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abfälle, sollen am Freitag, den 3. Dezember, Vormittaéßs
9 Uhr, in der Artillerie-Werkstatt zu Danzig, Hübnergaffe 6, me bietend gegen gleich baare ahlung verkauft werden. Dan ig, den 22. November 1869. Königl che Direktion der Artillerie-Werk1 att.
[401Y Bekanntmachung. ier in der Kaserne Neue Friedrichssiraße 5/8 diSponible Keller- räume sollen auf unbestimmte Qeit vom 1. anuar i'. ab als Lager-
keller vermicthct werden. Die Bedingungen nd in unserm Geschäfts- lokal, Klosterstraße 76, einzusehen und versiegelte Offerten mit ent- sprechender Aufschrift bis zum Freitag, den 3. Dezember or., Vormittags 11 Uhr, daselbst einzureichen. Berlin, den 24. November 1869. ' Königliche Garnison-Verwaltung.
[4011] “ Submission auf Lieferung von Steinfohlen.
Der Bedarf an Steinkohlen ur Heizung der pneumatischen Depeschen- Beförderungs-Maschine cr hiefigen Telegrap en-Central- Station für das Jahr 1870, welche voraussichtlich 36 ast von der besten Sorte der roßen, rcingeficbten oberschlesischen Würfelkohle he- tragen wird (die aß von 18 Tonnen zu 60 Ctr. gerechnet) , soll im Wege der Submisfion beschafft Werden. „
Die näheren Bedingungen find im Bureau der Unterzeichneten zur Anficbt ausgelegt.
A fsZgYifizirte Lieferanten wollen ihre brzüglichen Offerten unter der u U : "Submisfion auf Lieferung von Steinkohlenaa bis zum 8. Dezember or., Vormittags 11 Uhr, ein die Unter- Yichnete einsenden, zu welcher Zeit die Oeffnung der eingegangenen f ?erbiesnkilgm in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten er- 0 gen 9 .
Später eingehende Offerten werden nicht berückfichtigt werden,
Die Subnuttentcn bleiben bis zum 22. Dezember er. an ihre Offerte gebunden.
Die Auswahl unter den behalten.
Berlin, den 24. November 1869.
Telegraphen - Direktion.
[401.Y Bekanntmachung. ie frei in das Dienftlokal der Unterzeichneten Behörde zu bewir- kende Lieferung von Verbleiungsschnur, von ungebleichtem Flachs, mit und ohneKupfcrdraht, soll im Wege der Submisfion vergeben werden. 1) FFW? f?r Apparate älterer Art sechsdrähtig 560 Ellen auf a un , ' 2) dSrshnatztx f?r Apparate neuerer Art vierdrähtig 280 Ellen auf a un , 3) dünne Schnur mit Kupferdraht sechsdrähti je zwei Flachßdrähtc mit einem Kupferdraht verftochten , 271 [len auf das Pfund, 4) dicke Schnur unt Kupferdraht vierdrähtiÉ, je zwei Flachsdrähte mit eineanupferdraht verflochten, 234 [len auf das Pfund. Die dazu dienenden verschiedenartigen Proben können Vormittags von 9-12 Uhr in unserm Dienstlokale in Empfan genommen werden. Die S„ubm1sfionen der Lieferanten find unter eifügung von vor- schriftsmäßtgen Proben (mindestens eine Elle von jeder Sorte) bis um 8. Dezemher (:1'. verfiegelt und portofrei bei uns am neuen ackhof Nr. 5 emzusenden und mit der Aufschrift »Submission für
drei Mindeftforderuden wird vor-
Verbleiungsschnur- zu bezeichnen. Später eingehende Submissionen
bleiben unberücksichtigt. Berlin, den 24. .November 1869. Königliches Haupt-Stcmpel-Magazin.
Verloofung, Amyrtisation, Zinszahlung u. s. w. von öffentlichen apieren.
