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v. d. Bussche-Ippenburg, (Hen. Lt. a. D., zuleßt Commdr. des Regts. der Gardes du Corps, und Kroell, Pr. Lt. a. D., zuleßt Sec. Lt. beim Train des 1, Ausg. des 2. Vats. vorm. 29. Landw. Regis. Am 16. April: Hille, Sec. Lt. a. D., zuletzt im ]. Westpr. Gren. Reßxt. Nr. 6 Am 18. April: Curs, Hauptm. a. D., zuleßt in der jcß gen 6. Art. Brig. Am 21. April: Küster, Major a. D., Meßt in der vormal.Hannov.Armee. Am 22. April: v. Jransecky, aj. z. Disv, zuleßt Commdr. des vorm. 3. Bars. 4. Rhein.Landw. chts. Nr. 30. Am 24. April: Süren, Pr. Lt. a. D., zuleßt Sec. Lt. in der jetzigen 7. Art. Brig. Am 27. April: Fischer, Ob. Lt. a. D., zuleßt in der vormaligen Hannov. Armee, und v. Thun, Pr. Lt. a. D., zuleht im jeßigcn ]. Schles. Hus.Regt. Nr. 4. Am "29. April: v. Schönfeldt, Major a.D., zuleßtHaupt- mann im jetzigen 2. Magdeburg. Inf. Regt. Nr. 27. Am 3. Mai: v. Panncwiß, Oberst 3. D., zuleßt Brigadier der 2. Gend. Brig. Am 4. Mai: v. Kleist, Ob. Lt. 3. D., 3111th stellvert. Commdr. des ]. Bats. (Königsberg) 1. Garde-de. Regts. Am 5. Mai: Meyer, Gch. Iu iz-Ratl), Corps-Auditeur a.D., zuleht beim 1. Armce-Corps. Am 6. ai: Bialonski, Major a.D., zuleßtHauptm. in der jehi- en 5. Art. Brig. Am 7. Mai: Deinhard, Oberst a. D., zuleßt * laß-Ing. von Erfurt. Am 9. Mai: v. Leuts ck , Sec. Lt. a. D., zuleßt im ]. Bataillon vormaligen 10. Landwehr - Regiments. Am 12. Mai: v. Kahhden, Major a. D., zucht Capi- tain im jeßigen 1. Oberschlefi1chcn Infanterie -Regiment Nr. 22, und v. Normann, Major a. D., zuleßt Rittm. beim 2. Bataillon vorm. 27. Landw. Regiments, und Meißner, Haup'tm. a. D., zuleht beim vorm. Fürftl. Rudolft. antingent. Am 17. Mai: Fudaeus , Sec. Lieut. a. D., zuleßt „im ]eßigen 4. Pomm. Inf. Regt. Nr. 21. Am 18 Mai: Frhr. v. thckc-Olbendorf, Ob. Lt. a. D., zulehtMajor dem Gen. Stehe „der Armee aggr., v. Ulfert, Major a. D., zuletzt Hauptmann tm 1eßigen 3. Brandenb. Inf. Regt. Nr. 20, demnächst Führer des 2. Aufg, des 2. Bataillons vorm. 32. Landw. RegtS., und 1“. Schuhmacher, Stabsarzta. D., zuleßt in der ehem. Hann. Art. Am 28. Mar: v. Kurowski, Oberst a. D., zuletzt Ob. Lieut. und Chef des (Hen. Stabes U. Armec-Corps. Am 30. Mai: v. Valen- tint, Ob. Lt. a. D., zuleßt Major im jeßigcn 4. Pomm. Inf. Regt. Nr. 21 v, Ostrowski, Sec. Lt. a. D., zucht im 7. Brandenb. Inf. Regt. ÖW. 60 und [)1'. Redlich, Asfist. Arzt a. D., zuleßt in der vorm. Hannoverschen, Armee. Am 31. Mai: v. Burghoff, Maxor a. D., zu„lexzt tm Niederschlesischen erant. Regiment Nr. 50. Am ]. Ium: ullner, Asnstenz-Arzt a. ., zuletzt un 1. Magdeb. _Inf.Regt.Nr.2 . Am 5.Iuni: v. Colomb, Sec. Licut. a. D., zuletzt un ]. Oherschles.,Inf. Regt. Nr. 22, und Wagner, Oher- u. Gouv. And„ Geh. 