1890 / 29 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 30 Jan 1890 18:00:01 GMT) scan diff

* morden ist; das Wetter ist in Central-Eurovä b“

_. * ' „deutschland fanden

_dxm_Franzöfischen v_on_H. S. v. ?))kosenthéle.x Tanz

5 Mb. Mu 1k arrangirt von Hertel. Anfang 7 Uhr.

dbälfte erheblich kälter.

* Bei Kap. 103 „Thuräxztliche Msäxulm und Veterinär- wesen“, und zwar Tu. 1 xrärztliche Hochschule m Verlm“ rxgte der Abg. Somökart an, ob es fich nicht empfehle, d1e_Zu_lassung zum Vetennärstudsmm vom Maturitäts- examen abhangF zu machen. _

_ Abg. Dr. rendt trat dtesem Verlangen mit Entschieden- hett entgegen.

Der Minister für Landwirihschaft :e. ])r. Freiherr Lucius von Vallhausen, 1_nemte, daß es zum chinefischen Man: darxnenthnm führen xnüßte, wenn für eme gewisse Vorbildung allem gewxffe Berechvgungen gewährt würden. Unser ganzes Schulwesen kranke ohnebm_ an dem Berechtigungßwefen. Es xnfxßte womöglrch jede Vorbtldun zu jedem Ztele führen. Die ]eszge Vorbtldunq genüge dur aus, um dte Thierärzte zur Erfüllung ihres Berufs zu befähigen.

Abg. Sombart begründete noch einmal kurz seinen ,

Standpunkt.

_ Abg. Graf zu Limburg-Stiruznpftichtete dem Minister . bet. Dadyrch,daß jeßt ]_eder Reffort-Mmtster über das Berechti- . gunaswe1en bestimme, 1ei großeVerwxrrung auf diesem G:“biet ;

entstanden. Eine ein eitli 8 Re elun der Sa 8 wäre "8 r ; h ck g g ck ck . für das Gemeindewesen, 17 der Kommission für das Unter-

richt§wesen und 43 der Kommisfion zur Prüfung des Staats- , hauHhaer-Etats Überwiesen worden smd.

zu wünschen.

Tael_1 wurde bewilligt. Bei Titel 2 „Thierärztlicbe Hochschulx m Hannover“ fragte_ der Ab . Tramm an, ob das (Herucht, daß die théerärztltche Hochßchule von Hannover verlegt weren sone, begründet sei.

Der Minister für Landwirthschaft 2c. ])r. Frsiberr

Lucius von Ballhausen wies darauf hin, daß ein Neu- ; für 7.8" 5

bau für diese Hochschule nothwendig sei. Ob aus diesern

Anlaß eine Vereinigung derselben mit der Berliner Thier- *

ärztlichen ÖochschUle statlffnden solle, werde gegenwärtig nocé) erwogen. eine Monarchie wie die ten is 6, wei tierär ili e “OÖ: schulen_ haben müsse. p ß ch z h F ck O Die Abgg. von Eynern, ])r. Windthorft und Tramm

sprachen dem Minister den Dank dafür aus, daß er die HOch= Z

schule i_n Hannover belaffen wolle. TU. 2 wurde bewilligt, Tik Z bis 11.

Bei Tit. 12-16 „Veterinä1wesen“ hat der Abg. von , _ besserung der Gehälter der Kreisthie-rärxs. ', Dte Ttt. 12-16 wurden bewiUigt, ebenso ohne TebaU-x *

Pilgrim um Auf Tit. 17.

Tramm auf die Verödung der anderen Rennpläße hin.

im STUNDE, sich selbst zu helfen. Die so zahlreichen Rsnnsn

in Berlin lägen weder im Interesse der Vtehzucht no.:“. “im ,

volkswirthschaftlicben Interesse.

_, Abg. von Oerßen (Jüterbog) rechtfertigte ach Vor- nßenden der Pretsvertheilungs-Kommission und 522 Union: klubs dre Zuwendung der allerdings größten Preissummsn an Berlin und dre Häu gkeit der Rennen in Bsrlin. KIU]? Bahn _entsyreche a en Anforderungen in dsm Maße wie die m Hoppegarten. Berlin bringe für Pran? viel mehr auf, als es von StaatSWeczs-n srhaxts; dies treffe auf andere Rennbahnen nicht 'zu. Die Zahl der Renntage sei in Berlin bereits beschränkt worden,

Ek, der Minister, für seine Person, sei dafür, daß -

ebenso ohne Debatte Die,

damit die Provinzial-Rennplätze auch zu ihrem Recht kämM.

Bei Schluß des Blattes spxach“ der Minister für Lank- mirthschaft 24". ])r. Freiherr Luctus von Vallhausen.

- Beiden Häusern des Landtages smd die _Nach- richten von der Verwaltung der preußtschen

Staajs-Bergwerke, :Hütten und :Salinen während

des Etatsjahres 1888/89 zugegangen.

- Bei dem Herrenhause ist die Uebersicht der von der StaatSregierung gefaßten Entschließun en auf Anträge und Resolutionen des Herrenhau es aus der Sesfion des Jahres 1889 emgegangen.

- Dem Herrenhan e ist der von dem Hause der Ab- geordneten genehmigte Yertra o_om 20. November 1889 wegen Fortdauer des tJürtngischen Zoll- und HandelSvereins zugegangen.

_- Das erste Verzeichnis; der bei dem _Hansx der Abgeordneten eingegangenen Petitionen 1st erschzenen und umfaßt 140 Nummern, von denen 35 der _Komzrnsfion für Petitionen, 13 d_er Kommission für die Arznewexhaltnxsse, 18 der Kommxsfion xür das Justizwesen, 14 der Kommtsnon

- Die Kommission für die Wahlprüfungen _des Hauses der Ab eordneteu hat iren ersten Beruht érüartst und beschlo 1en, über die Wah en der Ahgeordneten Stader, 8. Liegnißer und 2. Osznabrücker Wahl- frei?- lédiglich die im vorigen Jahre gefaßten, wegen des Schluffes der Sesfion aber nicht mehr zur Verhandlung ge-

kommensn Berichte dem Hause von Neuem zu unterbretten Tie Béschlüffe lauten: _ _

Dae; Haus der Abgeordneten wolle_ bßschlteßen:

