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entwurfs, betreffend die den Medtzmal-Veamten zustehenden Ver ütungen, wie folgt, em: _ , .
' urch Allerhöchste Ordre vom 9. Jannar dieses Jahres [nn 1ch in Gemeinschaft mit dem „Herrn Zuftiz-Minister ermnchtigt, deni „Linw- tage einen Gesehentwurf vorzulegen, betreffend ,die den Medizinal- Beamten fiir die Besorgung gerichtsärztlicher, inedizmal- oder samtats- polizeilicher Geschäfte zu gewährenden Vergutungen. Der Zweck dieses (Heseßesist, diejenigen Unzuträglichkeiren zu beseitigen, die sich im Laufe der Zeit bei Anwendung der Medizinaltaxe vom “21 June 1815 für diese Geschäfte herausgestellthaben, und zu gleicher Zeit eine Yeber- einstimmung in den verschiedenen Theilen der Monarchie her'beizufuhren. Ich übergebe das Geseß nebst den Motiven dem Hohen Prafidiuni und stelle anheim, die geschäfiliche Behandlung der Vorlage zu beschließen.
- Bei der Disrusswn über den Geseßentwnrf, betreffend die
andelskammern, nahm der „Handels =Mm11ter Graf von
ßenpliß nach dem Abgeordneten Richter (Königsberg) das 0 „
rt.
Ich muß mich doch wohl zuerst über den Antrag des .Herrn Abg. Richter äußern, welcher soeben die Tribünererlasscn hat. Derselbe sagt zwar nicht in seinen Worten, daß „das Geieß abzulehnen set, son- dem er sagt in seinen Worten nur, die Staatsregierung „möge die Aufhebung der Handelskammern im gesetzlichen Wege herbeeefubren. - Wie gesagt, die Staatsregierung. Es läge doch aber eigentlich ziemlich nahe, daß, wenn man darauf eingehen wollte, von Staats- wegen die Handelskammern aufzuheben, man dann nicht zuerst noeh über ihre Reorganisation ein neues (Heseß vorlegt. Ich muß mich nun aber gegen die Anficht des Herrn Richter erklären und See het- ten, seinen Antrag zu verwerfen; ich glaube, er geht zu WALT er„giebt Dinge weg, die nüßlich sind, gegen andere Dinge, die er fur nußlich hält, die aber noch nicht da find. Ich muß auf dns Bestehen der Handelskammern meinerseits zu meiner Information cm Gewicht legen, meine .Herren, und zwar in doppelter Beziehung: erstlich, daß die .Herren berufen und durch den Jahresberickzt auch ge- wissermaßen verpflichtet find , wir ihre Anträge, Wunsche , Be- schWerden „vorzutragen. Das in aber nur die eme Seite "der Sache; ich muß auch wissen, rven ich tragensdil,„wenn1chuber neue Angelegenheiten die in der Industrie ]eßt alle „ Tage auftauchen, meine .Herren - auch noch andere Leute hören 1er als blos die Beamten. Die Beamten haben gewiß, mit aliem Respekt von ihnen zu reden, so viel Einsicht als wünschenswerth ist,“ aber es ist doch sehr nüizlich, neben ihnen auch die zu hören, die selber die Interessen vertreten, die selber das Gewerbe betreiben: das giebtsdte
nsicht von der anderen Seite, meine Herren, und daraus erwächst eine reifere Beurtheilung. Also ich muß eine Stelle haben _ und. ich lege Werth darauf -- die ich fragen kann und die berufen ist zu einer Antwort. Außerdem, glaube ich, spricht auch gegen den Antrag des .Herrn Richter, daß gerade andere Zweige der Industrie den entgegen- geseßten (Hang gehen. Die Handwerker sagen: ihr habt Handels- kammern, - wir wollen auch .Handwerkerkammern haben. Ob es nun nüßlichmnd wie es möglich sei, die .Handiverkerkammern zu organistren, dariiber will ich mich hier nicht äußern; ich glaube, das gehört nicht zur Sache. Aber die Thatsache ist richtig, und wir haben auch schon von dem .Herrn Referenten davon gehört. Ebenso verlangen auch die Ackerwirthe jeßt schon sehr dringend danach, fie wollen Ackerbau- kammern haben. Nun, meine Herren, wenn die Gejverbetreibenden .Handwnkerkanimern haben wollen und die Landwirthc Ackerbau- fammern, dann schließe ich daraus, daß doch die Handelskammern für Kaufleute und fiir den Handel nicht so ganz überflüssig sind.
