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M' MWW “' „S&Mwßit verKäiserunb önig Jen den]. agelin dieStaydqrte ein, den 2. Ihre Majestät ie Kaiserin und Kcimgin, den Z., 4., 5., 6. und 7. Se. Majestät fiir Allerhécbstdero Söhne. Hieran findet die kirchliche zeier zur Weihe 13er Standarte dur den Jeldprobst der nnee 1). Rxchter nn Marmorsaale stalt. er Feier soll» ferner bctwohneq: das Offiziercorps des Regiments der Gardes du Corps,_ die Generaluät bezw. die in Generalssieüungen befindlichen Obersten der _Garnisonen Berlin, Potsdam und Spanoay, Y_wie die iibrigen Offizier:Corps der Garnison Potsdam. Die „ ilitär=Vevollmächtigten bezw. Attachés sämmtlicher S_taaten find Y di!e_s_er Feier eingeladen. Nach Beendigung der Feier nehmen
e. aje tät die Parade über das Regiment der Gardes d_u Corps ab, welches sich zu diesem Zweck im Lustggrten Mit der FWUF nach dem Schlosse aufgesteut hat. Beim Nahen Sk- „Majestät, sowie beim Anmarsch der neuen Standarte saluttrt das Regiment. Der Re imentS-Comman_deur dankt im Namen des Regiments ür die Verleihung der Standart? und bringt ein dreimali es Hurrah, auf SS- Ma1estät aus. Hierauf formirt ich das Negnnent zum Parqdemarfch im Schritt in EMadrosz-Fronten. Anzug zu dieser eier: Parade:Anzug mit Ordensbaiidern und angezogenem Pa etot (Schärpe dariiber). Das Rxgiment der GUNS du Corps ohne Mäntel bezw. Paletot _mtt schwarzen Kurassen. Bei ungünstiger Witterung findet die Parxede zu Fuß und die Standarten-Uebergabe im „Langen Stall“ statt.
_ _ Der Kommunal-Landtag der Kurmark h_ielt 191139 3- PWMrversammlung am 21. Januar. Es [agen ihm zwolf „Gutachten des 1. und 23 des 11. Ausschusses vor- Auf dre Gutachten des ersteren be chloß der Landtag u. a. eme_ Aenderung des bestehenden Land-z euersozietäts-Reglements dahm, daß fdrtan die Kreis:Feuersozietäts-Direktoren lind deren St_eüvertrewr nicht _auNchließlich aus der Zahl d_er R1tter_gut§« be_stßer, sondern aus der Gruppe der Großgrundbesißex zu wahlen fe1e0,_ und erklärte das Mandat seiner Kommisston Vehufs NLVlsWU der Mbi-liarversicherungs-Bedingungen fiir erl_o_schen, nahm quel) von den mit Erfolg stattgefundenen Taxremsiotien Kenntmß. Von vier vorliegenden Rekurseiz konnte zweien stattgxgeben werdm, wogegen einer abgewie1en wurixe 11110 der vierte zu weiteven Ermittelungen an die Generaldirektion der Lan_d-Feuerfozietät zurückging. _ An einLn hochbetagten, um die Sozietät verdienten _ Sachverständigen wurds eine außerordentliche Unterstüßung bewiÜigt. _ Von (W Gésuchen um Bewiuigung von Veihülfen _zu_r Ve- ichaffung von Feuerlöschgeräihen wurden zwei betmlLtgt und FWU abgelehnt, Baßründet müffen diese Gesuche werden durch den Nachweis der Bedürfti keit der Gsmeinden und Liner iiber- wiegenden Versicherung ei der Soziotäi. _ Der 11. _Aus: schuß berichtete über den Stand des ständischen DisPOsttwns: fonds der Kurmärkischen Hülfskasse und im Uebrigen iiber Untersiüßungßgesuäx; milder Stiftungen und wohlthätiger Vereine, welche an die Ueberschüffe dieses Fonds Anspruch machten. Nach den-.vocha11denen Mitteln konnte sechSzehn Gesuchen stattgegeben: wxrden, während fiinf Gesuche abge- wiesen wurden. Auch „hier gehört zur Begründung der Nach: weis der Bedürfxtgkoit und einer der Kurmark zu Gute kom- menden wohlthätige'n Wirksamkeit.
_ Der General. der_ ufanterie von Oppeln:Broni= kowski, Gouverxteurxvon- LY, ist nach Abstattung-per-sön- licher Meldungen in ;soéne-Gavnison zurückgekehrt.
_ Dem Regierzm ,:AsseZor ])r. _)"111". Kricheld orf f zu Marienwerder ist_ die „mini arische Verwaltung des Land- rathSamts im Kreise NOF, im Regierungsbezirk Hildesheim, übertragen worden_. Dex _egierungsMsseffor Böttger, zur Zeit in Osirowo, ist der Königlichen Regierung zu Bromberg zur weiteren dienstlichen Verwendung überwiesen worden. Die Regierun s-Referendare ppnBorn aus WieHbaden, ])r. Fur. von Be ow aus Stettin„Frick aus Danzig, Melior aus Kassel, ])1'. Fur. Nang aus'Köln und Dieß aus Bromberg Yben am 18. d. M. dwzmÜe Staat-Zpriifung für den höheren erwaltungsdienst beßanden.
_ In der Zweiten Beilage zum „Reichs: u_nd Staats- Anzeiger“ wird eine Zusammen "teilung der BetriebSergeb- nisse der Nübenzuckerfabriken, Zuckerraffinerien und Melasse - EntzuckerungSanitalien des deutschen Zollaebiets im Monat Dezember, bezw. M der Zeit vom 1. August 1889 bis 31. Dezember 1889 veröffentlicht.
_ Der heutigen Nummer [1 gt _qu Sachx'egister des „Deutschen Reichs-Anzeigers und“ ök-lgltch Preußischen Staats- Anzeigers“ für 1889 bei.