Bekgnntmgchung, betre end die AusloosunQ? Hohenzollernscher Rentenbrtefe. Bet der am 13. d. ts. stattg7chabten usloosung Hohen- zollernschcr Rentenbrtxfe zum 1. April 18 0 sind folgende Nummern Zezogen worden: 1) 1-1t.1*.. 3 500 Fl. 30 S tü ck. Nr. 395. 1822. 2062.
154. 2200. 2352. 2388. 2456. 3250. 3682. 4151. 4173. 4472. 4577. 5149. 5165. 5166. 5203. 5289. 5362. 5564. 6066. 6497. 6716. 6848. 7808. 8085. 8146. 8318. 8623. 2) [.it. 13. z. 100 F1. 6 Stück. Nr. 294. 299. 808. 888. 1031 und 1537. 3) bit.. (3. 525 Fl. 6 Stück. Nr. 34. 902. 941. 949. 1093 und 1289. Die vorgedachten Rentenbriefe werden den Inhqbem zum 1“. April 1870 hierdurch mit der Auf- forderung gefundtgt, den Kaprtalbetrag derselben von dem genannten
Tage ab gegen Quittung und Rückgabe der Rentenbriefe in cours/
fähigcm Zuftaxtde - aiso wym dieselben außer Cours gesetzt waren, nach yorherrger Wiedertncoursseßung -- bei unsererLandes- kasse hier 1n„Empfang zu nehmen. Mit dem 1. April 1870 hört die wxrtere Verzinsung der „ausgelooften Rentenbriefe auf und es müssen nnt'dcmselben daher die mcht mehr fällig „Werdenden Zinscoupons Serie 11. Nr. 3 bis 16 unentgeltlich zurückgeliefert werden, widrigen- falls der Bctrgg der etwa fehlenden Zinscoupons vom Kapitale zurück- behalZen wurde. Die, Einlösun der Rentenbriefe kann auch vernnttels't deren, franktrter Einßendung durch die Post an die LandeSkas s e hier erfolgen, und es ist in diesem alle eine von dem Inhaber auszustellcnde, über den Empfang der aluta (welche mit thlcn und Buchstaben arzszudrücken) lautende Quittung beizufü en. Die Ueberscndung des Kapitals erfolgt dann ebenfalls durch die "Josi auf _Gefahr und Kosten des Empfängers. Sigmaringen, den 13. November 1869. Königliche Regierung.
Verschiedene Bekanntmachungen. B efkanntmach un g. „Zu der an113.Dezember d. I, Nachmittags 6 Uhr, im Stßungssaale dcr Hausvoigtei ßattfin- denden Generalvcrsammlung unseres Vereins, in Welchem auch die Er-
aänzun des Direktoriums erfolgen soll, laden wir sämmtliche Iekhrte
Mitglie er des Vereins hierdurch crgebenst ein. , Berlin, den 27. November 1869.
Das Direktorium des Vereins für Besserung der Strafgefangenen,
[40 "" 14Warschau-Wiener Eisenbahn-Gesellschast.
In Erledigung des Beschlusses der ordentlichen Gcneralvcrsamm- lung der Aktionäre vom 4./16. Juni 01“, und in Gemäßheit dcr §§,3], 34, 35, 36 und 39 der Statuten, beehrt fich der Verwaltungsrath die .Herren Aktionäre in Kenntniß zu sehen, daß .
am 16/28. Dezember or., 11 Uhr Vormrttags, einc außer- ordentliche Generalversammlung _ der Aktionäre auf dem Bahnhofs der Hauptstation Warychau abge- halten werden wird. '
Zur Beschlußnahme in dieser außerordentlxchen Generalversamm- lung wird gelangen: _ _
Die Abänderung der Gesellschaftsftatuten im Stirne der auf der ordentlichen Gcneralversamrnlung vom 4,16. Zum 01“. ausge- sprochenen Wünsche der Aktionäre.
