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o' ann ollen e i“ e_oretisck) und praktisch mit einer guten und einfaFer? Unkexriihts-stundhErziel)un methode bekannt gewacht wer- den in welcher schieren Beziehung te in dem mit dem Gouvernantrn- In tut verbundenen Töchter-Penfionat lchrcnd und erziehend beschaf-
Ugt Lindexc'sondcres Gewicht wird auf die Ausbildung in der fran-
ien nnd cnili cn Sprache so wie in der Musik _gcleat. „ zzfisäDcr U11tcrr§chck1chin Geschichte, in Lif'tcratur und m. sonsichn znr allgenicincn Bildung gehörigen Grgrnftandcn findet seine vo „e Per- tretung untcr vorzugsweiscr Bcrucknchtrgunq dcr Zwecke wcrbliclgcr Bildung, rchhalb jrchcrfiachung zu_ Vermeiden und dre nothwendige Vcrtirfnng dcs Gemüthslcbcns zu erzielen gesucht Wird. '
Zöglingrn, welche den an sie zu slrllcnden Anforderungen nicht dauernd entsprechen, wird am Schluß dcs Inhrcsknrsus der unteren und dcr mittleren Klasse die Wahl'gclassen, m derscxben Klasse noch ein zweites Jahr zu bleiben oder die Anstalt zu Verlanrn, und ebenso kann den Zöglingrn, 1vclche am Schluß des Kursus drr obrrsten Klasse von dem Lchrcrkollrginm zur Ablegung der Ahgangsprufung nicht für befähigt Mbaltctn w§rdcn, der Aufenthalt in der Anstalt
cm ein “Lahr r attc ivcr rn. ' " _ nochDief EinrichtunJ der Anstalt bietet znr Bril)cilr,11111g an hanSlicbcn Arbeiten, soweit dicseRda? (Jbliet aklcht der korpcrlrchcn Pflege und Er- ' Un an rlcn rorrnc c ccgcnnr . . zich Dgic Z§g1inéxegzahlcn einein rnonntltchcn Paten voraus zu ent- richtende Pension von 105 Thlrn. ]ahrlicb, wq'fur fie drn gesammten Unterricht, volle Bckösiigung, Bett Und Bettznaschcz Hetznng und Be- lcuchtung, sowie ärztliche Pflege und V?LÖUM. fur vorubcrgchendcs Unwohlsein frei haben. Für dre Anstalten rst cm besonderer Arzt an-
rommen. „ ' M Die Meldungen zur dichäinigcn Aufnahme sind svatr ens bis
zum 1. Juni d. I. unmittelbar an mich cmzurerchcn. Den clben rst
i u it en: _ . bez1f)sZOer Geburts- und Taufsxhcin, wdbcr bcmerktnvird, daß dre Aufzunchmcnden das 17. Lebensjahr erreicht" haben mussen.
2) Ein Zeugnis; der Ortspoli cibchörde nber dre fittirchc übrnng; ein eben solches von dem Ortsgci tlichrn und Seelsorger uber as Leben der AIPirantin in der Kirche und chrrtsilichcn Grmcmscbaft. , In _dcnr- elben ist zugleich ein Urthcil über dre Krnntmssc dcr. Aspirantin m Len christlichen Reli ionswahrhcitcn und in der biblischen Geschichte nach Maßgabe des 3icgulatiys vom 2. Oxwhcr 1854„anszus_yrechc_t_1. 3) Ein Zrugniß des betreffenden Königlichen Krets-Phynkus nher
normalen GcsundhcitSzusiand, namentlich, daß die Bewerberin mcht an Gebrechen leidet, welche fie an der Außubung des Erziehungs- und Lehrberufs hindern werdcn, und daß ste_tn ihrrrxßrpxrlrcknn Ent- wickelung genügend vorgeschritten" i , um einen drcrxaKnrgen „Achm- half in dan Institut ohne Gefahr ung für ihre chndhctt uber- nc ren n k nnen.
hn4) ine Erklärung der Eltern oder Vormünder oder sonst glaulr- 9a" »“kiinior ,a weis, das; das Pensionsgeld von 105 Thalern 1319711212. ..“."
ihrer Neigung u dcm erwähnen Bern zu schließen ist.
