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Kein Werk aber bedarf mehr einer solchen BehandlunÉ, als im Laufe der Jahre wesentliche Umwandlungen erfahren haben 11 e
der Fan!]. Eine der bekanntesten Schriften über diese gen- möge. Unmö lich konnte der wani "ä ri e ün (in den lei- stand begixmt mit den Worten: »Göthe's Faust ist dufnkelx tenden Gedankßn vor Augen then? gr1ve2ch§n Itj)er cZttchtZigjähri e Und zwar rst Has Gedicht dunkel sowohl pura, dle Emkletdung Greis als die gereifte Idee seines Werkes hinterließ. Eben 0 oder den ästhetischen Körper, welcher allem d1e,sen „Gehalt auf- wenig wäre andererseits die Annahme gerechtfertigt, daß der nthen konnty, _als durch_ dep Gehalt selbst, vielleicht den gei- Plan des Gedichts, wie es jeßt vorliegt, erst mit dem leßten sttgsten und tiefsten, den xe eme Dichtung habep wxrd. Strich der vollendeten Axtsführung die Reife empfangen habe. Der Hérausgebex nun, ryclcher m der vorltegendqn Te tes- Die natürlichste Annahme ist vielmehr, daß der Dichter in einem veranftaxtung dleßuhxzmg chrnommcn, _hat zu semer uf- gewissen Zeitpunkt seines Lebens den Plan überschaut habe, gabe, „Meschon eme ftuchttgx Duxchficht'zctgt, eme Belefenheit nach welchem er endgültig das Gedicht geordnet, die vorhan- und enze Versezz'kuug m d'as (chuht umgebracht, wte fie nur denen Stücke verknüpft und die aus der nunmehrigen Anlage durch em la'ngxahrtgcs, f(mc “Skike des Gegenstandes aus den folgenden hinzugedichtet hat. Da wir urkundlich wissen , daß Augen erterendes Studnzm erlangt werden können. Die einzelne Scenen des ersten Theiles auch mit der Außführung sagenhaftey und altxrthümltchcn Elemente, welche in das Ge- in eine sehr frühe Lebenszeit des Dichters zurückreichen, so ent- dicht so_vwlfack) verflochten smd, hat_ der Vcrfaffer jämmtlich steht die Frage, ob diefen Scenen eine andere Grundidee des bis in thre Ursprünge verfolgt und stch „zmt der ganzen bezüg- Ganzen anzusehen ist, als die vom Dichter später angenom- lichcn Literatur vertraut gcnmcht, se'u-n es die Elemente des mene, Es ist das Verdienst von Cb. H. Weiße, in seiner 1837 deutschen Zanlwrglaubcns, oder der Temfclssagc, oder der alchy- erschienenen Schrift über den Göthr'schen Faust zuerst auf die- mistischen Theome, odcr entlegene Regionen der griechischen jenigen Stellen hingkwicscn zu haben, die in der That einen Mythologie. Nicht minder krnnx der Vcrfgffer alles, was auf ursprünglich anderen Plan der Dichtung vcrmuthcn laffen. den Zusammenhang der Faust-chhtung mtt Göthe's chen sich Von keinem Belang für dieseErkenntniß ist dageqcn die früheste bezieht und hinsichtlich der Entstehung des G:»dichts gcsammclt fragmentarischc Gestalt, in welcher der Faust vmü Dichter selbst ist. Nicht mmdcr die Geschichte? des öffkntlichen .Urtheils Über. im Jahre 1790 veröffentlicht Wurde. Von den beiden das Gedicht und die lange Rexhe der gelchrten Kommentare, Scenen, die für das Vorhandensein eines anderen Planes sowie die Eénwirkung des Göthe'scbcn Faust auf Dichtung, einc urkundliche Bedeutung haben, ist in dicses Frag- Mufik und Malerei des dentschcn Volkes , wie der anderen ment nur die eine aufgenonnnen, Die erste W[lständigc Aus- Nationen. ' gabe dcs ,crftcn Theile?