'“.Stockbolm . * SO
“ t.-Petersbrg. .„* . Qch,Queenga i“, ;;th . ..
Preußische Klassenlotterie. (Ohne Gewähr.)
Bei der estern Ho eseßten iehung der, 4. Klasse 181. KönigliL preu is er Kla senlotterie fielen in der NaFmittagsziehung:
2 ewinne von 10000 „16 auf Nr. 24 965. 50114.
1 Gewinn von 5000.48 auf Nr. 146 472,
23 Gewinne von 3000 916 auf Nr. 21355. 21 793. 37 436. 46 011. 47 346. 55 718. 60959. 64229. 68029. 89 716. 103 312. 104 961. 108 635. 115 026. 117 540. 118 562. 122 633. 126 824. 145539. 151418. 157 895. 161 7511591170 971" N 18 1 15158 28 624
ewinne von 1500 „14 auf r. 7 . . .
36 866. 36903. 43 879. 44297. 50762. 52040. 61466. 69148. 70 010. 71488. 76 098. 89 241. _93 997. 107 972. 118 282. 123 974. 124 619. 124 687. 102 683. 152 895. 153 773. 159 725. 162 679. 166 698. 172 251. 173 924. 176 353. 187 228. _
30 Gewinne von 500 „46 auf Nr. 15500. 19 407. 24 954. 30160. 31988. 36854. 40429. 47177. 61809. 64993. 66 429, 72 768. 78 870. 85 381. 88 272. 93127. 96 471. 97 605. 106150. 106221. 113 402. 114 641. 126496. 18243 Y . 134 710. 140 939. 142 311. 148 920. 155 459. 1 .
Bei der heute fortgeseßtrn erhung dex 4. Maße 181. Königlich preußischer Klassenlotterie fielen m der Vor- mittagSziehung :
Gewinne von 15000 914 auf Nr. 93 053. 130 263. _ 101 531 5Gewinne von 10000 «111 auf Nr. 53 371. 97 665.
6 Gewinne von 5000.14 auf Nr. 31964. 78 529. 84225. 94 355. 120922. 142401.
30 Gewinne von 3000 „18 auf Nr, 8833. 10 461. 15130. 21924. 23 081. 26 545. 27 666. 41 688. 47 165. 52143. 53 068. 57 673. 60030. 80 032. 88 537. 99 380. 106185. 106649. 113379. 128 836. 145 711. 146157. 146654. 149 303. 158 054. 172758. 173591. 173918. 184146. 185 302.
31 Gewinne von 1500 „16. auf Nr. 6280. 10 632. 15 703. 15 971. 20849. 25 573. 37 659. 43 584. 46 019. 47 145. 47 165. 47 919. 52 209. 53 405. 62 289. 68186. 76 633. 78 412. 80242. 86 082. 104 259. 105 779. 113 564. 122202. 14Z6YZ. 149648. . 153302. 168 898. 176 697. 177 183. 1 .
54 Gewinne von 500 „16 auf Nr. 1087. 1747. 4340. 4651. 6806. 8201. 25 283. 29 530. 31289. 33079. 42 928. 50664. 53 339. 55423. 56 062. 57 434. 57 490. 62137. 62 766. 63 290. 67284. 68 445. 71578. 74131, 74619. "84 716. 87 890. 90870. 91435. 95 084. 111852. 116 912. 123 392. 123 669. 126156. 126281. 128447. 136107. 136795. 138 235. 138080. 153170. 153488. 162 310. 165 081. 166580. 172579. 177820. 182 031. 183130. 183626. 185623. 186 365. 187 209.
Maunigfaltiges.
Am 13. Januar ist, der „Dtsch. Bauzeitung' zufolge„ die Ent- scheidung über die wichtigste, für den Bau _des Reichstags- gebäudes überbaupt1in Betrackyt kommende asthettsche Frage _
WetterberiÖtvom18.Ianuar, Montag:
Morgens 8 Uhr.
.
burg. Richard Wagner
__
Tell. Stationen. Wind. Wetter. fang ?Ubr.
Meeressp.
Bar. auf0Gr.
red. in Millim Tymperatur
in 9 Ce111us
5015.= MR
11. d.
SW halb bed. | SSO bedeckt OSO bedeckt
_ Mullagbmore ? 1 SSO ZDunst 4 1 1
Aberdeen . . ,Ckristianfund Kopenbagen .
WPWNW
Heyse.
Deutsthes T Schlachten. _ Montag :
Regen Anfang bedeckt bedeckt
„“.?"YM'oskau . . . 766 Schnee
751 WSW 3 wolkig
_“ 759 SW 4 wolkig
S 760 S 2 Dunst
Hamburg . . 762 OSO 1 bedecktl) winemünde 765 SSO 5 Dunst
Neufabrwaff er 767 SW 1 Nebel
Memel . . . 768 SO 2 bedeckt
763 3 Rebel 1 Rebel 1 bedeckt 1 bedeckt 3 Rebel 2 wolkenl.')
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aranda . SO ONO N
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Tartüff.
Matinée zum
aris . . . .
ünster. . . 760 Karlsruhe . . 766 Wiesbaden . 765 Münxhen . . 766 Chemnitz . . 765 : Berlin. . . . 764 3 bedeckt . Wien . . . . 769 stillNebel Breslau. . . 768 3|Nebel “ Ile 3152111: . 766 4Nebel Tric *; . . 768 ftialNeber
1) Dunst. ') Nebel.
Uebersicht der Witterung.
Ein tiefes Minimum liegt Westlich von Schottland, auf den britischen Inseln starke südliche bis südwest- liche Winde verursachend, während über Nordost- Curopa der Luftdruck am böcksten ist. In Central- Curopa sind bei nebligem Weéxter südöstliche Winde vorherrschend geworden, unter deren Einfluß die Temperatur allenthalben gesunken ist. Nennens- wertbe Niederschläge werden nicht gemeldet.
Deutsche Stewarte
_ Theater - Anzeigen.
Jöniglbhe Schauspiele. Sonntag: Opern- (; A Raid„ haus. 10. Vorstellung. Die Hugenotten. Große 71TU'br. Operin 5 Akten von Meyerbcer. Text nach dem Yamöfischen des Scribe, überxßt von CasteUi. nz von Emtl Graeb, In cene geset vom Obec-Re isieur Teslaff. Dirigent: Kaye meister Kahl. _ nfang 7 Uhr. _, S anspielbaus. 11. Vorstellun. um 1.Ma[e ,-“ wiede vlt: Erixh Brahe. Ges icbtl ches Trauer- spiel in 5 Aufzugen von Otto Girndt. In Scene ?exleLHbt vom Direktor Dr. Otto Devrient. Anfang r.