6) Die an den zucht besuchten Schulen und Bildungs-Anstalten erhaltenen Zeugnisse. , „ , ' .
7) Außerdem hat sich die Bewerberin ber einem von ihr zu wäh- lenden Direktor odcr Lehrer einer höheren öffentlichen Unterrichts.- Llnßalt, oder bei einchöniglichcn Schnlrath einer Prüfung zu unter- werfcn und ein Zeugnis; drsfclbcn Über ihre Kcnntniffe in der deut- chcn, englischen und französischer: Svraéhe und Literatur, sowie in
en Rcalgegrnsiändcn beizubringen. Diesem Zengmß sind die schrift- lich,. angefertigten und ccnsirtcn Prüfungsarbeiten beizufügen. Hin- üchtlicb der erlangten nnrsikalisäch Aushildung genügt, wenn nicht das Zcugniß cines Mufikvrrstän igen beigebracht werden kann, die eigene Angabe iiber die seither betriebenen Studien. Fertigkeit in den gewöhnlich weiblichen Handarbeiten rrird vorausgesetzt.
Jungfrauen, welchen es Ernst ist, m cincr wohlgeordnetcn christ- lichen, Gemeinschaft fich zu einem rveiirdigen Lebensberuf vor ubcrcitcn, Werden dazu in dcr BildUWsk -A111talt zn Droyßig einc clcgcnluit finden , die auch Weniger Woh habcndcn eincn lohncndcn Beruf sichert.
In dem mit dem Gouvernantcn-Inßitnt verbundenen Penxion at für evangelische Töchter höherer Stände können e cn-falls noch ZPlinge vom 10, bis 16. Lebensjahre Aufnahme finden. Die selben „md bei dem Königlichen Srminar-Dircktor Krißingcr in Droyßig anzumelden, von welchem auch“ ausführliche Programme über das 5 enfionat bezogen werden können. "
Das rdgrannn lautet:
In Verbindung mit drm zn Droyßig von des- verowigten Herrn Jürßen von- Schönburg Zchldcnburg Durchlaucht gestifteten cyang-c- ldschen LchrcrrmjicnxSennnar- und der Bildungs-Anstalt für Gouver- nautrn besteht;e1m„Erzrcdnngs-Anstalt für evangelische. Töch- ter“ höherer Stande. .
Die vereinigten Schuly und Erziehimgs-Ansialten. stehen unter der umnit-tclbaxen Leitung und Aufficbt dcs Königliä) preußischen ZNinistcäZ der geistlichen, Unterrichts- und Mcdizinal-Amg-elcgmbcircw n er . '
b tTFB?“Ergiehungs-Anftal.t für Töchter ist auf höchßms 50 Steam Wk ; .
,:Aufaenommm; Myron werden cvmtgtkische Kinder vom schulen bis sccbszcbntcn Lebensjahr. ' '
Dia *Außmhnu» findet in der Regel zu Ostern nnd Anfang Sep- tombnrims. jrdxm Jahres ßott. Wnahmcn- sind. tn--dxtau: 'engntsm FWU. piläsfizg. n' Ahgougtints Zöglings; :| tön'tha ahr var.- hwxdcr; Smrmmx irtknonznnzuzoiaen. . „
Bei der .Ammcldmr «ist «'in: ärztxicbrs Zcugms: über den Gesund- heitszusiand des Kindes cizubringcn, in welchem namcnilrch bescheinigt
?:, 11310 “. léWLzY-VWWMOTPP qu ([an-„ck51: [*:-c.“drschkgc'“ Bildungsgang drr Wpirant-in zu ersrlch und auf dre Entwickelung
so daß» umi). alien.
