1890 / 114 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 10 May 1890 18:00:01 GMT) scan diff

gegeben oder gewährleistet oder welcbe unter Genehmigung des preußischen Staats von Korporationen oder (Gemeinden ausgestellt worden und mit einem für alle Male bestimmten Saßx verzinslich sind, In diesen Ind bis 10% des gesammten Vermogensstandks anzulegen und in ]olcben muß außerdem der Reservefvnds angelegt Werden.

s. Gegkn Handsckreine unter Verpfändirng von Hypo- tbeken- oder Grundschuld-Forderungen init der unter aber- langien SiÖerbeit oder von anaberpavieren_ der unter (1 gedachten Art, oder von Sparkasienbüchern der Sparkankn- _

Die verpfändeten Hyvotbeken- oder Grundichuidforderungen Mlzffén- wenn nicht gleichzeitig ein Wechsel aussiesteüt wird, _der Kaffe uber- tragen werden. Die Beleihung der anaberpaPlere lsk UUY zu 75 0/0 des Coursweribs, niemals aber höher als bis zu T des Nommalwerths zulässig. Auch muß bei einem Herabgehen des Courses das Unkekvfand ergänzt werden.

f. An Kreise und Gemeinden der ProvinziSchleswig- Holstein gegen ordnungSmäßige Schuldversrbreibungen bis zlzr Ybbe von 25% des Kapitalbestandes; GrVßk; Sparkassen und die

affe in den Grenzbezirken können einen Theil derartiger Anlagen auch in außerschleswigcholsteinischen Papieren suchen.

g. Weiter Verfugbare Gelder können bei der Deutschen Reichsbank und sicheren Privatbanken angelegt werden.

Die Bedingungen der Ausleihung in den unter a., b, c, S, f, sowie der Zinsfuß werden Seitens der Verwaltun rnit den Schuld- nern vereinbart, dock) [91] den leYieren stets geiattet werden, die empfangenen Darlehen in vierteljahrlichen Abschlagßzahlungen bon wenigstens dem zehnten Theile der_ ursprünglichen Schuld oder im Wege der ailmäblicben Tilgung zuruckzuzablen._

Die bei der Kaffe eingehenden Jnhaberpapiere find sofort außer Cours zu setzen. _

Cine generelle Bestimmung des Inhalts, daß Vorstands- mitglieder wäbrend der Dauer ihrer Amtszeit weder Schuldner noch Bürgen werden dürfen und Schuldner nur auönabmsweise als Bürgen zuzulassen find, mbcbte nicht zu befürworten sein, da im ersteren Falle manchmal schwerlich Vorstandsmitglieder zu gewinnen [ein werden und im letzteren Faile ebeufalls eine nicht gerechtfertigte Beschränkung der Krediiiäbigkeit mancher Perionen Herbeigeiührt wird. Es bleibt eine wobl zii bkackytende Pflicht der Revision, sicb davon in überzeugen, daß in den borgedachten Beziehungen nicht eine zu weit getriebene Wikiiäbrigkcit geübt wird, und vorkommenden FaÜcs die nötbige Rc- medur berbeiziifübren. _ _

Zn alien Fällen, in denen die Kasien nicht durch pupiÜariscbe Sichersteliung ibrer Ansprüche oder durch anderweitige unzweifelhafte Garantien gedeckt find, sOÜteli der Ansicht der Kommission gemäß, Belegungen außerhalb des natürlichen Kassenbezirks nicbt erfolgen. Kreditgeschäfte außerhalb eines Gebiets, welches die Sparkassen vöilig zu übericbrti vermögen, müssen anderen Anstalten überlassen bleiben.

In Uebereinstimmung mit der bisherigen Praxis unserer Spar- kaffen mus; auch für die Zukunft die Unterbringung der Kapitalien der Sparkassen Wesentlich in Hypotheken geschehen. Allerdings darf die Festlegung hier nicht ausschließlich stattfinden, um keine Gefabr bei plötzlich auftretendem starken Bedarf für (Heldir beraufzubeichwören. Soweit die Anlegung in Inhaber- papiercn erwlgt, sind Spekulationsbapiere auszuschließen.

Um den Einlegern die erforderliche Sicherheit bieten zu können, muß die wichtigste Sorge_die Ansammlung eines ausreichenden Reserbefonds sein. Dieies Deckungskapital sollte 100/(] der Ge- sammisumme der Einlagen ausmachen und ist in guten bei der Reichs- ba_nk ZU lombardirenden anaberpapieren, nicht bypotbekarisck), an- zu egen.

Außer dem Reservefonds haften die sonst im Statut angegebenen Aktiven der Kasse.

Dabei muß die Bedingung gemacht werden, daß die Ueberscbüffe unaetbeiii dem Deckungsvermögen zugewandt werden, [0 lange letzteres nicht 5% der Einlagen erreicht; später genügt es, wenn bis zur Er- reichung_der _vorgescbriebenen Höbe Jährlich mindestens die Hälfte der Ueberschusse m den Reservefonds fc": t, während für die andere Hälfte die Verfügung in gemeinnüyigem Sinne gestattet ist.

_ Ferner bedarf es einer bestimmten Feststeiiung im Statut Ulbex den Umfang und die Dauer der Haftbarkeit der Mit- 9 re er.

Die nach entsprechender Verstärkung des Reservefonds verblei- benden Ueberschüffe sollen lediglich für gemeinnüßige Zwecke, die Vorzugsweise den minder bemittelten Klassen der B cbölkeru_ng__zn Gute kommen, verWendet werden. Bei Ueberwei- sungen an stadtiickye Verwaltungen als Beibülie zur Ermäßigung kommunaler Abgaben find in erster Reibe die untersten Steuer- stufen zu berücksichtigen.

Damit soll geäußert sein, daß weder die Benußung der Erträgnisse zur Deckung der laufenden allgemeinen Ausgaben einer Stadt- berwaltung, noch die Ueberweisung bon besonderen direkten Vortheilen aus deraleicben Mitteln an die Interessenten dem Geiste des Spar- kaffenwesens entspricht.

_Die Umwandlung _der bestehenden Privatsparkaffen in Ge- meinde-_oder sonstige öffentliche Sparkassen kann nur unter Zustimmung der betreffenden Kaffen geschehen.

Es ist zr: berücksichtigen, daß die freie Entwickelung des Spar- kasenwesens xn Schleswig-Holiiein im Allgemeinen eine durchaus ersrenliche, qeiunde und gedeihliche gewesen ist; sie beruht auf dem V der hiesigen Bevölkerung vorhandenen ausgeprägten Sinn für Selbstberwaltung und freies geyoffcnscbaftliches Leben.

__ DieAufÜillung gewiffer geießlicber Normativbestimmungen silk brwate Sparkassen ist zu befürworten. In diesM Bestimmungen ist Folgendes borzufeben:

_ 1) Die Mitglieder eincr privaten Sparkaffe haften entweder mit ibrem ganzen Vermögen oder mit bestimmten Mit- glieder-Antbeilen, die baar einzuzahlen sind und nur unter Jimcbaltung ein_er_ gewissen Kündigungsfrist zurückgefordert werden koimen. Die Befreiung von der Haftbarkeit ist erst zwei Jahre nach erfolgter KiiiikiiUlnü xuiäffig.

