1890 / 121 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 20 May 1890 18:00:01 GMT) scan diff

olge dessen der _Ausfal! der Produktion leicht nachgeholt. ( achen rechts.) Die Herren, diq da lachet), aben jedenfalls noch niemals den Betrieb xiner Fabrck eobachtet. Durch die Fortfckzritte der Technik „mird 1eßt eme SchneÜigkeit von nahezu 1000,Umgängen erzielt. (Zurufe: Neue Maschinen !) Das habe_ ich, aiich ' Was die Verkürzun der Arbettßzeit insbesondere betrifft, Fo hat der badische Fa rikinfpektor ausdrücklich betoni, dgß in einzelnen Erwerbszweigen die Ausdehnung _der ArbeitSzeit der- artig ist, daß die benachbarten Fabrikanten in der Schweiz, die einen geseßlichen Arbeitstag haben, sich darübeybeklagtßn. Die englischen Aerzte haben schon 1833 erklärt,'daß em achtstwidiger Arbeitstag bei der Entwickelung der ena111chen Industrie aus: reichend sei und nothwendig, um den „Arldxitertx ein menschen- würdiges Dasein zu gewähren, und die diterretckwchen Aerzte haben sich für einen zehnstündigen Arbeits'tqg außgesprochen. Jedenfalis darf man bei der Prüfung dieier Fragen unter keinen Umständen die Unternehmer alzZ Sachvxrstandige geltdn lassen. Ick hoffe, daß der Abg. Miquel seinen Einftußjm der Kommission und an anderer Stelle gelxend machen wird, um einen Maximalardeitstag eintretenzu [awer]. Der Arbeiter- tag zu Olten hat einstimmig b'eschlossen, daß in kurzester'Zeit für die Schweiz ein zehnstündiger Arbeitstag auf gxseßl1chem Wege einzuführen sei. Dis Herren sothen „derartige Tage Sie würden dann fznden,_dqß der absolutisiische Grundsaß, die_ Freideit sei eme Femdiir der Ordnung, ein voÜständig versehlter ist, und daß“ dei politischer Bewegungsfreiheit mit voÜer Ruhe und Ob16kttvitat disxutirt wird. Vielleicht finden sich dis Herren auf dem nachsten inter- greß ein, der sofort nach Arifhebung Deutschland, wahrscheinlich so Sie wiirden auf einem

gesteigert und in

ausdrücklich betont.

einmal besuchen.

nationalen Sozialistenkon des Sozialistengeseßss in Berlin, stattfinden wird. _ Kongreß viel mehr lernen kiinnen, als wrr auf einem Unter- nehmerkongreß. Das „Evangelische Sonntagsblatt“ sagt, die Bewegung fiir den Achtstundentag mache den alien Spruxh wahr, daß dsr Müßiggang aller Laster Aiisgng sei, denn die Arbeiter wüßten nicht, was sie Mit ihrer freien, , Jm GEILUthéil, jetzt kommt der Arbeiter zu ksmer tigung und ist zum Wirthshausbesuck) und verdammt. Die Beamten haben ja bßrsiLH den Achtstundentag, müßten also lauter Müßiggänger [em. die Begehrlichkeit der vom Schickyal minder Wenn Graf und Treiben daß die un:

Zeit anfangen

edleren Beschäf SchnapSgenuß

Moltke meint,

würde er

zu beobackxén, ., Prontwutk)

Begehrlichkeit , welche sogar die Gcseßgebuxrg zu ihren Gunsten miß- 11, es ist, Wélck)? den Frieden stört.

Diejénigen zu Herzen nehmen, welche Ls angel) überhaupt vsrhärteten Hérzens sind, wie es in_ Unsere ersteFordsrung wird immer sein: Schaft lichenMaximalarbeitstages,iiber welchen dieAu Arbeitgcder nicht hiiiaUSJehsn darf.

über dem jßßigen Zustand bilden die FraULnardsit und der Vsrsuck) einer arbeit, wenn wir auch nicht damit ein daß bei der Kinderarbeit unter das 14 Bei quirin W

Mögén sich diés t, wenn sie nicht der VibSl heißt. ung eines gesetz: sbeutungswuth der Einen Fortschritt gegen- theilweise Regelung der Regelung dxr Kinder- verstanden sein können, „Jahr hinuntergegangen illeii wird sick) in der Kommission erzielen lassen. Was die Trennung so wird die Sittlichkeit Fadriksälen lange nicht elitwird. Unanstiiiidigd wo die Geschlechter getrennt dsr Sittlichksit liegt da vor, id die Vorseseßten Männer [affen verheißsnen Arbeiter: ahezu ignorirt und werden den Ard-Zitcsordmmgen erwähnt. schüsse, die das Vertraiwii dsr KoUegen aber sir miissßn obligatorisch habétl wir wiéder unseren (ilten ufsicht eingebracht. n mit disser Aufgabe beschäftigen, ein Reich§-Arbeitsamt sind zu be- wird dies natiir: Unser Eiitwurf cht hat, Un: [LU es nicht auch diE Bei dieser Organisatioxi wären ngerichte am dssten Untergebracht. Wir ufung von d€11Schi€d§gLrich1€n an die , wohl aber für dis an ein ArbextSamt.

gsschasfen hat, wäre e?- am Pla Man sagte friiher, Zirkei der Vsruf

werden darf. iiber Manches Eik]? Einigung d€r Geschlechter in durch das Zusamnwnardeiten in den so gefährdet, wie es gewöhnlich hingest Gesprächs kommen eher da vor, sind. Eine besondere Gefährdung wo nur Frauen beschäftigt sind, m sind. Die in den Kaiserlichen Er ausichiisse sind in der Vorlage U im Vorbeigehen dei Freigxwiihlte Llrdeitßraus JLMMLU, kiimwn GUTES wirkcii; gemacht Weren. Antrag iiber die Gewerbea iiiipéktoren diirfen sick) alléi Ardéitsrkanimsrn

den Fabriken betrifft,

Ti€ GEMÜ)?-

_ Manchestérpartei iiir undurchführbar erklärt. . absr wenn diE Régierung das RL , lichkeitsn zn machsii, warum sol Soimldsnwkratsn diirfen? auch dis (550Wi*r[1€schi9 siiid gi'ßéil die Ver Landg€richtc man Lit] .Kdédiiialamt ein ArdeitMmt zu ich Organiiatidxi stör€ die dies? MWM sich so wen und JiivaiiditiitHvo

ungoschickt sein;

eine solche §g9110ff611schaft€1U aber _. ig bewährt, daß man ihnen die MMZ: rncher1mg nicht anvertrauen konnts. Organisationen BSVUsLg€110ss€tlschaft€U, Gewcrbeaufsickü 3-"4 Millionen jährlich ent: wo man so aus dem VOULN schöpft suern und drm unersättlichen Mili: frucht ankommen, wo der soziale wiirde. Durch das Réichs-Arbeitk- mit dem Auslande Belzufs JMS hätts ich ge: Verhandlungen der „fisher, sviidern in sind nicht Alle in der Sehr sympathisch br- Arbkitszsit S0nntag§rnhe. Regierung ' genommen hrbar ist aber die Bs der minderjährigen Man ichiittst da das Kind ' r (HEld, anstatt Friihsckwppen ver: ch1tens spricht man Adgeordnct Rotte“ sein.

