landwiribfcbaftlicbcr Maschinen und Gcrätbe sowohl im Jnlande als besondrrs nach dem Orient und Amerika ist erheblich in Zunahme begriffen. Die Lage der Turbindustrie ist als eine durchaus günstige zu bezeichnen. Besonders gestaltct fich das Ausfybraescbäft immer lebhafter, sodaß einzelne Fabrikanten fast ausschließlich hierfür beschäftigt sind. Die allgemeinrn Verhältnisse der Wollbut- industrie haben sich im verflossenen Vierteljahr nicbt gebessert. Das Verlangen nach wohlfeiler Waare beherrscht immer „noch den Markt, sodaß der Verdienst ein verbältnißmäßig geringer isi. Der Stand der Lein en i nd u strie war dagegen befriedigend. Drr Absaß von feineren FlackzSgarnen war zwar durch den Wettbewerb mri dem Aus- lande erschwert, doch gingen dir gröberen Waaren und die Werggarne ziemlicb gut. Namentlich war die Ausfuhr von gröberen Leinen nach Amerika umfangreich.
Zur Lage der Braunkohlen-Industrie. .
Im Brrgrevier Eberswalde hat dcr Betrieb der Gruben rm 1. Quartal d. J. guten Fortgang genommen. Die bei der starkqn Nachfrage am Schlusse des letZten Vierieljabres 1889 erwartexe wei- tere Steigerung des Absaßes und der Preisr war jedoch der frubzeitt- gen milden Witterung wegen nur zum Theil eingetreteii. Mehrere (Gruben schränkten deshalb, um nicht große Haldenvorratbr anzusanz- meln, die Gewinnungsarbeiten ein. Dem enstspreckyend wuroe auß) die Hersieklung von Briquetts eingeschränkt. Die Arb eiterverhalt- nis! e waren im Allgemeinen günstige. Auf der (Grube cons. Centrum , im Kreise Telxrw, wurden zur Heranziehung Von weiteren Arbeitskräften fortgesetzt Wohnhaus e'r errichtet. Auf den zum Brrgrevier Frankfurt a. O. gehörigen „Braatz- kohlengruben des Kreises Beeskrw-Swrkow war der Betrirb, wie stets während des ersten Vierteljabres, weniger lebhaft, da der baupt- sächlich zum Absatz der Erzrugniffe dieser Grubrn benußte Wasserweg geschlossen war. Trotzdem ist die Förderung eme weitaus beträchi- lichkre gewesen als im ersten Virrteljahr1889. Ein sehr großerTbeil der grwonnener't Kohlen mußte daher bis zur Eröffnung der Schiffahrt aaf Lager genommen werden. _- Dic Zahl der Arbeiter, ist mtt Riicksicht auf den jetzt wieder umfangreichrr werdenden Betrieb ae en das letzte Virrtcljabr 1889 vermrbrt wordrn. Die Lköbne ba cn fich auf derselben Höhe wie in dem vorhergehenden Viertelxabr gehalten.
Um die Waldiirbeiter " _ an ihren Wobnfitz zu fesseln und bierdnrcb einen iurbtlaen Stamm solcher Arbeiter heranzuziehen und zu erbaltexi, sind im _RrZierungs- bezirk Potsdam in lcßter Zeit 55 119 Acker- und Wie1rnlanderxien und ungefähr 46 Wohnungen an Waldarbeiter zu mqßigrn Preisen verpachtet und Vermietbet worden. In Zukunft soll diese Maßregel noch Weiter angedebnt werden.
Roheisenprodukiion.
Nach den statistischen Ermitteiungen des Vereins deutscher Eisen- und Stablindustrieller belief sich die Roheisen- produktioxi des Deuticben Reichs (einschl.Luxemburgs) im Monat April 1890 auf 398 457 r; darunter Puddelrvbeisen und Spiegeleisen 179 100 :, Veffemerrobeisen 36 260 r, Thomasroheisen 138 203 r Und (Gießereirdbcisen 44 894 r. Die ProdUktion im April 1889 brtrug 372 742 r, im JNärz 1890 416948 1. Vom 1. Januar bis 30. April 1890 wurden produzirt 1551 497 1 gegen 1455265 1 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Kunst und Wissenschaft.
Verein Berliner Künstler.
Ein neues Bild Heinricb Von An geli's isi immerhin ein kleines Ereignis; in der kunstliebenden W111 und zikbt ihre Aufmerksamkeit _in erhöhtem Maße auf sich. Das ist denn_auch wieder drr FaU mit ieinrm soeben im Verein Berliner Künstler ausgesieüten großen Porträt Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin Auguste Victoria. Es stellt die Kaiserin in ganzer Figur dar. Im Gang plötzlich innehaltend, zsigt fick) dir Gestalr noch untcr dem Eindruck der Vorwärtsbewegung, wodurck) fie belebter erscheint und an Wirksamkeit gewinnt. Mit leicht iibrkeinander gelegten Händrn, deren eine den berabbängenden Färber aus Straußenfedern hält, steht die Kaiserin auf dem mir orientalisckyrm Teppich bedeckten niederen Podium einer Terrasse, wclchr einc schlich1c Arcbiirktur zeigt, sodaß kein Überflüsßges Beiwerk das Auge des Bestbauers Von der Gestalt ]clbtt abziebr. Selbst im Hintergrund ist Alles vrrwiedrn, was somit bei derartigen Grmäidrn Fürstliiiorr Personen bei Malern beliebt ist, keine großartig angel-sgtr Landschaft eröffxirt dem Auge eine weite Peribrctivr, fondcrn über einen einfachen Dark dcbnt sich nur eine graubiane, etwas nebelbafir Lnftpartie in die Höhe und Ferne. Dir Kaiscrin trägt eine aUSJcscbr-ittcne iaubeugraue Robe, derexi britte Siblcpv." vornrbm und mit geschickt arrangirTem Falten- wurs aus den Bodrn brrniederfällt. Reiche Stickérei ist in geschmack- v-ol1en Maitrrn iiber den kostbaren Stoff ausgebreiirt und erhöht seine Mälkk'isiÖ-L Wirkung sowic_den lrbendigcn (Cindrrick. Dkk Schmuck, wrlckcn 0105101111171- 11691, ist durchweg ans Sixber geurbritet, rin Dtadém'UmUUlKßf die bobo Frisur und rrböbt dic Majestät des Kopfes. Ueber die BrUsi ist das orangefarbene Band drs Schwarzen Adler- Ordens, der auf der [inkrn Brust befrstigt ist, 1]€schlrmgrn; auf der linken Achs€l bxm-tkt man die schwarzweißr Schleife des Luisen- Ordrns. Das Hauptgewicht bat Angeli auf die Ausfiihrung des Antlitzes „geligt, WWW, zu dreiviertel dem Bescbaurr zugewendet, diesen mri eincm Ausdruck von woblwoÜendrr Herzensgütc anblickt. Gerade der Ausdruck der AUJLN diirfte dem Künstler am bestcn rie- lunaen. sein, _ ib_ Glanz 1chcint sui) über das ganze Antlitz zu" breiten, dkßjen [reimdlicberEindruck durch rinlricbtrs kaum merklicbes Lacheln v'erstarkxwird. Was bei dem (Gemälde auf den ersten Anblick be- fremdet, istdasKolbrii. Jm Incarnar haisich der Maler wohl an die Wirk- lichkeit gebaltcn, m eiiiem Urbrigen ist ein absicbtlicb grau gehaltener Ton wahrncbmbar, dcr fick» m der Farbe des Kleides, im Gestrin der Terrasye, m der Lufx des Hintergrundes und anderen Dingen auffäÜig 1119071, selbst die. []Lsatslgch'FakbM des orientalisrben Teppicbs haben 111 der hier vorlirgrnden Wiedergabe ihre Jntenfilät eingebüßt. Bei langerer Betrarbtuna kasl-VWULOLT aber dieser schrinbarr Ucbclstand des Kolorits, UNd 1? mehr MM" 11ch an ihn gewöhnt, um so deutlicher nimmt „111011 ch 010 Vsrzgge wabr, an driien auch dies Nngcli'sch Werk wie 10 Viele 1e111ör1kubcren mißerorrcntlick) reich ist.
