1869 / 213 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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1) im Transit durch Frarxrrich ' aus St. Nazaire per Dampfsrhrff am 16. ;rdrn Monats, m Vcra-Cruz nach einer Jahrzrit hon Unarfahr 24 Tagen;

2) im Transrt durch Englhrndß , „.

8) aus Southampton her Dmnpfsrhtf's «rm 2. rmrs jeden Monats, in Vcra-Cruz nach einer Fahrzeit von ctwa 25, Ta- gen, 6) aus Livrrpook Per Dmnhfschiff am 10. 911166 [rden Monats, in Vrra-Cruz nach crucr Fahrzrrt von ctwa 34 Tagen,“

3. im Transit durch die Vereinigten Staaten von Amerika aus NcW-York prr Dmnpfschiff am 26. Srhtrmhrr, 16. Oktober, 5. November u. s.w. jeden zwanzigsten Tag, tr. Vera Cruz muh cincr Fahrzeit hon ungefähr 12 Tagrn. . _

Es empfiehlt sich, bei Brmrssmxg „drr E'mljrcfrrrrjrgs-Tage für die nach Mexiko gerichteten Briese m drwxrmgrn Ja!?rjx, m welchen die Briefe erst (“Mr See 11011) drm- crgcntltchcn Einschiffunghhafrn rxprdirt r-rrdcn “"NRW mehr zu eng zu rechnen, damit bei etwa ungarnnrgrn thtcrungs- Verhältnissen dic Mit-Befhrhcrurrg " durch das hctrcffcnhc, weitergehende Dampfsrhiff NUM hcemtrachttgt werde. Nmncrztlrrh wird darauf aufmerksam gemacht, daß die via Nerhrk uhrr- zuführcndcn Brxcfe spätestens am Tage vor dem Argqngc drs von Nrw-York nach Vcra-Cruz fahrcnchDampmchrffrs m New-York cinthroffen fein müffcn, um drmnächst zur un- mittelbaren Writcrhefördrrung zugrlangen. , '

Hinsichtlich der Tarife für dre Corrrspondenz bleiben dre bisherigrn Bestimmungen maßgebend.

Berlin , den 10. September 1869.

General - Post = Amt. von Philipshorn.

Nkinisterium für Handel, Gewerbe und öffentliah-e Arbeiten. , ans Heinrich Threllesen zu Apen-

Dem Fabrikauten , eptember 1869 cm Patent

rade ist unter dem 8.

auf eine durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesene

Straßenreinigungs=Maschrnc, soweit dtefrlhe für neu und eigenthümlich erkannt worden ist, _ auf fünf Jahre, von jenrm Tage an gerechnet, und fÜr den Umfang des preußischen Staates ertheilt worden.

Justiz - Nkinisterium.

Der Staatsanwalt Bank zu Friedeherg in der Neumark ist zum Rechtsanwalt bei dem Kreisgericht zu Marienburg und zugleich zum Notar im Departement des Appellationsgerichts zu Marienwerder, mit Anweisung seines Wohnsihes in Marien- burg, und mit der Verpflichtung ernannt worden , statt seines bisherigen Charakters fortan den Titel »Justrz-Ratha zu führen.

Der Notar M Üllcr in Opladen ist in den Friedensgerich18-

bezirk Düsseldorf, mit Anweisung seines Wohnfihes ébendaselbst,

verseht worden. Allgemeine Verfügung vom 26. August 1869, _ he-

treffend die Befugnis; des General-Konsuls des Norddeutschen

Bundes zu London zur Vewirkung von Zustellungen, Ab- hörung von Zeugen und Abnahme von Eiden.

Dem General-Konsul des Norddeutschen Vrmdes zu London steht in Gemäßheit W Z. 19 des Bundedeirhcs vom 8. No- vember 1867, betreffend die Organisation der Br,!ndes-Konsulate (BundeZ-Gesehblatt S. 137), dre Befugnis? zu, auf Ersuchen der dieffeitigen Behörden Zußehungen jeder Arr an Personen, die

sich in dem Königreiche Großbritannien und Irland aufhalten,

zu bewirken. Demseiben ist gleichzeitig auf Grund des Z. 20 a. a. Ö. von dem Herrn Bundeskanzler die Ermächtigung zur Abhéßrung von Zeugen und zur Abnahme von Erden ertheilt wor en.