cicceptiren.

stohen; doi ci110111§1ieich, in BLJUJ uuf iiidirdkté St tarismiw, kann LB daran Frieden JLfÖdekt worden amt wäre ciUck) SÜW, Ve intsrnationalér Regélung wünscht, das; um?» dsr B intdrnationalcn Konfers déittscher Sprach? vorne ihn in der Ursprache zu lesén. die Bcstinimung

rbindUng 1

ericdt _iidrr die nz Nicht in franzi“)

jugendlichen

Gänzlich undurchfii der Außzahlang dss thiiecs deren Eltern und Vormünder mit dem „Bade aus. es zum Smdium zu vsrwendsn, [Wim trinken, bat kLin Mensch Etwas dann Einiges in akademischkr die Arbeiter

Arbciter an

Wenn dieStudircnden il dawider, Weise im _ eine zuchtlose

diese Bestimmung vsrwahrsn wir uns vo gcschaffen werden, aber nicht einseit Zack) dsr Vorlage sollendariiber dis , Was heißt das? C'ntw haupt nicht, oder, wenn sie gehört werder Ohr hinein, zum ordnungen von den von uns vorg

sollen (108?

ordnungen müssen die Unternehmer. ? angehört wcrden. Eder geschichteSiiber: 1, geht es zu einem Deshalb miisstn die Arbeits:

cschlagenen Arbeitsbshörden

andern heraus.

genehmigt werden. Die wenigen jeßt bestehenden Arbeits- ordnungen könnte man eigentlich eher ZuchthaUHordnungen nennen. der Bestimmung, daß die Strafen m den Ar- beitsordnun en nicht das Doppelte des ortSÜblichen Tagelohns übersteigen ollen, ,ist nicht gesagt worden, innerhalb welcher Zeit Strafen von dieser Höhe verhängt werden dürfen. Es werden schon 1"th horrende Strafen erhoben. Einzelne Ge- richte haben ja entschieden, daß dieses Strafgbzugssyswm un- eseßlich ist, aber ein ReictherichtSerkenntmß liegt in der

