1890 / 135 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 06 Jun 1890 18:00:01 GMT) scan diff

117111711 Mitteln haben wir Zuwendungen machen könneni'der Bir- 110€!“ Stadttniision, dem Paul-(Herbardtsiift, dem Obrrlm-Vrrem, dcm Johannessiift und dem Magdalenenbause. L_ibcr 15 war uns klar, daß unser Verein nicht cine bioye S_amm-xi- stelle sein dürfe, daß die Sorge und die Arbeit des Glaubens UUKLLTUUNÜÖ seien. Wir faffcn 11011105sz Auf- gaben in's Aug»), und zwar: 1) Die bä061ichc_.üraiikrnpf170e Zwar ist in fast 011211 Brrliner Gemeinden eine (Gknirrndcpfiegc schon früher eingerichtet, aber eine stairdirxc PUege kömien'dlk kacjtnde- sck7wcficrn nicbt leisten. Ew. Majestät Aufruf 011 die thkomsieri- häuser, uns Schwesiern zur Verfüiiung zu steUcn, bat freudige Aus- nahme gefunden, so daß sich 30 Pfiegerinnen erbirien 1011111211, 0116

die fiir die Großstadt nötbicien und erwüniibien Dienste zu leisten. Wir konnten infolgedeffcn derartige Stairvnrn er- ricbicii am Neitelbcckpla, in_ der Neuen (Krünsiraße. m der Wiibrlmstraße, in der önigiiraße. In Aussicht genommen isi

einc Staiion in Moabit und auch der Westen fol] nicbt bergesirn wirdcii, Die Arbeit geschieht in engster Verbindung mit der Ge- mcindrpficge und auch, wie fick) von selbst vcrsicbt, mit dem aerstiicbrn Ami. Die Anstalkc'n, welche dir Schwestkrn gestellt babcn, sindxdas Paul Gcrhardistifi. das Oberlinhaus, Bethanien, Kaiserswerth, Biele- feld, das Diakonissenhaus .Barmbcrzigkcii“ in Königsberg. Das Lazaruß-Krankrnbans bat die Ueberlasiung Von Schwestern in Aus- sick]r gestelii Schurr genug ist es ihnen alien geworden, aber sie 505911 0110 eigener Erfahrung gewußt, daf: diese Arbrit notbwrndig set.

Es ist zweitens im Plan, 10 lange nicht ausreichend für Pastoren in den organifirten Gemeinden Berlins gesorgt werden kann, de'n biesiiicn Predigrrn geeignete Hülfskräfte an die Seite zu stelirn. Bis die Versäumnisse drr vergangrnrn Jahrzehnte wieder gritsgcmariu sind, [*rdarf es nach dieser Sriie bin mancher Arbeit, gilt es manckye Lücke auszufüaen. Auch “nach drr Seite "dessen, rvas die Stadtmission thut, bedarf 73 der Erganzmig. Es kommt uns darauf an, Geistliche, die schon etwas Er- fahrung gesammelt haben, und die Geschick zu einer solchen Arbeit haben, vorüberixcixnd in den noch 0931: großen Gemeindrn 0001 Kon- fistorium besirllrn zn [affen und d' selben mit den Hüiféarbcrtxn zu betrauen, dercn Umfang die Krclijit dcr dauernd dort angeitcliirn Geistlichen iibcrsicigt. Wir dcnkcn uns _als solchc Akbilkki1 z. B. dcn Konfirrriandrimnterrichi, die Sonntags1chu1e, die Akbilk auf den Friedhöfen. . '

Ferner wiirden derartige Hüifspasiorcn namrniiick) auch die Seeiiorgr in den „Häusern als ihre Aufgabe 0113111617471 55551, L“)? die Haiirtiig ron sonntäglichen Prkdigicn an dazu [irrigneten Staitrn, bieÜricbt in (G1iiieindcsck)ulen, würde in Aussicht zu nchmen 17111. Wir hoffen, daß dies eine gute Aushülfe sein wird, 10 Lange bis es durcb Tbeiiung zu übersebbaren Gemeinden kommt. Wir verbebchn 11110 nicht, daß diesc Aufgabe eine sehr schwierige iii, aber wir lasseri uns auch nicht abbringen von dem Zirl, welches unscr Vcrcrn 1101) [1212151 5.11: in stiller ti'rucr Arbeit den Einzelnen nacbzrigsbcn, und wenden uns immer wieder mit unserer Bitte zum Herrn: (Er fördere das Werk unserer Hände, ja, das Werk unserer Hände wolle (Er fördern! Amen.

Fondsbörse, Gcld- und Kapitalsmarkt.

Berlin, 5. Juni. Das Geschäft an der Fondsbörse ist allmäh- 1ich in normale Bahnen zurückgekehrt. Die Spannung, welche auf dem Sprkulationsmarkt Herrschte, ist einerseits durch die Auflösung eines Theils der übermäßigrn Vcrbindlichkeiirn, welche den ganzen Markt wie jrdrn Einzelnrn belasteten, andrrcrieits durch die Zurück- fübruni: des aUgcmeinen Coursniveaus auf einen der Norm sicb näbcrn- den Standpunki zu einem wesentliciyen Theil gewichen. Dirie Wen- dung urd verbältnißmäßig schneÜe Ecsundung der Lage wurde da- durch ermöglicht, daß auf keinrm der in Betracht kommenden Gebi-xte ein wesentliches Hinderniß entgegensiand. Die ZuversiÖt in eine fried- licbe Entwickeiung der europäisckoenVcrbäituiffe hörte keinen Augenblick auf, sondern gewann bcständig an Kraft und innerer Wahrscheinlicbkeit; auf sozialem Gebiet offenbarte sich fast aller Orten eine fric-dfertigrre Grundanschauung und auf dem industrieÜen undeigcnilici; kommer- zieUen (Gebiet ist nach dem großen A„ufschwung drs vorigrn Jahres zwar eine Periode verminderter Tbatigkeit, aber nirgends cinr beiiige Erschütterung eingetreten, sondern, wo es am Playe war, wie in der Bergwerks-, Hütten- und MetaÜ-Jndustric hat titan in weiser Erkenntniß der Sachlage die erforderlichen Preisregulirungen recht- zeitig und aus eigener Initiative mit dem Erfolge vorgenoznmen, daß dir Thätigkeit fast überall in befriedigenden! Umfange fortgefubrt'werden konnte. Neben diesen Grundlagen für eme ruhige Geickpäfiseritwtckelung wurde die Thätigkeit der Spekulation durch eine stetige und an e- större Entwicklung des lokalen und internationalen Geldmarkts e- günftigt und konnte aus dem von alien Seiten, bestätigten guten Stand der Saaten und denselben entsprechenden günstigen Crnteausfichten u.anckxeriei Anregung schöpfen. An dem Loi-doner Plaß hat der Diskont am offenen Markte sicb Von uli. März, wo er mit 230/11 notiri wurde, mit unbedeutenden Schwankungen auf 2-110/0 er- mä'szirzi und die Bank von England giebt (M den Verändernngen ihrer Wochenausweise Zeugnis; Von der seit Monaten normalen Ent- w1ck1711117g drs internationalen Geldverkebrs, obgleick] mancherlei große Bewrgungrn an das centrale Institut unvorhergesehene Anforderungen

stellien. Es betrug in Tausenden Pfund Sterling Nach dem Stairs vom 27. Februar 3. April drr Baarvorrath . 23 436 23 835 der Noienumlaui. 23 070 24 931 die Totalrrserve . 16 817 15 354

die_B3nkrate . . . . . 50/0 4% Jiri Lauir des 3111011019 April wurde dann der offizielle Diskont auf 31) und 390207105511; dabei sicÜten fick) im Durchschnitt der 4 April- und der 5 Mai-Ausweise in Tausenden Pfd. Sterk:

April Mai der Baarvorratb . 23 499 22169,2 d'cr Rotenumlauf . 24 631,75 24 766,8 die Totalreserve 15 317,25 13 852,4

_ “Bemerkenswrrib ist die Bewrgung des Berliner Wechselc0urses aus Lbiidon, welcher sicb («dc Februar auf 20,45, 1111. März auf 20,355, “uit. April auf 20,335, am 27. Mai auf 20,32 sieÜte und damrt dre Goldqusfubr 1111-30 Deutschland möglich macht?, aber bereits uit. Mal Ick wieder 9111 "20,355 «% iiir 1 Pdeterl. gehoben hatte.

In diesem Zusqmmwxange mniz auch auf den Pariser Wechsel- cours aus London bingewtcien werden, welcher Ende Februar 25,24, Ende Marz 25,19," End? April 25,133 und am 28. und 29. Yiai mit 25,12 Jr, ,fur 1 Pfd. S_terl. notirt wurde, 'von erchem nirdrigiten Standprxnkt er fiib bwber nur unwesentlich auf 25,123 ge- hoben bai. Zn Anistexdqm wurdcn Wéchsei 0117" London am 2. Mai 12,04, 001 16.Ma112,036, am 23. Mai 12,03 noiiri; bis zum 3, Juni batte sich der Cours dann wieder auf 12,04 JLHVben,

Von bsrvorragerider Bedeutung für die [zesammte fernere Ent- wicklunß des internationalen Gcldtnarktcs ist die im Werke befindliche G.KZVLÜWLWKZ i:! 0711 Vercinigien Staatrn Von Amerika über die obligatorisch? Silbrrmiiiprägurig. Der Prris des Silbers in London war herrits arif 479 (1. pro Standard-Unze gestiegen, ist aber in der zweiirii Hälfte de:“- Mai wieder etwas grwicbcn und schwankt jetzt etwas unirr 47 11. Einc Rückwirkung dicser Bewsgung, rvrlchc das Wertbverhältniß von Silbxr zu Gold so wrsrntlick) veränderte, auf alie Silbrrwerthe konnte nicht ausbleibrn und tritt neben andern Motiven in den Courssteigerungen solcher Werthe deutlich hervvr. »" Wechsel auf Wien, welÖe uli. März 169,75 standen, smd bis uit. Mai auf 174,25 gestiegrn, Ocsierrrichische Silberreiite gleiÖzeitig von 74,20 auf 77,80%. Als Gründe für die ungeheure Besierung der russischen 21011110 kann man_ die nruerdings eingrtretcne brssere Meinung von dcn gxsammrrn ruxsiscchn Finanzverbäimissen und die Aussicht auf ein? bervorrMN-d giinstige Ernie anführen, auf welche bin die Produiirziiörsr s1ch Zahlungsmittel ficheri. Es wurden an der Berliner Börse notirt:

uit. März 1111. April Mitte Mai uli. Mai Wechsel 6111" St. Petersburg 219,20 225 229,25 235,30 Rufü'che Noten . . . . 221,65 225,90 230 230,70 Russisciyc Anleihe Von 1880 93,75 95,70 97,35 97,60

Der [(*-kale Gi-ldmarkt bat s1ch verbäitnißmäßia günstig ent-*

wickelt; in Bcriiii bat dcr Dixzkmii am offenen Marktecaucb in den Ultivxiotansn drr 17141211 kanate nicmals 40/0'erlretcbi, WU'QUÖ Grid zu RegulirungSchcken fortgeieyi fjüifig und blu_rg blieb; ' m leßterer Beziehung tritt das wachsende Vkrtraaen m_dte aÜgemewe Lage des F0nd9marktss und die größere Krcdiiwürdigkert, Welche demEimelnen zugrbill gi wird, besorrdcrs zu Tage. In dem Siatut der Reichsbank aewinnrn die Vorgänge am Gcldrnarkt cn1sprechenden Ausdruck. Dcr Metallbesiand, welchcr (Ende Dezember 1889 bis auf 734 579 000 „49 zurückgrsangen war, hat sich bis zum 31. Mai auf „870062 000 „76 gehoben und im Laufe des“) MrnatH Mar allein um „4099 000 .41. Vermehrt; glrickszéitig smd die Anlagen der Bank in Weckxsrln und Lombardforrcrunacn, von 839946000 „46, Ende vorigen Jahres bis auf 571211000 .44 Ende Mar zurückgegängen und haben sich im Monat Mai allein urn 58 352 000 „15 vermindert. Der Notenumlauf erscheint von _1 160 536 000 „sé Exide Dezember auf 940 490 000 „76 Ende Mai ermaßrgt urid hat fich rm Mai allein um 56 252 000 „76 vrrmindert; 'demgegenuber haben fick) die 159105 fälligen Verbindlicbkriten (Giro - Guthaben 2c.) 0011 348196000 «4- Ende Dezember 1889 auf 415 927 000 „M Ende Mat gehoben und im Mai allein um 32151000 „44 Vermehrt.

Die Lage auf drm Kapitalsmarkt bat fich in den leßten Monaten wenig verändert. Die Zinssätze erhalten fick) sebr fest und die Rente erscheint durch geringe PreiScrmäßigungen der Anlagrn noch steigend, wie folgende Daten erkennen lassrn. Es wurden notirt:

"lt- Dez!“- "lt“ ult.April ult.Mai

1889 Februar

4 0/0 Reichs - Anleihe 107,40 101,00 107,20 107,30 4 0/0 Preuß. Consols 106,00 106,40 106,30 106,50 31% ReiÖZ-Anleibc 103,10 102,30 101,50 101,00 35) [)/0 Preuß. Konsols 103,30 102,30 101,60 101,00 4 0/0 Preuß. Ctrbod.-

Pfandbr. . 101,90 101,80 101,25 101,50 33 0/'0 do. 98,10 98,25 97,10 97,00

Trotz dieser sschwacbrn Lage der inländischen soliden Anlagepapiere babrii siii) für fat alis ausländischen Staßtsfonds und sonstigen 0er- traueriswcrthcn festen Zins tragenden Papiere die Preise durchschnitt- lich weiter erhöht, und die fortgesetzten Konvertirungen, 'die sich nun auch schon auf Türkische Anleihen erstrrcken, begegnen keinem Wider- stand. Außer schon erwähnten ausländischen" Staatsfonds mögen noch folgrnrc ansefübrt werden; es Wurden notiri: ' ,

uli. März 1111211110 MttieMar uli. Mai

Oesterr. 49/0 Goldrente . 94,10 94,10 95,00 95,10 Ungar. 40/0 Goldrknte 86,50 88,00 89,50 90,40 Italien. 59/0 R€111L 91,80 93,50 95,00 96,20.

