1869 / 184 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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trafen gestern Vormitta von Schaumburg in Ems ein und wurden von Sr. Majc ät dein Könige anf dem Bahnhofs empfangen. Abends kehrten die hohen Gäste nach Schaum- burg zurück. _ __ _ _ _

Heute beabsichtißten Sc.Ma1eftat de_r Kdnig Sich zur Besichtigung des Ka ettenhauses nach Oramenstem zu begeben, in Schaumburg das Diner einzunehmen und Abends nach Coblenz u fahren. _ _ __ _

-_ hre Majestät die Konigin besuchte vorgestern Se. Majestät den König in Ems, Allerböchstwelchrr __nach beendigtcr Kur heut Abend in Coblenz eintrifft, um bis uber-

morgcn daselbst zu verweilen.

Hessen. Darmstadt, 7. Augnst. _Dcr Großherzog war gestern Vormittag um 11 Uhr hier eingetroffxn , um den König und die Königin von Sachsen zu begrußen, welche auf der Rückreise von Langenschwalbach nacb DreSden begrrffcn, um 3 Uhr Nachmittags hier anlangten. Zu Ehren der hohen Gäste fand im Großherzoglichen S_chlosse exn Diner statt, nach welchem die Allerhöchsicn und_Höchsten Herrschasten n_och_b1s 8 Uhr im Jamilicnkreise verweilten , worauf Ihre Maxestäien in Begleitung des Großherzogs , welcher nach Frtedderg zuruck- kehrte, die Reise mittelst Extrazuges fortfeßten. _ _

- Der Prinz und die Prinzessin Carl und Prinz W11- helm sind gestern nach einem mehrwöchigen Aufenthalte in Fischbach hier wieder eingetroffen. _ _ __

-- Das gestern erschienene Regierungsblatt Nr. 30 enthalt u. A.: Gesch, die Penfidnirnng dcr Gerichtsvdllzieher m der Provinz Rheinhessen betreffend,“ Bekanntmachung Großherzog- lichen Ministeriums des Großherzoglichen Hauses und des Aeußcrn, den zwischen Hessen und den VeremigtenStaatrnvon Amerika qbgeschlossencn Vertrag über die Staatsangehörigkeit der Auswandernden betreffend. _ _ __ _ _

- Das nunmehr nach den ständischenBefckylnffen definitiv festgestellte Staatsbudget für die annzperiodr 1869/71 Veranschlagt die Staatscmnahmen und__ die Staatsans aden unter den einzelnen Hauptabtheilnngen fur xcdes der drei ahre wie folgt: Einnahmen: [. Domänen, 2,598,772 fl. 11. Re- galien 43,700 fl. 111. Direkte Steuern (Grund:, Persdnalq Ge- werb- nnd Einkommcnßeuer) 3,590,910 fl. 117. Indirekte Ab- gaben (einschließlich der Follgefälic)3,724,560 sl. 17. Einnahmen aus verschiedenen Que en 353,980 fl. Gcsannntsumme- der Einnahmen 10,311,922 fl. -- Au_sgaben: 1. Lasten und Abgänie 817,128 fl. 11. Verzinsung und Tilgung der Staats chuld 849,558 . 111. Pensionen 289,500 . 117. Bcdiirfniffe des GroßherzoZlichen Hauses und 530er 767,000 Fl. "y'. Landstände 20,00 Fl. 171. ur Unterhaltung des Militärs und der Militäranftaltcn 3, 6,919 F1. 71]. Minister, Staatsrath nnd Kabinetsdireknon 34,385 Fl. 3711]. Ministerium des Großherzoglichen Hauses und _des_Aeußcrcn 184,215 Fl. [F. In Geschäftszweigcn des Ministeriums des Innern 1,467,906 Fl. )(. Desgleichen des Ministeriums der Justiz 601,077 Fl. )(]. Desgleichen des Ministeriums der Finanzen 1,902,328 Fl. Gesammtsumme der Angaben 10,000,016 Fl. _ _

Württemberg. Friedrichshafen, 5. August. St. A. f. W.) Der König hat gestern den Minister der ausw 'rtigen Angelegenheiten , Freiherrn von Varnbiiler , zum Vortrag empfangen. Heute ist der Minister wieder von hier abgereist und wnd auf dem Rückwege die neue Eisenbahnstrecke Tutt- lingen-Roitweil besichtigen. _

Bayern. Münchcn,7.August. (A.A.Z.) Die Kaiserin von Oesterreich ist mit dem ehemaligen König von Neapel und dessen Gemahlin diesen Mittag von Garnishausen hier ringe- troffen und vom Bahnhof sogleich nach demGlaspalast zum Besuch der internationalen Kunstausßellung gefahren. Nach mehr als cinsiiindigem Aufenthalt besuchten die hohen Herrschaften auch die Lokal-Indusiric-Ausstcllung. Die Majestäten werden heute Abends nach Garatshausen zurückkehren.