aterie nicht vor. Von einem Theil der Unternehmer Wird in unerhörtefter Weise so viel Lohn abgezogen für Strafxn, daß die armen Teufel halb entlohnt nach Hause geschickt werden. Wenn das in den Arbeitsordnungen geregelt'wird, wäre es ein wahrer Segen. Der kleine Rest von Koalitioxis- freiheit, den wir noch haben, wird durch die kolossalen Strasßn für den so enannten Kontraktbruch in der Vyrlage vöÜig vernichtet. In den Arbeiterkreisen fragt man sich erstaunt, wo das hinaus soli. Nach diesen Bestimmungen ist von Koalitionsfreiheit und freier Bewegung nicht mehr die Rede. ck habe das wiederholt in meiner Vaterstadt erlebt, wo die ohnbewegung stets in außerordentlich ruhiger Weise verlaufen ist, wie denn grobe Erzeffe überhaupt da nicht vorkommen, wo organifirte Arbeiter vorhanden sind. Ein Arbeiter _erklärte in einer Versammlung bezüglich Derjsnigen, die sich dem Strike nicht angeschlossen hatten: „KoÜegen können wir diese Leute nicht nennen, wir müssen durch die Presse dafür sorgen, daß ihre Namen, be- kannt werden, und wenn wir in GeseÜschasten mit ihnen zu- sammen sind, werden wir ihnen schon den richtigen Platz an- weisen.“ Dafür ist der Mann wegen VerrufSSrklärung mit Gefängnis; bestraft und das Urtheil durch aÜe Instanzen be- stätigt worden. Die Unternehmerverbände dagegen lassen tag- täglich Strikeverrufe, schwarze Listen in ganz Deutschland ver- breiten, nicht blos gegen Strikefiihrer, sondern auch JLJLU bloße Angehörige von Arbeiter: und Fachvereinen, um sie aus jeder ArbSit zu verdrän en und auszuhungßrn, Ksin Staat-Zanwalt hat sich bisher ge unden, der gegen 1olchen groben Unfug der Unternehmer Eingeschritten wäre; ja, der Staatszanwalt in Dresden hat einen bezüglichen Antrag abgewiesen, die Unter: nehmer seien berechtigt, derartigenUnfug zu treiben. So wird mit zweierlei Maß gemesxen; deshalb habe ich die von Hrn. Hartmann behauptete Parität der Behandlung der Arbeiter Und Arbeitgeber bestritten. Gewiß wird in der Civil- klage unter Umständen mal auch ein Unternehmer hineinfaÜen und die ein eklagte Summe nicht erhalten, das gebe ich zu, denn die Ar eiter sind eben so aUSgebeutet, daß man ihnen nichts nehmen kann. Aber auf dem kriminellen Gebiete wird in unverantwortlicher Weiss gewirthschaftet. Ständen Sie mitten in der Praxis, Sie würden unmöglich mit solchen unerhörten Vorschlägen kommen, die das bischen Koalitions- recht, das biHher noch vorhanden war, völlig ausrottenmüffen. Wir verlangen daher in unserem Entwurfs die gänzlichs rei- gabe des Koalitionsrechtes. Ein englischer Delegirtsr au der Konferenz ist es gewesen, dsr auf eine Frage von AÜerhöchster Stelle nach den Gründen des friedlichen Verlaufe?» der eng- lischen Arbeiterbeweguxig die Antwort gab, das liege (in der dort vorhandenen vollständigen Koalitionsfrsiheit. Diese Wahr- heit kann nicht geleugnet werden, und es ist uns unver- ständlich, wenn die Behörden troßdem noch mehr als biSher auf die Arbeiter drücken wollen. Der Kontraktbruck) sklbst soli blosmmit Gsldbuße belegt werden können; auf die öffént- liche Aussordzxrung dazu werden schwere Gefängniszstrafen ge: sexzt! Wie ist es denn nun mit Denjeni en, welche geheim, auf dém Wege des Cirkulars diese AUZforderung ergehen lassen? Immer freiiich werden die Arbeiter die Be- na_chth?i[igte_n sem, weck sie in Folge ihrer Mehrzahl stets öffentlich diese Aufforderungen ergehen lassen miiffen. Die Unternehmer „thun ,das Nämliche, nur in zehiifach verstärktem Maße, heimlich; sie brauchen es nicht öffentlich zu thun, sie haben ihre Unternehmerverbände und die Berufs: genoffenschaften zur Verfügung. Ich habe ein statt- liches Konvolut 'von Fabrikordnungen hier, welche geradezu _ unmoralischs, entehrende Zumuthungen (m dw Arbeirer steÜen; ebexiso eine Anzahl von Unter: nehmererlaßen, welche Üaarxträubende Dinge enthalxen, von denen diedwße Mehrzahl der Reich§tagSmitglieder und dES Volkes mchte; weiß. Die Gebrüder Körting in Hannovér, eine Firma, die [191 alisn Hmnanitc'itsbesirebungen prahlerisck) an ds_r SPLHS stEht, bat UEUÜÖ ein Cirkular erlassen, das nicht iiir Augsn und Ohren dsr Arbeiter bestimmt war, aber doch 31; unsersr Kenntniß gekommsn ist. Darin heißt es, „daß ,in Folge der Brandmarkung der Arbeiter durch ge: kennzeichnete Entlajsmigsscheine und Strikelisten die betreffeuden Arbeitsr nun ersreulicherweiss naturgemäß nirgends mehr Arbeit bekoxnmxn werden“. Zugleich ist darin ausgesprochen, daß das geießlick) achzustellsnde Entlassungszeugniß nach einem ganz destimmten Schema ausgesteUt wird und bssonders Kriinzeichen entdält, also direkt gegen die geltende deerbeordnung verstößt. Mit eiiiem solchen UriaS- bries schickt man die Arbeiter in die Welt; sie finden dann "nirgends mehr Arbeit und werden buchstäblich aus: gshimgert. Wenn das [)LUtL schon eschi€ht, was sdÜ erst erden, WEnn die drakdnischen Stra bsstimmungsn des Ent- wurss Geséß geworden sind? Nun heißt es, die Unternéhmer unterstekzjßii ]a'densslbsn Strafen. Gewiß, aber €?- wird doch nur die Oneiiiliche Aufforderung bestraft, nicht dis Aufforderung an sick). Wir halten _rs deShalb fiir unmöglich, daß ein Deutscher ZietchUag aux etwas Derartiges wirklich Eingeht. Schaffen Sie _lieber'_w1rk[iche Koalitionsfreiheit, machen Sie memetwegen_21n_Netobsvereinsgesetz _ es wird nicht besser ausfaUen wie die Landecdeseße, aber es wird wsnigstens die UUKlßlckMrtigS Behandlung der Arbeiter in den Einzelstaatsn ÜUUÜVYLU „lassen. _ und gkbrn Sie d€11 Berufsvereinsn die Moglichkeit, sich als anerkannte Vereine zu konstituiren. Hr. von Puttkamer hat als preußisch3r Minister von der Hydra der Revolution gesprochen, die hintér jedem Strike YZUerZ. „Hr. von Puttkamer hat während seiner amtlichen whatigkert noch vieles Andere gegen die Arbeiter gssagt und hat 'Andsren Play machen müssen. Wir wszrdsn auf dem Gebiete auch wohl Weiteres noch erleben, ohne daß €*?- zu seiner) pommerschen Kanonen kommt. Bei den Buchdruckern ist kein S_trike ohne ordnungsmäßige Kündigung vorgekommen, L*"Zd „so steht es Üderal], wo die Arbeiter organisirt sind. Wohin dds Gßgenthetl fiihrt, [ehrt der vorjc'ihrigs schlesische Bergqubeiterstrike; dort ist k_eine Organisation, aber auch keine Aufklarung, ,sondern Knecht1chaft in jeder Form. Jm Waiden- burger S_trike wurden grausame Strafen erkannt für Dinge, die von den Unternehmern ebenfalls, nicht so greif- bar, m ihrer Wirkung, aber noch viel niederträchtiger, be- IaUgen werden. Es ist m heutzutage die Gewohnheit

des Unternehmerthums, “eden Vertreter der Arbeiter auf die infamsie Weise zu ma regeln. Deshalb schiebt man jeßt mehr die jungen Leute vor, die nicht soviel zu risliren, und „die nicht Frau und Kinder haben. Auch von demokratisch- freisinniger Seite hat man uns übelaenommen, daß wir ein- seitig Strafbestimmungen gegen die Unternehmer vorschlagen. Das ist begründet in dem hundertfachen kapitalistischen Ueber- gewicht der Unternehmer. Wenn man die Arbeiter verhindern miu, an ihren Verufßverbänden theilzunehmen, wenn man das Koalitionßrecht gänzlich vernichten will, so liegt darin ein Widersinn, auf den wir sofort den richtigen Trumpf zu seßen beschlossen haben. In einer solchen Zsit wie der jetzigen duckt man fick) nicht vor den feindlichen Bomben hinter seine Schanzen, sondern dreht den Spieß um und geht zum Angriff Über. ,Darum sagen wir: nein, dem Unternehmer gehört ems auf den Kopf für solche Ungehörigkeiten. Der große Hamburger GaSarbeiterstrike ist auch hauptsächlich darauf zurückzuführen, daß der Direktor und Pächter der Gas- werke. sich veranlaßt fand, den Arbeitern verbieten zu onen, sich einem Fachverein anzuschließen. In einer Fabrikordnung ij't sogar ein€_Strafe von 10 «W für die Zugehörigkeit zu einem Fachverem festgeseßt; alXerdings ist in derselben Fabrik- ordnung eine Strafe von 15 «M auf das Rauchen gesetzt. Diesen Uebergriffen des Kapitals und der Unternehmer- verbände gegenüber, die ebenso auf dem Gebiete der Innungen stattfinden, giebt es kein (Hefe und keinen StaaTSanwalt; hier muß der Reichstag eins reiten. Die ungeheure Ver- bitterung der Arbeiterklasse und di? lange Dauer der Strikes in den letzten Jahren ist wesentlich erzeugt worden durch die gemeingefährliche Anwendung des Sozialistengesetzes, die Strikeerlaffe Puttkamer? und diese kapitalistischen Ueber- griffe. Wir verlangen die Ausdehnung der von uns vor- geschlagenen Arbeiterschußbestimmungen auf die Hausindusirie, das Handwerk und die kaufmännischen Gewerbe; die Land- wirrhsthaft ist ein Blümchen, welches man nicht anrühren darf, ohne sofort die volle Entrüstung der Herren von Rechts auf sich zu ziéZM, das hindert uns aber ni t, die Ausdehnung unsersr Schuß estimmungen auch auf die andwirthschaft zu vsrlangen. Zum Schlusse rufe ich Ihnen zu: Setzen Sie den Hebel an in dem Sinne unserer Anträge zur Beseitigung der zutageliegenden Mißstände, dann werden Sie sicher zur Besse- rung derjelben und zur Förderung des sozialen Friedens bei- tragen.

