Recht auf den Melfeniondß verwirkt hätten. Das mag vom preußisch-patriotischen Standpunkt begreiflich sein, ist aber mit der Entstshungégeschichte des Fonds nicht vereinbgr. Während dsr Vsrdandlungen über den Vertrag zeigten 1ich bereits die Umxriede dsr Welfenlegion, und man wurde dahin schlüssig, das; dem König Georg nur die Revsnuen aus- gezahlt würden, der Grundstock aber als Garantie für sein _Wohlvérhalten 111 den Hätidsn des preußischsn Staats bleibsn 10119. Dsr Vertrag ist auf dieser Grumdlage abgeschlossen und von [wich Häusern des Landtages genehmigt worden. Während der VerhandlUUgen wurde bereits von der Regierung ÜUÖLLsPWckW, das;, wenn die Umtriebs dsr Welfenlegion an Umfang gewinnen wüten, eine Beschlagnahme des VST: mögen?: erfolgen würde. Zwei Tage nach dsr Geneh- migung des Vertrages trat dieser Fall 9111. Das An: wachsen der Welfenlegion war, wis ausdrücklich vom Fürsten BiSnmrck erklärt wurdr, dsr 121115109 Grund für die B6- schlagnahme. Aus 0811 ganzén Verhandlurigsn grhtdeutlich [WWU daß CS sick) [11917 nicht um psrsönlickx Fragsn, [ondern um EminLnt politische? Fragsn handélt, und daß, wenn Kdmg Gsorg durch d-sn Too uusschsidet umd dsr Herzog von Cumber- land die fLindlickzén Bsstrsdmxgsn gsgeti Preußen 10rt1€1§t, diE Bsstimnmngsn dss GSsSHSÖ auck) gßgßn d1€1en gelten. Dem egenüder ist LÖ ZWEckW-Z, Si11€11jUki1111ck)_€11 Benwis zu 081“: 1139911, d(tf; drr Vértrag 1er auf die PENOU des 53611ng von PréUßM und ÖÜUUOVLL“ Bszug 110.1. Jeßt kann LH 1ich nur fragßn: Siiid dic friiidliciien Vkstrebungen noch vorhamden odsr siiid sis 111 WLJQU [1191011111101]? Schon 1875 hak der han: novsricds PrddinszLaiwmI 011119 UnterschiCd der Parteisn 13111611 Amtrag 1111139119111111911, die ngierung zu Ersuchén, dald- 151111116111 51311 2991191110115? 1911191" ursprünglichén Béstimmung 311711015141100811. 1882 11.11 sich das Adirdnétsiihach 11161111: 1161€n1S€1111r ach-xisswroiéwm. Mag man dsn Grundstock 119: baltsn 111111 11111“ dis 318001111611 ÜUÉJÜl)[L11, jsdénfaUE ist Eine Arndsruxig dSH [*ÜHMMWU Verhalléns aimrz-Zigt. Lb dis B?- seitigung rox) TZSlféUfOUDS vsrsöhnlich wirken wird oder uickir, ist [111313150110]; wir 1111117911 uns auf den R€cht§bod2n 11811911, und LS wärs, wic Abg. 21111111811877 sagte, Ein nicht zu r€cht= f?rtigsxider Mißgriff, wenn man "519195 [“SMS Privatvermögen ÖLS Kdiiich GOM] umd 1211101“ Nachkommén fdiifiszirsn wollts.
211111. 1;);-.2811151110r1'1: ch bin séhr dsfrisdigt, daß anch dér Vorrsdiisr 111111911811 wcnigsténs zu drm Zis! gélamgen 1010, da?» wér 1116111611111, nämlich der 2111111831019 der Bésck)[ag: 110111118 dss Vermöng dEcZ Königs (H?Org. Hoffentlich wird die ZWS ZU 9019111 9111611 (21159 [391111113911 im Zxrtsrksss d€r KOMMWWU, dsr ProviUz Hannover 11111) der JÜUZLU preuß1- sch€11 2110111116311“. WOÜLU wir denRespskt vor dem Eineiijhum vermr-[irrn und di? Sozialdemokratis bekämpfeix, 10 11111ff€11wir ihr zuxu'ichsk das Beispisl' ngéU.
Abg. Dr. E11 iieccsrus: Ick 5111 ein ngner des Welfen: fonch, 119111er8 ador, daß diesE Ansicht noch keine?:rvégs in Minsk Fraktion 3.111“ Hérrsckwst gslangt ist. Der Ministsr hat nur 10119 Pflicht géthaU, wenn Lr DLT“ Krcwe nicht sin R€cht windizirt hat, WL1ch€§ 1hr111ch13Uft€ht. Dis Beswlagnahnw richt€t_e 1161 111101 11101"; gsgrn die P€r1011 drs Königs Gsorg, d€1111 101111
hätts das in dsm 0591913 1191011de1's hékVOMLHOÖLU wsrdsn 1111117911, 1011dern si? richtste sick) (191101 dis Vermdgonchjskte uxrd 101116 zur S1ch€UMJ de?» prsaßi1ch€n Skaats 01811611.
Abg. Dr. Windthorst: Ti? Bsschlag1mhme richtste sich aUsrdingS ausdrücklich JSJLU den König von Hanikazr. SSM? HÜUÖUMJEU, wslche den 21111111“; daxu gadM, sind (mH: 0111ck11ch spéziakisirt, und von séixirn Nachfolgérn ist in disssm (3561615 absolut ksi11€ Rede.
Abg. Bocdikér bittst dM Minister, womöglich im 1166111611351er €i11€11 111 Zukunft wsgfaMmdsn FOWL 11011 7500 (17; fÜr distigen 361111 Hannovsrschém Lamdräthé (ms: zmwdmsm, 0015611 Maximakgsdaw 1161 DSL,“ 211111911011 HaanVSrs von 2000 auf 1600 Thlr. [)érabgefétzt worden ist, Um 11111911 eins 9111111r€cherid8 PZUsidiiksfähigs 4311111132 zu [1911911
Tsr RégisrungésKommiffar, 0591191111? Tbsr:R€gier_m1g§: 31611) HUM"? Mist darauf 11111, das; mit dcr Ysorgairiman dsr Haiindvsrschn Bshdrdsn (1116) 8111 11€U€r 011111101911119111 wordsn 181. T0) Landrärhs 116116115110 (“mwsdsr mit drm H0chsxgcha11 111 dsn (51111 eimrstM 101111211 0001“ 111it_9in9111 nisdrigsrsir und 11111 dsr 2111211611 «1 6111 1111211er5 Amrücksn. Mßdr [)0110 11icht 991111611611 kdmwn.
