1890 / 136 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 07 Jun 1890 18:00:01 GMT) scan diff

Abg. Sp 8 1 [ich befürwortet die Annahme des Kommissions- antrages, während

Abg. Parisius die. Annahme des Schmteder'fchen Antrages empfiehlt, weil m den) Protest zahlxeiche W9hl- beeinfluffungen von amtlixher Seite behauptet sind,; fxeiltxh verlange die Kommission ein8n ggnz genauen_V8weis fyr die Behauptungen, aber da11111w8rde1edeWahlpr1t ung unmo [ich, denn so genaue BeiveiSniixtel könne man 111 t 50 sehne z'u: sammentragen. Wenn die Behauptungen des Protestes steh als wahr erweisen, würde sich beraussxeüen, daß mir eme Parteiregierung haben. Gegen s0lche Falschung der Meinung des Volks müsse daß Haus emschretten und deshalb dre BeweiHerhebung beschließen. .

Abg. Steinmairn behguptet, daß dre Abgabe des Pro- testes vielfach auf lexchtf811198n Verdächtigungen beruhe. Er selbst solle einen Kr8iss8kretar 311 WahlbeeinflussungM ve?- anlaßt haben; er versichere, daß dies nicht der all sei. Die Untersuchungen könnten ihm nur angenehm 8111, aber er könne der Kommission nur dankbar sein, daß sie ihn solcher immerhin unangenehmen Erörxerung,überheben wolle. Ebenso wie die Behauptungen gegen'i n seren die anderen Behaup- tungen unhaltbar. Der Gemem evorsteher Baecron-Schwägerau sol] wegen seiner freisinnigen Gesinnung seines Amps '8nt: seßi sein; der Herr ist durch Urtheil des auslauterfreisinmgezi Männern bestehenden Kreisausschusses abgeseßt „worden, weil er bei der Reichstagswahl gegen Bezahlung frersmmge Fiyg- blätter verbreitet hat. Bei der Wahl zum Reichsta 8 smd di8 Listen der Neichstagswähler 989811 den Willen des 111981- meisters an 8111811 freisinnigen Rechtsanwalt und Notar Über Nacht aus dem Rathhauje entfernt worden, Danach mag man den Inhalt d8r freisixmigen Proteste lieurthcilen.

Abg. Parisius fpmcht noch einmal für den Antrag Schmieder, während die Abgg. Liebermann und Peter?- die Wahlprüfungskommission gegen den Vorwurf, daß 118 zu wenig Werth auf die Protestbehauplungen lege, in Schutz nehmen: die Kommission habe nur auf solche relevanten Bor: änge einzugehen, welche von Einfluß auf die Wahl 18111 011111811.

In einer persönlichen Bemerkung erklärt

Abg. Parisius, daß er die Kommission nicht habe an: greifen woÜen; er habe nur die neue Praxis der Wahl- prüfungskommission verurtheilt.

Der Antrag Schm'ieder wird abgelehrit, die Wahlen werden fiir gültig erklärt.

Ohne Debatte werden die Wahlen der Abgg. Zarnla, Maiß und Mahlstedt für. gültig erklärt, die Wahlen der Abgg. Frickenhaus, Dieß und Diinkelberg dagegen beanstandet.

Ferner wird beschlossen, das Mandat des Abg. Kelch wegen seiner Ernennung zum Hülfsarbeiter im Reichsamt des Innern für erloschen zu erklären.

Schluß 33/4 Uhr.

Die neuen Anlagen des Königlichen Botanischen Gartens zu Berlin.

[18181 811811 wissenschaftlichen Einrichtungen, an denen der hiesige Köni liche Botanische Garten 10 außerordentlich reich ist, diirfte 81118 in gleichem Maße das Jnt8reff8 erregen wi8 die neuen pflanzengeographischen Anlagen, W8lch8 im Laufe des 0819911981811 Winters entstanden und bis auf einzelne Kleinigkciien VOÜLUÖLT worden sind. Dieselben verdanken ihre Entst8hung dem gegenwärtigen Direktor des botanischen Gartens, Prof8ssor Engler, W8lch8r soglsick) nach Antritt seines hiesigsn 9111118 im Herbst vorigen Jahres einen Plan fiir 118118 Anlagen 0889881081181 hat, die 1191118111181) di8 VegetationsfdrmUidnen d8r nördlich€n 9801015191811 Z0118 v8ranfck)aulich8n sollen. DiesseZ verdi8nst1301l8 U11181118hme11 1811101811118 sich nach 1811181: Durchfiihrung als: ein Werk, welch88 d8r Botanik zum Nuyen, dem GMWU zur l)8rvorragend811 Zierde gerreicht. In dem südwestlichen Th8ii ÖGB Parkß 81020811 sick) in 811181 anmuthigen Landschaft (158011988198, die natürlich 11111 011 1111111811118 aus: geführt werd8n k011nt811, 9081 doch 11013 111181 kleinen Ver: hältnisse? im wahren Sinne d8cZ Worts 81118 ganz8 Welt 1811räs8iitir8n, die Wslt d8r Aipenflora. In einem g8schiiiack: VOUSU Arrangemenk wechseln Baumgruppen, F8l§parti8m 9111118 Auen Und Wiesen in dieser liliputanisch8n Gebirge?- landsckwst ad; die strenge Wissenjckmst [)at sick) [881 111081“ ?)11“lck11ch1_1€11W€1s€ mit der Kunst d8s Gärtners verbunden, und

8108 [1011811 8111 Werk geschaffen, 108181188 [118 jetzt wohi UULerÖCM Und 8111319 in 1811181: Art ist.

Öcrr Professor Engler l8it8t8, unterstüßt 0011 dem Kustos dss Botaiiiichen GÜTTSUS, H8rrn Dr. Ferdinand Pax, und von dem Odergärtn8r Wdcke, nachdem er den Entwurf zu d8m Plan, dcr Lage und Art d8r Ausfiihrung 811: 98980811, die Gruppirmig der 811138111811 9111811 zu Forma- 11011811, w0d8i 81 0001138119811ng )isck)en Sck1ild8r111198n,zum Theil (1081 (1118) den durch 8198118 Anschauung JLWOUULULU Erfahrungxn 101918, zumal er 091811?) in d18i bdtcmisch€11 GUM", 111 Mtinchen, Kiel und Breslau ähniiche 1111181: ULYMUUJLUMJÄNWTM[)(11. Schon di8 81198ndlicklick) fertig ZFUW" 81113119 Und 0011 81118111 Umfange Und 81118111

eichrhmn 1188311190118, daß d8r Besucher, welcher nicht nur des SPUYCXLUJOQLNS haider den Botanischen Garten aufsuckzx, 1011118111 auch etwa?: fiir di8 Eertermxg seiner KenntnfxffS WM 10111, Zeit gennß braucht, um sick) nur fluchtiamzu 011811111811. Noch 8111 ehrt er freilich 811188 Zedruckten F1101818, ohne d8n 81 081980011) in diesem schein- akLU LUÖVTMW „1l(1),„zur,8§k)tzufi11d811 08rsucht, aber 0818118 ist 0011 Dr. F. Pax 81118 „(“-MM 811801811811, W8lch8 in großen Zügen d18 „11LU6111A111UJLU 1ch11d811 und den wissenschaftlichen Grund 311 81118111 emgehsndewund befriedigenden „Fii1)r8r“ gelegt hat. Wer 0081 _0011 kuxid198r Hund in alls (5580810181118 des beob- acht81811 Systems 811198111011 wird und von Abschnitt zu Ab: Lchnitt d18 sich anciiianderschiießendM einzeinen Parti811 etritt, der w11d 1101111118) d8n doppéitsn Genuß haben.