Diejenigen Aktionäre, welche an dieser außerordentlichen General- *
versammlung Theil nehmen wollen, müssen bis spätens den 5./17. De. zember 1869, Nachmittags 3 Uhr mindestens vierzig Stück Aktien oder Genußscheine in der HauptkaÉe der Gesexlschaft zu War. schau oder bei einem der nachgcnannten andlungshauser deponiren:
in Petersburg in- der Diskonto-Bank oder bei Gustav
Sterky er Syhn, . „
in Breslau beim SchlefisÉen Bankverein,
in Berlin bei G. Müller sb Co„
in Amsterdam bei Lippmaanosthhal sr Co.,
in *rankfurt a. M. bci J. Wetller Söhne,
in rakau bei Anton Hölzel,
in Brüssel bei Brugmann Söhne.
Dem Depöt ist ein unterschriebenes Verzeichniß dcr Akticnnum- *
mern in 3 Exemplaren beizufügen.
Ein Exemplar des Verzeichnisses erhält der Deponent, von der Kaffe bescheinigt, als Dcpofitalquittung zurück, das zweite verbleibt dem Depöt, das dritte wird, versehrn mit dem Stempel der Geseh- schaft, dem Aktionär mit der Eintrittskarte eingeh'cindtgt. Demgemäß find die betreffenden Exemplare auch mit den Nummern1.11,111. versehen. Die Rückgabe des Depöts erfolgt nach der Generalver- sammlung nur gegen Rückgabe des Verzeichnisses Nr. [„ worauf fich die Qöiixtung derjenigen Kaffe befindet, welche das Depöt angenom- men a.
Nach Z. 31 der Statuten kann jeder Aktionär das ihm auf der Generalversammlung dienende Stimmrecht durch Privatvollmacht aiif einen anderen Aktionär, der Mitglied der Generalversammlung iß, übertragen.
Warschau, den 7./ 19. November 1869.
Der Verwaltungsrath.
Warschau - Bromberqer Eisenbahn - Gesellschaft,"
In Erledigung des Beschlusses der ordentlichen Generalversamm lung der Aktionäre vom 5./17. Juni 01'. imd in (Hemäßheit der §§. 31 34, 35, 36 und 39 der Statuten, beehrt sch der Verwaltungsrath die Herren Aktionäre in Kenntnis:, zu sehen, daß: „
am 17./29. De ember er., um 11 Uhr Vormittags, eme außerordentliche eneralversammlung der Aktionäre auf dem Bahnhofe der Hauptftation Warschau abge- halten werden wird. _
In dieser außerordentlichen Generalversammlung wird zur Be- schlußnahme kommen:
Die Abänderung der Gesellschaftsftatutcn im, Sinne der, guf der ordentlichen Generalvcrsammlung vom 5./ 17. Juni cr. aUSgc- sprochenen Wünsche der Aktionäre. _
Diejenigen Aktionäre, welche an dieser außerordentlichen General- versammlung Theil nehmen wollen , müssen bis spätestens hen 6./18. Dezember 01". Nachmittags 3 Uhr mindestens 20 Stück Akttcn oder Genußscheine in der Hanptkaffc der Geseljschaft zu Warschau- oder bei einem der nachgenanntcn Handlungshäuser deponiren:
in Petersburg in dcr Disconto-Bank oder bei Gustav ' Sterky 61"- Sohn- zn Breslau beim Schlesischen Bankverein, in Berlin bei (H. Müller & Co., zu Amsterdamm bei Lippmann Rosenthal 6tC01 xn Frankfurt a. M. bei J. Weiller Söhne, in Krakau bei Anton Hölzel, m Brüssel bei Brugmann Söhne. „ Dem Depöt ist ein unterschriebenes Verzeichniß der Aktiennummcrn m 3 Exemplaren beizufügen.