'Iusttz-Rath a. D., zZirleßt b. d. Gouvernement . Berlin. Am 7. Jun:: v. Toll, (Hen. rent. a. D., zucht (Hen. aj. und Conzmandeur der 26. Inf. Brig., und Braun- v. Sch1vanenfeld, Ma]. a, D.,_zuleßt Rittmeister beim 1. Vat. vorm. 21.Landw.Regts. An) 9. Ium: v. Szerdahelly, Oberst-Lieut. a. D., zuleht Maj. im ]eßrgen ]. Weßphal. Inf. Regt. Nr. 13, und Thiel, Maj. a. D., zu- legt Hauptm. m der ]eßtgcn 2. Art. Brig. Am 11. Juni: v. Chap- puis, Oberst 3. D„ zuleßt _Commdr. des ]. Bats. vorm. 22. Landw. Regts. „Am 14. Ium: Fltgely, Oberft-Lieut. a. D., zuleht Major m der )eßigen 3. Art. Bmg. Am 15. Juni: Leo, Gen. Maj. a. D., zuleßt Oberst und intr. Insp. der Art. Werkstätten. Am 18. Juni: Frhr. v. d.Horft, Oberst 3. D., “zuleßt Ob.Lieut. im jeßigen 4. Rhein. Inf. Regt. Nr. 30. Am 21. Inn): Baron v. Minnigerode, Oberst- Lteut. a. D.,„zuleßt Ma]or tm ]eßtgen 2. Pomm. Ulan. Regt. Nr. 9. Am 26. Zum: v. Weyrach, Gen. d. Inf. a. D., zuletzt kommand. Generql des 1.11. Armee-Corps, und v. Eckartsberg, Hauptm. a. D„ zuleßt tm Katser Alexander Garde-Gren. Regt. Nr, 1. Am 28. Juni: ZülLißZhehren, Major a. D., zuleßt Rittmeister und Plaßmajor in
Nichtamtliches.
Pzreuszen. Berlrn, 16. September. Bei der am Sonn- tag, 1.3. d. Mrs., anz Tage nach der Ankunft Sr. Majestät des Könrgs 1n„Kkön1gsberg startgehahten Vorstellung der Behörden rm Kömglrchen Schlosse htelt der Ober-Präfident der Provinz Preußen, W1rkl.jGeh.Rath v. Horn, folgende Anrede: „ Ew. Könxgltche Ma1estat walen huldreichst gestatten, daß ich in ttefster Ehrerbrexung den 97")an dteser Versammlung darbringe für die Stunde, hte Ste thr gnadtgst bewrlligcn, sodann aber, wozu mir gestern keme Gelegenheit wurde, der Freude Ausdruck gehe, mit
_welcher Ihr Besuch u_nsere Stadt und Provinz erfüllt.
, WieAYerhöchftdteselhen gestern erwähnten , betreten Ew. König- ltche Ma1e|at zum ersten Male wreder seit Ihrer Krönung diese Ihre Haupt- und Refidenzstadt._ In den, seitdem verflossenen acht Jahren haben unter Ew. Majestät Lettrmg die großen Ereignisse fich vollzogen, dercn segensrerche'Folgen auch dieser Provinz zu gut gekommen, find und nach “threr pollen Bedeutung von ihr in Dankbarkett geg_en „Ew. Ma1e|ät erkannt werden. Unter den Prü- fungen aber, dre m den beiden leßten Jahren über die Provinz verhemgt worden," hat sie yon Neuem erkennen lernen, jvie Ew. Kßmgltchen Majestqt landesväterliches Herz ihr zugewendet bleibt, und wre steher fie aUezett' auf Ew. Majestät Schuß, Hülfe und Förderung bauerx kann. Und m'Ew. Majestät gegenwärtigem Besuche darf die Provmz em neues Zetchen Allerhöchstcn Wohlwollens erblicken, und findet fich dyreh „denselbexr hoch beglückt.