211151. 0011 VUttkamsr (Mauth): Ick) hab? in dßr zwoixen LLsUUK Wii €111€11l 21111511ra0ck) gssdrocdsn, dsr in LU: Und WsswrrUßM mit dsr Zch11a5511111ch8 déi dM Yablem gs: 1171011011 10010011 ist, Und gésagx, daß auch dcr„Ztau119nderg__de§ LsrsncZ“ dis Sch1mp§flc11ck8 T€1ch11ch' [31108 kreisen 1011611. Von jsdsm 1100110011211 Mamu 10111118 11161119 Bshuxwtung séldswsrständlich nur 1111115115116) 1111113911111! wsrdén, Hr. 0011 9191111103 _ 0101137 war gsmsint _ hat mm in dsr „Tanzigsr Zcitriiig“ 11116) WMW dissrr Behauyxung dsr Vsrlsumdunq 11€schuldigt. Zu111B€weisc mrinsr BSHQUPTUUQ Vérwéife 16.) znmächst anf 31111lreich€ Proklamatioan, WleaufrufS und Flnßdlättsr 1911191“ Partci, ich bin «dsr (mch 111 dsr Lags, 1wsi Bsispwke anzuführrn, 111 denén Hr. von 3161011113 1193311113; sick; an disscr Art von Agitation bLthLiLigt 1151. In dsm Tthsr Wahlkrsiss hat Hr. von Roidniß einom Ardsitsr Gsld g€g€b€i1, um Schnaps 311 111111811 und ihn g€1119i11ichaftlich mit 55:1 Uebrigén ZU vertrinken. Dieses ist auchgeschehs11,und di? Arbeitér badsn Stimmzottcl vcrtdcilt. Zn oinem Dorfe dch Krsises ROsMbSrg Erschien Hr. von 3191011115 wsnige Tags vor der Haupiidahk in Begl€itung eiiies Gutsbssißeré: im dortigsn Gasthof, in drm die Bauern zusammrnkommen, gab Bier, Schimp?» und Cigarren zum Bcsten und fordsrte die Bauern, nachdsm sie rsickzlick) gstrmikeu, auf, 19111611 Wahlaufruf zu [mtsri'äzréidew View thats" dies auch und tranken auf ssine Kosten w-siter. Nack) dr_€_i Tagén bczahlte Hr. 0011916151113 di? Rschnnng. Jck) Üderlane es: nnnmelw dem Hause und dsm
anzen Lando, zu beurtheilcn, 011 ich ein Verleumder gewesen in oder nicht.
Abg. Rickert: In der Sitzung vom 5. März hat der Abg. von Puktkcrmer dshauptéx, dus; im Wahlkreise Rossmberg Übsr 1000 Ziiftleute und klems Leute verführt worden sind, für den Polen _zu stimmen und zwar durch die Schnapsflasche, die der „Staunenberg drs TftenS“ hatte kreisen lassen; jetzt sind es nur einige Bauern, welche ang€blich von Herrn von Reibniß, der übrigens die Antwort jedenfalls nicht schuldig bleiben wird, bewirthet worden sind. Wie reimt sich dies Übrigens damit zusammen, daß der Abg. von Vxxttkamer zuerst von einsm finnbildlichen Kreisen der Sck1nap§fla1che gespro en und gsmeint hat, daß nur 16881098 die Schnapsfla che herum egangen fei? Ist es mögltch, dxesen Wrderspruch zu verein uren? _
Abg. von Puttkamer (Mauth): Ich habe Fachlich he: wiesen, daß Hr. von Reibniß mit der Schnapsfla1che operirt
hat, um seine Wahl durchzusesen, und diese Behauytung hat der Abg. Rickert durch seine Aeußerungen nicht zerstört. Nachdem noch der Abg. Lamprecht eme Aufbesserung Fer “FLZÜUU der Kreissekretäre gewünscht hat, wird der Etat ew: ig. Bei dem Etat der Landwirthschaftlichen Ver- waltung bittet der Abg. von Czarlinski den Minister,
Anordnungen zu treffen, oder [einen Einfluß dahin geltend zu.
machen, daß das Schreibwerk auf dem Lande namentlich in Bezug 13111 die UrsprungSzeugniffe bei der Vieheinfuhr mög- lichst besthränkf werde. _ _
_ Abg. Friedrichs (Lüneburg) bittet den M1mster um eme Erhöhung des Fonds für Flußregylirungen und Melio- rationen. e13113 Ueberbürdung der Mitglieder der Meliorations- anYffensckzbasten schrecke von der Gründung ähnlicher GeseU- ] (1 811 a .
_ Abg. Berger bestreitet die von dem _Abg. Lieder in swexter Lesung aufgesteÜte Behauptung, daß dte Bergwerke in der Nähe von Ems dis dortigen Thermalquellen gxfährdeten, und bittet den Minister, (1111 die Intereffen der dortigen Berg: arbeiter Rücksicht zu 1190111211 Und nicht etwa, wie e_r_ange: kündigt habe, den Betrieb eines großen BergwerkZ einstellen zu (affen.
Minister fÜr Landwirthschaft 2c. 1)r. Freiherr Luciuß von Ballhansen:
Meine Herrkn! Es bedarf rrobl garnicht der Versicherung, daß die dergdaulicben Jntereffen ressortmäßig von dem Herrn Minister der öffent1ichen Ardkitcn, oder cht von dcm Herrn Minister 1ür Handel und ersrbe wabrgenommrn wkrden, und daß nicht kin Rsffort in der Lage ist, die wohlerworbenen Rechte auf de_m Gebiet des anderen zu schädigen. In diesem FaUe adér, wie das östers vorkommt, liegen Lk)?" krüidircnde Jntsreffcn vdr. anixwrit dcr Bergbau in dem Emser Gebie! die Tdermalqucllcn zu schädigen geeignet ist, darüber smd jahrelange Vérdandlungcn und U1116r1UchUUJLn geführt worden und die ersten Sacdrerständigén fiud zu gutacbtlixhen Aeußerungen aafgefordert wordcn. Auf Grund dieser gutachtlicden Aeußerungen, zu denen Hervorragknke Kapazitäten auf dex: Gebiet der Geogravdie, der (Geologie und des Bergbaus? berufen geweskn smd, find bkftimmte Riwtungen für das Treidén _der StoÜen Won [Lit JaHrcn Untsrsagt worden. Man Hat also aus Grund der (Hut- acdtkn vonSaÖrerständixen den Betrieb des Brrgbaues in destimthen Richtunscn aaf gswiffe Gebistc schon seit Jahren desÖränkkn müßen.
Soviel wie mir bskanixt, ist man auf dem (_rlaudken Gébiét der SÉoUenkctrisd annäösrnd krfckwpft Oder der Er1chöpfu7ig 12111: nabe, und €:“? 112111 12131 wikdrr zUr Frage, ob 6011369811 drn Früherén bisher maßgebkndrn Gutachten ein Stoüenbérrieb in dsr Richtung stattßnden 1911, dix nacb der Méimmg ryn andrrkn Sachvcrständigsn dén Thermal- qurÜenkstrisb zu kerinxräubtigsn greignet ist. Da glaube ich nun, daß ich meinrrseixs in roU-«xm Rechts kin, wenn ich wieder;“m domänkm seitig di? Jntcmffén der Tdcrmalquxüerx und dcr BWölkLUMZ, di? von diesén J!?Tkkkffön abhängig 01, «ck :::?inerseits zu wadrrn bestrekT bin. Es kann aber gar keircem Zweifel unterliegsn, dax"; mcinerk'éitZ in dsr Wahrnekxmung dsr berewtigxen Jntereffen dis Grenzen cingrbaltkn wsrden, di? sch0n durch das Berg- gesey sowie dUrÖ aridsre [1211156652 Bestimmungen und wsblerworbene REÖW 1323013611 Werden. Also es kann rxicht davon di? Rcde skin, daß einseitige SÖädigUngen cinzslnrr Jytkreffen (1111 Kosten der anderen stattffnden werdsn. Ick) Habe nur grsagt, das; im Falle F?r Krllifidn der Jntsreffsn ick) 1817611141118 berUfen din, die meinés Rcffoxts in erstsr Linie zu Vertreten und zu wahren,
Was die Aeußsrungen der anderen déiden Vorrsdnrx betrifft, so kann iw meinsrseits nur rürückxern, daß die Von ibnen gegebenen Anrrgurigen meinerseits durchaus in wohlwoüende Erwägung ge- zogen Würden 1011811. Ick kann meine 1101171211 Sdmératbien mit den Au§1übrung€n ke?“ Hrn. Abg. ron Czarlinéki aussprechen, n'elckye darauf geriÖtsT sind, das Üdermäßige Scbreibwérk auf diesen Gebieten zU Vsrmindcrn. Ick: kann meinerseits wsrfichsrn, da:"; fich2r ron diissr SKU“? aus (11022 das gescbkbkn wird, was in dieser Be- zieHung möglich ist. Auf dem Gebiete dxr rererinärsn Polizei ist 25 in vii-[kn Richtungcn urmmgänglich nötlyig, mit einer grwéffkm Schärfe und Umständlichkeit _:u Wörle zu geben. In dxn Grevzdiüriktén, von denen dcr Abg. vrn Czarlinéki jedcniuUs gksvrvcbxn 11:11, find wir ÜLTÖ im VértbeidigangstUstand chen Cine Jnvafion von Viehseucben rrn Rußland bkr; und die Kontrdlregit'ter in Bezug au,; den Visb- 1'tc1nd müffkn in einrr autoritaTiVLn W211“? géfübrt sein, und gewisse BElästigungen dss Frikatrcrkcdrs smd dabei unrcrmeidlZcb. Sowrit abcr eins Grenze gebalxkn wsrdcn kann, wird diese Grenze sicher inne [125311211 werdéri.
