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15. Von Emden nach Norderne . Die Verbitidung Wird durch Dampfschiffe unterhalicn, deren Ab ahrt in der Richtung von Emden nach Norderney stattfindet: am 5. August um 12 Uhr Mittags, am 6. August um 62 Uhr früh , am 7. August um 8 Uhr früh, am 8. August um 8,2 Uhr früh, am 9. August um 9 Uhr Vorm, am ]0. August um 9; Uhr Vorm, am 11, August um 103; Uhr Vorm, am 12. August um 11 Uhr Vorm. Diese Verbindu'ng wrrd, zum Transporte von Briefpost-(Hcgenftändcn benußt. Die Fahrzeit von Emden nach Norderney beträgt circa 4 Stunden. „ ,
(7. Von (Heestemünde nach Norderney. Die Verbindung wird gleichfalls durch Dampfschiffe Vermittelt, welche aus (Heestemunde abfahren: am 4. August um 13;Uhr Nachm., am 6. August um 3“- Uhr früh, am 9. August um 51; Uhr früh, am 11.August um 72 Uhr_fru_h, am 13. August um 82 Uhr früh. An Postsendungen werdxn nut die- sen Schiffen nur Vriefpost-Gegenstände befördert. Die Fahrzeit von (Heestcmünde nach Norderney beträgt 5-6 Stunden.
Wie sich die Verbindungen vom 14. August 01', ab gestalten, dar- über bleibt Weitere Publikation vorbehalten.
Oldenburg, den 2. August 1869. , Der Ober-Post-Direktor. Starklof.
Nichtamtliches.
Preußen. Berlin, 3. August. Ihre Majestät die Königin empfing in Cohlenz den Besuch des Erbgroßherzogs zu Sachsen. Vorgestern hatte der Gesangverein Concordia aus Aachen die Ehre, im Königlichen Residenzschlosse zu sin ezi. Gestern besuchte Ihre Majestät die Königin Se. Maje at den König in Ems.
Hannover, 2. Aygusi. Der Prinz Paui von Mecklxtnburg-Schwerin ist gestern früh nach Düsseldorf abgerei .
Düsseldorf, 1. August. , Die Adreffe der Königlichen KZUYakademie an Se, Ma1estät den König lautet nach der » . .“ : »Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster König,
Aljergnädi ster König und _Herr!
Auf Euer König ichen Majestät Aller nädigsten Befehl isi vom 22. bis 24. dieses Monats das Fest des fiin zigjährigen Bestehens der hie- sigen Kunstakademie begangen worden, als deren Begründer wir in tiefster Dankbarkeit Allcrhöchftderselben in Gott ruhenden Herrn Vater, des Königs Friedrich Wilhelm des Dritten Majestät, verehren. Die Fesifeier hat es den Festgenoffen wie der gesammten Bürgerschaft Düssel- dorfs von Neuem zum Bewußtsein gebracht, welche große GabeDiiffeldorf und der Rheinprovinz nicht mir, sondern dem ganzen Vaterlande durch die Stiftung der hiesigen Kunstakademie zu Theilgeworden ist. Im Rückblick auf das abgelaufene halbe Jahrhundert künstlerischen Lebens und Schaffens ist den Jrstgenoffen auch die patriotische und nationale Be- deutung der Königlicher) Schiipfung vor Augen getreten, in der die Anstalt anknüpft an die thg ruhmreiche Epoche der Wiederherstel- lung des Vaterlandes. Jm Spicgeibilde der Vergangenheit, in der
reude 'der Gegenwart und in der Hoffnung der Zukunft haben fie tck gestärkt und gehoben gefühlt, voll der festen Zuversicht, daß der Königliche Aar von Hohenzoilern, wie er bisher heilbringend über den gesegnrten Fluren des rheinischen Landes gewaltet, also diese Stadt und diese Kunstschule unter seinen starken Schwingen halte, hebe und schüße für und fiir.
