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resp. in Folge gerichtlicher BerurtheilunÉ verloren gegangenen vorbe- regten Dekorationen nicht mttcrlangt. s ist dazu vielmehr die aus- drückliche Allerhöchste WiederverleilZung erforderlich welche nur durch einen desonderen, nach Maßgabe er im Passusé der vorstehenden Allckrhöckzste? Ordre enthaltenen Jestseßung zulässigen Antrag nachgesucht Wer en ar.
Dies gilt auch für alle die Personen, denen bereits vor Erlaß der vorstehenden Qlllrrhöchstrn Ordre. eine der mehrberegten Dekorationen 9berkannt,„resp. "m Folge ger1chtl1cher Vcrurtheilung verloren gegangen rst.“ _Dabet begrundet es keinen Unterschied, ob der Betreffende gegen- Wärt1g bereits rehabilitirt ist oder nicht.
U1n Zweifeln vorzubeugen wird nochmals hervorgehoben daß alle d1c1cnigcn, welche durch Crfenntniß die 51111 1 der Allerhdchßen Ordre 119111 1. d. Mts. bezeichneten Dekorationen verloren haben, das Recht, dtcselben wieder anzulegen, erst nach Ablauf der im Passus 2 der vorstehenden Allerhöchstcn Ordre normirtcn Fristen auf besonderen
Antrag durch ausdrückliche Allerhöchste Wiederverleihung erWerben-
können.
„ 2) Personen, welchen in Zukunft die Hohenzollernsche Denk- mrmze, dteDtenßauszeichnung ]., 2. und Z.Klasse oder die Landjvehr- Drenstauszetchnung 2. Klasse aberkannt wird, resp. in Folge gericht- lrcher Vcrurtheilung verloren geht, erlangen cbenfaüs durch die bloße Zuruckverseßung in die 1. Klasse des Soldatrnstandes das Recht zur Anle ung derivrrlorcnen Dekorationen nicht wieder. Sie können du's" echt lcdrgltch durch ausdrückliche Allerhöchste Wiederverleihung zuruckerhaltcn , wclche 1111ttrlst' besonderen, nur nach Maßgabe der Hub"? der _vorftchendcn Allcrhöchsicn Ordre enthaltenen Jestseßungen zulasfigcn Antrages nachzusuchen ist.
8) Anträge der vorstehend, Zul) 1 und 2 beregten Art auf Wieder- verlerhung abcrkannter , resp. m Folge gerichtlicher Verurtbeilung ver- [prev"gcgangrner Dekoratwnrn, wclche überhaupt nicht häufig, nament- ltch fux Mannschaften des stehenden Heeres selten vorkommen werden, smd'fur Soldaten nach den für Rehabilitirungs-Gesuche geltenden Beßnnmnngctr abzufassen und zugleich mit diesen, jedoch getrennt davon cmzurerchen. Dre Ueberschrift resp. die Bezeichnung der Rubr1k3 dcs vorHchhriebenen Schemas ift beziehentlich in: »Vor- schläge der 11. U. 1v1fion znr Wiederverleihung aberkannter, resp. m Fdlge gertchtlrcher Vcrurthetlung verloren gegangener Dekorationen« und m: *Namen der Wiederzubelcihcndena abzuändern. In der Ru- brrk »Bcnxcrkungcn- sind die Dekorationen, deren Wiederverleihung erbeten wtrd , näher anqueben. „Entsprechende Anträge für Militär- beamtc resp. Ctmlbcamte er MtlitärverWaltung find in ' jedem be- ZZLHF)" Fall auf dem InstanzenWege an das Kriegs-Minisierium ein.
er en.
Berlin, den 21. September 1869.
Kriegs-Minifierium. v. Roon.
Angekommen: Der ofmarschall Sr. Ma'e ät des Königs, Obérst Graf PerpoZcher. ] |
Verlin,„29. September. Se. Majestät der König haben Alxergngdtgst geruht, zu der von des Fürsten zu Hohen- ollern Könrglrchen Hoheit beschlossenen Verleihun des Ehren- euzes erster Klaffe m1t Schwertern des Fürstlich ohenzollern- schen qusordens an den General der Infanterie Kerwarth von rttenfeld, kommandirenden General des 111. Armee- Corps, und des Ehrenkreuzrs dritter Klasse mit Schwertern des- selben Ordens an den Major von Aweyde vom 1.Hesfischen Infanterre-Regtment Nr. 81, kommandirt als Adjutant zum GeneralzKommando des 17111. Armee-Corps, _ Allerhöchstihre Genehnngung zu ertheilen.