. Ew. Köm ltche Majestät Werden hier von einer dankbaren, freu- drg bervegten evöxkerung um eben sein, die Ew.Königlichen Majeftär Person,und Allerhöchstihrem Zause treu ergeben ist.
Mögen auch in dteser Beziehung die TaZle, Welche Ew. Königliche
Majestät uns huldrei w'd * Befriedigung gereichen,chft ' me" WVÜM- [lerhöchftdenenselben zur
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Hierauf erwiderten Se. Majestät:
»Sie wissen, Meine Herren, daß Ich nur in bEsonderen Lagen Meines Lebens und daher jedesmal auch mit beweg-teren Gefühlen in dieser Stadt erschienen bin. Auf die schwere Zeit, die Ich mit Meinen Königlichen Eltern hier verlebt, in welcher gleichzeitig auch die Regeneration des Staates begann, folgten die Großthaten der Befreiungskriege, an denen diese Provinz einen so hervorragenden An- theil genommen. Im Gcgensaße zu diesen ernsten und schWcren Tagen, die Ich damals hier verlebt, sollte dann ein Akt Meines Lebens folgen, der die höchsten und bedeutungsvollften Symbole irdischen Regimmts in Meine Hand legte, so daß Ich die Krone vom Altare des Herrn nehmen und fie als Zeichen, daß eine Krone aus Gottes Gnade stam. mend zum Segen des Volkes zu Werden bestimmt ist, Mir aus das Haupt sehen konnte, Die (Hefinnungcn, die Sie Mir im Namen der hier Vcrsammelten ausgesprochen, smd Meinem Herzen um so theurer, als Ich fie ja schon vielfach bewährt gefunden habe, Bei Erwähnung des Nothstandes in dieser Provinz, mit dem die leßtcn Iahre heimgesucht worden, gedachten Sie auch Meiner. Ich habe aber nichts gethan, als was Meine Königliche Pflicht Mir aus. erlegte und Meine lebhaften Mitgefühle verlangten. Somit kann Ick Mich nur freuen, Meine .Herren, daß Meine Aufgabe, einen Theil Meiner ruhmvvllen Armee zu sehen, Mich wieder in Ihre Mitre ge. führt hat.«
-- Nachdem Se. Majestät der König von der am 13, d. Mrs. stattgehabten großen Parade des 1. Armee-Corps auf den Feldernzwischen Heiligenbeil und Schirren nach Königs. b er g zurückgekehrt waren , empfingen Allerhöchstdieselhen Vorträge und gaben mehreren Personen bis 4 Uhr Audienz, von wo ab das große Militär-Gala-Diner im Moskowiter Saale des Königlichen Schlosses begann, zu welchem Se. Majestät Sich unmittelbar aus den Königlichen Apartements begeben konnten. Der berühmte alte Saal war auf das Geschmackvollste und mit gediegener Pracht zu diesem Feste in Stand geseßt worden, um 682 Gäste unter dem Eindruck Fürstlicher Gastlichkeit an mehreren Tafeln zu bewirthen. Durch Einladung des Hof-Marschakl- Amtes waren die hohen Beamten, die Würdenträger der Provinz, die hier eingetroffenen Stände und hervorragende Persönlichkeiten, so wie durch das General-Kommando die bei der Parade in der Front gestandenen Generale und Stabsoffiziere befohlen worden,“ außerdem die sämmtlichen fremdherrlichen Offiziere und das Gefolge der hier anwesenden fremden Fürst- lichkeiten. Aus den Kantonnements der Truppen war ein Militärmusikcorps zur Stadt ekommen , welches während der Tafel spielte. Vor dem Convert r. Majestät lag das zum 250jäh- rigen Stiftungsfeste des 1. Ostpreußischen Grenadier-Regiments, Kronprinz, prächtig ausgeführte Gedenkblatt, in dessen Rand- verzierungen die Namen sämmtlicher Schlachten, Gefechte und Belagerungen verzeichnet sind, an welchen das Regiment Theil ge- nommen. Der mittlere leere Raum des Gedenkblattes war heute für das Menu henuht; - Se. Majestät erschienen mit allen 1th am Königlichen Hoftager anwesenden Fürstlichkeiten und den Prinzen des Könrgliche11 Hauses. Gegen die Mitte der Tafe1 brachten Se.Ma1eftät der König den bereits gestern mit- gethetlten Toast aus.