Am ,Emgainlzum Lichtsaak sicbt man «ui riner Staffelei eine Le'nbackx scbc Skizzr, dcn Enrwyri zu dem Grmäide des Fürsten von Bis_i_narch,_ welkckyrs zileichfdlls bier 111199261111 war und sorbrn nach Dgneldori gesaUckt 111. Der thrit iir 1113015 dargsstsllt i.: soch Uniform, das HMM brbrckqt rnit dem Helm, die Häiidr anf drm Schooß rubend.' Dies Gemaldc zeigt wieder im (Hafen wie im NW)- tbeiligen 'die (Eigenheiten Lenbach's, Welche man an seinen Biidrrn gewohnt ist. Allrs concentrirt sick) auf das Aniliß, und dicses leuchtet uns Hier in seiner g(mzcn Energie und geistigen Größe mit über- zeugender Gervalt, aus dem dunklen Grunde entgegen. Die mächtigen Augen vrrraibcn in ihren Sternrn den gcwaliiqen Geist, Welcher aus ihnen spricht; das energisch modeÜirte Antliß mit seinen buschigrn Brarcn, dcn_Furchen imd Falten ist genau der Wirklichkeit11achgebildet;dochscheint es fast zu hiniang, 'zu ait, greifenhafter als der Fürst in der That sein rürste. Alles ist 11111 markigem Strich beraussmrbeitey Aber was schon an so vielen (HeimildenLenbach'sselbst von seinen Anhängern mit Recht getadelt worden ist, das ist die Vernachläsfigung des .Bei- werks, vor Allem der_zßande. Sie sind geradczu skizzenbait gemalt, stecken iiberdiesjtn WLMM, ganz-flücbtig anzicbcuteten Handschuhen und bilden wirder etymal . drn urxersreulickxstm Punkt in dem Lenbuch'schen Bilde. „Auch die Uniform, dic Aufschläge, der Helm, das ist Alles nur jkizztrt, wgrum? darauf diirfte der Künstler den Bescbauern die Antwort schuldig bleiben; es ist bedauerlich, daß diese Meisterwerke unter xiner Laune ibrcs Urbebcrs zu leiden babrn.
_Em drittrr'Kunstler, deffrn Name jeder Ausstellung zur Zierde gereicbt, Gabriel Max, hatte im Verein Berliner Künstler sein Gemaldc .Grciäzen 1111"Kecker“ bis vor wenigen Tagen ausgesteüt, dessen nachtraglicl) Erwabnung gethan sci. Es ist nur gerizig im
Umfange, aber zeigt die Max'sche mystische DarsteUungsart auch in dieser kleinen Komposition! Die Haltung Grejchen's, Vor Aae, aber ihr Gesicht, aus wrlchem der Wahnsinn spricht und das berei 9 den herannahenden Tod verrätk), sind von geradezu scbauerlicher Wirkung.
Unter den übrigen Gemälden in dem Ausstellunaslokal findet fick) eine ganze Reihe von namhaften Künstlern; so ist Claus Meyer vrt- jreten, Douzette, Holmberg, Röchling, Pape, von Kamel“? u.a. m. Augenblicklich wiegt die Landschaft unter den bier befindlichen Ge-
mälden vor, aber auch das Porxrätfach hat verschiedene sebr tüchtige.
Leistungen anfzuweisen So war 11. a. ein in Lebensgröße von Wichert gemaltes Kniestück, Bildnis; eines Herrn, vortbeilbaft auf. In ungezWUngener, von küiistlicher Pose weit entfernter Haltung blickt der DargesieÜte, die Hand leicht auf einen Sessel grstüßt, dem Bescbauer offenenigegen. Der ialer hat es ve1standen,den Geist und Charakter der Persönlichkeit durch den Außdruck der Augen, die trefflicbe Wieder- gabe des Mienenspiels zu überzeugender und eiudruckSVoller Wirkung zu bringen, man glgubi in diesem Gesicht lesen und aus ihm heraus die seelischen Eigen1chaiten erratben zu können. Ein weiterer Vorzug ist das zart gedämpfte Kolorit, das trotz seiner maßvolletz Behandlung intensiv ist und sick) von der unerfreulichen, kreidigen „Plein-air-Manie, die auch in der Porträtmalcrei leichterrungene Triumphe feiern zu können glaubt, in vornehmcr Entfernung Hält Das Garzgzeugf yondsolider Technik und darf als ein hervorragendes Werk bezeichnet wer en. - Klassiscber BilderscbalZ, brrausgegebrn von Franz von Reber und Ad. Bayersdorfer. 11. Jahrgang. eft 1 bis 15. München, VerlagSanstali für Kunst und Wissen- schaft, vormals Friedrich Bruckmann. Abonnrment für eine Jahres- serie (24 Hefte (».-10150 „H) 12,6» Diese Halbmonatlich erscheinende Publikation bietet in undergänglicben Licbidrucken, die nacb direkten photographischen Aufnahmen der Origina1-Gerxtälde hergestellt sind, getreue Wiedergaben bester und kunstgeichicbiliä) bemerkens- wertbesier Werke ,von Malern aller Schulen und Zeiten. Die Verlagsanstalt läßt es sich sichtlich angelegen sein, das angewandte Reproduktionsverfabren immer mehr zu vervoÜkommni-n, sodas; viele Bildrr jeßt eine Tiefe und Sättigung dcs Tones zeigen, die den ge- malten Originalen vöÜig gleichkommrn und selbst die fehlende Farbe durch Feinheit der Nuancirung in überraschend wirkurxgsvoiiec Weise andeuten. Sebi dir! zu diesem Effekt Trägt das „neurrdings für die Vrrvielfältigumg benuytr glacirte Papier ber, wodurch di: Drucke ungemein gewonxicn haben. Ganz vorzüglich gelangen sind besonders die Portraits, brrrn dic voriicgrndcn Licfrrrmgen eine Reihe der schönsten, anzieixcndsten und srlicnsten aufweisen; wir nennen nur das Wenig odrr garnicbi bekannie S1]b7“-i-- bildniß Albrecht Dürer's aus dem Museo del Prado zu Madrid, das uns den_aroßen Künstler als Jünleing von 26 Jahren zrigt, mii den- selben 1chönen Augen, edlen Zügen und [01111671 Lbcksn, nur allrs jugendlicher als aus dcm berühmten Bilde der Münchener Pinakosbsk; dann Hans Holbrin's d. J. präcbtigrs Bildnis; dis _Sir George of Cornwaü (im Städrl'sÖen Jitstiiut zu Frankfurt a. _M.) und von drsfelbrn Meisters Hand de'a Falkner König Hrinricb's 7111. (im Königlisben 5111111111171 im „Haag). Markig und lrbrnswabr wie im Original erscheint ferner der „Mann mit der BrilLe“ Von Quean Maffys (im Siädel'rcben Institut). Zu den brstcn Reproduktionen gehören diejenigrzidrr Bilder, aufdenen Rubens seine, seiner Frauen und Kinder Zügk, festgebcilten bat, vor AUM dds Bildnis; seiner zWeiten Gemahlin (in der Crcmitase zu St. Petersburxx), dann das Gemälde aus drr altri! Pinakothek in Müncbiii, welches ihn mit seiner erstrn Gemahlin Jsacha Brant zeigt. Kösilicb sind ferner di? beiden lachenden Jungrnköpfc, der eine Flöte spiciend, der andrre mit einem Trinkglas vor drm Mundo Von Frans Hals, aus der SÖWeriner Galerie, zwei in w.iteren Kreisen so gut wie gar nicht_ bekannte Werke, fiir deren Verbffcntiiäyuri-Z die Kuni1freunde ebenw d(xnkbar srin werden wie für die des ebenfalls sibi: cbarakteristiscberi Flöirnbläserß Von Jan de Bray aus