_ Die unbe[_chränkle Haftbarkeit der einzelnen Mitglieder JLÜFOYT, Wo die letzteren irgend welche Dividenden oder sonstige PkksMiick)? Vortheile in Anspruch nehmen.

2) Der Vorstand hat aus mindrstens drei Mitgliedern zu be- stkhiZN, n'elcbe aus regelmaßig zn wiederholenden Wahlen hervorgehen 11111_s1en._ Die Mitglieder sind für grobes Verscbniden in der (He- scbafisiubrung nacb allgemeinen Rechtsgrundiäch Verantwortlich.

_3) Dr_ct Monate nach Schluß des Rrchnungsjahres _ wofür der 31. Marz zu empfehlen ist _ muß die Rechnung zur Revifion vorgelegt, MMU, Welck) ieytere innerhalb bestimmter Frist zu be- schaffen isi. _

24). Die ?)léchn_ungsvrüfxrng soll nicht bloß kalkulaioristber Art [em, sondern sich auch aui das tbatiäcdliche Vorhandensein der Wßkkbvüxlxxé UW, DLM Qualität erstrecken. Eine derartige Prufung iii umb 1111 Laure des Geicbäftsjabres durch die Revisoren Vorzunebmen. _

Dkk JabreSrecbmmg 1s_k "_ack) erfolgtem Richtiabefunde im Kreis- biatie oder in einem ionit [tatuiariich zu bezeichnenden Organ zu bersffeniiicben. _

_ 5) Oritttungen iiber Einlagen müssen entweder bon min- destens zwei Vorstandsmitqltcdern oder zwei Beamten, Von denen einer Kautioii hinterlegt haben mirs). oder von einem Vorstandsmitgliede und einem Beamten unterzeichnet icin.

_ _ 6) Darlehen dürfen nur don mindestens drei Mitgliedern, falls diejclbin aber 10 0/0 des vorhandenen_DeckriiigsVermögcns überschreiten, nur gut Zustimmung des ganzen Kasienvorstandcs gewährt werden.

c) Die Bildung eines Reservcfonds ist nach Maßgabe der unter 24 apgegebcnen Gesichtspunkte zu bewerkstelligen. _

_ 8) Bei der scxnsiigen Verwendmm von Ueberschüssen, deren Bildung an sich mcht zu beanstanden ist, bleibt das unter 27 Gesagte zu be.“..bten.

9_)(Eii1_rr regelmäßigen behördli chenAufiichtsfübrung bcdgri es nicbt, ]cdock) find _die Geichäitsergebnisse sämmtlicber Swar- kamen Urneibalb rer Provinz jährlich in einheitlicher tabellarischer

Uebersicht durch das Amtöblatt der Königlichen Regierung zu ver- öffentlichen. Dabei haben die Kaffenvorstände die Verpflubtung, etwaige Fragen der Behörden über zu Zweifeln Anlaß bietende Daten in der einxusendenden Rechnungsaufstellung, zu beantworten.

10) Das Statut jederSparkasse oder eanuszugausdexn- selben, welchcr die wesentiickien Bestimmungen enthalt, muß den Ein- legern in einem gedruckten Exemplar zugesteÜt werden, __

Die vorstehend unter 1 bis 10 gedachten Bestimmungen sind fur neu entstehende Kassen obligatorisch; für die vorhandenen Kaffen gilt dies hinsichtlich der Vorschriften 2 bis 10, von einem näher zu bestimmenden Tage an gerechnet. _ _

Sollte die geseßlicbe Durchführung der vorstehenden Einzelbetten auf Schwierigkeiten stoßen, so wird den Sparkaffenverwaltungen empfohlen, im Interesse der gesunden Fortentwickelung des Sparkassenwesens aus freien Stücken sick) dieselben zur Richtschnur zu nehmen.

Die freiwiÜige Bildung eines Sparkassenverbandes (in ähnlicher Weise wie für die Kreditvereine und Vyrscbußbanken ge- schehen), der die Einseßung von Revisionsbeamten fur die Sparka_ffen- verwaltungen zur Aufgabe hat und daneben die GeleJenbeit zu einem Austausch der Erfahrungen in der (Geschäftsführung ieten kann, ist dringend zu befürworten.

Sparkaffen, die nicht ihren Mitgliedern aus den Ueberscbuffen Zuwendungen machen, [outen steuerfrei sein. da sie nicht Errverbs- geseÜscbaften sind und nicht als solche erachtet werden durfen.“

Kunst und Wissenschaft."

Der diesjährige Kongreß der Allgemeinen Deutschen Ornithologiscben Gesellschaft ist gestern im Arcbitektenbauie bierselbst durch den ständi en Geschäftsführer, Professor Cabanis- Berlin, eröffnet worden. Zum Präsidenten des ersten Tages wurde Professor Möbius- Berlin ernannt. Den ersten Vortrag bielr 1)1-, Bolle über das Thema: „Im Schalten des Piks von Teneriffa.“ Jn farbenreicher Sprache schilderte er die Ornis der canariscben Inseln“. Dann nahm der Zoolog der Eberswalder Forst-Afademie, Proienor Bernard Altum, das Wort zu einem bochintereffanten Vortrage über forstnüßliche Vögel. Zum Schluß besprach 1)r. Reichenow die Vogelwelt bon Kamerun.

_Jm Verlage von F. Banckwitz zu Nürnberg erschien soeben in Pbotograpbie ein Bild der Königin Luise, welches bis heute auf dem Kunstmarkt nicht bekannt war. Das Original der gut aus- geführten Pbotograpbiscben Reproduktion befindet sich im Besiß der Freiberrlich bon Schirnding'schen Familie in Nürnberg und ist nach dem Leben gemalt. Es zeigt die unvergeßlicbe Königin in ihrer klassischen, durch die gräzisirende Mode der Zeit noch in idealer Weise gehobenen Schönheit. Wie vaterländisä) Gesinnten und Kunstfreunde werden an dem Bild ihre Freude haben. Die Ausgabe erfolgt in den nachstehenden 4_Größen: _Kabinet-Format 1 „44 50 ck!- Salon- Yrmat 5 «44, Folw-Formai 8 „46, Jmperial-Format 12 „44: Die

ilder sind durch aUe Buch- und Kunsthandlungen sowie direkt vom Verleger gegen Einsendung des Betrages zu beziehen.