» Der König befindet fich zur Zeit in Hohenfchwangau ,' in einigen Tagen wird er in Berg zurückerwartct.

- Die Königin-Mutter ist am 5. Morgens von Fisch- bach in Schlesien abgereist und am 6. Mittags m Hohen- ichwangan cin ctroffcn.

- Fürst „)ohcnldhc gedenkt sich von Auffee auf seine Güter nach Polen zu begeben.

_ (Südd. Pr.). Die Marianische Kongregation in NÉJKWÖÖUW ift aufgelöst worden. Die Untersuchung, i_velrhe dl? Fglerung einleitete, ergab, daß die Kongregation im Augen- blch 201 Mitglieder zählte, geleitet wurde vom Iesuiten 1). Pfinger und eme_ streng gegliederte Organisation besaß, Straf- verfugungen erließ und Kandidaten warb fiir den Jesuiten- orden, die ste_an der Universität Innsbruck unterbrachte. Die an den bayerischen Gymnasien giltigen Saßungcn verbieten die Bildung von Studentenvcreinen und geheimen Gesellschaften.

Auf Grund dieses aragraphen find die Mitglieder bei An. drohung der Demiss on angewiesen worden, aus der Kongre.

gation auszutreten. _ Oesterreich-Ungarn- Wien, 8. August. Der Kaiser

wird sich am Montag ins „LYMUUÖ. einige Tage später nach Geraishauscn begeben. Die aisertn durfte demnächst von dort nach Ischl adreiscn. _ _

- Die »Wien. Ztg.« veröffentlichx folgende Verordnung des Ministers für Kultus und Unterricht 1111 Einvernehmen mit dem Iustiz-Mmister vom 7. Juni 1869, betreffend den Voil ug solcher bischöflichen Erkenntntffe, 1vc1che_ auf Ein. schlie ung eines Priesters m eme geistliche Korrektionsanftalt lauten:

Die von den Bischöfin in Anwendung ihrer Disziplinargewalt iiber die ihnen unterstehenden Glieder des Klerikalstandes verfügte Verwcisung einzelner Priester in eine geistliche Korrektionsanstait ist mit dem zum Schutze der persönlichen Freiheit erlassenen Geseke vom 27. Oktober 1862, R. G. Bl. Nr. 87, nur in so iveit vereinbar, als damit der nicht erzwungeneAufenthalt eines Priesters] in einer solchen Anstalt und die Beaufsichtigung desselben während dieses Aufenthalts angeordnet wird, woraus folgt, daß eine drrartigc bischöfliche Anord- nung nur insofern und insolange wirfsain srin kann , als der durch dieselbe betroffene Priester fich derselben frcnmlltÖ fügt. _

Hiernach sind die Or ne der öffentliehen cwalt beidem der- zeitigen Stande der bürger ichen Gesrßgebung nicht befugt, emen von seinem Bischofe in eine *gcistliche Korrektionsanßalt verwiesenen Prix. ster anzuhalten und dahin abzuliefern. _ Hafner m. [).

Ferner veröffentluht dasselbeBlatt. eme_ Verordnung des Ministers 'für Kultus und Unterricht, der Miniftrr des Innern und der Justiz vom 7. August 1869, betreffend die auf Anord-

nung ihrer geistlichen Ohern in Haft befindlichenWeltgeifilichen

und Regularen. Diese Verordnung drhnt *die erste auf die von geistlichen Oberen in-haftirten Regulare beiderlei Geschlechts aus und schreibt eine strenge Kontrolle bezüglich der_Dguer der Haft, sodwie der Nämnlichkeit vor, in welchem die Haft ver- bii't wir .

ß- Der Handels-Minister v. Plener reift am Montag oder Dienstag (rb, Von den Zielen der Reise steht bis jeht nur London nnd ein Seebad fest.

-- Der Budgetausschuß der Reichsraths-Delegation beschloß in feiner Nachtsiynn _ _ und Aerztcn bis einschließli derjenigen, wclche Maxorsrang haben, eine gleiche Gehaltserhöhung wie den Offizierrn zu be- willigen. Bezüglich der Petitionen mehrerer Industriellen um Bethciligung an der Armermontursbeschaffnng wurde beschloffkn, dic Petitionen an das Kriegs-Ministerium zu Überweisen. Fiir Gnadengehalte wurde ein unüberschreitbarcä FiITum von 110,000 Fl. eingestellt. Der Außschuß nahm eine esolution an, wornach dic Gebahrung mit dem öffentlichen Militärfonds in das Präliminare einzubeziehen sei, und beschloß schlicßlich, in der nächsten Sißung cinen Gencralherichterstattcr zu wählen.