Bayern. München, 22.-Januar. Die „Allg. Ztg.“ widmet dem verstorbene_n ertherrn Georg Arbogast von und zu Franckenstein emenNekrolog, in welchem siesagt:
In dem Freiherrn von Franckensiein verlZert da_s engere und weitere Vaterland einen feinexvornßxmsten Burgkr, 7171er Edelmann von trefflichen Eigenschaften deZGeist und Herzens, der durchdnzqgcn war von tiefer, christlicher Gesmnung "Vd von mariner, werkthatiger Vaterlandsliebe. 'An der Svißie der“ Centrumsfrakiton Bayern?; und des Deutschen Reichsxßgxs ske eqd, w r dxr nun Enxschlafene _dsr persönliche ideale Träger jener ver öbnltcben, gemaßtgien Ruh- tung innerhalb der katholisch - klerikale!) Partei, wxlck-e neben unentwegter Treue und Eraebenbett fur die Kirche dennoch einer hohen staatsmännifcben_Auffqffung Her Pfirchten und Rück, ten „gegen den Staat und die burgerltche Gexellschaft x_ugxtban ist. &“ der Führung und Vertretung die er emsichttgsn, patrionschxn Richtung hat der Verstorbene dem deut chen_ Lande i_md Vo_lke_ m rnehr als einer Angelegenheit bockpscbäybare Drenste gelerstxt. dre ihm die Anerkennung der Monarchen, der ..am Steuer dis Reiches staben- den Staatßmänner wie der Volköv'er'trexynokp “!?!"mb haben. Das bayerische Königshaus bewies dem ' ränkxscbcn Freiherrn, dem uiiter den Standesgenoffen neidlvs ein hervorragender Rana _ ,_ae,-äxxxzrt wurde, vertrauensvoll "entgegenkommende Huld und
nékgimg: scit einer Reihe von Jahren war ihm das auszeickynende
! des Exsten Präsidenten der Kammer .der Reichsräthe überjrggen, auch war ihm die Würde des Großkamlers. ,de_s_bavenscheu Ritter- Ordens vvm_beiligen Georg verlieben. Selhst diejenigen,_we1che ihm in der politischen und kirchlichen .ParUUteüung gegenuberstanden, würdigteii .gern und achtungsvol! den Adel seines Charakter?, dessen immeraletche "Bewährung ihm auch über 'das Grab bmaus em ehren- volles Andenken bewahren wird.
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Us RW, W “Ws Iußiz- Ra!» Bachmaier, zur Annahme.. Die VersamMg Tyra _fich infichtlich der Vie gewährschaft für das deut chre tltche rinzip aus, b- uin tete eine längere rifi für Eintragung de_r Grunddiensiöarkeiten im Grundbu , Herabsetzung des mderlohns Für verlorenes Vieh, Erweiterung der Pacht- ündigun sfri t, dann die Ausdehnung _ des gesetzlichen Pfandre ts des Verpächters_ quf das landwnthscha (tltche In- ventar des Pächters. Gebilligt wurden die Bestéxmmun en des Entwurfs über das Pfandrecht an Grundstücken. 11: langend das eheliche Güterrecht wurde von _dem durch die vorberathende Kommi'wn vorgeschlagenen Regionalsystem (zb- esehen, und dem Sy «m des Entwurfs (Verwaltungßgemem- Lchaft) beigepftichtet. Den VerhandlunYn wohnte Seitens des Staats-Mimstemums der Justiz Ober- egierungs-Rath acu- bezky, Seitens des Staats-Ministeriums des Innern ber- Regierungs-Rath Haag an. Der Finanz:Ausschuß der Kammer der Ab _eord- neten hat zum Juftiz-Etat das Negierunaöpostu at für Beförderung von 7 Landgerichts-Räthen un_d 10 Ersten land- gerichtlichen Siaatsanwälten zum Gehalt_ eines Ober-Landes- gerichts-Rat s mit allen gegen eine Stimme abgelehnt, das eventuelle ostulat für 40 Landgerichts-Räibe mit 7 ge en 5 Stimmen abgelehnt und schließlich nur die Mittel für e- förderung von 30 Landgerichts-Näthen und 5 Staaisgnwälten zum Gehalt eines Ober-LandeSgerichts-Raths bewxlltgt. _Die Regierung wird diesen Beamten entsprechenden Rang verleihen. Der Außxchuß hat ferner die Mittel für Gewährung des Ge- halts eines Ober-Landesgerichts-Raths für sechs ältere Ober- AmtSrichter bewilligt.
Sathsen. Dresden, 22. Januar. Se. Majestät der König und Se. Köni liche oheit der Pr1_n_z Georg wohnten, wie das „Dr. .“,“ me det, mit den Ministern und einer glänzenden Trauerversammlung heute der Emsegnung der Leiche des Finanz-Ministers Freiherrn yon Koenneriß bei. Nach der Einsegnung widmete Staats-Mmister vo_n Nostiß- Wallwiß in einer längeren Ansprache an die Leidtragenden dem Verstorbenen ein le_ßies Lebewohl. Sodann wurde die Leiche nach Erdmannsdors bei Chemniß überführt, wo morgen die Veiseßung stattfinden soll.
Württemberg.“ Stuttgart, 21. Januar. Wie der „St.:A. s. W.“ vernimmt, hat Se. Majestät der König sick) auf die Nachricht von der Erkrankung des Kanzlers Dr. von Weizsäcker und des Proxessors Dr. von Himpel in Tübingen nach dem Befindsn der elben erkundigen lassen.
Se. Königliche Hoheit der Prinz Wilhelm empfing gestern Vormittag den Kriegs-Minister General-Lieutenant von Steinheil, welcher Höchstdemselbexi_ das neue Militärz gewehr sowie die dazu gelZörige Munition vorlegte. Bei Ihren Königlichen Hoheiten em Prinzen und der Frau Prin- zessin Wilhelm fand gestern Abend ein Diner sta_tt, zu d2m die aktiven Staats:Minister mit ihren Gemahlmnen Em- ladungen erhalten hatten.
Baden. KarlHruhe, 21. chnuar. (1107126 Ztg.) Das Antwortschreiben Sr. Königlichen Hoheit des Groß- ?erzogs auf die Adresse der Ersten Kamme r hat olgenden Wortlaut: Ykein lieber Herr Geheimer Raik) Serger! _
Die Beileids-Adreffo, welche Sie mir; im Nanien _der Crxien Kammer übermittelten, bat die Großherzogm und muh tm tiefsten Herzen bLWLgt. _ _ _
Wir danken vereint für den woblthucnden_AUSdruck“der theib- nebmenden Gesinnungen, welcbe uns die Erste Kammer in sq treuer Mitempfindung kundgiebt. Daß fick) mit der uns gewidmeten Tbeilnabme eine so yonommene Würdigun(1_der großen Tuxxendßn und Eigenschaften der Hochseligen Kaiserin verbmdet,_ erfüllt _uns_mrt dankbarer Befriedigung und gewährt un_s den Trott, der m jeder Kundgebung leidtragender Liebe enthalten ist. _ _ _
Wir bitten Sie, der Ersten Kammer unsere innige Dax-kbarkeit zu sagen und dabei die Versicherung entgegenzunehmen, daß die gehalt- reichen und liebevollen Worte der Beileids-Adreffe tief in unsere Seelen eingedrungen sind.