Abg. Freiherr von Stumm: Der Vorredner hat seine Friedenssehnfttht am besten mit dem Grundsaß iliustrirt; Die Unternehmer imd es, die wir auf den Kopf schlagen wolXen. Dem reiht sich würdig die Behauptung an, daß in dem Waldenburgkr Strike, wo die Leute einfach todt geschlagen wurdsn, zu scharfe Urtheile ergangen wären. HrGrillenberger hat sich selbst als Unternehmer eingeführt; in keiner Fraktion sißen 10 visl Unternehmer, als in der sozialdemokratischen; wahrscheinlich sind es also die in ihren Kreisen gemachten Er- fahrungen, die die Herren hier vortragen. Wir haben andere Erfahrungen. Die Löhne sind um das DQPPLÜE und Dreifache höher gestisgen als die LebenSmittelpreise. Nack) Hrn. Griklenberger dient jede neue dém Ar- beitgeber aufgelegte Last dazu, die Profitmacherei zu vermindern. Weiß er dsnn nicht, daß zahlrsiche gut geleitete Unternehmungdn einfach zu Grunde gegangen sind? Was iibrigenö brauchbar in Ihren friiheren Vorschlägen war, iki vom Néichtag nicht zurückgewiesen worden, dagegen mit Rechi Unpraktisches wis der Normalarbeitestag, Der achtstiindige Normalarbeitstag ist eine Utopie, dis Sie im Herzen sicher selbst dafiir halten. Jedenfalls wird er nicht internationalés Gemeingut werden, wenn wir ihn zum (5561213 erheben. Der Vorwurf, daß dEr Entwurf die Gleichbérechtigung der beiden Parteien durch die Strafdestiimmmgen zerstöre, ist ungrrecbt: fertigt. Der §. 153 garantirt gerade die Gleichbersch: Tigung dsider Faktoren , und die von Herrn GriÜen- berger versuchte Beweisführung ist dafür der beste Beweis. Vergleichen Behauptungen auszustelien , hat fast etwas Kindisckxß. (Präsident von Leveßow rügt den Gebrauch dieses AUSdrucks einem Abgeordneten gegsnüder als Unzulässig.) Der Abg. Schrader hat gemeint, diese Vor: [age beweise, daß das Sozialistengesetz aufaegebsn sei, Ich bin jedenfaÜs nicht so orientirt in den Kreisen des Bundes- raths wie der Abg. Schrader, um darüber ein definitives Urtheil abgeben zu können. Ick vermuthe aber, daß, da das Sozialistengßseß mit diesér Vorlage in keitiém direkten Zu: iammenhange steht, ein Sozialisteiigeseß entweder vom Bundes- ratl) oder von Seiten des JééichstagLZ noch kommt. Ich bin sogar der USÖEUZEUKUUZ, daß nach dem 1. Oktober d. J. Zu- stände eintreten könneii und werden, welche selbst den Avg. Schrader und_ séine Hiytermänner dazu bestimmen werden, einem Sozialistsngeseß ipäter zuzustimmen. Daß die Ver- sicherutigSgLsengbnng sich nicht als gsnügend erwiesrn, kann i nicht zugehen. Ich betrachte diese Vorlage als eine historische Entwickelung der bis ]"th bei uns erlassenen sozial- politischen (55819132. SiS schließt sich an an die! Gewerbe- ordnung von 1809. Die Bestrafung des Drucksystems, dis Vestimnmngsn iiber die Beschäftigung jugendlichsr Arbeiter kamen damqls sogar schärfer zum AuSdruck, als es heute vor- geschlagi'tr ist. Erst 1878 ist eine Milderung diesLr Bestim- miziigen Singstreten. Wenn die Linke nicht damals gegen 1171181“? und des Ceritriims Bestrsbungen Front gemacht hätte, yo _WÜXÖL ein Theik des heutigen Arbeiterschußés längst Geier; geworden sein. Nach den Ergebnissen der inter- nernalun Kdiifereiiz haben unsere Zustände einen Vergleich mit dei] ÜUSWÜUÜJLU Staaten nicht zu scheuen. Oesterreich urid ÖW Schweiz sind uns allérdings etwaE voraus. Die Schweiz hat es aber nur mit der Textilindustrie zu thun, und m Oesterrsick) stehen die analogen Bestimmungen übsr den Norm'alardeitstag auf dem Papier. Frankreich hat sich auf dem internationalen Kongreß bei der Abstimmung Über den Sowitqgssckwß des Votums enthalten. Alle diese Vor- behalte1chließen aber nicht aus, daß ich auch diese Vorlage mit Freude begrüße, ich beirachte sie als einen erheblichen Schritt nach vorwärts nicht bloß nach der theoretischen, sondern nach ÖSV praktischen Seite hin. Ich theils nicht die Ansicht des Abg. Miquel, daß dies lediglich ein erster Schritt sei, dem bald andere folgen müßten, sondern ich glaube, da[; wir mit diesem Gesetz zu einem gewissen Abschluß und da- durch zur Ruhe kommen. Der Abg. Mi 1121 hat sich für eine Arbsiterorgamsation ausgesprochen und ich dabei auf Eng- land bezogen. Wenn Hr. Miquel die englischen Verhältnisse ksnxite, 10 wiirde LL“ wissen, daß man in England die Trades Umons höchjxens noch als nothwendiges Uebel betrachtet. Dem _aufmerxjamen Beobachter kann es nicht entgehen, wie verschieden die . englische Disziplin in Folge der Einwirkung der Trades Unions von der deutschen Disziplin ist. Nun ist

, daß es in England nicht Das liegt daran, daß adurch ermögliéht wird, beitern vom Kopf bis n beherrscht wird, als Ohne diese militärische Dis- ge Dinge nicht herangehen. diesen Mangelan Disziplin feßen können. Bei der großen aki; auch darüber ist man in Freiheit der Arbeiter S sehr viel geringer ist, r in Deutschland. Noch in dieser Hinsicht ganz horrende ewerkvereine in England erlassen Arbsitgeber in Deutschland gehen. sind Strafbestimmungen enthalten, drakonischen Strafsäßen vergleichen Trades Unions immer in einem nne geleitet, sie hielten sich von Seitdem aber Sozialdemokraten die Sache geändert. Diejenigen elben waren, fangen an, in das Die Presse folgt ihnen, und