dem National - Museum zu Stockholm. Leßtcre Blätter ehörrn jsdock) WM in _das (Genrefack); von Porträimalrreien md ferner nicht zn vergesten das Festmabl der Grdrgs-Gilde von Fraiis Hals (aus dem siädti1chcn Musenm anaarlem), eiuer; drr be- rübmiestexi Gruppenbilder dcs Msisters, _dann das von Heiterkeit und stenslusi übersprudeludc Porträt drs Künstlers und seiner zweiten Frau aus dem Ryks-Museum in Amsterdam 21“. Der groxxe Spanier Diigo Velasquez ist vertreten durch das strenge Ulid ascelischc, aber gewiß äußerst lebenswabre Bildniß dcs Kardinals Gaspare Borgia (im Städel'1chrn Jiistitut); (ruck) van Dyck, VarWel Brhain, Bar- tholomäus van drr Helft feblrn nicht mit intrrcssanten Porträtfiguren aus ihrer Zeit. Eines _der aitziebrndsten Biäiter ist das Selbst- bildniß der schönen Angelica Kauffmann aus der Pinakothek. Der Wiedergabe dieser größrren Einzelgsstaltrn ist das Forma! und die Reproduktionsrrchnik des Liwtdrucks naturgemäß weil günstiger als der Vervirlfäliigung großer figurrnreicber Grmäld: in Verhältniß- mäfxig so kieinemRabmen. Aber doch sind auch unter den zahlreichen Kultus- Und profanen Bildern der berühmtestrn Meister? aÜer Schu1en, Welche dir Sairimlung bietet, cirie große Reibe vortrefflich geratbener Drucke Zu diesen gibörl Jan van (*?yck's kostbare Tafel: .Maria vom Stifte"; vrrebrT“ (im 53011er zu Paris), darin subtile Feinheiten ÜberraickU-nd geireu und scharf 1111159951100 erscheinen. Auch Prrugino's wunderbare „Himmelfahrt Mariae“ aus den Usfizien in Florcnz 111 mit all den zahlreicben Engrlgrsiaitcn und -Köpdchen klar berausgrkommrn. Bei den Gemälden mit wenigen Figuren und größeren Dimensionrn, wie der anmmbigsn Magdalena von Ribera (in der Dresdener Galerie), der lieb11chen Maria mir dLUT Kinde? Lionardo da Vinci's in dcr Münchener Pinakothek, der Flora Von Tizian (Uffizic-n) xc. ist die Schwierigkeit wait ge- ringer Und_ die scbon hervorgehobene originalgetreue male- rische Geigmmtwirkrmg und Tonstimmung ganz frappant. Vor Allem ]pringt dieser Vortheil der pbotographiscbrn bezw. Licht- druck-Vervieliältigung gegen diejenige auf dem Umwege iiber den Kupferstich bei den Gemälden Rembrandt's brroor. Seim! inmruester Zeit wieder vielbrsprocbene hrilige Familie aus der Erémiiage in St. Petersburg und sein Opfer Abraham's ebenda mit ihren Hel]- dunkei-Effrkten babrn bier eine rx-öglicbsi boÜendetr Nachbildung er- fahren. Auch in dkn Landscbaften don Rubens, Hobbema, van de Velde, Claude Lorrain ;c. ist_die Luft- und Tonstimmung writ besser grtroffen, als diks der Kupferjticb zu erreichen vermag. Bei anderen Werken ist wieder die Wahrheit von Werth, mit Welcher die Heliogravüre alle Einzelheiten des pegcnwärtigen Zustandcs festhält; dies ;eigj s1ch u. a. recht deuilick) in dem Bilde aus Marxin Schongauer's Wrristatt (in dcr Darmstädtcr Galerie), welcbrs Maria mit dem Lsirbnam Christi darsieÜt und auf w:»[cbcm man (111? Schäden, jogar die Fasern der Hdizstrukrnr grnau eikennrn kann. Auch die Pinselfüßrunq und die besonderexManier drs Farbenaustrags wird dem wrgfältigen Be- schauer nicbt 1cltcn deUflick) erkennbar sein; 11. (1. läßt fich dies außer von den Bildern von Rubens, Hals, erbrandt 2c. aucb von der .Mufikseunde“ des französischen Malmö Frasonard (Londre) bebaupten. Wenn bei manchen Blätiern, wie den von winzigen Figürahen wimmelnden Bildern Vittore Carpaccioés aus der Ursula-Legeude (Akademie zu Venedig) eine in aÜcn Theilen vonommcne Schärfe zu erzielen nicht möglich war, so hat der „Bildkrscbaß' anderrrscits das Verdienst“, uns mit xiner stattlicbrn Anzahl von äußrrst wertHvolien und kunstgrschichtlich mtrreffantrn Fresko-Bildern aus italienischen Kirchen, Palästen und anderrn öffentlichen Gebäuden bekannt zu machen, die durck) dic vboto- graphische Aufnahme dem intimen Kunstgenußcigentlick) erst zugänglich geworden smd. Cr vermittelt uns in geircuem Facfimile nach den auf der Reise jg doch strts nur flüchtig in Adgenscbein zu nehmenden Original- Wandgewälden Giotio's Freskrn in San ancekco zu Assisi,. die des Fiesolr im Vatikan, des Francesco Francia anmutbige „Vermählung der heiligen Cäciiic' in der ihr geweihten Kirche zu Bologna, MMUJna's Wandgemälde in Mantua und Padua, die des Peruaino in-de'r Börse seiner Vaterstadt, Lippo Memmi's Madomia in San Gmngnano, die liebliche „heilige Agnes“ von Andrea del Sarjo im DM) zu Pisa. des Luca Signorelli großartige Fresken im Dom zu Orvretd, den P_1afond des Guercino in der Villa Ludovisi zu Rom 2c. Der schon friiher an dieser Stelle beroorgebobrne große Werth drs „Klassischen Bildcrscbaßes“ als belehrendc-s Hülssmittel beim Unter-
richt in der Kunstgeschichte tritt auch darin hervor, daß er verborgene, wenig bekannte Werke hervorragender älterer Maker publizirt. So finden wir, abgesehen von den schon oben erwähnten, in einer der vorliegenden Lieferungen das vortreffliche Werk eines selten genannten Meisters der oberdeutscben Schule, eine „Anbetung der Könige“ von Gumpolt Giltinger ('!“ 1522) aus Augsburger Privatbesi . Es braucht nach allem oben Gesagten kaum noch einmal wiederhot zu werden, wie sehr sich a'Üen Kunstfreunden ein Abonnement auf die reichhaltige, vielfältig anztebende und insiruktive Publikation empfiehlt. Das; dem außerordentlich preiswürdigen Unternehmen (jede Lieferung enthält 6 Blätter, sodaß der Preis jedes Blattrs noch nicht 10 43 beträgt), die Anerkcnnuna im Inlande wie im Auslande auch durchaus nicbt fehlt. beweist der anstand, daß neuerdings neben der deutschen und fran:.öfischen noch eine englische und eine schwedische AuSgabe nötbig geworden sind. *
_ Zu megsten tagt in Breslau die Versammlung des Verbandes deutscher Gewerbeschulmänner. Damit ist eine Ausstellung drr neueren Lehrmittel auf dem Gebiet des technqcbsn Unterrich'swesens verbunden. Zu diesem Zweck wurde ein Rundschreibrn an die Leitungen aÜer technischen Unterrichts-Anstalten Deutpcblai-ds gericbtst. Die Ausstellung wird von den bedeutendsten Verlags-bandlungrn, Lebrmitielfabriken Deutschlands und Oesterreicbs, Bildiiauern uno Stuckatruren beschickt sein.