Damit aber das Andenken an die erhebende Fe feier bei der Mit- und Nachwelt dauernd erhalten bleibe, ist eine Je urkunde ausgefer- tigt und yon den anwesenden Fürstlich hohenzollcrnschen „Herrschaften, den Mitgliedern des Kuratoriums und des Lehrerkollegiums der Aka- demie, so wie Von den zur Feier erschienenen Ehrengästen unterschrie- ben worden. Das eine Exemplar dieser Urkunde, Welches durch das von Professor Schenken ausgeführte Titelblatt einen finnreichen Kunst- schmuch empfangetx, WU?]M wir Euer Königlichen Majestät als ein Erinnerungsblatt m tiefter Ehrfurcht zu unterbreiten, indem wir
erfterben Euer Königlichen Majestät allerunterthänigst treugehorsamsie Der chrfißxn'd'e Und die Mitglieder des Komites zur Feier des funfzig1ährtqen Juhiläums der Königlichen Kunst- Akademie zu Düsseldorf. Düsseldorf, den 28. Juni 1869.
Viecklenburg. Schwerin , 2. August. (M. A.) Der Großherzog hat sich heute Morgen von Ludwigßluft nach dem Heiligen Damm begeben.
_ Die Großherzogin Alrxandrine ist am Sonn- ahend Mdrgen, den 31. 1). M., von Berlin kommend, in Lud- wrgslustemgetroffen. Höchstdieselhe hat sich am Abend desselben Tages nach Schwerin begeben und ist gestern Abend von dort weiter nach dem Heiligen Damm ab ereist.
, - Der Fürst rind die Für in Windischgräß find mri Famriwam gestrigen Morgen in Ludwigslust eingetroffen undjhaben sich am Abend desselben Tages von dort nach dem Heiligen Damm begeben.
. Sachfxn. „Leipzig, 1. August. Nach der »L.Z.- wird die_ Großfurstin Coystgntin von Rußland Mitte August Leipzig verlassen, um sich in die Schweiz zu begeben, wo man von der wohlthuendenBergluft Stärkung ihrer immer noch angegriffenen Gesundheit erwartet.
-Inftitute definitiv beseitigt sein.
“Bayern. München , 1. August. (N. K.) Oer Staats- Minifter des Aeußern Fürst H ohenlohe hat heutr einen mehr- wöchentlichen Urlaub angetreten und sich auf seine Besißung nach Aussee in Steiermark begeben. Für die Dauer seiner Ah. Wesenheit leitet Staatsrath _von Daxenberger die Geschäfte des Ministeriums. Auch der Handels - Minister v on Schlör ist heute auf einige Tage in Urlaub gegangen, das Portefeuille des Handels führt mittlerweile der Staats-Mimster des Innern von Hörmann.
Oesterreicb-Ungarn. Wien , 1. August. (N. Fr. Pr.) Die gänzliche Umformung der Militär-Vildqus- An- stalten schreitet allmälig vor. Das Reichs-Kriegsmimfterium macht bekannt, daß der Kaiser mit Entschließung vom 21. Juli d. I. die Uebersiedlung dcr ArtiUerie- und _Genie- Akademie nach Wien, sowie die Verlegung der vier Artillerie- Schulcompagnien nach Weißkirchen in Mährexi schon im diesjährigen Herbste angeordnet habe. Die ArtiUerie-Akgdeo mie aus Weißkirchen wird mit der Genie-Akademie, welche 1eßt in Klosterbruck bei Znaim ist, unter der Benennung „ptechnische Militär-Akademiea in Ein Institut vereinigt und hier in der Stiftskaserne in Mariahilf untergebracht. Das Akademie-Ge- bäude zu Weißkirchen in Mähren wird für die neue pmilitär- technische Schulea verwendet. Dieses Institut bildet sich aus der Vereinigung der vier jeßt zu Prag, Krakau, Olmüß und Liebenau heiGraz be 'ndlichen Artiilerie-Schulcompagnien. Mit Ende des laufenden chuljahres werden gänzlich eingehen: das Militär-Unter-Erziehungshaus zu Prerau, das Militär-Ober- Erziehungshaus zu Kameniß, das Kadetten-Jnstitut zu Mar- burg und die Pionier-Schulcompagnie zu Tukln. Es ist be- kannt, daß im vergangenen Jahre das Militär-Unter-Erziehungs- haus zu Weißkirchen im Banate, die beiden Jnfanterie-Schul- compagnien zu Olmiiß und Hainbur , das Kadetten-Jnstitut zu Hainburg und das Militär-Lehrer-Jnstitut zu Wiener-Reu- stadt aufgehoben wurden. Für das nächste Schuljahr beftxhen also von niederen Bildungsanstalten nur noch das