“ dcs Faust vom Jahre 1808, die jeßige Außer dem gegebenen Stoff aller Art, welchen der Ver" GLÜUU „Ölksks TheileJenthgltcßd, ist mithin kkst Ms vollstän- fasser zur Erklärung des chichtcs fast voljßändig hcrbciträgt/ dige Yrktmdcnbucl) fur die Entscheidung der Frage 11ach dem ist aber auch sein eigenes Urthcil nicht gering anznschlagcn- UksHWUAllchMPMU- DAs FMAWLUT 1'0111790 sollte nach der Der Herauégcbcr sollte und WWW aMrdMgS mehr dcn vor- Absicht ÖLSDLMLVZ OffMbklk uicht ("(Os äußerlick), sondern handcncn Stoff der Erklärung zusatmncntragcn, als eine selbst- ÜUch MULkUch Ullk FWJMUU sein, d- h- es sollte ÖM GksklUUUk- ständige Entwickelung der Gedanken des Gedtchts gkbcn. DM- Plan der Dichtung mcht crkcmxcn und selbst nicht einmal ahnen 110ch beansprucht namentlich, was er zur Poetischcn Bcnrthei- [ässM- SWT Wh? [WSWS M M' VUUUÜÖUUK- das; GM)?- lung des zweiten Theils dcr Faust=Dichtm1g [W,[zxingz nicht als er dtefc's Fragment veröffentlichte, den späteren Plan kurz nnr Originalität, sondern anch eine bleibende Vcdcutung. Die vorher ILfUNÖLU- NWUÜM Plan MOM VWWMU hatte. 'Die Stellung der Ansichten des Herausgebers m der Gcschichte dcr Vollendxmg dcs chtckyts nach dem neuen Plan war aber so Faust-Kommentare ist folgende. Wenn das Gedicht anfangs LVM MUMM- das; Dkk DÜW?- UM die WM [KUW gespannte theils Staunen, thc'ils Bcfrmnden und Widerspruch hcrvor- Öffentliche Erwartung nicht allzulangc unbcfrisdiat zu lassen, gcrufen hatte , so folgte bald sine Periode, wo es fÜr emen Thctl der vollendeten Scrum veröffentlichte, doch nur das unbestreitbarc Gefäß dcr hWskeU UUÖ VVUkOtUkaU solch€,.m wclchep weder dcr frühere, noch der neue Plan sich Wahrheit angesehen wurde, bei welchem demnach die Mischkldknd «spiegelten. . sogenannte Außlegung darin bestand, das hineinzudeuten, G. v. Löper geht mts die Frage nach der Wandlung der was dem AuÖlcgcr als *die- höchste Wahrheit Erschien. Anf MONDO dcs deichts 11icht crörternd ein, tbkils wohl um der diese Epoche der unkritischen Vcrchrung ist eine dritte gefolgt, außeren STOWUÜ'U WUW- die ihm ÖW ZMkk seiner EÜÜMLMS wo die Ausleger in einer Weiss, die nur allzu sehr an eine auflegtc, MUZ aber !Whl UW) (Ws MWM für WM“ SWÜUUJ bekannte Aeußcrnng aus Göthe's „Wahrheit und Dichtu11g« zu dem Gedtcht bezeichnenden Grunde. Die in Frage kom- erinnert, den Dichter nwistern, wie er eigentlich hätte dichtsn 117,611dxn Scenen nämlich, wie sehr sie auch die Vsrnmthlmg be- soUem. Mit G. Von Löpcrs Ausführungen scheint uns eine gunsttgcn, eincm anderm Plane dsr Dichtuna zu entstannnen, vierte Epoche zu begjnncn, deren ).[rthcil von dem Nachweis al? HLM ]th ihr zu Grunde liegenden, sind dock) mit dem gegen- ausgcht, das; das chicbf nicht mtr in dcn Einzelheiten dic un- wärtigen ZasmanhMg ksincstvcgs unverträglich. Wärt- dies mittelbare Gewalt der ächtcsten Poesie bekundet, sondern daß mcht so, so würde ihre endgültige Aufnahme einen Fehler be-
es auch als Ganzes mit dem klaren und Übcrlegenen Verstand deuten. G. V- Löpcr nimmt 111111 ÖM sehr Whl JU rccbtfcrti- '