_ Die prähistorischen Funde am Plateau des Küchel- berges Werder, wie der „Allg. Ztg.“ aus Meran grscbrieben wird immer reichhaltiger. Ein bier weilender Amerikaner, Hr. Frankfurt]; aus Milwaukie, bat'fich mit großem Eifer der Sache angenommen und 116191 sämmtliche Kosten der AuSgrabungen. In diesen Tagen wurden nicht allein Gegenstände rhätifchen, sondern auch solche römischen Ursprungs vorgefunden, und bis heute ist bcrc-its cine hübscb'e Sammlung bronzcner Gegenstände, als Vorsiecknadein, Stücke von Zirrkämmen, Ringen, Messern 2c., beiiammen. Hr. FrankfrerL) hat fick) nun, ermuthigt durch diese Erfo1ge, dieser Tage ins Vintschgau nach Glurns begeben und in „dessen Umgebung 11 eiiere Nachforschungen“vorgenommen. In der Nähe des altsn Srädtcbrns, am sogenannTen Glurnserköft, waren schon vorber, beim Anpflanzen von Bäumen, rbätiscbe Scherbrn ausgearaben worden, welche mit den Meranrr Funden große Aehnlichkeit bach. Der Maß ist ein kleiner Hügel, der Vermuthlicb als Opierstätie und Brgiäbieißplay gedient
at. Bei rberfläck)lichrm Suchen farid Hr. Franksurtb daselbst weitere Schrrben, Scblackrn und ein Stück Bronzeguß. Auf der anderen Seite des Tbals, 3 11111 entfernt, entdrckte er auf dem sogenannter Tarticberbücbl, einem isolirten Hügelrückrn, dessen Lage zu einer Brfestigung wie geschaffen ist, deutliche Spuren präbixioriscbrr Ringwälle, welche das ganze obcrsie Plirtran brgremen, ?odaß die dort stehrnde uralte St. Veit- Kapelir innerbalb diesrr Festungsmauern zu liegen kommi“. Ferner wurd? rin alier, großer Erdwall, augenscheinlich von Menschenhand gemacht, enidccki. Bei den dort vorgenommenen Ausgrabungen fanden sick) s;:wohl Scherben rbätiscben, als auch solche römischen UriprUi'gs vor; arifzsrdcm fand man Kohlen, fünf eiserne Beile, die Yrmuihlich drm Mittelalter entstammen mögrn, und ein menschliches rrippr.
_ In AnÜWerpen wird, wie das „Deuische Tagebl.“ mit- iheilr, im laufenden Sommer eine internationale biblio- graphiscb e Konferenz tagen, unter Theilnabmc der hervor- ragendsten Notabilitäten des Buchverlags, Buchdrucks, BUÖbandels, des Bibliorbekenweseus der ganzen Welt, nicht zu ver affen die Bücer- sammler und Liebhaber., Auf der Tageßordnung steZt die Erörterung don Fragen aus dem Gebiet der Herstrliung, des Vertriebes, der MM- lichen Benuxung rind der Konservirurg alles dessen,_was unisr dcn 5Begriff“ „Buch“ iällt. (Gleichzriiig organißrt die Geseüickxait des Jndustrie-, Mmst- und HandelSpalais in ibrrn Räumen eine Ausstrllung von asien in das Fach sch1agenden Künsten und Kunstgewerben, Lettern, Maschinen und Werkzeugen drs Letteriiscbneidens und *Guffes, gal- vanoplxxsiiscben und stereoiypischn Apparaten, ty ogradbischen, litby- graphischen, zinkograpbisMn, phototypischrn Pre en, pHotograpHischen Bücixerillusirationrn,Bücherrinbänden, Püpieren, Dinten, Werkzeugen und Maichinen aÜer technischer: Genres, endlich Büchrrn selbst, sowx'it sie als typische Muster der Buchhrrsiellung gelten können, einen wirklichen biblioTLÉUÖsÖM Fortschritt oder die Lösung irgend eines einschiägigrn Problems darstellrn.
Rennen zu Charlottenburg. Miétwoch, den 21. Mai.
1. Spandauer Handicap. Preis 1500 9-4 Jbckiy-Flach- Rennen. Fiir «'Zjäbr. und ältere Pferde, die 'für 4000 -/16 Täuflicb sind. 50 „74 Eins., 20 9-8 Reug, Distanz ca. 1400 111. HM. don Tepper-Laski's dbr. W. „Pippin“ 1, Hrn. A.Spiek1rmam:'s br. H. „Mrgador“ 2, 311111. Meincke's F-St. „Lady Ha-idsomr“ 3. Um einen Hals hinausgeritrrn; drei Lärxgen zbriick „Lady .chndsome“ dritte. Werih: 1870 «16. fiir „Pippin*, der für 5800 916 zurückgekauft Winde, 850 „16 fiir" „Mogador*.