Ihm ist 88 118er1110, 98wiffermaß8n 81118 Wandsruna zu vollführen 0011 „and zu Land _8110 in steter Adweckisélnng die Reize der Flora i11_ 18d8m d81181l18n k8n11811 zu lernen. An der Hand dieser Schrift woÜen wir den Leser durch das neue „Alpinum“ führen.

Denken wir 11118, wir WOMEN 8111811 pflanzengceographisckwn Spaziergang 0011 d8r deutschen Tiefebcne nach d8m Gebirge

mach811, i11d8m wir allmählich aufwärts steigen. Der Misch- wald der E(18n8 nimmt uns zunächst auf mit seinem kühlen Schatten. Die Eiche mit ihrem knorrigen Geäst, di8 hoch- stämmige Ulme, die prächtige Hainbuche, die Schwarzpappel m1t ihrem f(üsternden Land, der wilde Birn- und Apfelbaum,

der Feldahorn, sie alle begegnen uns hier und spenden uns kühlen Schatten. Und unter ihrem Dache bretten sich kleinere Vertreter der Pflanzenwelt aus, an welcher der Naturliebhaber seine Freude hat, während der Natur- forscher sie mit dem Auge der Wissenschaft . betrachtet. Seine wissenschaftliche Ausbeute ist nicht 9811119, _denn da finden sich 001178118118 1118311118, 01181188 141118113113, St881138 831178088, §0k0y11111ak18 1108088, 1)8.1*1§ 8111801110118, 0811111801118 18t11'0118, 1181188 111118118, 151111181818 181110 18 u. a. m. Die liebliche Anemone gedeiht hier neben manch anderen bekannten Pflanzen als da sind 001371111118, (1818111311118 11178118, 118111371118 78111118, 1117080118 8371781188, das bescheidene Wald- veilchen u. a. m. '

Tritt man aus diesem Mischwalde hinaus, so trifft man am Rande korkbildende Ahorne und Ulmen, ferner 1)1'U11118, 1)11(1118 8y111053, 881111 811181811, KÜÜULUUZ u. s. W.„ welche ein Busch: und Strauchwerk bilden und zwischen sich einzelne Stauden beherbergen.

Sind in diesem Mischwalde verschiedene Bäume vertreten, 10 enthält der gegenüberliegende Buchenwald 181n8Buchen- beständ8, welche ein charakteristisches Unterholz aufwerfen, wie ])81111118 1118881811111, 1111188 1811111111, 11ng111, 1370837111118 781111- 8088, 1101118818 )(371081811111, und aus den dem Buchenbestand eigenthümlichen Stauden seien erwähnt “111811111118 811101111811, 71818 (1811181018111, 888811111811, 711188 11111101, 8811811118 01101818, 118081188 111101111, 1181181188188 181111Zj1108118, 111111118 8811811118, 8811811118 W3]0k„ 1111111111 UQXTZZDU, 081811 äiZ'itÜt-Z, 1110111111111, 1111111811010 81111118Z'11'01111111, 0013788118 8878, 118111111111 081801)- (101011, 1111111181 SÜWUW, 888111111 8111011881111], Ü3711811811111 1110111881110, 13118Z'0yt81'18 1313701118118, 1311011011118 (1111018 u.a.m.

Wieder ein anderes Bild gewährt dem Wanderer der Kiefern: und Birkenwald. Er ist 8intöniger mit seinen Nadeln und den kleinen Blättern; weniger entwickelt als in den Laub- wäldern ist die Staudenflora; diese wird hier für den Kiefern- wald répräsentirt durch 71018 818118118, 1'0181111118 111118118, 880120118111 11111111118, 8811181181181 181110811111, 0371180011118 k88th'1818, 1313111311118 88881118, 8811'31KZ'U8 111811811118, 111181118 [111088 U. 1. w.

Aus dem hochstämmigen Kiefernwald treten wir nun auf die Haide, die mit diesem Namen bezeichncje offene Gegend, während der VolkSmund mit Haide sehr oft den Wald selbst meint. letsächlicl) ist aber die weite Strecke nur mit vereinzelten Bäumen 0818151, wie z. B. der Birke und der Kiefer, während dsr häufi9ere Gast daselbst der Wachholderbusch ist, 1181 mit diirrem Boden vorlieb nimmt und unter W8nig giinstigen Bedingungen ge'deiht.

Und einem anderen weit bekannten Pflänzchen begegnet man hier, dem Haidekraut, das auf dex der feuchten Lust zu- gänglichen weiten Eb8118 gedeiht und sie auf Meilen hin mit seinen niedrigen Sträuchern überzieht. Vereinzelte Rasenflächen, aus harten, oft blaugrün 98färbten Gräsern, namentlich 0881888 und 7781UZ'ÜSL'15U01'111118- b8stsh8nd, finden sick) vor und zwischen ihnen siedeln 1)11188111111, 8111088118 11111111118, 11811811137811111 8181181111111, 8111811118118 (110188, 110810116 111011111118, 1)1811111118 (1811011188, 811811118111 8811111881118 U. a. 111. sich an.

Die öde Haide findet eine Nachbarin in dem Hock)- moor, welches hier 811 1111111811118 mit all seinen charakteristischen Merkmalen zur Anschauung gebracht wird. Der engbegrenzte Nimm ließ natürlich nur eine Andeutung der wichtigsten Eigen: heiten zu, 0081 selbst der Knüppeldamm, wie 81 von den Moorarbeitern [)ergesteüt wird, ist figürlick) dargest8llt. Die Sumpfkiefer (13111113 U11Z1U0§Q ist hier einheimisch und zu- gleich mit ihr eine N8ih8 k8in81 Pflänzchen wie ])1'0881'8, 011378088118, 7888111111111 U11Z'1110811W, 8118101118118, 1181111111 ])Ü1U5N'0, 1111381811080018 81118, 881111111 7111081111], 71018 ])11111511'18, 1178101881118 1113718111018, 1388181118118 8371781188, ])8111511'18, 130181111118 y311181118, 13811118 11818 u. s m,