_ Der Vorstand der Geselisckwfs .Urania“ veröffentlicht soeben den Bericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 1889 bis 31. März 1890, das erste seit [einem Bestehen. Nachdem am 7. Juni 1888 der Bau der Urania beJOnnen hatte, konnte dieselbe am 2. Juli 1889 dem Publikum geöffnet Werden. In den 268 Tagen, an Welchen Vorstellungen stattfanden, ist die Urania ron ca. 95000 zahlenden Personen besucht worden. Unter diesen befanden fick) 5600 Studirende mit Ermäßigungen auf die Hälfte des Eintritxspreises, 7900 Vereins- mitglieder, denen Sonntag ittag Sondervvrstellungen für ermäßigte Gesammtpreise Jegeben wurden, 5600 Mitglieder von Arbeiter- vereinen, denen Sonntags in der Frühe Vorträge für einen Ein- tritispreis von 20 „5 für die Person gehalten wurden, 11 100 Schüler hiesiger städtischer Schulen. Außerdem wurden 3279 Aktionär- Eintritiskarten (also durchschniitlich Von jedem Aktiouär 5) abgegeben. Die größte Zubl der Besucher an einem Tage betrug 1310, und zwar am 23. Februar_1890. Während der 268 Vetriebsiage wurden 313 größere 14 stündige und 582 kleinere halbstündige Vorträge gehalten. Als Anschauungsmittel für die Vorträge haben ca.100 photographische Aufnahmen gedient, welcbe für die Urania erworben worden smd. In dem vorerwähnten Betriebs-Zeitraum von 268 Tagen haben sich die Einnahmen der Gesellschaft gestelit auf 104425,28 544, somit im Durchschnitt tägiick) auf rund 390 „46 Der Besuch ist in den Winter- monaten hinter dem der Sommermonate nicbtzurückgeblieben,vielmehr in den leisten Monaten des Geschäftsjahres fich1lich im Steigen begriffen. Die größte Tageseinnabme fand am 23. Februar 1890 mit 885,50 „44 statt. Die Ausgaben für das ganze Geschäftsjahr 1889/90 betragen nach den Angaben der Bilanz für Gehälter, Remunerationen re. 53 521,72 „44, für Handlungsunkosten und Betrieb 2619734 „46, für Inserate und Arikiindigungen 9487,10 „46, zusammen 8920616 «44 Hierunter sind die Abschreibungen auf Baulichkeiten, Maschinen, Instrumente u. s. w. nicht enthalten, welche in der Bilanz im Ge- ]ammibetrage von 878280 „446 für das erste Betriebs- jahr ausgeseßt fi_nd, sondern nur die unmittelbaren, den Einnahmen gegenubersiebenden BetriebSausgaben. Der außer- dem in der Bilanz unter Verluste aufgeführte Betrag von 5759 „46 25 45 stelit den am Schlusse des vorigen Geschäftsjahres berbliebenen Verlust dar; Nach der Durchschnittsschäßung würde sich also die Einnabme fur das gesammte Geschäftsjahr auf etwa 130 000 „44 bis 140 000 «44 gestellt baben. Der Volle Betrieb innerhalb des ganzen (Hescbaitsighres würde nach obigen Ergebnissen, obne eingetretene Ueberschreit_ung des Anlagekapitals durch den Bau u. s. w. sogar die Zgblrmg eincr Dividende ermöglicht haben, und auch bei dem Wirkllä) vorliegenden Sachverhalt einer bloß dreiviertel Jahr umfassenden _Einnahme neben einer das ganze Jahr umfassenden Ausgabe wurde noch ein mäßiger Ueberschuß der bloßen Betriebsverwaltxmg Verbleiben. Es wird aber nicht möglich sein, den 188781611 fiir Re]erbefo_nds und Dividende zu verwenden, Weil es nicbt _durchfuhrbar gewesen ist, die sämmtlichen Anlagekosten der baulichen tristrirtnentalen und literarischen Veranstaltungen mit dem zur Verfugrmg gestellten Anlagekapital von 400 000 „44 zu bestreiten. Die durcb [amnrtitcbe Anlagekosten und durch die Betriebskosten bis zum 31, Marz 1890 nach Abzug der Einnahmen entstandene Ueberscbreitung des veriugbgrenAktienkapitals erreicht die Summe von 59 006,14 «44 Wemidie Einnahmen der Urania fick) in derselben Weise weiter entwickeln, wie _dies _innerbalb di"! bisherigen Betriebszeit wahrgenommen worden ist, 10 wurde es_nicht unmöglich sein, diesen Fehlbetrag in den nächsten Jahren durch Emnahme-Ueberscbüffe zu decken. Nach aÜedem glaubt nun_ der Vorstand der Geseiiscbaft Urania die Erhöhung des Aktien- kapitals nicht_auf die unerlaßliche Deckung des Feblbetrages von rund 59000 „46 _ctnscbranken,_ sondern eine Erhöhung im Betrage bon 100000 «47: ins Auge faisen zu sollen. Seb: bald ist während des Betriebes die ?iotbwendigkeit erkannt Worden, gerade im Interesse der festen Begrundurzg des Rufes der Anstalt und der entsprechenden Cytwickelyng dcr Einnahmen die baulichen und wissenschaftlich-tech- nticbeii Ctnrickitungcn nach mehreren Seiten bin noch weiter zu ver- vollstandigen, uiid nur_ durch die unerwartet großen Kosten, welcbe 11ch beim Abicbluß der Rechnungen für die ersten Einrichtungen beraussieUten, ist die Verwaltung veranlaßt worden, den rößerexi Theil i_ener wesentlichen und alier Voraussicht nach aucb W111 schaftlich eintraglichen Vervoüsiändigungen einstweilen zu ver- tagen. Geplant wird 11. A, eine ansehnliche VervoUständigung der Akkumulatoren-Einrichtungen. Sodann bedarf es für eine Erweiterung u_nd Pervbllkommriung der physikalischen Experimentalvorträge und fur die erste Ausriisiung zu gewissen, sebr eindrucksvolien chemischen Expertmentalooriragen noch der Beschaffung von einigen größeren Grrzvven sehr wichtiger und intereffanter Apparate. Eine besondere Anzreburigskra_ft_wird die Anstalt für das größere Publikum noch du_rch die Einrichtung einer besonderen telephonischen Verbindung rnit _dem Königlichen Opernbause erhalten, für welche bereits die Zustimmung der entscheidenden Stellen zugesichert ist. In der Rotunde folien einige neue Experimente und Anschauungen dar- geboten werden; die astronomischen Einrichtungen bedürfen noch

gewisser Vervollständigungen, insbesondere mit speciroteckmifcben und photographischen Hülmeitteln; dieselben sollen sebr wesentlich dazu dienen, die eingehenden astronomischen Demo:!straiionen, welche dem- nächst an dem trefflich gelungenen großen Fernrohr _ beginnen sollen, im weiteren Verlauf nocb anschaulicher und förderlicber zu gestalten. _ So bietet Alles in Allem der Geschäftsbericht ein erfreuliches Bild von dem Aufsckpwunge, welchen das interessante und nüßlicbe Institut in dem ersten Jahre genommen hat und ist zu wünschen, daß die finanzielle Besserung mit_ dem Fortschritt der wiffenscbaftlicben Leistungen gleichen Schritt halt.

Land- und Forstwirthsthaft.