W513 dic Aakrmkxme dcr dékmixivén Ernteerträge im Feerar defriFT, die tbcilwricc (113 “61112 Virmeksrnng dcs SÖILWWkas und tksilrrsi1's al:€ «& frükzeitig kILZÜÖUET ist, 10 Erlaube ich mir darauf zu [:cmerksn, dasz kik F:bruar-Aufnakxme auf Grund von rciwégesetz- lichx2n Vrréinkarungsn stattfindkt umd zwar niwt 310? für Prrußen, sondern für da;; 11.1113? inckz, Uxid daß für di? 1751111061211 Zerc, Knax“: sie [1211011111 1011, der FedrUar 1111511 ein rexch1ich srätér Texmin ist. Das Hawptirxtersffe dsr Erntccrträge1611010211711, lisst cigsntiiÖ unmittelbar nach der Ernte 16.1911 roc und wird in erisién Grénzer». ja auch schon krkrisdigt durcb dis rorläafigerz Ermixxéwngsn, dis von dcn land- wirtdscbaftlickykn eréinsn, wie ich 511111851112, obne brsondere Be- lästigung rsr Eirizelncn bereit? im thrksr Vorgcnoxnmcn werden. Eins rrcitcrs Hinaux-ickxikbung dcr definitivsn Ermittelung über den Februar bidaUs würde die Publikation 10 sehr verzögern, daß das JUTékéffS an der PUUikation entsckoieden beéinträchtigt würde. Schon 12151 '"mkek dic Publikation erst Exide Mai oder Anfang Juni statt, also rc-iÖlicl) ? Zakk nach dsr Ernte. Ick: möchte kaum Flauben, daß, 911112 den Wrrtd dcr Statistik zu beeinträchtigen, eine 11051) weitere Hinauskckyicdung des Tsrminß statjfinden könnte. _
Was die Wünsche dL-Z Hrn. Abg. Friedrichs betrifft, daß die Melioration-- Und FlUßregulirungsfonds erhöht werden möchten, _so chilc ick) diesen Waniw ja meinerseits unzweifelhaft, aber in die1er Beziékang find die Grenzsn dor allgcmeinen Etatsrückficbten gezogen. Srrreit diefe aüérding-Z _rine Steigerung dicscr Fonds gestattén, werde 1113 fie géwiß jédsrzeit dssürworten.
Nachdem noch dsr _Abg. Schumacher ein? Versta_a1- lichung dcr landwirthschaftlichen Schxxlen oder wemgstexis eme Aufkwfférung der L_ehrergebälter besi'rrwortZt hat,. Wird der Etat bswiÜigt; 8081110 der Etat der Gestutverwaltung.
(Schluß 4 Uhr.)
_ In der gestrigen Sißurig des Hauses der Ab- geordneten entgsgnxstcx auf dre Bemerkungen des. Abg. Czwalina der Justiz-Mmffter Dr. von Schellmg:
Ick) könnte mich dem Herrn Vorredner gcgenüher auf die Be- merkung beschränken, daß die AußwabY der Vertbetdtger Sark): des Gerickztsrorfißenden ist und mir kein Mitte1 gegeben tst,_auf die Ent- schließungen des Gerichtsyorfißenden emzuwtrken. Ic_b wtil aber mcht diesen Standpunkt einnehmen, sondern wrÜ maTerteÜ guf _die _Be- tracbtungen des Herrn Vorredners eingekxen. Ick) kqnn nnch m vr_e[en Punkten mit ibm nur einverstanden erklaren, (_:ber i_cb muß aÜerdmgs in Weiterem Maße, als es von ibm_gkscheben 1st,_ die Rothwendtgkeit betonen, daß die Referendare fieißig_ zu_Vertbet_dtgungen m_Straf- sachen herangezogen werden. Es ist fur die Ausbilduggder kunftigen Richter, noch mehr aber für die Ausbildung d_erkun_1ngen Rechts- anwälte durchaus nothwendig, daß die jungen Manner in der Uebung der freien Rede angeleitet werden. Nun ist aber in den verschiedenen Vorbereitungsstadien der Referendare fast keine andere Gelegenheit gegeben, s'ick) in der freien Rede zu üben, als nur m der Stellung als Vertheidiger; denn das Plädiren von dem PlcYe des
Staatsanwalts _ aus hat manche Bedenken gegen fi und kommt sehr wemg zur Anwendung. Es ift also durchaus nothwendig,
daß die' Referendare in vielen, zum Theil auch_ in schwierigen Ver- tbeidigungssacben dazu angehalten werden, die Vertbeidigung zu führen und in ihren Vyrträgen die geeigneten Anträgx zu begründen. Ich will aber damit fetnk§wegs behaupten, daß nun die Vertbeidigung durcb Referendare die Regel sein soUe; ich glaube, was der Herr Vorredner gesagt hat, und__was er als Gegenstand einer von mir zu erlaffenden Anweisung gewunfcbt hat, das ergiebt fick schon vo_n selbst aus dem Geseß, Die Strafproze ordnung stellt als Regel bm, daß die Auswahl des zu bestellenden ertbeidigtrs aus den am Sitz des Gerichts wohnkaften Rechtöanwälten erfolgen soll, und als Außnahme ist im zweiten Absaß des _betreffsnden Paragraphen hinzugefügt, daß junge Männer, Welche die vorgeifhriebene erste Prüfung für den Justizdienst bestanden habsn, qls Vertbeidiger bestellt Werden können. Ich nehme an, daß diese Bestimmunsen von den Gerichten in dem Sinne, in welchem sie erlaffen_find, gehandhabt werden, und ich muß bestreiten. daß aus Sparsamkeixsrücknchten etwa von der Bestellung ron RcÖ-tsanwälten zur Verkbeiktgung Abstand genommen wird.
Da 14) einmal das Wort habe, so möchte ich noch auf einkge Vkmerkungen des Hrn. Abg. 131". Windthorst zurückkommen. Zn d?mjenigen, was er über dre Geschäftsvertbeilung bei den 21th- gerichten gesägt Hat, erkenne ich einen Kern von Wahrheit. Jeb kann ihm insbesondere darin h_citrexem, wenn er das hiesige AmtÖgericht [ als 2182 etwas momxröie E1nrichtung_ darzustellen gesxtcit dar. Ich glaube in der That, daß die_Schöv1ung eines einheitlichen Amts- gerichtZ für den Landgericbté-bezirkX hier kein glücklicher Gedanke war.
