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[1320] 1608
Stcinkohlen-B'ergbau-Akticn-Gcscllschaft 101111101111
. Da dae eut ' ' . ' ". ' eme Ziveite außeroh tge außxrordentltche General Versammlung mcht beschlußfahkg War, so wird unter Bezugnahme auf 5. 23 des Statuts
_ , rdentli . - htcrnut anberaumt. che Generachrsammlung auf Dtenftag, den 24. Mar (;., Vormittags 10 Uhr, im Hotel Hoppe zu Bochum
TageSordnung: Beschlußfassung über den B k ' Am (» er auf des _Sch9chte_s Caroline mit circa 1 Grub . „dage vor der General-Versammlung sind die Aktten tn emem im Versammlunngokale eeti1rxézled1ichteten Bureau zu deponiren
Bochum, den 20, April 1870. Der Verwaltunqsrath. Victor de Ball. * Greve.
[1332] »Ä01'6511' “ bLbSUZx-er .] , _, (,71_11,a ; 1. Yai 0. 3,1) b81U11881“'01'1(8§§S bj ] » " * . . 10 1612 111111 ZrFKNSÜZ'SZ (311301141 f 1; : _ ux (1811!U01'1111ÜÜJZZÜ1111Ü811 ZSZGU FJFFSFÜUUJFYÉSFFJYUYSF . ])FS ])n'iäsuäéz xml UUZSrS HU(k1811 pro 1869 151; jn (101' (;8- 5011(31131181ÖRW [. M). 3 j'n IWFÜWZ IOMMU] NEWS!]. 118131W1'531111U1UUZ (191".41(t.1011ä1'8 70111 20. „MMU (3. 8,111" 2“ ])St. Sr m_. (W" 2]. ÜF 1,11 187 '
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[1333] R e ck e „"s" . * , , chaftsbertcht des N . Einnahme. - Gewxnn- und Verlust-Conto, .
Nr. Thl s f ?hl . Aus abe. r. I' p ' F““ r' sg pf“ Nr. . €**- ]- Prämicn-Einnahmc: »hlr. sg. pf. Thlr. sI“ pf.
&) LebeÜs-VcrfiMruna ...... 134 102 26 ' Rückvcrficheruggs-Prämien. ' ' ' ' ' ' ' 6800 '"" Y Yegxgibnjßzxew-Verficherung 9,950 2 „ ' AWÜFMÉF Sterbefälle“ , (1) RFLtcuzcx-erfikherung . .. 29,585 26 Ausgaben ft crunSq ...... ". . . . . . . 39,152 4 M en-Bcrncherung ...... 30,031 2] ' Begräbnißgckldr-VersiZZZZFFQ 3 - Policc-Gcbühren ............... WZZJ) ' Schäden'Rcs“ve""""' . . . Z,?J 2? Zinsen .................... ' ' ' ' 2 ““O-0 ' Prämien ' Rückgewähr, AUs" . . . ,
. ewinn an Effecten........... : * ' ' UFZ? steucr'VekfichWWT . Reserve für unvorhergkschenc " ' ' 0 Ü) bereits bezahlt ........... Ausgaben ............. _ ...... . . . . 2,675 O) "W 3" zahlen -----------
. Bechblte Renten ............... . Zuxuckgekaufte Policen ........ , Pranucn-Ucbcrträge und Re- serven ....................... . Agentur-Provifionen .......... . Arzt-Honorar ................. . Steuern ....................... . Verwaltungskoften: &) quto . . .. ............... 1)? Retsespcsen..............
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(? Znsexktkioéxcn ..............
ru o *.*nundz a ' . S) Gehälter W.;).kleé. k) Allgemeine Unkosten .....
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(: „:,antteme für den Ver- watungsrath ............
(1) Dividende ...............
230917121 1 , M 230,917 '
B i l a n c e = C . "___“-___._______Nrd » € ? o ",t o * kassicn &hlr. xsg. pr. Nr. ! Thlr.