wird da das Kind nicht an Krämpfen leidet, so wie die natürnchm„ Blat'ternßübcrstanden hat oder mit Schußblattcrn geimpßt ift. '
Das Pensionsgeld bcträgt,„c„irzt1iche Behandlung un' Medizin z„ Krankheitsfällen eingeschlossen, ]ährlrch 205 Thaler preußtsch Courant, die in vierteljährlichcn Raten pr'acznurne'ranäo zu zahlen find. Zeit, weise Abwesenheit aus der Anstalt entbindet nicht von der Zahlung der Pension. Besonders berechnet Wird nur dre Besorgung der Leib- wäsche; Bett und Bettwäsche 1vrrd_v,on der Anstalt gciicfcrt.
Die Kinder wohnen, „in Familiengruppen vcrthcrli, untcr steter An ficht dcs Lchrcrpersonals und der Gouvcxnantcn m dem Werk- mäxig cin ericbtctcn, frei gclc rncn Anstaltsch'aude. ,
Der Flecken Droyßig, icsidcnz des_ Prmzxn von Schönburg. Waldenburg Durchlauchr, liegt nn Kreise LJ-Zrßciifrls, chicrnngs. Bezirk Merseburg, Provinz Sarizirn, nahe drr Zeitz. Dcr'Ordist von den Eisenbahn-Stationen Naumburg, Weißenfels und Zciß [UM u erreichen. , , „
3 Die Hügelkette, wclche hirr [*cgrnnt Und sich weiterhin zum Thü. rinacr Wald erhebt, ist mit fruchtbaren Feldern und rcirlycin Laus. wa'id bedeckt Und von dem nahen, lieblichen E1strrthaic dztrchsclnntten, Die Luft ist rein usind stärkcnd, dic Gcsnndlnitsvcrhaltmsse des Orts md überhaupt „iin g.. „ _ „ , , s Der Garten] der Anstalt, dcr Jurftltrhe Schloßpark, sonne ,d“ Unmittelbar an die Anstalt fiel) anschließendenWa'ldpartrrcrn, kme nndenlange Lindcn-Allec, ein fiir das Jnnrtnt ertrgrr1chtctc§zziußhad, IZ(mrnübungen, verbunden mit der ländlichcnStzllq bieten der errpcrlicxxen Entwickelung jede wiinsrixcnswcrthe Unterstnßung. Yrrztlnhe Hulfe wird von dem im Orte rvolmendcn „Atrsialts-Arzt geleistet. . .
Die Bespcisun in der Anstalt rst uhcrall einfach und rerchlech,
Das-Pensiona? wie die iibrigen Erziehungs- und Schulenstaltcn in Droyßig, verfolgen, dem Willen 1.1)1'c's verrrvrgtcn Stifters ent- sprechend, eme entschieden evangrlrscixchrrstlrche Richtung.
Die in demselben durch Erziehung nnd Unterricyt _angcftrcbtzc-Bil- dung soll die eigenthiirnlichcn Bedürfnrffx dcs_ rvrrbltchcn Gemüths- und Geisteslcbcns mrt ailer Umsicht bverncknchYm und„darum und zugleick) in die reiche Sphäre des weiblichrn erufs fur das Rcié Gottes einführen. Nicht der,- Schein der Wrffensclzaft , nycbsdic glän- cnde, inhaltlose Form, mcht ein abstraktes o cr ivctchlrchcs, deu Jeiligen Ordnungen Gottes entfremdetes chen soll angestrebt werden; ondern eine bei aller Berückfichttgung der Schranken der wriblichen &atur gründliche Bildung, nnd ein Leben, welches in _eincr aui innerer Wahrheit bcrvorbliihrndcn edlen, Fornr lebenskraxtrg und opferfähig an Familie, Vaterland und Kirche *mitxklarer Er cnntniß, mit warmer , dankbnrer Liebe fich anscsxlicßt und M deren Arbeit und “Förderung nnt freudiger “ ngabx emgcbt, So wird diese Bildung, wie hoch sie auch das Gute nr dem Fremden achtetund fi aneignct, in ihrem innersten Wesen eine deut'che hin- bcn und die Wdüwdncxestkcdlétnbdklltsth Jraucn-charakters m seum“ Tie e, Einfachheit nn „rha ra crva rcn.