Außerdem, meine .Herren, beschränken ja aber auch die Handels- kammern keineöwegs andere freie Vereine iiber dieselben Gegenstände. Ich kann Ihnen ein Beispiel citiren. Zn Breslau besteht neben der
andelskammer ein Verein von Kqufieuten, Welcher fick) berätb,
ißungen hält und häufig mir seine Beobachtungen mittheilt, die ich dann eben so gut erwäge, wie die der Handelskammer. Also wenn man an einem Ort es fiir nöthig hält, neben der Handelskammer noch einen besonderen Verein zu gründen und im Namen dieses Vereins hier Anträge zu stellen oder Beschwerden vorzubringen, so steht das jedem frei und ich werde sie eben so gut erwägen, wie die anderen. Wenn nun die Ansicht des Herrn Abg. Richter so allgemein verbreitetwäre, so brauchten ja nur die bestehenden Handelskammern oder die Körperschaften, aus welchen sie hervorgehen, hier Anträge zu formiren, man möge sie doch in Ruhe lassen. SolcheAnträge findaber nicht gekommen. Dagegen aber, meine .Herren, habeich aucb tn neuester Zeit noch Anträge aus solehen Gegenden bekommen, wo keineHandelskammern snd und wo die Städte darauf nngetra cn haben , man möge ihnen doch auch eine Handelskammer geben. (iso das scheint auch gegen die Ansicht des .Hrn. Abg. Richter zu sprechen. Wenn nun endlich der .Hr. Abg. Richter auch noch gesagt hat: die Handelskammern dienten dazu, uin Anträge und Wünsche nach Titel und Orden herbeizuführen, ja, meme .Herren, das ist eine allgemeine Krankheit, die klebt nicht blos an den „Handelskammern; derartige Anträge und Wünsche kom- men von allen Seiten.
Endlich, meme erren, Wenn neben den Handelskammern aueh die Arbeitervereine mer sollten Eingaben machen und Bericht erstatten, - ja, meine .Herren, das steht ebnen 1a alle Tage frei, und ich würde sie auch ganz Jewiß erwägen. Dem also find die Handelskammern auch nicht hin erlich. Wenn der .Herr Abgeordnete Richter gesagt hat: die Bergleute sollten jeßt zuerst durch dies (Heseß in die .Handels- kammern eingeführt Werden, so ist das nur ihctlweise richtig, denn in mehreren Gegenden, wo der Bergbau immer schon eine sehr große Rolle gespielt hat, da haben fie auch schon bisher an den „Han- delSknnnnern theilgenommen.
Nun also, wenn ich aus allen diesen Gründen zu dem Kon- klusum komme, daß ich wünschen möchte, wir lassen nicht nur die Handelskammer bestehen, sondern verbessern fie, so muß ich einen be-
sonderen Werth darauf legen auch bei diesem Geseß, daß die Organe nnd die Genossenschaften, von wclchen die Handelskammern ausgeben, welche mir ihre Wünsche, Beschwerden imd Urtheile mit. tbeilen- in a-llen Theilen der Monarchie gleichartige seien_ Das ist aber bis jetzt nicht der Fall. In der einen Provinz ift es so, in der andern isi es anders, und da ervalteich also Urthetle von ver. schiedenartigen Körperschaften. Zum Beispiel in Hannover giebt es so außerordentlich viele kleine Handelskammern, daß ich lauhe, daß fie nach Erlaß dieses Gcscßes theilweise ihre Wirksaniieit emßellen werden, und daß dagegen größere entstehen, die dann emen weiteren Gefichtßkreis haben Werden. . „
„Wenn der .Herr Abgeordnete Richter der fruheren Gewerberäothe gedacht hat, so hatte das einen bestimmten (Hrnnd, warum die nicht lebensfähig waren, nämlich, weil das (Heseß'uber die Gewerberäthe zu den .HanDWerfern auch die Kaufleute nut hinein gebracht hat, und
das waren verschiedene Interessen, die ihre besondere Ver- „ tretung Verlangten, und deS[)alb find die so zusammengesekten die letzten noch begraben „ Aus allen diesen Gründen, meine » zu verWerfen “ Gewerke “