Durch diese Bewrgungrn wird die Nörsentendxnz im Allgemeinen um so nacbbaltiaer brciiifiußi, als aus derselben eine erhöhte Tbatig- keit der Bankinstituie sich ergiebt. Man 50112 nicht ohne Grund, zu Anfang drs Jahres briiirrbtet, daß der Geschaftsixmfang dernAktten- banken und damit dsr Gewinn derselben dem Vorjahre gegeniiber fich wesentlich vermindern würde. Inzwiicbcn hat sich aber gezeigt, daß alle großen Institute eine gewinnbringenrc Tbäiigkcri zu entfalten auch bisöer in der Lage waren Und zahlreiche Emissionen, wxlcbe in der Vor- bereitung begriffen find, unterstützen die Meinung, daß auch weitverirrxi die Tendrnz der Börse cine günsiigr bleiben werde. Dabei tit allerdings zu konsiatiren, daß das Privatpublikum in weit

cringerrm Grade als im vorigen Jahre sick] an der Tixäiigkeit der 5ZIiirse betbeiligt; namrntlich gilt das Vom Tertninbandel, was in Rücksicht arif das Privaikapital eine gewiß erfreuliche Erscheinung ist. -- AÜe kaufmännische Thätigkeit iii mehr oder rvcniger sprin- lativer Natur und 0110) dem Pridaikapital kann es sicherlich nicht verargi werden, wenn es nach gründlicher Prüfung Folche Anlagen sucht, weiche neben der Verzinsung aucb einen Coursgewmn in 2111611111 stellen; aber rcrbängnißbol] wird im letzten Resultat immer die T eil- naizmc des Privatkapitals an dem reinrn Terminhandel, so weit es eigentlich nur „Differenzgcsckiäst' ist, bieiben; denn hier ist zu stuck)!"- dringender Arbeit eine ununtrrbrocbene Beobachtung der Lage des Spekulationsmarkies erforderlich, weil bei dem Terminbandcl leider nicht nur der innere wirkliche Werth eines Papiers oder auf andern Gebieten einer Waare, eines Produkts fiir die fließkndc Preisbewrgung maß- Uebend ist, sondern in wesentlichen: Maße auch drr Umfang und die Richtung dcr Vrrbindlichkeiien, die „Position' des Marktes; „zu s01cher unausgesrßien Beobachturig des Marktes aber fehlt dem Privat- kapitalisten, drr fast ausschließliéb auf die Informationen seines Banquiers und der immer naturgemäß nachbinkcnden Presse ange- wiesen ist, jede Gelegenheit. - Was nun die Bankaktien spszieil betrifft, so hat sich, wie erwähnt, für sie in leizter Zeit rechi belebtes Geschäft entwickelt, welches auch in dem Preisstande Ausdruck ge- funden hat; es wurden noiirt:

ult. März 1111. April Mitte Mai ult. Mai

Oesterr. Creditakiien 168,00 157,50 161,25 167,40 Disconto-Kommandit

Antbeile . . . . 230,25 210,75 217,70 224,70 Berl. Handels - Ges.-

Antbeile . . . . 166,50 154,75 160,40 170,10 Aktien der Deutschen

Bank 166,80 160,00 163,00 169,50

Aktien der Darm- städter Bank . . 163,25 153,90 . 155,00 160,00 Die Bedeutung des Montanmarktes für die Gesammitendrnzkder Börse erscheint natiirlich wesentlich Verringert, doch ist de_r Geschafts- umfang auch hier wieder im Wachsen bxgriffen. Haufige große Schwankungen charakterisiren den Verkehr in allen Bergwerks- und Hüttenpapieren und geben ein Refiexbild von der ungeklarten_Lage der qutanindusirie, “sowohl der heimischen wie der auslandiicheii; Janz beionders wirkte die Lage des GlaSJower „Marktes „hier auf dre Bewegungen ein. Von den Ultimopapieren dieses Gebietes wurden

notirt: uli. März uli. Aprik uli. Mai Aktien des Bochumer Gußstabl-

Vereins. . . . . . . . 164,00 156,00 170,00 Aktien der Laurabiitte . . . . 138,50 132,20 142,30 St.-Pr.-Ak1ien der Dortmunder

Union . . . . . , . 88,75 85,00 92,60 Aktien 5. ngk. Hibernia . 176,60 160,00 164,90

Seit Monaten schon sind mehr und mehr die Eisenbgbnakiien in den Vordergrund des Geschäfts getreten und haben dabei zumeist bedeutende Wertbbesierungen erfahren; ganz besonders gilt dies von den ausländischen, namentlich österreichischen Eisenbabnpapieren. Be- ründet wird diese Thatsache in den meisten Fällewund in der Haupt- ?ache durck) günstige Verkehrsentwicklung der, etnzeinen , Unterneb- mungen; auch die günstigen Ernteausficbten spielen btrr eine wesent- liche Rolle; für einzelne Papiere, wie namentlich für die Aktien der Warsckyau-Wirner Bahn, liegen wohl in den Beziehungen des Unter- nehmens zur rusfischen Regierung besondere Gründe für die erheblichen Coursbefferungen vor. Wir führen folgende Notirungen an:

uli. März ult. April ult. Mai

Lübeck-Bücben . . . . 174,20 180,00 166,80 Mainz-Ludwigsbafen 118,00 121,30 118,30 Marienburg-Mlawka 61,20 66,10 67,50 OstpreUß. Südbahn . 91,00 95,80 104,75 Buschtebrader . . 181,25 184,00 198,50 Dux-Vodenbach . 206,10 190,00 218,50 Llanwsen . . 93,00 92,10 100,50 „lbetbalbabn . . 95,50 97,25 105,90 Warschau-Wien . 196,50 195,75 216,00 Gotthardbahn . 162,20 164,60 173,00.

“* Statistik und Volkswirthschast.

Zur Arbeiterbewegung.

Aus Hamburg theilt „W. T. B.“ bei Gelegenheit der Mel- dung von der Beendigung des Strikes der EWerführcr mit, daß die Ausständiscbrn seit dem 2. Juni einzeln um Wicdereinstcllung in die Arbcii crsucbrn; diisr'lbc' wird ibnrn gegen ).Lustritt aus dem Fachverein zu den bisherigen Lobnfäßen bcwrüigt,soweit die Stellen nicht beseßt sind. Der Fachverein ist als gesprengt zu betrachten. Der neue „311529 von auswärts, ca. 1200 Leute zäblend, und ca. 800 der Ewersübrer, die gcsirikt hatten. sind eingestellt, ca. 1500 der Striketbeilnebmer können vorläugfig keine Anstellung finden.