Afticn-Wech cl .............. [ Kasscn-Vorrcsxth 997MB ;- Wechsel ..................... Effekten.........,...........,'.' *************** Lombard-Darlchne ************ Hypotheken ....................... FURY? UF Policen . """"""""""" [* an e e * rämicn ....................... ' _ Agenturcn-Conto ................ ' '. . """"""""" 42,522 ! 19 Stückzinsen....................,......" """""" “2-2“ 4
Utensilien ..................................... (TZR 24
]. ' Grundkaprtal ................................... 1,250,000
„ Prämicn-Uebcrträ e .. T l'. ZPrämicn-Rescrve g ..... h.“ 278,1ZZ: Z: .I“
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. ,. , 278,349 ' . FLädicn-chsccxve ........ „ ...................... 5,184 ' . m cn- u gewähr AuZUuer-s
. Cynto pro Diverse , ' Bcrfickyerung " UF '
. Zéxéxvav?xl)obene ?ividcnde pro 1868 .......... 588
. ., c' c ur unvor,cr c'ehene 51 '
. ngxtal-Pcseroc ...... g 1 ....... 2 us'Ja'ben' ..... 145€?!)
- ZIM“? fur Mebr-Einzahlung auf Aktien ....... 34
. 4,qn_txsme dcs Verwaltungsraths ............ 263
* - Dwrdendc 5000
___; . 1,541,621 221 Z """""
D Bcrlm, den 20. A ril 1870.
er Verwaltungsrath der L,rbcns-Bcrfichcrttngs-Aktien-Gcsenschaft
»Nordftcrna„ 9- De end VOksfßdeUZ, F“ Wkendelssohn,
. . .. Stellvertreter. GLBletcbroder. Frhr. Eduard v. d. Heydt. F. VZ. Krause.
. F. Meisnißer. G. Müller. M- Plaut. v. Salviati.
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1,541,6Ll!22| 3
Die Direktion. Wkarienfeld, Gencral-Direktor. vr. Zillmer, Controlleur.
Hier folgt die besondere M*iäage
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Besondere Beilage
des Königlich Preußischen Staats-Anzeigers. .É' 16 vom 23. April 1870.
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Inhalts-Verzeichniß: Die Grundsteinlegung von Sanssouci. (U,) - Professor 131". Heinrich Gustav Magnus. - Berlins Industrie
und Handel 1870. - Der europäische Bergbau.
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Die Grundsteinlegung von Sanssouci, am 14. April 1745.
(S. Nr. 15 der Bes. Beilage.)
. ]], _ Für die Stellung des Grundriffes der gesammten Ania e war die Lage des alten Königlichen Küchengartens ebenso ma -
"gebend, wie späterhin die Stellung des Neuen Palais durch
die Alleen des Sanssouci-Gartens bedingt worden ist. Der alte potsdamer Grenzgraben, welcher die Hiitungsniederung von Ost nach West durchzog, bildete gewissermaßen dte Basis , auf welche sich alle anderen Linien be ichen mußten. So, richtete sich die Mitte genau auf das arly König Fricdr1c_b_ Wil- helms ]., und um die Aussicht, dercn malerisch schönen „Hinter- rund die Hayel mit den bewaldeten Brauhaus: und Rabens- ßer en und mehr zur Linken die Stadt Potsdam selbst bildet, im order runde zu erweitern, mußte Marly selbst abgebrochen und der kg bis zur Gärtnerstraße in der brandenburger Vor- stadt frei gemacht werden. Im “Osten begrenzte, dann die Dämmchenbrücke nahe bei dem jeßtgen Obeliskxn, tm Westen der damals noch ausgedehnter vorhandene Etcherzbestand des sogenannten Reh artens das neue Königliche Terrttorium.