Sonntag : D Montag : Dienstag : D
L'esKng - T Schauspiel“ in 4 Montag: spiel'in 3 Akten Dienstag: Mittwoch: Lustspiel in 3 v. Schöntban.
Wallner-T
Afrika.
Sonntag: 4. Male: 3 Akten von CH Musik von a Iulius Friyscb Jedermann,
die Stellan des mittleren, die Erscheinung des Hause! beberrsäenden KuMel- ufbaues _ endgültig getroffen worden. Wallot's ursp nglicber preis ekrönter Entwurf von 1882 zeigte einen, solchen Aufbau in Form : nes offenen, vierseitigen Baldachins mit hoher Dachhaube und Laterne über dem Hauptraum des Hauses, dem Si m;?tssaal des Reichstages. Aus mannigfachen Gründen_bat der Ar it dieses Projekt umändern müssen, man hat spater auf seinen Plan zurückkommen wol1en, derselbe ließ :ck) aber in der ehemals eplanten Form nicht mehr verw rklicben, da der Sißungssaa mittlerweile aus dem Ober- in das Haupt- gescboß verlegt worden ist. Hr. Wallot gelangte aber nach weiteren Studien zu? einer neuen eigenariigen Lösung, in welcher der niedriger, aber tiefer gehaltene Aufbau mit seiner aus Glas und Eisen, bezw. getriebenem Kupfer herzusteUenden Dachhaube unmittel- bar das Oberlicht für den Sivungssaal bildet. Seit fast 2 ngren ist nunmehr darüber berajben worden, ob der Bauplan in diesem Sinne umgestaltet werden soll, zahlreiche schriftliche und mündliche Begutachtungen sind veranstaltet und mehrfache Beratbungen der Baukommission gepflogen worden, bis diese endlich in ihrer Sitzung vom 13. d. M. einstimmig zu Gunsten der Wallot'jcben Vorschläge
sich entschieden hat.
In der .Urania' hat das neue Ausstattungsstück „Die Ge- schichte der Urwelt'. welches zu Weihnachten zum ersten Mal in Scenekging, bereits die fünfundzwanzigste Wiederholung xrlebt: der beste Beweis dafür, daß der Beifall, mit welchem schon dte General- probe aufgenommen wurde, ein durchaus berechtigter und die Hoff- nung auf durchschlagenden Erfolg eine begründete war. Stets findet sich eine ansehnliche Zahl von Zuschauern em, die„mit Intereffe'dem Vortragenden auf der Wanderfahrt durch dre abenteuerlichen Landschaften der Urwelt folgen. Auch in weiteren „Kreisen der Bevölkerung hat sich die Kunde von der besonderen Anziehungs- kraft dieser Aufführung verbreitet, so daß fick) besondere Vorsteüungen nötbia machten. Bereits in der Sonntagsfrübe wird eine Sondcr- auffübrung veranstaltet, indem zu ermäßigten Preisen _ 20 „5 fur die Person _ Arbeiter-Vereinen der Eintritt gewährt wird. Von 11 Uhr 111) wird anderen Vereinen, welche eine Sevarajvorstellung wünschen, eine solche gegen ein Eintrittsgeld von 50 „„z aebotxn. Wegen dieser besonderen Veranstaltungen wird Sonntags die Urania für das Publikum erst um 3 Uhr Nachmittags eröffnet. So findet das Unternehmen in immer weiteren Kreism Anerkennung und Benutzung. Seit ihrem Bestehen wurde die Anstalt von weit über 60000 Personen besucht; jeder Vorstellung haben durchschnittlich ca. 300 Personen brigewohnt. Bis gegen Ende vorigen Jahres wurden seit Eröffnung der .Urania' im Ganzen 187 größere, den Abend ausfüUende und_ 503 halbstündige Nachmittagsvorträge abgehalten. Die Direktton laßt sich angelegen sein, jederzeit durch Abwechslung im Repertoire dem Bildungs- bedürfniß und der Lernbegier des Publikums Rechnung zu tragen.
Das Nordland -Panorama, Wilhelmstr. 10, stand in diesen Tagen und sicht noch unter dem Zeichcn des Schulkinderbesuchs. Die Direktion des Panoramas geWäbrt nämlich Schülern in Klassen eine Eintrittsbegünstigung. In Folge dessen babrn diese Woche mehrere Tausend Schüler und Schülerinnen unter Führung von Lehrern und Lehrerinnen die interessanten Gemälde des bohkn Nordens, besonders die Darstellung der Mitternachtssonne, des Nordlichts und der Lofoteninfeln, befickptigt. Die elektrische Beleuchtung der Gemälde, eigens für die nordische Luflstimmuna farbig hergestellt, 11111, wie uns definitiv mitgetheilt wird, noch längstens diesen Monat erhalten bleiben. Die Beleuchtung ist malerisch und ganz besonders für diese Gemälde geeignet. Dieser Hinweis dürfte Vielen angenehm sein!, welche fick) noch den Genuß der Besichtigunz rechtzeitig verschaffen wo en.
Kaiserin Augusta. “be?ckndchm Rbeinanlagen in b»
eise erhalten werden ollen. Die Kosten übernimmt der n er auf seine SchatuUe. Die Stadtverordneten-Versammlun hat in ihrer jüngsten Sivung beschlossen, das Andenken der dabinge chiedenen Kaiserin durch die Errichtung eines Denkmals zu ehren.
Mühlhausen i. Tb., 16._ Januar. (Magd. Fg.) Dem Vorstand des hiesigen .VaterlandiscbenFrauen- ereinS", welcher Ende voriger Woche an Ihre Königliche Hoheit'die Großherzogin von Baden ein Beileidscbreiben und ein Blumenkissxn für das Grab der Kaiserin und Königin Augusta, der hohen Protektorin des Vereins, abgeschickt hatte, ist folgendes Telegramm zugegangen: „Für die Seitens des Vater- ländischen rauen-Vereins zu Mühlbgusen ausgesproebene' herz- liche Tbeilna me und die der tbeuren Verklarten gewidmete schöne Kranz- fpende sage Ich Meinen tiefemvfundenen Dank. Die Blumen find auf der Ruhestätte Meiner unvergeßlichen Mutter niedergelegt worden. Berlin, den 15. Januar 1890 Großherzogin von Baden.“ London, 16. Januar. (21. C.) um (Gedächtniß des vor 100 Jahren verstorbenen Pbilantbropen und efängnißreformatoren John Howard soll demselben in seiner Vaterstadt B edford eine Bronze-Statue errichtet werden Die Kosten werden auf 3000 Psd. Stekl. veranschlagt. London, 16. Januar. (A. (**-“.) Die Vorbereitungen der Eröffnung der Brüxke über den Forth durch den Prinzen von Wales am 4. Marz werden bereits getroffen. Die handels- amtlicbe Besichtigung erfolgt Anfangs Februar, die Uebergabe der Brücke an den Verkehr kann jedoch nicht vor Juni stattfinden, da die Arbeiten auf der Glenfaty-Cisenbabn nicht genügend vorgeschritten smd. Am 23. d. M. soll die erste Lokomotive nebst einem Wagen über die Brücke fahren. Der Prinz von Wales ' wird bei der Er- öffnungsfeicrlichkeit persönlich den lestcn Bolzen einschlagen.