.4 Die Beschlußfassuna über die (Hülngkeu der_ Wahl des Abg. Mxklkredt im 5. Wablkrc-ise des Regixrungsbeznfs Stade aus; ': 7exen und die Königlicße Staatsregierung :u er_!uch_en, Auf- iärynz darüber bcrbeizusübren, ob der Landratb annztuS m Oster- :-z :nk dcr Landratb Berthold in Blumembal tn ker Versamm- . *.*:- kék Wahlmänner zum Zwecke der Vornahme der Abgeordnetenwabl z:; L*"Urbnlz am 6. November 1888 die Kandidawr Mabistrdt em- chien babsn. _ __ _

Z. Dic Wahlen der Akan Schluß:!» von Schenckenhoxsf un: “Burghardt im 8. Wahlkrein des Regierungsbezjrks Ltegmß.

, x “'H. *ülti zu erkläten VU Kap. 104 „Förderung der Viehzucht“ wies, der AI,). : S g Vermehrung der Rennen in Berlin m;:- 71? ; , Die Regierung TOM ; mehr Preffe den anderen Städten zuwenden; die Berlinsr 79:9:1 ;

0. Die Wahl des Abg. Dr. S xüve im 2. Wahlkreise des Re- zisrungskszitks OSnabrück zu beanytanden, die 3 erablbeztrke thkeim zu kasfirm und die Wahlen der dort gewahlten Wabl- Wäknék für ungültig zu erklären; Ferner Beweis xu erheben: 1,1 karüber: :. ob für die einzklnen Urwablbezirke der Exakt Lingen Urwählerliften aufgestel]! und öffentlich (zus- zelegt worden smd, 5 ob die in km Akten befindlnhe, 51.5 aügemeine Urwäblerlii'te bkzeicbnete Liyte nach der _erfichtltch ge- maäuen Tritteluna als Aktbeilungéliste noch_ öffentltcb a_uSge1egt wrrken ist, Durch Einkvluna amtlicher Auskumt ch Magistrats i_n Lingen, ker auch um evextuelle Einsendung der Listen zu ersuch_en ist. 2) Darüber, rk, wie zu Nr. 7 des Protenes angegeben, der Impektor Hummel] kit ibm untersteÜtm Arbeiter in der dort angegebenen Weise becinüußt kat, kurch Veknebmung der Mitglieder “rex- Wablvorfkankes des 3 Urkraklkczärks der_ Stadt _Lingen, nämliäo kes Wablrorstebers Molsen, kes Maxchinen-Inmekwrs Hummell, deZ SÖlcfferk- Friedrichunle, deÉ Handlers W Weffels unk re? Civilanaärjch Schmidt, zämmtlicb in Lingen. Sowie amt- 1iche Auskunit ron rem Lantraxbsamt zu Bentheim einzuholen “darüber,

ob die Vereinigung der Sälo emeinde Bentbelm nnd_ der Gemeinde Suddeadorf mit einer beua rien Gemeinde zu ernem Umabl- bezirke. obne Veränderung benachbattxr [X_rwahlbejieke, möglich ifi. eventueu welche anderen Urwablbenrfe m M*.tleidenscbaft gezogen werden.

Vorbereitungen für die Wahlen.

Wie die Centrumsvartei in Bingen:Alzey bxschlqffen hat, schon im ersten Wahl ang für den deutschfretünmgen Kandidaten 1)r. Bamberger zu 'mmen, so haben auch in S qgan: Sprottau dje Centrumswähler beschloffen, keinen emenen Kandidaten aufzustellxn, sondern von vornherein für Herrn von Forckenbeck zu snmmen.

- Aus_ dem Saarrevier wird der ,Frankf, Ztg.“ ge- schrieben, daß die Bergleute Marken und Bachmann, ohne daß die Bergleute des Reviers und der „Rechtsschußverein“ etwas davon wußten, sozialdemokratischerseits als Kan- didaten für den Reichstag aufgestellt worden find. Die Berg- leute wollen zwar nichts mit der Sozialdemokratie zu schaffen haben, aber letztere hat Warken und Vgchmann, die sich mtt ihr wohl werden ins_Einvernehmen gejeßt haben, den Berg- leuten zur Wahl.empsohlen.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Braunschweig, 30. Januar. (W. T._B). Der Landtag wurde mittelst Reskxiptes Sr. Königltchen Hoheit des Prinz-Regenten bis zum 4. März vertagt.

Wien, 30, Januar. (W. T. V.) _Der Kaiser begab fich heute früh in die Kapuzinerktrche und verwenlte längereZeit an dem Sarge des Kronprinzen Rudolph, während gleichzeitig die Kaiserin mit der Erzherzogin MarieValerie der stillenMesse in der Josephskapelle der Hofburg beiwohnten. Die übrigen Mitglieder'des Kaiserlichen Hauses waren bei den Trauerämtern in der Pfarrkirche Yer Hofburg anwesend. Gegen 10 Uhr Vormittags begaben 1171) der Kaiser, die Kaiserin und die Erzherzogin Marie Valerte nach Mayerling und wohnten "dort in der neu erbauten KapeUe einer Seelenmes s e bei. - Am Sarge desKronprinzen find zahlreiche Kränze niedergelegt worden, vor Aaem von der _Kronprinzessin_ Steyhanie und ihrer Tochter Eli1abeth. Die Katsergruft in der Kapuzinerkirche trug Trauerscbmuck. - Aus Ungarn und den Provinzen werden Trauerkundgebungen gemeldet.

("ast sämmtliche ungarische Blätter, sowie die Bllxtter der rovinz bringen anläßlich des Trauertages vatriotisthe Kundgebungen, in welchen die Seelenstärke und da?- Pftichtgefühl des Kai_sers gepriesen, der Dank der Völker ausgesprochen und aus die Einkehr des nationalen Friedens in Oesterreich hingewiesen wird.

(Forlseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Wetterbericht vom 30.Ianuar, Y _ Morgens 8 Uhr. ;marrhex.

'; LUTZ! ::1: FTU“, Yvon 75 :I":

? Orekxk.::.x. 5257.37. MAL:

Stationen. Wind. Wetter.

591,5, “"" 4" R.

Temperatur in 9 (5 e111us

Har. auf 0 Gr

u. d. Meeressv red. in Millim

bedeckt bedeckt r Esxrknng. bedeckt ; balb bed. ! wolkenlos ; bedeckt Schnee . bedeckt 3

halb bed. bedeckt bedeckt

wolkig halb bedé) beiter beiter bedeckt bedeckt bedeckt wolkenlos bedeckt Schnee beiter wolkig bedeckt YYY- wolkig wolkig

Mullagbmore : 7 70 Aberdeen _. . ! 766 Cbristiamundl 764 Kovenbagen . 764 Stockholm . 759 Haparanda . 760 St. Petersbrg. 754 Moskau. . . 750

Coerueens-

town . . . 773 Cherbourg . 773 Heldex. . . . 769 Sylt ..... 765 Hamburg . . 767 Swinemünde 765 Neufabrwaffer 763 Memel . . . 760 Paris . . . . 774 Münster. . . 769 Karlsruhe. . ; 772

“'“-»sypov-écp

Hr. Michaels.

