck qu 120718." Von der Gesamriitbevölkerung leben 69,682 Ipdrmducn in den Stadtcn, 255,296 auf dem platten Lande und “120-518 noumdtfircn. Nach dcm Glaubensvefennmiß zählt man 275.382 Orthodoxe, 120,718Heiden, 36,379 Muhamedaner, 6427 Keßer, ZH.?ésZirxgortanische Lirmcmcr, 533 Katholiken, 342 Protestanten und , it en.
Kunst und Wissenschaft.
Berlin, In der Zinkgießcrci von M. Geiß ist 'e t die Kolo al Statiic Kdnig Friedrich 11, vollendet, ein Monument, valches die Sxsadt Liegnitz dem P(onqrchrn am JahreStagc der Schlacht bei Liegniß, den 15. August d. J., in ihren Mauern errichtet. Das Ganze wird aus ZinFiirißghlolFxßShohen ZPYHatiierktßtvon TchierTschem Marmor und der
. :* aue exe)en c ereene'a bildun ds«t 1: Standbildes von Schadow. , ck g e Settine
Landwirthsthaft.
- Aus Franken wird über den Stand der Hop en flan- zungen der vSudd. Pra berichtet, daß darin in jüngstxr Zeit ein sehr 1)offnungs10ser Uiiischlagrmgetreten sei. Die Pflanzungen, wel e noch vor Kurzem zu" den schonsten Hoffnungen berechtigten, smd in - bcsondxrc inden Thalern aUe schwarz und verdorben und nur auf den HÖhewfmdct mcm 11911) Gärten, welche von der Krankheit ver- schont geblieben find; Die Nachfrage nach altem .i'opfen steigert sich unter solchen Umstanden taglich und wird hierf r 40-45 Fl. per Ccntm'r MZF)“.
- In Coskun findet vom ]. bis 8. Oktober d. . eine Aus- fieilung russischer Pferde statt. J
- Aus den "Goriverncmenis Kiew und Podolien lauten die Erntequsfixlzten gunstig. Jm Kiewschen hemmte nur häufiger Regen das Einbringen der Fruxhte.
- Japanefische (*liichtlitige, welche in Kalifornien eingewan- dert find„ versprxciyeri ich von ihren Proxeften der Seiden- und der Thee- kultur e_men, gunstiqen Erfolg. Die dreijährigen Mauibeerbäume, Mlxhe ste mit „aus Japan brachten, haben sich in der kurzen Zeit aus- gezeichifict cntimcfelt, und auch die Theepfianzcn gehen alle Außßcht. Jm nachsten" Jahrr kann bereits eine kleine Theeernte stattfinden, die em Urthetl uber die Qualität des neuen Produkts ermöglicht.
Gemerbe und Handel.
" -„Dic Handcléz'kammer zu Cöln hat durch eine Umfrage bei sainmtltcheqn Handelskammern des preußischen Staates ermittel'k, Wir hoch 1tch im Jahre 1868 die zur Deckung der Ausgaben drr an- dcldkammcrn erhobenen (Hrwcrhestcucrzusazlage belaufen haben. Yon 68 Handelskammern, Welche hierbei in Betracht kommen (die Handels- kamjmcrszu Frankfurha. M. deckte ihre Kosten bisher auf andere Weise, die zu Geestemundc hat keine Auskunft ertheilt), erhoben 15 furihr'cn Kostenbedarf cineii Zuschlag bis inkl. 5 pCt.,“ 42 erhoben 5 bis inkl. 10 HCL, ]] 10 bis 20 pCt. Die geringsten Prozentsäße hatten: Crfuri & (Pro ,Thlr. Geivrrhcstcucr 3 Pf.), Halle und Nord- hausen ]? _(6 Pf.), Gorliß, zkandcshut und Limburg a. d. Lahn 24; (9 Pf.), Muhl'hausen und Mulheim a. d. Ruhr 3“; (1 Sgr., „Hirsch- berg 39/9 (1 Sgr. 2 Pf.), dre .höchrten: Neuß 15 (4 Sgr. 625€.)- Dort- VUÉD, ?Papcnburg und Goslar 16Y (5 Sgr.), Essen und Emden 20
gr. .
- Nach dem Jahreshcricht deH Konsulats des Norddeutschen Bundes zu St. Thomas hat die cheriffahrt dascldst auch im verflossenen Jahre wredrr stgrk ahgenommen. JmJahre18651iefen in St.Thomas 2139 chcl1ch1sxc mit 305,669 Tons cin, 1867 nur 1635 Schiffe mit 243,501 Tons, 1868 nur 1227 mit 150,484 T. Diese Abnahme trifft in demsclhrzi Verhältnis: auch die deutschen Schiffe,“ 1865 liefen 89 deutsche Schiffe init 26,711 T. ein," 1868 nur 64 mit 13,044 T. Der Gesammtwcrth _dcr Ladungen dicser Schiffe betrug 413,678 Dollars,“ nur 14, dieser Schiffe waren beladen, davon 4 mit Kohlen,. Dic Einfuhr belief fich im Finanzjahre 1868/69 (1. April) „aux 3,991,077 Dollars, gcgen 4,918555 Dollars in 1867/68. Die Einfuhr aus Deutschland, wclcke früher 1,000,000 Doll. betrug, war 18673768 „auf 697.831 Boa„ 1868/69 auf 370,48] Dokl. gesunken, hanptiachltch weil LebenSmittcl und Spirituosen von Hamburg und „Bremen ]eßt, nach allen Inseln direkt versendei und dem , Zniischcnhcmdcl in St. Thomas entxogen werden. Dagegen ist, der Konsum von Tuchen, sächsischen Leinen- waarcn,_._fcrtigcn Kleidungsstücken , baumwollencn Tüchern, Kurz- und Eiicnwimrcn auf St. Thomas noch immer bedeutend.
'- Uchcr den Handel und die Industrie von TranZkaukasien enthält das »Pr. Hand. Arche einen Auszug aus dem Bericht des norddeutschen Konsuiats zu Tiflis, dem wir olgendes entnehmen: Dcr. Scidcndm- welchrr im Jahre 1863 dem ande durch den Ver- kauf von Z 0Pnd „(a 32 ZrJUpfd.) Eier 1,200,000 Rubel brachte, hat durch die Hranhcit der Scidcnraupcn seit 1864 so abgenommen, daß keine Grqzncs mehr audgetiibrt wsrden. Auch die Aquuhr von deons hdi „ck von 1867 zu 1868 von 20,000 auf 3000 Pud Ver- mmdcrt. Chen so hat der Export von Rohscide, der sich früher auf 2000 Batch (14,000 Pud) jahrlich belief, bis auf 300 Bauen im Jahre 1867 abgenommen. Anek) von Frisons , dercn 1863 3000 Pad tmchrthe von 20-35 Rub. ausgeführt wurden, sind im Jahn 1865 nur nog) 200 Pad, ii, 7 Ruh., cxportirt worden. An Baumwolle fuhrt H„ranskaukafien jährlich c. 150-000 Pad aus. Der Exportv'gsi' voii Wolle seit 1863 von 60,000 ".Und auf 80,000 PUd lahkllch im Durchschnitt gestiegen. Die Häute werden
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