_ Die [andwirtbscbaftlichen Versuchsstationen, Organ fur naturwiffensckkaftlickpe Forsxbungen auf dem Gebiet der Landwirtb- schaft. Unter Mitwirkung sammtlicber deutschen Versuckosstationen herausgegeben von Dr. Friedrich Robbe, Geheimer Hofrath, Pro- feffor an der Königlichen Akademie und Vorstand der physiologischen Versuchs- und Samenkontrolstation zu Tharandt. Berlin, Verlag von aul Parey, Verlagsbandlung für Landwirtbsckzaft, Gartenbau und orstwesen. _ Von dem KUW]. Band liegt das Doppelbeft 111 und 17 vor, dessen Inhalt folgender ist: Die Wurzelkrankbeiten der Erbse. Von Prof. Dr. Adam Prazmowski in Czernichow bei Kraka_u. _ Die Zusammenseßung des Meeresscblicks in den neuen Aliuvten des Zuiderzee (Niederlande); von Prof. T):“. I. M. vgn Bemmelen (Leiden). _ Die usammenseßung des vulka- nischen Bodens in Deli (Sumatra) und in Malang (Java) und des Fluß-Tbonbodens in Rembang (Java), Welche für die Tabackkultur benüßt werden. Von demselben, _ Ueber die Bestim- mruzg des Wassers, des Humus, des Schwefels, der in den koUo'sdalen Silikaten_gebundenen Kieselsäure, des Mangans :e. im Ackerboden. _Vnn dem1eiben. _ Verband landwirtbsÖaftlicher Versuchsstationen im Deutschen Reich. rotokoll über die gemeinsame Siyung der Düngerkommisfion des erbandes der Versuchsstationen und der Ver- treter der Düngerfabrikanten zu Leipzig vom 26, Januar 1890. _ Zyt _Statistik_ des landwirtbscbaftlicben VersuchSwesens. Projektirie

mrichtun eiiier den pfxanzenpbyfiologiscben Versuchs- und Samen- kontrol - tationen entiprecbenden Abhandlung im Botanischen Museum. _ Fackliterarische Eingänge,

_ _ Forstwissenscbaftlicbes Centralblatt. Unter Mit- wirkung zahlreicher Fachleute aus Wissenschaft und Praxis beraus- gegeben von 131". Franz Baur, o. b. Professor der ForstwiffensiHaft an der Universität München. Berlin, Verlag Von Paul Parey, Verlagshandlung für Landwirtbscbaft, (Gartenbau und Forstwesen. _ Von dem zwölften Jahrgang ist soeben Heft 4 erschienen, welches an Originalartikeln bringt: Geschich'e der Anforstungstechnik und An- forstnngslehre. Ein Beitrag zyr Geschichte des deutschen Waldbaues von 131". K. J. Mai. _ Weiierprozent und Bodenerwartungswertb. Von Prof. Dr. Wümmenauer in Gießen. _ Zur Forstrvegebau-Frage. Vom Forstmeister iP. Volmar in Jena. _ Die Beilage enthält eiiien interessanten Artikel über Feld und Wald vom Forstamts= Ajfistenten Diez in Baunach.

Ueber dex! Saatenstand im Königreich SaÖsen berichtet die .Sacbsische landwirtbschaftlirbe Zeitschrift" und faßt die eingegangenen Berichte in folgendes Resumé zusammen_: .Die Be- fürchtung, daß die mang_el_nde Schneedecke den Herbstiaaten schaden wurde, hat sich nicht bestatigt, denn aus allen Bezirken wird deren Stand als gut bis vorzüglich geschildert, und in den wenigen Orien, wo der_Wrnterroggen weniger günstig steht, trägt die irockenkalte erste Aprckbalitedie _Schuid. Seit vielen Jahren war der Rapsstand nicht so schön wie in diesem Frübjahr, und nur aus drei Bezirken wird das Vorkommen des Glanzkäfers in geringem UmfanJ gemeldet. Bei der denkbar günfti sten Witterung konnte die Beste ung der Sommer- saaten ausgefü rt werden, und es sind dieselben fait allenthalben sebr schbn qufgegxingexi; aueh das Karioffellegen ist größtentbeils beendet. Wie die Winxeriaaten, stehen auch die Kleefelder mit verschwindender Ausnahme pracbtig, sodaß der erste Schnitt in der ersten Maibäifte beginnen kann. Auch die Wiesen haben sich überall gut bestockt. Der Baumblütbe haben die Nachtfröste nur vereinzelt und wenig Schaden zugefügt. In einzelnen Gegenden ist Regen sebr erwünscht. _ Im Großen und Ganzen berechtigt der derzeitige Stand sämmt- licher Feldfrüchte und der Baumblütbe zu den besten Hoffnungen auf ein gutes Erntejahr.“

Handel und Gewerbe.

Die „Schlei. ig,“ berichtet vom oberschlesischen Eisen- und Metallmar t: Für die oberschlesischen Eisenwerke zeigte sich die Marktlage im Bereiche der gewrbnten Absaygebiete obne Ver- änderung, und erhieltficb die bisherige Festigkeit, da den Werken nach wie vor eine angestrengte Thätigkeit ge oten war. Die Herabseyung des Stabgrundpreises Seitens des Deutschen Walzwerksverbandes um 2 „44 pro 100 kg bat die Preisstellung auf den oberschlesischen Werken nicht berührt; sowohl der Grundpreis des Oberschlesiscben Walzwerks- Verbandes von 21 „44 wie der Lokalpreis fiir Walzeisen von 2250.46 ist bestehen geblieben. Ebenso hat fich bei den Trägerbändlern und Käufern bon Trägern die Meinung, daß die Preise für Formeisen zurückgeben müßten, als trügerisck) erwiesen; denn da der Deutsche Formeisenverband länger besteht als der Walzwerks- verband, so ist er von letzterem in keiner Weise abhängig, und wie derselbe zur Zeit, da der Stabeisen-Grundpreis auf 20 „46 stieg, mit seinen Preiserhöhungen zurückbielt und der Grundpreis des Form- eisens um voile 50 „44 pro Tonne niedriger blieb, so ist auch gegen- wärtig die Annahme ausgeschlossen, daß die Formeisenwerke mit ihren Preisen beruntergeben werden. Der Betrieb der Hoböfen erhielt sick) in seiner bisherigen Regsamkeit; der in gleicher Höhe anhaltende Verbrquä) von K_oks und Erzen war für die Preisbaltung dieser Materialien bestimmend. Der Donnersmarckbütte ist es gelungen, an den Oberschlefischen Walzwerksverband für das laufende Jahr 300 000 Ctr. zum Mindestpreise von 8 „44: und weitere 90 000 Ctr. zu 8,40 „46 pro 100 kg zu verkaufen * sie bofft _ mit Hülfe des neuerbauten Hobofens den Robeisen- bedarf der oberscblesiscben Walxwerke soweit zu decken, um die Ein- fuhr fre_mde_n Roheisens unnötbig zu machen; für die Jahre 1891_93 bat fie je ente Miilion Centner Puddelrobeisen an den Walzwerks- verband zu Skalenpreisen verkauft und sich den Betrieb eines dritten Ofens gefichert_. _ Die Eisengießer eien wurden in leßter Zeit vorwiegend rnit Bau- und Röbrenguß beschäftigt, die Maschinen- fabriken rnit der Anfertigung von ördergerüsten und Brückenbauten. Die _aus früherer Zeit vorliegenden ufträge [affen die neu eingegangenen erst ixi Wochen und Monaten zur Erledigung kommen. Einige Werke find uberhaupt *nur mit Arbeiten für die eigenen Anlagen beschäftigt und nehmen Aufträ e nur in beschränktem Maße an. _ Auf den Eisen- und Sta lwalzwerken herrscht eine rege Thätigkeit, um dezi belangreichen Absaß zu beherrschen. Auf der Königshütte kommen gegen- wartig ca. 10000 Ctr. Schiffsbleche für die Kaiserliche Marine nacb Klei zur Verladung. _ Auf dem Zinkmarkt bat eine recht feste StimmunZ Play gegriffen. Während vor einigen Tagen gute gewöhn- liche Mar e zu 43,20-43,40 gehandelt wurde, bot man heute der-

eblich 43,50 „41!- Die Forderung ist 44,00 546, und viel unter diesem

ZIreise wird voraussichtlich nicht anzukommen sein. 77. 11. Georg von Giescbe's Erben wird 46,00 „44 gehalten. Die Verladungen sind regelmäßig. Für Blockblei haben fick) die Preise entsprechend den höheren Londoner Notirungen um 0,50_1,00 „44 per 100 kg gebessert. Bleifabrikate find begehrt.

Leipzig, 9, Mai. (W. T. B.) handel. La Plata. Grundmuster 13. pc. Mai 4,55 „46, pr. Juni 4,55 „44, pr. Juli 4,55 „44, pr. August 4,55 „46, pr. September 4,55 „44, pr. Oktober 4,55 .46, pr. November 4,55 „44, pr. Dezember 4,55 „44 Umsatz 160000 113. Behauptet.

Wien, 9. Mai. (W. T. B.) Der VerWaltungSratb der Oesterreichischen Nordwestbahn beantragt, den Juli-Couyon der Stamm-Aktien mit 454 Gulden, den Iuli-Coupon der Aktien bitt. 13. mit 11 Gulden einzulösen.

Kammzug-Termin-

Steckbriefe nnd Untersuäpungs-Sacben. erdingungen :c.

1. ?. wangsvoll eckungen, Anf ebote, Vorladungen u. dergl. 4T

erkäuie, Yachtungen,

Verloo“ung,

1) Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen.

[9201] Steckbrief.

Gegen den Cigarrensortirec und Reisenden Ludwig Richard Otto Berger, geb. 24. Mai 1845 zu Strasburg, Kreis Thorn, ist die Untersuchungsbaft wegen Diebstahls mid Urkundenfälsäoung verbangt. Es Wird ersucht, denielben zu verhaften und in_ das nächste GerichW-Gefängniß abzuliefern,_auch hierher zu den Akten _ .] 1. 535/90 _ Nachricht zu geben.

Altona, den 5. April 1890.

Königliche StaatSanwaltsckpaft.

[9204] K. Amtsgericht Rottweil. Steckbrief.

Gegen den Schauspieler Rudolf Herzog von Wien ist die Untersuchungkbaft wegen Berrugs Verbängt. Um dessen Einlieferung in das hiesige Amtsgerichtsgefängniß wird gebeten. p. Herzog ist am 30. März 1890 mit dem leisten Zyx; m der Richtung gegen Stuttgart beimlici) abgereist.

Den 3. April 1890.

Amtsrichter Baumeister.

[9202] Steckbriefö-Erueueruug.

Der unterm 25. November 1889 hinter den Schuhmacher Carl Christian Heinrich Brunswick, geb. 25. März 1856 zu Todendorf, erlassene Steck- brief wird hierdurch erneuert.

Altona, den 1. Mai 1890.

Der Erste StaatsaniValt.

[9203] Steckbriefs-Erueneruyg.

Der unterm 9. September 1889 hinter den Kauf: mann Ludwig Eduard Dahlma_un, geb. a_m 18. Juni 1853_zu Kiel, erlassene Steckbrief wird hierdurch er- neuer ,

Altona, den 25. April 1890.

Der Erste Staatsanwalt.

[9200] K. Amts ericht Stuttgart Amt. Verm'gensbeschlaguahme. _ _

Auf Antrag des Königl. Gerichts dec 21.9.)ivrswn zu Frankfurt a. M. wurde das geaenwariige und zukünftige Vermögen des weaen heimlicher Entfer- nung bezw. Verdachts der Fabuenfiucht in Unter- suehung stehenden Bäckers Paul Friedrich Lauden- berger von Waldenbuch, geb. 8. Marz 1868, dur_ch heutigen Beschluß bis zur Höhe von 3000 „44 fur den Militärfiskus mit Beschlag belegt.

Den 7. Mai 1890.

Hiilfsrichter Gerok.

_

2) ZWangsvollftreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.

[9237] Ziyangsversieigerung.

Jm Wege der ZWangsvolistreckung soll _das im Grundbucbe von den Umgebungen Berlins im “Niederbarnimschen Kreise, _Band 73_ Nr. 3151, auf den Namen des Maurermeisters Heinrich Oesterheld bier eingetragene, in der Straße 51, Abri). 111 (Prinz Eugen-Straße 24) belegene Grundsiuck am 3. Juli 1890, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht _ an (Gerichts- [ielle _ Neue Friedrichstraße Nr._13, Hof, Flüge10„ Erdgesckyoß, Zimmer 40, versteigert werden. Das Grundstück ist mit 5520.46 Nußungsweril) zur Gebäudefieuer veranlagt. §L_iuszug aus der Steuerroüe, beglaubigte Abschrift des Grundbuch- blatts, etwaige Abschäßungen und andere_ das Grund- stück betreffende Nachweisungen, iowie besdndere Kaufbedingungen können in der Gerichtsscbreiberet, ebenda, Flügel L)„ Zimmer 42, eingesehen werden. Alle Realberccbtigten werden auxYefordert, die nicbt von selbst auf den Ersteher 11 ergeben- den Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbucbe zur Zeit der Eiixtragurxg des Ver- steigerungsVermerks nicht h_ervbrgmg,_ insbeioiidere derartige Forderungen von Kapital, _Zrnsen,_ wreder- kebrenden Hebungen oder Kosten, spatestens im Ver- steigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, _dem Gertxbte glaubhaft zu machen, widrigenfaüs dreÉelben bei Feststellung des

erin sten Gebots nicht ernckfichtigt werden uiid Zei Öertbeilung des Kauißeldes gegen die beru_ck- sichtigten Ansprüche im 5 ange zuruckireten. _Dte- jenigen, welche das Eigeiitbum des Grundstucks beanspruchen, werden aufgesbrdert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellun des Verfahrens herbeizuführen, widrigenialis nach e oigtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Aniprucb _an_die Stelle des Grundstücks tritt. _Das Urtbetl uber die Ertbeilung des Zuscblags wird am 3. Juli 1890, Mittags 12 Uhr, an obenbezetchneter Ge- richtssteÜe verkündet werden.