fDie Erziehung, auf dem Wori Gottes „sicher ruhend,„solldas gggze Leben des Kindes in_ deon Kreis der Heiligung ziehen, ihm eine
. ""' ""“"-- „... k:„§.!:-hon, fwndiae WMMM Geifkrs werden. " ** U UNd f ,
, Dieses Bestreben findet seine Unterlage und Pflege in denge- metnsamen Morgen- und Abxnd-Andachtcm in dcr Unterweisung im Worte Gottes, m der, Beaufnchti ung und Leitun „, die in demselben Sinn von den Lchrermnrn und ouvcrnantcn gc bt wird, endlich in den GotteSdrrnsien, an „denen die Anstalren Theil nehmen.
Dgzu tritt dre reiche und fruchtbare Uebung gegenseitiger Hülfe unit) ZZebHe,i ntnlche das gememsame Leben der Zöglinge fordert und un 1“ ng .
_ cr Unterricht wird so ertbcilt, daß„cr zu leich die Zucht des Geistes „an dem ganzen Menicbcn üben kann. „11 äußerlichcr Bezie- hung wrrd bcmcrki, dns; srir fähige Zöglinge von der Selecta des Pen- stonats aus der Eintritt m das Gouvernanten-Institut ohne bcsdndcre Prüfung gestattet wird.
„ Dre kleine Zahl der Zöglinge, wie die Fülle der erziehenden Krafte, gestatten es', etwaigen Vcrirrungcn und Einscirigkcitcn vorzubeugen , wie sie wohl sonst bei einer Anstalts - Erziehung hervortreten. Es soll hier die einzrlne,2f'5crsöt11ichkrit in ihm emen“ thumlrchcn Entwickelung volle Aufmerkamkrit und Bcrücksichtigung finden, wre das elterliche Hans sie übt; zugleich aber auch das Be- wußtsczn der Grnrcinsckyast chcckt und gestärkt werden.
Dre äußrre (Hrstaltnng cs Lebens soll wahr und einfach sein und dieftZTtte .erzenigen gkerchen, die von der edlen deutschen. Familie dar- ge wrr .
DieKlejdnng ist möglich.)? einfach zu halten. Die Turnübnn- ken machen auch einen Turnanzug nöthig, der. indcß“ am „ “ uebi heschafft werden kann. Sämmtliche WäLche xc. muß gezclch' net sem. An Servietten ist ;- Dußcnd, an Handtüchern cbt! so viel mitzubringen. „
Was den Unterricht Hetriffi, so soil fich dersclbe-von denElcmen- ta-rskufm. bis; zu dem „I!“ einer wohleinqexiaxtctcn.höheren TSO"? schule- ersirockcn. Daß r=n Aanahl und Behandlung des Unterrzwkö“ Kosch jvrffcnichafiltxlxes Schemwcscn eben so ausgeschlossen ist, wird"“ christlichen Unterweisun überall eine maßgebende Stellung e_zngcraumk nnrdx. erhält ans deux ,i'rbcr Gesagten. „
Dx: herzliche, klnxe Ancig-nung des, Heils in, Christo- Icslt- n'"- "' dem Kaazd m- der heiligen Taufe-verficgelt ists, bleibt ddr oderftc ZIM dcs Reli inns-Untorricbts. “'
. s- kirchliche.- Bekenntnis: wird durch den Unterricht nnr!) ktm LutherischenxKatcazismus ungefähr" der Koufirmandcn-Umcrrichx M die &?!anng karm- scitandes Orts-Geistjlwi'n erfolgen. ,
DmBezt-w n znr _außrren uud innexcn Mission frhlm-mck't'
„ _ itm hm ein levendigwxißliMkircths Bewuß- snu. und GcmciqdoLeb-xn mtgrbabmwird. „ d Der Unterricht, besonders in der vaterländischen Geschichte ""
m Vaterl ndöund seinen „Gütern, ,mit - eine Vergangenheit, und c enivart : nfußrk . Vorzugsweise sollen ie (häße der Literatur in cm Licht des ygngelrums betrachtet und nach dem Bedürfni 'der weiblichen Eigenthumli'cbkeit „ausgewählt und behandelt, den Töch- ern ein reicher Quell von Erqurcknng, Läuterung und Kräftigung für
Yxcmtur, soll in die lebendige Gemeinfchaft mit Fürst und Volk, mit
ZM, Gemüth und Geschmack werden. In ähnlicher Weise soil dem weiblichen Wesen der Unterricht im a 2 und Klavierspiel dienen. Derselbe bildet einen integrirenden c
n YFU s Gcsamnrt-Untcrrichts.