Rothauser. Anfang 7 Uhr.

Sonntag:

]S §SW Wiesbaden. 772 kN München 771 MW

Cbeazniy . . : 771 ?SW Berlin. . . . “ck 768 W Wien . . . . J 763 MW Breslau . 767 [NW __I_1_e d'Aix. . ; 776 „N tua . . . . : 756 ;NW

1) Reif.

Uebersicht der Witterung.

Ein b„“T-Unstrisclns Maximum über 775 nun Anzengruber- " MMU) von Frankreich, einen Ausläufer osi- b _ "“ck Oesterreich entsendend, sodaß in Nord- Sonna end.

deutschland westliche Luftströmung vorherrscben'tz Sonntag:

Vorstellung. Sonnabend :

vo» »»UWWpa-Z-p- «»Und-wp»

(bwacber Luftbsweguna vielfach heiter und auf der In Deutslbland und Innern Frankreichs berr_cht &:th t!ctost. IF ge ern a m an UU _ Stbneeftürme aus Nordwest bia Nordost statt. ' Deutscbe Seewattk

Sie wird

Theater - Anzeigen. Mouth: Ithauspiete.

Baus. 22. Vorstellung. Oper in 2 Akten von I

Freitag: Overn-

M Bm“ C. A. Raid Paul Taglwm.

Dirigent: K ellmetfter Schluß: “" '

ener. um Solotauz von Em!

ZÖUDZÜÉW. SÖUkriel in 4 Akten yon Sbafekveare, ??Ür rie 55348": Bühne neu über!," t und bear- rxn Dingelstedt. T.:nzron E. Graeb. Anfang 7 Uke. Sonnabend: 23. Vorstellung. Zum Othello. k:*'“:.'“'x';:e Vskki. . :-x-::“'5;e Bühne übertragen von Max K&L ' *Z:ene Zsfeyt vom Ober-Regiffsur Teslaff. _ Othello, Befehlshaber der Venetianixcbsn Ficttk, Hr. Sylva. Cassw, Hauptmann, Hr. Alma. edler Venetianer, Hr. Iulius Lieban ('Kesandter der Republik Venedig, Hr. Schinkel. Montano, x_er Vorgängerß Otbx_l_1_o's, qus SWF- 7_ Uhr rn, r. 1 . 111 eko , „„ - . , halter von vaJesdémonchthello's GLYN", Sonnabénd u. wlgde. Tage: Dre arme Löwin.

Fräulein Leifinger.

Schauspielhaus. _ Historisches Schauspiel in 5 Aufzügen von Paul Heyse. Anfang 7 Uhr.

Deutsches Theater. Freitag: FauftW Tod. Sonnabend: Ehrenschuldeu. - Der Tartiiff.

Die nächste Aufführung von Das Käthchen von Heilbronn findet am Montag, den 3. Februar, statt.

Berliner Theater. Freitag: 20. Abonnements- Der Veilchenfresser.

Hamlet. Sonntag: Der Veilchenfreffer.

Xesßng - Theater. Freitag: Die Kreuze!- schreiber. Bauern-Lusispiel in 3 Akten von Ludwig (Leßtes Auftreten des Frl. Ienny Groß vor ihrem Urlaub.)

Die Ehre.

Die Ehre. _

Die nächste Aufführung des Schauspiel Der Fall

Clémeueean findet Dtenstag statt.

Wallner-Theater. Freitag: Zum 7. Male: eküßt!

23. Vorstellung. Ein Witter-

Freätazr Mit never

m'ik von Fr.

Yufik vc_*_n CY)“ MiLöcker._ . „Wins „riss ?; Diriaen : Over *" 4 Akten FY [ Jedermann. Anfang 7 Uhr.

Text von Arrigo Vkiw- beck ; Sonnabend:

Jago, Fäbndricb, Hk; Bulk,. _ Rokrtgo, ein kur». Lodovico,

Freitag:

Emilia, Jago's Gattin, Frl. » -_ 24. Vorstellung.

von Carl Morré 's Nullerl.

Sonnabend: eg im Frieden. Freitag: Mit vollständig

36. M.: von Jean Kren,

Berolina.

Sonnabend: Berolina.

Voranzeige.

Freitag:__ Zum 156. Male: Gesangßpone in 4 Akten

Anfang 7? Uhr.

Circus Kenz, Karlstraße. 74 Uhr: Deutsche Turner.

inscenirt vom Direktor (E. A. Cabnblev.

von Anfang Wagen neu und vraÖtvoll

Schub und Freiheitsvfcrde.

Trudruh - thhelmUadttscves Cheater. Ausstattung : _ 16 Male: Der arme Jonathan. Operette m 3 Akten von Hugo Wittmann und Iulius_ Bauer. In Scene gens! yon

H. Kapeümeiner

Der arme Jonathan.

Keßdenz-Theater. Direktion : Siegmund Lauten- Die arme Löwin, (1.93 ljouues paunrss.) Schausviel in 5 Akten von Emil Auxier, für Sie deutsche Bühne bearbeite! von Paul Linpau. JN SOME 90213 VV" SÜSWUUÖ LAUUUÖng- Anfang Karl MeyderConcert. Freitag, 31. Jan.: 17. Vir-

Belle-„ance-Theater, Freitag: 26. Gast- Colberg. sviel der ,Münäxener' unter Leitung des Königl. bayer. Hofscbauspielers Hrn Mar Hofvaur. Zum 4. Male: 's Nullerl. Volksstück mit Gejang jn 5 Aufzügen, Mußk nacb jteieri1chen Motiven don Vincenz Pcktl. Ansana 74 Uhr.

Central-Theater. Direktion: Emil Thomas.

_ _ neuer Ausstattung an Kmtümen, Dekoratwnen und Requifiten, zum Poffe mit Gesang in4Akten _ _ Mufik vonG.Steffens. In Scene Veredeltcßt: gexeßt vom Direktor Emil Tonmas. Anf. 74 Uhr.

Dienstaa: Benefiz für Herrn Georg Tvrkowßkv. Zum 40 Male: Berolina.

Adolph Ernä-Theater. DreSdenerstraße 72.

Flotte Weiber. Gestorben: Hr. von Leon Treptow. Couplets von Gast. Gört'z. Musik von Franz Roth.

Sonnabend: Dieselbe Vorstellung. In Vorbereitung: Der Goldfuchs.