Personal - Veränderungen,
. . 1. In der Armee. Offtzrere, Portepee-Fähnriche :c. Beförderungen und Versetzungen. Hentsch, Prern. Lt. vom 4. Pomm. mand1rt zur Drenstl. bei der Direktion der Mrlitär-Schießschule, von
ck., Ernennungen, Den 17. September. Inf. Regmt. Nr. 21 und kom-
drrsem Kommando entbunden. Den 21. September. v. Hacke- jvrß, Hauptm. vom Generalstabe des 111. Armee-Corps, unter Ver- scßun zum großen Gencralstabe, anfrin Jahr vom 1. Oktober 0. ab zur 'roßhxrzogl. Hesfischen (25.)Dw1fion als zweiter Generalstabs- Offizrer, m Stelle emcs von drcser Division zuvörderst zum ?roßen (Hencralstabe zn kommandirendcn Generalstabs - Offizier, ommandrrt. Bar. v. Hennebcr ,„Hauptm. und Comp. Chef vom 2. „Hess. Inf. Regt, Nr. 82, zum 2) «or, Kloeßfe, Pr. Lieut. von dems. Regt., zurn Hauptm. und Comp. Chef befördert. v. Schor- lcmmcr, Major aggr. dern Z. Thür. Infant. Regt. Nr. 71, in das 3. Hess. Inf. Regt. Nr. 83 emrangrrt. v. Lengerkc, Hauptm. und Comp. Chef vo_m 3. Hess. Infant. “Regt. Nr. 83, unter Beförderung zum Major mrtBetbebaldsemcr btsher.Kompctenzen, dem Regt. aggr. v. „Wefternhagrn, Maxor aggr. dem 4. Thür. Inf. Regt. Nr, 72, Briefeldt, Maxor aggr. dem 6. Brandenburg. Inf. Regt. Nr, 52, Farnmers,'Ma]or UYU dem Gardc-Schüßen-Bat., Patente ihrer * hargen verltchrn, v. estrell , Pr. Lt. vom 2. Weftfäl. Hus. Regt.
k; 111 von fernem Kommando als Insp. Offiz. und Lehrer bei der YlkgsschUlc 11 Erfurt entbunden. v. Manteuffel, Sec. Lt. vom
„“A-Drag.: egt, Nr. 7, zur Dienstl. als I11sp.Offiz. und Lehrer zur eregsschule m Erfurt kommandirt. v. Nickisch-Rosenegk, Port. Fahnr. a. D., zulcßt 1m2. (Harde-cht. 3. F., im stehenden Heere, und zwar als Port. Fahnr. 11n Schlcs. JüsRegt. Nr.38, wiederangeftellt.
Den 22. September. Schmack Pr. Lt. vom 4. Bran - Inf. Regt. Nr. 24 (GroßheLog von Mecklenb. Schwerin) und 231, mandirt als Asfiftent der omp. Chefs bei dem Kadettenhause Wahlstatt, unter Stellung 5 1a suite des Regis, als Comp. Führz bet dems. Kadettenhause, v. Buddenbrock, Pr. Lt. vom 2. Schle Gren. Regt. Nr. 11 und kommandirt als Erzieher bei Kadettenhause ' zu Wahlftntt, zur Dienstleistung der_ Compagme- Chefs bet demselben Kadettcnhause Irrese, Sec. Lt. vorn 5. Brandenb. Inf. Regt. Nr 48, ommando als Erztcher bei dem Kadettenhause zu Bensber U11 1. Oktober 01“. enthunden. Brée , Sec. Lt. vom 2. Westf. Ink? eg. Nr. 15 (Prinz Frtcdr. der Niederl.), zur Dienstl. als Er jeher bei d„ Kadettrnhause zu BenSbrrg vom 1. Oktober 01". ab, vorl ufig bis zu 1. Mar 1870 kommandrrt. „Werkenthin , bisher See-Kadett, al Fort. Fähnr. im Westf. Fus. Re t. Nr. 37 angestellt. Bei d, andwxhr. Den 21. Septem er. Böhm, Sec. Lt. von de Infanterie des ]. Batatßons „(Aurich) Ostfriefischcn LandWebr-Regj nrents Nr. 78, zur Drenstletstung in eine ctatsmäßi e Second: Lteutenants-Stclle drs