Ant1verpen, 16. Januar. (Köln. Zkg.) Der Dampfer .Pennland' von der_xRed'Star Linie, welcher von New-York in Antjverpen eingetroffen iit, meldet, auf seiner Reise den englischen Schuner „In a n' s inken d getroffen zu haben. Die Mannschaft wurde vom „Pennland' mit großer Gefahr, bei,bobem Seegang und stürmiscbem Wejjer, getextet, mit AUSnahme eines Mannes, welcher von der See über Bord gewaschen worden war.
New-York, 16. Januar. (A. C.) Zwei Explosionen wurden gestern Verursacht durch die unterirdischen elektrischen Drähte in der 6. Avenue. _ In Hartford wurde ein Fabrik- arxteitter durcb Anfassen eines elektrischen Drahtes ge- tö e.
New-York, 16. Januar. _(R. V.) In Columbia, Süd- Carolina, wurde gestern ein Erd1toß verspürt.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Turin, 18. Januar. (W. T. B.) Prinz Amadeus, Herzog von Aosta, empfing gestern Abend im Bei- sein seiner Gemahlin, seiner Kinder, der Prinzessin Klotilde und des Heréogs von Genua auf seinen eigenen Wunsch die Sterbe akxamente. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm hat nch telegraphisch _nach dem Befinden des Prinzen erkundigt. _ DasBulletin von heute früh lautet: Nach einer sehr unruhigen Nacht smd leichte Sym'otome der Besserung erkennbar. _ Gestern Abend 81/9 Uhr er klärte das
Opernhaus. häuser und der Säugerkrieg auf der Wart- Große romantische Oper in 3 Akten von
Schauspiölbaus. Schauspiel in 5 Aufzügen von Schiller. An-
Kictoria - Theater. Zeitgemälde in 10 Bildern von Alex. MoSzkowski und Richard Nathanson,
Koblenz, 16. Januar.
Nach der . Majestät der Kaiser angeordnet, daß die von der boch1eligen
.Kobl. Zig.“ hat Se.
Konzilium der Aerzte mit ])r. Baccelli den Zustand des Prinzen noch für sehr bedenklich.
11. Vorstellung. Tann-
. Anfang 7 Uhr.
12. Vorstellung. Wilhelm
Dienstag: Opernhaus. 12.Vorstellung. Orpheus und Eurydike. Text nach dem Franzöfischen des Moline. von Emil Graeb. Anfang 7 Uhr.
Schauspielhaus. _ beit Salomo's. Schaufptel in5 Aufzügen von Paul
Oper in 3 Akten von Gluck. Ballet
13. Vorstellung. Die Weis- 7 Uhr.
heater. Sonntag: Zwischen den Der Tartüff,
Faust's Tod. Dienstag: Zwischen den Schlachten. _ Der
Mittwoch: Krieg im Frieden.
Berliner Theater. Sonntag, Mittags 12 Uhr:
Besten der vom Brande des
Deutschen Theaters in Pest betroffenen Mitglieder: Der Probepfeil, unter gütiger Mitwirkung von A nes Sorma und T eater, Adolf Klein vom Lessing- und Hans Pagay Vom Refidenz-Tbeater.
Georg Engels vom Deutschen
er Veilcheufreffer.
Hamlet.
er Veilchenfreffer.
heater. Sonntag: Die Ehre. Akten von Hermann Sudermann.
Die Krenzelkchreiber. Bauern-Lust-
von Ludw g Anzengruber.
Die Ehre.
um 1, Male: Die Gei enfee. kten von Hans Olden un Paul
heater. Sonntag: Leßte Sonntags-
Yufführung. Zum 102.Ma1e: Ultimo.
m 5 Aufzügen von (G. v. Moser. Anfang 7 Uhr. Montag: Ultimo. (Letzte Woche.)
Lustspiel
Sonntag : Stanley in
Mufik von Ballet von C. Severini. Anfang
Jriedrith - Wilhelmßädtisches Theaier.
Mit neuer Ausstattung: Zum
Der arme Jonathan. Operette in
ngo Wittmann und Julius Bauer.
rl Millscker. In Scene gesevt von
e. ?tFßent: Hr. Kapeumeister r.
Anfang Montag: Der arme Jonathan.
Restdenz-Theater. Direktion1Sigmund Lauxen- burg. Sonntag: Die arme Löwin. (1.611 110111163 111111165.) Schauspiel in 5 Akten von Emil Augier, ür Pie deutsche Bühne bearbeitet von Paul Lindau. ?In l?bcene geseßt von Sigmund Laufenburg. Anfang
r. Montag 11. folg. Tage: Die arme Löwin.
Kroll's Theater. Sonntag: Lestes Mal. Der Königögardift. Operette in 2 Akten von Arthur SuUivan. Anfang 7 Uhr.
BeUe-„Alliance-Theater. Sonntag: 14.65111- spiel der .Münchener' unter Leitung des Königl. Hofscbauspielers Hrn. Max Hofvaur. Der Herr- ottschuißer von Ammer au. Oberbayerischcs
olksstück mit Gesang und anz in 5 Akten von Ludwig Ganghofer und Hans Ncuert. Musik von F. M. Prestele. Anfang 71 Uhr.
Montag: Dieselbe Vorsteüung.
Central-Theater. Direktion: Emil Thomas.
Sonntag: Mit vcyllständig neuer Ausstattung an Kostümen, Dekorattoncn und Requisiten, zum 24. M.: Berolina. Posse mit Gesang in4Akten von Jean Kren. Mufik von G. Steffens. In Scene geMt vom Direktor Emil Thomas. Anf. 71 Uhr.
ontag: Berolina.
