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- Wie der ;Prag. Ztga gcmeldcx ,wirh, wurde socbcn Von Seifen dcs Larxdcsvcrthcidiguygs-Mn11stcr1u111s der GEW- entwurf über die Rcorgantstr u 11 g der G'enOdarmerte Vollendct. Dcrsclbe trägt den d1esfalls vom Reichsrathe aus- gesprochenen Wünschen 711öglichst Rechxxung.
Pola, 14. Juni. (N.Fr.Pr.) Dl? *Yanzerstcgattc »Habs- burga ist angekmmncn, die PropeUer-Korvctkc »Helgylanda segelt nach Port-Said. Das österreuhtschc Geschwoädcr wrrd dex maritimen AuHstelxung in Neapel beiwohnen.
Schjm'ix. Bern, 14. Juni, Die Bexchlüme des Bund,???- rathcs Über die bevorstehende cidßcnoystfchc "VolksW'h- lung sind im »Bundcsblatta erschienen. DLL Zahlung w_1rd al]? am 1, Dozembér in der Schwetz Anwescnycn 11111fas1en, aber mit spezieller Hervorhchng der nur “Durcerscndcn, ferner der nur vorübergehend Anwsscndcn. Von allen vcrzctchnctcn Pcrsoncn wird A11§k1111st vcrlangt, [*ctreffcnd Geschlecht, Ge- burtstag mxd Gch1'tsjal)r, Familtcnstand (ob verchcltcht, ge- schichn, Vchttwct, !e'dig), Heimat, Dauer des Aufenthalts m der Wohxxgcmcindc, Konfession, Bsrnf; Fcrfncr soll xrtmttelt werden die Zahl der Haushaltungen, dlc “m [oder HaushalZung VOTbLl'ksch€'11VL Sprache, die Zahl der'Wn 1hr bcwolgntcn Naum- lichkciten umd die der Wohnhäuser, dxe Zahl'dex Blinden, Tqub- stummen nnd Geisteskrankcn, endltck) dtexmge der Fahrtken (mit Angaben Über Pferdckräffc und ArbeLterzahl).
Belgiexx. Brüssel, 15.„„Jurzi. (Köln. Ztg.) „Gemäß den gestrigen Wahlen crgicbt "ck fur„dte Liberalxn eme Ma- jorität von nur noch zwei Stimmen fur dre Zwette Kammer.
Grösz'britxxnniw: m?.d Irland. London, 14._ Juni. In der Sißung dcs U nterhaus es vom 13. Zum thctlte dcr )..lntersaatSsc-kretär im AWwärttgen Amte aufßcme Anfrage mit, daß die Verhandlungkn wegen einkes HandelsvertPgSs m1t Spanien noch keine Mücken Fortschrrtte gßmacht hatten._ - Was den Verbrauch an Dinte fÜr den cngl1schcn Staatsdrcnft anbelangt, so gab der Sekretär des Schayaj11tes,Stq1_36fs1d, anf Ansuchen Crawfords 'die AUÖkUUst, daß jahrltch 79,616 Gallonen flüssiger Dtnte und 169,392 Dxntenpulver angeschafft werden. Der Kostenaufwand dafur, betrage 3212 Pfd. St. 85. 6(1„ unod 1500 Pfd. St. davon kämen auf Rechnung der indischen Regterung.
In Betreff des Hauptgegenstand'esmder Vcrharxdkungen der Vorlage, behufs Abschaffung der rcltgtöscn Bcschrankqngen an de11 Universitäten, konstituirte sich das Hmus zu Konnte, Auf die Frage, ob für die Vorsteher dex 1:11?ex„dem Namen der Coches bekannten Corwicte auch dtc xeltgwseSchranke, welche das Bckcnntniß der 39 Artikel voxsckzrctbt, fallen solle, woklxe der Premier-Minifier keine entscheidendesYntwort ertshxtlxn, 516 er mit den Führern der Fortschrittspartet 111 Oxford Ruckjprache genommen habe. Vsi Abschnitt 3, der alle Dtplome, 1111121116- nahme der Theolochn, “([)m'RÜckficht auf das Bekenntmß dxs Kandidaten dcn Studircnden crrcichbqr macht , verlangte em Diffsnéer, daß die theologischen Grade ntcht aungommen werden sollten. Die Abstimmung verwarf nut 262 gegen 101 Stmnncn das Amendement. Die Verathung im Komitc wurde unter dem Beifall der Liberalen erledigt. Dcr Schluß erfolgte gegen 1 Uhr Mor ens.