Militär- Unter-ErziehungShaus von Fischau bei Wiener-Neustadt, die Ober-Erziehungshäuser zu Straß , Kuttenberg, Güns und Kaschau und die Kadetten-Jnstitute zu Eisenstadt und St. Pöl- ten. In den beiden leßteren sind sämmtliche dritten und vierten Jahrgänge aller friiheren Kadetten-Jnstitute vereinigt, und nachdem neue ZöYinge nicht mehr aufgenommen werden, wird St. Pölten nach blauf des Schuljahres 1869/70, Eisenstadt nach 1870/71 aufgelöst und somit die Institution der Kadetten- Das Instituts-Gebäude zu St. Pölten wird für das neuvrojektirte »Militär-Kollegium-, welées im nächsten Jahre errichtet werden soil, verwendet wer en.
Prag, 2. August. Die Herzogin von Meiningen ?asts Teplih nach Beendigung ihrer Kur vorgestern wieder ver- a cn.
Triest, 28. Juli. Wie die :Triester Ztg.« vernimmt, soll die K. K. Flotte Nicht nur durch die Panzerschiffe »Custozza- und »Erzherzog Albrechta, zu deren Bau bereits die Vorarbeiten getroffen wurden, sondern auch durch einige leich- tere Schiffe verstärkt werden,“ namentlich soil fiir die »Radehkya eine größere Fregatte, die wieder denselben Namen führen wird bei dem Ziabjömsvw t€011j00 bl'jLZÜk10 mit beiläufig 3006 Deplacemeni-Tonnen nach dem neuen sogenannten Komposite- system gebaut werden.
Großbritannien und W. T. B.)
Irland. LondOn, 2. Au ust. Gladstone ist von seinem Unwohlsein weder ergestellt, so daß er der heutigen Sißung des Unterhauses bei- wohnen konnte.
Frankreich. Paris, 2. August. (W. T. B.) Der Präsident Rouher eröffnete heute die Senatssißung mrt einer Ansprache, worin er sagte: Der Senat ist versammelt, un) wichtige Abänderungen der Verfassung des Kaiserreichs u prufen, welche durch eine glückliche Uebereinstimmung der e- gierung Mit dem geseßgebenden Körper vorbereitet worden sind. Kein Souverän hat aufmerksamer als der Kaiser die Bewe- gung der öffentlichen Meinung “verfolgt, er hat stets die Staatsgewalt" als Eigenthum des Volkes betrachtet. Die Ansprache fuhrte aus, daß durch die Initiative des Kaisers selbst sich eine andauernde, innerlich zUsam' nienhängende Umwandlung aus der Autoritätsherrftbaft m die liberale Hrrrschaft vollzogen habe, und wies in dieser Be- ziehung auf die Amnestie und auf die Reformen von 1860- 1863 und. 1867 _hin , welche heute zu dem vervollkommneten Gleichgewicht zwrschen den öffentlichen Gewalten und zu einer [Zessereri VerxtLZcilung ihrer Rechte und Befugnisse fü ren. Gegen- ubrr dieser, ahrnehmung ieien Ungeduld und edauern in gleicherWeise ungerecht. Diejenigen, welche wollen, daß Frank- reich still stehe, während die liberalen Lehren von ganz Europa
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Besik nehmen, verkennen das Geseß fiir unsern Einfluß in der Welt, six schwächen, sogar das geheiligte Band , welches die napoleonische Dynastie an das französische Volk knüpft, und gleiten eiiiem Ab runde entgegen. Denn in den Ab- grund wurde es iihren, vergäße man , daß das franzö- sische Voit das Recht hat, von seiner Regierung vollkommene Sicherheit gegen die heftigen Leidenschaften , thörichtcn Hoff- nungen und gegen den unversöhnlichen Haß zu fordern. Nach einem Worte _aus „hohem Munde ist das Kaiserreich populär getfug, um sich mitder Freiheit zu verständigen, und stark gering, um die Freiheit vor Anarchie zu schützen. Der Senat wird an die Priifung der Verfaffungsreformen ohne leere
urchtsamkeit, ohne unüberlegten Eifer und mit der festen Ab-
cht hergntreten, den WiUen des Volkes zu verdollmctschen und zu sanktioniren. Die Bemühungen der Regierung und des Sengtes werden zwischen den öffentlichen Gewalten eine auf- richtigere Einiracht und eine fruchtbarere Solidarität herstellen, und die Kaiserlichen Institutionen werden größeren Glanz, größere Kraft und Popularität erwerben.