Meine Herren, in anderen Punkten m_uß ich dem Hrn. Abg. ]))". Windtborst widerspreckyen. Er hat es 10 dargesteUL, als ob es in den Händen des Ober-Landesgerichts-Präsidenten läge, die (Ge- schäftseinthe11ung bei den Amtsgeriwten Herbei1u1übren, und als wenn es nur eines [*isen Druckes vo_n mir _czus die Ober-Landesszerickots- Prästdenten BedürfT-e, um eine Bcnerung in dem Von ihm de1ürwortsten Sinne h_srbeizuführen. In dieser Beziehung ist der Hr.Abg.1)r.WindtHor1t sch9n _durch kext Abg. Vödiker berichtigt worden, welcher mit Recht darau1 auxmerham gemacht bar, daß nicht der Präfidknt des Obrr-LandesgeriÖts, 1ondern das Präfidivm dcs Landgérichts über die Ge1chäst§yertbeilnng bei den AmtsZericdten zu beßnden hat. Ich vermutbr,_ daß der Abg. Dr Windtborsk bei der Beratbung der Reiws-Jastingeße 1elbst 1ür die Einrichtung dss Prä- fidium§ bei den Landgsréckxten gefjimmt h_at. Sollte ich mich irren, s? würde ja der Hr. Abg. Dr. Wixxdtborst mich berichtigen. Durch diese Einrichtung des Präfidiztms_i1t aber die Möglich_keit für die Landes-Jmtizrerwaltung ausge1ch1o112m eine Einwirkung 5111 die Justiz- verwa11_u_ng in denjenigen Bszicbungsn außzvüdkn, welche in die Hände des Praxidiums galegt find, Und zr: diesen Geschäften gehört auch die Gescha1tsvertkéeilnng bei drn AthgeriÖTen.
Allerding? würde ich, wi? der Hr. Abg. Bödiker bemerkt 11111, in der Lage 18111, diejenigen Gruydsäye, wech? Über die Geschäftßvertbei- lung durch die Verfügimg von 1879 festgestellt find, abzuändern und zu_ modiäziren. Allein die Ausführung würde nnr immer in den Handsn des Präsidiums sein, und dke Einrichtung.) des Präfidiums bmderk die Landes-Justiwerwaltung,in die Ausführung selbsttßätig ein- zugretsen. Die1e Einrichtung Hat aber g&ickyzeikig die Folge, daß die andes-JafiizMrwalwng 011011184.th der Weranxwortlichkcit befreit 16111 maß, welche nun dessen ungeacdjek der Hr. 210,3. 1,11". WindWorst der?,elben znzusckxieden wersuckyt dak“.
DSM Abg. Lücklwss erwiderte der Minister des Jimern H er rfuréh:
__ Ick kxxrin im Mlgem_eincn mit den Aasführungen des Abg. Lück- 17511 Mick) ?_ur meine Psrwn im Wesentlichen einverstanden erklären. Ex [131 meines _(Frac'ctcns ein Ziel bezeichnet, deffen Erraicbung sebr ex1treb€n§werth 111, und ich glavbe, er Hat (111111 mit Recht hervor- geöodcn, daf: 112125 Zirl nur dnrch die Fürsorge für unsere ver- wahrloste Jugxnd erreickyt Wsrden kann, wie fie durch Kirckyk, Schul? und durch“ di? 1r212 Liebethätir-keit in gemsinnüßigen und woblfbätigen Yeremen auégeüdt wird. Auf alls Einzelheiten nach dieser Bczießung einzugeben, glaube ich mir reriaqen zu WKM, Weil fie mit meinem Exqt, der hier zur Diskussion steht, nicht in Béziebnng stehen. In zwei _Puukten bat fich allerdingzs seine ere auf den (Etat des MinisteriUms des Innern mitbezogen, und in diesen bsiden Punktc-n bin ich leidsr mit ihm nicht der g1eichen MeinUng. Er bat dcn Wunsck; ausgesprowen, daß die verwaHrlosten Kinder nicht erst zu dem Zeit- punkt_ in Zwangserzieknng gebracht werden soÜten, chn sie eine Strasthat begangen haben und zur ZwangSerzikhung Verurtöeilt wsrden, fmxdrrn daß schon vorbkr, wsnn fie auf dem Wrge zu dieser Vsrwaßrlomns wärrn, dicse ZwangZeriehuna einzutréten babe. M'einé Herren, das steht in Widerspruch mit den Bestimmungen des Gesetzes Vom 13. März 1878, “wonach Überhaupt erst dann eins derartige ZwangZerikbung eintreten kann, wen_n ein Kind im Alter zwischen OLM 6. und 12. Lebensjahre eine strasbaré Handlung begangen 1121. und wenn das Vormundschafthericbt den Be1chluß wegen der Unter- bringung in Zwangserziebung gefaßé bat. WoÜte man Kinder, bei welcdsn diese Voraussesung nicht vorliegt, in der Weise dieses Geßßes unterbxingen, so würden fick) die Landarmsn- und Provinzialverbände sebr wehren; denn es würden ihnen darans crdeblickzeKosten erkrcxchsen.
Der zwchite Punxt, der ["ich aus den Etat des Ministeriums des Innern bezog, war die Aufsorderxmg, ich möchte aus dem in Kap. 95 Titel 7 ausgeworfeneg Bstrage Zuwendungen an Erziebxngs- v e r c i n e eintreten la11en.
WOUte 111) dies 1111111, meine Hsrren, so würde ich mich eines sehr scharfen Monitums Seitens der Ober-Rechnungskammer M?seßen, denn ich bin nicht berechtigt, déeien Fonds dazU zu ÖLUUZZU. Wohl aber kann ich aus einem andern Fonds derartige BeihüLfen geben, nämlich aus Kap. 96 Titel11, dem D-ispositionsfonds bci deu Straf- anstaltI-Verivaltungen. Und grrade von dem von Hrn. Abg. Lückhoff ausgesprochenen Gedanxen ausgsbend, daß in der verwahrlosten Jugend der Nachwuchs für un1ere Strafanstalten und Zuchthäuser steckt, und daß deMJegenüder Vorbeu-Zungsmaßregeln nötlyig sind, babe ich, soweit dieser in 12111211 Mitteln sekzr beschränkte Fonds mir Mstel übrig Ließ, dieselbendielsach dazu verwendet, um derartigen Vkreinen Bei- b_ülfen zu gewahren, und ich werde, soweit eben Mittel mit zur Ver- fugung stehen, aus drm bezeécbnetkn Fonds dies auch ferxer thun.
Handel und Getverbe.
_DerAuifiÖtsratHder Berlin-Charlotteuburger Pferde- bayn-_Gesellschgft bat die von der Direktion vorgelegte Bilanz g_enebm_19_t und be1chloffen, der bevorstehenden Generalversammlung eme Dwidende von 1§ % vvrzuschlagen.
