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Uhr den Vortrag des C'wilkabinets, um 123/4 Uhr denjemgen des_ Haus - Ministers _von Wedell und hatten vorher noch eme Besprechung mn dem Staats = Minister Dr. von Goßlxr. NachmittaÉs unternahmen Se. Majestät einen Spanerntt _nach dern runewald und sprachen nach demselben den KneYs-thfter; Um 5 Uhr statteten beide Majestäten den roßberzoglub badischen Herrschaften einen Besuch ab. Von 61/2"71/2 Uhr nahmen Se. Majestät Unter- ncht rm Floreufechten und erledtgten dann Regierungs: angelegenheUen,
Heute Vormittag hörxen Se. Majestät um 101/2 Uhr den Vortrag des Kriegs-Mimsters u_nd von 111/4 Uhr ab den- jenigen des Chefs des Militärkabmets.
- Heute Nachmittag fand eine _Sißung des Bunde)- rat 5 statt. Vor er waren dre veremigten Ausschüsse tür Han_ e_l und Ver ehr und für Rechnungswesen, sowie d_ie vereuygten Ausschüsse für Justtzwesen und für Elsaß- Lothringen zu Sißungen versammelt.
- Der Fürstlich schwarzburg-rudolstädtische Bevollmächtigte zuZn BundeSralh, Staats-Minifter von Starck ift héer an: g;- ommen.
_? S. M. Kreuzer : Korvette „Jrene“, Kommandant Kapttan z_ur_See Prinz Heinrich von Preußen, Köm'g: ltche Hohen, :| am 29. Januar in Port Said eingetroffen und beabfichttgt heute nach Malta in See zu gehen.
anlaffung des Namenssestes des Prinzen
Sr. Königlichen Hoheit des Prinz-Neg enten in Allerhöcdä: dessen Appartements, um zu gratuliren, worauf dann_ckch;§- Frühstück ?mgxnommen wurde. Aus gleicher Veranlavung mehl der_ Pkmz-Regent heute Nachmi_ttag 4 Uhr in 5:57“. Reichen Zimmern der Königlichen Reftdenz eine Famidsx-
tafel. zu tpelcher alle Mitglieder des Königlich??? und Herzogltchen Hauses , sowie auch der P 7: .*. 5 * Ernst zu S sen-Meiningen und der dsax .
“ck Nachmittag _3 Uhr hier ankommende pold Ferdman , der älteste Sohn des Großherzog; r.“; TOScana, geladen find. Der junge Erzher og, welcher €*.":
fick) bei dem Prinz-Regenten für die ihm gewordene Verlkiduxéx des St._ Hubertus-Ordens.
Bet Begmn der heutigen Sißung der_Kammsr :x: Abgeordneten „machte der Präsident dre 23000357: _:5- kannt, wodurch die Landtagsdauer bis zurn 29.2113; verlängerdzvtrd, und widmßte dann dem _dahlnßé1»2€,Z--*'".-;':*. ersten Prändenten _der Kammer der Re: Lräths, vo_n rgnckenstem _ rux. et der darauf“ folgenden Berathung dsc; Jur.“.z: Etats besprachen dre Abgg. Wagner-Memmingen,_©U::z-m: häuser UNd Beckh pie Män el des gegenwärt1.g-:x_§vr: bereitunZSverfahrens m Strafßachen, welche W Y_Y_dxr- einführung der Berufung als nothwend: ersché171€x1 _Uéxsn. Aus Anregung der _Abgg. Maison und Züblerr- ;;sYs der Justiz-Minister Fretherr von Leonrod m_ stwa §__Woch5n die Vorlage n_euer PYäne m_td Kostenamchlage *u: den Münchener Jusnzpalast xn Ausstcht. _ _ __
In der gestrigen Stßung des F1nanzag§1chu17e§ OSr Kammer der Abgeordneten brachte ÖL Wr__Gen€ral= diskussion der Rejerent Dr. Freiherr vor) Sla1i7__72nderg die Po stwerthzetch enzur Sprache und memte, ss warde durch eine Vereinharung der Re[ervatstaaten 1_md_d8§ NZLÖHZ mog: lick.) sein auf Grund des- btsherigezr Erträgmffes d:“r dre; „PW- gebiete, die Ertragsqyoten u bestimmen. UebrxgzenH 721 dre “rage nicht prakti1ch_er, andert) nur akademmher Natur. Zr trage fich auch kemeswegs mtt der Abneht, an dem _Yon: Reservatrecht Bayerns zu rütteln _und wolls dre_ Sache nur erwähnen, weil in der letzten Zen v1e_l davoxt gequchen worden sei. Der Korreferent Abg. Getg_e_ r 1vr9ch 121136 Befriedigung darüber aus, daß der baye_r_11ch_e Ge13_ndte 10 energisch im Reichstag gegen den Abg. Burklzy auxgetreten sei. Hierauf erwiderte der Staats-anter ernherr von Crailsheim: _ _
Seitrkm Postkarten mit fremden _Marken_ beforkert _wurdcn, könne von UrbequemliÖkeiten des Publikums zucht x_ncbr gx1vrochen werden. Wenn man darauf binwetve, _ daß bet der_jexzt bestehenden Verfcdiedenartigkeit der deutschen Buxfmarken rte A1:sgletckung kleinerer Zahlungen, auf welche man_ tm Verkehr von Ort zu Ort angewiesen fei, erschwert werde,_ so musse er bemerken, daß Öner- marken nick)! dazu bestimmt jeien, a_ls Zablungkmtttel zu dtenen. E*T- bake fick) 1882 eine der baverrscben Handelskajntpern_ae_gen rie Vkreinbeitlicbung der deutschen Brtefmmken gerade ""t. Nuck11cht darauf auSgesptochen, daß es einen Mtßbrauch m der Gexcbaftswelt