Der Weg, welchen der Besucher d88 Anlage betreten hat, führt aUmähiich höh8r und l)d“i)8r und 1312?- Ansteigen bedeutet den [911910111811 Uebergang 0011 der Eberze zu der Anhöhe und zu dem b8911111811d8n Vorgodirge. Ein 1ch1naler 2388), selbst- verständiick) in nur kleinen Dimensionen veranschaulicht, fli8ßt 0011 der Höhe hsrab und schlängelt sich durch die Gesteimnassen in d18N18d8rung. D8r *) *»andsrer steht im Begriff, 81118 wirkliche (358011ng01118 zu machen, 1181 welcher ihm 118081) die Phantasie Manches 811813811 und A(les in das 111198018818 vergrößern muß, wie LS di8 gewaltige Natur Lrschaffen. Dafiir hat aber der Freund 11011Gsdirgswanderungeii in weit kiirz8rer Zeit und mit 981111981811 Kosten (1163 b8i einer wirklichen 080119818 8 Gelosgenhsit, 0011 der Ti8f8 «npdrznsteigen [118 zu den höchsten GLJLUDM, wo 811881- säck)lich das Ed8lweiß in 81118111 niedlichen Exemplar blühen seh-m kann. All8rdi1198 beträgt dio höchste Hdh8 dieses botanischen (He: 00988 nur ca. 0 111, Gefahr des Adsturzes und Schwindelcmfälle sind also ausgeschlossen, aber d0chbsd8ck811 diess Bsrgpartieen ein für 8111811 (Harten verhäitnißmäßig (insehnlich8s T8rrain; die die Alp8nfldra darstLUend8 Part1'8 hat 81118 Liing8 von 40 111. Auch d8r Geologs k0m1_nt hier zu 181118111 Recht, denn der 98: wisssnhaste Urh8b8r d18181 1813811d8n Anlage hat 181118 Sorgfalt s8ibst auf das Material d8r Steimnaffeu angedelmt, s008ß auch [)'181 nicht Wikikiir, sondern wiff8111chaftlich8r Ernst maß- gebsnd gewesen ist. Aus drei Ketten d8steht die GLNPJSPÜTÜE, 081811 118111818 aus Granit, deren äußere ach Kaikgestein auf- 9800111 ist. Da das G8stein verschiedenartig gefärbt ist, so [118181 Ls im Schmuck der grünen und bunten Gewächse einen reizvollen Anblick und bskundet d8n Geschmack desj8nigen, der 88 in malerischen Formen aufbauen [1815 und dem Garten damit 6111-57 interessante D8kdration verschaffte.

Bevor ab8r d81: Alpenbesucher die Geheinmiffo der oberen Regionen kennen l8rn1, muß 81“ U11ächst das Vorgebirge? und 181118 Vorläuf8r, die AUM der E 8118 passiren. Jene saftig8n Vorgebirgswiesen, auf d811811 das Vieh des Aslplers reiche Nahrung findet, werden 11118 ?ier in 81118111 8118108011811 Probe: 1111818 veranschaulicht. Der aftige Nasen ift durchfeßt mit charakteristischen Vertret8r11 der in dieser Höhenlage heimischen Kräuter, da ist *1"10111118, (1181811111111 8371781181110, 111137111118 080111111, 7818118118 (110188, 0118111111 1171111118, 11St€1'0])1])71111111, SL'SXÜZ ]!)1'0011101'88, 1118188111111 1118181188, 0018111811111, da sind 0181118- MXM, ferner (1710118081118 801101388, 1301)*Z"0UUW 1318101111, 88118810 (31'181MT115, 7818111118 1101181180810; cm trockenen SteÜeU gedeiht 81111811, 081111111188 ])111')*J18, 8181118 11811811, 13111111118- 8181101- und 81118 ganze Reihe von anderen Arten.

Jetzt betritt der Wanderer den Vorgebirgswald; Tannen, Fichten und Buchen neren ihn, der beim Ueber- sch1811811 der An den Sonnsnftrah en ausgesetzt war, in ihren kühlen Schatten auf. Strauchwerk, bestehend aus 1101110818 1119-18, 811'0YQ, 1211188 0108511111118, bildet das Unterholz 111 dem Nadelwald, 818111137188 [)101181711, 1370113711188 7811118088, 1)ij8 1011111118118, 8118111181111, 8881 1388880-71811111118, 881110118118 1888111058 dasjenige des Buchenwaldes. Reich vertreten sind 'd18 charakteristischen Stauden, wobei der Laubwald wieder

eine größere Mannigfaltigkeit und Fülle zeigt, als fie sich unter den Nadelbäumen findet. . .

Je höher man steigt, um so mehr entschwmdet der etgent- liebe Wald, Knieholz tritt an seine Stelle, es smd subalpine Weiden (881121 888818, 811111881118 11. a,) und 1211011088881011 1111811181111, meist nahe an den Ufern des Baches. Büsche vo'n Alpenrosen, subalpine Stauden bringen Abwcchselung m die Flora diefer R8gion. Oberhalb dieser subalpinen Sträucher und Büsche entdeckt man alpine Wiesen. '

Endlich erreicht man das Gebiet der alpinen Flora. Sie präsentirt sich hier auf drei parallel verlauf8nd8nPa1tieen, die, wie schon bemerkt, aus verschiedenem Gestern, Granit und Kalk, bestehen. Der mittelste dieser GebtrgSzüge, au§ Gxamt aufgebaut, zeigt uns die Flora der: Centralalpen, d18 zwette Gruppe, aus Kalk bestehend, welchenstchwor den alpinen „Wiesen hinzieht, birgt Repräwntanten der nordlicben Voralpen, wahrend die südliche auf der anderen Seite der Centralalpen auf einem Kalksteingeschiebe dargeboten wird. Die Flora, welche 8118 a_uf diesen beiden Vorder- und Centralalpen vergegenwärttgt w11:d,1st wiederum jede in sick) gegliedert. Die Pflanzer) der ganzen nord- lichen Voralpenkette finden sick) hier in der Mitte der Felßpaxtte zu beiden Seiten des W898; aus den FelSrzßen strecken sie ihre Stengel und Blätter empor, oder sie haben in den Kalkfchutt ck18 Wurzeln geschlagen, kriechen über alatte Felsstucke u. s. w. Genannt seien die weiß blühende Form des Alpenmohns, 8181118 8113881118, 8118111188, 1)8110881118 1137181111188, 1111181110818 8.11)1118-, Ü81105YSXWÜ 0118111151111], 1)13788 081011818111, 8118118 88811118, ZÜRikkÜZU 888818, 891137118, 881111188 018781188, 88181" J1y111118, 1180111011011 1118811118, 1118188111111 7111081101, 1111080- 88801011 1111811111111, 0811118118 0111811, 131111111111 8111181118, KUNST 8811181118, SQUR 181181118, 1811188 und a, m. ,

Je nach der mehr lokalen Verbreitung gemiffer Arten wurden innerhalb der nördlichen Voralpen schaxf abgegrenzte Theile für bsstimmte Bezirke resermrt urid zwar die am weitesten nach links liegende Abtheilung 'für .die Fldra des,Sch1-veiz8r Jura und der nördlichen Schweiz; 8111 zweiter Bezirk ur die Flora 1101in19101819 und Algäu; rechés von d8r ruppe allgemÜn verbreiteter Arten di8 Formen, Wé1ch€ für Bayern und Nordtirol und hinter dieser Gruppe d18„Arte'n, welche für Salzburg und Nieder-Oesterreich chrirakteristisck) sind. ,