„Adolph Ernst-Theater. Dresdenerstraße 72.
Sonntag: Zum 145, Male: Flotte Weiber. Gesangsposse in 4 Aktxn von Leon Treptow. Couplets von Gust. Görß. Musik von Franz Roth. Anfang 7 Uhr.
Montag: Dieselbe Vorstellung. Anfang 74 Uhr.
In Vorbereitung: Der Goldfnchs. Gesangs- poffe in 4 Akten von Eduard Jacobson und Leodold Ely. Musik von Franz Roth. Couplets theilweise von Gustav Görß. Novität! Mit vollständig neuen Dekorationen von Lütkemeyer und neuen Kostümen.
Urania, Invalidenstraße 57/62, geöffnet von 12-11 Uhr. _ Sonntag: Von 1-7 Uhr: Dex neue Phouograph. Um 71Uhr: Die Ge- schichte der Ursuelt.
Montag: Dieselbe Vorstellung.
Circus Renz, Karlstraße, Sonntag: 2 große
Vyrftellungen. 4 Uhr Nachm. (1 Kind frei): Aschen- brodel, oder der gläserne Pantoffel. Großes pbant. Zaubermärcben. _ Abends 71 Uhr: Die Touristen, oder ein Sommertag am Tegernsee. Große equestr. Ortginal-Pantomiuie. _ In beiden Vortellunqen: Auftreten der vorzugl. Reitkünstlexinnen und Reit- kunstler. Reiten und Vorführen der best. dressirten Schul- und Freiheitspferde. _ Komische Inter- mezzos von 20 Clowns.
Montag: Im dunklen Erdtbeil (Einnahme von Bagamoyo).
Concert - Anzeigen.
Zing-Ikademie. Sonntag,19.Ian.: Klavier- Abend von Josef Weiß. Anfang 7x Uhr. ,
Montag, 20. Jan.: Concert von Hel. Geisler und Hel. Krüger. Anfang 711 Uhr.
Philharmonie. Montag, 20. Jan.: von Emil Göße. Anfang 7:1 Ubr.
Concert-Jßaus, Leipzigerftr. 48 (früher Bilse) Karl Meyder - Concert. Sonntag, 19. Jan.: An- fang 6 Uhr. _ Montag, 20. Jan.: Anfang 7 Uhr. Beethoven-S(hubert-Mozart-Abend.
Familien-Nachrithten.
Verlobt: Frl. Marie Ewert mit Hrn. Bestver- sobn August Herrmann (Schöneich-Bratwin). _ Srl. Minna Kramer mit Hrn. Auaust Bittelmann Warle_Dedeleben), _ Frl. U11a v. agenow mit Hrn Major Glubrech„t(Wiesbaden_ erden).
rl. Martha Grube unt Hrn. Lieutenant Karl „Hähnel (Laubnn).
V e rebe [ i cht: Hr. Oberst-Lieutenant a. D. Hermann
v. ?)jrcb mit Frl. Hedwig v. KoScielska (Kaps-
dor ), _ .Fr. Avothekenbefißer Max Siegert mit Frl. Elisa étb Neugebauer (Frankenstein i. Schl.). _ Hr. Franz Stenzel mit rl. Klara Saski (Leipzig). _ Hr. Eduard ülfing mit Frl. Wilhelmine Nacken (Barmen).
Geboren: Ein Sohn: Hrn.Wegener (Forst- baus Sophienhof). _ Hrn. Hermann Förster (MagdeburY. _ Eine Tochter: Hrn. 1)r. 111841. Ferd. Mar und (Köln). __ Hrn. Berginsvektor
reutler (Inowrazlaw). _ Hrn. ])1'. 111811. Guido Ofterdinger (Rellingen bei Pinneberg). _ Hrn.
asior Schneider (Rüßenbagen bei Schivelbein).
rn. 131“. E. WMF (Arnswalde). _ Hrn.
1chard Bretting ( erlin). _ Om. Hermann Stößel (Berlin).
Gestorben: Hr. Felix Pietsch (Berlin). "- Hr. [)r. v Seredynski (Berlin). _ Hr. Leopold Neufeld (Berlin). _ Frau Rentiere A. Bade, geb. Schulz (Berlin). _ Hr. Karl Ludwig Krebs (Berlin). _ Frau Rentiere Therese Viezens, geb. Schaaf; (Berlin). _ Frau Albertine Griebscb, geb. Triesetbau (Berlin). _ Hr. Kammerherr Hans Louis Albert von Benekendorff und von
indenburg Langenau). _ Hr. Professor Karl
prengler ( raunschwei ). _ Hr. Lehrer Bruno Schulz Ilmenau). _ rau Christiane Bußmann, geb. Kir en (Lobeda).
Redacteur: ])r. H. Klee.
Verlag der Expedition (S ck o lz).
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags- Anftalt, Berlin 81102. Wilhelmstraße Nr. 32. Sechs Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage),
und- ein Prospekt der Fahnen: Manufaktur von Franz Reinecke in Hannover,
Concert
Berlin:
Erste Vei'lage
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
M 1S-
Parlamentaristhe Nachrichtem
Schlußbericbt der geßrigen (45) Sisung des Reichs- tages. 'Erste Berathung des Gefeßentwurfs, betref- Zlefndk eine Postdampfschiffsverbindung mit Ost-
ri a.
Y_bg ])1'. Bamberger fortfahrend: Außer der Deutschen Kolomalgeseüschaft gt fich nur noch die Hamburger Handels- kammer für diese mie geregt, und die Gründe derselben kommen nur Wie eine bekannte Stimme vor. Noch 1887 erklärte _d1_e Hamburger Handelskammer eine ostafrika- msche Linie mit guten Gründen für eine Verschwen- dung." Nun sollen sich in zwei Jahren die Aussichten so verandert haben! Der einzige greifbare Grund der Ham- burger Handelskammer besteht darin, daß sie mit dürren Worten agi; Inzwischen hat sich der Reichskanzler von seiner frühcrßn Anficht, daß wir nur Schußgebiete . den sollen, zur eigentltchen Kolonialvolilik bekehrt, zu Kol n nach französi- sch1m Muster mit ständigen Vesaßungen, und sei1dem das Reich dieje Kosten übernimmt und sie nicht den Privat- qnternehmungen zur Last fallen, sind wir für diese Subven- tions11111e. Jm Uebrigen wird das übliche Zukunftsbild in erkdmmltcher, stereolyper Form entworfen. In den
otwen 1131211 eine Anmerkung die ngptrolie. Ur- sprünglich hieß es, die britisch = i11di1che und die portugiesische Linie genügten für den Verkehr nicht;
das war bereits gedruckt, als statt der unvoÜkommenen bri-.