Die Arbeit es Terrasfirens auf dem Südabhange des 60 Fuß hohen wüsten Berges wurde Mitte August und zwar ganz dem erwähnten Entwurfe gemäß auf drei Ter- rassen begonnen. Es zeigte sich jedoch „bald, daß mit nur zehn uß Höhe für jede derselben dle Flache der Hütungs- wiesen,-au welchen das Parterre des,Gartens um die Mittel- fontaine her angelegt werden sollte, mcht zu erretchen war, und darum mußte die Zahl der Terrassen vermehrt werden. Die unregelmäßige Gestalt des wüsten Berges erforderte abwechselnd bald Aufhöhung, bald Abtragung der Erde. So wurde von der Höhe, auf welcher die nachmals so bekannt gewordene Mühle des Müllers Gräveniß stand, Sand herunter und dort, wo fich jest die Neptuns-Grotte bxfindet, hinaufbewegt, das eigentliche, schon nach jener Handzetchnung zum Schlyßvau be- stimmte Platean aber mußte nach Norden, hm 111 [einer Aus- höhung verbreitert werden. Die parabqlxscheCinbte-gung der Front der Terrassenmauern erfolgte gleichzetttg nyt der Absteckung der Anlage von sechs Terrassen und sollte »eme mehrere Ab- und Gcgenprallung der Soxmenftrahlena bxw1rke11; der erste Entwurf zeigte sie noch gradlinig. Um die herabdrückenden Erdmassen zu halten, wurden dje Mauexn auf 10 Fuß Höhe schräg geböscht und zusammen nnt 168 Ntschen, als:? 1e 14 ayf jeder Seite der sechs Mitteltrcppen, versehen. An, diesen Tretb- mauern wollte der König die ausgesuchteften Weinstöcke, dercn Trauben frühe zeitigten, gepfle t sehen. . _
Zum Ausgange auf die öhc erhielt ]e_de der Terrassen rechts und links an ihrem Ende eine Rampe, m der Mitte abex eine breite Sandsteintreppe mit 25 Stqfen. Die Treppen, die zusammen 2970 laufende Fuß Sandstem “erforderten, bxkajne11 nach unten zu ausgeschweifte Wangen, über, welche die drei leßten der sehr niedrig gehaltenen Stufen verbretxert hinathreten; die Rampen erhielten da, wo sie rechts und lmks an dre soge- nannten Lärchenbeiden grenzten, gemauerte Seitxmvangen aus rüdersdorfer Kalkstein, damals auch wohl märktscher Marmor genannt. Dasselbe Material benußtq man auch zu den Fun- damenten und Überall, wo das Gestern 111 Futter-, Stüß- und
,Umfaffuanmauern zu Tage kommt.
Die rdarbeiten wurden nachdrücklichst betrieben, und als der König am 17. Dezember und dann nach nochmaliger Reise nach Schlesien am 25. Dezember abermals nach Potsdam kam, fand er das Werk schon bedeutxnd vorgeschritten. Der Krie s- Nath Dietrichs und unter ihm die Conducteure Büring und Hil e- brandk, leiteten den Bau der Terrassen,“ es wurden dafür die sämmtlichen zurückgebliebenen Gespanne des Königl. Marstalls in Bewegung geseßt. Während das Mauerwerk für dicNischen fich erhob, arbeiteten in der Stadt Ttschler und Glaser an den Fenstern 2c. Zugleich wurden Umfassungsnmuern um die ganze Anlage her auf eführt. Sie begrenztxn das Parterre und dte Terrassen vonO und West her und liefen von der Höhe herab in erader Linie bis an den Grenzgraben, ungefähr von dort an , wo später die Bildergalerie und die Neuen Kammern in
Erweiterung der ursprünglich einfachen Anlage an die oberste Terrassemit dxn Lärchenyeiden zur Seite fich angelehnt haben.
Auch zu emem Orangeriehause war bereits der Grund ge- legt und das Fundament aus der Erde heraus, als der Köni im Dezember aus dem Felde zurück nach Potsdam kam un das Gexetßete besichtigte; aber die Verengung des Raumes durch dre Einsch1ießungsmauern und die Anla e jenes Hauses gefielen ihm mcbt, so daß er Beides wieder ortnehmen ließ, um das Ganze vergrößern zu können.
Die Kabinetsordre, welche den Bau des Schloffes auf dem nun fertigen oberen Plateau des terrasstrten Weinberges an- ordnete, ist vom13.I_anuar 1745 datirt und an den Rendanten der Baukaffe, Krlegs-Rath Neubauer, gerichtet. Sie enthält außer dem förmlichen Befehl zur Erbauung desjenigen Ge- bäudes in dem Königl. Weinberge vor dem Brandenburger Thore, welches seitdem unter dem Namen Sanssouci bekannt geworden ist, das aber der,König selbst damals nur sein Lust- haus nannte, auch noch dte Weisung, daß Dietrichs die Aus- führung dieses Baues ztx übertra en sei, und daß gegen dessen Anweisungen alle diexemgen beza lt werden sollten, welche dar- auf bezüglrche Forderungxn hätten.