_ _ Vom oberschlesischen Steinkobxenmarkt berichtet dt? .Schles.Ztg.': Wenngleich das Kohlengxschaft in Folge des Ver- mrnderten Bedarfs an Hausbrandkoblen von 1einer früheren Lebhaftig- keit verloren bat, so hat dies doch keiner) Einfluß auf die Preise ge- habt. Auch find die Bezüge an Kohlen 1chwächer geworden, nachdem die Mehrzahl der ändler und Fabriken fich aus Besor niß vor etwaigen Arbeitsaus fänden in auskeicbendem Maße mit Ko len ver- seber) batten, sodaß fick) jest verschiedentlich, wenn auch nicht er- hebliche Bestände_an den Förderscbäcbten ansammeln. Im Ganzen berr1chte aber ein regelmäYges Geschäft, und ist besonders die Nachfrage nach kleineren orten groß, weSbalb die Sortir- werke auf den Koblengruben in vollem Gange find. Es besteht die Ahfickyt, die Nußkohlen 1 im Preise auf gleiche Stufe w1e Stuck- und Würfelkoblen zu stellen. Im Lokalwerkauf steUen fich Stück- und Würfelkoblen auf 40-45 „3, Nußkohlen 36 bis 40 „z, Steinkohlen 23_28 „_3, Erbskohlm 23-28 „3, Staub- koblen 5-10 «3 pro 50 kg ab Grube. An der neuen Förderanlage bei dem Bahnhof Cborzow wird rüstig gearbeitet; ebenso an dem neuen örderjcbacbte der Mvslowiß=Grube. ür die Erzeugun von Kokes_ md die_ Anlagen im angestrengtesten etriebe, da dieZelben noch immer nicht den Bedarf zu decken vermögen. ::.,“ „ :I
_ Die vorgefttige Gmeralversammlung der Mitt e l d en ts ch e n '
Kreditbank in Frankfurt a. M._bat die Dividende für das ab-
gelaufene GesckväftSjabr auf„7 0/0 fest 21681. Die ausscheidenden Mit-
lieder Geheimer Rath Kircher ( einingen) und August Siebert
? rankfurt) wurden wiedergewablt; _James Hardy und Ernst Meyer, eide aus Berlin, wurden ner: gewahlt.
_ Dem in der ordentlichen Generalversammlung der Glad- bacher Rückversicherunas-G_e__sellschaft vom 10. d. M. er- statteten Bericht über die _Crgebmwe des Jahres 1889 entnebmen wir Folgendes: Das Geschastsjabr hat einen Gewinn von 40000 „76 ergeben, welcher zur Ergänzung des 1888 um 230 000 .,“ reduzirten Grundkapitals verwandt wordenist. Das Gewinnergebniß ist ungünstig beeinflußt, durcb die Betberligung der GeseUscbaft an dem Geschäft der (Gladbacher Feuervcrficherungs-Gesellschaft aus deren Vertrag mit
Westfälischen Bauernverein. Die Prämien-Einnabme betrug 2586 547 „44 oder 179 482 .,“ mehr als 1888. Die Schäden für eigene Rechnung betrugen_ _1000198 „€ oder 213 735 „FC weniger als 1888, Die PramtenreserVe beträgt 616 630 .“, d. 1. 48,01 % (1888: 630188 „zz = 43,03 9/0 der Prämien-Einnabme für ergene Rechnung. Der Effektenbestand ist um 152185 .“ zurück: Jegangen; dagegen hat fich _der Hypothekenbestand um 265 000 «74 ge- oden, sodaß fich eiye Steigerun _der Wertbanlagen um 112 814 „55 ergiebt. Außerdem i1t_ daß Immo tlienconto um 115 000 „41; gestiegen.
_ Von de_r Leryztger Oste_rm_esse berichtet die Leipziger „Monats1cbr. fur Texttl-Ind.': Seit einigen Jahren schon find nur die_ersten Meßtage fur die Tuchbr_anche maßgebend; in den ersten drei Tagen, womöglich schon am ersten, muß das Ceschäft gemacht 1e1n, wenn die Messe eine gute genannt wsrden 1011. Für disse Meffe
Meerane: _Fabrikaie ekwas vernachlässigt waren. _ In Elä Wascb-chiderstoffen, wie Satin, Zepbir, war das Geiwäft zieLnÜT lebhaft; aucb baumwollene Flanells zu Konfextionszwecken Waren Zesucbt. _ Das (HU(Öäst in Seidenwaaren, Tucbern, Decken und einenwaaren war nicht bsdcutend.
_ Der Verwaltungsrat!) der HessisÖen LudwiJSbabn hat beschloffen, der Generalversammlung vorzuschlagexi, 1ür 1889 eine Dividende von 430/11 zur_ Vértbeilung zu bringen 1owie dem Erneue- rungsfonds und der Pemionskaffe die gleichen Beträge wie für 1888, nämlick) 700000 „“ bezw. 100000 „16, zu überweiien.
_ Der Auffichtßratl) der Deutschen Grundkredit-Bank zu Gotha hat die B11an_1 und das Gewinn- und Verlust-Conto pro 1889 festgei'teYt. Der Reingewinn bsträgt 657 859 „“ und dteUnter- bilanz ermaßtgt sich yon 1 877 638 .“. auf 1 219 778 „FC
_ Die Betriebseinnabmen der Gotthardbahn betrugen im
dem Westfälischen Bauernverein. Jux Uebri en war der Geschäfts- verlauf befriedigend. In Kraft war eine Rü versicherung§summe von 235 513 933 „44 Am Jahresscbluß blieb eine Versicherungssumme von 129 213 054 „44 in Kraft. Die Brutto - Prämieneinnabme betrug 884 061 „14 oder 311089 „15 weniger als 1888. Die Prämienreserde stellt fich anf 354 738 „Fé- = 48,98 9/0 gegen 375 079 444 = 41,17 0/0 der Prämieneinnabme für eigene Rechnung pro 1888. betrugen 895 034 .“ gegen 1 250 331 „16. im Vorjahre. antheil der Retrozesfionäre betrug 247 556 „64 Die schwebend geblie- benen Schäden betragkn 160 605 „;ck, wovon 121771 „jk für eigene
Rechnung.
_Dcm in der 27. ordéntlichen Generalversammsung der Glad- bacher Feucrversiwerungs-GcsellsÖaft über den Reck,- nungsabscbluß für das _Jahr 1889 erstatteten Bericht entnehmen wir Folgendes: Die Gesekl1chast bat mit einem Gewinne von 88 386 «16: Davon entfallen 28 386 „14 kur Kapitalreserve und
abgeschloffen. werden 50/0_= 30.36 pro Aktie als Dividende (;_ünstig beeinslußt i1t das Gewinnergebniß Uquidation des gänzücs) ausgegebenen
biUige Waare in größrren Mengen Die Schäden Der Sckyaden-
guten Absqß; Peitz batte
verthsilt. Un- Das Geschäft in Damenkle
kann das nicbt gesagt werden; flott gekauft wurde sehr Wenig, obgleich man das Gegentbeil nach dem guten OstrrgUchäft erwartek hatte.
Frühjahr reichlich versehen waren, und brawtxn deßhalb nUr ibre Rest- lagerbestände und einzelne Neuheiten zur MMS; nur Forst hatte die
der Ansuhr gegenüber ein sehr geringer. Be11e_re Forstkr, spezieU neue schu [)SÜ? Sachen, wurden gern gekauft; Krimmit1chauer Fabrikate warsn im wie gewöhnlich gut sortirt und smd namentlich in den Preislag-cn von 3,80-4,40 „zz schlank gekauft wordxn; Werdau zeichnete 1161 wieder durch schöne Qualitätwaare aus; Kottbus hatte eine ziemlich starke Anfubr bewirkx, erzielte aber nur ein mittelmäßigsS (Heickyäft, Lucken- walde brachte schöne Paletotstoffe, mode- und taubengraue fanden verschiedene 112112 g€r_n_ JLkaUst wurden; in Aachener K_amxngarncn war ,das Ge- schast zixmliÖ 12511aft. Der gerinZen Kanluit wsgen waren diLPrcise theilwei1e niedriger als [eßte Mane, blieben abkr 311111201 unvsrändsrt. durÖ den bei drr _ Rückverfickyerungsgeschäfts erlitéenen Verlust von 67 421 .“, sodann durck) einrn 200000 „46 übersteigenden Verlust (1113 dem gckündigten Vcrtragc mit dem
brgeßrt krarrx1Greizer urid Geraer FadrikatiZ, _n_amentlich Beize in Jacquard-Deifins; Bordarenstoffe, sorrie (321021112 ?iNfarkigé Und Noypés warden noc!) gerne gekanft, Wahrend Glauckyausr und
am Play; Der Absaß war aber
handel.