Der kommandirende General des 1. Armee-Corps und General-Adjutaut Sr. Majestät des Königs, Freiherr v. Man- teuffel, erwiderte auf die Königlichen Worte:
Ew. Königliche Majestät haben Allergnädigft genehmigt, daß Wir unserem chrfurchtsvollften Danke Ausdruck geben in einem Hoch auf Ew. Königliche Majestät. '
Seit Langem gehört der Ruf »Es lebe der König!« zum preußi- schen Nationalleben, aber höher noch schlagen die Herzen, Wenn er in Gegenwart des Königs selbst ertönen darf. Und heute ertönt er wie- der in dem alten Moskowitersaale; er ertönt in der alten Königs- stadt, die Ew. Königliche Majestät zum ersten Male wieder betreten, seitdem Allerhöchstdieselben Sich in ihr die Krone aufs Haupt geseßt haben seit jenem unvergeßlichen Augenblicke, von dem an Gottes Segen o fichtbar geruht hat auf Ew. Königlichen Majestät Regiments. Und das Hoch ertönt in der Provinz, deren Geschichte so eng verbunden ist mitSouveränetät, Krone, Namen, mit dem ganzen Wachsen und Blühen von Ew. Majestät Haus und Staat. Und. das Hoch ertönt in dieser Provinz heute, wo fie Ew. Königliche Ma1eftät zum ersten Male wiedersteht seit Ihrem großen Siege Von Sadowa, und es ertönt inmitten von Regimentern, die zu diesem Siege beigetragen haben, inmitten von alten Regimentern, deren Stämme bereits in der dreitägigen Schlacht von Warschau der Welt gezeigt haben, was preußische Zähigkeit ist, die dann auf allen Schlacht" feldern des brandenburg-preußischen Heeres den Lorbeer miterkäm fk, ch Ew. Königlichen Majestät Fahnen so reieh umrankt, und die diese ahnen auch auf den Schlachtfeldern in dieser Provinz hochgehalten haben. Den Geist, den solchchrgangenheit gebiert, den Geist, der die Basis ist des inne- ren Zusammenhaltens von Ew. Königlichen Majestät ganzen Armee- den Geist haben diese Regimenter voll und ganz übertragen auf ehre Tochterregimenter, und vor Gott und Menschen kann ich es atxs- sprechen, da auch im ]. Armcc-Corps die Treue gegen Ew. König-
liche Majest't und Ew. Majestät Königliches Haus, der unbedingte
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Gehorsam gegen Ew. Königliche Majestät Befehle, der freudige Wille, für den Sieg unserer Fahnen das Herzblut einzuseßen, zu unserer Re- ligion gehört vom General bis zum jüngsten Soldaten. Alle die Gefühle nun dieser alten Königs- und Krönungs- ynd Huldigungs- |adk- die Gefühle dieser patriotischen Provinz, die m ihrem Könige ugleich den Träger des nationalen Gedankens Verchrt, alle 3, Gefühle dieser Regimenter, die mit der Monarchie ealtert sind, und ihrer Tochterregimentcr, die, wie fie vor Hunderten 3911 Jahren, auch Wieder ihren ersten Lorbeer erworben haben uxrter der unmittelbaren Heerführung ihres Kriegsherrn - alle dtkse_ Gefuhlc spreche ich auschi1n dem Rufe: Es lebe der König, Se. Maxesiät der “ni lebe ho . . _ „ ' „ „ Kd ?)Tach 7 Uhr verlteßen dre (Haste ders Schloß, um sech m dre vereinigten Logengärten am Schloßterche zu begehen, wo dre Stadt und Provinz ein „Gartenfest veranstaltet" hatten. „Se. Majestät hatten Sich m AUerhochftrhre