Im Verband deutscher Zimmerleuie (Lokalderband Hamburg) wurde mitgetheilt, daß die Zahl_ der Arbeitgeber, die die ncuniiündige Arbeitszeit mit cinem Mindestlohn von 65 „3 per Stunde bswiliigt haben, in dcr leßten Woche von 44 auf 49 gestiegen sei. Bis jeizi haben 1250 Zimmerlrute Hamburg Verlasfc'n. - Die Arbeitseinstellung der Maurer hat in der leßtcn Woche keine Aenderung erfahren, da immer noch bei 79 Arbeitgebern 471 Maurer unter drn altcn Bedingungen arbeiter], während 119 Maurer ibre Thätßikeit für 60 „3 per Stunde bei einer zebnstündigen Arbeitszeit ausü en.

Der „Schlei. Ztg.“ wird aus Liegnitz geschrieben, daß etwa 100 Tischlergeselicn, denen die früher an dieser Stelle er- wähnten Forderungen nicht bewilligt worden sind, in einer Versamm- lung am 2. d. M. den Beschluß faßten, zu ftriken. Der Weitaus größere Theil der Tischlergcsrllen bat eine frirdliche Einigung mit den Arbeitgebern erzielt und betbeiligt sick] nicht an dem Ausstande.

Wie die ,Saarbr. ZF“ mittbeili, haben die sirikenden Srbleifer der Fenner lasbiitte am Montag. nachdem sie vier Wochen die Wirkstätten verlassen button, die Arbeit unter den alten Bedingungen wieder aufgenommen. Da das Verhalten der Schleifer während „dcs Strikes ein musterbafies war, so hat der Chef der Fabrik von einer Maßrrgelung Abstand genommen und steht demnach auch 311 hoffen, daß das frühere vertraute Verhältniß wieder Plaß greifen wird. , '

In Leipzig Wurde in eincr öffcr;tlicken Versammlung am 3. d. M. über die Verbaiidluygen, des wahrend der Pfingstfeiertage in Dresden abgehaltenen sachsrscbxn Tischlertages berichtet und namentlich betont, daß daselbst fur das Königreich Sachsen ein eirrmüibiges VorgeIen der Tiichler in gewerblichen und Lobnfraaen angebabnt Worden und hierfur Dresden als Vorort und ein Ob- mann gewählt worden sei, welcher sick) mit den in den Verschiedenen Zäcbfiséeun Städten zu wahlenden Vertrauensmännern in Verbindung eßen 1) e.

Zur wiribschaftlicben Lage.

Vorn Rhein wird uns geschriebrn: Wenn auch mitder vor- jährigen guten Ernte ein volisiändiaer Umscbwung in den Verhältnissen nicht eingetreten ist. so kann doch Dank derselben eine allmähliche und beständig fortschrciit'nde Hebung des Wohlstandes verzeickmct werden. Namentlich gilt dies von den die Landwirtbschaft treibenden Bezirks- eingescssenen, welche durch die günstigen Getreide- und Viebprkise in den Stand gesetzt sind, die Schäden und Lücken der vorigen Jahre wenigstens ibeilweise wieder ausziibrffern und auszufülien. Mit der Lage der Landwirtbscbaft bessert sick) aucb allmählich die Lage drr Fa brikanten und Handwerker. Höchst unangenehm empfunden aber wird die ungeheure Preissteigerung der Kohlen. Leister? hat jedoch wieder eine günstige Wschselwirkung, da fie Line Steigerung der Holz- preife veranlaßt, welche den Gemeinden zu (Hufe kommt. Sehr erfreulich ist es zu bemerkrn, daß ein Tbril dcs zur Zeit über- schüssigen (Beides für spätere Zeiten zurückgelegt wird. Die Kreissparkasse in Simmern weist dauernd einen Baarbrstand von über 100000 „“- auf. AÜerdings macht sich auch eine fort- währende Steigerung der Ansprüche und des Luxus in Weiten Schichten der Bivölkrrung _bemrribar. Auch wird vielfach iiber das häufige oft Vcrtragswidrige Verlasien dcr Dienstsielien geklagt. In dem steigenden Luxus und dem fortwährenden Drängen bauptsäcblick; der jungen Bevölkerung mach den großen Städten und in Fabriken liegt der Hauptgrund des derzeitigen großen Mangcls an Knechten und Tagciöbncrn auf drm Land:". Diese sind nur noch schwer Und nur gegen hohe Löbne zu brkonimen. Der Landwirts) muß fich daher in der Hauptsache mit seinen rigrnen Arbeitskräften brbelfen.

Handel und Industrie.

Aus Oppeln wird brrichtct: Der Aufschrvung, welchen Handel und Industrie ginommen, hat auch in dem vergangenen Quartal an- gehalten. Die Werke brfindcn sicb sätnmtlitb in voÜem Betriebe und sind mit Aufträgen reichlich versehen. Vielfach wird über Arbriter- mangel geklagt, ein Umstand, der zum Theil auf den verstärkten Be- trieb, ziim Theil dorauf zuriikkzriiiibrcn ist, daß namentlich die jüngercn Arbeiter im Jiidustricbezirk in Folge der aligrmcinrn Lobnaufbesserung zu regelmäßiger Arbeit wenig aufgelegt sind und häufiger als früher an den W0chcntagrn feiern. Dabri ist die Lage der Arbeiter bei guter Arbeitsgelegcnbrit und crixöbten Löhnen eine entschieden günstige.

Rennen zu Hoppegarten. Donnerstag, 5. Juni.

1. VersuckW-Rennen der Siuten. Prei33000516. Disk. 900 m. (Gf. W. Rcdern's Zjäbr. F.-St. ,Dorotbea' 1, Kgl. Opt.- Gest. (Hradiy's Ziäbr. br. St. „Ahnenprobe“ 2., Hrn. V. May's 2jäk)r. br. St. „Melufine“ 3., Frbrn. v, Münchbausen's 2jäbr. br. St. .Florette" 4., Gf. H. Henkel 56n.'s 2jäbr. dbr. St. „Veletlen“ 5. Graf Redern erklärte, das Rennen mit .Dorotbea“ gewinnen zu wollen. - Siegtr nacb 1charfem Kampf um einen knappen Kopf; „Milufine“ eine halbe Länge hinter „Abnenprobe' und eine Länge vor „Fioreiie' Dritte; ,Veletlen“ anderthalb Länncn weiter zurück Fünfte; dkk Rrst im Haufen angehalten. - Werth: 3000 „16 der Siegerin, 1950 «40 der Zweiten, 100 „M der Dritten.

11. Union-Rennen. Staatspreis 10000 „16. Disk. 2200 111.

Hrn. V. May's br. H. „Dalberg“ 1., (Gf. Nic. Esterhazy's br. H. ,Aspirant“ 2., Kgl. HPt.-Gesi. Gradiß's F.-H. „Marder“ 3. Des- selben .Fastnacbt“ 4. Sicher mit dreiviertel Längen gewonnen; „Mardcr“ eben so Weit hinter „Aspirant“ Dritter, gefolgt auf vier Längen von ,Faitnacht“. *- Werth: 14 300 514 dem Sieger, 6300 „46 dem Zweiten, 700 «44 dem Dritten. ““] 111. Silbernes Pferd und Klubprcis 4000 „46 Handicap. Dist. 3200 m Hrn. Oluf's (Frhr. br. H. „The Cuckoo“ 1., Hrn. Balduin's 5jäbr. dbr. St. omowe“ 2., Hrn. H.Atrisinck's 4jäbr. br. H. .GreviÜe“ 3., Mr. E. Kelly's a. br. H. „Bowman“ 4., Siegte mit einer Länge; eine halbe Länge zwischen der Imeiten und dem Dritten und .Bowman“ anderthalb Längen hinter .GreviÜe“ Vierter vor „erfoot“, ,Posesail“, „Sister Nel“ und „The Premier“; der Rest vor dem Ziel angehalten. -- Werth: Ehrenpreis und 5075 «46 dem Sieger, 1075 «45 der Zweiten, 150 «40 dem" Dritten.