In gl8ich8r Weise wurde eine GliederUng der ; 1010 m der Abtheilung: „C8ntral:Alpen“ versuxht, und zwar irgt de_r ganze gegen die nördlichen VoralpM bm 981181918 Abhang die al198mein 0810181181811 Central=Alpenpflanzen, der gegen d18 Südalpen hin 881191912 AbhangPstanzeii folgender Alpengruxyen: DauphinÉe, grajischc Alpen, pennmisch:lep01itisch8, rat1sch8 Alpen, Oeßtyalckz Ortlcrz AÖÜMGÜOTGTUP 8 und 811d(1ch Kärnten-Steiermark. Di8 auf jeden Bezirk he chränkt8n Art8n finden sich nur 1.11 diesem vor, einzelne Spezieks 118111181811 sick) iiber größere Strecken des westlichcsn bezw. dstl1ch8n F'lxtgels, und in dieser Beziehung bezeichnen 110111811081) dte rattschen Alpen den Bezirk, in welchem Östliche uiid westliche Typen sick) begegnen. Den „grdßten, Reichthum an charakteristischen Formen wei1811 die westlrcbezt _Alpen auf, deren R81chthum nur noch 0011 den kärntner-steierisckxn Alp8n Übertroffen wird. Am größten ist der Reichshum an Arten m den südlichen Voralpen, sie haben mit der ndrdlichen Kalk- Alp811k8tt8 81118 nicht U11betriichtlich8 Zahl 981118111sam, besißen 9081 auch viele 811d8misch8 Formen. Die allgemein 0810181181811 Formen sind zu beiden Seit811 des 0011 der anderen Setter her a11st8igend811 Weges Untergebracht, wiihrend rechts Mid links weiterhin einzelne GkUpPSU 1019811118 Bezirke darsteüen: insubrische MPM, Judicarien , südtiroier Dolomitalpezt, venetianische, julische und dinarische Alpen, an welche sick) schließlich die Gebirgsflora 0011230811188 Und der Herzegowma anschließt. Die Mannigfaltigk8it der südtiroler Dolomitalpen tritt namentlich in der (111 dieser Stelle zur Anschauung 98- bracht8n Anlc198 klar 001“ Augen. '

Zur Ausfüllung 11011 Lücken bed1811t8 man'sick) solch8r Alpenpflanzen, welche, was das Substrat anbelangt, sich bodcnvag erwiesen, Wie 3. B. 1180110811188 *1'1101'8, 08111811111811111111 111188- 101111111, 113111111811qu 811111111111, 1318118 1'1'1Z1c18, 8181118 711131118, 710111 111011111118, 081881111111 811111111111, 1811101111111 11. s. w., während die Sp83188, welche in den Alpen kalkhold sind, aber auch auf Urgestein vorkommen, fiir di8 Voralpen reservirt wurden.

Ueberschreilet man diesen Theil der Anlago, so betritt man südliches Alpsnngict, und zwar trifft man zuniichst auf die H0chgebirgsflora des Apennin, welcher sick) hier unter rechtem Winkel in kurzsr Abzweigung an diesijdlich811Voralp8n anschließt. Das G8bi198system des Apennin ist verhältnißmäßig arm an alpinen Typ8n; LZ fehlen oder sind nur spärlich vectretc'n alpine Anemonen, Ranunkeln, Drabsn, Potentillen, Prim8ln, AWOiS-Arten, Leguminosen, Sempsrviven, Campanulaceen, V81011ica:Art8n u. s. w. Beiden Gebirgßsystemeii gemeinsam 10 81118 nicht geringe Anzahl; von den 108189811, den Alpen f8lzlenden Formen seien erwähnt ])0101111118 1111011111118, 88011111 WÜZLUSUZQ, 81'1Ü1kl'0Zä ]111Z11111111 u, s m,

Bei der Anlage der curopiiischsn H0ch9ebirgHm0dell8 ist man d8m 111111181ch811 Plan 9810191, die einzelnm Theile so an- zulegen, dciß sie der geographijchen Lage auf der Landkarte 811tsprech8n, sodaß man also im SiidMsten die Pyrenäen, im Südosten die KarpathM und Wii Balkan erbiickt, welch' [LHlSk-Lm sick) alsdann die Hochgebirge Asiens anschließen.

Dei“ Wand8rer ist somit auf leichte Art in das schöne Spanisn golangt und hat (5581898110811 die Flora der Pyre- näen k81m811 zu (8111811, für welche 8111 Raum von 10 111 Länge bestimmt ist, dM auE-zufüllsn nicht schw8r war, da die Pyrenäen d8m Bota11isch8n Garten eine beträchtliche Anzahl alpiner Spezies geliefert 000811. Unter ihnen sind besonders bemerkensw8rtl) 1181111118111118 810018118811118, 111600UOY818 88111- 1111811, 71018 801111118, 811711118138 g818111011188, 8311gik0118, 1111811111, 0811111, 1118188111111 1311100101888, RQWOUC11U 113718118188 11. 1.111. Die Pyrenäenflora ist reicher an arktisch-alpinsn Pflanzen 0er der 211381111111, auch die den Alpen und Pyrenäen geZUFlt'lcshamen Arten, welche den arktisch811Länd8rn fehlen, sind er)8 1 .

Die Flora des Karpathengebirges ist in der Anlage durch die Flora der Liptauer Kalkalpen, der Centralkarpathen (hohe Tatra), d8r Zips8r Kalkalpen und derjenigen Siebenbürgens 0811181811; nanwntlick) die leßteren zeichnen sich durch ihren großen Reichthum an interessanten Arten aus, bleiben aber 989811 die Mannigfaltigkeit und die reiche Entwickelung der Flora derjenigen Kalkarten, welche die hohe Tatra beiderseits einschließen, trotz ihrer viel bedeutenderen Erhebung weit zurück.

Der Balkan bildet in Bezug auf seine Flora ein Vinde- glied zwischen den Alpen und dem vorderasiatischen Hock)- gebirge; sie zeigt eine reiche Entwickelung endemischer Formen und einen stark zurückgetretenen Prozentsatz an arktisch-alpinen Arten, zu denen die auf dyn griechischen Gebirgen Wälder bildende 811168 8101111118 kommt. -

' 111111181118, 1311001101818 Ü1[)1UUW, ]:)1'11111113 181111088.

