1869 / 291 p. 10 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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An der Wand der Ausgangsthür ist der Kurfürst noch einmal in älteren Jahren mit semer zwekten Gemahlin Doro- thea, geborenen Prinzessin von Holstein -Glüchsburg , zu, sehen, umgeben von ihren Kindern, namentlich Pyilivp Welheim, Stifter der Linie der Markgrafen von Brandenbuxg-Schwcdt; Maric Amalie, späterer Herzogin von Sachscn-Zc18,„Albrecht Friedrich, Hcrrcnmcister zu Sonnenburg, nebst Gemahltn, gebo- renen Prin essin von Curland, Elisabeth Sophxe, zuletzt Her- zogin Ern Ludwig von Sachsen, und Chrtsttan Ludwxg, sämmtlich vortreffliche Porträts in ovalxr FWU.

Gegenwärtig wird diese Gallerie bet großen HoFfesten zux Versammlung der Damen des Hofes benußt, wahrend dle Herren, die obersten Hofchargen, Ober-Éofchargen und H0- chargen, dienstthuende Kammerherren, eneral- unt) Flug - Adjutanten in dem nächsten Raume, dem *Königsztmmxra, fich aufzuhalten haben. Dieses Zimmer war das Audtenz- und Parolezimmer Friedrich 1. Man gelangt hierher von der Wendeltreppe durch den Schweizersaal', in dem nach damaliger Hofsitte dic Schweizerwache lag, und durch dle beiden Vorkammcrn. Diese Vorkammern enthalten eine Anzahl Jamilienporträts, welche in chronologischer Folge einzureibcn, die Lokalität nicht erlaubte. Es sti hter vorläufi nur eines vortrefflichen Vildniffcs dcs Kur- fürsten Friedrich Wilhelm von Nason gedacht, auf welchem der Kurfürst in jugendlichen Jahren in schwarzer Eiscnrüftung in ganzer Figur lebensgroß dargestellt ist. Desgleichen eines weiten roßen Familienbildes von Mytens gemalt, auf dem er Kur ürst mit seiner ersten Gemahlin und deren Kindern, ebenfalls in lebensgroßen gan en Figuren schr charakteristisch in Anzug und Gesichtsausdru abgebildet, fich befindet.

Das „Königszimmer enthält, mit Ausnahme des regieren- dez1 Königs Majestät, die Bildnisse der sämmtlichen preußischen Köm e und zwar in ganzenFiguren dargestellt. 1) Friedrich ]., von €ZjZesne. “)Jriedr1ch Wilhelm]., von Weidemann. Von demselben Kömg befindet fich in der danebenliegenden, schon erwähnten Vorkammer ein vorzügliches Bild von Vaillant, auf welchem er mit blühenden Wangen und blond elocktem Haar als jugendlicher Kronprinz erscheint. 3) Jrie rich 11. Der schönen Bildnisse von dessen Geschwi ern und An- verwandten wollen wir gedenken , wenn wir in anderer estzimmerfolge durchwandern. Friedrich Wilhelm U„ zu P erde, gemalt von Cunningham. Friedrich Wilhelm 111., in der Umform des 1. Garde-Regi- ments, gemalt von Franz Krüger. Ein schönes. Porträt dessel- ben Königs, im Jahre 1814 in Paris gemalt von Gérard, welches frjihcr in den benachbarten Räumen hing, ist nach dem Pal§11s Sr. KöniglichenHoheit des Kronprinzen gekommen. 6) Friedrich Wilhelm W., gemalt von Stieler.

Als Pendant zu diesem Gemälde hängt an derselben Wand das ebenfalls. von „Stieler emalte Bildniß der. Königin Elisa- beth, Gemahlm F_r1edrich ilhelm des Vierten, Ihrer Majestät der ]eßigen Königm Wittwe.