17. Staatspreis 17. Kl. 1500 «14 YU Dreijabrige. Dist. 2000 m. Kapt. Joä's F.-H. .Siönit“ 9. ii. . -- Werth: 1700 «10.

7, Verloosungs-Rennen. Preis 2400 „ck Diss. 1600 111. Hrn. W. SÖmidt's 5jäbr. br. W. .Pizarro“ 1., Lt. Prinz G. Rad- ziwiÜ's 4jähr. schwbr. W. „Cosmopolit“ 2., Mr. E. Kelly's 3 ahr. br. H. „Good Luck“ 3. Leicht mit einer Länge gewonnen; . ood Luck“ dreiviertel Längen binter .CoSmopolit' Dritter vor ,Bravo“ und .Wildling". - Werth: 2790 „M

71. Flibustier-Rennen. Preis 2000 ckck .Herren-Reiten. Disk. 2400 m. Hrn. I. Jäger's 4jäbr. F.-W. .Berggeist“ Lt. Schlüter 1., Mr. Bruno's 4jäbr. F.-H. ,Krautjunker' Mr. Hill 2., Li. (Gr. Reventlow's 5 jähr. .-H. ,Rädelsfübrer“ Lt. Hanion Z., Lt. Gf. Westphalen's dbr. * . „Bacchu9' Bes.,4. Siegte sicher mit dreiviertel Längen; eine Länge zwischen dem Zweiten und Dritten, dann .Baccbus“ Vierter vor .Corsar“ und „ScbWalbenfänger“. .Freifrau“ abgeschlagen. _- Wertb: “2000 „ja dem Sieger, 380 .“ dem Zweiten, 90 „“i dem Dritten.

ckbriefe und Untersuchungs.Sa en. 2: ZSntyirngsvollsireckungen, AufJbote, Y?

3_ Verkäufe, Verpachtungen, erdingungcn 2c.

4_ Verloosung, ZinSzahlung rc. von öffentlichen Papieren.

,I: ZIJ-_ __ „__-_:_,“

“ck 1) Steckkrief und Untersuchungs - Sachen, [14676] Steckbriefs-Erneuerung.

Der gegen den Agenten Carl Metsrher wegen

Unterschlagung und wiederholter schwerer Urkunden

fälsÖUk'il unter dem 18" August 1884 in den Akte? Früche. deren Vorhandensein oder Betrag aus dem

[1.12 11. 640. 1884 erlassene Steckbrief wird er

neuert. Berlin, den 2 Juni 1890. Der Untersuchungsrichter beim Königlichen Landgericht 1.

Steckbriefs=ErleIigung.

[14773]

Der unterm 21. Mai 1890 hinter den Fabrik- arbeiter AugustZldolf Grund, geb. den 2 November 1866 zu Glasbutte, Kreiö Filebne, erlassene Steck-

brief (Stück Nr. 12 737 (16 1890) ist erledigt, Altona, den 4 Juni 1890. Der (Erste Staatsanwalt.

[14775]

Der hinter den Losinarm Wilhelm Berkau aus Sabiellen, Kreis Orteisburg, unterm 23. Dezember

1889 erlassene Steckbricf ist erlrdigt. 1). 67/89. Willenbcrg, den 31. Mai 1890. Königliches Amtsgericht.

[14502] Oeffentliche Zustellung.

In der Privatklagefache der ledigen Maria Kock] von Großelfingen, gegin den Kaspar Beck von da,

wegen Beleidigung, wird der Privatbeklagie, Weber

Kaspar Beck, 35 Jabr ait, jeßt mit unbekanntem Aufenthalt, auf Freitag, den 11. Juli dieses Jahres, Vormittags 81 Uhr, vor die Sirai- kammer des Königlichen Landgerichts bierselbst zur mündlichen Hauptverhandlung iiber die von ihm gegen das Urtbeil drs .ii'önigliäxcn Schöffengerichts zu Hechingen vom 29. Januar 1890 eingelegte Be- rufung geladen. Nack) §. 370 der Sirafprozrßordnung wird im Falle seines unentschuldigten Ausbleibens die von ihm eingelegte Berufung vcrrvorfrn werden. Vorstehendes wird zum Zivkcke der öffentlichen Zustellung bicmii bekannt grmacbt. Hechingen, den 2. Juni 1890. Ncrlici), Assistent, als Gericlpisschriibrr drs KönigliÖen Landgerichts.

[14774] * In der Sirlifiacbe [1.1.4011 nachstehende Personen: 1) den Arbeiter Rudolf Mathias Schmidt, zuleßt in Limdcnbura in Ysiäbrkn, 2) dcn Johanxi Przybilla aus Brzcsniß, 3) den Schlosirr Franz Renifck] aus Budzisk, 4) drr. Jokes Swoboda aus Gioß-Gorzüß, 5) dk]! chmpner Tbcodor Mathaschek aus Hammer, 6) den *All-wander Alois Ferdinand Skudclui) aus Hammer, 7) din Johann Skupny aus Hammer, 8) den Franz Woluy aus Polnisch-Crawarn, 9) dmi August Josef Czeruoch aus Ostrog, 10) den Karl_Wilbelm Löfchner aus Ostrog, 11) den Adolf Franz Paivlik aus Ostrog, 12) dsn Schrchmachcr Karl Paul Grüner aus Ratibor, 13) den Maximilian Franz Krömer aus Ratibor, 14) den Schnridrr Ephrat Stern 0119 Ratibor, 15) drn Paul Dietrich 0110 Altsndorf, 16) 0711 Johann Czernohorsky aus Borutin, 17) den Karl Josrs Frauke nus Bosay, 18) ren Pferdeknecbt Paier Kupka aus Kram)- wiy, zur Zeit in K*aisrhsr in Unter111chungsbaft, 19) den Commis V.)?oritz Grünberger aus Plania, 20) den Karl Drea aus Ratsch, 21) den Ignatius Billi aus Raiibor, 22) den Alois Auaust Luccas aus Ratibor, 23) den Masckpinenschiosser Hermann Frvror Nictsch aus Ratibor, 24) den Franz Lustig aus Studzianna, 25) den ran] Gressik aus Tburze, Kreis Ratibor, 26) den Josi] Kucza aus Köberwiß 27) den Bäcker Hermann Josef Krömer aus Ratibor, sämmtlick) bis auf“ den unter 18) Bezeichneten zur Zeit unbekannter) Agienibaits, Welche beschuldigt sind: gls Wehrpflichtige in dcr Absicht, fick] dern Eintritte in den Dienst des stehenden Hreres oder der Flotte zu entziehen, obne Eriaubniß das Bundesiiebiet ver- lassen oder nach erre1ch)tem militärpstichtigen Alter sich außerhalb des Bundesgebiets aufgehalten zu haben ** Vergeben gegen §. 1401 StrafgeseizbuÖs _ wird auf Antrag dcr Kö_niglichen Staatsanwaltscbaft emäß §§. 325, 326 Strqsprozeßordnung, §. 140 Abs. 3 traigeseßbuchs beschloßrm das im Deutschen Reiche befindliche Vermögen der Angescbuldigten, soweit dasselbe zur Deckung der src voraussichtlich treffenden höchsten Geldstrafe und der Kosten des Verfahrens erforderlich ist, wird mit Beschlag belegt. Ratibor, den 24. April 1890. 1161090759 Landgericht, Strafkammer 11. gez. Schmidt. Heinye. Beier. Vorsiehender Beschluß wird Hierdurch zur öffent- lichen Kenntniß gebracbf. 11“ 11. 24/90. Ratibor, den 27. Mai 1890. Der Erste StaatsaiWali.