Sämmtliche Gerichte, beziehungsweise Beamte der Staats-

amvaltschaft werden hiervon unter der Aufforderung in Kennt-

niß geseht , sich mit ihren Anträgen wegen Znfinuation von

Vorladungen, Verfügungen oder Erkenntnissen an Personen, welche sich im Vereinigten englischen Königreihhe aufhalten, künftighin nicht mehr an das Ministerium der außwärtigen An-

gelegenheiten oder an die Botschaft zu London, sondem unmittelbar an den General-Konsul des Norddeutschen Bunker? in London zu wenden. Ingleichen sind quuisitioncn um Ahhhrun von Zeugen und Abnahme von Erden - sofrrn dic betre enden Zeugen oder Parteien in London wohnen - direkt an den ge- dachten Gcneral-Konsul zu richten.

Berlin, den 26. August 1869.

Der Zustiz-Miniskcr. , , Leonhardt.

An sämmtlrche Gerichte und Beamte drr Staatsanwaltschaft. Ministerium _dxr geistlichen, Unterrichts- und Pkedtztnal = Angelegenheiten.

Dem Rrktor Hr. Brrgrr und dem Oberlehrer Helmes qm Gymnasrum 111 Celle rst das Prädikat :Profeffora ver- irehen worden.

Drm ordentlichen Lehrer 1)". Georg Steeg „an der Real- schule zu Trier ist das Prädikat »Ohrrlchrrra vcrltchcn worden,

Kriegs : Pkinistcrium.

Bekanntmachung. Wohlthätigkeit.

Aus der zur Jrrhclfricr de:? 17. März 1863 dargebrachten, Verzinsltch anhrlrgrcm Gabe cines ungrnmmtcn Parriotcn jm Betrage von 5000 Thlr. werdcn alljähriirh circa 600 Thlr. znr ).[ntersti'rhung von Veteranen - sowohl ij'incrcn als Personen drs Soldatrnstande's hom J-rldwrhrl abwärts -- aus den Frid- rügrn von 1813/15 vcrmrndrr, und zwar, was dir. lrhtgrdachte Kategorie betrifft, m drr Werse), daß 10 Judivrhurn (mf Lohens- daurr je 24 Thlr. in halbjährlichen Raten :*1 12 Thlr. im März und September jeden Jahres rrhnltrn. Drmgrmäß sind 90903,- wärtig wieder (111 nachhrnanntc Vcrrranrn 1) Heinrich 9 13. mann zn Stréttrr, 2) Johann ((Zottfricd Haftmann u Thieliß, Kreis Ghrlih, 3) Michael Richau zu Alt-Christhurg, Kreis Mohrungen, 4) SW! 011_ L aurinat zu Groß-Lumphnen, Kreis Tilsir, 5) George Bus1c zuChnih, 6) Martin Pom. mrranz zu Tshtenhagen, Kreis“ FÜrstcnchum, 7) Joachim Friedrich Kagel zu Berlin, 8) Johann Samuel Eggert zu Berlinchen, 9) Johann Nagel zn Perleberg, 10) Adam th aus Falken, Kreis Mühlhausen, 11) Grhrg Schulz zu

eidenhain, Kreis Torgau, 12) Johann Balzer zu Wil. helmsfcld, Kreis Rothenburg, 13) Friedrich Klimpel zu Sierakowo, Krris Kröhen, 14) Joseph ?rtschkowski zu Tschammcr-Eüguth, Kreis Groß-Strchlih, 15) August Krause zu Trebnih, 16) Gottfried Durksrh zn Semih, Kreis Nimvtsch, 17) Wilhelm Gluhh zu Herdecke, Kreis Hagen, 18) Bernhardt Fester zu Münster, 19) Jacob Müller zu Wittlich, Unterstühunacn ck 12 Thlr. mit zusammen 228 Thlr. bewilligt worden. Indem das Kriegs-Minjsterium Vor- stehendes zur Kenntnis; bringt, bemerkt dasselbe, daß die Aus- zahlung drr. gedachten Beträge durch die Königlichen General- Kommandos erfolgt.

Berlin, den 4. Septrmher 1869.

Kriegs-Ministerium, Abtheilung für das Invalidenwesen.