Brandenburg. Train-Bats. Nr. 3 ommandirt 13. Abschredeeerlrgun en rc. Bei der Landwehr. De 17. September. Hecht, r. Lt. a. D., zuleßt beim 2. Bataillo (Bromberg) 7. Pomm._andw. Re ts. Nr. 54, Pens. nebst Aussich auf Anßellung rm Civrldrenft bewilligt. Den 21. September Krause, Pr. Lt. von der Inf. und interin1.Comp„ührer vo ]. Bat. (Tilsit) 1. Oßpr. L_andw. Regts. Nr. 1, mit Pen. nebst Aus ficht auf Versorgung rm Ctvrldienft, Thomas ]., Inf. dcs Res. Landw. Bars. Breslau Nr. 38, als Pr. Lt. mit Pens der Abschted brwrlhgt. Den 22. September. Weiß, Pr. Lt. vo der Inf. und mterrm. Comp. Fuhrer vom 2. Bat. (Goldap) 6. Ostpr Landw. Regis. Nr., 43, als „Hauptm. mit der Landw. Armee -Unif der Abschred ch1ll1gt. 11. In der Marine. Offiziere :e. ck. Ernennungen, Beförderungen 2c. De 22. Septenzber. v. Gloeden, Cochius, Boeters, Klausa Ttrprß, Vuchsel, Sack, Hellwig, v. Ditfurth, Buchholß Koch, v. ,Schuch,mann ]„ v. Raven, Geißler, Rötger v. Debschtß, Gerseler, Frhr. v. Wangenxeim, Schloepke, Sec-Kadetten, u Unter-Lreuxenants zur See be ördert. Wüsthoff, Krüger ]„ affh- Strelow, Triberg, Preuß, Büge Darmer, Knuth, v. Renßell, v. melunxen, Unter-LieutS. zur See der SeeWehr, zu L1eutenants zur See der Seewehr befördert. 13. Achhredsbewrllrgungen_2c. Den 22. September. Wer- kenthrn, See-Kadett, Behufs semes Uebertritts zur Land-Armee, aus der Marine entlassen.
Nichtamtliches.
Pxenfzen. Berlin, 29. September. Se, Majestät der Könrg find, wre das „“W- „T. V.« berichtet, estern Nach- mrttag bald nnch 3,U,hr, m Ersenach eingetro en und am Vahnhofe von «'r. Kömglrchen Hohext dem Großberzoge empfan- gen wordenn. Em zahlrerches Publtkum hatte fich ein efunden und begrußte Se.Ma1estät den König mit lauten urufen. Dns Dmer fand auf „der Wartburg statt. Auf der, Nachts 125 Uhr erfolgten Wetterreise Sr. Majestät nach Baden wur- den Allerhöchstdieselben von Sr. Königlichen Hoheit dem Groß- herzoge ZeélertexN | t d '
_ re , aj,e ä ie Königin stic vor e ern in Stuttgart der Semer, Königlichen Hoheit den? Prißzxtn Herr- m'ann vo_n Snchsen-„Wermqyab und wohnte daselbst der Tauf- fer'erltchkert ber., Brtde Kdnrginnen von Württemberg waren nut. Ihrer Maxxstat, Pathmnen der jungen Prinzessin. Ihre Majestnt, d1e Konigm, hesuchte nach der Taufe die Mitglieder der „Kö,n1gl1chen “gmrlte und speiste mit denselben bei Ihren Maxestäten dem ömge und der Königin. Von dort kehrte Ihre Majeftat nach Baden zurück.
, _ Das GefolJe Sr. Königlichen Hoheit des Kr onprinzen bet der bevorstehen en Reise nachdem Orient wird aus folgen- den Herren bestehen: (H„eneral-Maxor von Stosch, Hof-Marschakl Graf Eulenb'urg, Flugel-Adjutant Oberst-Lieutenant Graf Lehndorff , Lerbarzt, 'General-ert 131'. Wegner, Hauptmann von Iqsmund, persönlrcher Adjutant Sr. Königlichen Hoheit, Rittmeister Frerherr von Schleiniß, desgleichen.