Jkr sebr wohlgeneigtsr Friedrich. Berlin, den 18. Januar 1890.
Hessen. Darmstadt, 22. Januar. (Darmst. tg.) Se. Königliche Hoheit der Grqßherzog und Se. Groß- herzogliche Hoheit der Prinz W1lhelm_ smd heutexrüh zur Theilnahme an den Beiseßungsfeievlichkeiten fiir werand Se. Hoheit den Fürsten Georg zu Schwarzburg-Rudolsiadt nach Rudolstadt abgereist.
Sehwarzburg-Rudolstadt. Rudolstadt, 22. Januar. (Schwzb.-Nud. Ldsztg.) Die feierliche Ueberfüh_run_g der Leiche des verstorbenen Fürsten Georg fand gestern Abend bald nach 10 Uhr statt. Den Zug eröffnexen 20 Mann der (Feuerwehr, ihnen folgten zwei Compagmen des hiesigen Bataillons, dann kam der Leichenwagen. _Demjelben ging der e"Fürstliche Bereiter Heskelbarth voran. Die mer Pferde des Zeickzenwagens waren chwarz behangen un_d wurden 0011 vier Leibkutschern Sr. Durchlaucht geführt. Hinter dem ichwarz dekorirten Leichenwagen, auf _welchem der ganz schwarz verhangene Sarg stand, _ ging Se. _ Durchlaucht der Fürst Günther in Kürasfterumform mit Trauerabzeichen, zur Rechten schritt der Hofmarschal] des verbliebenen Fürstsn, Ober:Forstmeister von Ketelhodt und zur Linken der Flügel- Adjutani Major von Klübe_r. _ Jhxien schlossen sich an die Mitglieder des Fürstlichen Staats-Mimstermms, die Fürstlichen Kammer- herren, die Hofoffizianten und eine Anzahl Leidtragender aus der Einwohner: schaft unserer Residenz. Den Beschluß des Trauer- zuges bildeten die 11. und 12. _Compagnie des Bataillons mit der Fahne. Vor der Stadtkirche angekommen, hielt der Leichenwagen, die kommandzrten _Uxiteroffi-ziere hoben den Sarg herunter, während das _m L_mie aufmarschirte Bataillon pväsentirte, und trug_en ihn m_ die Stadtkirche, woselbst er auf dem dazu_bestixnmten Podium vor dem Altar nieder- gese t wurde. Beim Eintritt in die Kirche selbst wurde die Für iliche Leiche von dem General-Superintendenten ])1'. Traut- vetter und dem Kirchenrath Schorch empfangen und eingesegnet. Mannschaften des B_alail]onc3 übernahmen am Sarge und an den Kirchenthüren die Ehrenwache.
Von fremden Fürstlichkeiten und Vertretern fremder Souveräne
Cwß-becwg von Hessen, Se. W M der Prim Wilhelm von Hessen, Se. Hobei der Erbprinz von Sachsen-Meiningen, Se. Hoheit der Herzog Adolf von MecklenbuF, Ihre Durchlaucbten die Prin en Ernst und Huao von cbönburg. Als Vertreter des eZng von SachsenaAltenburg erscheint der Ober-Hofmeister ron nckwitz, des Fürsten r Lippe ker Hofmarscball reiberr von Ebrensiein und. der Flügel- infant Hauptmann Frei err Treusch von Butjlar- Brandenfels, desFürstenvvn Waldeck der Flügel-Ad utantHauptmann von Apell, des Großherzogs von Mecklenburg-Scbwer n der FlüZel-Adjutant Major Freiherr von Maltzabn, des Fürsten Reuß ä. . der Hof- marfcbal] Freiherr Tiß von Tißenbofer, des Fürsten Reuß j. L. der Hausmarfchall Freiherr von Iffendorf, des Regenten von Braunschweig der Kammerherr Freiherr von Münchbausen, des Fürsten von Schaum- burg-Lippe der Flügel-Adjutant Oberst von Strauß und Tornxy, des Herzogs von Sachsen-Coburg-Gotba der lügel-Adjutant Prin; von Bentheim und als Vertreter des (Groß erzogs von Sachsen der Kammerherr von Wurmb.
Außerdem werden* anwesend s in die am hiesigen Hofe beglaubigten Gesandten von _reußen, Sackvfen und Oesterreich-Ungarn, von Derentball, von mckwiß und Graf Cbotek.
Durch einen Amnestie-Erlaß werden die wxgen Majestätß- oder anderer Beleidigungen, sowie wegen Wider- stands gegen die Staatsgewalt und öffentliche Ordnung,sodann ' Preß- und Forstvergehen bestrafken Personen
die m_egen begnadigt.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 22. Januar. Wie die „Polit. Corresp.“ vernimmt, wurde von der bxabfichtigten Entsendung eines Mitgliedeß des Kaisereren und Königlichen Hauses zur Leichetifeier de_s er_zog_s von Aosta Abstand genommen in Folge einer Mitthei- lung der diesseitigen italienischen Botschaft, mo_nach es_ der ausvriickliche Wunsch deß Verstorbenen gewesen sei, der Leichen- feier einen streng privaten Charakter zu_ bewahren. _
Die „Wien. Ztg.“ veröffentlicht em Handscbxexben Sz]. Majestät des Kaisers und Königs_ an den Mmtsier-Pra: sidenten Grafen Taaffe, mklches die Einberufung des Reichs- raths auf den 3. Februar anordnet.
Großbvitannien und Jrlgnd. London, 22. Januar. (A. C.) Der Königliche Hos legte gestern fur den ver- storbenen Herzog von Aosta auf 10 Tage_ Trayer an.
Der Herzog von Cambridge begiebt steh morgen nach Cannes.
Der Marquis von Salisbur ist von der_Jnfkuenza nunmehr völlig genesen, wird aber an den Rath seiner Aerzte vorläufig in Haifield bleiben.
_ 23. Januar. (W. T. V.) Der Katzzler __der Schaßk-ammer, Gosche-n, hielt gestern an seine Wahlex in London eine Ansprache, in welcher er bedauernd die Differenzen mit Portugal erwähzite. _Der von der englischen Regierung gethane Schmit sei aber _unvex: meidlich geworden durch die Uebergriffe _portugtefischer Agenten auf einem Gebiet, auf dem sie_ auch 11th einen Schatten von Recht hätten. Es handele _sich um eme Frage, welche Kanz Afrika betreffe, und _die Remexung werde, unterstützt durch das Vertrauen der englischen Naliqn,_d1e An- gelegenheit zu einem guten Ende führen. Ve üglich des Budgets pro.1890,-91 bemerkte der Kanzxer, da_ das Land seine Erwartungen mäßigen solle; es nyexde 1h_m Freude machen, wenn er die Lasten des Volks erleixhtern könne.
In einer in Chester abgehaltenen Wableryersainm- lung gab Gladstone seinem Bedauern übe_r die Diffe- renzen mit Portugal, „0313 seit lqnger Zeri England eng verbündeten Nation, welche England„wxefxüher,1chüßen soÜte“, Ausdruck. Das Vorgehen Lord S'alisbury's _ wolLe_ er nicht eher besprechen, als bis er von allen Eznzelhetten Kenntnis; habe. Der Redner richtete sodann_Angr1ffe gegen die T ürkei ankäßlich der Bedrückungen m Kreta und Armenien.
Aus Kapstadt vom 1. Januar liegen folgende Nack)- richten des Bureau Reuter vor:
D7r neue Gouverneur der Kap-Kolonie, Sir Henry Lock), wird Anfang Februar Port Elisgbetl), Grabamswxvn, East London und King WiÜiamstoWn bejuckyen. Die Reise nach dem Innern wird der Gouverneur erst anivtén, roknn das Wetter kühler geworden ist. Der Präs ident des TranSvaal b-rrcist gegenwärtig den östlichen Theil der Re- publik. _ Während dcs Monats Dezember wurden 26177 Unzen Goldaus den Häfen der Kap-Kolonie verschifft. Der Werth des angefübrten Metalls :beziffert sich auf 87 870 Pfd. Steck. Dre Jolleinnabmen der Kolonie steigern sich noch fortdvabtend; im Dezember “stellten sie sich auf 101030 Pfd. Sterk, d. i. 14707 Pfd. Stekl. mehr als in demselben Monat des Vorjabrcs.
Frankreich. Paris, 22.Januar. (W. TB.) Vo_n der Kommission der Deputirtenkam-mer, wel_che Mit der Prüfung des Antrags auf Herstellu_ng einer_ Ver- tretung der Bergarbeiter betraut ist, sprach sich der Minister der öffentlichen Arbeiten, Guyot, gegen de_n Aixtrag aus. Die Aufgabe solcher Delegirten der Bergarbeitex konn_e nur 'in der Beaufsichtigung der Miyen “bezüglich der S1chelhett der Arbeiter bestehen; niemals aber 1ei wegen “eines Unglückfaüs ein Ausstand erfolgt, sondern nur wegen der Arbsrtsdauer, der Höhe des Lohnes, derEinricbtung von Versorgungskaffen; diese Fragen allein würden die Delegirten beschäftigen, 1yelche zu wahren StrikesAgenten werden würden. Er wolle md_eß der Kammer empfehlen, den Antrag in der vom Se_nat hereits bes [offenen assung _ anzunehmen, um die Wirkjamkeit des par amentaris en Regimes zu sichern.
Italien. Turin, 22. Januar. (W. T. B.) Das Leichenbegängniß des Herzogs Amadeus von Aysia fand heute Nachmittag statt. Dem Sarge voran schritten Deputationen militärischer Körperschaften, welchen der erzog angehörte, _ferner eine Deputation des 2. Hes schen Husaren=Reg1ments Nr; 14, dessen C f der Herzog ge- wesen. Ein _höherer Offizier, den Sä el des Verstorbenen tragend,.schr1tt hinter dem mit rothem Sammet bedeckten Sarge, welcher auf einer Kanonenlafette ryhepd,_ von acht Rappen gezogen wurde und mit Kränzen italienischer und aus:)ärliger Fürstenhäuser bedeckt war. Dem Sarge folgten zu uß: der König," der Kronprinz, die Söhne des Ver-
f der Piazza Gran Madre di Dio an, wo die Geiftli - _ _ Nach _der Einsegnung der Lei e bestiegen der König, die Königlichen Prinzen, die Minister und hohen WürdenträYr die Wagen und fuhren bis zur
er Sarg wurdo von einer Abtheilung
au keit die Leiche einsegnete.
Basilica St. Perga. Kavallßrie eskortirt. Die Königin und die H Aosta nebst Gefolge trafen um 3 Uhr in St. P
ersten Gemahlin ruht.
Spanien. Madrid, 23. Januar. (W. T. B.) Das
Befinden des Köni 6 ii andauer d ' Im Senat gab SI s n em gutes.
und fügte hinzu,
keinen Glauben beimesse.
Bulgarien. Sofia, 22. Januar. (W. T. B.) Dem
in der katholischen Kirche heute siattgelZFbten Requiem für
d_en He_rzog von Aosta wohnten_der rinz Ferdinand, die Prinzessin Clementine, *dte Minister, das diplo- matische Corps, eine Anzahl Dcputirter, die hiesige italie- xnscbe Kolonie, sowie eine Deputation der italienischen Kolonie 111 Philippopel bei.
_ Dänemark. (1?!) Kopexihaaen, 22. Januar. Nach emer_ jetzt vorlte_g_e;nden Ueber1icht iiber das Ergebniß der gestrigen Folkei in_qSW ahlen hat die ministerieüe Partei in Kopenhggen '_d“r_ei Siße verl_or'en, so daß ]“th die Hauptstadt durchfUnfm1mfterieUe, 31021 liberale und zwei sozialistische Abgeordnete vertreten mird. Marine : Minister Raven und General_ Tverxnoes “wurden resp. im fünften und dritten Wahlkrezse miederßewählt. Jn dun Provinzen hat die mnnsterielle Pgrtet emen Siß gewonnen Nakskov auf Laaland) und emen verloren (Maribo). Im er ten Kreise des Kopenhagener Amtes wurde _Kriegs-“Minister Bahnson mit
966Sn'111men__geg§n 3038 Stimmen, die sein sozialistischer Gegnex, Geéchaftsfuhrer Kurop erhielt, wiedergewähxt; im 3. _Kxetsß be auptete fich _Graf Scheel nur mit knapper Ma- ]orttat; im 4. u_nd 5. Kreise wurden die Führer der OppHsiiion, StaatSrevisor_Höruy_ und Graf HolsteinQedreborg mit beträcht- licher M9hrhe1t_gewahlt. Kultus-Minister Scavenius siegte in Stoyehedmge mit 1508 Stimmen über den Linkensührer Högs: bro, der 1224 Stimmen erhielt; leßterer wurde aber nebst ])r. Ed, Brandes c_mf_Fürxen gewählt. Während die Führer aÜer Parteien yollzählig wiedergewählt sind, hat dagegen eine beheutende Veranderung unter den Mitgliedern stattgefunden. Die „Ngt.:Ttd.“ beklzxgt, daß diese leßten Wahlen zweifellos eme Neigung der Wähler nach der radikaleren Richtun bekuyden un_d daß ruhige parlamentarische Verhältnisse deshalJ vorlaufig nicht zu erwarten sind.
_ 22. Januar. (W. T. B.) Nach den bis ]"th bekannten Wahlresulxaten find gewahlt: 23 Anhänger der ministe- rteÜexi Partei, 57 13er sogenannten Verhandlungßpartei, 17 In- transigenten' (Bergianer) und 3 Sozialisten.
Amerika. Washington, 22. Januar. W. T. B.
ZäreiBerichk de_r (_Schi-_n_c_1ckt_skommisd s io_1_1_ fürldieéxuswärtiget?
g egen eien pm 1 gegen ie e'o ution C ll, betreffend lZit? Unabhängigkeit Cubas, 'aus. a
Parlamentarische Nachrichten.
In der heutigen (50.) Sißung des Rei sta es weicher der Staatssekxetär Dr. von Boetticher, dx? StYats; Minister Hsrrfurth_s0w_1e ande_re BevoUmächtigle zum Bundes- rath nebst_ Komnnffarien bsiwohnten, stand auf der Tages- o_rdmm -d1e Fortseßung der zweiten Berathung des Entwurfs eines. e-seßes, betreffend die Abänderung des Ge: sizes gegen die gemeingefährliZen Bestrebungen er Sozialdemokratie, vom 21. ktober 1878, auf Grund__des Berichts der 171. Kommission. Dre Berathung wurde fortgeseßt mit §. 11.
_ Der §. 11 gelangte ohne weitere Debatte nach dem Kom- m1sfionSvorschlage zur Annahme, ebenso §. 13 unter Ab- le x_iung des-von den Abgg.21ckermann u. Gen. dazu gesteUten Y_axide-run Sqntrages. Ferner wurden ohne Debatte die Kom- mxsstonsbes küsse in Bezug auf die §§, 14, 16, 22, 23, 24 und 25 des Geseßes von 1878 angenommen. Damit war Art. É1._er_le_dtg_x. B ___ __
s 9 ge ie era ung es Art. 111. der Kommi ions- vorschk§ge.S_52_erTelbeVchutet: ff n ce kr etiMmungsn in den „26, 27 e YZF) Z“?- ZYY? 1_8_78Su7;1; 7511; ?. 1 des §G§esches voFUSZFLsÖF? »“ et ec" . . rern unter den i er ' §§„22, 23 folgend? BestimmungLeZ: 3 ff bezetckmungen Zur Cntsckreidung der in__ den Fällcn der §§ 8 und 13 erhobe- pen Beschwerde wird eine Kommnfion mit dem Skye in Berlin gebildek. Dieselbe besteht aus cinem Vorsixzenden und elf Mit- gliedern. Der Kaiser ernennt den Vorfißendcn und aus der abl der Mitglieder der Kommission dessen Stellvertreter. Die it- glieder der Kommission werden von dem Bundcsratb aus den Mit- gliedern der höchsten Gerichte und Verwaitungögericbte des Reichs oder der einzelnen Bundesstaaten gewählt Die Wahl der Mit- glieder erfolgt für die Dauer ihres Verbleibens im richterlichen beziehungsweise verwaltunngerich11ichen Amt.
erzogin von _ er a et ,
fich enxe roße Vo1kSmenge versammelt halte. Dxr Leijchnzvn? wyrde in er Basilica aulZestellt. Nach nochmaliger kirchlicher Emsegnung wuxde“ der Sarg sodann in die Krypta hinab- gelassen, wo Prinz Amadeus nunmehr an der Seite feiner
_ _agasta gestern Erklärun en über die Kris e ab. Er faßte, dißselhe hahe keinen politischYn Charakter,
_ aß his 1th die Bemühungen, eine Ver- soh_nung i_mter den Liberalen herbeizuführen, erfolglos gebltehen sxien, _Der Senat _beschloß sodann, eine Bots chaf t an dW Königianxgentin anläßlich der Wiederher- ftellung des König; z_u senden. In der Deputirten- k ammer gab Sagasta ahnliche Erklärungen ab wie im Senat.
Portugal. Lissabon, 22. Januar. (W. T. V.) Die „Gazxtte du Portugal“ erklärt sämmtliche Sensations- n0chr1chten__ der fprtschrittlichen und republika- mschen Blatter, _dte darauf hinausliefen, die öffentliche Memuzig zu beunruh_1gen, für unbegründet. Das Blatt fugt __hmzu, daß es diese Erklärung deshalb abgebe, um die Genzuther zu beruhigen, und damit man den anläßlich des Zw1schenfalls mit England verbreiteten Erfindungen
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zusammengesest würde, keine Garantie für eine gersthte Be- handlung der Soxialdemokraten böte. Auch das bisherigx Verhalten_ der Be chwerdekommisfion, namentlich das Tempo der Erledigung der Beschwerden, ließe viel zu wünschen.
22 wurde hieran in der Fassung der Kommission angenommen.
§. 23 lautet:
_ Die Kommission entscheidet in der Beseyung von sieben Mit- FWU". mit Einschluß des Vorsißenden. Die Verhandlung und
ntfchetdung erfol t nach txorausgegangener Ladung der Beschwerde- führex oder deren evollmachtigten, sowie der Behörde, gegen deren Verfugung die Beschwerde erhoben ist. Die Behörde oder deren AuffiÖtLbebörde_kann einen Vertreter bestellen. Die Entscheidungen xrgeben nach frete_m _Ermeffen und find endgültig. Die Kommission ist befugt, Beweis in vollem Umfange, insbesondere durch eidliche Vzrnebmung von Zeugen und Sachverständigen, zu erheben oder mittels Ersuchens etyer Behörde des Reichs oder ei5e3 Bundesstaats ekheben zu lassen. Hinsichtlich der Verpflichtung, skb als Zeuge oder
Falle des Uygehorjams zu verbängenden Strafen kommen die für das sirafgertchtltche Verfahren geljenden Bestimmungen zur ent- svxechenden _prendung. Dasselbe gilt für die Handhabung der SlßuIZgépoLlötzsecrlZ d f [) st 11 er e tyer e 11 rer i efugt, sich in jeder La e des Ver- fahrens_ dsteistandes eines Rechtéanwalts zu bediengen oder sich durch etnen_ 1olchen v_ertre_ten zu lassen. Auf_ disOcffentltchkext der Verhandlungen finden di: Vorschriften des Gertcht6vxrfassqu§ge|eßes ent_sprechende Anwendung. _ Jm Uebrtgen wird der Geschaftsgang bei der Kommission durcb em_v_oxi derfelbxn zu entwerfendes Regulativ geordnet, Welches d7r Bettqttgung kes Bundesralbs unterliegt. Hierzu lag em Antrag der Abgg. Ackermann und Gen.
vor.
Im §. 23 der K'ommisfionsbesÖküffe Absaß 1 im zweiten Saxe himsc ren Woxten: „die Verhandlung und Entscheidung erfolgt“ einzuschalten: „in niast öffentlicher Sisung'.
Abg. Hegel bekämpfte die Bestimmung der Oeffentlichkeit der Verhandlungen 0193 unprakti1ch. Die Kommission habe der Beschweidekommiffton mit diesem Vorschlage ein größeres Vertrauexi bei den Sozialdemokraten sichern wollen. Das Gegentheil wiirize 00.1: erreicht werden, da die Beschwerde- kommisston häufig zum Ausschluß der Oeffentlichkeit sich ver- anlaßt sehen würde und damit das Odium von dem Gesetz auf die Beschwerdekommission übertragen werden würds.
_ _Abg. Kulemann rechtfertigte die Vorschläge der Kom- Mission.
Der Staats-Minisier Herrfurth trat für den Axiirag Ackermann_ ein._ Mit Riicksicht auf die Be: se_111gung der Frtsibesitmmung in dem Geseß hätten die yerbünheten Regierungen es für zulässig era tet, a_uf e_me R21he von Ahfchwächungen des Gsfeßes einzuge en; sie _seien aber dLr Meinung, daß diese Grenze nicht über- schr1tten Werden diirfe, wenn man mit Sicherhsit darauf solle rechnen 101111911, die öffentliche Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalten_._ Die Gefahrxn de_r Sozialdemokratie seien nicht zu untersckzatzen. Nicht die Regierun en seien es, die hauptsächlich Gefahr liefen, sorzdern die Gesell chaft selbst und wesentlich die Parteien, welche die Abschwächung oder Verwsrfung der Vorlage ansirebien. M_an kön_ne deshalb dem Reichstage sagen: "[*ua 165 agnur. DW Sozialdemokratie negire die Grundlage der modernen Staats: mid Rechtsordnung, und es wäre eine Art S_ebsimord, denen, die diese Ordnung zu vernichten streben, die Vortheile derselben bedingungslos zu gewähren.
Abg. Klemm unterstützte den Antrag Ackermann, während Abg. Kulemann denselben bekämpfte.
_ §. 23 gelangte unter _Nblehnung des Antrages Ackermann“ in der Fassung der Kontmission zur Annahme.
§. 24 lautet;
Fur SO_ezitke und Orlschafien, welcbe _durcb die im §. 1 Ab: satz 2 h_ezetchneien Bestrebungen mit Gefahr für die öffentliche Suberhett beYrobtßnd, _kann von den Centralbebörden der Bunkes- staaten, _sowett dies nicht bereits ]andesgeseßlicb zuläsfig ist, mit Genehmrgung des BundeSraibs für die Dauer von längstens einem Jahre ang_eord_ne_t werdey, _daß Personen, von denen eine Gefähr- dung der offentlichen _StÖerbeit odcr Ordnung zu besorgen ist, der Aufxnthalt m den-Beztrken oder Ortschaften von der Landes-Polizei- beboFe verscthLJwerde-ndkamäN _
ie an rund es 2 (: getroffenen Anordnun en der Ceniralbe_bö_rden sind durch den 3Keichc'z-Anzeiger und auf iZie für landespolizetliche Verordnungen vorqrschkiebene Weise bekannt zu machen. __Dem Naickxstaae muß darüber sofort beziehungöweise bei seinem nachsten Zuiainmcntreth Rechenschaft gegsben werden _ _ AUÖ nach Ablauf der fur solche Anordxungen gesieUten Frist durfen Personen, Welchen chr Aufenthalt in den bezüglichen Bezirken oder Ort_schaftcn_ erxagtK wvrden ist, den Aufenthalt in *denxelben nur mrt vorgangrger Genehmigung der Landes-Polizei- behoerÉs nelzmen. _ G
__ er en an rund vorstehender Bestimmungen crla enen Verfugungen der Laydes-Polizeibehörde zuwidsrhandelr, wirdff mit Gelystrafe h_is zu emtausend Mark odkr mik Haft oder mit Gefangmß bis z_u sechs Monaten bestraft.
Auf Mttgbedcr kes Reitbstagss oder einer gesesgebenden Ver- sammlung, welche fich am Siße dieser KörpsrsÖaftcn während der Session derseiben aufhaltsn, finden die im Absatz 1 erwähnten An- ordnungen keine Anwendung.
Ahg. Buhl e_rklärxe Namens der Nationalliberalen die Au_Swe1sungsbefugniß mch_t annehmen zu können. Die Aus: weisungsmaßregßl hqbe emen andern Charakter in einem dguernden a_ls M eiiiem zeitlich beschränkten Geseß. Durch die Au6weisung sech nur_ neue AgitationSherde e- schaffen _woxden._ Die _Nationalliberalen hielten Leh gewxß _fiix Verpflichtk'k, die Mittel zu gewähren, den x_evoluttonaren Tendenzen dék Sozialdemokratie entgegenzutreten ; sie glaubten abcr iiach den gemachten Erfahrungen diesem Zwecke besser zu dienen, i_venn sie die AusweisungSmaßregel ahlehnten. Es empfehle sich, an dem Beschlusse der Kom- mtsston festzuhalten und den §. 24 abzulehnen.
_ Abg. v_on Helldorff meinte, daß die Ausweisung, wie sie gegxnwartig _bestehe, d_1e Ausxzewiesenen aÜerdings zi: Agitatoreiz in der Diaspora mache; aber ohne dt_ese Be ugmß gegen__ 312 gewerbömäßigen Agitatoren sei_ das eseß unvollsiandig. AlLe Maßregeln gegen die Axxttatoren als solche seien leider gestrichen; dieser le te Rest m_usse_erhalten werhen, wenn das Gefes an seiner irksam- keit mcht schwere Embyße erleiden solle. Auf aklen Gebieten des sozialen Lebens ser es Pflicht, den Arbeitern zu helfen;
Sachverständiger vernehmen zu lassen, sowie hinsichtlich der im_
zustimmen, wenn die Regierungenausdrückli erklärte d versu ey wollten, auch ohne dieselbe auSzukßhmmen. n, aßft'e et Schluß des Blattes sprach Abg. Dr. Windthorst.