Die Bildnisse der Gemahlinnen der Übrigen Könige be- finden sich ebxnfalls in diesem Zimmer, sie sind sätmntlich in Halbfigurenbtldern als Superporten avgebracht , mit Aus- nahme der Mutter Friedrichs 11„ Königin Sophie Dorothee, eines schönen Bildes von Pesne, welches in ganzer Figur die Fenstermand einnimmt.

Wir folgen nun dem oben angedeuteten feierlichen Zuge, wenn der König mit der Königin, unter Vortritt der Pagen, dcr Kakmmcrherren und Hofchargen, gefolgt von der Königlichen Famme und dctheneral- und Flügel-Adjutanten, fich nach der neuen Kapelle begtebt. Zunächst durchschreitet man die eigentlichen pParadefammern-r, bestehend aus der :rothcn (!,-a,) (1'0r- Kammerer, dcr erandenburgischen Kammerer, dem xRitter-« saalea, der vSchwarzenadler-Kammera und der „Rothen Sammctkammera bis zur vAlten Kapellea. Diese Reihenfolge von Prachtrc'iumen bildet den Hauptschmuck des Schlosses in baukünßleriscbcr und dekorativer Beziehung. Sje sind nach der Erfindung Schlüters unter seiner persönlichen Aufsicht und eigen- händigen -Mitwirkung geschaffen. Schon die architektonischen Verhältniße der Räumlichkeiten bieten cinen hohen Reiz. Die Wände sind meist ohne Bilder, die Decken dagegen ent- halten gemalte Plafonds von Terwcsten und anderen Künstlern, sämmtltch Verberrlichungen des neuen Königthums darstellend. Von den Skulpturen müffcn wir einige nährt betrachten. Als Rauch sein lcßtes Meiscrwerk vollendet und vor dem König- lichen Palms aufgestellt hatte, licß er von eines geübten Schiilcrs'xk') Hand unter seinen Augen ein Moch von dem Monmnenle Friedrichs 11. anfertigen. Daffclbe ist in dem erstgenannten Zimmer in Bromcguß sauber ctselirtRÉ) auf cimm [sichtdrch- baren Postamcnte aufgestellt, so daß man das Werk in der

ck?chbtuna die Tafelräume der 5

Nähe anzusehen Gelegenheit hat, während man durch dem Lustgarten gekehrte Fenster einen Blick auf das koloss. Original vor dem Emgange der Linden werfen kann.

Wir chen zu dem Haupt-Prachtsäal über. Die „ck architektonichen Dekorationen des vRittersaales-r bilden„ Ganzes seltenster Art. Die ein einen hier aufgesteljt Schausiücke werden 'edoch in ol e des Gesammtej, drucrs leicht überseßen. Die hi torischen Gedenkstü' reichen bis auf den Großen Kurfürsten zurück; find dies Prunkgefäße in Silber und Gold, mit den unter seiner Regierung geschlagenen Münzen belegt. Aus seinem 23, fiß herrühren!) ist aueh ein Prachtbecher von unvergleichlich, Arbeit, der dem Benvenuto Cellini zugeschrieben wird. Dieg, nannten Schaugefäße bedecken das große et, welches die W„ dem Thron gegenüber einnimmt und die eiden Kamingesims, Es find meist Arbeiten aus der eit Kurfürst Friedrich 1],' spätem Königs Friedrichs 1. Als riedrich 11. zur Zeit „“,“ fiebenjä rtgen Krieges die ganze Königliche Silberkammer „„ die mas v filbernen Möbel aus den in Rede stehenden [ ,. nannten Paradekammern der Münze Überwies, entgingen „, hier aufgestellten Schüsseln , Mischkrügc und Humpen diexem Schicksal. Nicht so das silberne Trompeterchor, dem Fenße, gegenüber. Dasselbe war gleichfalls aus massivem Silbergear. beitet. Der König ließ es treu m Holz koviren und versilbem und so wurde das köstltche Schlüterscbe Werk dem Rittersaal er alten, während der edie ene materiekle Werth desselben dem be rängten Lande zu ute am.