Von dieser eit an fmdet sich wiederholt erwähnt, daß der Bau nach dem lane, den des Königs Baumeister v. Knobels- dorff entworfen, begonnen wor'den sei, womit wohl gesagt sein soll, daß jene Skizze des Königs durch v. KnobelSdorff in be- stimmte architektonische Maße und Verhältnisse gebracht wurde. Andererseits erinnert die bestimmte Angabe, daß 1). Knobels- dorffsche Pläne vorgelegen, daran, wie schon der König als Kronprinz zu Rheinsberg fich unter seines Bau-Intendanten Rath und Anleitung mit dem Entwurf von künftig auszu- führenden Gebäuden beschäfti t hatte , und daß der Plan zu einem Königlichen Sommer chloffe wohl schon damals ent- standen sein könne. Dann wäre die Skizze des Königs eine Erinnerung an das, was er früher mit v. Knobelsdorff ent- worfen hatte.
Die Orangerie in Rheinßberg war die erste freieSch-prung v. Knobelsdorffs. Hält man ihre Konstruktion mit dem Pro- jekt eines Bacchustempels, das damals bestanden hatte, zusam- men, so ergiebt sich aus beider Verschmelzung die oben erwähnte “ederskizze von der nach Süden Zcrichteten Hauptseite des
chloffes. Jene Orangerte diente al Muster für die Haupt- linien der Skizze und der Tempel lieferte die Idee zum Kuppel- dach der Mitte des neuen Schlosses , sowie zu den Karyatiden, welche Gefims, Gebälk und Dachbaluftrade stüßen.
In Folge (ines Zerwürfniffes mit v. Knobelsdorff wurde Dietrichs die LUUUY des Baues, Übertragen. Nach des Königs Plänen sollte das chloß auf emer Unterlage von drei Stufen stehen und nur ein Erdgeschoß von 392 Fuß Länge, 49 Fuß Tiefe und 39 Fuß Höhe erhalten. Der Baumeister v. Knobelsdorff hatte in seiner technischen Ausarbeitung das Gebäude wcxt nach vorn, nahe an die Treppenftucht,gestellt und woklte gewölbte Keller. Wenn es so am Saume der Terrasse auf erhöhter Grundlage geruht hätte, dann mußte man den Fuß des Gebäudes schon sehen, wenn man von der, Seite des späteren Lord Marshall- schen Hauses in den Garten trat. Hierdurch aber wäre die oberste Terrasse um Vieles schmäler geworden und hätte nicht in gleichem Grade, wie bei ihrer breiteren Anlage, zu Er- holungs-Spaziergängen des Königs benuyt werden können. Diese Aenderungen von KnobelSdorffs genehmigte der König nicbt, als er das für den Bau vorbereitete Ter- rain im Dezember besuchte. Ueberdies kam ihm das Ganze zu eng und gedrückt vor,“ daher befahl er mit der Einrerßung der ersten Umfassun smauern zleeich die Zurückverlxgung des Schlosses. Auf rund dieser einttngsverfchiedenhetx trgt yon Knobelsdorff von dem Werke zurück, und mm führte es Dtetxtchs selbständig ganz nach den Befehlen des 17611th aus. 11nnnt_Zel- bar nach der erwähnten Kabinetsordre vym 13. Januar 1,45 schloß er wegen Anschaffung der erfoxderltchen Matcxmlrcn mit Lieferanten und wegen der Arbeit nnt_ den Werkmerßern Kon- trakte; dann begann er die Fundamennrung dcs Gebaudes. Zu den Kosten sandte der Geh. Kämmerer Fredersdorf am 2. Fe- bruar 23,000 Thlr. an den Vaukaffen-Rxndanten. Rüders- dorfer „Kalk wurdc angefahren, und, WM der Kalkofen des