Gemacher zuruckge- 0 en und betrachteten aus dem Fenster pre Bewegung der Hunderte von Equipagen und das das Schloß drcht ,gedrangr umge- bendePublikum. Die Arrangements des Ganzen , dre Illummatwn aller den Schloßteich _umgehenden quten , dre Gondelftht, das Feuerwerk und dre Mufik heremrgte sieh zu einem höchst glänzenden Feste, welches leider, wre telegraph'rsch schon gemexdet, durch einen cntseßlichen UnglückSsall getruht wurde , uber welchen wir den nachstehenden offtzreßlen Berrcht gehen, da, von dem Gerücht die Zahl der Verunglückten vrelfach uhertrteben orden 1 . „ " w Am gßstrigen, von dem Feftfomite bei Anwesenheit Sr. Majestgt des Königs in den Logcngärten veranstalteten (Hartenfeste ,hat fich em entseßliches Unglück ereignet. In dem Augenhhcke, 91T dte „Ufer des Schlößteichs und die darüber führende Brucke nn hellyzm Ltchtglanze strahlten, brach ein Feld des Brückeygclajnders unh eme Menge der auf der Brücke befindlichen Personen ßürztc m hen Terch hmav. „Mehrere retteten fich aus Land. Viele wurden durch dre von allen,Se1ten hm- zugetretene Hülfe aus dem Wasser herausgezogen und m den rzahc- gelegenen Garten gebracht. Leider jind von dzesen mzr 7 durch dre m großer Anzahl zu Hilfe geeilten Aerzte rend dre von rhnen angewand- ten Mittel ins Leben zurückgerufen, wahrend 29 Persozrerr letder als todt erklärt werden mußten. Einige smd vonsden Ihrrgen „sofort er- kannt und nach Hause genommen, Mehrere spater rekognosztrt und 3
noch nicht erkannt. , ' . Der erschütternde Unfall ist nach den htsherrgen Ermrttelunxen dem Umstande zuzuschreiben, daß das bei sonstigen, ähnlichen Vcr- anlassungen mit dem besten Erfolge angeordnete„ dre Mejzge fort- bewegende und durch eine große Anzahl kommandtrter Poltzerbeamtezr unterstüßte »RechtsgcheM durch den Ruf einiger chhauer: ;_;Dte Brücke hrennta, gestört und unterbrochen wurde und dadurch em so heftiger Andrang nach einem Punkte desnGeländers stattfand, daß dasselbe unter der Wucht der rückwärts Drangenden brechen mußte.
Die Schloßteichshrücke, die bei aUeerestltchkctten auf dem Schloß- tciche den besten Ueberblick gewährt, „rst seit dem vor 7 Jahren er- folgten Neubau ohne Bedenken auch dieses Max dem Publtkum fret- egeben worden, in der Ueherchgung, da[; her emem Fortbewegen der DTM e ein Unglück nicht zu hefurchten set. , '
(JOie Verkleidung der Brücke hat, wie der Augenschen) lehrt, m der That an einer Stelle zu brennen qngefangen. A(le werteten Jest- stellungen wird die eingeleitete _aer'tchotltche Untersuchung ergeben. Se. Majestät der König und die Khmgltchen Hohetten der Kronprinz und die Kronprinzesfin haben ihre mmgfte Thetknahme ausgesprochen und sofort eingehenden „Bericht über den Umfang des Unglucks be- 0 [en. ' , _ fh Zur Unterstüßung der hilfsbedürftigen Hinterblrebenerr [| etn Komite in der Bildung begriffen, und werdensGaher) der Ltebe schon jeyt von dem Rechnungs-Rath Schüß im Polezergchande berettwrllrgst angenommen. _
Königsberg, den 14. September 1869. „ '
Könileiches Polizei-Prafidmm. von Pilgrim.