Unter dem Thronhimmel ist das HuldigungSgeschenk Stadt Berlin an den König Friedrich Wilhelm 117. angebracht, Ein runder silberner Schild, mit goldenen Figuren und zahl- reichen Edelßeinen verziert.

Aus der Physiologie und der Geschichte der Stadt Halberstadt.

Mit der obigen Ueberschrift bezeichnete der Medizinal-Rath Or.,Kauyow einen Vortrag, den er vor Kurzem in der lite- rarischen Gesellschaft zu Potsdam hielt. Der Verfasser hat mchrxre Jahre in_ Halberstadt gelebt, und sich sowohl mit der Geschnhte, als met den Naturverhältniffen der Stadt vertraut gemacht. Die Darstellzmg umfaßt die Geschichte Halberstadts von dex Gründung 1318 auf die neueste Zeit. Ueber die gcognysttschen„Verhältnisse der Umgebung und ihren Einfluß auf dre Entwrckelung der Stadt entnehmen wir dem Vortrage die folgende Schilderung: _

Die hügelige Landschaft, m welcher Halberstadt liegt, geht von uygefähr 700 Fuß Höhe in der Nähe des Harzes mu allmältger Abdachung in die norddeutsche Ebene über. Eine Folge pon Flö schichten, aus welchen der Erdboden zusammen- gese t tft, hat ck in einem muldenförmigen Boden von Gran- wa e abgelagert, welches fich vom Harzrande bis hinter Magdo burg hinaus erstreckt, wo in der Richtun von Neuhaldens- leben und Hundtsburg die Grauwacke des . arzes in der Ebene wieder zum Vorschein kommt. Sie ist eines der ältesten Gc- hilde der Erdrinde und die centralen Höhen des Harzes sind jüngeren Entstehens. Als der granitarti e Kern der WM (der Brocken und der Namberg) aus dem rdinnern hcrvqrtrqt, zwängte er sich wie ein gewaltiger Keil von unten her xn dit Grauwacke ein, zerbrach dieselbe und richtete nicht nur nut ihr die Jlözschichten unmittelbar am Harze steil auf, sondern be- wirkte gleichzeitig durch den gewaltigen Seitendruck die Bildung mehrfacher, dem Harzrande parakleler Erhebungen, über, denen die Flözfchichten zerbrachcn und in ihrer Verschiedenheit, oft mit bedeuxenden Störungen der ursprünglichen Lageymß- zu Tage traten.. Dic Manni faltigkeit der auf diese Weise an d," Erdobqrfläche gelangten S icbtungen, die Erhebungen verschls dengrngcr Gesteine und div denselben entsprechende Vegetation bedmgen ei„ne gleiche Mannigfaltigkeit in dem la11dschajtllchkn Charakter und haben der Umgegend von Halberstadx vxel An- ziehendes verliehen. Neben den, eine halbe Stunde slZdllch, W" der Stadt gelegenen, mit Prächtigen Parkanlagen g„ch„1uxktcn SpiegelEbergcn ragen die höhlenreicben, naktcn SandsthÖbm der Klquerge mit ihren eigenthümlich ruinenart-gcn Felsen“ kronen empor,“ hinter ihnen die barocken Stcinlnldungeuhki gläsernen Mönchcs. Und während s:ch an diese gcgerx QMM" burg hin das mehr als meilenlange , schnurgerade, emsÖkUUIZ kahle Sandsteingebirge dcr Hinterberge anschließt, lockt nate Südwesten hin der mit Laub- und Nadelholz schön WWW], Hoppclbcrg mit seinen eckigen und kantigen Trüjnmcrgcftclne- dcn Naturfreund auf seine Höhen und lohnt ""t. der [Wll lichsten Rundschau: auf der cinen Seite der nördlxckc Abfäuf dcs Harzgcbirges und die sanftenContouren dcs Vrockcns;

') Janda. “) von Mertens.

der anderen die Fluren nnd freundlichen Ortschaften der fk" '

das„

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, welche jenseits durch die waldigen Höhen des

d Fakel begrenzt wird und westlich weithin, bis an , de

Brockcns fich außbreitet. Eine

!

so günstige Ausstattung konnte nicht verfehlen“, schon „?