Gerverberäthe gestorben _, ich habe helfen , z. B. hier in Berlin. .Herren, möchte ich Sie bitten, und außerdem auch wegen der _ und die Handwerkskammern dieses Gesc nicht aufzuhalten. Jene Sache, die ist sehr wichtig, fie mu besonders behandelt Werden. Liber fie wird unendlich schwierig werden. Ich will hier nur darauf hindeuten, daß nach der ]eßigen (Heseßgebung die .Hand- Werker fich in zwei wesentliche große “Schichten, theilen: in solche, die in den Vereinen smd, und in solche, die außer dem Vereine stehen, und diese beiden in einem Wahlkörper zn versammeln, wird sehr schwierig sein, nnd nur von dem einen oder, dem anderen wählen zu lassen, wird meines Erachtens unmöglich seen. Alsz) Wegen dieser zu erstrebenden, demnächst zu erwägenden Dinge möchte ich
Antrag
diesen über die
Anträge
bitten, dies e Sache, die ihren praktischen Nußen hat, nicht aufzuhalten, - Wenn ich mich nun hiernach der „Hoffnung hingebe, daß der *
Richtersche Antrag Ihren Beifall nicht finden wird, so beschränke ich
mich jeßt nur noch auf die Bemerkung, daß ich milden Aende- . rungen Ihrer Kommission, welche sich in dem Kommrssionsbericht ,
finden,lmich einverstanden erkläre und sie großentheils für Verbesserun- gen ha te.
Endlich habe ich noch im Allgemeinen diejenigen Anträge zu be- " trachten, die sich in Nr. 187 der Drucksachen niedergelegt finden; über ' diesc Wollte ich mich jetzt aber noch nicht äußern, sondern mir das bei “
den einzelnen Paragraphen vorbehalten.
das Y_linendement des Abg. Berger:
Welcher zum Reichstage des Norddeutschen Bundes wahlberechtigt ist, und in dem Bezirke der Handelskammer seinen Wohnsitz hat:-
und des Ab . Le e nacb dem Worte n abere ein u alten g ff , ,I y z sch 1832 in Brackel geboren, 5 Fuß 7 Zokl groß, " zen VoÜbart,
Werth darauf legen muß, daß es gerade Fachgenossen snd, die rnit «7 ihre Wünsche, Beschwerden oder Urtheile vortragen, solche, meme .
poder aks Prokuriste: Ich muß mir doch auch die Bemerkung erlauben, daß ich einen
.Herren, .die an ihrem eigenen Vermögen erfahren haben, was ihnen nüßt oder was ihnen schadet. fluß immer finden, und werden solche Korporation aufgenommen Mittel und Wege finden, um
eine leicht an
Wenn see in wollen,
Antheil
auch , Werden
irgend einen
einem BergWerk oder sonst einem Unternehmen zu erwerben und _
dadurch 1vahlfähig zu werden. Für einzelne Personen kann man eben keine Geseße machen, und was .Herrn Krupp anbetrifft, so wird
er, wenn er es wünscht, leicht gewählt werden können,“ er ist nicht _; das ganze Jahr im Auslande, und wenn man seine große Sachkunde benußen will, so wird man die Sache, über die man ihn hören möchte, x.; . wenn er nicht anwesend ist, auf eine Siyung verschieben, in der er da [:
isi. Ich wiirde daher bitten, es bei der Regierungsvorlage zu belassen. - Den §. 8, welcher lautet: Mehrere Gesellschaften oder Vorstands- mitglieder einer und derselben (Heseliscbaft diirfen nicht gleichzeitig Mitglieder derselben .HandelSkamniern sein, beantragt Abg. Corneln zu streichen. Der Minister, Graf von Iyenpliß, äußerte hierüber: Meine .Herren, der Sinn des Paragraphen ist der, daß es doch
möglich wäre, daß, wenn mehrere Direktoren einer großen Unter- , nehmung, in der Regel geistreiche und sehr tüchtige Leute, wenn deren „ mehrere von einer Gesellschaft in eine Handelskammer kämen, diese hätten, was doch wieder den anderen gegen- ;
einen zu großen Einfluß , _ _ über nicht Wünschenswati) ist, und es kann ]a ein 1edes solches großes
Unternehmen aus seinen Direktoren den bezeichnen, den es gewählt :
haben will. Das liegt also dann in ihrer .Hand.