Angek ommen: Der Kammerherr und Gencral-Inten- dant der Königlichen Schauspirlr, v on H:"; l s en , von Hamburg.

personalWeréirrdrrungcn in der Armee.

Beamte der. Militär-Verwaltnng. Durch Verfügung des Kriegs-Ministeriums._ Den 18. Angust. Molitor, Zahlm. vom ]. Bat. 3. Westf. Ins. chts. Nr. 16, zum 1. Bat. Ostfrics. Infant. ReLts. Nr, 78 vcrsr-ht. Wittcn berg, Zahlm. Aspir. vom 8. Westf. In. Regt. Nr. 57, 311112 Zahlmctftrr beim 1. Bat. 3. Westf. Inf. Regts. Nr. 16 ernannt. Den 27. August. Bergmann, Se- kretariats-Assifient vom 17. Armce-Corps, zum 1. Oktober d. I. zum 1. Armec-Corps verscht. Den 29. August. Buchholz, Rechnungs- Rath, Intendant. Sekret. vom 11. Armee-Corps, zum 1. Oktbr. d. I. zu der Intendantur des 111. Armce-Corps verscßt. Den 2. Sep- tember. Rösler, Sekret. Assisrcnt vom Gardc-Corps, zum 1. Ok- toher d. I. zum 117. Armee-Corps verscht.

, Bekanntmachung,

Dre auf dlc Dauer der Badesaison berechneten Post-Verbindungen Frs Nordseebades Norderney gestalten fich für die Zeit vom 13, Sep- tember 0. bis inkl. 22. September 0. wie folgt:

&. Voz) Norden nach Norddeich. 1) Auf dem direk- ten Wege uber Norddeich: Von Norden wird täglich eine Per- sozwnpqst nach Norddeich abgefertigt, rvclchc zu Norddeich mit ei-ncm thrschtffe nach Norden in unmittelbarem Zusammenhange steht-

tc Abfahrt von Norden erfolgt: am 13. Sept. um 32 Uhr Nachm» am 14. Sept. um 42 Uhr Nachm., am.15, Sept. um 52 Uhr Morgens, am 16. Sept. um 62 Uhr Morgens, am 17. Sept. um 72 Uhr Morgens, am 18. Sept. um 82 Uhr Morgens, am 19. Sept. um 92 Uhr Vorm-x am 20. Sept. um 92 Uhr Vorm, am 21. Sept. um 102 Uhr Vorm.- am 22.'Sept. um 102 Uhr Vormittags. Diese Vcrbmdung dient zur Beförderuy? von Postretsenden und zur unbeschränkten Beförde- rung von Brie - und Fahrpost-Gcgenfiänden. Die Beförderung per Post daucrrapxn'x3/4 Stunden, diejenige per Fährschiff 1 Stunde. Ih Nordenftrcfsen dre 5 crsonenposten von Emden nach einer 32stündt- ch Behfördcrungsfri um 6,45 Uhr früh, 3,5 Uhr Nachm. und 9,55 Uhr [bends unh aus Sande nach einer x))l'. 9stündigcn Fahrt um 6-45 Uhr fruh und 7,30 Uhr Abends cin. ) Auf dem Wege üher Hage, ._Hilgenriedersyhl und durch das Watt: Diese Verbin- dung_1vrrd auf der ganzen Strecke durch eine tägliche Personenpoft vcrxmttelt, bei welcher eine Beförderun von Reisenden, sowie von Brte"f- uxrd Fahrpost-Gegenßänden statt ndct. betragt circa 4 Stunden. Die Abfahrt von Norden erfolgt: am 13. Sept. um 72 Uhr Vorm, am 14. Sept, um 82 Uhr Vorm.- am 15. Sept. um 10 Uhr Vorw., am 16. Sept. um 112 Uhr Vorm.- am 17. Sept. um 122 Uhr Mitt., am 18. Sept. um 12 Uhr Nack)!“- am 19. Sept. um 2 Uhr Nachm, am 20. Sept. um 22 Uhr Nachm- am 21. September um 3 Uhr Nachw., am 22. September um 32 Uhr Nachm. Wegen der Postverbindungen von Emden und von Sande nach Norden siehe 11. 1.