tis_ch-indischen Verbindung eine direkte Verbindung nach Ost- Asrika und auch eine weitergehende portugiesische Linie ein- erichtet wurden. Ein gewandter Begründer kommt aber nicht 111 Verlegenheit; er macht eine Anmerkung und sagt: da sind so fchöne andere Verbindungen, also müssen wir auch eine haben,! Oft-Asrika ist noch keineswegs so pazifizirt, daß man auf eine neue Aera rechnen kann. Seit zwei oder drei Mo- naten weiß man nicht einmal, ob der unglückliche Peters, der nur ein paar Hundert Kilometer von der Kiisir ist, lebendig oder todt ist. Ich wil] hoffen, daß er lebt, aber wir wissen ex, nicht. Und auf ein solches Hinterland will man die Entfaltung des deutsch_en Handels und dcr deutschen Industrie mit hohen Kosten basiren! Der ganze Handel dahin besteht aus lauter Lumpereien; der berühmte Hamburger Export dorthin beträgt nach dem fünfjährigen Durchschnitt alljährlich eine einzige Schiffsladung. Wie sollen also daraus mit einem Male 13 Schiffsladungen entstehen können. Der Herr Schaßsekretär Lat uns vorgerechnet, daß wir nach Afrika doppelt so viel in1chicke11, als wir zurückbekommen. Gingen noch ein paar Schiffe mehr unter, wiirden wir noch wrniger zurück: bekommen. Was wir hinausschicken, dient zumeist der Ost- afrikanischen Geseüschast allein. Jeßt hat besonders die Aus- fuhr an Waffen, Schießpulver und Branntwein zuge- nommen. Was es sonst mit den Ausfuhrziffern für eine Bewandtniß hat, wie sie entstanden sind, kann ich nicht untersuchen. Vielleicht hat einer der Herren Regierungs- vextreter nachher die Güte, den interrssanten Punkt aufzuklären, daß in der sta1istischen Zusammenstellung über die Ausfuhr von Hamburg und Bremen nach Ost-Afrika für 1884 der Werth der Menge von 1320 Doppelcentnern, „andere Industrie: artikel“ mit 31/2 Millionen, für 1888 der Werth eineH fast gleichen Quantums _ 1313 Doppelcsntner _ mit rund 1100000 „114, also nur ein Drittel der ersteren Summe, an- gegeben ist. Ick) kann mir kein Bild davon machen, wie diese Entwerihung entstanden ist. Ein weiterer Grund für die Einrichtung der eigenen Linie 1011 in der Erleichterung der Einfuhr liegen. An sich ist ja die Einfuhr vom Stand- punkt der Schußzoüpolitik vom Uebel; wenn es aber nicht anders geht, ruft man auch sie zu Hülfe. In erster Linie werden unter den Einfuhrartikelu Gewürznelken,Nelkenstengel und Elfenbein aufgeführt. Was an Nelken über England nach Hamburg kom1nt,beträgt 370 000914, das Elfenbein 21/2 Millionen. Sind das Summen, um derentwillen man den Versuch m_achen muß, einen neuen Centralmarkt für diese Artikel zu schaffen? Ebenso wenig wie die hoüändischen Kaffee: und Zinnauktionen, wird man die englischen Elfenbeinanktionen besritigen. Trotz der snbventionirten Linie nach Australien hat 1ich der Wollmarkt mcht nach Hamburg herüberaezogen; 1160000 Ballen smd pack) Großbritannien, nur 9500 nach Hamburg gegangen. Es ist vom grünen Tisch gesprochen, wenn man sagt, der Markt kann durch neue Dampfersubventionen beliebig von einem Punkte auf andere dirigirt werden; das sind Chimären. Kommen denn nun etwa die Passagiere in Betracht? Nach Australien haben wir wenigstens noch die englischen Auswanderer; wen haben wir aber nach Ost-Afrika außer den Abgesandxen der Compagnien und des Reichs? Der Postverkehr betragt 30000 Stück, das ist doch herzlich unbedentend; 1_väre er aber bxdeutender, wie kann man dann Schiffe in Aussth nehmen, die nur 101/2 Meilen in der Stunde machen? 11 linsercxm Post-Etat findet sich StoffP enug, diese 900000 „16 ]ahrlich nüßlicher als für diese otdampfer zu , verwenden. Der eigentliche Grund für die Sache kommt mdeß zulrßt; hier kommt zuerst der Vorwand der Handels: und Postyervmdungen, hinterher heißt es aber: Wir brauchendoch eigentlich noch etwas Wind in unsere Segel für die ostafrtkamsche Expedttion! Aber auch von diesem Standpunkt aus wäre die Sache anders zu arrangiren. Geseßt die Kriegführun dauert noch zehn Jahre _ es ist das gar nicht auSgeschlq en, dem) Fra11kreich hat in Algier 40 Jahre gekämpft, und der vieigefährlichere Gegner in Ost-Asrika, das Klima,ist überhaupt mcht todtzufchlagxn _, dann ist es doch besser, die geforderte Summe 9113 Kredir für SchiffsverbindUUJen, wenn man sie hraucht, im Etat emzu- stellen. Was hi ft es dem Major Wissmann, xvenn alle mer Wochen ein Dampfer kommt? Oder gebenUSie die Summe drr Ostafrikanis en Geseuschaxt als Unterstutzung, anch das sie e ich dem swafferwer en des Geldes vor. Die Kom- mi sion wird an zu erwägen haben, daß das vdrliegende Projekt selbst überzeu ten Freunden der Kolonial olitik unan- nehmbar erscheint. BZie schon 1885, hahen nu n den lthen Tagen sich Stimmen er oben, die eineZwei ltnie den-Zanztbar vertheidi en, so die „ reuzzeitung“ und, er „Export“. Danach sollen an ere oslafiatischen und australischen, Dampfer Aden anlaufen und dort umschlagen. Die angeblichen Beschwerden
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Berlin, Sonnabend, den 18. Januar
wegen des Umschlages in Aden sind nicht stichhaltig. Unsere Schiffeniach China müssen auch in Hongkong umschlagen; die franzosische L""? MarseÄe-Auftralien trifft Mit drei Schiffen in Port Victoria auf den Seychellen zusammen, um dort anren qu8zutauschem Die jeßige Linie Brindisi_Port _Sa'id hat sich als gänzlich unfruchtbar erwiesen. Selbst Die: jenigen unter uns, die die Vorlage nicht purs ablehnen woÜen, weil dem gußen deutschen Patrioten Ost:Afrika 1111er AUes geht, wollen diese AbänderungSvorschläge genau geprüft wissen; ich werde 111118 61: 3111151191181 auch gegen die Nebenlinie ftznimen, weil ick) „auch 116 für überflüssig halte, und ich fürchte nicht,_daß man mir bei dxn Wahlrn vorhalten wird, ich hätte Deutjchland solchergestalt m Ost-Asrika schußlos gelassen.