Berlin, den 21. April 1890. _

Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 53.

[9234] Aufgebot. _

Auf Antrag des Posibalters Fr. Brune zu Ysicln in Waldeck wird zum chck der Krajtioserklarirng der Schuldverscbreibung der Kurbeifiicheri Anleihe Von 1863 [.irr. 1). Nr. 19505 über_ 100 Thlr., Welche angeblich abbanden gekommen ist, das Auf- gebotSverfabren eingeleitet. Der etwaige _anaber der Urkunde wird aufgefordert, spatestens im Auf- gebotstermine den 22. De cmber _1890, Vor- mittags 11 Uhr, [eine echte bei dem unter- zeichneten Gerichte _ Zimmer Mr._19 _ anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfaiis dieselbe für kraftlos erklärt werden wird.

Kassel, den 30. April 1890. _

Königliches Amtsgericht. Abtheilung 1. (ges.) Tbe_obald._ _ _ _ Wird veröffentlicht: Der (Gerichtsscbreiber F r i d e rt c [.

[37071] Aufgebot. Auf Antrag _ _ 1 des Kaufmannes HermannGaUrem_m Zamburg, 2 des Kaufmannes C. W. Richers m amburg, 3) des Bankiers Louis Wolff in Hamburg,

nSzablung rc. von öffentlichen Papieren.

5) des Kaufmannes F. Ludewigs zu Hamburg, 6) des R_endanten F. Petersen in Ottensen, 7) der Finya Bergmann & Rademann in Berlin, 8) der Mitteldeutschen Creditbank in Frank- furt a. M., 9) der ?ofrätbin Rosalie “ranke in Erfurt, 10) der i_rma E. C. Wey aufen in Bremen, 11) des :xnnderjäbri en Heinrich Gottlieb Ludwig Geslien biersel st, vertreten durch die Vor- münder, sämmtlich vertreten durch den RechtSanwalt 131". Cd- mund Plefsing, wird hierdurch öffentlich bekannt gemacht: daß die Talons vom 1. April 1878 der auf Inhaber lautenden Obligationen der Lübeckischen Staatsprämien-Anleibe von 1863 Serie Nr. 271 Nummer 5406 962 19239

1095 21883 2898 57948 1969 39377 2515 50286 2526 50504 2947 58935 2782 55625 2823 56446 3260 65193 1852 , 37027 und der Talon born 1. April 1878 der auf Carl Adolf_Ludwig Gesiien lautcnden Obligation der Lübeckischen Staatsprämien-Auleibe von 1863 Serie Nr. 2194 Nummer 43864 abbanden ge- kommen find.

Zugleich Werden Mie, welcbe ein Interesse daran haben, der Krariloserklärung der vorstehend bezeich- neten Talons zu widerspreckoen, hierdurch aufgefordert, bei Vermeidung des Ausschluffes sicb spätestens in dem hiermit auf Dienstag, den 28. Oktober 1890, Vormittags 11 Uhr,- anberaumten Aufgebots- termine im hiesigen Amtsgericht, Abtheilung 11., zu melden.

Die unbekannten _anaber der oben bezeichneten Talons werden aufgefordert, dieselben spätestens im angegebenen Aufgeboistermixr im hiesigen Amtsgericht den Antragstellern vorzuwei1en, widrigenfalls die Ur- kunden für kraftlos erklärt und alle Ansprüche aus denselben an die hiesige Staatsschuldenverwaltung für erloschen erklärt werden folien.

Lübeck, den 10. Oktober 1889.

Das Amtsgerichi. 21th. 11. Asschenfcldt,_1)r._ _ Veröffentlicht: Fick, Gerick)ts]chrciber.

[2450] Aufgebot.

F. W. Menke in Hameln hat das Aufgebqt des Prämienpfandbriefs der Deutjchen Grundkreditbank zu Gotha, Abtheilung 1. Serie 462 Nr. 9228, zum ZWecke der Kraftloserklärung desselben bcantragi. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, [va- testens in dem auf den 3. September _1890, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermin seine_R_echte anzumelden und die Urkunde vorzule en, widrigen- falls die Kraftloserklärung der Ur unde erfolgen wird, wogegen Wiedereinscßung in den vorigen Stand nicbt stattfindet. _

Gotha, den 9. April 1890. _

Herzogl. Sächs. Amtsgericht. 1. gez. Fleischhauer. (11. Z.) Bcglaubigt: Schmerbaci), _

Gerichtsschreiber des Herzog]. S. Amtsgerichts. 1.

[51090] Aufgebot. _ _ _

Die LebenZverfickyerunW-Vank auf Gegenseitigkeit „Vesta“ zu Posen bat dem Kanfmann und Glas- bütten-Jnsbekior Otto Emil Lochmann zu SÖWerY die Summe von 3000 „44 versichert, zablbar_bei voilendetem 85. Lebensjahre oder bei _etwa fruher erfolgtem Tode des Versicherten, und bieruber de_m Letzteren unterm ]. November 1877 _die Police Nr. 6312, sowie den zu derselben gehörigen Renten- [cbeim ausgefertigt. _ _

Beide Urkundenl - Poiice und Rentenscbem _

nd angeblich ber oren gegangen. fi Der oder die Inhaber derselben Werden deshalb auf den Antrag des Otto Emil debmanxi aui- gefordert, bei dem unterzeichneten Gericht ipaiesieiis in dem auf den 26. Juni 1890, _Vormttta &! 11) Uhr, im hiesigen Amtsgerichtsgebaude, Wron er Play Nr. 2, Zimmer Nr. 18, anberaumten Auf- gebotstermine ihre Rechte anznmeiden U11!) d1c_Ur- kunden vorzulegen, widrigenfaUs Leßtere fur kraftlos werden erklärt werden.

Posen, den 2. Dezember 1889. _

Königliches Amtsgericht. Abtbcilung 17.

[56646] Aufgeboi._ _

Dcr Krämer Ferdinand Schroder tn WiSUiar ais Curator des Nachlasses des verstorbener) Rectors a. D. Mathias Hinrich Burgwardt, r60r1118_ Burchard, vertreten durch RechtSanwalt Martens m_Wismar, hat das Aufgebot beantragt zur KraiTlOScrklaruug der Von der Lebens- und Pension§-Vers1che_run9_s- Gesellschaft „Janus' in Hamburgatzi ]Z.JU[118)4 auf das Leben des Mathias Hinrich Burgwardt, waxing Burchard. in Wismar ausgestellten Police Nr. 5149 über 400 Thlr. Preuß. Ckurt., zahlbar beim Tode des Versicherten an den Inhaber der Police. _ _ _ _

Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, wa: testens in dem auf Donnerstag, den 10. Juli 1890, Nachmittags 2 Uhr, vor dem unterze1ch_- neten Gerichte, Dammtborsiraße 10, Zimmer Nr. 56, anberaumten Aufgebotstermine seine _ Rechte anzlz" melden und die Urkunde Vorzulegen, widrigenialls die KraftloSerklärung der Urkunde erfolgen wird.