Han nov er , 27. September. In der heuti en 4. Si ung des drrtten hannoverschen Provinziallandtags ?rfoé tx dieH Be- rathung der Geseyentwurfe wegen Abänderung und ngänzung des hannoverschen Geseßes vom 8. November 1856 über Auf- hebunß von We1derechten und wegen Abstellung der aufForsten h_aften en Verecyngungen und wegen Theilun gemeinschaft“ l1cher Forsten fur d1e, Provmz Hannover. VeJchloffen wurde, betde „Entwurfs an eme Kommission von 9 Mitgliedern zu verwerfen.
Gegen den Geseßrntwurf über die Leinwand-Leggen wur- den von mehreren Mrtglredern Bedenken erhoben. Um weitere Anhaltspunkte fur d1e Beurtheilung der Angelegenheit durch Pnrufnng ,der vorhandenen Notizen über die thatsächlicben Ver- haltmffe m den versch1edenen Theilen der Provinz herbeizu- schaffen, “beschloß man die Verweisung der Vorlage an eme Komnnsswn. Dcr Geseyentwurf über die Aufhebung der Un-
als Asfisten kommandjx
Sec. Lt. von de-
.urden geseßt: Geseßentwurf über Auf „,z Hannover bestehenden Vorkaufs-, Näher- und Retraktrcchte de ,hst Kommissionsanträgen, Aufhebung der Unterstüßungskaffe
„on seine jsche Beamten,“ das Aversum für die Kosten der Landschaft;
«cm für das Landesdirektorium,“ Kommissionswahlen.
, ags in Erwägung zu ziehen.
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xftüZungSkaffe für Waisen von Steuerbeamten in der Pro- : inz anndver wurde ohne DiSkussion angenommen. 5 Auf d1e Tagesordnung der mor enden Sißnng (1 Uhr) „*
Jebung der in der Pro- '
"r Waisen von Steuerbeamten; Pensionsreglement für stän-
cschäftsordnung für den ständischen AuSschuß,“ Geschäftsregle-
28. Srpxember. (Weftpr. Ztg.) Gestern Nach- ittag legte r. Majestät Schraubenkordette » Elisabeth « nach 111M001en, um daselbst Kohlen einzunehmen. cute Abend jfft d1e Besawtngsmannftbast, 300 Mann, für die ;- lis a [) eth « er Bahn von Kiel hier ein. Das Schiff wird auf 3 Monate 111 Aquüftnng versehen und verbleibt nach der Rückkehr von en Suez-Feierhchketten in Kiel stationirt. Die Armirung wird egen Unterbringung, der Passagiere nicht komplett erfolgen. ,der Korvetten-Kapttém Przewisinski ist zur Uebernahme des «Yes hier emgetroffen.
auenburg. Raßeburg, 28. September. Der Land- ag des Herzogthnnrs Lauenburg ist auf den 22. Oktober ein- erufen. Die wrcbttgfte Vorlage ist die neue Iustizverfaffung.
Niecklenburg. Schwerin , 28. September. Dre eute ausgegebene Nr. 77 des Regierungs-Blattes enthält „lan- eZherrliche Verordnungen 1) vom 25. d. M., betreffend d1e W emäßheit der Gewerbe-Ordnung für den Norddeutschen Bund om 21. Juni d. I. fungirenden Behörden und das Verfahren erselben; 2) vom 18. d. M., betreffend die Ertheilung von onzessionen zum Ausschenken von Branntwein und zum leinhandcl mit Branntwein und Spiritus.
Sachsen. Dresden, 28. September. Das «Dresdner ournalcc meldet: An Stelle des ehemaligen Ministers Georgi, eicher ablehnte, wurde vom Könige der Präsident des obersten erichtShofes, Or. Sickel, in die erste Kammer berufen. _
Weimar , 28. September. (Wcim. Z.) Der ruhrge ufenthalt der Großherzogin und der Prinzessinnen m einrichsau ist durch den Besuch des Erbgroßherzogs unter- rochen worden. Höchstderselbe reiste vergangenen Donnerstag, 111i111ar und Dresden berührend, dahin ab, um emrge Zett da- lbst zu Verweilen und ist den 26. d. M. dort emgetroffen.