Staatssekretär Dr. von Stephan:
M'eine Herren! Wir hören gewiß 21112 gern dem Herrn Vorredner zu, weil seine lieberzeugungrn meistens auf gewissenhaften Studien hernhen, und weil _er sie in einladender, oft, wie ich gern anerkennr, sem- gcwürzter Wei1e voxzubringen versieht. Ick) stehe ihm ja in dcr Gave, die Sache interenant darzustelien. bei Weitem nach, aber ich glaixbe, in diesem Falle _ beute _ wenigftkns, in der Richtigkeit bin ich ihm üker und ick) werde mir den Bemeis dafür zu e1b1ingen exlaubcn durch einige tbatiächlicbe Bemerkungen, die 1117 zu seinen An- fuhrungen zunächst zu machen habe.
_ Er hat zunächst von der Ursache der Vcrzögezurg der Vorlage gsxprocbcn und bat gemcint, wenn ich ihn rccht vei1tanden habe, man ware vielleicht in den verbündeten Reaieruxxgsn der 'Ynficht gerresen, daß, Wenn der jeßt versammelte 9121117611111 diese Vorlage nickyt l'e- 111111111111 würde, es sehr viel größeren Schwierigkeiten unterworfen sein dürfte, die (Genehmigung des nächsten Reichstages dafür zu erlangcn. Ich kann die Verfich1rung abgeben, m. H., daß 181che oder ähnlich: Erwägungxn einer _ parlamrntarischcn Taktik, 111111 ich mal sayen, d'en verbündeten Regierungen vöUig fern gelegen babkn. Sie haben fick) einzig und a11_cin in dieser Vorlage, wie in allen, leiten lassen von der gewimenbasten Erwägung der wirklich vorliegenden Intrreffen dcs Vaterlandcs. Wenn diese Vorlage vielleicht nicht so 111111111 an den Reichstag gelangt ist, wie es Von den einzelnen Herrc-n erwartet worden ist _ den geehrten Hrn. Abg. Bamberger nehme ich (1118, ich glaube nicht, daf: er diese Vorlage mit Ungeduld erwartet hat _ so liegt das lediglich in dem (Hesclxäfjsgang. Ich erinnere nur daran, daß ja auch die Weihnachtsferien dazwischen gxlegen find, in Welcher Zeit ja der Reichstag drci Wochen nicht vcrtammelt War.
Sodann cinezwcite Thatsache, die ich mir zu berichtigen erlauben möchte. Der geehrte Herr Vorredner bat erwähnt, daß Samoa ja cigéntlich der ganze Ausgangspunkt dieskr interozcanischen Untrr- nehmungen, der Postdampfcrlinien 11. 1.11). gewesen sei. Nein, ver- ehrter Herr Abgeordneter, das ist 1111116111116) kin Irrtdum. Sie können von dem näheren Zusammenhange der Dinge allerdings nicht so unterrichtet sein, wie ick) es bin, Wodurch fick) das erk1är1. Die erste Vorlage für die Bsgründung der 1311113811 Post- dampserlinie nach Osi-Asicn und Australien ist von 11111" «1189211111151. Ick) habe fie im Frühjahr 1882 abgefaßt, dem Herrn Viciä1€ka11zler, der damals in Kisfingen weilte, im Monat August hingrscixickt und erhielt nach 3 Tagen bereits das volle Einderständniß in disser 911115111 Vquage. Es war darin von Samoa mit kéiner Silbe die Rede. das i_st erst lange hinterher Hineingekommen, 11118 es sich wirklich um die („*-njwickelung der Samoaischcn Vcrbältnime handelte. Das ist diese Thatsache. _
Was sodann, um Hier in dic1er Diskusfion mit Samoa gleich aufzuräumen, die Verhandlungen mit dem Lloyd betrifft, über welche der geehrte Herr Abgeordnete Auskunft zu baden wün1cht bezüglich Samoa und Korea, so schweben diese Angelegenheiten, 66 13.11 ein Abschluß derselben noch nicht stattgefunden. (Zs Werden in nächstcr Zeit Voraussichtlich mit dem Bremer Lloyd umfanende Verhandlimgen eingeleitet werden behufs Verdoppelung der bisherigen ostasiatischen und australischen Linien, die fick) nach jeder Richtung bin, ganz cntgegengeseht den Voraussanungen, die damals hier bei der Einbringung der ersten Vor- lage in gleicher Wcise wie heute gemacht wurden, cianz angczeickynet bewährt haben. Ich kann da1i'1der eine englische Stimme anführen, nicht eine drutscbe, aus der Zeitschrift „1211101161111 119.11“, die diese a11an1ische Frage bebandelt._ Da h_eißtrö wörtlich:
Der Erfolg der deutkchenO11-Asrikalinie ist nabezupdänomcnal gewesen; denn, gegründet vor etwas weniger als drei Jahren, steht heute die Populgrität dirser Linie in Bezug auf Schnelligkeit und Komfort im Osten ebemo bock), als diejenige der älteren und größeren Linie nach Ncw-York im Westen. _
Es ist dann ferner noch in eincr Denkschrift des Bremer Lloyd selber ausgeführt, daß beide Hauptlinien sich bisher für die Entwickelung dcs deutschen Fandels und die Befestigung des deutschen Ansehens unzweifelhaft in obem Grade förderlich er- wiesen haben _ ganz das Gegentheil von dem, was hier immer ge- sagt Wurde. Sie haben dahin geführt, daß unsere Industrie fich mehr fü_r dcn ausländischen Verkehr nach Australien und Ost-Afien unab- hangig zu machen beginnt und direkte Handelsbeziebungen anknüpft. Die vielfache Beschäftigung, welche die deutsche Indizstrie und ihre Technikrr in Japan finden, die Gründung der deutschen Bank in Shanghai, das Bestreben des deutschen Gewerbes, in Australicn eine Bank zu eröffnen, sowie die steigenden Verkehrsziffern in Beziehung 313 diesen Ländern sind unwiderlegliche Beweise dafür, in_welchcr Art die fchneUe Beförderung der Post auf den dcujfchen Linien der ge- sammten Handelsentwicklung zu Gute kommt. Das findet auch außer- Halb der deutschen Intereffen kreise die lebhaftcste Anerkennung.