Der Präsident drückt zum Schlusse sein Bedauern über den Tod seines AthVorgängers Troplong und anderer Sena- toren aus. _ Sodann ward das Senatuskdnsult und die Er- läuterung der Motive verlesen.
Der wesentliche Inhalt des Consults ist folgender: Der Kaiser, und der gescßgebende Körper haben die Initiative für die Geseßgebung; die Minister sind nur vom Kaiser ab- hängig und halten ihre Berathungen unter seinem Vorsiß. Dic Minister find verantwortlich, können jedoch nur durch den Sc- nat m Anklagezuftand verscßt werden. Die Minister können sowohi Senatoren wie Dcputirte sein und haben das Recht, deri Sißungen sowohl des Senats wie des geseßgebendcn Körpers beizuwohnen. Die Si ungen des Senats find öffentlich. Der Senat regelt srine innere eschäftsordnung selbständig; derselbe kann die Veränderungen andeuten, welche bei einem Gesey als zu- lässig erscheinen,“ er kann ferner beschließen, daß eine Geseßes- vorlage zu erneuter Berathung an den gesehgebenden Körper zurückverwiesen wird,“ es sieht dem Senat außerdem zu, sich durch eine motivirte Resolution gegen die Veröffentlichung eines Geseßes auszusprecheii. - Der gesehgebendc Körper regelt eben- falls seine Uizrere Geschäftsordnung selbständig ,* derselbe er- wählt für jede Session seinen Präsidenten, Vizepräsidenten, so wie die Sekretäre. Der Senat und der gescßgebende Körper habendasRecht,dieRegierungzuinterpellirenundmotivirteTages- ordnung anzune men. Die Verweisung einer motivirten Tages- ordnung an die ureaux, muß eintreten, sobald es die Regierung verlangt. Kein Amendement kann zur Verathung gestellt werden, wenn es nicht vorher an eine Kommission verwiesen und _der Regierung mitgetheilt war. Wenn die Regierung dasselbe-nicht acceptirt, so hat der geseßgebende Körper sich alsdann definitiv über dasselbe auszusprechen. Das Budget und ails Ausgaben werden kapitelweis berathen. Alle Abänderungen, welche von jeYt ab bei Zolltarifen und internationalen Verträgen gemacht werden, sind nur obligatorisch nach erfolgter Genehmigung des geseßgebenden Körpers. Ein besonderes Dekret wrrd die Be- ziehungen zwischen dem Senat, gcseßgebcnden Körper, Staatsrath und Kaiser regeln. _ (
Der Senat wird Donnerstag zu einer Sißung zusammen- treten, in welcher eine Kommission von zehn Personen zur Prüfung des Senatuskonsults erwählt werden soll. ,
-- Das *Journ. officiela veröffentlicht einen Bericht _er Ministers des Innern de Forcade an den Kaiser, die Vizi- nalwege betreffend, und einen hierauf bezüglichen Kaiserlichen Erlaß vom 31. v. M., durch „welchen die Vertheilung von 9,250,000 Fr., als zweite Annuität der durch das Grieß vom 11. Juli v. I. zur Vollendung der gewöhnlichen Vizmalwegr, ferner von 11/2 Mill. Fr. fiir Kommunalwege, endlich derjeni- gen 200 Mill. Fr., welche die Kasse der Vizinalwege dexi'De- partements darzuleihen ermächtigt ist, unter den betheiligten Departements geordnet wird.