Sonst an steh ist die Sache ziemlich neutraler Natur. Ich wünsche “
nur nicht einen partiellen allzu großen Einfluß aufkommen zu lassen. -- Der Regierungs-Kommiffar, Geheimer Regierungs-Ratb
Iebens erklärte iiber das zu Z. 7 gestellte Amendement des
Abg. Berger:
Meine .Herren! Ich em fehle Ihnen dringend die Ablehnung des '
Amendements. Von allen mendements, welche vorliegen , ist dieses als dasjenige zu bezeichnen , das, wenn nicht unannehmbar fiir die Staatsregierung -- das auszusprechen hm ich nicht ermächtigt - doch am wenigsten annehmbare für sie ist. Der Unterschied Wischen dem- was die Staatsregierung bezWeckt und dem, was das Amendement bezWeckt, liegt wesentlich darin , daß die Staatsre ierung fordert, es solle die Jntereffenvertretung des Handelsstandes le iglich bestehen aus Angehörigen des Handelsstandes. Das scheint so billig und natür- lich, wie möglich, es könnte dem gegenüber das Amendement meines Erachtens nur darauf gegründet werden, daß durch die Fes“
*- 70. (3. 1]. die gerichtliche .Haft wegen Betruges und Unterschlagung , . , beschlossen worden. Zu Z. 7 bemerkte der „Handels-Mimster nut Bezug auf
zimehmen und mit allen bei ihm fich vorfindenden Gegenständen und »Zum Mitgliede der Handelskammer ist jeder Prenße wählbar, ; „
,' Berlin, den 12. Januar 1870. Königliches Stadtgericht. fur UntersuchungSsachen.
Geistreiche .Herren werden ihren Ein-
lin unter der Firma:
__unter Nr. 2790 zufolge heutiger Verfügung eingetragen.
Geschäftslokal: Köllnischer Fischmarkt Nr.
]
haltung der Schranken, welche die Vorlage der Regierung zieht, em Mangel an geeigneten Personiichkeiten entstehen möchte. Das ist aber ficher nicht anzunehmen, wenn Sie erwägen, daß es fich in der Regel um nicht nichr, oft nicht einmal um ein Dußend Vertreter des Handelsstanded handelt, welche die Handelskammern zu bilden pflegen. Jm Uebrigen legt aber ganz besonders die Staatsregierung Werth darauf, daß m den Handelskammern ausschließlich die höchste Fach- und Sachkundevertreten ist, und zwar diejenige, die auf praktischem Xclde groß gezogen ist und dort sortiebt, die mit ihren eigenen Inter- e en in deni Strqme des Verkehrs unausgesekt üeht, Nur beispielsweise estatten Sie mir, auf eme nnfehlbare Folge der Annahme des mendements hinzuweisen., Es ift heute hier bereits hervorgehoben worden, „daß aus den Kreisen der Handelkannner-Sekretäre tüchtige Yatwnalökonomen hervorgegangen sind. Der Staatsregierung smd ahnliche Wahrnehmungen mcht_ entgangen,“ gleich1vohi würde ste ent- schieden Verwahrung dagegen einlegen müssen, und sie kann es durch- aus mchtßwunschen, daß die Handelskannner-Sekretäre, wie das in “Fahr und Hag der Fall sein wurde, wenn nach diesem Amendement das Geseß gefaßt wurde, Mitglieder der Handelswnimcrn wiirden. Die Staatsregierung kann von der Stunde an, wo fie nicht mehr die Garantie hat, daß m den .Handelé-fmnmern nur der Handelsftand selbst und er'qllem Vertreten ist, den Gutachten der .HandelSkammcrn nicht mehr diejenige Bedeutung und denjenigen Werth beilegen, die sie ihnen thher „beigelegt Yai, und die sie auch in Zukunft ihnen beilegen thkiFFiicctii dringend wunschk. Ich bitte Sie daher, das Amendement Was spezteil die _hi_er,crw«'7ihnie .HandeiZkammer in Effen anlangt,
so schrenz mer dieses Beispiel nicht glücklich gewählt zu sein. Ich glaube darm nicht fehl zu gehen, wenn ich sage, daß gerade die Handels-
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Amendement ihr zugefiihrt zu sehen wünscht find und nicht zugeführt werden konnten. ,
Zn Z. 35, deffcn Wortlaut folgender ist: Börsen und an- dere fur den Handelßverkehr bestehende öffentliche Anstalten konnen unter die Aufsich_t der andelskammern gestellt werden, beantragteder Zlbg. Fldrychiiß att der Worte »fr'ir den Handels- verkehre die Worte «fur dee Interessen des „Handels und der anußsirtea- zn seyen. "Der Regierungs-Komniiffar, Geh. Regie- rungs-Rath Zehens, nußerte hierüber:
Meme .Herren! Die Staatsregierung bittet, auch dieses Amende" LULU abzulehnen. Der Unterschied Mischen der Vorlage und der (Fassung, Welche dem Anerndement entsprechen wiirde, liegt im Wesent- lichen nur darm, daß hinzugefügt wird ound der Industriee, daß also Handel und Industrie en emen gewissen Gegensatz gebracht werden [ollen - m einen Gcgensaß, der, wenn er überhaupt besteht, doch azißerst schwer greifbar ist. Es empfiehlt fich nicht, diese Gegenstände, die' bereets vielfach kumulirx find in den einschlagenden Geseßen, noch weiter zu „haufen. Ich erinnere an die Schwierigkeit der Trennung der (Yegensatze zwischen Handwerk und .Handel, zwischen Handwerk und ,xewrtk, zinischen Handel und Fabrik, vor allen Dingen zwischen Handel und Gewerbe, wie denn der leßtcre (Hegcnsnß hier heute schon zur Sprache gekommen ist. Im Uebrigen wird es viekleicht dem .Herrn Antragsteller nnd auch dem .Hohen .Hause genügen, wenn die Staatsregie- rung die Erklarung abgicbt - zu welcher ich mich für ermächtigt hal- ten „darf _ daß sie die ("'nffung in keinem engeren Sinne versteht, als 111 dem, welchen das lmendement bezwecken dürfte,“ inSbesondere
bisher nicht zugeführt
kammer in Essen in vollerBlüthe steht und sehr wohl gedeiht, ob- gleich und troßdem daß ihr die ausgezeichneten Kräfte, die das [
ist nicht beabsichtigt, dein Worte »Verkehra, welches noch angeschlossen ist an »Handele, in diesem Zusammenhange »Handelsverkehra eine besonders vecngende Bedeutung beizulegen.
Steckbriefe und Untersuchungs =Sachen.
Steckbrief. Gegen den unten näher bezeichneten ehemaligen Gutsbefißer Heinrich Wilhelm Schnetkcr ist in den Akten 8,111.
Seine Festnahme hat nicht ausgeführt Werden können. Es wird ersucht, den er. SOnetker im Betretungsfallc fest-
Geldern an die Königliche Stadtvoigtci-Direktion hierselbsi abzuliefern. , Abtheilung Kommesßdn 11. für Voruntersuchunaen. Der rc. Schnetker ist 37 Jahr alt, am 18. Juli „ , hat einen blonden fur- volle Genchtsbildung und ist kräftiger Gestalt.
Handels-Negifter.
Handels-chifter des Königl. Stadtgerichts zu Berlin. Die Gesellschafter der zu Breslau mit Zweigniederlassung zu Ber-
Signalement.
BreHlauer Rahmen-Fabrik,
" Gebrnder Bie, Jean Scherbel, Geschaftslokal: Neue Grunftraße Nr. 29, am 28. Dezember 1869 er- richteten offenen HandelsFsellschaft find:
1) Kaufmann Julius,» ie,
2) Kaufmann Moritz Bie,
beide zu Breslau, 3) Kaufmann Robert Bie zu Berlin, 4) Kaufmann Jean Scherbel zn Breslau.
Dies ist in das GesellschaftSregister des unterzeichneten Gerichts
Die Gesellschafter der hierselbst unter der Firma:
W. Dobbert & C0. 8, am 1. Dezember 1869 errichteten offenen Handelsgesellschaft find:
]) der Kaufmann Iaeob Wilhelm Georg Hartmann, 2 der Kaufmann Wilhelm Philipp Dobbert, D' sbeide zu ?erliLÉ sllsch f | te it in as ee a tsreai er des unter eichneten Geri ts unter Nr. 2791 zufolge heutiger Verfügung eingetrazgen. ck
DieGesellschafter der hierselbst unter der Firma: „ Christeller & (Herb, Geschaftswkal: Neue Friedrichsstraße Nr. 4 , am 1. Januar 1870 er- rAbteien offenen HandengeseÜschaft sind: ] Kaufmann Eduard Christeller, ? Kaufmann Emil (Herb , Dibcsideistzu BÖrlinéH 1“ [is t | e in as ee chafsreqi er des unterzeichneten Geri ts * nter Nr. 2792 zufolge heutiger Verfiigung eingetragen. ck
Die Gesellschafter der hierselbft unter der Firma: „ " Brodniß & Sendel, eschäftslokal: Mullerstraße Nr. 177, am 11, Januar 1870 errichteten 'ffenen Handelsgesellschaft smd: 1) Jabrikbesißer Jfidoro Brodniß, ' 2) abrixbefißer Georg Theodor Seydel, beide zu Berlin.