Urania, Invalidenstraße 57/62, geöffnet von _ 12-11 Uhr. -- Freitag: Von 1-3 11. 51-84 Uhr: Schwank tn 4 Akten von Der ueuePhouograph. Um 71 Uhr: Die Ge- Natalie v. C (bstrutb und Hermann v. Anderten. schichte der unvelt.

' HL? Anfang 7 u r. _ “" Sonnabend und Sonntag: Sie wird geküßt!

dicloria " Theater. Freitag:

A ka. ekt mälde in 10 Bildern von Alex. D“ "wm t naJ Mszow-kiZ u:?d Richard Nathanson.

a. Ballet von C. Severini. 74 übt. _ Sonnabend: Dteselbe Vorsteüung.

Freitag,

, _ Große nationale Ori- : SUA“) i" gmal-Panwmrme vom HofbaUÉZmeisjer A. Siems, Berlin enz. Dekorationen, Kostüme, Requisiten, __ _ 3 Mufikcocps. - Y_uftreten der v_orzugl. Rettkünstlerinnen und Reit- kunstler. - Retten und Vorfübren der best. dress.

Sonnabend: "Deutsche Turner.

Zum S_onntag: 4 Uhr _(1 Kind frei): Zum 1. Male: Ausführung der komi!ch.VIUct-Panwm1me Harlekin.

- Abends 78 Uhr: Deuxfcbe Turner.

Concert - Anzeigen.

Philharmonie. Freitag, 31,Jan.: 711.Pbil- barmon. Concért. Dir.; Hans 1). Bülow. Sol.: I. I. Paderewski (Klan), Anfang 77,- Uhr.

Concert-Xzaus, Leivzinerstr, 48 (früher Bisse)

tuosen-Abend.

_ Pixnstag. 18 Febr. (Fastnacht): Letzter Sub- 1crtvtwns-Ball.

BMW ck 3 „E im Bureau des Hauses.

Familien-Nackxrickzten.

Verlobt: Ftl_. Lucie Bornemann mit Hrn. Reg.- Landmeffer R1ck7ard Hexnpel (Berlin-HildeZbeim). - Frl. „Hanna Strauß; mit rn. Bankdirektor Lqms Artont (Barrnen). - Fr . Gretchen Krüger mtt Hrn. 1)r_ 1111. Gustav Henseling (Bern- baxdsfcbacbt bet “_alkenau a. d. Eger). - Frl. Elise Pergande mtr Hrn. Kaufmann Albert Berndt

(Berlin). Hr. Kuxt Buch mit Frl. Marie K_obl (Probstherda-Letpztg). - Hr. Emanuel Kaufmann mr_t Frl. Melanie Kabn (Mannheim), Geboren: Em Sohn: Hrn. Prem-Lieutenant Karl Klemens Grafen v. Schlieff-«n (Potßdam). _ Ern. Amtsrtcbter 1)r. Hotborn (Leivzm). - Eine ochter: Hrn, Myteau Franke (Berlin). - Hrn. Cd. Bachmann (Lewxig). _ _RitxergufsbesiYer Gustav von Zastrow (Langerbof bet Dinker). _Frau Karoline arcbow, geb. Lo_renz (Berlin). - Frau Bauratb Spindler (Ludwtgsburg), - __Kr. Fabrikbefi er Max Hast_(Drchen).- Fran argaretbe Wi e, geb.SchiUtng (Pankow).- Hr Hauptmann a. D. Geyrg v. Goldacker (Weberstedt). - Hr. Kreis- ger_t_cht§rqth a. D. Reinecke (Quedlinburg). -- Frau Mnfionßmjpektor Minna Wallmann, geb. Walther (Verden). - Frau Wilhelmine Albrecht, geb. Masserberg (Königsberg). -- Hr. Rentier Philipp Weber (Nordhausen),

Abends Redacteur: ])1'. H. Klee.

Verlag der Expedition (Scholz).

Druck der Norddeu chen Buchdruckerei und Verl Anstalt, BerlintsZW., Wilbelmstraße Nr. 32a“.-

Vier Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).

Musik von

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger uud Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

NL“: 29,-

Zeitungsstinmten.

In Anknüpfung an die leßte Debatte im Reichstage ffzhrt die_ „Danziger_All_geme_1ne Zextung“ aus, daß du _Soxtaldemokxatte mcht dte berufene Vertreterin der Arbeitermtereffen set:

„In ker leßten Sitzung des Rei_chétaaes batte der Abg. Bebel wieder einmal seine Partei, die yoztaldemokratisckoe, als die Ver- tretung der Arbeiter, der arbeitenden Klassen bingesteüt. Darin liegt eine Vorspiegelung. welcbe fich weder mit der verfassungsmäßig"! Be- stimmung, daß jeder Abgeordnete die Jntereffen des ganzen Volkes zu vertreten bat, noch auch mit der Wablstatifiik und mit den poütiven Leistungen der Sozialdemokratie verträgt. Andere Parteien des Reichstages haben unter ibre_n Wählern mindestens ebenso viel, einzelne. wie die konservative mti ibrem breiten Anhang in ländlichen Kreisen, gewiß noch bedeutend mebr Arbeiter als die sozialdemokratiscbe Partei, AUerdings ver- stehen die Wortführer der leyteren unter Arbeiter vorzugßwerse den städtischen Ja!:rikarbeiter, allein auch von diesen gehört keineSwegs dje Mehrzahl der Sozialdemokratie an. Das Wort, mit welchen! Minister Herrfurib der Betübmung des Abg. Bebel enxgegentrat, ut unstreitbar zutreffend, daß nämlich die Mehrzahl der Soztaldemokraten aux1 Arbeitern, namentlich industriellen, städtischen, de_steben mag, daß __:th die Mehrzahl der Arbeiter keineöwegs rer Soztaldemckratte ange o . _

Die Rede des Ministers enthielt aber ferner den sehr zeitgemäßen Hinweis, daß einerseits ein Arbeiter, der ch durch Jletß, _Tu_chttgkett und fparsame Wicthfchaft emporbringt, der etwa§_ erubrtszt ynd selbständig wird, im Sinne der Sozialdemokraten ausbört, Acbetter zu sein, während jedes Mitglied irgend eines anderen _SZandes, das, von Unlust an seinem Berufe geplagt, fich den sozialistxschen Zebxen zuwendet, sofort in einen berufenen Vertreten der Arbeiterklane nch verwandelt. In Wahrheit vertritt die Sonaldemokratie nicbt Tie Arbeiter, sondem verbeßte, unzufriedene Geister aller Stände, und die Verbelzung, die Unzufriedenheit ist ihr eigentliches Element