_ Und nun eine fernere Klage auch aus einer englischen Quelle, Ziautjltich. aus dem Bericht des Indischen Handelsamts, die dahin an e :
Die frühere tbatsäcbliche AÜeinberrscbaft des englischen Handels auf dem indischen Markt ist in den letzten Jahren einer stetigen, starken Konkurrenz anderer Länder gewichen, baupi1äch1ich kommen in Betracht Deutschland, Belgien, Oesterreich. Der deutsche Import nach Indien, der vorzugsweise Wollsioffe umfaßt, ist in den letzten Jahren um volle 164 % gestiegen. „
' In England ist man diesen Wahrnehmungen nichts weniger als ltzbsam gefolgt und wirft sogar die Frage auf, ob der engli1cheHandel nicht von dem gänlzlichen Verlust des indischen Absaßmaxktes bedroht werde, eme zweifel os sebr überflüssige Sorge, die aber gleichwohl zeigt, wxlches lebhafte Intereße man dort der Konjunktur des Weltmarkles widmet. Auf die Er tarkuug der deutschen andelspofitionen im fernen Osten _ außer Indien kommen auch hina und Iapgn in BUMM _ übt zweifellos die Errichtung und der Betrieb eigener deutscher Postdampferlinien einen bestimmten Einfluß aus.
, Das find alles Stimmen, die von England ausgegangen nd, nicht von uns. Es werden also mit dem Lloyd in einiger Zeit er- bandlunkun darüber stattfinden, ob diese Linien verdoppelt werden, und es st ja natürlich, daß bei der Gelegenheit auch die Angelegen- betten von Sqmoa und Korea ihre Erledigung finden werden.
Endlich eme tbatsäckxlicbe Berichtigung Yaenüber dnr Anfübrung des Herrn Abgeordneten in Bezug auf die teuung der Hamburger
ndelskammer zu der Vorlage. der Einrichtun einer direkten ampferlinie mit Ost-Afrika. Es ist richtig, da die Hamburger andelskammer cb früher gegen diese Linie auögesprocben hat; und wes- alb? _ ich ha e den ericbt hier vor mir liegen _ aus dem Grunde weil damals 111: Verhaltnisse in Afrika zu unsicher waren, -116
1890.
komme gleich darauf _ anders wie fie Heute lie cn; 12 nur e- sagt: vorläußg und bis die kolonialsn 11njer§ebx„us,chatjn jetIen Gegenden Mitch For1schritte gemacht haben, und fie but dabei unter (111111 Umständen schon daumls bervorgckohrn, das; nur eine direkte Linie von Hamburg aus _ also nicht 21:11 311111111111 von Afrika aus _ ich komme auf dkn Punkt auch noch 171111")er _ 111 Frage kommen könnte. Was nun endlich das zucht von dem acckrken H(crn Vg:- rxdnxr a-geiübkte Citat aus dkm .Export“ (1111111111111, 19 js: auch das rightig: dirie Anfübrungcn haben das (5:1,1entbümlick): da:"; deren eine Halfte. immer r_ichtig ist, dis zweite Hälfte aber 11111 111211 1112- drpvelt so fal1ch, sodaß man also sagen kann: „])-3511111 111 111588111 111111121' 1011110311 8111181110.“
Also in drm .Export“ _ ich babe das Blatt (1111) “dier _ hat ein Artikel gestanden, der, disse Linie bekämpft; 111121 111 der nächsten Nummer kommt ein Artikkl, der “sagt: Wir 13.111211 das gs-"ckzxjehen, wie wir die Regierungédorlage noch gar 1111111 kannten, _ „7179 nach dem bekanntrn Schrma: „Ick Lenne dir 211111111 dsr 111-“1112191111 nicbt, abar ich mißbilline fi?!" "_ Und ij1 1111111111, 111 11171 anderen Artikel, eine volle Anrrkennung der Linie, 1116111111 der Ver- fasser des Artikels Ksnntniß davon «1110111111211 17.11, das; die Linie sieh nicht auf Zanzädnr beschränken 1011. _ 11111 das ist auch ein Mangel, auf den ich nachher 1591111113 1115 zurückkommen w-zrdr, daß drr Herr V1rredn€r [1dig11ch Zanzibar "1111 111131 gehabt hat, nicht aber die Ausdehnung dsr Linic auf die „111311111111111-“nvläße. und darauf [*LZVJM fich seine geringßn Z1111111. 11111 1.1 _Export“ sagt in einer andcrén Nummcr_und zwar ist das :1111 111.121111mmer aus dem vorigen Jahre _ 1116111111):
_ _ _ u111riderleg1ich dargetban. das; es mit 11111ch3111vtung d_er d0111117n Kolonie drm Rcichc Ernst sei, und, 111-17:1 1118 der Fail 111, so ist eine dirkkte deutsch.“, etwa 1110111111111) 11:“111.11f.1bre11de Damdfcrlinie dahin die crstcBedingung einrr gxdcili-Ösn Entwicke- lung der 111111311] Angrisgenbeit.
Das hat dcrxclbe „Export' gcscerisdcn, den S1: 11111111 citirtcn.