Azxf den vorderasiatischen ochgebirgen, gegliedert in bithymschen Olymp, West- und O tkaukasus, pontische Gebirge, Armenien, Libanon und Taurus, begegnen wir auf unserer Wanderung zum ersten Mal einer Anzahl schöner Gebirgs- pflanzen , wie 1181181101118, 8911118918 013711111188, 1381111781 0118111818, 8811888181111], 1111081111], 811111181111 013711111188, 01011118 81118118, 8378118118, 130181111118 131188011118, 881111188 Z'181111111018 u. a. m. m Taurus befißt 1211811111 11111135 seinen am weitesten nach Weten vorgeschobenen Posten. Nur durch einzelne Vertreter werden die subalpinen Wälder des vordcrafiatischen H0chgebirges, zumal die des Kaukasus repräsentirt. Auch die Flora des Himalaya wird nur durch eine Sammlung alpiner und subalpiner Arten vertreten, und zwar in den fubalpinen durch Rhododendronarten, welche in Jößerer Anzahl schon seit längerer Zeit ihrer großen

lüthen wegen beliebte Zierpftanzen geworden .sind; auch zahlreiche Primeln, eigsnthümliche Androsacearten, 13017- Z'01111111, Delphinien, Bergenien finden sich hier vor. Im Altai ist die Zahl arktisch-alpiner Typen verhältnis;- mäßig eine erheblich größere als im Himalaya; von solchen Arten, welche in jedem Hochgebirge der nördlich gemäßigten Zone wiederkehren, finden sich auch hier folgende: 81191118

11111881, 8011108888 7111088, 71018 11111018, 811111811118, 111121118 I])ÜJQ-Üa, 01137118 (11Z'37118, N01379'01111m 7111118111111 U. s. w. Zum ersten Mal bsgegnet man hier der 1311111111111 8111181118111, 801111- 8011188, 71018 11118188, 00111118 Z801(188 u. s. m. In der sub- alpinen Region entwickeln sich ansehnliche Stauden, von denen einzelne ältere Einführungen unserer Botanischen Gärten sind.

Zwei weitere Gebirgsyartieen, deren Flora hier vor- geführt wird, sind die Sudeten und die Skandinavischen Gebirge. Bei den ersteren war man in der Lage, den Unter- sck)ied in der Flora der West: und Ostsudeten (Riesengebirge- Gesenke) zu charakterisiren. Etwa 50Spezies hat das Niesen- 9ebirge vor dem Gesenke voraus, während andererseits etwa 30 Gesenkepflanzen dem Riesengebirge fehl8n.

Einen pontischen Laubwald stellt eine kleine Waldpartie dar, welche von (211818118 [)UbSZSSUJ, '1'1118 81Z'8111811, 0811378, 088181188 11. s. w. g8bildet wird; das Unterholz besteht aus 1)ij8 17181118, 8811111118118 U1Z'1'Ü, 001371118 111111110811 und ander8n Arten, während an [ichteren SteÜen oder am Rande das Ge- busch sich zusa1nmens8ßt aus 00111118 11188, 8881 1811111811111, 1370113710118 7811118088, 7101111111111 1181118118, 1111811111118 1111810118, 001111118 11. s. w. Hier und da sind Holzgewäcbse eingestreut, wie 111881111118 1337188801118 U. a.1n. Di?- pontisch8 Flora seßt sich, durch einen Weg getrennt, zwischen Nordalpen und Sudeten m einkm schmalen Streifen weiter fort, um andere Formationen zur Darstellung zu bringen, wie Schwarzkiefern mit fehlendem Unterholz und nur dürftiger Staudenvegetation, ferner Wach- holderformalionen. Gegenüber den leßteren hat die Siißéolz: flur der 110110an Flora und die Formation der danubi ch8n Steppe Platz gefunden; [8131818 macht einen trostlosen Eindruck, ÜberaÜ blinkt dér Sand hervor, kein Rasen gedeiht zwischen den Gesträuchen, Holzaeivächs8 f8h1811 fast ganz und nur 0371151115 8115111110118 und 1011101113 U111€kbk€ch€11 die eintönige Flora.

Haben wir somit zwei Weltiheile in Bezug auf ihre Gebirgsfldra kennen gelernt, so wird uns ein Theil der ULUEU Welt, und zwar Nord-Amerika, durch eine nicht minder 111181: 8ssante Sammlung vor Augen geführt. Daß betreffende 08018 ist in drei Provinzen getheilt, in die nordamerikanische Seen- prdvinz, in die Provinz desatlantischen Nord:?[merikaE und in die Provinz des pazifischen Nordamerikas. _ __

Die nordamerikanische Seenprovinz, welche die Flora Kanadas umfaßt, ist reich an charakteristischen Koniferen. Die am weitesten nach NordW8st81i vorgeschobenen Nadelwälder werdßn von 10888 81Z18, 1111111, 1181111 8111811811118 und 810188 bÜ1§ÜW€Ü gebildet; zu ihnen 981811811 sich in jenen Breiten zwei Erlen, 8111115 711'1(11§ und 111011118, sowie 81118 schöne Pappel, 0091111111 0818810110111, während man als Untsrholz 00111113 8101011118111, 1111188 188118118, 1111111101 U. 1.11). findét. Weiter südlich schließen sick) di8 Nadelholzwaldungen an, deren Haupt: repräsetitant '1*]111„111 0081081118118 ist, während andcxrerseits, 1191118111118) im Lor8nzobeck8n, (111898801118 B8ständ8 von 11111113 8131011118 auftreten gemeinsam mit 131068 1111118 und WZUZÜ (JÜUÜL1011515. Auf drei Quartieren sind die in der 0119898081181: Gruppirung gMaUUtLU Arten UUTLXJLÖWÖTZ fiir den kanadischen Laubwald, als d8s1811 Repräsentanten 1111100006101], (13710110. (11111118, 8018188811181" 8811841811818, D*leiUUZ 8111811881111, .]11J18118 81118188, 0111378 1111111, 0881811810188, 13811118 181118 11110 138113711- 1818 11. (1. gelten können, ist ein viertes Terrainstiick reservirt worden. Im Schulze di8s81 Laubwälder, die viel mannig- faltig818 Arten aufW8isen, als unsere aus n1111081119811Baum: artcxn zusammengesteilten deutschen Wälder, gedeiht 8111811110198 Staudenvegetalion, die man je nach ihrem Bedürfnis; an Feuchtigkeit oder Trock8nheit im Sckiatten 0081 nahe dem Rande de?» QUMÜLTS untergebracht hat. Da findst sich 1300090711110] 1181111111111, 8811911108118 8811811811818, 11181118118111111111 8808881188, 8183708 ÜUZ'LÜÜKUZ, 1171111111111 Z1811111110111111, 0811111 811311111, 710111 8811811811818, 1111118888118, 811111881118 1888111088, "1'11118118 8018110118, 1171118118 Z181111111018, 113'111'0011371111111 711'Z11110U11], 0137010188018 8811811811818, 888111111 881181181188, 151371111011111111 8018118811001 11. a. m., WährGUd das Unterholz, s0w18 der Wald- rand gebildet wird von 1381118118 8011110111111], 818111137188 11110118, 11088 11181118, 1111388 (1178118811181, 8118881188, 08011818010118 0881881118118 11.1. 10. Die Sträuch8r und Stauden trockenerer (538111818 wurden am Rande der Nade!holzwäld81 unt8rgebracht; als Nkpräsentanten derselben sind vorhanden: 8118111181818 8811811811818, -§7Wk)b0k1€-M])UZ 1118811108118, 7111111111011 8881110111181, 1)113780881]J118 0111111k011118, 1111188 ZKUJUinSUW, 1)11*U§ 8111811- CÜUZ- U. a.