'Bei dem Gartenfeste brachte der Ober-Brirgernrerster,'Ge- heime Rath Kiesrhke , den Toast auf Se.Ma1estat den Kömg und Graf Caniß - Podangen den Toast auf Ihre Ma- jestät die Königin aus , m_ welchem der Redner beson- ders auf die Thätigkeit, Umsrchhmxp whhlwyüende _Energte “hinwies, mit welcher Ihre Ma1estat dre ws "dahm vcr- eiv elten und deShalh schwachen Bestrebungen fur die fret- WT “ge Pflege der Verwundeten und Kranken rm Kriege zusammenzufassen, zu vereinigen und rhtrr hfadurchv nachhaltrge Kraft zu geben gewußt, worauf Se. Ma_1estat erruvrdertsen, daß Sie für diese Erwähnung der segensrerchen Thattgkert Ihrer Majestät der Königin besonders dankbgr seren, da Ste [er selbst Vielfach Zeuge gewesen und daher heftémgen köm1tezr, _mrt wel- chem Eifer und welcher AuZdarrer Ihre Ma1estat 111 dieser Rtchtung Großes und Segenverhetßendes gewirkt." - „_ _
„ Am 14. d., früh 9 Uhr, begaben Se. Ma1eftat der Ko mg Slch in derselben Art, wie am Tage vorher" , zum Corps- manöver nach Heiligenbeil, in dessen Nahe das „anze ]. „Armee-Corps in einer Rendezvousstellung cmenr mgx trten Feinde gegenüberstand. Es war Sr. Maxestat he- Uchtet worden, daß der Hauptmann von Alemann , vom Ostpreußischen Iäger-Vataillon Nr. 1, Chef" der ]. Com- Pa nie desselben , mit dem Pferde gefturzt ski und
Uniform des 1. Leih-Husaren-Re iments, das Regiment anerkannte. von Rußland hatte Kavallerie - Regiments ,
gun , , „ SegMajestät hezeigten Allerhöchstihre Zufrtedenhert mrt dem
Manöver besonders dadurch, daß die sämmtljche Kavallerie und “ reitende Artikl-erie am Ende desselben zu emem Vorbermarsch
m'glicherweise eine Rückenmark-Erschütterung erlitten haben
konnte, und erhielt der Leibarzt Generaj-Arzr Vt". v. Lauer den Befehl, den kranken Offizier in Hetltgenberh zu besuchen, so daß noch vor dem Beginn des Manövers Bericht, abgestgttet werden konnte. Da Heilrgenbeil am Tage vorher mcht beruhrt und schon vor dieser Stadt der Eisenbahnzug verlassen worden war , diesem Tage statt. „ reiche Schüßengilde mit ihrer Fahne und einem Mustk-Corps hatte sich auf dem Perron aufgestellt, und eme Doppelrerhe 111 Weiß gekleideter Jungfrauen mit gefüllten Blumenkörben bildeten Spalier vom Perron bis zur Rückseite des Bahnhofs- Gehäudes, wo die Pferde bestiegen wurden und die Eqmpagen aufgefahren waren.
so fand der Empfang von Seiten der Stth an Die städtischen Behörden und dre zahl-
Kö nig erschienen in der eine Ehre, dre und das Corp mit freudigem Dank Se. Kaiserliche Hoheit'der Großfürst Nikolaus die Umform seines Preußrschen des Westpreußischen Küraffier-Re- Ebenso erschien SeKöniJliche Hoheit
. Leib - Hu-
Se. Majestät der
giments Nr. 5, angelegt. „ ' der Prinz Friedrich Karl 111 der Umform des
saren-Regiments. Die glänzende Kavalkade seßre sich, nachdem Se. Majestät der König an der Front der Schuheng11he hmab- Legungen waren und mit dem Führer derselben gnadtgst ge-
prochen hatten, Über den von den jungen Damen mthlumen Weg , durch einen Theil der Stadt 111 Bewe-
bestreuten sich auf das Manöverfeld zu begehen.