2- Ein Blaubuch Über Japap, das eben dem Pach- mente vorgelsgt worden ist, bringt Über 1316 Jahre 1868-/0 43 Depeschen meist von Henry Tarkes „an Lory Clarendon nebst verschiedenen Einlagen, ww Ausscymtte, cms [apancsischen Blättern, Ueberscyungcn japanefischcr Bpochqrxn, Bcrxchtc 2c. - Ein Aktenstück über China, das gle1chyzett1g an dxe Oeffent- lichkeit gelangt, besteht in einer Denkschrtft" dcr cngltschen Gc- sandtcn Ruttcrford Mcock Über dre Emwurfc, welche man gegen den neuen Handelsvertrag erhoben hat.
annkreéch. Paris, 15. Juni. Das »Isournal o_ffixiela theilt mit, daß der Kaiser gestern Morgens cmcm Mrmfter- rathe präsidirte. " „ _ _
- Im Geseßgcbenden K orper brachte Hanycns emen Antrag ein , welcher bezweckt, di? Folgewder hohen Getrerdc- preise zu verringern. Forcade bek11111pfte dtesen Antxqg, da der- selbe bezwecke, die Zölle auf L_ebcnSnnttel zu besetttgen", und nur geeignet sei, in den Gctretdchqndcl störend ,und fur alle Theile bedenklich einzugreifen, „Sextens der Negterung wurpe hervorgehoben, daß man nut gußerstcr Vorsicht und mcht m Ueberftürzung zu Aenderungen m der bestehenden Geseßgebung schreitcn müsse. Schließlich wurde der Antrag Häntjens' an dte Kommijffon zurückgewieéen, , . „
- Aus dem Nachtragsberichte der Komnnsston fur 'das Reitungsftcmpcl-Geseß, welchen Tillancourt m der vorgestrtgen Éißang dcs gesetzgebenden Körpers verlas, gekzt hßrvor, daß 4 Stinmwn sich für die Beibehaltung des ursprungnchen'Kom- misfionscntwurfs, 2 für den Reg1erungsvorschlag nut der
Maßgabe, daß die Reform schon, am 1. Januar 1871 in Kra' trete, und 8 endlich unbedingt fur den chicrunxxsvorschwg LZ,
klärt haben.
Spanien. Madrid, 14. Juni. In, der Reds, Welch General Prim in dcr Styung [»(3111',11,Zu111-iibcr die Throne. frage hielt, bcricvtcte, er zuerst uber dq?" Scheitern der "“ck einander von der Regierung nut dcm Kmxtg Fsrdinand Von Portugal, dcm Herzogs von Aosta und dem Herzogc Vom Genu, angeknüpftc'n Untcrhandlungcn“UND fuhr dann fort:
Die .Herren Abgeordneten hoffen Wrxmxthlich, das; ich nun einen Kandidaten nenne, mit 1vclchcm ich im Namen der spanischen RLM- rung unterbunden hätte. Ich Werde Nichts sggkn, Weil dies indjsmt sein würde Und zu Verwickclungcn fÜlU'CU könnte, Übrigens habe ck auch mein Chrcmvort gegeben. Die Herren Abgeordneten Mkden ohne Zweifel meinc ZUrückl)altm1a billigM- Diksck 31311111de erfüUx, sicherlich die Bedingungen, dercn Spanien brdurftc; Er war nämlich von Königlichcm Stamme, katholisch und mündtg. Aber das Vcr- hängniß hatte ins Buch unserer Geschicke geschrieben, daß es uns wieder nicht gelingen sollte, cinc'n König zu finden. Der Priwz, [ie man mich mit eben so viel Zartgcfühl als Wohlwoacn wiffen konnte für den Augenblick nkcht die Krone annehmen. Demch hat die Regierung es für gccignct cxachtct, ,fich an die Cortes zu wenden, um fie zn Schiedsrichtern