Auf 81118111 kleinen Moorbecét, W8ich8s 0011 1211110881118 1881111818 11811811 88.111 111918 eingefaßt ist, bemerkt man neben manchen schönen 81981itl)ii1niick)8n Formen (0011th 11110118, 881111881118, 083780138118 WÜGX'OETWPUZ, 7888111111111 8111181181188, 0791198018111 1111118508115) 11. a. auch unserer Flora angehörige Formen (Giacialpflanzen), so U. (1. 8111110111888 1101110118, 71018 Viele der kanadischen Pflanzenarten kehren in der Flora des atlantischen Nordamerikas wieder, sei es, daß sie hier erst ihr8 Haapt- 8ntwick8lung erreichen, sei 88, daß sie längs der 2108911111888 weiter nach Süden vordringen (0181711111. 1111108, 8111115 «jriäjg, 138111111 181118); nur die charakteristischen Koniferen der kanadischen Flora fehlen hier mit AuSnahme der 7151198 0111188811515.

Die Flora'des atlantischen Nordamerikas, durch eine 1088 Mannigfaltigkeit von Laubhölzern charakterisirt, wird dur ein 9118988011188 Terrain zur Anschauun gebracht; ein umfang- reiches Quariier enthält die Gewächée, welch8 wälderbildend oder waldbewohnend fast durch das ganze Gebiet der atlantischen Flora entwickelt find„und gerade unter diesen finden sich nicht wenige in den kanadischen Laubwäldern wieder.

Diejenigen Holzpflanzen, welche Gebüsche bilden oder trockene Standorte bewohnen, sind am Rande der erwähnten Waldpartie untergebracht worden und mit ihnen zusammen die sie begleitenden Stauden (71018 1181111818, 1180818, 11181118 8811811088, 1(11111118 8808101101888, DZÜZQLQ 18118118, 1513708118818 8718101081010, 8181101181118 8111811181 u_ a, m_) Daher findet man hier und da den Waldrand gebildet von Arten von 1111118 und 081378, von 11818818 1811801818, 0111111133, ijn0111011188, 0111008811188 711Z111188, K01ÜU13 1388118888818, 1'011111U8 151811111101- (188, Z1811111118111818, von U88pi1118 01118 Z8111, (300011188, ].)kUUUI 881018118, 711Z11118118, 0881110811110 8811118181188 u„ i_ m„ während man kxls Schlinggewächse 71118 [i])äkÜl, 7111131113, und 8111081011818 gewa)rt.

Der atlantische Wald nimmt in den AÜeghanies, wiewohl die Mannigfaltigkeit eine geringere wird, durch das Auftreten neuer Formen 8111811 etwas verändsrten Charakter an; für die Flora dieses Gebirges ist ein besond8res Terrain reservirt worden. Zunächst bilden hier einzelne Nadelhölzer zum Theil große Bestände fiir sich (1116111 (13111118 ])UUYSUZ, 811188 7188811, '1?811§8 8811881811818, FUDijrUZ 711Zi1118118), dann aber erscheinen hier auch Laubhölzer, welche in den Wiildsrn der Ebene fehlen oder wenigstens hier ihre Hauptentwickelung erreichen. Die Alleghanies erreichen mit einzeinen ihrer Gipfel, wenn auch dte Kammhöhe nur bei etwa 1000 111 11891, doch eine Meereshöhe 0011 ?(.1 )()0111, also eine Erhebung, [181 welch8r das Vorkommen einer alpstnen'Regidn gesichert ist. Die Vertreter di8188 Florenbestand- theils sind auf einem Steinhügel, an den sich die Waldflora der Aileghames anschließt, untergebracht. Di8 der Südostküste 98- 11iil)8rt8nWiilder,welch8 in der Pflanzengedgraphie ach karolin1sch8 Zone bezeichnet werden, bilden die sog. kim: 1111118115, Kiefern- wälder, vorzugsweise 13111115 81181111115- in unWrgeordnetem Maße 13111118 1111118, 11101)8 und “188118, ILO der Bodgn trockener ist, 981811811 sich ihnen (211818118 811181811, 11010])11)71111111, 2811111017101] 8810110180811] sowie einzelne Yiicca-Arten, W110: 3118111818 11, a. hinzu, auf feuchtem Untergrunds «scheinen 813711121 ])U178W1SUTU, 810118818 837811811, 8181118 und mehrere Platanthera=Arten

Die SwampS spielen in der Flora des atlantischen Nord- Amerikas eine wichtige Rolle; die hier auftretexnden Wälder besttzen eine wesentlich andere Zusammensteüung als die sonst in der Ebene oder im Bergland der AÜeghanies VOTkOULMMDLU Waldungen; hier sind 88 Nadelwälder, gebildet 0011 7111100111111 und ()UYL'OZZUZ 1111103711188, welch8 bestimmsnd für den Charakter der Formation sind, Und neben diesen von Lanhölzern IT&Z'UGUZ, Z'181188, 8881 1110111111, k0111€rZ1113 111111101111, 1137888 8111181188, 01811118 8111110118, 11171111 88111818 1,1, s. w, Ach be- sondcsrer Schmuck dient diesen SwampS das schöne 1111000881101-011 1111816011118 und 7188051011. Von hochwüchsigen Stauden, die hier vorkommen, sind in dsr Anlage v8rtret8n: 0110-11-81 1010-1111, 1311138101qu yUkyUkSUW, 1111811881118 1881111818, 8111801118 *1'8081118811101118118, 1)113780818Z18 71kZ1U10Q, 0101011800118 11111353- (181111118, 110118118 87y111111108 u. s 11).

Für die 819811011198 Erscheinung der Vriirien konnte in der Anlage vorläufig nur ein kl8in81: Raum [1811th werden, welcher die jippige Staudknvegetation repräsentirt, die sick) von derjenigen der oben erwähnten asiatiichen Steppe Mientlick) unterscheidet. Der Charaktcsr dsr Flora des pacifischen Nord- Amerikas, reich an Coniferen, arm an Laubhdlz81n und WWW Familien der atlantischen Flora ganz entbehrend, kommt hier 9l8ichfaÜs zum Aquruck. Vertretsn ist ferner die Flora des Oregongebietes und dies der Sierra N8vada, für welche beide besondere Quartiere eincierich18t sind; innerhalb derselben erheben sick), um die alpine Flora einerseits des CaScadengebirJLS, andererseits der Sierra Nevada darzustellen, Steinhiigcl, dei d8ren Bepflanzung nicht nur die endemischen Formen, sondern auch die der vorkommenden Glacialpflanzen 081- wend8t wurden. Reicher an 811d8misch811 Form-Zn und Glacialpflanzen sind“ 018 Rocky Mountains. Di8 Nadel: wälder, welche [WWW in 98wiff8r Höhe unrsäumen und der Hauptsach8 nach die 0011 den anwrikanischen Pflanzengcdgrapden sogenannten Binnenwälder bilden, unters ck)8id811 fiel) im Charakker von 911811 and818n amerikanifchsn Wäldern dnrch das Auftr8t8n von 811188 801180101, ?1088- ZUJE1111JU111, ])UUJEUZ, 1)11“1118 110110810811 11110 1110110111137118, Das wald'iose (55911191, WSlchSÖ sich zwischen den Kiistendetten 088 Ca€cud8098birges in der Sierra Nevada einerseits und den Rocky MOLMWWS and818r- seits a1isd8l)11t, das ColoradogebiU, ist 111 d81 21111098 nicht zur Anschauung gebracht worden. Di8 Vegctation ist zmneist 8in8 Steppenfldra.