11. Preis Von Münchebrrg 1000 „74 Herren-FlaO-annen. Für 4jäickr, und äitcrc Pirrde. 40 „16. Einf., 20 «i(- Re'u1; Hi.")istanz ca. 1800 11], Hr::, Albert's br.,H. „Hörsten v. Daudie“ Lieui. Frhr. 1). Senden 1 ]. Hrn, Hamel's F. W. .Dunkelmann“ Lirut. Hanson 2. Lirur. Frbrn. von IYaap-brr's 11, br. St. „Lockri“ Lieui. v. Sydow 1.3. Lient. r. (EZYZVLUiZ's dbr. H. „Sir Eglamoitr“ Lieut. Frhr. v, Sendcn 11. 4. Sis,“;tr um eine Oalsläxxgr, eine halbe Länge MÜsCÜ-M „T)11..ki-11113nii* Und „Lockkt“, diefe anderthalb Läix-grn vor .Er Eglamoirr“. Werth: l1240 „Fl- dem fiegrx-den, 460 «;ck dem zwriirn, 260 „Nr. dem dritten, 160 «Fl: dem vierten Pferde.
111. Preis Von Dallxiow. 1500 «;(-. Jockiy-Jagd-annen. Handicap. Fiir 4jäi)r. und 511942 Pferde. 50 „Fl- Eins., 20 «16. Rang. Disk. ca. 3500.11]. Lt. v. Stexxen'9 [. br. St. .Carquois“ ]. Rittm. v, SÖMldt-Pauii's F..“St „Clara“ 2, Hrn, C, (H), Schj[. lings' F.-S1. ,(Hoidrnädck)en" 3. Mit dreivrertsl Längcn gewonnen: einc batbe Längr zutÜck „(Gbldixiädckyeik Dritte. Werth: 1740 «14 dem fiegendrn, 450 9-7- dem zweiten, 250 „47: dem dritten Pferde.
17. Ebrenpreis-Jagd-Rennen. Ebr"7-prciie den drei erstrn Pfek'ken und 1000 911- 89111 Sirgrr. Hrrren-Reitrn. 20 „17: Einsatz, 10 214 Rrug. Distanz ca. 30.0 111 Es liefen: Liri'f von Garcynski's br. **:-Zt. „La Rose" Bei. 1. Liext.Frickr. v. Scndrn's 11. br. H. .Pfeil' Brs. 2. Hrn. v. d. Lanckcn's br. H. .EUanszowsn“ Bes. 3. (Hanz leicht mit zwanzig Längen; „Ellangowan“ weit zu;.iick Dritter. Werth: Ehrenpreise und 1170 „xz drm fiegendsn, 480 „76 dem zweiten, 280 «js. drm dritfen Pferde.
7. Ermunterungs-Hürden-Rennen. Prris 1500 „76 Jockey-Ri'nnen, Für 4jäi)r. und äliere Pferde. 40 „16 Einf., 20 „74 Reug. Distanz ca. 2500 111. Rittm. von SÖmirT-Pauli's br. W. „Kultbn“ ]. Hrn. Haniel?! br. S1. ,“Miß Jalia' 2, Lieut. Frbrn. v. Cickjiedt's F. W. „CharioWs“ 3. Siegte, wie er 117011111. mit vier Längrn; fünfLängen zuriick .Cbarioius' dritter. Werth: 1860 „14 dem fiegenden, 360 919 dcm ziveiicn, 160 «14 dem dritten Pferd“.
171. Armee-Trosf-Rennen. Preis 1000 „16.! Handicap. Jagd-Reniien. Für 4jährige und ältere Pferde. Offiziir-Reiten. 20 9-6 Eiris. Rittm. H. Suermondt's br. W. .Scholar“ Lieut. v. WiÜicb 1. Liisut. Graf Wrstpbalcn's dbr. W. .Bacck)iis' Bes. 2. Lieut. Gräf Bredow's schwbr. W. „Bikovxf Be]. 3. Licu! Graf Schmettow's F-St. .Natbo" 4. Lirut. Frhr. v. Erlamgrr's F.-H. „Poirntai' Lieur. Frhr. v. Fucbs-Nordhdff 5, ,Scbolar“ siegte nm einen Kopf, cine Länge zurück „Bikova' Dritter zwei Längen vor .Natbo'. Wcrtk): 988 „14 dem fiegenden, 480 „64 dem zweiten, 380 9-7. “dcm driitcn, 280 „Fé- dem vierten, 180 914 dem fünsien Pferde.
711. Adare-Jagd-Rennen. Preis 3000.79. Jockcy-Rennen. Für 4jäbr. und ältere Pferde. 100-26 Eins., 30 916. Reugeld. Distanz ca. 4500111 Lieut. Graf Westarp's br. W. „Löwenberg“ l., Rittmsir. Sucrmondt's FxH „Raufbold“ 2 , Kapt. Ioö's F.-H. ,Haxelwbod“ 3. Sirgte wie er woliie, mit einer Länge; etwa 10 Längen zuriick „Hazel- wood“ dritter. Werth: 3670 «76 dem siegcnden, 900954 dem smeiten, 400 974 dem dritten Pferde.
M 123.
Ziveite Beilage zum Deutschen Reichs-Llnzeigrr und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
Berlin, Donnerstag, den 22, Mai
18904.
1. Steckbriefe und Unterjuchungs-Sachen.
2. wangsvoll treckungen, AufÉebote, Vorkadungen u. dergl.
3. - erkäusfe, erpacbkungen, erdingungen :e.
4. Verloo ung, Ztnßzablung xc. von öffentkicben Papieren.
Oeffentli-hev Anzeiger.
5. Kommandit-Gcselli 'aften auf Aktien u. Akiim-Gesellscko. 6. Berufs-(Henoffenfckva en.
7, Erwerbs= und Wirtbscbaits-Genoffenfcbaften.
8. Wochen-Ausweise der deutschen Zettelbanken.
9. Verschiedene Bekanntmackyungen.
1) Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen.
[11657] Steckbrief.
Gegen den unten bxschriebenen Registrator eines Bapkgescbafts Ernst Höpffner, welcher fiüchtig ist, ist m den Aktezi 11,11. 1. 157. 90 die Untersuchungs- baft wegen" Wiederholter Unterschlagung und Be- täugxs Fextbangt. dE's Jvirduertsuét, den p. Höpffner z era en un tn as neru unSeän ni u Alt-Moabit 12a. abzuliefern. ck 9 gf g ß 5
Berlin, den 17. Mai 1890.
Der Untersuckzungsricbter bei dem Kgl. Landgerichte ].
Beschreibung: A(ter: 44 Jahre, geboren am 2. Juli 1845 in Labiau. (Größe: mittel. Statur: gedrungen, brettschultrig. Haare: blond und spärlich. Stirn: hock). Bart: blonder Schnurrbart. Augen- brauen: bloyd. 'Angen: grau. Nase: gewöhnlich. Mund: gewohnlich. Zähne: defekt. Kinn: rund. Gesicht: oval. . (Gesikbxsfarbc: frisch. Sprache: deutsch, ostpreußischer Dialekt. Kleidung: meist in Fan. BJondferFKennizeickpZtli: ba? langeblicblscckbwacbe ' ugen un cm cm enen u ap 1 einen 1 , tru zuleßt eine Stablbriüe. g F g
[11905] Steckbriefs=Erledigung.
'Der unterm 2. September 1882 hinter den Cigarrenmacber August Fechner aus Bertelsdorf diesseits wegen Ra'ubes erlassene Steckbrief ist durch Ergreifung erledigt und wird zurückgezogen. 111. ]T. 22/82. in Nr. 209 pro 1882.
Lissa, den 20. Mai 1890.