Verhältnissen békaimtlick) er vöÜigen Unterwerfung Es ist ganz unvermeid- lemente mischen, die mit der Bei uns in Deutschland wie ihn der Abg. Miquel

einer politischen Partei eine sind heutS schon Organe dsr Fachvereine unbedingt Organe der noch befriedigende Vertrausn zwischen Arbeitgeber weder Gewerkvereine noch Fach: quel sich auf die Zünfte beruft, sich damals um Bestrebungen Ordnung gegen die Unordnung. Bauordnungen und darauf, daß en der persönlichen Freiheit des endig und niißlich WÜWU, fiigts, Wenn heute eine Stadt eine daß die Fundamente sämmtlicher , daß beim ersten Sturm das sich cm eine solch€ Bauordnung gewöhnt sich nicht an eine Ordnung, man dank, zur Folge" hat. zuiammen Herr im Hause uns nicht von außen her von Hsrren, garnichts zu thun habsn, Ordres 3 st kein Vorurtheil, und SZ handelt sich hier zwischen Opiimi-Zmus und PessimiSmus, ifcher Doktrin und praktischer Erfahrung. so _organisiren Sie nicht r 1011 man _pérsönlick) zu- Was nun das so schließen sick) die Bestimmungen üder die Frauen- und Kinderarbeit an die Be- wird sich darüber am leich- ifiihren lassen. dem Bundesrat!) zu wsitgehende Bsfug: Dariiber sleten sich aber diejenigen welchc selbst diese Vesugniß Zn BLng auf nen ]K])§U§ in:

oft gefra t worden: woran liegt es ußstahlgesohüße herzusteüe ein vollkommen blasenfreier Guß nur d daß jeder von den 100 und 1000 Nr zur Sohle von keinem anderen Gedanke daß die Sache richtig verlaufe. ziplin kann man an so schwieri Einzelne Arbeiter werden ganz gew durch eine höhere sittliche Kraft er Menge aber ist dies nicht der F England einig, daß die persönliche unter der Herrschaft der Trades Union als bei dem tyrannischften Unternehme in der leßten Zeit sind Drohungen Seitens der G worden; soweit würde kein In keiner Arbeiterordnung die sich entfernt mit diesen Bisher wurden die gewiffen konservativen Si politiichen Bestrsbungen fe aufgekommen sind, hat sich Arbeiter, welche bisher für dies andere Lager hinüberzugehen. verständige

der Arbeitgeber und Arbeiter zu ein der ](UjZ'btß 0k13b0ur geführt

[ich, daß in solche Versine sich

Sache gar nichts zu thun haben würde von vornherein jeder Verein, im Auge hat, in die Hände irgend Die Gewerkver freisinnigen Partei, die soziaidemokratischen Part '. Verhältnisse, ein psrsönliches und Arbeiter besteht, bestehen vereine. Wenn der Abg. Mi

Wo heute

handelte. zum Schutz der

Auch sein Hinweis auf die man sich diesen Beschränkung Eigenthums, weil sie nothw ist nicht stichhaltig. nach der Richtung erließe,

Häuser sd eingerichtet wären Haus umfielé, so würde man nicht gewöhnen. welche de;; Umsturz dess Wollen wir mit 0611 Arbéitsrn bleiben, dann dürfkn die mit dem Betriébe

Bauordnung

nicht um den Ge sondern zwischen théoret Frieden woÜen,

kiinstlich! Arbeitgeber und Arbeits iammenfaffen und nicht auMinan Geseß selbst anbslrifft, die Sonntagsruhe, “schlüsse des Rsichstagss an. Es

testen eine Verständigung herbe allerdings auch, daß

nisse Singcräumt werd Hkrrsn am wenigsten beschwsrén,

m Bundeé-Zrath Eingeräumt wiss gs hat der Verfasser des Gesetzes ei zu Neujahr zwei frsie Tage dM Ar- iiachdem sie dereith zu Weihnachten zwei Tags bekommen haben. Jndesssn g!aubeich, daß man iibrr hältnisse sich leicht vsrftändigwrkdnnte. Ick chlimmsten FaÜL sogar derit sein, diesem ganzrnAb: Es wäre iibsrhaupt zweckmäßig, u machen und den Rest auf die Dann wiirdSn wir (]iiiZc'ntiiim priixtiren, während wir wiihrend dss Sommers [)Y31„Uk"»d„ der verhandeln und vieUeicbt physisch nicht in dEr Lage Und, MNS anz»? Gesetz zu vsralischied€n, 081111 di? iibrigen Gebiete smd Dies gilt zuniichst VOUUÖLU Ye: ftimmungsn Über die minderjährigßn Äkbéltér. Zwersi'lloH ist der Autorität der Eltern schreiend, daß hier Etwas geschehen muß. Der den Studentsn schlägt den Abg. GriUenberger selbst. Denn die Studeiiicn vsrzchren ganz genau das, was dis Eltern ihnen gibcn, abgesthen davon, da?: thut aber der Arbeitsr auch ganz einfach don Theil dsr Einnalnne bekommen, den der Alisrdings» hat dEr Abg. _GriUendergsr darin Recht, das; es auch unter den ältersn Leuten Lmnps giebt, und es wäre sehr ungcrkckx, wsnn tüchtige jmige Leute (_idsolut unter di€ (stalt unwiirdigixr Eltsrn gesteilt wiirden. LJck) alaube, dasz bisr die freie Vereinbarung zwi1chen Arbeiter und Arbeitgeber Platz greifen muß. 7 ,_ der Gssundlxit, Sittlichkeit und des Anaiandch wird sich lwffrntlich eine Verständigung Ergeben. es abér fiir" unmöglich, diei€ Dinge dem Oder:?BLrwaltungs: Preußsn ais Berufungsinstanz zu unterwerfen. den meisten Fiiklen um lokale Be: kurzer Hand iibrig blsiden, Macdtvoükommeiiheit . Ardsitgeber habe ich ja auch eine gewisse Besorgniß, daß Möglicherweise Chikanen eintretsn „können. ,_ ?kgensreichen Thätigkeit der Fabrikinspektorewidt anzuerkeiinen, Auswüchse du.ck) die oberen Behördeii stets ausgcglichexi Will man eine Jmstanz haben, die ni-den den Poltzsi- bébörden fungirt, so sind die Berufsgeiiofferischafteii_ dazu ILLignet. Die Fixirung einés Maximxilardeitstages Ut fiir géwisse Bétriebe, in denen die Gesundhert durch 0611 Aufenthalt allein schon, nicht durch die Thätigkeit, gefährdet ist, durchaus wünschsnswerth, aber aligemein eingeführt, wurde der Maximgl- arbeitstaa für viele Gswerbe zu kurz, für viele zu lang sen). Ein Portier wird in zwölf Stunden 11icht sx) UUILsWMKt, W ' kräftigsten Feuergrbeiter ilirer zwölfstündigen

Ick) glaube

, ' en wolien. die Fererta

beiterii gébén will,

disse mid andsrs Ver wiirde ims schnitt (kn dlm: anzunehmen.

dissen Theil zuniichst fertig 3 Hérdstskssion zu VETMILU.

ehr sckiwiérig zu bearbeiten.

so himmel:

die Verminderung VS [ck mit rg Li ,

daß sie Schulden machsn, De,»): junge Arbéitsr soi!

BULL]? _ idm zuweist.

Ueber dis Vorschriften zum Schutz

asricht in ES „handelt sichtigungen, Es wird also nichts

Indessen bei der

Feusrarbeiter

Ardsitszeit viillig unzulässig

der ArbeitHkraft

Anspannung richtet und nicht nach der Art der

[Wiglich Nach der Zeit

Arbeit. Eine möglichst große Anstrengung in kurzer Zeit ist weit schlimmer als ein_e geringere bei der Vertheilung auf längere Zeit. Was die Vorlage Über, die Bestrafung des Kontraktdruches vorschlägt, ist das Mindeste, was auf diesem Gebiet geschehen kann, wenn man bedenkt, daß das Gefühl für Recht und Geseß in uiiierer Bevölkerung gekräftigt werden soll. Es handelt sich nicht ailein um ein Privatverhältniß zwischen Arbeitern und Arbeitgebern, sondern auch der Staat und alle Klassen der Bevölkerung haben ein Interesse an dem Schutze des geseßlichen Jystandes. Die Strafen sind auch nicht zu hoch bemessen. Ist es denn gleichgültig, wenn Ham- burg plößlich ohne Gasbeleuchtung blsibt, wenn die GaHanstalt die leéuckßung einstrklt und akle Privatléutd p[ößlich ihren Betrieb aufhören [affen müssen? Dsrgldichen muß verhindert werden. Daß die Arbeiéerordnungen obliga- torisch sein und den Arbeitern zur Begutachtung vorgslegt werdén folien und von dsn Behörden zurückgewisseu werden könnsn, wenn etwas Ungesetzliches odsr gegen die Sittlichkeit Verstoßendes darin enthalten ist, wird sehr wesentlich zur Ver- meidung von Streitigkeitxn zwischen Arbeitern und Arbeit- geborn beitragen. Bedenken absr habe ich gegen die vor- geschlagene Mariiiialstrafe und gegen daS Verbot, auch fiir Vergehen außerhalb des Bstrisbe? Strafen zu verhängen. Die Maximalstrase in Höhe des doppelten ortSÜblichen Tagelohns trifft den niedrig gelohnten Arbeiter zu stark, den hoch ge- lohnten zu gsring. Es müßte vieimshr das Doppelte des Lohns als Maximalstrafe féstgsseßt werdxn. Nock) ernster ist mein Bedenken gegen das Verbot der Brstrafung von Ver- gehen außerhalb des Betriebch. S0 scharf läßt sich die Thätig= keit des Arbeitérs innerhalb und außerhalb des Bstriebes nicht trennen. WohlfahrtSeinrichtungen, wie Krankenhäuser, Schulen, Menaaen, Schlafhiiuser, lassen sich alierdings noch unter den Begriff des Beiriebeß subsumiren, aber LS giebt noch andsre Einrichtungen, Vergniigungixn und Veranstaltungen, dis nicht darunter fallen, (1er dock) WohlfahrtL-einrichtungen zu Gunsten der ArbeitLr sind, wslche der Ardditgebsr lieber untsrlaffen wiirde, WEnn er bei solchen Gelegenhsiten veriibté Vergehen (111 Arbeitern nicht béstrafdn könnte. Zu denschwérsten Schäden in vielen Judustriszweigen gehören dieDurcHstech-xreien zwischen Vorgeséßten und Untergedknen, Meisiern und Arbeitsrn, Stsigern und Bergleuten, die auc!) außerhalb des Bstriebes stattfindsn kiinnen. Vergleichen muß durch Strafen eingeschränkt WZWEU. Dasselbe? gilt auch z. B. von Schlägereien zwischen dyn Ardsitern. (Riis bei den Sozialdemokraten: ZeitungSverlwt!) Nein, da?» Zeitung?:verdot gehört nicht zu diesen Strafen. Jck) habe deu Arbsitern nur angekündigt, wsnn sie eine gewiffs Zeitung lessn, wiirdsn sie entlassen, und das werds ich auch künftig thun. _ Das Verbot von Zeitungen oder. des Besuch?: von Wirthschastxxm, in dcrxen soziaidcnwkratische Politik gdtriedén wird, hat mit dieisn Strafen nichts zu thun. Im Prinzip kann man. Ls aller: dings für falsch halten, daß dsr Ardéitgéder bei dcr Gleich- bereckytigung des Arbeiters sich um diesen ach) außerhalb des „Betriebes kümmers. Ich verlange adrr gar kein Recht für di? Ardsitgsder auf diese Kdnvgntionalstrafe, sondern daß der Staat den Arbeitgsber daran nicht hindert. Wenn die Arbeitgeber kein Recht [)abén i_oUen, sich.. auch außerhalb des Bstrisdes um den Arbsitsr zu kümmern, selbst dann nicht, wenn dsr Arbeiter ihnen durch Vertrag dieses Recht gicbt, so wsrden sie ihrs Schuldigkeit zu Guristexi dsr ArbeitSr nicht m-shr mit Freuden thun kdiiiwn. Es ixt eim», der wc-setitlichsten Wohlsahrtheiiirichtungen, www, der Arbéitgeber sick) Um den Arbéitér auck) (i_ußsrhalb des Bétrwbss kümmern kam:. Daß dsr, Staat Mißbrimck) in dirjkr B9: ziehung verhindert, ist durchaus korrekt, 091111 dsr Mißbranck) der Autorität schadet Mkhr als andrrrs. Ich bin bereit, mit Ihnen zusaimnetizuarbsiten, um unter UdUstäiidiger Wahrung der Gleichder9chtigung zwischén Arbsiter mid Arbeitgsber Linen brauchbaren (HéseHentwurf zu „schaffen. EH kann (111le mtr ziim Segen des Vatsrlanch gerdickWi, MMU Sie auch dafiir sorgen, daß nicht das psrsdnliche Verhiiltnis; ZWischkkl Arbeitgsbcr imd Arbeitér Untergrabeii, sondern gskriiftigt wird.

Abg. Czegielski: Wir habsn ddr Eriiridrrmg dss Arbiitei'schiißes in Wort und That schon zu einer ZM Unsere Unterstiixzung armedeihsn laffcxr, ach diess Bestredumawi sich noch nicht dsr Sympathie aÜer Fraktidnon mid dozH Bundes: raids ?kstLUWU, imd begrüßeii isldstvcrjtändlick) UU?!) die gegcuwiirtige! Boring? aui da?: Freudigsts. _ Die wichtigstéii Paragraphen sind dis in „Bszug (Ms die Sonntagsruhe. Ter Arbeiter, dem 111cht gegönnt Ut, das Gebot dEr SMMMJSLUHE zu halten, lwndslt nur konsrquent, W(Uil er sich auch iiber dis anderen GEDOK [)inwegsexzt. DLr Mangél an R-Ziigion kamrdurci) (Zwtrakt? Moral ni€ Lkskßk Werden. Edsnso Urrianzit dw Riickiickx aut die Gesundbrit die Sdiiiimch-riilzi-. (deiindd Fiiinilisiwsrlßiit: nisse sind die (Hriitidlage gésmxdsr staatlichixr VLrYii'tmße. Die deintagsl)ci1igu1m hätt? läilgst dsr Jtiva[idiiiiisvsrnchsrung voranSthcn MÜssLll; mannwß doch LMT derrwirliditiit vorlwiigs'n und dann für Invalide sorgen._ Mit FWUDOU dsgriißsn wrr die Paragraphen, welch? sicb cmi dis SCHOUUUJ drryFraucn _umd Kinder erstrrcksn. Disse B-xsiimmumioii decksn nch ungrstihr mit den bisherigrii Beschlüssen drs ?)k8ichstagss._ Ob an StiFYe ÖSV E111sck)ädig1liig brim Koniraktbruck) “smc, Biiize zu Won txt, ist mir zweifelhaft. Visiisicht wäre eme Bußs nur daim'iii Ansaß zu bi'itigen, wenn ein genaurr'Sckxideniiacdiin'is nicht zu fiihren ist. Die ArbeitHdiickzdr fiir YZUW'LLZJÜWTJL imd noth- wsndig, Und die guts “Tendeiiz, die Amoritat dsr Eltern und Meister gkgeniibcr den jmmen 8911th zU fiirderiz, 211 (1115118rkLUL-n; andersrssits wird die viitsrlichi: Gewalt leider zu oft miß- braucht, so daß dis Achziiiilung des Lolmexx (111 die» _Eltern in vißlen Fiilien ungerrcht wiirr._ Irdeiifalls Ut die Bestimmung, daß in der Fabrikordnung scitzisyetzt werde)". soll, ob dcr Lohn an die Eltern oder dic), Minderjährigen angchiNt werds, Fiir uns unannehmdar. Vcrmißt wurde biffsdsr dine Regelung drr Verhiiltiiiffs di'r Betriebsdramten, Wsrkmcijter, T€chiiiker, und wir werden diesen Thsil dor Vorlags witAizsmsrÜcimkSit in der Kommissiom verfolgen. Bedenklich) Ut, daß den Arbeitern (Hsiegsnhcit gegeben, werden soll, iich iiber jods deal): sichtigte Aenderung dEr Fabrikordnung zu äußern; Vsrniiiiftig mag sein, daß sie gehört WLdeU, wenn iiber 016 einmal sejtgeseßte Arbeits xit hinausgegangen werdeii soll, unvernünftig ist es im Fa"? einer vielleicht durch die Geschiiftslage nothwendig werdenden Verminderung dsr ArbertSzLit. Einen Normal- arbeitstag für Erwachsene einzuführen, ist kaum möglich. Durch kürzere und intensiwxre AkbLUSzctt wird der Arbsiter oft mehr erschöpft, als durch längere und langsamere Arbeit. Die Forderung eines achtptiindigen Arbeitstages ist durchaus unberechtigt und nur als Agitationsmittel zu ver- werthen. Es würde dadurch eme, absolute Umwälzung der jest bestehenden Verhältnisse, namentlich der

Lohnverhältniffe herbeigeführt werden. Der Arbeiter wird in 8 Stunden so visl verdienen wollen,

12 Stunden. Das muß die Produktion Vertheuerung der Lebenßmittel führen. zufriedene Unterthanen schaffen, unseres Kaisers, Zufriedenheit in der arbeitén schaffen, wird nur dann er wenn die preußische Regierung zugleich das Systsm der Germanisirung in den Volksschulen, in welche die polnischem Arbeiter ihre Kinder zu schick?!) gezwungen sind, verläßt. Wir müssen verlangen, daß _die m der Vorla nommenen Fortbildungsjckiulrn wirklick) i nabe erfüllen und nicht Pflanzstättsn der Agitation gegen das Daß das nur unter voliér

als th in 11 oder vertheuern und zur Dis Vorlage will hohe Absicht den Vevölke: fiillt wsrden können,

aber die

ge in ?[ilßisicht gs: hrs praktiiche Auf-

Bsriicksichtigung

Polsnthum werden. _ wsrden SiS Mie begreifen.

der Muttersprache gescheheii farm, . Dementsprechend wird die Einfiihrunwdsr polnischen Sprackgs als Unterrichtst€g911stand in der leksichule _zu_ verlangensein. Das jetzige Verwirrunch- und Verwrlderungwyytsw111.141; Einmal Ich richte an dem Reichxékanzlerdie dringend seinsnEinfluß als preußischer Miiiixterrmidsnter dieser Mißstände gelténd zu mackwn.

_ Absti'liung Vor fiinf Jahren sprach „()]lEL'CÜGU ]0 011311061181“, um damit _anle: deuten, das; (1116 Härten auf dsn Reichskanzlsr zuriickzaiiidren sind. Wir wollen wünschen, daß wir das ,Wdrt bald Wi009k= holen können in dcm Sinne, daß, wsnn wxr indem, wrr LÖSU den Reichskanzler finden, wslch€r_ dch uns Polsn gsgeniidsr angewandte AuéZrdttungSiystem bewitigt. Abg. Wintersr: Wir SrkéilUSn disder€chtigtci1Aiispriiche Wie das Endex dos rwrigsii Jahr: underts den A111priich€n des dritten SMUDES NSJSUÜÖETÜÜUD, ehen wir cht den Anspriichén des visrtéxi Stqiidos RMN- iiber, und so wsit sie bérechtigt iiiid, miimsxr US drwx'iiiqr DiE FOTOSTUUJM dsr nwdsriieii Ardéii-Zrbewogitiig sind international, das VOMSHLU dcr ?)ksgierungsn 'gigcn: iiber ÖiZsLkl Forderungwi muß chZlmld (ruck) Siii intertiatwimieZ internationale DiE Sonntugérukx muß ÖMl Arbsitér Fast ebsnso wichtig ist dir Bs: seitigung der Nachtarbsit DET Frank,"; dis Maichinyn MUSU eigentlich zur Erlsichtermig dEr Arbeiter diétlkii Und irdßdsm herb€ig€fiihrt , TNlisSUdLn Masckxineimrbkii

ich das Wort:

auf Arbeite2rschut§ an.