In der englischen und französischen Sprache und Literatur soll fehlerfreier schriftlicher Ausdruck nnd Verstandnis; der prosaischen, so- wie der leichteren poetischen Stucke nnter, allen Umständen erreicht werden. quu kommt die Conversation rn beiden Sprachen. Der Unterricht wrxd dur Nxatronnl-Lchrcrinnen rnit besorgt.
Alle übrigen Un errichtsfarhcr finden ihre angemessene Vertretung.
An dem chnfi'onat arbeiten vier Lehrer und sechs Lehrerinnen; die häuslichen rberten dcr Prnfionairc Werden von den ältcranög- jjngen dcs GOUVernantcn=Jnstttuts überwacht und geleitet.
Die Anmeldungen „zur Aufnahme von Töchtern in die Erzie- hungs-Anftalk zu Droyßn sind portofrei an die Srminar- Direktion zu richten; von Seiten crsclben wird auch die Korrespondenz über die Yglinge nut den Angehörigen unterhalten werden.
erlin, den 12. März 1870. Der Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal- _ Angelegenheiten. In Vertretung. Lehnert.
Die Herren Kandidaten der Pharmacie und Zahnheilkunde werdcn ersucht, sicb Vrhufs Annahme der in dem bevorstehenden Sommer-Semester zu hörenden Vorlesungen bei dem Unter- zeichneten, Dorotheenstraße Nr. 61, zu melden.
Berlin, den 16. März 1870.
Der Direktor des pharmaceutischcn Studiums „Königlichen Univerfität- ])1'. Housselle.
Finanz: Wkinifterinm.
Der bisiyerigr Civil-Supernnmerarius Girard ist als Geheimer expedirender Sekretär nnd Kalkulator angestellt worden.
an der hiesigen
Bei der heute bcendigten Ziehung der 3. Klasse 141ster Königlicher Klaffen-Lotterie firi 1 Gewinn von 5000 Thlr. anf Nr.62,931. 1 Gewinn von 2000 Thlr. aanr. 16,878. 3 Ge- winne zu 1000 Thlr. firlrn auf Nr.34,348, 52,501 Und 60,767. 2Gewinne zu 600 Thlr. nuf Nr. 20,910 und 71,314. 3 G6- winne zu 300 Thlr. anf Nr. 9975. 88,662 und 88,981 und 6 Gewinne u 100 Thlr. auf'Nr. 50,490. 58,073. 63,900. 74,119. 75,36 und 84,829. Berlin, den 17. März 1870.
Königliche General-Lotterie-Direktion.