Königliche StaatSanwaltscbaft.
[11656] Bekanntmachung.
Bei einem des Diebstahls verdächtigen Menschen ist eine anscheinend gestohlene silberne Ancre- Uhr mit Goldraud Nr. 28929 mit goldener Panzerkette aufgefunden worden. Dieselbe ist im Jahre 1873 bei dem Uhrmacher Winterfeldt, Grüner Weg 82 in Berlin, gekauft. Es wird um Auskunft hierher zu den Akten .]. 968. 90 ersucht.
Potsdam, den 17. Mai 1890.? ' *-.
Königliche Staatsanwaltschaft.
[11930] _ Berichtigung.
Zn „dcr öffentlichen Zustellung der Ladung der gesetzwidrig auSgewanderten Wrbrpfiichtigen Franz Ferst aus Obernau 111 Bayern und («en. zur Haupt- verhandlung dor das Herzoglichx Schöffengericht zu Altenburg auf Donnerstag, den 31. Juli1890, Vormittags 10 Uhr, hat es unter 1 8- statt Franz Fer1e u. 1. w. Franz Ferst u. s. w. zu heißen.
Altenburg, den 21. Mai 1890.
Der Herzoglicbe Amtsanwalt. J.V.:Len1ke, Rfdr.
2) Ziyangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.
[11696].
In Sachen der unverebelicbixn Marie Frische bieselbst, Klägerin, wider den Gartner Adolf Lange zu Volkmarode, z. Zt. in dcr Lander-sirafanstalt'zu Wolfenbüttel, Beklagten, wegzn Forderung, Wird, nachdem auf Antrag der Klägerin dteBeschlagnabme des dem Beklagten gehörigen Anbauerwesens 110. 1155.12 zu Volkmarode nebst Zubehör zum Zwecke der Zwangrvcrsteigerun'g durch Beschluß vom 13. d. Mrs. verfügt, auch die _Em'tragung diefes Beschlusses im Grundbuche am namltcben Tage er- folgt ist, Termin zur Zwang-Zverstetgerung auf Montag, den 15. September d. Jrs„ Morgzeus 10 Uhr, an unterzeichnetcr Gertch1sstclla angejetzt, in welchem die Hypothekglaubtger die Hypotheken- briefe zu überreichen baden. ,
Braunschweig, den 16._ Mar „1890.
Herzogliches Amtßgerickot thdagshausen. E. Kulemann.
11675] [ Lage. Zum öfferxtlich meistbietenden Zwangs- verkauf dcs Gastboss „„zum Deutschen Hause“ Nr. 238 zu Lage nebst großem zu Concerten und Volksfesten geeignetem Garten ist “gus Antrag des VerWalters im Konkurse des Gastwirtbs Johannes Hamann Termin auf Mittwoch, 20. Aug. 1890, Mor ens 10 Uhr, angeseßt, wozu sicb _Kauf- liebha er hier einfinden onen. Der Merstbtetende erhält den Zuschlng, wenn mehr als ?, des Ab- schäßungsbetrags geboten find., Lrytexer Und die Verkaufsbedingungen können bier etrigejeben werden. Lage, 19. Mai 1890. „ Fürstlich Lippiscbes Amtsgericht. Nieländer.
[11724] Aufgebot.
Auf Antrag des Kaufmannes Peter Ehlers zu Krempe, vertreten durch die Rechtsanwalte Ursa. Josepbson und Elkan in Hamburg, wird der un- bekannte Inhaber des zur Obligation" Serie11'73 Nr. 23444 der Lübeckischen Staats-Pramien-Anleihe vom 1. April 1863 über 50 Thaler gehörigen Talons vom 1. April 1878, welcher dem Antragsteller nach dem Januar 1889 abhanden gekommen, aufgefordert,
seine Rechte und Ansprüche an demselben spätestens in dem auf Donnerstag, den 29. Januar 1891, Yorunttags 11 Uhr, angeseßten Auf- gebotstermm anzumelden. auch den Talon vorzulegen, unie_r dem Rechtsiiacbtheil, daß derselbe für krafjlos erklart werden wird. Lübeck, den 16. Mai 1890. Das Amtsgericht, Abtheilung 11. „ §Il'ssckUnfcldt, 131". Veroffeniltcbt: Fick, Gerichtsschreiber.
[ 11695] _ Aufgebot.
Der Studeni der Medizin Georg Ruch zu Straß- burg t./E., Reibeisengaffe 8, hat das Aufgebot zum Zwecke der KraftloSerklärung der nachbezeicbneten 4 0/9 ObligZiion dcr Loibringiseben Aüaemeinen Bezirks-Anleibe, nämlich Serie 11. 1.111,13 Nr. 2227 zu 500 «M, beantragt. Der Inhaber der Urkunde" wird aufgefordert, spätestens in dem auf Mittwoch, den 10. Dezember 1890, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Sitzungssaal 39, 1. Stock, anberaumten Aufgebotsterminc seineRecbte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigen- fa_ll§ die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wir .
Metz, den 16. Mai 1890.
Das Kaiserliche Amtsgericht. Vaillant. [11839]
'Der GerichtSvoÜzieber Langner, Welcher als solcbcr 591 dem unterieichneten (Gericht som 1. Oktober 1879 bis zum „4. November 1889 fungirte, hat eine Amtskaution bestellt, bestehend aus den Schuld- verschreibungen der 4prozentigen konsolidirten Staats- Anleihe
11. 1.111. 13. Nr. 57242 über . . . . . 300 „14 nebst den Zinssck)einen Nr. 9 bis 20 und der ZinSsÖein-Anweisung,
b. 11119 11. Nr. 1083265 übrr . . . . Nebst den Zinsscbeinen Nr. 19 und 20 und der Zinsschein-AnWeisu:ig.
Langner ist am 8. Januar 1890 verstorben und es steht die Rückgabe der Kaution an seine Rechts- nachfolger in Frage.
_Auf Antrag des Herrn Präsidenten des König-
lichen Ober-Landesgericbts z_u Posen werden die unbekannten Gläubiger aufgefordert, ihre Ansprüche und Rechte spätestens im Aufgebotstermine, den 14. Juli 1890, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anzumelden, widrigenfalls sie ihres Anspruchs auf die Kaution vrrlustig geben und an die Rechtsnachfolger dcs Langner verwiesen Werden sollen.
Unruhstadt, den 15. Mai 1890. Königliches Amtsgericht.
300 9“
[11674] Aufgebot. ,
Der Bäckergcsell W. Brandt in Klaustbal, im Dienste beim Bäckermeister (Battermann daselbst, hat das Aufgebot der von Herzoglicher Leihhaus- Adminisiration in Helmstedt am 3. Januar 1885 Unter Nr. 5142 und am 23. Juli 1885 unter Nr. 5710 ausgestcüten und über den Betrag bon je 80 916 lautenden Sparkaffcnbücbrr beaniragt. Der Inhaber der Urkunden wird aufgefordert, ipätestens in dem auf den 29. November 1890, Vormit- tags 10 Uhr, vor dem unterzrichnetkn (Gerichte anberaumter'. Aufaeboistermine seine Rechte anzu- melden und die Urkunden vorzulegcp, widrigenfalis die Krafiloserklärung der Urknnden erfolgen wird.