Kdnfkrenz Freuden zu bxgriißsn. Uiibedimgt gesichsrt wsrde'n.

Nachtruhe 150 Tagsn ' Gssundhsit drr zukiinftigsn Gsichlochtsr lsidsn. Durch dis Bc: schränkung dsr Ardcii-Zzeit der Frausn wird in dsr Textil: indUsirie eine Vsrkiirzung BSL" Arbeit iibrrhaiwr Liiitretst); aber in Betrieben, wo Frauen garnicht oder nur ichr Wéiilg drr: wendst werden, wird eine Verkiirzung nicht eintreten. Wir kömwn auch dem Staate 11icht das iixibeschrc'iiikte Recht zasr: kLiMSU, auf diesem Gebiete ?WZngZiféjl, sondern nur 10 WM 61“ einschränkstid eiiigreifsii, . Ardeitsrstandss gcfiihrdi-t ist. Dis achTstÜUDigS Arlieithzeit kann maxi nicht dwie Wsitkrss €i11fii[)r€11, dadurcii wiirde dsr Ver: Ardkiter zu 'sehr beradgedriickk Stiirkmig der viitrrlicheii Autorität wiinschenéöwertk) ; dliiht in den großen Fadrikcentren. di-m Vatsr Uiid

Arbeiier aUIgelziindixit werden

déii VatEr gszal)lt wsrden kami. lich€ Arlwitér cm dis Familie gsfsssslt. . , _ strafung dss Kontrakidruchs UlÜssLil wir mnigc Aithelliiiigen, welchs Hr. Séhradsr imd Hr. Miiiusl gcnmckyt haben, ddU: Strikes sind nicht MLM Ideal, aber swnnd gegenwärtig das einzige Mittel, Um dcm Nrdsitér 311 femom latigc 001“ Lodii dss Arbeitsrd von der uudarnrdsrzigcn KUUkUrkSUZ adhiiiigt, so lange darf die Koalition-Zfreihéit nicht eiiigsschriiiikt wsrddn.

Abg. Hashnle: Jm Namsn msiner FrSUii-de Wii dor Volkspartei frsiw iii) mick), die Erklärimg adgodsn zu kÖilili'jl, das; a1lch wir (UlflicMig sympathisireii mit “der Tsndsxiz de?- zUr BCULTHUUN stslxndsn Gessßyntwnrfxi. Wir Erdlickem in

di? Gssundlxit dsS

nothwendig und dsr ZUIM? Wir begrüßen ss, dax; juasndiichsn

das Vagabondenthiim Arbeitsbuck) nicht dem

Dadurch wird dsr jugsnd- Béziixilick) dsr Bc:

ständig tkwilsn. Rscht zu viérhclfcn.

Vsrwirklichmm Verschtigmig singe'tretsn der AingLstanUtrg dirsss Einnml dslr Bedürf-

fiir ÖSWU Jahrzshiitcii mitarbeiten und zwar mit drm ddppcltsii Béstrébkjl: nisssn der arbeitékidéilKlaffS nach fssrerrr und gsfsdliMngs- lung großer Ardsitsdsdingungén, iiach Schaffung zwsckmiimgsr Schuß vdr kdrpcrlichsr Uedrransrrsngumg Andererseiisz Maßrsaslii , Zwiéckzsnsmdicn

Lrgciiiisatiom und nail) zu tragen. VZrmeidung ULbe'rgang

Produktionsdedingungén

mdglicdstc

griiieinsmnés

Llrdeitnger wie der Arbeitnchmer an mid 111011 Von diesem Standpunkt aus Wi'kdi'll wir einé Reil)? wichtiger Bestimmungßn des (HeseYSS annehmdii kiinnen, 011081“? dagegen zu äUdSkllUér wir uns denjenigen Bestrebungwi anschließi'ir, w-elido dis Ein: mischung der Polizeidehördsn in dis Ordiiimg dcr Nrdsits: UErhältiiisse möglichst zu [WschkällkOU vsrsucd-yn. Anzahl gswichtiger Bedßiikenvon dsti Vorredm'rn dsroitéz dsrvdr: gslwdcn worden, denen ich mich zum großen Thoxi amschließcn kann, ohne sie WiWSlelSil „zu wollsn. EH k0111111911110ch0110619 dazu, so z. B. bLstimmt dsr F". 138, dai"; Ardsitcrinnen, bevor sie dis Arbkit bogiimrn diirfen, vom Arbeitgeber dsr Orts: V01izeidchdrde schriftlich angozeigt werden müssen. bisher nur Erforderlich, wsnn jugendliche Ardsitér in einer Fabrik beschäftigt miirden, Die AUZDLHUUUJ dcr Anzsige aus di? Ardeikkritmeii ist sims weiti'rc wslchs drm Arbeitiicdkr die “Sozia Noth iiicht verstärkt werden

en dasssldo [W: riickstcbtiat wisién.

1uch€2r Vor Allsm werdsn

Ex“ sind eins

Dios war

Bermddrumg der vielen Sckzreibcrsien, _ (gmstzgedung aufgebürdet hat und die ohne

Darauf wird die wxsitsrc V&athung vrrtagt.

g. Miqiiel (pcrsönlickß: Um jkdrs MißUEkstäUdniß zu en, dente ke ich, daß ich nicht verlangt habs, daf; vdn Staats odcr Gsießeswegen die ganze arbeitends Klasse in bestimmtem Bsruf-Zvereiiien organisirt werden soUe.

gesagt, daß iiach weinor Auffassung dicse Organisationen

iir 7rsizmnachen und Ich wiil also Hrn. von Stitiimi und seine Arbsiter gar nicht zwingen, eine solch? Organisa- tion zu machen. Paßt sie bei ihm und seinem Bctrtrbe mehr, dann wird eben diese Pftanze dort nicht wachsen. In anderen

weitsr zu thun, als den Boden hier Mißbrauch zu vsrhiiten.