Preußische Bank. der Preußischen Bank vom 15. März 1870. A k t i v a. 2 Kaffenanweisungen, Privatbanknoten und Darlehnskaffenscheine ............ » 2,555,000 75,926,000 5 andtZrdbestände "s'chmd ..... FMD ........ » aa papiere ver ie ene or erungen “ 13,838,000 P a s s i v a. ZVanfnoten im Umlauf .. . Tdir. 132,051,000 8 Guthaben der Staatskaffcn, Institute und Privatpersonen mit Einséoluß des 7,033,000 Berlin, den 15. März1870. Königlich Preußiixiyes Haupt : Bank - Direktorium. Gallenkamp. Herrmann. von Koenen.
, Preußen. Berlin, 17. März. Se. Majestät der KMU! empfingen heute den Polizei-Präsidentcn und nahmen entgegen.
* Se. Königliche Hoheit der Kronprinz nahm der Sißung des Reichstags des Norddeutschen Bundes bei, machte dem Fürsten Wilhelm Radziwill einen Besuch und
Wochen-Uebersicht 1 Geprägtes Geld und Barren ............ Thlr. 82,558,000 ? Wechselbestände. ...................... , 16,578,000 und Aktiva ......... . ......... . ...... , Depositenkapitalien. ...................... : 22,059,000 Giroverkehrs ......................... ; von Dechend. Kiihnemann, Boese. Rotti). Nichtamtlicßes. die Vorträge des Kriegsministeriums und des Militär-Kabinets gestern militärische Meldungen entgegen, wohnte längere Zeit Empfing den Vicc-Admiral Jachmann.
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-- Der Reichsrag des Norddeutschen Bundes fuhr in seiner gestrigen Sisrmg in der Berathung über den Entwurf eines Strafgesexbuckjs (Theil 11. Abschnitt 1. Vom Hochverrath und Landesverrath) fort.
Außer den Abgeordneten Miquézl, Lasker, Graf Kleist, Wagener (Neu-Stettin) und Dr. Friedenthal betheiligten sich auch der Staats-_ und Iuftiz-Minister 1)1'. Leonhardt und der Bundes - Kommissar„Präüdent ])r. Friedberg an der Debatte.
, Dre Disrusston uber den Z. 79 wurde hierauf geschlossen. Ber der Ahstmnnung wurde auf den Antrag des Abg.1)r. Meyer (Thorn) hinter den Worxenx »lebenslängliches Zuchthaus“ hin- zugefngt: poder lebenßlnngliche FestungShafta; und im leßten Absapß an Stelle der Worte: neben welcher 2c. gefeht: *Neben der Festungshgft kann auf Verlust der bekleideten öffentlichen Aemter, so wre der aus öffentlichen Wahlen hervorgegangenen Rechte erknnnt _werden.a Außerdem stimmte das Haus dem bxretts nntgethrrlten, von den AbggBÜrgcrs und GrafScknve- rm geßeilten Anfrage zu nnd nahm im Ucbrigrn den I. 79 xnxiéßrrandert an. -- Dre Stßung wurde hierauf vertagt. Schluß
-- Die heutige (22) Plenar-Sißung des Reichsta es des Norddeutschen Bundes wurde vom PräfidetJTen Or- Simson um 112 Uhr eröffnet.
Von den Bevollmächtigten zum Bundesrathe waren an- wesend: der Staats- und Justiz-Minifter ])r. Leonhardt, der Staat§ - Munster und. Präsident des Bundeskanzler - Amts Delbruck, der Srirats-Mrnisicr der Finanzen nnd der auswärti- gen Angelegenheiten Freiherr von Friesen, dcr Königliche Geheime NegrrrungI-Rnth Schmalz, der Geheime Instiz- Rath Klemm, der Staats-Mxrnister, Wirkliche Geheime Rath [)1'. von Waiz- dorff, der thßerrefident Geheimrath von Liebe, der Minister- resrdentx 1)r. Kruger , und die Bundes - Kommissare Präfident 1)r. Friedberg und Geheimer Ober-Regierungs-Rath Eck,
, Der Reichstag genehmigte znnächst ohne jede Debatte auch 111 dritter Berathung den Ansncferungsvertrag zwischen dem N0rddeutschen Bunde und Belgien vom 9. Februar 1870.