Die Transportdauer -

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13, Vor) Emden nach Norderney. Die Verbindung wird durkb Da111psschiffr unterhalirn, drrrn Abfahrt in der Richtung oxn Emden nach Noxdcrnrh stattfindet: am 14. Sept. um 9 Uhr Vorm, am 15. cht. um 11 Uhr Vorm, am 16. Schr. um 11 Uhr Norm., am 17. Sexpthr. um 6 Uhr Morgens, am 19. Srpthr. um 72 Uhr Vormittags, am 21. Schthr. um 8 Uhr Vorminags, am 22 Srpthr. nm 9 Uhr Vormitt. Dirie Verbindung wird zum Transhorte von ijcfp:*st-Grgrnnändcn henuht. Die Fahrzeit von Emden nach Nor- dernch beträgt circa 4 Stunden.

(3. Von Gecstcmünde nach Norderney. Dir Verbindung wird gleichfaus durcb Dampfschiffc vermittrlt, welche aus (Hct'stcmünde abfahren: am 13. Sept. um 10 Uhr Vormittags, am 15. Srpt. um ]112 Uhr Vorm., am 17, Sept. um ] Uhr V,)éittags, am 20. Schr. um 4 Uhr Mora„ am 22. Schl. um 52 Uhr Morgens. An Postssn- dungen Werden mit diesen Schiffrn nur Brirfpcxst=(Hcacnständc hr- fördcrt. Die Fahrzeit von Gerstcmünde nach Norderney beträgt 5 bis 6 Stunden. -

Wir sich dir Vrrbindungrn vom 23. September 01: ab gestalten, dar- ühcr hlciht Writrrr Publikation vorhchalrcn.

Oldenburg, den 9. Srptnnhcr 1869.

Der Ohcr-Poft-Dircktor.

Nichtamtliches.

Preußen. Berlin , 11. September. Nachdem Se. Majestät der König vorgestern Mittag 119.11) Beendigung des ersten Fcldnmnhvcrs in Pansin angekommen umd von dem Bcsihrr drs historisch wie architektonisch merkwürdigen Sch10ffcs, Herrn v. Puttkamer, chrrrhjetigst empfangen und in die fürstlich einger'uhtctrn Gemächrr geleitet worden waren, hr- ganncn dir Vorträge. Das Diner fand um 7 Uhr im Schlosse mit 30 Converts statt, nach demselben zogen Se. Majestät Sich in das Arheithkahinct zurück“. Abrnds um 10 Uhr traf, wie telcgrahhiscb bereits gemeldet, der MinistrrPräsidch Graf von Bismarck-Schönhausrn in Pansin cm, Übernachten». daselbst ÄRZ“ hatte gestern Morgen 8 Uhr bei Gr. Majestät cine u tenz.

Gestern früh um 329 Uhr stiegen Se. Majestät der König auf drm Schloßhofe zu Pferde und ritten mit den Königlichrn Prinzen Karl und Albrecht, dcn Gemralcn v. Moltke, v. Tresckow 2c. nach dem Manöverfelde zwischen Trchkrw und Suckow. Die Truppen hridrr Divifionen hatten die Nacht hihouaquirt und sich gegen 32 Uhr in Bewegung gcsrht, um die durch das Resultat des gestrigen Gefechtes ge- botenen StrUur-gen einzunehmen. - Nach Beendigung des ZWZTGVFI bezogen die Truppen abermals ihre Bivouaks für ie a t.

Be Stände des Kreises Saahig gaben Mitéags 1Uhr Sr. Majcstät dcm Könige und dessen hohrn Gästen in den sogrnanntrn Kammrrhcrrrn-Eichrn cin 1)meon (1168101113, Es war ein Konnte znsammengctrrtrn, bestehend aus dem Landrath von Waldaw-Strjnhöfrl, dcn hciden Kreisdrputirten von Wedel - Voßbrrg und (Sckmljrhn - Schoenehrrk- dem Bürgermeister von Srargard, Pchlrnmnn, und drm Schnlzen Behrend aus Pansin. Dassrlhc hatte in dem erwähnten EWM- hainr eine lange JrsxhaUr rrhaurn lasen, die nach vorne offen, durch vier risalrtartige Vrrharrc grzrrrt war. Der hügelige Waldboden war von einem Dctachrnwnt Garde-Pionicre von 1Unter0ffixirr und 22 Mann "1112 Tagen thrils eingechnet, thcixs tcrrassirt worden, und der Stadthanrath Hinzhctcr aus Stargard hatte die Halle g€sck111ch1ch00Ü mit Drapcrien, Guir- landen, vorzüglich schönrn Hirschgrwrihen und Fahnen vcrzirrcn lasen. In drrÖaUc war rlncLamgtafrl zu 2C0Uherts gedeckt, und an Or» Seiten BUffrts an Qnrrtischcn.