angelegt und durchgeführt ist, Welcher die Komposition Überall ILJUdM, SWWPUUK ein, daß das chickdt in dcr WKA?" Gestalt vor dem künstlerischcn Sinn rechtfertigt. Gleichzeitig abcr faßt 111cht emx bunt zusammen gewürfelte Reihe von Scencn dar- dicse neue Ansicht das Gedicht Nicht mehr als dsn Inbegriff stellt, dtc unter schr Vcrschicdcncn Vormtsscxzungcn entstanden einer, nach jedesmaligem Belieben ausgesuchten Weisheit auf, smd, er erklärt vielmehr das GLÖÖM/ Wik ks ist, fiir ein wohl- sondern als den Nicdcrsckylag eines jwadecll Und zeitlich gcoxdmech Ganze. Er wird mehr und mehr Znstinnnung aucb bedingten Bildungsprozesscs Von großartiger Originalität. darm findkn, daß die hier im Frage kommeudcn Scencn nicht Der poetische Wkrth Ns zweitem Thkilcs dcr FaUß=Djchtung ist 31111: durch eim), kcichwcgs Übermäßig ge'zwungenc Deutung fich durch v. Löper fast zum ersten Male annähernd gewürdigt m dsp VOl'llkande Zusammenhang einfügen laffsn, sondern worden. Diéscr Thkil war [xis ]“th ausschließlich 311111Gegknstand daß s1e auch für sich allcin einen anderen Zusmnmcnhang zu entwcdcr von Üderkünstlichen Dcntungcn oder von hklktcn ihrem Entstehungsgrtmd nicht 11othwcndig erfordern. Vkrwerfnngcn gemacht wordcn. Es scheint damit zu gchcn, wie mit dem Fcldstein im orientalischen Märchen, der sick) in der rechten Hand in einen Diamanten verwandelt Und von da ab nwhr und mehr in Überwältigsndcr Pracht lcucötet. Eine vollstämdigc Betrachtung des Faust-chickytes würde sich nach folgenden GcsichtSpunktc'n gliedern: ]) Beleuchtung . , , , aller der sagenhaftc'u Clementc, welche dem Gedicht zu Grunde VWUUMÖUZ :HLW des KöUlAllck) Pkcllßischen 1icgcn,“ 2) die Entßcbnng des Gedichts aus Göthe's geistigem Staats=2l1xzctgxxs DrttxcrIahrgang- Erstcchft: Januar, Entwickelungsaang,“ Z) die Wirkung anf das unmittelbare JWWÜX- MM 13/0- BLÜM- DWÉ 11“deer der König- Urthcil der Mit- und Nachwelt; 4) der bcfruchtcndc Einfluß lichen GLHLWWJ,Obcr-HOfbucbdruckexrcl (R. ». Decker). (mf die Anschauung von dcm höchsten geistigen Problemen, auf Die Blkktk*„lc“lhks=-Ökfke Ns KÖUWW PWUßisCÖM Staats- Poesie, Musik und Malerei bci aklcn modernen Kulturnationcn. YUZUIU'Z L?schkUWU (UU SMM? LOW Quartals UUÖ enthalten Für die Eimsicht in ch innern Gehalt des Gedichts ist der sc1111171xltchc111 pen „Besondkren Betlagc11« dcs Staats-Anzcigers zweite Gesichtspunkt am meisten entscheidend und fruchtbar. PUÖUJMM Akklkkl- DxMWUUÜUÖ ÖUkch **er Poft-Anstalten Aus der inneren EntstehungSgeschiMe des Faust wolien wir und Buchhandlungen fur den Prets von 7Z Sgr. vierteljährlich
im Nachfolgenden einen einzelnen Punkt hervorheben, der von ZU bestehen- bcsondcrem Interesse ist.
Bedenkt man, daß die Entstehung des Faust sich so zu sagen durch Göthe's ganzes Leben hinzieht, daß das Gedicht mit den frühesten Jünglingsjahren des Dichters beginnt und kurz Hor seinem Tode den Abschluß findet, so legt schon dieser äußer- liche Umstand den Gedanken nahe, daß der Plan der Dichtung
Daz „Abonnement beträgt 1 Thlr. für das Vierteljahr. Insertionspreis für den Kaum einer
Druckzeile IZ Sgr- W
Königlich Preußischer
2111: poß-Anßalten des Jn- und
Auslandes nehmen Seßqun an,
für Berlin die Expedition des önigl. preußischen Staat:- - Anzeigers:
Zieten-Plaß Nr. 3.