Helmstedt, drn 17. NKU 1890. _
Herzoglichrs Amtsgericht. K r 11] 8.
[11673] Kgl. Amtsgericht Straubing. Aufgebot. Pfarrer Koblhaupt von Reiyfing hat als Bevolb mäcbiiater der Kirchenverwaltung Haiikofen mit I)iundlfing das Aufgebot des abbandcn gcibtnmeiicn Sparkaffabucbs drr Distriktssparkaffe Strgixbing Nr. 14453 Über 44 «24 Kapital und 1,53 „44 Zinsen, ausgefertigt für die Kirche Mundlßng, bcantragi. Der Inhaber dasselben wird daher aufgefordert, spa- testens im Aufgebotstcrmin Montag. den 29. De- zember 1890, Vormittags 88 Uhr, Sißungs- zimmer Nr. 6, des Kgl. 'Umtsger1chtes Straubing bei demselben seine Rcchte Unter Vorlage des Spar- kaffabuches anzumelden, widrigcnsalls dessen Kraff- 1osrrklärnng erfolgt. Am 12. Mai 1890. _ Der Srertar: Edendok'er.
[5152] Aufgebot.
Auf Antrag der nacbbenanntcn*Untragsieüer ergeht hiermit das Anfgebot folgender angeblich verloren gegangener Sparkaffcnbückycr der Kreissparkasse Or- telsburg: _
1) des Sparkaffcnbiickys Nr. 2045 uber 52,50 .“, ausgestellt auf Wilhelmine Wittka aus Fürsterz- walde - Antragsteller Wirth Martin Zcranskr m Suchorowiec, „
2) des Sparkassenbuckys Nr. 1414 aber 938,80 „46, ausgestellt auf Herrn Pfarrer Michael Klement atzs Mensgutb _ Antragsteüer Kurator Hubmann.tn Mensgutb. „ , '
Der Aufgebotstcrmm und die öffentliche Stßung zum Erlaß des Ausschlußurtbeils werden auf den 31. Dezember 1890, Vormittags 11 Uhr, Zimmer Nr. 18, anberaumt.
Die unbekannten Inhaber der vorstehend unter 1 und 2 bezeichneten Urkunden werden aufgefordert,
spätestens in dem Aufgebotstermine ihre Ansprüche
UNd Rechte auf dieselben bei dcm unterzeichneten AMTLIericbt anzumelden und die Urkunden vorzu- legen. widrigenfalls die Kraftloserklärung derselben znm Zwecke der Ausfertigung einer neuen Urkunde erfolgen wird. Ortelöburg, den 18. April 1890. Königliches Amtsgericbt.
[11179] Aufgebot. , „
Die Gemeinde Elsen, vertreten durch tbrep Burger- melster Bu'scb zu Elsen, wabrnebmend die Rechte der geschäftslosen Gertrud Scherbericb aus Elfen, im Marienhosvital zu Düsseldorf untergebraxbt, hat das Aufgebot bezüglich eines der letzteren seit Ende Oktober 1888 verloren gegangenen Cinlagebucbs der Kreissparkasse zu Grevenbroich, auf_ den Namen Gertrud Scherberich zu Elfen und auf eine Summe von 118 9-6 54 „3 pro 31. Dezember 1888 laufend und verfeben mit der Nummer 5923 beantragt; Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, svatestens in dem auf Montag, den 14. Juli 1890, Vormitta s 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Ge- ricbte, im * atbbausgebäude anberaumtewAufgebots- termine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vvrzulegen, widrigenfaÜs die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.
Grevenbroich, den 10. Mai 1890.
Königliches AmtSqericht. Die Richtigkeit des AULzugs beglaubigt: (T- I,) Gickeler, '
Gerich1s1chreibrrgeb. des Königlichen Amtsgerichts.
[11838]
In Sachen, betreffend die Anlegung der Grund- biicher für den Gemeinde-Bezirk Gräfrath, werden in Gcmäßbeit des §. 58 Abs. 2 des Geseßes vom 12. April 1888 über das Grundbucbwesen xc. im (Geltungsbericb des Rheinischen Rechts die unbe- kannten Erben von
1) Mefferreider Carl Kubl zu Stäkerberg, welcher im Flurbuck; als Eigenlbümer der Parzelle Nr. 932/780 Flur 5 Weide im Bärenlock) einge- tragcn ist,
2) Heinrich Adrvan und Wilhelm Tang zu Ke - berg, welche als Eigentbümer der Parzelle Nr. 3 4 Flur 4 Teich zu Keßberg eingetragen smd,
3) Reinhard Bönigen zu Altenfeld, ?velcher als Miteigentbümer der Parzelle Nr. 24711. Flur 5 Teich zu Altenfeld eingetragen ist,
4) Hammerschmied Peter Wilhelm Reinecke zu Koblfurth, welcher als Eigentbümrr der Parzelle Nr. 412 Flur 5 Wiese, Kohlsurtberbanden, 4 9. 48 qm, eingetragen ist,
5) Peter Buß und Peter Clas zu Oben zum Holz, welche als Eiaentbümer dcr Parzelle Nr. 42
[nr 4 Wiese am Sieben, groß 89 qm, eingetragen md,
6) Adrian & Wagner zu Kcßbem, welche als Eigentbümrr der ParzrÜe Nr. 253 Flur 4 Weide Fläcbsgessirprn, 1 119 87 11 14 qm, eingetragen sind,
zu drm aus MittWoch, 9. Juli 1890, Vor- mittags 10 Uhr, im hiesigen Königlichen Amts- gericht, Zimmer Sa., anberaumten Termin geladen mit der Aufforderng, ihre Ansprüche an die vor- bezeichneten Grundstücke im Termin anzumelden, widrigcnfaüs die Eintragung derjenigen Personen im (Grundbuch als Eigentbümer erfolgen wird, wclche fick) nach § 57 des bez. Gesetzes als Eigentbümer ausweiscn.
Solingen, 17. Mai 1890.
Königliches Amtsgericht. 71.
[11694] Bekanntmachung-
Aui den Antrag des Kaufmanns August vom Hofe in Neuwied werden die ihrer Person nacb un- bekanntrn Berechtigten der auf den (Grundstücken Flur 6 Nr. 58, 59, 61, 60 der Gemeinde Neuwied in dcr Abtheilung 111. unter Nr. 3 Band F1. Artikel 521 im Grundbitche für die Ehefrau Pro- sesjor Longo, Thekla, geb. Becker in Turin ein- getragenen Forderung von 2710 Mark nebst Zinsen, wklcbe bei der Zwangsvecstcigerung Wittwe Arnold Schlömcr K. 21/89 zur Hebung gelangt ist, auf- gefordert, fick) spätestens in dem Termin am 16. Juli 1890, Vormittags 11_Uhr, mit ihren Ansprüchen zu melden, widrigensaus fie mit ihrer? Ansprüchen aui die Hebung ausgeschlossen wer en.
Neuwied, den 12. Mai 1890.
Königliches Amtsgericht.