Dieser Vesuck) verfehlt nicht, auf das Befinden der Groß-
Danzig
zogin, welches durch die Witterung der,le teren Zeit" ein enig gestört worden war, den giinstigsten Em uß guszuuben.
_ Die heute ausgegebene Nummer des Rrgternngs- lattes für das Großheronhum Sachsen-Wermar-Etsenach thält ein provisorisches eseß zur Ausfuhrnngx der Ge- erbe-Ordnung für den Norddeutschen Bund, sowre eme Aus- "hrungsverordnung zu der Gewerbe-Ordnung. _ '
Anhalt. Dessau, 28. September. Dre m1t dem heutt- n Staats-An eiger aungebene Nunrmxr der (Heseß-Samm- ng für das Zerzogthum nhalt enthalt eme Bxkanntmachung, 'eVerlegung der Herzoglichen General-Konnmsfton nach Deffau
tre end. f.fHeffen. Darmstadt , 28. September. (Fr. I.) Am
1. d. ist der GroßherzosFicY GelnerJtl-LZeutenant von P erglas ' Te ernsee in bayeri yro ge or en. Baden. Karlsruhe, 28.September. (W. T. V.) In - Abgeordnetenkammer wurden heute Seitens der Re- 'erung zahlreiche Vorlagen geznacht, darunter das Budgex, ehrere Entwürfe, betreffend Abandrrrtngen der Verfassung, d1e eue Wahlordnung, der Vertrqg nut Preußen wegen der nnlr- “rischen Freizügigkeit, die Verlangerung des Kontrngentsgeseyes . s. w. Der Abg. Lindau begrundxte hierauf fernen Antrag uf Einführung des allgemeinen Stimmrechts , Auslösung der ßigen Kammer und Vornahme von Neuwahlen. Dre Kammer schloß nach längerer Debatte, nur den ersten Punkt des An-
Oe terreich-Ungarn. Wien, 28. September. „Serne ajestäitf der Kais er wird „sich, wre d1e »Oe. C.« wirthrrlt, 111 6. und 7. Oktober in Wten befinden, um Se. Kömgltche oheit den Kronprinzen, von Preußen Zu empfqngen. e. Königliche Hoheit wird in der Hofburg _ eopoldmrschem ract _ absteigen. „
_ Der Kaiser hat den Gehennen Rath Karl Grafen Cd- onini-Cronberg von der Stelle ,des _Landes-Prasrdenten nn erzogthume Salzburg chf seine V1tte m Gnaden enthoben.
Linz, 27. September. Vom Landtage „wurde, der Ge- entwurf Über die Organe zur Entscheidung uberdre bessere ewirthschaftnng von Grundstücken m erster und zwcrter Lesung ach der Regiernngsvorlage, der Gescßentwurf, betreffend d1e W der Verurtheilung eines Landtagsnntglredes, nach dem ntrage des Vcrfaff11ngsau5schuffcs nur 34 gegen 4 Stimmen
ngenonnnen.
Laibach, 27. September. Eine dem Landtage mitge- theilte Note der Landesregierung an den Landes-Hauptmann giebt bekannt, daß die Regierung darauf bestehen müsse, daß die Landtagsprotokolle in beiden Landeswrachen verfaßt un verlesen werden müssen, da dieselben auch zur Vorlage an den Kaiser gebracht werden.
Die Landesregierung brachte die Nichtsanktionirung des Hutweiden-Vertheilungsgeseßes zur Kenntniß des Landrags.
Prag, 28. September. Die Köni in Marre von Sachsen ist heute früh von I1chl_ über » ien kommend h1cr emgetroffen und sogleich nach Prilmß abgereist. „
_ Die Kronprinzessin Karola von Sachsen wetlte durch zwei Ta e in Tepliß und rst gestern über Zmnwald nach Dreéden zurü gereift.