-- In der Plenarsißung der ungarischen Delegation am 6. wurde fol ender Anika? Vitto's angenommen: Von 1870 angefangen 1" nd Nachtrags redite bis zum März des näch- sten Jahres zu führen, doch dürfen bis Juni Zahlungen geleistet Werden. Der Rechnungshof hat die Rechnungen sofort vorzu- legen. Nach Verlesung des Berichtes über das Budget des Ministeriums des Aenßern er riff Pulzkv das Wort. In der Institution der Delegationen 'iege die Garantie für „Freiheit und Friede. _ Sollte eine freiheitfcindliche Strömung kommen, so werden die Delegationen fich gegenseitig unterstiißen. Er biUige die Politik Beusis gegen den Osten. Keine Partei in Ungarn wolle fremde Elemente in sich aufnehmen ,' der Fortschritt der Völker an der unteren Donau liege “im Interesse Ungarns. Dafür verlange Ungarn, daß anch das deutsche Element keine AUHbreitung anstrebe. Die Politik Beust's entspreche diesem Verlangen. Zsedenyi tadelte das Zusammengehen mit Frank- reich, die Kälte gegen Preußen und die Einmischung in die siid- deutschen Verhältniss. Oesterreich-Ungarn müsse die Einigung Deutschlands unter Preußen befördern. Orczy vertheidigte die Regierung,“ man durfe nur die Intrreffen der eigenen Mon- archie vor Augen haben. Antrag Zscdenyi's: Auflassung der Gesandtschaft an Sachsen- adgelehnt,“ dagegen die Auflasnmg der Gesandtschaften bei den kleineren Höfen des Nordbundes angenommen.

_ - Die ungarrsche Delegation hielt am 7. wieder eine Pletmrsihung. Petrovay interpellirte wegen der rumä; nischen Grenzftreittgkeiicn. Sektionschef Orczy antwortete dai; ungarischerscits keinerlei Gewaltakt vorgekommen sci. Rum “nien

schickte 280 Mann und 12 Kanonrn an die Grenze, die eventuell

energisch empfangen werden sollen. Ein Antrag Vethlcns, die Einkommensteuer der gemeinsamen Beamten in die gemeinsamen Aktiven einzustellen, wurde in Druck zu legen beschloffeii. Orczv nnd Weninger e_rklartc'n, daß dieSbezüglich die Eintracht zwischen beiden LandesFinanz-Ministcrn hergestellt ist. Die Konsulate wurden bis zu jenen in Shanghai im Sinne der Regierungs- vorlage votirt.

am 6./7., den Militär-Auditoren '

Bei der Spezialdebatte wurde der

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Pesth, 6. August. (N. Fr. Pr. Die sanktionirten Sta- tuten deßnsraelrtischcn Kongre ses wurden an sämmt- liche Mumzipalbehördcn versendet

Reichenderg, 6. August. (Pra . Z.) Der preußische Handels-thfter Graf Ihenpliß ißt gestern Mittags mit dem sächsischen Bahnzuge hier eingetroffen und hatte eine Un- terredung mit _dem Gcneral-Dircktor T):: Groß. Von hier reiste dcr Preußische Ministcr nach Friedland.

Schweiz. Bern , 6. August. Nach Art. 6 des Grenz- rcgulirnngsvertrnges zwischen der Schweiz und Ocsterreich vom 14, Iult 1868 1st eine besondere Verständigung über Straßen- anschlgß bc1___Martinshruck und Finstcrmiinz vorbehalten. Bchnfs Anstuhrung dieser Bestimmung hat der Bundesrath den Gesandten 111 Wien beauftragt, bei der Kaiserlichen Regie- rung die Anfrage zu stellen, ob und zu welcher Zeit fie geneigt sei, in Unterhandlungrn zu treten.

_- _Dcr schweizerische Gesandte in Paris, Dr. Kern, ist ermachtigt , die_ nut der französischen Regierung verabredete Uebereinkunft Über Herstellung einer Eisenbahn von Genf iibcr Y_Yumaffe nach Annecy untcr Ratifikationsvorbchalt zu unter- zet nen.

