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haushalts-Etats für das Jahr 1870 im ganzen Hause. Es wurde die Spezialdebatte über den Etat des Ministeriums des Innern fortgescßt. An dxrselben betheiligten sich die Abgg. Kontak, , Meyer (Marburg), Rcubensperger, von Bxauchitsch (Elbing), ' Grumbrccht, von Mitschfe-Coljanye, von Hennig, Graf von Winßingerodq, Hellxvtg (Caffe|),Hc1se, von Unruh (Magdeburg), Graf Schwertn, Mtquél, Duncker.
Von den Kommiffaren des Hauses waren folgende Anträge
eingebracht worden: Das Haus der Abgeordneten Wolle beschließen: die Ausgaben für
Pesth, 23. November. Die Finan kommis on des hauses hat die Abschaffung des ZeitungsZempcls fTveschlosseZlenLeer; Attsfall soll an Inseratenstempeln hereingebracht werden.
Belgien. Brüssel, 23. Novbr. Inder euti en S'
13er chräsqntanten - Kammer wurde [,die gBeraTJZY Uher das Mtltzgcscß fortgeseht. Der Deputirte, ehemalige Mj. mster Rogier, machte Yen Vorschlag, den ausgedienten Soldaten auZ'er ider Ren1lxts§rYtolnh1n Geld, weTläche noch in Frage steht, . „_ . _ au cnemoraa e eonun ucw' n'
dte Polizetv'erwaltungen' m dcn7 Städten: K„öt1igsbetgi.Pr., Danzig, das Stimmrecht in der GemeiLdze zZerkeZFe; 1Frs)e111x1cx'tikj'1ec7ln ZZZ en Stettin (mti AUßenbcztrk), Magdeburg (Mit Saldenburg), Coblcnz- [ das Wahlgesetz wieder zur Verhandlung komme, ein ÄmenY1
Cöln (mit Denk) und Aachen als vfünfti wc allcnU-c u- ', “: * ' * - bezeichnen,“ ferner: Das Haus der Abgeordnctcng :xvoUZfbesch1icßctz1: , ment m duscm Smnc embrmgen. Die Debatte wurde vertagt.
die Erwartung, auszusprcckzcn, daß die Königliche Staatsregierung balkßtbunlichst eme Gesetzesvorlage cinbrinqc, durch welche unter Abänderung des (Heseßcs vom 11.März 1850 über die Polizeiver- waltng bestimmt wird, daß in dcnjcnigcn Städten, in Welchen cine Königltchx Polizcchrwaltung bcsieht, künftighin nur die durch dieselbe Lezhctgeftuhrteß Mchxzkoftxc? derJ SÉaatsZaffthtr 5Fast fallen, sowic daß c tmmenän zu czct ncme ran en er olizcivcrwalmng den Windsor zurückzukehren wo seine Tochter die rin Städten Vorb8haltkn werden- „ „ Marie “Louise, inzwischén verbleibt. König, LeopoY [ZIM A trVLM déi" Abg. VM Brauchttsch (EWMI) [W folgender ; gcgen mer Uhr Nachmittags in dcr Hauptstadt an und begab,
n TFst-JÄUZ der Abgeordneten wolle beschließen“ die Königliche , KO JM? zum DÜW, bein! Prinzen von'Wales, ZU Welchem Staatsregierung su ersuchen, eine authentische Deklaration des §. “Z ; hkkttenk g n' er des diplomatisch?" Corps Einladungen erhalten.
des Gcseßes über die Polizeivcrwaltung vom 11. Mär 1850: - .. ' „. . . durch baldige Vorlegung eines entsprechenden Gesehenztwurfs ...?“ DWVWWYUW brltlfcbcrOfstzterc m Persien b“ der Orga- nach der Richtung hin herbeizuführen, daß der ursprüngliche ; msnung und Etnußung der pcrsrschcn Truppen hat der „Üx'mzr
Gedanke des Grscßgebcrs zum unzWeifclyaftcn AuSdruck ge- M*] MM 687-6116“ zuwlge die Königiiche Gene mi un er- bracht, d. h. der Staat im Jqll dcs . nur zur Tragung halten. Es ,soUen 4 Offiziere zu dicsemKor11ma12dogdetc§chirt derjenigen Mehrkyßen der Ortspoltzei-Verwa[tung verpflichtet Werde", , werden, Einer davon wird den RMI als General-Major Welche durch, dre „Besoldung so!cher_ Beanztezt „erwachsen, _deren erhalten, während die drei übrigcn unter ihm stehen und den Anstellung bctm Ntcbtvorhandcnstm emer Köntgltchen Polizet-Ver-_. Charakter als Obersten führen.
waltung gar nicht oder nur mit einem niederen Gehalte erforderlich Frankreich. Paris, 24. November. Wie man ver-
sein würde. . , DebaYLrYILTorlthisnInmm, Graf zu Eulenburg, griff in die sichert, wird der Kaiser bis nach dcr Eröffnung “des geses- ' Bei derQAbßimmung wurHen die Anträge der Komn1iffa- gkbenZenDFYrYZrosu;LaFZFjschkettFZjdet daß Herr Schneider rten und deI Abg. von VWUchUsch (Elbmg) abgelehnt. die Ernennung zum Mitgliedc dcs over,!"ten Handelsraths nicht angenommen habe.
_- (Schluß des Blattes.) Sachsen. Dresden 24. November. D“ K - _ Msgr. Dupanloup M o von Orleans ' , le ron Morgen nach Rom abgereist.-,- fck f ' , ist gestern
prinzessin ist heute früh 1 Uhr von Baden-Baden wieder . _ Aus C armcaux (Stemkohlen-Bergwerk , Departement
hier eingetroffen. , , . __ In der heutigen Sißung der ersten Kammer brachte der Tarn) wwd em Strtke der Bergleute gemeldet, der vorgestern doxt ausgebrochen tft. _
Vertreter der Univerfität Leipzig, Professor Heinze, den Antrag em, es möge der Entwurf eines Strafgeseybuches des Nord- dxutschen Bundes dem Reichstage zu endgültiger Beschlußfassung mcht vorgelegt wcrden, bevor deutschen Fachmännern die zu gewxssenhafter Prleung des Entwurfs unentbehrlickze Frist ge- geben worden sci.
_ _ Dix zweite Kammer beschloß die Aufhebung der [und- wxrthschaftlxchcn Akademie Tharandt, sowie Dotirung der land- rvtrthscbaftlxchen Abthetlung der leipziger Univerfität mit den dadurch fret werdenden Mitteln.
Meiningen, 23. November. Die Vorlagen, welche dem gestern zufqmmengetrctencn Landtage von der Re ierung zu- gegangcn smd, betreffen: 1) Gescßentwurfübcr die ehandlung und Bemaßung der flteßenden Gewässer, 2) Postulat für die Kqsjen _der Anlegung der Grundbücher, 3) Gesetz über die Torf- Zraberet, 4) Stellenaufbefferung beim Ober-Appeüationsgericht, ;)) Postulat zum Zwecke der Vcrbefferung der-Kirchenmusik, 6) Staatsvertrag m1t Sachsen- Coburg - Gotha und Schwarz- burg-Rudolstadt wegen Mltbenußung der Landes-erenheil- anstalt zu H11dburghause11, 7) Gesey über die Auswanderung voy Unterthanen,j8) Maßnahmen in Bezug auf den Geschäfts- krets des AppeUann-Sgerichts.
_Bayeru. München, 24. November. Nach dem SJITUFYN'tToer-édsZZZttblthe? )78 PFtrsioZlen und 71 Liberale , St“ “ "or kl : un [' e (17,01 in a bgeordnetenhaus c. WU 1111111011, (“lis cinem c"ÜL“! tel dlk an en " , ZIJÜZFWY“ Fur Vl)? zweZlWahlbezirk-ZYJschwtankxn noch Zis : Fes thIlahlkreZses (Sbßockholm LZildeft deren n2ehrzere).StItht?Z?tl
. et en atwa cn waren (1 rio en und 5 ; un (' (' 'kM ' _en , . *“ Liberale gewählt worden. P j, Kapital Ogdehr Arbei,t.chst 5 10000 Rthlr Emkommen von , _ , „ „ _DcrzwischenSchwcdcn-Norwe enundRu [ 1 ;DcsFTsfÉijcHisanfYraFcALKi'esUZY'KNQMmber' Nach der - Hanßelstraktat vom Jahre 1838 ist ignsofern verYLZeTXTFZZMF biZ ,n r N _ t Yes e de; Nglsskln nacb Triest ; als eme Beschränkung in demselben seit dem 17. aufgehört hat, d r 15 ez eMnahcreY? . _achrlch U er 1? H?ckkklse dcs, Ka1scrs ; nach welchcr dic Päffcfürsolche Fahrzeuge, welche direktz-wischen :ichkukfkmit' dtcj11n IJKL V?LTZYLZÉYZBUU JFFFZLÖYF IJKL? Z l-Schsrvledchxtnd Finnland segelten, von Hen Konsuln Md Vize- Yufexzthalt in Coxfu vpn 24 auf 12 Stundxn relyuzirt woxdcn „YYY [„DJTHJZXZF FZH? welchem dw Fahrzeuge defttmrt 1st, durfte der Kalscr ws zum 2- Dezcmhcr m Triest eintreffxn. _ D'er König bat'befohic-n, daß die sämmtlichen in den , “ Dex CUTWUkßUk Thronredc tft MUMM UNd WLW Archiven der Hämds- odcr Landesgerichts befindlichen Akten YéichßchixjtstFL-FMdMYrqxeTJaxfflsth djsnxschcpt nach aus den Zeiten“vor 1736, welcbe cht nur besonderen Werth * , -a1r ae; zurnermcn. ;" ' *“ , ' ' _._ Aus Cattaro Wird heute offiziell gemeldet, daß sick) ,' Txxrd KIKTFZTYZLÉLÖMHKFUÖÜ(211 das Reichsarchw abgeliefert
die Insurgentcy in die Grenzgehirgc zuxückgezogcn habcn, und , Truppenopcratwnen nach dorthm vorlaufig nicht stattfmdené ,'Dänemark. Kopenhagen, 22. November. Der dies- ; se1t1ge Gesandte in Berlin, Kammerherr 1). Q ua «1 d e, ist gestern,
Großbritannien und Irland. Lon d o n, 23. NoVemb Dcr Kontg dex Belgier ist von Windsor nach London gekoijrZ men und hat 111 Clarxdge's Hotel Absteige uartier genommen » um am Donnerstag die verschiedenen Adrech in Buckingham: Palaste cntgegcnztmchmcn und Tags darauf wieder nach
, „ W. T. B.“ Der Emzua des Furstenpaares in die Fauétstadtwar)
Rumänien. Bukarest, 24. November.
ngnzcnd. Es herrschte unbeschreiblicher Enthu iasmus der Be- ] vollemng, dte Straßen waren überfüllt, die Häuser geflaggt, „- Trtumphbogen an mc'hrcren Punkten. Das Fürstenpaar, auf dem ganzen Wege yon Hen freudigen Zurufen der Menge be- glettet, begab sxch ztmachst m die Metropole, wo von den Bischöfen de(Z Landes 8111 wurde.
Empfang im Palais. Abends war die an e Stadt län end erleuchtet. Das Jürstenpaar machte ein? Rzundfahrtgundzbe- suchte alsdann dte Galavorstellung im Theater. “
Rußland und Polen. St. Petersbur 23. No- vember. Dex russische, Gesandte in Kopenhagen, Éäwn von Mohrenhctm , 1st hter eingetroffen. -
Schweden „mxd Normegen. Stockholm, 20. No- vember. Dcr Komg hat die Beschlüsse des Reichstags in Betreff des kommuna1cn Stimmrechts sowohl für dieProvin- zmlstadte als auch fur Stockholm bestätigt. Demnach befißt von nun an Ntcmand das Recht zu einer größeren Anzahl
werden.
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nachdém der ihm bewilligte sechswöchentliche Urlaub abgelaufen
r wieder auf seinen Posten zurückgekehrt. „ wa ,-- Von Seiten der Regierun sind die Handelsvereme neuerdings zu einer motivirten Erkl rung über Aufhebung oder
Fortbestehen der Schuldhaft aufgefordert worden.
Asien. „Tauris, 28, Oktober. Der Schah von hat eine allgemeine Volkszählung und eine Reform der erhebung angeordnet.
ersten teuer-
Aus dem Wolff'schen Telcgraphen-BUreau.
Schwerin, Donnerstag 25. November, Vormittags. Die nächste Genera[versammlung dsr Mccklenburgischen Eisenbahn wird am 29. Januar 1870 stattfinden und dieselbe über den ! Uebergang der Bahn an die Regierung vom„1. Januar 1870 [ gegen Aktienkonvcrtirung in' 3 pCt. Obliggtwnen mit einer Prämie von 10 Thalern pro Aktie zu bcschltsßcn haben.
Landtags = Angelegenheiten.
Berlin, 25. November, Die ErklärUUg, wclche der Minister der geistlichen 2c. Angélcgenheiten [)1'. von Mühler in der gestrigen Sitzung des Hauses der Abgeordneten über den Geseßentwurf, betreffend die Erweiterung 2c. von Wittwer:-
und Waisenkaffen für Elemsntarlchrcr, abgab, hatte folgenden “Wortlaut:
. Ich habe die erfreuliche Mittheilung zu machen, daß, nachdem der gegenwärtige Herr Jinanz-Minister in der vorigen Sißung' die dem Hause bekannte Erklärung abgegeben hat, m_xd nachdem das Haus be- schlossen hat, den Gcscßcntwurf wsgen der Wittwen- und Waisenkassen der Elementarlehrcr in der Gestalt wieder herzustellcn, in welcher cr aus der vorigen Sesfion hervorgegangen war, das; nunmehr das Köni [. Staats-Ministerium auf Unseren beiderseitiger: Antrag [*c- schlo en hat, die Sanktion des Gesetzes Sr. Majestät dem Könige zu empfehlen, unter der Voraussetzung, daß auch der andere Faktor ,der Geseßqebung, wie im vorigen Jahre, seine Zustinunung dazu erkläre.
Auf diese Weise ist, nachdem bereits über drei Punkte der gchn- wärtigen Vorlage, wie der Herr Referent konüatirt hatte, Ueberein- stimmung zwischen dem Hause und der Rogie-Lung hergestellt wax, nunmehr auch in dem vierten, noch übrig gebliebenen Punkte dre Uebereinstimmung zwischen den genannten beiden Faktoren vorhanden,
in den Köni lich preußischen Staaten-
und ich befinde mich in der angenehmen La c, dem Hause meinerseits die Bitte vorlegcn zu können , dm „EytwurZ , wie er aus der lcßten Berathung hervorgegangen ist, auch ]eßt in dcr Schlußbcrathung an- zunehmen. ,
-- Auf eme Anfrage des Abgeordneter) 1)» Techow, ob unter die in Z. 1 des Gcseyenmmrfs erwähntcn Elementar-
Lehrcr auch die jüdifch :*. Elcment-arxshrcr mit 81:1 ?griffcxx. fcicn, ,-
antwortete der Minister: _
Insofern die jüdischen Lehrer an öffentlichen Schulen fungtren, also den Charakter öffentlicher Lehrer haben, so scheint es_mir auch un weifelhaft zu sein, daß fie an allen den RcchtenTk)r1[_nehn1cn m ssen, welche den öffentlichen Lehrern Überhaupt durch dte Gefes- Yebung zugestanden find. ' "
_- In der DtSfusfton uber den Aptxag der„Abgeordneten Miquél und Laßker nahm der _Zustrznnmster Vr. Leonhardt Nach dem Abgeordneten [)1'. Wmdthorst (Meppen) noch emmal das Wort:
Wenn die Eingangsworte meines Herrn Vorredners inz Ernst gemeint gcrvescn, was ich jedoch kaum glauben möchße , so wären fie nur dadurch erklärliä), daß der Herr Vorrcdner mcht m Ytesym Hause gegenwärtig war, als der Antrag Eberty wchn Zustankxtgkext der Schwurgertchte diskutirt wurde., Meine Herren, 1ch habe nnch emfach über die Sache selbst ausgesprochen. Ich glaszt-e das“ Tzem Hohen Hause schuldig zu sein, nachdem ich mich inoglctchcr Wetje nn Herren- bause ausgesprochen hatte. Es schien mir keln passexzder Auskvruck zu 'sein,1vennich dcm Anfrage gegenüber erklärt hätte, er ware U13a1311xl)1r1bar. Ich habe chhalb den milderen AuZdruck gebraucht: die KönxgltM Re- gierung Werde den Antrag in Erwägung ziehen. Ich habe,)n vollem Ernße bemerkt, daß es der Königlichen Regierung mcht erryunscht sx'm könne, daß ein solcher Antrag an ste gelange. ,thGrynde dafur, meine .Herren, glaubte ich verschwcigm zu können, Weil sie m dtesezn Hohen Hause, wie ich glaubte, Jedermann bekamxt sctxn. B-qrcits fruher find fie hier diSkutirt worden, und ich bin 111 dieser thhtung schon ge- nügend angegriffen. Worden. Mein Grund ist aber ctnfacb_ der: es empfiehlt fich nicht, daß die Landesvertrcnmgxn 13er Emze1- staaten in dieser Weise fich in die Bundesgescßgebung cmnnschcn. Mzt demselben Rechte, wie Sie, meine Herren, einen solchen Antrag an du: Könjgliche Regierung richten, kann das Herrenhaus verfahren, 1a |le die Landesvertretung des kleinsten Staates. . „
Das waren die Gründe, meine Herren, dre ich glaubte btcr ver- LchWeigcn u sollen, weil fie bekannt find und ich vermeiden jyoUtc,
aß diese ?unkte vonNeucm in die Diskusßon hineingezogen wurden, ck hoffe, aß nun klar geworden is?, was ich wollte.
_ Das »Amtsblatt der Norddeutschen Post-Verwaltuna« Nr. 73 enthält zwei General-Vcrsügungen: vom 13 November: Das Ent- wertben der Freimarken zu 10 und 30 Groschen, betreffend; VW 17. November:- Die Postverbindung mit Koußantmopel betreffend-
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_ Das vMinifterial-Blatt für die Jgeesammte innere Verwaltun r. 9 enthält 11. A.: Aller- höchster Erla , betreffend die den Provinzen und sonstigen Bestand- thcxlen der Monarchie bei amtlichen Veröffentlichungm zu gebende Rythenfoxge, vom 4. September 1869. _ Verfügung, das Verfahren bet Anfragen auf Namens-Aenderun en, beziehentlich die Gestattung der Annalxme von Doppxl - Namen etreffend, vom 6. August 1869. _- YllerhochstoerkErlaß, dze Befugnis; der Ersten Abtheilung des Kö- mgltchcn Poltzct - Prafidtums zu Berlin bei Entscheidungen in Ge- Wcrbe - Angelegenheiten betreffmd, vom 20. August 1869. _ Erlaß an die Kömglrcpen Ober- Präfidenten, die Königlichen Regierungen und Landdrosteten und an das Königliche Polizei-Präfidium hictselbß, die Kompeteyz zur Ertheilung dcr Erlaubniß zum Gewerbebetriebe dcr Schausptel-Untcrnehmcr betreffend, vom 30. September 1869. _ Verfügugg, betreffend das Ober - Aufsichtsrecht über die Verwaltung des sch1c111chcn Freikuxgelder-Fonds, vom 31. Juli 1869. _ Erlaß an den Königljchcn Provinzial- Steuer-Direktor zu K. und abschriftlich an die Übrtgen Provinzial - Struck - Behörden, die den Vcamtm zu gcwährende Vcrgütigung für Nebenkosten bci Dienstreisen auf Eisen- bahnen betreffend, vom 25. August 1869. _ Bekanntmachung, die Geschäftswirksamkeit des Königlichen Medizinal-Kochii für die Pro- vinz Hannover betreffend, vom 29. Septembex 1869. _ Allerhöchste Ordre, betreffend den 21111tscharaktcr der katholischen Militär - Geist- lichen, Vom 31. August 1869. _ Erlaß an den Könialichen Konfisto- rial-Prästdcntcn zu Kiel, die Stellung der kirchlichen chördcn zu den Schullehrcr-Scminarien, inSbcsondcre in der Provinz SchleSwig- Holstein betreffend, vom 6. August 1869. _ Brscheid an den Kon- fistorial-Dircktor U. zu R., die Heirathskonsense der Civilbcamtsn in den neuerwvrbenen Landestheilen betreffend, vom 20. Juli 1869 _ Cirkular-Vcrfügung an säuuntliche Königliche Regierungen, das Alter der zum Hebammen-Unterricht zuzulasscnden Frauen betreffend, vom 29. September 1869. _ Bescheid an die Königliche Regierung zu K., die Kosten der Verpflegung zeitweise erkrankter gerichtlicher Straf- gefangenen betreffend, vom 23, Juni 1869. _ Bescheid an die Kö- nigliche Regierung zu R., die Vertheilung von Kosten der Ein- quartierung in Landgemeinden betreffend, vom 28. August 1869. _ Cirkular-Vcrfügung an sämmtliche Königliche Regierungen (exkl. Danzig, Stralsund, CSSlin, Magdeburg, Erfurt, Schleswig) und an das Königliche Polizei-Präfidium hier, die Feier der jüdischen Festtage durch jüdische Sträftingx betreffend, vom 6. Oktober 1869. _ Be- kanntmachung, betreffend die Prüfung der Seeschiffer und See-Steuer- leute auf deutschen Kauffahrtcischiffen, vom 25. September 1869, _ Cirkular-Verfügung an sämmtliche Königlichechie-rungcn (Excl. Sig- maringen) und an die Königliche Finanz-Direkkion zu Hannover, die Sicherung des Staatskasseninteresse “bei Einziehung von Klasserxsteuer- Rückständen betreffend, vom 17. Juli 1869, _ Verfügung an sammt- liche Königliche Regierungen in den sechs östlichen Provinzen, betref- fend das Verfahren bei Uebernahme der Ergebniffc cincr Gemeinheits- theilung in das Grundstruer-Kataüer, vom 17. August 1869. _ Erlaß an das Königliche General-Kommando und an das Königliche Obcr-Präfidium der Provinz U., betreffend den Reisc- und Geschäfts- plan für die Dcpartenn'nts-Ecsaß-Kommisfionen und die Behandlung der Reklamationen auf Zurückstellung oder Befreiung vom Mélétär- dienst jvéaen häuslicher Verhältniffc, vom 5. Juli 1869. _ Bescheid "an die Königliche Regierung zu R., betreffend die Aufstellung eines Abgaben-Vertheilrtngsplanes bei dismembrirten Grttndftückcn, auf denen nur Grund- und Gebäudesteucr haften, vom 28. September 1869.
- Statistische Nachrichten.
_ Nach dcrvom Central-Bureau des Deutschen Zollvereins aufgefteuten provisorjschen Zollabrechnang für das 1_3.0uartal d.J., hat die Brutto-Einnahme an Ein- und Aus angszöllen überhaupt19,051,484 Thlr. betragen; dieselbe belief fich nn entsprechen- den Zeitraum desVorjahres auf 19.319.611 Thlr., hat 7151) also um 298,12? Thlr. odcr 1,5 pCt. verringgrt, obwohl das KonsumtionSgebiet im laufenden Jahre ein etwas größeres als in 1868 gewesen isi. Es Würde indes; nicht zutreffen, Wenn man hieraus aus eine Abnahme des Handelsverkchrs im Allgemeinen schlicß:'_n wollte. Svjveit sich bis cht Übersehen läßt, ist dec Einnahmeaussall der Hauptsache nach durch die Minderwerzollung von Rohtabak, Rohzuckcr und Salz her- Wrgcrufen und find die Gründe für die verminderte Einfuhr dieser drei Artikel bei Darstellung der Einnahmcresultate für das [Quartal d. J. in Nr. 162 d. Bl. bereits näher erörtert worden. Bei der Mehr- zahl derjenigen Artikel, welche die bedeutendsten Zollerträge liefern, namentlich bei Kaffee, Wein, S_üdfrüchten, Heringen,Rohciscn u. s. w., ist dagegen die Einfuhr in erfreulicher Weise gestiegen und es läßt sch danach annehmen, daß Handel und Spekuiation wieder Leben und Geltung gewonnen haben. .
Von dem oben angegebenen Bruttoertragc find un Norddeutschen Bunde 16,470876 Thlr. oder 86,4 pCt. (1868: 16789956 Thlr.), Zn Luxemburg 208-469 Thlr. oder 1,1 pCt. (1868: 140,62? Thlr.), zu Bayern 1,012,575 Thlr. oder 5,3 pCt. (18685 1,019,300 Thlr.), xn Württembera 289,028 Thlr. oder 1,5 pCt., (1868: (392,58; Thlr.), !" Baden 77 ,585 Thlr.. oder 4-1 pCt. (1868: 690.436 Thlr.), und m Hessen, südlich vom Main, 291,95] Thlr. oder 1,6 pCt. (1868: 346,760 Thkr.) aufgekommen. „ _ „ *
Bei den preußischen Zoüficüen 1st dry Emnahme NY?) das Vor. jahr erheblich zurückgegangen; es sind bu denselben ca. „000 Thlr. Eingangsab aben Weniger aufgekommen. Am ßärkßen max der Aus. fati in der Jibeinyrovinz mit 301,385 Thlrn, wovon allem 273,00!) Thaler auf das Hauptamt für auSländische Gegxnftänd'e in Cöln treffen. Bei diesem ßnd 78,800 Ctr._Nohzucher für mländtscbe Siede. reien weni er verzollt wordm und jvurde der Aquall ein noch größerer gewesen sen, wenn dieser Minderverzoüung mch: zahlreiche Mehr:-
verzoaungen, namentlich von Roheisen, Maschinen, Kaffee, Leinöl. .