1 Ücfßen Alterthum eine Bevölkerung zum festen Wohnen '

dieser Gegend einzuladen.

- luöbcrs!e

„hättmßmäßig engen Eingängen, deren Entstehen durch die,

oszontale ,ahnt War, „, konnte, ,[hst als

ejsten

Lagerung leicht brecheyder Sandsteinfchichten ange- Y so daß es der menschlichen Hand nicht schwer wer- ; , , in dem lockeren Gestein Räume zu schaffen, welche . 1"th fast unverändert “ck“" “*Nicht"; sk? bellkf Ick an 112-046-463 Wohnstätten den ersien Anforderungen Genüge zu :

vermochten, oder welche doch wenigstens geficherte Otte !

ur Bergung des Viehesj und andere'n Eigenthums , wie auch J eichk zu vcrthcidigendc Hmterhalte bet feindlichen Angriffen ab- '

eben konnten.

) uf den

Bewohner emer ziemlich ausgebreiteten Umgegend zum gcgen-

Dicsc sogenannten Zwerg- und Hünenlöcher I' üxfen als Reste frühester, uralterlicher Niederlassungen gelten. , ' sandi en Höhen jenseits der Klusbcrgc finden s1ch die _ _ „,ahstätten die;?cr Ureinwohner als Hünengräbcr. Die empor- Vorlahke ["ck-"Ust- wahrend die Zahl der Arbeiter fich auf 10-296 enden Gesteine wurdey zu Tempeln und Altären für ihre ; Hottesverehrung. Und" wxe dxr fruchtbare Ackerbodcn eme Geo - ,.ähr bot für dre Bestandtgkext der Ansiedlungen, ,so war_ auch ] as Nebeneinander von Feld und Wald durch dre Oertltchkxtt - ,efichert und damit für M „Erhaltung des urdeutscheananw * „[charakters eine gewxffe Burgfchast gegeben. Auch_d1e Aus- Z ck, auf einändßcttg ßztun§hxnesnpen W'yhjxtsxand [Lag mchtbfern,“ ; , alber a um e "El emer gun 1 en age 11a e amk . „. „__ , , FYZÜZJC der, durch'die Vorherge dcs HÜJZLZ eéngeschloffenen thetle ]b,-55,120 Elk., d. !. ],960,Z4k) CU". oder 13,25 pCt. mehr als bene schon früh zu einem Mittelpunkt für die an diesen Ver- ;

„» k ' * * en liegenden, vereinzelten Niederlassungen werden und st) die ? Landeswmlc" 898 und '" dm "““" 330“ zusammen 12

. ,i-m VoerZrZIZie dcr bÉYcLiLtigtenFlrbeiZer beF. , , munen ' c en ' .) im » or'a re. eitigen Austausch ihrer Erzeugmffe zusmnmenfuhrcn. Es dauerte * g g 1

icht lange, bis das gleiche Vcdürfniß auch weitab wohnende

ölkcrstämme hierher leitete. So wurde schoß zu Ende des , „ten Jahrhunderts Halberstadt za den Marktpläßen gezählt, zu welchen die slawüclxen Stämme und djc Avaren zx: kommen pflegten, um in Getreide, Wachs, Wem, Wolle und Lkdcr ;

Tauschhandel zu treiben.