Das wegen seiner angeblichM O8d8 10 VSksÖsiSLUS Sibirien zeigt sick) dem Besucher hier kein8swcgs in so adsehreckender Gestalt, im Westen erstrkcksn sick) ÜUZJSDLYML Nadelwiilder, im "Osten herrschen Laubhdlzer vor, W81ch8 fast 0011 d801'8ld8n AVWU gebildet werden WW 138111111 ])UbSZCLUZ, 7811118088, 1701111- 1118 1181111118, 8111118 111811118, 1)1'111111§ [),-111118, 1)1l'11§ 8118111111118 818, auch das Unterholz besteht fast aUS d8ms8id811 W8id8ng8bi'11ch, 8111118 1111118088, 13811118 118118, 11088 1181811111118 11.1.11), D8r Nadelwald im West811 bestesht (LUS1)1(3€71 0007818, 881051801811 und 118111 811111188, wozu noch die Zirbélkiéfcr (1'111118 0811111111) an den Gehängen des Ural kommt.

S0 8108 denn die Wanderung d8s BLsuchers, 10811118 81 in der deutschen Tiefebene begann und 0011 Gedirg 3110180119, von Land zu Land fortseßt8, im f81'11811 Nord0st811 Asiems Und voll dankbarer Anerkennung für die 9810011118118 211118911119 und die Bereickzerung seines 281118118 081111th 81 die 11811811 Anlag8n mit dem Bewußtséin, daß der Urheber damit 8111 81181110 081- dionstvoües wie interessantes Wer geschaffen hat.

Statistik und Volkswirthschaft.

Zur Arbeiterbewegung,

In Bezug auf die hier schon erwähnte Petition dcr niede'r- schlesischen Knavpcnvereine an den 211818811199 wegen kcr'Em- fübrnng der Achtst11ndenschicht wird der „Köln. ZW." 008 Nl€der= schlesicn 981801180811: Die Bergleute des Waldenb_ur9er Reviers fordern seij' dem vorigen Jahre mit stetxxcnder Dringlich- keit die Einführung der Ack)tstunden?chicht. Dic Grubenwerwal- tungen verhalten fick), nicht gerade ablehnxnd, machen aber zur Bedin ung, das; bis zum 1, Juli 0385 „die odcrsch1cßschkn _und fächs'ts cn Gruben mit 181 918182811 Vcrkurzung der 9898111081119 12 Stunden bctragenden Arbeitsdauer vorangehen" Nun „haben fich aber die [eßtgenannten Gruken aus mcbrxrcxi Grunden, insbes0ndere wegen der bedeutenden technischen SÖWleklgkUkkU- ZVST)? eine der- artige Neuerung mit sick) bringt - 0011 den betrachtltchen Kosten für die Neuanschaffung von Maschinkn u. s- „W. ganz abge- sehen -, nicht entschließen könncn, dieAchtstundensÖlÖt an die Steüe der Zwölfsiundensckyicht zu seßen, wclche de_n besonderen Verhält- nissen des swlefiscben ©111benkxzirks erits1111cht und gesundheitlicky um so unbedenklicher ist, als die Arbetx m den Gruben weder ununterbrochen n0ch an engen, schleckzt ?elufteten'Orten geleistet wird. Infolge des Fortbestehens der Zwolftundenscbicht in Oberschlesien

und Sacbsxn Haben denn auchd18niederschlefischen (Hmbcnverwaitungen von der Einführung der Acbtstundenschicbt Abstand genommen.

In'Hamburg fand vorgestern eine Zusammenkunft der Maurer- und Zimmermeister statt, in Welcher sechs Dedeschen zur Ver- lesung gelangten, wonack: etwa 270 Maurer und Zimmerer in der Proviriz Hannyver, in Thüringen, Sachsen und Schlesien angeworben sixid. m den nachsten Tagen dort eintreffen und zu den von der „_Bau- butte“ aufgesteÜterZ Lobnsäßen arbeiten werden. Man beschloß, ]elbst dann, wxnn alle'fruber in Hamburg beschäftigt gcwescnen Bauhandwerker wieder in Arbeit treten, die Zugereisten nicht wieder zu entlassen, son- dem sie dauernd zu beschäftigen,

Aixs Elfberjeld sebrsidt man der .Mgdb. tg.“ unter dem 5. Zum: Wie bei den meisten Arbeiterausständen, at es auch bei dem Ausstand der Barmer Riemendreber in diesem Frühjgbk nicht an Strikenden gefehlt, welche ihre weiterarbeitenden Genonen durch Drohun98n zur Tbeilnabme an dem Ausstande zwingen 10011188. Bere'its vor emtger Zeit wurden Mehrere, Welche sich dieser Aus- 1chreitun9 schuld19 gemacht haben, zu Freiheitsstrafen Verurthcilt. Auch gestexn stand unter dieser Anklage wieder ein Riemendrebcr 001: Gmcht und wurde, da er noch nicht bestraft war, zu 14 Tagen Gefängnis; Verurtheilt.

In Leipzig“ Haben, dem „Chenin. T901." z11f0198, die Bau- arbeiter in einer öffentlichen Versammlung am Dienstag bc- schlossen, an den auf9estel1ten F0rderungen: 40 H Stundenlohn und 10ftünd198 Arbeitszeit, festzuhalten und betreffs derselben n0chmals mit den Arbeitgebern, Welche sich bis jeßt ablehnend Hierzu ver- halten haben, zu warhandkln.

Wie demselben Blatt aus Gera geschrieben wird, hat dsr Strike der Maler, Lackirer und Anstreicher nun auch sein Ende erreickt. Es soll der Zuzug fremder Gebülfen nach MögliÖkcit fern gehalten werden, damit die A11sständi98n wieder Arbeit finden.

In Greiz fand vdrgestérn wieder eine Versammlung der noch strikenden Textilarbeiter statt, an welcher etwa Z00-400Per- sonen theilnahmen. Man beschloß, weiter zu striken. Dkk Strike erstreckt sich aber nur noch auf eine Anzahl Fabriken, in den meisten wird gearbeitet. Das Comité, wklckyes urspriinglich 0118 32 Mitgliedern bestand, zählt jeßt, nach dem ,Tagebl.“, deren nur noch 17, die Übrigen haben wieder Arbeit gesucht und gefunden,

Von der Eifel.

Auf der Eifel nehmen die Melioratwnen (Wiesenbauten, Drainage und Waldkulturen) einen erfreulich8n F0119an9. Jm abixelaufenen Rechnungsjahre wurden 911598015112 in sechs Wieskn98n0ffenschasten 131,05 118, in zwei Drainagegen0ffenschaft8n 30,28 118, für das lauféride Rechnungsjabr sind zur Ausführung in Aussicht 9811011111101: in sechs 62T31183s811119811011enschaften 07,24 118, in vier Drainagegcnoffensckzaften

, a.