W Oeffentliche
r Anzeiger.
Dies ist in das Geseilschaftsregister des unterzeichneten Geri ts unter Nr. 2793 zufolge heutiger Verfiigung eingetragen. ck
Unter Nr. 5224 unseres Firmenregisters, woselbst die hiesige .Hand-
lung, Firma: Eduard Rißau-
und a'ls deren Jnhader der Kaufmann Carl Eduard Rißau vermerkt steht, ist zufolge heuriger Verfiigung eingetragen:
Das .Hnndelsigeschaft ist mit dem Firmenrecht nach dem Tode des
Firmeninhabers auf dessen Wittwe Florentine Louise Rißau, geb.
Sonnemann , „ zit_Berlen und demnächst durch Kauf auf die Kauf-
leute Carl Friedrich Li'ugust Berger und Heinrich Friedrich Iulius
Kulp, beidezu Berlin, ubergegangen, Welche dasselbe unter der Firma:
Berger & Kulp vorm. Eduard Rißau fdrtfiihren. Vergleiche Nr. 2794:
des Gesellschaftsregisters.
Dic (Heseüschaftcr der [)ierjelbst unter der Firma: . , " Berger 82 Kulp vorm. Eduard Rißau, ]eßiges Geschaftslokal: Schönebergerftr. Nr. 21, am ]. Januar 1870 errichteten offenen .Haiidelsgesellschaft sind: 1) Kaufmann Carl Friedrich August Berger, 2) Kaufmann Heinrich Friedrich Julius Kulp, , _ beide_zu Berlin. Dies ist in, das Gesellschaitsregister des unterzeichneten Gerichts
unter Nr. 2794 eingetragen.
Unter Nr. 5193 unseres Firmenregisters, woselbst die hiesige .Hand- lung, Firma: J. Lattermann, und als deren Inhaber der Kaufmann Johannes Lattermann ver- merkt steht, ist zufolge heutiger Verfügung eingetragen: Die Kaufleute „Siegfried Cnlé und Georg Leichtentritt, beide zu Berlin, find in das Handelsgeschäft des Kaufmanns Johannes Lattermann am 1. Januar 1870 als Handelsgesellschafter eingetreten, und ist die nunmehr unter der Firma: J. Lattermann bestehende Handelsgesellscliaft nach 2795 des Gesellschaftsregisters übertragen. Die Gesellschafter der hicrselbft unter der Firma: ' ' „ J. Lattermann, ]eßiges Geschaftslokal: Grüner Weg Nr. 3, am 1. Januar 1870 errich- teten offenenHandelsgesellschaft find: ] Kaufmann Johannes Lattermann, 2 Kaufmann iegfried Calé, Z) Kaufmann Georg Lcichtentritt, , , aile u Berlin. Dies ist in das GeseüschaZtSregifter des unterzeichneten Gerichts
unter Nr. 2795 eingetragen.
Unter Nr. 2500„unseres GesellschaftSregifters, Plauen bestehende, met einer Zweigniederlassung zu
Handlung, Firma:
F. L. Böhler & Sohn, , , und als deren Inhaber die Kaufleute Philipp Ludwig Böhler, Julius Heinrich Böhler und Rudolph Herrmann Böhler vermerkt stehen , ist zufolge heutiger Verfiigung eingetragen:
Die hiesige Zweigniederlassun , . Geschäfte erhoben und durch K_au met dem Firmenrecht auf die Kaufleute Clemens Theodor Wild und Jehann „Heinrich Ludwig Böhler, beide zu Berlin, übergegangen, zinischen denen die Gesell- schaft am 1. Januar 1870 begonnen hat.
woselbst die zu Berlin befindliche
ist zu einem selbstständigen
25.