Hamburg, den 23. Dezembe_r_1889. _

Das Amthericht Hamburg. erl-Abtbeilmig 7111. Zur Beglaubigung: Brügmann, Gerickyisicbreibcr, in Vertretung des Gerichts-Sekrctars.

[9238]

Aufgebot. Nachdem

1) der Oekonom Friedrich Vinzelberg zu Neuen-

4) des Fräuleins Johanna Franck in Sandes- neben, '

dorf (:./Sp.,

Oeffentlicher Anzeiger.

2) die Deutsche Lebensversicberung Potsdam zu Potsdam, 3) der Gutsbesiyer Heinrich Moritz Claußnißer

_ zu Hilbersdorf i./S., ,

sammtlieh vertreten durch den Justizrat!) Engels

Zu Potsdam, das Aufgebot der nackostebend bezeichneten, angeblich verloren gegangmen Policen der Deutschen Lebens-, Penfions- und Renten-VersicherungS-Geseascbast auf Gegenseitigkeit in Potsdam, nämlich:

1) der auf das Leben der am 28, Juni 1868 ge- borenen Tochter des Oekonomen Friedrich Vrnzelberß zu Neuendorf a./Sp., Vornamens Dorothea Elisabet Hulda, ausgestellten, am 28. Juni 1890 zablbaren ;PYZice Nr. 12. 23 785 über 1000 „46 vom 28. Juli

8 ,

2) der auf das Leben des am 14. _Oktober 1846 geborenen Obersieward August Diedrich Libbe zu Bremerhaven ausgestellten, nacb [eiiiem Tode an seine Ehefrau bezw. Kinder, spätestens aber am 14. Okwbcr1896 an den Versicherten selbst zabl- baren Police Nr. 55425 über 3000 «46 vom 22. Ja- nuar 1883 bezw. 17. April 1889,

3) der auf das Leben des am 11._Ianuar 1836 geborenen Gutsbefiyers Heinrich MVUZ Claußmßer zu Hilbersdorf auSgesteUten, nach de en Tode_ an seine Familie zablbaren Police Nr. 33 655 uber 4500 „46 vom 7. März 1876

beantragt haben, werden die Inhaber der bezeichneten Urkunden hiermit aufgefordert, ihre Rechte auf die- selben spätestens in dem auf den 22. Dezember 1890, Vormittags 11 Uhr, vor dem _unter- zeichneten Gerichte, Vorderhaus 1 Treppe, Zimmer Nr. 10, anberaumten Aufgebotstermine anzumelden iind die Urkunden vorzulegen, wrdrtgenfaUs die Kraftloserkiärung derselben erfolgen wrrd.

Potsdam, den 22. April 1890.

Königliches AmtIgericbt Abtheilung 1._

Veröffentlicht: Kokkot, als Gerichtsschreiber. [9236] Aufgebot.

Der Kaufmann Heinrich Carl Mar in Frank- furk a/Main, Vertreten durcb den echtsanwalt Koenig 111. in Elberfeld, bat das Aufgebot einer Dcpbfitalquitiung der Vaterländisxch Lebensversicbe- rungsgeieiiicbaft in Elberfeld uber [eine Police Nr. 963, lautend cmi dreitausend Mark und zahlbar am 1. März 1890, beantragi. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, ]väiestens in dem auf den 8. Dezember 1890, Vormittags 10_Ubr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Königsstraße71, Zimmer 24, anberaumten Aufgebotstermme [eine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfakls die Kraitloserklärung der Urkunde er- folgen wird. _

Elberfeld den 5. Mai 1890.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung 71. gez, Hattendorf], Affefior.

(11. 8.) Beglaubigt: Kahn, Amisient, _

Gerichtsschreiber des Königl.?imtsgerickyts, Abtb.71.

[9246] Aufgebot.

Der Inhaber des angeblich veYoren gegangenen Kassenscheins dcr Spar- und Leibkaiiefur dieHobenz. Lande aniamaringen, Serie 1, err.1), 343 (40/019) über 500,46 bis ]. Juli1893 unkündbqr, [_ur welcbeiz baibjäbrige Finscoupons für die Zeit bis 1. Juli 1893 ausgegcren sind, wird_auf den Antrag der _CHe- frau Johann Eisele in Hör1chwag _und der Wittwe Magdalena Dies, geb. Eisele, _ i_n Straeusc ix_n Staate New-York, anfgciordert, ]Patestens im Al_li: gebotstermine den 10. Januar 1891, Vortritt- tags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte seine Rechte anzumelden und _den Kaffenicbem vor- ulegen, widrigcnialis die Kraitloserklarung des Teisteren erfolgcn wird. _ _

Sigmaringen, den 2. Mai 1890,

KöliißliÖOI Amtsgericht.

[63884] Aufgebot.

Das Syarkaffenbuci) der Siädiiichen Sparkasse zu Königsberg, Nr. 11. 7650 über 113,41 „46, _aus- efertigt für die unvcrcbelichie Elisabeth Meißner Liersclbst, ist angeblich Verloren gegangen und 1011 auf den Antrag der Eigentbüwerrn, dcr_ unberebe- lichten Elisabeth V.]ieißner biericlbst, zum Zwecke der neuen Ausfertigung amortiiirt Werden. Es Wird daber der Inhaber des Brichs aufgefordert, spatestens im AufgebotItermine, den 19. September 1890, V.=Vk. 9] Uhr, bei dem unterzeichneien Amts- gericht (Zimmer 34) seine ?iiecbie anzqmeiden und das Buch vorzulegen, widrigensaüs die Kraftlos- erklärnng desselben erfolgen erd.

Königsberg, den 4. xcbruar _1890.

Königliches mtsgerickpt. K. [65868] Aufgebot. _ __ Die Svarkaffenbücber der stadtiicben Sparkasse zu Kolberg _ _ & Nr. 34 457 über 145 „46 90 «3, ausgefertigt auf den Namen Heinrich Veiter, Vorm- Sicderland, welches dem Vormund des :e. Beller, jetzt verstorbenen Hausbesitzer Friedrich ?iiomig zu Siederland abhanden gekommcn ist,

. Nr. 36 725 iiber 949 „46 65 „3. ausgefertigt auf den Namen Johann Heinrich Ferdinand Veiter, welches dem Vormund des xc. Veiter, cht verstorbenen Hausbesitzer Friedrich Romtg zu Siederland abhanden gekommen_ ist,

soilcn auf den Antrag des Inhabers, namiicl) des Johann Heinrich Ferdinand Weiter, zur Zeit wohn- baft in New-York, vertreten durch den Justizrat!) Mannkopf zu Köslin, als Generalbevoilmackptigten, und dieser vertreten durch den Rechtsanwali Grieser zu Kolberg, zum Zwecke der neuen Ausfertigung fur kraftlos erklärt werden.

Es werden daher die Inhaber der genannten S arkaffenbücber aufgefordert, spätestens im Auf- ge otstermin den 18. September 1890, Vor- mittags 11 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte ihre Rechte anzumelden und die Bucher vorzulegen, deJigenfalis die KraftloSerklärung derselben erfolgen w r .