_-_ 2) Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladuugen u. dgl.

[14787' ZWangsversieigerung.

Jm _Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Gruzidbuche yon denUn-gebungrn Berlins im Nieder- barnrm'schen Kreise Band 78 Nr. 3314 auf den Namen des Malermeisters Adolf Huwe bier eingetragene, in der “Straße 1711 (Stephanstraße 57) belegene (Grundstuck am 22. August 1890, Vormittags 10 „Uhr, vor dem unterzeichneten (Gericht _ an Gerichtsstelle Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel ()., pa_rterre, Saal 36, versteigert werden. Das Grund- stuck ist m110„36„« Reinertrag und einer Fläche von

08. 18 qm zur Grundsteuer, pro Etatsjabr 1892/93

orladungen u. dergl.

Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 3. Januar 1890, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Auf- gebotstermine seine,?)iecbte anzumelden und die Ur- kunde vorzulegen, Widrigenfalls die Kraftlosrrklärung der Urkunde erfolgen wird.

[14805]

Oeffentlicher Anzeiger

5590749357"

_ werden. Alle Realbercchtigien werden aufgefordert, di .mch1 von selbst auf den Ersteher übergehenden An

rund buchezur Zeit der (Eintragung des Versteigerungs vermerks nicbt bervorging,

widerspricht, deni Gerichte widrigenfaüs dieselben bei rmgsten Gebots nickyt beriicksichtigt

rück11chtigten Ansprüche im

, . . zurückiretcn Diejenigen, welcbe

Range

Vcrsieigemngstcrmins die Einstrllun

das Kaufgcld Stelie des Grundstücks tritt.

oben bczrickynet, verkündet Werden. Berlin,'den 13. Mai 1890, Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 51.

[14786] Ziyangsversteigerung. Jm Wege der Zwangsvoilftreckung soll das im Grundbuäoe von Lichtenberg Band 33 Blatt Nr. 1037 Wi den Nawen der Commanditgeseilschafi in Firma Siegm. Jager & Comp. in Köln (:./Ri). ein- getragene, in der Tharrstraße Nr. 24 belegene Grund- stück am 28. Juli 1890, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten (Gericht an Gerichtsstelle Neue Friedrichstraßc Nr. 13, Hof, Flügel ()„ Erdgeschoß, Saal Nr. 40, versteigert werden. Das Grundstück ist mit 1 „74 47 ck) Mein- ertrag und einer Fläckye Von 3 a 13 0111 zur Grundsteuer, zur Gebäudestcuer jedoch noch nicht veraniagt. Auszug aus der Sieuerroile, be- Jllaubxgte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige bscbaßun en und andere_ das Grundstück be- treffende iachWeisungen, ]owie besondere Kauf- bedmgungen können in der Gerichtsschreiberri, ebenda, Flügel 13., Zimmer 42, eingesehen werden. 21117 Reqiberrchiigirn werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, drren Vorbandrnsein oder Betrag aus dem Grund- bucbe zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- vermerks nicht brrvorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung znr Abgabe Von (ZH:- boten anzumelden und, faUs der betreibende (Gläu- biger widerspricvt, drm Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicbt _berücksrcbtigt Wkkdln und bei Ver- theilung des Kaufgcldcs gegen die berücksiÖtigten Amprücbe im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigentbum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfabrens herbeizuführrn, widrigcnfalis nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeid in Being auf den Anspruch an die SteUe des (Grundstücks tritt. Das Urtbeil über die Eriheilung des Zuschlags wird am 28. Juli 1890, Mittags 12 Uhr, an oben bezeichneter Gerichtssieilc vcr- kündet Werden. ' Berlin, den 29. Mai 1890. Königliches Atntsgericht ]. Abtheilung 53. [14795] _ In Sachen__ des Kaufmanns Wilhelm Hinze zu Wüiperodc, Klägers, wider den Händler Wilhelm Siedler und desicn Cbcirau, Marie, gib. Fiedler, zu Cattenstedt, Beklagte, wegen Wechselforderung, wird, nachdem ani Antrag des Klägers die Beschlag- nahme der den Beklagten gehörigen Grundstücke: 1) des Kotbbofes 170. 8.55. 69 zu Cattenstedt mit 5 Ruthen Garten neben dem Hause, 2) ZRutbcn von dem 50 Rathen haltenden arten des Hauses 110. 8,88. 5, 3) 10 Qu.-Rutben desselben Gartens, zum Zwecke der Zwangsversteigerung durcb Be- schluß Vom 14. Dezember 1889 verfügt, auch die Ein- tragung dieses Beschlusses im Grundbuche am 14. Dezember 1889 erfolgt ist, Termin zur Zwangs- versteigerung auf Donnerstag, den 11. Septem- ber1890, Nachmittags 3 Uhr, vor Herzoglicbcm Amtsgerichte Blankenburg im Pieprr'scben Gasibofe zu Cattenstedt angeseßt, in welchem die Hypothekgläubigcr die Hypothekenbriefe zu überreichen haben. Blankenburg, den 29. Mai 1890. Herzogliches Amtsgeriwt. Ribbentrop.

[14841] Aufgebot.

Die Erben und Kinder des am 4. März 1890 verstorbenrn Werknzeisters Friedrich August Karl Forke in List: 8. Richard Forke in Lisi, b. Wilhel- mine Steinrtieyer, geb.,Forke, in Bremen, 0. Karl Forke irt Lisi, (1. Heinrich Forke daselbst, und 0. Paul Forke daselbst, haben das Aufgebot der ihrem Vater und Erblasser von der Lebensbersicbe- rungSgeseÜschaft 001850 génériüs (188 1011111108 am 20. Juni 1876 aUSJeicrtigten Police Nr. 27 353 über 1000 Frcs. beantragt. Der Inhaber der

Mittags 12 Uhr,

Hannover, den 31. Mai 1890. Königliches Amthericbt. Abtheilung 7 13. Pagenstccher.