WohlfahrtIdesérebungen.

Dkk Vercin für die bergbaulichen Interessen im Oer-Ber9amts- bezirk Dortmund hat ungefähr 250000 Mark zur Erbauung eines Krankenhauses für Bergleate 8111910181111. "* 21118 81981181 Initiative der Arbeiter hat sich in der Bürgermeisterki Wald cin V;»rcin „Volks- WOHl“ zur Beschaffung 01111981: und guter LebenSmittel und Belshrung 11081: zweckmäßige Ernäerng gebildet.

Wie der „Köln. Ztg.“ aus Elberfeld 9880118081. wird, wird dort demnäÖst ein Erholungsbaus für genesendc Arbeiter erstehen. Freiherr Aug. 0. d. Heydt regte vor einigen Jahren unter hochberzigcr Zuwendung eines (Grundstücks unweit des Hahnerberg die Errichtung eines solch8n Erholungsbauses im Bergischen Verkin für Gemcimvohl an. Der Verein griff den Ge- kaziken freudig auf und 1010018 1111) nach Zeichnung ansehnlicher Vei- trage 00n Bürgern an die Stadtverordnetsn-Versammlung mit dem Anfrage auf (Gewährung 811188 3111111111188 0011 10 000 «54 für den Bau; Die Stadtwerordneten konnten s1ch der [1808158891019 0011 dem unmtttelbgren Interesse der Stadt an einer so[chen 9811181111111819811 “Anstalt nicbt Verschließen 8110 beschlossen, das Erholun9shaus selbst 1111 etwa 50 Betxen 989811 [1808110811009 dék 00n dem BMW 1818115 fur deri Zweck gejammeltcn Beiträge zu errichten, und zwar auf einem zWeckmaßtgeren, in dcr Mirke 9818980811 Grundstück, welches die Stadt 989811 dasjenige auf dem Hahnerberg austauschen wird.

Kunst und Wissenschaft.

Am 3. Juni ist in Tilüt in feierlicher W808 durch das be- treffende 0012118 dis Grundstcinlc9ung zu dem Dsnkmal für Max 0011 SÖenckendors 0011309811 worden, Die Einweihung des Denkmals 1011, der „N. A. Ztg.“ zufolge, 510011 11-11 H0chsommer d. J. 817019811.

_ Für 118 Errich111119 eincs Dcnkmals 111 Halle für den be- rühmten Cbirur9en Profkffor ])1. Rickard 0011 Volkmann 1018181011, man fich, wie der , ann. C0ur.“ Lnittbcilt, 18cht lebhaft in Amerika. Profeffor 01. „10011 S. Biliin98, Cbc'f-Chirurg dsr amerikanitchen Armee in Washington, wslckxer den Aufruf mit untcr- zeickmet hat, [8918 s0lch811 dem amcrikanischen Cbirnr9ck1k0n9reß Vor. Man bildete ein [3110111888 (Comité zUr S8111m111119 13011 Beiträ9en zu 18111 in Halle 111 errichtenden Denkmal unter dem Vorfiß des Profenors Dr. J. William Wbik 11011 der 111117818113- 01 1388083178018.

* _(11) Nach dem 0011 dem Kunstgewerbe - Verein in Oldenbur9 bsrauß9cgebenen zweitsn Jahresbericht batten die Be- strebungcn dicses Vcrsins zur Förderung und 218181711119 018 Kunst- JSWUÖLI im Herz0gtbum Oldenbur9 (1Uch im Jahre 1889 8111811111708 Erfolxic'. Insbesmtdere ist die Außgestaltung des 0001 Vsrein unter namhaftcn Bcibiilfen des Staats 1111d der Stadt Oldknburg 98- 9ri'111da-ten Landes-GeW8rbe-Mu1eums erheblich f()MXLsCÖÜZL'M und Haben die Muster- Und Vorbilder-Sammlnngen 102118 111111) Schenkungen, 168118 durch Ankauf reichen Zuwachs erhalten. Das Museum, wclch'es sick) ernes 189811 Besuchs und steégender Bsnuxzunx; erfreut. ist zugleich der Sammelplaß der in Oldenburg bcstebendcn 9811810111088 nnd 18chnrichcn Vereine wie der hiefißcn Jnrmnae'n. Dkk 00111 technischen Di- rekt01 dcs Myseizms «leitete Zeichen- und Modcliir-Unterricht 10118 0111119 081111111. ' Die im Museum Veranstaltctcn psriodjscben Ausstkkl1119an 19110811 em rech Interesse, ebens0 derartige Außstchngcn, Weichs dc-r Direktor_ an anderen Orken des Landes veranstaltere imd lcitcté. _ Aus kicmen Anfän9en haben die Sammlun9811 dcs Muskums Mk) sch0n' 1th zu einkm stattlichen [1111811198 0818089201081th Der Versm, WL1chkr mit einer Mitglieder1akckl 0011 460 in Das 118118 Jahr eintrat, arbeitete im abgelaufenen Jahr mit cinem Einnabmcdudzet von 19 "276,62 „18 *

_ - Die ,Entdcckunz; einer Katakombe aus 06111 Home- rtschen .Z_ettql'ter wird, der „511013 18f019e, aus Kcrtsck) auf der Halbmicl' Krim gemeldet. Vierzkbn Fuß 1111181 “8810108 hat man 8111 aus drci Adtbeiluna-xn bestkbendes Gewölbs aufgefunden; die Mauern 7588181081 smd aus (111811 Seüen mit Frsök092mälk'en bedeckt, welche Götter, aus dc-m griechischen Alt-rtbum und Scene" aus dem Lkben der _alten Grrechen darsteUen. Eine noch 9111810011811? Inschrift bildet denKtnreressantesten GLgknstgud dcs Fundcs ; mcm bat fie in f019ender Weise zu_ 111981115211 gesucht: „„Dieses Heiligtbum ist 0011 Sokak erbaut, dcr me in icirwm Leben die (351181118 scincr Mitmenschen entwcibt hat 11110 der aus d1818m Grunde (1118 stine Mitmenschen, die an (Götter 9111111110, beschwört, 1118111018 ihres Gleichen zu_ berühren Zn dcm Fall?, 100 fie n_1cht auf 11111 hören würden, “sendeten die Götter den Profancn Mxnichen die verdiente Strafe ' Die Sprache der Inschrift ist dem GriechtsÖen Homer's 001119 9181ch,we§ba10 die Annahme, daß die Er- bauun_9 der Katakombe bis in jene Zeit zurückreicht, gerccbtfcrtigt erscheint. Andererseits ist zu bedenken, daß fick) an den Ecstadkn des Schwarzen Meeres jene alte griechische Sprache auck; 1100) bis in spätere Jahrhunderte erhielt,

Land- und Forstwirthsthaft.

Die bereits telegravbisch in Kürze gkmeldcfe Rede, mit welcher der Statthalter in Elsaß-LNHringen Fürst zu Hohenlohe am

Donnerstag die Ausstellung der Deutschen LandwirtbsckaaftS- Gesellschaft in Straßburg eröff-iet hat, lautet wörtlich: