reits seit Anfang dcs vorigen Jahrhunderts durch Errichtung der sogenannten öffentlichen Versichcrimgöqnftaltcn gewrdiriet lmbrn. Das; dies wirklich der Fail ist„ wrrd durch das Bild liesiätigt, wclcth die Berichte der'Bcrcme dagegen voii dcm Znstande der Versicherung des Mobiliars gebrn. A(le sturmien iiberein, daß daffclbc auf den größerchutern durchgäugig, auf den Baucrngiiicrn mir theilweise , dri dcn kleiden Leiiten aber fast gar nicht versichert ici , auch bei lcizicren die Versiche- rung iiicht fortschrciic. ziur dcr Ccntraivcrcm dcs Regierungs- liczirks Frankfurt kann iicr'iiiyti't), daß „es fortschrcge, nachdem die Land-Fcucrsdzictät auch die Versicherung des Mobiliars aufgenommen habe. '
Dcr achte Abschnitt umfaßt das Geld- und Kredit- wesen, Werth, Vcrkanf und Verpachtung der Land-
iitcr. g Es wird zunächst das Geld- undKrcditwcscir be- sprdcbrn, und zwar auf Grund von Berichten der landwwth- schaftlichen Ccntralvrrcinc (ms ailcn Theilen des Landes. Das Resultat diescr wird schließl1ch1mtden Wortxn zusmnmcngefaßt:
»Die Einsicht dicser Berichte ist vom hochsten Inicreffe zur Erkenntniß des Umfanges der izr neuerrr Zeit sd mcifach br- sprochencn Rcalkrcditiwth und tragt zitgleich VLLÜLlcht' dazu bei, erkennen zu lassen, ob undwie dcrscldcn ab xthclfcn sei. Es goht ach ihnen hervor, daß in den Prddmzcn rcußrn, Pommern mid Posen unzweifelhaft einc wrrklrchdRcalkrcditnotl) herrscht, das; dieselbe in einem Theile vonSchlcstcn und der Mark eden- faUs zwar, abcr doch in geringerem Maßq vorhanden ist, wo- grgcn atis ailcn iibrigen Provinzcn von" einem Rythstande in keiner Weise, sdndcrn nur von einer maßi cn Stezgcriing des Zinsfußrs berichtet wird. Es steht daher fe“, daß imdstlichen Thrilc Preußens Krcdiirwth vorhanden, daß dagegen im weft- lichcm Thciie der Rcalkrcdit sich in befriedigendem Zustande be- findet.«
In Betreff des Wcrthcs, Verkaufs und der Ver- pachtung von Landgiitcrn bringt der Jahresbericht nur eine Zuiaxmnensiciiuug der diesen Punkt betreffenden Auslassun- gen mis dcn Vrrichten der chitralveremc. , , '
Dichrhältniffc der ländlichen Arbrttcr sin„den'm dem folgenden Abschnitt "cine Besprechung. Die_ Vcrhgltnisse dcr ländiichcn Arbeiter [affen sich im Allgemeinen fiir das ge- sammic Staatsgebiet dahin charakterisiren, daß Arbeitskraft? sehr gesucht sind, die Löhne und Bcdiirjiiise drr'Arbritcr qllcr Klassen steigeu, und als Grgensaß die" andwwthschafi emen gewissen Driick empfindet, drrxdazu drangt, durch bessere Bc- nuizimg dcr vorhandcneii Arbeiter, durch Maschinen, Dampf und anderen Ersaß Abhiilfe zu schaffen. '
Nach diesem aiigcmcincn Bilde, wclchch011 dcn Arbeiicrn entworfen ist, geht der Bericht zu der Brschreidung der Ardciier= verhältnisse in deu cinzelnrii Lanchthethn nder. „Jm, Gebiete des Regiernngsbczirks Gumbinnen thcrlexi sich die nicht zum Gesinde gehörenden Arbeiter in zwei Kategorien, in sdlchsr, welche bei dem Vcsiizer in Folge eines bestimmten K_oniraktes in'frstem Dienstverhältniffe stehen, die sogenannten Gärtner, imdin 'Ar- beiter, die gewöhnlich in den Dörfern wohnen und sich ihre Arbeitsstelle nach freier Wahl suchen, die sogenannten Lys- lcute. _ Die übliche Art der Löhmmg ist für beide Theile gleich unvortheilhaft; gewöhiilich wird für Tagelohw'geardeitct, und mir gewisse Arbeiten, wie Dreschcn imd Grabenziehen, Werden in Akkord ausgefiihrt. Die Ueberzcugung gewmnt jedoch bei den Bcsißeru mehr und mehr Raum„ daßdie" erheb- lichen Wirthschastsunkosicu mir durch allgemeine Einfiihriing dcr Akkordarbcii r-crringert werden können , Mit dieser wird auch dic Arbeiterbevölkcrimg eine bessere Steiiimg einnehmen,“ sic wiirde sicher auch moralisch gehoben werden.
Im Regierungsiiczirke Königsberg theiicti fich die Ar- beiter hauptsächlich in: ]) sogenannte »Jnstleutca, die verhei- rathet und dri dcn Gutsbesißcrn in festem Kontrakte sichrnd, auf dem Gute täglich gegen vrrcinbarte Sätze nebst einem Scharwerkcr Arbeit finden und zu leisten haben; im Winter aber Dreschcrldhn erhalten , in der Rege] freie Wohnung mit Garten, freie Weide A'. haben, und -- 2) sogenanntewH-IQ zinscm (Hochmicthcr, Freilcute, Lleeutc),.die_ eben- falls verhoiraihct und, gegen Miethc, in Dorfs= odrr Giitskathrn wdhiirnd, in der Regel nnr verpflichtci sgid, deixthc fiir WOhUUUg A*. bei dcn Eigcuthiimrrn der Hauser m cincr gr- wiffcn Anzahl von Tagen adznarbriirn, UU ),[cbrigcn abcr frric Wahl der Arbriigrdcr und Ardritsstcllcn [)abrn. Iii dcr Rrgcl iassrn sick) chztcre UUr [ici hohen Prrissäch aiif Axidrdiirdciicn ein. In ncitcftrr Zcit iclckri1it sich [)icriii Maiichrs zu aridrrn.
Ueber die Ardciicr iii Westprriisxrii wird TiUk gesagt, daß sie diirch Unzrxisrrlässigkrii, Rdhlycit 1i_1:d Unmrsicilrgkrii diriiaci) zu Klagen dcr Qaridwiridr Vcrmxlasxung ,Jriirn.
und im Tagelohn beschäftigt werden, und in die freien Arbeiter, Von diesen drei Klassen ist die erste die bei weitem zahlreichsta
Von den, „Arbeitern in der Provinz Pommern Wird gesagt, daß diejenigen, welche in einem festen Vcrtragöderhält- nis; zu dem Gutsherrn stehen , einen ziemlich guten Verdienst haben und von den hohenFruchtPreiscn wenig berührt Wurden, weil ihnen das Getrridc fiir einen fcsien Preis von deinArbeit= geber abgciaffen „wird. Weniger günstig war die Lage der freien Arbeiter, die der Arbeit nachgehen. Es zrigt sich cine große Neigung zur AuZwandcrung in der pommerschen Arbeiter- bevölkerung, wodurch ein an vielen Stcljcn fiihlbarcr Mangel an ländlichen Arbeitskräften entstanden ist. '
Die Zustände der ländlichen Arbcit in der Mark Branden- b urg , soweit solche durch Menschcuhändc betrieben wird , hän- gen mit dem Blühen odcr Stocken dcr industrislien Gewerbe ersichtlich zusammczi,“ dcr lcdhafie Aufschwrmg dcr lcizteren bis zum Jahre 1866 lief; (ruf dem Lamde cinen ('inßcrst fiihibarcn Mangel an Arbeitern empfinden, der in den chien Jahren seit dem Stockeu industrielicr Unternehmungen viel weniger zu Tage tritt, nachdem die Bauhandwerkcr in den Städten wexiigcr Vc- schäftigimg finden, und mit diesen die Ziegeleien zum Theil ruhen, oder ihr Arbeitspcrsonal verringert und bei den niedri- gen Preisen ihrer Fabrikate die Löhne herabgeseizthabeu; deffen- ungeachtet ift nirgend eiii Ueberfiuß von ländlichen Arbeitern bemerkbar , in manchen Gegenden, inSbesdndere in der Nähe volkreicher Städte, ist der Arbeiternmngrl bleibend und die Landwirthe sind gcnöthigt, fiir dicErntczcit sogenatmteSchnitter aus entfernteren Gegenden dcs Warthc- und NEHLÖL'UCOLZ zn bc- nußen, welche aiisschließlich in Akkordarbeit treten und bei an- gesirengter Arbeit einen hohen Verdienst beziehen. _
Auch in der Provinz Schlesicn macht sich in Folge des stetig steigench Verkehrs, der vermehrten industriellen und technischen Anlagen, der vielen höhere Lohnsäßc gewähreiiden Neubauten von Eisenbahnen und Chauffecn und Stadtvergrößc- rungen, sowie der täglich in erhöhtem Maße inAngriff genom- menen Meliorations- und Kulciirardriten Und der intensiveren Wirthschaftsmcthoden iiberhaupt fast iibcraii rin Mangel an jederzeit aiisrcichendcn Arbeitskräften bemerkbar. Hirraus ent- springen die mehr und mehr auch fiir die Landwirthschaft stei- genden Lohnsäße.
Bezüglich der Provinz Sachsen wird auf Grund der Angaben des dortigen Ceniralvereins angefiihrt, daß die Schwierigkeit der ländlichen Arbeitervcrhältnissc, die in den Jahren 1864 und 1865 ihrcn Höhepunkt erreicht hatte , in Be- treff drs Gesindes zu einem großrn Theile NOCH fortdeftchen und sich ebenso in dem Mangel an zuverlässigen Dicnftdotcn, wie in immer höheren Lohnforderungen äußern. Ueber den Mangel an landwirthschastlichcti Arbeitern sei zur Zcit im Ganzen weniger zu klagen, aber es fehle an einer Sicherung gegen die Wiederkehr ]encr schwierigen Zustände. Dic Verhält- nisse der landwirthschaftlichen Arbeiter seien fiir die lrßtcrcu günstiger bezüglich ihrer Physischrn Entwickelimg und ihrer ganzen Stellung imd zngleich nicht ungünstiger bezfiglich ihrer moralischen Entwickelun geworden. Die Neigmrg zu Akkord- arbeiteii habe sich vcrmeth und diese bringen dcm Arbeiter er- heblich nichr Verdienst, ais Tagelohnarbeiien.
Die Berichte iiber die Provinz Hannorwr klagen, na- mentlich die aus den Provinzial-Vereincn zu Bremervörde, Uelzcn und Hannover, iiber Mangel an Arbeitskräftcii. In den südlicheren Grgenden wird dcrsclbe weniger empfunden- sOiveit nicht die Konkurrenz großer öffentlicher Eisenbahn- und anderer Bauten der Landwirthschaft örtlich ArbsiiSkräste cut- zieht. Man hat auch dort durch Einführung von Akkord- Arbeit, sowie durch Anwendung von landwirthschaftlichen Ma- schinen dem Bedürfnisse mehr oder weniger abgeholfen. Den Verhältnissen entsprechendhat sich in der gesammten Provinz die äußere Lage des Arbeiters in den [exten Jahren giinstig gestaltet und darf im Allgemeinen als befriedigend bezeichnet werden.
Zu der Provinz Schleswig-Holstein herrscht die Klage, daß an Dienstbotcu, welche bei der Herrschaft in Kost und Lohii stehen , seit eiiier Reihe von Jahren ein fortwährend zunehmender Manch entstanden ist. Als Ursache desselben wird in Betreff der männlichen Dienstdoten die Vorlicde fiir das freir, ungebundene Leden angegeben, wclchem dic lcdigcn Leute Vi?! [richter nachgehcn können, wenn fir die sich so vielfach dardirtsndc Gelegenheit ziim Erwerb bci Erd- arbeiten cm Chaussrrii, Eiirnbahnrti , Hassimrbciirn Und drr- glriciicii bcnrxizrii. Fiir ws w cidiicdc Personal wiid drr Grimd hauptsächlich 'm dcn grstirgciimi Ansprürhrii gesucht. Währrnd
: sici) friiher dic T'iichtcr, Umririitiiii) drr klcincn Handwerker, in
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Die Yrdeitcr iii drr Provinz Posen zrrfaiirn iii fdigriidc drci KMÜMTK in die in thii imd Dcdrxtai sirhriidrn, 111 dir * wgcimiiiiirn Kdnwrniks, W?WC Wohiimig imd Land erhalicix ;
» Skadi Uiid Land, rdrnw dic Jördtcr der Bauern niiLZ-t fiir 31!
gilt hiriirry zi: diciirix, _i**[ri_dr:i sir irixt ZU- Hausr, wddiirci) Viri- iriiixt UUW'CUYUML rm Diemitddtc rripirri wxrd, ilrdcrdics 11'11'ÖUÖ(*1.' Andrang m die Stadt VOM Oiriidr [)rr immer großer. Iii den [(MP
“ Industrie bestimmend einwirken. ' „_ „ , ; Veranlassung zur Einfiihrung größerer landlichcr Maschinen geworden.
[ichen Wirthschaftcn sind die Handhxilterinnen undMeicrinnen weit leichter zu finden, als die Milchmadchcm zu dcn Vakanzen jener höheren Stellen melden sich zckhlreiche Bewerberinnen , während
diese lchteren mühsam aufgesucht werden müssen und der Lohn *
bedeutend gestiegen ist. _- Jzi neuerer Zcit hat man angcfan- gen, Knechte sowohl wie Magde aus;, Schivcdcn heranzuziehen, Und es schxmi daimt einc rchc Adhuifc gcwomren zu werden. _. Auch hms1chtl1ch dcr Tagcidhncr,"wcichc, selbständig wohn- haft, mehr oder wemgrr unabhangig von ihren Arbeits-
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gebern dastehen, stellt sich rim' Vcrringcrung heraus, cincsthciis ' hervorgerufeu durch zahlreiche Audwanderungcn nach Amerika, :
midcrntheils gber auch durch iiberwiegrndcn Zudrang in die Städte. Es ist eine anffailcndc Erscheinung, daß gerade aus derjenigen Klaffe ,der Tagelöhner auf dem Lande weise nach Brasilien éliiZiVäiidcr11„iVLlche in der Hrimath ganz gut situirt smd, so natiiruilici) aus den adeligen Giitern solche, die kleine Landstcllen imt Kuhhaiinng » von etwa 6 Morgen
.. jn Pacht haben. Es siclit sich iibrigens heraus, daß nicht *
iiberaii in der ganzen Provinzdie gleiche Klagc iibcr Arbeiter- mangel gefiihrt wrrdf, was namentlich drr, Fail in den Gegen- den ist, wo die Arbeitcn, so wcit dic-s möglich isi, in Akkord gegeben werden. _
In der, Provniz Westfalen steigt von Jahr zu Jahr dic Schwierixxkrit, Arbeiicr zu brkommcn, sowohl Knechte ais Tagc- iiihncr. Hichmt strigcn auch die Lohnfäßs. Besonders werden die Arbeitskräfte in den Grenzkrcisen dcr iridustricilrn Mark immer scliener imd theuercr, Als einziges Arishiilfsmittel für größere Wirthschaftcn bewährt sich der Bar: von Ardeitcrhäufcrn, denen darm Pardtland bcizugcbcn ift. » Im Süden der Pro- vinz tritt der Ausfall an ländlichen Arbeitern vorzugsweise hervor, weil dieseidcn iiberall leicht Gelcchhcit finden, auf Ja- briken und bei iiidustricilén Unternehmungen Beschäftigung zu finden, wo ihnen vici höhere Löhne gezahlt werden, als im Landwirthschaftsbetriebc und selbst bei Akkordarbritcn.
In der Rheiiiprovinz ist im Allgemeinen der Bcgehr iiach ländlichen Arbeitern größer als das Angrbot und drshaib der Lohn der Tagelöhner Und Dienstbotcn in stetiger Stei- gerung. Die Folge ist, daß die Wirthfchastswftcmc geändert und Maschinen zur Ersparung dcr Mensihcnkraft eingefiihrt werden. Wo der Besißcr zu dieser Acndcrmig weder Mittel noch Fähigkeit befißt, tritt iwthwendigrrwcise Rückgang der W1rthschaft und schließlich Vcrfaki derselben ein.
Im Ncgiertingsbczirk Cassel sind die Löhne in den mri-
strn Distrikten 1111 Vergleich zu dem vor 12» 14 Jahren iiblichen, um das Doppelte, die Löhne dcr Mägde um ein Viertel bis ein Drittel gestiegen, eine Folge des fich stets fiihl- barer machenden Mangels Neben den Klagen iibcr Ardeitermangcl mehren sich dieKlagcn ? iiber die Trä heit und die innncrmrhr schwindetidc Ge'wiffen-
an branchdarcrn Individuen.
haftigkeit dcr rdeiter. - Mam bestrebt fich jcizt mehr als früher, die Arbeiten in Akkord zu grden und die Menschen-
, kräfte durch Maschinen zu erseßcn,
Aus dem Regierimgsbczirke Wiesbaden wird gcmcldrt,
" daß auf die Zahl der ländlichen Arbeiter und die Lohnsäßc fiir
dieselben besonders der Grubenbctrieb und die Bergwerks- Dcr Arbeitcrmangcl ist die
In Hoh enzollcr 11 ist der Mangel an „ländlichen Arhei- tern 1th wenigér empfindlich, weil die Industrie Nicht so Viele
, Hände, wie vor einigen Jahren, [»?fchr'iftigt.
Die Sammlungen von Altcrthiimern zu Greifswald,
Zu Greifswald befinden sich verschiedeneSammlimgrn von Gkgcnständrn aus dem daterländischen Altxrthmn, sdwie von Kunstwerken des Mittelalters und der Renai]“1aiiccx Dic Sqnnn- lungen sind im Besiye theils dcr Univrrfität, theils der Kirchen
Und der städtischen Behörden , besonders aber der Greiföwaldcr Abtheilung der Gescilschaft fiir pommersche Geschichte und Alter- 1[)umskimdc. Der Vorstand dieser Gesellschaft, Dr. Theodor
PVl, giebt in einer zii Greifswald in diesem Jahre cYchicnc- ? * UM Schrift die Grfchichtc umd Uebersicht der dortigen Samm-
lungen.
Der älteste Theil dcrUnivrrfitätssan1mliing cnistamd diirch
& DÜLchiihungcn dcr Professdch 1)1'.Schildrncr und Ka :1110- ,; wriidisiiw „Hddimntiicn imd iii'iriitiriii-xhc Miinzrii, eiiiigc Brak-
Ilkßcr, don welchcr! dcr Lcßtgcxiiiimrr in iriiirii Miit[)i_'ili111grii , ' aus Greifswald und Pommern im Jahre i8'_-'l sir deichricdrn - Dazu trat nachher dir SQUUULUUY] drr Greifswalder Ai"- ;
Weilmig fiir pdmmrrsidr (Hirsidickétc mid ?)[lir'i'ihi'iiiilk dnrii) dic
hai.
Briiiiiiwngrn drr dridcn iwrgcdaiiiirn Mämwr in Gcmcitischaft mrt K oscg arten und l)]; v 011 59, «19, Oli r-w. Liti14ri*dr*iirwurdraiw
viele dorziigs- *
deiii Prwatbdsiße des Professors Kannegießer 1883 noch desicn Altertl)iitiiersaniniliing hinzugefügt und überdies zu- gleich die Munziammliing durch Konnnerzicn-Rafh Pogge bedeutend vermehrt."?Oie Aufsicht iiber die verrinigken Samm- lUWM hat seit 186.) V1“. Pyl übernommen und fortgeführt. Dic Sammlungen „umfaffcn zunächst Abbildungen von Bau- ivcrken und Dcnkmalcrn der Vorzeit auf der Insel Rügen und zwar von den Vurgwäilcn dri Zuder und bei Arcona, so-
, wie von dem Stcinringc bei Stobbin, dann von acht Hünen-
grabern, und iidrrdies don dcrschisdenen Vildwerken und“Char- ten, ercrn „rcihcn sich die Grabitrnen und Thonaefäße vor- christlicher Zeit, welche nach den bei ihnen am häufigsten vor- kdmm-Indcn Formen des Krach, der Kanne, drr Jiasthe, des ngfs, der Schale und des Tellers aiifgefiiiirt wrrden. Dieselben stammen ziim Theil aus Ncu-Vdrpdmmcrn und Rugen her, wo sie tmmriitlich in dem akademischen Kirchdorfc Neuenkirchen aiisgegrabcn wurden. Ihre Formen Und. _Vcrzicrimgcn stimmen ganz zu den Abbil- durgen von ;_;» Graburnrn, wclrhc Nettcibiadt nach den fruher schw) im akadexniichrn Kirchdorfe Wciicnhagen ge- 11LJchÉLÜAUSJTÜÖUUJ€U,111 seiner lateinischen Schrift, vom Jahre 1/30 „gelirfert hakt und sie sind entweder ganz ohne allen Schmnck oder ne sind, sei es voUsiandig, sei es mir in Scherben, mit cmchhcn oder doppelten vertikalen Und horizontalen Streifen verziert. ZumThcrl aber auch sind dir in die Sammlung aufgenom-
i menen ähnlichen Graburnen und sonstige Thorigefäße in Thii-
ringcn zu Schlieben gefunden worden. Dazu sind ZU zählen einige menschliche Gebeme, so wie 8 römische Gefäße thrils un- versehrt, theils m Fragmrnten vorhaiiden.
Arischnlick) und merkwürdig ist die Sammlnng der Stein- altcrthuxncr und zwar zunächst der Waffen und Geräthe aus Feuerstein.
Die Keile, Asxte odcr Mrißcl sind von verschiedener Größe, fast alle von kciifdrniigcr Gestalt und mit geddgrncr Schneide, welche etwas breiter, sich zeigt als das Schaftende. Nur wenige Exemplare weichen der Form nach von den iibrigen ab. Auch dir obere und untere Fläche des Schafte's zeigt eine mäßige Bicgimg nach den Sriteiiflächcn. EinigeExcmpiare sind iibcraii, die meisten iiiir ain Schafte rauh, dagegen die Fläche an der Schneide grgiattct ist. Manche wieder deuten durch sorgfältige und vollständige Glättung einen höheren Grad von Kultnr an. Der Mchrzth nach sind die Keile aufRiigcn, untcr andern bei Pixtbus, einige auch bei GreifSwald gefunden worden. Zu chcrcr Uebersicht ist (“Mc zweite Abthriirmg dcr Altcrthiimer fo geordnet, das; sie den alimäligcn Fortschritt drr künstlerischen Eiitivickclung von der rohcstcn Bearbeitung bis zur regelmäßig- sten durch Glättung deredrltcn Form erkennen läßt. In einer dritten Abtheilung hat man die Verschiedenheit der Formen bei den eiiizrliicii Stiicken-zur Auschauung zu bringen gesucht. Zuerst smd Breitmeiszel aufgestellt und zwar von beil- avrtigcn'Formenz dann Hohlmeißel, an denen die obere Fläche rmc starkere Biegung nach der Schneide hat, als die untere Seitc,_ ferner mit nach innen gew ener Oberfläche an dcr Schnrrde, dann auch Meißel von “WJA: Form mit Parallelen Seiten, welche den Uebergang zu den Schmalmeißcln bilden. Weiter folgen Sch1iialn“«eißel von größcrrr Länge und Dicke, aber von geringerer Breite mit mäßiger Verjiiiigimg des Schaftes, sowre Wasser! und Geräthe von Griinstcin, Diorit, Porphiw und anderen weicheren Steinarteii, ebenso Waffen und Geräthe „auchucrstriii, theils nach beiden Seiten zugespitzt, theils mit ciner Spiizc, dann UOch Prismatischc Meffer oder Feuerstemspähnc, ferner Sichcln odcr Sägen in Form eine:? Halbmondes UUÖ Fcrtcrsteiiischeiben.
Ein anderer Theil dcr Sammlung Umfaßt Acxte, Hämmer iind andere Waffen aus weicheren Stcinartcn, wre Sandstein, Griinstrin,„mit Oeffnung fiir den Schaft dcs hölzernen Stirls, ferner Spindcl-, Miihi-, antsch- und Sclylcifftciiic. Auch Waffen imd Gcräihc von Erz, als Paalstäbc, Crite, Lanzen, Speerc und Dolchr, Sch211Ucksüchk11 imd Gcräthr, Schmuck“ von Bernstein, ciscrnc Waffen und Gcräthe find zahlreich anzutreffen. Noch ein anderer Tiicil dcr Sammlimg enthält Bildwerke drs Mittelalters, Figuren, Rosenkränze, Abgüsse111iiNachbildungen antiker Camccii, Gefäße mit Bildwerkcn, Architekturstiiékr, Grad-
? strim', Fcnstcrsckzciiwn, Reliqiiicn mid ZUUHT cinigr chinesische
und indianische Altcrtdiimrr.
Zn eiiier Smnmiung iwn MiiUzcii Um. Sirgristriiiwclii findrii siii) römische Miiiizrn WU dcn Kaiirrii Lingiistiis, CÜU.“ giiia, Nch Briipafian, Hadrian imd Cdnsiantin, sowic äiicl)
traten von Zakza dr COPUik wädrrxid scmrs ?)liifciitdaitcx» iii „iiipcnik griidmgrn. Wir [:ck wohl rrwirricxi läßt, siiid dic Mimzrn «ms Rügen und POMWCNT [“CiOiiÖi'l'I zadirriri) iwriwiidrm, tm: mcmiici) dim ch Stiidtcii, wir Siraiiimd, ()*)kr*i§IiV-.1[Ö,*Wölxixist',
: Amilam, Siriiin imd visier: «iiidrch, FUJWÉW mit dri! Wappen
der drtrrfchdrii Städte, worixiiicr iiaiiicmtii-„b iiirriwiirdig siiid