Belgien. Brüssel, 28. September. _Die große Revue hat gestern stattgefunden. Der Kömg begab ckck “111 Beglertung des Grafen von Flandern um 2.10 Uhr zu, den auf dem Ma- növerfelde aufgestellten Truppen und rttt d1e Fronten entlang, was eine Stunde Zeit erforderte. Gegen 11 Uhr kehrte der König mit dem Grafen von Flandern zur Stadt zurück und nahm unter dem Freiheitsbaum dem „Schloße gegenübrr Auf- stellung. Hier defilirten die Truppen rm Ge chwindschrttt vor- Über. Der Vorbeimarsch , dem die Gräfin von Flandern und die Prinzesfin Stephanie vom Balkon aus zuschZuten, dauerte bis kur nach 1 Uhr. Die Truppen begaben nch sofort nach den VaZnh-Zfen, um in ihre Garnisonen zurückzukehren.
Großbritannien und Irland. L ond on, 27. Septem- ber. Der General Philipp Harris, der Befehlshaber der Allahadad-Divifion m der bengalischen Armee , rst Ende vor. Monats an der Cholera gestorben.
Spanien. Madrid, 28. September. (W. T. V.) Wte verschiedene Zeitungen melden, hat die Regierung Nachr1cht erhalten, daß in Xeres de la Frontera und auf emrgen anderen Punkten der Halbinsel revolutionäre Bewegungen seitens der sozialistischen Partei vorbereitet werden. Dre Regterung rst zu energischem Vorgehen gegen diese Umtriebe cntschloffen und hat danach ihre Vorkehrungen getroffen. . , _
_ Die Agitationen der Republrkaner rn den Prodmzen dauern fort; 'm Andalufien werden Ru estörnngen bef11rchtet. In der Gegend von Gracia (bei Barce ona) sowre ber Man- drera (Catalonicn) haben sich starke Vanden bewaffneter Repu- blikaner gezeigt, egen welche Truppen abgesandt find.
_ Gestern 1 eme Truppensendung nach Cuba abgegangen.
Rußland und Polen. Warschau, 26. September. In vergangener Woche ist auch das UebunFJslager in Wolhy- nien nach Beendigung des vom General ozlaninoff abgehql- tenen Hauptman'o'vers geschlossen, und die Entlassung der m demselben zusammengezogenen Truppen angeordnet worden. Nach der ursprünglichen Bestimmung sollte auch dort, wre m Warschau, das Schlußmanöver unter Leitung des „Kaisers gb- gehalten werden, doch traf dort am 8. d. Mrs. d1e Nachr1cht ein, daß der Kaiser zum Manöver nicht kommen könne.
Amerika. New-York , 27. September. ( ranzöfisch-atl. Kabel.) Der Finanz-Minister Voutwell hat den „efehl Ygeben, wöchentlich bis zum 1. November für 2 Mrllronen ollars Gold zu verkaufen und 2 Million. Bonds anzukaufen,“ ebenso sollen die angeordneten zweiwöchentlichen Ankäufe von 1 Mrll. Bonds zu Gunsten des Schuldentilgungsfonds fortgeseßt werden.
_ Der neue dänische Gesandte ist am vergangenen Sonn- abend offiziell empfangen worden. „
_ Aus Hayti wird gemeldet, daß der Prasrdent Sglnnve bei einem Angriffe auf Aux Cayes ejne wahrschernlrch todtlrche Schußwunde erhalten hat und daß rhm wahrfcheml1ch Ntffage Saget in der Präsidentenwürde nachfolgen wrrd. „
_ Das Anfangs d. Mts. ftattgehabtr Gefecht, ber 2116 Turms auf Cuba ist das bedeutendste 111 dem eßt statt- findenden Kampfe ewesen. Nach der »New-York. andelsz.e dauerte der Kamp 5 Stunden. Dre Spamer unter General Valmaseda waren 4000 Mann stark und verloren 600 Todte und Verwundete, 270 Gefangene und 400 Desertrrt§._ Die 6000 Mann arken Cubaner verloren 72 Todte, 25/ Ver- wundete und *7 Vermißte. ,
Washington, 28. September. (Per atlantisches Kabel.) Bei den zwischen dem Vertreter der spamschen Regrerung und der Re ierung der Vereinigten Staaten h1erselb| gusgetausch- ten Er'rterungen ist seitens der lexzteren d1e_ Erklarung abge- geben, sie habe niemals die Abficht gehabt, rhre Vernuttelung in der cubanischen Angelegenheit f0r111e[l„anzudreten,* fie hade fich in ihrer Haltung lediglich von Grunden der Humanrtat leiten lassen.
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