Behauptet.
SUCHEN, die London,
iderstoffen War ziemlich 11.111;
_ März 1890 für den Personénverkehr 387 500 (im Februar 220 000) Die Fabrikanten waren vol1auf beschä11igt, da fie mit Aufträgen fürs Fr.. für den Güterverkehr 682 500 (im Februar 620 000) Fr., verschiedene Einnahmen 35000 (im Februar 30 000) Fr., zusammen 1 105000 (im Februar 870 000) Fr. Die Betriebsausgaben betrugen im März 1890 500000 (im Fslruar 455 000) Fr. Demnack) Ueber- 605000 (im Februar 415 000) Fr. ärz 1889 betrug 615 000 Fr. Leipzig, 17. April. La Plata. _ Mai 4,80 „16, Pr. Juni 4,80 „46, Hr. Juli 4,80 „34, Hr. August 4,77? „46, Vr. September 4,773 „xs, pr. Oktobsr 4,773 „44, dr. No- vember 4,7711 „“:,
17. Avkil.“ "(W.'T.B.) WdilaUktion. Gate Be- thxiligung, fest, undxrändért,
Bradford, 17. Aprik. _ __ Geschäft, anziehend, szozzuckotxn banytsächlich gkskag1,th€11001J€ G a r n e ziemlicher Bcgehr, fester, eimädige ruhig.
Der chriedsüdkw'ihuß (W. T. B.) Kamszg-Termin- Grundmuster 13. pr. April 4,80 „14, pr.
pr. -Dezember 4,773 „11 Umsatz 85 000 kg.
In Wc [ [? msbr
(W. T. B.)
[. Steckbriefe und UntersuÖungH-Saäwn.
2. wangsvoüstreckungen, AufÉebote, Vor1adungen u. dcrgl.
3. erkäufe, Verpachtungen, erdingungen :e.
4. Verloosung, ZinSzahlung :e. von öffentlickoen Papieren.
Oeffentlicher Anzeiger.
. Kommandit-GeseÜsÖaften auf Akkién u. Akticm-Gesesli'ck. . Berufs-Genoffcnsckyaften. _ _
. Erwerbs- und WirtdsÖaftH-Gcnoffrmcba1trn.
. Wochcn-AuswÜse der dent1chen Zsttclbanken.
. Verschiedene Bekanntmachungen.
1) Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen.
[4054] SteckbrieW-Erledigmxg. _
Der gegen den Tövfer Carl Augmt Lonis __Vlock, geboren 2. Aprik 1852 zu Bkrlin, wegen BlaUchande in den Arten .1. 11). 531/84 unter dem 2. Fedruar 1885 erlaffene Steckbrief wird zurückgenommrn.
Berlin, den 12. April 1890.
StaatHanwaltschast bei dem Königl. Landgericht 1.
2) Zwangsvollftreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.
[40-4] ZWangsverftetgerung.
Jm Wege drr ZwangFVoUstrkc'kung 1011 das im Grundbuwe von den Umgebungen im Kreis? Nieder- Barrzim Band 81 Nr. 3418 auf die Namen 1) des Bauführers Isidor Kayhan, 2) drs Tapeziermeisters Julius Faust, Beide dirr, cingetragrne, in der Rei- nickendorferstraße belsgcnc Grmwstück am 12. Juni 1890, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht___ an GeriÖtsstclle _ Neue Friedrichstraße Nr.]Z, Ho1,F1idelS., Erdgcsckwß, Zimmer Nr.40 _ VEL- stergert werden. Das Grundstück ist 10 a 35 qm groß und weder zur Grundsteuer 11011) zur Gebäudesteixer ver- anchZt. AUZzug aus drr SteuerroUc, 5291211519118 215- schr111 res Grundbucbblatts, Etwaige Aliswäßungen und ander-e das Grizndstück defrkffendr Nack1weisungen,sowic hesondere_Kau1b€dingungcn können in der Gericht:?- 1chreidchr, ebenda,FlÜgel1).,Zimmer Nr. 42, eingesehen Wsrdcn, AUS Rcalberschtigten wcrden aufgefordert, die nicht von selbst am dun Ersteher Übergebcnden An- sprücbé, dsrcn Vorhandensein odcr Betrag aus dem Grundbuäxc zur JM der Eintragung dw Versteigerung?)- Vermerks nicht Hervorging, insbcwndrre dsrartige Zordcrungen ron 515115098 Zinsen, wiederkehrenden
ebmigen oder Kostsn, 1Patc1tens im Versteigerung?»- termin vor der AUssdrd-Lrung zur Abgabe Urn Ge- boten anzumelden, und, 151115 der betrsibcnde Gläubigsr widerspricht, dem Gericht gxaubbaft zu machen, widrigcnfalls dicsclöen bci FcststsUUrig dür? gcrin 1“th Gebots 11icht_[*crückfichtigt Werdsti und bei Der- tbe'xlung ch Kaufgeldeß gegen die dsrückfichtigtkn Amprüchr im Rangezurückxreten. Diejeni en, wslckye das Eigenthum des Grundstücks bcanspru cn, Werden ayfßexordert, vor S_ÖLW des Vcrsteigerungstsrmins die Einstellwng des Versabrcps herbeizuführen, widri-
enfaUs n_ach erxolgtcm ZU1ch1ag das Kaufgrld in 3 „251113 chs den Anspruch an die StsÜe des Grund- stucks trttt. DaF Urtbcil über die Ertheilung des Zuschlags w1rd am 12. Juni189_0, Mittags 1_2 Uhr, an oben bkzeichncxer Gemchtsstelle ver- kundet werden.
Berl_in_, den 3. April 1890.
Konigltcbes Amtßgericht 1. Abxheilung 53.
[4082] _ Aufgebot. Es ist das AUfgebot folgender angcdlich abhanden Fkommener 40/0 Staatsschuldrrrfch1reibungen der reuß. conwlrdtrten Anleihe:
3. (16 1876/79 bitt. 13. Nr. 40515 über 300 „16. von der Wittwe dcs Justizratbs Vietor in Caffe1, vertreten durch den Recht§anwalt Gewinns zu Cassel,
b. (16 1882 11111. 13". Nr. 214416 und 214417 uber je 200 «16. Von der Kaiserlichen Ober- Postdirection zu Schwerin i.,/Meckbrg.,
c:. (16 1876/79 1.110 13. Nr. 18626 über 300 „45 von dem Bäckermeister Andreas Wischeropp zu Ochtmersleben, vertreten durch den Justiz- rat!) Dr, Lochte,
beantragt. I)ie Inhaber der Urkunden werden auf- gefordert, spatestens in dem auf den 8. Mai 1891, Mitta s 12 _Uhr vor dem unterzeichneten Ge- Uchte, eue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel 13. part., Saal 32 anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumxlden und die Urkunden vorzulegen, widrigen- falls d1e_KraftloSerklärung der Urkunden erfolgen wird.
Berlm, _dexi ]. April 1890.
Das Königliche Amthericbt. 1. Abtheilung 49.
[4075] K. Amtsgeriäjt Stuttgart Stadt.