Im vierten Jahrhundert war das Halberstädtische von dem -

als Nordthüringau bezeichnet. _ . Chlodwig ]. zu Ende des 5ten Jahrhunderts dre Thurmger

von Austrasicn mit Hülfe der Sachsen das große, zuleyt vom

dem. Ihre Verfassung und Rechtspflege "beruhten, nne m allen deutschen Gauen, auf der Gesannzybungchaft, das G9- richtsverfahren war öffentlich, und allja'hklwh wxchseltey die Richter, dercn Amt eine Reivelaft war,“, fur Hexrzyge wahlten sie ihreHerzoge nach der Tapferkeit und 1hr_en hetdntsckyenGlag- ben bewahéten fie mit äußerster Treue, 513 Karl der Große sie unterwarf und den christlichen Glauben 1hnen „anfdrayg. Ihm dankt das Bisthum Halberstadt sem Entstehen.

Dicht neben dem heidnischen Opferaltare, dessen Rest _hcu_te noch * als Leggcnstcin odcr Lingensiem auf dem Dmnplaße m Halber-

ßadt zu schen ist, wurde das Kreuz aufgexichtepund der Grund- ßejn zum Dome gelegt. Dkk Friese Hildegr111,_we1chcy als Kind noch Bonifacius gesehen hatte , von Alcum nn Chrxftcn- thum unterrichtet worden war und späterhin zu Rom mcmem

Benediktinerklostcr eine Zeitlang seinen Aufenthalt gehabt hatte, -

wurde als erster Bkscbof eingewßt. Ueber die Elbe hinaus ws m die Mark hinein crstrcckxe sieh das Bjkthum, von welchem Halberstadt fortan der Mittelpunkt sein sollte,“ (1116) was _vxs ay dle Unstrut hin lag, gehörte dazu,“ ferner rctchtc es 1113 Luneburgtscye bis an die AUer hm.

.... . . „"..-„“.“...

Der Bergw-erkaetrieb im preußischen Staate im Jahre 1868.

Nachdem in früheren Aufsätzen bereits die BergjverkSProduktion

der einzelnen Oberbergamtsbczirfe angegeben worden ist (vergl. Nr. *

001 102, 103, 132 und 189), sollen im Nachstehendcn ch Yiesyltate des Bergwerksbetriebes für den ganzen Staat untcr Beruchnchttgung

der nicht unter Aufficht dcr Bergbevördcn stehenden und in ]cncjr

FZWBU; nlicsyt mit angegebenen Mineralgcwinlnunch, wic nament- es ck «* ischen Eisener bergbaues mitgethci t wer er] _ Die KrsammteSteinzkoblen-Éroduktion [,um-34830548 Ctr.

mit 41-696,089 Thlr. Werth betragen, wovon 446604820 Ctr. auf ?

die alten und 8,025-828 Ctr. auf die neuen Landesweite kommen.

Gegen das csayr 1867 zeigt fich eine Zunahme um 34,050,» Ctr. ,

oder 8,10 pCt. der Menge nach, und dem Werthe nach um 2,538,750

Thaler Oder 6,48 pCt. Diese Mebrprodnftion rührt hauptsäivlicv von ? d'r Steigerung der Förderung der schlesischen und westfälischenStein-

um 134,891 Thlr. oder 5,07 pCt. gesunken.

fcblcnwerke her und hat ihren Grund hauptsächlich in derWiederbelebun

der Eisen“ ndustrie und auf den schie [schen Gruben außerdemin dem gest: - gerten Ab aße nach Oesterreich. Die nzahl der an der obi cn Produktion bctveiligtey Werke betrug 426 (406 in den alten und 2 in den neuen LandeSthetlcn), 5 mehr als im Vorjahre, und die der dabei beschäftig-

' “" MUM“ 106-213- gegen das Vorjahr 3440 oder 3 34 pCt. meht. finden sich zah1k6iche§txehxe1xcräQuW§faZZFjM 1?th Z Die Leinung der Arbeiter hät fick) in erfreulicher Weise,ge|eiackt; aaf

einen „dersclben kommt im Durchschnitt eine Produktion von 4280 Ctr. und em Werth von 393 Thlr., 188 Ctr. oder 4,59 pCt, und 12 Thlr. oder 3,_15 pCt. Mehr als im Vor'ahre.

Dte Braunkohlenprodu tion ist auf der Höhe des Vor-

Cent_ner mit 5,166,250 Thlr. Werth, wovon auf die alten Landesweite 107,5,58826 Ctr. und 4,853,865 Thlr. und auf die neuen 4,487,637 Ctr. und 312,385 Tixlr. kommen. Gegen das Vorjahr ergiebt sich in der Menge dte IWW; Zunahnze von 1,768,901 Clr. oder 1,6 pCt., im Wert!)? aber 11) ;, olge der Parken Konkurrenz der Braunkohlenwerke unter emander emx Abnahme um 67,997 Thlr. oder 1,3 pCt. An der Fe- nannten Prßdufxton waren 502 Werke in den alten und 51 in den neuen Landcstbe1len,zusammen 553 Werke, d. i. 13 mehr als im

belief, gegen das Vorjahr 359 mehr.

. Bk! dcm schon e_rwähntcn Aufschwungs, xvclchcn kée Eisen-Jndustric 191 Jahre 1868 jwedcr zu nehmen begann, zeigt die Eisenerz- forder'ung eme bedeutende Zunahme; fie belief fich auf 54,245,678 Ctr. nztt 5,600,300 Thlr. Werth und hat fich gegen die des Vorjahres unx 6546039 Ctr. oder 13,72 pCt. in der Menge und im Werthe um 436,892 Thlr._ oder 8,46 pCt. gesteigert. Auf die alten Landestbeile kommen von ]cncr Fördermenge 37,489,958 (Ltr., d. i. 4,585,693 Ctr. oder 13,94 pCt. mehr als im Vorjahre, und auf die neuen Landes-

in den alten 8, gegen 1405 18,231 und 5766, zu- m Durchschnitt kommt auf einen Arbeiter eine Leistung von 2261 Ctr. mit 233 Thlr.Werth, gegen das Vorjahr 196 Ctr. und 9 Thlr. mehr.

An Zinkerzen find in den alten Landesweilcn 7,145,066 Ctr. und in den neuen 178,586 Err, zusammexk7,323,652 Ctr, d. i. 54,309 Centner oder 0,75 pCt. mehr als im Vorjahre produzirt,“ der Werth dagegen im Betrage von 2,525,646 Thlr. ist gegen den des Vorjahres Diese Verminderung des Werthcs hat ihren Grund theils in der Abnahme des Gehaltes

im Vorjahre. Die Zahl der betriebenen Werke betta?

, 5 ' ' 9- ' ' Volksstamm der Thüringer bewohnt und das Land wurde ; der Oberschlefischm Use“ thuls *" dem ““m“" der ZMMUÜ'

“Nachdem der Frankenkönig:

Dic Bleierzförderung der alten Landeétveile „bat fick) auf 1393577 Ctr. mit 3,358,080 Thlr. Werth belaufen, du der neuen

, LandeStheile auf 378.121 Ctr. mit 1.355,154 Thlr. Werth, zusammen zinsbar gemacht, nicht lange darauf aber der Kömg Theodomch é

1,771,698 Ctr. tm Werthe von 4,713,234 Thlr. Sie hat gegen pie vorjäbrige in der Menge nm 59,574 Cn. oder 3,25 pCt. und xm

König Hermanfricd beherrschte thüringische Königreich zertrüm- 5 WTM)e um 60-660 Tblk- Oker 1-27 th- abgenommen. Die Vernün-

mert hatte, nahmen die Sachsen den Nordthüringau in Befiß.