[11688] Auf Antrag
1) des Königlich Preußisckyen DomänenfiskUs,
2) des Bauerbofsbesißers Wilhelm Hannemann,
3) des Bauerbofsbefißers Wilhelm 3 eters,
4) des Bauerbossbefißers Johann alchow,
5) drs Bauerbofsbesißers Benjamin Falk, zu 2-5 in Liepen, werden die unbekannten Eigen- tbums-PräYendenten und dinglich Berechtigten auf- gefordert, tbrr Ansprücbe und Rechte auf das im Gratidbuche nicbt eingetragene Hirtenbaus-Grundstück zu Liepen, bestehend aus Wohnhaus mit kleinem Hausgarten, bei einem Flächeninhalt von 5 a 604111 nicht zur Grundsteuer, .Was nicht zur Gebäudesteuer veranlagt, verzeichnet m der Grundsteuermutterrolle Art. 12, Blatt "der Getyarkungskarte 1, Nr. der ParzeÜe 19, spatesiens tm Aufgebotstecmin, am 11. Juli 8. I.. VormittaÉs 10 Uhr, vor dem unterzeichneten AmtsZLericht ( erminSzimmer Nr. 1) zur Vermeidung der usschließung anzumelden.
Anklam, _den 19. Mai 1890. Königliches Amtsgericht. ]. Abtheilung.
[37676] Aufgebot.
Der am 20. April 1820 zu SuSnick geborene Arbeiter Gottlieb Schu1zki, Sohn des Dorfsäoulzen Friedrich Schulzki und der Anna Dorothea (Slang, welcher im Jahre 1868 semen damaligen Wohnort zu Freudenberg, Kreises'Rastrnburg, verlassen hat und seitdem verschollen ist, wrrd auf den Antrczg seiner Ehefrau. Amalie Schulzkt, geb. Neumann, in Freudenberg sammt etwaigen unbekannten Erb- interessenten zum Termin, den 12,. August 1890, Vorm. 11.11hr, vor das unterzeichnete Anitsgericbt unter der Verwarnung vorgeladexi, daß er im Falle seines Ausbieibens für 10th erklart und [em Ver- mögen den sich legitimirenden Erbberechtrgien aus- geantwortet werden wird.
Barten, den 10. Oktober 1889._
Königliches Amtsgericht.
[10999] _Aufgcbot.
Nachstehende Perjonen haben Antrag auf Todes- crklärung gesteut: '
1) Söldner Andreas, Httzler von "Horgauergreuib hat beantragt durch Richterspruch fUr todt zu er- klären den am 19. Juli 1784 geborenrn Johann Baptist Grüner und den am 20, Juli 1796 ge- borenen Jacob Grüner, Söhne der SoldnerNheleute Christian und Victoria Grünrr 5011 dort, laut Familienstandszeugnimes des Königl. Pfarramts or- gau, vom 2. ds. Mrs., über deren Leben oder .lus- entbalt laut Brstätigung der (Gemcmdeverwaltung Horgauergreutb vom 8. dieses Monats seit mehr als vierzig Jahren keine Nachricht mr.br vor- handen ist. ,
2) Spenglerswittwe Terefia ,Gaa in Zusmars- hausen hat beantragt durck) Richterspruch fur wdt zu erklären die am 10. Februar 1824 geborene Uhr- macberstochier Eleonora Enderle und den am 21. Februar 1828 geborenen Uhrmawerskobn Josef Enderle von dort, welche laut Bestatigung der 'Ge- mrindederwaltung Zusmarshausen 13an 7._ dieses Monats in der Zeit vom Jahre 1840 bis 1850 aus- gewandert sind und über deren Leben oder Aufenthalt aucb seitdem keine Nachricht mehr vorliegt. „
3) Söldrierswittwe Agnes Steck yon Bieselback) hat beantragt durch Richterspruch fur todt za „cr- klären den im Jahre 1820 geborenen Legartus Maier, Sohn der Taglbbnersebeleutc „Josef und Eva Maier von Vieselbach, laut Bestatigung res Königl. Pfarramts Horgau, von welchem chqrius Maier auch laut Weiterer Bestätigung der Gemeinde- verwaltung dort seit 22 Jahren keine Nachrtcht mehr vorhanden ist. ,
4) Söldner Lsonbard Benkard vqn WoerlesÖwang bat beantragt, seine «Halbschwester dre Schuhmacbers- ehefrau Teresia Ausberger von Zusniarsbausen sur todt zu erklären. Teresia Ausberger ist geboren den 8. Oktober 1820 zu Rcutern als eheliche Tochter der Söldnersebeleute Anton und Marianria Benkard dort, war verbeiraihet in erster Ehe mit Söldnrr Michael Basckxenegger yon Unterscböneberg, in zweiter Ehe mit Schuhmacher Bonaventura Aus- berger in Zusmarshausen, ist im Jabre1866 mts, ihrem vorgenannten Ebemanne nach „Amerika aus- gewandert und seit dem Jahre 1867 uber das Leben. dersklbcn keine Nachricht mehr vorhanden.
Es wird deshalb Aufgebotstermin cmc Montag, den 30. März 1891, Vormittags 9 Uhr, da- ickier anberaumt und die Aufforderung erlassen:
1) an Johann Ba tist und Jacob Grüner, Eleonora und Io cf Enderle, Legarius Maier und Teresia Ausbcrger spätestens im Auf- gebotstermine persönlich oder schriftlich bei untcrfertigtem Gerichte unter Angabe ihres gegenwärtigen AufenthaltSortes fich anzu- melden, widrigenfalls sie für todt erklärt werden; an die Erbbetbeiligten, ihre Interessen im Aufgebotsverfabren wahrzunehmen, an (1116 Diejenigen, welche über das Leben des Johann Baptist und Jacob Grüner, der Eleonora und des Josef Enderle, des Legarius Maier, sowie der Teresia Ausberger Kunde geben können, Mittheilung hierüber bei Gericht zu machen.
Zuömarshauseu, 12. Mai 1890.
Königliches Amtsgericht. gez. Schocnwettcr. Für den Gleichlauf: Zquarshausen, den 14. Mai 1890. Der Königl. Gerichtsschreibcr: ([., Z.) Traeg, Sekretär.
[11676]
Die Wittwe Minna Naumann, geb. Gennerich, Hier, Alte Schönbauserstraße 6, hat das Aufgebot der Nalblaßaläubiger und VerrnäÖtmsmebmer des hier wohnhaft gewesenen, am 15. Februar 1890 verstorbenen Kaufmanns Paul Naumann beeintragt. Sämmtlicbe Nachlaßgläubiger und Vermachtmß- nebmer des Verstorbenen werden demnach auf- gefordert, spätestens in dem auf den 26. Sep- tember 1890, Nachmitta s 121 Uhr, an Gerichtsstelle, Neue ZLFriedrichstra e 13, Hof,F1,ugel,13., part., Saal 32, an eraumten Aufgebotstermme tbre Ansprüche anzumelden, widrigenfalls sie dtesrlben gegen die Benefizialerben nur noch in so weit geltend machen können, als der Nachlaß, mit Ausschluß aller seit dem Tode des Erblassers aufgekommenen Nupungen, „durch Befriedigung der angemeldeten Glaubiger nicht erschöpft wird. Das'Nachlaß' verzeichniß kann in der Gerichtsschreiberei, Zimmer 25, von 11 bis 1 Uhr Nachmittags eingesehen werden.
Berlin, den 14. Mai 1890.
Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 49.