m der JWP zu machen. Die Regierung ist in ihren Untrrhandlungen nicht glück- lich gewesen; ste hat Ihnen keinen Kandidaten für die Krone Spa. 111an in Vorschlag zu bringen; wenigstens hat sie heute keinen; ab„ wird fie morgen einen haben? Das ist's, was 16) Ihnen nicht sagen kann, Ich kann nur erklären, daß die Regierung von denselben G,. fühlen besLelt ist, wie die monarchistischcn Ahgeordnetm, und daß ficherlicb für die Regierung noch nicht ]xdc Außfickyt verschwundcniß, einen König zu finden. Ohne den thpunYt feststellen zu könncn, ohne einen Tag bezeichnen zu wollen, wird dte chtcrung fortfahren, die Frage mitVorficht und Zuri'tckl)altung"zu d'ehankxcln, bis fieJlmcn einen Kandidaten vorstellen kann, der fahi'g tst, xtc öffcnxlicheMej. nung zu seinen Gunsten zu bestimmen. Dte chxerung1mlt ebenso wie die Herren Abgeordneten die Fortdmzcr dxs Intertms für ein großes Uebel. Aber ob sie gleich nicht dte Mtttcl Zn Händen hat, aus dicser bedauerlichen Lage herauszukommen, so theilt fie doch uicht die Befürchtungen vor Gefahren, die der Freiheit und der Gescüsckzasj aus einer einstweiligen Fortdancr dcs Interims erwachsen könnten.
Schmeden und Norwegen. Stockholm, 11. Juni. Die cttcl- und Depositionsschu-ld der Reichsbank am 28. Mai und . Juni betrug resp. 29,401,600 und 30420806 Rth.,der Reservefond 12,508,9ZZ und 12830270 Rth, die metallische Valuta 17834894 und 17,477,721 Rth.
Dänemark. Kopenhagen, 13. Juni. Ip. dcr heu- tigen Sißung des Folkethings antwortete der, Jnsttz-Mimsxer auf eine Anfrage Nugaards, bcTrcffcnd das Sptcicn in fremden Lotterien, daß sclbftverständlich das Gcscß gleichmäßig in alien Theilen des Landes zur Anwendung kommen müss. Er wexde nähere Untersuchungen darüber anstellen (affen, ob- amm- zclnen Orten Veranlassung sei, die betreffenden geseßltchen Bestimmungen aufs Neue cinzuschärfcn. - Darauf richtete Rimestad eine Anfrage an den Minister des Innern, betreffend die Niederseßung einer Kommission Planes für die Erweiterung des kopenhacher Hafcjzs. Der Minister des Innern erwiderte, daß Nach den Anfklarungcn, die er in der kurzen Zsit seiner Amtsführung habe exhalten können, es keinesnwgs räthlich sei, die Durchfüyrung dcs [MM Planes zur Verbesserung des Hachs zu Gunstckn anderer weitergehender Pläne zu vcrtach - Einen wert„cren Ver- handlungsgegcnstand bildete der vom Landsthmg zuruckgcsaxxdié Gcseßemwurf, betreffend die Lebensversichcrungs- UW Verxor- gungs-Anstalt für chnte. Nachdem der Antrag G A. M' sens auf Nicderscßung cines AuIschnffcs von 5 Peane'n vcr- worfen worden, wurde das Gesetz mit 47 gegen 7 «tmnnen angenmmncn. .
- Dcr Konseils-Präsident hat eme Bckanntmachupg crlaffeü, der zufolge es unterm 3. d. M. vom Könige gcnchnugt worden ist, daß die Centralvcrwaltm1g dcr Kolonien fortan vom FUUJUI'L Minister, statt wie früher vom Mmister des Innern, 96011 werde.