Rußland und Po1en. St. Petersb'urq,„1. Artgrist. DF“: fFfiais er ist am 30. v. M. Nachmittags m lemskoxe ein- ge o en.
- Dcr Großfürst Thronfol er wird mit seiner Ge- mahlin und dem Großfürsten Alexis lexaxidrowitich am 8. in Kalatsch erwartet, am 10. die bei Konstantmowskaja lagernden Kalmucken besuchen und am 11. in Nowo-Tscherkask eintreffen.
_- Rach der »Moskauer Zeitung: wrrd der Großfurst Nikolai Nikolajewitsch zu den großen Manövern ,in Preußen reisen. Se, Kaiserliche Hoheit wrrd diese Reise im Anfan e des August antreten und auf derselben von dem Ge- neral- djutanten v. Drenteln , Chef der, ]. Garde-Jnfanteriee Dlvision, dem General-Major der Stute v. 'Nottbeck , Conr- mandeur des Lehrbataillons, dem General-Maxor DschUnkOWskl und dem Rittmeister Baron v. Thümen, Chef der Leibschwa- dron des Garde-Ulanen-Regiments, begleitet werden.
““ Nach dem :Nuff. Inval.« hat der „Kaiser am 9. Juli befohlen, daß das Gouvernement Mohilew dem Ressort der Centraloerwaltimg der nordwestlichen Provinzen entzogen und unter die unmrttelbare Verwaltung des Ministers des Innern treien soll, welcher hierbei die dem General-Gouverneur von Wilna beigelegten Besugniffe auszuüben berechtigt ist-
» Das 68. Stuck der Geseßsammlung enthält das Allerhöchste Edikt vom 30,Juni (12. Juli), die Verwaltun des St. petersburger und kaukasischen Militärhezirks betre end. Nack) diesem Edikt fiihren die Truppen des ersteren dieser Be- zirke den Namen *Truppen der Garde und des St. peters- burger Militärbezirksa , die des leßteren den Namen vkau- kafischc Armee“ , wonach denn auch der Titel der hohen BefehlShaber dieser Truppenkörper zu ändern ist. - Ferner veröffentlicht die Geseß-Sammlung den Senatsbefehl vom 17./29. Juli, welcher das Allerhöchste Edikt vom 1./13. Juli veröffentlicht, laut dessen sechs neue Serien ReichsichaYbiUete, und zwar von (,')(xxlll bis Cxxxx/Ul inkl. zum Ersahe der 1861 emittirten und „in diesem Jahre zur Tilgung bestimmten Serien von [)(1 bis 1,1(171 zu emittiren smd. Jede dieser Serien enthält 3 Miilionen, alle sechs also 18 Millionen Ru- bel. Die Zahlung der Intereffen beginnt für die Serien «()()(111 und ())(xxli/ mit dem 1. September und für die Serien CRKUU bis (JKUAWU mit dem 1. November 1869.
Dänemark. Kopenhagen, 2. August. (W. T. B.) Die Königliche Familie traf heute Abends 6 Uhr von Stock- holm wieder auf Schloß Bellevue ein und wurde von den Mit- gliedern der schwedischen Gesandtschaft, den Ministern und Hofheamten und einem sehr zahlreichen Publikum begrüßt.
Amerika. New-York, 2. August. (Kabeltelegramm). Der Finanz-Minifter hat den Befehl ertheilt, während des Mo- nats August wöchentlich Bonds im Betrage von 2 Miklionen Doilars anzufaufen, und bestimmt , daß diese angekauften Bonds zur Verfiigung des Kongresses bleiben sollen. Außer- dem sollrn im Laufe des August eine Woche um die andere je eine Million Bonds angekauft werden, um den Bestimmungen der Sinkingfund-act (des TilgungsfondsgeseYes) gemäß verwen- det zu werden.