In der _Aufgebotssacbe des Franz Josef Brunnen- miUer, ledig, in Wurmlin en wird gemäß Gerichts- bescbluffes von heute der nbaber der auf den In- haber lautenden 40/0 Württ. Staatsschuldscbeine
1) 11111. I'. Nr. 49 043 9. 500 „;(: rr0. 1. Mai und 1. Novsmber, 2) 2111. 0. Nr. 14175 S. 200 .“: tro. 1. Fedruar _ und 1. August aufgewrdert, spätestens in dem auf Montag, 14. Mai 1894, Vormittags 9 Uhr _ Justiz- gebäude A. (H. Saal Nr. 25 _ andsraUmken Termin seine Rechte biatorts anzumclden_und die Urkunden vorwlcgen, widrigcnfaüs deren Kraftloß- erklärung Erfolgi'n würde. Den 17. März 1890. GerichtssÖreiber N e u b 1.1 r g e r.
[3194] Ansgebot. 1) Die Barbara Mouth, Wittwe von Johann Nicolaus Axnmer,
2) der Bäcker Franz Ammer,
3) der Bäcksr Peter Ammer Jan.,
4) der PETIT Ammer 5611. als Vater und Vor-
mund der minderjährigen Juli Ammer,
5) die Marie Ammer, Ehefrau des Krämers
Stépkyan Becker, _
(1112 in Stieringen wohnhast, vertreten durch Rccbts- anwaltWagner hier, Haben zum Zwecke_ der Kraftlos- erklärung der zu den nachstehend aufgeführten, durch Urtbeil des Kaiserlichen Amtsgerichts MEZ vom 8. Juni 1889 für _krastlos erklärten 40/0 Oliga- tionen der Lothringi1chen AUgemeinrn Bezirk§a_nleihe gebörigen Zin§1cheine daS Aufgebots- Versabren beantragt. _
Der Jnlxakcr der Zinsscheine wird aufgesordert, spätestrns in dsm auf Donnerstag. den 6. No- vember 1890, Vormittags 9 L_lhr, vor dem untcrzcickmeten Gerichte, Sikungömal Nr. 39, 1. Stock, andcmumten Au1gcbots-Termiae seine Rechtc anznmeldcn und dic Zin§scheinc yorzu1cgen, wikrigenfaüs die Kraftloserklärung der1slben er- folgen wird.
Bezcichmmg der Obligationen. _
1. 1611. 13. zu 500 „14 Nr. 289 290 291 292.
11. 1.116 (ck. zu 200 „14 Nr. 3314 3315 3316 3317 3318.
INM, dcn 5. April 1890.
Kai1erlich2§ Arnjsgericbt. Vai1lant.
[69379] Aufgebot. _
D?! Schiffer Hermann Vabl _5_U Wolgast hat in Gemeinschuft mit dem SÖiffFkaVilän H€§Z1rich Schwartz und dem Fräulein LUi1e Petsrs da1sld1t das Aufgebot der angeblich abhanden Jckommsnen SchuldNrschreibung 11. (1. Skralsund, den 19. April 1879, lautend über 6000 «_Darlehnsforderung, für We1ch€ der Schraubendamdser ,Rcibefadrer" __don Stralsund Verpfändet (001. 10 des SckoiffSregUters Nr. 36) beantragt, _
Es wird daher der Unkekaiinte Inhaber der1alken aufgsfordert, spätestens im Ausgebotstermine ! am 11. Oktober 1890, Vormittags 10 Uhr,] Zimmer Nr. 12, seine RECHTE anzumeidxn Und dre Schuldvckrschreibung vorzulegen, widrigensaüs die1klkc für kraftlos erklärt werden wird.
Stralsund, den 1. März 1890.
Königliches Amtsgericht. 1.
[4077] Aufgebot.
Auf Antrag des Königlichen Regierungs-Prkxfi- denten zu Breslau werden, nachdem der au; 31. Marz 1879 von der hiesigen Königlichen Regierurig als außergerichtlicher Auktionator angesteUFe Tt1chler- meister Emil Hübner zu Strehlen die1cs Gewerde aufgegeben und die Rückzahlung der von ihrn in der gedachten Eigenschaft bestellten und bet der Königlichen Regierungs-Hauptkaffe zu Breslau hinterlegten Kaution von 300 .“ beantragt hat, aUe diejenigen, welche Ansprüche an _die Vorgedachte Kaution zu haben Fanden, hiermit aufge_fordert, ihre Ansprüche und echte bei dem unterzeichneten Gericht spätestens in dem auf den 4. Jul: _1890 Mittags 12 Uhr, an der Gerichtssteue hmselbfk am Schweidnißer Stadtgraben Nr, 4, Zim_mer 89 des 11. Stockes anberaumten Aufgebotstxrmme ari- zumelden, widrigenfalls fie ihrer Ansprache an _die KöniglicheRegierung verlustig geben und die Kaution des p. Hübner freigegeben werden wird. .,
Breölan, den 9. A ril 1890.
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[SSW] Ansgebot.
Das AUfgsdot wszondcr Sparkaffcndüwer der Niederlarxfiser chcmrarkasse zu SrraU:
1) 1.116 1". Nr. 7525, angefertigt für Fritz Borrmann 11: Legeh [autorid Über 37 Tbalsr 1Z__3Si[dxrgroschsn 10 Pfknnig: am 30. Juni
* ,
1.111. 15“. Nr. 12723, an:“?gsfsrtigt für Johanne Ernestine Hsinze (HasnisÖ), 1125. Macrkisck), in Reinswalde, lautend Üdsr 170 „14 61 „5 am 31. Dezöxnber 1883,
1.111. 1.7. Nr. 20663, ausgefertizk für Goftli-ed Hacniscb in Rrinswalde, lauksnd Über 163 „;ck 2 «3 am 31. Dezember 1833,
4) 1.111,17. Nr. 22360, aué-gefértigt für Ernst Harnisch in ReinÖwalde, laatend über 52 „46 49 „5 am 12. Januar 1884,
ist beantragt. _
Das Sparkaßénduck) zu 1 ist arigedück) Verloren gegangen; die Sparkaffcndiichcr zu 2;-.-4 smd im JUli 1884 Verbrannt.
Auf Antrag des MÜUrrmcistcrs Heinrich Floetsr in Nieder-Hartmannsdorf dei Wiesau, der verebelicbten Webkr Haenisck), Johanne Ernesjine, (125. Maerkisck), zu Reinswalde und des WeberJGottlieYHaenisch ebenda, wird ein Jedkr, der an dis]? Sparkanenbückver irgend ein Anrecht 311 babenwérmsint, aufgeforderx, seine Ansprüche und Rechte 113516112118 in dem Aus- gebotstermine den 30. September 1890, Vor: mittags 11 Uhr, bsi dem Untcrzeichnctcn Gerickxts, Terminszimmrr Nr. 111., anzumelden, widrigßnsalls die Kraftloserklärung der Sparxaffenbücher ersolgen wird.
Supau, den 6. Februar 1890.
Köäigsickxcs Amtégericht. Abfkwilimg 111.
[69366] Aufgebot. _ Für die Valcntin _ Gruélewski'sckocn Minorcnnen iit ron dsr disfigen KreiFsrarkaffe das Sparkaffen- buch Nr. 1:65 (1118132112111 worden, welches über kieSUmm-Z zusammen 15,50 „M und 4,30.“- Zinsen autrt. _ _Tik Vormimd der gsnanntcn Minorennen, Ein- 13112 JadeoSzka aus Kl. Glemboczek bat be- dauvtet, kiews Sparkaffenbuck) verloren zu baden. ZL-er 1111521511111? Jubadrr drs bezeichneten Spar- kancnbucds Nr. 1865 wird deshalb auf Antra; des Jacob ©521sz Hisrdurcky aufgefordcrt, seine Rechte svätksteris im Tcrminc den 16. September 1890, ths. 11 Uhr, dki dom unterzeichneten Gerichte anzixmclden und 1an Sparkaffenbucb vorzulegen, widriscnfalls 155121131“ sfrr kraftlos erklärt werden wird. Strasburg _Wpr., den 1. März 1890. Königliche§ Athgericbt.