€
Bekxin, Dienstag den 19. April Abends 1870.
Das Bureau des Königlich Preußischen Staats-Anzeigers ist nach dem Zietenplaß Nr. 3, 2 Treppe;
hoch verlegt worden.
Se. Nkajestät der König haben Allerguéidigst gerubt: Dem Oberstkxx 3. D. von Natzmer, bißhcrigen Brigadier der 2. Gendarmeric-Brigade, dem Landrath, Landesälteften und auptmatm a, D. Grafen von Monts auf Ieroltschüx, im reise Creußburg und dsm ersten Pfarrer Schulz zu Mül- heim ([./Ruhr d»: Rothen Adlcr-Ordcn dritter Klasse mit der Schleife, dem Oberlshrer , Profeffor Or. Dryander am Pädagogium zu Halle a./S„ dcm Oberlehrer und Subrektor ])1'. Rinne amStiftZ-Gymnasimn zu Zciß, dcmPolizei-Lieutenant, Premier-Licutetmnt a. D. Hoppe ]. zu Berlin und dem Kreis- gerichts-Sekretär Kanzlei-Rath Plate zu Neuwied dcn Ro1hen Adler-Orden vierter Klass, dcm Oberst-Licutcnant 3. D. _„After, biSher in der10.Gendarmerie-Brigade,dcn Königlichen Kronen- Orden dritter Klasse,“ dem Professor und Inspektor U(LJUUGOUZ Dr. Daniel am Pädagogium zu Halle a. S. den Adler der Ritter des Königlichen Hausordens von Hohenzollern,“ sowie dem SchuUehrer Marquard zu Händorf, Amts Hoya, dem Schulzen Zaehne zu Schnmlzerode im Kreise Sangerhausen und dem Poliz'ejdiener Wöhlers zu Warendorf das Allge- meine Ehrenzeichen, ferner _ Dem Freiherrn Otto WU Tettau die Kammerjunker- Würde zu verleihen;
Den bisherigen Regierungs-Vizc-Präsidenten K a r[ Ad olph August Ernst von Ernsthausen in Königsberg zum Regierungs-Prästdentcn in Trier,“
Den bisherigen Ober-chicrungs-Rath Anton Pius Gusta v Wilhelm von chncrn in Liegniy zum Regie- rungs-Vizc-Präsidcnten in Posen ,'
Den biZHerig-In Ober-Regicrungs-Rath Karl Hermann Konopacki in Aachen zum ,Regieruugs-Vize-Präfidenten in Königsberg, -
Den seitherigen Medizinal-Inspektor, Professor Dr. B 0 ck cn- dahl in Kiel zum Regierungs- und Medizinal-Rath, und
Den Prorektor 01“, Lindner am Gymnasium in Hirsch- berg zum Gynmastal-DirLkWr zu ernennen, so wie
Dem Ober-Amtmann Ca "rl August Karbe zu BlaUken- burg den Titel und Charakter als Königlicher Amts-Rath beizulegen,“ und
Den Bürgermeister Orlovius zu Marienwerder, in Folge der von der Smdtvcrordmtcn-Vcrsamm[U11g zn Brieg getroffe- nen Wahl, als Bürgermeister der Stadt Brieg für die geskß- liche zwölfjährige Amtsdauer zu bestättgen.
Norddeutscher Bund.
Se. Majestät der König haben im Namcn dcs Nord- deutschen Bundes an Stel]? ch verstorbenen Bundcs-Konsuls Philipp Herzfeldcr in Aux Cayxs dcn Kaufmann Frisdrich Herrmann daselbst zum Konyul des Norddeutschen Bunch zu erm'nncn gcruht.
Sc. Majcßäk der König haben im Namen des Nord- deutsckzkn Bundes dcn Kaufnmnn Louis Fromnmnn zu Greywwn (Nicaragua) zum Konsul dcs chrddcniséhcn Bundes daselbst zu crnenm'n gcruht.