Em Exemplar des Verzeichnisses erhält der Deponcnt, von W Kqsse beschxmtgt, als Depositalquittung zurück, das chitc verbleibt beim Depot, dgs Yrittc wird, versehen mit dem Stempel der Gesc!)- schaft, dem Aktwnar mit der Eintrittskarte cingehändigt. Demgemaß
* find die betreffenden Exemplare auch mit den Nummern 1. 11. 111
versehen. Die Rückgabe des Depöts erfolgt nach der General: Versammlung nur gegxn Rückgabe des Verzeichnisses Nr. 1. woran! fich die Qurttung derjenigen Kaffe befindet, Welche das CPU an- genommen hat.
Nach Z. 31 der Statuten kann jeder Aktionär das ihm auf der _
Generalversmntnlung dienende Stimmrecht durch Privatvollumchk (ius Zinen anderen Aktionär, der Mitglied der Generachrsammlung ist- ubertragen. Warschau, den 7.19. November 1869. er Verwaltungsrat .
h Hier folgt die besondere BeilaSe
Besondere Beilage des Königlich Preußischen Staats-Anzeigers. In „M' 279 vom 27. November 1869.
/,*1“_a[ts.Verzeichniß: Die Eröffnung des Suez-Kanals. (U.) - Motive zu dem Entwurf einer Provin ial-S nodal-Ordnun für I h die sechs östlichen Provinzen - Dic direkten Steuern in Preußen 1870. (l.) z t) g
-/*-*
Die Eröffnung des Suez-Kanals. *(S. die Bes. Beilage zu Nr, 273 d. Bl.)
11,
- Im Jahre 1854 rief Ferdinand „von Leffeps, damals fran- zösischer Generalkonsul zu Alexandrien, die Gesellschaft zum Bau des Suez-Kanals ins Leben, und erlangte für den Bau die Erlaubniß des damaligen Vizekönigs von Aegypten Said Pascha. Im Jahre 1859 geschah der erste Spatenstich zu dem Werke, das am 17. November 1869 eingeweiht worden, dessen Herstellung sonach gerade ein Iahrzehend in Anspruch ge- nommen.
Nicht gering waren die Hindernisse, welche der Gründer des Unternehmrns zu besiegen hatte, zu dessen Beginn schon ein unßcwöhnltcher Muth gehörte. Denn Vorurtheile aller Art verban en sich, die Ausführung für eine Unmöglichkrit auszu- geben. Bevor es genaue Untersuchungen über das Niveau der Verschiedenen Meere gab, hatte fich seit den Zeiten des Alter- thums die Annahme behauptet, daß dieses Niveau ein verschie- denes sei. Im Jahre 1799 hatten bei Gelegenheit der Expe- dition des damaligen General Bonaparte nach Aegypten außdrückltch angestellte arodättsche Messungen scheinbar er- geben, daß das rothe Meer 30 Fuß höher stehe, als das Mittelmeer. Man hielt sich in Folge dcffen überzeugt, daß ein Fall von 30 Fuß bei einer Entfernung zwischen beiden Meeren von 21 bis 22 geographischen“ Meilen eine Strömung hervorbringen werde, welche das Bett des zu grabenden Kanals zerstören müsse, dessen Ufer gleich der Land- enge, durch welche der Kanal gefiihrt werden sollte, aus locke- rem Boden bcsteht. Neuere Vermessungen, namentlich die im Jahre 1853 angestellte, zeigten freilich, daß zwischen dem Niveau des rothen und Mittelmeeres nahezu kein Unterschied stattfin- det, und die Wissenschaft ist seitdem zu der Erkenntniß gelangt, daß das Niveau aller Meere daffclhe ist. Nun aber wurde behauptet, namentlich auf die Autorität des englischen Inge- nieurs Stephenson, daß der am Mittelmeer liegende Ausgangs- hafen des Kanals, in Folge der Stauung durch das Mittel- meer , einer unausblciblichcn Verschlammung anheimfallen werde. Die Einwände gegen den nwrkantilen Nußen des Ka- nals, welche von selbst von solchen erhoben wurden, die seine technische Artsführbarkeit nicht unter allen Umständen bestreiten wollten, haben wir im ersten Artikel berührt. Herr von Leffcps ging an das Werk. _