[4076] Beschluß.
Auf den Antrag des inders,_xchigen Polizeiwacht- meisters 211131111 Roma n in Stoüupoenen, früher Gensdarm in Kl.Svalienen, werden die Verlierer oder Eigentöümer der im September1879 in einem kleinen etwa ÖMeile _von der Stadt Nikolaiken an dem WSJ? nacb Turo1cheln 311 belegenen Gehölz ge- fundenen vier_ Ochsen aufgewrdcrt, spätestens im Aufgebotstcrmm dery 16. Juni 1890, Vormit- tags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 1 ihre An1prüche und Rechte anzumel- den, widrigenfalls ihnen nur der Anspruch auf Heraus- gabe des durch den Fund erlangten und zur Zeit der Erhebung des_ Anspruchs noch vorhandenen Antheils vTrksehalten, jedes weitere Recht aber außgesckyloffen w r .
Nikolaiken, den 5, April 1890. Königliches Amtherickyt.
[4078] Aufgebot.
Es rst das Aufgebot folgender Fundsachen:
_ 1) einer am _23. August v. Js, von Gustav Voigt gmx, 5L_llexandrmenftraße 62 wohnhaft, gefundenen dreitbezligen Granatbrosche,
2) emes am 27. November v. Js. dem Königl. Fof-Instrumentenmacher Fritz Siebert, Kronen- traße 62,_ zugelaufenen braunen, langbaarigen Jagd- bundxs :mt weißer Brust und einem weißen Fleck an der [m_ken Vorderpfote,
3) eines am 17. November 1). Is. in der Rathe- nowerstraße auf dem Trottoir von dem Knaben Wilhelm Pabst, Sohn des Eisenbahnbetriebs- sekretairs Gottfried Pabst, Dreisestraße 11, gefun-
Köni_gli es Amthericbr.
denen Zebnmarkstückes,
4) eines am 31. Oktobkr 1). Is. in dsr Straße Alt-Moabit, dor drm _Grnndsthck Nr. 89, yon dsm Schatzmann Schmidt, Klopstockitrafze 36, grsUndrnen Kinderwagens, _
5) einer Mitt? Skptemkcr 1889 von dem KeUner Edmund Oéktél, Untsr dcn Lindon 51, [1211101811211 ROsLÜL mit Rosen (Brillauten),
von den Findern bexw. dercn Vsrtrxterix dsanxragt. Die Vkrlierer oder Eigentbümrr di_e!sr ngcmtände wcrden bicrdurck) aufgefordert, spätestens in dem (mf den 16. Juni 1890, Mittags 12 U_hr, iwc dcm Untkrzeicdnetcn Gerichte, Nene Frikdr1ch1tra߀ 13, „Hof Flügrl 13, Part. Saal 32 anberaumten Tsrmin ikyre Ansprüche und Rechte anzumrlden, widrigcnwüs ihnen nur der Anspruch auf HeraU-Zgabé dc§d11rch dsn Fand erlangtén und Mr Zeit der Erdsbung des Anspruchs nvcky vorbandrnen Vortbcibß vorb_sb;_111_cn, jedes 1r2it€re Reck)! derselben adsr ausgeickylrmen werden wird.
Berlin, den 1. Avril 1890. _
Königliches Axntsgericht 1. Athsinig 49,
[65408] Aufgebot.
Jn__Sachcn dcs Méßgermcistsrs Mar Untrrmaver
in Kringbabrr, vcrtrkten durch den Kgl. Advokaten
Rechtsanwalt (Costa dabisr, gegen Untermaver
Zacharia§, Isidor Und Adélhcid ron Kriegshader wcsén vadtbckamdrtisatirn.
In Erwägimg, daß der 51111. Advokat Rechts- anwalt Costa da_l1ier untrr Vorkagc Liner VoUmacbt dss Mkygcrmeisters Max Untermavkr in Krie s- kabrr und Namens 0881210211 unterm 18. Dezem er 1889 rr. 8. Fedrmar 1890 bierorts den Antrag ge- steüt bat, bezüglich der (1111 dem Anwesen der Schuh- macbcrs-Chcleute Simperf und (Elise Enmcisr in Kriegsbaber Haus Nr. 143. im HvPotdekon-Buche die1er Grmeinde Band 11. Seite 388 und zwar in 11 Rubrik seit 14. April 1825 und 13231114. Fe- erar 1840 für Zacharias, Isidor und Adelheid Untsrmayer noch eingetragenen MitbenÜZUWE- und bezw. Wokxxmngsrechte das Aixfgeboisver uhren Lin- zuisikxn, die1cr Ankrag als 3111611113 und gerechtfertigt «WLW, nachdem das Jntercste des Antragstellers zur Sache dargetlßan wurde, und derselbe anderscits anch dem Gerichte glaubhaft gemacht hat, daß die Nqchforschungexi nach den rechtmäßigen Inhabern obiger Rechte *srucbtlos geblieben und vom Tage der [eßten aus diese sich beziehende Handlung an ge: rechnet dreißig Jahre verstrichen find, für das Auf- gxbotSVerfabren das Gkricht ausschließlich zuständig 111,_ bei welchem das_ betreffende Hypotheken-Bucb gefuhrt wird, aus dic1en Gründen und in AnWendung des_§. 82 Hyp.-Ge1. in der Fassung des §Ilrt. 123 2151. 1 Z. 3 des bayr. Aqu.-G. zur R.=C.-P.=O., dann der §§. 823, 824 22. des lcjztgenannten Ge- [eßes wird _biermit Aufgebot erlassen und ergeht an alle Diejenigen, welche auf obige hypothekarisch Ver- ßcherte_ Ansprüche cin Rccht zu haben glauben, die offentliche gerichtlickw Aufforderung, solches innerhalb 6 Monaten, spätestens aber im Aufgebotstermine, d._r. Montag, den 13. Oktober 1890, Vor- tptttags 9 Uhr, im dieSgcrichxlichen Geschäfts- zmimer Nr. 12 0/r., anzumelden, widrigenfaüs obige Mitdenützungs- und bezw. WOHnungSreÖte für er- lo1ch2n erklärt und im Hypotheken-Buchc 1. eic, ge- löscht Werden würden.
Augsburg, am 10._ Februar 1890.
Königliches Amtögericht. gez. v. Gutermann.
[4068] Aufgebot. _
Der Schäfer Horstmann Nr, 230 Hille hat das Aufgebot der im Grundbuch von HiUe Blatt 7111 Blatt 468 auf den Namen des am 6. August 1878 zu HiÜe verstorbenen Carl Heinrich August Breek eingetragenen Grundstücke Flur 15 Nr. 618/288 beim Teich Haus groß 3 Ar, Flur 15 Nr. 619/287 beim Teich Hof groß 13 Ar 99 Q.-M.., Flur 16 Nr. 35 Marktbreite Hof groß 50 Q.-M„ Flur 19 Nr. 172/130 Röckemoor Weide groß 39 Ar 36 Q-M. der Katastralgemeinde ille, behufs Best titel- bericbtigung beanjragt. _ lle, welche Eigent ums- oder andere Rechte auf dre oben bezeichneten Grund- stücke in Anspru nehmen, werden auf efordert, die- selben Tpätestens 11 dem auf den 11. uni 1890, Vorm tta s 11 Uhr, Zimmer 22, vor dem unter- zeichneten erlebte anberaumten Termine an nmelden und zu bescheinigen, widrigenfalls die un ekannten Eigentbumsprätendenten mit ihren Ansprüchen auf