Sie wohnten nun seit dem 6ten Jahrhundert in diesen Län- Z Mangel an Aufschlagewassern veranlaßt, mit welchem die oberbarzi-

dcrung ift theils durch vorübergehende Bettieböstörungan auf einigen Hauptgrubcn des Ober-Bergamts-Bezirks Bonn, theils durch dcn

xchm Werke bei dem überaus“ trocknen Sommer des Jahres 1868 zu (“impfen hatten. , ' _

Troß der niedrigen Kupferpretsc hat dre Kupfererz-Förde- rung dexanock), hauptsächlich in Folge der AuÖdehnung des Bergwerks-

' und Hüttenbetriebcs der Mansfeldschen Kupfersäoiefcr bauenden Ge-

werkschaft, bedeutend zugenounnen. Sic belief fich in den alter) Lan- dcstheilen anf 3,734,107 Ctr. mit ],418,044 Thlr. Werth und II den neuen Landestheilen auf 162,338 Centncr nut 139 304 _thlcr Werth, zusaxmncn 3,896,445 Ccnénex mit Werthe von 1,057,348 Thaler und hat gegen das Vorjahr um 403618 Ctr. odxr ]],56 pCt. und 279,14“.7 Thlr. oder 21,84 „pCt. zugenommen. „Dre Verhältnißmäßig stärkere Steigerung des Wertvcs .hat xhrcn Grund darin, daß im Regierungsbcznk Wicébadcn, sonne auf d'en Werken des Kommunion-Unterharch") besonders rcxche Erze gxför- dert find. .

Die Mangancrzproduktion, welche m den1leßtcn _Jahxcn cine rasche Steigerung erfahren hatte, ist im Jahre 1868 auf :)__42,693 Ctr, mit 333,1(_;9 HylaWertb, d. i. um 490,096 Ctr. und182,84/ T„le'. gcsUUkcn. Dic Hauptursache hierfür ist in der Konkurrenz der spam- ckcn Er c „u suchen, . '

s' DicJOKewinmmg an Schwefclfies und BUZWULU" betrug

1,933,788 Ctr. mit 547,819 Thlr. Werth, d.1, 369,96- L?ck, oder

' 23,6 pCt. und 106,403 Thlr. odex 24,1 pCt. web_r (xls UU Vorjahre.

, Nn Silbererzen find 231 0,11". unt 11,370 „'.:hlr, Wert!), an

_ Qucckfilbererzm 450 Ctr. um 300 Thlr. Werth, anRKobalterzc'n

687 Cir. mit 11,162 Tvlr. Werth, an_ Nickelerzcnx170ch Ctr. nnr

, 7058 Thlr. Werth, an Arscnikerzcn 17,178 Ctr. nut 6003 ;.hlr. Werth,

' an Antimoncrzcn 1099 Ctr. mit 1883 Thlr. Werth, «m Alaurz-

5 erzcn 370,911 Ctr. mit 13920 “Thlr. Werth, an Grapbtt 663 Ctr. nur

994 Thlr. Werth, an Flußspath 68,753 _Ctrßnnt 9158 Thlr. Werth

und an Schwerspath 98,714 Ctr. nut 9071 «*hlr. Werth gewonnen

. vorden. _

1 Der Werth der Dachschie_ferfö_rder_ung „dextef , nch auf 362,66? Thlr. und ist gegen den des Vorjahres. um 61,732 Thir; oder 20,5 pCt. gestiegen. Auf die aljtcn Landesthmle kommen von jenem

' Werthe 244,425 Thlr. und auf dle ncuen 118,242 Thlr. '

Die Phosphoritgcminnung, welxcve 'auf den Reglerungs- bezirk Wiesbaden beschränkt ist, gcwmnt eme tmmcr größere Bedeu-

') Von der Förderung dieser mit dem Her ogtbum BraunfäZWei'g gemeinsam betriebenen Werke smd iu Diesen ' ttttytilunaen nur dte

" auf den preußischen Anthcil fallenden 4/7 in Rechnung gestellt,