bilde, wma kleinere Zahlungen vorwiegend durch Briefmarkcnddx- sealicben würden und raf; es nicht wünschenSwertb set, _rrrnn dj_exem Mißftand kalt!) Einführung der Einbeitßmarke nocb wexter Vo_r1_chub geleistet werde. Wenn übrigens in der That ein Bedursmß WSW?- kleinere Zahlungen durcb entfprecbende kleine_Werthze1chen auszualexchen, so bebmdere nichts, diese Ausgleichung in Gebubren- oder Wech1elste_mpel= marken vorzunehmen. Den Angriffen gegen den Fortbestand der exgxnen bayerisäxen Postmarkcn liege häufig der thjbuxn zu Grunde, daß es der Regierung wesentlich darauf ankomme, daß_m Bayem_Brtefmarken mit bayerischen Emblemen und nicht solche mz! _ren_ Rc1ch§emblemc§n : - _aügegebkn werden. Hierbei werde jedoch vollstandig uberseben, daß dte Me der Einnahmen aus dem bayerischen Post_verkcbr von der
. dung der bayeriscken Postmarken abbänge, diefe Verwendung sohia geradezu die Garantie jener Einnahmen hilde. Cs_ konnte all_er- d', versucht werdcn, eine gemeinschaftlube _Pojklpakke cm- en um alSdann noch cinem bestimmten Maßnab eme Heraus- von Seite des Reichs zu beans kuchen. Erne keracttge Ne- könne aber nur im Wege des ertrages erfolgen. Gegen!!!“ _ _ Vereinbarung bestäuben aber die schwersten Bedenken. Denn
“ auch xieUeicht angenommen werden könne, daß eme sylcbe Ver- Ü" UW. Fk kik, bayeriÉÖEPostverwaltung in firzanneller Hmszcbt von Vpnbnl1e_, so wurde dieselbe doch in polüistber quficbt sÖWUllÖ 9511? Em aß sxm können. Auch würde es fraglich fern, ob alSDann dre S_e standtgkeit der Tarifirung im inneren bayerischen Verkehr fich wurde aufrecht erhalten lasen. Wie übrigens aus der_t Erklarungen des Vertretersdes Reicbs-Postamts hervorgeht, bestehe m den Kursen der RetM-Ponperwaitung nicht entfernt die Absicht. den,be1den Reservatrebtm trgendwje zu nahe zu treten. Man habe vtelmebr dort ““S M dxr AUFaffung festgehalten, daß eine Aendxrung der “ ** * * Verhaltnisse nur dann eintreten könne. wmp ["M" _von Bavxrns oder Württembcrgs felbft die Initiative bxerzu _ergnffen . Z,- Dlexlagen, welcbe bezüglich der bayerischen Post_einxtchtungm
* Rbnnvfalx o_eltend gemacht worden seien und ans emem Ver- ' --- unt de_n EmrichUngen der Reichs-Poftverwaltung beruhten, -* - aljndtnß? nicht vollständig als unrichtig bejexchnet werden. ck_ set zu ionen, _daß, wenn bei manchen Einrichtungen der gletch zum Nachthetl der bayerischen Postverwaltung ausfalle,
Erzherzog LZD“ "7 *“:“szr Angabe in zwei _ _ _ _ ; :s: Kamrl herab von Gettbchen getrxeben worden_se12e_n, und ' “.! ' "€: . ' *
jüngst von einer längeren Seereise zurückge ehrt ist, bsdrxk: _ 5:12»: vom »taats-Mjmster Dr. von (Herber dte ntwort,
' ;er den Geistlichen den Beruf nicht absprechen
einen warm emp undénéx'. *:“?I:_:':.: L
andererseits in Bayern Einrichtungen bestäuben. we!che_ im Reich- Poftgebiet nicbt angetroffen und nur ungern vermißt wurden.
komme, ka die Klagen aus der Pfalz kämen, und zwar aus einer wmigcr dir?:t bevölkerten und xveniger wohlhabenden Gegend. In dem angrenzenden Elsaß, wo dre Y_evölkerung dichter und wobl- babmder sei. bestehe schon aus naturlichen Gründen ein größerer Verkehr. und hiermit erklärt sich auch die größere A_nzabl _von oü- anstaiten. Daß übrigens in Bayern_ verbalturßmäßtg wexuger ost- anstalten bestäuben als im Retrbögebtet, sei zuzugeben, Dre Verwal- jung sei denn auch bestrebt, diesen! Mangel mehr und mehr abru- beben, Auffajlsnd erscheine es. dasz Gesuche um Vermebkxing der- artiger Einrichtungen bisher nur m sehr geringer Anzahl emgelang? keien; erst in neuerer Znt mehre fich die Zahl derselben. (_C's m nicbt Aufgabe der Verwaltung. (x_llen Wünschen, welche_ etwa bestanden, Zurcrzukrmmrn, und es müsse im Allgemeinen d_en tnteressjrten Be- rélkerung-Ifreisen überlaffen werden, das Bedürfntß nacb elner Ver- Zéäzxung rer bsftebenden Zustande kundzugeden und entsprechend zu
dezrsmkcn.
Sachsen. Dresden. 29. Januar. (Dresd. J.) _I_lm KH.".iglécben Hofe fand gestern in den Pargdesälen des Korng- lichén Nefidenzschlosses der erste dies1ä_hr1ge Hofbcxlx statt, an wrlchem Se. Majestät der Könxg, Ihre Komghchen Hohsiten der Prinz Georg und die Prtnzesnn Math1_lde, »owje Ze. Durchlaucht der regierende _Fürst Reuß ]. L. xvexln'abmsn und zu dem gegen 900 Emladungen ergangen waren. , _ _ _ _ Die Zweite Kammer ertherlte m_ 1hrer heuttgen S1§U71a-den1Geseßentwurfe, den We xall der Yen- 4:dnsdeiträgs der Geistlichen und ehrer bett? end, :,u? Anrakhxn der Finanz-Deputation 11 unter Streichung
„ I.:;- §. 3 ihre Zustimmung und nahm einen von der ? **??- t r' n Vaueru. München,29.Ianuar. (Ang. tg.) Aug VOL: 1 *“ UW „ _ _ rnulvh Hr“?- *? sammelten nch heute Vormittag sämmtl1cheM1tglieder der Farm!» ;
gestellten Antrag an die Staatöregterung nächsten Landtage eine Vorlxxge zu machen T*:éx-xn Beseitigung der bisherigen Befrxtng der _Getft- 21.223; und Volksschullehrer von personl1chen Kuchen- .::“.1,:_«*.:*77. Darauf ging die Kammer zur Berathung des XITÖdUitt-Z U des ordentlichen Staatshaushalts-
LTI, DCU).
]E:.::§, Departeant des Kultus und_ öffexxtljchen . 11 :*. : ? rrich : 6 über, drr von dxr Fmanz-Dxputanon-R m1t exmgen ' **:-7.4.8621, mit der Staatslegwrung verembarten Aenderungen
. »
? ;UT Genehmigung "empfohxen wurde. Zu Kap. 89, Evangelisch:
lxxk 974.1" ÖSÖ Landeskonfistorium, fragte der Abg. V e b e [ an, wie
:::.“- rie Ns ierung zu politischen Agitationen_ver_h_alte, die nach Z äUen durch Flug1chruten odér von
..
_ onne,_ _zur *L.:.drung der finlich-In Grundlage der Re[igzon auch_polm1che Xr-xgsn zu behandeln und vor poltt1_1cheN-R1chtungen, :*:éléös üch gkgén diese Grundlage nchteten, und zu
:.:? sr Die Agitation von der Kanzel zwar mißbiUiFe, daß er
* Mlchen namentlich auch dis sozialdemokratische Richtung ge,- ; bdrs. zu warnen.
311 der fich hieran schlisßenden Erörterung “'Nach-::! fick), mit Ausaahme der_Abgg. Bebel u_nd Lteb- knecht, sämmtliche Redner x_n denUelben Smne aus. Zu Kap. 91, Universität Leipzrg, brachte Abg. Beb_el sinen Fall zur Sprache, 171 welchem em Gelehrter, _der_11ch an der Univerfität habilitiren wolltx,_ vom Mmqtermm abgewiesen worden sei, 1131?) „zwar 1emer Mßmung 1_1_ach wegrn seiner Habilitat1onß1chmß m welcher d1e Marxxche Werthtbeoris vertreten werde, und rügte alsoa_1_1_n_, daß dxe (_m der Univsrfität bestehenden Corps tatutenmqßxg 1b1'e Mu: glieder zum Tussi verpflichtsten. Tsr Staat§_:M11111te_r Dr. von Gerber bestritt lestsreß, sprach nch_aber_ 1xn Uebrigen gegen 'das srurentische Duellwsssn aus und wixmchte de)) dagegen gerichteten BestrrbUngen der akademUchen Bshorden dsn besten Erfolg; bezüglich des vom Abg. Bebsl angezogxrxen Falles erklärt? er, daß der betreffende Ge_lehxte abgermewy worden sei, weil dék bkgründete Verdacht bestanden habe, daß derx'elbe der Soziaxdemokratis angedöre. Zu K_ap. 92_ _Poly: technikum zu TreSden, erörterte de_r Aba. Bdn11ch ver1_chtedene Mikkel und Wege, die geeignet win könntkn, dLn Bemch der Anstalt zn exhdhsn. Jm Usbrigen wurde _der Er_at ohne wrsemliche Debatte deU Anträgen der Deputatton enUprechend dewilli t. _ _
TSM Ständen ist ein Geseßentwurf, betreffend dxe Körung und Unterhaltung der Zuchtbuilen, www ein Nachtrag zu Kav'xtal 45 R71 dss Staatßhags- halts:Eta!H für 1890/91 zugegangen. Zn leßtxrem w1rd, mit Rückficht auf den vorstkhend erwahnten Gewxzenxwurs, eine Erhöhung der Diedofitionssumme xür Landwxrtwchast um 85000 „16 verlangt,
Württemberg. Stuttgarx, 29. Janygr. _(St.:A._1_._W.) Gestern Abend 6 Uhr fanden bei dem Komglrcl) preußnchen Gesandten Grafen von Wesdehlen und be: d-Wm_komman: direnden General von Al_vensleden zur errxr__de§ Geburtsfeftes Sr. Majénät des Deuxjchcn K_cxmerS “esteffen statt. An dem ersteren nahmen dre Hrrn. Staats- Jkinister Vr. Freiherr von Mittnacht. ])r. von__Fab€r, Dr._von Sarwey, von Schmid, vom Zöniglichen Hdmaat Gehenxrer Rath Dr. von Griefinger, Hoxmar1chall__Fre1herr_ von_ Woll- warth, Tberst-Hofmeister Freiherr don Reuchach. me Gexandten Oesterreichs und RußlandS, von Okoltcsamy und Baron von Free- derickSz, Geheimer Rath von Mohl, Kammer-Prändéut von Hohl, im Ganzen 18 ersonén Theil. In Folge von_Erkran_ku1).gen hatten mehrere der weiter geladenen Herren n1cht 2r1chemen können. Bei dem kommandirenden_ General wgren 25 Gedecke aufgelegt und erschienen Se.Kön1gltche Hohsrt der Prinz Wilhelm von Württember , Se. Zontgltche Hohen der Prinz Hermann zu Sachken-Wezmar, der Kriegs- Minister General:Lieutenant von Stemheil, der General: Adjutant Freiherr von Molsberg, die gemmmte Generalität von Stuttgart und Ludwigsdurg undder Stab des General- Kommandos. Den Toast aus Se. Ma1estät den Kaiser brachte hier der Festgeber General von Alvenslede_n_aus.
Der Bericht der Finanzkommmston der Kammer der Abgeordneten zu dem Entwurf eines Gesetzes, betreffend weitere Aenderungen kes Geseßes vom 19.-September 1852 über die Steuer von Kapital-, Rentrnz DienstZ- und BerufSeinkommen, ist erschißnen. _Dte Anträge lauten (mit einigen Abänderungen) ans Zusnmmung. Zweck des Entwurfs ist, für die nach dem Tode des Schuldigen in Frage kommende Steuernachholung und _Bestrafung der Steuer- efährdunH eine neue von der setthertgen grund1äslich ver- ?chiedene egelung zu geben.
Baden. KarlSruhe 28. Januar. (Schw. Merk.) In der heutigen Sißung der weiten Kammer erstattete der Abg. Reiß Bericht über die Petition de_s Ausschusses des Heidelberger Schloßvereins, dre Umbauung des Heidelberger Schlo'sses betreffend, und stellte den
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Anita, das Gesuch derRegierung zur Kenntnißnahme zu übergegben. Der Abs Wilckens bestätig , daß durch ver- schiedene Bauten in der Umgebung des Schlosses das Lgnd- schaftsbild geändert oder geschädigt werde. Allem der sroßtx Theil der Umgebung der Ruine des Schlosses _ sn in Privathänden. Das Schloßhotel m_1d Sanatormn), die Villa Schulz ständen auf Przvatbodexj. Dre Stadt Heidelber bemühe Feb, mögltchst m_el von dem betreffenden rund und Vo en zu erwerhen. _Etxt solcher Ankauf sei erst kürzlich eschehen. Bedenkluh set dre Sud-, Ost- und Nordseite des Scßloffes gefährdet. Durch Ort6|_atut könne nicht geholfen werden. Man set auch vor ge_wer_bl1chen Anlagen und Kaminen nicht sicher. So habe erst_kurzltch das Ministerium die Erbauung eines Kamms_ genehmtgen müssen, die vom Bezirköratb im Interesse der _Schloßumgebunq abgelehnt worden sei. Der Verein one, daß1ederBau untersg t werde; allein soweit dürfe eine örtliche Bauordnung m t gehen: §. 57 des Forstgeseßes sei hier auch nicht zutreffend, und [er durch §. 58 schon sehr eingeschränkt. Es sei Gefahr, daß_ dre Kastanienpfianzungen gegen Süden fallen und _Bauylaßen weichen müßten. Es sxi nicht abz_useh3n, wer dre Prwaten für den werthvollen Benß “entschädigen solle. _ Der Weg do:: Abhülfe müsse erst gesucht werden. _ Ohn? große_ Opfer werde absr nichts zu erreichen sem. M_oge dre Regrerung prüfen im Sinne des Antrages. Der Remerupgskommtffär Bechert vsrficherte, daß die Regierung slch für die Pentwn sehr interesfire. Das Geseß gxbß etmge Handhabenz so dqs Forstgefeß und Orts-Poltzergeseß. Damach mußten dte Bauten in ihrem Plan _ drr Umgebung _ entsprechen. Man werde an den ge1eßl1chen Erfordermssen _ streng festhalten. Ein allgemeines Bauverbot aber kon_ne_ mcht _er- gehsn. Es käme dres einer förmltchen Expxoprtanon glexch. Es sei möglich, daß die Regiergng noch dreyxm Landtag eme GessßeSvorlage mache, welche d1e Sache heruhre. Der Abg. Wilckens glaubte, daß die bestehende_n (Hexeßq fur dorltxgende Frage nicht wirksam genug seien. Die deäne wre dre (_Se- meinde werde kein rbr gehöriges Terram der Spekulqnon überlassen. Die Schkoßruine sei ein Natwnalgut und zu threr Erhaltung sollte man die Gemeinde _oder Baden, _es sollte ganz Deutschland helfen, etwa durch kme Lotter:e wre bet der Schloßfreiheit, bei dem Dom in Köly u; s. w. Der Antrag der Kommisfion wurde hierauf emsnmmm angenommen, worauf weitere Petitionen erledigt wurden.
Sachsen : Weimar: Eisenach. Weimar,_ 29. Januqr. (Th. C.). Die Uebergabe der Geschäfte 1elt§11s des btd- herigen Staats-Ministers_ ])r. Stichltng an 1emen _Na_c_h: folger, den Staats-Minifter von Groß, findet am 0. Z)"?- bruar statt.
Braunschweig. (Z.) Braunschweig, 29. Iamrar. Der heutigen feierlichen Eröffnung des Landtages amg im Dom ein Gottesdienst _voraus. Um _111/2 Uhr eröffnete der Wirkliche (_Hehetme Rgth 1)r. zm. Otto im Namen Sr. Königljchen Hohen des Regentrn den Landtag. Nachdem derselbe der __verftorbenen Kxuferm Augusta gedacht hatte, verbreitete e_r fich Uher die sehr gunsttge Finanzlage und kündigte theilwexse bereits erwartxte Gefes- éntwürfe an, darunter solche übe_r die_Kr_ankenvers_1cherung der land: und forstwirth1cha7t11chen Arbetter, über die Errichtung einer Handelskammer für da_s
erzogthum und über emen Normal-Etat für dte ymnasiallehrer. _ _ _ _
Die Prinzliche Famrlte wrrd he_ut_e 5Ybend von Berlin zurückerwartet. Morgen wird Sr. Komglzche Hohen d_er Regent den Landtagö-Mrtgltedern rm Schlosse em Diner geben.
Wie „W. T. B.“ meldet, wählte der Laydtag den L_lbg. von Veltheim zu_m Präsidenten und be1chloß, von emer Antwort?:adreffe aux die Thronrede abzusehen.
Sachsen-Meiniugen. M ein ing e n , 29. Ia_n_uar. (_Th. C.) Der bisherige Staats-Miniüer Freiherr pon nyeke 1_st aus Gesundheitsrückstchten zurückgetreten. Sem Nachfolger ist der Geheime Staats-Rath Or. Heym. Der Staats-Ratb von Buttler übernimmt das Departement des Innern.
Reuß ck L. (+) Greiz, 29. Januar. Ihre Durch- laucht die Prinzessin Marie _zu Ysetxburgz geb. Prinzesfin Reuß älterer Linie, ist genßrn von em._m_ langererx Aufenthalte in Droysfig an den hxefigen Fürxtltchen Hox zurückgekehrd _ _ .
Der auf heute nach hter emberufene Landtag des F Ürstenthums hat der ei_nzigen Regierungövorlgge, dem am 20. November 1). J. zwi1chen Preußen, Sachjen-Wetmar- Eisenach, Sachsen-Meiningen, Sachsen:?lltxnburg, Sachsen- Coburg und Gotha, SchwarzburgSondershauyen, Schwarzburg- Rudolstadt, Reuß älterer und jüngerer Linie wegen Fort- dauer det; thüringischen Zoll: und Handelöver- eins abgefchlossenen_Y_ertrag nebst zugehörigem tht und Protokollen, die verxanungsmäßige Zustimmung mxt Stimmeneinhelligkeit ertheilt.
Qesterreitb-ngarn. Wien, 30. Januar. (W. TV.) Die amtliche „Wiener Zeitung“ publi_zirt die Ernennung des eldbifchofs Dr. Anton Grujcha zum Fürst-Erz- bis of von Wien._ ])1'. Gruscha wurde vorgestern von Sr. Majestät dem Kats er und König empfangen.
Anläßlich des Jahrestages des Hinscheidens des Kr o n p r i n z e n R u d o [ hp veröffentlichen sämmtliche Zeitungen Artikel, in welchen fie in bewegten Worten der seltenen GeisteSgaben dss Dahingeschiedenen gedenken und den er- habenen Herrscher bewyndcrn, der selbst in dem namenlosen
mersäbdes Vaters me die heilige Pflicht des Regenten ver- ge en e.
Im Auftrage Sr. Majestät des Deuts chen Kais ers wurde gestern em Kranz am Sarge des Kronprinzen-Rudolph niede_r: gelegt. Ebemo wurden auch zahlreiche Kränze von verschw denen Korpdraxtonexr und Vereinen gewidmet, so o_on dem 10. Amllerte-Regtment, dessen Inhaber der Kronprmz Rudolph war, sowre von dem Direktionßratb des vom Kryn- prinzen Rudolph begründeten Werkes; „Die öfterreéchiych: ungarische Monarchie in Wort und Bild“.
Budapest. 24. Januar. Wien, Abdpost). Dem Unter- hause unterbrexkete heute der inifier für Kultus und Unter- richt Graf Cz-“iky emen Gesehentwurf in Betreff der Er- Yhuxag des zum _Bau von staatlichen Elementar: und
ürgerschulen bewültgten Kredites von 500000 Fl. _um 200000 [. Sodann wurde die Spezialdebatte uber das Bu get des Ministeriums für Kultus und
Unterricht fortgeseßt. Im Laufe der Debatte tratderAbg. Komlossy für den lischen Charakter der Budapester Universttät ein und prot itte gegen dte Aufnahme derselben in das Budget. Der Minifter Graf Czäk y erwiderte, dieser Umstand präjudizire keineswegs der Lösung der Frage der katholischen Snftungen. _ Wenn seinerzeit_ die Lösung erfolge, werde auch dre Abrechnung mcht ausbleiben.
weiteren Verlaufe der Süßung _ eine lebhafte Debatte über den Unterricht m der griechischen Sprache, in welche die Abga. Nagy, Asboth, Beöthy PulSzky, György, Fenyveffy und Baron Pränay eingri en. So-
dann nahm der Staatssekretär von Berzeviczy das Wort. Derselbe reflektirte auf einzelne Aus-
führungen der Vorredner_ und betonte, daß die Regierung großes_ Gewicht auf i_ne Frage der Ueberbürdun in der thtelschule lege. Ste wolle den angekrebten Zwe an durch Yerbefferung des Unterrichtssyftems und möglich harmon11ches_ Zusammenwirken der Profefforenkörper er- reichen. Dre Nothwendigkeit einer Reform, betreffend die Vorbildung _der Professoren, werde in Bälde unvermeidlich sxin. _Im Uebngen sei die Frage der Ueberbürdung keine eigentltche Schulfrage, _wndem eine gesellschaftlicbe Frage. Drr Redner betonte weiter die Notbwendigkeit der körperlichen Agsbildung dxr gend, in welcher Hinficht der Staat die thm zukallende Auma ? erfüllen werde.
Fiume, 29, Januar. (W. _T. B.) Der Zustand des Grafen Andrasw ist wieder ungünstiger.
Großbritannien und Irland. London, 29.Ianuar. (A. C.) Der Hof kehrt am 15. Februar von Osborne nach Schloß Windsor zurück.
Lord Salisbury ist von seiner Erkrankqu an der Influenza ]"th fast völlig genesen. Auf Rathsemer Aerzte unternimmt der Premier fast täglich Spazxergänge UU Park feiner Befißung Hatfield, besucht jedoch_ London n_oc_h mehl, sondern wickelt alle Geschäfte, welche_ thm als Mmtfter des ?_ltkWäZtigen obliegen, mit Hülxe semer Sekretare m Hat-
e d a .
Nunmehr haben auch Gladstone und der Marquis
von Hartington Rundschreiben an ihre_Parteigenoffen im Hause der Gemeinen gerichtet, worin fie di_e1elben ersuchen, am 11. Februar auf ihren Plätzen im Hause zu sein. Der Führer der Liberalen stüßt fein Gesuch darauf, daß „die Lage der _öffentlichen Angelegenheiten nicht ohne eigenthümliche then sei und _die Eröffnung der Session von dringlichem Jnterrffe sein dürfte.“ Der Führer der liberalen Unionisten spricht davon, daß „Gegenstände von Wichtigkeit wahrscheinlich zur unverzüglichen Berathung gelangen dürften“. _ In radikalen Kreisen scheint die von derNegierung m' Aussxcht gesteütx neue ._Heilmaßregel für Irland auf große Oppofitwn zu toßen. _Gestern wurde in der St. James Hall _eine von der englychen „„Land Restoration League“ einberufene Mas s env er1am mlu ng abgehalten, um gegen „das Auskamen der irischen Großgrundbeüßer auf Kosten britixcher Steu-rzahler“ zu protestiren. Professor Stuart, John Burns, Michael Davitt, Lady Sandhurst u. A. hielten Reden, worauf eine Resolution angenommen wurde, welche jeden Plan für den Ankauf von Gütern in Irland, der das Rifico in fich schließe, dem britischen Steuerzahler für den Vortheil irischer Grundbefißer neue Bürden aufzu- laden, verwirft.
'Der pa_rnellitische Abgeordnete, 1)r. Tanner, wurde vorgenern in Cork wegen Beleidigung eines Groß: grundbefißers zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt.
De_r Lordmayor, Sir Henry Isaacs, empfing dieser Tage tm qufion House eine zahlreiche aus Generalen und Admiralen zmammengeseßte Abordnung, welche ihn ersuchte, eine Sammlung zu veranstalten, deren Ertrag zur Her- stellung eines geeigneten Monuments in London für den verstorbenen Feldmarschall, Lord Napier von Ma dala, verwendet werden soU. Ter Lordmayor gab seine inwilli: gung hierzu und es wurden auf der Stelle von den An- wesenden über 1300 Psd. Stekl. für den Zweck gezeichnet.
Frankreich. Paris, 29. Januar. (W. T. B.) An einer Plenarverfammlung der Republikaner, welche heute abgehalth wurde, nahmen unßefähr 200 Personen unter dem Vornße des Aeltesten in der Tersammlung, Noöls, Theil. Alle Schattirungen _der Linken waren dabei vertreten. V_1ette schlug vor, Briswn zum Präfidenten zu wählen; dreser nahm jedoch den Vorfiß nicht an und bekämpfte den An- trag Proufi's, ein permanentes Bureau zu ernennen, da dies darauf hinausliefe, eine geheime Macht zu schaffen. Schließ- l_ich wurde ein_ Aanag Lanessans angenommen, wonach frch alle republtkaniychen Abgeordneten ohne Einberufun am leJten Mittwoch jedes Monats versammeln sollen; _ erner fo te als wesentliche Grundéage sein Programm, die Auf: rechterhaltung und Anwendung der Militär: Schul- und der Geseße, betreffend die Vertheidigung der ouveränetät des Volkes gegen die Anhänger des König: und Kaiserreichs sowie d_erD1k_tatur, angenommen werden. Die Versammlung h_eschloß, eme Ltste zu eröffnen, in welche alle Anwesenden 1_1ch ein- tragen sollten. 162 Personen schrieben fiel; ein; ungexähr 50 weigerten fich. Wer den Vorfis in den künftigen Vemamm: lungen führen solle, wurde nicht festgesest.
In einer heute m Boulogne stattgehabten Wii ler- versammlung wurde_ der antisemitische Boulan ist aur von seinem Gegenkandzdatxn Lissagaray geoh eigt. Die Versammlung endete_m1t einem allgemeinen Handgemenge,
Laguerre, Latsant und Mtllevoye find gestern zu einer Konferenz mit Voulgnger nach Ieréey abgereist._
Der ehemaltge franzönsche GenerabKon ul in rankturt a. M., Rothan, welcher 1870 Geschäftsträger in mburg war, ist gestorben,
Italien. Rom, 29. Januar. (W. T. B.)_ Ueber- morgen wird in der K1rche Santa _Marm dell' Amm_a ein feierliches Re uiem für_den heungegangenen Freiherrn von Franckenßein celebrtrt werden, zu dem die deutsche Kolonie Einladungen erhalten hat.
Portugal. Lissabon,30.3änuar. (WT. B.) Major Serpa Pinto ist in Lourenzo-Marquez angekommen. __der ganzen Provinz Mozambique herrscht vollkommene u e. -
Schweiz. Bern, 29. Januar. Wie der „Band“ 1_1_1_eldet, wird der BundeSrath die Regierungen der europ_ms n Industriestaaten zur Theilnahme an einer am 5. Mar 1 1m Ständerathssaale des Bundesrathsbauseß in Bern statt- findenden Konferenz, betreffend Arbetterschuy, unxer
Vorlesung eines Entwurfs zum DiskusfionSprogramm em- .
entwickelte fich"
ladesj. Das DiskusfionSprogramm soll ersi später veröffentlicht wer en.
Rumänien. Bukareft, 30.Januar. (W._T.B.) Die gestrige Sißung der Kammer wurde vollständtg ausgefüllt mit der Verlesung des Verichks über Verseßung des Ka: binets Bratiano in Anklagezufland, sodaß heute sofort die Debatte beginnen kann.
Serbien, Belgrad, 29. Januar. (W. T_ B;) Der montenegrinijche Minister des Aeußern. Vukovtc, tft h1er eingetromen. Wie die „Polit. Corresp.“ erfährt, hgtte der Minister, welcher auf der Durchreise zwei Tage in W1en_ ver- weilte, eine _lange eingehende Unterredung mit dem Srktwns- Chef im Mmifierium des Aeußern, von Szögyenyt, und wurde auch von dem Minister des Aéußern, Grafen Kälnoky, cmpfangen.
Vu! arieu, Sofia, 29. Januar. (W. T. B.) Die „_Agence 0100111013?“ bezeichnet die Meldung des „Tenxps“, dre bulgarijche Regierung beabfichtige zur vollstän- digen Be ahlung der russischen Okkupationskoßen e1ne_ neue_ "le_ihe aufzunehmen, als unbegründet. Bul- garten versüge hierzu über attßreichende Mittel.
Schiveden jmd Nouvegen. (k.) Stockholm, 27. Ja- nuar. Die K_ündigung der zwischsn Schwed€n und fremden Staaten bextehenden Handelß- und Schiffahrts- verträge itt in der Ersten Kammer vom Freiherrn von Klinckowsiröm und in der Zweiten Kammer von dem Abg. Eliasson beantragt worden.
_ Der Chef des Kriegs:D€vartem9nts hat bei dem Reubstaae eine außerordentliche Béwilligung von 1200000 Kronen ;ur Anschaffung ron Festungsgeschüßen beantragt, wovon 100000 Kronen für dTe Festung Carlsdorg, 900000 Kronen für die Ssebsfestigungsp Stockholms von Waxholm bis Oskar:Fredriksbdrg und 200000 Kronén für die _LJ_§kar-Wärn§-Linien bestimmt sind. Bei der Begründung mnes Vor1ck_,lags im Staatsrath wies der Departeme11t§=C22f dgrauf hin, daß er vermeine, für dis Festung Carlsborg nur dre gewöhnliche außerordentlich? Bewilligung von 100000 Kroxten zur Anschaffung von Festungsgeschüßen brantragen zu dürsen, ab_er er bemerkte alsdann ferner: „Freilich seien die ganzen Aumsndungen zu diésém Zweck in einem Schreibsn des Gensral-Feldzsugmeisters vom 1:3. Novsmber 1877 zu Z 618 000 Krmzen berechnet worden, und da der Réichstag gemäß dem Vor1chlag des General-Feldzeug1neisters bjsher 925000Kronen zu diesem Zweck bewiUm: habe, so Tri [sicht einzusehen, daß es bei der verhältnißmäßig so kleixxen Jahresbewiüigung von 100000 Kronen noch lange Zeit dauern wsrde, bevor die Armirung der Centralsestung Schw-edens vollständig hergestellt s ein werde.“ Andere.? liege dagegen djs Sache bezüglich der Armirung von WaxholnvOßkar-Fredriksborg und der OHkar=Wärus- Linien. „Auch wenn man von dEr Möglichkeit einés direkt gegen dg?- Land gerichtetenKrieges absehs,“ bemerkte der Kriechp-Minister, „1okönnten doch unter den grgenwärtigen Verhältnissen in Europa leicht Umständz emtreten, die eine ernste Mahnung für und enthielten, unsere Neutralität zu vertheidigen und somit exne schleunige Armirung dieser FLÜUUZLU zu einer gebieterdchen politiéchcn Nothwendigkeit zu machen, und da von den _Beträgrn, die: für die Armirung derselben berechnet xeien, nämlich 2070 031 Kronsn für Wathm: star-Fredriksborg und 261000 Kronen für die Oskar: Wärns-Linien, bisher nur resp. 100000 Kronen und 50000 Kronen bewilligt seien, so sei es klar, daß die Armirung daselbst vor) einem befriedigenden Zustande weit entfernt sei.“ Die Kmegßverwaltung habe deshalb auch in Ausficht nehmen xnüffen, gegebenen Falls eine Marnge Geschüße aus der Csntral- festuna Carlsborg nach den bsdrohten Befestigungen schaffen zu lassen. Troß des Beunruhigenden in diesen Verhältniffen würde der Kriegs=Minister aber dsnnoch keine höheren Forde- ranger) für den erwäFnten Zweck erhoben haben, wenn die fin__a_nztellen Verhältni e des Staats es jetzt nicht geßatteten, großere Aufwendungen als bisher für die Landesverthridigung zu machen.
Amerika. Vereinigte Staaten. Washington, 29. Januar. (W._ T. B_)_ Präsidsnt Harrison empfing gestern den bras_1ltam1chen Gesandten Valente und ebenso den _Speztalgesaudten de Mendoca. Es hat dadurch Senens der Vereinigten Staaten von Nord=Amerika erm». formelle Anerkennung der Republik Bra- s_1[1€t_1 statt efunden. Die_Vegegnungen waren sehr freund- 1chastl1ch. räsidxnt Harriwn gab in seiner Antwort auf die Y_nsprache des Ge1andten Valente der Genugthuung über den fyedltchxn Charakter des Regierungswechsels Ausdruck und fragte hmzu_: er werde stets bemüht sein, die freundschaft- ltYftZn Beztehungen zu der Regisrung Brafiliens aufrecht zu er a en.
_ (A. C.) Der Finanzausschuss des Repräsen: tantenhau1es m_ in der Augarbeitung der Tarifvor- lag? wertete Fdxt chntte gemacht. Er hat den Baumwoll- tartf der vorjahngen Senatsvorlage angenommen. Die Demokraten werden ihre Oppofition gegen den neuen Tarif darau_f beschranken, daß ste an dessen Stelle die Tarife der Mtllsschen Vorlage, welche durch ein Parteivotum verworfen wurde, vorschlagen.
_ Das Repräsent_antenhaus genehmigte am 27. d. emeVorlagez welche setdene Bänder mit einem Einfuhr- zoll von“ 00 Proz. bel_egt. Durch einen Jrrthum in dem Geses von 1883 zahlten 1e1dene Bänder bislan einen Import- zgll von nur 20 Proz., während es stets beabtchtigt war, fie hoher zu Yfieuem.
__ _enat wurde estern die Vorlage des Schuß: sekretars Wmdom eingebqut, welche zur Emission von _Schaßnoten gegen Hinterlegung von Silberbarren tm Emklange nut dem in 1einem Bericht an den Kongreß vorgeschlagenen Plan ermächtigt. Mit 44 gegen 7 Stimmen genehmigte der Senat_ odann den Geseßentwurf, welcher den Staaten alle von rhnen während des Krieges gezahlten dtrekten S t e u e rn zurückerfiattet.
Afixu. Persien. Der „Times“ wird über St. Peters- burg benchtet: Erne von Tiflis einer Moskauer Zeitung zu- egangene Depesche meldet, daß am 23. Januar ein aus er:; h_efte der Pöbelhaufe vor dem Palast des chah s m _eheran Ruhestörungen erregte, weil der Schah vom brttzschen Ge andten eine persischeUeber- sesun_g der thel_ angenommen hatte. Die Ruhe wurde __edoch ehr schnell wuder 3T"; estellt. Bus britische Gesandt-
chafthebäude wird ' t er als bis er bewa t. Der ritische Gesandte ist 1112?!) Tabriz gereist.h ck
Afrika. Egypten. Kairo, 27. Januar- (A; C- Gener_al Dornxer, der Ober-Vefehlshaber der _engltschen Okkupatloysäxmee m Eßyptqn, iü von seiner Insmzuuna der Grenze mu emem befriedtgenden Bericht zurückgeketh Allenthalbeq herrscht Ruhe und die Derwische desertiren.
Sanstbar. Wte das „R. B.“ meldet, stattete der Sultan qm 27._ Januar dem deutschen General- Konsyl ememVemä) ab und gab seinen Glückwünschen anläßltch des Geburtstages des Kaisers Wilhelm Ausdruck.
-- Der Ausschuß _des De_utschen Emin-VasÖa-Comités empfing gestern, w1e dte_ „Nordd. Allg. Ztg.“ mittheilt, zwei Telegramme aus Sans_tbar. _Das eine, am 28. Januar um 7 Uhr 30 Minuten 111 Sannbar aufgegeben, rührt von Borchert her und meldet: „Erreichte Kenia-Station; Peters und T_iedexgann 40 Tage v_orber_Anfang November gesund abg€retst,_pamrt_en ohne Kamps Manai-Land, ]“?Ht bsrexts weit über Varmgo hinaus“. Das andere Telegramm, von Hanfing u. Co. in Sanfibar am 29. Januar, 8 Uhr 55 Minuten Morgens aufgegeben, lautet: „Borchert krank Lamu, franzdfischs Misfionare melden Peters Ukamda_“. Das Land Ukamba "liegt südlich vom Kenia-Gebirge, zwi1chen diesem und dem Zabaleuffe,
_ Die obigen Telegramme bestätégen, daß Psterß und von “Tiede-
mann am Leben smd, absr üs ,Üehen- bezüali des ' ' Aufenthalt?- der Beiden mehr nur unter ___ch_ch_„________]_*_Iß:_?_s§ mit dsr zuleßt telexxrapbisch gemeldstsn Nachckchx j.] Wider- spruch, daß Peters in Subaki eingetroffen ist*, wo sr Proviant oder Waaren erwarte». Gewißheik Üdsr 2:12 Lag.) der Erpe- dition kann man erst durch wsitere von Psxsrs selbst her- rührendZ Nachrichten erwarten.
Parlamentarische Nachrichten.
In dér héutigén ("a",) Sißung dr? Hauses der Ab- geordneten, welcher der Mmister für Landekxdschxfk :c. 1)r. Frei- herr Lucius oon Ballhaussn beiwohnté, 7115112? ;;r Präfident zunächst dsn Eingang folgenden SchréiZM-I Zr. Majestät des Könige.? mit: '
Dem J'räÄrrnTen ““rrcclys Ick) Meidsrx Icr5[ié?':;x Tank aus für die treucn (ölückxrünsckée, Miche Mir kersclkx N::nx-x-F- TFS Hauses der AbZevrknete;; zu Meiden! Geburlétage dar,].ekxaÖr kak,
Brrlén. re.". 29. Jana]: 1590.
T*? : 1 k s ! m.
Auf der Taquordnu-xg stand Ii.“ Xorxsrßung der zweiten Berathung des Emwnrx-Z “des Staats- hauShalTS=Etat§f11r 1890.91.
Vom Spezial-Etat „LandwirxbsWftlickye Ver-
waltung“ wurde die „Einnddms KW. 32“ ohne Debatte bewiUigk. Bsi dsn „Dauerndsn AU:;Z-absn“ Kap. 99 „Ministerium“ wünscht? der Abg.B0rk SMS Aufbsfferung der Gehälter "der Forstbsamten und im BHTMOZM eine Regelung der ththn: und Waisenversorgung dsr Forübeamten, welche im Westen Gemeindewaldungen vsrwaLHT-xkt. _ Abg. Schultz (Lupiß) hat dem 11€€::1k:9r, do:!) einen Ver- 1_uch mit dxm Gerson'schen, von landwéwdkchaftlichen Autoritäten whr mesobléMn, System der Waäsxwärthfchaft zu machen. Für dis_ Einrichtung der Csntralmor-rksmmission und der Moorvermchssmtion verdiene der “'N-„'*Ln'isxxr allen Dank, doch müßte noeh en-:_rgischer mit drr Bssisxéldmg üé-kalischer Moore vorgegangsn wsxden.
A-(g. von Halem befürwortsxs Sins wsitere Ausbildung der lamdwkrthschastlichen Fortbildungs- und Winterschulen, so- wie der landwirthschaftlichen Mittelschulen.
Der Minister für Landwirthichafx :c.1)r.FreiherrLucius von Wallhausen erwiderte drm Abg. Bork, daß eine Vor- lage belteffznd der Gemrindsfdrster wem naffauischen Kommunal- landtage vorliege; dem Abg. Zrhnlö, daß bei fast allen An- regungen zur Einführung des Gsrfon'schen Systems die Regierung auf lsbhasten Widersxamd derDsichverbände, die in diesenDingen soaverän seien, gefwßsn sei; die Regierung habe nicht nur (102 Kosten der Versuch:», sondern auch alleGarantien für die Zukunft übernehmen sollen. Zu eincrEchdhung der Mittel für die Moorkultur, sobald 21118 solche nothwendig sein sollte, sei die Regierung bereit; vorläuäg rsichten die zur Verfügung stehenden Mittel noch auI. Tur _ landwirrhschaftliche Fort- bildungssckzulwesen werd: 110ch aUsu Rtchtungen auf das Eifrigsté gefördsrt und befixkds 1'ich _naméntlich in den weft- lichen und mijtleren Provinzsn 1111_b€12e1_1 Zustande.
Abg. von Werdeck dankxe 711: dle bereitwilligere Her- gabe von Waldstreu. _
Ava. von Schalscha dsxlirwortafe Versuche mit dem Gerson'schrn System. _
Kap. 99 wurde bewiüigx, 91191110 ohne Debatte Kap. 100 „Tber-Landeskulturgexicht.“ ___
Bei Kap. 101 „Gensralkomnmnon“ und zwar bei Tit. 5 „Vsrmeffungsbeamts“ regte dé]: Ahg; So_mbart eme Theilung dieses; Titels an, der grmein1chaslllch dle Feldmefferz Melio- rationsbeamte und Wissenbaubeqnne umxaffe, _während die leßterxn bsiden Kategorisn nur 8111? _Volksschulbtldung hätten.
Abg. Dr, En neccsrUJZ onts dte “eldmeffer den Kataster- kontroleursn in Bezug aus das PM onsfäh1ge Einkommxn gleichgestellx sehsn. _ _ _
Der Ministkr für Landw1xch1chélst :e. ])r. FreiherrLu “;.;- ,' von Wallhausen meims, der Anregung des Abg. “'““
bart eine Berückstchtigung nichl Zusagen zu könren, do“, "
ngzen ."; Tschaiker dabri i11_ _FkaZe kämen, dZeselben * ern in wäterem Alter 111 01218 S
Enncccerus sei Gegenstand von Verhandlungen; im Prin“zck__x sei die "orderunz nicht unorrerhtlgt, daß_Yem_nte von gleih- ' artiger orbildunxa 13172) glsxchnunger Thangkeu auch in den_ . Gehaltssäßen gleich 1eten.___ “
Kap. 101 wurde beanlltgt. _
Bei Kap. 102 „Landwnsxhschaftllche Lehranstalten“, und zwar bei Tit. 15: „.le Y_exhulfen xlr Emchtung und Unter- haltung von landmrtwchanltxhen Melschulen“, hat der Abg. Melbeck, Antr_äge au7_Emchkungae_1_von landwirthschaftlichen Haushaltungsamtaltßrx"UT Wohlwo zu behandeln und nach Mögltchkett zu unterstzzösn- _ *
Der Minister UU“ LMdethschaft :e, ])r. Freihe-- Lucius von Ba_llhausen_ e_rklarte diese Schulen ' außerordentlich nüHl1ch MIT) Wirksam und wies darauf - daß er der Gründung d_er1_elben _stets förderlich gewesen.
Abg. Knebol wun1chte m _der landWirths aftlichen Forthrlsxtngsschule auch den Unterricht in der Bu führung emge u . _ _ __
Kap.“ 10? wurde bewtlltgt.
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