Aargau, _4. August. Der große Rath hat mit 115 gegen 40 Stimmen die Volksentscheidung iiber die Einführung des obligatorischen Rcfercndmns angerufen. '

Nirdrrlande. Haag, 6. August. In Rotterdam zeigten sich gestern Abend Anfänge von Pd'iselaufläufen. Es ist sofort vom Haag aus Kavallerie hin gesandt worden.

Großbritannien und Irland. London, 6. August. In der gestrigenUnterhaudfihnng wurde Gladstone in Betreff der m leßtrr Zeit mehrfach angercgten An cilung eines beson- deren Ministers für Schottland von M'«.aren über die Ab- tchten der Regierung befragt. Gladstone erklärte, während der

arlamentsferien werde das Ministerium Untersuchungen über diese Sache veranlassen _und wenn später das Haus nicht mit dem Ergebmß derselben einverstanden sei, so könne man darauf die ganze Angeiegenhelt vor einen Sonderausschuß verweisen.

-- Der biéherige stellvertretende Gencral-Quarticrmeister in Aldershot, Oberst I. Conolly, ist an Stelle des abgetretenen Obersten H. H. Crcalock zum militärischen Attaché bei der britischen Botschaft in Wien ernannt worden.

-- Einem amtlichen Ausweise zufolge zählt der Civil- dic-nst im Ganzen 43,169 Beamte, welche zusammen Gehälter im Betrage von 8,001,747 Pfd. St. beziehen. Von diesen sind 609" höhere Civilbenm-ic, 300 stehen in einem Gehalt? von je 800 Pfd. St., 11,232 erh'nkten weniger als 800 Pfd. St., und 31,028 find Subalternbeamten.

-_- Das neue schwimmende Dock _ fiir die westindische lottcnstation auf den Bermuda-Inseln ist laut telcgraphischer eldung an seinem Bestimmungsortc angelan t.

-- 7. August. Der fiinfundzwanzigste eburtstag des

Zcrczogs von Edinburg wurde gestern in Windsor durch lo eng'elänt und Salutschuffe angekundißt. _

-- Ihre Majestät die Köni Lsin , we che noch in Osborne weilt, empfing den Besuch der roßfiirftin Marie von Ruß- land und des Prinzen Ser e von Leuchtenberg.

- Heute Mittag hiet die Königin in O8borne eine Sißung des Geheimenraths, auf welcher _über die Thronrede bei Vertagung des Parlaments durch eme Komimsston be-

rathen wurde. - Gladstone ist abermals lcidcnd.

Frankreich. Paris,8.August. Der Kaiser präfidirie

gestern in St. Cloud cinem Ministerconseil. öff_t Dic Conseils généraux in Algier werden am 4. Oktober er ne.

- Ein im »Iourn. off.« veröffentlichtes Dekret vom 28.Iuli verordnet, daß die zur temporären Zulassung verstatteten Waaren zur See unter allen Fla gen eingefiihrt werden können.

_ Durch Kaiserliches De ret ist der Marinethnister Admiral Ni ault de Genouilly mit der intertmistischen Leitung des riegs-Minifteriums beauftragt worden. _

- Dem »Conftitutionnel- zufolge wird der Kaiser erst am 12. August nach Chalons abreisen und _den Napoleonstag im Lager verbringen. Die Abreise der Kaiserin ist auf den

24. d. festgeseßt.

Spanien. »Gacetaa veröffentlichter Regierung

Madrid, 7. Aiißust. Ein in der amtlichen erlaß fordert die Prälaten

auf, diejenigen Priester, welche ihre Gemeindenrcrlasscn, um Ygen die Regierung zu kämpfen, sofort zur Ansmge zu bringen.

ie Prälatcn werden angewiesen, die fanoni _chen Strafmittel gegen diese Priester anzuwenden, und namentlich das Predi en und Abhalten von Bci ten solchen Priestern, wclche notor sch feindselig gegen die Reg erung auftreten, zu untersagen. Die

Prälaten werdcn ferner auf efordert, durch Hirtenbriefe ihre Diözesanangehörigen zum Ge orsam gegen die Regierung zu ernmbnen. _ _

(Die karlistischen Banden in der Provinz Leon sind dem amtlichen Viattc zufolge als vollständig versprengt anzusehen.

_ Italien. Florenz, 7. August. Der Köni ist noch nicht zuruckgekxhri, da seine Unpäßlichkcit noch nicht gsxhoben ist. _ -- DicKÖnigm non Portugal ist am 5. in Mailand eingetroffen und hat sich von dort nach kurzem Aufenthalt nach MJza fbegeben.sch G _ - er ranzöt e sandte Baron Malarct ' au Urlaub abgereist. tft f - Das britiichc Geschwader__hat Neapel vrrlaffcn und ist nach Malta zuruckgekebrt. Danelbr soll, der »Italienischen j(Zdrxcspondrnz-r zufolge, mit der britischen Kanaiflotte vereinigt er en.