Das 10. Stück“. des Bundcs-Gcscßblattcs dcs Norddeuksäxcn Bundes, wclchcs ?*xnte auxigrgcbcn wird, emthält unter
Nr. 461 dm“: Mrtrag zwischen dem Norddeutschen Bunde und dem Großherzwgthmn Baden wegen nwcbsclscitigcr Gewäh- rung der RcchtShiiqu. Vom 14. Januar 1870, unter
UW
„_ Nr, 462 dxe Ertheilgng des Exequatur als Kaiserlich fran- zofischer Konsxtl zg Danzig , Namens des Norddeutschen Bun- des, an den bisherigen Karserltch französischen Konsul zu Boston, VeUatgue de Bughasx. und unfkr
Nr. 403 dl? Erthetlung des Exequatur als General-Konsul der RLPUbllk Nicaragua, Namens des Norddeutschen Bundes, an den Kaufmann Eduard Levy zu Hamburg.
Berlin, den 19. April 1870.
thtungs-Comtoir.
Ministerium für Handel,_ Gemerbe und öffentliche Arbetten.
Der Königliche Bau-Inspcktor Schumann zu Schleusin- gen, tft m gleicher Eigenschaft nach Erfurt und der Königliche Kkets-Baumetßkr Wertens zu Weißenfex in die in eine Kreis“"
*anneisterstelje umgewandelte „bisherige Bau-Inspekforstelie zu
Schlcustngen verseßx, sowie der bisherige Ingenieur Karl Dtttmar zu Schlüchtern zum Königlichen Kreis-Baumcister ernannt und demselben die Kreis-Baumeifterstelle zu Weißensee (Reg.-Bez. Erfurt) verliehen worden.
'Dxr Baumeister von Ludwiger zu Coblenz ist zum
KönigltchcxxLandbaumeister ernannt und demselben die tech- msche_ Hülssarbeiterstelle bei der Königlichen Regierung daselbst definitiv verliehen worden. , Der KönigYiche Vau-Jnspektor Pe ters zu Landsberg a. W. ist zum KömgnchenOber-Bau-Znspektor ernannt und als solcher dedeömglrchc-n RegierungZ-Kollegium zu Oppeln überwiesen wor en.
Instiz - Niinisterium.
Allcrhöchftec Erlaß vom 22. Dezember 1809 und allge- meine Verfügung des Justiz-Minifters vom 2. April 1870, betreffend die Annzcisung dcr Stkllvertretungskoftcn für Heurlaubte Justiz-Subaltcrn- und Unterbcamte. u.. Allcrhöchster Erlaß.
AUf den Bericht des Staats-Ministerimns vom 21, d. M. will Ich hiermit aklgemcin genehmigen, das; die einzelnen Verwaltungs- Chcf's ch Befugmß zur Anweisung der der Staat?;kassc crw-achscnden Stellvertretungskostcn für beurlaubte Provinzial- und Lokalbeamte auf die betreffenden Etaksfonds, sowcik sie dies entsprechend finden, unter den ihnen angcmcffen erscheinenden Bedingungen auf die Pro- vinzialbehörden übertragen.
Berlin, den 22. Dczcmbcr 1869.
Wilhelm, * v. Noon. Graf v. Isenpliß. v. Mähler, v. Selexyotv. GrafzuEulcnburg. Leonhardt. Camphauscn. An das StaatI-Miniftcrimn. t). Verfügung des Justiz- Ministcrs.
Auf Grund des vorstehenden Allcrhöchen Erlaffcs wird Folgen- des bestimmt:
In Bezug auf die Befugniß dcr Präsidenten der Appellations- gerichte und des Stadtgericbts zu Berlin, sowie des GcnUJal-Proku- rators zn Cöln UNd ch Kron-Obcramva[ts zn Ccllc znr Errhrilung von Urlaub an Subaltcrn- und Unterbramic macht cs fortan kcincn Unrkrschicd, ob durch die Beurkundung dcr Staatskaffc Stclchrtrc- tungskostcu erwachsen odcr nicbt, Soweit die genanntcn Dienstvor- xxcscßtcn nach den bestehenden Bcstinnnnnchn im lcßtcrcn “J'aUc selbst- ständig Urlaub crtbeilcn diirch, sind sic bteMl «ml]: in dem crstcrcn ermächtigt. Dic Amm'isung dcr 1mch'111-xidliebcn Stcüvcrjrctnngs- kosten anf dic [*ctrcffcndcn Etatsfonds erfolgt obne Berichterstattung an den Justiz-Ministcr. In den Bezirken dcr Appellationsgcrick)tx“ zu