Ohne Zweißel erklären fich Daraus _aucb die eigentbümlichen Be- ziehungen, m denen die Sozialdemokratte zu den Arbeitseinsteüungen mit wenigen Außnabmen steht. Leyteke dienen ibr hauptsächlich als Zuchtanftalten für Verbitterung der Gemüther, als Gelegenheiten, die_sozialdem_okratischen Cadres zu vermehren. Mit Bezug hierauf durtte Minister Herrfurtb mit voüem Recht fich der ironischen Wendung bedienw, daß die Sozialdemokraten keineZwegS akleinige Vertreter der Arbeiter seien, itxrmer aber denjenigen Theil der Atbeiter vertreten, der nicht arbeiten Wolle (d. b._der strikt). Der Abg. Likbknecht onte den waren Sinn diejer Worte nicht verytcben und suchte fie "ck als eine Wablparole für Arbeiteivcrsammlungen zurccbtzustußen, indem er unterserte, der Vertreter der Regierung habe die Arbeiter als .Bummler' und „arbeitsscbeue Subjekte" hingestellt. Dabei hatte aber im geraden Gegentheil der Minijter das Wort Arbeiter als einen .Ebrennamen' bezeichnet und dann von der Strife1ucht der Sozialdemokraten, aber keineSweas von Arbeitsxäyeu geWrochen. Unier den sozialdemofratisck) Verfübrten giebt es gewiß auch recht tüchtige Arbeiter. Wenn aber der Abg. Liebknecht 'me'xnt, das Nichtarbeiten h_ei Strixes fei gleich- bedeutend mit Arbeitéjcbeu und Bummelei, 1o münen sich alle Arbeiter. die jemals die Arbeit niedergelegt hatten, z. B. die 100000 Bergleute in Westfalen im vergangrnen Frühjahre, bei ihm für diese jchmeichelbafte Auslegung bedanken. _

Fragt m_an schließlich nach den positiven Leistungen für die Ar- beiter, so i1t_ (web in dieser Beziehung der Anspruch der Sozial- demokratie aus aUeinige Vertretung_der ArbeiFeUcbaft nichts weniger als gerechtfertigt. Ihre Tbatxrx beneben lekjglicb in waßlosen Ver- sprechungen und in rer gefiinentlicven Bekleidung der Freude an unserem Staatsleben. Zuxriedenbeit i1t_ ja auch nach syzialdemo- kratiscben Begriffen ein Laster und Unzutriedenbeit ker bcste Träger der Kultur, So wird es zum Verdienst, _jedem ordentlickyen Arbeiter einzuredkn, daß er _ ein Prolexarier 72), und ihn in Mißmutk) über seine Lage hmeinzubeßen, und w erblickt er denn auch bald, wenn ihm die gegebene Weltordnung nicht mehr gefällt, in jedem sozialdemokratifcben Abgeordneten 1einen wahren Vertreter. Es fragt fia) aber, wie weit das Kunststück, Aerger und Ingrimm unter die Muffen zu streuen Und für wirflich§ Leiden der Zeit phantastische Heilmittel zu erfinnen, bei den reutxchen Arbeitern Erfqlg Haben wird. Einstweilen können die Probiereien nicht darüber täu1cben, daß der Sozialdemokratie nur ein Brucbtbci1 der Arbeiter anhängt und daß fi__e keinexlej Recht hat, sich als beruskne Vertrexerin der Arbeiter- interenen auxzuxpielen.“

_Din Für19rge der StaatSregierung xüx _Lehrer und Getftltchx wnd von den „Berliner Polttmchen Nack)- r1chten“ m folgendem Arttkel beleuchtet:

_.Keinen Beamtenkategorien ist in den [exten Jahren eine größere Fürjorge _zu Theil geworden, als den Lehrern und vornehmlich Elementar1chullebrerm sowie den Geistlichen. Ter Preußi1che Etat bar in den leßten Iabren nahezu 30_Millionen Mark mehr an direkten oder indirekten AuSgaben für die Wut und Geist- lichen aufgenommen, und der neue Etat für 1890/91 hat u._a. den Fonds zu Dienstalterézulagen um weitere 400 000 „44 ver- starb, mit Hülfe welcher Summe vom 1. Avril 1890 ab den Lehrern und Lehrerinnen an Volksschulen der Regel nach in allen Orten mit weniger als 10000 Einwohnern Dienstalterßzulagen zu T_beil werden sollen; Troßdem ist die StaatSregierung bemüht. auch fernerhin die Verbnltmffe von__ Lehrern und Geistlichen zu prüfen und soweit irgend möglich zu benern. Das sieht man am deujlicbsten aus der dem Abgeordnetenhause_zugegangenen Uebersicht der von der Staats- regierung gefaßten Entjcbließungen auf Anträge und Rewlutionen des Hauses_ aus__ der Session de_s Jahres 1889. Nicht weniger als 12 Ye1chlü11e,_ uzelche ficb mtt den Verhältnissen von Lehrern und Geistlichen be1_chafttgen, hatte das Abgeordnetenhaus der Regierung m: Berückfichttgnng _bezw._zur S_twagung überwiesen und Von diejen md 10 entweder ganzltcb betuckficbngt oder tbeilwäse, oder ihre Erledigung ist bereits in Angriff genommen. Von allgemeinere: Bedeutung sind hiervon, abgesehen von der bereits erwahnten Verstärkung des Diemi- alterSzulagefondS um _400000 „16, folgende Mittheilungen_: Die Staatßregierung bat Emlettungen _dazu getxoffxn, daß _eine Vetjorgung der Wittwen und Waisen e_vangelecber Gezstltcker, w:: ße nach dem in voriger Ses wn verab1ch1edeten Gesc; m_ den neun älteren Pxo- vinzen der onarchie vorgesehen nt, m entspreckender Weise auch in den übrigen LandeStkeilen emgericbtxt wird. Sie hat ferner eine Fürsorge 1ür die 2331th und _Wmsen_ d_er an kqmmu- nalen höheren Lehranstalten angcßellten, nnsjenjcbasxltch ebtlkzeten Lehrer in derselben Weise, wie ne Tur diejentgen tbrxr aa_tltchen Kollegen besteht, in Ausfuhr genommen und zum Thul heretts ge- troffen für die vom Staat Und _von Anderen gememschaftltch zu _unterbaltenden Anstalten, fur _kte Anstalten _landes- berrltcben Patronats und für_ das Yadngogtum zu ZuUtcbau sowie tas Gymnasium zu Duren, sttfttjcbe Anstoßen, _deren Lehrer rom Staate ernannt werden. Des wettxren bat dteRegtetung von Neuem Verhandlun en eingeleitet über dje Regelung_ der Pen- ßonöverbältniffe der Le ter und Lehrerinnen an solchen offentlxcben Schulen, welcbe weder zu den höheren Unterrtckotsanstalten, _nocb zu den Volksstbulen gehören. Den vom Abgeordnetenhaus gewunschten Erlaß eines Gesehes über Neuregelung .der Penfionöverbaltmffe