Zunächst mus; 111) nun noch etwas erwäkncn. Tcr gkrbrte Herr ngcordnete schloß ja damit, das; der eigex111ich1 119111 der Vorlage in dem Schluß dorfelbcn sei, nämliÖ, daf; 1.11 „115111111117131itik ge- fördert werden sOÜL, und es ist ihm das Offenbar 1121 Unangenehmste (111 der Sache, und der Schluß seiner 9111." «streckte sick) ja darauf. Das lateinische Wori: „111 0111-13 761161111111“ fand auch hierauf Anwendung. Ick) kann darauf sagen, daß im Jahre 1882, als der ersts Plan 111511 Dampfer- linie errbcitrt Wurde, don Kolonin1politik 11111111 13111115: Art gar- nicht die Rede war. _Die Herrkn, die an dar 1111111161111 Brrathung in der Postdamrfer-Kommisüon von 1884 117111111111111 werdkn fich erinnern, daß eine Linie nach Afrika vorgescben 1111, _ allerdings, wie der Dr. ])1“. Bambe1grr richtig gesagt hat, z1111ä=1111 1.15“. Wcst-Afrika. _- Diese Linie sollte aber von West-Afrika 11121111 11151111 werden nach dmn Kap der ©11th Hoffnung und von da 11.11) Oktan herum über Delagoabay und Mozambique nacb Zanzibar. 681111111 der urspriing- lichen Vorlage _ das kann ich Ihnrn aucb 11rch 1*srrntben _ sogar eine Zweiglinie ron Aden nacb Zanzibgr 1311111115 in Aussicht genom- men. Heute haben sich die Verhältniße 9111111111 _ ich komme auch 1111 darauf _: da ist inzwiscbén Von Weit-Wril; _ Dank der vor- trc „lichen Leitung, deren fich der dortige Handclx-rcrksbr und die Fak- toreien erfrem'n _ cht eine sehr bedeutende ("11111111ck11ung eingetreten. Diese Unternehmungen brauchen (11111111111111115 die Unter- stützung cincr Dampferlinic nicht. Ick) 1.111 mich neulich in Hamburg selbst aus dkn Export- und JMVITTUÜM Überzeugt, daß es sich in der That um eine ganz ungewöhnliM Entwickelung 111 den [8131811 5 Jahren aus klrincn Anfängen 111111115 [*andklt. Wir haben (1110 auf disse Linie verzichtet; es ist aher 113111 neblteben eben eine Lücke in den Verbindungen nach Ost-Afrika und, wie gesagt, ste sol] jetzt auSgefüllt werden. _ ,
Nun hat der Herr Abgeorknete 1111111111 11111111, indem er tmck) eincn Angrnblick unterbrach _ was 111) 111111711115 nich1etwa übxl- nehme, ich freue mich darüber, Weil es 11111 ©11§g2nheit giebt, es hier zu besprechen _, er hat gesagt, j: die 3111111111 1111d jest noch unsicher. Ia, meine Herren, bcdeu111 es denn gar 11111115, was der Herr Reichs- 10mmiffar erreicht bai? Ick glaube, W, 1111 ganzen Lande grdße Frrnde darüber her11cht, was erreicht 111, “11." Förderung der Gimli- sationsbcstrebungen, die Beruhigung kcharawanenstraßen, der Schutz des Handels; daß die rebellischen Häurtlingc zUm Tbe1l Verntcbket smd.
zum Theil kommen und um Gnade bettcln,d.11“: cin: Expedition untermegszxj * "
ist 11.111) Usambara unter Führung dcr Lieutenants „Schmidt.,und Ehlers; daß dcr Vertrag mit dem Sulxan ron Zanzibar in diesen Tagen mit der Ostafrikanischen 0521111111111 _crneyert ist, wonach sie die Vrrwaltung aller 36111: überni1n1111; 1113 eme Wrederherstellung der wirthichastlickyen Organisation 1111 1111111111 Lange s1ch befindet. SoUen aUe diese Sachen unterschäxxt werden".? „&'-ollen wir Al1es das drn Engländern und Portugiesen 1111111111111? Die sehen deutlich aus den 111111111111 Vorfomnmiffrn 111111111111 quxwgal ynd England, daß die Sache außerordentlich wichtig 111111 1121211 beiden Landern auf- gefaßt wird. Soll Deutschland 111111111 _zitruckstehen? Und Wenn die Kolonialpolitik in dieser W101 11€10kdckt Wird, Mik Auf- opferung von Blut und Leben 111111119 Landsleute, _zum -T[„1e11 für kulturelle Zwecke, die auf allgemein 1111111ch11che Beweggrunde zuruck- fiihren, WiS dieAufbebung dcr Sklarcrct, 1011en nnr da eine'Damvfer- linie zurückrveisen, die Gelegenhkit 111111, *dortbm Munition, Vor- rätbe, Lebensbedürfniffe, Ablösung 111 Mannschaften, Waffen und was fie sonst brauchen, zu bringc11'1, Ick) halte das gerade fur sehr wichtig, daß zu diesem Zwecke __ 1611 „darf das yffen aussprechen _ eine Dampferlinie eingerichtet Mrd; mchk zu _d1esem Zwecke (1119111, aber ich glaubc, dafs; man 18 mit Müden begrußeu wird, daß diese Bestrebungen unter 111131 wcrdkn und unsere Landsleuxe nichtaaein gelassen wkrden. b d t d Z [
Nun hat der geehrte Hcrr A gcor ne : ie . weiginße von Aden nnch Zanzibar erwähnt. Ja, das „ist richtig, die_Sqche; ist anch berei1s früher e1wähnt worden, 111.111 konnte eine Linie einrichten tm Anschluß an die Dampfer, 11.- 11.1111 Asten geben, dn», großen Post- dampfer des Norddeutschen Lloyd. Es lsk Mik auch mcht ynbekannt, daß in einzelnen, zum Theil bcdeutenden Organen der „Berliner"PresJe damals wiederholt längere Artikel gestanden _hahen, die' hterfur_pla- dirten. Sie schienen allerdings ron sachverstandtger Seite geschnebén zu sein, ich glaube auch nicbtauxderfalscben Fährtezu sem, wxnn 1111 ver- muthe, von wem sie verfaßt 11111. Ichkann nur, das sagen, diese Artikel trafen den Kern der Sache sehr wrnig und Waren im Ganzen s o langweilig, da , wenn die Blätter, die ricxexAxtikel gebracht haben, dann! fort- fa ren, fie wahrscheinlich den Krets ibrer Abonnenten sich „erheblich verringern sehen werden. Was thut England _und Portugal im gegen- wärtigen Augenblick? Sic 11117111 ihre Zwetglinzen nach Zanzibar auf und richten direkte Linien ein. Von England tft es schon langere Zeit im Werk, es ist die Zw1ialinie Aden_Bog1bay, aufgegeben, und eine direkte Linie durch den Suezkannl nacb Zanzibar eingerrcbtet worden. Ferner ist die p01tuglkfische Linie, welche der Herr Vorredner
w' t at, um das Kap herum verlängert worden. Ebensoxi __du, Lie ??xnzxfiscben Meffagerie Maritimes die direkte Linie von T
d d S k l nach Zanzibar eingerichtet worden, ganz dassel .'ÉÜ“ urch en uezana Auch diese Linie-ifKFJ-Q»
was wir für Hamburg maehen wollen.
ventionirt und ebenso die englische Linie. Von rankreicb ist,-
Subvention genau bekannt, fie beträgt über 1 illion Fra'nés. ZZZ:
fische Linie zurückzulegen Dat, “ weil die Fraanen dort das eemeilen. Die
Entfernung, die die frqnzö Mada askar und Rßumon, Intere e ibrer Kolonien haben, beträgt 6571
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