1890 / 41 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 13 Feb 1890 18:00:01 GMT) scan diff

t T euerun'sjabreimmer noch niedriger sind, als in_ den 7021.“ WWW en Eßnfübmkj'jg dFZGLtZ'idUHTUZ' _Ebeélsskycebnig sxnd__'?_t_e FletsY- ald, d das lei _ 'e zum ei er e 1 an ge, agen !, . xölle fck F Jexämpfte Fleiscbstmer nämlich wttd nur

Jahren. vor

Die vom Frcifinn so arg _ vom frisch aeschlachbtcten Fleisch

das Pfund beträgt.

' er ei'erten die rei umi en aber auch noch gegen das Schweine- Frub , F s [; Herbst vergangenen Jahres Aber die freifinnigen Klagen über das „ge- lay; denn es hat fich Zeleqt. Behörden wachsam und gew ssenbaft waren, al§_11e me Hätten fie das nämlich unterlaffen,_ !oowurre die vom Ausland immcr wieder eingeschleppte Seuchx aucb tm_„cnl:_nd bei Uns um sich gkgriffen Haben. Dex Vtebstand wgre alxo bersxzklt-Ö zusammengescbmolzen und tmmer wemger _Schlachfvteb _hatte__«uf r_e_n Markt gebracht werden können. Dam) warerx Mithin d1e_Flepchrre1'e erst reckt in die Höhe gegan en und fur die armere Bevolkerung ganz erade im Interesse dieser ärmeren B:“-

Einfubr-Vecbot, das von der Regierung im erlaffkn werden mußte. maßregelte' Schwein waren nicht am daß uusete _ die Gunze rex'ckxloffen.

Unerscbwinglicb geworden.

völkerung hat als:: die Régierung bei dem Schwäne-

geban'kelx '

Tie i:! der WQYJbeYegun iebt dem „Fran sur er _ _ xkzzemokratischxn Wahlaufruf hinzuwetsen, gesagt wird, daß „ungeheure

das genannte Blatt:

aber ungeheuer viel h_iUiger. den verbündeten Regierungen, daß

erhoben, das aber_ meist Grmzkifttikxen verbraucht wird; im Wesenxlicben Wird bekamztlxch _der

leöcbberarf als lebendes Schlachtvteb emgefübrt, _und be: d1e1_em Jträgt der 300 7T 6 für das Ktxograxnm. Also tft es unmögltcb, daß das Fleisch um zwanzig Pf__enntg fur das Pfund_durch det! Z_o_11 vertkeuert wiry, wenn der Zoll uberhaupt noch mch vier Pfenmg fur

vielfach erörterte Milixärfxage ournal“ Anlaß, aus Ml?"

Ersparnisse am Mil'rxär: Etat erzielt werden können, ohne die Wehrkraft hes Deuvchsn NEWS auch nur im GSÜUJÜM JU 1chWächen“. erzu bemerkt

Da ist cs allerdings gexadezu eine Sünde und Sckxanke, daß man bei uns in DeutsäZland nicbt sch_on lqngst irgend emen Tumo- kratiscben Kriegs-Minimr oder Marme-Mxmster ernarznt ha], Dkk uns ein vortreffliches Heer und eme auSgrzetchnete Manne lrcxkrt _ Es ist wirklich geradezu boxha't rox“. _ fie aus reinem Vergnugen am *, Gelkausgebin das arme Deutsche Volk uzit Militärlasten un': GQ: _ opfern drücken, während das demokratische Heer-Rezept das „7118? ,

militärischen Dingen

weder der fzanzösiscbxn noch Weitkr heißt es m ,ungebeuer_ Vl? worin dre _ . gebenden Verdrßggt. kann nur Einen Sum baden,

nur in den

Erfindung des

gerakézu _ handgreiflich ist.

&

'enen Pkrsönlßckpkeijen, jaufwerfen, mcbt bekcznnt. daß kcreét's cin ausgezetÖnetes

"'rrerkox - - * * ' Etnsdk Somtnsk aÜéln 60 Mtlltonen

kat?

m mélchsm sebr lciÖTSÖ HUI dazu, um das

mirsn zn können.

&

Ermsffkn nacb,

binwegzukcmmen.

dem Wablaufruf, [ Gew braucht . . . für neue Kanonxn und Gemebre. Tages dre er Saß? Er

emen Wel en Sinn hat dies cZenn ker Militärvetwcßlth ubnterstelldt

' ebe unnü ck Geld aus für Kanonen un ewe re, _un TLF; __[_"1_e d?mokratisch? Partei vox; ficb___bebaupten will,_ fie wurde, ko soietn fie am Ruder wäre, solche ubetfiuxfige Yuöaaben n_tcht macher! Man könnte fragen: „Wer lacht da?", wenn die Sache _mcht zu ernxt wäre und wenn fie nicht unwiderlegllcb den Bewets erbrachxe, daß Ute demokratische Partei wegen Mangels an begtundeten Vorwurfen gegen fo unTere Militärverwcxltung Bcbauptungen aufstellt,

Demnach muß doch die „Demokratie“ als solche nicht im Beafiße ' ' ' " leid" ,b 11 und schlecht m .mes Zaubermttlels sem, um aber das I:" tfiFd die &"th

- “,p "ck erti zu bringe!- Has Demokraten allem so glücklich d:: ?xukar Ufievuiéxlif gelingen will?

daß

“*: ilitäxverwaltung würde fich im Gegentbeil d_er schwersten YIZckZleTéYJ schu1dig machen, rvcnn sie jenem demokratrscben 7:15:71 unk keine r-euen Kanonen uud kaehre beschaffen_wol1te.

dée fick). zu Rathgebern des deutxcben Volkes die kleine Sckxxveiz, _ Gewebrmodell bejaß, np_ für neue waebrx bewtatgt vat? Orér Miß man im demoqutiscben Hayptgxarner 7117173, daß Frank- reicb seit 1872 gexen 2 Miütarden o_[lem sur neus Warren ausgegeben 'Und da sollen wir an den Kanonen und («chebren )pareq? ' NUk weil fi: „ungeheuer viel Geld“ kosten. Da geboxt dock; schon em Volk inffWaffUÖN m_tt__A1§sck)_ußwaare " onen, nur um mit Ersparni en im i_i ar: ta renom- M'eben zu Und wIFwürde ?as__VZolk_d-.1z_u e;agcxn, **“. "2:1 Die Demokratische - .:rtci ja oetsr g emzu_ r YsFeYriezsfaÜe mit minderkartbigen Waffen_kampfen sollte? Es würde jene Sparsamkeitöapoxtel vexfiZÖen _thl es _ _ dix demokratiéche Devrse_bezablen mußte: 511119, x_relche immex dte 7ckleck*es:e bleiben wird m SaÖez't de_s Heeres,_ wetl fie menschltchem in einem ungluckl_tchen Krieg: L_ ;w'srlegsn würde, mit denen (5921) nzcbt annabexnd dle Opfer zu ver- z[.tcken ["M'r-, welche wir jest fur ume: Heer brmgen.

die Regimmg ve

des vorber-

deren Tborheil Rach; J1t

obwohl ste [eßten

für dessen n en vorgiebt. wenn

Weiß abbob. Das von einem Schilde am Postament tende rothe Kreuz auf weißem Grunde Friedens

nver än li Jie bßtmßnitären Bestrebungen zur Linderung des herben Louies der

Senaismitglied der Akademie, _ _ _ ])r. Jordan. Jn formschönen und inbaltreicben Versen pries htx_Dzchtung, nachdem darin der bitteren Prüfungen gepatbt, welche der KaUerm durch den Vorangang der beiden Helden beschieden- SQXR tbeuer Jeuxsen, dlc encn; au _ _ _ YFU?) der Liebe gewesen und werde als solche m lichtverklarter estalt als unsterbliches _ _ _ _ Jen Schluß der Feier bildete Cherubim's bxrtltcbes Reqmexn, wxlchem, wie der Elegie, unter Leitung des Direktors Prof. Joachim eme_ er- behend “skböne Aufführung zu Theil wurde. Besonderes Lob gebubrt c " i'en Wikder abe _ _ _ ?_HMKFZH dcs 081111311, dem dynamisch wzrxungsvou [cbaxnrtzn Vor- trage Des 0 pie „1681.18 und des Ignaz ])81 www des mmg rubrenden

leztsn Saßss.

berablencb- Symbol des an die um

mit dem darüber . erinnerte

ld alme, _ einer go enen P beimgegangeuen Furstm

Verdienste der

rwundeten Krieger. Dcr hoben Beschüßerin der Künste. welche die

Akademie in Ihr verehrt, wurde durch dtejenige der Sibwefterkunste der die Kaiserin stets eine besondere Vorliebe zugkwandt thte, du

die Musik. von den zu Füßen Isses Bildes versgmxneltm Ixmgern und Jüngerinnen derselben eine würdevolle _l te feterltcbe Hylbtguna dar- gebracht, Die Feier beaann mit der Aufsü rung des_ elegnchen Gesanges von Beetboven (o . 118), einer einfachen und koch tjefergretfenden Chor-

mpofilion mit treicbmufik-Begleitung, über die schönen Textworte:

„Sanft wie Du lebtest, hast Du voUendet, zu heilig für den Schmerz! Kein Auge wein' ob des

himmlischen Geistes Heimkehr!“ Dann gedichtet und vorgetragen von dem

' [[ d. [gte eme schwungvo ' O Gekeimen Obex-Regjerungs-Ratb

die Ihr als (Halte und erhabenen Eigenscba?_ten dex _ hoben Sie sei eine Heldin, eme Heldin an

Vorbild einer edlen deutschen Frau fortleben.

der äußerst fomplizirten fugirten Säve,

Nach Schluß dkr Feier verwkthen die Majestäten ocb einige Zeit im Saale und drückten dem Direktor Joachtm und

dem (Geheimrat!) Jordan Ihre buldvolle Anerkennung aus.

mit seinem Blut

er Nation vaer

unnötbég maÖen und obendrein Deutschland als Militärmacbt "70 gro;

zu macken vcrsvrickxt, wie es noch nie war. . .

Wenn Deutschland allein in der Welt wäre, oder wenn [.?-17:7 : friedfertige, schlechtgetüftete StaaZen an unseren Grenzen MWM: _ (h am Ende über dre Sache reden _ aber AKZCUFTÖ .

"dänn lie 2 st _ _ der tbaésäcbliéen Verhaltnisse, miéijärisäxn in Eurora, muß es zeichnet werken, dem Volk militärischen Dingen Ver1chwender1 angeführt, Yelche hoben Militalbukgetks.

vorzureden , Da find

es etwas über 9 _ _ _ .demokratisÖe“ Frankrexcb tn demselben ettraum Zwecke über 12 Milliarden aufgxwandt at_! _Es gesagt, daß in dérfranzöfischen Republxk durch§cbmtt11ch für die Lankeßvertbkikigung angegebet) werden, in noch nicht die Hälfte! ES tft ferner das stehende Heer einreihen, Deutschland nur 19/0. Mäbnt worden,

220000 Mann betxägt, bei uns nur 180000 Man

Marine und Einjäbrig-Freiwiüige.

Schweiz für die Landesvertbeidigung im erbältniß

Und Einwohnerzahl mehr ausgegeben wird, als in Deutschlank.

die Leute aruselig machen sol1en WSW. ZebnbMilliardenchwxrden Is___rx_1_l_x§_arg:e

!) in den 12 ten 16 Ja cen yorgxre ne _ a 1a 1 _ ".“? , AUM; kn M?Niarden _, dabet wtrd aber nicht gesth, d;: T.]? .

DZUU vergeßen workxxx,

zu sagen, da?; die franzöfissben Demokraten 12 9/0 der Bevölkerun; m

'das; in jener freien Republik 'kxax1 Jahreskontinzskt _

1'erin unk Könxgin Augusta. nxirxlieces, batte dxc K wären i:“. T mm szlem:

':5-3 damerstrasze Nr. 120) stattfand und

fur 12127211er Erkrriansm von ist fernkr_nickr L. wurde.

“0 722.19 _ __ _ proK_xL________ Ö Kommandant Gras Scblteffen, ?[iÖsn Schauspiele

fodsmie rnit ; MF:.“ Künstler, wcbntcn Der Weise verlief.

; '“ ;ck: Architekten und Auch Ut x. Feier bei,

11 ein9ch1i871ick

zur Steuerkxx:

"512113 imponKrend und zur

Wetterbericht vom 13. Februar, Morzens 8 Uhr.

Bax. auf 0 Gr. 11. d. Meercssp.

Stationen. ; Wind. Wetter.

in Celfius 5015.21 “4“ R.

red. in Miüim. "Temperatur

4

3 wolkig 6,bedeckt

1 ;wolkenlos «wolkig 2zSchnee 4zSchnee 1]bekecks

Mullagbmore [ A1: deen

er . . Christiansund[ Kopenhagsn . [ Stockbolm . 4,

aranda . [ oskau. . .

**)-*!QU'U' xp-WO»

*1«1-q-«1«1*-1 QQ-

OR)

Coerueens- ___[R gen e

!own * ' 2[wolkenlos 4wolkenlos . 6Ybalb bed. 770 : * ZÖwolkenlos “"" ZO ],.Nebel 776 ZZbedeckt 754 [ 1[bedeckt 762 [ 41wolkenlos 760 ?xwolkenlos ' 761 2[wolkenlos 761 4zwolkenlos 765 2Tbeiter1) 768 4Zbeiter') 767 stillIwokkenlos 769 SO ZÖHedeckt 755 WNW 7 =.wokkig 763 O 45wo

764 ONO 21beiter

()-

*1-4-«1-4 ODF.» wc)"

winemünxe [ NeufabrwanerZ Memel [ Paris . . . . [ Münster. . . [ Karlsruhe. . WÜSWM . ; München . . _ Cbemnis . , ' Berlin. . . . ;

.. * Q..-

Ile d'Aix. . ; Nina . . . . Triest . . . .

1) Nebel. ') Reif.

Uebersiebtder Witterung. _ Ein barometriscbes Minimgm von 745 mw l_tegt am Bristol-Kanal, Nordxxestxturm auf dxn Setllys verursachend, am höchsten Uther Luftdruxk uber Nord: west-Rußland. Bei meist_ schwacher ostltcbee Luft- strömung dauert in Deuttch1and das_trockene, vor- wiegcnb heitere Frostmtter sort. Du Tezuperatur liegt daselbst 3 bis 11 Grad unter dem Gefnerpunkte.

Deutsche Seewarte

Theater - Anzeigen.

Kömgluhe Ithauspulr. Freaag: Opern- haus. Keine Vorstellung. Jm Concert-Sxal, Abends 7? Ubr: Sxehenter Sjnfonie-Abend der Königlichen Kapelle. DWM' * Kahl, Königlicher Kapellmeistxr. Soltfk:„Hk- - essor Heinrich de Adna, Könxgl. Kapellmetsxer. _ 1) Ouverture zum .Waffertrager', Cberubmi. .'“2 "„Von der Nordsee“, Sinfonie 04-101! (01). 4)-

* d. E. Koch. 3) ;. Romanze (i-äur, b_. Romanze -11ur für Violine, Beethoven 4) Stute 13411011,

«achsen-Meiningen neh

Graf Hochberg, d§r_ ébrem Präsidenten Proxenor C_ mr, würdiger,_ ___ Der einfache Saal war 9“:-e_rbalb des fur die Sanaer U;.k da? Orchester bestimmten Podixtms uxxtchdudtxkelYulne_r_1 [FYUTY '“ " ' ' ' ' * 131“. ck*lt _n dekorirt, von enen 11 te oo a_u e Auch M merkpxurdxgerwetfe verscbwte en worden, dax; m .e_r Mx__§___e_x__t_x_f_1_31§§n_chn_n mit Ihren milden hobeitvoüenZugerz, ____ ' Webmmb strmmend, tn

wech

Maunigfaltiges. ZUM Gedächtniß Ihrer .Hocbseligen Majestät der Kai-

weiland ibrss

der politischen sowohl wie r.“! __ _ _ _" _ ' "„ . on:..lxche Akademie der Kuntte sur gestern

als ein gewiffenl-YFF MMO.“ & : 2175an eine Trauerfeier veranstaltet, welche vor __einem geladenen Pußlxkum im Saale der Akademischen Hoch1chule fur Musik (Pots-

AUerböcbstc persönliche

durch die

; ' 'lnabme 0111781; Majestäten des KaisKerF urxd der _ _ * _T_Ö_e____ dsr KZiserin Friedrich mit PnyzesjmnenTochtern, Konig- licher“. Hoksiten, dss rinzen Alexander [owr-Z des (_Erkpnnzen unx der

[f Gefolge e_xuSgezetchnet Aué7 der Staats-Mixaister Dr. von Goßler :mt mehreren ' Nätkrsn seines Ministeriums und andere bobe Beamte, der Sxayt- dcr General-Jntendant der Korng- gssammte

Mufifer

ein

erhabenen Ehren-

Kai-

Senat der Vccker, zahl- ihren Damen erbébender

ltcbtem

A ter Zinknie-Absnb am 22. März 1890. Bélleté: LW 51 4 „46, Balkoxj k 2 «H„Steb- und Riscksmüyrlay s 1 „46, find m der Kontgltcben Hof-Mufikalisx-Hanklung der__ Herren Ed. Vote u. G. Bock 11112 an der Abendkane zu haben. _ _ Scbausrislbzys. 37. V_orstellung. Neu e_mstudjrt: König Lear. Trauerwiel in 5 Aufzugen Von Shakesveare. FU SCM? gösßßt vom Direktor 131". tto Terrienx Apkang 7 r, OSonnabend: Lvérnkaus. 36. Vorsiellung. Otbeqo. Over in 4 Akten :ka G. Verdi. Text von Arrtgo Boito. Für dis deutsche Bühne übertragen von Max Kalbeck. AWN.) 7 Uhr. SchausvielbaUs. 33. Porsteüung. Wilhelm Tell. Schausviel in 5 Aufzügen von Schiller. An- fang 7 Ußr. .

Deutsches Theater. Freitag: Nordische Heer- abrt. f Sonnaksnd: Zum 1 Male: Der Unterstaatß- sekretär. Lustspiel in 4 Aufzügen von Adolf th- branrt. Sonntag: Der Uuterftaatssekretär. Die nächste Aufführung von Nordische Heer- fahrt findet am Montag, den 17. Februar, statt.

Berliner Theater. Freitag: 22. Abonnements- Vorstellung. Der Kaufmann von Venedig.

Sonnabend: Gräfin Lea.

Sonntag: Der Veilcheufreffer.

Tesßng-Theater. Freitag: Der Fall Clémeuceau. Schausviel inbAkten von A.Vumas und A. d'Artois. _

“Sonnabend: Die Ehre. Schauspiel m 4 Akten von Hermann Sudermann.

Sonntag: Das Bild des Si orelli. Schau- spiel in 4 Akten von Richard Ja é.

Wallner-Theater. Freitag: Zum vorlevten M.: Die spanische Wand. Schwank ia 3 Akten von Dr. Koppel : Ellfeld. Vorhsr: ZahnschmeFel. Schwank mit Gesang in 1 Akt von Emil obl. Musik von A. Conradi, Anfang 7 Uhr. WSorJnabentZ __ZJF letzten Male: Die spanistbk

au . _ a n merzeu. -

Sonntag: Neu einsturirt: Der Hypochonder. Lustspiel in 4 Akten von G. von Moser,

victoria-Theater. Freitag: Zum FLY Stanley it Afrika. Zeitgemälde in 1

Al Mooskowski und Richard Rathauson.

M|! Zu C. A. RÜda. Ballet von C. Severini.

Anfang 71 Uhr. Sonnabend: Dieselbe Vorstellung.

Friedrich - Wilhelmaädtisajes Cheater. Freitag: Mit neuer Ausstattung: Zum 30. Male: Der arme Jonathan. Operette in

Fedsrmann. Sonnabend :

burg.

voffe in 4 Hartl. Mitius. 71 Uhr.

Freitag :

Sonnabend :

Freitag :

Mufik von _Fr

7-1 Uhr: nationale

amen und

[. Clotilde Sonnabend

, Fr, Lachner.

3 Akten von'Hugo Wittmann und Julius Bauer.

Sonntag :

Musik vZFn CZK Millöcker.

["S ri ! e. Ja 14 6Anfang 7 Uhr, Der arme Jonathan.

BeUe-IUmncr-Theater. _ sviel der .MünÖener' untcr Lextung des Kömgl. bayer. Hofscbauspielers Hrn Max Homaur. Der Proßeubauer von Tegernsee. Akten mit Gesang uyd Musik von H. Muller.

Sonnabend: Der Proyeubauer.

Central-Theater. _ Mit vollständig neun: Ausstattung an Kostümen, Dekorationkn und Requtfiten, z_um letzten Male: Berolina. Poffe mit Gesang m 4212en von Jean Kren. Mufik von G. Steffens. Jn Scene gesetzt vom Direktor Emil Thomas. Zum 1. Male: Ein _ Mann. Poffe mit Gesang in 3 Auzugen von Eduard Jacobson.

neuen Kostumen und n mever. Anfang 71 Uhr Sonnabend:

Circus Renz, Karlstraße um 24. Male: Deutsche Turner, riginal - Pantomime. _ Zürdle-Rennen mit 24 Springpferden, geritten von

In S Dirigent: Hk.

Kefidmz-Theater. Direktion: Siegmund Lauten- " . “W.; Lustsvie tn en von von Robert Buchbolz._

mund Laufenburg. Die neucn _Dekora dem Atelier der Herren Harthg,

A 7 . 71 Uhr. t'Sa:3,rc[nabend u. folgde. Tage: Marquise.

Zum 7. Male:

Fre

Direktion :

„Adolph EMß-Thealn'. DreSdenerftraße 72. ff Zu? ATZ Male:Ed Dd J ___ __ Gs So ein en von uar aco on un LeßxIlT Fly. Couplets theilweise von Gustav Görß.

anz Roth. Novität!

- Urania, Invalidenstraße 57/62, geöffnet von

[2-11 Ubr. _ Freitag um 71 Uhr: schichte der Urfoelt.

Herrren. _ Auftret

Reitkünstlerinnm uvd Reitkünstler. der 6 irländ. Jagdpferde (ganz neue Dressur) von rn. Franz Renz. _ Auftce'ten der Schulrettetin

er. :HaÉala-VorsteUung. 2 Vorstellungen.

Verurtheilung _des nach ihrem Vartetftandpunkte. BlätÉer billi en des 2 e es. _ _ _ auf di? ToTalistischen Kundgebungey h_mwetsend, dte Urheber derselben hätten, wenn ste beabnchttgten, des GnaZetgechttl-Z zu können. offen 1 katioxézezn 11icht__k_»eeinfluff€n lassen. _ eine enu uungu _ Zewiesen, eignen wie großßn Dtenst der Herzog von Orleans ohne sein Wissen und Wtslen der monarch1schen Sache ge;

leistet habe.

Victorien Sardou. ___ In Scene gesetzt von Oreg-

Hinze und Harder.

euen Dekorationen von Lütke-

Diesele Vorstellung.

Freitag ,

Nach Sch1uß der Redxxktion eings-gangene ' Depenben-

Paris, 13. Februar. (W. T. B.) Die gestern Nach-

mittag verhafteten Manifeftanten find sämmtlich im Laufe

des Abend?; wieder in _ _ _ _ von Orleans soll, nne es heißt, fernen Verthengern erklart

haben, daß er gegqnüber dem gestrigen Urtheil Appellation verztchte.

reih eit geseßt wordén. Der Herzo 5

auf eine

Morgenblätter besprechen mSgesammt dxe Herzogs von Oxleatzs je Die republikamschen rückhaltlos die strikte Anwendxxng memt,

Die

as „Journal des Débats“

die Anwendung

nicht anders handeln Regierung durch Propo- Der „G aulois“ 1pr1cht ber dje Kundgebungen aus, welche

erschweren_, ck werde fich dte

Sansibar, 13. Februar. (W. T. V) Der englische

Kreuzer „Conques ist in der Nähe von Pemba ge-

scheitert. _ _ andere Schiffe zur Hülfeletstung abgegangen.

Die Lage des Schiff?- ist gefährlich; es find zwei

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Concert - Anzeigen.

Sing - Akademie. Freitag, 14.Febr.: Lieder- abend von Marie Schmidt-Köbne und Felix Schmidt Anfang 71) Uhr.

Concert-Yaus, Lchigerstr. 48 (früher Bilse)

Ka_rl Mxyder-Concert. Freitag, 14.Febr: Wagner- erer.

FDienstag, 18 Febr. (Fastnackyt): Leyter Sub-

skrivtions-Ball. _

BiÜets k 3 .“ rm Bureau des Hauses.

ck Familieu-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Frikda Herrwig mit Hrn. tanz Schreiber (Rostock-Doberczn). __ Frl. lara Feuereiffen mit Hrn. Bergtngemeur _Karl Lach- mann (Freiberg i. S. - San Narctso b. Yrun, Spanien). _ Frl. Maria Schug mit Hen. Paul Kupfer (Berlin). _ Frl. Cuulte Saalbach mit Hrn. Kaufmann Gustav Langenbeck (Gerhstedt- Alsleben a. S.). _ Frl. Anni Elsbolß nut Hxn. Georg Scbüß (Berlin). _ Frl. Sopbte Paradies mit Hrn. Karl Brammer (“_Scbwerxn).

Verebelicbt: Hr. Hugo Thieme n_ut Frl._ Klara Bageborn (Leipzig). _ Hr. O. Hilmer mrx ZI. AÜwardt (Rostock). -- Hr._Franz Pelz mlt . Maria Kandler ((Gr.-Stxeblttz) _ _Hr. Farmen- besißer Henry Lazinka unt Frl. Minna lemann (Oblaui.Schl.), _ Hr." August Nawratl) unt Frl. Eugenie Pabst (Breslau).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Vr. _weä. Fr; Reeker (Damgarten). -- Hrn. Paul Omv Jassenkt kRußland). _Hrn. Oberinspektor Brgun ( reslau). _ Hrn. Heinrich Stenzel (Cbemmß). _ Hrn. Ernst Kxeßscbmar (Oberfxobna). _ Hrn. Karl Cermanch (BIM). _(SEchtzje )TQÖ-kt) * Amtéri ter i mann nmm __ _ _ Goebel (Berlin?. _ Hrn. Cbr._Becker (Mulheim a. d. R.). _ Hrn. Hernzann Rteß (Aue). _ Hrn. Alfred Wunderlich (Dmsbuzsg).

Gestorben: Hr. Rittergutsb 18er ermann Nouvel (Wierzeja). _ Hr. Hotelbefitzer_2_§31lbelm Wachs- ning (Hannover), _ Hr, Kavttan _Albect Zelck (Puerto Plata, Haiti). _ Hr. Reptter Karl Lu)- wiq Jbrcke Berlin)._ Hr. Kanzlet-thb Heinrich Rempen ( annover). - Hr, Benrksvorsteber Alexander rauer (Berl_iu). _ Hr._ Konsul a. D. Dr. Santiago de Palacios (Stegl ) _ anu Pafior Emilie Bauer (BremenZ. _ rau Rentiere Marie Stecker, geb. Böktcber Berlin),

cen_e geseßt _von Kapeümnster

Marquise. Deutsch

tionen smd aus

itag: 39, Gast- Zum 4. Male: Gebirgs-

Tanz von Anfang

Emil Thomas.

Auf. 71 Uhr. emachter

er Goldfach.

Mit vollständig

Die Ge-

Abends

Große

_ Großartiges Redacteur: ])r. H. Klee.

Verlag der Expedition (S ck) o lz).

, Berlin: en der vorzugl. -- Vorfübren

Anstalt, Berlin ZM„ thbelmftraße Nr. 32. ' Fünf Beilagen (einschließlich Börsen-Veilage).

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags-

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger nnd Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

M 41.

Berlin, Donnerstag, den 13. JEbruur

1890.

Statistik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbeivegung.

_ Die „Zeitschrift fü_r Deutschlands Buchdrucker“ 11th aus den beiken_A[1erbochsten Crlaffen bezüglich der Arbeiter- frage Arzlaß, daxauf_btnzuweisen, „daß der Weg, den Se. Majestät der Kats er „fur dt_e Pstege_ des Friedens zwischen Arbeitgebern und Arbe1tnehmnn' vorzetcbnet, tm Prinzip derselbe ist, welchen der Vorstand_ des Deutschen Buchdrucker-Vereins in seiner leßteg Sitzung, am 23. _Januar 1890, für notwendig erkannt und tbatsacbhcb dadurch bereits beschritten hat, das: er, wie an dieser Stell_e m Nr. 30 _des_ .R._ u. St.-A._' Vom 31. Januar bereits mit- getbnlt _wurde, emstnumtg den Be1chluß faßte: „Vorbehaltlich der Eruxäcbttgung der Generalverfammlung auf die Bilcung gleich- axttger Ve_rtre1ur_19§organe der Prinzipale und Ge- bulfen behufs gemeinsamerBeratbung und Beécbließung dcr gemettzsamen An elegenbejten hinzuwirken, daß er ferner wegm ptak_nscher Durée) “hrung des zwis_chen den Prinzipalen und Gebxtlfen yermbarten Lok-ntariss mit dem Vorstande des Unterstußungßretems Deutécbcr Buchdrucker, als dem derzeitigen Vertrexungkorgan der _Gebülfenscbaft, schon in Verhandlung ge- tr_eten_tst*. Der Vorstand ist, wie die genannte Zeitschrift ausführt, h_terbet von der Erwägung außgegangen, daß sich in Folge der so- ztalen Entwicklung und der ihr bereits gefolgten sozialen Gsseß- gebung in den Verbältniffen der Arbeitgeber und Arbeit- yebmer zu einander in allen Gewerbs- und Industriezweigen, auch in dem BuÖdruckcherbe, eine bedeutende Vsränderung angebahnt bgbx, nämlich ein nähere? Inbeziebungtreten zu einander in orga- n_1s1r ter Form Bebuss Regelung gemeinsamer An.“;elkgcnlxeiten, eme Veränderung, welcher das UnfaUverfiÉcrungsgeseH Dom 6. Juli 1884 bereits insofern Rechnung getragen hat, als es binficbtlick) Der von den Berungenoffmscbafterx zu erlaffendenUnfallVerbütungß- ers chriften eine gemeinxebaftliche Berathung und Beschluß- fanung zwischen den von den Unternehmern gewählten Genoffenschaftsorgancn und den _ von den Arbeitern gewählten „Vertretern: vorschreibt. Auch dre An_twort aus den Kreis en der deut1_chen Buchdruckergebülken auf die Beschlüffe des Prinzipalvorjtands ift_ nix!;t ausgeblieben. Das Publikationsorgan derselben, der „Corresyonkent', 1ckZ_reibt darüber unter dem 5. Fe- bruar: „Mit vorstehenden Beschlünen ist manchcc Stein ins Rollen gebracht. Gelingt cm Zusammmarbeiten beider Korporationen obne Hintergedanken, erleben wir, daß die modernen Begriffe von Gleich: berxchtigung des Arheilgehers und _-nebmer§_ in praktischer, für die Ge- hülfenbedürfniffe verständiger Wei:e Verbätmung fiaden, so dürfte der Boden für die gewerblichen Anarchisten ein beißsr Wkkdéll. Wir find zu wenig Schwärmer, um auf diesem Wkge den Anbruch dessausend- jährigen Reichs zu prophezeien, abcr manche Sumpfpflanze, die dem heute überhaupt möglichen Wohle hinderlich ist, würde geknickt.“

„Im Hinblick auf diese Vorgänge gewinnt der Erlaß des Kaifers für das deutsche Buchdruckergewckrbe _ schrcibt die .ZcitsÖrift für Deutschlands Buchdrucker“ _ eine beyqndere Bcdeutuvg. Auch der Kaiserliche Erlaß will eine Betheiltgung der Arbeitcr an der Regelurg der gemeinsamen Angelegenheiten und eine Befähigung derseWen zur Wahrnehmung ihrer Injcrcffen bei Vérbandlungen mit den Arbeitgebern und Regierungßbebörden schaffen, und zwar durch „Vertreter, krelcke das Vertrauen dkr Arbeiter befißcn.“ Ueber die .Formen', in _welckxen dies gescbeben soll, find ,geseßliche Bestimmungen“ m Au§ficht gxnommen Es bleibt abzuwarten, wieYHZernacb das Verhältnis der Arbeitgeber und Arbéitnebmer zu einander und die Wahl der Arbeitxrvertreter gkregelt Werden wird, Vor alxem wichjig abcr wir_d dxe Frage sein, in welcher Wsise und in welchem Umfange die Bertrctsr dsr Arbcijer zur Wahrnehmung von _keren Jntcreffen besäbint, bczisbentlick; wie die Vereinbarungen derxelben mit de_n Arheitgebern zur DurcbfÜßrung gebracht warden wllen. _ Dkr_Vor!tand des_DeuTschexx Buchdrucker- ereins bat sub in_ die1er__Beztebung zuyäcbjt auf den Standpunkt gejteklt, daß durch em_en zwtxcben der Prxnzipal- (Arbeitgeber-) und Der Gebülsßn- (Arbetxnebznch Organixgtwn abzuschließenden Ver- trag festgx1eßt wexdk, mit _rOel_ch_en Mttxeln die Durckyfübrunq der gemein*'cka111ich gcsaßteq_Bexchlu11e zu 11_ch*ern sei. Diese MiLtél können bei freien Orgxxmxattynext, okme Mtjglikderzwaxxa, immer nur darin bestehen, daß dre Mttgltcdschaft_ von der Erfüllung gewiffer Bedingungen _ abhängig gemacht_ mrd unh daß die Orga- nisatisn Anstaltan und_ Cmrtchtungen _1cléafft, Welche ge- eignet find . den Mr:gltckem,_ gegenuber DM Nichtmit- aliedern, greifbare Vortbegle zu gcryaßren. Aber die langjährigen Erfahrungen des in Teutjärxand, wxe kaum in cinem anderen Lande auSgebreitetcn Vereinswe1en§ haben gelekrt, daß die Wirksamkeit solcher Mittel dccb eine" sehr 7r_a_glich?, i1_1 dxn meisten Fällen eine unzukänglichc ist. Insbesondere Ut rics bet den VerkandlunNn über die Innungsgesese berwrgetxetct) Wir dßrfsn "raker geépannt darauf sein, wie diese_ wichti e, mechcbt w_ichtigrte Frgge bei der vom Kaiser ins Werk gestßten riekens97gani1afton gelöxt Werden wird. Mehr als in jedem anderen Stapde wixd daher in_xem Buchdrucker- stande die Friedensbotscwst unseres Kaqers mit Zu- stimmung, Dank und Gcnugthuung bkszküßf Werden. Und wenn ein bekrorragendec _ Gelehrter der Volkswirt!)- schaft erst kürzliek) dcn _ Uns!),«(uch gethan ÜL“. „Das deutsche Buchdruckgewerbe _1tebt lnlcsern an der _ vase der sozialen Entwicklung in Deut7chlaud, als in ibrx! am „frühesten und durchaus spontan fich die beiderjeitigen Organi1ationen _dcr Arbeit- gebrr und Arbeiter entwickxlt baden, Welche die Voxaxzsjexzung für das schlikßlicbe vereinte Zupammenwirken beider zum ?oztalen Frieden find', so onen wir diese, das Buchdruckgewerbe in so bobcm Grade ebkcnken Worte auch in Zukunft zur_ Wahrheit machén zmd vor den SchwierigkLiten, aus welche die Kaikerlichen Erlaffe sel_b!t hindeuten, nicht zurückschreckey, sondern soweit es an uns ist, in freudig ernster Arbeit, mit gegenjeitigem Vertrauen und Cntgegxnkommen die edlen, von höchster Vatxrlandsliebe _und wahrem Chrijtenthum gewiesenen Ziele unseres Kzijers verwirkltchen helfen.“ _ _

Auch die „Kölnische Zettung' meldet; daß fick) d_1e soztal- demokratische Kundgebung am 1. Mai auf Vmammlungen beschränken, die zahlreichen gkplanten A_rbe_tt§einstel[urxgen aber für diesen Tag unterbleiben werden. Erne ahnliche Mittheilurg, vo_n welcher wir gestern an dieser Stelle Nonz nahmen, brachte dte .National- eitung".

Die , hein.-Westf, Ztg.“ stellt dxe neuen Fordexungxn_der Ber leute zusammen, welche die Belegschaften der beiden Stbacbte von eche .Clerget“ bei Bruch=Recklmgbausen (Harpenér Bergwerks“ Aktiengesellschaft) am 30. Januar und, veranlqßt von der Beleg- schaft von Zeche „Hibernia und Skamrock', dxe Belegschaften des Herner Reviers am 7. Februar in _Resolutwnen zum Ausdruxk gebracht haben, un'" vergleicht dieselben mti de_n Forderungen, we_lche kle Bele schaft der Zeche ,Centrum' bet_Watte_nsz:betd am 10. ebruar der irektionüberteicbt bat. Wahrend dre _m den R?“ solutionen außgesprochenen Forderungen fich tm WxsentllÖUJ :znter- einander und mit den bekannten Forderungen Hes bergwanntskben Verbandövorstands vom 13. Januar decken, sind dae Forderungen der Zeche .Centrum' dem Inhalt u_nd Ton nach sebr erkenn_bar herab- gestimmt. _ Wir führen nur dre Fordern Éen rer Beleg1chaften des Herner Reviets und derjenigen der Zeche , entrum' an: _

Herner Revier: 1) Zusaß von 500/41 des Durchschmtt2lobnes von Monat Mai v. I. nach dem veröffenjlicbten Lohne und zwar

„YP der gesammten Arbeiter unter wie über Taae. 2) Hält die Schichtdaner von der Delegirtm-Versammlung vom 26. Januar d. J, vom_Bockumer Delegirtentage aufrecht und zwar eine acbtx'xündige Echtcbtcauer inkl. Ein- und Ausfahrt. 3) Ueberschicbten sollen gänzlich avsfallen, außgenommen Schachtreparaturen. 4) Abzüge von Kohlen dekgl. 5) Wegen des szablens des verdienten Lohnes steUen wir folgenke Forkernngen Und zwar: Am 5. und 15, eine Abscblagszablung von 30 .“ für vxrbeiratbete, 20 „46- für unverbeiratöete Arbeiter, kie Restzahlung am 25. jeden Monats; sollten diese betr. Tage auf einen Sonn: (xder Feiertag fallen, dann „inen Tag zuvor. Jedoch bedarf 23 nicht mehr _emer vorherigen Annotirung des betr. Absckplags, 6) Die De_legrrten find a_m 2. Februar d. J. von den betr. Beleaskbaffen 9117 em qur gewahlt. Die Abkehrung eines Delegirten löst ibn vvn [ejnxm PMR) nisbt 95, _oder er mu); von der Belegschaft abgeseyt werder), _Dke Beleg'Öaft verlangt die voÜe Anerkennuna dchelben zmd gtebt xbnen das Recht, für die Belegschaft mit der Verwaltung m LULU Nßmen zu unterbandeln und fügt sich deren Beschlüssen. 7) _Ooßten 1ndeffen_einer oder mehrere Delegirte von der Verwaltung gckunrtgt wxrden, jo Haben die Telezirten das Recht, auf sofort M ganzé Beleg1chast zu künyigen. wenn die Kündigung oder Akkebrung

* Zinnen 24 Stunden yon der Verwaltung nicbt zurückgenommcn wird.

Aus.;enommcn hiervon find diejenigen, welche sich ein grobes Verschuldkn gegen Beamte oker Bergpolizeiverwaltung zu Schulden xouxmen lassen. 8)So11ten die Beschlüsse. Bsschwerden oder Ver- !prcch2n_Seitens der Verwaltxng nicbt gknau inne gehalten Werden, fo bqben dle Delxgirten das Recht, nach vorhergegangenex Verständigung zmt_der Beleg7chaft_ oder den Arbeitern, einerlei, wie viel Personen, nx tbr_em_Namen für die ganze Bclegschaft zu kündigen. 9) Die _BelesWarten verlangen, wenn die Verständigung erzielt ist, für férnere Zeiten alle drei Monate am letzten des Monats Wegen der Lobn- und anderer Frasen mit der Vsrwaltung in Verbindung zu treten, wegen Regelung derfslben. 10) Wir vexlangen die Gezäbe und_ al]? Materialien zum Selbstkostenpreis durch Borlegung der Prctsverzgckyniffe. 11) Wir verlangen daß Anklcben von Plakaten in den_ betreffendep Kau:n,_au§-genommen find hiervon solche Plakate, die sozmldemokratiscben Ur1prungZ smd, dies darf nicht von der Verwal- tung geduldet werden.

_ Zeche Centrum: 1) 25 0,/0 Lokmerböbung, mit 1. März be- gmncrd, 2) eine fernexk Lobncrböbung von 2-5 0/0 mit Beginn der yeuen Kohlenabschlüme, am 1. Juli 1890, 3) fixirte Zablunzétage: aux 25, jedsn Monats Lobntag, am 10. Abschlag; faUen die?"? Tage gas _einen Sonn- oder Feiertag, dann am Tage zuvor, 4) die Beleg- 1cha7t_der NaÖmitTagsscÖicht wird Vormittags ausgelobnt, 5) Bitte um dre Erlaubniß. _daß in der_Kaue Seitens der Zahlstel]: Mitthei- lungen cm die Vélchcbaft ange7chlagen werden dürfen, wie dies auch an andxren Zechcn ?rlgxtbt wird.

Dre .RHZZU-WUN. ng.' bcmerkt, daß in der Versammlung der Zeche ,Ceumxm', in welÖer jkne Forderungen aufgcstellt wurden, auch 1on1t_etne demelben entsprecbane Stimmung erkennbar geworden sei. ngxxehen davon, daß ein großer Theil der Reden fich hauptsächlich gezen dre [oztaldemokratisciexx .Spißan' (SÖröder, Siegel, Bunke u,s.w.) des _ Vorstandes des kergmännischen Vereins für Rßeinland und Wekttalen und. das den Berqleuten von dem Vorstände aufoctrovirte Verbandsorgan „Glückaüf' in Zwickau richtéte, Wurde in der Ver- sammlung [ehr erzUcbieken betont: ,es sei allgsmcin die Parole aus- chebcn: es dürxe nick)! wieder ein allgemeiner Strike an- gemn en werken“. _

«,n Magdeburg bexck-loß am leßten Dienstag ein: öffsntlicbc Bersaxpmlung kerZimmcrleuteMagdeburgs undUmgegend, wre dl_2 .Mgd. Ztg.“ berichtet, den KonJreß ver Zimmerer Deuxjcblands, welcßer Ostern d. J, in Gotha stattfinden soll, zu _be1chjcke17, un_d wählte zweiNbgeordnete; außerdem ward? in einer Re[o1utton crklaxt, man WOÜL mit allen erlaubten Mitteln energisch für die Centralixation res Verbandes deutscher Zimmerer eénsretkn, und ki2_ gewählxen Delegaten Wurden Verpflichtet, auf dem Zémms:er- Kongreß in rieyem Sinxxe zu wirken.