Kgl. Amtsgericht Kaunftatt. Der von dem Johann Friedrich Zielfleiscb, Wein-

mit 17 700 „M Nußungswertb zur Gebäudesteuer ver-

anlggt. AUqug aus der Steuerrolie, be laubigte Ab- schrift des Grundbucbblaits, etwaige Abs 17: ungen und andxre das Grundstück betreffende Na weisun en, sowrr besondere Kaufbedingungen können in der Geri ts- schrerberei, ebenda, Flügel 1)., Zimmer 41, eingesehen in d

insbesondere derartige Jorderungen vori Kapixal, Zinsen, wiederkehrenden ebizngen oder Kosten, ipätesiens im Versteigerungs- iirmm vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge- boten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger glaubhaft zu machen, Feststellung des ge- , , Werden und ber Vertheilung des Kaufgeldes gegen die be-

das Eigentbum des Grundstücks bean]pruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des _ , , des Verfahrens berbmzufubren, „widrigenfalis _naci] er olgtem Zuschlag in Bezug auf den Anspruch an die , _ Das Uribril über die Crtherlu'ng des Zuichlags wird am 22. August 1890, Mittags 121 Uhr, an (Gerichtsstelle, wie

TTÖÉYÜÜ 1842 und der Patrimonialgericbts- Bescheinigung vom 6. Januar 1843;

zu Laasqw die Hypothekenurkunde über die auf dem Grundstucke des Antragstellers Band 11. Bl. Nr. 7 des Grundbuchs von Laasow in der dritten Ab- theilung unter Nr. 3 für George Hascbzig und dessen Ehefrau Christiane, geb. SÖmarsch, daselbst ein- getragenr Theilpost von 200 Tbalern, bestehend aus dem gerichtlichen Kaufvertrage vom 21. März 1855, gärtner von Wangen, am 21. Januar1867 gegen Josef der ger1chtlichen Verhandlung vom 16. Januar 1856

Geiger Von da als Vermögensverwalter der ledigen und dem HypothekenbachauSzuge vom 18. Ja-

vermißt. Friedrichs Sohn ,

e Vormrttags 9 Uhr, vor dem Kgl. Amtsaerick] ' bier anbrraumfen Aufgebotstermine seine Reck) 921181113 zu machen und die Urkunde vorzulege - widrigeniaiis deren Kraftloserklärung erfolgen wir Den 28. 21101 1890.

Veröffentlicht : Gerich15schreibkr N e 11-

Aufgebot.

[11929]

und soll auf Hausdieners

fertigung für kraftlos erklärt werden.

unterzeichneten (Gerichte, immer Rechte anzumelden und folgeir wird. Königsberg, den 12. Mai 1890. 3101110110770 Amisgericbt. 1T. Heyn.

[5813] Aufgebot.

Patschkau Nr. 3922 über 156 ck16. 76 «5, ausgefertig

Frau Zimmermann

aufgeboten werden. daber der Inhaber

jenes Buches aufgefordert

selben erfolgen wird, Patschkau, den' 22. April 1890. Königliches Amtsgericht.

[14834]

_ Aufgebot. Der Königliciös

tags 11 Uhr, Zimmer seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzu- legen, widrigcnfails die Kraftlosrrklärung drr Ur- kunde erfolgen wird. Erfurt, den 24. Mai 1890,

Königliches AmtsgeriÖt. Abtbeilung 7111.

[14833] Aufgebot. Der Fleischer Arnold Kloß zu leersgebofen hat das Aufaeboi des angeblich verloren gegangenen, auf seinen_ NaYen iaUtenden Sparkassenbucbes der städtiichen Sparkasse zu Erfurt Nr. 54316 über jeßt 27,32 „44 und Zinsewbeaniragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgriorderi, spätestens in dem auf den 16. Dezember 1890, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 58, anberaumten Aufgrbotsterminc seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalis die Kraftlos= erklärung drr Urkunde erfolgen wird. Erfurt, den 27. Mai 1890.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung 7111.

[14794] Aufgebot.

Die Ehefrau des Schuhmacher Wilhelm Knirp, Auguste, geb. Rungr, hierselbst bat das Aufgebot der angeblich Verloren gegangenen Obligation vom 27. November 1830, laut welcher für ein Kavital von 57 Thlr. 12 ggr. des Hutmachermeisters Wil- helm Klemm bierselbst das Wohnhaus 170. 888. 63 bierselbst nebst Zubebör, also 7,9 & Haustbeil auf dem Mizblenstiege Nr. 424 bcrpfändet ist, und wrlches [eit langen Jahren zurückgezahlt sein sol], beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird auf- gefordert, spätestens in dem auf Freitag, den 25. Juli 1890, Vorznittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Herzogitckxcn, Amtsgerichte anbe- raumten Aufgebotstermtnr seine Rexbte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, w1drigenfal16 die Krafiloserklärung drr rirkunkeserfolgen wird. Blankenburg, den 30. Mar 1890.

Hcrzoglich79 Amtsgericht.

Ribbentrop.

[14800] Anfgebot-

Es werden aufgeboten:

a. auf den Antrag des Büdners Friedrich August Meier zu Pretscher] die Hypothekenurkunde über die auf dem Grundstucke des Antragsieüers Band 1. 231. Nr. 28 „des Grundbuchs yon Pretschen in der dritten Abtheilung unter Nr, 1 für den minorennen Friedrich Meier daselbst eingetraKrnen 35 Thaler, &&de Fs dem gerichtlichen aufvertrage vom .. [:gu

b, auf den Antrag des Häuslers Christian Pintscb

schwachsinnigen Elisabethe Zielffeisch von Wangen nuar 1856;

uber 90 fl. Darlehen ausgesteÜte Pfandsckxein wird Auf Antrag des Karl Zielsteisch, Johann 0 Weingärtners in Wangen, wird der Inhaber dieier Urkunde aufgefordert, spätestens 974an Donnerstag, 25. September 1890,

Es ivtr_d daher der Inhaber des Buchs aufge- fordert, sVaiestens im Aufgebotstermine den 3. De- zembcr 1890, Vormitta s 111 Uhr, bei dem Nr. 36, seine , , _ _ das Buch vorzulegen, Wldkigknialls dre Kraitloserklärung deSielben er-

Das Sparkassenbuch der städtischen Sparkasse zu

für rau Albertine Zimmermann zu Patschkau, ist ange lick) Verloren gegrmgen und soli auf AXrag der 3 wird

Mafchinen-Jnspritor Bork zu Tempelhof, vertreten durch den Iusiizratb Pinckert, hat das Aufgebot des angeblich verloren gegangenen, aiif „seinen Namen lautenden Sparkassenbucbes der siadttscben Sparkasse zu Erfurt Nr. 61994 über 171313108 „70 48 „_z und Zinsen brantragi. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, sväicstens in dem anf den 16. Dezember 1890, Vormit- vor drm unterzeichneten Gerirbte, Nr. 58, airbcraumten Aufgebotstermine

Kommandit-Gcsells aften auf Aktien u. Aktien-Geselisch, BerufS-Genosien cha en.