Die Staatsschuld hat sich im Laufe des Monats Juli um 7,250,000 Dollars vermindert.
Asien. Tauris, 31. Juli. Der russische Gesandte in Persien ist hier eingetroffen. -- In Teheran tritt die Cholera schwächer auf.
Statistische Nachrichten. _
-- Nach der nunmehr erfolgten amtlichen Feftsicllung haben die dem ZollVerein angehörigen Staaten des Norddeutschen Bundes an Zöllen und Vcrbrauebsfteuern für das Jahr 1868 an die Bundeskaffc überhaupt 50,693-512 Thlr. abzuführen. Im Haus- halts-Etat des Norddeutschen Bundes für das gedachte Jahr war die Einnahme an Zöllen 2c., mit Einschluß der Averscp, welche die nicht zum Zollverein gehörenden Bundesstaaten zu entrichtrn hatten, nur auf 49,488,680 Thlr., so daß fich also der wirkliche Ertrag günstiger, als der Voranschlag gestaltet hat. An Ein- und Aus- gangs-Abgaben sind für 1868 20,919,368 Thlr. oder 21 Sgr. 7,31 Pf. pro Kopf der betreffenden Bevölkerung des Norddeutschen Bundes abzuführen, darunter von Preußen cxkl.Lauetiburg 17,642,712 Thaler, von Sachsen 2,472,937 Thlr., von Braunschweig 208,350 Thlr., von Hessen nördlich des Mains 110,807 Thlr.; an Rubenzucker- Steuer 9,792,213 Thlr. oder 10 Sgr. 1,38 Pf. pro Kopf, darunter von Preußen 7,384,548 Thlr., vo_n Anhalt 1,408,766 Thlr., von Braun- schweig 847,218Thlr, von Sachien-chnar 69,563 Thlr., von Sachsen- Meiningcn 31,000 Thlr., von Schwarzburq-Rudolftadt 26,318 Thlr.; an Salzfteuer 7,456,410 Thlr. oder 7 Sgr. 8,43 Pf. pro Kopf, darunter von Preußen 6,246,262 Thlr., von Sachsen 418,002 Thlr., von Sachsen-Meiningen 198,023 Thlr., von Heffen 149,026 Thlr., von Braunschweig 113,937 Thlr.; an Branntweinsteuer und Uebergangsabgabe von Branntwein 9,434,706 Thlr. oder 9 Sgr. 11,47 Pf. pro Kopf und 209,676 Therversen, darunter von Preußen 8,402,954 Thlr., von Sachsen 600,969 Thlr., von Anhalt 189,877 Thlr., von Braunschweig 159,335 Thlr., von Mecklenburg 66,176 Thlr., von Oldenburg 48,491 Thlr.,“ an B ra um alz st eu er und Uebergangsabgabe vom Bier 2,742,015 Thlr. oder 2 Sgr. 10,02 Pf. pro Kopf und 3891 Thlr. Averscn darunter von Preußen 1,950,593 Thlr., von Sachsen 445,086 Thir, von Sachscn-Coburg-(Hotha 56,238 Thlr., von Sachsen-Weimar 49,657 Thlr., von Sachsen-Meiningen 39,255 Thlr., von Braunschweig 33,149 Thlr.; an Tabaksfteuer endlich 134,170 Thaler oder 1,71 Pf. pro Kopf und 1063 Thlr. Ayersen, darunter 111,317 Thlr. von Preyßcwund 13,289 Thlr. von Sachsen.
An Ausfuhr-Bomftkationen sind von den obigen Einnabmw beträgcn vorweg in Abzug gebracht: für Branntwein 1,834,702 Thlr. (davon 1,574,073 Thlr. bei §ZZrcußen) und für Bier 11,827 Thlr. (da- von 11,662 Thlr. bei Preu en). Der Flächeninhalt sämmtlicher im Norddeutschen Bunde mit Tabak bepZanzten Grundstücke belief fich km:? 23,401 Morgen, wovon allein 1,544 Morgen auf Preußen re cn.
Der Gesammtertrag aller im Jahre 1868 aufgekommenen Zölle
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