Berlin, Donnerstag, den 30. Januar

der Relikten der EIementarlebrer in Analogie der Verhält- niffe ker unmiltelbaren Staatsbeamten in Ausfickpt zu nedmen, trägt die St_aalßregierung allerdings Bedenken, es finden aber gegen- wärtia Crumtelungxn statt, ob der erst vom 1. April _1889 ab um 130000 .“ verstarkte Disvofitionsfonks zur Gewabrvmx von Unterftüßungen an Wittwm und Waisen von Elementgr- leb_rern den Vorhandenen Bedürfniffen genügt, oder exne wettert _ Erhöhung desselben in Aussicht zu nehmen nt_. Schließlxckx wollen wir noch erwähnen, daß die Staatßreaierung aux etne Petition um Berücksichtigung der event. längeren Militäxßiensk- zert nnzelner Lehrer bei Bemessung der Alteré-zulagen für dreielbm be_merkt_bat, daß diesem_ Wunsche bei Lehrern, welche zur Zeit ihrer Embergfung zum Militardienst im Schuldienst bereits angestellt ge- wesen und, keine Bedenken entgegenstehen.“

Statistik und Volkswirthsrhaft.

Arbeiterverhälmiffe auf den preußischen Staatsbergwerkeu.

Die dem preußi1chen L_an_dtage zugegangenen Nachrichten von der Verwaltung der_preuyi!chen Staatsbergwerke, -Hütten und_-Sa11_net_1 wahrend des Et atsjabres 1888/89 berichten über Arkettexverbaxtntffe Jolgzndes:

_Dte_ ver1chierenen staatlichen Werke beschäftigten während des Berxchtsxabxes im Ganzen __kurch'c_5nittlich 51 235 Arkeiter (1017 mehr als un Voxjabre), xyelcbe nch aus die einzelnen Betrieszweige in fol- gender Weise Vertbetlen :

188889 188788

Bergbau . . ." . . . . . . 45 834 44 950 Gewinnung von Steinen und Erden 1 020 1 025 Hüttenbetrieb . . . . . . . . 3 499 3 385 Salinenbetrieb . . . . . . . 882 858

_ _ zusammen . 51 235 50 218

_ Ntcbt aUetn_dcr Bergbau im engeren Sinne, sondern auch der Hutten- und Sallnenbetrieb babkn demnach an der Vermehrung der (Hesnmmtbelegjchast, und zwar in annähernd glcickoem Verhältniß, TbUl genomuzen. _

Der Ge1undbxi183u1tand der Arbeiter war ein befriedigender un_d [Burde namentltck) durch epidemiscbe Erkrankungen nicbt beein- tracbttgt.

In Fclae Von Verunglückung kannn auf den Staatöwerken im Ganzen 101 Perjonen zu Tod:, das ist auf je 1000 durchschnitt- lich besÉä?tigte_Arbeiter 1,971, gegenüber 2,529 im Vorjabre. Sämmt- liebe Verungluckungen ereigneten fick) beim Bergwerksbeiriebe im engeren Sinne, und xwar vertbeilt fick; die Zahl 'der tödtlicb Ver- unglückten aus den Steinkohlenbergbau mit 82, den Braunkohlen- bexgb7au mit 2, den Erzbergbau mit 10 und den Steinsalzbergbau unt .

Für die Unfallversicberung der Arbeiter auf Grund des ReiÖSgeseyxs Vom 6. Jul: 1884 hatten die_Staat§werke im Jahre 1888789 zujammen 495 772 „M 32 H zu zahlen, gegen 366010 .“ 84 „5 im Vorjahre. _ _

Die w_irtb_1chaftlichen _Verbältnise der Arbeiter waren im All emetnen fortdauernd _aümtig, da denselben bei dem lebhaften Betrie e der Werke reichlt_che Gelegknbeü zu vortheilbafter Ver- wertbung und vnllen Auénusung_ ibr_er Axbeitßkrmt geboren war. Der durch1chmtt11ch§ Verdienst i!t_ gegen das Vorjahr weiterhin, zum Thul ntcht_ unérbeblicb, gestiegen. Auf den Stein- kohlengruben _ bei Saarbmcken erhöhte fick) der kurkbscbnitt- lich auf _ dre Sebjcbt Verdtxnte_ Lohn (ohne Abzüge) für einen Arbeiter der Gexammtbeles1chart von 3,18 „x(: im Jahre 188788 auf 3,22 „14 im Berichtsjabre, und der mittlere IabreSverdienst von 905 auf 928 .“ Nack) Abzug aller Arbeitskosten, sowie der Knapp- [Éafts- und Krankenkaffenbetträße stellte fi_cb im Durchschnitt des Kalenderjahres 1888 der rejne Schichtlobn auf 2,92.“ (gegen 2,87 .“ tm Vorjahre) und der retne Iahreßverdienst auf 841,87 „46 (gegen 813,72 „M). _

_Die für die Arbeiter der Staaxswerke errichteten Konsumvereine entw1ckel_ten sich weiter und übten aus die wirtbscbafjlicben Verhältnisse der Arbeitennacb wxe vor einen segenöreicben Einfluß aus. Abgesehen von pen Vortbe11en benerer und billigere: Einkäufe konnten die Vereine tbxen Mitgliedern zurn größten Tb_e_il recht erbeblicbé Dividenden ge- wahren und auch größere Betrage surWobltbätigkeits- und Bildungs- z1vecke vxrwenden.

Bex der Grube Von der Heydt wurde im Beriäotsjabre ein neues Schlasbaus erbaut :.:nd m1_k den bewäbnesten Einrichtungen aus- gestattet. Izn Ganzen [anden nn Saarbrücker Bezirke 4926 Arbeiter tn 36 stqgtltckoen Schlashausern Aufnahme. Cs bankelt fick) dabei ne!:xn fr11ch zugewanderten Bergleuten vorzugsweise um die in großerer Entfernung von d_en Gruben ansässigen Arbeiter. Durch

eetgnete Regelung der S_cbtcbtzeit an den Tagen vor und nach den

onntagxn und den _Fejten, "Wie durch zweckentsprecbend gelcgte Arbnterzuge auf den _:_n Bktracht kommendkn Eisenbahnen ist diesen Schlafbausbewohnern fur die Sonn- und Festtage der Besußb ißrer Hexmaxb ermöglrcht. _

Emes fortdauernd 1Zbr l_ebbaften Zusprucbes erfreuten sub auch die a_uf e_tmelnen Gruben fur die ein- und ausfahrendm_Mannschaften etngertchteten Kaffeeanfialten, welche in Folge kemen eine Ver- großerung _erfabren mußten.

_ Zln dte auf_den Staatsbergwerken und «Hütten des Oberbarzeß be1chafttgten Arbeiter wurden aus dem Magazin zu Osterode 2590 c Brotkorn (gegen 2659 t im_ Vorjahre) zu ermäßigten Preisen ab- gegeben. _Zur Dxckung der fur das Magazin hierdurch entstandenen Kosten lnstxten dle Wetkskaffen einen ZysÖuß von 117611 „ja (gegen 59 335 .,“ un Jabre_1887/88) und die Kaffe des Klaustbaler Haupt- knappfäoaftöoerems em_en solchen von 23 818 „46 (gegen 12865 .“). Auf den eznzelnen Arbnter berechnet, erzieht dies eine Zuwendung von 26,50 „sé nn Iabre oder_von 8,83 „_! für den Arbeitstag (gegenüber 13,19 .“ beznZ. 4,39 H tm Vorjahre).

_ Zur Befotyerung der Ansiedelyng der Ver leute in der Nabe dex Betrxebßpunkte wurden aus den Saarbrü er Gruben an 70 Arbetter ruckzabxbaxe Bauvors cbüss «' im Betrage von je 1500 „411 und_ Baupraxmen im Betrage von 795 bis 900 .“ gewährt. Hterdurcb erbobte sub dtc S_esammtzabl der seit 1842 im Saarbrücker Ve- ztrke aus S_tqajßmttteln pramiirten Häuser auf 5113, die Summe der gx: zahlten Pramten auf 3 652 695 „FQ und die Summe der gezahlten Vorscbün e auf 3 882 050 .“ Am Schluß des Jahres 1888/89 standen hiervon als Schuld_noch auß 500 687 .“

Y_uch dre manntgfarben Woblfabrtéeinrichtungen, welcbe zur geisttgen und fittltcben Hebung des Arbeiterstandes im Laufe der Zeit geschaffen wordensnd, erfreuten fich der underänderten Theil- nabme und tbatkrasttgen Unterstützung Seitens der Werks- verwaltungen.

Saarbrücker Bezirk wurde bei den 20 Werks- scbulen, welche zur Fortbildung der ju endlichen Arbeiter (im Alter von 14-16 Jahren) dienen, von 38 ebrern mit einem Osten- aufwande von 9034 .“ an 1342 Schüler unentgeltlicb- Unterricht ertheilt; der Schulbxsuch. zu welchem die jugendlichen Arbeiter ver- pfitchtet _find,_ ermögltcbt lehrern nach erfolgreichem Abschluß die Auf- ntzbme m die zur Anabildnng der technischen Grubenbeamten be- sltmmten Bergschulen und somit die Erwerbung einer Beamten- steaung, wenn fie fich dafur eignen.

1Y

Die für die Töchter der Saarbrücker Bernleute in den ver- fchixdcnen größeren Ort1chaften_ xingerichteten 13 scZenannten In- duitrteschulen.„m welchen dme MärÖen nab ibrem 'La-stritt aus der Volchbule bis zum 18. Lebensjahre in aUen s::im Arbeiter- bausbalte vorkommenden Handarbeiten unterwiesen werden., waren von 494 Schülerinnen besucht und verursachten 14421,“ Anéxabsa, In 16 von den WerkSverwaltunaen mit eZnem K:!"tenaUéxéxxxre von 19515 „ck unterhaltenen Kleinkinderbewabranstalxsn endlich x:;urden kurcb 16 Lehrerinnen _und 5 Gebüismnen 1-549 Kinder i_m Alti): vßn 3-6 Jahren beauxsicjytigt, Die im Saarkxsxcker Bezirk ubexbauvt n'zr dan Untetricbt der bergmännisc'vkn Inzexk bsikerlei Eexchlechts wwie für Lesevereine und WoÖenTÖrkfxen wäérenk des Bernbtßjabres von den Werksverwaltungen aufgswmeren KFW er- reubten die Höhe von 46164 "“*“. wozu dann noé.» 28 853 „46 für die Unterhaltung dex im Bezirk bestehenden ?ZZMTUÉLI Berzscbulen (techni1c5en Fachychulm) binzu:rsten.-

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Zur Arbeiterbewegung,

Aus Durham wird gemeldet, da!"; dort gkkt-xrn &"??er n des Parlamentsmitaliedes Burt éme Verkg-MUYFZUFF; Centralbnreaus des Nationaloerexns (* sr EerrHeite r abgehalten wurde, in welchsr mehrkre Resoluinnsn zu: xxnktimmigen Annakmx gelangten. Es wurde QUÖZSWTOÖM, xxé Angesichts der befriedigenden Antworten a.;f die a.". xt: Bstg. arbeiter von Frankreich. Be1gien, Tsutkleno und anderen Ländern ergangene Aufforderung, Vertrster zu dem hcabfichtigtcn internationalen Kongrsk: ZU snrxsnrxn, die Ver- )ammlung es für erforderlich hält, den iKTSMUÄMÜM Kongreß in dkr leßtxn Hä[ste des Mai in Belgien abzukalxsn. Weitere von der_Ver1ammlung angenommene Resolutionen “5535an Den früheren Be1chluß„ nach Welchem aus die Bergarbeiter binksnkén Znficbexungen abgelehnt werden. '

Der katbyliscbe BergmannSverein :: nghum faßte der „D. 3.“ 3uso1ge_ in einer von 800 Mirxli-sksrn ZIKUÖten Ver- sammlung Sine Rnxolution, in Welcher rs: W527. ML 50er Ent- schiedenheit gegen das Bestreben protestirt. ker kerég-In Arbsiterwelt einen sozialkemokratiscben Reichßtaanbgeorrnstxn :INudränaen. Der Verein erklärt schließlich: „Wir find ÉrLELiÖ Un: monarchi1ch gesinnte Bergleute und wollen (8 blciben.“

Der „Hann. Cour.“ schreibt: Die er-ixl'remokraten kalten _die Vorbereitungen für die Kunkgekxxy am 1. Mai unausgexeßt im Auge. Etwa 60 Versammlxnz-rnéaben fiel; für jene Kunkgkbuna ausgesprochen; unseres WWW:? 7251: keine Ge- werkschakt und kein sozialremokratifcher Vsrem, der 17.5 nicht dafür erklärt hätte. Es ist zweifellos, das; am 1. Mai 40 000 Arbeiter, und ViIÜLiÖt noch mehr, feiern Werkén; :(UZZMCM wird jedoch die Feier niÖL; besonders ältere Arbeiter sm: «“:-, wc1che fich ver- nünftigerweise a b l e b n end verhalten.