Kolberg, den 8. Februar 1890.

Königliches Amtögericbt.

5. Kommandit-Gesell en auf Aktien u. Aktien-Gesellstk. 6. Berufs-Genoffen (LMU.

?. Crwerbs- und 8. Worbexi-Ausweise der deutschen Zettelbanken. 9. Verschiedene Bekanntmachungen.

irtbschafts-Genoffenscbaften.

[64863] Aufgebot: _ _

Das Sparkaffenbucb der stadtiscben Sparkaiie zu Stargard i./Pomm. Nr. 30 553 uber_noch 42 „44 16 45, ausgefertigt für Emil Harp, ist Le terem angeblich abhanden gekommen urid soll ciuf nirag desselben zum werke der Ausfertigung eines neuen Buches für kra tlos erklärt werden.

Es wird deshalb der Inhaber des borbezeichneten Sparkaffenbuchs aufgefordert, spätestens im Aufgebots- termine am 23. September 1890, Vorm. 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht, Zimmer 1, seine Rechte anzumelden und das Brzch vorzulegen, widrigensalis dasselbe für kraftloserklart werden wird.

Stargard i./Pomm., den 7. Februar 1890.

Königliches Amthericht. Abtheilung 111.

469954] Aufgebot.

Die zu dem auf den Namen des Zinxmermanns Louis Steiß zu Halle a./S. lautenden Emlagebuche Nr.220031*1 der Svarkaffe_ des _Saalkreises _zrt Hal]; a,)S. gehörigen Sparkaiienscbeme Nr. 192475 1305. 3 über 30.46- und Nr, 194118 1305“ 4 uber 20 „44 sind angeblich in den Jahren 1887 oder 1888 verloren gegangen. _ _

Auf Antrag des Zimmermanns Loms Steir, werden die Inhaber der Sparkanenscbeme aufgefordert, spa- testens in dem auf den 4. Oktober 1890, Verr- mitta s 10 Uhr, anberanmten Aufgebotsrermine ibre echte bei dem unterzeichneten Gerichte, kletrie Steinstraße Nr. 8, Zimmer 31, anzumelden und die Sparkassenfcbeine vorzulegem, widrigenfalls deren Kraftloserkiärung erfolgen wird.

Halle a./S., den 27. Februar 1890.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung 711.

[9245] Aufgebot.

Auf den Antrag des Laridesältesten Nickisch ron Rosenegk zu Kuchelbera Wird das_SParkaffeybueb der städtischen Sparkaffe zu Liegnitz Nr. 28016, lautend Über 232 „46 16 48, welches angebltck) ab- handen [Lekommen ist, Hierdurch aufgeboten. __

Die Inhaber des bezeich11eten Sparkai1enbuchs Werden hierdurch aufgefordert, ihre Rechte auf das- selbe spätestens im Aufgeboistermine, den 4._ De- zember 1890, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 29, _anzumelden und das Sparkassenbrief) vorzulegen, widrigenfaüs die Kraftioserklärung desselben erfolgen wird.

Liegnitz, den 7. M*ar 1890. Königliches Atuthericht.

[56647] Aufgebot._ _ _

Die Firma Jacob8r Plairt in Leipzig, vertreten durch Rechtsanwalt Kock) daiclbst, hat das Aufgebot beantragt znr Kraftioserklärung der von derselben (1. (1. Leipzig, 13. Oktober 1889 auf P. Ruwoit m Hambura ausgesteijren, bon Leytcrcm acceptirten beiden Wechsel über „44 680,_ und_.46 324,_.

Der anaber der Urkunden il'lrd aufgefordert, svätesicns in dem auf Donnerstag, den 10. Juli 1890, Nachmittags 2 Uhr, vor dem unter- zeichneten (Gerichte, Dammtborftraße 10, Zimmer Nr. 56, anberaumten Aufgebotstermine seine_R_echte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigen- fails die K'raftloserklärung der Urkunden erfolgen wird.

Hamburg, den 23. Dezember_1889. _

Das Amtsgericht Hamburg. Cibtl-Abtbetluxig 7111. Zur Beglaubigung: Brügmann, Ger1ch_ts1chreiber, in Vertretung des Gerichts-Sekrctars.

[9235] Bekanntma ung.

Auf Anika der Köni [i_en _Justiwerrvaliuiig, vertreten dar den (Heri tsicbreiber Elbers _btcr, wird bezüglich der von dem bier verlebten Gerichts- vollzieber Hill bestellten Amtskaution__in Höhe bon 600 «46 das öffentliche Y_ufgebot erlaiicn. Es wird daher Jeder, welcher Anwrücbe gegen borgxnannte Amtskaution erhebt, hierdurch aufgefordert, svatestens im Termine am 19. Dezember 1890, Vor- mittags 114 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 9, seine Rechte anzrxmelden, widrigen- alls solche für ausgeschloffcn erklart Werden.

Opladen, den 28. April 1890.

Königliches Amtsgericht. Abibeilung 1. Kl u t k) , Amtsgerichtsraib. (1-, ZZ Beglaubigt: Webers, Geri tsicbreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[8202] Aufgebot.

Der frühere Kaufmann, je't Rentier Bernhard Friedrich Bertram zu Emden at das Aufgebot einer angeblich verloren gegangenen Urkunde, nach welcher die weiland Eheleute Wiard, A. Wiards und Frau zu Syve, die im Grundbucbe von Simonswolde Band 17. 13 Nr. 240 pag. 4961 in 21th. 11 unter Nr. 2 auf des Hinrich Bootsmann in SimoxiskVolde Grundbesitz eingetragenen [e_chs Guldeii ]iznfzebn Stüber unabänderiiÖe Erbenzinsgeldcr, 1abriich um Michaelis der weil. Eheleute Jan Bonnen urid Greetie Aeilts Kindern und weiteren Erben T_rynije Janssen, Ehefrau des Hausmanns Meint Theils fur die eine Hälfte, [0 dann Greetje Claaffen, Andreas Claassen, Jan Bonnen Clausen, Aeilt (Claassen, wie aucb des Wilim Gerken nnd der Joelke C-laancn Kinder Rixte und Barjje Willms fur die andere Hälfte zu zahlen, von den Berechtigten erworben

aben. _

Dcr Inbaber der Urkunde sowie alle diejent en, welcbe ermaige Ansprüche an den fraglichen Erxen- insgeldern nachzuweisen vermögen, wcrden ausge- iordert, spätestens in dem auf den 24. Febrlxar 1891, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeich- neten Gerichte anberaumten Aufgebotstermtne ihre Rechte anzumelden und die beschriebene Urkunde oder etwa sonst Vorhandene, auf die Erbpacht Bezug habende Dokumente vorzulegen, widrigeanUs die Urkunde für kraftlos erklärt werden soll und .lntrag- steiler als der allein Berechtigte die Umécbreibung der Erbpacht auF seinen Namen bewirken ann.

Aurich, den „Mai 1890.

Königliches Amtögericbt. 111.