Enverbs- und Wochey-Ausweise der deutschen Zettelbanken. Verschiedene Bekanntmachungen.

irthschafts-©enoffenschaften.

c der Anspruch auf die auf dem Grundstücke Band ]. Bl. Nr. 15 des (Grundbuchs von Dollgen tn" der dritten Abtheilung unter Nr. 2 für den Hausleridhn Johann Gustav Waske eingetragenen, in" der ngngsversteigeriing dcs gedachten Grund- te stucks, qm 28. Oktober 1889 hinterlegten, mit 257 „FC te 11110 31111711 zur Hebung gekommenen 240 «10 und ", Zinsen Uiiuttrrerbiheil aus der grrichtlichen Schuld-

d- 19. Mai 1849 und PfäiikorsÖTLibUnJ vom 9811571849;

bei a Und 1) zum chcke der Löschung, bei 0 zum Zwrckr dcr Umschreibung.

Dir Inhaber der vorbezeickineien Urkunden bezw. Anspruckysbereckytigten werden auigefordrrt, spätestens

Das Sparkassenbmh der hjefigen städtischen Spar- tm Aufgeboistermine am 19. September 1890, 19116 11. Nr. 17353 über 127,26 „75, ausgefertigt fur Fktkdrlch Klein, ist angeblich gestohlen worden

den Antrag dss Eigentbümers, res Friedrich Klein in Schloß Weißensee Sterneckrr bei Berlin, zum Zweck der neuen Aus-

Bormittags 9 Uhr, bei dem Unterze-icbneten Ge- r1cht ihre Ansprüche anzumelden und die Urkunden yvrzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der- ]eiben erfolgen wird. Lübben, den 2. Juni 1890. Königliches Amtsgericht. Abtheilung 1.

[14803] Aufgebot.

Auf den Antrag der nachbenannten Befißer werden aÜe Eigentbumsprätendsnten aufgefordert, spätestens in dem Termine am 23. September 1890, Vormiitags 10 Uhr, bei dem hiesigen Amts- gericht ihre Ansprüche und Rechte auf die nach- stehend bezeichneten (Hrmidstücke anzumrldrn, als:

1) a.. auf der Ergrube Nr. 803, Acker, von 11 a 50 qm Kartenblatt 7, Parzeile 438,

Bcsrßer: die Ebrirau drs Arbeiters Heinrich hScbsuchardt, Dorothea, geb. Hupe, zu Keffer= au en, t b. Goldacker Nr. 804, Kartenblatt 9 Parzelle 826, vorn an der Trift Nr. 808, Acker, bon 994011111, Kartenblati 6 Parzeile 155,

Acker, von 6 s. 40 0111,

spätestens in dem auf den 14. November 1890„ auf der Trift Nr. 811“ Acker, von 4 8“ "50 ([m, Vormittags 10 Uhr, an hiesiger Gerichtssteüe anberaumien Aufgebotstermine bei dem unterzeich- neten (GertckytvseineRechte anzumelden und das Buch Vorzulegen, widrigenfalls dic Kraftloserklärung des-

Kartriiblatt 6 Parzelie 418, Besißer: der Gastwirtb Jobamncs Werkmeister zu Kefferbausen, 0. auf dem Mutbenibalskopfr Nr. 793, Acker, von 12 8- Kartenblatt 7 Parzslie 93, vor dem Pctrrswinkel Nr. 812, Acker, von 15 a. Kariknblait 6 Parzelle 407, Besrßkr: der Rascbmacber Nicolaus Jaeger zu Kefferbausen, . , (1. auf dem Mutbenihalskopie Nr. 792, Acker, von 4 9. 90 qm, Kartinblatt 9 Parzelle 764, in der spitzen Hufe Nr. 806, Karienblati 9 Par] 310, Wiese, von 80 qm, , 9 Parz. 311, Acker, von 15 9. 10 qm,

Besitzer: *L*'*itiwe Barbara Lerci], geb. Körner, zu Wackyiiedt, €. im Hagrn Nr, 810, Acker, von 12 3 50 qm, Kartenblatt 6 Parzeüc 215, Besiyer: dic ledige Katharine Hupe zu Keffer- hausen, ac] 111. bis 0. eingctragen im Flurgrundbuche von Kcfferhausen Band 1. Blatt 15 für die Wittwe Heinrich Haase, Franz Haase, den Tischler Angelin Herold und die Wittwe Catharina Elisabeth Hupe, geb. Metze, 2) hinterm Haine Nr. 35575, Kartenblatt 3 Parz. 1636/1042, Acker, Von 6 s., 3 zu Parz. 1644/1051, Bahn- körper von 7 a 50 qm, eingetragen im Flurgrundbuche von Küilstedt für die Wittwe des Georg

Band 71. Blatt 653

Wilhelm Eichboff, Marie Mggdalene, geb. Luhn, frühere Wittwe Mock, zu Küüitedt, Besitzer: der Fabrikant Josef Börger zu

Külisicdi, 3) in der kleinen Struth Nr. 885, Acker, von 12 o. 30 qm, Karienblatt 6 Parzelle 191, eingetragrn im Flurgrundbache von Kreuzeber Band 711. Blatt 279 für die Catharina Münemann, Besiizer: die ledige Catharine Müncmann zu Kreuzeber, 4) im langen Grund 4285, Wiese, yon 62 o, 30 0111, Kartenblatt 3 Parz.85, auf dem Molkenbornsufer 4406, Wirst, von 1 11 14 a 90 ([m, Kartenblatt 1 Parz. 773, bei der neuen Kirche 1184, Wiese, von 50 s, 30 qru, Kartenblatt 1 Parz. 529, sammilici) in der Gemarkung Kefferbausen be-

legen, Besitzer: der Ackermann Johann Georg Hey zu Flinsberg, 5) der Hinterhof, Garten, von 6 a 73 0111, Kartenblait 10, Parzrlic 122 der Gemarkung Veberstedt,

Besitzer: der Cigarrcnfabrikant Franz Germcs- hausen zu Bremen, 8.0 4 und 5 im Grundbucbe noch nichi einge- tragen. Im Falle nicht erfolgender Anmeldung und Be- scheinigung des vermeintlichen Widrrspruchsrecbis wird der Ausschluß aller Eigentbumsprätendenten und die Eintragung der Befißtitel für die genannten Antragsieüer erfolgen. Dingelstädt, den 6. Mai 1890. Königliches Amtsgericht.

[14832] Aufgebot.

Das Grundstück Flur 4 Nr. 121, unten in der Wafferfubr, Ackerland, groß 56 Are 62 Meter, dessen Besi titel zur Zeit für die Eheleute Heinrich Kühle und 11116 Maria, „geborene Wiemer, berichtigt ist, soll für den Landwrrtb F. Samen zu Opmünden als Eigentbum zum Grundbuch eingetragen werden. Auf den Antrag des Lexxtern werden deshalb alle ihrer Existenz nacb'unbe annten Eigentbumsprätendenten aufgefordert, ihre Ansprüche und Rechte auf das Grundstück spatestens im Aufgebotstermine den 5. August 1890, Vormittags 1111 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte (Sitzungözimmer) an- zumelden, widrigenfaüs sie mit ihren etivaigen An- sprüchen auf das Grrzndstück ausxzescblosen werden, und ihnen deshalb ein ewiges Stillschweigen auf- erlegt werden wird.

Soest, den 2. Juni 1890.

Königliches Amtsgericht.