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im Galopp zusammengezogen wurde. Bis dahin war das
Manöver vom schönsten Wetter begünstigt worden,“ mit dem
Besteigen des Extrazuges Zur Rückkehr nach KözrigSherg begann aber Regenwetter, welche auch „der) ganzen ubrigen Tag an- hielt. Das Diner fand im Kömglrchen Schloffe sxatt. ' Gestern, 15. d. Mts„ nahmen Se. Majeftat der Kömg nach einer Morgenmufik seitens der musrkalrschen Akaderrne den Vortrag des Militärkabinets entgegen, lreßen Allerhöchftfich die Veteranen aus den Freiheitskriegen vorstellen und hesuch_ten hierauf mit den Königlichen Prmzcn das Busoitsche Etahlrffe- ment , in welchem 1808/9 die Erlauchten Eltern" Sr. Maxestat des Königs Wohnung genommen hatten. Spater hefichngten Se. Majestät das Blinden: und das Taubstummen-Insrrtur, das Waisenhaus , sowie das Krankenhaus zur Barmherztgkert und ließen Sich, ins Schloß zurückgekehrt, dre Stande der Provinz vorstellen. . _ , Wegen des am vorgeftrtgen Tage her „Gelegenheit des Gartenfeftes der Provinz stattgehabten Utrglucks haben Se. Majestät der König alle ferneren Festltchkerten abgeleZnt und beehrten nur das Konzert der Schühen [lde zune Be en der Hinterbliebenen der Verunglückten tmr Uerhöchft1hrer Gegen-
wart.
* Das Staats-Minifterium trat heute unter Vorsiß des Finanz-Ministers Freiherrn von der Heydt zu emer Sißung zusammen.
Cöln, 16. September. Die englische Post aus London,
den 15. d. Mrs. früh, ist ausgeblieben.
Mecklenburg. Schwerin, 15. Septen1_ber. Ihre Königliche Hoheit die Großherzogrn Alexandrrne traf m Anlaß des Geburtstages des verstorbenen Großherzogs Paul Friedrich von Ludwrgslust heute Morgen hrer em, fuhr nach der Domkirche und verwetlte dort m strller Anyacht längere Zeit in der Heiligexr-Bluts-Kapexle. Heute "Nachmrttag wird Ihre Königliche Hohert nach_Ludwrgslust zuruckkehren.
Sachsen. Altenburg, 15. September. (A. Z.) Der Herzog ist, von einem längeren Attsftuge nach Hamburg, Altona, Cuxhaven, Ludwigslust und _Ktel zuruckkehrend, am vergange- nen Montag in Hummelsham wreder' erngetroffey. Daselhst verweilt seit dem 10. d. M. Ihre Komglrche Hohen, dre Prm- zessin Friedrich Karl von Preußen nebst den drei Prmzeffimren Töchtern Marie, Elisabeth uyd Lomsc Margarethe, und werd morgen die Feier des Geburtdstages Sr. ÖOhUt des Herzogs rm “ amilienkrei e be an en wer en.
F Badens. Zarglsruhe, 14. September. Der Staats-
Minister des Innern bringt folgenden Großherzoglrchen Erlaß
zur öffentlichen Kenntmß; An den Staats-Mmrster des Innern, Herrn'Vr. Jolly. „
Ich habe während meiner Anwesenhert bet memen zu großeren Jeldübnngen versammelten Truppen mrt Freude wahrgenommen, wie denselben überall die beste Aufnahme h_erettet war, ww durch das dienstbereite Entgegenkommen ,der bürgerltchen Behörden uyd aller Einzelnen, jede Schwierigkeit leicht und zu „Hegensemger Zufrrehenhert überwunden wurde. - Die gleiche crfreult e Thatsache rst mtr von den betreffenden Kommandanten aus allen Landbezirken gemeldet,
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