Die „Köln. Ztg.“ führt in ein?: Bespreckxung ch großen Gas- arbßiter-Strifes in London, Welchcr, wie in der Nr. 35 d. Ylattes Mitgetbeilt wgrde, durcb 6111711 VekngZÖ beendst worden Ut, Folgendxs au-Z: Die Geseüsckyaft hat cingswiUigt, an _Stclle rer jeßjgen längeren Arkxitézéit die vor dem Ausstande be- mbendsn acht1t§ndigen Schichten wieder einzuführen und bei ein- tretendext Lücken in der Belegickxask dt;: alten Arbeikcr vor Fremden zu _berü_chstck?tigkn. Man kann nicht sagen, daß in dieskn von dsn Um_on§7übrcrn vorgeschlagenen und von Livesex) angénommenen Ben'iznmungen der Keim das_ganzen Streitss bcrübkt worden sei, Der Wewrnnbstheiligypgs-Entwurf und Bis dabei eingeführte Verpflick-tung der Arheitkr auf längere Zeit Haben die Union, welche sick) in ikorer Mackytfxelluxg bedroht fühlt,. zu ihrem Vcrgehkn asgen die (Heséilscbaft vercznlaßt. 'In dem Fricdcrx-fcbluß stcbt kein Wyrt darüber, wi? es künfxig mit rieker Frage 157118th sein soll. L*.IL'W bat nicht das ge- xingzte Zugeständnis; in Diéssx HinficÖT gomaÖT ..... Die Ein- !teÜungsxxage wärd erst im Anfange des näckysten Winters brxnncnd Werdkn, wann dUrch TTS frübxr eithemc Dunkel- !*;le _ker ©a§verbrauch und infolge 7:67er Dcr Arbeiterbckarf nä) [t:igért. Livcskv bat denjenigen MUM Akbeitern, welcbe 712076er 1“??- Ausstankzs tIätig waren, versprochen, wenn fie im Frühlin.) etwa ?r1t1a11en Werke:; müßten. bei dkl." Wintertbätigkeit fie znnächst anzunchtxxen. Das wichtigste Ergckniß, welchckc§ dkr Streit Yer Gasgcsell1chaft mit der Union aufzuweisen hat, ist die sztxackpc, daß es dsr _zislbskvußten Energie céneß Mannes ge- lungen ist, sich den maßlo7en Ansprückxen und ker ükermütbigen Tyrcznnei, mit welcher der Gewerkverein rie Lebknsintcreffen wettester K_reiw bedrohte, mit Erfolg entgegxnzusteüen. Der Beschluß eines großen chils der Londoner _Dvck-, Werft- und Speicherbefißer (vgl. Nr. 36 1“. Bl.), zmx: gemeinxamcn Sckmß und Handeln eine Vexejnigung zu bilden, ist gewiß durch den Sieg Liwesey's wesentlich beemxlußt worden. Die „Times“ meint, mit diesem Bunde sei eine neue L_lera in dem Vsrbältniß zwischen Kapital und Arbeit auf der TbemZe eröffnxt worden. Bisher hätten einzelne Geschäfte bei einem Aysstanke ge1chloffenen Verbänden gegenüber Zestanden, künftig st_ande Verband gegen Verband, und dkr Kampf wurde zwischen ihnen vxel erbitterter werden, aber dafür auch cx7tscheidkndere Formen annehmen. Doch sei die Hoffnung vorhanden, daß die _Ggwerkvereine, wenn fie axsckploffenen Reihen sick) gegenübxrsäben, aus friedlichere Weise als btsber ihre Wünsche zu erreichen 1uchter-..

Arbeiterkolonien.

Inder gestrigen Sißung des Centralvorstandes der deut- schen Arbei.ter-Kolonien wies Pasto_r Dr. von Bodelschwingh (Bielefeld) darauf hin, wie nothwendig e31ei, Arbeiter-Kolonien und _Verpflegungsstationen in den großen Städten zu erncbtemdamit die große Zahl der Bettler, die dort alljährlich verhaftet würden, abnehme. Bis jest aber hätten fich die Magistrate dz-gegen sebr kühl verhalten. Berlin würde mmdestens zwet Arbeiterkolonien mit je 200 Betten brauche_n. E_r befürwortete schließlich die Annahme einer Reibe von Theferx, die etwa in _zusammenzufaffen find: ,1) Es ist eine unabwetßbare Nothwendigknt, daß in allen Orten Arbeitsstätten emchtet werden. _ 2) Ebensoweni wie die Arbeiterkolonien, find _ die Arbeitsstatten und Arbe Unachweise-Bureaus von den Beborden

der ArmenveWaltung oder Polizei ins Leben zu rufen

oder zu beauffickxtigen. Die Arbeit soll niemals als eine Schmach, sondern stets als eine Ehre gelten, Deskalb 7011er! womöglich christ- liche Vereine diese Angelcgenbeit in die Hand nehmen; “diese Vereine sind mit auHreicbenDen Mitteln Seitens der städtischen Verwalxungs- behörden zu verse52n. 3) In Städten von über "20000 Ein. wobnern empfiehlt es fich, besondere Arßsiréstätten fÜr Ein. heimische zu erriétcn Dadurch foU verhütet werken, dax"? ver- beiratbete arbeitélOTe Lxuxe auSwanDern 11:1? ik-rs Fémilien Der Armenvérwaltuxg anbeimfalien. 4) IN ZroHen Städten empfiehlt es sicb, so viele Herbergen "zur Heimatb zu érrick'tcn. daß dieselben nicbt übst 1=““0 Betten zu“ erhalten krauxöcn. 5) Die Mittel für Die Verpflegungssxationcn smd von den städtisch Verwaltungen aufzubringen. Dissen steöt in Folge dssen die Contrklc 1315: DZ.“ Einrichtung der Herbergsn zur Heimakö-und Über die BUÉfÜkrUn; ksr HaULVZtcr zu. 6) katere enxsckeidcn über :Ze Aufnahme, cb cin W;:Tcrcr U.“.éntgeltlick) verpflegt oder überhaupt aufgenommen MM:“. M. 7) Der Wanknsckoein hat sowohl beaügliÖ rxr LirkciZqung als auch bei dem Wankexn als Kontwle xu 7161.71. 8) Zur Siebekung von Erfolgen ist eine straxnmx Zucht gegen- über wixklicb arbeitsscheuen Subjekxsn n:?kswxnka“ - Pastor Diestelkamv (Berlin) bemkrktc: es sei sekr kkkaxsrlicb, daß die Bewohner der Großstädte, die doch gkistia kökkr ZLI rie ch-inftädter stkken wOUcn, dem Arbsitkr-Koloniewefén Zo wxxix, '":kaxöisch geaen- übcrstcökn. Von St. Péxer-Iburg, PINS. Kk1*-T:':k*:s;:“k': U17? New-York sci_ die in der Reinickendrrfcrftraße bklkgenc Bärliksr Arkxiterkolonie besucht worden; die grxßcn SWM Tßaxköblapk»? U17? kreziell die Berlin:: darbielten ["ck dagegen zum großkn THM ;UeZMUD. Trotzdem Lei Hoffnung vorhanden, dax“; die Kolonie 554.1“. OÖ:?ÖÉCk Zeit auf "203 _ Betten bringen werde, und da? im risiéeicbt nicht zu xerner Zeit umb eine zweite Arbeixerkylomis Mrke errichtex Mr_dsn könncn. Jm Moxat Januar m;??cn leider 400 Amnabmebegebrmds wegxn Mangels an RIU!!! 7.11 dsr Kolonie ab- gewiesen Werden. Er hoffe aber, daß 75" „“rx-7117311 auch gelingen werke. ok-ne staatliche oder skäktiscbe Untsr'sxüxum; kuré'xukommen. _ Es wurde 1chließlich bsscbloffcn, Von cincr chnren Abstimmung über die Thesen des PastorZ Dr. von Bokcäi-Iwnxzö Abstand zu nehmen.