Die Kosten des Unternehmens waren Anfangs auf 200 Millionen Francs veranschlagt. Die Summe wurde 111 400,000 Aktien zu 500 Francs untergebracht. Ein Viertel dapon Über- nqhm der Vizekönig von Aegypten, die Hälfte wurde 111 Frank- rezch gezeichnet, das [chte Viertel in den andern erzropxmschen Landern. Der Vizekönig hatte sich außerdem verbindlich'ge- macht, 20,000 Fcllabs oder Leibeigenc für die Kanalarbeiten zu stellen, deren Lohn und Unterhalt die Baugeseilschafrüber- nahm. Es zeigte sich jedoch, daß nur durch Maschinen die Ar- beit mit der erforderlichen Schnelle gefördert werden__l(önne. Dic Compagnie verzichtete daher gegen eine Gcidcntschadigung auf die Stellung der Fellahs durch den Vizekönig. Wo ferner McUschrnhc'inde erforderlich waren, bediente man fich freier Lohnarbeit. Wo die Beschaffenheit des Bodens es erlaubte, siclltc man Vaggermaschinen auf. . „
_Als die Schwierigkeit der Kaprtalbeschqffung zuin“ Theil beseitigt, die Ueberwindung dcr Naturhindermffc schqn m vollem Gange war, stellten fich dem Unternehmen noch immer polt- Usche Hemmungen entgegen. Die ägyptische Regierung förderte sVWObl unter dem Vizekönig Said Pascha, als unter deffey Nachfolger Ianil Pascha das Unternehmen auf alle Welse. Sie hattedemGründerunter de11130.Novemhcr 1854 eme provisorische Konzession ertheilt, und darin der ins Leben u rufcnden Ge- seUschaft einen ausgedehnten Landstrich überla1en, welcher das kezchltch bemessene Territorium des zu crbauenden Kanals un,d seiner Verzweigung bildete. Unterm 5. Januar 1856 war die KMZesfion erneuert und “zugleich das Statut der inzwischen gebildxten Compagnie bestätigt “worden. Unterm 20. Juli 1856 vkkpfllchtetc fich dcr Vizekönig zur Stellung der Feilahs. Unterm ]„Z. Marz 1863 kaufte er Von der Compagnie emen Theil des fur den 'Süßwafferkanal abgetretenen Territoriums zurück, Welcher die Stationen des maritimen Kanals unt Trinkwasser
zu versehen bestimmt war, und unterstüßte die Compa nie auf dieseWetse schon mit nicht unbeträchtlichen Finanzmitte 11. Dies geschah noch mehr durch den Vertrag vom 20. März 1863, wo- durch der Vizekönig den vierten Theil der Aktien übernahm. Aber noch immer fehlte die Erlaubniß der hohen Pforte zu dem ganzen Unternehmen. Nach mühseligen' Unterhandlungen stellte die Pforte durch eine Note vom 6. April 1863 die Bcdingungeri auf, an welche sie“ ihre Bestätigung knüpfte. In Folge dieser Note schloß der Vizekönig nach angerufener Vermittelung des Kaisers Napoleon mit Herrn von Lessevs, als Gründer und Präsidenten der Suez-Kanalgesellschaft, unter dem 22. Februar 1866 einen neuen Vertrag über die Bedin- gungen, untxr welchen das Unternehmen von der ägyptischen Regieryng einerseits zu, gestatten, andererseits LZ516unterstüßen sei. Hierauf folgte endlich unterm 19. März 1 der bestäti- gende Ftrman des Sultans.