(Die Schlußbericbte über die gestrigen Sißun en des Re'chs- tages und des Hauses der Ab eordn _g t „ in der Ersten Bgeilage.) 2 en befinden sich
-- Nach den Ergebnissen der dritten Ls d ' bausbalts-Ctats 1890/91 ve ' e_ung es Reichs- bekkDäaeßwYZZWZ-g rtbetlen s1ch dre Matrtkular-
teu en „9 952 „46 (mithin für 1890 91 ' Bayxrn 36 596 550 ckck _ (+ 7 302 091 ckck)- S/acbse-r's 11Z'712895928356K (+ 2104 656 „s), Wurttemberg 13 439 026 5-4 (+ 2730 307 „70 (BKW _ 3361734 x_197M„-_4__ (__1“ 1952; 676 5-4), Hessen 5168 293 „„: , eenur-SwerinZ 2 -“ “
Saci-“sen-Weimar 1696 087 g 107 MMU ZW IWM)“ F1 442ch548 (+2F11351Y „M),
kaun weia ' 4 .74 (+ 246 350 5-4), Sa en"- * - “ 1160906 „44 (+ 142125 214), SachseneAlienburxésMYFFMYL (+ 106 792 „M.), SaÖsen-Coburg und (Gotha 1074169 „45 (+ 131504 „M), Anhalt 1340 712 „74 (+ 164142 „(z) Schwax . burg-Sondersbausen 397 653 «46 (+ 48 683 274), Sßowarzburz- Rudolstadt 452 921 «_ (+ 55 447 .“), Waldeck 365 647 .I- (+ 37 420 _.“), Reuß alterer Linie 302 019 (+ 36 976 ,45) Reuß jungerer Linie 597 502 „54 _ (+ 73155 ..46), SckiaumbuégEippe 200 995 5-4 (+ 24 607 „FH),Lippe-665650276 (+ 81491 „ck) Lübeck 365 521 „z. (+ 44 751 „x(), Brkmen 394 803 „77 (+ 109551 „40 Hamburg 2801 834 „74 (+ 343 053 34). 61155251565an 95-0 573 44 (+ 1 055 517 5-4). Summe 265197 802 „77 (+ 37065111 24). “
_ Auf der Tagesordnung der am Er?“
24. Januar 1890, Vormittags 11 Uhr, stattfindMiZZnZaéFlean sißung desH au ses de r A bg eo rdneten stehen “folgsnde Gegen- stande: 1) Erste Berczthung der Rechnungen der Kasse der Ober- Nechnungskammer fur das Jahr vom 1. April 1887/88. _ 2) Erste Verathung der Allgemeinen Rechnung iiber den Staatshaushalt 026 Jahre?: vom 1. April. 1880“ 87 sowie der Rsckmuyg uber _die Fonds decZ ehemaligen Staatsschaßes für 1, April 1886/81. _ 3) Erste Beratbimg dcr Usbsrstcht von den Staatsemnabmen uno Au3gab€n 0063011136 vom 1. April 1888/89. _ 4) Erste Beratlé-ung 066 Nachwsifxs 1"le: die Ver- wendung des in d_em Etat der Eifenbahnverwaltung für 1. April 1888/89 unter Titel 43 der einmaligon und «uß'srordentlichen AUSgaben vorgesehenen _DiSpositionsfonds 11011 1500000 „kü _ 5) Erste und zwszte Bérathung dss VMWJLÖ wegen Fortdauer des Thüringischen Zoll: und Handzlsvsreins. _ 6_) Berathung des Rechenschaftsbérichts iibsr die weitere Aus- fuhrung d_es Geseße-Z vom 19. Dezsmber 1869, betreffend die Konsolrdatwn preußnckzer Staatsanleihen. _ ?) weité Be- rathung des Entwurfs deS Staatshaushalthts für 1890/91 und __zw_ar: 0. Kriegs : Ministerimn, 1). Ministerium der auswarttgßn Angelegenheiten, 0. LotteriMrwalmng, (1. See- handlungSmstttut, 0. Miinzverwaliung, i'. StaatSarchiUE, g. General_-Orden6kommxfsion, 11. Geheinws Civilkabinet (Ein- UNHMZU), 1.Ober:RechnungSk0111mer, ];. Priifungskommisfion fur hohere Verwatungsbeamte, 1. Disziplinarlwf, m. _ '“ , “ hof zur Entsch-Zikzung dex Kompstetizkonflikte, 11. Ge 28- sammlimgs-Amt 111 Berlin, 0. Deutsckwr Reichs- und Preußischer Staats:Anze1ger, 1). Für Zwscke der Landes- vermeffung.
__ DemHause d_er_A[1geordnet*,-n ist die Denk- schrift, be__treffend die 111 der 7sitvom1.April1888 b1s_31. _Marz 1889 erfolgten 5Zauausifiäbrungen an denjenigen Wasserstraßen, iiber deren Regulirung demLandtage besondere Vorlagsn gemacht sind, zugegangen.
_ Der von den Abgg. Zelle und Langerhans im Hause der Abgeordneten *eingobracWZ Geseßentwurf, betreffe__nd Hte Ergänzung der Städteordnung für die sechs ostltchen Provinzen der Monarchie vom 30. Mai 18531autet:
Einziger Artiksl.
__ _Zwischen_die §§ 21 und 22 der Sj'ädtwrdnung für die sechs pstltchen Provrmen der Preußisckien MoxmrÖie vom 30. Mai 1853 (Gefeßsamml. S. 261) tritt ein 7171177 Z'. 218. in nachstehender Fassung: §..216.
_ Wenn wegen großer [1110171751170 Dek Wählerzabl in den Wahl- be*t_rken derselben Abtheilung eins 2117113770119 von den Gemeinde- be_hyrden beschlossen und dieser 241761115; M1 dkk AufsickdtSbebökde be- sxattgi wird, oder wenn die Aufsickkaböch ans demselbxn Grunde ern? iolch_e Maßregel angeordnct, so bai der Magistrat die 'neue Ein- thetlung t_n Gemäßheit dcs §.14 fkstleikÉHékl und sofort bekannt zu machen, in welcher Ordnung die Cr,;änzvngs-_und Ersaßwahlen von den neuen Wahlbezirken vorgenomwcn Mkksn joÜen.