In Königsberg i. Pr. fand am 27. d. M. sine öffentliche Versammlung der Bäckergefellen start, in weléyer die Lage der- selben als eine sehr traurige gesäoilksrt wurde, z: kiefelben täglich mindestens 18 Stunden arbsiten müßlcn U21: nxr cinen kärglicben Lohn, mitunter nur 2 .“ 50 „_5 wöHentliÖ :*:Hjclxcn. Um eine Ver- besserung dLeser Zustände Durch Verminkarun4 kék ArbeitSzeit und Erböbuna kes Lohnes zuerreicben, wurden die Anwesenden aufgefordert, fick) der Organisation deutscher Bäcker anzachliéch. In dieser Ver- sammlung der Bäckergesellen *"vra-Ösn aaßcr dem Vorfixzenden noch ein Schuhmacher, ein Tischlzr unx kin Cigarren- bändlcn _

Am letzten Montag hielt, wie 1357.11? Blatt beriÖtet. der Hirscko-Duncker'che Ortsverein ker deutsckven Bau- bandwcrker_in Magdeburg sine Venammlung ab, in welcher der SÖatheiUer des Gewerkre eixs, W ZPN-Berlin, über den gkgenwärtinen Stand der Verschme15nn5 de_r Gewerkvereine der deutschen Maurer und Steinbauer und der keutxchen Zimmerer zum „Gewcrkvcrkin der deutschen Bankanrwsrker“ berichtete. Dem neuen Verein gehören bis jsxzt Ma 30 Ort:?rsreine mit 700 Akit- gliedern an, nach vollständigxr Vsrécbmelznng beider Vexeine würden jedvck) 116 Orténereine mit 'LH-„11:1.1Tixgliekern vorhanden 1ein. NaÖ rer Vetsckymelzung werde die Nziwracn zur _weiteren Ausbrei- tung des Gewerkvereins eine rsgere m:; nqunn-zenderc werken, wogegen fick) die Leistungen dss Gewerkncrern8 karg) (x_mfübrung dxr Reiséunterstüsung, der Unterstüßung _Bci Albertslongknt u. s. w. er- weitern ließsn. - In einer Venammlung, welche auf den- selben Tag die örtliche VerrnÜtungsttLUe der Hülfskaffe des Gewerkvereins der dcnUÖsn Schuhmacher und Lederarbeiter (Sitz Berlin) “m Magdeburg berufen hatte; wurde von einem Aufruf an alle SÖUÖmZÖLLTLUUÖZands Kenntnig gegcbcn, Welcher von einem Central-Comné m_Berlm ausgegangen ift, um in allen Olten Deutschlands Lckal-Cqmttés zur Ansbesse- rung der Preise und Llrbeir§1_§5n_e tm_Schubmachergew:rbe zu errichten. Angesichts des für da?; Jrakßjabr m Ausficbt Lehenden Striks-Z der SchubmaÖeraeseUen, DZM OZ tn dem Aufruf, werde "J den großen Sebubwaarenfabriken cin mauenbaner Waarenvorratb bergefteUt, und aus diesem Grunde sei c.?- Micky der Arbeitgeber wie Arbeit- nehmer des Hankbetriebes, dafür ;u wrrken, daß folche Ar_beits- einstellungen, aus welchen nnr rer Großbetrieb Vyxtbnl ziehe, unterbleiben. Tics )"er srr2icht_rOet_den durcb Auntellung von Minimallobntarifen durch .die Urbettgeben und Acbeitnebmec und durch die Erzielung höherer SÖUÖFVFMMPMÜ- " Der Orts- ver ein crklärte 11117 mit diesem Ausruf ?tnverfiandeu. _ _

In Magdeburg fand _am l_eßten Dtenßag nne öffentltcbe Taveziererverfammlung11.111,01 welcher dre Waol eines Wit- gliedes zu einem Agitationsconmté norgenommen wnrde, dxnen Bestimmung der sozialkemnkran'cbe Agttator, Baumnfter _Keßler, wie wir der ,Mgdb. Ztg.“ entnehmen, folgendermgßen kennxnchnete: Das Agitationécnmiré soll aus aüsn Gewxrken zu1gmmmeeZt _und berufen sein, die Bestrebunzcn der [anzmtltcben : extex Magdeburgs zu vertreten. (Yan; u_nabb_angtg von den Farbpenimk _. solle dasselbe nacb Pariser Mmter kingerQItet wxrkxen, gemmisavüh , Arbeitsnacbweis, gemeinsames Herbergßwesem gemetmame BSsÖMW

bei Behörden xc. anstreben. Was die einzelnen Gewerke für fick) WW, ' '

habe damit nichts gemkm; xjxseBerbindung soll_e sämmtliche Ao,- beiter umfaffen, auch 1121811518". welcbe ktm Handwerk sek!“ haben. Die Statuten _JZt-“n noxb das würde die Kommmiyxx 1rater_ selbst zu machen haben. Sie . würde fich unter das vreuxx'Öé Veremögeseß ßellen und muß §.8d'e's-.«-* fe!ben behandeltwerkcn_r_nun€tx._ _ lage soll die Kommimon MUMM Versammlmtgen_ umb und die Zersplitteran kek _Arbekter

' " der!el_ken wurde ast nach den Wahlen 9 In ff der Lobnfrügx xvurde_von e_inem Redner _ daß unter den jeyigen Verhaltnissen du Gebulfen nicht mehr " könnten, es sei nick)! ""K“"? Vereinigung der Arbeiter, sondxm-M eine Aufbesserung ker Lobne a-maslreben. Ein Antrag aux Wahl einer Lobukommisfi_o:_1 wurde, obwohl von mehreren Seüen das Vor- gehen noch als versrybt bezxtcbnet wunde, angenommen.

Ueber den Ausnand m der Retch|etn'schenKorbwaareö- . . fabrik in Brandenburg a-H. berichtet der dortige .Anz.“ wehrt. daß am leßten Sonnabend _ weibliche Personen _ktt Arbett Personen die Arbeit sort.

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