Unter den neuen Bedingungen befand sich u. A. der Nück- kauf „des ganzen Süßwafferkanals, sowie des Territoriums von W901 durch den Vizekönig, desgleichen die Ablösung der Ver- pfl1chtung zur Stellung der Fellaharbeiter durch eine beträcht- liche Geldsumme, der Rückkauf von 60,000 Hektaren Landes von den der Compagnie urspriinglich bewilligten 63,000. Did Zeitdauer der Konzession ward auf 99 Jahre, gerechnet vom
age der Eröffnung des Kanals, feßgeseßt. Das Aktienkapital mußte indeß troß der Einnahmen, welche die Unterßüßung der thtischen Regierung dem Unternehmen verschafft, um 100
illionen Francs vermehrt werden, welche vermittelst einer Prämienanleihe in Frankreick) aufgebracht wurden, so daß das zu verzinsende Kapital 300 Millionen Francs beträgt.
Sehen wir zu, was die Kanalgeseuschaft mit den großen ihr zu Gebote gestellten Mitteln geleistet hat. Hergestellt ist ein Kanal, mit Meerwasser erfüllt, auf dem die rößten Handels- schiffe von dem atlantischen Ocean in den in ischen und um- gekehrt gelangen können, ohne Schleusen zu passiren und ohne abladen zu müssen. Die allerdings noch nicht überall erreichte Tiefe des Kanals ist auf 8 Meter fest eseßt, so daß sie für Schiffe von 3000 Tonnen hinreichend i . Die Sohlenbreite heträYz 22 Meter, während die Breite an der Oberfläche nach den erhältniffen zwischen 58-100 Meter wechselt. An beiden Enden des Kanals sind künstliche Häfen herge- stellt, und so weit ins Meer hinaus gebaut, daß auch in ihnen die Tiefe bei niedrigstem Wasserstand 8Meter beträgt. Außerdem enthalten fie alle Einrichtungen zum Umladen der Schiffe. Der maritime Kanal ist durch einen Süßwafferkanal mit dem Nil verbunden. Der Süßwafferkanal ermöglicht, die Bewohner der Landenge und die den Kanal durchfahrenden Schiffe mit Trinkwasser zu versorgen; außerdem verbindet er den maritimen Kanal durch den Nil mit Oberägypten. Der Mittelmeerhafen ist an dem Punkt Port Said angelegt. chc große Dämme, der eine 2250 , der andere 1600 Meter lang, sind hier in das Meer hinausgeführt und schließen den Außenhafen ein, der 230 Hektaren enthält und den Schiffen eine gefahrlose Ein- fahrt“ gewährt. Die Molen find zum Theil aus Steinblöcken zu- sammengefügt, welche künstlich aus Sand durch Beimengung von geloschtrm Kalk hergestellt wurden. Das finnreiche Ver- fahren, das hierbei angewendet wurde, macht schon diese Dämme zu einem technischen Meisterwerk. Von Port Said aus zieht sich der Kanal 42 Kilometer lang durch einen großen Binnen- see, den Menzalehsee. Die Hindurchführung des „Kanals durch diesen See hat große Schwierigkeiten gemacht, weil der Grund desselben hauptsächlich aus Nilschlamm besteht, der nur nur großer Mühe zur Ahdämmung des Sees haltbar gemacht wer- den konnte. Die Abdämmung war nothwendig, weil, der Menzalehsee mit dem Mittelmeer und mit dem osilrchen Mündungsarm des Nil in Verbindung steht. Das Andrmgen des Mittelmeers bei Winden aus Nord und Nordwest [laut aber den Schlamm, welchen der Nil dem See zufuhrt. » Sieben Kilometer hinter dem Mcnzalehsee tritt her Kanal in den Ballahsee, dessen geringe Tiefe die Hm- durchführung ohne Schwierigkeit, gestattete. Hierauf folgt eine Terraincrbebung , welche die „bedeutendste auf hem Isthmus ist und bis zu 16,5 Meter ubrr dem_Meeressp1cgel beträgt. Diese Erhebung dehnt sich zu einer Länge von 3-4 Kilometer und diekWän'de des Kanals erhehen fich in olge der Ausschüttung hier bis zu 24 Meter. Hinter dieser and-