Griechenland. Athen 31. Juli. Die hiest e spani che Kesanchhaft wurde aufgehoben; dcr Gesandte ist na?!) Spansien gerei .

_ Rumänien. _ Bukarest, 7. An ust. Eine Antwort der ?sterreichischen Refncrung auf die Bcéchwcrde der rumänischen uber die_(Hrenzver e_ßnng _im Distrikt Buzeo durch eine ungarische Bande rst noch nicht eingetroffen. Neue Grenzverlrßungeu haben seitdem nicht stattgefunden.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 7. August. Der »Kronft. B.: _vom 4. August schreibt , daß man in diesem Augenblick die Ankunft der Kaiserlichen Dampf-Yacht „Standards Mit dem Großfürsten Wladimir Alexandro- witsch erwnrte und bereits der Rädcrdampfer -Onegac an- gekommen sei, der Sc. Kaiserliche Hoheit von Kronßadt nach Peterhof _brmgen soll,

_ - Die Nachrichten, welchc General Ballusek über die Kir- gisenangelegenhetten niittheilt, lauten, der *Vörs. Ztg.- ufolge, günstig. Das Tichikinsrische Geschlecht hat die neue

erordnung anzunehmen begönnen und ist bereits aus Barffwki nach dem Sommer-Nomadenterrain gezogen. Ucberhaupt 1 es un Gebiet Turgai ruhig. Daffelbe läßt fich jedoch keine - wcges yon dem Gebiete Uralsk sagen, wo bis zu diesem Augen- hlicke die Angrixfe der Kirgisen auf die russischen Detachements in der Steppe ortdauern. Die dortigen Kirgiien nomadifiren theils auf das Gebiet Turgai, theils aber auch ganz über die Grenzen der rusfischcn Steppe hinüber. Die Regierung hat be- reits 2 Schüßen-Vataillone und eine donische Batterie zur sVerkxsttärknng der Truppen des Ormburger Militärbczirts ent- en e.

Schweden_nad Norwegen. Stockholm, 5, August. Der Krirgs-Mnnfter Abelin hat einen mit dem heutigen Tage begmnenden und bis zum 25. d. M. dauernden Urlaub erhalten, während wxlchcr Zeit der Marinc-Ministcr Thulftrup die Leitung des Kriegsdepartements_ neben derjenigen seines eigenen Departements übernehmen wird-

Amerika. Was hington, 5. An ust. (Kabeltelegramm.) Der Präsident Grant hat sich nach est-Po'mt begeben, wird aber zu ememKabmetßrath am kommenden Dienstag wieder in Washington sein. _

_ In ?olxe der Geruchte, daß in Madrid Unterhandlungen zum Ankau e („nbas durch die Vereinigten Staaten angeknüpft worden seien , hat die _cubamiche Junta fich veranlaßt gesehen, in aller Form gegen emen solchen Ankauf zu protestircn.

Asien. Bombay, 13. Juli. In Dina ore wurden zehn Wechabiten wegen Verschwörunß verhaftet. an ist bemüht, die Verzweigung des Koniplotte im Pendschab aufzudecken.

Aus dem Wolff'schen Telegraphen-VUreau.

London, 9. An nst, Vormiitags. Der preußische Vot- schafter Graf Bernstor hat fich mit mchrmonatlichem Urlaub nach Deutschland begeben. -- Der neu ernannte franz sche Gesandte Marquis de Lanalette ist _hier _emgetroffen,“ der elbe wird nach Ueberreichung seiner Kredittve s1ch wieder naa) Paris begeben und erst in1_Oktobcr zn dauerndem Aufenthalt hier er zurückkehren. - Die im Befinden Gladstone's eingetretene Be 6-

rung dauert fort.

Bekanntmachung.

Am 15. August d. I., als am 12. Sonntage nach Trinitatis (Evan elium vonder Heilung dcs_ Taudftummen durch unseren HErrn und Zeiland) wird der unterzeichnete Ceniralvecein ein jährliches NWS Kirchenfeft füx Taubsiuuzme durch Gottesdienst heili cs

bendmahl u_nd Vertheilung vpn Bibeln in der Dorotheméädtis n Kirche, Vormntags 1112 Uhr Wieder Veranstalten. Sämmiliehe Taub-

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