Zeitungsstimmen.
DLL „Germania“ schreibt _1'1ber die ;_Denkschrift be- treffs der Untersuchung der Arbeiterverhaltnisse:
_ .Wir verdienen gcwiß nicbt danorwyrf alizu großer Vertrauens- seltßkeit der Regierung gcgenükrr; 0er Wir halten es für eine ver- wer liche Taktik, von vornherein dic Denkschrift als eine zu Ungunsten dcr Arbcitcr partetisckp gefärbte dsm __Volke zu denumiren. Man wird fie so lange als korrekt und salbgemaß O_etrachten xnüssen- "'Uls Ui t nacbgewieien wird, das; Tbaisaäxcn 0311chk_[1ch_vek[chMégkn oder entste t“ worden sind Die ganze Haltung der Dcnkschktfk laßt aber einen Verdacht der unzulässigen Parteinahme nicht aufkommex. _Wenn sich auch bier und da Aeußerungen' und Uttbélle dcr KVMMÜUNM angeführt finden, :vclcbc Tie Fotderungen oder Darlciminqen der Bergleute für unzu- trefferRoder für zu weitgehend kxxixiictchxren, so liegt doch darin keine unzulamge Parteinahme gegen kl? “*)“kaka m“." müßte dann von Hornbere-in jede Acußerung ker LUZTUM fur unwiderleglicb und feines Beweifks bedürftig erachtep. An] der anderen Seite entbält fat jedes Blatt der Dcnksch1ist FksUUÜUUJM; welche die BescbWerd '“ der Arbeiter für mehr oder injndcr_k*-erechttgt erklären und es _
die für die Zukunft den Besckwirden den Boden entziehen. Man lese nur nach, was über_ die Mißstände bei der Festseyung und Abänderung der chyge, bei_ dem sogenannten Nullen der Wagen, bci Verfahren von Ueberscbtchten, bei der Festseßung der Strafen, von der Verwaltung ch Strafgelder :c. (:csagt wird. Wenn die von der Untetsucbungskgmmtffion auSgesvrochenen und von der Denkschrift wiederholten Wunsche von d n Verwaltungen wie von
dabei die Erwartung u_nd Honvuyg 'au5geiprochen, daß““ZZ-““-_( *- Verwaltungen Remedur eintreten [asien und Einrichtungen tkéFenZ - '
Kulemann befürwortete die von der Kommission aber ebenso sei neben sol en prophylak-
Ab . vorges ?agene Fassung. _ _ _ tischen Maßnahmen Er altu ' ' AYJ- Grtllenberger „erqurte steh auch gegen Znese Sorge zx: tragen und denen hu ngLeibeer __21 “YF? Fassng des aragrap ; 111 einem solchxn Geseß konne welche 1hre Untergrabung gewer Sinäßig betreiber: uni; an kemer_ Stee_ das echt, sondxrti nur die 28111ka muß: von_ dem Unfrieden leben. Die erstellung eines Vereine mit 200 Fahnen und 7 Wagen mit Kränze", In gebend sem. _Die Rechtsviormen, die im Elberfelder S_oztalrsten- Sozmlistengeseßes mit unvollständigen itteln wäre in den Straßen und an den Fenstern, aus welchen Trauerfahnen rozeß (anf Seiten der Staatsanwaltschaft urid N,:chter zum dtesem Moment geradezu ein politischer Fehler. Die Deutsch- usdruck gekommen, müßten zu der Erkenntnis; fuhren, daß konservativen würden deshalb, wenn *die Ausweisungsbefugniß das Reichs-Beschwerdegericht, auch wenn es aus lauter Richtern fallen sollte, gegen das ganze Geseß stimmen; sie würden nur
den Arbeitern befolgt wücdcn,_würde die Untersuchung und die Denk- schrift schon reichen Nuyen 1,2111?" können. Wir hegen aucb trov mancher Enttäuschungcy 3111711 Verwaltungen und zu den Behörden 7 :: dZst Verxaöien, daß dre Fingerzeig: der Denkschrift nachhaltige Beo aunanen. , „ “». Die ._Deyfscbrift giebt cm bt_s m die Details gezeichnetes _ild “& von den Emrtchtunaen m der Praxxs der Bergverwaltungm be üg ick * der Löhne, Lobnfeststeüunaen- Abxuge :c. und macht es an denk“ Laien in_1 Bergfacbe möglrck), fich em Uttbeil über die Lage zu bilden. Man wird dem Verfafier das Lob der Beherrschung und'sorgfältigen
.!
stor enen, der_ Herzog von Genua. die_ Prinzen Jerome, Victor u_nd Lqms Napoleon, der Prinz riedrich vonHohenzolXern, dieMiniiter, dre Spitzender Behörden,dteMilitär-AttgchésDeutsclj- lands, Englands, Oesterreich-Ungarns und Spaniens, sodann die Köiperschaften, die Studenten, die Vertreter der Presse,
_ der le ten lenarver amm an des General: werden _de_r Trauerfeieriichkeit moxgen Vormittag beiwohnen: Comité? des “““"szirtbsHU- “ckck?" Vereins "* Six" 35397?“ YÜMPZMÉ? 331320"? “5933533“3" “ *“: : ' ' a erree . e ( et, 71 o) een - “_ “xn“ welche unter dem Vorfiß" r' Kömglichen Ho?" eitung der General d. 13. 1111166 Graf vcn Wedel]; Ihre Königliches
__ z-kiit en Ludwi ab alen w rde, ind die Wün che [ , .
“ WIe, welche v§m SuFu t unkt'uder aZEÜsck)?" Land- YYY .FZÄWÉ'FYÉZ 1an YIFÜZ VFkaeackbleettixibuZF; “* ft in BeJUg auf den ?"twurf des ürgerlichen Mecklenbu'rg; Se. Durchlaucht derPrinz Sizzo von Leuten-
“ "buchs für das Deutsche Reich geltend zu berg“ Ihre Durchlaucbten der Prinz und die Prinzessin . ,
-. wären, fesxßesteüt worden. Hierbei gelangtxn, zu Sobönaich- Carolatb, Se. Durchlaucht dsr .Prinz Lingen, hatte sick) eme ungeheuere Menschenmenge a_nge-
die „Mg. Ztg.“ meldet, fast sämmtliche Anträge Leopold von Sondershausen, Se. Königliche Hoheit der ammelt. Gegen Mittag langte der Zug vor der Ktréhe