_ In der Heutigen Sißuxs warde von Pastxx Cremer (Seyda) dle Frageerörtxrt: „Wie kann für dak- imcrx geistliche Leben der Kolonisten und fÜrki€§2M211011ck2 Secte des Lebens in umfassenderer Wci'"? 31-5 kT-zber gesorgt werden?“ Der Rednererörterte in eingekcnker W:Lss Das Verfahren, das auf dsr Arbßiter-Kolonie zu SMM bcckaÖMwsxde. Es kverdc dort yicht nur darauf Bsdackp: genommen, kus Wort GOM? zu pßegen, [ondsrn ks rxürden auch sogenannte 9272103: MM..“ akgsbalten, auf denen dis Gémütblicbkeit in 011Z€1Ué77€k127 W.“?"c eine Stätte erbakte. Bci disser Gelegenheit werré 71.11: skmxrxgélf, die Liebe zu Kaiser urid Reick), zu Kök-ig und Vaxcrlxnk ZU wecken. _ Pastor Pquler (Revyen) tbxilts 11111, x:? Mf der Arbeiter- Kolxnie in [einst Heim.!!!) in ähnlicbsr Welke rcxkakren werde. _ Pasta; Graeber (Tüfferorf): E! kalk.“ ;? ksxr erforderlich, die Seslwrgs in den Akbeirerkolonicn in kan Vcrkckzrund zu sxeÜen. Auch sst és nctöwsxikig, wirtkscbaftlicbc Frazsn 1171! den Kolonisten zu Hespreckyxn und auck) das Turnsn u. ". m zu pflegen. _ Gras vv_n Hohenthal (ProviNz SWM): Er sei mit den Voxxckyläßcn ch Vorredners kvisräxxrig einverstanden, man 111er nur bsi aMr chlsorgs ch P'"..':,e der Geseüigkeit nickxt vargemsn. Es sei das schon noxlwchxz, Um den Angriffen 933271 die Arbeiterk01m7ien, die in jämsxer Zsix 111) wieder mehren, entgngnzutreT-Yn. _ Pastor 131“ vvnBoercßwingb (Bielefeld): Ein T_auptersorkerniß sei Es, aaf das 17.132 geistige Leben der Kolonixten zu wirken. Dkk ESÜMÄÖL müffe mit dcm Kolonisten über ssme Farxilienvcrkä syckcben und be- 1trebt sein, die ktwa akgekrcckksncn Familienkeziebungen wieder anzuknüpfen; die?) "ei cin§ dcr kxsxcn Mikkel, um den Kolonisten wieder auf-den rechten We.] x::rückjykükr-xx; Auch müsse auf das fernere Fortkommen der Kolonisten Bedacht genommen werden. _ Cin Beschluß betreffs dieses (5329271777an w::rke nicbt gefaßt.

5Yastor B r a u n ? (SÖleswig-Hvlsxsix) kewndclte hieraus die Frage: _,Läßt sicb innerhalb der Kplrnksn die Rettung trunk- sälligxr Kolonisten crfxlgrcicb in Die Hand nehmen, oder in“ dazu die ErriÉtuxxg bckondcrer Trinker - Asvle no tbwend-ig? Eine Umfrags 1.1 '20 Ierxitcr-Kolonien Habe ergeben, daß in den mcistcn FäUen die TrUnfkucOt die Ursaéys des Ruins der Koloxxiséen gewesen sci. Man kann sa.;m, daß etwa 80% der Kolonisten dsr Lruxksacht ParfaUcn ssisn. (Fs sei allerdings hierbei x_u bedcnken, daS 777 erste EWF, dsr ken Wanderkrn auf der Land- straße gxbotcn werxk, dcr SÖnav-s ssi. Es entstehe desksalb die ange: ob ans diesem Axlaß keksnrcrsMaßngbmen zu ergreifen seien. Die Mözlicbkeit ker RMUng trunkUUéxchpernen sei, Gott sei Dank, nicht auSgesÉloffen, Mun anch die ,!rkßc Schwierigkeit hierbei nicht Von der Hand gewieskn wsrkm könne. TZ? Lajter der Trunksucht sei um- somehr zu bekämpfsn, wenn man ?rtrJge, daß die Folgen dieses Lastsrs in geradezu verbecrexxker Weise QU!“ kus nachkommenke Gescblecbt :."irken. Wenn M Trunkxaakr nrck) _niäot z_uweit vorgesckxritten sei _ und dies sei bei dsr großer] *.Yksörßerx kcr_ Kolonisten dcr FQU _ sei eine Heilung nickt ausgeschlo1xcn._ Em." wlche Heilung sei absr nnr möglick) durcb voUstänxige kancrnkß Enthaltung von allen geistigen Getränken. Man mä"? ks-Zkglb kte_ erlenskraft der Trüxxké'sxchtigcn zu stärken such€r:. Trinkera'ylgmtt den Kolonien zn yerbmdcn, sei nicbt ratbsam, r.'nxxe-F- wol]; Niemand Kolonist zweiten Grades skin. Die Geistlicbsn, Vorthadsnxxtgltedex u. s. w. sollten auf fie einzu- wirken suckxen. SÖMWÉ dgxuc getmrkt werden, daß die Kolonistsn nicht nur in dcr 3191071117, [onkern auc!) außerhalb der Kc1ccknie ent- haltsam und den Vérsubzern_ egenuber stanybaft seien. Wenn man erwäge, _rxßlchs U_nbetl_dte runksucbt im deutschen Volke an- richtc, dann 167 e:? P01cht_mcht blos dex Gcistlicßen, sondkrn jeden YZ§t1sÖcnfrcunké§, dem Laster dcr Trunk1ucht mit allen Mitteln zu wa ren.

Sckoließlia") gxlangte f-Zlgenxer Beschluß zur Annahme: „Der CentraLrorstan 1";th _es fur eme dringende Pflicht der einzelnen Koloniewr'tandezFur dle„ Rettung der großen Zahl von Trunkfäüigen unter rcxx_Kolontxten_ bewndere _MaZnabmen zu treffen. Zu letzterem Zwecke ke'on_dere Trtnkefoyle m ' _erbindung mit den Kolonien ein- zuriÖTM, &er _ntcht„uberc_:a_„mögltch und auch nicht nötbig sein. Da,;«uzcn “WLW dle, Ernsubrung der Trinkerbeil-Vereinssacbe in di: Kolomsy mcht nur überall möglich, sondern auch gecignkt, den Gefabrdetkn, sOfern fie fich von allen beraufäoenden Ge- tränken retten [affen wollen, die rettende Hand zu bieten. Es ist nach

Möglickykxtt dqfur _zu sorgen, daß die in den Kolonien begonnene Trinkerbetlgrhett bet de_y Entlaffenen in der Weise fortgeseßt werde, raß__:11:1x1 d1e1elben Krenen oder_Personen zuzuführen sucht, an denen fie sur tbre sortgeseßtx Erzthanmkeit eine Stütze finden.“

Alsdann wurde d7e dteßxabrige Sißung geschloffen.

__ Nach dem_ Januarbexicht der säcbfiscben Arbeiterkolonie «chn_e_ckengrun find sen Eröffnung 'der Kolonie überhaupt 1541 _ Kolymrten aufgenommen worden. Zu dem beim Abschluß des vorigen Berichts verblaebeyen Bxstand von 120 find im Laufe des Monats Ianugr _23 Kolonisten brnzugekommen, während 22 abgegan en find. Der xeytge Bestand betragt 121, darunter 106 Sachsen. on den

22 abgegangxnenKokonisten gingen 16 auf eigenen Wunsch, 2 wurden wegkn ungebuhrltcben Betragens und 1 wegen Arbeitsscheu verwiesen