Als das Manöver zu Ende war, kam zuerst „Jhrr König- lichc Hoheit dir Kronprinzessin zu Pfrrdr, da Höchstbie- sklhc auch an dtesrm Tage drm Manöver beigewohnt hatte. Dann ersrhirncn Sr. Majrstät der König mit den Königlichen Primrn, sowic drr frrmdhcrrlirhrn Offiziere. Nach einer kurzen Ahkiihlmrg, währrnd welchcr Sc. Majestät Sich mit den frcmdhcrrlräxrn Offirirrrn Unterhirltrn, wurde ZU Tische grgangcn. Das Musikchrhs hrs Chlrcrgschen Grena- dtcr-Rrgimrnts 1111161311“ dir Tafelnmsik. An der mit Gnirlandrn verzirrtcn Brücke", wclche den rtnztgrn Zugang zu dem Fest- haUcnhlahe htlrtr, hartrn sirh dir sät-mntnchrn Schulzcn dcs Shahlgrr Kreises mit lhrrn silbrrbrknhpffrn Stöcken aufgrstrUt. In der Mitte drr Tafel rrhwh sick) dcr Landrath v. Wall!»- Sreinhöfcl und redete Se. Majestät den König mit folgenden

orten an:

Ew Majestät darf irh dcn a[lrrnntcrthäniqsicn Dank der Be- wobnrr dicses Krcisrs mwsprrchen, das? Al]rrhöchstdirsrlhcn die Gnade gkbabt haben, in dirsrr einfachen ländliMnHaUr unter uns zu erschri- UM- uns dadurch glriä) hoch brglückcnd wre ehrend. Durch die Un- annst der Natur strhcn wir zwar weit zurück hinter vielen von Ew. „kaii'stät reich gcscgnrtcn Landon Nur in einem wollen wir hinter krmcm zurückstrhen uno warm wir es Allen glcichthnn, das ist in er Trruc und Ergrbrnhrit gcgen unserm König und F'crrn.

Mit Ew. Majestät hoffen und wünschen wir, da der Friede er-

- gesrht.

halten werde,“ sollte (8 aber anders kommen, sol1ten Ew. Majestät gezwungen sein, für Preußens Recht und Ehre das Schrvcrt zu ziehen, nun so werden wir die Lasten des Krieges willig traaen und das Thrtrrrste, was wir hrfißrn, unsere Söhne, freudig zu Ew. Majestät Fahhcn scndrn. Sie wcrden eingedenk sein, daß Hingehunq und Tapferkeit 000111)?!" daI C't bc dcr pommerschen chimentcr war. Möchte es ihncn und dith dann chm «mh Vcraönnt sem, unter der Leitung ihres bewähr-

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ten ruhchkrhntcn ,;ührrrs an der Entscheidung, also mit Gottes Hülfe am Siege, eincn reichen Anthcil zu erringen. Meine Herren, hestätrarn Sic mcineWortc, indcmSie, die Gläser hoch rrhchrnd, mit mir rufrn: «Unser Allcrgnädihstcr Hcrr und Khnzg [ehe hoch! hoch! hochxa Unn:'rttrlh.1r nach dem dreimaligen Lehehoch aUer Ver- sammelten crwidcrtcn Se. Majestät der König:

*Es macht Mir Freude, auf die von Ihnen gesprochenen Worte in gleicher Weise c:»tgrzmcn zu können,“ Ich füge aber noch hinzu, daß, wenn die Natur Ihnen auch manche Schönheit versagt, fie Ihnen doch Produkte gcgrhcn, anf die Sie stolz sein können. Besonders an- erkenncn Will Ich aber die Gcfinnung Pommerns, die von jeher und zu allen Zeiten dieselbe gewesen ist, ehrenwerth und treu! Was Sie von der Tapferkeit und Hingchung drr Söhne Ihrer Provinz gesagt, kann Ich nur bestätigen, denn unter Meinen Augen und unter spezieller Führung Meines Neffrn hat das zweite Armre- Corps so lange mnthig und außdauernd gefochten, bis Mein Sohn zu seiner Unterstützung hcrhcifommen konnte. Was die pom- merschen Regimenter zu allen Zeiten hcwicscn haben, werden fieauch, wie Sie andeutcten und wie Ich es als meine Ueherzehgnng aus- sprechc, für alle Zukunft bejvriscn,“ Ich habe das bereits in Stettin in Bezug auf die ganze Provinz gesagt, und ergreife gern die (He- lcgenhcit, dies auch den Ständcn des Kreises Saahig zu wicdcrholen, in deren Mitte Ich Mich befinde und auf drrcn Wohl, sowie auf das Wohl Ihres Kreises und drr ganzen Provinz Ick dicses Glas leere!-

Nacb beendetem Festmahle begaben Se. Majestät der König Sich nach Schloß Panstn, wo der Minister-Präfident Graf von Bihmarck, wrlckzer während des ganzen Manövers in der Suite Sr. Majestät geritten war, empfangen wurde. Abends hcritten Se. Majestät das Vivouak der Süddivifion.

Henke früh Um 8 Uhr empfingen Sr. Majestät der König den Mmister-Präsihenten Grafen von Banmrck. Nach Vern- Drgung des hcutigrn Manövers Lsngt die Abreise vom Bahn- hofe Trampke aus Über Kreuz mmh Königsberg.

- Ihre Majestät die Königin ist (111110ten d. M. aus der Schweiz in Baden zum Gebrauch der Badekur e'm- getroffen.

- DasStaats-Ministcrinm trat gesternunter Vhrfiß des Finanz-Ministcrs Frrihcrrn von der Heydt zu einer Sihung zusammen.

- Dcr General-Fcldmarschall Graf von Wrangel, wexchcr der Revue hrs 1. Armcr-Corps hx'rzuwohnen gedachte, um bei der großrn Parade die Ehre zu haben, srm Kürassirr- Regiment Sr. M ajcst «“it dem König vorheiführeu JU dür- fen, hat zu seinem Bedauern, durch Unwohlsein veranlaßt, die Reise nach Preußen aufgehen müssen.

-Jn Rom wird vom 1. Februar bis 1. Mai 1870 eine Ausstellung von Gegenständen dcr christ- lichen Kunst" sta*tfi11dcr1, hci welchcr sah auch die KÜUstlrr des 5211125411111er hrthrlligrn können. Als Auhstrüungslhkal wrrd drr Kreuzgang drs Karthäusrrklostcrs bci Santa Maria degli Angeli nebst einem Glaspalast auf dem davon umsrhloffcncn Raume drcnrn.

Altona, 9 Serfrmbcr. Dcr thsrkx Mirristrr, 1)1'. Leon“ hardt, traf gestern Morgen, von Hamhnrg, wosrlhst derselbe Übernachtet hatte, har cm und [M; sich Das Gerichtsprrwnal vorstellen. Später besuchte er Die Ausstrüung und begab fich dann nach Nienstedten. -.

Hechinqrn, 9 Srvtrmhrr. (A. A. Z.) Gestern AhrUd langte dic Lerche des Fürsten Friedrich Wilhelm Constan- tin von Hohenzollern-Hcchlnarm hier an und wurde in imhosantem Zuge zwrsrhcn r'mcm von der Fruerwchr gebildeten Spalier von Fackelträgcrn vom Bahnhof m die Stadtpfarr- kirche geleitet, dort vor dem Cmgangr m dieGruft niedergestrllt, Von Hausoffrzmntrn, Geistlichen und Lwréchcdrcntcn die Nacht Ürcr bewacht und heute Vormittags unter Trauergcläute und Kanoncndhnncr von drr Zol'crnhnrg in dcr Familiengruft bei- Bri dcn Brrsry[nrgsfrieerkriten Waren die Prinzen Leopold und Friedrich von Hohenzollern, der Vertreter Sr. Majrftät des Königs von Preußen, der kommandirende General des 8. Armee-Chrps, Herwarth von Bittcnfeld, und eine sehr große Anzahl von Königlubrn und J-ürstltchcn Beam- ten, Geistlichen und Vertretern der Landgemcmdcn anwesend.

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