- Das »AmiSblatt der Norddeutschen Telegrap[)cn-VcrjvgltuÉYJ *
Nr- 12 Ut fle1MdM Inhalt: Verfügung vom 10. um 1,1- Umtauschhvon Schulchrschrcibungcn der preußischen StaatSanlkM von 1856, 1867 (3. und 1868 „4. gegen Verschrcrbungcn dcr kon dirten 4Zprozcntigcn Staatsanleihc. " | . 1 Nr 10 "- Das 'Armee-Vcrordnungs-Blatter enthalt nx semex „ 11011 vom 15. Juni: Die Beinbckleidung der Husaren. - Die “DMW “ des §- 51 30. der Militär-Ersaß-Instruktion vom 26. Marz ]? 111111 Das Verbot der unbefugten Voruahme ärztlicher Funktionen „c bei dcr Militärpersonen. - Den Kaffenvcrkehy bei dc'tj'TrYPpc11 un Die den Lokalvemvaltungen im Resort des Krzcgs-Mnnßermms. 7th§ Veränderung in dcr Landwehr-Bezirkseinthctlung des Großherzog
für die Abfassung eines
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Baden- - Die Rationssäße der Rxserye- und LandWchr-Offiziere der Kavallerie. - Em zwxncs Vcrzxtchntß der ni_cl)t preußischen Lehr. anstalten, dere"n vyllgulttge Abtturtepten - Zeugmsse von der Ablegung der Portepcefahnrtchs-Prufung entbmdcn. (alk. Armee-Verordnungs- Blatt Nr. 29 yro 1868 WZ 28,5.) - Das Verfahren bei Aufstellung der Eingaben UYer dte Temporar-JnValtdcn dcs Garde-Corps. - Die Anerkennung hoherxr Lehrgnstalten als Gymnaüen resp. Realschulen ]. Ordnung.'- Dae Ausfuhrung des Waffen-Reparaturgeschäftes bei der Kavallerie, - Rcmswn dcr Waffen der detachirten Escadrons. - Den Umtausch 130.11 Schuldvcrschreibungcn der preußischen Staats- Anleihen von 1856, 1867 S. und 1868 11, gegen Vcrschrcibungen der konsolidirten 4Yprozétxtxgen Staatsanleihe. - Diswkations-Verändc- rung, - Dte Auskustung Her zu den Unteroffizierschulcn komman- dirtcn Offizwrbgrschcn. - Dze Beschaffuyg des Koppelzeuges. - Mit- theilung Uher Emstcljung drer- und vrerxa'hrig Freiwilliger.
- Die Nr. 24 der »Annalen der Landwirthschaft in den König- [ich preußischxn Staatena hax folgenden Inhalt: Die Karlsruher per- manente AZsstellung landrmxthschaftlichcr Lehrmittel. Ueber Kochsalz- düngung-x-Uchluß). Schwedische patentirtc Getreide-Trockenmaschiüe (mit Aledungcn). Zusammenstellung der Erdruséhnachricbten über die Ernte des Jahres 1869 in der preußischen Monarchie. Versamm- [ung des deutschen Fischereivereins vom 1. Juni. Berichte und Kor- respondenzen: _Qlus London, im Juni. Literatur: Stenographischer Bericht der merten Gexycrachrsammlung des Vereins der Stärke-, Stärkefyrqu- und Starkezucker-Fabrikantcn Dsutschlands. Jahres- bericht _des GewerbeZVercins zu Erfurt für 1869. Jahreßbeécht des Landjvtrt'bschaftsyxre)ns für das bremische Gebiet für 1869. Notizen: Erkenntmß, des Köntgltchen Gerichtshofes zur Entschcidung Der Kom- petcnzkon lfte. Aysstcllung von Jagdscheincn. Internationale land- wirthscha tltcbe Thtcrschazx und Ausstellung zu Berlin im Jahre 1871. Verfghrcn und Jnstruktronskurse des Gutsbcfißers P Poffart, um das 1111 Schmuß geschorcnx Sexdafvlicß marktmäßig schön zu waschen. Die Ackerbauschulc, zu Ludmghausen. Außerordentliche Generalver- sammxung dechrcms zur Unterftüßung von Landwirtbschaftsbcamten für Hie „Provinz Brandenburg. Errichtung einer Düngerkontroll- Statton m Breßlau. Hopfenbau des Kreises Bitburg. Ein Dampf- kultur-Apparat m Westprxußen. Stand der Rinderpcft in Oesterreich. Leibrentcnz 2c, Anstalten für Arbeiter in Schweden. Ein angebliches Präservattv- und Heilmittel bei jungen Putern. Vergifxung von Kühen durch Kartoffelkraut. Wollberichte. Marktberichte. Viehprcise.
Statistische Nachrichten.
- (Köln. Z.) Seit der Mitte der fünfziger Jahre ist der Ex- port französischer Weine in früher nicht dagewescncr Progresfion gestiegen; cr betrug von 1827-36 1,175,000, Von 1837-461,362,000, von 1847-56 1,732,000, von 1857-66 2,608,000 Hectolitcr. Die Vermehrung d_cr Aquuhr seit 1857 kam den Weinen der Gironde (Bordeaux) nut 85 pCt, zu Gute, denen der übrigen Gegenden nur mit 27, wogegen der Export der sogenannten Liqueurrveine in dieser Zeit fich verfünffachte, Es find vorzüglich England und die südame- rikanischen Staaten Brasilien, La Plata und Uruguay, denen die Vermehrung zu danken ist. England führte 1867 210,000, der Zoll- verein und die Hansestädte 241,000, La Plata 258,000 Hectoliter ein; 3th Jahre früher hatte England m_1r_ein Fünftel dicses Betrages im- portirt, und die Steigerungkommt smt ganz auf Rechnung des1860cr „Handelsvertragcs, in welchem die für Frankreich vorzüglich in Be- tracht kommenden leichtem: Weine nur noch mit dem vierten Theile des Eingangszolles bclastct erscheinen, der früher auf ihnen geruht hatte. Gegenwärtig machen die Weine der Gironde die Hälfte des Gesammt-Exportcs aus; was aus anderen Regionen, vorzüglich der Provence und dem Languedoc nach außen geht, sucht die Wege nack) Algerien, der Schweiz und Italien, wo die Zölle nicht xnehr als 5-7 Fr. pr. Hectoliter betragen; nach diesen Ländern gehen msgcsammt mehr als 800,000 Hecwlitcr. Was an Wein im Lande selbst konsumirt wird, übersteigt um ein Vielfaches den Betrag der Ausfuhr. Was Paris betrifft, so kamen hier troß des Octrois, das mehr als 100 pCt. ausmacht, 1866 auf “den Kopf pr. Jahr 181 Liter,“ 1850 hakte der Verbrauch nur 109, 1840 99, 1806 181 Liter betragen, hkattc also in 60 Jahren eine Verminderung um die Hälfte und wieder ex'11'Anwacl)sen um die gleiche Höhe erfahren,“ es scheint dicses anf- falltge Schwanken cin zeitweiscs Zurückgchcn dcs Wohlstandes anzu- deuten, welches auch in anderen Großstädten mit dem raschxn Wachs- thun) verknüpft ist. In den Ccntrcn dcr südfranzösischen Weinpro- duktwn, Bordeaux und Montpellier, kommen auf den Kopf per Jahr 220, xcsv. 275 Liter Wein, und zwar Wein von durchsclmittlich guter Oualxtät, so daß man hier das Getränk als wichtigenBcstandthcil der Volkscrnährung betrachten darf; noch mehr ist dies in den wein- bauenden Landgegendcn der Fall, wo man auf jeden erwachsenen Mk11schen einen täglichen Konsum von 1Y-2 Liter annimmt.
„ Dcr Ertrag an Wein repräsentirt nahezu ein Viertel des ge- 1ammten Vodencrtmgcs von Frankreich und nimmt einen Flächen- raum von LIZ Miklionen Hektaren“ ein,“ die Hecture ergiebt im Dyrckzschnitt 29 Hectyliter, und der Werth des Hectolitcrs ist im M1ttcl 23 Fr., so daß die jährliche Ausbeute eincn Werthpon über anderthalb Milliarden Franken darstellt, der auf zMi Millrarden fich erhebt, Wenn man den aus den Trestern gewonnenen Branntwein, ddas zur Heizung verwandte Gefträuchc, das als Futter „dienende Fand und die zu glcichem ZWcckc Verwandten Destillationsrückftände 11) Betracht zieht Die Erträge variircn in sehr weiten Grenzen,“ so giebt es im Departement Herault Landstriche, dercn Rxbst-che in U19nchem Jahre auf der Hectare 400 Hectoliter ergeben, wahrend der nuttlere Ertrag der Jahre 1860-67 im ganzen Depaxtement nicht Über 43 Hectoliter per Hectarc steigt. Im Allgemeinen tsty troß der
durch ungünstjgc ahre hervorgebrachten negativen Schwankungen, der Ertrag sett11 )0 in beftändigem Stei en begriffen," die vier Iahre1860-1863 gqun durchschmtt1ich 40 illionen, die vier fol- genden Jahre 55 Mtlltyyen Hectoliter, und so Weit die Erhebungen uber die Ernten der ]ungstetx Jahrgänge vorliegen, scheint diese xxo rieXTfive Bewegung "auch ]eßt noch im Anwachsen begriffen
e .
_- D_as Buxequ 17611015 zuParis veröffentlicht unter dcm Titel: »KSPSX'WU'S ZWSM] (18 15 11111er WUKCÜÜUÜS 51 WASI 61"- 5- 73951112 SWUZNWS Zénél'ä] (18 13. 1137113511011 (16 1005 1.2 paz/Z 1115111111105... [)ÜUZ 1870“ einVerzcichniß derHandeL:“;"chiffe der bedeutendsten Seestaaten Europas und A1ncrik.:5.Wir ersghcn darqzts, daß unter den Jleen dcr fünfzehn namentléch auf- gefuhrtcjz Larxdcx mehr als 63,000 Schiffe mit einer Traafc'ihigkeit von 0169185 Y_krllronm Tonnen segeln. Darunter find 59,054 Segel- schtne nut 15,895,000 Tonnen, 4083 Dampfer mit 2,770,000 Tonnen. (» Dex Szhtffszahl zmch bcfmdcn fich also bereits scxhs Prozent, der YragfahtngtYach funfzehqn Prozsnt der Rhcderei unter Dampf -- Ztl11schVT1chthWßÉ 'wxlécs IFW «1ij noch vonIFahr zu Jahr und zwar
et en 111 21,301er ['MN' 1011 um acbtlei c c S' c i - fahrt v'erschicbt. I z “ ) [ d 1: OKI [fck ff
Yte KauffaßrteifiotW der acht bedeutendercn Staaken folgen, nach
dcn1_2,omzcngehalt geordnet, so aufeinander: Großbritannien 25,591 Schxffx mg 8,644,920 Tonnen, Vereinigte StaaTcn 7622 Schiffe mit 2914899 4291111211, Deutschland 4447 S. 111it1,151,175T*“““), Frankreich 5256 «. nne 1,104,804 T, Norjvcgcn 3678 S. mit 997,203 T., Ita- Ue," 348] S- Mk 943-928 T„ Spanien 8184 S. mit 618,452 T., Nryderlandc 1772 S. mit 483,516 T. , Vctnerßcnswcrtk) ist" dix Auchhnung der englischen Rhederei mz, Vergletcy zu dm ubrtgen Floktcn. Sie umfaßt etwa zwei Junftcl der Schiff€ und na_[)czu die Hälfte der gesammten schwimmenden Tonnenzahl. Noch auffallender tritt das Usbergewiclx bei den Dampfern bexvor. Von den im Verzeichniß aufgeführten 4132 Dampfcrn nut 2,793 000 Tonnen Tragfähégkeit sind 2426 mit 1,652,000 Tcxnnsz) m roßbritannien und dessen Kolonien regiürirt. Wxtt ubex dte Halfte _aller Dampfer segelt also unter britischer Flagge. Dre zkvctte Stc'lle mmmt die amerikanisch-„y die dritte die deutsche Handxlsflottc en_1, Welche letztere an Tragfähigkeit die nachfolgende franzöfische Marme um 50,000 Tonnen übertrifft, während Frankreich anderersetts etwa 800 Schiffe mehr zählt. An Dampfcrn kommen dagegen auf Deutsckland 127 mit 105,000 Tonnen, M) auf Frank- reich 2881110 213,000 Tonnen, Auch Spanien hat eine größere Zahl von Dampfxrn als_ Deutschland, wenn auch die Tragfähigkeit derselben germger tft. Dre Ausdehnung der Rhederei Norwegens ift ebenxalls beuwrkenHrverth. Es kommen nämlich auf den Kopf der BW [kerung ungefahr, "5 Tonnen. Summirt man die norxvegischen und schwxdrschen Schiffe, so übertrifft die Vereinigte skandinavische Flottx nut 5691 Schtffen und 1,356,000 Tonnen die deutsche und franzöfische.
, New-York, „27. Mai. (N=?) Handelsztg.) Bci der am 1.Juni dtcscs Jahres bcgmnenden CensuSaufnahme wird, nach den amtl1chen Schedulen in nachfolgender Weise verfahrm werden: Die bxftellten Zähler beginnen am 1, Juni 1). J. in ihren resp. Distrikten dte-Rrxnden und verzeichnen die Anzahl der Häuser, die in denselben bcfxndltchen Bewohner, unter Angabe von Geschlecht, Alter und Farbe, Bez leßteren find,dic Abtheilungen, Weiße, Schwarze, Mulatten, Chmesen und Indmncr. - Sodann folgen die Fragen in Beziehung auf Gewerbe, Stellung odcr Bcschäftigung der cinzelnen Personen. Dtejackzte und neunte Frage hat BczuF-aus' dcn Grundbefiß und das persönlrchc Vermögen der Einzeknen, Frage zehn ist die nach dem Geburtsyrte und cilf bis fiebzehn beschäftigt sich mit Abstcnnmung, ob verheirathet, wo und Wann diePerson dieSchule besucht hat oder noch besucht und ob solche lesen und schreißen kann. Die acht- zehnte Frage _lautet, ob_die Person stumm, taub, blind, wahnstnnig oder bZödfinntg jej. Dte ncunzehnte und zwanzigste Frage beschäftigt fixh mrt der „poltttschen Stellung der Individuen, ob stimmfähig und ßmunberechttgt und ob überhauptBürger der Ver. Staaten. Schedula Nr, 2 ist denen gewidmet, die in dem am 1. Juni d. I. endigenden Jahre gestorben'find; cnthält die meisten der in Schedula 1 in Be- ziehung„ auf _dtc Lebcnkxcn gesteklten Fragen, mit Hinznfügxmg der Frage uber dxe Todesztrmcße. Schedula Nr. 8 betrifft die. Landwirthe. Die Fragen find: kme groß die bebautk Fläche, womit im lcßtcn Jahr bebaut, wie groß das Erträgniß, wie stark der Vichstand, woraus bestehend und_wic viel erbcitskräfte bcschäftigi werdcn. Schedula Nr. 4 beschäftigt sich mit der Industrie. Die Fragen gehen nach Namen des oder der Bcfißcr, Anzahl der Maschincn, Namen ch Erchgniffcs, Anzahk der beschäftigten Personen, des verarbUtetcn Materials, des Betrages der Erzeugnisse, der bezahlten Böhm: 2c. Schedula Nr. 5 ist der sozialen Lage gewid- met 111113 beschäftigt fich mit den einzelnen Staaten, Skädtcn und Diftrtktcn, wieviel dieselben schulden, wclche Steuern und. wie viel sclbc erheben; wie viel Arme aus öffc11llickcn Fonds untcrsxüßt Wer- den,“ wie viel. Vcrbrcckycn vorkommen, welchcr Natur dieselben waren und Über das Herkommm der Verbrecher. Schedula Nr._6 betrifft die Zeitungen und Bibliotheken, Schedtxla Nr. 7 die Löhne der verschiedenen Personen aller Arbeitsklaffcn, Sckycdula Nr, 8 die Gclchrtcnwclt und die Schulen. Hier muß die Anzahl der Lehrenden und Lernenden angegeben Werden, ob dic Söhnke- Akademic odcr Univcrfität aus öffentlichen oder Privatmittcln erhalten
*) Dic amtliche Liste des Bundeskanzler-Ames zählt 5110 Schiffe mit 1,299,984 Tonnen. Die Differenz erklärt sick» wahrscheinlick) durch Wealassung der kleineren Fahrzcngc aus dem Vcrzeichniß.
«* Die amtliche Bundeslise zählt 146 deutsche Dampfer mit 102, Tonnen auf., Der Aussthluß der kleineren Damp'fcr erklärt wahrscheinlich auch hter die Differenz,
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