Es folgte dre „zweite Verathung über den Entwurf eines Strafgesrxzbuchs fur den Norddeutschen Bund. Zweiter Theil. Erst'cr ws fünfter Abschnitt. (Z. 80-§. 107.) An der Dis- kussion detherligteir sich die Abgg. von Pnttkanirr (Jraustadt), von Strmmetz, von Kardorf, Bürger, Lirskcr, 131: Fricdrnthal, von Lr:ck,x1)r. Mr_iyrr (Thorn), Frhr. von Hoverbcck".
Dix JZ. 80 ins 84, den Hochverrats) betreffend, wnrden rnit der Adanderung angenommen, daß als Strafe Zuchthaus oder Fcsiungshnst aitcrniren sollen.
Der Sinn» und Justiz-Ministcr 131: Leonhardt und der Bundcs-Komnriffar Präsident Dr. Fricdbcrg griffen zn wieder- holten Malen in die Debatte ein.
Ueber die ZZ., 85 und folgrndr, welche den Landesverrath betreffen, fand „gleichfalls eine längere Debatte statt, in welcher das Wyrt ergriffen die Abgeordneten 1)1'.Mrr)er (Thorn), Graf Schwerm, Frhr. von Hoverveck, von Hennig, Laßker, von Luck, Grumbrecht, won Kardorf, Krüger (Hirderslebcn), 1)1'. Schleiden, Ziegelcr, Kantak, Becker (Oldenburg). Der Abg. Krüger (Haders- leben) beantrqgtr, die Bestimmungen über Lanchvcrrarh für Nord-Schleswtg als nnanwenddar zu erklären. Der Antrag wurde abgelehnt.
Ebenso wurden die Anträge des Abg. Dr. Meyer (Thorn), alternativ Festungshaft eintreten zu lassen, bei namentlicher Abstnnmnng abgclrhnt. (Sckxluß des Blattes.)
- Laut Telegramm vom 16. d. Mts.- ist S. M. Yacht »Grillea von Lissabon nach Ferrol in See gegangen.
Lauenburg. Raßebnrg, 16. März. Die hcnt ans- gegebene Nr. 17 des »Ofxizirilrir Worhcnblntts fiir das Herzog- thunr Laurnbnrgr pnblrzirt dns Geschäftsrrgniativ fiir das Krciégrricht 1an dre Arntsgrririé-tc 1121 Hrrzogthnm Lanrnbnrg.
Braumäx-trxcig- 16. März. In der griirigcn Siyrmg dcryLFcrhandlnngcn dcr"Landesvcrianrmlnng marine dcr Prnftdcnt, nnch „geschnfilichrn Mitthrilnxmrn, drn Eingang mehrerer thsterralschrriben bekannt, als: Urbrrstndnng cines Gcsrßrntwurfs, die Abändcrnng Versrbirdrnrr Br*,kiimmungcn dcs Forststrafgcscxzes vom 26. Inli 1837 [)ctrrffrnd,“ Antwort des Hrrzogl. StaatS-Ministerinins auf das Schrcibrn dcr Lanchvcrsmmnlung, den Antrag auf Vorlrgung eines die Ab- nahme der Erde regelnden Gescßcntmurfs betreffend, Proposi- tion der Landesregierung wcgrn Bcwiliigung von [60,000 Thaler zur Erweiterung drs Hrrzogl. Krankenhauses,“ desgl. wegen Bewiüigung einchubvrntion o,on 250,000Thir. an die Gebr. J. L. Elßbachcr u. Co. zu Win, [Yer Gründung einer Aktien- gesellschaft für den Bau und Betrieb einer Eisenbahn von Halberstadt nach Blankenburg,“ Schreiben des Herzoglichen Staats-Ministeriums wegen des Verkaufs der Herzoglichen Eisenbahnen, neben Uebersendung des mit den Vertretern der
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